Kinderzimmer gestalten: Tipps für die altersgerechte Planung

Das Kinderzimmer altersgerecht einrichten

Kinderzimmer gestalten: Tipps für die altersgerechte Planung

Wenn Dein Baby noch ganz klein ist und gerade erst bei Euch „einzieht“, braucht Ihr ihm eigentlich noch kein eigenes Kinderzimmer einrichten.

Säuglinge begnügen sich, neben Mamas Nähe, im Grunde mit zwei Dingen: einem Schlafplatz und einem Ort zum Wickeln. Die kannst Du entweder in einem separaten Kinderzimmer einrichten oder gleich bei Euch im Elternschlafzimmer.

Letzteres kann sogar ganz praktisch sein, da Du so nur kurze Wege hast, wenn Dein Baby in der Nacht nach Dir verlangt.

Was den Schlafplatz für Dein Baby angeht, so gibt es verschiedene Möglichkeiten. Entscheide einfach selbst, welche Variante Euch am besten gefällt und mit welcher Ihr am besten zurechtkommt.

Wiege

Wiegen gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen.

Aber egal, ob zum Aufhängen, auf Kufen, auf Rollen oder feststehend, eines haben alle Wiegen gemeinsam: das Bettchen kann sanft hin und her geschaukelt werden.

Die Bewegung soll an die Zeit in Mamas Bauch erinnern und Deinem Baby das Gefühl von Geborgenheit vermitteln. Gewöhnt an die gleichmäßige Bewegung, schläft Dein Kleines ganz schnell ein.

Stubenwagen

Ein Stubenwagen ist im Prinzip ein kleines Babybettchen auf Rollen und ziemlich praktisch. Das Bettchen kann, im Gegensatz zur Wiege, zwar nicht hin und her geschaukelt werden. Allerdings kannst Du es ganz leicht in jedes Zimmer mitnehmen. So hast Du Dein Kleines immer im Blick und Ihr könnt die gemeinsame Zeit auch genießen, wenn es schläft.

Babybay bzw. Beistellbett

Ein Babybay ist ein praktischer Anbau für das Elternbett. Euer Schatz liegt so stets in Reichweite, Du und Dein Partner habt aber auch noch Raum füreinander. Manchmal hat ein Beistellbett auch Rollen, so dass Du es auch wie einen Stubenwagen benutzen kannst. Wichtig ist dann, dass es am Bett befestigt werden kann und nachts nicht wegrollt.

Gitterbett

Irgendwann wächst selbst das kleinste Baby aus seinem ersten Bettchen hinaus und es wird Zeit für ein Gitterbett. Natürlich kannst Du Dein Baby auch von Anfang an in einem Gitterbett schlafen lassen.

Die richtige Wickelgelegenheit

Das Wickeln wird in den ersten Jahren mit Deinem Kind Euer täglicher Begleiter und ist ein wichtiges gemeinsames Erlebnis. Denn durch den täglichen intensiven Umgang miteinander wird die Beziehung zwischen Dir und Deinem Kind unheimlich gestärkt. Deshalb ist es schön, das Wickeln so angenehm wie möglich zu gestalten.

Sowohl für Dich, als auch für Dein Kleines. Die Wahl des richtigen Wickeltischs oder einer Wickelkommode ist dabei der erste Schritt. Beide bieten viel Stauraum für Windeln, Tücher, Cremes und Co.

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Der Unterschied zwischen den beiden Varianten besteht lediglich darin, dass Kommoden mit Schubladen oder Türen versehen sind.

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Bei vielen Kommoden kann der Wickelaufsatz einfach abmontiert werden. So kannst Du sie auch noch verwenden, wenn Dein Kind schon aus dem Wickelalter hinausgewachsen ist. Wickeltische haben eher Regalcharakter und eignen sich daher besonders, wenn weniger Platz vorhanden ist.

Wickelauflagen bzw. Wickeltischaufsätze

Wenn Du Platz sparen möchtest oder generell wenig Platz hast, kannst Du das Kinderzimmer mit einem Modell einrichten, das an die Wand montiert und bei Bedarf eingeklappt werden kann. Außerdem gibt es auch zahlreiche mobile Wickelauflagen oder Wickeltischaufsätze.

So wird die Badewanne ganz schnell und unkompliziert zum Wickelplatz umfunktioniert. Natürlich ist es dabei wichtig, dass die Wickelgelegenheit immer sicher und stabil ist und während des Wickelns nicht verrutscht oder wackelt.

Nach dem Gebrauch verschwindet die Wickelauflage dann platzsparend in einer Nische oder unter dem Waschbecken.

Wickelunterlagen

Noch mobiler bist Du mit einer einfachen Wickelunterlage. Dabei handelt es sich um eine Art beschichtetes Deckchen, das überall benutzt werden kann und einfach die Funktion hat, den Untergrund vor Flecken und Missgeschicken zu schützen.

Aber auch Dein Kind liegt darauf angenehm und weich. Mit einer Wickelunterlage bist Du auch unterwegs bestens gerüstet, wenn es einmal schnell gehen muss.

Und wenn Dein Baby gerade nicht gewickelt wird, findet die Unterlage in der Wickeltasche oder dem Schrank Platz.

Babys (6 bis 12 Monate)

Mittlerweile ist Dein kleiner Zwerg schon ziemlich groß geworden und Wiege oder Stubenwagen bieten ihm nicht mehr ausreichend Platz. Auch wächst Dein Baby unaufhaltsam und braucht deshalb immer mehr Kleidung. Da wird es wohl langsam Zeit für ein paar zusätzliche Möbelstücke im Kinderzimmer. Hier findest Du einige Inspirationen zum Einrichten von Babys Kinderzimmer.

Sobald Dein Kind außerdem anfängt zu krabbeln, ist nichts mehr vor den kleinen Händchen sicher. Deswegen ist es für Eltern immens wichtig, Kindersicherungen im Haus anzubringen. In diesem Artikel erfährst Du alles darüber.

Übergang zum Gitterbett

Spätestens wenn Dein Baby für Wiege, Stubenwagen und Babybay zu groß wird (mit circa 4 bis 6 Monaten), kannst Du das Kinderzimmer mit einem Gitterbett einrichten. Ein gutes Gitterbett hat den Vorteil, dass Du die Höhe der Liegefläche verstellen kannst.

Am Anfang liegt das Baby sehr hoch, so dass Du es bequem hineinlegen und herausholen kannst. Je älter Dein Kind wird, desto weiter kannst Du den Lattenrost und die Matratze absenken. So purzelt Dein Kind auch dann nicht aus dem Bett, wenn es sich schon alleine aufsetzen kann.

Wickeln und Auewahrung

Der Beikoststart bedeutet in vielen Fällen häufigeres Wickeln und mehr Kleidungsstücke. Denn schließlich landet nicht immer der ganze Brei dort, wo er landen soll, nämlich im Mund.

Hast Du eine Wickelgelegenheit ohne Stauraum? Dann könnte sich jetzt eine Kommode oder ein Regal als praktisch erweisen. Ist das Kinderzimmer groß genug, kannst Du es natürlich schon jetzt mit dem ersten Kleiderschrank einrichten.

Wenn Du Dich für ein modulares System entscheidest, kannst Du dieses später immer wieder um zusätzliche Elemente erweitern und so der Entwicklung Deines Kindes anpassen.

Kleinkinder (1 bis 3 Jahre)

Je älter Dein Kind wird, desto aktiver bewegt es sich. Und auch sein Forscherdrang nimmt immer mehr zu. Es kann sich mit etwa einem Jahr schon ziemlich gut an Dingen hochziehen, lernt zu stehen und schließlich zu laufen. Auch hat Dein Kind mittlerweile ganz schön viel Spielzeug angehäuft. Es ist gut, wenn Du beim Einrichten im Kinderzimmer an diese Entwicklungsschritte denkst.

Das Gitterbett verändert sich

Irgendwann ist der Zeitpunkt erreicht, zu dem Dein Nachwuchs seine eigenen Regeln aufstellt. Und die gelten auch, wenn es um das Thema Schlafen geht.

Versucht Dein Kind, das Gitterbett auf eigene Faust zu verlassen? Um Unfällen und allzu tollkühnen Klettermanövern vorzubeugen, bietet es sich an, Deinem Kind den Weg frei zu machen. Durch das Abmontieren einer Gitterseite kann Dein Kleines das Bettchen leichter verlassen.

Wenn an das Gitterbett ein Stützbrett montiert werden kann, ist Dein Nachwuchs trotzdem weiterhin davor geschützt, im Schlaf aus dem Bett zu fallen.
Bei einigen Modellen lassen sich auch einzelne Gitterstäbe entfernen.

Damit Dein Kind sich in der entstehenden Lücke nicht einklemmt, ist es allerdings wichtig, immer alle dafür vorgesehenen Gitterstäbe zu entfernen. Wird Dein Kind zu groß, um durch die kleine Lücke zu passen, kannst Du bei den meisten Modellen die komplette Gitterseite abmontieren.

Auewahrung von Büchern und Spielzeug

Kinder lieben Spielzeug, und so stellt sich bald auch die Frage: wohin mit den ganzen Spielsachen? Optimal sind Kästen und Boxen, in denen das Spielzeug ganz leicht verstaut werden kann und genauso einfach wieder zu finden ist. Das sieht ordentlich aus und verhindert, dass Dinge allzu schnell verloren gehen.

Boxen gibt es in den verschiedensten Ausführungen: mit oder ohne Deckel, mit Rollen, zum Stapeln oder Kombinieren.

Boxen und Kästen sind auch deshalb sehr praktisch, weil Dein Kind sein Spielzeug so ganz leicht mit in andere Räume nehmen kann.

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So steht gemeinsamen Bauprojekten im Wohnzimmer mit Dir oder einem Geschwisterchen nichts im Weg. Und am Abend wird alles ganz rasch wieder in Kästen und  Boxen verstaut und ins Kinderzimmer gebracht.

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Du möchtest aber das Spielzeug weder verstecken noch jedes Mal Kästen danach durchsuchen? Dann kannst Du das Kinderzimmer vielleicht besser mit Regalen einrichten.

In denen kann Dein Kind sein Lieblingsstück immer sofort entdecken und behält ganz leicht den Überblick über all seine Schätze. Mit Boxen, die in die Regalfächer passen, lassen sich die beiden Möglichkeiten auch schön kombinieren.

Besonders vielseitig sind auch Truhen oder Bänke, in denen sich Spielzeug verstauen lässt. Die kann Dein Kind auch gleich noch als gemütliche Sitzgelegenheit verwenden.

Kindergartenkinder (3 bis 6 Jahre)

Aus Deinem Baby ist ein selbstständiges Kindergartenkind geworden. Nun will es schon zu den „Großen“ gehören und immer mehr alleine erledigen. Als Kindergartenkind ist Mama nicht mehr die einzige Bezugsperson. Langsam entwickeln sich feste Freundschaften mit Altersgenossen und erste Hobbies.

Von der Wickelkommode zum Schrank

Eine Wickelkommode bietet in den ersten Jahren meist genug Platz für sämtliche Kinderkleidung. Aber mit Deinem Kind wächst auch die Kleidung – da wird das Platzangebot der Kommode wahrscheinlich irgendwann gesprengt.

Ein Kleiderschrank schafft Abhilfe und bringt Ordnung ins Kinderzimmer. Um die Selbstständigkeit und die Entwicklung Deines Kindes zu fördern, kannst Du das Kinderzimmer zum Beispiel mit einem kindgerecht designten Kleiderschrank einrichten.

Das bedeutet, dass der Innenraum so aufgeteilt werden kann, dass Dein Kleines seine Sachen eigenständig vom Bügel nehmen und alle wichtigen Dinge ganz leicht erreichen kann. Deshalb sind Schränke für Kinder häufig nicht so hoch wie normale Kleiderschränke. Besonders praktisch sind auch Schranksysteme.

Diese lassen sich bei Bedarf einfach erweitern und wachsen so mit den Bedürfnissen Deines Kindes.

Vom Babybett zum Kinderbett

Wann der Zeitpunkt gekommen ist, zu dem Du das Kinderzimmer mit einem Kinderbett einrichten kannst, hängt natürlich von der Größe des Gitterbettes und Deines Kindes ab.

Manche Babybetten sind so groß, dass sie bis zur Einschulung genutzt werden können. Aus anderen Babybetten wachsen Kinder aber schon mit vier Jahren heraus.

Ob Du Dich beim nächsten Bett also bereits für eines in Erwachsenengröße entscheidest oder zunächst eine Zwischengröße kaufst, bleibt Dir überlassen. Generell wird bei Kinderbetten allerdings dazu geraten, dass sie immer mindestens 20 cm länger sind als ihre Besitzer.

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Doch egal, für welche Art von Bett Ihr Euch entscheidet: eine gute Matratze ist dabei genauso wichtig wie ein stabiler Lattenrost, der den Hüpftest Deines Kindes in jedem Fall besteht.

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Wie alle anderen Möbel im Kinderzimmer, kann auch das Bett zu einem echten Hingucker werden. Lass Dein Kind doch einfach farbenfrohe Bettwäsche mit kindlichen Motiven aussuchen und schon wird der Schlafplatz zu einer fantasievollen Trauminsel.

Источник: https://www.netmoms.de/magazin/kinder/kinderzimmer/kinderzimmer-altersgerecht-einrichten/

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