Kleine Räume größer wirken lassen: 5 bewährte Tricks

5 Tricks: So lassen Sie kleine Räume grösser wirken

Kleine Räume größer wirken lassen: 5 bewährte Tricks

Dunkle Wände lassen kleine Räume noch enger wirken. Helle, freundliche Farben und cremige Pastelltöne intensivieren hingegen das Tageslicht und sorgen dafür, dass ein kleines Zimmer grösser erscheint. Wer sich für eine bunte Farbe entscheidet, sollte zur Decke hin einen fünf bis zehn Zentimeter breiten Streifen weiss lassen – das lässt den Raum höher wirken.

Wer es kreativ mag, kann auch Pastell- und Weisstöne im Wechsel in horizontalen Streifen an der Wand anbringen – das streckt die Wände optisch und Sie schaffen damit ein Gefühl von Weite. Vertikale Streifenmuster schaffen im Gegensatz dazu mehr Höhe.

Auch eine auffällig gemusterte Tapete oder eine dunkle oder sehr auffällige Wandfarbe sind nicht verboten: Wenn nur eine Wand damit geschmückt ist, sorgt das auch in kleinen Zimmern für einen spannenden Akzent.

An der Stirnwand angebracht, können Sie einen schmalen Raum so optisch verbreitern.

2. Licht: adieu zentrale Deckenlampe

Nichts lässt Räume grösser wirken als Tageslicht. Aber: Nicht überall sind grosse, lichtdurchflutete Fenster vorhanden und ganz so einfach nachrüsten lassen sie sich auch nicht. Ein Lichttipp, der Wunder wirkt: Verabschieden Sie sich von einer zentralen Deckenleuchte, denn sie zieht den Raum in der Mitte optisch zusammen.

Besser: ein Deckenfluter, der das Licht weit streut und den Raum höher wirken lässt. Auch mehrere Wand- oder indirekte Tischleuchten zaubern nicht nur das Zimmer grösser, sondern sorgen für eine behagliche Atmosphäre.

Auch ein heller Boden und viele indirekte Wand- und Stehleuchten lässt ein Zimmer optisch grösser erscheinen.

3. Möbel: Passende Teile schaffen Ordnung und Struktur

Überall Spielzeug und kaum ein Durchkommen? Besonders Kinderzimmer wirken durch Unordnung schnell noch viel kleiner. Was da hilft: genügend Stauraum, und zwar versteckt. Offene Bücher- und Auewahrungsregale wirken schnell unaufgeräumt und lassen den Raum noch kleiner und unordentlicher wirken.

Besser sind tiefe Kommoden und Schränke mit Schubladen oder Türen.

Eckkleiderschränke sind beispielsweise echte Raumwunder, die den Vorteil haben, dass sich ihre Stellfläche auf zwei Wände verteilt – sie verschwinden quasi in der Ecke, ohne eine Wand komplett zuzustellen und das Zimmer noch beengter wirken zu lassen.

Je nach Grundriss des Raums kann auch die Anordnung der Möbel dazu beitragen, dass ein Zimmer grösser wirkt: In quadratischen Räumen kann es helfen, das Bett oder andere wuchtige Möbelstücke hinter der Türe zu platzieren. In schlauchförmigen Zimmern sollten Sie das Bett an eine der kurzen Wände stellen, um dem Raum mehr Symmetrie zu verleihen.

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Aber Achtung: Ein extra kleines Bett, ein winziger Schrank oder filigraner Schnickschnack sorgen nicht automatisch dafür, dass der Raum grösser wirkt. Der Puppenhauscharakter, der dabei entstehen kann, hat sogar die gegenteilige Wirkung.

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Auch in kleinen Zimmern sind schwere Möbel wie wuchtige Sofas erlaubt und können sogar für die Extraportion Gemütlichkeit sorgen. Achten Sie darauf, dass das Bett zum Beispiel einen Bettkasten für versteckten Stauraum hat.

Im kleinen Büro empfehlen sich Mehrzweckmöbel wie Schlafsofas oder Klappsessel, die sich mit wenigen Handgriffen zum Gästebett umfunktionieren lassen.

4. Spiegel: Dekoelemente für optische Illusionen

Zwar dürfen auch kleine Räume dekoriert werden. Mehr als drei Farben können die Stube aber schnell vollgestellt und chaotisch wirken lassen. Metall und Glas reflektieren Licht, statt es zu schlucken – und sind deshalb zu empfehlen. Schwere Materialien wie Samt und dunkle Hölzer sorgen hingegen für einen engen Höhlencharakter.

Wände voller vieler kleiner Bilder können dem Zimmer ebenfalls Tiefe rauben. Besser: Ein grosses Wandbild statt vieler kleiner. Echte Dekowunder, die die Zimmer durch die Reflexion des Lichts hingegen optisch vergrössern, sind Spiegel an Wänden, Türen und Schranktüren.

Hier gilt: Je grösser der Spiegel, desto grösser der Effekt. Ideal sind Spiegel, die bis zum Boden reichen – sie wirken wie ein weiteres Fenster. Wer es maximalistisch mag, kann auch viele kleine Spiegel nebeneinander aufhängen und so die optische Illusion verstärken.

Wie ein zweites Fenster wirkt ein grosser Wandspiegel, der bis zum Boden reicht.

5. Boden und Fussleisten: Höhe durch den richtigen Untergrund

Auch beim Bodenbelag gelten in kleinen Zimmern die gleichen Regeln wie bei der Wandfarbe: hell und freundlich statt dunkel und mit zu bunten Mustern überladen. Diagonal- oder Querstreifen simulieren auch auf Teppich oder Parkett Weite.

Und auch auf die Fussleisten kommt es an: Wer sie im gleichen Farbton wie die Wände streicht, lässt Begrenzungen verschwinden und nimmt dem Raum so zusätzlich das Gefühl von Enge.

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Wie man kleine Räume größer wirken lassen kann

Kleine Räume größer wirken lassen: 5 bewährte Tricks

Von Christian Glass | 03. Juni 2020, 09:32 Uhr

Es gibt viele Möglichkeiten, einen kleinen Raum an Größe gewinnen zu lassen. Man muss dazu nur ein paar optische Spielregeln und die passende Einrichtung kennen. myHOMEBOOK hat bei einem erfahrenen Inneneinrichter nach praktischen Tipps gefragt.

Mit der richtigen Einrichtung wirken selbst kleine Räume optisch größer, als sie eigentlich sind. Dabei kommt es darauf an, den vorhandenen Raum sinnvoll zu nutzen. Eine entsprechende Farbgestaltung, Beleuchtung und Aufteilung kann dabei helfen, das Zimmer größer zu schummeln.

Der richtige Boden lässt Räume größer wirken

Mit einer hellen Boden- oder Teppichfarbe können kleine Räume größer aussehen – ähnlich wie durch helle Wandfarben.

Beim Verlegen von Parkett kann man zudem darauf achten, einen schmalen Raum optisch zu verbreitern, indem man das Parkettmuster quer anordnet. Längs der Raumlänge verlegt, wirkt der Raum hingegen gestreckt.

Generell lassen kleinteilige Parket- oder Teppichmuster einen Raum größer erscheinen.

Heller Boden lässt Räume größer wirkenFoto: Getty Images

Mit Farbe und Licht Räume optisch vergrößern

Kleine Räume vertragen helle Wände besser als zu dunkel gestrichene. Aber Achtung: Rein weiße Wände wirken schnell langweilig und unpersönlich.

„Licht ist das A und O“, betont der Berliner Inneneinrichter Moncef Kebir gegenüber myHOMEBOOK. „Seien Sie also mutig, trauen Sie sich Farbe zu!“, rät der Experte.

Zudem sollte man darauf achten, dass die Farbtöne warm und freundlich sind. „Das darf man nicht unterschätzen,“ weiß Kebir.

Farbakzente setzen und Fußleisten mitstreichen

Ein altbewährter Trick, um einen Raum größer wirken zu lassen: eine Wand farblich hervorheben oder mit einer gemusterten Tapete akzentuieren. Einen schmalen Raum kann man optisch verbreitern, indem man beispielsweise die Wand an der Stirnseite farblich betont.

Doch auch wenn viele auf den Trick mit der farblichen Akzentuierung schwören, Moncef Kebir findet ihn ein bisschen zu spießig. Er gestaltet schon seit Jahren sämtliche Wände eines Zimmers in nur einem einzigen Farbton.

„Das bringt Ruhe und Großzügigkeit – selbst in kleinen Räumen“. Mit der richtigen Farbwahl könne man sogar die Decke komplett in der Wandfarbe streichen.

Kebirs Tipp: „Fußleisten immer in Wandfarbe mitstreichen, dann gibt es keine Begrenzungen.“

Tipp: Niedrige Räume können optisch an Raumhöhe gewinnen, wenn man die Decke in einem helleren Ton als die Wände streicht.

Durchgehende Farbe lässt Zimmer größer scheinenFoto: Getty Images / Fotomontage

Die richtige Beleuchtung, um Räume größer wirken zu lassen

In kleinen Räumen ist Tageslicht Gold wert. Aber auch mit der richtigen Beleuchtung kann man viel erreichen: Ein kleiner Raum wirkt größer, wenn man statt nur einer Deckenlampe mehrere Lichtquellen im ganzen Zimmer verteilt.

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„Licht ist eine Inszenierung“, so Moncef Kebir. „Kombinieren Sie Steh- und Tischlampen! Auf diese Weise erzeugen Sie Lichtinseln, gerne auch viele.

Verschiedene Lichtquellen machen den Raum interessant und weit. Stehlampen sind super, denn sie benötigen keine Basis wie beispielsweise einen Tisch oder eine Fensterbank.

Deckenlampen sollten Sie dagegen sparsam einsetzen. Es geht immer um atmosphärisches Licht.“

Ordnung hilft bei kleinen Räumen

Mit ausreichendem Stauraum fällt es viel leichter, Ordnung zu halten. Nutzen Sie zum Beispiel den freien Platz unter dem Bett für Bettkästen. Wäsche, die Sie länger nicht anziehen werden, können Sie auch in abschließbaren Wäschesäcken unter dem Bett verstauen.

Auch gut – und es muss gar nicht spießig sein: ein Einbauschrank. Die Türflächen können Sie sogar verspiegeln. Das zaubert zusätzliches Licht selbst in die kleinste Hütte. Überhaupt: „Ein großer Spiegel erweitert den Raum“, so Moncef Kebir.

Große Spiegel helfen in der kleinsten HütteFoto: Getty Images

Achtung: Zu viel Stauraum wird schnell zur Krims-Krams-Falle, denn darin lassen sich viele unnütze Gegenstände versenken, ohne darüber nachzudenken, ob man sie noch braucht.

Für das eigentlich Wichtige ist dann kein Platz mehr.

Deshalb gilt: Auch wenn es schwerfallen sollte, trennen Sie sich lieber von alten Dingen, die Sie nicht mehr brauchen! Hat man nur wenig Platz zur Verfügung, sollte man sich auf das Wesentliche konzentrieren.

Wände nutzen und Räume größer wirken lassen

Ein möglichst deckenhoher Schrank oder ein Bücherregal schafft zusätzlichen Stauraum. Wem das zu klobig erscheint, kann auch mit Hängeschränken tolle Akzente setzen. Moncef Kebir rät: „Nutzen Sie die Raumhöhe! In die Vertikale zu möblieren, macht den Raum viel größer. Gegebenenfalls sollten Sie daher die Schränke mit Aufsätzen ergänzen.“

Wer in die Höhe baut, streckt auch kleine Räume und schafft StauraumFoto: Getty Images

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Räume nutzen – weniger ist mehr

Ist das Zimmer wirklich klein, sollte man überlegen, ob man nicht auf ein Sofa verzichten könnte. Ein Tisch mit bequemen Stühlen macht auch was her. Der Tisch lässt sich sowohl zum Essen als auch zum Arbeiten nutzen.

Auch eIn Tisch kann ein Zimmer gemütlich wirken lassenFoto: Getty Images

Um nicht ganz ohne Sofa dazustehen, können Sie Ihr Bett am Tag zum Sitzmöbelstück umgestalten. Moncef Kebir zu myHOMEBOOK: „Eine schöne Tagesdecke und Kissen zur Dekoration machen einen herrlichen Divan aus dem Bett. Vermeiden Sie dabei die Standardgröße 40 x 40 Zentimeter für Ihre Kissen! Kleinere und auch größere Kissen wirken besonders einladend.“ 

Überhaupt Größe – hierzu hat Moncef Kebir eine dezidierte Meinung: „Verzichten Sie auf Krimskrams! Seien Sie nicht zu klein.“ Und obwohl es erstmal paradox klingt: „Große Objekte, zum Beispiel ein großes Sofa und eine große Lampe, lassen den Raum größer erscheinen.“

Источник: https://www.myhomebook.de/rooms/kleine-raeume-groesser-wirken-lassen

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