Kaminofen: Diese Regeln sollten Sie berücksichtigen

Contents
  1. Rechtliche Bestimmungen und Voraussetzungen beim Kauf eines Kaminofens
  2. Der Schornstein
  3. Brandschutzbestimmungen und Mindestabstände
  4. Gesetzliche Bestimmungen für Kaminöfen
  5. Abnahme durch den Schornsteinfeger
  6. Die Installation des Kaminofens
  7. Nicht alle Brennstoffe sind erlaubt
  8. Kaminofen kaufen – Ratgeber mit 10-Punkte Checkliste
  9. Punkt 1: Genehmigung
  10. Punkt 2: Vor-Ort-Bedingungen
  11. Punkt 3: Was wollen Sie verbrennen?
  12. Punkt 4: Raumluft oder Frischluft von Außen
  13. Punkt 5: Qualität des Kaminofens
  14. Punkt 6: Ersatzteile und Garantie
  15. Punkt 7: Design und Geschmack
  16. Punkt 8: Preis und Folgekosten
  17. Punkt 9: Alltagshandling
  18. Punkt 10: Ausstattung
  19. Unsere Meinung
  20. Kamin einbauen: Diese Dinge sollten Sie beachten
  21. Ene gute Planung für den Kamineinbau
  22. Den richtigen Standort für einen Kamin finden
  23. Kamin nachträglich einbauen
  24. Präzision beim Kaminauau
  25. Mindestabstände beachten und Bodenplatten nutzen
  26. Fazit Kamineinbau selbst gemacht
  27. Kaminofen: Tipps zum richtigen Heizen mit Holz
  28. Kaminöfen produzieren viel Feinstaub
  29. Rund zwölf Millionen Kaminöfen in Deutschland
  30. Pellets und moderne Öfen schonen die Umwelt
  31. Die Regeln für Kaminöfen werden strenger
  32. Vorschriften mit Ausnahmen
  33. Brennholz muss lange trocknen
  34. Holz teilweise in beheizten Hallen getrocknet
  35. Haushalt
  36. Kann man einen Kaminofen nachts brennen lassen?
  37. Finden Sie das richtige Setup mit den optimalen Lufteinstellungen
  38. Gründe, ein Kaminfeuer auch nachts laufen zu lassen:
  39. Die Heizdauer hinauszögern
  40. Zeitungspapier und Braunkohlebriketts helfen
  41. Alternative Holzbriketts und große Scheite
  42. Tipps für Ihre Sicherheit, wenn nachts der Kaminofen brennen soll

Rechtliche Bestimmungen und Voraussetzungen beim Kauf eines Kaminofens

Kaminofen: Diese Regeln sollten Sie berücksichtigen

Sie möchten sich einen Kaminofen zulegen und behagliche Wärme in Ihre vier Wände bringen? Aber Sie sind unsicher, ob bei Ihnen der Anschluss eines Kamins überhaupt möglich ist und welche gesetzlichen Vorschriften es gibt?
Tatsächlich sind beim Kauf eines Kaminofens verschiedene Einschränkungen und gesetzliche Verordnungen zu beachten. Die gesetzlichen Bestimmungen regeln insbesondere die räumlichen Voraussetzungen, den Brandschutz und die Abnahme durch einen Fachmann. Aber seien Sie unbesorgt – mithilfe dieses Artikels können Sie sich einen Überblick über die wichtigsten Aspekte verschaffen und im Zweifelsfall hilft Ihnen ein Schornsteinfeger zuverlässig weiter. Wenn Sie diese Punkte in Ihre Planung miteinbeziehen, können Sie schon bald Ihren neuen Kaminofen genießen.

Der Schornstein

Grundvoraussetzung für die Installation eines Kaminofens ist ein geeigneter Schornstein. Dieser führt nicht nur die Rauchgase ab, sondern erzeugt auch den Sog, welcher die Versorgung des Kamins mit Sauerstoff gewährleistet. Kamin und Schornstein bilden ein System und sollten dementsprechend aufeinander abgestimmt sein.

Es empfiehlt sich, mit dem zuständigen Schornsteinfeger zu klären, ob Ihr Schornstein für einen Kamin geeignet ist und was beim Anschluss des Kamins an die Abgasanlage zu beachten ist.

So sind unter anderem die wirksame Schornsteinhöhe, der Förderdruck sowie die Temperaturklasse der Anlage wichtige Kriterien.

Brandschutzbestimmungen und Mindestabstände

Auch bezüglich des Brandschutzes sollten Sie das Gespräch mit dem Schornsteinfeger suchen. Generell muss ein Mindestabstand des Kamins zu den Wänden von 20 cm eingehalten werden. Verfügt der Kaminofen über eine Seitenscheibe, sind 65 cm Abstand Pflicht.

Soll der Kamin auf brennbaren Bodenbelägen wie Holz oder Laminat abgestellt werden, muss eine feuerfeste Bodenplatte zwischen Kamin und Boden angebracht werden, welche an den Seiten min. 30 cm und nach vorne min. 50 cm über den Grundriss des Kamins hinausgeht.

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Ferner dürfen sich im vorderen Bereich, also dem Strahlungsbereich, in einem Umkreis von 80 cm keine brennbaren Materialien wie Möbel befinden.
Die individuellen Abstände für Ihren Kamin können auch den Herstellerangaben entnommen werden.

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Hierbei ist auch zu berücksichtigen, ob Boden, Wand und Decke brennbar sind oder nicht, da dies zu abweichenden Sicherheitsabständen führen kann.

Gesetzliche Bestimmungen für Kaminöfen

Neben den Brandschutzbestimmungen sollte beim Kauf eines Kamins darauf geachtet werden, dass er den DIN-Normen entspricht und das CE-Zeichen aufweist. So können Sie sicher sein, dass der Kamin durch eine zertifizierte Prüfstelle geprüft und zugelassen wurde und europäischen Normen entspricht.

Die Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen oder auch 1. BlmSchV schreibt vor, wie viel Feinstaub und Kohlenmonoxid ein Kaminofen emittieren darf.

Diese Grenzwerte werden von modernen zertifizierten Kaminöfen bei Weitem nicht erreicht, sodass Sie sich keine Sorgen machen müssen, in den nächsten Jahren Ihren Kamin nachrüsten zu müssen. Allerdings gibt es einige Städte und Gemeinden, in welchen deutlich strengere Richtlinien bezüglich der Schadstofelastung gelten.

Ihr Schornsteinfeger kann Ihnen Auskunft darüber geben, ob Ihr Wohnort von schärferen Verordnungen betroffen ist und ob Sie weitere landesbauliche und kommunale Vorschriften beachten müssen.

Abnahme durch den Schornsteinfeger

Bevor Sie den Kaminofen in Betrieb nehmen können, muss dieser von einem Schornsteinfeger abgenommen werden.

Dieser prüft, ob der Kamin sachgerecht angeschlossen wurde und allen gesetzlichen Normen entspricht sowie ob der Brandschutz berücksichtigt wurde.

Im Idealfall haben Sie sich bereits vorher durch Ihren Schornsteinfeger beraten lassen, sodass mögliche Beanstandungen von vornherein ausgeschlossen sind.

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Nach der Prüfung wird Ihnen ein Feuerstättenbescheid ausgehändigt. Die Kosten für die Abnahme belaufen sich je nach Aufwand auf bis zu 40 Euro.

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Den für Sie zuständigen Schornsteinfeger finden Sie leicht auf der Seite des Bundesverbandes des Schornsteinfegerhandwerks. Seit 2013 dürfen aber auch zugelassene freie Schornsteinfeger und Handwerker viele Aufgaben übernehmen.

Die Installation des Kaminofens

Das Anschließen des Kaminofens ist eine technisch äußerst anspruchsvolle Aufgabe, welche man einem Fachmann überlassen sollte.

So können Sie sicher sein, dass die Installation sachgerecht durchgeführt wird.

Dies ist nicht nur hinsichtlich der Funktionalität und Sicherheit des Kaminofens, sondern auch aufgrund möglicher Gewährleistungsansprüche, äußerst wichtig.

Nicht alle Brennstoffe sind erlaubt

Das Verwenden von Papierbriketts, Zeitung, Pappe, sonstiger Abfälle sowie von Brennstoffen auf Erdölbasis (wie Paraffin-Brennscheite) ist zum Befeuern des Kaminofens nicht erlaubt.

Missachtet man dies kann ein Bußgeld drohen, da beim Verbrennen dieser Stoffe übermäßig viele Emissionen ausgestoßen werden. Dies ist auch schädlich für die Anlage, da es zu Rußablagerungen kommen kann.

Ferner verbrennt Papier und Pappe nicht richtig; eine feine Asche bleibt über, die leicht beim Öffnen des Kaminofens aufgewirbelt wird. Papier und Paraffin Brennstoffe gehören also nicht nur aufgrund der geringen Heizleistung nicht in den Kaminofen.

Einen Überblick über geeignete Brennstoffe für Ihren Kaminofen, die Sie bedenkenlos verwenden können, finden Sie in einem weiteren Blog Beitrag von Feuer-Fuchs.

Источник: https://www.feuer-fuchs.de/blog/kaminofen/technische-und-rechtliche-aspekte-beim-kaminofenkauf

Kaminofen kaufen – Ratgeber mit 10-Punkte Checkliste

Kaminofen: Diese Regeln sollten Sie berücksichtigen

Ein Kaminofen ist das I-Tüpfelchen der Gemütlichkeit im eigenen Heim. Das flackernde Feuer, die strahlende Wärme, das Knacken des brennenden Holzes – all das bringt Freude in die trübe Winterszeit.

Doch der Kauf des richtigen Kaminofens ist nicht so einfach, viele Punkte wollen berücksichtigt und abgewogen werden.

Darum haben wir Ihnen eine Checkliste mit den wichtigsten Kriterien für den Kauf eines Kaminofens zusammengestellt.

Punkt 1: Genehmigung

Stellen Sie vor dem Kauf sicher, dass ein Kaminofen bei Ihnen zu Hause genehmigt werden würde. Kontaktieren Sie den Schornsteinfeger und bitten Sie ihn um einen Vor-Ort-Termin.

Der Schornsteinfeger wird sich die Bedingungen bei Ihnen anschauen und erste Tipps zur Auswahl, zur Aufstellung und weiteren Punkten geben.

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Das Schöne daran: Diese Fachberatung gibt es in aller Regel kostenlos

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Aber Achtung: Bedenken Sie, dass ein Schornsteinfeger seine Arbeit so angenehm wie möglich halten will. So mancher Tipp in Bezug auf Brennstoffe und Aschewechsel sollte vor diesem Hintergrund bewertet werden :-)

Punkt 2: Vor-Ort-Bedingungen

Der Kaminofen muss zu Ihrem Räumlichkeiten passen. Als Erstes beantworten Sie sich die Frage, wie viele Quadratmeter durch den Ofen beheizt werden sollen. Bei durschnittlicher Raumhöhe reicht ca. 1KW Heizleistung des Ofens für 20 Quadratmeter Raumfläche.

  • Soll der Ofen drehbar sein? 
  • Runde oder halbrunde Öfen wirken in einem größeren Umfeld optisch attraktiv gegenüber rechteckigen Öfen. Es gibt auch spezielle Ecköfen.
  • Ein Kaminofen kann sehr schwer sein. Klären Sie von daher, ob die Statik ihres Standortes das Gewicht verträgt.
  • Haben Sie schon einen Schornstein? Dann muss ihr Kaminofen dazu passen – vor allem im Durchmesser des Rohres. Der Ausgang des Ohrenrohres am Kamin muss an der richtigen Stelle liegen. Und die Zugstärke muss passen: Ihr Kamin muss mit dem vorhandenen Schornstein gut zusammenarbeiten. Ihr Schornsteinfeger wird Ihnen hierzu Tipps geben können.
  • Auch nicht unwichtig: Wie nah sind brennbare Elemente zum Kaminofen (Vorhänge, Möbel etc.)? Achten Sie beim Kauf des Ofens, ob diese Abstände ausreichen. 
  • Wie sieht es mit Ihrem Fußboden aus? Ist er brennbar? Dann benötigen Sie eine Kaminofenbodenplatte.
  • Last, not least: Wenn Sie in einer Mietwohnung wohnen, sollten Sie die Anschaffung eines Kaminofens mit Ihrem Vermieter abklären.

Punkt 3: Was wollen Sie verbrennen?

Wollen Sie selber die Axt schwingen und abgelagertes Holz kaufen? Die meisten Modelle können Brennholz verarbeiten. Die Auswahl wird schon kleiner, wenn Sie Pellets (Vorteil: der Ofen kann selbstständig zünden) oder Kohle verheizen möchten. Siehe hierfür unseren Ratgeber Pelletofen kaufen.

Punkt 4: Raumluft oder Frischluft von Außen

Für die Luftzufuhr von draußen (die bessere, aber aufwendigere Variante) ist ein zweiter Zugang durchs Mauerwerk nach draussen erforderlich. Auch hier wird der Schornsteinfeger Tipps geben können.

Punkt 5: Qualität des Kaminofens

Die Wertigkeit eines Ofens ist für uns als Laien schwer zu beurteilen und zeigt sich manchmal erst nach Jahren der Nutzung. Aber es gibt doch einige Details, auf die geachtet werden kann:

  • Wackeln Sie an den Türen, am Rohraufsatz und den Griffen – wie ist ihr Eindruck? Eher Mercedes oder doch ein Trabbi?
  • Wie hoch ist das Gewicht? Tendenziell wiegen hochwertige Öfen mehr.
  • Zeigt sich vielleicht schon Rost am Ausstellungsstück? Oder ist alles aus Edelstahl?
  • Gibt es irgendwelche Sicherheitsrisiken wie ungesicherte Öffnungen oder scharfkantige Teile?
  • Wie dick sind die Materialstärken? Wie bei einem Panzer oder doch eher an eine Dose erinnernd?
  • Deuten die Schweißnähte auf eine wertige Verarbeitungsmentalität hin oder sind diese grob unterschiedlich?

Klassischer Guss-Ofen

Punkt 6: Ersatzteile und Garantie

Bei jedem Ofen kann etwas kaputt gehen. Klären Sie, wie lange bei Ihrem Ofenfavoriten die Nachlieferung von Ersatzteilen gewährleistet ist. Fragen Sie dezidiert, welche Produktfehler von der Garantie ausgenommen sind, ob es einen Werkskundendienst gibt. Deutsche Kaminöfen haben oftmals eine Garantie von 5 Jahren.

Punkt 7: Design und Geschmack

Die Optik ist ebenfalls entscheiden für einen Kaminofen. Einer mag es rund. Dem anderen ist ein lang gezogener Ofen optisch eine Freude. Sie mag lieger runde Griffe, er steht auf ein verkacheltes Äußeres. 

Punkt 8: Preis und Folgekosten

In aller Regel gilt: Qualität hat ihren Preis, erhöht aber die Zufriedenheit und senkt die Folgekosten. Im Englischen heißt es: »Quality is what remains, when the price is long forgotten!«. (Qualität ist das, was bleibt, wenn der Preis längst vergessen ist).

Folgende Tipps können wir Ihnen geben:

  • Aufwendige Innenverkleidungen kosten bei der Reparatur richtig Geld.
  • Können Sie die Dichtungen selbst wechseln? Auch das spart erheblich.
  • Gebogene Scheiben kosten als Ersatzteil deutlich mehr als eckige.

Früher wurden Öfen gerne in Wandaussparrungen integriert

Punkt 9: Alltagshandling

Schön, wenn Sie vor dem Kauf die folgenden Elemente abklären können:

  • Wird die Ofenscheibe schnell schmutzig? Mehr oder weniger werden das alle, aber manche werden doch sehr viel weniger als andere.
  • Wird der Griff im Betrieb gefährlich heiß? Das ist manchmal daran zu erkennen, dass ein Handschuh dem Ofen beiliegt.
  • Welche Sicherheitsabstände zu brennbaren Materialien benötigt dieses Modell?
  • Wie groß ist der Brennraum? Passt auch mal ein größeres Holzstück rein?
  • Würde die geöffnete Ofentür an ihrem bevorzugten Aufstellungsort irgendwo anschlagen? 
  • Ist das Backfach wirklich verwendbar oder nur optischer Gag? 
  • Besitzt der Ofen eine ausreichend große Aschenlade?  
  • Schiebetüren sind im Alltag oft schwieriger zu reinigen.

Punkt 10: Ausstattung

Moderne Kaminöfen können nicht nur heizen.

Je nach Ausstattung halten Sie die Wärme über Stunden (Stichwort Speckstein), regeln automatisch die Luftzufuhr, sind gar per Zeitschaltuhr zu aktivieren, per App steuerbar oder heizen das Warmwasser im Haus. Ein Kaminhändler kann zu den Möglichkeiten am besten Auskunft geben, aber auch ein Gespräch mit ihrem Heizungsbauer wird Sie nicht dümmer machen.

Unsere Meinung

Von technischem Spielkram am Ofen raten wir ab, denn hier lauert eine permanente Defektmöglichkeit. Zudem ist das Heizen mit dem Kaminofen eine urige Angelegenheit – hier hat Technik nichts verloren.

Apropos schlauer werden: Am meisten bringt der Besuch von zwei oder drei Kaminhändlern vor Ort, die eine eigene Ausstellung haben. Dann vergleicht man die Kaminöfen mit den Angeboten im Internet wie z.B. hier bei Hagebau und trifft erst danach die Entscheidung.

Denken Sie daran: Ihr Ofen wird Sie vielleicht ein Leben lang begleiten.

Источник: https://www.bauen-und-heimwerken.de/hausbau/heizung/kaminofen-checkliste.htm

Kamin einbauen: Diese Dinge sollten Sie beachten

Kaminofen: Diese Regeln sollten Sie berücksichtigen
Foto: CC0 Public Domain

Wer einen Kamin einbauen möchten, sollte mehrere Dinge beachten, die für die Umsetzung des Vorhabens zu beachten sind. Klassische, gemauerte Kamine sind immer die Sache eines Fachmanns, während Kaminöfen eher leicht einzubauen sind und eine Reihe von Vorteilen bieten.

Diese überzeugen sowohl im Bereich der Heizeffizienz und der Kosten als auch bei der Optik. Suchen Sie sich den passenden Kaminofen aus, und schon kann der Einbau losgehen. Shops wie ofen.de bieten ein umfangreiches Sortiment unterschiedlicher Kamine und Kaminöfen an.

Was Sie vor dem Kauf über den Einbau Ihres neuen Heizsystems wissen müssen, dass erfahren Sie bei uns.

Ene gute Planung für den Kamineinbau

Dem Kamineinbau sollte eine ausführliche Planung vorausgehen. In diese Planung sollte ein Schornsteinfeger und ein Kamin- oder Ofenbauer miteinbezogen werden. Diese Fachleute können Ihnen genau erklären, was in Sachen Brandschutz beim Einbau des Kamins zu beachten ist.

Sicherheit und Brandschutzmaßnahmen sind nämlich die wichtigsten Aspekte, die für Kaminplanungen berücksichtigt werden müssen. Dazu gehört der ausreichende Abstand zu brennbaren Materialien wie geeignete Brandschutzunterlagen, die bei Parkettböden und Teppichen vorgeschrieben sind.

Aber nicht allein der Brandschutz ist bei dem Einbau des Kamins zu beachten. Es muss auch dafür gesorgt werden, dass Rauchgase sicher entweichen können, um die Gesundheit von Bewohnern nicht zu gefährden. Schornsteinfeger sollten die Räumlichkeiten vorher inspiziert und potenzielle Risiken in diesem Zusammenhang erkennen.

Die Standortplanung des Kamins kann von Möglichkeiten des Rauchabzugs abhängen.

Den richtigen Standort für einen Kamin finden

Der richtige Standpunkt ist neben sämtlichen Sicherheitsaspekten der nächste Punkt, der für den Kamineinbau essenziell ist. Zwei wesentliche Aspekte spielen hierbei eine Rolle. Der Untergrund muss einerseits feuerfest sein und zweitens muss er das Gesamtgewicht des Kamins tragen können.

Beim Einbau von eher leichten Kaminöfen gelten die Grundsätze ebenso, sind allerdings aufgrund der leichteren Bauart solcher Heizstellen oft schneller zu erfüllen. Wichtig bei der Standortwahl ist auch die Abgaskapazität, die ein vorhandener Schornstein ableiten kann. Hierbei hilft ebenfalls der Schornsteinfeger weiter.

Je nach Standort und entsprechender Abgaskapazität kann der Kamin hinsichtlich seines Gewichts und seiner Größe dimensioniert werden.

Kamin nachträglich einbauen

Sind die Standortvoraussetzungen geklärt und der passende Kamin ausgewählt, kann der Einbau beginnen. Wer dabei einen Kamin nachträglich einbauen möchte, kann dies nach Anleitung auch selbst tun. Kaminbausätze stehen beispielsweise dazu mit entsprechenden Auauanleitungen zur Verfügung.

Generell kommt es in erster Linie immer auf die Art des Kamins an sowie die vorhandene Schornstein-Struktur. Sind beim Kamineinbau evtl. Kernbohrungen notwendig oder muss ein externer Schornstein installiert werden, sollte keineswegs auf Einbau-Experten verzichtet werden.

Gleiches gilt für alle Szenarien, bei denen der Kamin die Heizung ersetzen soll.

Präzision beim Kaminauau

Für diejenigen, die einen Kamin selbst einbauen möchten gelten diese Regeln zur Präzision und Genauigkeit. Für beste Leistungen ist nämlich eine hohe Genauigkeit gefragt.

Dazu gehört das genau Ausmessens des Kamins am seinem Standort, damit das Kaminrohr angeschlossen werden kann. Die entsprechenden Maße sollten dazu auf dem Boden und an der Wand angezeichnet werden.

Da ein Kamin häufig sehr schwer ist, empfiehlt es sich, stets zu zweit am Platzieren des Kamins zu arbeiten. Benutzen Sie in jedem Fall eine Wasserwage zum finalen Ausrichten des Kamins.

Mindestabstände beachten und Bodenplatten nutzen

Bei der Abnahme eines Kamins wird stets geprüft, ob ein geeignetes Abzugssystem bzw.

der passende Schornstein vorhanden ist, die Verbindung zum Kamin fachmännisch und korrekt durchgeführt wurde und ob die vorgeschriebenen Sicherheitsabstände zu brennbaren Materialeien sowie zur Wand und zur Decke berücksichtigt wurden.

Je nach Kamin oder Kaminofenmodell variieren diese Abstände und liegen zwischen 20 und 60 Zentimetern. Im Bereich der Ofentür sind sogar 80 Zentimeter Abstand zu brennbaren Materiealien vorgeschrieben. Bei brennbaren Fußböden muss zwingend eine Bodenplatte verwendet werden.

Außerdem muss bei brennbaren Bodenbelägen wie Teppichen und Holzfußböden ein entsprechender Funkenschutz angebaut werden. Dazu gibt es Platten in verschiedenen vorgefertigten Formen und Größen. Diese bestehen in der Regel aus Metall, feuerfestem Glas oder aus Schiefermaterialien.

Fazit Kamineinbau selbst gemacht

Wer richtig plant, kann einen Kaminbausatz innerhalb weniger Stunden auauen. Aufwendige Kamin-Modelle nehmen jedoch mehrere Tage beim Einbau in Anspruch.

Der Heimwerker, der seinen Kamin selber einbaut, sollte sich trotzdem immer von einem Fachmann beraten und ggf. unterstützen lassen. Für den Einbau selbst wird höchste Präzision vorausgesetzt.

Nutzen Sie alle Informationen, die Ihnen die Hersteller und Anbieter von Kaminen, Kaminöfen und Kaminbausätzen anbieten, dann kann bei Ihrem Kaminbauprojekt nichts schiefgehen.

Источник: https://www.renovieren.de/haustechnik-heizung/kamin-einbauen-diese-dinge-sollten-sie-beachten/

Kaminofen: Tipps zum richtigen Heizen mit Holz

Kaminofen: Diese Regeln sollten Sie berücksichtigen

Ein knisterndes Feuer, behagliche Wärme und eine vermeintlich gute Ökobilanz. Diesen Traum von einer warmen Wohnung per Kaminofen erfüllen sich immer mehr Bundesbürger.

Doch der massenhafte Gebrauch von Holzöfen sorgt inzwischen für ernste Umweltprobleme. Zwar entsteht bei einem Holzfeuer nur so viel des Klimakiller-Gases CO2 wie der Baum beim Wachstum aus der Luft entnommen hat.

Doch gleichzeitig strömen verschiedene andere Schadstoffe durch den Schornstein.

Kaminöfen produzieren viel Feinstaub

Zum größten Feind gesunder Luft hat sich Feinstaub entwickelt. Die winzigen Teilchen, kleiner 0,01 Millimeter, dringen über die Atemwege bis in das Blut des Menschen vor. Seit vielen Jahren sollen immer strengere Richtlinien für Autos und Industrieanlagen dafür sorgen, dass der Feinstaubgehalt in der Luft sinkt.

Rund zwölf Millionen Kaminöfen in Deutschland

Doch die Vielzahl der Kamine und Kaminöfen hat das Problem neu angeheizt.

Inzwischen kommen aus den rund zwölf Millionen Kaminöfen in deutschen Wohnungen ähnlich viele kleinste Feinstaub-Partikel, wie der gesamte Straßenverkehr erzeugt, so das Umweltbundesamt.

Während die Abgase aus Kraftfahrzeugen und Großanlagen aufwendig gefiltert werden, blasen Millionen kleiner Öfen Schadstoffe meist pur in die Luft. Zwar gibt es auch für sie teilweise Nachrüst-Filter, die jedoch kaum eingebaut werden.

Pellets und moderne Öfen schonen die Umwelt

Experten raten, zunächst grobe Holzstücke in den Brennraum zu legen, darauf kleineres „Anmachholz“ und Anzünder verteilen. Kein Zeitungspapier verbrennen. So werden Brennraum und Schornstein schnell erwärmt und der Ofen zieht gut. Wichtig ist auch ausreichende Luftzufuhr.

Deutlich besser schneiden Pellet-Heizungen ab, die stark gepresste Holzstückchen gleichmäßig verbrennen und sich gut regeln lassen. Am anderen Ende der Schadstofilanz stehen alte Öfen oder Kamine, die nicht dauerhaft, sondern nur zeitweise angeheizt werden. Gerade dabei entstehen viel Qualm und Schadstoffe.

Die Oldtimer geben außerdem weniger Wärme an den Wohnraum ab als moderne Kaminöfen. Wer einen neuen Ofen kauft, sollte auf eine gute Energieeffizienz achten. Sparsame Kaminöfen erreichen die Effizienzklasse A+, die effizientesten Pelletöfen sogar A++.

Alle neuen Kamin- und Kachelöfen müssen über ein Energielabel verfügen.

Die Regeln für Kaminöfen werden strenger

Gesetzlich ist der Schadstoffausstoß in der Verordnung zum Bundes-Immissionschutzgesetz (1. BImSchV) für sogenannte Kleinfeuerungsanlagen geregelt. Die aktuelle Fassung stammt von 2010.

Sie legt fest, wie viel Schadstoffe Kaminöfen abgeben dürfen. Für ältere Öfen, die vor 2010 gebaut wurden, gelten dabei höhere Grenzwerte als für neue.

Außerdem gibt es lange Übergangsregelungen bis Ende 2024.

Vorschriften mit Ausnahmen

Seit 2018 müssen Öfen, deren Zulassung laut Typenschild aus den Jahren 1975 bis 1984 stammt, die aktuellen Grenzwerte einhalten. Ansonsten müssen sie mit einem Filter nachgerüstet oder dürfen nicht mehr betrieben werden. Seit dem 1.

Januar 2021 an gilt das auch für Öfen, die von 1985 bis 1994 zugelassen wurden. Allerdings gibt es zahlreiche Ausnahmen, etwa für „historische Öfen“ (vor 1950) und Öfen, die die einzige Heizmöglichkeit in einer Wohnung sind.

Ein Ratgeber des Umweltbundesamtes informiert über die Vorschriften.

Brennholz muss lange trocknen

Nur trockenes Holz verbrennt schadstoffarm.

Um den Feinstaub zu reduzieren, sollten Ofenbesitzer nur gut getrocknetes Holz verheizen.

Mindestens zwei Jahre dauert es, bis frisch geschlagenes Holz bei richtiger Lagerung durchtrocknet.

Die Restfeuchte sollte zwischen 15 und 20 Prozent liegen, maximal aber bei 25, denn mit steigender Restfeuchte steigt auch der Schadstoffausstoß beim Verbrennen. Einfache Feuchtigkeits-Messgeräte gibt es schon für rund 20 Euro.

Holz teilweise in beheizten Hallen getrocknet

Aufgrund der hohen Nachfrage wird Brennholz teilweise in Hallen getrocknet, die mit fossilen Brennstoffen wie Gas oder Öl beheizt werden. Für die Umweltbilanz des Holzes ist das ebenso negativ wie lange Transportwege.

Käufer sollten daher genau nachfragen, woher das Holz stammt und wie es getrocknet wurde. Legt man Holz in einem brennenden Ofen nach, ist es wichtig, die Tür langsam und zunächst nur einen Spalt zu öffnen.

Sonst funktionieren die Abzugssysteme moderner Öfen nicht und Schadstoffe gelangen ins Zimmer.

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Auf keinen Fall dürfen Abfälle in Öfen verbrannt werden oder Hölzer, die mit Schadstoffen wie Lacken belastet sind.

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Dieses Thema im Programm:

Haushalt

Источник: https://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/Kaminofen-Tipps-zum-richtigen-Heizen-mit-Holz,kaminofen119.html

Kann man einen Kaminofen nachts brennen lassen?

Kaminofen: Diese Regeln sollten Sie berücksichtigen

Grundsätzlich ist der Betrieb eines Kaminofens eine sichere Sache. Dem nächtlichen Betrieb steht also unter gewissen Bedingungen nichts im Wege. Wichtig ist, dass Sie Ihren Kaminofen mit den entsprechenden Lufteinstellungen gut kennen.

Wenn Sie über den Tag bereits mit einem gut funktionierenden Setup mit ausreichender Luftzufuhr vertraut sind, können Sie auch nachts weiterheizen. Darüber hinaus sollte der Ofen für Dauerbetrieb geeignet sein. Dies trifft auf die meisten unserer Kaminöfen zu. Ein Betrieb ist 24h/Tag möglich.

Mehr Informationen finden Sie unter Dauerbrandofen. 

Unter Einhaltung einiger weniger Regeln kann ein Kaminofen auch nachts ohne Aufsicht bedenkenlos brennen. 

Finden Sie das richtige Setup mit den optimalen Lufteinstellungen

Während des nächtlichen Heizens sollten Sie darauf achten, dass Sie die Lufteinstellungen so wählen, dass einerseits eine ausreichende Sauerstoffzufuhr gewährleistet ist. Damit ein Kaminfeuer sauber und effizient brennen kann, muss genügend Verbrennungsluft zur Verfügung stehen. So stellen Sie einen effizienten Verbrennungsprozess sicher und vermeiden einen Schwelbrand.

Andererseits sollte die Sauerstoffzugabe nicht zu groß sein, damit das Brennmaterial langsam und gleichmäßig abbrennen kann. Am besten beobachten Sie über einige Zeit das Brennverhalten Ihres Ofens am Tage, damit Sie die optimalen Einstellungen für die Nacht finden.

Gründe, ein Kaminfeuer auch nachts laufen zu lassen:

  • Sie möchten am Abend noch heizen und die Wärme des Ofens genießen, dann aber ins Bett gehen, ohen zu warten, bis das Feuer im Kamin vollständig abgebrannt ist.
  • Vermeidung einer Auskühlung über NachtMöglicherweise nutzen Sie Ihre Holzheizung in Form eines Kaminofens als alleinige oder primäre Heizquelle.

    In der kühlen Jahreszeit sollte ein zu starkes Abkühlen des Wohnraums natürlich vermieden werden. Das nächtliche Heizen erleichtert auch das Anheizen am nächsten Tag. 

  • Wenn Sie auch nachts Ihren Kaminofen zum Heizen nutzen, können Sie die Zentralheizung auf einer sehr niedrigen Stufe laufen lassen und sparen Heizkosten ein.

Die Heizdauer hinauszögern

Für das nächtliche Kaminfeuer sollten Sie berücksichtigen, dass es auch mit einigen Tricks nur schwer möglich ist, über die gesamte Nacht zu heizen. Dennoch können Sie die Heizdauer über einige Stunden verlängern.

Zeitungspapier und Braunkohlebriketts helfen

Mit Zeitungspapier und 2-3 Braunkohlebriketts gelingt ein langsam und gleichmäßig herunterbrennendes Kaminfeuer für die Nacht. 

Eine gängige Variante für das langsame und gleichmäßige Beheizen besteht in der Nutzung von Zeitungspapier und Braunkohlebriketts. Sie benötigen ca. 3 Lagen Zeitungspapier und 2-3 Braunkohlebriketts. Wickeln Sie die Zeitungslagen um die Briketts.

Die umwickelten Braunkohlebriketts werden am Abend auf das noch bestehende Glutbett im Kaminofen angelegt. Durch die Asche des Papiers, welches die Briketts ummantelt, brennen diese langsam und gleichmäßig ab. Mit der richtigen Lufteinstellung erreichen Sie so wirkungsvoll einen sehr langsamen Abbrand über mehrere Stunden.

Die Restwärme sollte auch noch am nächsten Morgen zu spüren sein.

Alternative Holzbriketts und große Scheite

Am Abend können neben Braunkohlebriketts auch Holzbriketts oder große, trockene Holzscheite zum Befeuern verwendet werden.

 

Wenn Ihr Kaminofen nicht für die Nutzung von Braunkohle vorgesehen ist, können Sie alternativ am Abend auch Holzbriketts oder große, trockene Holzscheite anlegen und die Luftzufuhr drosseln.

Zur Vermeidung eines Schwelbrands sollte aber dennoch genügend Verbrennungsluft zur Verfügung stehen (s. oben).

Tipps für Ihre Sicherheit, wenn nachts der Kaminofen brennen soll

  • Befeuern Sie Ihren Kaminofen nur nachts, wenn Sie das Abbrandverhalten, das Brennmaterial sowie die optimalen Lufteinstellungen Ihres Ofens gut kennen. 
  • Zur generellen Sicherheit können Sie in der Nähe Ihres Ofens eines Kohlenmonoxid-Melder installieren.
  • Ein offener Kamin sollte nachts niemals unbeaufsichtigt brennen!
  • Kontrollieren Sie vor dem Verlassen des Aufstellraums immer, ob sich noch brennbare Gegenstände in Ofennähe befinden und entfernen Sie diese. 
  • Beheizen Sie einen Kaminofen nur durchgängig über Nacht, wenn dieser für Dauerbetrieb geeignet ist. 

Источник: https://www.kaminofen-store.de/kaminofen-nachts-brennen-lassen

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