Leichter leben mit dem Sitzlift – barrierefrei und komfortabel

Contents
  1. Barrierefreies Wohnen – Aufzüge & Lifte
  2. Treppenlift/Sitzlift
  3. Personenaufzug
  4. Hublift
  5. Plattformlift
  6. Treppenliftzuschüsse – Zahlt die Krankenkasse?
  7. Zuschuss oder Kredit
  8. Treppenlift Fördermittel
  9. Der Pflegekostenzuschuss der staatlichen Pflegeversicherung
  10. Die Berufsgenossenschaft hilft bei Berufskrankheiten und nach Arbeitsunfällen
  11. Die KfW (Kreditanstalt für Wiederauau) fördert altersgerechte Umbauten
  12. Unterstützung vor Ort durch regionale Förderprogramme
  13. Unterstützung von der Agentur für Arbeit
  14. Förderung der Teilhabe am Arbeitsleben durch die Deutsche Rentenversicherung
  15. Das Sozialamt zahlt, wenn kein anderer Träger den Treppenlift bezuschusst
  16. Förderungen durch das Integrationsamt und den Arbeitgeber
  17. Besondere Fälle öffnen weitere Fördermöglichkeiten
  18. Den Treppenlift von der Steuer absetzen
  19. Selbstständig leben durch Barrierefreiheit
  20. Barrierefrei Wohnen: Das Zuhause soll bis ins hohe Alter passen
  21. „Barrierefrei“ ist nicht das gleiche wie „seniorengerecht“
  22. Der Sitzlift: Barrierefrei im Alter – DAS HAUS
  23. Folgende Faktoren beeinflussen den Preis
  24. Holen Sie sich hier Angebote von Experten ein:
  25. Treppenlift für barrierefreies Wohnen von SANIMED- Infos & Angebote
  26. 1. Beginnen Sie ein Tagebuch
  27. 2. Machen Sie sich schick
  28. 3. Feiern Sie Feste
  29. 4. Stellen Sie Ihre Ernährung um
  30. 5. Treiben Sie Sport
  31. 6. Gehen Sie online
  32. 7. Betreiben Sie Ahnenforschung
  33. 8. Werden Sie Experte
  34. 9. Lernen Sie Sprachen
  35. 10. Abonnieren Sie eine Tageszeitung
  36. 11. Versorgen Sie Tiere
  37. 12. Ändern Sie Ihre Gewohnheiten
  38. 13. Schreiben Sie einen Roman
  39. 14. Sortieren Sie Ihre Fotos
  40. 15. Reaktivieren Sie alte Kontakte
  41. 16. Gehen Sie auf unbetretenen Pfaden
  42. Heil durch die Krise

Barrierefreies Wohnen – Aufzüge & Lifte

Leichter leben mit dem Sitzlift – barrierefrei und komfortabel

Viele Treppenlifthersteller haben diverse Lifte im Sortiment: Sitzlifte, Hublifte, Treppenaufzüge, Rollstuhllifte, Schrägaufzüge, Plattformlifte, Lifter, Hebebühnen und so weiter. Auf den ersten Blick verwirrt die Fülle an verschiedenen Begriffen, doch hinter mehreren Bezeichnungen versteckt sich oft ein und dasselbe Produkt.

Grundsätzlich lässt sich für den privaten Bereich diese Angebotsvielfalt in vier Produktgruppen einteilen: Treppen-, Personen-, Hub- und Plattformlifte.

Während man sich beim Treppenlift auf einen Sitz (um)setzen muss (deshalb wird er auch Sitzlift genannt), kann bei den drei Alternativen der Rollstuhl gleich in die gewünschte Etage mitgenommen werden.

Treppenlift/Sitzlift

Treppenlifte, die auch Treppenaufzüge genannt werden, bewahren Senioren oder Menschen mit einer Behinderung deren Eigenständigkeit und Mobilität.

Dank eines Treppenliftes können Hindernisse wie Treppen oder Stufen selbstständig, sicher und ohne fremde Hilfe überwunden werden.

Treppenlifte erhöhen damit die Unabhängigkeit von Menschen mit einer Mobilitätseinschränkung enorm und erleichtern diesen ihren Lebensalltag.

Der Treppenlift kann hilfreich sein bei Angst vor Stürzen, bei steilen Treppen oder Angst beziehungsweise Unsicherheit beim Treppengehen. So wird im mehrstöckigen Zuhause eine Behinderung – wie etwa Multiple Sklerose oder Parkinson – teilweise überwunden.

Personenaufzug

Der klassische Aufzug, wie wir ihn überall kennen, ist ein geschlossenes System mit Türen und einer Fahrkabine. Er kann indoor ein- oder outdoor angebaut werden, beansprucht jedoch einiges an Raum – auch wenn es im Vergleich zu herkömmlichen Aufzügen platzsparende Varianten (etwa aus Aluminium) am Markt gibt.

Hublift

Wenn es darum geht, eine vertikale Höhe mit dem Rollstuhl zu überwinden – etwa weil Sie über die Garage „hinten“ über die Terrasse in Ihr Zuhause kommen möchten – eignet sich der Hublift. Der Hublift kann auch bei Podesten oder Balkonen eingesetzt werden und wird auch (Rollstuhl-)Hebebühne genannt. Es wird von einer ähnlichen Traglast wie bei Plattformliften ausgegangen.

Im Prinzip handelt es sich bei der Hubliftplattform um denselben „Fahrkorb“ wie beim Plattformlift. Ausgestattet mit hochklappenden Rampen und Bügelgriffen wird der Rollstuhlfahrer sicher in senkrechte Höhen bis zu drei Metern gehievt.

Der Hublift wird im Gegensatz zu den anderen Alternativen nicht an eine Treppe anmontiert und ist daher relativ platzsparend und unkompliziert anzubringen. Das wirkt sich dementsprechend auf den Preis aus. Ein durchschnittlich guter Hublift ist bereits für rund 5.000,00 € zu haben.

Plattformlift

Wenn Sie in Ihrem mehrgeschossigen Zuhause Ihren Rollstuhl in andere Stockwerke mitnehmen möchten, ohne sich für einen klassischen Personenaufzug zu entscheiden, ist ein Plattformlift (auch: Rollstuhllift oder -schrägaufzug) eine Alternative.

Der Plattformlift wird wie bei einem Treppenlift an einer normalen Treppe anmontiert und anstelle des Sitzes hat er eine Plattform, in die der Rollstuhl hineingefahren werden kann. Je nach Anbieter beträgt die Traglast der Plattform ab 200 Kilogramm aufwärts – bis zu rund 300 Kilogramm.

Mittels einer Steuereinheit kann der Passagier sich ins gewünschte Stockwerk transportieren.

Treppenliftzuschüsse – Zahlt die Krankenkasse?

Die Anschaffung eines Treppenlifts ist mit Kosten verbunden, die die Betroffenen oftmals nicht selbst auringen können. Hier kann man sich als erste Maßnahme an seine Krankenkasse bzw. Pflegekasse wenden.

Die Krankenkasse ist Ansprechpartner für alle Belange, die die Gesundheit und damit auch die eigene Mobilität betreffen.

Inwieweit die Krankenkasse die Anschaffung eines Treppenliftes bezuschusst, hängt von einer einzigen Voraussetzung ab: Es muss beim Antragssteller ein Pflegegrad vorliegen.

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Kontaktieren Sie am besten vor der Anschaffung eines Treppenlifts Ihre Krankenkasse und informieren Sie sich über die aktuellen Voraussetzungen in Ihrem Pflegegrad und die Möglichkeiten einer Bezuschussung bzw. Kostenübernahme seitens der Krankenkasse.

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Seit dem 01. Januar 2017 gelten die im Pflegestärkungsgesetz 2 verankerten fünf Pflegegrade und lösen die bis dato gültigen drei Pflegestufen ab.

Wird pflegebedürftigen Personen durch die Pflegekasse ein Pflegegrad anerkannt, so können diese bei ihrer Krankenkasse einen finanziellen Zuschuss für barrierefreie (Bau-)Maßnahmen beantragen.

Hierzu gehören beispielsweise Maßnahmen zur Barrierereduzierung wie ein Treppenlift. Möglich ist dies im Rahmen der finanzierbaren altersgerechten Wohnraumanpassung.

Liegt ein Pflegegrad vor, so übernimmt die Krankenkasse bzw. die Pflegeversicherung die Kosten für einen Treppen-, Hub- oder Plattformlift – allerdings nicht zu 100 Prozent.

Der Höchstsatz für den Zuschuss durch die Pflegekasse liegt bei maximal 4.000,00 €. Sind mehrere Personen in einem Haushalt pflegebedürftig, so können diese ihren Zuschussbetrag zusammenlegen und bis zu 16.

000,00 € Förderung (bei vier Personen) erhalten.

Der Zuschuss kann für alle beliebigen Maßnahmen der Barrierereduzierung genutzt werden. Sollte sich der Hilfebedarf einmal ändern, ist es nach Absprache mit der Pflegekasse auch möglich, den Zuschuss ein zweites Mal gewährt zu bekommen.

Zuschuss oder Kredit

Ein angenehmes und komfortables Wohnumfeld – das ist das Ziel eines jeden Immobilienbesitzers oder Mieters. Ob sie nun jung oder alt, sportlich oder bewegungseingeschränkt, groß oder klein sind. Kleine Kinder oder auch ältere Menschen bewegen sich freier und sicherer ohne Schwellen oder andere Barrieren in und am Haus bzw. in verschiedenen Bereichen ihrer Wohnung.

Mit ihren Programmen “Altersgerecht Umbauen – Kredit” und “Altersgerecht Umbauen – Investitionszuschuss” fördert die KfW den barrierearmen Umbau im Wohnungsbestand und stellt sich damit den Herausforderungen des demografischen Wandels.

Mehr Infos auf www.kfw.de

Quellen: Text: myhandicap.de, treppenlift-ratgeber.de, www.kfw.de; Fotos: stylephotographs & viteethumb /123rf.com, KfW Bankengruppe / Thorsten Futh + Claus Morgenstern

Источник: https://handicap-life.com/leicht-gemacht/aufzuege-lifte/

Treppenlift Fördermittel

Leichter leben mit dem Sitzlift – barrierefrei und komfortabel

Die Kosten für einen Treppenlift können mehrere tausend Euro betragen. Vor allem bei Sondermodellen oder einem komplizierten Treppenverlaufen kann der Preis sogar die Grenze von 10.000 Euro übersteigen.

Falls Sie diese Kosten nicht alleine auringen können, stehen Ihnen jedoch verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, Zuschüsse für den Treppenlift zu erhalten, so dass Sie auf die benötigte Mobilitätshilfe nicht verzichten müssen.

Fördermittel nutzen © Doc Rabe Media, fotolia.com

Mehrere Träger gewähren Zuschüsse für Treppenlifte. Welcher für Sie in Frage kommt und wie hoch der Zuschuss ist, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Es gibt stets bestimmte Voraussetzungen, die Sie erfüllen müssen, um überhaupt eine Förderung zu erhalten. Unter Umständen sind Sie bei mehreren Trägern förderungsberechtigt und können von diesen finanzielle Unterstützung beantragen.

Diese Träger können Zuschüsse gewähren:

  • Berufsgenossenschaft,
  • Pflegeversicherung,
  • KfW,
  • Agentur für Arbeit,
  • Sozialamt,
  • Integrationsamt,
  • Deutsche Rentenversicherung sowie
  • regionale Fördermittel.

Für Kriegsopfer und Unfallgeschädigte sowie nach Wehrdienstverletzungen bestehen weitere Möglichkeiten der Förderung. Außerdem können Sie die Kosten für Ihren Treppenlift in der Steuererklärung geltend machen und damit Ihre Steuerlast verringern.

Der Pflegekostenzuschuss der staatlichen Pflegeversicherung

Wenn Sie Ihre Wohnung bzw. das Treppenhaus barrierefrei umbauen, können Sie bei der Pflegeversicherung einen sogenannten Pflegekostenzuschuss beantragen. Um diese finanzielle Unterstützung zu erhalten, müssen Sie allerdings zuerst Ihre Bedürftigkeit nachweisen.

Das geschieht durch den Nachweis eines Pflegegrades, welchen Pflegegrad Sie haben, spielt jedoch keine Rolle. Als im Jahr 2015 das Pflegestärkungsgesetz eingeführt wurde, wurde die maximale Höhe des Pflegekostenzuschusses auf 4.000 Euro pro Person angehoben.

Die Leistung ist jedoch nachrangig, das heißt, Sie bekommen den Zuschuss nur dann, wenn kein anderer Leistungsträger Kosten für den Treppenlift übernimmt. Sie können jedoch bis zu 16.

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000 Euro erhalten, wenn vier Personen in Ihrem Haushalt leben und sie die Zuschüsse für alle vier zusammenlegen.

[/attention]Pflegekostenzuschuss nutzen © agenturfotografin, fotolia.com

Beantragt wird der Pflegekostenzuschuss bei der Pflegeversicherung. Ein formloser Antrag genügt; Sie bekommen dann ein Formular zugesendet, das Sie ausfüllen und mit Unterschrift an die Pflegeversicherung zurückschicken müssen. Der Treppenlift-Berater kann Sie dabei unterstützen und hilft Ihnen gern beim Ausfüllen.

Die Berufsgenossenschaft hilft bei Berufskrankheiten und nach Arbeitsunfällen

Wenn Sie den Treppenlift wegen einer Berufskrankheit oder eines Arbeitsunfalls brauchen (dazu zählen auch Unfälle auf dem Weg zur oder dem Rückweg von der Arbeitsstelle), springt Ihre zuständige Berufsgenossenschaft ein und übernimmt die kompletten die Kosten für den Treppenlift. Damit wollen die Berufsgenossenschaften den betroffenen weiterhin die Teilhabe am beruflichen und sozialen Leben ermöglichen.

Die KfW (Kreditanstalt für Wiederauau) fördert altersgerechte Umbauten

Die staatliche Förderbank KfW vergibt unterschiedliche Investitionszuschüsse und Sonderkredite. So gibt es ein KfW-Programm namens „455 – Altersgerecht Umbauen – Investitionszuschuss“, das sich mit 10 Prozent (bzw. maximal 5.

000 Euro) pro Wohneinheit an förderfähigen Investitionskosten beteiligt. Förderfähig sind Umbauten bzw.

Umbaumaßnahmen, deren Zweck es ist, Barrieren in Wohnräumen zu reduzieren, um für die Bewohner eine altersgerechte Wohnumgebung zu schaffen.

Fördermittel der KfW beantragen © magele picture, fotolia.com

Den KfW-Zuschuss können sowohl private Wohnimmobilieneigner als auch Wohnungsgenossenschaften und Mieter erhalten. Den Antrag stellen Sie direkt bei der KfW, und zwar schon vor Beginn der Bau- bzw. Umbaumaßnahmen. Nur dann gelten Sie als förderberechtigt.

Eine weitere Möglichkeit bietet Ihnen das KfW-Programm „159 – Altersgerecht Umbauen“. Auch hierdurch können Kosten für Treppenlifte bezuschusst werden.

Dieses Programm ist kein Investitionszuschuss, sondern ein staatliches Darlehen mit attraktiven Sonderkonditionen und Zinsvergünstigungen.

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Sie können damit ab einem effektiven Zinssatz von 0,75 % den Kauf Ihres Treppenliftes komplett finanzieren – bei geringen Raten, denn die maximale Laufzeit beträgt 30 Jahre. Die Rückzahlung lässt sich daher sehr komfortabel gestalten.

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Den oben beschriebenen Investitionszuschuss der KfW können Sie zusätzlich in Anspruch nehmen und so die Gesamtkosten um ein Zehntel reduzieren. Antrags- bzw. förderberechtigt sind bei diesem Modell sowohl Haus- und Wohnungsbesitzer als auch Mieter, die eine barrierereduzierte oder barrierefreie Wohnung schaffen möchten.

Unterstützung vor Ort durch regionale Förderprogramme

In manchen Bundesländern gibt es regionale Förderprogramme, bei denen Sie zinsgünstige Darlehen oder Zuschüsse beim Kauf eines Treppenlifts erhalten können. Hier eine Auflistung der aktuellen Förderprogramme:

Wo?Welche Förderungen sind möglich?
BayernFörderung für den behindertengerechten Umbau der Wohnung mit dem Ziel, Schwellen/Barrieren abzubauen und genügend Bewegungsfläche zu schaffen.
HamburgFörderung von Erweiterungen und Umgestaltungen in selbstgenutzten Eigentumswohnungen und Häusern in Hamburg. Die Umbaumaßnahmen müssen zum Ziel haben, alters- oder rollstuhlgerechte Wohnräume zu schaffen. Bezuschusst werden maximal 15.000 Euro pro Wohnung, die Fördersumme wird für konkrete Einzelmaßnahmen in Form pauschaler Baukostenzuschüsse gewährt.
HessenFörderung durch die Wirtschafts- und Infrastrukturbank; Kostenzuschüsse werden für Umbaumaßnahmen gewährt, die Menschen mit Behinderungen barrierefreies Wohnen ermöglichen.
Mecklenburg-VorpommernFörderung durch das Programm „Reduzierung von Barrieren im Wohnungsbestand“, ein Förderprogramm des Landesförderungsinstitutes.
Schleswig-HolsteinFörderung von altersgerechten Umbauten durch die Investitionsbank des Landes. Das Förderprogramm soll Modernisierungen für Wohnungs- und Hausbesitzer attraktiver und leichter finanzierbar machen.
MannheimDie Stadt Mannheim fördert gezielt Immobilieneigner im Stadtgebiet, indem sie Umbauprojekte bezuschusst, deren Ziel es ist, Wohnräume barrierefrei zu gestalten.

Auch wenn Ihre Region oder Ihr Bundesland nicht in der Liste steht, haben Sie dort Chancen auf eine regionale Förderung – nicht zuletzt, weil immer wieder neue Förderprogramme aufgelegt werden.

Um eine genaue Auskunft zu bekommen, wenden Sie sich einfach an das Versorgungsamt, das für Ihren Wohnort zuständig ist, und lassen Sie sich dort über die aktuellen Fördermöglichkeiten und deren Rahmenbedingungen, z. B.

Fördergrenzen, informieren und beraten.

Plattformlift © Shchipkova Elena, fotolia.com

Unterstützung von der Agentur für Arbeit

Wenn Ihre Pflegeversicherung keine Zahlungen für den Treppenlift leistet, können Sie die Kostenübernahme bei der Agentur für Arbeit beantragen. Eine weitere Voraussetzung ist, dass Sie gegenüber Ihrer Rentenversicherung keinerlei Ansprüche haben. Ein solcher Anspruch besteht grundsätzlich, wenn Sie 15 Jahre lang oder länger in die Rentenkasse einbezahlt haben.

Die Agentur für Arbeit unterstützt die Initiative „Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen“, von der Sie sich finanziell unterstützen lassen können, wenn Sie einen Treppenlift benötigen, um ihren Arbeitsplatz zu behalten oder an woanders eine Stelle antreten zu können. Wenn Sie die Förderung beantragt haben, prüft die Agentur für Arbeit die Notwendigkeit noch einmal selbst und gibt, sofern Sie förderberechtigt sind, die entsprechenden Finanzmittel frei.

Förderung der Teilhabe am Arbeitsleben durch die Deutsche Rentenversicherung

Wenn Sie eine Behinderung haben und eine berufliche Tätigkeit aufnehmen möchten, für die Sie einen Treppenlift brauchen, können Sie finanzielle Zuschüsse von der Deutschen Rentenversicherung bekommen. Dasselbe gilt, wenn der Lift bzw.

die Umbaumaßnahme erforderlich ist, damit Sie nach einer Verletzung oder Krankheit wieder an Ihren Arbeitsplatz zurückkehren oder eine andere Stelle antreten können. Um in den Genuss der Förderung zu kommen, müssen Sie mindestens 15 Jahre lang Beitragszahlungen in die Rentenversicherung geleistet haben.

Günstige Bedingungen für den Zuschuss liegen etwa dann vor, wenn ein Lift eingebaut werden muss, weil Ihr Arbeitsplatz nicht ins Erdgeschoss verlegt werden kann.

Treppenlift © pondchao, fotolia.com

Das Sozialamt zahlt, wenn kein anderer Träger den Treppenlift bezuschusst

Oft ist das Sozialamt die letzte Chance, wenn kein anderer Förderträger sich an den Kosten für den Treppenlift beteiligt.

In diesem Fall kann das Sozialamt zumindest einen Teil der Gesamtkosten übernehmen – allerdings nur dann, wenn Sie die Kosten nachweislich nicht aus eigener Tasche bezahlen können.

Um diesen Nachweis zu führen, müssen Sie dem Sozialamt genau Auskunft über Ihre finanzielle Situation geben. Das Amt wird Ihre Angaben nachprüfen und auf dieser Grundlage über die Kostenbeteiligung entscheiden.

Ihre Chancen auf einen positiven Bescheid sind generell höher, wenn Sie den Treppenlift langfristig bzw. auf Dauer nutzen werden. Und weil das Sozialamt generell keinen Luxus, sondern eine Grundversorgung bzw. die wirtschaftlichste Lösung fördert, müssen Sie sich in diesem Fall für den günstigsten geeigneten Treppenlift und den günstigsten Anbieter entscheiden.

Förderungen durch das Integrationsamt und den Arbeitgeber

Arbeitgeber, die einen Treppenlift für Mitarbeiter mit Behinderung einbauen lassen möchten, können dafür Zuschüsse vom Integrationsamt bekommen. Dieses Amt ist zuständig für die Verwaltung der Ausgleichsabgaben von Arbeitgebern, die nicht die vom Gesetzgeber vorgeschriebene Anzahl von Schwerbehinderten beschäftigen.

Diese Ausgleichzahlungen kommen dann Arbeitgebern zu Gute, bei denen mehr Menschen mit schweren Behinderungen tätig sind. Die Fördersumme beträgt üblicherweise 80 Prozent der Kosten für den kompletten Treppenlift, also Lift und Umbaumaßnahmen. In zahlreichen Fällen werden die Kosten auch voll übernommen.

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Ob die volle Kostendeckung begründet ist, wird von Fall zu Fall geprüft und durch das Amt entschieden.

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Diese Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit das Integrationsamt Kosten für den Treppenlift übernimmt:

  • Kein vorrangiger Förderträger (z. B. die Unfallversicherung) ist zuständig.
  • Der Arbeitnehmer ist entweder schwerbehindert oder einem Schwerbehinderten gleichgestellt.
  • Es liegt ein unbefristetes Arbeitsverhältnis vor.

Fördermittel reduzieren die Eigenmittel © eyetronic, fotolia.com

Besondere Fälle öffnen weitere Fördermöglichkeiten

Wenn Sie wegen eines Unfalls, an dem Sie keine Schuld tragen, zeitweise oder auf Dauer schwerbehindert geworden sind, haben Sie einen Anspruch darauf, dass die Haftpflichtversicherung des Unfallgegners bzw.

Unfallverursachers die Kosten für den Treppenlift übernimmt.

Sie müssen dazu lediglich nachweisen, dass der Einbau des Treppenlifts zwingend notwendig ist, damit Sie auch in Zukunft Ihren Beruf ausüben und am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.

Wenn Sie infolge des Wehrdienstes schwerbehindert geworden oder als Kriegsopfer anerkannt sind, können Sie Unterstützungsleistungen und Förderungen vom Landeswohlfahrtverband, der Hauptfürsorgestelle oder dem Verband der Kriegsversehrten erhalten.

Zudem existieren etliche Stiftungen, die sich für Senioren und Menschen mit Behinderungen einsetzen und diesen auch finanzielle Hilfe gewähren, etwa für einen Treppenlift.

Eine dieser Stiftungen ist die Aktion Mensch: Sie fördert Umbaumaßnahmen, die der Barrierefreiheit in gemeinnützigen Einrichtungen und Organisationen dienen. Die Fördermittel kommen z. B. ambulanten Diensten, Wohnheimen und Einrichtungen zur beruflichen Integration zu Gute.

Der Einbau eines Treppenlifts für die Privatwohnung oder im privaten Eigenheim wird jedoch durch die Aktion Mensch nicht gefördert.

Den Treppenlift von der Steuer absetzen

Als steuerpflichtiger Rentner oder Berufstätiger können Sie die gesamten Kosten für einen Treppenlift unter dem Punkt „außergewöhnliche Belastungen“ von der Steuer absetzen.

Weitere außergewöhnliche Belastungen, die Sie steuerlich geltend machen können, sind Krankheitskosten, sofern sie – in Anhängigkeit vom zu versteuernden Einkommen – das zumutbare Maß überschreiten.

Die entsprechenden Steuervergünstigungen können Sie auch dann in Anspruch nehmen, wenn Sie bereits Zuschüsse von einem oder mehreren Trägern (z. B. der Rentenversicherung) beantragt oder erhalten haben.

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Der sogenannte Behinderten-Pauschbetrag bietet Ihnen eine weitere Möglichkeit, Ihre Steuerlast zu senken und sich so die Finanzierung des Treppenlifts zu erleichtern.

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Geltend machen können Sie den Behinderten-Pauschbetrag in Ihrer jährlichen Steuererklärung.

Um mehr Details zur Antragstellung oder zu Steuersparmöglichkeiten zu bekommen, wenden Sie sich am besten an einen Steuerberater oder an ein Lohnsteuerbüro in Ihrer Nähe und lassen sich von einem Experten beraten.

Источник: https://www.barrierefreie-immobilie.de/treppenlift/treppenlift-foerdermittel/

Selbstständig leben durch Barrierefreiheit

Leichter leben mit dem Sitzlift – barrierefrei und komfortabel

Junge, gesunde Menschen nehmen ihre Mobilität und soziale Teilhabe häufig als Selbstverständlichkeit hin. Im Alter und bei körperlichen Einschränkungen können kleine Hindernisse des Alltags jedoch zu unüberwindbaren Hürden werden.

Das kann eine hohe Stufe beim Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln sein, ein Telefon mit winzigen Tasten oder ein Hängeschrank, den man nicht mehr erreichen kann.

Der Gesetzgeber definiert im Behindertengleichstellunggesetz, dass jeder gestaltete Lebensbereich auch für Menschen mit Einschränkungen voll zugänglich und grundsätzlich ohne fremde Hilfe nutzbar sein soll – eben einfach barrierefrei.

Barrierefrei Wohnen: Das Zuhause soll bis ins hohe Alter passen

Ein barrierefreies Wohnen in den eigenen vier Wänden bildet häufig den Grundstein für mehr Zufriedenheit im Alter.

Zuhause bewegt man sich frei und selbstbestimmt durch die Räume, worauf man natürlich im Alter nicht verzichten möchte.

Denn gerade mit fortschreitenden Alter spiegelt das „Zuhause wohnen bleiben“ Unabhängigkeit und Selbstständigkeit wieder. Zufriedenheit im Alter hängt daher häufig mit der Wohnsituation zusammen.

Die meisten Menschen möchten in ihrem Zuhause alt werden, auch dann, wenn der Alltag nicht mehr ohne fremde Hilfe gemeistert werden kann und z.B. die Treppe ins Obergeschoss eine tägliche Herausforderung darstellt.

War es mit 40 Jahren noch überhaupt kein Problem die Treppe zu benutzen, so fällt dies mit Mitte 60 häufig schon viel schwerer. Und es wird mit zunehmendem Alter nicht leichter, im Gegenteil.

Wenn man also in der gewohnten Umgebung bleiben will, ist man im Alter auf eine Wohnung angewiesen, die möglichst frei von Barrieren ist.

Eine Wohnung ist dann barrierefrei, wenn sie selbstständig und größtenteils ohne fremde Hilfe betreten und befahren werden kann. Sie ist auf die Bedürfnisse von körperlich beeinträchtigen Menschen ausgerichtet und bietet genug Platz, um z.B. mit einer Gehhilfe oder einem Rollstuhl alle Räumlichkeiten selbstständig aufzusuchen.

  • Ohne Treppensteigen erreichbar (z.B. mit einem Treppenlift)
  • Idealerweise gibt es keine Türschwellen
  • Die Türen sind mindestens ein Meter breit, damit man mit einem Rollator oder Rollstuhl hindurch kommt
  • Bedienungsvorrichtungen wie z. B. Lichtschalter, Rolladensteuerungen lassen sich leicht vom Rollstuhl aus betätigen (85 cm hoch)
  • Alle Räume sind gut ausgeleuchtet
  • Haltegriffe zum Abstützen und sich Hochziehen

Räume wie Badezimmer, Küche, Wohnzimmer und Schlafzimmer benötigen außerdem eine ausreichend große Bewegungsfläche von 150 cm, damit körperlich beeinträchtigte Menschen ohne Probleme mit der Gehhilfe, dem Rollator oder Rollstuhl wenden können.

Ein barrierefreies Bad bedeutet, dass auch körperlich beeinträchtigte Menschen alle Sanitäranlagen ohne fremde Hilfe nutzen können. Aber auch älteren Menschen erleichtert ein ebenerdiges, gut zugängliches Badezimmer die tägliche Körperpflege.

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Weil das Bad heutzutage den Charakter einer kleinen Wohlfühloase eingenommen hat, spielt dies in der Gestaltung eine wichtige Rolle. Modern und komfortabel soll es sein und auf gar keinen Fall an ein Zimmer im Krankenhaus erinnern. Die Kombination von Design und Barrierefreiheit ist heutzutage aber problemlos zu realisieren.

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Für die Gestaltung eines barrierefreien Bades sind die folgenden Punkte zu beachten:

  • Rutschfeste Fliesen für das sichere Fortbewegen innerhalb Ihrer Wohlfühloase
  • Großzügige, ebenerdige Dusche mit Duschsitz für einen sicheren Ein- und Ausstieg
  • Haltegriffe im Bereich der Dusche, des Waschbeckens, des WCs und in der Badewanne, welche das Aufstehen erleichtern und als Stütze dienen
  • Duschbadewanne mit Tür
  • Je nachdem ein unterfahrbarer Waschtisch mit breiter Ablagefläche
  • Montage von Handtuchstange und Schränken in Griffhöhe

Ein barrierefreies Wohnen in den eigenen vier Wänden ist nur dann möglich, wenn alle Räume barrierefrei gestaltet sind. Dazu zählt selbstverständlich auch die Küche.

Bei der Einrichtung einer barrierefreien Küche steht die vollumfängliche und selbstständige Nutzung für Menschen mit Handicap als auch Senioren im Vordergrund.

Damit das Kochen weiterhin Freude bereitet, sollten bei der Gestaltung einer barrierefreien Küche folgende Kriterien beachtet werden:

  • Anfahrbare und unterfahrbare Arbeitsflächen, im Idealfall höhenverstellbare Arbeitsplatten
  • Optimal ist, wenn Spüle, Arbeitsplatte und Elektrogeräte direkt nebeneinander angeordnet sind oder über Eck
  • Schubladen und Auszüge statt Schranktüren, Dreheinsätze in Unterschränken
  • Gut zugängliche Elektrogeräte, die auf der Höhe des individuellen Zugriffsbereichs liegen

Ein barrierefreies Schlafzimmer erleichtert den Start in den Tag. Gerade bei körperlichen oder altersbedingten Beschwerden ist ein barrierefreies Schlafzimmer hilfreich.

Damit man im Alter mit Gehhilfe oder Rollstuhl problemlos an das Bett kommen kann, benötigt man vor allen Dingen genügend Raumfläche.

Darüber hinaus sind folgende Punkte zu beachten, damit der Tag barrierefrei startet:

  • Ausreichend Bewegungsfläche innerhalb des Schlafzimmers
  • Im Idealfall ist das Bett von mehreren Seiten erreichbar
  • Liegefläche, Höhe des Bettes und Ausstattung sind auf den Nutzer zugeschnitten (Aufrichthilfe, elektrisches Lattenrost, Sicherungsgitter etc.)
  • Lichtschalter und Telefon sind vom Bett aus gut erreichbar
  • Schränke und Kommoden stehen frei und lassen sich einfach öffnen
  • Allergiefreundliche Matratzen, Kissen und Decken aus hautfreundlichen, reizarmen Materialien

Nützlich bei der Planung, aber auch bei der Bewertung einer neuen Wohnung, ist unsere Checkliste für barrierefreies Wohnen.

Natürlich soll Ihre Mobilität nicht nur in den eigenen vier Wänden gewährleistet sein. Sie sollten auch außerhalb Ihres Zuhauses barrierefrei unterwegs sein sollen und unbeschwert an Ihr Ziel kommen können. Um Ihre soziale Teilhabe auch im Alter und mit einem Rollator oder Rollstuhl möglich zu machen, gibt es inzwischen zuverlässige Hilfsmittel.

In Deutschland gibt es 1,6 Millionen Rollstuhlfahrer und drei Mal so viele Menschen sind auf Gehilfen wie Rollatoren angewiesen. Apps und Webseiten helfen diesen Menschen, Ausflüge, Restaurant- und Theaterbesuche zu planen. Auch der „virtuelle Raum“ sollte dem Anspruch, von jedem nutzbar zu sein, gerecht werden.

Für immer mehr Webseiten ist Barrierefreiheit daher eine Selbstverständlichkeit.

Egal, ob Sie Ihr Zuhause barrierefrei gestalten wollen oder auf Reisen keine bösen Überraschungen erleben möchten: Zögern Sie nie, kompetente Beratung in Anspruch zu nehmen. Planen Sie Ihren Urlaub beispielsweise mit einem Veranstalter, der sich auf barrierefreies Reisen spezialisiert hat.

Für die altersgerechte Gestaltung Ihres Zuhauses stehen Ihnen Wohnberatungsstellen zur Verfügung. Hier erfahren Sie nicht nur alles über Hilfsmittel wie einen Treppenlift oder ein barrierefreies Badezimmer, sondern Sie werden auch über staatliche Zuschüsse, auch in Bezug auf bestimmte Pflegegrade, informiert.

„Barrierefrei“ ist nicht das gleiche wie „seniorengerecht“

Barrierefreiheit ist ein Begriff, der durch die DIN-Norm18040-2 genau definiert und reglementiert wird. Andere Begriffe wie „seniorengerecht“ oder „altersgerecht“ sind jedoch nicht geschützt und können in bestimmten Zusammenhängen missverständlich gebraucht werden.

Darauf sollten Sie achten, wenn Sie sich beispielsweise für ein Hotel an Ihrem Reiseziel entscheiden. Hier ist es wichtig, sich im Vorfeld genau zu informieren, wenn Sie eine Gehbehinderung haben oder auf einen Rollstuhl angewiesen sind.

Auch wenn es um Wohnprojekte für Senioren geht, sollten Sie bei nicht eindeutigen Beschreibungen wie „seniorenfreundlich“ immer genauer nachhaken.

  • Schauen Sie bei werblichen Formulierungen wie „seniorenfreundlich“ oder „altersgerecht“ immer genauer hin.
  • Barrierefreiheit ist ein durch DIN-Norm geschützter Begriff, auf den Sie sich verlassen können.
  • Nutzen Sie Apps und Webseiten wie Wheelmap.org oder MyHandicap.de, um sich zu informieren und Aktivitäten zu planen.
  • Planen Sie bei einem Umzug bereits für die Zukunft und nutzen Sie unsere Checkliste für barrierefreies Wohnen.

Ja, ich wünsche das individuell zusammengestellte Infopaket und möchte hierfür eine kostenfreie telefonische Beratung.

Gratis Infopaket anfordern

Источник: https://www.thyssenkrupp-homesolutions.de/ratgeber/magazin/barrierefreiheit/selbststaendig-leben-dank-barrierefreiheit/

Der Sitzlift: Barrierefrei im Alter – DAS HAUS

Leichter leben mit dem Sitzlift – barrierefrei und komfortabel

Foto: iStock/BM Photography

Das eigene Zuhause ist besonders der älteren Generation lieb und teuer. Mit steigendem Alter lässt die Mobilität jedoch deutlich nach. Das Treppensteigen fällt plötzlich schwer oder wird ganz unmöglich. Ein Sitzlift schafft hier spürbare Erleichterung.

Der Sitzlift gehört zu den Treppenliften und ist besonders beliebt – ein Klassiker eben. Er wird mittels Motor angetrieben, sodass sich der Sitzlift zwischen den Stockwerken entlang der Fahrbahn bewegen kann.

Er kann an Innen- und Außentreppen angebracht werden, so können auch eventuell vorhandene Stufen überwunden werden.

Bewegungseingeschränkte Personen sind mit seiner Hilfe in der Lage, Treppen zu benutzen, und bleiben somit langfristig mobil und selbstständig.

  • Fahrbahn oder Schienen
  • drehbarer Sitz mit gepolsterter Rückenlehne, Armlehnen und Fußstütze
  • Sicherheitseinrichtungen (zum Beispiel Sicherheitsgurt)
  • Bedienelemente
  • Antrieb

Der Sitzlift bewegt sich auf Schienen beziehungsweise Rohren die Stufen entlang, je nach Bedarf nach unten oder nach oben. Die Fahrbahnsysteme sind an die jeweilige Treppenart angepasst. So gibt es Fahrbahnsysteme, die an der Wand montiert werden, und solche, die direkt auf den Stufen montiert sind.

Ein sogenanntes Ein-Rohr-System kann wahlweise am Geländer, an der Wand oder im Treppenauge entlanggeführt werden. In Häusern, die sehr kurvige oder schwierige gerade Treppen besitzen, kommen Zwei-Rohr-Systeme zum Tragen.

Der drehbare Sitz verfügt meist über eine Polsterung, ergonomisch geformte Armlehnen, eine gepolsterte Rückenlehne, einen Sicherheitsgurt und eine Fußstütze. Sie dienen nicht allein dem Komfort, sondern auch der Sicherheit.

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An der Fahreinheit und dem Fußbrett befinden sich Sensoren, die Hindernisse auf der Treppe aufspüren und ein Auffahren durch sofortigen Betriebsstopp verhindern. Der Sitz lässt sich oft sogar nach oben klappen, sodass er im Ruhezustand wenig Platz fordert. Neben den drehbaren Sitzen gibt es auch Modelle mit festen Sitzflächen.

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Sie haben jedoch den Nachteil, dass die bewegungseingeschränkte Person nicht so leicht ein- und aussteigen kann, wie es bei drehbaren Sitzen der Fall ist. Je nach Modell gibt es unterschiedliche Bedienelemente. Während einige Sitzlifte mit einer Art Joystick betrieben werden, verfügen andere Modelle über eine kabellose Fernbedienung.

So kann der Sitzlift genau dorthin geholt werden, wo er gerade benötigt wird. Das ist immer dann wichtig, wenn es mehrere bewegungseingeschränkte Nutzer gibt. Zusätzlich verfügen Sitzlifte über eine Start-Stopp-Funktion, sodass ein sanftes Anfahren und Stoppen sowie ein ruckelfreier Betrieb gewährleistet sind.

Tipp: Ein Sitzlift mit Elektroantrieb benötigt Strom. Hier empfehlen sich Modelle, die einen Akku besitzen. So ist der Betrieb auch bei einem eventuellen Stromausfall möglich.

Sitzlifte für den Außenbereich müssen spezielle Bedingungen erfüllen. So sollten sämtliche verbauten Elemente wetterfest sein, damit weder UV-Strahlung noch Regen, Hagel und Sturm dem Sitzlift schaden können. Eine Versiegelung der Antriebselektronik ist hier Pflicht. In der Regel gehört eine Abdeckhaube dazu, sodass der Lift bei ruhendem Betrieb geschützt ist.

Sitzlift geeignetSitzlift ungeeignet
  • leichte Gehbeeinträchtigung
  • selbstständiges Fortbewegen auf ebener Strecke möglich
  • Nutzer einer Gehhilfe
  • schmerzfreies Hinsetzen möglich
  • Gehen nicht mehr möglich
  • Schwindelanfälle beim Sitzen
  • Schmerzen beim Kniebeugen

Ist ein Sitzlift ungeeignet, kann ein Stehlift die bessere Alternative sein. Zu beachten ist auch, dass ein Sitzlift nur eine Person transportieren kann. Befinden sich mehrere bewegungseingeschränkte Personen im Haus, erfolgt die Nutzung nacheinander.

Der Kauf eines Sitzlifts sollte gut überlegt sein. Prinzipiell ist ein Vergleich zwischen den verschiedenen Modellen und Preisen wichtig, um die richtige Kaufentscheidung treffen zu können. Dabei sind die Antworten auf folgende Fragen ausschlaggebend:
 

  • Passt die Tragkraft zum Körpergewicht des Nutzers?
  • Lässt der Einbau des Sitzlifts die weitere Nutzung der Treppe per pedes zu?
  • Genügt die Ausstattung den Ansprüchen des Nutzers?
  • Sind die Sicherheitsfunktionen ausreichend?
  • Ist die Montage der Sitzlift-Anlage inbegriffen?
  • Besteht die Möglichkeit, einen Wartungsvertrag mit dem Hersteller abzuschließen?  

Tipp: Bevorzugen Sie Angebote, die für alle Bewohner des Hauses passend sind. Beachten Sie die unterschiedlichen Körpergrößen und das Gewicht der künftigen Nutzer. Pflegende Angehörige können den Sitz bei Bedarf selbst nutzen, etwa, um schwere Getränkekisten nach oben zu befördern.

Die Kostenfrage lässt sich bei Sitzliften nicht pauschal beantworten. Zu viele Faktoren spielen für die endgültigen Kosten eine Rolle. So kommt es auf die jeweiligen Komfortwünsche ebenso an wie darauf, ob die Fahrbahn erst an die vorhandene Treppe angepasst werden muss. Je komplexer die Einbausituation, desto höher die Kosten.

Folgende Faktoren beeinflussen den Preis

  • die Ausstattung
  • das Design
  • die Qualität der verwendeten Materialien
  • die Qualität der technischen Ausstattung
  • die Montagebedingungen
  • die Beschaffenheit der Treppe
  • Service und Wartung  

Ein aussagekräftiger Kostenvoranschlag ist erst nach der Besichtigung durch den Fachmann realistisch. Bei einem Neukauf kann die Preisspanne sehr groß sein. So kosten Sitzlifte für eine gerade Treppe beispielsweise zwischen 3.000 und 8.000 Euro, während ein Sitzlift für eine Treppe mit 90-Grad-Kurve (Kurvenlift) fast 10.000 Euro kosten kann. Die Montage ist hier inklusive. Mit deutlich mehr als 10.000 Euro müssen Hausbesitzer rechnen, deren Treppen eine 180-Grad-Kurve aufweisen. Letztendlich sind Preise zwischen 3.000 und 15.000 Euro möglich, so dass sich ein Vergleich wirklich immer lohnt.

Tipp: Es empfiehlt sich, zum Sitzlift-Angebot gleichzeitig ein Angebot für den Wartungsvertrag oder ein Servicepaket einzuholen. Dieser Betrag sollte beim Vergleich der verschiedenen Modelle miteinbezogen werden, da ein günstiger Sitz mit hohen Wartungskosten im Endeffekt mehr kosten kann als ein etwas teurerer Sitzlift mit moderaten Wartungskosten.

Holen Sie sich hier Angebote von Experten ein:

  • Vor Angebotserstellung wird die Treppe vom Hersteller vor Ort vermessen.
  • Das Angebot ist für eine angemessene Dauer gültig, sodass eine sorgfältige Kaufentscheidung möglich ist.
  • Der Hersteller hat seinen Sitz regional beziehungsweise arbeitet mit regional ansässigen Servicefirmen zusammen, sodass Wartungen oder notwendige Reparaturen zeitnah möglich sind.
  • Der Hersteller bietet Beratung hinsichtlich der im Bundesland geltenden Bauvorschriften beziehungsweise Fördermöglichkeiten und Unterstützung bei der Unterlagenerstellung beziehungsweise bei der Erstellung von notwendigen Formularen.  

Wenn der Hersteller gleichzeitig Monteur ist, profitiert der Nutzer enorm, da hier von der Konstruktion über den Einbau und die anschließende Wartung alles aus einer Hand kommt.

Tipp: Sitzlifte können auch gebraucht gekauft oder gemietet werden.

Gebrauchte Sitzlifte sind etwas günstiger, da meist lediglich der Motor und die Sitzeinheit gebraucht sind. Dennoch muss die Fahrbahn gegebenenfalls angepasst werden, sodass hier trotzdem hohe Kosten entstehen können. Eine Anmietung lohnt sich nur dann, wenn der Sitzlift nur über einen bestimmten Zeitraum benötigt wird und die Kosten für die monatlichen Raten tatsächlich niedriger liegen, als dies beim Neukauf der Fall wäre.

Ein Sitzlift ist für bewegungseingeschränkte Personen, die noch möglichst lange selbstständig und mobil sein wollen, eine gute Investition. Er steigert die Lebensqualität deutlich.

Eine ausführliche Beratung und ein Vergleich der verschiedenen Modelle sollten immer erfolgen, bevor ein Kauf stattfindet. Nutzen Sie die Checkliste, um einen seriösen Anbieter zu finden.

So haben Sie lange Freude an Ihrem Sitzlift.

Источник: https://www.haus.de/leben-im-alter/barrierefreies-wohnen-bauen/sitzlift

Treppenlift für barrierefreies Wohnen von SANIMED- Infos & Angebote

Leichter leben mit dem Sitzlift – barrierefrei und komfortabel

Gegenüber einem Plattform- oder Treppenlift bieten Hublifte für Rollstuhlfahrer den großen Vorteil, dass keine baulichen Veränderungen im Treppenbereich nötig sind. Höhen bis 1,79 m können so problemlos bewältigt werden! Als Voraussetzung für die schnelle und sichere Montage benötigt unser Fachpersonal lediglich eine ebene Fläche und ein 230-V-Elektroanschluss.

Mehr über unsere Rollstuhl-Hebebühnen

Die Coronakrise hat unser aller Leben verändert. Besonders aber das Leben alter und kranker Menschen. Allerdings sind, neben dem Wunsch von Sicherheit und Gesundheit, positive Erlebnisse und sozialer Kontakt, Zuversicht und Glück essenzielle Bedürfnisse des Menschen.

Doch wie können diese in Zeiten einer Pandemie gelingen, wenn sich Außen- und Innenwelt nur mehr beim Einkauf des Lebensnotwendigen begegnen? Kontaktsperre soll keine Schockstarre sein.

Wir haben ein paar Anregungen zusammengestellt, mit denen gerade Senioren die soziale Isolation besser überstehen.

1. Beginnen Sie ein Tagebuch

Es sind aufwühlende Zeiten, der Kopf denkt unentwegt. Sortieren Sie Ihre Gedanken, indem Sie sie verschriftlichen. Das Schreiben hilft, sich über die jetzige Situation, die eigenen Gefühle und Ängste, aber auch die kleinen Freuden des Alltags bewusst zu werden.

2. Machen Sie sich schick

So wie man sich kleidet, so fühlt man sich auch. Putzen Sie sich doch einfach mal richtig heraus. Es muss nicht immer ein besonderer Anlass sein. Ein wohltuendes Bad, ein besonderer Duft, Härchen zupfen oder etwas mehr Farbe im Gesicht, der schicke Anzug oder ein schönes Kleid geben dem Tag einen freundlichen Anstrich.

3. Feiern Sie Feste

Lassen Sie sich nicht die Laune verderben, sondern nehmen Sie sich den Kalender vor. Suchen Sie gezielt nach für Sie relevanten Namens-, Geburts- oder Feiertagen und zelebrieren Sie auch kleinere Gedenktage als persönlich großes Fest – mit originellen Riten, besonderem Essen und fröhlicher Musik.

4. Stellen Sie Ihre Ernährung um

Essen Sie ab heute doch einfach vegetarisch, probieren Sie eine exotische Länderküche oder kochen Sie sich einmal um die ganze Welt. Essen ist ein kultureller Schatz, der nicht allein aus Kartoffelpüree und Aufschnitt besteht. Der Geschmackssinn kann die eindrücklichsten Erlebnisse bereiten.

5. Treiben Sie Sport

Fordern Sie sich und Ihren inneren Schweinehund heraus. Erweitern Sie die übliche Morgengymnastik um ein über den Tag verteiltes Sportprogramm. Das können Kniebeuge sein, immer wenn Sie in die Küche gehen, oder komplexere Trainingseinheiten zu festgelegten Tageszeiten.

6. Gehen Sie online

Für Teilhabe ist nicht erst seit der Coronakrise ein souveräner Umgang mit dem Internet notwendig. Moderne Kommunikation jenseits von Brief und Telefon läuft immer häufiger über E-Mail, Chats und Videotelefonie. Aber auch der Zugriff auf Wissen und Medien läuft inzwischen weitestgehend digital.

7. Betreiben Sie Ahnenforschung

Stellen Sie Ihren Stammbaum auf einem großen Blatt oder mehreren nebeneinandergelegten Blättern zusammen. Recherchieren Sie nach Ihren Vorfahren und Nebenzweigen Ihrer Familie. Telefonieren Sie mit Verwandten, wo Sie nicht weiter wissen, oder recherchieren Sie im Internet.

8. Werden Sie Experte

Es gibt immer ein Thema, dass einen besonders fasziniert. Das kann ein Sehnsuchtsort wie Afrika sein, die Geschichte der Staufer, Brotbacken oder die Sammlung heimischer Orchideen. Vieles, was einem früher wichtig war, ist mit der Zeit verschütt gegangen. Graben Sie alte Leidenschaften wieder aus.

9. Lernen Sie Sprachen

Es hält sich die irrige Meinung: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Doch erst wenn man den Glauben an die eigene Entwicklung verloren hat, ist man wirklich alt. Senken Sie Ihre Erwartungen und legen Sie einfach los: Wie wäre es mit Latein, Chinesisch oder einer Plansprache wie Esperanto oder Volapük?

10. Abonnieren Sie eine Tageszeitung

Gibt es ein schöneres Ritual, als am Morgen die Zeitung aufzuschlagen und mit einem Kaffee auf dem Sofa aktuelle Meldungen aus dem Lokalteil zu studieren? Gerade in Zeiten reduzierter Sozialkontakte sind Zeitungen eine geeignetes Medium, um am Geschehen dranzubleiben.

11. Versorgen Sie Tiere

Bauen Sie ein Insektenhotel für Ihren Balkon, schaffen Sie Brutplätze in Ihrem Garten oder übernehmen Sie die Verantwortung für ein Haustier. Wer sich um ein anderes Lebewesen kümmert, übernimmt eine sinnstiftende Tätigkeit, der man allerdings auch gewachsen sein muss.

12. Ändern Sie Ihre Gewohnheiten

Es kann zu einer echten Herausforderung werden, liebgewonnene Marotten abzulegen oder auch sich neue anzueignen. Frühstücken Sie doch ab sofort immer Sonntags im Bett. Lassen Sie das Haarefärben oder fahren Sie von nun an mit dem Fahrrad statt mit Auto oder Bus.

13. Schreiben Sie einen Roman

Es gibt viele Herangehensweisen, vom Charakterdesign über die dramaturgische Skizze bis hin zu einfach drauflos. Keine ist besser oder schlechter. Schreiben kann Weltflucht, Traumreise oder aktive Biografiearbeit sein.

14. Sortieren Sie Ihre Fotos

Das Betrachten alter Bilder setzt längst vergessene Erinnerungen frei. Setzen Sie sich aktiv mit einem Glas Rotwein und Musik an einen Tisch und graben Sie sich ganz langsam durch die eigene Geschichte. Jeden Tag ein bisschen, jeden Tag ein bisschen tiefer.

15. Reaktivieren Sie alte Kontakte

Greifen Sie zum Telefonhörer oder zu Papier und Stift. Nehmen Sie zu längst verflossenen Freunden wieder Kontakt auf. Gibt es einen besseren Anlass, das Gespräch wiederaufzunehmen, als in einer derart befremdlichen Zeit? Kniffel und Schach funktionieren übrigens auch per Telefon.

16. Gehen Sie auf unbetretenen Pfaden

Nehmen Sie zum Einkaufen nicht den gewohnten, kürzesten Weg, sondern gehen Sie in Schnörkeln. Der Umweg lässt Sie Altbekanntes aus anderen Blickwinkeln neu entdecken. Unternehmen Sie regelrechte Wanderungen durch Ihr Wohnumfeld, möglichst abseits der vertrauten Wege.

Heil durch die Krise

Zusammengefasst geht es darum, die Erinnerung als Erlebnisort zu reaktivieren, sich Herausforderungen zu suchen und den Alltag so zu verfremden, dass er neue Reize und Impulse geben kann. Und nicht zuletzt darum, die Coronakrise trotz ihrer Gefahr und der mit ihr einhergehenden Beschränkungen und Unannehmlichkeiten dennoch als Chance zu sehen.

Источник: https://www.sanimed-treppenlift.de/

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