Metallfassaden gelten als Trend bei Hausverkleidungen

Metallfassaden im Trend – metallbau

Metallfassaden gelten als Trend bei Hausverkleidungen

In der Vortragsreihe „Faszination Gebäudehülle“ gaben Architekten und Hersteller Einblicke in ihre Projekte, bei denen es neben der Funktionalität von Metallfassaden auch um die Werkstoffe und deren Ästhetik ging.

Farbbeschichtete Stahlbauteile

Systemlösungen und Befestigungen aus Stahl passen zum ressourcenbewussten Bauen. Das gilt für neue Konstruktionen und für die Sanierung von Bestandsobjekten. Hierzu berichtete André Hinzmann, Market Development Manager bei Tata Steel Europe. Europas zweitgrößter Stahlproduzent versorgt die Branche mit bandbeschichtetem Stahl und lackierten Bauteilen.

Hinzmann stellte die 3-Schicht-Lackierungen Colorcoat Prisma und Colorcoat HPS 200 Ultra vor. Die haltbaren Klarlacke in verschiedenen Farben haben sich durch ihre lange Festigkeit und Farbtreue bereits im Markt positioniert.

[attention type=yellow]

Die Confidex-Garantie bietet Verarbeitern und Bauherrn laut Hersteller eine umfassende Gewähr mit der längsten Laufzeit für bandbeschichteten Stahl.

[/attention]

Ein Schwerpunkt von Tata Steel Color liegt im Gewerbe-, Industrie- und Hallenbau. Lackierte Fassadenflächen wurden zum Beispiel am Gaskraftwerk Dong Power Station (DK) installiert. Zum Einsatz kamen beschichtete Profile auch am Logistikzentrum im Gewerbegebiet Chatterley Valley nahe der Stadt Stoke-on-Trent (Staffordshire, GB) sowie am Sportpark Duinwetering in Noordwijk (NL).

Variable Montagesysteme

Christian Schmidt warnte davor, bei Befestigungen im Fassadenbau zu sparen, und verwies auf deren tragende Funktion.

Der Vertriebsleiter des Schweizer Spezialisten für Befestigungslösungen SFS Intec erklärte, die Folgen falscher Sparsamkeit zeigt sich zu oft bei fehlenden Befestigungen und instabilen Fassaden.

In Brooklyn (New York, USA) hingegen kamen die Systeme und eine Unterkonstruktion von SFS bestimmungsgemäß zum Einsatz. Auf dem Gelände der früheren Domino Zuckerfabrik wurde die neue Domino Site errichtet.

Der Bauherr ließ an den unteren Stockwerken eine Kupferfassade installieren, während die oberen Etagen mit einer Hülle aus Zink verkleidet wurden. SFS stimmte die Bauteile flexibel auf die individuell gefertigten Zink- und Kupfertafeln ab. Die Materialien führen zu einem Kontrast, der die Farbwelt benachbarter Gebäude aufgreift und variiert, ohne diese zu imitieren.

SFS-Systeme eignen sich nicht nur für Sonderanfertigungen, sondern auch für die modulare Bauweise bei Gewerbe- und Industrieanlagen, wie für das Verteilzentrum des Einzelhändlers Gries Deco in Niedernberg bei Aschaffenburg.

SFS-Systeme tragen dort eine ansprechende Fassade vom Bauelementehersteller Fischer Profil. Alexander Kölsch, Marketing Manager Technik bei Fischer Profil, erklärte die Anwendung beschichteter Tafeln beim Projekt. Die mehrfarbigen Quadrate und Rechtecke symbolisieren die Boxen und Kisten im Lager.

[attention type=red]

Die Kombination von Profilen verschiedener Größe und Farbtöne kann einzelne Fassadenflächen und auch ganze Gebäudeseiten akzentuieren. Das erhöht die Außenwirkung und sichert den Wiedererkennungswert von Logistikzentren, Möbelmärkten und Hallen.

[/attention]

Solche Lösungen, für die oft ein kleineres Budget bereitsteht als für Sonderanfertigungen, sind mit Fischer Profil kosteneffektiv zu realisieren.

Recycling mehr betonen

Dr. Michael Rösner-Kuhn von Hydro Aluminium empfahl Planern und Verarbeitern, sich nicht durch Energiebilanzen abschrecken zu lassen. „Primär-Aluminium herzustellen kostet viel Energie, doch das Metall ist zu fast 100 Prozent recycelbar.

“ Weil die Herstellung von Recycling-Aluminium nur 5 Prozent der Energie im Vergleich zur Primärherstellung erfordert, schützt die Aluminiumauereitung die Umwelt. Eine Tonne Primäraluminium verbraucht 14400 kWh Energie, wobei 6 t Kohlendioxid frei werden.

Jeder Recyclingzyklus verbessert die Umweltbilanz des Metalls.

Sauber und sortenrein recyceln lassen sich auch die Dach- und Fassadensysteme von Kalzip, erklärte Olaf Schlichting. Die Produkte mit einer Lebensdauer von 60 Jahren sind auf dem Monterey Fußballstadion in Mexiko ebenso zu sehen wie auf der Eishockey-Arena im russischen Sotschi.

„Die Vorgaben zu den Klimazielen verändern die Baubranche“, so der Experte. „Die Senkung des U-Wertes seit den 1950-er bis heute und weiter bis 2020 erhöht den Aufwand für Hersteller und Verarbeiter.

“ Das Zukunftspotenzial liege daher verstärkt in der Sanierung des Gebäudebestands, von Schuldächern bis hin zu Hochhausfassaden.

Gebäudehülle in der Forschung

„Die Fassade übernimmt heute viele Funktionen neben dem Witterungsschutz und der Lastabtragung.

Sie sorgt für das Wohlbefinden der Nutzer und für die äußere Wahrnehmung des Gebäudes“, sagte Paul-Rouven Denz, Leiter für Forschung und Entwicklung am Facade Lab in Großbeeren bei Berlin.

Der Architekt erforscht am Kompetenzzentrum der Priedemann Facade Experts Gruppe neue Technologien und Produkte, Materialien sowie Planungsprozesse. Die Ergebnisse fließen in neue Bauvorhaben ein, wie in die geplante Firmenzentrale der Russian Copper Company (RMK) in Yekaterinenburg.

Temperaturen von – 35 °C im Winter erfordern es, den Witterungsschutz frühzeitig in die Entwürfe einzubeziehen. Die geplante Glas-Metall-Fassade besteht aus rund 192 Elementen, die eine Breite von 6 Metern und eine Höhe von 10 Metern erreichen.

Die Edelstahltafeln werden bei Mirrorrinox nahe Stuttgart mit einem Kupferfarbton beschichtet und an den russischen Fassadenbauer geliefert. Facade Lab erhielt den Planungsauftrag und schult die Verarbeiter in punkto Installation und Maschinentechnik. Das Mock-up entstand in Deutschland und wurde nach Russland geliefert. Die Planer erstellten zudem Montagezeichnungen.

„Protoypen im Markt umzusetzen ist schwierig. Nach zwei bis drei Jahren können wir mit Protoypen erste Referenzprojekte realisieren“, so Denz.

Filigranes Flechtwerk

Matthias Haber vom Architekturbüro Hild und K verglich Fassaden mit Kleidungsstücken.

Die prägnante Hülle am Hotel, das 2010 anstelle des gesprengten Agfa-Hochhauses in München errichtet wurde, veranschaulicht diesen Bezug wohl am besten.

Die vorgehängte hinterlüftete Konstruktion aus weißen pulverbeschichteten Aluminiumkassetten erzeugt den optischen Eindruck eines Flechtwerks, das sehr klar an der Attika und am Unterstand zu sehen ist.

Interessante Impulse

Eine Kernfrage der Diskussion lautete, ob aufwendige Fassaden eine aufwendige Reinigung erfordern. Oft stellte sich die Frage, wer nach Ablauf der Gewähr Reinigungen bewältige und bezahle.

„Fassaden werden generell zu wenig gereinigt, nicht nur in Berlin“, räumte der Architekt ein, ergänzte jedoch: „Alle von uns entworfenen Fassaden lassen sich reinigen, auch die aufwendigen Konstruktionen.“ Abschließend skizzierte Hannes Meisehen vom Büro KSP Jürgen Engel Architekten die Herausforderungen, Projekte erfolgreich abzuschließen.

Der Zeit- und Kostendruck steige ebenso wie die Ansprüche und Wünsche aller am Bau beteiligten Partner. Die Vorträge in Berlin lieferten interessante Impulse für aufregende Projekte, speziell im Metallbau.⇥

Henry Rasch◊

www.tatasteel.com, www.hydro.com, www.kalzip.com, www.sfsintec.biz, www.fischerprofil.de

[attention type=green]

Dr. Michael Rösner-Kuhn: Das passt zusammen. Das Potenzial liegt darin, dass Metallfassaden etabliert sind. Jetzt sollten wir uns um den Gebäudebestand kümmern, bei dem Abriss und Neubau oft falsch ist. Besser wäre eine Sanierung mit Metallfassaden, die für Sanierungen optimiert sind.

[/attention]

Joachim Wolke: Das Dach gehört zur Sanierung dazu. Das Potenzial bei Sanierungen ist höher als bei Neubauten, insbesondere angesichts der Klimaziele.

Inwiefern spricht die Recyclingfähigkeit für den Einsatz von Metallwerk­stoffen?

Dr. Rösner-Kuhn: Wir betrachten Recycling-Aluminium ganzheitlich als Energiebank. Die Energie, die bei der Produktion von Primäraluminium verbraucht wird, bleibt im Recycling-Aluminium erhalten und geht nicht verloren. Metallrecycling ist übrigens schon seit Jahren aus ökonomischen Gründen verbreitet, das ist pure Kosteneinsparung und Erhalt des Materialwertes.

Wolke: Wichtig ist, die Bauphysik im Auge zu behalten, und nicht nur auf die Kosten zu schauen. Die Verlegung von Kalzip-Dächern und -fassaden ist für die Bauphysik die bessere Wahl und kostet rund 120 Euro pro m², so viel wie Wärmedämmverbundsysteme kosten.

Dr. Rösner-Kuhn: Metallfassaden versiegeln den Stein nicht. Die Hinterlüftung bleibt gewährleistet und es kommt seltener zur Schimmelbildung.

Frank Zaun: Die Recyclingfähigkeit spricht natürlich auch für Stahl. Die liegt bei 99 Prozent ohne Qualitätseinbußen.

Zaun: Die natürliche, bewitterte oder sogar korrodierte Optik von Stahl liegt im Trend. Oberflächen aus wetterfestem Baustahl (Corten-Stahl) sind heute verbreitet, aber wären vor 50 Jahren kaum denkbar gewesen. Matte Farben sind auch angesagt.

Aus Sicht der Hersteller steigt die Nachfrage nach beschichtetem Stahl. Der Trend geht hin zur leichteren Bauweise. Früher wurden viele Konstruktionsteile verdeckt montiert, die heute im Sichtbereich installiert werden, das ist eine weitere Entwicklung.

Dr. Rösner-Kuhn: Bei Aluminiumprodukten werden die Entwicklungszyklen immer kürzer. Es herrscht hoher Innovationsdruck. Der Geschmack der Menschen ändert sich heute schneller als früher.

Источник: https://www.metallbau-magazin.de/artikel/mb_Metallfassaden_im_Trend_3178024.html

Farbgestaltung von Fassaden

Metallfassaden gelten als Trend bei Hausverkleidungen

Auch bei den Außenwänden und Fassaden ihrer Häuser wünschen sich viele Menschen etwas Besonderes.

Etwa eine Farbgestaltung, die jedem Betrachter sofort auffällt, deutlich aus der Menge heraussticht und so die Individualität und Persönlichkeit der Bewohner unterstreicht.

Doch nicht jedes Haus gewinnt dadurch: Vor allem Laien schätzen die Farbwirkung auf großen Flächen häufig falsch ein oder machen beim Streichen der Fassade handwerkliche Fehler, weil es ihnen an praktischer Erfahrung oder Hintergrundwissen fehlt.

Außerdem können selbst die Besitzer freistehender Einfamilienhäuser bei der Fassadengestaltung nicht einfach machen, was sie wollen. Denn das Baugesetzbuch schreibt vor, dass Hausbesitzer dabei bestimmte Regeln beachten und auf Nachbarn, Passanten sowie das Orts- und Landschaftsbild Rücksicht nehmen müssen.

Leuchtend bunte Fassaden sind schön, aber nicht in jeder Nachbarschaft erlaubt © anamejia18, stock.adobe.com

In diesem Artikel erläutern wir die Grundregeln bei der Fassadengestaltung mit Farbe – angefangen mit den rechtlichen Grundlagen.

Was ist bei der Fassadengestaltung erlaubt und was nicht?

Generell soll alles am und ums Haus, was von außen zu sehen ist, schön aussehen und weder das Haus noch die Umgebung verunstalten.

Doch was schön aussieht, können die einzelnen Hausbesitzer nicht einfach nach Geschmack und persönlichen ästhetischen Vorlieben entscheiden, sondern nur in Übereinstimmung mit den entsprechenden Regeln.

Die Farbe und der Stil der Fassade müssen sich harmonisch ins Gesamtbild einfügen, also zum Haustyp, in die Häuserreihe, den Straßenzug, das jeweilige Viertel und den gesamten Ort passen, in dem das Gebäude steht.

[attention type=yellow]

Denn überall gibt es ein bestimmtes Quartiers-, Orts- oder Stadtbild, das erhalten werden soll. Das betrifft nicht nur die Farbgestaltung von Hauswänden und Fassaden, sondern auch Fassadenverkleidungen und Dächer, etwa die Farbe der Dachziegel.

[/attention]

Bevor Sie als Eigentümer oder Sanierer einfach drauflosstreichen oder tiefer in Ihre persönliche Planung einsteigen, informieren Sie sich über die Regelungen, die in Ihrer Stadt oder Gemeinde gelten. Was Sie bei der Fassadengestaltung dürfen und was nicht, steht im Baugesetzbuch bzw.

Landesbauordungsrecht. Außerdem müssen Sie berücksichtigen, was im Bebauungsplan oder der Gestaltungssatzung Ihrer Gemeinde festgelegt ist. Gibt es in Ihrem Ort z. B.

nur weiße, helle oder zart abgetönte Fassaden, wird man Ihnen kaum gestatten, Ihr Haus knallrot, sattgrün oder leuchtend blau zu streichen.

Fassade wird im Rotton gestrichen © Miss Mafalda, fotolia.com

Besonders streng sind die Vorschriften für denkmalgeschützte Immobilien – hier müssen Sie im Vorfeld sogar abklären, welche Arten von Farben Sie verwenden und ob Sie die Farbgebung der Fassade überhaupt verändern dürfen, ohne dass das Haus dadurch sein baukulturelles Erbe verliert. Doch selbst ohne Denkmalschutz oder besondere Gestaltungssatzung darf die Gemeinde oder Stadt bei der Farbgebung von Fassaden immer ein Wort mitreden.

Durch einen Anruf beim Rathaus, Bürgerbüro oder dem zuständigen Bauamt gelangen Sie rasch an die notwendigen Informationen oder können sich Ihr Vorhaben offiziell absegnen lassen.

Wenn Sie sich einen Farbton oder mehrere Farben für Ihre Fassade ausgesucht haben, holen Sie sich dafür bei der Baubehörde die Genehmigung ein, bevor Sie mit dem Streichen anfangen. Das gilt natürlich vor allem für kräftige, bunte Farben, auffällige Kombinationen und Wandbilder.

Doch auch bei vermeintlich harmlosen Plänen zur Fassadengestaltung sollten Sie im Vorfeld auf Nummer sicher gehen, damit es später keinen Ärger gibt und Sie im schlimmsten Fall den Anstrich auf eigene Kosten entfernen bzw. ändern müssen.

Fassade streichen – Vorbereitungen

Zum Streichen der kompletten Fassade ist in der Regel ein Gerüst notwendig. Hier sollten Sie sich unbedingt bestmöglich absichern, also keine experimentellen Eigenbauten, sondern das Gerüst von Profis stellen lassen.

Je nach Standortgegebenheiten brauchen Sie außerdem Abdeckungen, Schilder, eine Straßenabsperrung o. Ä.

– prüfen Sie rechtzeitig, was davon der Gerüstbauer, Fassadenreiniger oder Maler übernehmen kann und was Sie selbst organisieren müssen.

Der Untergrund muss sauber und frei von losen Teilen sein. Das lässt sich durch eine gründliche Fassadenreinigung mit dem Hochdruckreiniger erreichen. Kleinere Fehlstellen (z. B.

[attention type=red]

Löcher oder Risse) werden vor dem Streichen mit geeigneter Reparatur- oder Füllmasse (z. B. Mörtel, Fassadenspachtel, Außenacryl) ausgebessert.

[/attention]

Vor dem Auftragen der Farbe muss alles wieder richtig trocken sein, planen Sie also mit dem Wetterbericht.

Reinigung der Fasssade mit dem Hochdruckreiniger

Wählen Sie eine hochwertige Fassadenfarbe, die optimal zum Untergrund passt und lange hält. Zu den besten Fassadenfarben zählen Silikatfarbe und Silikonharzfarbe.

Für mineralische Untergründe ist Silikatfarbe perfekt, allerdings ist die Verarbeitung nicht ungefährlich und daher eher ein Job für den Fachhandwerker. Silikonharzfarbe schützt die Fassade vor schneller Verunreinigung (z. B.

durch Ruß oder Abgase) und macht sie leichter zu reinigen. Um sich im Vorfeld von einem Malermeister beraten zu lassen oder zu erfahren, was Handwerksbetriebe in Ihrer Region für einen Fassadenanstrich berechnen, können Sie auch unseren Angebotsservice nutzen.

Der kostet Sie nichts und ist außerdem völlig unverbindlich – Sie entscheiden in aller Ruhe, ob Sie die Angebote, die Sie bekommen, nur zum Preisvergleich nutzen oder auch eines annehmen wollen.

Grundsätzliche Gestaltungsregeln beim Arbeiten mit Fassadenfarbe

  1. Je größer die gestrichene Fläche, desto heller wirkt die Farbe.

    Auf der Fassade und im hellen Tageslicht wirken Farben ganz anders als auf den kleinen Farbkarten im Baumarkt oder dem Bild in der Zeitschrift.

    Vor allem erscheinen die Farben dann heller – selbst auf einem Strukturputz, der Farbtöne wegen der vielen kleinen Schatten insgesamt stets ein wenig dunkler wirken lässt.

    Um die Farbwirkung realistisch einschätzen zu können, streichen Sie im Vorfeld mindestens einen, besser 3-4 Quadratmeter Fassade mit Ihrem Wunschfarbton und lassen Sie die Fläche auch aus größerer Entfernung und bei verschiedenen Lichtverhältnissen auf sich wirken.

  2. Farbe wirkt nicht nur optisch

    Berücksichtigen Sie den sog. Hellbezugswert: Dunkle Farben können weniger Licht reflektieren und mehr Wärme aufnehmen als helle. Die Temperaturunterschiede können zu thermischen Veränderungen der Länge bzw.

    Ausdehnung der Putz- und Armierungsschicht führen, also zu Spannungen und im schlimmsten Fall zu Schäden.

    Wenn Sie die Fassade dunkel streichen wollen, fragen Sie einen Maler, ob das bei Ihrem Haus problematisch sein könnte.

  3. Nicht jede Farbe ist auf jeder Fassade machbar

    Berücksichtigen Sie nicht nur die Abtönmöglichkeiten der gewünschten Farbart, sondern auch alle vorhandenen Untergrundmaterialien (z. B. Putz, Holz, Beton, Mauerwerk, Verkleidungsplatten oder Klinkerfassade).

    Wichtig sind auch der Baustil (z. B. Alt- oder Neubau, Haus- und Dachform, Fachwerk, evtl. Fensterumrandungen oder Zierelemente) und die Nutzung des Gebäudes, z. B.

    als (Familien-)Wohnhaus, Ladengeschäft, Arztpraxis oder Kanzlei.

  4. Farben planvoll wählen und sensibel kombinieren

    Einfarbige Fassaden sollten weder zu hell noch zu gesättigt gestrichen werden, damit die Farbe harmonisch wirkt und den Betrachter weder blendet noch optisch erschlägt.

    Bei mehrfarbigen Gestaltungen gilt: Alle Farbharmonien brauchen auch Kontraste, also Farbdifferenzen, etwa einen Warm-Kalt-Kontrast oder Ton-in-Ton-Kontrast.

    Laien sind mit den unzähligen Möglichkeiten oft überfordert und profitieren daher von einer professionellen Farbberatung, z. B. durch einen Maler oder Architekten direkt vor Ort.

Fassadengestaltung Ton in TonFassadengestaltung mit einfarbigem AnstrichFassadengestaltung mit Akzenten

Die Lichtverhältnisse an der Fassade sind ebenfalls wichtig.

[attention type=green]

Scheint die Sonne vor allem morgens aufs Haus, enthält das Licht einen größeren Blauanteil, der Gelb-, Rot-, Orange- und helle Brauntöne besonders schön wirken lässt.

[/attention]

Bekommt die Fassade dagegen vor allem am Nachmittag und Abend viel Sonne ab, wirken in diesem rötlichen Licht helle und kühle Blau-, Violett-, Türkis- und Grautöne harmonischer als Grün und Rot.

Schön gestaltete Fassaden aus der Gründerzeit © bluedesign, fotolia.com

Eine sensible Farbwahl zeichnet sich generell dadurch aus, dass Architektur, Materialien und Umgebung des Gebäudes mit einbezogen werden.

Bei Häusern in historischen Ortskernen oder gewachsenen Siedlungsstrukturen kann es sinnvoll sein, mit einem entsprechenden Farbleitplan zu arbeiten, um ein möglichst stimmiges Gesamtbild zu erreichen bzw. das vorhandene nicht zu stören.

Außerdem fördert es die gute Nachbarschaft und einen freundlichen Ortsgeist, wenn jeder Hausbesitzer bei der Farbplanung seiner Fassade ganzheitlich denkt.

Farbgestaltung von Fassaden bei Doppel- und Reihenhäusern

Fassaden von Doppelhäusern wirken unharmonisch, wenn sie ohne Bezug zueinander gestrichen sind. Sollen die Hälften nicht gleich aussehen, aber trotzdem schön zueinander passen, kann man z. B.

bei einer Haushälfte die Fassade grau und die Fenster weiß streichen und bei der anderen umgekehrt.

Auch andere Farben und Kombinationen lassen sich auf einer Doppelhausfassade sehr schön invertieren oder spiegeln.

Hausfassaden © DanBu.Berlin, fotolia.com

Historische Fassaden und Schmuckfassaden streichen

Hierbei muss das architektonische Gesamtkonzept erfasst und farblich hervorgehoben bzw. akzentuiert werden.

Farbkontraste bringen schöne Details wie gemauerte Umrandungen, schmuckvolle Fensterlaibungen oder Fachwerk optimal zur Geltung.

Vorsicht nur bei Denkmalschutz: Immer alles vorher ganz genau abstimmen und (schriftlich) absegnen lassen!
Graffiti, Wandbilder und moderne Fassadenkunst

Fachwerkhaus unter Denkmalschutz © Bauherren-Schutzbund e.V.[attention type=yellow]

Ein großes Graffito kann die Fassade zum Kunstwerk erheben oder das Haus ganz anders wirken lassen. Durch künstlerische Tricks kann die Perspektive verändert oder die Struktur optisch aufgebrochen und umgeformt werden, etwa indem Schatten, Kanten, Bögen, Türen oder Fenster aufgemalt werden, wo gar keine sind.

[/attention]

Wenn das Bauamt ein solches Vorhaben an Ihrer Fassade genehmigt – gerade in Städten sind die Chancen dafür nicht schlecht – können Sie sich einen Entwurf und Kostenvoranschlag von einem Graffiti Artist oder Fassadenkünstler erstellen und umsetzen lassen.

Gefällt Ihnen ein Graffito oder Fassadenbild in Ihrer Nähe besonders, können Sie mit ein wenig Glück den Künstler ermitteln, der es geschaffen hat, und ihn oder sie vielleicht auch mit dem Verschönern Ihres Hauses beauftragen.

Источник: https://www.sanier.de/malerarbeiten/farbe/farbgestaltung-von-fassaden

Die Top 5 der Fassadenverkleidungen

Metallfassaden gelten als Trend bei Hausverkleidungen

Es gibt unzählige Möglichkeiten, das eigene Haus zu gestalten. Doch eine Fassadenverkleidung muss mehr können, als nur gut aussehen. Was die Hausbesitzer an ihren Fassadenverkleidungen schätzen und welche Außenwandverkleidungen besonders beliebt sind, zeigt Ihnen Dachdecker.com!

Wer kümmert sich eigentlich um die Fassade des Hauses? Das macht doch der Maler, oder?! Das kommt drauf an – Maler streichen und verputzen Wände und Fassaden. Aber sobald eine schmuckvolle Fassadenverkleidung angebracht werden soll, muss der Dachdecker ans Werk.

Egal, ob es sich dabei um eine Holzfassade, eine Kunststofffassade oder eine Fassade aus Aluminium handelt – ein Dachdecker muss wissen, wie sie angebracht wird. Es gibt viele unterschiedliche Arten der Außenwandverkleidung, die regional unterschiedlich verbreitet sind. Dachdecker.

com präsentiert Ihnen die Top 5 der beliebtesten Fassadenverkleidungen.

Die Natursteinfassade überzeugt mit Widerstandskraft und traditionellen Wurzeln

An den Fassaden deutscher Einfamilienhäuser bringt der Dachdecker am häufigsten eine Steinverkleidung an. Die Steinfassade stellt den Handwerker allerdings vor viele unterschiedliche Herausforderungen. So unterscheidet sich die Anbringung einer Klinkerfassade deutlich von der Verkleidung einer Außenwand mit Schieferschindeln.

Schieferplatten sind ein Naturprodukt.

Dieses verlangt dem Dachdecker in der Verarbeitung wesentlich mehr ab, denn bei der Anwendung bestimmter Verlegungstechniken müssen unter Umständen rohe Schieferplatten vor Ort bearbeitet und anschließend angebracht werden.

Denn ähnlich dem natürlichen Schieferdach können die Schiefersteine auch an der Fassade auf unterschiedliche Art und Weise angebracht werden. Dadurch wird eine große optische Vielfalt möglich und die Fassade kann aktiv an das Hausdesign angepasst werden.

Verschiedene Natursteine werden auch als vorgefertigte Fassadensysteme verarbeitet. Das heißt, der Dachdecker muss nicht jeden einzelnen Stein in mühevoller Kleinstarbeit anbringen, sondern kann einfach Fassadenelemente montieren.

So gibt es vorproduzierte Mamor-, Granit- oder auch Sandsteinfassaden.

Wer aber auf eine echte und traditionelle Natursteinfassade á la Schieferfassade nicht verzichten möchte, kommt um eine zeit- und kostenintensive Verlegung nicht herum.

Im Gegensatz zu Natursteinen sind Klinkerziegel künstlich hergestellte Steine. Klinker wird gebrannt und direkt für die Verlegung produziert – muss also nicht vom Handwerker bearbeitet werden.

Darüber hinaus sind Klinkerfassaden häufig bereits als vorgefertigte hinterlüftete Fassadensysteme erhältlich.

Das heißt, der Dachdecker muss nicht extra jeden Stein mit Mörtel an der Wand befestigen, sondern kann einfach die großen Fassadenelemente direkt an der Außenwand anbringen.

Nicht nur das schnellere Tempo, in dem diese Arbeiten im Vergleich zur aufwendigen Naturstein-Fassade durchgeführt werden können, ist hier ein großer Vorteil. Die einzelnen Fassadenpaneele sind bereits so vorgefertigt, dass sie eine integrierte Wärmedämmung besitzen, die atmungsaktiv ist und das Hausinnere vor Wärmeverlust schützt.

[attention type=red]

Wenn Sie sich für eine Klinkerfassade entscheiden, dann haben Sie eine große Auswahl an Steinarten und Farben, die sicher keine Wünsche offen lässt. Denn unter Klinkerfassade versteht der Fachhandel nicht nur Fassadensysteme mit dem klassischen ziegelroten Klinker.

[/attention]

Es gibt beispielsweise auch weiße und gelbe Klinkerfassaden und Steine, die eine glatte Oberfläche haben als auch Steine, die roh wirken.

Wählen Sie also bequem die Fassade, die am besten zu Ihrem Hausdesign passt – sei es die traditionell rote Klinkerfassade oder die exotische Sandsteinfassade.

Die Holzfassade braucht viel Pflege

Äußerst beliebt ist neben der Steinfassade auch die Holzfassade. Auch diese hat traditionelle Wurzeln und ist regional verwachsen. Die Hauswand wird hierbei mit einzelnen Holzschindeln oder Holzlatten verkleidet.

Gegenüber Stein oder Kunststoff hat Holz allerdings einen großen Nachteil: Es muss intensiv gepflegt werden und ist weniger lang haltbar. Da das Material mitunter sensibel auf Witterungseinflüsse reagiert, kann die Fassade bei unzureichender Pflege schnell kaputt und verkommen aussehen.

Die Holzfassade muss dementsprechend regelmäßig mit pflegendem Holzschutzmittel gestrichen werden und für die Optik ist es unabdingbar, regelmäßig einen Farbanstrich vornehmen zu lassen.

Wird die Holzfassade sachgerecht gepflegt, so stellt sie ein kleines Highlight im Wohngebiet dar. Durch die Verknüpfung von künstlicher Architektur und natürlichem Material wird eine Brücke zwischen Domestizierung und Natur geschaffen.

Außerdem sorgt Holz mit seiner natürlich unregelmäßigen Oberfläche für interessante Effekte auf der Fassadenoberfläche. Ein weiterer Vorteil von Holz: Es ist farblich variabel.

Egal, für welche Farbe Sie sich beim Anbringen der Fassadenverkleidung entscheiden, Sie können die individuelle Außenwandverkleidung jederzeit umstreichen lassen.

Fassadenverkleidung aus Kunststoff ist stark im Kommen

Aufgrund der Vergänglichkeit von Holz und der hohen Kosten von Steinfassaden entscheiden sich immer mehr Hausbesitzer für eine Fassadenverkleidung aus Kunststoff. Neben dem Preisvorteil kann Kunststoff mit einer optischen Vielfalt überzeugen, die seinesgleichen sucht.

Alle Oberflächenformen können mit Kunststofffassaden nachgebildet werden – seien es Holz und Stein oder eben künstliche Fassadenplatten.

Wer sich für eine Kunststofffassade entscheidet, erhält also eine Außenwandverkleidung, die die optischen Vorteile von Holz oder Stein bietet und dabei noch die Nachteile der einzelnen Materialien ausgleicht.

Auch Kunststofffassaden sind primär als hinterlüftete Fassadenpaneele erhältlich und können so vom Dachdecker sehr schnell montiert werden. Auch über die Dämmung der Hauswand müssen Sie sich hier keine weiteren Gedanken machen.

Ein von Architekten hoch geschätztes, von Privatpersonen aber bisher unterschätztes Material zur Hausverkleidung ist Metall. Eine Fassadenverkleidung aus Aluminium bietet viele Vorteile. Sie ist nicht nur ein optischer Hingucker, sondern auch unheimlich witterungsbeständig.

[attention type=green]

Darüber hinaus ist Metall im Vergleich zu Holz oder Stein wesentlich leichter. Auch die Außenwandverkleidung aus Metall wird zumeist als hinterlüftete Fassade verbaut. Sie ist also bereits bei der Anbringung gedämmt und muss nicht zusätzlich gegen Wärmeaustritt geschützt werden.

[/attention]

Sie haben die Qual der Wahl und müssen sich für eine Außenwandverkleidung entscheiden? Lassen Sie sich professionell beraten! Mit dem richtigen Profi an der Hand fällt eine solche Entscheidung wesentlich leichter.

Ein Dachdecker Ihres Vertrauens kann Ihnen die Vor- und Nachteile einzelner Materialien genauer erläutern und Ihnen wertvolle Tipps dazu geben, welche Fassadenverkleidung am besten zu der Architektur Ihres Hauses passt. Fragen Sie direkt auf Dachdecker.

com an und nehmen Sie kostenfrei Kontakt zu einem kompetenten Ansprechpartner auf!

Schutzkleidung am Arbeitsplatz ist in Berufsfeldern nötig, die ohne Maßnahmen zur Unfallverhütung eine Gefahr für den Arbeitnehmer darstellen können. Dazu gehört auch der Beruf des Dachdeckers. Erfahren Sie bei Dachdecker.com mehr über die richtige Schutzkleidung!

Die Arbeitsschutzkleidung schützt vor Gefahren im Berufsalltag des Handwerkers. © Dachdecker.com

Ein Dachdecker arbeitet als Handwerker häufig auf Baustellen und in großer Höhe.

Daher müssen auch Beschäftigte in diesem Beruf darauf achten, an ihrem Arbeitsplatz gesichert und bei Unfällen geschützt zu sein: Dies geschieht durch die passende Schutzkleidung.

Bei Dachdeckern gehören dazu vor allem Schutzhelme und Handschuhe, aber auch Anseilsysteme. Für diese Schutzkleidung gib es besondere Vorschriften sowie Regeln und Pflichten für Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

Wer gibt die Verordnung für die Arbeitsschutzkleidung vor?

Die Arbeitsschutzkleidung wird generell über die „Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Benutzung persönlicher Schutzausrüstung“, kurz PSA, definiert. Dieser Paragraf gibt den Anwendungsbereich, die Bereitstellung und Benutzung sowie die Unterweisung vor.

Die Arbeitsschutzkleidung wird hier als Kleidung definiert, die vom Arbeitnehmer für den Schutz der eigenen Sicherheit und Gesundheit getragen wird. Außerdem wird hier auf die Pflicht des Arbeitgebers eingegangen, die Beschäftigten in die korrekte Benutzung der Arbeitsschutzkleidung einzuweisen.

Mit der Neuerung der PSA-Verordnung von März 2016 wurden unter anderem die Anwendungsbereiche der Arbeitsschutzkleidung klarer dargelegt.

Was müssen Mitarbeiter beachten?

Grundsätzlich ist es Aufgabe des Betriebs, für die richtige Ausrüstung des Mitarbeiters mit geeigneter Sicherheitskleidung zu versorgen – hierzu gehören je nach Einsatzgebiet Schutzhelme, Schutzbrillen und vor allem Arbeit.

Der Mitarbeiter ist allerdings dazu verpflichtet, die angeordnete Arbeitsschutzkleidung wie Kopfschutz, Augenschutz, Atemschutz oder Fallschutz zu tragen – natürlich auch, um im eigenen Interesse Verletzungen zu vermeiden.

Außerdem müssen die Arbeiter die einzelnen Kleidungsstücke zu Unterstützung ihrer Arbeitssicherheit vor dem Tragen auf Schäden und Mängel überprüfen und diese dem Vorgesetzten melden.
Grundsätzlich sind die Arbeitnehmer nicht dazu verpflichtet, die Schutzkleidung zu bezahlen.

[attention type=yellow]

Stimmt jedoch der zuständige Betriebsrat einer Kostenaufteilung zwischen Arbeitgeber und –nehmer zu, müssen sich alle Mitarbeiter daran halten und maximal die Hälfte der anfallenden Kosten tragen.

[/attention]

Darüber hinaus muss mit der Arbeitsschutzkleidung natürlich sorgsam umgegangen werden: Die Lagerungs- und Pflegeempfehlungen des Herstellers für die Schutzkleidung wie Anstoßkappen, Schweißbrillen, Gehörschutz oder Feinstaubmasken sollten eingehalten und die schützenden Proodukte möglichst sauber gehalten werden.

Welche Aufgaben und Pflichten hat der Betrieb?

Der Betrieb muss als erstes feststellen, welche Arbeitsschutzkleidung benötigt wird: Dies ist zum einen davon abhängig, wo die Kleidung getragen wird. Zum anderen muss die Ausstattung natürlich auf die potenziellen Gefahren abgestimmt sein.

Zum Schluss müssen die einzelnen Kleidungsstücke natürlich besorgt und die Kostenbeteiligung mit den Mitarbeitern besprochen werden. Der Arbeitgeber trägt mindestens die Hälfte der Kosten der Arbeitsschutzkleidung – im Gegensatz zur Arbeitskleidung, die in der Regel von den Beschäftigten selbst gezahlt wird.

Außerdem muss eine ausführliche Einweisung der Mitarbeiter erfolgen: Diese beinhaltet unter anderem den richtigen Umgang mit der Kleidung und die Konsequenzen bei Verlust oder Beschädigung der Arbeitsschutzkleidung. Nicht zuletzt sollte der Arbeitnehmer nach einiger Zeit nach seiner Meinung zur verordneten Kleidung befragt werden.

Grundsätzlich hat der Betrieb dafür zu sorgen, dass die Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter bei der Tätigkeit geschützt wird.

Was gehört zur Arbeitsschutzkleidung eines Betriebs?

Unterschieden werden muss zwischen den Begriffen Arbeitsschutzkleidung und Berufskleidung. Berufskleidung gehört zur Arbeitskleidung, die die eigene Kleidung der Arbeitnehmer schont und als einheitliche Firmenkleidung oder Uniform dienen kann.

Im Gegensatz dazu erfüllt die Arbeitsschutzkleidung den Zweck, die Vorschriften für die Unfallverhütung einzuhalten und den Beschäftigten vor Gefahren im Arbeitsalltag zu schützen. Dazu gehören unter anderem Handschuhe, Schutzhelme und -brillen oder auch Atemmasken und das passende Schuhwerk.

Vorrangig ist die Ausstattung aber von der jeweiligen Tätigkeit abhängig. Schutzkleidung wird vor allem im Handwerk sowie im industriellen und medizinischen Bereich benötigt.

Was passiert bei Verstößen?

Stellt ein Arbeitnehmer fest, dass der Arbeitgeber nicht für die gesundheitliche Sicherheit der Beschäftigten sorgt, sollte der Betriebsrat – wenn vorhanden – informiert werden. Der Beschäftigte kann natürlich auch sofort das Gespräch mit dem Vorgesetzten suchen.

Handelt der Arbeitgeber vorsätzlich oder fahrlässig, kann der Mangel an ordentlicher Arbeitsschutzkleidung laut § 25 des Arbeitsschutzgesetzes Geldbußen nach sich ziehen.

Bei Fragen zu diesem Thema steht Innungsmalern ihre jeweilige Innung beratend zur Verfügung!
Nichtsdestotrotz steht auch der Arbeitnehmer in der Pflicht: Auch diesem kann eine Geldstrafe auferlegt werden, wenn er sich weigert, die angeordnete Schutzkleidung zu tragen.

Außerdem kann er abgemahnt werden – so kann es im Wiederholungsfall auch zur Entlassung kommen, denn der Arbeitgeber muss dafür sorgen, dass alle notwendigen Sicherheitsmaßnahmen am Arbeitsplatz getroffen und eingehalten werden.

Fazit

Die Arbeitsschutzkleidung sollte in jedem Fall gewissenhaft von Dachdeckern getragen werden. Nur so kann Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten gewährleistet werden.

Grundsätzlich trägt der Arbeitgeber die Verantwortung für die Beschaffung, das Tragen und einen Großteil der Kosten. Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, die Schutzkleidung gewissenhaft zu tragen.

Bei Verstößen sind Bußgeldstrafen sowie Abmahnungen vorgesehen.

Источник: https://www.dachdecker.com/magazin/top-5-fassadenverkleidung-201115514

Hausverkleidung » Diese Möglichkeiten gibt es

Metallfassaden gelten als Trend bei Hausverkleidungen
Hausverkleidung. Foto: Osmo Foto: /

Ein Kleid für das Haus – Fassadenverkleidungen sind heute immer noch sehr gebräuchlich und werden in den letzten Jahren immer beliebter.

Die meisten sind dabei von vornherein bereits auf ein Verkleidungsmaterial festgelegt – obwohl es eigentlich eine Vielzahl von Möglichkeiten gibt.

Man sollte sich also vor einer endgültigen Entscheidungen in jedem Fall einmal eine Übersicht verschaffen.

Eine grundlegende Entscheidung, die es zunächst einmal zu treffen gilt, ist die, ob die Verkleidung der Fassade mit Naturmaterialien oder mit industriell hergestelltem Material erfolgen soll.

Naturmaterialien sind wesentlich ökologischer, in vielen Fällen auch dauerhafter als künstlich hergestellte Fassadenverkleidungen – dafür meist aber auch teurer.

Wenn es aber nur um den Schutz der Wetterseite der Fassade geht, hält sich der Preis dann oft im Rahmen.

[attention type=red]

Naturmaterialien zur Hausverkleidung sind überwiegend Naturschiefer und Granit – allenfalls auch Holzvertäfelungen, vor allem im Giebelbereich.

[/attention]

Was Holzverkleidungen betrifft, so werden die nur selten für eine ganze Fassade eingesetzt, sondern meist nur zur dekorativen Verkleidung des Giebelbereichs. Grundsätzlich besteht aber die Möglichkeit, auch die ganze Fassade zu verkleiden, wobei auf entsprechend behandelte Hölzer zurückgegriffen werden muss.

Für Naturmaterialien spricht überdies auch, dass sie meist gute Voraussetzungen für hinterlüftete Fassaden – beispielsweise bei einer Außendämmung schaffen.

Industriell hergestellte Baustoffe zur Verkleidung

Die Möglichkeiten sind hier vielfältig – von Kunstschiefer in unterschiedlichen Ausführungen bis hin zu verschiedenen Arten von Kunststoffplatten aber auch Klinkerplatten.

Auch Eternit gilt als Kunstschiefer – es handelt sich hier um Betonfaserplatten, die sowohl für Dächer als auch für Fassadenverkleidungen verwendet werden können. Sie enthalten heute schon lange kein Asbest mehr.

Sehr verbreitet – wenn auch häufig als billig und wenig schön angesehen – sind Platten aus GFK, aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Sie bieten aber als Kunstmaterial ebenso einen besonders hohen Witterungsschutz und sind als Kunststoffe sehr lange haltbar. Bei vielen hinterlüfteten Fassaden von modernen Gebäuden sind sie die Standardwahl, weil sie besonders günstig sind.

Klinkerfassaden gelten – vor allem im Norden Deutschlands, wo hohes Windaufkommen und starker Schlagregen verbreitet sind – ebenfalls heute schon als Klassiker.

Hier können entweder einzelne Klinkersteine als Fassade aufgeputzt werden, was meist etwas teurer ist, oder gleich fertige Plattenfabrikate verarbeitet werden.

Die Qualität ist – trotz des deutlichen Preisunterschiedes in der Regel bei beiden Möglichkeiten gleich.

Eine weitere Möglichkeit wäre, die Außenmauer beim Neubau gleich aus Backsteinen – also Klinkersteinen – zu mauern.

Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile, Kosten und Eigenschaften

Für die Entscheidung spielen im Wesentlichen drei Kriterien eine Rolle.

  • die Optik
  • Preis und die
  • Haltbarkeit der Fassadenbekleidung

Naturmaterial hat eine klassische, rustikale und traditionell wirkende Optik. Das gilt auch für Schieferdächer. Sie sind auch sehr ökologisch und bieten viele Vorteile, die industriell hergestellte Materialien nur eingeschränkt bieten können, wie etwa Atmungsaktivität und Wärmeschutz.

Der Preis ist hier natürlich das einschränkende Kriterium – Schieferfassaden sind mit Abstand das teuerste Hauskleid, wenn sie auch von geschickten Handwerkern nach einiger Anleitung selbst in jeweils unterschiedlichen Verlegetechniken angebracht werden können.

Die Gestaltungsmöglichkeiten sind hier sehr vielfältig, was auch wiederum für Schiefer spricht. Die Haltbarkeit über Jahrhunderte ist für eine heutige Entscheidung wohl eher ein untergeordnetes Kriterium, da auch alle anderen Möglichkeiten leicht mehrere Jahrzehnte überdauern können.

[attention type=green]

Bei Naturschiefer muss man allerdings durchaus mit rund 70-80 Euro pro Quadratmeter rechnen, bei besonderen Verlegearten noch mit deutlich mehr.

[/attention]

Holzfassaden dagegen haben ein Problem mit der Haltbarkeit – und mit dem Preis. Auch grundsätzlich wetterfestes oder imprägniertes Holz verwittert irgendwann und muss dann erneuert werden. Je nach Behandlung und Witterungseinflüssen kann das aber auch erst nach Jahrzehnten nötig sein.

Die Optik ist auf jeden Fall sehr klassisch und ansprechend. Bleibt dann nur die Preisfrage.

Preislich bewegt sich eine Fassadenverkleidung aus Holz etwa in einem Rahmen von rund 60 bis 120 Euro pro Quadratmeter, dazu kommen unter Umständen noch Kosten für eine Konterlattung und Hinterlüftung.

Die Haltbarkeit von Holzfassaden liegt in jedem Fall an der Art des verwendeten Holzes und seiner Behandlung – es gibt auch durch Heißdruckbehandlung haltbar und wetterfest gemachte Hölzer.

Von Eternitfassaden ist man heute bereits wieder ein wenig abgekommen – vor allem wegen der früheren hoch asbesthaltigen Eternitplatten, die heute als gefährlicher Sondermüll gelten und immer noch viele Leute abschrecken.

Ähnlich wie bei GFK-Platten wird die Optik allgemein nicht besonders geschätzt, obwohl die Haltbarkeit und der Witterungsschutz durchwegs gegeben sind.

Eternitverkleidungen liegen aber preislich auch immerhin im Bereich zwischen 40 und 60 Euro pro Quadratmeter Fassadenfläche, fallweise kann das auch teurer werden.

[attention type=yellow]

Einige Jahrzehnte hält die Verkleidung in jedem Fall, Kunststoffplatten können aber durch die Witterung schon nach wenigen Jahren unansehnlich werden. Und man hat eben Plastik an der Fassade.

[/attention]

Und GFK gehört zu den billigsten Fassadenbekleidungsmöglichkeiten, und sie können in der Regel auch selbst gemacht werden.

GFK-Verkleidungen sind schon ab rund 30 Euro pro Quadratmeter Fassadenfläche möglich.

Kunstschiefer enthält heute keine gesundheitsgefährdenden Stoffe mehr – Kunststoffplatten und Eternit sind also unbedenklich.

Klinkerfassaden sind durchwegs im mittleren Preisfeld angesiedelt, wenn sie nachträglich angebracht werden – mit etwa zwischen 10 und 50 Euro pro Quadratmeter Fassadenfläche bleibt der Preis überschaubar.

Die Optik ist klassische, wenn auch ein wenig bieder wirkend, aber das kann durch eine Auswahl von modernen oder gut passenden Fassadensteinen etwas abgemildert werden.

Die Verwendung der billigeren Plattentechnik ist hier durchwegs empfehlenswert.

Vor allem der Isolierwert von Klinker ist unübertroffen – alle anderen Fassadenbekleidungen bieten hier wesentlich geringeren Wärmeschutz als Klinker. Auch das kann ein Argument für eine Klinkerfassade sein.

Zusammenfassung

Naturmaterial wie Naturschiefer bietet die klassischste Optik, einen guten Wärmeschutz und deutlich den höchsten Preis.

Klinker bietet eindeutig einen sehr guten Wärmeschutz, und liegt preislich und von der Haltbarkeit im Mittelfeld, am günstigsten ist Kunstschiefer – Eternit, Renolit oder GFK-Platten – die allerdings im Bereich der Optik nicht ganz so glänzen. Diese Kriterien gilt es bei einer Entscheidung gegeneinander abzuwägen.

Was ist beim Selbermachen zu beachten?

In den meisten Fällen ist die Anbringung von Hausverkleidungen problemlos selbst möglich, lediglich bei Schiefer sollte man die gewünschte Verlegetechnik wirklich gut beherrschen und die Werte für die jeweils geforderte Mindestüberdeckung kennen, auch bei der Verarbeitung Klinker ist ein wenig spezielles Wissen notwendig, das man aber schnell erwerben kann.

Die Schieferfassade – Klassiker in Deutschland

Seit dem Mittelalter ist in Deutschland Naturschiefer zur Verkleidung der Fassade praktisch der Klassiker schlechthin. Naturschiefer wird in ganzen Blöcken abgebaut und dann in einzelne Platten weiterverarbeitet. Er ist ein Naturmaterial, das sehr ökologisch gewonnen werden kann und eine enorme Lebensdauer aufweist.

Notwendig war der Fassadenschutz früher vor allem durch verbreitete die Fachwerkbauweise, die die Fassaden sehr anfällig gegenüber Witterungseinflüssen und Schlagregen macht und die Haltbarkeit des Hauses so deutlich herabsetzt. Leistbar waren Schieferfassaden wegen der arbeitsaufwendigen Gewinnung des Materials nur für die Reicheren, oder bei Gebäuden im öffentlichen Bereich, die besonders haltbar sein sollten.

Die Haltbarkeit von Schieferfassaden ist dabei legendär, bei vielen Gebäuden, die schon mehrere hundert Jahre alt sind, muss die Schieferfassade oft nur deshalb restauriert werden, weil ganz einfach die zur Befestigung verwendeten Nägel verrostet sind und nicht mehr halten. Dem Schiefer selbst haben die Jahrhunderte Witterung dagegen meist kaum etwas antun können.

Autorin: Johanna Bauer Startseite » Bauen » Fassade » Fassadenverkleidung

Источник: https://www.hausjournal.net/hausverkleidung

Heimtextilien
Schreibe einen Kommentar

;-) :| :x :twisted: :smile: :shock: :sad: :roll: :razz: :oops: :o :mrgreen: :lol: :idea: :grin: :evil: :cry: :cool: :arrow: :???: :?: :!: