Maiglöckchen: Schön und giftig

Sind Maiglöckchen giftig? Was du wissen musst

Maiglöckchen: Schön und giftig

Schön anzusehen aber giftig: Maiglöckchen. Wir erklären dir, wie du Maiglöckchen erkennst und was du im Fall einer Vergiftung tun solltest.

Maiglöckchen wachsen und blühen im Frühjahr. Das Aussehen und die Hochblütezeit sind namengebend: Maiglöckchen haben kleine weiße glockenförmige, hängende Blüten.

Sie wachsen in großen Gruppen und bilden in der zur Blütezeit von Mai bis Juni weiße Flächen im Wald. Zu dieser Zeit verbreiten Maiglöckchen einen intensiv süßlichen Duft. Im Sommer wachsen den Maiglöckchen Früchte in Form von leuchtend roten Beeren.

Jede Beere enthält mehrere Samen, die Vogelarten wie Amseln und Rotdrosseln weiterverbreiten.

Maiglöckchen wachsen an schattigen Plätzen in Laubwäldern und auf Wiesen. Die Blume kommt in fast ganz Europa und auch in Nordamerika und Asien vor.

Beachte: Maiglöckchen stehen unter Naturschutz. In Deutschland ist das Ausgraben der Wurzeln nicht erlaubt. Du darfst Maiglöckchen für den Eigenbedarf in geringen Mengen pflücken. Empfehlenswert ist das aber nicht: Maiglöckchen sind, genauso wie weitere Frühblüher, wichtige Nahrungsquellen für Bienen und andere Insekten.

Wenn du Maiglöckchen im Garten ziehen möchtest, kannst du die Samen oder junge Pflanzen in Baumärkten und Gartencentern erwerben.

Maiglöckchen sind giftig

Erste Anzeichen bei einer Vergiftung durch Maiglöckchen sind Probleme im Magen-Darm-Bereich. (Foto: CC0 / Pixabay / derneuemann)

Maiglöckchen gelten als giftig.

Die Informationszentrale gegen Vergiftungen stuft diese Pflanze als gering giftig bis giftig ein, andere Stellen wie der Botanische Sondergarten Hamburg-Wandsbek sogar als sehr stark giftig.

Letzterer kürte das Maiglöckchen zur Giftpflanze des Jahres 2014.

Alle Teile des Maiglöckchens sind giftig, besonders aber die Blätter, Blüten und Früchte. Hier reicht bereits eine geringe Menge für erste Vergiftungserscheinungen aus.

Bei äußerlichem Kontakt können Augen- und Hautreizungen oder allergische Reaktionen auftreten. Weitaus problematischer ist es, wenn du Maiglöckchen oder einen Teil davon verzehrst. Dies kann laut der Informationszentrale gegen Vergiftungen und dem Botanischen Sondergarten Hamburg-Wandsbek folgende Symptome auslösen:

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Schwindel
  • Brustbeklemmung
  • Pulsverlangsamung

Bei starker Vergiftung können Herzrhythmusstörungen auftreten, die im schlimmsten Fall zum Tod führen können.

Was tun bei einer Vergiftung durch Maiglöckchen?

Viel trinken kann bei geringen Vergiftungen helfen. (Foto: CC0 / Pixabay / stokpic)

Zuerst einmal gilt: Ruhe bewahren.

Fünf Beeren gelten laut der Informationszentrale gegen Vergiftungen als kritische Menge, ab der Vergiftungserscheinungen eintreten. Bei den Blüten und Blättern braucht es mehr. Dies sind jedoch Richtwerte.

Wenn du dir unsicher bist oder du dich unwohl fühlst, suche umgehend einen Arzt auf.

Das Bundesinstitut für Riskobewertung empfiehlt folgende Erstmaßnahmen:

  • Reste im Mund sofort ausspucken.
  • Mund mit Wasser ausspülen.
  • Viel trinken, zum Beispiel Wasser oder Tee.
  • Du kannst auch in Kontakt mit einer Giftinformationszentrale treten. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat eine Liste der Zentralen zusammengestellt.
  • Symptome weiter beobachten.

Bei einer Vergiftung durch Maiglöckchen solltest du laut der Informationszentrale gegen Vergiftungen unbedingt hierauf verzichten:

  • Auf keinen Fall den Betroffenen zum Erbrechen bringen.
  • Dem Betroffenen auch kein Salzwasser einflößen, um ihn zum Erbrechen zu bringen. Dies kann vor allem bei Kindern schnell zu einer Kochsalzvergiftung führen.
  • Keine Milch trinken. Diese verbessert die Aufnahme von Giften aus dem Darm.

Besondere Vorsicht gilt bei Kindern und Tieren, die leicht unbemerkt in Kontakt mit der Pflanze kommen oder diese gar verzehren können.

Hinweis: Wasche nach dem Pflücken von Maiglöckchen deine Hände. Gieße das Blumenwasser deines Maiglöckchen-Straußes sofort nach Gebrauch in den Ausguss.

Giftige Maiglöckchen: Verwechslung mit Bärlauch

Bärlauch ist leicht mit dem giftigen Maiglöckchen zu verwechseln. (Foto: CC0 / Pixabay / LoggaWiggler)

Die Blätter von Bärlauch und Maiglöckchen sehen sich sehr ähnlich. Zudem wachsen sie an ähnlichen Stellen im Wald.

Führe als ersten Indiz eine Geruchsprobe durch: Bärlauch riecht stark nach Knoblauch, vor allem, wenn du ein Blatt zwischen den Fingern verreibst. Überprüfe aber auch andere Merkmale.

Die Geruchsprobe kannst du nur einmal sicher anwenden, da der Knoblauch-Geruch an den Fingern haften bleibt.

So kannst du Bärlauch und giftige Maiglöckchen unterscheiden:

  • Zeit: Bärlauch-Saison ist von Anfang März bis Ende Mai. Maiglöckchen wachsen ab Mitte April.
  • Form der Blätter: Die Blätter sind beim Bärlauch und beim Maiglöckchen breit-oval, aber: Die Blätter des Bärlauchs haben je einen Blattstängel. Die Blätter des Maiglöckchens haben pro Stängel zwei Blätter, die den Stängel eingrollt umfassen.
  • Glanz der Blätter: Bärlauch hat matte Blattunterseiten, Maiglöckchen haben glänzende Blattunterseiten.
  • Blüten: Die sternförmigen weißen Blüten des Bärlauchs sind gut von den glockenförmigen Blüten des Maiglöckchens zu unterscheiden. Beachte: Die Blüten sind nicht immer ein Indiz, da beide Pflanzenarten vor allem an besonders schattigen Plätzen nicht zwangsläufig blühen.
  • Wurzeln: Bärlauch wächst aus einer Zwiebel, Maiglöckchen bilden waagerechte Wurzeln aus. Hinweis: Nutze dieses Unterscheidungsmerkmal als letzte Möglichkeit, da du die Pflanze gegebenenfalls umsonst ausreißt. Du kannst aber auch versuchen, die Wurzel oder Zwiebel nur ein bisschen freizulegen und diese anschließend wieder mit Erde zu bedecken.

Verwechslung giftiger Maiglöckchen mit Schneeglöckchen

Maiglöckchen und Schneeglöckchen sehen sich nur auf den ersten Blick ähnlich. (Foto: CC0 / Pixabay / Hans)

Du kannst Maiglöckchen auch mit den leicht giftigen Schneeglöckchen verwechseln. Dies ist weniger gefährlich, da beide Pflanzen ungenießbar sind. Dennoch ist es gut, wenn du die Unterschiede kennst:

  • Blüte: Das Schneeglöckchen hat eine tropfenförmige Blüte, die außen weiß und innen grünlich ist. Das Maiglöckchen hat mehrere glockenförmige Blüten, die reinweiß sind.
  • Zeit: Schneeglöckchen treiben bereits im Januar und Februar aus.
  • Samen: Dem Schneeglöckchen wachsen bräunliche, unscheinbare Kapselfrüchte zwischen März und April. Dem Maiglöckchen wachsen leuchtend rote Beeren zwischen Juli und August.

Weiterlesen auf Utopia.de: 

** Links zu Bezugsquellen sind teilweise Affiliate-Links: Wenn ihr hier kauft, unterstützt ihr aktiv Utopia.de, denn wir erhalten dann einen kleinen Teil vom Verkaufserlös.

Gefällt dir dieser Beitrag?

Vielen Dank für deine Stimme!

Schlagwörter: Garten Gewusst wie Pflanzen

Источник: https://utopia.de/ratgeber/sind-maigloeckchen-giftig-was-du-wissen-musst/

Giftig-schön: Maiglöckchen als dekoratives Highlight – Mencke Gartencenter

Maiglöckchen: Schön und giftig

Das Maiglöckchen kündigt Jahr für Jahr den Wonnemonat Mai an. Seine weißen Blüten schmücken unsere heimischen Gärten, die Beeren bilden für Vögel eine Nahrungsquelle. Hier erfahren Sie, wie Sie in Ihrem Garten Maiglöckchen pflanzen und pflegen. Außerdem hat das Maiglöckchen auch in der Medizin eine besondere Bedeutung.

Zwar ist das Maiglöckchen giftig für den Menschen und für viele Tierarten – dennoch ist das Pflänzchen mit den strahlenden Blüten besonders beliebt unter Blumenliebhabern.

Steckbrief Maiglöckchen: Daran erkennen Sie das hübsche Gewächs

Das Maiglöckchen ist auch unter den Namen Mai-Blume, Mairöschen oder Mai-Lilie bekannt. Es kann zwischen 15 und 25 Zentimetern hoch wachsen. Seine lanzettförmigen, langen Blätter werden leicht mit Bärlauch verwechselt. Eine Geruchsprobe kann Sie jedoch davor bewahren: Bärlauch duftet stark nach Knoblauch.

Die Blätter wachsen paarweise und zeigen sowohl an der Ober- als auch an der Unterseite eine dunkelgrüne Färbung. Besonders die Blattoberseite fällt durch ihren Glanz und durch die bogenförmigen Blattnerven auf.

Zwischen den Blätterpaaren wächst der Blütenstängel. Er trägt zwischen Mai und Juni fünf bis 13 kleine weiße Blüten, das Maiglöckchen gehört damit zu den Frühlingsblumen.

[attention type=yellow]

Der Glockenform seiner Blüten hat das Maiglöckchen seinen Namen zu verdanken.

[/attention]

Die süßlich riechenden Blüten weisen alle in die gleiche Richtung. Ab Juli bilden sie leuchtende rote Beeren mit jeweils zwei bis sechs Samen. Vögel freuen sich über die Früchte als reichhaltige Nahrungsquelle, besonders Amseln und Drosseln.

Das Maiglöckchen im Überblick

  • Blütenfarbe: weiß, je nach Sorte zart-rosa
  • Blütezeit: Mai bis Juni
  • Blütenform: Glocken oder Trauben
  • Blattfarbe: dunkelgrün mit Fasern an der Oberseite (den Blattnerven)
  • Blattform: elliptisch
  • Wuchseigenschaften: flach, mit Ausläufern, die Blätter wachsen paarweise zusammen
  • Licht: halbschattig bis leicht sonnig
  • Winterhart: ja
  • Gartenstil: Blumengarten, Naturgarten, Parkanlagen und Waldgarten

So können Sie Maiglöckchen in Ihrem Garten pflanzen und pflegen: Standort, Boden und Düngung

Das Maiglöckchen ist eine pflegeleichte und robuste Pflanze. Die niedlichen Blüten sind durch ihr strahlendes Weiß eine Bereicherung für jedes Beet! Mit unseren Tipps gelingt es Ihnen mit Sicherheit, auch in Ihrem Garten Maiglöckchen zu pflanzen:

Tipp #1: Schattiger Standort, humusreicher Boden

Damit das Maiglöckchen sich besonders wohl fühlt und wunderbar wächst, wählen Sie am besten einen halbschattigen bis schattigen Standort. Ursprünglich wächst die Pflanze in den Laubwäldern Mittel- und Westeuropas und ist somit an einen dunklen Standort angepasst.

Der Boden sollte humusreich, warm und feucht sein. Beispielsweise können Sie ganz einfach Komposterde als Humus in das Gartenbeet mit einarbeiten. Ideal für das Maiglöckchen: Ein Boden, der auch Sand und Lehm enthält und einen pH-Wert zwischen 4,5 und 6 aufweist.

Tipp #2: Maiglöckchen pflanzen und pflegen

Bei frostfreiem Wetter können Sie die länglichen Pflanzkeime des Maiglöckchens jederzeit pflanzen. Setzen Sie sie etwa 10 Zentimeter tief in die Erde. Jungpflanzen brauchen reichlich Wasser und einen gleichmäßig feuchten Boden.

Bei der Pflege ist das Maiglöckchen anspruchslos – nur direkte Sonneneinstrahlung sollten Sie vermeiden und einen zu trockenen Boden.

Nach der Blüte können Sie die Blütenstängel entfernen, was jedoch nicht zwingend notwendig ist. Genauso können Sie abfallende Blätter als zusätzliche Kompostzufuhr auf dem Boden liegen lassen.

Auch nach der Blütezeit erhalten Sie durch die prächtigen grünen Blätter eine dekorative Pflanze.

Das Maiglöckchen benötigt nicht zwingend eine Düngung. Einmal im Jahr können Sie dennoch mit einer dicken Schicht Lauberde oder Kompost für zusätzliche Nährstoffe sorgen, am besten im Herbst.

Grundsätzlich gilt: Ist das Maiglöckchen einmal gepflanzt, können Sie es ungestört wachsen lassen.

Tipp #3: Krankheiten vermeiden, Schädlinge entfernen

Es kann vorkommen, dass Maiglöckchen vom Rostpilz (Puccinia sessilis var. sessilis) befallen werden. Die Bekämpfung ist nur im Anfangsstadium erfolgreich: Entfernen Sie alle befallenen Blätter und Pflanzenteile und vernichten Sie sie, am besten durch Verbrennen (falls das nicht möglich ist, entsorgen Sie die Pflanzenteile im Hausmüll).

Auf gar keinen Fall sollten die betroffenen Teile auf dem Kompost entsorgt werden – hier besteht die Gefahr, dass sich der Pilz vermehrt. Nach der Behandlung säubern und desinfizieren Sie sämtliche verwendeten Gartengeräte und Werkzeuge gründlich.

Zwar ist der Befall von Grauschimmel (Botrytis cinerea) seltener, jedoch sollten Sie auch in einem solchen Fall sämtliche betroffenen Pflanzenteile behandeln. Gegen den Befall können Sie alternativ mit einer kaliumreichen Düngung vorbeugen.

[attention type=red]

Ein Schädling, der dem Maiglöckchen gefährlich werden kann, ist das Lilienhähnchen und seine Larven. Die Insekten sind etwa sechs bis acht Millimeter groß und erkennbar an ihrer glänzenden, knallroten Farbe.

[/attention]

Die kleinen Käfer lassen sich mit der Hand einsammeln – so ist das Entfernen besonders umweltschonend. Spülen Sie die Larven (auf der Blattunterseite) ganz einfach mit einem Gartenschlauch ab.

Zur Vorbeugung eignet sich Kaffeesatz, den Sie rundherum um die Pflanze streuen; das schlägt die Käferchen in die Flucht.

Das Maiglöckchen – giftig und dennoch wichtig in der Medizin

Alle Pflanzenteile des Maiglöckchens sind giftig für den Menschen. Außerdem zählt es auch für Hunde, Schweine, Ziegen, Pferde, Hasen, Kaninchen, Hamster, Meerschweinchen und Katzen zu den giftigen Pflanzen.

Vergiftungserscheinungen beim Menschen sind neben Übelkeit und Erbrechen auch Durchfall, Sehstörungen und Schwindelgefühl. Im Falle einer starken Vergiftung kann es zu Herzrhythmusstörungen kommen. Deshalb sollten besonders Familien mit Kindern aufpassen – die Beeren der Pflanze sind stark giftig und sollten auf keinen Fall verzehrt werden!

Trotz seiner giftigen Eigenschaften wird das Maiglöckchen in der Medizin verwendet. Die oberirdischen Pflanzenteile enthalten herzwirksame Glycoside. Präparate mit Maiglöckchen können deshalb bei Erkrankungen des Herzens eingenommen werden, jedoch nur nach Absprache mit einem Arzt!

Übrigens: Das Maiglöckchen steht unter Naturschutz und darf deshalb nicht gesammelt werden!

Fazit: Einmal gepflanzt, ist das Maiglöckchen besonders pflegeleicht

Das Maiglöckchen ist erkennbar an seinen lanzettförmigen, dunkelgrünen Blättern sowie seinen hübschen weißen Blüten, die es zwischen Mai und Juni austreibt.

Es braucht einen schattigen Standort und einen humusreichen, gleichmäßig feuchten Boden.

Bei der Pflege müssen Sie nur darauf achten, dass der Boden niemals ganz austrocknet – ansonsten ist das Maiglöckchen anspruchslos.

Im Falle einer Erkrankung sollten Sie sämtliche befallenen Pflanzenteile vernichten. Schädlinge wie das Lilienhähnchen können Sie ganz einfach von der Pflanze absammeln und seine Larven mit dem Gartenschlauch abspülen.

Grundsätzlich ist es wichtig zu wissen, dass alle Pflanzenteile des Maiglöckchens giftig sind! Zwar findet es aufgrund seiner herzwirksamen Eigenschaften auch Anwendung in der Medizin, jedoch bewirkt besonders der Verzehr der Beeren starke Vergiftungserscheinungen.

In unserem Gartencenter Mencke finden Sie saisonale Blumen für Balkon, Garten, Terrasse und den Indoor-Bereich. Außerdem auch Saatgut für den Eigenanbau sämtlicher Pflanzen- und Gemüsesorten. Kommen Sie uns gerne besuchen und wir geben Ihnen noch weitere Tipps zur Anpflanzung, Pflege und Verwendung Ihrer Beet- und Balkonpflanzen.

Источник: https://www.mencke.de/maigloeckchen/

Maiglöckchen: Giftig oder nicht?

Maiglöckchen: Schön und giftig

Maiglöckchen sind schön anzuschauen, doch stellt sich die Frage, ob sie giftig sind oder nicht – auch vor allem, weil sie dem leckeren Bärlauch sehr ähneln.

Maiglöckchen sind wunderschön, aber leider auch giftig [Foto: Rock.N.Roll.Queen/ Shutterstock.com]

Maiglöckchen (Convallaria majalis) verzücken in europäischen Wäldern und Gärten mit ihren weißen Glockenblüten den Betrachter. Mit ihren hübschen Blüten wirken die kleinen Marienblumen wie die Unschuld in Person. Doch die Pflanzen hüllen sich nur im Mantel vermeidlicher Harmlosigkeit und werden so jedes Jahr zur Falle für neugierige Kinder und ahnungslose Kräutersammler.

Maiglöckchen giftig oder nicht?

Maiglöckchen sind hochgradig giftig und wurden 2014 sogar zur Giftpflanze des Jahres gekürt. Sämtliche Pflanzenteile beinhalten toxische Gykoside vom Carenolipidtyp. Auch das Trocknen der Pflanze macht diese nicht harmlos. Gerade die Samen und die so unschuldig wirkende Blüte sind mit 38 dieser chemischen Verbindungen bepackt.

Auch Blumenwasser, in dem Maiglöckchen gestanden haben, nimmt die Stoffe auf. Diese haben sehr starke Wirkung auf das Herz. Wegen dieser Eigenschaft hielt das Maiglöckchen schon im 15. Jahrhundert Einzug in die Volksmedizin und Heilkunde. Auch die moderne Schulmedizin nutzt verträgliche Kleinstmengen als Wirkstoff in Medikamenten.

Es gehört jedoch ein dickes Ausrufezeichen hinter das „verträgliche Kleinstmengen“.

Maiglöckchen sind hochgradig giftig und wurden 2014 sogar zur Giftpflanze des Jahres gekürt [Foto: Przemyslaw Muszynski/ Shutterstock.com][attention type=green]

Maiglöckchen: Ab welcher Menge giftig?

[/attention]

Nach dem Genuss von einer bis fünf Beeren sind maximal kurze Herzrhythmusstörungen zu erwarten. Denn zum Glück nimmt unser Körper nicht viel von den Giftstoffen auf. Ab einer größeren Menge wird es kritisch. Bei den Blättern muss schon ordentlich zugelangt werden, damit diese zu einer ernsthaften Vergiftung führen. Trotzdem sollten Maiglöckchen natürlich keinesfalls gegessen werden!

Maiglöckchen: Die Vergiftungs-Symptome

Schon der Kontakt mit der Pflanze löst Haut- und Augenreizungen aus. Nach dem Verzehr von Pflanzenbestandteilen der Maiglöckchen sollte auf folgende Symptome geachtet werden:

  • Brustbeklemmung
  • Durchfall
  • Herzrhythmusstörungen
  • Sehstörungen
  • Schwindel
  • Übelkeit

Es treten zunächst ein hoher Blutdruck und eine hohe Pulsrate auf. Später vermindert sich der Blutdruck, die Atmung wird tiefer, bis der Tod durch Herzstillstand eintritt.

Schon der Kontakt mit der Pflanze löst Haut- und Augenreizungen aus [Foto: Agnes Kantaruk/ Shutterstock.com]

Maiglöckchen: Was tun bei Vergiftung?

Bei Aufnahme von Teilen der Pflanze sollten Sie den Giftnotruf anrufen. Dieser gibt Auskunft darüber, ob ein Notarzt kontaktiert werden muss. Überprüfen Sie bis zum Eintreffen des Notarztes die Lebensfunktionen.

Verabreichen Sie, wenn in der Hausapotheke vorhanden, eine Kohletablette. Diese bindet die Giftstoffe im Magen. Wurden große Mengen verzehrt, behandelt der Arzt wie bei einer Herzglykosidvergiftung.

Jede Vergiftung muss der Giftinformationszentrale gemeldet werden.

Maiglöckchen: Auch giftig für Hund und Katze?

Nicht nur für Menschen sind die Pflanzen giftig. Auch Hund und Katze können sich mit den Frühblühern vergiften. Die Vergiftungssymptome ähneln denen beim Menschen.

Es sollte umgehend ein Tierarzt konsultiert und der Vorfall später der Giftinformationszentrale gemeldet werden.

Die Glykoside sind auch für Schweine, Ziegen, Pferde, Hasen, Kaninchen, Hamster und Meerschweinchen sowie für Vögel giftig.

Achtung! Maiglöckchen sind giftig [Foto: Mila Demidova/ Shutterstock.com]Bei Vergiftungssymptomen sollte umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden [Foto: Konstantin Baidin/ Shutterstock.com]Das Maiglöckchen ist fast in ganz Europa vor allem in Buchen- und Eichenwäldern beheimatet [Foto: Harald Toepfer/ Shutterstock.com]

Maiglöckchen erfolgreich von Bärlauch unterscheiden

Im März und April, wenn Maiglöckchen erst vereinzelt ihre Blüte zeigen, ist Bärlauchsaison (Allium ursinum) in heimischen Wäldern. Die Blätter des knoblauchartig  duftenden Wildkrautes ähneln jedoch sehr stark den giftigen Blättern des Maiglöckchens.

So kommt es jedes Jahr zu Vergiftungen, weil auf der Jagd nach Bärlauch die giftigen Doppelgänger im Weidenkörbchen landen. Dabei gibt es jede Menge Unterschiede zwischen den beiden Waldbewohnern.

Hier finden Sie alle Informationen, damit Sie sich sicher an der nächsten Bärlauchsammelaktion beteiligen können.

Erhalten Sie unsere Garten-Post

Jetzt für unsere kostenlose Garten-Post anmelden und tolle Garten-Tipps sowie Inspirationen regelmäßig ins Email-Postfach bekommen.

Источник: https://www.plantura.garden/leserfragen-2/zierpflanzen-leserfragen/maigloeckchen-sind-maigloeckchen-giftig

Sind Maiglöckchen giftig? Ja – alle Infos für Kinder und Haustiere

Maiglöckchen: Schön und giftig
Maiglöckchen, Convallaria majalis

Sie zeigen im Frühjahr wunderschöne weiße Blüten, die in ihrer Form an die Haube einer Nonne oder Magd erinnern: Maiglöckchen (lat. Convallaria majalis).

Die Pflanze stammt aus der Familie der Spargelgewächse und kommt in fast ganz Europa vor.

Die Pflanzen wachsen vor allem in Buchen- und sommergrünen Eichenwäldern, man findet die Pflanze jedoch auch an Wegesrändern oder sogar in Gärten.

Maiglöckchen

So schön und duftend die kleinen Pflänzchen mit ihren Blüten und später mit den roten Beeren auch sein mögen, leider sind sie sehr giftig und stellen damit für Mensch und Tier eine ernste gesundheitliche Gefahr dar. Nähere Details zu Vorkommen und Inhaltsstoffen des Maiglöckchens finden sich in allen gängigen Natur- und Pflanzenführern.

Giftigkeit

Welche Teile der Pflanze giftig sind

Beim Maiglöckchen sind alle Bestandteile giftig, von den Stängeln und den Blättern über die Wurzeln bis zu den Blüten und den Beeren. Die Gifte verschwinden auch nicht beim Trocknen der Pflanze.

Zu Vergiftungen im Zusammenhang mit der Pflanze kann es deshalb relativ schnell kommen.

[attention type=yellow]

Es besteht die Gefahr, dass vor allem Kinder die Gifte über den Mund aufnehmen, indem sie die Blüten und später die roten Beeren in den Mund stecken, dazu gehört auch die Berührung mit den Händen und deren späterer Kontakt mit dem Mund.

[/attention]

Der einzige Vorteil an einer eventuellen Vergiftung mit den Bestandteilen des Maiglöckchens ist, dass der Körper die Gifte nur in sehr geringer Menge aufnehmen kann und dass Kinder meist nur einen kleinen Teil der Pflanzen verkosten wollen, weil sie einfach neugierig auf den Geschmack sind. Damit ist auch die aufgenommene Menge an Giftstoffen gering. Dadurch bleiben Vergiftungen zwar unangenehm, in den meisten Fällen gehen sie jedoch glimpflich aus.

Giftstoffe

Welche Gifte die Pflanzen enthalten

Maiglöckchen enthalten Glykoside vom Cardenolidtyp, die eine starke Reaktion des Herzens hervorrufen. Die höchste Konzentration an Glykosiden ist in den Blüten und den Samen der Pflanze zu finden. Genau deshalb war die Pflanze übrigens bereits in früheren Jahrhunderten als Mittel gegen Herzbeschwerden beliebt.

Das Maiglöckchen wurde früher Salus Mundi, Heil der Welt, genannt und stellte sogar eine Weile das Berufsemblem der Ärzte dar. Heute gibt es wieder verschiedene Medikamente, die eine für den Körper verträgliche Dosis an Bestandteilen der Pflanzen enthalten.

Die meisten Arzneimittel werden bei Beschwerden des Herzens wie unter anderem bei Herzrhythmusstörungen verabreicht. Die empfohlene Dosis muss genau eingehalten werden.

Für Menschen

Die ersten Anzeichen einer Vergiftung durch Bestandteile des Maiglöckchens können Übelkeit, Erbrechen und Durchfall sein. Dazu gesellen sich meist Schwindel oder Benommenheit, Krämpfe des Magen-Darm-Bereiches sowie sogar Sehstörungen.

Je nach Stärke der Vergiftung und körperlicher Konstitution des Betroffenen kann es zu einer Herzschwäche, einer Pulsverlangsamung sowie zu Herzrhythmusstörungen kommen.

In besonders schlimmen Fällen kann es nach dem Verzehr von Bestandteilen des Maiglöckchens sogar zu einer tödlichen Vergiftung kommen.

Sammeln von Bärlauch:

  • Gefahr durch Verwechseln der Blätter mit denen des Maiglöckchens

Eine hohe Verwechslungsgefahr besteht übrigens beim Sammeln von Bärlauch. Da das Maiglöckchen genau wie die Herbstzeitlose und eben der Bärlauch zur selben Zeit blühen, kann es zu einer Verwechslung der sehr ähnlich aussehenden Blätter dieser Pflanzen kommen. Im Gegensatz zu Bärlauch sind Maiglöckchen sowie Herbstzeitlose giftig.

Im Zweifelsfall sollte deshalb die Knolle mit ausgegraben werden, da man an ihr genau bestimmen kann, um welche der drei Pflanzen es sich handelt. Eine gute Idee ist auch der Besuch bei einer kräuterkundigen Person, bevor der vermeintliche Bärlauch weiterverarbeitet wird. Fachleute kennen sich mit dem Aussehen der Pflanzen genau aus.

Die richtige Reaktion bei Berührung oder Verzehr

Bei einem Kontakt mit den giftigen Maiglöckchen reicht es auf keinen Fall aus, nur die Hände zu waschen und den Mund mit Wasser auszuspülen. Egal, ob es Kinder oder Erwachsene betrifft, es muss sofort der Notarzt gerufen werden. Gegebenenfalls ist die Giftinformationszentrale zu informieren.

Bis zum Eintreffen des Notarztes sind die lebenswichtigen Funktionen des Körpers wie der Puls und die Atmung laufend zu kontrollieren. Wer medizinische Kohle im Haushalt hat, kann diese dem Betroffenen als erste schnelle Maßnahme gegen die Vergiftung geben. Weitere Tipps und Hinweise gibt es bei der Giftinformationszentrale Gizbonn.

de oder auch bei der Apotheken Umschau.

Für Haustiere

Welche Risiken bestehen für Tiere wie Katzen und Hunde

Genau wie es für Menschen gefährlich ist, mit den Bestandteilen des Maiglöckchens in Kontakt zu kommen, ist dies auch bei Haustiere wie Hunden oder Katzen der Fall. Die Pflanzen sind für Tiere ebenfalls giftig.

Gerade junge Tiere mit ihrem ausgeprägten Spiel- und Entdeckertrieb schnuppern und kosten gern an allem, was sich in der Natur bietet.

[attention type=red]

Es ist deshalb empfehlenswert, den Garten und die nähere Umgebung nach den Pflanzen abzusuchen und diese vielleicht sogar rechtzeitig an einen sichereren Ort umzusetzen.

[/attention]

Haben Hunde oder Katzen Bestandteile des Maiglöckchens gefressen, können die gleichen Symptome wie bei den Menschen auftreten: Durchfall oder Erbrechen, Übelkeit, Schwindelanfälle und sogar Krämpfe sind Anzeichen einer Vergiftung und müssen auf schnellem Weg durch einen Veterinärmediziner behandelt werden. Vergiftungsfälle bei Haustieren sind ebenfalls an die Giftinformationszentrale zu melden. Weitere Informationen über Vergiftungen bei Tieren finden Sie unter anderem bei Snauz.de, dem Onlinemagazin über Tiere.

Für Kinder

Weitere Tipps für junge Eltern

Viele Familien wünschen sich heute einen Garten für die Kinder sowie auch eine Möglichkeit, Gemüse und Obst anzubauen und sich damit den Traum vom eigenen Gärtnern zu erfüllen. Bevor es mit den Gartenarbeiten beginnt, sollte die neue Umgebung nach giftigen Pflanzen abgesucht werden.

Am besten ist es, den Garten das gesamte Jahr über zu beobachten und ihn so kennenzulernen. Eventuelle giftige Pflanzen wie das Maiglöckchen können so rechtzeitig entdeckt und gegebenenfalls ausgegraben und an einen sicheren Ort umgesetzt werden.

Damit es gar nicht erst zu einem Kontakt mit der Pflanze kommt.

Источник: https://www.plantopedia.de/sind-maigloeckchen-giftig/

Maiglöckchen im Garten. Pflegeleicht, hübsch, aber giftig

Maiglöckchen: Schön und giftig

Maiglöckchen tragen weiße Blütenglöckchen wie an einer Perlenkette aufgereiht, jeder Spross hat einen traubigen Blütenstand und dazu zwei, selten drei, maigrüne Blätter. Für mich sind die lieblichen Blumen der Inbegriff von Vollfrühling, Romatik und Wohlgeruch.

Oben im Wald auf dem Lindelberg gibt es sie zuhauf. Dort wachsen sie im Mischwald zwischen weitläufigen Blaubeer-Beständen als wäre es das Selbstverständlichste auf der Welt. Ist es auch.

Denn immerhin ist das Maiglöckchen (Convallaria) in ganz Europa heimisch. Es liebt den Halbschatten und gedeiht nicht nur auf saurem Waldboden, sondern auf kalkreichen Boden.

Damit ist es eigentlich wie geschaffen für den Garten, ja wenn es diesbezüglich nur nicht so eigen wäre.

Endlich blühende Maiglöckchen im Garten

Welchen Standort brauchen Maiglöckchen im Garten?

Maiglöckchen brauchen Halbschatten und blühen sogar im Schatten. Im Wald, an Waldrändern, unter / vor Hecken und auf Baumscheiben gedeihen die genügsamen Stauden ganz wunderbar und nehmen dabei mit jedem Boden vorlieb.

Böse Zungen behaupten ja, Maiglöckchen im Garten wuchern ohne Ende und übernehmen ihn rasch komplett. Das mag anderswo vielleicht so sein, in meinem Garten kämpfe ich seit Jahren um jeden einzelnen Spross. Meine Südhanglage macht mir wieder einen Strich durch die Wunschliste meiner Lieblingspflanzen.

Wie werden Maiglöckchen im Garten gepflanzt und gepflegt?

Kaufen Sie die Stauden in kleinen Töpfen in einer Gärtnerei und pflanzen Sie sie wie jede andere Staude auch. Im Herbst und im zeitigen Frühling werden manchmal auch nackte Rhizome angeboten.

Pflanzen Sie die Rhizome flach und achten Sie darauf, dass der Spross nach oben schaut und nur mit einer dünnen Schicht Gartenerde und/oder Kompost bedeckt wird. Angießen nicht vergessen.

Danach warten Sie ab.

  • Geben Sie acht, beim Unkraut Jäten die Rhizome nicht aus Versehen wieder aus der Erde zu reißen. Das passiert leider sehr schnell.
  • Ansonsten brauchen die genügsamen Maiglöckchen im Garten keinerlei Pflege.
  • Wenn Sie die Gefahr, dass Kinder von den Beeren naschen könnten, ausschließen wollen, schneiden Sie Verblühtes einfach beizeiten ab.

Wie werden Maiglöckchen vermehrt?

Maiglöckchen haben wuchsfreudige Rhizome. Wo es den Stauden gefällt, breiten sie sich von ganz alleine aus.

Dieses Verhalten können Sie sich zunutze machen: Graben Sie Rhizome aus und teilen Sie diese in einzelne Stücke, wobei jedes Teilstück ein gut sichtbares „Auge“, bzw. „Spross“ haben sollte.

Pflanzen Sie die Teilstücke mit etwas Abstand von einander in gute Gartenerde, wie oben beschrieben, gießen Sie an und warten Sie ab. Seien Sie geduldig, das klappt schon.

Wenn Sie noch mehr Geduld mitbringen, können Sie Maiglöckchen auch durch Aussaat vermehren. Saatgut finden Sie in den reifen Beeren oder im Saatguthandel. Oder aber Sie lassen der Natur ihren Lauf. Reife Beeren entlassen irgendwann ihr Saatgut von alleine in den Garten, Vögel fressen es und verbreiten es ebenso.

Maiglöckchen sind Kaltkeimer und müssen erst stratifiziert werden.

Sind Maiglöckchen giftig?

Ja! Alle Teile des Maiglöckchens sind giftig und enthalten toxische Gykoside vom Carenolipidtyp. Sogar das Blumenwasser von Maiglöckchen enthält diese Gifte.

Andererseits ist das Gift der Maiglöckchen auch ein hochwirksames Herzmedikament, das allerdings nur von Experten extrahiert und feinst dosiert verwendet wird.

Heilkunde hin oder her: Pflanzliche Gifte sind Gifte und gehören nicht in die Hausapotheke und nicht in die Hände von Laien. Finger weg!

[attention type=green]

Meine Maiglöckchen kamen vor zwei Jahren aus dem Schrebergarten der Tochter. Sie sorgte sich wegen der Kinder und entfernte die Pflanzen, weil alle Teile des Maiglöckchen ziemlich giftig sind.

[/attention]

Die roten Beeren im Herbst könnten die lieben Kleinen zum Naschen verführen. Aber genau darin liegt auch die Chance, Kindern und Erwachsenen den Umgang mit Pflanzen richtig beizubringen.

Giftige Pflanzen wachsen schließlich überall und kaum einer weiß heutzutage darüber noch Bescheid.

Selbst harmlos aussehende Primeln, Tulpen und Narzissen sollte man nicht zu sich nehmen, schon das Berühren von Primeln führt beispielsweise bei Empfindlichen zu Hautausschlag. Das weiß aber nur der Aufgeklärte.

Die Informationszentrale gegen Vergiftungen zeigt eine beeindruckend lange Liste giftiger Pflanzen.

Hätten Sie geahnt, dass die millionenfach in den Vorgärten gepflanzte Thujen und Lebensbäume nicht nur hässlich und überflüssig, sondern giftig sind?

Herzallerliebste Maiglöckchen

Warum werden Maiglöckchen so teuer gehandelt?

In Gärtnereien sind Maiglöckchen erstaunlich teuer. Mindestens drei Euro sind für einen einzigen blühenden Spross im 6er-Töpfchen fällig. Das ist schon heftig, wenn man bedenkt, dass Sie bestimmt 16 Pflanzen für einen Quadratmeter Fläche benötigen.

Maiglöckchen brauchen nach dem Teilen der Rhizome tatsächlich zwei Jahre, bis die Pflanze blüht. Im ersten Jahr erscheinen nur Blätter. Das Maiglöckchen verhält sich damit wie eine zweijährige Pflanze, mit dem Unterschied, dass sie anschließend jedes Jahr wiederkommt und sich durch Ausläufer unterirdisch verbreitet.

Welche Sorten lohnen sich besonderes – und warum?

Die beste Nachricht für Sammler zum Schluss: Es gibt verschiedene Maiglöckchen-Sorten und eine ist so bezaubernd, wie die andere. Convallaria majalis ‚Rosea‘ trägt rosa Blüten, die Sorte C.

‚Prolificans‘ zeigt dagegen geschnörkelte, wie gefüllt wirkende Glöckchen. Sehr hübsch ist auch die gestreifte C. ‚Striata‘ mit sehr attraktiven, weiß-grün-gestreiften Blättern.

Doch für alle diese Schönheiten gilt: Ohne Halbschatten, leider kein Erfolg mit Maiglöckchen im Garten!

Wie halten Sie es mit den Maiglöckchen im Garten? Dürfen sie sich bei Ihnen ausbreiten oder kämpfen auch Sie um jedes zarte Pflänzchen?

Источник: https://www.wo-blumenbilder-wachsen.de/maigloeckchen-im-garten/

Heimtextilien
Schreibe einen Kommentar

;-) :| :x :twisted: :smile: :shock: :sad: :roll: :razz: :oops: :o :mrgreen: :lol: :idea: :grin: :evil: :cry: :cool: :arrow: :???: :?: :!: