Lohnt sich die Modernisierung vor dem Hausverkauf?

Contents
  1. Hausverkauf: Diese Renovierungsmaßnahmen lohnen sich
  2. Überschlagen Sie, wie teuer die Renovierung sein darf
  3. Die Ausstattung beeinflusst den Verkaufspreis
  4. Balkone steigern den Verkaufspreis um fünf Prozent
  5. Eine neue Küche erhöht den Preis um 4,5 Prozent
  6. Energetisch auf dem neuesten Stand zahlt sich aus
  7. Immobilienverkauf und Psychologie
  8. Video: Hudson Yards: In New York entsteht gerade ein Mega-Hochaus-Projekt
  9. Welche Renovierungen oder Modernisierungen sind vor dem Immobilienverkauf sinnvoll?
  10. Lohnt sich eine Renovierung?
  11. Was beeinflusst den Verkaufspreis?
  12. Die Ausstattung beeinflusst den Kaufpreis
  13. Eine neue Küche erhöht den Preis
  14. Balkone steigern den Verkaufspreis
  15. Immobilienverkauf – der erste Eindruck zählt
  16. Sanierung vor Hausverkauf: Lohnt sich eine Investition?
  17. Das klingt nach viel komplizierter Recherchearbeit, die ein normaler Hausbesitzer kaum alleine leisten kann. Wo kann er sich Hilfe holen?
  18. Inwiefern lassen sich Immobilienmakler, die ein Objekt schätzen müssen, durch eine Renovation beeinflussen?
  19. Gibt es also auch keine Faustregel, dass zum Beispiel eine sanfte Renovation für 20 000 Franken den Schätzwert einer Immobilie um 50 000 Franken steigern kann?
  20. Wie sieht es mit schnellen und teuren Luxusinvestitionen in Sauna, Wellnessbereich oder Smart-Home-Technologie aus: Sind solche Massnahmen immer wertsteigernd?
  21. Empfehlen Sie eine langfristige Erneuerungsstrategie, um den energetischen Werterhalt einer Immobilie sicherzustellen?
  22. Zur Person
  23. Lohnt es sich, vor Verkauf zu renovieren oder sanieren?
  24. 2. Welche Investitionen sind vor dem Verkauf sinnvoll?
  25. 3. Welche verschiedenen Standards für die Immobilienausstattung gibt es?
  26. So lohnt es sich für Sie: Haus renovieren und verkaufen
  27. Renovieren, sanieren oder modernisieren?
  28. Die Renovierung
  29. Sanierung und Modernisierung
  30. Immobilienrenovierung günstig und effizient
  31. Kleine Verbesserungen – große Wirkung
  32. Homestaging – Bühneninszenierung für Zuhause
  33. Modernisierung: Was lohnt sich wirklich? – DAS HAUS
  34. Was kostet eine Modernisierung?
  35. Wie hoch darf eine Mieterhöhung nach einer Modernisierung sein?
  36. Mit Baugenehmigung
  37. Ohne Baugenehmigung 

Hausverkauf: Diese Renovierungsmaßnahmen lohnen sich

Lohnt sich die Modernisierung vor dem Hausverkauf?

Grundsätzlich ist es natürlich so, dass eine Renovierung die Attraktivität erhöht. Und eine attraktive Immobilie lässt sich leichter zum Bestpreis verkaufen als ein eher unattraktives Objekt. Der klassische Immobilienkäufer liebt nämlich einen gepflegten Eindruck und bevorzugt saubere und ordentliche Immobilien.

Gerade wenn die Lage von Haus oder Wohnung nicht die beste ist, muss das Ambiente den Interessenten umso mehr überzeugen. Macht die Wohnung einen wertigen Eindruck, ist ein Käufer schneller bereit, Kompromisse hinsichtlich der Lage einzugehen und die Wohnung zum gewünschten Preis zu kaufen.

Überschlagen Sie, wie teuer die Renovierung sein darf

Bevor Eigentümer mit Renovieren beginnen, sollten sie genau überschlagen, wie viel Geld sie für das Renovieren oder gar Sanieren ausgeben wollen. Finanziell bringt es natürlich gar nichts, wenn die Arbeiten mehr kosten als letztendlich mit einem höheren Verkaufspreis erzielt wird. Es ist also wichtig zu wissen, welcher Aufwand sich tatsächlich lohnt.

Eine im Sommer 2016 von HAUSGOLD durchgeführte Immobilienanalyse zeigt, welche Wohnungseigenschaften in welchem Rahmen den Verkaufspreis beeinflussen. Welche konkreten Maßnahmen können Eigentümer ergreifen, um den Verkaufspreis ihrer Immobilie zu erhöhen? Und welche Maßnahmen sind unter finanziellen Gesichtspunkten wirklich sinnvoll?

Die Ausstattung beeinflusst den Verkaufspreis

Laut unserer Analyse kann für eine Wohnung mit „gehobener Ausstattung“ ein um 17 Prozent höherer Preis/qm erzielt werden als für eine Wohnung mit „normaler Ausstattung“. Eine „einfache Ausstattung“ mindert den Preis/qm im Vergleich zur „normalen Ausstattung“ dagegen um 14,5 Prozent.

Doch was bedeutet gehobene Ausstattung, normale Ausstattung oder einfache Ausstattung, und wie kann man diese beeinflussen?

  • Unter einer gehobenen Ausstattung wird verstanden, dass die Wohnung den neuesten Ansprüchen zeitgerechten Wohnens entspricht. Es ist ein Bad vorhanden sowie Zentralheizung, Doppelfenster, Teppich- oder Parkettfußboden. Die Versorgungsleitungen befinden sich unter Putz. Außerdem hat die Wohnung einen guten Zuschnitt.
  • Bei einer normalen Ausstattung sind Bad und/oder Küche gefliest. Die Versorgungsleitungen liegen überwiegend unter Putz, und es gibt zumindest auf der Windseite Doppelfenster. Die Wohnung sollte einen gut nutzbaren Schnitt aufweisen.
  • Eine Wohnung mit einfacher Ausstattung hat keine Zentralheizung. Auch der Bodenbelag könnte fehlen, sie hat also keinen Teppich, kein Parkett. Statt Doppelfenster gibt es Einfachfenster, und Küche und Bad sind ohne Fliesen. Die Versorgungs- und Elektroleitungen befinden sich überwiegend auf dem Putz. Außerdem ist der Zuschnitt der Wohnung nicht optimal.

Den Schnitt einer Wohnung zu verändern, ist meist problematisch bzw. mit viel Arbeit und Kosten verbunden. Die anderen aufgeführten Eigenschaften (zum Beispiel Verglasung) sind zwar einfacher umzusetzen, aber auch mit verhältnismäßig hohen Kosten verbunden.

Mein Tipp: Bevor Sie aktiv werden, schauen Sie sich das Umfeld bzw. die Lage genau an. Passt Ihre Wohnung in das Umfeld? Welche Ansprüche haben die Menschen in der unmittelbaren Umgebung?

Befindet sich eine Wohnung mit einfacher Ausstattung in einer „In-Gegend“ mit großer Nachfrage nach Wohneigentum, dann findet sich vielleicht wegen des geringen Standards kein Käufer, obwohl die Region begehrt ist.

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Hier könnte es sich lohnen, Geld für Renovierung bzw. Sanierung in die Hand zu nehmen.

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Außerdem schätzen Kaufinteressenten die Kosten für Renovierungen oftmals deutlich höher ein als sie tatsächlich sind, was dem Verkäufer entgegenkommt.

Balkone steigern den Verkaufspreis um fünf Prozent

Neben der grundsätzlichen Ausstattung gibt es weitere, recht konkrete Eigenschaften, die Auswirkungen auf den Verkaufspreis haben. So zum Beispiel der Balkon.

Er bietet zwar kaum zusätzliche Wohnfläche, aber viele Menschen legen sehr viel Wert darauf, dass ihre Wohnung einen Balkon hat. Das schlägt sich auch im Preis nieder.

Hat eine Wohnung einen Balkon, so erhöht sich ihr Preis/qm um fünf Prozent in Gegenüberstellung mit einer vergleichbaren Wohnung ohne Balkon. Auch das Vorhandensein eines Aufzugs ist relevant. Ein Fahrstuhl erhöht den Preis/qm um vier Prozent.

Diese Werte sind in erster Linie für Mehrfamilienhaus-Eigentümer interessant, die nicht nur eine einzelne Wohnung, sondern das komplette Haus als gewinnbringende Kapitalanlage verkaufen wollen.

Seit einigen Jahren zeigen immer mehr Investoren – auch aus dem Ausland – Interesse an rentablen Mehrfamilienhäusern in Deutschland. Es könnte sich finanziell also durchaus lohnen, vor dem Verkauf eines Mehrfamilienhauses einen Fahrstuhl ein- bzw.

Balkone anzubauen, um (schneller) einen guten Käufer zu finden.

Eine neue Küche erhöht den Preis um 4,5 Prozent

Es müssen nicht immer große Investitionen und komplexe Neuerungen sein, die eine Immobilie für Käufer attraktiverer machen. Eine Küche, zum Beispiel, macht schon viel aus. Statistisch betrachtet erzielt man für eine Wohnung inklusive Küche einen rund 4,5 Prozent höheren Verkaufspreis pro Quadratmeter als beim Verkauf einer vergleichbaren Wohnung ohne Küche.

Der Eigentümer kann leicht überschlagen: Setzt er für seine Wohnung (100 qm, ohne Einbauküche) einen Verkaufspreis von 300.000 Euro an, so könnte dank Einbauküche ein Preis von 313.500 Euro realisiert werden. Das lohnt sich für den Verkäufer selbstverständlich nur dann, wenn der Kücheneinbau weniger als 13.500 Euro kostet – und wenn der persönliche Geschmack des Käufers getroffen wird.

Das ist nämlich die Kehrseite der Medaille: Sie wissen nicht, was einem Kaufinteressenten gefällt und wofür er bereit ist, mehr zu zahlen.

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Beim Einbau einer neuen Küche können leicht die Wunschvorstellung des neuen Eigentümers verfehlt werden.

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Dann ist keineswegs sicher, dass das investierte Kapital durch einen entsprechend höheren Verkaufspreis wieder hereingeholt wird. Ähnliches gilt für ein neues Badezimmer.

Mein Tipp: Der erste Eindruck zählt, aber übertreiben Sie das Herausputzen Ihrer Immobilie finanziell nicht. Konzentrieren Sie sich dagegen auf Gepflegtheit, Aufgeräumtheit und Helligkeit. Diese Attribute stärken nicht nur Vertrauen und Kaufinteresse, sie sind auch frei von Geschmack und Stil, worüber sich bekanntlich gerne streiten lässt.

Energetisch auf dem neuesten Stand zahlt sich aus

Beim Thema Heizung sind Immobilienverkäufer oft unsicher: Wie sensibel reagieren Käufer, wenn der vorhandene Heizkessel alt ist und daher viel zu viel Energie verbraucht? Schließlich nimmt das Energiebewusstsein in Deutschland zu, und bereits in der Immobilienanzeige ist die Angabe von energetischen Kennwerten Pflicht. Grundsätzlich ist es immer ratsam, eine Heizungsanlage, die nicht mit moderner Technik ausgestattet ist, zu erneuern. Gleiches gilt für die Dämmung des Dachs und der Einbau neuer Fenster.

Vorschneller Aktionismus könnte jedoch an dieser Stelle kontraproduktiv sein. Ähnlich wie bei der Küche können auch beim Einbau einer neuen Heizungsanlage die Wunschvorstellungen der potentiellen Käufer verfehlt werden.

So wünscht der erste Interessent vielleicht Erdgas, weil er glaubt, damit am billigsten zu fahren. Der zweite bevorzugt Öl, um nicht von einem möglichen Gas-Boykott betroffen zu sein.

Der dritte wiederum liebäugelt aus ökologischen Gründen mit einer Holzpelletheizung, weil diese mit nachwachsendem Rohstoff befeuert wird.

Mein Tipp: Eigentümer, die den Verkauf ihrer Immobilie langfristig planen, sind klar im Vorteil. Für sie kann es sich aus mehreren Gründen lohnen, substanzielle, energiesparende Maßnahmen vorzunehmen:

  1. Sie profitieren finanziell selbst von den Energieeinsparungen. Im Einzelfall senkt sich der Energiebedarf um bis zu 85 Prozent.
  2. Für energetische Sanierungen können Eigentümer Fördergelder beantragen.
  3. Gute Effizienzwerte steigern den Immobilienwert und gelten als überzeugendes Verkaufsargument.

Immobilienverkauf und Psychologie

Für Eigentümer lohnt es sich bis zu einem gewissen Grad auf jeden Fall, ihre Immobilie auf Vordermann zu bringen.

Denn beim Immobilienkauf spielt Psychologie eine sehr große Rolle: Ist eine Wohnung oder ein Haus renovierungsbedürftig, vermuten potentielle Käufer häufig unbewusst, dass es weitere Schäden oder Probleme gibt.

Das muss natürlich nicht sein, und die Schlussfolgerung ist auch nicht unbedingt logisch, aber menschlich. Wenn der erste Eindruck nicht stimmt, springt der Interessent entweder gleich ab, oder er nutzt den Zustand der Wohnung, um in Preisverhandlungen nach unten zu gehen.

Video: Hudson Yards: In New York entsteht gerade ein Mega-Hochaus-Projekt

Источник: https://www.focus.de/immobilien/experten/sebastian_wagner/hausverkauf-diese-renovierungsmassnahmen-lohnen-sich_id_5978572.html

Welche Renovierungen oder Modernisierungen sind vor dem Immobilienverkauf sinnvoll?

Lohnt sich die Modernisierung vor dem Hausverkauf?

Wenn eine Immobilie verkauft werden soll, stellen sich viele Eigentümer die Frage, ob sich die Investition in Renovierungsmaßnahmen lohnt, um den Verkaufspreis zu erhöhen.

Grundsätzlich steigert eine Renovierung die Attraktivität einer Immobilie, die sich dann auch besser verkaufen lässt. Gepflegte, saubere und ordentliche Immobilien machen unter Umständen sogar eine etwas ungünstige Lage wett.

Lohnt sich eine Renovierung?

Bevor Eigentümer allerdings mit der Renovierung beginnen, sollten sie überschlagen, wie viel Geld sie in eine Renovierung investieren können, damit sich unterm Strich der Aufwand für einen höheren Verkaufspreis lohnt.

Oft reicht es sogar schon, mit der Immobilie einen guten ersten Eindruck zu erwecken: Pflegen Sie Vorgarten und Garten, schaffen Sie Ordnung in den Räumen und beseitigen Sie Schönheitsfehler. Heraushängende Kabel, defekte Türgriffe und beschädigte Fußleisten sind schnell und kostengünstig ausgetauscht.

Auch ein frischer Anstrich der Wände lässt eine Immobilie gleich viel wohnlicher wirken. Und ein unmodernes Bad präsentiert sich mit kleinen Investitionen wie einem neuen Toilettendeckel, passenden Handtüchern und einer gründlichen Reinigung viel gepflegter und ansprechender für einen potentiellen Käufer.

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Ein hübscher Blumenstrauß auf dem Tisch, Licht und eine dezente Duftkerze sorgen dazu für eine angenehme Atmosphäre. So kann mit etwas Fleiß, Ordnung und geringem Aufwand die Immobilie optimal präsentiert werden. Im besten Fall lässt sich dadurch sogar ein höherer Verkaufspreis erzielen.

Was beeinflusst den Verkaufspreis?

Verkäufer sollten im Vorfeld analysieren, wie die Immobilien im Umfeld ausgestattet sind und welche Ansprüche potentielle Käufer an die Gegend haben könnten.

Befindet sich eine Immobilie mit einfacher Ausstattung in einem Wohngebiet mit großer Nachfrage nach Wohneigentum, dann findet sich vielleicht wegen des niedrigen Standards kein Käufer, obwohl die Region begehrt ist.

Hier könnte sich eine Renovierung bzw. Sanierung lohnen.

Die Ausstattung beeinflusst den Kaufpreis

  • Gehobene Ausstattung: Die Immobilie entsprichtden neuesten Ansprüchen. Bad sowie Zentralheizung, Doppelfenster, Teppich- oder Parkettfußboden sind vorhanden. Die Versorgungsleitungen befinden sich unter dem Putz. Außerdem haben die Räume einen guten Zuschnitt.
  • Normale Ausstattung: Bad und/oder Küche sind gefliest. Die Versorgungsleitungen liegen überwiegend unter dem Putz, und es gibt zumindest auf der Windseite Doppelfenster. Die Räume sollten einen gut nutzbaren Schnitt aufweisen.
  • Einfache Ausstattung: Die Immobilie hat keine Zentralheizung. Auch der Bodenbelag könnte fehlen. Statt Doppelfenster gibt es Einfachfenster, Küche und Bad sind ohne Fliesen. Die Versorgungs- und Elektroleitungen befinden sich überwiegend auf dem Putz. Außerdem ist der Zuschnitt nicht optimal.

Eine neue Küche erhöht den Preis

Es müssen nicht immer große Investitionen sein, die eine Immobilie für Käufer attraktiver machen. Eine neue und moderne Küche macht schon viel aus. Statistisch betrachtet erzielt man für eine Wohnung inklusive Küche einen rund 4,5 Prozent höheren Verkaufspreis pro Quadratmeter als beim Verkauf einer vergleichbaren Wohnung ohne Küche.

Ein Küchenbau lohnt sich allerdings nur, wenn der erzielte Mehrpreis den Küchenkaufpreis übersteigt  – und wenn zudem der persönliche Geschmack des Käufers getroffen wird.

Balkone steigern den Verkaufspreis

Gerade bei Wohnungen legen viele Menschen Wert darauf, dass ein Balkon vorhanden ist. Das schlägt sich auch im Preis nieder. Hat eine Wohnung einen Balkon, so erhöht sich ihr Preis pro qm um fünf Prozent in Gegenüberstellung mit einer vergleichbaren Wohnung ohne Balkon. Auch das Vorhandensein eines Aufzugs ist relevant. Ein Fahrstuhl erhöht den Preis pro qm um vier Prozent.

Diese Werte sind in erster Linie für Eigentümer von Mehrfamilienhäusern interessant, die nicht nur eine einzelne Wohnung, sondern das komplette Haus als gewinnbringende Kapitalanlage verkaufen wollen.

Immobilienverkauf – der erste Eindruck zählt

Für Eigentümer lohnt es sich, ihre Immobilie auf Vordermann zu bringen. Denn sind eine Wohnung oder ein Haus renovierungsbedürftig, vermuten potentielle Käufer häufig unbewusst, dass es weitere Schäden oder Probleme gibt. Wenn der erste Eindruck nicht passt, springt der Interessent vielleicht gleich ab oder er nutzt den Zustand der Immobilie, um den Preis zu drücken.

Sie sind sich nicht sicher, ob sich eine Renovierung Ihrer Immobilie vor dem Verkauf lohnt? Wir helfen Ihnen gerne, die Erwartungen potentieller Käufer im Raum Köln einzuschätzen und mit Ihnen effektive Möglichkeiten durchzugehen. Belvisio hilft Ihnen gerne weiter: Nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

Источник: https://www.belvisio.de/welche-renovierungen-oder-modernisierungen-sind-vor-dem-immobilienverkauf-sinnvoll/

Sanierung vor Hausverkauf: Lohnt sich eine Investition?

Lohnt sich die Modernisierung vor dem Hausverkauf?

Roland Altwegg: Es kommt in erster Linie nicht darauf an, ob die Innenräume frisch gestrichen sind. Vielmehr sollte alles funktionieren und in einem ordentlichen und sauberen Zustand sein. Möglicherweise möchte der zukünftige Besitzer noch bauliche Veränderungen vornehmen.

Zunehmend rückt aber die Frage nach dem energetischen Zustand einer Immobilie in den Fokus von Interessenten: In welchem Zustand sind die Fenster? Sind der Dachboden oder die Kellerdecke gedämmt? Aber auch der Verbrauch und damit die Kosten für Wärme werden immer häufiger nachgefragt.

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Das klingt nach viel komplizierter Recherchearbeit, die ein normaler Hausbesitzer kaum alleine leisten kann. Wo kann er sich Hilfe holen?

In der Tat ist die zwingend erforderliche Analyse des Gesamtzustands der Immobilie nicht ganz einfach zu erstellen. Sehr hilfreich ist eine energetische Immobilienbewertung im Rahmen der Wohneigentumsberatung bei Raiffeisen.

Wir zeigen den energetischen Zustand und den möglichen Investitionsbedarf über die kommenden Jahre auf, definieren potenzielle Fördermittel und können auch Sanierungsszenarien simulieren. Die Partnerschaft mit dem Gebäudeenergieausweis der Kantone (GEAK) sichert unseren Kunden einen direkten Zugang zum offiziellen Steuerungsinstrument für energetische Modernisierungen in der Schweiz.

Eine gut geplante, langfristige Erneuerungsstrategie zahlt sich nicht nur finanziell aus, sie erhöht auch den Wohnkomfort und erhält oder steigert den Wert einer Immobilie.

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Kleine Renovationen allein reichen nicht aus, um im Käufermarkt aufzufallen. Wichtig ist eine Gesamtschau, um Fehler bei Modernisierungen zu vermeiden.

In der richtigen Reihenfolge saniert und modernisiert, können auch kleine Massnahmen viel Wirkung erzielen.

Für ein möglichst positives Echo aus dem Käufermarkt ist vor allem entscheidend, dass alles intakt ist und frühzeitig transparent auf Schwachstellen aufmerksam gemacht wird.

Inwiefern lassen sich Immobilienmakler, die ein Objekt schätzen müssen, durch eine Renovation beeinflussen?

Wie gerade erwähnt, ist von Pinselrenovationen abzusehen. Gerade ein professioneller Makler, der genau weiss, worauf es ankommt, lässt sich von einer solchen nicht blenden.

Gibt es also auch keine Faustregel, dass zum Beispiel eine sanfte Renovation für 20 000 Franken den Schätzwert einer Immobilie um 50 000 Franken steigern kann?

Nein, diese Korrelation besteht nicht. Viel wesentlicher ist, dass man grundsätzlich zwischen werterhaltenden und wertvermehrenden Massnahmen unterscheidet.

Ebenso fallen aber auch Faktoren wie Liebhaberwert, Lage, Anschluss an den öffentlichen Verkehr, Steuerbelastung, Lärm, Nähe zu Schulen und Einkaufsmöglichkeiten ins Gewicht.

Nicht zuletzt sind natürlich die vorhandene Nachfrage sowie die individuelle Bereitschaft für «Goodwill» von potenziellen Käufern für den effektiv auslösbaren Immobilienpreis entscheidend.

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Tatsächlich sollten solche Aktivitäten generell gut überlegt sein und zwingend von Fachleuten ausgeführt werden.

Wir raten wirklich eindringlich von Pinselstrich- und Liebhaberrenovationen ab, weil potenzielle Käufer sich davon fast nie beeindrucken lassen.

Wenn notwendige Innenrenovationen anstehen, ist es sinnvoller, den Preis tiefer anzusetzen statt Arbeiten vorweg zu nehmen, die der Käufer nach seinem individuellen Geschmack anders ausführen würde.

Wie sieht es mit schnellen und teuren Luxusinvestitionen in Sauna, Wellnessbereich oder Smart-Home-Technologie aus: Sind solche Massnahmen immer wertsteigernd?

Diesen Effekt bewirken solche Investitionen durchaus, sofern sie den Geschmack und die Bedürfnisse der potenziellen Käufer treffen. Aber auch hier kann man sich verschätzen. Denn generell legt die Käuferschaft heute deutlich mehr Wert auf Convenience, also eher auf praktische Mehrwerte statt auf Luxus.

Empfehlen Sie eine langfristige Erneuerungsstrategie, um den energetischen Werterhalt einer Immobilie sicherzustellen?

Eine langfristige Strategie lohnt sich auf jeden Fall, ganz unabhängig davon, ob man bereits an einen Verkauf denkt oder nicht. Denn schrittweise Sanierungen sind auch steuertechnisch immer von Vorteil. Sie brechen die Steuerprogression und reduzieren damit die über die Jahre aufaddierte Steuerlast.

1. Überlegen Sie sich vor massgeblichen Investitionen, ob eine Modernisierung oder ein Abbruch und Neubau Sinn macht.

2. Ziehen Sie bei einer Modernisierung einen erfahrenen Architekten und einen Energieberater bei.

3. Setzen Sie auf nachhaltige Materialien und Qualität der Arbeit.

4. Betrachten Sie die Immobilie in Bezug auf die Nutzung in einer langfristigen Optik.

5. Liebhaberinvestitionen (wie Massivholzküche) ziehen nicht automatisch eine Wertsteigerung nach sich.

Zur Person

Roland Altwegg, Leiter Produktmanagement bei Raiffeisen Schweiz, berücksichtigt bei der Beratung seiner Kunden deren persönlichen Lebenszyklus.

Источник: https://www.raiffeisen.ch/casa/de/immobilien-verkaufen/immobilienbewertung/sanierung-vor-hauskauf.html

Lohnt es sich, vor Verkauf zu renovieren oder sanieren?

Lohnt sich die Modernisierung vor dem Hausverkauf?

  • Renovierungs- und Sanierungsarbeiten sind nur dann sinnvoll, wenn Sie dadurch einen Gewinn erzielen können.
  • In weniger beliebten Gebieten lohnt sich die Investition meist nicht.
  • Indem Sie Schönheitsreparaturen vornehmen und einen höheren Ausstattungsstandard erzielen, können Sie teils hohe Preissteigerungen vornehmen.
  • Ein Makler berät Sie zu allen Vorbereitungen rund um den Hausverkauf. Hier können Sie sich einen Makler aus Ihrer Region empfehlen lassen.

Eine Sanierung bietet in jeder Situation sowohl Vorteile als auch Nachteile. Sie sollten daher genau überlegen, ob die Vorteile überwiegen.

Wenn Sie durch die Investition in Reparaturarbeiten keine Steigerung des Kaufpreises rechtfertigen können, lohnt sich die Sanierung kaum.

Bedenken Sie diese Vorteile:

  • Höherer Verkaufspreis ist oft möglich
  • Wohnung sieht attraktiver aus und zieht mehr Interessenten an
  • Sie können durch Sanierungsarbeiten eine bessere Energieeffizienzklasse erreichen
  • Eine hochwertige Ausstattung zieht neue Zielgruppen an

Auf der anderen Seite gibt es diese Nachteile:

  • Gefahr einer Fehlinvestition, z.B. wenn der Kaufinteressent einen anderen Geschmack hat
  • Mit einem höheren Kaufpreis schrecken Sie viele Interessenten ab
  • Eventuell verlieren Sie die Investition

Umso wichtiger ist es, sich vor dem Verkauf über die Zielgruppe im Klaren zu sein.

Wenn Sie davon ausgehen, dass die Käufer die Immobilie selbst renovieren möchten, können Sie von entsprechenden Arbeiten absehen.

Wenn Sie das Objekt jedoch aufwerten möchten, um eine andere Zielgruppe zu erreichen, ist eine Investition in Renovierung und/oder Sanierung empfehlenswert. Ein Makler kann Sie dazu beraten. 

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Eine Komplettsanierung des Hauses ist nur bei alten Immobilien oder bei Objekten, die lange leer gestanden haben, sinnvoll.

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Wenn Ihr Objekt Denkmalschutz hat, erhalten Sie eine finanzielle Förderung, um die Sanierungsarbeiten günstig vorzunehmen.

Auch die energetische Sanierung einer Immobilie ist oft überraschend günstig, da Sie Fördermittel in Anspruch nehmen dürfen. Im Bedarfsenergieausweis (Link) erhalten Sie Informationen zu den passenden Sanierungsarbeiten für Ihr Objekt.

2. Welche Investitionen sind vor dem Verkauf sinnvoll?

Vor dem Verkauf Ihrer Immobilie sollten Sie auf jeden Fall kleine Schönheitsreparaturen vornehmen.

Dies kostet Sie nicht viel, führt aber direkt dazu, dass die Immobilie im Exposé und bei der Besichtigung einen deutlich besseren Eindruck macht.

Sie könnten zum Beispiel die Lichtschalter austauschen, rostige Armaturen ersetzen und die Wohnung günstig anstreichen. Mehr Tipps zur Vorbereitung der Besichtigung erhalten Sie hier.

Wenn sich Ihr Objekt in einer Gegend mit eher geringer Nachfrage befindet, lohnt es sich nicht, in größere Arbeiten zu investieren.

Versuchen Sie stattdessen, Ihr Objekt mithilfe von Schönheitsreparaturen attraktiver erscheinen zu lassen. Auch in sehr beliebten Regionen ist es möglich, dass die Interessenten ausbleiben.

In diesem Fall sollten Sie herausfinden, wie Sie Ihre Immobilie interessanter machen können, um mehr Interessenten anzulocken.

Sie sollten außerdem bedenken, dass aufwändigere Sanierungsarbeiten viel Zeit kosten, in der die Wohnung nicht bewohnbar ist.

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So entgehen Ihnen zum Beispiel Mieteinnahmen, was Sie in der Kalkulation der Investitionskosten berücksichtigen sollten.

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Dennoch ist es manchmal möglich, Preissteigerungen von etwa 17 Prozent durch Sanierungs- und Renovierungsarbeiten zu erreichen. Laut Experten sind die folgenden Maßnahmen besonders lohnend:

  • Anbau eines Balkons
  • Einbau eines Aufzugs
  • Fertige Einbauküche
  • Neuester energetischer Standard, zum Beispiel durch Fassadendämmung 
  • Moderne Heizungsanlage

3. Welche verschiedenen Standards für die Immobilienausstattung gibt es?

Eine weitere Strategie von Verkäufern besteht darin, den Standard der Immobilie zu erhöhen, um so einen höheren Kaufpreis zu verlangen. Immobilien mit gehobener Ausstattung bringen am meisten Profit, wobei es je nach Zustand Ihres Objektes sehr teuer sein kann, die nötigen Arbeiten durchzuführen. Überlegen Sie auch hier, wie Ihre Zielgruppe aussieht.

Versuchen Sie gegebenenfalls, mithilfe von Renovierungs- und Sanierungsarbeiten eine Ausstattungsklasse aufzusteigen:

StandardausstattungMittlere AusstattungGehobene Ausstattung
Keine ZentralheizungZentralheizung oder DuschbadZentralheizung und Duschbad
Keine Teppich- oder ParkettfußbödenVorhandene Böden (Teppich und/oder Parkett)Hochwertige Teppich- und Parkettböden
Einfache FensterDoppelfenster auf der WindseiteDoppelfenster überall
Keine Fliesen in der KücheGekacheltes Bad und/oder KücheBad und Küche sind gekachelt
Leitungen sind AufputzÜberwiegende Aufputz-LeitungenLeitungen unter Putz
Leitungen unter Putz

Источник: https://www.makler-vergleich.de/immobilien-bewerten/vor-verkauf-renovieren-oder-sanieren.html

So lohnt es sich für Sie: Haus renovieren und verkaufen

Lohnt sich die Modernisierung vor dem Hausverkauf?

Die Lage der Immobilie ist dabei das wesentlichste Kriterium. Wer eine Immobilie in einer Region mit einer schlecht wachsenden Wirtschaft besitzt, muss sich auf einen langen Verkaufsprozess gefasst machen.

Die Menschen verlassen wirtschaftlich schwache Regionen, in der Folge steht einem großen Angebot an freier Immobilien nur eine sehr kleine Nachfrage an Interessenten gegenüber.

Hier ist eine aufwendige Renovierung oder gar eine kostspielige Modernisierung nicht sinnvoll.

Anders ist die Situation, wenn die betreffende Immobilie in einer Region liegt, in der die Wirtschaft wächst. Hier gleicht sich die Menge an Menschen, die wegziehen mit denen die neu hinzuziehen, aus.

Die Nachfrage nach Immobilien hält sich mit dem bestehenden Angebot die Waage oder übersteigt dieses zeitweise sogar.

Hier bringt eine Renovierung dem Verkäufer einen entscheidenden Vorteil gegenüber seinen Konkurrenten, außerdem ist dank der hohen Nachfrage ein rascher Verkauf sicher.

Renovieren, sanieren oder modernisieren?

Die Renovierung eines Hauses ist sehr umfangreich. Von aufwendigen Reparaturarbeiten am Dach bis hin zu leichter Gartenarbeit sind alle Instandhaltungsarbeiten abgedeckt.

Hier ist es jedoch wichtig zwischen einer Renovierung, einer Sanierung und einer Modernisierung zu unterscheiden.

Oft werden diese Begriffe als Synonyme verwendet, wo sie doch eigentlich sehr unterschiedliche Auesserungsmaßnahmen beschreiben.

Die Renovierung

Unter den Begriff Renovierung fallen alle Arbeiten am Haus, die auch von einem Laien ohne besondere Fachkenntnisse ausgeführt werden können. Hierzu zählen beispielsweise das Streichen oder Tapezieren von Wänden, Decken oder Türrahmen aber auch die Erneuerung von Fußbodenbelägen. Im Grunde sind damit alle Arbeiten gemeint, die zur Instandhaltung der Immobilie dienen.

Sanierung und Modernisierung

Hier sieht es schon anders aus. Die Sanierung einer Immobilie bezieht sich nicht nur auf die bloße Pflege dieser, sie geht tiefer. Mit einer Sanierung werden ernsthafte Mängel, wie Schimmelbefall oder ein überflutetes Kellergeschoss, beseitigt.

Hier handelt es sich um sehr aufwendige Arbeiten, die von einem Fachmann ausgeführt werden müssen.
Durch eine Modernisierung werden nicht nur Mängel beseitigt oder das Gebäude an sich in Stand gehalten. Vielmehr wird die Immobilie grundlegend verbessert.

Dazu zählt beispielsweise eine Aufwertung des Energieverbrauchs durch eine Fassadendämmung oder den Einsatz von Fenstern mit Isolierglas.

Immobilienrenovierung günstig und effizient

Damit wird schnell klar, dass eine einfach Renovierung, die wohl günstigste Methode darstellt, eine Immobilie aufzuwerten. Aber auch tiefer gehende Arbeiten wie eine Sanierung oder eine Modernisierung steigern den Immobilienwert. Oft reichen jedoch bereits kleine Verschönerungen aus, um den Marktwert zu erhöhen.

Kleine Verbesserungen – große Wirkung

Um eine Immobilie zum bestmöglichen Preis zu verkaufen, ist es wichtig, sie in einem guten Licht darzustellen. Der erste Eindruck ist schließlich auch beim Hausverkauf entscheidend. Häuser sind Gebrauchsobjekte.

Nach jahrelanger Nutzung sieht man ihnen das auch oft an. Damit das einstige Zuhause auch für andere attraktiv erscheint, ist es hilfreich ihm mit einfachen Renovierungsarbeiten wieder zu altem Glanz zu verhelfen.

Das kann beinhalten:

• Zimmer aufräumen• Wände und Türrahmen streichen• Fassadenreinigung

• Gartenpflege

Mit unserer kostenlosen Checkliste Auereitung Immobilie können Sie sicher gehen, noch vor dem ersten Besichtigungstermin alle wichtigen Aufgaben abgehakt zu haben.

Homestaging – Bühneninszenierung für Zuhause

Ein neuer Trend, um eine Immobilie für den Verkauf aufzuwerten, ist das HomestagingEine leerstehende Immobilie wird zum Beispiel mit Möbeln und Pflanzen bestückt, um einen ansprechenderen Eindruck zu erhalten und den Verkauf zu erleichtern.. Hier geht es darum, der Immobilie den letzten Schliff zu verleihen.

Mit der richtigen Präsentation verkauft sich Ihr Zuhause im Handumdrehen. HomestagingEine leerstehende Immobilie wird zum Beispiel mit Möbeln und Pflanzen bestückt, um einen ansprechenderen Eindruck zu erhalten und den Verkauf zu erleichtern.

Experten wie Caroline Augustin verleihen jedem Haus und jeder Wohnung mit Leichtigkeit eine Atmosphäre des Wohlgefühls, lassen den Interessenten aber gleichzeitig auch die Freiheit während den Besichtigungsterminen ihre Phantasie schweifen zu lassen.

Diese Gratwanderung zwischen Häuslichkeit und Leichtgefühl ist zwar eine große Herausforderung, aber oft genau das was eine frisch renovierte Immobilie schlussendlich perfektioniert und zum Verkaufsschlager erhebt.

BRUMANI2020-08-20T16:05:00+02:00

Источник: https://www.brumani.de/haus-renovieren-und-verkaufen/

Modernisierung: Was lohnt sich wirklich? – DAS HAUS

Lohnt sich die Modernisierung vor dem Hausverkauf?

Foto: iStock/undefined undefined

Viele Altbaukäufer und Erben möchten ihre Häuser mit einer Modernisierung auf den neuesten Stand der Technik bringen, kleine Räume in offenen Wohnraum verwandeln oder den Dachboden ausbauen. Ideen gibt es genug – aber eine Modernisierung verursacht mitunter hohe Kosten. Welche Arbeiten soll man in Angriff nehmen, worauf verzichten? Wir geben Tipps, was sich bezahlt macht und was sich aufschieben lässt.

Von einer Modernisierung spricht man bei baulichen und technischen Veränderungen, die den Energiebedarf eines Hauses senken, Wasser sparen, den Wert einer Immobilie oder im Allgemeinen die Wohnqualität erhöhen.

Bei einer Sanierung wird die Bausubstanz erneuert, Rohrleitungen ausgetauscht und die Statik verändert. Von einer Sanierung spricht man etwa, wenn dadurch die gebrauchstaugliche, standsichere und zweckbestimmte Nutzung des Gebäudes wiederhergestellt wird.

Insofern kann die Modernisierung Teil der Sanierung sein, aber nicht anders herum.
 

Was kostet eine Modernisierung?

Das ist davon abhängig, was modernisiert wird und in welchem Ausmaß. Da dies von Fall zu Fall unterschiedlich ist, kann diese Frage nicht pauschal beantwortet, sondern muss für den jeweiligen Einzelfall geklärt werden. Aber staatliche Förderungen übernehmen einen Teil der Kosten, die sich außerdem von der Steuer absetzen lassen.
 

Wie hoch darf eine Mieterhöhung nach einer Modernisierung sein?

Der Vermieter darf elf Prozent der Modernisierungskosten auf die Jahreskaltmiete umlegen. Aber nur, wenn es sich tatsächlich um Maßnahmen zur Modernisierung handelt und nicht etwa Instandhaltungskosten sind, die er selbst tragen muss. 

Der ideelle Wert einer Modernisierung lässt sich nicht errechnen und verleitet manche Bauherren zu einer Menge unnötigem Luxus.

Aber auch mit einer bescheideneren Modernisierung steigt der Verkehrswert der Immobilie um einen höheren Betrag als die reinen Modernisierungskosten – schließlich bietet ein modernisierter Altbau mehr Charme und Wohnqualität, Komfort und Platz, und er lässt sich praktischer nutzen.

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Viele Menschen ziehen das Leben in gewachsener Umgebung der Neubauweise vor und finden es attraktiv, in einem Altbau zu wohnen und zu arbeiten.

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Gestalterische Modernisierung wie ein gepflegter Parkettboden oder eine bequeme Treppe werten ein Haus ebenso auf wie ausreichende Wärmedämmung oder eine moderne, den Geldbeutel entlastende Heizungsart.

Grundlage aller Wertsteigerung ist eine technisch und gestalterisch gelungene Modernisierung mit kluger Haustechnik, guten Baumaterialien und fachgerechter Arbeit. Holz zum Beispiel ist beliebt, bewährt und gesund – viele Renovierer und Modernisierer besinnen sich auf den Baustoff und geben ihn in die Hände echter Holzprofis.

Eine umfassende Modernisierung von Hauskonstruktion und Haustechnik lohnt sich auf jeden Fall: Das Haus lässt sich zukünftig einfacher und preiswerter warten und unterhalten – treten überhaupt Schäden auf, fallen sie kleiner aus und sind schneller behoben. Legen Sie zusammen mit Architekt und Zimmermeister fest, welche Arbeiten Sie außerdem angehen wollen – abhängig von Alter und Zustand sind diese Modernisierungen angebracht:

  • Sanierung, Änderung oder Erweiterung der Konstruktion
  • Verbesserung von Wärme-, Schall- und/oder Brandschutz
  • Austausch von Fenstern und Türen
  • Badsanierung
  • Fassadenerneuerung mit Wärmeschutz
  • Modernisierung der Haustechnik
  • Innenausbau von Boden, Wand, Decke und Treppe
  • Dach-Aufstockung, Anbau oder Wintergarten

Ganz gleich, ob Ihr Haus in die Jahre gekommen ist, Sie ein altes Haus kaufen wollen oder einen Altbau geerbt haben: Es soll moderner werden, vielleicht größer oder einfach nur schöner. Sie haben es in der Hand, ob die Modernisierung reibungslos verläuft oder Ihre Nächte schlaflos werden. Begutachten Sie das Objekt gründlich von innen und außen und vom Keller bis zum Dach.

Notieren Sie, wo es offensichtliche Mängel oder gar Schäden aufweist und wie Sie diese beheben möchten. Befragen Sie einen Architekten und Handwerksmeister verschiedener Gewerke, ob sich Ihre Ideen verwirklichen lassen und Sie an alles gedacht haben.

Wir haben Ihnen die häufigsten Schäden im Altbau in einem eigenen Artikel zusammengefasst: Altbausanierung: Mit diesen Schäden müssen Sie rechnen. Fachleute können Sie auch auf Schäden hinweisen, die man als Laie kaum und selbst der Fachmann manchmal erst auf den zweiten Blick erkennt.

Holzbauprofis wie Zimmerer und Schreiner prüfen Gesundheit und Belastbarkeit der Holzbauteile und sagen Ihnen darüber hinaus, ob die Dämmung von Außenwänden und Dach ausreicht, neue Fenster eingebaut werden sollten oder wie Sie die Fassade ansprechend gestalten können.

Jetzt geht es um die Priorisierung der wichtigsten Maßnahmen. Legen Sie nach Vorgesprächen und anhand Ihrer Notizen endgültig fest, was bestehen bleiben soll und wo Sie Modernisierungen wünschen.

Unterteilen Sie die Arbeiten in dringend notwendige und solche, die aufgeschoben werden können – so entzerren Sie die Finanzierung und schützen sich vor dem Gefühl, dass zu viel auf einmal auf Sie zukommt.

Was wünschen Sie sich?

  • Mehr Platz gewinnen Sie durch Neuordnung des Grundrisses, Auslagern des Treppenhauses, Dachausbau, einen Wintergarten oder einen Anbau.
  • Höheren Komfort empfinden Sie mit einer Hausautomation, breiteren Türen, einem neuen Bad, einer bequemeren Treppe und Verbesserung des Schall- und Brandschutzes.
  • Mit einer neuen Heizung, gutem Wärmeschutz und neuen Fenstern sparen Sie Energie und die Kosten dafür.
  • Mehr Wert für Ihre Immobilie schöpfen Sie, wenn Sie die Substanz sanieren und ihre Tragfähigkeit sichern oder erhöhen.
  • Höheres Ansehen verleihen Sie Ihrem Haus mit einer frischen Fassadenfarbe und einer stilechten Haustür, schönen Fensterläden und einem schützenden Vordach, sicherer Außentreppe und intakter Dachdeckung.

Ein Kostenplan für die Modernisierung zeigt rasch, was Sie sich leisten können und wo Sie Abstriche machen sollten. Investieren Sie im Zweifelsfall zunächst in die Bausubstanz, dann erst in eine schöne Ausstattung.

Holen Sie Kostenangebote ein für alle Gewerke, die an der Modernisierung beteiligt sein werden – wir empfehlen, sich für jede Bauaufgabe von drei Handwerksbetrieben Angebote machen zu lassen. Während der Angebotsprüfung stellen Sie auch Fragen zu Kosten und Bauzeit und überlegen Sie vor Vertragsabschluss, ob der erhoffte Nutzen den möglichen Aufwand wirklich lohnt.

Das Flair eines alten, fachgerecht und einfühlsam modernisierten Hauses lässt sich durch ein neues Haus kaum übertreffen, der zukünftige Marktwert des Altbaus kann höher liegen als Kaufpreis und Modernisierungskosten zusammen. Bedenken Sie jedoch auch, dass sich bei einem eventuell geplanten Verkauf nicht jedes Extra bezahlt macht. Lassen Sie sich nicht auf Pauschalangebote ein.

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Viele Arbeiten, wie beispielsweise die Montage des Wärmeschutzes inklusive Verputzen und Streichen gehören inzwischen zum Standard, für den ein exakt kalkuliertes Angebot möglich ist.

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Für den Finanzierungskredit holen Sie mehrere Angeboten von Banken ein und sprechen die für Sie günstigste Lösung mit Ihrem Finanzberater durch. Es gibt staatliche Förderungen für diverse Umbaumaßnahmen und Modernisierungen, die wir Ihnen in folgenden Beiträgen näher erläutern: 

Um die genaue Finanzierungssumme der Modernisierungsmaßnahmen zu ermitteln, addieren Sie die Kostenvoranschläge der Handwerker mit den Kosten für Architektenleistungen, Bauantrag, Bausachverständiger, Energiesparausweis und ziehen davon die Fördermittel für die verschiedenen Maßnahmen ab. Die Förderungen müssen Sie beantragen, bevor die Handwerker auf der Baustelle anrücken. Übrigens: Für den laufenden Unterhalt des Hauses sollten Sie jährlich ein bis zwei Prozent der Modernisierungskosten zurücklegen.

Wer Wände verrücken oder das Dach ausbauen will, bürdet der Hauskonstruktion mehr Last auf. Vor einer umfangreichen Modernisierung sollten Sie daher die Tragfähigkeit des Bestands, also der vorhandenen Bauteile, prüfen. Sie müssen stabil genug sein, um sich selbst und künftige Lasten auszuhalten.

Neu eingebaute tragende Bauteile werden nach den aktuellen Normen berechnet und bemessen.

Reicht die Tragfähigkeit des Bestands schon vor der Modernisierung nicht aus oder kommen Lasten hinzu, passt man sie den neuen, höheren Anforderungen an – sie können sich ergeben durch Wärmedämmung und Bekleidung von Dachschrägen, Einbau von Trennwänden oder Zwischenebenen, Ausbau des bisher ungenutzten Dachgeschosses zu Wohnräumen, Anbau eines Erkers oder Aufstocken des Dachs.

Normen wurden ursprünglich für Neubauten geschaffen. Falls die Anwendung einer Norm für Ihren Altbau unangemessen scheint, kann man die Bauaufsichtsbehörde um Ausnahmen bitten. In einigen Bundesländern gibt es schon behördlich zugelassene Abweichungen – fragen Sie einen Tragwerksplaner, Zimmermeister und das Bauamt aus Ihrer Region.

Altes Haus auf dem Land saniert: Allen Widrigkeiten zum Trotz Als der Bauherr das alte Haus auf dem Land sah, war er sofort verliebt. Doch bei der Sanierung waren mehr Schritte nötig, als erwartet. Hier das Ergebnis.

Baurechtliche Vorschriften regeln Nutzung und Gestaltung eines Gebäudes und seine Standsicherheit und Bauphysik, also Wärme- und Feuchteschutz, Schallschutz und Brandschutz. Für historische Häuser kann es auch Denkmalschutz-Auflagen geben. Je nachdem, welche Modernisierungen Sie planen, brauchen Sie dafür eine Baugenehmigung oder auch nicht. 
 

Mit Baugenehmigung

  • Nutzungsänderung
  • Änderungen, die sich auf die Stand- und Funktionssicherheit des Hauses auswirken
  • Änderung des äußeren Erscheinungsbildes
     

Ohne Baugenehmigung 

  • Schönheitsreparaturen
  • Haustechnik modernisieren
  • Wärmeschutz, Schallschutz und Brandschutz verbessern

Auch für genehmigungsfreie Modernisierungsarbeiten muss man Vorschriften zum Wärme-, Schall- und Brandschutz einhalten – sie sind geregelt in den Landesbauordnungen und Normen und in der Energieeinsparverordnung (EnEV).

Für neue Eigenheime gibt es keine Vorschriften zum Schall- und Brandschutz. Wer jedoch ein Doppelhaus, Reihenhaus oder Mehrfamilienhaus umfangreich modernisiert, muss die Bewohner vor Lärm und Brand schützen.

Schallschutz-Maßnahmen dämpfen Lärm, der von außen ins Haus dringt, und schützen fremde Wohn- oder Arbeitsbereiche vor Geräuschen aus der eigenen Wohnung.

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Eine Norm unterscheidet die Schallschutzstufen I, II und III mit Vorschlägen für einen erhöhten Schallschutz in Mehrfamilien- und Reihenhäusern. Die Empfehlungen lassen sich auch für den Schallschutz im eigenen Wohnbereich, für den es keine zwingende Vorschrift gibt, übernehmen.

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In Neubauten und für Altbauten gilt die Norm dann, wenn ihre Nutzung geändert werden soll – etwa durch Dachausbau oder Aufstockung, An- oder Umbau. Im Zuge einer solch umfassenden Modernisierung empfiehlt es sich, zugleich mit dem Wärmeschutz auch den Schallschutz zu verbessern.

Sprechen Sie mit Ihrem Architekten und Holzprofi, inwieweit geplante Dämm-Maßnahmen zugleich den Schall- und Brandschutz verbessern.

Für Häuser, die nach der Modernisierung anders genutzt werden sollen und/oder deren Tragstruktur geändert wird, gelten Brandschutzvorschriften wie im Neubau. Die Landesbauordnungen schreiben für die einzelnen Bauteile vor, welche Feuerwiderstandsdauer (F) sie erreichen müssen und aus welchen Materialien sie bestehen dürfen – Buchstaben kennzeichnen sie als:

  • Nicht brennbar: A
  • Schwer entflammbar: B1
  • Normal entflammbar: B2
  • Leicht entflammbar: B3

Die Brandschutz-Maßnahmen hängen ab von der Gebäudehöhe, der Funktion des Bauteils und der Nutzungsart des Gebäudes.

Als „Gebäude mit geringer Höhe“ gilt jedes, in dem der Fußboden des obersten Geschosses weniger als sieben Meter über dem Gelände liegt – seine Außenwände, Dächer, Wohnungstrennwände und Decken müssen die Feuerwiderstandsklasse F 30 B erreichen.

Das heißt: Im Brandfall müssen sie mindestens 30 Minuten funktionsfähig bleiben, und sie dürfen zwar brennbare Materialien wie Holz (B2 normal entflammbar) enthalten, aber keine Materialien der Baustoffklasse B3 (leicht entflammbar). Strengere Anforderungen werden an Gebäudetrennwände und in höheren Gebäuden gestellt.

Die Energieeinsparverordnung betrachtet das Haus als Ganzes – es zählt nicht allein der Wärmeschutz einzelner Bauteile. Wichtig ist der Jahresenergieverbrauch des Hauses – er lässt sich beispielsweise auch durch eine moderne Heizung senken. Die Vorschriften der EnEV gelten für Neubauten und neue Bauteile an Altbauten, wenn:

  • Mehr als 20 Prozent der Bauteilfläche von Außenwänden, Fenstern, Fenstertüren und Dachflächenfenstern ersetzt werden.
  • Das beheizte Gebäudevolumen um 30 Kubikmeter oder mehr erweitert wird.
  • Bauteile über einen bestimmten Prozentsatz der Bauteilfläche hinaus geändert werden.

Den Nachweis für die EnEV führt man für die einzelnen Bauteile oder pauschal – die Anforderung gilt als erfüllt, wenn das geänderte Gebäude insgesamt den zulässigen Höchstwert für den Primärenergieverbrauch von Neubauten maximal um 40 Prozent überschreitet. Mehr dazu lesen Sie hier: KfW-Häuser im Vergleich: Standards und Anforderungen an ein Effizienzhaus.

Städte und Gemeinden geben häufig eine Gestaltungssatzung heraus.

Die gilt auch für Altbauten, die modernisiert werden, und legt äußere Merkmale der Häuser fest, etwa die Dachneigung, Form und Größe von Dachgauben, Erscheinungsbild von Fenstern und Türen oder Materialien und Farben für Fassade und Dacheindeckung. Daran muss sich jeder halten; oft lassen sich jedoch mit einer stichhaltigen Begründung Ausnahmen erreichen.

Seit einigen Jahren wird für Neubauten und umfassend modernisierte Altbauten ein Energiepass ausgestellt. Er bewertet die „energetische“ Qualität des Gebäudes unter Berücksichtigung von Heizungsanlage und Fenstern, Außenwänden, Decken und sonstigen Bauteilen, die den Energiebedarf beeinflussen.

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Ausgestellt wird der Pass von Bauvorlageberechtigten, Energieberatern der Verbraucherzentralen und geprüften Gebäude-Energieberatern, ab Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes im Herbst/Winter 2020 auch von Handwerkermeistern. Solch einen Pass benötigt jedes Gebäude, wenn es verkauft oder vermietet wird.

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Der Energiepass für Altbauten enthält drei wichtige Informationen:

  1. Den Energiekennwert über die Gesamt-Energie-Effizienz des Gebäudes
  2. Vergleichswerte zu anderen Gebäuden
  3. Sanierungsempfehlungen

Источник: https://www.haus.de/modernisieren/modernisierung-tipps

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