Küche folieren: Kleiner Aufwand, große Wirkung

Küchenfronten erneuern nach Maß – Kleiner Aufwand mit großer Wirkung

Küche folieren: Kleiner Aufwand, große Wirkung

Die Küche zählt zu den Räumen, in denen wir einen nicht unwesentlichen Teil unserer Zeit verbringen. Daher verwundert es auch nicht, dass sie längst kein reiner Arbeitsraum mehr ist. Auch in der Küche wollen wir uns wohlfühlen und Freude am Kochen haben.

Dafür kommt es selbstverständlich auf eine gute Ausstattung in Bezug auf Werkzeug und Küchengeräte an. Ebenso wichtig ist aber das Design der Küche selbst.

Jedes Möbelhaus zeigt unzählige Auau- und Designvarianten, die selbstverständlich auch aktuellen Wohn- und Einrichtungstrends unterliegen.

Wie gut, dass man sich für eine Veränderung nicht immer gleich eine komplett neue Küche kaufen muss. Sofern Geräte und Schränke in einem guten Zustand sind, können einfach nur die Küchenfronten erneuert werden. Mit so einfachen wie preisgünstigen Mitteln lässt sich die Küchenoptik komplett verändern.

Alternativ zu einer komplett neuen Küche gibt es die folgenden Möglichkeiten zum Erneuern der Küchenfronten.

Die Folierung der Küchenfronten: Auf die Fronten und Türen wird eine hauchdünne Folie aufgezogen. Bei dieser einfachen und schnellen Methode erhalten die Möbel eine neue, sehr gleichmäßige Optik.

Die Lackierung der Küchenfronten: Durch den Griff zu einem speziellen Lack können die Fronten ganz individuell gestaltet werden. Bei dieser Methode sind einheitlich gefärbte Flächen ebenso möglich wie Muster in verschiedenen Farben.

Der Austausch der Griffe an den Küchenfronten: Bereits durch den Austausch der Griffe an den Fronten kann die Gesamtoptik deutlich verändert werden. Hier ist die Auswahl so groß wie nie zuvor.

Der Austausch der kompletten Fronten: Bei Bedarf lassen sich natürlich auch die kompletten Küchenfronten austauschen. Auch diese Methode klappt einfacher und schneller, als man es im ersten Moment denkt.

Küchenfronten durch Folierung erneuern

Zahlreiche Unternehmen bieten ihre Dienste an, wenn es um die Folierung von Küchenfronten geht. Es ist aber nicht unbedingt notwendig, eine solche Firma zu beauftragen: Mit wenig Geld, etwas Zeit und handwerklichem Geschick klappt die Folierung auch für den Laien.

Im ersten Schritt gilt es, die Eignung der Küche zu überprüfen. Zur Folierung eignen sich natürlich am besten glatt furnierte Küchenfronten ohne Rahmen oder andere bauliche Verzierungen. Denn jede Ecke und jeder Winkel bedeuten eine zusätzliche Hürde.

Danach muss die richtige Folie ausgewählt werden. Dabei kommt es nicht nur auf die Optik, sondern auch auf die Materialeigenschaften an. Gerade in der Küche sollte man sich am besten für eine strapazierfähige und feuchtigkeitsbeständige Folie entscheiden. Eine spezielle Küchenfolie ist also die beste Wahl.

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Zudem kommt es natürlich auf die Wahl des richtigen Arbeitsmaterials an. Eine komplette Ausstattung für die Folierungsarbeit beinhaltet Cutter, Schere, Lineal, Schraubenzieher sowie ein Gummirakel.

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Am besten lassen sich die Fronten folieren, wenn sie zuvor abmontiert wurden. Außerdem sollten sie fettfrei sauber sein. Gut eignet sich für die Reinigung ein Fensterputzmittel aus der Sprühflasche.

Nach dem glatten Folieren der Oberfläche wird die aufgetragene Folie noch einmal mit dem Gummirakel nachgezogen, um kleinste Blasen und Unebenheiten zu beseitigen.

Sollte sich bei der Arbeit trotz aller Akribie eine größere Blase gebildet haben, wird die Folie im Idealfall nochmals bis zu der entstandenen Unebenheit abgezogen. Anschließend wird sie neu gespannt und verklebt.

Falls diese Methode nicht möglich ist, kann die Blase auch mit einer möglichst feinen Nadel aufgestochen werden. Danach lässt sich die Folie an besagter Stelle fast faltenfrei glattstreichen.

Küchenfronten lackieren

Vorab sei gesagt: Durch das Lackieren der Küchenfronten kann die Küche zwar eine ganz individuelle Note bekommen. Diese kann die Arbeit eines Küchenherstellers in optischer Hinsicht sogar noch übertreffen.

Allerdings ist das Lackieren von Küchenfronten eine aufwändige, zeitraubende Angelegenheit, die darüber hinaus einiges an Talent und handwerklichem Geschick voraussetzt.

Wer beides mitbringt und darüber hinaus ausreichend Zeit für diese Arbeit hat, der kann sich aber durch das vollendete Werk mit einem wirklich einzigartigen Ergebnis belohnen.

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Dies sind die wichtigsten Aspekte, die bei der Lackierung der Küchenfronten zu beachten sind.

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Auch für das Lackieren müssen die Flächen auf ihre Eignung untersucht werden. Generell ist für das Auftragen von Lack eine leicht angeraute Oberfläche vonnöten. Dies setzt allerdings voraus, dass die Flächen bereits eine dementsprechende Oberflächenstruktur haben oder sich auf die notwendige Art und Weise vorbehandeln lassen.

Für das Lackieren müssen die Küchenfronten von Griffen und Scharnieren befreit und abgeschraubt werden.

Anschließend werden sie mit einer elektrischen Schleifmaschine gleichmäßig abgeschliffen und anschließend auf mögliche Beschädigungen wie kleine Löcher oder tiefere Kratzer untersucht.

Diese können schon vor dem Abschleifen vorhanden sein, entstehen manchmal aber auch bei dieser Vorarbeit.

Vor dem eigentlichen Lackieren werden derlei Beschädigungen ausgebessert. Dafür ist im Handel eine spezielle Spachtelmasse erhältlich. Bitte erst zu Lackrolle und Lackierpistole greifen, wenn die ausgebesserten Stellen vollständig durchgetrocknet sind.

Die eigentliche Lackierung sollte aus mindestens zwei Schichten bestehen. Nach dem Auftragen der ersten Schicht muss diese für mindestens 24 Stunden durchtrocknen, bevor sie nach dem erneuten Anschleifen ein weiteres Mal überlackiert wird.

Küchenfronten durch Austausch erneuern

Nach dem Austausch des kompletten Küchenmobiliars ist der komplette Wechsel der Fronten der größte vornehmbare Eingriff. Da es, wie bereits angedeutet, einige deutlich preisgünstigere Methoden gibt, der Küche ein neues Gesicht zu verschaffen, sollte man sich diesen Schritt besonders gut überlegen.

Die Vorteile beim kompletten Austausch liegen natürlich auf der Hand: Durch den Austausch bekommt die Küche nagelneue, garantiert nicht verzogene und in jedem Fall hygienisch saubere Fronten. Ältere, möglicherweise leicht beschädigte oder eben verzogene Türen eignen sich oftmals nicht für die Renovierung, sondern sind ein Fall für den Schrott.

Außerdem gibt es natürlich Veränderungen an der Küche, die durch das Lackieren oder Folieren nicht erreicht werden können. Wenn die zuerst glatten Flächen künftig eine gerahmte Optik erhalten sollen, ist der komplette Austausch im Prinzip die einzige Möglichkeit. Gleiches gilt, wenn die Türen Durchbrechungen erhalten oder komplett verglast werden sollen.

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Besonders wichtig ist hier allerdings: Aufgrund verschiedener Raumgrößen sowie individueller Anforderungen und Wünsche beim Kauf einer Küche gleicht keine Kücheneinrichtung der anderen. Vor allem sind die Abmessungen der Schränke – und damit natürlich auch der Fronten – höchst unterschiedlich.

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Daher können neue Küchenfronten nur in wenigen Fällen in vorgefertigter Standardgröße erworben werden.

Fast immer sind Wechselfronten für die Küche individuelle Anfertigungen, die beim Hersteller nach exakten Vorgaben bestellt werden müssen.

Selbstverständlich empfiehlt es sich, die neuen Fronten beim selben Hersteller zu beziehen, der die gesamte Küche hergestellt hat. Dies erhöht auch die Wahrscheinlichkeit, dass alte und neue Komponenten bestens zusammenpassen.

Wie lassen sich die Blenden von Küchenfronten erneuern?

In jedem Küchenkonzept sind die kleinen Details die i-Tüpfelchen, auf die es letztlich ankommt. Darum ist es sinnvoll, bei einer Renovierung der Küche auch über den Austausch der Sockelleisten und Blenden nachzudenken. Hierbei handelt es sich um die Verblendungen unterhalb und manchmal auch oberhalb der Küchenschränke.

Blenden sind also keine tragenden Elemente, sondern die Verkleidung von eigentlich ungenutzten Hohlräumen: Da die Küchenschränke aus technischen Gründen und zur Sicherheit auf Füßen stehen, entsteht darunter automatisch ein Hohlraum. Ohne Verkleidung würde sich dort Staub und Schmutz ansammeln. Analog dienen vorhandene Blenden oberhalb der Küchenschränke ebenfalls der Hohlraumverschalung, wenngleich hier vor allem optische Aspekte im Vordergrund stehen.

Da die Blenden aus einem dünnen, und leichten Material bestehen, ist ihre Handhabung kinderleicht. In der Regel sind die Blenden aufgesteckt oder über spezielle Clips festgesteckt. Je nach Art des Clips müssen diese zum Lösen zur Mitte oder nach unten geschoben werden, schon ist die Blende ausgehakt.

Der zuvor verblendete Hohlraum liegt nun frei. Da er natürlich nicht hermetisch abgeriegelt war, wird sich dort trotz Verblendung eine gewisse Menge an Schmutz gesammelt haben.

Nun ist die Gelegenheit, den freigelegten Bereich gründlich zu reinigen.

Eine Reinigung der Blenden ist natürlich nur dann erforderlich, wenn diese lackiert oder foliert und anschließend erneut eingesetzt werden sollen.

Bei einem Austausch der Blenden muss natürlich nicht nur auf die richtigen Formate, sondern auch auf die geeigneten Befestigungsclips geachtet werden. Sofern diese nicht mehr verfügbar sind, können möglicherweise die alten Clips wiederverwendet werden. Mit etwas handwerklichem Geschick lassen sich aber auch komplett neue Befestigungsclips installieren.

Dürfen die Küchenfronten in einer Mietwohnung erneuert werden?

Diese Frage lässt sich nicht ganz eindeutig beantworten. Sofern die Wohnung ohne bereits vorhandene Küche angemietet wird, liegen Einrichtung und Gestaltung der Küche ganz alleine im Verantwortungsbereich des Mieters. Der Vermieter hat also kein Mitspracherecht, wie die Küche aussehen soll oder welche individuellen Eigenschaften sie haben darf.

Allerdings kann er verlangen, dass die Küche mit dem Auszug des Mieters wieder in die Ausgangssituation zurückversetzt wird, dass die Küchenmöbel also abgebaut und entfernt werden. In vielen Fällen verständigen sich Mieter und Vermieter allerdings darauf, dass ein Nachmieter die Küche gegen eine Abschlagszahlung übernehmen kann.

Anders sieht es aus, wenn der Vermieter dem Mieter eine Küche zur Verfügung stellt. In einem solchen Fall ist der Vermieter dazu verpflichtet, dem Mieter eine funktionstüchtige und hygienisch einwandfreie Küche zur Verfügung zu stellen.

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Bei dieser muss es sich aber nicht um ein neues, auch optisch attraktives Modell handeln. Der Mieter hat generell die Option, auf die Nutzung dieser Küche zu verzichten und einen Ersatz nach eigenen Vorstellungen einzubauen.

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Der Vermieter kann in einem solchen Fall aber verlangen, dass die zur Verfügung gestellte Küche sauber und trocken eingelagert und nach einem Auszug des Mieters wieder installiert wird.

Wenn der Mieter die ihm zur Verfügung gestellte Küche nutzen möchte, so hat er diese pfleglich zu behandeln und darf Veränderungen nur insoweit vornehmen, dass sie sich später wieder rückgängig machen lassen. Alle Veränderungen darüber hinaus sind eine Sache der Absprache.

Wenn der Mieter aufgrund des optischen Zustandes einen Bedarf anmelden kann oder den Wunsch einer Modernisierung äußert, so kann der Vermieter ihm diese Maßnahmen erlauben. Verpflichtet ist er dazu allerdings nicht.

Auch obliegt es dem Vermieter, ob und inwieweit er sich an den entstehenden Kosten beteiligt.

Fazit: Lohnt sich die Erneuerung von Küchenfronten?

In einer Zeit, in der die grassierende Wegwerfmentalität aus guten Gründen angeprangert wird, sollte man stets erst über eine Renovierung nachdenken, bevor ein kompletter Rundumschlag stattfindet. Wirklich veralten können bei einer Küche im Prinzip nur die Geräte, während das Mobiliar, sofern es denn gut gepflegt und entsprechend gut erhalten ist, eine Sache des Geschmacks darstellt.

Der Wunsch nach einer Erneuerung ist natürlich menschlich. Dabei sollte man allerdings stets die Frage vorausschicken, wie weit diese Erneuerung gehen soll.

Für eine komplette Veränderung der Schrank- und Raumaufteilung ist es mit einer Sanierung beziehungsweise einem Austausch der Küchenfronten nicht getan.

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Wenn es allerdings nur um die Optik geht, gibt es für die Erneuerung der Küchenfronten unzählige Möglichkeiten.

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Selbst die Erneuerung der Fronten durch einen qualifizierten Fachbetrieb ist in den meisten Fällen günstiger und einfacher als der komplette Austausch einer Küche. Nimmt man die Sache selbst in die Hand, kann man sogar nochmals Geld sparen.

Besonders interessant ist die Erneuerung von Küchenfronten übrigens dann, wenn man eine gebrauchte Küche übernehmen, dieser aber einen ganz neuen Glanz verleihen möchte. Es muss also nicht immer die brandneue Küche sein – sofern die Geräte in Ordnung sind und den modernen Anforderungen entsprechen.

Источник: https://handwerkerratgeber.info/kuechenfronten-erneuern/

Küche folieren: Kosten, Anleitung & Ideen

Küche folieren: Kleiner Aufwand, große Wirkung

Sind Küchenschränke und Wände in die Jahre gekommen, können Sie die alte Küche folieren, statt eine neue anzuschaffen.

Eine Folierung empfiehlt sich besonders, wenn das Innere der Küchenschränke noch einwandfrei ist. Mit Folie können sie verkratzte und verschmutzte Fronten und hässliche alte Küchenfliesen wiederbeleben.

Wir zeigen Ihnen anhand konkreter Beispiele und Tipps, wie Sie Ihre alte Küche mit Klebefolie aufpeppen können.

Inhaltsverzeichnis

1. Wie hoch sind die Kosten einer Küchen Folierung?
2. Auf Folienqualität achten
3. Tipp: Richtig ausmessen
4. Küche selbst folieren: Anleitung in 10 Schritten
5. Weitere Tipps zur Küchen Folierung
6. Große Wandflächen bekleben
7.

Welche Flächen eignen sich zum Folieren?
8. Küche folieren oder lackieren?
9. Auch Küchenspritzwände kann man mit Folie bekleben
10. Küchen Arbeitsplatte folieren statt ersetzen
11.Ideen zum Folieren der Küchenschränke
12. Folieren schont Umwelt und Ressourcen
13.

Vorteile und Eigenschaften von hochwertiger Klebefolie

Wie hoch sind die Kosten einer Küchen Folierung?

Eine hochwertige, nach Maß geschnittene Küchenfolie kostet etwa zwischen 35 – 40 Euro je Quadratmeter. Eine komplette Küche zu folieren kostet ca. 200 bis 500 Euro, je nach Fläche. Für eine genau Kalkulation müssen Sie zunächst alle Flächen messen.

Kaufen Sie Laufmeter oder Rollen sind die Folien ungefähr 10 – 30 % günstiger. Dann müssen Sie sie aber selbst zurechtschneiden. Dadurch wird die Folierung der Küche aufwendiger. Außerdem müssen Sie sehr sauber schneiden, damit die Beklebung perfekt wird.

Wenn Sie die Küche folieren lassen, müssen Sie für einen Fachmann je nach Küchengröße ca. 200 – 400 Euro Kosten (Lohn und Fahrt) hinzurechnen.  

Auf Folienqualität achten

Insbesondere in Feuchträumen wie der Küche ist die Qualität der Folie entscheidend. Durch Wasser, Schmutz, Hitze und ständiger Nutzung wird sie stark belastet. Hier sollten Sie nicht an falscher Stelle sparen. Auch beim Bekleben zahlt sich Qualität aus. Hochwertige Folien lassen sich leichter bekleben. Zudem überzeugen sie mit langer Lebensdauer.

Tipp: Richtig ausmessen

Beim Maß nehmen der Fronten mindestens 5 cm auf jeder Seite dazu rechnen! Die Folie wird später um die Kanten auf der Rückseite festgeklebt.

Tipp: Alternativ können Sie auch die Innenseite komplett folieren. Dann haben Sie eine durchgängige Folierung. Dann müssen Sie die Frontfläche nochmal dazurechnen – diesmal aber ohne Kanten. 

Küche selbst folieren: Anleitung in 9 Schritten

Tipp: Lesen Sie die Anleitung zunächst komplett  durch inklusive der anschließenden Tipps, bevor Sie beginnen.

Sie benötigen:

  • Rakel
  • Cuttermesser
  • Schere
  • Kantenlineal
  • Schraubenzieher
  • Fettlösender Reiniger
  • Reinigungstuch
  • Optional: Föhn
  1. Etwaige Schrankgriffe, -knöpfe und ähnliches abnehmen. Optional können Sie auch alle Schranktüren und Schubladen ausbauen.

    Dann können Sie jedes Teil auf stabilen Grund legen und folieren. Kleinteile am Besten in einem separaten Gefäß sammeln, damit nichts verloren geht.

  2. Die Küchenschränke vor dem Bekleben sorgfältig reinigen (fettlösender Reiniger).

    Nicht nur die Fronten, sondern auch die Schrankkanten und -rückseiten säubern, auf denen der Folienumschlag kleben soll. Groben Schmutz mit einem Spachtel entfernen. Die Fläche muss absolut schmutzfrei sein, damit die Folie optimal klebt.

  3. Sofern Sie keine exakten Zuschnitte gekauft haben, die Klebefolie zurecht schneiden.

    Denken Sie daran, die Kanten mit einzurechnen. Faustregel: Lieber zu viel als zu wenig Überstand. Zu viel Überstand kann später leicht abgeschnitten werden. Die Folie sollte später mit einem Überstand von ca. 1 – 2 cm auf der Rückseite befestigt werden.

    Der Überstand sollte auf allen Schranktüren gleich sein, damit es sauber aussieht.

  4. Zunächst ein kleines Folienstück (5 – 10 cm) von einer Ecke aus vom Schutzpapier ziehen (noch nicht vollständig abziehen).
  5. Die Folie mit der klebenden Seite auf der Fläche positionieren (um die erste Kante rum). Die Folie mit dem Rakel andrücken.

  6. Die Folie langsam weiter vom Schutzpapier ziehen und zugleich mit dem Rakel auf die Schrankfläche drücken.
  7. Entstehen Bläschen, die Folie nochmal runterziehen und erneut mit dem Rakel festdrücken.
  8. Die Folie klebt am schwierigsten auf den Kanten.

    Wenn man sie an den Kanten warm (nicht heiß) föhnt, lässt sie sich einfacher dehnen und straffen.

  9. Etwaiger Folienüberschuss auf der nicht sichtbaren Rückseite mit einem scharfen Cuttermesser abschneiden. Legen Sie für einen graden Schnitt ein Kantenlineal an.

Hier Anleitung als PDF downloaden

Weitere Tipps zur Küchen Folierung

  • Folieren Sie die Küche idealerweise zu zweit. Insbesondere, wenn Sie Wandflächen oder große Küchenfronten bekleben. Einer kann die Folie fixieren, während der andere sie vom Schutzpapier zieht.  
  • Für eine perfekte Folierung müssen Sie die Luft gründlich mit dem Rakel rausschieben.

    Schieben Sie die Luft stets von der Folienmitte nach außen.

  • Etwaige verbliebene Luftbläschen mit einer Nadel anstechen und die Luft mit dem Rakel rausdrücken.
  • Folienüberschuss stets mit einem sehr scharfen Messer abschneiden. Stumpfe Messer können Fransen und Einrisse bewirken.

  • Bei einer Wandfolierung können Sie kleine Überschüsse auch unter Decken- und Bodenleisten schieben.

Große Wandflächen bekleben

  1. Wenn Sie eine ganze Wand in der Küche bekleben, brauchen Sie in der Regel mehr als eine Bahn. Beim Kleben jeder Bahn sollten Sie stets einen großzügigen Überhang (5 – 7 cm) zur vorigen Bahn lassen.
  2. Befestigen Sie die nächste Folienbahn mit dem gleichen Überhang auf die vorige.
  3. Sobald die zweite Folienbahn vollständig klebt, einen Schnitt zwischen den Folien machen. Und zwar genau an der Stelle, wo sie sich überlappen. Nehmen Sie dafür ein langes Lineal und scharfes Cuttermesser zur Hilfe. Beim Schneiden müssen beide Folien angeschnitten werden.
  4. Den Überhang der zweiten Folie entfernen.

    Dann den Überhang der darunter klebenden Folie entfernen

  5. Die Verbindung zwischen den Folienbahnen sorgfältig mit dem Rakel glätten.

Selbstverständlich können Sie auch Stoß an Stoß folieren. Das müssen Sie sogar, sofern ein gesamtes Bild (Muster) nicht unterbrochen werden darf.

Für eine einwandfreie Beklebung müssen Sie hier besonders gründlich arbeiten.

Welche Flächen eignen sich zum Folieren?

Die Fläche kann glatt, porös oder starr sein. Die Folien kleben zum Beispiel auf Holz oder Fliesen. Die Klebefläche muss absolut frei von Fett, Staub und Schmutz sein.

Unbehandelte Flächen wie Beton oder Gips müssen Sie gegebenenfalls, je nach Struktur, mit Haftvermittler vorbehandeln. Der bindet Partikel, festigt den Untergrund und trennt ihn von der klebenden Schicht.

Dadurch ist die Folie später leichter von der Wand zu ziehen.

Ein Vergleich: Küche folieren oder lackieren?

Ein großer Pluspunkt der Küchenfolierung ist, dass man mit Folie auch Macken überkleben kann. Zudem geht das Folieren schnell und schmutzfrei, ohne Geruch und Farbspritzer. Die Schrankteile muss man nicht unbedingt herausnehmen. Etwaige Fehler beim Kleben lassen sich gut korrigieren.

Selbst nach Jahren man kann die Folie wieder entfernen. Auch Laien können eine Küche folieren. Das Lackieren der Küche ist gewöhnlich günstiger als das Folieren. Eine saubere Lackierung erfordert aber viel Geschick und Fehler sind schwieriger auszubügeln.

Der Zeit- und Arbeitsaufwand ist mitunter hoch: Abschleifen, mehrmals lackieren und zwischendurch warten bis alles trocknet. Sind die Küchenfronten gewachst oder geölt, können sie eh nicht lackiert werden.  

Auch beim Design punktet die Folierung. Folien gibt es mit unzähligen Strukturen, Farben und Mustern.

Auch Naturstein- und Holznachahmungen, Textil- und Lederimitate sind kein Problem. Mit Klebefolie lässt sich die alte Küche beliebig aufpeppen.

Auch Küchenspritzwände kann man mit Folie bekleben

Küchen Spritzwand mit brauner Holzoptik Folie bekleben

Natürlich können Sie nicht nur Küchenfronten folieren sondern auch Spritzwände und Fliesenspiegel zwischen den Schränken. Folie ist ein profanes Mittel um schäbige Küchenfliesen zu erneuern. Gute Folie ist langlebig und robust gegen Kochdämpfe, Fettspritzer und Schmutz. Man kann sie leicht reinigen und bei Bedarf austauschen. Im Vergleich zur Fliesenlegung ist die Folierung ein Klacks.

Mühseliges Fliesenabklopfen und neu verlegen entfällt. Die Küche wird nicht zur Baustelle. Die Kosten fürs Folieren der Küche sind deutlich geringer als eine Fliesenverlegung. Allein schon, weil man fürs Folie kleben nicht zwingend einen Fachmann braucht.  

Alle Tipps zum Folieren von Fliesen finden Sie hier: Fliesen überkleben – Fliesen in Küche & Bad verschönern.

Beliebte Folien für Küchenrückwände und Fliesenspiegel

Alle Küchenrückwand Folien ansehenTipp: Folieren Sie Spritzschutzwand und Küchenschränke in konträren Farben. Dadurch wird die Küche hervorragend in Szene gesetzt. 

Küchen Arbeitsplatte folieren statt ersetzen

Schwarz folierte Arbeitsplatte in weißer KücheHochwertige Folien sind auch zum Folieren der Arbeitsplatte geeignet. Sie sind besonders kratzfest, robust, antibakteriell beschichtet und resistent gegen Feuchtigkeit.

Im Vergleich zum Ein- und Ausbau einer massiven Marmor- oder Holzplatte ist das Folieren der Arbeitsplatte ein Kinderspiel. Beliebt für Küchen Arbeitsplatten sind vor allem Marmor-, Stein- und Holzfolien, aber auch farbige Folien.

Wenn Sie in der Küche eine Arbeitsplatte folieren, haben Sie im Grunde zwei Möglichkeiten. Entweder folieren Sie die Platte mit einer gleichen beziehungsweise ähnlichen Farbe wie die Küchenschränke. Das kann eventuell aber langweilig aussehen.

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Oder, was meist besser ist, Sie folieren die Arbeitsfläche in einem Kontrast zu den Schränken.

[/attention]Tipp: Wenn Sie die Arbeitsplatte im Kontrast zur Küche folieren, können Sie tolle Akzente im Raum setzen.

Die Folierung der Küchen Arbeitsplatte bietet sich sogar an, wenn eine Küche komplett neu gebaut wird. Aufgrund der Vielzahl an Folien können Sie jegliches Design folieren. Die passenden Platten gibt es preiswert im Baumarkt. Diese sollten aber glatt und mindestens 4 cm dick sein. Raue, gesplitterte Holzplatten müssen vor dem Folieren gehobelt und geglättet werden.

Ideen zum Folieren der Küchenschränke

Die Auswahl an Klebefolien ist groß. Hier einige Design Ideen zum Folieren Ihrer Küche:

1. Folien mit Holzoptik

Die Holzfolierung ist sehr authentisch. Die Folien ahmen Echthölzer wie Eiche oder Pinie täuschend echt nach. Neben der Optik trägt auch die Haptik der Klebefolien entscheidend zum Echtholz Look bei. Viele Holzoptik Folien haben eine fühlbare Oberfläche mit Holzmaserung.

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2. Uni farbige Folien

Bei den Farben haben Sie die Qual der Wahl. Es stehen Ihnen aberdutzende Folien in dezenten und peppigen Farben zur Verfügung. Von weiß über orange bis schwarz.

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3. Folien mit Steinoptik

Folien mit Stein- und Betonoptik machen sich besonders gut auf Wänden. Je nach Optik können Sie damit aber auch Küchenfronten folieren. So oder so, die Steinfolierung sorgt für tolles Flair in der Küche.

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4. Folien mit Marmoroptik

Marmor steht seit jeher für Exklusivität. Marmorfolien empfehlen sich vor allem, um Arbeitsplatten, Fliesenspiegel und Wände in der Küche zu folieren.

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Tipp: Haben Sie eine kleine Küche, sollten Sie die Küchenschränke hell folieren. Mit hellen Tönen wie beige oder weiß wirkt der Küchenraum größer. In einer großen Küche können Sie die Küchenschränke dunkel bekleben. Hier bieten sich zum Beispiel dunkle Holzfolien an.  

Folieren schont Umwelt und Ressourcen

Sie müssen weder Küche noch Fliesen entsorgen. Es muss kein Holz für neue Möbel abgeholzt und über lange Wege transportiert werden. Umwelt und Ressourcen werden geschont. Die Folierung verlängert die Lebensdauer der Küche um viele Jahre. Sie trägt einen wertvollen Beitrag zur Umweltentlastung bei.

Vorteile und Eigenschaften von hochwertiger Klebefolie

  • Günstiges Aufpeppen der Küche
  • Täuschend echte Nachahmung von Holz, Stein & Co
  • Schönes Design
  • Riesenauswahl an Mustern und Farben
  • Flexibel einsetzbar und entfernbar
  • Neues folieren der Küche jederzeit möglich
  • Keine aufwendige Renovierung
  • Kein Lärm, Dreck und Geruch im Haus
  • Kein Ausräumen der Küche nötig
  • Ermöglicht schnell ein neues Küchen Design
  • Umwelt- und Ressourcenschonend
  • Widerstandsfähig, langlebig & kratzfest
  • Wasserfest
  • Pflegeleicht

>> Hier geht´s zu den Küchen Klebefolien

Источник: https://www.sunox.de/klebefolien-ratgeber/kueche-folieren-kosten-anleitung-ideen

Heimtextilien
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