Kostengünstige Wärme vom Dach? Das zahlen Sie für Solarthermie

Dach Solarthermie

Kostengünstige Wärme vom Dach? Das zahlen Sie für Solarthermie

Solarthermie Kollektoren © Manuela Fiebig, stock.adobe.comSonne steht für Wärme – was liegt da näher, diese Wärme direkt als Heizenergie zu nutzen? Mit so genannten solarthermischen Anlagen ist dies möglich.

Technisch gesehen ist das Prinzip simpel: Ein Wärmeträger fließt durch die auf dem Dach installierten Solarkollektoren und erwärmt sich dabei. Anschließend gibt er die aufgenommene Energie an den Heizkreislauf ab.

Flach oder Röhre – das ist die Frage

In Deutschland werden zwei unterschiedliche Kollektorsysteme für die Solarthermie eingesetzt, die sich in ihrem Auau grundlegend voneinander unterscheiden:

  • Flachkollektoren
  • Röhrenkollektoren

Flachkollektoren bestehen aus einem Kollektorgehäuse, dass von einer Scheibe aus Schutzglas abgedeckt wird. Unter dem Glas befindet sich eine dunkle Absorberfläche, die sich durch die Sonne aufheizt und die Wärme an unter ihr liegende Kupferohre abgibt.

Durch die Kupferrohre fließt der Wärmeträger – meist ein Gemisch aus Wasser und Frostschutzmittel, manchmal auch reines Heizungswasser. Unter den Kupferrohren befindet sich eine Dämmung, damit die gesammelte Wärme nicht wieder nach außen verloren geht.

Solarthermie-Flachkollektoren: Auau

Röhrenkollektoren bestehen aus mehreren Glas-Vakuumröhren, die nebeneinander installiert sind. Durch diese Röhren fließt der Wärmeträger und wird durch die Sonne aufgeheizt.

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Dieser Effekt wird bei manchen Modellen durch Parabolspiegel unter den Röhren zusätzlich verstärkt.

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Sie lenken die Sonnenstrahlen mithilfe ihrer Biegung direkt in das Zentrum der Röhre – auch dann, wenn nur diffuses Licht vorhanden ist oder die Einstrahlung der Sonne sehr schräg erfolgt.

Solarthermie-Röhrenkollektoren: Auau

Durch die unterschiedliche Konstruktionsweise ergeben sich voneinander abweichende Vor- und Nachteile:

  • Flachkollektoren überzeugen durch einen niedrigeren Preis und haben daher die größere Verbreitung auf deutschen Dächern. Allerdings ist ihre Energieausbeute nicht so hoch wie bei Röhrenkollektoren. Das bedeutet, dass mehr Dachfläche für denselben Wärmegewinn benötigt wird. Für die Warmwasserbereitung ist dieser Effizienznachteil allerdings in der Regel unproblematisch.
  • Röhrenkollektoren sind teurer, ihr Wirkungsgrad ist allerdings um bis zu 30 Prozent höher als der von Flachkollektoren. Ein weiterer Vorteil ist, dass selbst bei diffusem oder schräg einfallendem Sonnenlicht noch hohe Wärmegewinne erzielt werden. Um dieselbe Wärmeleistung zu produzieren, benötigen Röhrenkollektoren im Vergleich zu Flachkollektoren bis zu 20 Prozent weniger Platz.

Solarthermie: Flachkollektoren oder Röhrenkollektoren

Nur warmes Wasser oder auch heizen?

Grundsätzlich gibt es für Solarthermieanlagen zwei Ausrichtungen:

  • Warmwasserbereitung
  • Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung

Den größeren Spareffekt bei den Heizkosten bietet natürlich eine Anlage, die nicht nur warmes Brauchwasser produziert, sondern auch einen Teil der Heizwärme für die Räume liefert. Es ist allerdings zu bedenken, dass diese Anlage auch größere Investitionskosten erfordert.

Um ausreichend Energie zu gewinnen, muss die Kollektorfläche größer sein. Welche Fläche notwendig ist, kann ein Fachbetrieb anhand der Größe des Hauses und der Ausrichtung des Daches errechnen.

Röhrenkollektoren bieten hier durch ihre höhere Effizienz einen Vorteil und sind bei einer gewünschten Heizungsunterstützung eine gute Wahl.

Schema: Trinkwassererwärmung mit SolarthermieSolarthermie zur Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung

Der Speicher – das Herzstück der Heizanlage

Ob flach oder Röhre – die erzeugte Energie muss genutzt werden, um einen Spareffekt bei den Energiekosten bewirken zu können. Ist der Wärmeträger im Kollektor weit genug aufgeheizt, löst ein Sensor eine Pumpe aus.

Über eine Leitung – zum Beispiel aus Kupfer oder Aluminium – gelangt der Wärmeträger dann zum Speicher. Hier gibt die Trägerflüssigkeit die Wärme über einen Wärmetauscher an den Speicher ab.

Unterschiedliche Bauarten von Wärmespeichern sind gängig:

  • Reine Warmwasserspeicher: Trägt die Solaranlage nur zur Warmwasserbereitung bei und wird die Heizung bei der Raumwärmeerzeugung nicht unterstützt, reicht ein einfacher Trinkwasserspeicher aus. In diesem Fall ist das Wasser im Speicher das Brauchwasser für die verschiedenen Abnahmestellen wie Dusche oder Wasserhahn. Es wird direkt über den Wärmetauscher der Solaranlage erhitzt.
  • Kombispeicher mit innenliegendem Trinkwassertank: Soll die Anlage neben der Warmwasserbereitung auch den Heizkessel unterstützen, muss der Speicher zwei Funktionen übernehmen: Er muss das warme Brauchwasser bereitstellen und er muss als Pufferspeicher die Wärme der Solaranlage aufnehmen und zum Zeitpunkt des Bedarfs an den Heizkreislauf abgeben. Diese beiden Funktionen werden von Kombispeichern sichergestellt. Beim Tank-im-Tank-Prinzip ist im Inneren des Speichers ein kleinerer Speicher für Trinkwasser eingebaut. Der große Tankraum ist mit dem Heizungswasser gefüllt, das die Heizkörper im Haus speist. Diesem Wasser wird die Energie der Solaranlage zugeführt. Der kleinere Innentank wird durch das Heizungswasser erhitzt.
  • Kombispeicher mit Frischwasserstation: Eine andere Bauart der Kombispeicher integriert eine so genannte Frischwasserstation in den Pufferspeicher. Dabei handelt es sich im Prinzip um einen weiteren Wärmetauscher, der durch den Tank geführt wird. Durch ihn fließt kaltes Leitungswasser, das sich im Pufferspeicher aufheizt und dann als warmes Brauchwasser zur Verfügung steht. Auf diese Weise wird das warme Wasser immer frisch bereitet, wodurch zum Beispiel ein Legionellen-Befall nicht auftreten kann.

Da warmes Wasser leichter als kaltes ist, tritt bei jedem Speicher im Inneren eine Schichtung der Wärme auf. Oben ist das Wasser sehr heiß, nach unten hin nimmt die Temperatur ab. Die Wasserentnahme erfolgt daher im oberen Bereich. Bei einem Kombispeicher nach dem Tank-in-Tank-Prinzip ist der Frischwassertank aus demselben Grund im oberen Drittel des Speichers installiert.

Jede Menge Energie – der Kessel kann aus bleiben

Ist die Solarthermieanlage fachgerecht installiert, kann sie in den Sommermonaten den kompletten Wärmebedarf eines Hauses decken.

Im Jahresdurchschnitt lassen sich rund 60 Prozent des Wärmebedarfs für warmes Wasser durch die Solaranlage erzielen.

Auch bei der Heizungsunterstützung sind deutliche Spareffekte möglich: Eine Kollektorfläche von 10 bis 15 Quadratmetern kann bis zu 30 Prozent der für ein gut wärmegedämmtes Gebäude benötigten Wärme liefern.

Warmwasser Bereitung: Deckungsanteil durch Solarthermie

Dank des Pufferspeichers erkennt die Heizanlage, ob genug Wärmeenergie vorhanden ist. Ist der Pufferspeicher durch die Sonnenenergie weit genug aufgeheizt, bleibt der Heizkessel aus.

Erst wenn die Temperatur im Speicher sinkt und eine Lücke in der Wärmeversorgung zu entstehen droht, springt der Kessel an und liefert die fehlende Energie. Auf diese Weise hat die Sonnenwärme im Speicher Vorfahrt.

Die Hauseigentümer sparen wertvollen Brennstoff, den sie ohne Solarthermieanlage teuer hätten bezahlen müssen.

Mit Solarthermie die gesetzlichen Vorgaben erfüllen

Die regenerative Erzeugung von Heizenergie ist – zumindest im Neubau – heute keine Kür mehr, sondern eine gesetzliche Pflicht: Das Gebäude-Energie-Gesetz (GEG) verlangt von Bauherren, einen bestimmten Anteil ihrer Heizenergie aus erneuerbaren Quellen herzustellen.

Eine Solarthermieanlage ist eine sehr einfache Möglichkeit, dieser Pflicht nachzukommen. Vorgeschrieben sind bei Häusern mit bis zu zwei Wohneinheiten mindestens 0,04 Quadratmeter Kollektorfläche pro Quadratmeter beheizter Wohnfläche.

Bei einem Haus, das 100 Quadratmeter Wohnfläche aufweist, wäre die gesetzliche Vorgabe also mit einer mindestens vier Quadratmeter großen Solarthermieanlage erfüllt.

Tipp: Hier finden Sie ausführliche Informationen zur Solarthermie

Источник: https://www.sanier.de/dach/solardach/solarthermie

Wärme vom Dach

Kostengünstige Wärme vom Dach? Das zahlen Sie für Solarthermie

Wer einmal mehrere Tage fern der Zivilisation mit Zelt und Rucksack unterwegs war, möchte die schwarzen Kunststoffsäcke mit dem kleinen Duschkopf nicht mehr missen.

Mit Wasser gefüllt und an einen starken Ast in die Sonne gehängt, verschaffen sie dem müden Wanderer auch in der tiefsten Wildnis den Luxus einer warmen Dusche.

Dank der dunklen Beschichtung erwärmt sich das Wasser im Sack schnell – ein Vergnügen, das kein noch so prachtvolles Spa dieser Welt bieten kann.

Dabei lässt sich auch im heimischen Badezimmer mit Sonnenwärme duschen – was natürlich deutlich weniger spektakulär ist.

Solarthermie-Kollektoren funktionieren nach dem gleichen Prinzip wie die Freiluft-Duschen: Dunkel gefärbte Absorber aus Kupfer oder Aluminium auf dem Dach nehmen Sonnenwärme auf und erhitzen damit eine Wärmeträger-Flüssigkeit.

Mithilfe von Wärmetauschern wird die Wärme in einen mit Wasser gefüllten Speicher übertragen. Dort steht sie dann zur Verfügung, um Trinkwasser zu erhitzen oder, bei größeren Solarthermie-Anlagen, zusätzlich auch die Heizungsanlage zu unterstützen.

„Ganz auf einen Heizkessel können Haushalte damit nicht verzichten“, erklärt Joachim Berner, Herausgeber des „Solarthermie-Jahrbuchs“. Die Anlagen helfen ihnen aber, Brennstoffe einzusparen. „In den Sommermonaten sind sie oft in der Lage, die Wärmeversorgung allein zu übernehmen. Der Gas- oder Ölkessel kann dann ausgeschaltet bleiben“, erklärt der Experte.

In den Sommermonaten können die Anlagen die Wärmeversorgung oft allein übernehmen

Kein Wunder also, dass die Solarthermie bislang immer dann stark nachgefragt war, wenn die Preise für Heizöl und Erdgas in die Höhe schossen. Das war zwischen 2010 und 2014 der Fall; mehr als 100 000 Solarthermie-Anlagen wurden in dieser Zeit jährlich neu installiert.

Seitdem ist die Zahl stetig gefallen, auf nur noch rund 40 000 in 2019. Ein Alarmsignal für die Politik – schließlich ist die Nutzung erneuerbarer Energien in der Wärmeversorgung einer der stärksten Hebel, die CO₂-Emissionen von Gebäuden zu reduzieren.

Deshalb hat die Bundesregierung zu Beginn dieses Jahres die Förderung der Solarthermie wie auch von Wärmepumpen und Holzheizungen deutlich erhöht.

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Insgesamt 30 Prozent aller Kosten einschließlich Planung und Montage übernimmt der Bund, wenn ein Gebäudebesitzer nachträglich eine Solarthermie-Anlage installiert. Fünf Prozentpunkte mehr gibt es für Eigentümer, die in diesem Zuge auch gleich ihre Gasheizung durch eine Wärmepumpe oder eine Biomasse-Anlage ersetzen.

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Und wer seinen Ölkessel demontiert und dafür eine Erneuerbare-Energien-Heizung – also zum Beispiel einen Holzpelletkessel und eine Solarthermie-Anlage – installiert, bekommt gar einen Zuschuss von 45 Prozent. Für Bauherren fällt das Förderangebot dagegen deutlich knapper aus.

Geld vom Staat gibt es nur für Neubauten mit mindestens drei Wohneinheiten sowie für Einfamilienhäuser, die mehr als 50 Prozent ihres Energiebedarfs durch die Sonne decken.

Allerdings ist die Kilowattstunde Sonnenwärme auch mit der Förderung immer noch teurer als die Heizenergie, die Gas- oder Ölkessel produzieren. Die Investition in eine Solarthermie-Anlage macht sich aber in der Regel trotzdem bezahlt, meint Berner. „Die Anlagen rentieren sich im Laufe ihrer Lebenszeit“, erklärt er.

Zumal Erdgas und Heizöl mit Einführung eines stetig steigenden CO₂-Preises für fossile Brennstoffe ab 2021 laufend teurer werden. „Damit rückt der Zeitpunkt der Amortisation einer Solarthermie-Anlage immer weiter nach vorne“, sagt Berner.

Ein Risiko gehen Hausbesitzer dabei nicht ein, da die Betriebskosten der Solarthermie nahe null liegen.

„Neben dem Klimaschutz ging es uns vor allem darum, die Mieter bei den Nebenkosten zu entlasten.“

Die verbesserte Förderung und der Beschluss über die CO₂-Abgabe haben das Interesse an der Technologie stark steigen lassen, erklärt der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW). Den gleichen Eindruck hat Martin Brandes, Referent der Energieberatung der Verbraucherzentrale.

„In der persönlichen und telefonischen Beratung zur Solarthermie haben sich die Fallzahlen im Zeitraum Januar bis Mai 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt“, berichtet Brandis aus der Beratungspraxis der Verbraucherschützer.

Auch freie Energieberater melden deutlich mehr Anfragen zur Solarthermie.

Während die Technologie früher vor allem im Neubau eingesetzt wurde, führt die neue Förderung dazu, dass nun vermehrt auch Bestandsgebäude mit Anlagen ausgestattet werden. Einen Gas- oder Ölkessel nachträglich um eine Solarthermie-Anlage zu erweitern, ist technisch in der Regel kein Problem, sagt Brandis – aber nicht immer sinnvoll.

So lohne sich der Aufwand nur, wenn der bestehende Heizkessel effizient arbeitet. Auf jeden Fall sollte dann aber auch ein hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage vorgenommen werden. Ist der Kessel schon älter, rät Brandis dazu, gleich eine ganz neue Heizung zu installieren.

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Eine weitere Bedingung ist, dass das Warmwasser im Haus nicht über Durchlauferhitzer, sondern zentral über die Heizung bereitet wird. Und: Der Bedarf an Warmwasser sollte nicht zu gering sein.

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„Für einen Single, der nur selten zu Hause ist, oder ein Pärchen, das extrem sparsam mit Warmwasser umgeht, ist eine thermische Solar-Anlage nicht zu empfehlen, weil sie die bereitgestellte Sonnenenergie gar nicht im vollen Maße nutzen können“, sagt der Energieberater.

Neben der neuen Förderung sorgen auch technische Fortschritte dafür, dass die Solarthermie attraktiver geworden ist. Nicht bei den Kollektoren auf dem Dach – „sie arbeiten schon heute sehr effizient, da gibt es physikalisch praktisch keinen Spielraum für Verbesserungen mehr“, sagt Joachim Berner.

Wohl aber bei der Steuerung der Systeme: Moderne Regler stimmen Heizkessel und Solarthermie-Anlage genau aufeinander ab. Dabei hat die Solarthermie immer Vorrang. „Oft nutzen die Regler dafür auch Wetterprognosen.

Wenn zum Beispiel morgens absehbar ist, dass es tagsüber sonnig wird, und nur noch wenig Restwärme im Speicher ist, dann unterbinden sie, dass der Heizkessel vorsorglich nachheizt“, erläutert der Experte.

Manche Hersteller arbeiten gar daran, künstliche Intelligenz einzusetzen, um die Systeme vorausschauend zu regeln. All das trägt dazu bei, möglichst viel vom Wärmebedarf der Bewohner durch die Sonnenenergie zu decken.

Auch bei den Speichern ist in den vergangenen Jahren viel passiert. Die meisten Systeme speisen die Sonnenwärme heute geschichtet in die Speicher, sodass sich dort unterschiedliche Temperaturzonen bilden. Dadurch hält der Speicher, eine ausreichende Sonneneinstrahlung vorausgesetzt, immer eine gewisse Menge an sehr warmem Wasser bereit. Das entlastet den Heizkessel.

Meist sind es Besitzer selbst genutzter Einfamilienhäuser, die sich Solarthermie-Kollektoren auf das Dach schrauben. In Mehrparteien-Mietshäusern sind die Anlagen noch die Ausnahme. Das liegt unter anderem am sogenannten Investor-Nutzer-Dilemma: Die Eigentümer müssten investieren, ohne selbst von der Sonnenwärme profitieren zu können.

Die wenigen Anlagen finden sich überwiegend auf Häusern, die im Besitz gemeinnütziger Wohnungsbaugesellschaften sind. Eine davon ist der Bauverein Giesing. Die traditionsreiche Genossenschaft hat in dem Münchner Stadtteil auf einem Gebäude mit 55 Wohnungen insgesamt 93 Quadratmeter Kollektorfläche installiert.

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Damit können die Bewohner auf das Jahr gerechnet etwa neun Prozent ihres Wärmebedarfs decken. „Neben dem Klimaschutz ging es uns vor allem darum, die Mieter bei den Nebenkosten zu entlasten“, sagt Martin Leopold, Geschäftsführer der Genossenschaft.

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Mit der Montage der Solarthermie-Anlage hat der Bauverein Giesing zugleich einen alten Öl- durch einen modernen Gaskessel ersetzt und die Fassade gedämmt. Die Miete steigt aber nur geringfügig, weil Modernisierungen innerhalb der Genossenschaft quersubventioniert werden. Gerne würde der Bauverein noch weitere Häuser mit Solarthermie ausstatten.

„Leider ist es nur auf wenigen Dächern möglich, Kollektoren zu installieren, weil es wegen Gauben und Schornsteinen an Flächen fehlt“, sagt Leopold. „Auf Bestandsbauten wie den unsrigen ist das Potenzial der Solarthermie einfach begrenzt.“

Источник: https://www.sueddeutsche.de/geld/solarthermie-waerme-vom-dach-1.4983168

Lohnt sich Solarthermie 2021

Kostengünstige Wärme vom Dach? Das zahlen Sie für Solarthermie

Die Sonne ist die einzige Energiequelle zum Erzeugen von erneuerbarer Wärme, die Ihnen Energie gratis bis zur Haustür respektive bis aufs Dach liefert.

Mit einer Solarwärme-Anlage (Solarthermie-Anlage) können Sie die Sonnenwärme in nutzbare Wärme umwandeln, um damit für Warmwasser und Heizwasser im Haushalt zu sorgen.

Die Technik hat sich in der Praxis bestens bewährt: Ende 2019 waren in Deutschland rund 2,4 Millionen Anlagen in Betrieb. Wir beantworten hier die Frage: Lohnt sich Solarthermie 2021?

Heizkosten senken durch Solarthermie © Wolfgang S., fotolia.com

Ähnlich wie bei der Frage „Lohnt sich Photovoltaik 2021“, die wir Ihnen in unserem Ratgeber hier mit einem „Ja“ beantwortet haben, ist es auch bei der Frage, ob sich Solarthermie 2021 lohnt: Wer ökologische Aspekte in den Vordergrund rückt, kann Solarthermie nur als lohnenswert bewerten.

Wer dagegen ökonomisch an die Beantwortung herangeht, der muss Anschaffungskosten und Betriebskosten der Anlage gegen die Ersparnis an alternativer Heizenergie und die daraus resultierende Heizkostenersparnis rechnen. Wir tun im Folgenden beides, um Ihnen die Eingangsfrage zu beantworten.

Solarthermie lohnt sich aus ökologischer Sicht immer, denn sie spart Kosten sowie Emissionen, wie sie alternative Energiequellen verursachen. © Hermann, fotolia.com

Rechnet sich Solarthermie 2021?

Ob Solarthermie sich rechnet (Stichwort: finanzielle Amortisation), also wirtschaftlich ist, darüber entscheidet das Verhältnis von Einnahmen und Ausgaben, die sie verursacht. Auf der Ausgabenseite stehen:

Die Investitionskosten der Solarthermie-Anlage, die folgende Kosten für die einzelnen Komponenten der Anlage umfasst:

  • Kosten für Solarthermie-Kollektoren
  • Kosten für den Solarspeicher
  • Kosten für die Solarpumpe
  • Kosten für den Wärmemengenzähler
  • Kosten für Solarverrohrung
  • Kosten für die Solarregelung
  • Kosten für das Ausdehnungsgefäß
  • Kosten für die Solarflüssigkeit

Solarthermie: Viele Faktoren bestimmen den Anschaffungspreis

Sie haben heute die Wahl, sich die gelisteten Komponenten entweder einzeln zu kaufen oder als Komplettpaket. Letzteres hat den Vorteil, dass sämtliche Komponenten optimal aufeinander abgestimmt sind, so dass die Anlage einen möglichst hohen Ertrag einfährt.

Die beiden großen Posten auf der Rechnung sind die Kosten für die Kollektoren und den Speicher. Bei den Kollektoren bestimmt die Technik den Preis:

  • Wer hier auf Flachkollektoren (rund 250 Euro pro Quadratmeter) setzt, der spart im Vergleich zu Vakuumröhrenkollektoren (rund 750 Euro pro Quadratmeter) zwar bis zu zwei Drittel Geld beim Kauf, kommt damit aber lange nicht auf deren Leistung. Als Faustregel können Sie sich merken, dass Sie bei Flachkollektoren etwa ein Drittel mehr Kollektorfläche brauchen, um die gleiche Leistung wie mit Vakuumröhrenkollektoren zu erzielen.
  • Der Preis des Solarspeichers, der die Sonnenwärme puffert, damit sie auch dann Warmwasser und Heizwasser haben, wenn die Sonne nicht (nachts) oder nicht ausreichend strahlt, wird von dessen Fassungsvermögen und technischem Auau bestimmt.

Eine lohnenswerte Solarthermie-Anlage muss so ausgelegt sein, dass ihre Komponenten passgenau den Warmwasser- und/oder Heizwärmebedarf decken © arahan, fotolia.com

Wir informieren Sie in unserem Artikel „Solarthermie Anschaffungskosten“ ausführlich über die Kosten einzelner Anlagenkomponenten.

Für die Kostensummen, die sich auf der Ausgabenseite und Einnahmenseite unterm Strich ergeben, ist ausschlaggebend, wie die Solarthermie-Anlage dimensioniert wird. Das wiederum hängt davon ab, welchem Zweck – Brauchwasser- und/oder Heizwasser-Erwärmung – die Anlage dient.

Aus wirtschaftlicher Sicht sind die beiden Anlagenarten so zu bewerten:

Solarthermie: Die Kosten sind abbezahlt und das Warmwasser fließt weiter

Solarthermie zur Warmwassererzeugung (Preis etwa 3.500 bis 5.000 Euro) – lohnenswert?

Für die Bereitstellung von warmem Wasser dimensioniert man die Anlagen oft zielgerichtet auf einen solaren Deckungsgrad hin.

60 Prozent solare Deckung sind bei solchen Anlage-Typen üblich und bedeuten, dass Ihre Solarwärme-Anlage Ihnen 60 Prozent Ihres Warmwasserbedarfs bereitstellt – und damit 60 Prozent Energie und Energiekosten erspart.

Zugleich wird Ihre Heizung entlastet: In den saisonalen Übergangszeiten muss sie weniger takten und im Sommer kann sie sogar über längere Zeit komplett ausbleiben. Ein durchschnittlicher vierköpfiger Haushalt spart damit übers Jahr etwa 2.

000 Kilowattstunden Wärme, was in Abhängigkeit von der im Haushalt genutzten Heizungsart und dem zugehörigen Brennstoff 140 (Heizgas) bis 220 (Heizöl) Euro entspricht. Die Amortisationszeit solcher Anlagen liegt nach dem Vergleich von Kosten und Einsparungen demnach bei etwa 15 Jahren.

Solarthermie: Enorme Einsparungen sind möglich

Solarthermie zur Heizungsunterstützung (Preis etwa 8.000 Euro) – lohnenswert?

Anlagen, die die Heizung solar unterstützen, decken üblicherweise bis zu einem Drittel des Wärmebedarfs ab. Die jährliche Ersparnis eines Einfamilienhauses mit vier Wärmeverbrauchern kann bis zu 400 Euro betragen. Das würde eine Amortisationszeit von gut 20 Jahren bedeuten, wenn Sie keine Fördermittel von Bund, Land oder Kommune dafür in Anspruch nehmen.

Tipp: Wer seinen Pool mit der Sonne heizt, kann auch 2021 mit Sicherheit sagen, dass sich Solarthermie lohnt, denn wegen der Kontinuität, mit der das Schwimmbecken die Wärme abnimmt, sind die Wärmegestehungskosten hier nur sehr gering. Solarthermie: Lohnt sich langfristig

Zwischenfazit: Die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung von Solarthermie 2021 führt zum Ergebnis, dass Solarthermie-Anlagen zur Warmwasserbereitung kürzere Amortisationszeiten haben als Anlagen zur Heizungsunterstützung.

Die Eingangsfrage, ob sich Solarthermie 2021 lohnt, müssen Sie angesichts der genannten Amortisationszeiten jeder für sich beantworten.

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Bedenken Sie dabei, dass die Energiepreise in den letzten Jahren stetig gestiegen sind und Sie sich somit auch die Energie- und Energiekostenersparnis erhöht, die Ihnen die Solarthermie künftig bringt.

[/attention]Solarthermie: Potential berechnen

Außerdem können Sie ab dem Zeitpunkt der Amortisation der Anlage mit minimalen Energiekosten rechnen, denn die laufenden Kosten (Stromkosten, Inspektionskosten, Wartungskosten und Versicherungskosten einer Solarthermie-Anlage) sind gering. Da die Hersteller oft bis zu 20 Jahre Garantie auf ihre Produkte gewährleisten, haben Sie auch keine extra Kosten für Reparaturen zu befürchten – auch das macht Solarthermie auf Dauer lohnenswert.

Die Betriebskosten einer Solarthermie-Anlage sind überschaubar

Fördermittel machen Solarthermie 2021 lohnenswert(er)

Informieren Sie sich vor der Umsetzung über Fördermöglichkeiten

Die Fördermittel, die der Staat für die Heizungsmodernisierung mit Heiztechnik für Erneuerbare Energien bereithält – und mitunter auch die Hersteller der Technik – machen den Einsatz von Solarthermie-Anlagen auch 2021 lukrativ. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle BAFA hat als Tätigkeitsschwerpunkt die Wirtschaftsförderung und damit die Abwicklung von Programmen zur stärkeren Nutzung erneuerbarer Energien und zur Energieeinsparung. Unter anderem fördert das BAFA Solarthermie-Anlagen,

  • die ausschließlich Warmwasser bereitstellen,
  • die ausschließlichen Wärme zur Raumheizung erzeugen
  • und die sowohl für Warmwasser als auch Raumwärme sorgen (Stichwort: Kombi-Anlagen).

Einen Überblick über die BAFA-Fördermittel für Solarthermie 2021 erhalten Sie auf der BAFA-Webseite

Solarthermie: Fördermittelantrag unbedingt vor dem Kauf stellen

Ökologische Betrachtung

Energetisch betrachtet (Stichwort: energetische Amortisation) rechnet sich die Solarthermie-Anlage schon nach wenigen Jahren. Denn die Energie, die zu ihrer Fertigung nötig war, hat sie schnell eingefahren.

Auch der kritische Blick auf die Emissionen, die die Solarthermie-Anlage im Betrieb verursacht, spricht für die erneuerbare Wärmeerzeugungstechnologie. Lediglich der Betriebsstrom der Anlage, beispielsweise für die integrierte Solarpumpe und die Solarregelung, schlägt hier negativ zu Buche. Dafür spart Solarthermie Brennstoffe ein, die zur Wärmeerzeugung andernfalls zum Einsatz kämen.

Aus ökologischer Sicht lohnt sich Solarthermie für Sie aus den genannten Gründen allemal. Ihr Einsatz macht sich auf der Heizkostenrechnung ebenso bemerkbar wie auf dem Klimakonto Ihres Haushaltes.

Solarthermie: Rechnet sich auf jeden Fall für die Umwelt

Fazit

Aus ökologischer Sicht lohnt sich Solarthermie immer. Aus ökonomischer Sicht müssen Sie auch 2021 mit Amortisationszeiten zwischen 15 und 20 Jahren rechnen – je nachdem, welchem Zweck Ihre Anlage dienen soll und wie viel Energie- und Energiekosten damit eingespart werden.

Je genauer Sie die Solarthermie-Anlage auf die Bedingungen vor Ort und Ihren Wärmebedarf anpassen, desto eher lohnt sich ihr Einsatz.

Sie können zudem sicher sein, dass Solarthermie von Jahr zu Jahr lohnenswerter wird, denn die Preise für alternative Energien zur Wärmeerzeugung steigen stetig (zumindest in der Vergangenheit) – während Ihnen die Sonne keine Rechnung schickt.

Источник: https://www.solaranlage-ratgeber.de/solarthermie/solarthermie-wirtschaftlichkeit/lohnt-sich-solarthermie

Entlasten Sie ihre Heizung mit Solarenergie

Kostengünstige Wärme vom Dach? Das zahlen Sie für Solarthermie

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Solarthermie lässt sich grundsätzlich auf zwei Arten im häuslichen Bereich nutzen: zur Erwärmung des Trink-/Warmwassers und der gleichzeitigen Unterstützung des Heizsystems. In diesem Artikel geht es um die Kombi-Solaranlage zur Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung (hier: „Solarheizung“). Hier finden Sie unseren Artikel zur solaren Warmwasserbereitung, falls Sie sich eher für ein solches System interessieren.

Eine Solarheizung lässt mit allen gängigen Heizsystemen kombinieren. Alle Wärmeerzeuger speisen ihre Energie in einen (oder mehrere) gemeinsame(n) Wärmespeicher ein.

Insgesamt beziffert die Energieberatung des Bundesverbandes der Verbraucherzentrale das Einsparpotenzial durch eine Solarheizung mit bis zu 30 Prozent der Heizkostenrechnung in einem gut gedämmten Einfamilienhaus.

Im Gebäudedurchschnitt kann man meistens von 10 – 20 Prozent Ersparnis durch eine Solarheizung ausgehen. Im Alleingang heizt eine Solarheizung ein Gebäude generell nicht. Sie ist immer ein System zur Unterstützung eines bestehendes Heizsystems.

Was eine Solarheizung kostet und wie groß sie ausfällt

Die Bestandteile einer Solarheizung sind grundsätzlich bei allen Solarthermieanlagen gleich. Zu ihnen zählen

Soll eine Solarheizung optimal zu einer Immobilie passen und das Beheizen in möglichst hohem Maße übernehmen, muss die Anlagengröße der Solarheizung unter Berücksichtigung von Werten wie der Immobilienart und -größe berechnet werden. Das ist Profiarbeit, die etwa von einem qualifizierten Fachbetrieb durchgeführt werden sollte.

  • Laut Broschüre „Solare Wärme“ der Verbraucherzentrale Energieberatung kann man sehr grob sagen: Im Vergleich zur reinen Warmwasseranlage muss die Solarheizung doppelt so groß sein, bringt doppelt soviel Ertrag, ist aber auch doppelt so teuer. Hier bekommen Sie die aktuellen Preise von Solarthermieanlagen.
  • Angaben zur benötigten Kollektorfläche bei einer Solarheizung macht der Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) in seinem Informationsblatt 27 „Solare Heizungsunterstützung“. Der BDH setzt für eine Wohnfläche von 100, 150 bzw. 200 m² als Orientierungswert eine durchschnittliche Kollektorfläche von 6,5, 9 bzw. 11.5 m² an.

Vor- und Nachteile einer Solarheizung

VorteileNachteile
– läuft CO²-emissionsfrei– hohe Investitionskosten
– bis zu 65% der laufenden Heizkosten können jährlich eingespart werden– benötigen viel Platz auf dem Hausdach
– eine Solaranlage wird vom Staat gefördert– zusätzlicher Platz im Keller für Speicher etc. wird benötigt

EEWärmeG fordert Solarheizung für Neubauten, BAFA & KfW geben Fördergelder

Das Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien im Wärmebereich (EEWärmeG) fordert unter anderem für Wohnungsneubauten, dass erneuerbare Energien zum Wärme- und Kälteenergiebedarf der Immobilie beitragen.

Nach §5 ist das unter anderem der Fall, wenn eine Solarheizung den Wärme- und Kälteenergiebedarf zu mindestens 15 Prozent deckt.

Durch „Ersatzmaßnahmen“ wie eine verbesserte Wärmedämmung oder andere Maßnahmen kann man diese Erfordernis allerdings auch umgehen.

Die Kosten müssen Sie allerdings nicht alleine schultern: das BAFA und die KfW vergeben Fördergelder für Solarthermieanlagen. In unserem Artikel zur Solarthermieförderung erfahren Sie alles Weitere dazu.

Über unser Partnerportal Heizungsfinder.de können Sie direkt kostenlos eine Anfrage für eine Solarheizung stellen. Sie erhalten dann in kurzer Zeit bis zu 5 Angebote und Kostenvoranschläge von erfahrenen Fachbetrieben aus ihrer Region: Fachbetriebe für Solarthermie.

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Altes Dach isolieren, ohne die Dachziegel zu entfernen?

Welche Möglichkeiten gibt es, um ein altes Dach (Baujahr 1956) zwischen den Dachbalken nachträglich zu isolieren, ohne die alten Dachziegel entfernen zu müssen und die Rigipswände unterhalb der Sparren belassen zu können? Welche Methode ist auch für den handwerklich Begabten Hauseigentümer machbar? Kostenfaktor bei einer Hausgrundfläche von 10 m x 10 m Dachneigung 35 Grad? Das Dachgeschoss wurde in 1966 ausgebaut Wärmedämmung damals DIN 4108. Antwort von „rolf kühnel bedachungen & bauspenglerei“ Inh. Stephanie Kühnel

Dies ist nicht sehr einfach zu beantworten, generell gibt es 3 verschiedene Arten das Dachgeschoss zu dämmen: 1. den Dachboden selbst beispielsweise mit Styropordämmung und OSB-platten 2. eine Zwischensparrendämmung (dies war Ihre Frage) 3. oder eine Aufdachdämmung. Den Dachboden kann man, wenn man handwerklich begabt ist, ruhig selbst machen da eine Dampfsperre bei diesem Baujahr nicht mehr von Nöten ist. (einfachste Variante) Eine Aufdachdämmung ist mit vielen Dämmarten machbar. Vorzugsweise PU-Dämmplatten oder aber auch Holzfaserdämmplatten sind möglich. Hierzu benötigen Sie aber einen Dachdeckerfachbetrieb. Dies wird immer mit einer Dachsanierung kombiniert. Bei dem Alter des Hauses wäre diese höchstwahrscheinlich auch wirklich nötig. Eine Zwischensparrendämmung ist hauptsächlich nur möglich, wenn von außen oder von innen die sperrende Schicht demontiert wird. Sprich entweder die Rigipsplatten oder die Dachziegel und Dachschalung (wenn vorhanden). Von einem Eigenausbau rate ich als Fachfrau zu hundert Prozent ab, da hier die Dampfdichtheit der Dampremsfolie zu 1000% Prozent gewährleistet werden muss. Ansonsten saugt sich die Dämmung mit Wasser voll und Sie haben nicht lange Freude damit. Von den Schäden, die dadurch entstehen, mal ganz abgesehen. Sie haben noch eine weitere Möglichkeit zwischen den Sparren zu dämmen, ohne die Schichten innen oder aussen zu demontieren. Allerdings benötigen Sie hier auf jeden Fall eine spezielle Firma: Zellulose Einblasdämmung! Hierbei wird die geflockte Dämmung mittels Schläuchen in die Zwischenfelder eingeblasen. Ob bei Ihnen dies allerdings möglich ist kann nur ein Fachbetrieb beurteilen, da ich nicht weiß ob hier schon eine Dampremsfolie vorhanden ist. Ich hoffe ich konnte Ihnen ein wenig weiter helfen. mit freundlichen Grüßen

Stephanie Kühnel

Kostenvergleich Dach: Sandwichplatten oder herkömmlicher Dachstuhl?

Dach Neubau: Was kostet ein Dach ca. bei einem Neubau, bei dem das Dach mit Sandwichplatten ausgestattet wird? Ist es kostengünstiger als ein normales Dach/Dachstuhl mit Ziegeln und Dämmung? Hausgröße ca 10x11m Dachfläche ca. 170qm, Normales Satteldach.

Zusätzlich ist ein Kamin vorhanden der aus dem Dach raus kommt. Keine Dachfenster vorgesehen. Antwort von Volker Eck Dachdeckermeister

Sandwichplatten sind als Dacheindeckung auf Wohnhäusern ungeeignet.

Erstens ist es schwierig bis unmöglich einen wärmebrückenfreien Anschluss an den Baukörper herzustellen, zweitens ist es sehr schwierig, dauerhaft Luftdichtheit herzustellen, drittens sind Durchdringungen wie Kamin oder Entlüftungen nur mit geeigneten Formteilen dicht anzuschließen, ein nachträglicher Einbau von Fenstern ist möglich aber teuer und kompliziert.

Ein weiterer Aspekt ist der Schallschutz, der bei Sandwichelementen sehr schlecht ist. Ich würde bei Wohnhäusern immer zu herkömmlichen, bewährten Konstruktionen raten, idealerweise mit Aufsparrendämmung.

Ist Steinwolle-Staub gesundheitsschädlich?

Meine Kombinationen sieht so aus – von außen nach innen: – Dachziegel, – Dachlatten, – Unterspannband, – Dämmstoff (180mm zwischen Sparen), – Dampfsperre (Dampremsfolie), – Konterlattung (3 cm Stärke), Zwischen den Latten ist nochmal Untersparrendämmung (Steinwolle-3cm Stärke) und das mit Deckenpaneelen verkleidet. Zu meiner Frage: Muss ich Bedenken haben, dass der Steinwolle-Staub von (Steinwolle-3cm) zwischen der Feder und Nut den Paneelen in den Wohnraum kommen kann und eventuell gesundheitsschädlich ist? Antwort eines Haus&Co Experten

Künstliche Mineralfasern, die nach dem 1.6.2000 hergestellt wurden sind zu groß, um tief in die Lunge eingeatmet zu werden und haben mit weniger als 40 Tagen eine kurze Halbwertszeit. Bei alten Dämmstoffen ist diese Halbwertszeit mit 100 Tagen deutlich größer – und mögliche gesundheitliche Folgen nicht völlig ausgeschlossen. Das Einatmen ist aber in jedem Fall erstmal unangenehm.

Während beim Umbau auf Tragen eines Mundschutzes geachtet werden sollte, sollte danach zwischen Steinwolle und Wohnraum ja auch eine Versiegelung durch eine Folie vorgenommen werden, damit später nichts mehr in den Wohnraum dringen kann.

Voraussetzungen für einen Dachbalkon

Wir haben ein neues Haus gekauft in welchem das Dachgeschoss zwar ausgebaut ist, aber kein Fenster enthält. Jetzt habe ich gesehen, dass man auch Dachbalkone nachbauen kann.

Ist das prinzipiell überall möglich oder welche Vorraussetzungen müssen für einen solchen Dachausbau gegeben sein? Antwort von Opheys Bedachungen GmbH & Co.KG

Ein Dachbalkon benötigt in jedem Fall einer Baugenehmigung weil das Dach dauerhaft verändert wird.

Als Alternative zu einem entsprechenden Dachausbau gibt es ein Velux-Cabriofenster dieses ist genehmigungsfrei weil es im Grunde ein 2-teiliges Wohnraumfenster ist wobei das untere Element beim öffnen hochgestellt werden kann und am dadurch teilweise ins frei treten kann.

Das obere Element wird nach oben hochgeklappt. Dieses Fenster erfüllt dann bei einer Breite vom 114 cm auch die Vorgaben für einen zweiten Rettungsweg.

Verträglichkeit EPDM Folie mit Bitumen Schweißbahn auf Flachdach

Auf meinem Flachdach muss der Entlüfter der die Abluft von der Dunstabzugshaube regelt erneuert werden. Ich muss die vorhandene EPDM Folie aufschneiden, einen neuen Lüfter einsetzen und möchte die abzuklebende Stelle von einem Dachdecker renovieren lassen.

Er möchte den Lüfter einsetzen und die geöffnete Stelle mit einer Bitumen-Schweißbahn verkleben. Wie ist das mit der Verträglichkeit der unterschiedlichen Materialien? Antwort von Bauhofer Dachtechnik GmbH

Ja das geht.

EPDM- Folie ist Bitumenverträglich, aber es muß ein spezieller Voranstrich aufgetragen werden und die Bahn darf nicht zu heiß angeflämmt werden.
Grüße J. Bauhofer

Erwerb einer alten Immobilie: Wie prüfe ich den Zustand vom Dach?

Wir möchten gerne eine Doppelhaushälfte kaufen, die 1920 gebaut wurde. Wie oder woran kann man erkennen, ob das Dach, der Dachstuhl bzw. die Dachziegel in Ordnung sind und ob man sie erneuern sollte? Auch die Balken und Holzlatten könnten in einem schlechten Zustand sein.

Leider gibt es keine Information darüber, ob oder wann das Dach zuletzt saniert/erneuert wurde.

Antwort von Architekt Marc von Baumbach

Holen Sie sich auf jeden Fall vor dem Kauf einen unabhängigen Sachverständigen für eine Haus-Ankaueratung, der nicht nur das Dach ansieht sondern auch auf potenzielle andere nicht auf den ersten Blick erkennbare Mängel und Schäden hinweist. Sind z.B.

Umbauten in den 60iger bis 80iger Jahren erfolgt, müssen Sie mit vorhandenen Schadstoffen rechnen. Bei früher gerne von innen davor geklebten Styroporplatten mit Gipskarton besteht Schimmelgefahr etc. Beim Dach muss auf Holzschädlinge, mangelnde Luftdichtheit und Dämmung geschaut werden. Die Dachziegel selbst sind das kleinste Problem…. Eine Ankaueratung kostet je nach Anbieter im Schnitt zwischen 250,- und 400,-€.

Ich war gerade erst in einem Haus, wo die Käufer sich „nur“ einen Dachdecker vor dem Kauf geholt hatten und der sagte das Dach wäre in Ordnung. Ich habe ihnen gezeigt, das jetzt im Winter aufgrund mangelnder Luftdichtheit die Dämmung nass wurde und die Unterseiten der Ziegel vereist sind…

Wie lange dauert eine Dachdämmung?

Wie lang dauert es im Durchschnitt, ein Dach eines Einfamilienhauses außen zu dämmen? Grundfläche des Hauses ist 10x10m. Das Dach ist mittel steil (ca. 60 Grad), also nicht flach. Wenn der Handwerker am 1.

Juli beginnt, wann kann er fertig sein? Antwort von Zimmerei & Holzbau Wiedmer | DIE SICHER SAUBER SANIERER

Diese Frage lässt sich nur aufgrund der Maße des Hauses nicht pauschal beantworten.

Es macht einen Unterschied, ob das Dach sehr verwinkelt oder einfach ist, ob noch Dachfenster getauscht werden müssen, usw.

Um einen ersten Wert zu nennen: Sie können aber grob mit ca. 2 – 3 Wochen Baustelle rechnen.

Solaranlage bei Ost-West-Dach sinnvoll?

Mein Hausdach hat eine Ost-West Ausrichtung. Lohnt sich da eine Solaranlage? Außerdem läuft der Länge nach eine Stromleitung übers Dach, die stören könnte. Antwort von Teck Solar E.

k

Für die Nutzung PV-Anlage für Eigenbedarf finde ich Ost-West Dächer sogar besser, da man auf den ganzen Tag verteilt kontinuierlicherer Stromerzeugung hat. Es gibt keine Spitzen in der Mittagszeit, dafür aber Früh und Abend bessere Ausbeutung.

Bezüglich Stromleitung: man kann die Erträge optimieren wenn man SolarEdge Wechselrichter und Optimierer einsetzt. In dem Fall arbeiten nur die Module schlechter die wirklich vom Schatten getroffen sind.

Preise für Dachpacht

Sind die zahlen 50,– -80,,– € Dachpacht/qm auf dem aktuellen Stand? Welchen Faktoren beeinflussen die Preisfindung? Bestand: Faserzementwellplatte (asbestfrei) und Trapezblech.

Rechtfertigt eine Asbestsanierung den kompletten Wegfall einer Dachmiete über 20 Jahre? Antwort von Energie und Solartechnik

1000 m² ca 130 kWp x 7 Euro = 910 Euro im Jahr in 20 Jahren = 18200 Euro bei sofortiger Auszahlung 75 % davon also 13650 Euro als Einmalzahlung .

So sind aktuell meine Zahlen von den Investoren. Alles Zahlen aber ohne Dachsanierung am besten Faserzementplatten (asbestfrei) oder Trapez / Sandwich mit Neigung.

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Источник: https://www.daemmen-und-sanieren.de/dach/solarthermie/heizungsunterstuetzung

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