Mit diesen Notarkosten müssen Sie rechnen

Contents
  1. Notarkosten: Höhe, Berechnung, Absetzung
  2.   Erstellung des Vertragsentwurfs
  3.   Übergeben des Vertrages zur Prüfung
  4.   Beurkundung des Vertrages
  5.   Veranlassung der Auflassungsvormerkung beim Grundbuchamt
  6.   Einholung des Vorkaufsverzichts der Gemeinde
  7.   Meldung an das Finanzamt
  8.   Überwachung der Zahlung
  9.   Eintragung des Eigentümerwechsels im Grundbuch
  10. Wer muss die Kosten übernehmen?
  11.   Typische Gebührensätze
  12.   Beispielrechnung
  13.   Rechner für Notarkosten
  14.   Sind sie verhandelbar?
  15.   Sind sie steuerlich absetzbar?
  16.   Fallen sie bei einer Schenkung oder Überschreibung weg?
  17. Notarkosten für Testament, Grundstückskaufvertrag und Co
  18. Wie lassen sich die Notarkosten berechnen?
  19. Beispielrechnungen für Notargebühren
  20. Notarkosten und Grundbuchkosten: Diese Gebühren kommen beim Hauskauf auf Sie zu
  21. Wie hoch fallen Notarkosten und Grundbuchkosten aus?
  22. Warum ist das Grundbuch wichtig?
  23. Wie hoch sind die Notarkosten beim Grundbucheintrag?
  24. Wer zahlt die Notargebühren und wer bestimmt den Notar?
  25. Wie kann ich Notarkosten beim Immobilienkauf sparen?
  26. Notarkosten beim Hauskauf: Welche Extrakosten auf Sie zukommen
  27. Wie kann ich als Käufer den Notar unterstützen?
  28. Wie kann ich Kosten für Notar und Grundbuch einsparen?
  29. Notargebühren von Beginn an im Blick haben
  30. Notarkosten: Rechner, Höhe und Spartipps
  31. Amt und Aufgaben des Notars
  32. Wann fallen Notarkosten bei der Baufinanzierung an?
  33. Welche Leistungen erbringt der Notar beim Hauskauf und beim Wohnungskauf?
  34. Welche Aufgaben kann der Notar noch übernehmen?
  35. Wer zahlt die Notarkosten?
  36. Wie lassen sich Notarkosten einsparen?
  37. Wann werden die Kosten für den Notar fällig?
  38. Eine Beispielrechnung zu den Notarkosten des Käufers
  39. Können Notarkosten und andere Nebenkosten finanzieren werden?

Notarkosten: Höhe, Berechnung, Absetzung

Mit diesen Notarkosten müssen Sie rechnen

Wenn Sie in Deutschland eine Immobilie oder ein Grundstück kaufen oder verkaufen möchten, muss der dazugehörige Vertrag von einem Notar erstellt und abgewickelt werden. Der Kaufvertrag ist ohne den Notar nicht rechtskräftig.

Ein Immobilienverkauf ist eine komplexe Angelegenheit, bei der sich ein Laie kaum auskennen kann. Der Gesetzgeber möchte Sie und Ihren Geschäftspartner auf diese Weise vor einem rechtswidrigen Kaufgeschäft schützen.

Zu den Aufgaben eines Notars gehört aber nicht nur die Beurkundung des Kaufvertrages:

  Erstellung des Vertragsentwurfs

Um den Kaufvertrag aufsetzen zu können, sammelt der Notar in erster Linie alle notwendigen Informationen zu dem Immobilienverkauf.

Dazu gehören unter anderem die Personendaten des Verkäufers und Käufers, die Daten der Immobilie, der gewünschte Verkaufstermin und die beteiligten Gläubiger.

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Zudem haben Sie die Option, die Übertragung des Kaufpreises über ein sogenanntes Notaranderkonto abwickeln zu lassen. Dabei richtet der Notar ein Treuhandkonto ein, auf das der Käufer den Kaufpreis überweisen kann.

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Sobald alle Notararbeiten erledigt sind und die Immobilienübertragung rechtskräftig ist, überweist der Notar den Kaufpreis an den Verkäufer. In der Regel wird das Anderkonto aber nur bei einem berechtigten Sicherungsinteresse, wie zum Beispiel einer Zwangsverwaltung, eröffnet.

  Übergeben des Vertrages zur Prüfung

Sobald der Notar den Vertragsentwurf erstellt hat, erhalten Sie und Ihr Geschäftspartner eine Ausfertigung zur Überprüfung. Wenn Sie beide mit dem Vertrag einverstanden sind, setzt der Notar einen Termin zur gemeinsamen Unterzeichnung an.

  Beurkundung des Vertrages

Bei dem vereinbarten Termin unterschreiben beide Parteien den Vertrag. Die Unterzeichnung wird durch den Notar beurkundet, wodurch diese als rechtskräftig gilt. Danach muss der Käufer den vereinbarten Kaufpreis überweisen.

  Veranlassung der Auflassungsvormerkung beim Grundbuchamt

Im nächsten Schritt veranlasst der Notar die Auflassungsvormerkung beim entsprechenden Grundbuchamt.

Diese Vormerkung stellt sicher, dass der Verkäufer während der Abwicklung der Immobilienübertragung nicht mehr auf die Immobilie zugreifen und sie dementsprechend nicht anderweitig verkaufen kann. Die entsprechenden Gebühren werden über die Notarkosten abgerechnet und sind vom Käufer zu tragen.

  Einholung des Vorkaufsverzichts der Gemeinde

In der Regel besitzen die Gemeinden ein Vorkaufsrecht an bebauten und unbebauten Grundstücken. Der Notar prüft, ob dieses Recht für Ihre Immobilie gilt und fordert eine Verzichtserklärung bei der Gemeinde ein.

  Meldung an das Finanzamt

Damit das Finanzamt über das Kaufgeschäft informiert wird, muss der Notar eine sogenannte Veräußerungsanzeige an das zuständige Finanzamt melden.

Dabei wird die Grunderwerbsteuer für den Kauf fällig, die der Käufer tragen muss.

Sobald diese bezahlt wurde, stellt das Finanzamt dem Notar eine Unbedenklichkeitsbescheinigung aus. Ohne sie ist ein Eigentümerwechsel nicht rechtens.

  Überwachung der Zahlung

Der Notar überprüft, ob der Käufer bereits den Kaufpreis überwiesen hat. Erst wenn der Käufer diesen und die entsprechende Grunderwerbsteuer gezahlt hat, darf er als neuer Eigentümer in das Grundbuch eingetragen werden.

  Eintragung des Eigentümerwechsels im Grundbuch

Im letzten Schritt beantragt der Notar beim Grundbuchamt die Löschung der Auflassungsvormerkung und die Eintragung des neuen Eigentümers. Die Immobilienübertragung ist somit rechtmäßig abgeschlossen. Wenn Sie Zahlung über ein Anderkonto gewünscht haben, erhält der Verkäufer nun den Kaufpreis.

Ein Notar ist für den Immobilienkauf unerlässlich.

Wer muss die Kosten übernehmen?

Rechtlich gesehen haften beide Vertragsparteien gleichermaßen für die Zahlung der Notargebühren. Sollte es also den Fall geben, dass der Käufer nicht zahlungsfähig ist, so muss der Verkäufer die Notarkosten bezahlen.

In der Praxis übernimmt der Verkäufer aber lediglich den Anteil der Kosten, der für die „Löschung der Rechte Dritter“ erhoben wird.

Der Käufer kommt für die restlichen Notarkosten auf.

Um auf der sicheren Seite zu sein, sollte Ihr Makler eine vertragliche Regelung über die Kostenverteilung mit Ihrem Vertragspartner vereinbaren.

Die Höhe der Notargebühren ist gesetzlich vorgeschrieben. Tatsächlich ist ein Notar nach § 17 Abs. 1 Satz 1 der Bundesnotarordnung dazu verpflichtet, nicht mehr oder weniger als die festgesetzten Gebühren zu verlangen. Zudem sind die Notargebühren in jedem Bundesland gleich.

  Typische Gebührensätze

Je nach Art der Notartätigkeit fällt nicht nur der einfache Gebührensatz an, sondern auch ein Vielfaches oder ein Bruchteil davon. Für die Beurkundung des Kaufvertrages fällt beispielsweise die zweifache Gebühr an. 

Einen Überblick über die typischen Gebührensätze von Notararbeiten, die bei einem Immobilienübertragung anfallen können, zeigen wir Ihnen in unserer Tabelle:

Notartätigkeit Beispiele Gebührensatz Unterschriftsbeglaubigung Betreuungs- und Vollzugstätigkeiten Einseitige Erklärungen Verträge und Beschlüsse
  • Beglaubigung ohne Entwurf
0,2
  • Beratung
  • Einholung von Unterlagen
0,5
  • Beurkundung der Grundschuld
1,0
  • Beurkundung des Vertrages
2,0

  Ausnahme: Abwicklung über ein Anderkonto

  Beispielrechnung

Der einfache Gebührensatz richtet sich nach dem Kaufpreis der Immobilie bzw. dem Wert des Geschäftes. Bei einem Kaufpreis von beispielsweise 250.

000 Euro ist der einfache Gebührensatz von 535 Euro vorgeschrieben. Die Grundschuld beträgt in unserem Beispiel 150.000 Euro.

Die Beurkundung der Grundschuld muss wiederum am Wert der Grundschuld berechnet werden, wobei für unsere Beispiel-Grundschuld ein einfacher Gebührensatz von 381 Euro vorgesehen ist. 

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Für die vollständige Übertragung der Immobilie fallen aber eine Vielzahl von Notartätigkeiten an, die jeweils einzeln mit den entsprechenden Gebührensätzen berechnet werden müssen.

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Die gesamten Notargebühren für einen Immobilienkauf können daher schnell das fünffache des normalen Gebührensatzes betragen.

Die Gebühren für das Grundbuchamt und die Mehrwertsteuer von 19 Prozent müssen zusätzlich berechnet werden. 

In unserem Beispiel wickeln wir den Kaufpreis von 250.000 Euro über ein Anderkonto ab. Dementsprechend staffelt sich die Gebühr (aufgerundet) wie folgt:

  • 2.500 Euro x 1 Prozent = 25 Euro
  • 7.499 Euro (Differenz zwischen 2.501 und 10.000 Euro) x 0,5 Prozent = 37,50 Euro
  • 239.999 Euro (Differenz zwischen 10.001 und 250.000 Euro) x 0,25 Prozent = 600 Euro

Insgesamt wird für die Abwicklung über ein Notaranderkonto eine Gebühr von 662,50 Euro fällig.

So errechnen sich die Gesamtkosten für den Notar und das Grundbuchamt anhand unseres Beispiels:

Notartätigkeit Gebührensatz Kosten Beurkundung des Vertrages Vollzugstätigkeiten Betreuungstätigkeiten Abwicklung über ein Anderkonto Beurkundung der Grundschuld Eintragung der Grundschuld Eintragung Eigentümerwechsel Gesamtkosten netto Mehrwertsteuer Gesamtkosten brutto
2,01.070 Euro
0,5267,50 Euro
0,5267,50 Euro
662,50 Euro
1,0381 Euro
1,0381 Euro (an das Grundbuchamt)
1,0535 Euro (an das Grundbuchamt)
3.564,50 Euro
19 %677,26 Euro
4.241,76 Euro

  Rechner für Notarkosten

Um den richtigen Gebührensatz für Ihren Immobilienwert zu ermitteln, können Sie den Gebührenrechner der Bundesnotarkammer nutzen. Alternativ können Sie alle Gebührensätze in der Gebührentabelle für Notare nachlesen.

  Notarkosten für Wohnungs- und Hauskauf gleich:

  Sind sie verhandelbar?

Da die Notarkosten gesetzlich festgesetzt sind, ist es nicht möglich, mit dem Notar über den Preis zu verhandeln. Das Gerichts- und Notarkostengesetz hat das Gebührensystem mit seinen unterschiedlichen Sätzen bereits besonders fair gestaltet, damit sich jeder die Unterstützung eines Notars leisten kann.

  Sind sie steuerlich absetzbar?

Sie können die Notarkosten von der Steuer absetzen, wenn Sie mit Ihrer gekauften Immobilie Einkünfte erzielen möchten. Haben Sie also ein Haus gekauft, um es zu vermieten, können die Notarkosten als Anschaffungskosten abgeschrieben werden.

  Fallen sie bei einer Schenkung oder Überschreibung weg?

Eine Immobilienübertragung muss nicht immer mit einem Kauf verbunden sein. Bei einer Schenkung, wenn Sie beispielsweise Ihre Immobilie Ihren Kindern überschreiben möchten, gibt es keinen Kaufpreis.

Damit die Überschreibung rechtskräftig ist, muss aber dennoch ein Vertrag von einem Notar aufgesetzt werden.

 Deshalb fallen auch für eine Schenkung oder einer Überschreibung Kosten für den Notar an, die sich wie gehabt am Wert der Immobilie orientieren. In der Regel werden die Notarkosten in diesem Fall komplett von dem Begünstigten übernommen.

Источник: https://www.aroundhome.de/immobilienverkauf/notarkosten/

Notarkosten für Testament, Grundstückskaufvertrag und Co

Mit diesen Notarkosten müssen Sie rechnen
Können Notare die Kosten für Ihre Arbeit frei bestimmen?

Nein, das Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) legt fest, welche Gebühren beim Notar anfallen.

Wie werden die Notarkosten berechnet?

Welche Kosten für den Dienst eines Notars anfallen hängt sowohl vom Geschäftswert als auch vom gesetzlich festgelegten Gebührensatz ab. Zur Veranschaulichung haben wir in dieser Tabelle ein paar Gebühren berechnet.

Welche Ausgaben muss ich für eine Beurkundung einplanen?

Verschiedene Beispielrechnungen haben wir hier zusammengestellt.

Die Notarkosten sind gesetzlich definiert.

Müssen Sie für einen Erbvertrag, einen Immobilienkaufvertrag oder eine andere Beurkundung die Dienste eines Notars in Anspruch nehmen, entstehen dadurch Kosten. Diese sollten Sie insbesondere beim Kauf von Grundstücken oder Wohnungen im Hinterkopf berücksichtigen.

Doch wie lassen sich die Notarkosten berechnen? Kann ein Notar die Kosten bzw. Gebühren selbst festlegen? Und wie hoch fallen die Notarkosten bei einem Wohnungskauf aus? Antworten auf diese und weitere Fragen liefert der nachfolgende Ratgeber.

Wie lassen sich die Notarkosten berechnen?

Ein Notar berechnet die Kosten anhand von Geschäftswert und Gebührensatz.

Wie hoch die Notarkosten in Deutschland ausfallen bzw.

welche Gebührensätze für die verschiedenen Tätigkeiten gelten, ist im Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) festgeschrieben. Eine freie Preisgestaltung existiert somit nicht, denn gemäß § 17 Abs.

1 Bundesnotarordnung (BNotO) ist der Notar dazu verpflichtet, für seine Tätigkeit die gesetzlich vorgeschriebenen Gebühren zu erheben.

Das Kostenverzeichnis (KV) zum GNotKG schreibt für jedes Geschäft einen bundeweit einheitlichen Gebührensatz vor, welcher die Grundlage für die Berechnung der Notarkosten bildet. Die konkrete Gebühr wird dann anhand des Geschäftswertes und des Gebührensatzes ermittelt.

Auszug aus der GNotKG-Gebührentabelle
Werteinfache Gebührdoppelte Gebühr
10.000 Euro75 Euro150 Euro
50.000 Euro165 Euro330 Euro
100.000 Euro273 Euro546 Euro
500.000 Euro935 Euro1.870 Euro
1.000.000 Euro1.735 Euro3.470 Euro

Ein Preisvergleich bei verschiedenen Notaren lohnt sich nicht, denn durch die gesetzlich definierten Gebührensätze können Sie bei den Notarkosten meist nicht sparen. Allerdings lassen sich zum Beispiel die Notarkosten für eine Vorsorgevollmacht vermeiden, denn eine Beglaubigung oder Beurkundung ist hierbei gesetzlich nicht vorgeschrieben.

Wichtig! Damit sich Notarkosten von der Steuer absetzen lassen, muss es sich dabei um sogenannte Anschaffungskosten handeln. Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn die Notarkosten beim Erwerb einer Immobilie anfallen.

Beispielrechnungen für Notargebühren

Wie hoch die Kosten beim Notar tatsächlich ausfallen, hängt vom individuellen Fall ab.

Wie hoch die Kosten für einen Notar ausfallen, hängt grundsätzlich immer vom jeweiligen Einzelfall ab.

Die nachfolgenden Beispiele dienen daher nur der Veranschaulichung. Für eine individuelle Einschätzung sollten Sie sich daher ggf. an einen Notar wenden.

Möchten Eheleute den gesetzlichen Güterstand ändern, ist dafür ein notarieller Ehevertrag nötig.

Den Notarkosten beim Ehevertrag liegt dabei das zusammengerechnete Reinvermögen beider Ehegatten zugrunde. Das GNotKG schreibt für die Berechnung eine doppelte Gebühr (KV Nr.

21100 GNotKG) vor. Bei einem Reinvermögen von 40.000 Euro erhält der Notar demnach 290 Euro.

Ob Notarkosten bei einer Schenkung anfallen, hängt grundsätzlich von Gegenstand der Schenkung ab. Denn bei einem Auto oder Schmuckstück ist der Gang zum Notar nicht nötig. Handelt es sich dabei allerdings um eine Immobilie, muss anhand des Verkehrswerts eine doppelte Gebühr berechnet werden (KV Nr. 21100 GNotKG).

Wie hoch die Notarkosten beim Hauskauf ausfallen, hängt unter anderem auch davon ab, ob der Notar noch Genehmigungen einholen muss oder die Ablösung einer alten Grundschuld notwendig ist.

Als Grundlage für die Berechnung der Notarkosten bei einem Kaufvertrag dient in der Regel der angenommene Kaufpreis. Liegt dieser bei 160.000 € schlagen Entwurf und Beurkundung durch eine doppelte Gebühr (KV Nr.

21100 GNotKG) in Höhe von 762 Euro zu Buche.

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Nicht selten fordern Banken als Sicherheit für einen Kredit die Eintragung einer Grundschuld. Diese finanzielle Belastung eines Grundstücks muss bei Notar erfolgen. In der Regel werden die Notarkosten einer Grundschuld anhand des Geschäftswertes mit einer einfachen Gebühr berechnet (KV Nr. 21200 GNotKG).

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Bei der Beglaubigung eines Abiturzeugnisses handelt es sich um eine Abschriftsbeglaubigung. Die Notarkosten für diese Beglaubigung liegen in der Regel bei 10 Euro.

Ergänzend zu den gesetzlich definierten Gebühren fallen bei den Notarkosten zusätzlich Auslagen für Kopien, Telefon und Porto an. Darüber hinaus ist die Umsatzsteuer von aktuell 19 Prozent zu erheben. (61 Bewertungen, Durchschnitt: 4,59 von 5)
Notarkosten für Testament, Grundstückskaufvertrag und Co. 4.59 5 61 Loading…

Источник: https://www.anwalt.org/notarkosten/

Notarkosten und Grundbuchkosten: Diese Gebühren kommen beim Hauskauf auf Sie zu

Mit diesen Notarkosten müssen Sie rechnen

Sie haben einen Kaufvertrag unterschrieben und sind jetzt Eigentümer einer Immobilie. Damit dieser Vorgang rechtskräftig ist, müssen Sie erst beim Gericht einen Eintrag ins Grundbuch vornehmen lassen. Dabei ist es egal, ob es sich um einen Grundstückskauf, einen Hauskauf oder einen Wohnungskauf handelt.

Das Mitwirken des Notars ist gesetzlich vorgeschrieben. Er ist als unabhängige Instanz tätig, die die Übertragung des Grundstücks rechtswirksam abwickelt. Der Notar sorgt zudem dafür, dass die Rechte von Käufer und Verkäufer im Vertrag ordnungsgemäß berücksichtigt werden. Außerdem kontrolliert er die Überweisung der notwendigen Zahlungen.

Deshalb fallen zwangsweise Notargebühren an.

Um die Notarkosten kommen Sie beim Haus- und Wohnungskauf sowie Grundstücks­kauf also nicht herum. Sie sind gesetzlich dazu verpflichtet, diese an den Notar zu zahlen.

Wie hoch fallen Notarkosten und Grundbuchkosten aus?

Es gilt die Faustregel, dass mit den Notarkosten und den Grundbuch­eintragungs­kosten noch einmal rund 1,5 % des Kaufpreises auf den Käufer zukommen. Die folgende Tabelle gibt einen ersten Überblick über die ungefähre Höhe der entstehenden Kosten.

Höhe KaufpreisGrundbuch- und Notarkosten (1,5 %)
250.000 €3.750 €
300.000 €4.500 €
350.000 €5.250 €
400.000 €6.000 €

Warum ist das Grundbuch wichtig?

Das Grundbuch enthält rechtlich verbindliche Angaben zu den Eigentums­ver­hält­nissen und zur Größe des Grundstücks. Zu den weiteren wichtigen Einträgen ins Grundbuch gehört die Grundschuld. Sie zählt neben der Hypothek und der Rentenschuld zu den Grundpfandrechten.

Die Grundschuld dient der Absicherung Ihres Baukredites, den Ihnen Ihre Bank gegeben hat. Mit diesem Eintrag erhält die Bank das Recht, wenn Sie zahlungsunfähig sind und das Baudarlehen nicht tilgen können, eine Zwangsversteigerung in die Wege zu leiten.

Mit anderen Worten: Ohne den Eintrag der Grundschuld in das Grundbuch, erhalten Sie keine Baufinanzierung. 

Das Grundbuch ist ein öffentliches Register, in dem alle Grundstücke, ihre Besitzer und mögliche Belastungen festgehalten sind.

Geführt wird es vom zuständigen Amtsgericht, das als Grundbuchamt tätig ist. Einsicht ins Grundbuch dürfen nur Personen oder Institutionen mit einem berechtigten Interesse nehmen.

Das können die Eigentümer, Käufer, Behörden, Gerichte, Notare und Vermessungsingenieure sein 

Wie hoch sind die Notarkosten beim Grundbucheintrag?

In den allermeisten Fällen werden beim Kauf einer Immobilie eine oder mehrere der folgenden Tätigkeiten des Notars notwendig, für die Sie Notarkosten zahlen müssen:

  • Beurkundung des Kaufvertrages
  • Eintragung des neuen Eigentümers in das Grundbuch
  • Eintragung einer Grundschuld in das Grundbuch
  • Löschung einer bereits bestehenden Grundschuld im Grundbuch
  • Eintragung eines Wegerechtes, das die Durchfahrt anderer Personen regelt

Wie hoch die dabei entstehenden Notarkosten sind, lässt sich nicht genau vorhersagen. Jeder Fall ist anders. Je nachdem, welche Leistungen nötig werden und wieviel Aufwand der Notar hat, sind die Kosten unterschiedlich.

Eventuell müssen alte Grundschulden im Grundbuch gelöscht werden oder der Notar muss zusätzliche Genehmigungen einholen, weil sich das Grundstück in einem Sanierungsgebiet befindet. Oder er richtet ein Sonderkonto ein, über das die Bezahlung des Kaufpreises abgewickelt wird. Durch diese Tätigkeiten können sich die Gebührensätze des Notars erhöhen.

An zwei Beispielen können Sie ablesen, wie sich die Notarkosten zusammenstellen und wie hoch sie sind.

Tätigkeit Notarkosten
Beurkundung des Kaufvertrages und rechtliche Beratung762 €
Beschaffung behördlicher Genehmigungen und Löschung einer alten Grundschuld190,50 €
Überwachung der Kaufpreiszahlung und Eigentumsumschreibung190,50 €
Auslagen für Porto und ähnliches (geschätzt)30 €
19 % Mehrwertsteuer222,87 €
Summe1.355,87 €

Quelle: Bundesnotarkammer

Für die Beurkundung des Kaufvertrages und die Löschung einer Grundschuld muss der Käufer der Immobilie in diesem Fall mit 1.355,87 € Notarkosten rechnen. 

Tätigkeit Notarkosten
Beurkundung der Grundschuld327 €
Auslagen (geschätzt)4,50 €
19 % Mehrwertsteuer62,99 €
Summe394,49 €

Quelle: Bundesnotarkammer

In diesem Fall zahlt der Käufer für die Eintragung der Grundschuld 394,49 €. Es können aber weitere Gebühren hinzukommen, wenn der Notar zum Beispiel die für die Bank bestimmte Grundschuldurkunde selbst entgegennimmt und verwahrt.

Einen Überblick über mögliche Notarkosten beim Hauskauf erhalten Sie mit einem Blick in die Gebührentabelle des Gerichts- und Notarkostengesetzes (GNotKG).

Wir haben für Sie einige Beispiele für Notarkosten und Grundbuchkosten mit unterschiedlichen Kaufpreisen der Immobilie und verschiedenen Gebührensätzen zusammengestellt:

KaufpreisEinfacher GebührensatzDreifacher GebührensatzFünffacher Gebührensatz
50.000 €165 €495 €825 €
80.000 €219 €657 €1.095 €
120.000 €300 €900 €1.500 €
150.000 €354 €1.062 €1.770 €
200.000 €435 €1.305 €2.175 €
250.000 €535 €1.605 €2.675 €
300.000 €635 €1.905 €3.175 €
400.000 €735 €2.205 €3.675 €
500.000 €935 €2.805 €4.675 €

Quelle: Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG), Gebührentabelle, Stand: Juli 2020

Zu den in der Notarkostentabelle genannten Gebühren kommt jeweils noch die gesetzlich vorgeschriebene Mehrwertsteuer dazu. Die Ausgaben für den Grundbucheintrag und den Notar gehören zu den Baunebenkosten und den Nebenkosten beim Hauskauf, die Sie unbedingt bei der finanziellen Planung Ihres Bauvorhabens im Blick haben sollten.

Wer zahlt die Notargebühren und wer bestimmt den Notar?

Wie oben schon beschrieben tragen Sie als Käufer die Notarkosten. Dafür haben Sie aber auch das Recht, den Notar auszuwählen. Bei der Suche nach einem Notar gibt Ihnen die Bundesnotarkammer einen guten Überblick über Notare, die in Ihrer Nähe tätig sind.

Auf deren Website können Sie mit der Eingabe des gewünschten Ortes die Notarsuche starten. Auch das Europäische Justizportal bietet die Möglichkeit, online einen Notar zu finden. Da die Gebührenordnung die jeweiligen Gebühren festlegt, gibt es auch keine Sonderangebote und Sie müssen keine Preise vergleichen.

Die Notarkosten beim Haus- und Wohnungskauf sind bei jedem Notar gleich hoch.

Zur notariellen Beurkundung des Kaufvertrages ist es notwendig, dass Sie sich mit dem Verkäufer beim Notar treffen. Er liest als neutraler Experte den Kaufvertrag vor und erklärt alle wesentlichen Punkte. Jetzt können offene rechtliche Fragen besprochen und geklärt werden.

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Herrscht in allen Punkten Einigkeit, wird der Kaufvertrag im Beisein des Notars unterschrieben und vom Notar beglaubigt. Dann regelt der Notar mit dem zuständigen Grundbuchamt den Eintrag ins Grundbuch. Er muss auch das zuständige Finanzamt über diesen Vorgang benachrichtigen, damit die Grunderwerbssteuer berechnet werden kann.

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Zum Schluss müssen Sie die Notarkosten, die beim Immobilienkauf angefallen sind, bezahlen. Erst dann wird die Immobilie im Grundbuch endgültig umgeschrieben. 

Die Bank wird Ihnen den Baukredit erst auszahlen, wenn die Grundschuld im Grundbuch eingetragen ist, weil Sie damit der Bank eine Sicherheit geben.

Daher ist es empfehlenswert, den Kaufvertrag beim Notar erst zu unterscheiben und die Grundschuld erst eintragen zu lassen, wenn Ihnen ein verbindliches Finanzierungsangebot der Bank vorliegt.

Sollte die Finanzierung nicht zustande kommen, kommen ansonsten Notargebühren für die Rückabwicklung auf Sie zu. 

Wie kann ich Notarkosten beim Immobilienkauf sparen?

Viele Möglichkeiten zum Sparen beim Grundbucheintrag haben Sie nicht. Da die Notargebühren durch die Gebührenordnung vorgegeben ist, haben Sie nur wenig Einfluss auf die Höhe der Kosten. Allerdings können Sie mit ein wenig Geschick doch einige hundert Euro sparen.

Da ein Notar jeden Vorgang einzeln berechnet, müssen Sie mehrfach zahlen, wenn Sie mit unterschiedlichen Aufgaben mehrmals zu Ihrem Notar gehen. Versuchen Sie, den Termin zur Beurkundung des Kaufvertrages mit dem zur Eintragung der Grundschuld zusammenzulegen.

Dann müssen Sie nicht für jeden Vorgang extra bezahlen, sondern sparen einen Teil der Notarkosten.

Источник: https://www.vergleich.de/notarkosten-und-grundbuchkosten.html

Notarkosten beim Hauskauf: Welche Extrakosten auf Sie zukommen

Mit diesen Notarkosten müssen Sie rechnen

Mit den Notarkosten sind viele Leistungen und Aufgaben abgedeckt: Die erste Amtshandlung des Notars ist normalerweise die Erstellung eines Vertragsentwurfes. Dieser wird von Käufer und Verkäufer überprüft. Sind beide Parteien mit dem Vertragswerk zufrieden, kann ein Notartermin anberaumt werden.

Bei diesem Termin wird der Vertrag zum Hauskauf unterschrieben und der Notar beurkundet den Vorgang. Darüber hinaus sind mit den Notarkosten das Einholen der notwendigen Vorkaufsverzichterklärung der Gemeinde und die Beantragung der Auflassungsvormerkung im Grundbuch abgedeckt. Diese dokumentiert die Einigung über den Eigentumswechsel der Immobilie zwischen Käufer und Verkäufer.

Im Folgenden zeigen wir noch mal Schritt für Schritt, wie ein Notar vorgeht.

Notarkosten sind unumgänglich. Gibt es einen Weg, günstiger wegzukommen? Unser Spezialist für Baufinanzierung, Rainer Wilke, erklärt im dreiminütigen Gespräch mit Claudia Fyrnihs, wie Notare ihre Gebühren erheben und wie ein Kaufvertrag zustande kommt.

Wie kann ich als Käufer den Notar unterstützen?

Der Notar erledigt zwar vieles für Sie – Hauskäufer müssen aber bestimmte Dinge auch selbst bedenken. Wenn Sie gewisse Unterlagen nicht frühzeitig parat haben, kann es Schwierigkeiten bei der Verkaufsabwicklung geben. 

  • Erst die Finanzierungsbestätigung, dann der Notartermin Bevor Sie den Notarvertrag unterzeichnen, muss Ihnen für Ihre Finanzierung eine Finanzierungsbestätigung seitens der Bank vorliegen, am besten in schriftlicher Form. Weshalb ist das so wichtig? Angenommen, Sie verlassen sich auf eine mündliche Zusage der Bank, Ihnen das Geld zu leihen und unterzeichnen dann einen Vertrag zum Hauskauf. Anschließend kommt die Finanzierung nicht zustande. Dann wird es unangenehm: Ein Kaufvertrag ist verbindlich. Sie wären verpflichtet, den vereinbarten Kaufpreis trotzdem zu zahlen, obwohl Ihnen keine Finanzierung dafür zur Verfügung steht. Eine unangenehme Situation, die es zu vermeiden gilt.  
  • Alle Unterlagen rechtzeitig bereithalten Zudem benötigen Sie spätestens zwei Wochen vor Vertragsunterzeichnung alle notwendigen Unterlagen. Nur so ist es Ihnen möglich aufkommende Fragen zu klären, missverständliche Vertragsklauseln zu notieren und Unklarheiten mit dem Notar zu besprechen. Platzt die Baufinanzierung im „nachhinein“, so muss derjenige die Notarkosten begleichen, der den Notar beauftragt hat. Mit weiteren Kosten für die Rückabwicklung, wie beispielsweite der Maklergebühr, muss gerechnet werden.

Wie kann ich Kosten für Notar und Grundbuch einsparen?

Die Gebühren für die anfallenden Notar- und Grundbuchkosten bei einem Haus- und Immobilienkauf, einer Umschuldung oder einer Grundbuchänderung sind gesetzlich festgelegt und deshalb nicht verhandelbar. Trotzdem gibt es einige Sparmöglichkeiten, denn die Höhe der Notar- und Grundbuchkosten wird wesentlich von der Höhe des Kaufpreises beziehungsweise der eingetragenen Grundschuld bestimmt.

Mit diesen fünf Tipps können Sie die Notar- und Grundbuchkosten verringern:

  1. Achten Sie auf den Kaufpreis: So kann es beispielsweise bei einem Neubau sinnvoll sein, das Grundstück separat zu kaufen, da ein unbebautes Grundstück wesentlich günstiger ist als ein Grundstück mit Immobilie. Je niedriger der Kaufpreis, desto geringer sind die Kaufnebenkosten.
  2. Sparen Sie sich das Notaranderkonto: Regeln Sie stattdessen die Zahlungsbedingungen direkt im Kaufvertrag. Der Notar prüft die Einhaltung dann ohne zusätzliche Kosten.
  3. Eine Auflassungsvormerkung ist keine Pflicht: Verkaufen Sie Ihr Haus oder Ihre Wohnung innerhalb Ihrer Familie oder Freundeskreises, brauchen Sie die Immobilie nicht extra im Grundbuch reservieren.
  4. Treten Sie die Grundschuld beim Bankenwechsel ab: Besonders im Rahmen einer Umschuldung oder Anschlussfinanzierung ist die Grundschuldabtretung eine preiswerte Lösung. Damit sparen Sie sich also die Extragebühren für Löschung und Neueintragung der Grundschuld.
  5. Sprechen Sie mit dem Notar über weitere Sparmöglichkeiten: Nachfragen schadet nicht. Denn mache Banken verlangen beispielsweise nur die Beglaubigung der Grundschuld. Die Beurkundung der Grundschuld ist also keine Pflicht und somit können Sie die Notarkosten um mehrere Hundert Euro verringern.

Wir empfehlen Ihnen, die Notar- und Grundbuchkosten mit Eigenkapital zu finanzieren. Denn damit steigen Ihre Chancen, eine günstigere Baufinanzierung abzuschließen.

Das fragt Moderatorin Denise Haarstrick-Rump unseren Spezialisten für Baufinanzierung, Rainer Wilke. Er erklärt in drei Minuten, wie sich die Kosten rechtfertigen und zusammensetzen.

Notargebühren von Beginn an im Blick haben

Die Notarkosten gehören ebenso wie die Grunderwerbsteuer und etwaige Maklergebühren zu den gängigen Nebenkosten eines Hauskaufs. Sie müssen deshalb berücksichtigt werden, wenn Sie eine genaue Finanzplanung aufstellen. Nur, wenn Sie alle Nebenkosten kennen, können Sie Ihren Finanzierungsbedarf ermitteln.

Dabei stellt sich beispielsweise die Frage, ob Sie Ihr vorhandenes Eigenkapital für die Bezahlung der Nebenkosten einsetzen oder lieber komplett in Ihre Baufinanzierung investieren sollen. Dann müssten die Nebenkosten über einen Ratenkredit abgedeckt werden.

Wenden Sie sich mit solchen Überlegungen einfach an unsere Spezialisten für Baufinanzierung – sie helfen Ihnen dabei mit ihrem Fachwissen weiter.

Источник: https://www.drklein.de/notarkosten.html

Notarkosten: Rechner, Höhe und Spartipps

Mit diesen Notarkosten müssen Sie rechnen

Dank niedriger Zinsen wird der Kauf eines Hauses oder einer Eigentumswohnung für immer mehr Menschen interessant. Zudem gibt es einige Möglichkeiten der staatlichen Förderung, besonders für das energieeffiziente Bauen.

Gleichzeitig kennen die Immobilienpreise weiterhin nur eine Richtung, nämlich nach oben. Das ist für die Immobilienfinanzierung zwar belastend, aber dafür ist mit einem langfristigen Werterhalt oder einer Wertsteigerung zu rechnen.

Auf die hohen Kaufpreise kommen allerdings noch Nebenkosten, wie beispielsweise für den Notar.

Die Notargebühren gehören zu der Kategorie an Nebenkosten, die bei jeder Art des Kaufs anfallen. Sie sind in ihrer Höhe nicht verhandelbar. Egal ob Sie eine Eigentumswohnung oder ein Haus kaufen, gleichgültig ob es sich um einen Neubau oder den Kauf einer Bestandsimmobilie handelt. An der Dienstleistung des Notars führt kein Weg vorbei.

Der Grund: In Deutschland ist die Mitwirkung eines Notars verpflichtend, um einen Immobilienkauf abzuwickeln.

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Das Bürgerliche Gesetzbuch sieht in seinem Paragrafen 311b vor, dass der Kaufvertrag für ein Grundstück notariell zu beurkunden ist.

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Damit sollen Käufer und Verkäufer bei diesem wichtigen und kostspieligen Geschäft vor einer falschen Entscheidung oder gar Betrug geschützt werden.

Amt und Aufgaben des Notars

Die Notarkosten sind bei jedem Immobilienkauf obligatorisch.

Neutral und objektiv soll der Notar beide Parteien beraten und sie über ihre Rechte und Pflichten aufklären. Das ist sinnvoll, schließlich ist der Immobilienkauf eine komplexe Transaktion. Üblicherweise handelt es sich um den teuersten Vertrag, den ein Mensch in seinem Leben unterzeichnet.

Das neutrale Verhalten des Notars ist in Paragraf 1 der Bundesnotarordnung festgelegt, da der Notar als unabhängiger Träger eines öffentlichen Amtes gilt. Wer Anwalt ist und als Notar arbeiten möchte, muss sich bewerben. Die Landesjustizverwaltung ernennt Notare nach einer Anhörung bei der Notarkammer. Nach der Ernennung bekommt der Notar seinen Amtssitz zugewiesen.

Der Gesetzgeber legt in der Bundesnotarordnung fest, in welcher Höhe der Notar seine Dienstleistungen in Rechnung stellen darf.

Das seit 2013 gültige Gesetz über die Kosten der freiwilligen Gerichtsbarkeit für Gerichte und Notare (kurz: Gerichts- und Notarkostengesetz) beinhaltet die Notargebühren.

Damit sind diese Kosten für die gleiche Dienstleistung in jedem Bundesland gleich hoch.

Zum Vergleich: Die Grunderwerbsteuer variiert in ihrer Höhe von Bundesland zu Bundesland. Die Notare können zudem ihre Auslagen in Rechnung stellen. Dazu zählt eine Dokumentenpauschale sowie Auslagen für Telekommunikation und Porto.

Wann fallen Notarkosten bei der Baufinanzierung an?

Der Notar kommt immer dann ins Spiel, wenn Sie sich entschließen, ein Haus oder eine Eigentumswohnung zu kaufen. In diesem Fall beauftragen Sie oder der Verkäufer der Immobilie einen Notar. Nur ein Notar kann den Kauf rechtsgültig abwickeln. Sie können frei entscheiden, wen Sie mit dieser Aufgabe betreuen. Fragen Sie im Bekanntenkreis nach einer Empfehlung.

Für die Eintragung ins Grundbuch fallen zudem Kosten beim Grundbuchamt an. Diese stellt der Notar dem Hauskäufer oder dem Erwerber einer Eigentumswohnung in Rechnung.

Zu den Grundbuchkosten zählen die Ausgaben für:

  • die Auflassungsvormerkung
  • die Eintragung der Eigentümer
  • die Eintragung der Grundschuld

Welche Leistungen erbringt der Notar beim Hauskauf und beim Wohnungskauf?

Der Notar erfüllt zahlreiche Aufgaben beim Kauf von Haus oder Wohnung. Im kurzen Überblick sind es die Folgenden:

  • Einblick in das Grundbuch, um die Eigentumsverhältnisse und mögliche rechtliche Lasten zu prüfen
  • Entwurf des schriftlichen Kaufvertrags
  • Beratung von Käufer und Verkäufer
  • Anmeldung der Auflassungsvormerkung beim Grundbuch
  • Löschung der Vormerkung für die Eigentumsübertragung
  • Beurkundung des Kaufs und Vollzug des Geschäfts
  • Eintragung der neuen Eigentümer in das Grundbuch
  • Überprüfung der Kaufpreiszahlung, sofern der Notar nicht sowieso mit einem Notaranderkonto betraut wird
  • Meldung des erfolgten Kaufs an das Finanzamt

Sofern der Käufer zugunsten der finanzierenden Bank eine Grundschuld eintragen lässt, fällt eine Gebühr für die Beurkundung der Grundschuld an.

Welche Aufgaben kann der Notar noch übernehmen?

Abhängig vom Einzelfall und sofern gewünscht kann der Notar mit weiteren Aufgaben betreut werden. Dazu zählen:

  • das Einholen der Zustimmung des Verwalters beim Kauf einer Eigentumswohnung
  • ein Notaranderkonto einrichten und die Zahlungsströme darüber abwickeln
  • den Vorkaufsverzicht der Gemeinde abfragen, sofern dem Immobilienkauf in der jeweiligen Stadt oder dem Ort ein Vorkaufsrecht im Wege stehen könnte

Außerdem übernimmt der Notar Aufgaben, die nicht unmittelbar mit dem Kauf einer Immobilie zusammenhängen. Wer eine Grundschuld löschen oder eine bestehende Grundschuld abtreten möchte, benötigt dafür die Unterstützung eines Notars.

Der Notar schlägt auf seine Gebühren die jeweils gültige Umsatzsteuer auf. Lediglich für die Grundbuchkosten wird keine Umsatzsteuer berechnet.

Die Notarkosten werden als Prozentsatz des Kaufpreises gerechnet. Je teurer die Immobilie, desto mehr müssen Sie an den Notar bezahlen. Lediglich die Erstattung von Auslagen fallen mit einem Festpreis an.

Wer zahlt die Notarkosten?

Der Käufer der Immobilie trägt in der Regel den deutlich höheren Anteil der Notargebühren. Sämtliche Kosten für den Vertrag und seine Durchführung bezahlt üblicherweise der Käufer.

Die genaue Aufteilung der Notarkosten zwischen Käufer und Verkäufer wird meist in einem gesonderten Vertrag festgehalten. Unabhängig von dieser internen Vereinbarung haften allerdings beide Parteien gegenüber dem Notar.

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Sollte folglich der Käufer die Kosten nicht tragen können, kann der Notar die Gebühr alternativ vom Verkäufer einfordern.

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Meist zahlt der Verkäufer des Hauses oder der Wohnung lediglich jene Kosten, die anfallen, um spezielle Änderungen im Grundbuch vorzunehmen. Dazu zählt die Löschung eines Wohnrechts oder eines Nießbrauchrechts.

Wie lassen sich Notarkosten einsparen?

Ein Notaranderkonto können Sie einrichten, müssen es aber nicht. Verzichten Sie auf diese zusätzliche Absicherung, fällt die Rechnung des Notars etwas niedriger aus.

Wer beim Hauskauf an den Nebenkosten sparen möchte, kann zunächst nur das Grundstück kaufen und später ein Haus darauf bauen. Dann ist der Preis der Immobilie entsprechend niedriger und es fallen weniger hohe Notargebühren an. Der spätere Bau des Hauses gilt nicht als Immobiliengeschäft und unterliegt somit nicht dem Zuständigkeitsbereich des Notars.

Sofern Sie mobile Einrichtungen wie eine Küche oder eine Markise mitkaufen, kann ein realistischer Kaufpreis dafür in den Kaufvertrag aufgenommen werden. Beziehen sich Kosten prozentual auf den Kaufpreis der Immobilie, wird der Kaufpreis für beispielsweise die gebrauchte Küche abgezogen. Auf diese Weise lassen sich legal die Kaufnebenkosten senken.

Wann werden die Kosten für den Notar fällig?

Sobald der Kaufvertrag rechtsgültig von beiden Parteien unterschrieben wurde, kann der Notar seine Dienstleistung in Rechnung stellen.

Meist verschickt er die Rechnung zusammen mit der beglaubigten Kopie des beurkundeten Kaufvertrages. Diese Rechnung müssen Sie kurzfristig begleichen, eine Ratenzahlung oder Stundung wird im Regelfall nicht angeboten.

Daher ist es wichtig, die Kosten für den Notar in die Finanzierung einzuplanen und bereitzuhalten.

Eine Beispielrechnung zu den Notarkosten des Käufers

Das folgende Beispiel zeigt die möglichen Kosten, die bei der Immobilienfinanzierung für den Notar aufseiten des Käufers anfallen. Wir nehmen dazu einen Kaufpreis von 300.000 Euro an.

Darauf entfällt die doppelte Gebühr für den Entwurf des Kaufvertrages sowie die Beurkundung des Vertrages inklusive der rechtlichen Beratung. Das entspricht Kosten von 1210 Euro.

Des Weiteren stellt der Notar eine halbe Gebühr für die Einholung und den Entwurf der Genehmigungen und Löschungsbewilligungen in Rechnung. Diese Position kommt auf 303 Euro.

Außerdem fallen Kosten für die Überwachung der Zahlung des Kaufpreises sowie der Umschreibung des Eigentums statt. Hier fällt wieder eine halbe Gebühr an, was sich auf weitere 303 Euro beläuft.

Die drei genannten Positionen verursachen Kosten in Höhe von 1816 Euro. Abschließend stellt der Notar seine Auslagen in Rechnung, beispielsweise zur Einholung des Grundbuchauszugs sowie Portokosten und eine Dokumentenpauschale.

Unser Baufinanzierungsrechner kann helfen, einen ersten Überblick über die anfallenden Nebenkosten inklusive der Gebühren für den Notar zu gewinnen.

Exakt lässt sich der Betrag vorab nicht berechnen, da die Höhe der Notargebühren vom Einzelfall abhängt.

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Wer ein Notaranderkonto wünscht, das der Notar führt, zahlt höhere Gebühren an ihn, als Käufer, die den Betrag direkt an den Verkäufer überweisen.

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Bei einer Zwangsversteigerung liegt ein berechtigtes Sicherungsinteresse vor, um ein Notaranderkonto zu rechtfertigen. In allen anderen Fällen ist es nicht zwingend nötig. Letztlich hängt die Entscheidung darüber vom Vertrauensverhältnis zwischen Käufer und Verkäufer ab.

Können Notarkosten und andere Nebenkosten finanzieren werden?

Ob eine Bank die Finanzierung der Kosten für den Notar und anderer Nebenkosten übernimmt, hängt von der Bonität und dem Einkommen des Darlehensnehmers ab. Die Bewertung beider Faktoren durch das Finanzinstitut muss überdurchschnittlich positiv ausfallen.

Ohne Eigenkapital handelt es sich inklusive der Nebenkosten um eine Finanzierung mit 110 oder gar bis zu 115 Prozent. Sofern sich eine Bank darauf einlässt, wird sie für das höhere Ausfallrisiko entsprechend höhere Zinsen verlangen.

Baufi24 berät Menschen, die eine Eigentumswohnung oder ein Haus kaufen möchten.

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Источник: https://www.baufi24.de/notarkosten/

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