Modern und nachhaltig heizen mit Pelletheizungen

Contents
  1. Regionale Angebote für Pelletheizungen erhalten
  2.   Pellets – nachhaltiger Brennstoff aus Holz
  3.   Pelletlagerung – trocken & leicht zu erreichen
  4.   Pufferspeicher – die Pelletheizung optimal nutzen
  5. Fördermöglichkeiten für Ihre neue Pelletheizung
  6. Preise für Pelletheizungen und Wartungskosten
  7.   Preise für Pelletheizungen
  8. Pelletheizung – umweltfreundliches Heizen mit Pellets
  9. Was eine Pelletheizung kostet und wie hoch die Fördergelder ausfallen
  10. Der Brennstoff: Holzpellets sind nachwachsend und preiswert
  11. Holzpellets benötigen ein eigenes Lager
  12. Wann eignet sich eine Pelletheizung für meine Immobilie?
  13. Übersicht: Intervalle zur Wartung einer Pelletheizung
  14. 3 Tipps zum nachhaltigen Heizen
  15. 1. Nachhaltiges Heizen mit Holz
  16. 2. Die Kraft der Sonne
  17. 3. Heizen mit Umgebungswärme
  18. Heizungssysteme: nachhaltig heizen im Eigenheim
  19. Nachhaltige Heizungssysteme
  20. Erdwärmepumpen
  21. Luftwärmepumpen
  22. Pelletheizungen
  23. Solarthermie
  24. Blockheizkraftwerke und Kleinwindanlagen
  25. Über den Autor
  26. Günstig und nachhaltig heizen – alles Wissenswerte über Pelletheizungen
  27. Wie funktioniert eine Pelletheizung?
  28. Nachhaltig bauen: Pelletheizungen in Neubauten
  29. Alle Vorteile von Pelletheizungen auf einen Blick
  30. Was kostet eine Pelletheizung?
  31. Das sind die Nachteile von Pelletheizungen
  32. Wer profitiert am meisten von der Pelletheizung?
  33. Dein Ratgeber zur Pelletheizung [Funktion, Kosten, Vergleich] – 2021
  34. Mögliche Förderungen beim Kauf einer Pelletheizung
  35. 1. So fördert das BAFA Pelletheizungen
  36. 2. So fördert die KfW Pelletheizungen
  37. 3. Weitere regionale Förderprogramme
  38. Wie hoch sind die Gesamtenergiekosten einer Pelletheizung im Jahr?
  39. Entwicklung der Betriebskosten einer Pelletheizung?

Regionale Angebote für Pelletheizungen erhalten

Modern und nachhaltig heizen mit Pelletheizungen

Bei der Anschaffung einer modernen Holzheizung mit Pellets stellt sich die Frage nach dem benötigten Brennstoff und seiner Lagerung. Denn anders als Öl oder Scheitholz sind Pellets vielen Verbrauchern unbekannt.

Auch die Lagerung und der Transport vom Pellettankzum Heizkessel stellen technisch andere Anforderungen als z. B. eine Ölheizung.

Erfahren Sie im Folgenden, was Sie beim Heizen mit Pellets beachten müssen:

  Pellets – nachhaltiger Brennstoff aus Holz

Holzpellets sind ein Nebenprodukt der Holzverarbeitung. Basis für die Produktion sind in der Regel Produktionsabfälle wie Hackschnitzel, Späne oder Holzmehl, die zuerst zerkleinert und anschließend unter hohem Druck zu Pellets mit einem Durchmesser zwischen sechs und zehn Millimetern gepresst werden. Die Verarbeitung von wertvollem Kernholz findet nicht statt.

Durch die Mischung verschiedener Holzarten liefern Pellets einen sehr gleichmäßigen Brennwert. Auch wenn die Herstellung aufwendig klingt: Die Pelletherstellung erfordert nur 2,7 Prozent der Energiemenge, die die Pellets für die Heizung liefern.

Zum Vergleich: Um Heizöl herzustellen, muss eine Energiemenge aufgewendet werden, die 12 Prozent der im Heizöl enthaltenen Energie entspricht.

Ähnlich einem Kaminofen, sorgt eine Pelletheizung für eine gemütliche Atmosphäre.

  Pelletlagerung – trocken & leicht zu erreichen

Wenn Sie Ihre Heizung mit Pellets betreiben, benötigen Sie einen ausreichenden Brennstoffvorrat. Bei einem Pelletofen ist es möglich, die Pellets als Sackware einzeln oder auf Paletten zu kaufen und die verschlossenen Säcke trocken im Keller oder in der Garage aufzubewahren.

Bei einer Pelletheizung benötigen Sie einen Pelletraum oder einen Pellettank. Der kann sich im Haus befinden, dort sollte er an einer Außenwand liegen, um eine einfache Belieferung zu gewährleisten. Auch ein ober- oder unterirdischer Tank oder ein Silo im Garten sind mögliche Lösungen.

Liegt der Pellettank nahe am Heizkessel, erfolgt der Pellettransport zur Heizungsanlage mittels einer Förderschnecke.

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Längere und kompliziertere Wege realisieren Sie mit einer Sauganlage. Ein Fachmann berät Sie gern umfassend zur geeigneten Lagergröße.

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Als Faustregel gilt: Pro Kilowatt Wärmeleistung benötigen Sie 0,9 Kubikmeter Lagervolumen.

  Unser Tipp:

  Pufferspeicher – die Pelletheizung optimal nutzen

Grundsätzlich lässt sich eine Pelletheizung sehr gut steuern. Allerdings dauert das Anfeuern länger und benötigt mehr Sekundärenergie (Strom) als eine Öl- oder Gasheizung, da ein Heißluftgebläse die Pellets entzündet.

Mit einem Pufferspeicher ist es möglich, die Heizung mit Pellets in Betrieb zu halten und nicht benötigte Wärme zwischenzuspeichern.

Bei Bedarf gibt der wassergefüllte Pufferspeicher die Wärme an den Heizkreislauf oder zur Warmwasserbereitung ab.

  Unser Tipp:

Fördermöglichkeiten für Ihre neue Pelletheizung

Eine Heizung mit Pellets nutzt nachwachsende Rohstoffe und ist umweltfreundlich.

Aus diesem Grund fördert der Staat die Anschaffung einer Pelletheizung mit verschiedenen Programmen.

Grundsätzlich stehen Fördergelder des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), der Kreditanstalt für Wiederauau (KfW) und teilweise Fördermittel der Länder oder Gemeinden bereit.

Preise für Pelletheizungen und Wartungskosten

Die Preise für eine Pelletheizung unterscheiden sich je nach Ausführung deutlich. Die folgende Übersicht unterstützt Sie dabei, die Kosten realistisch einzuschätzen:

  Preise für Pelletheizungen

Heizungsmodell Funktion Kosten*
PelletofenWarmwasserab 700 Euro
PelletofenHeizungsunterstützung2.000 bis 4.000 Euro
PelletheizungHeizung + Warmwasser16.000 bis 20.000 Euro

* Preise sind Durchschnittswerte und dienen zur Orientierung.

Bei der Verbrennung von einer Tonne Pellets fallen etwa fünf Kilogramm Asche an, die über den Hausmüll entsorgt oder als Dünger verwendet werden können. Der Preis für Holzpellets ist seit Jahren recht konstant undliegt bei etwa 5,61 Cent pro Kilowattstunde. Zum Vergleich: Heizöl kostet 6,43 Cent, Erdgas rund 5,86 Cent pro Kilowattstunde (Stand 2019).

Zusätzlich fallen auch bei einer Pelletheizung weitere Betriebs- und Wartungskosten an. Der Betriebsstrom beläuft sich auf 150 bis 400 Euro pro Jahr. Alle zwei Jahre erfolgt eine Abgasmessung durch den Schornsteinfeger.

 Rechnen Sie hier mit Kosten in Höhe von 150 bis 200 Euro pro Jahr. Zusätzlich ist die Pelletheizung einmal jährlich zu warten, dazu zählt auch die Reinigung der Brennkammer und desPellettanks.

Üblich sind hier Preise von 200 bis 400 Euro jährlich.

Источник: https://www.aroundhome.de/heizung/pelletheizung/

Pelletheizung – umweltfreundliches Heizen mit Pellets

Modern und nachhaltig heizen mit Pelletheizungen

Die Pelletsheizung funktioniert ähnlich wie klassische Gas- oder Ölheizkessel. Als Brennstoff kommen allerdings Holzpellets zum Einsatz. Pellets sind unter Druck verdichtetes Holz.

Sie sind ein nachwachsender und lokal verfügbarer Rohstoff mit fast neutraler CO2-Bilanz, da bei der Verbrennung nur die Menge an CO2 freigesetzt wird, die während der Wachstumsphase in das Holz eingelagert wurde. Pellets sind leicht zu transportieren und deutlich billiger als Heizöl oder Erdgas.

Siegel wie „EN Plus“ oder „DIN plus“ garantieren eine umweltfreundliche und nachhaltige Pelletproduktion und sichern gleichbleibende und hohe Qualität. Sie benötigen keinen Erdgasanschluss, jedoch Stauraum für die Holzpellets.

Vor allem in Altbauten überzeugt die Pelletheizung durch niedrige Verbrauchskosten und erhält dementsprechend staatliche Fördergelder. Doch auch im Neubau ist die Pelletheizung eine attraktive Alternative zu herkömmlichen Heizverfahren.

Was eine Pelletheizung kostet und wie hoch die Fördergelder ausfallen

Eine Pelletheizung kostet Sie insgesamt durchschnittlich zwischen 14.000 bis 24.000 Euro. Allerdings sind die Fördergelder in diesem Betrag noch nicht enthalten.

Anschaffungskosten für eine Pelletheizung

Pelletheizung Komponente Preis
Holzpelletheizung (Kessel)7.000 – 12.000 €
Pufferspeicher1.000 – 3.000 €
Pelletlager1.000 – 3.000 €
Austragungssystem500 – 3.000 €
Installationskosten2.000 – 3.000 €

Im Bestandsbau bekommt man staatliche Fördergelder für eine Pelletheizung. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) vergibt mindestens 3000 Euro. Wenn das Speichervolumen einen bestimmten Umfang erreicht, steigt die Förderung für die Pelletsheizung auf mindestens 3500 Euro an.

Braucht die Pelletheizung einen Speicher? Ein Speicher ist für den Betrieb einer Pelletheizung nicht zwangsläufig notwendig. Moderne Pelletheizungen passen ihre Verbrennungsleistung durchaus an den aktuellen Bedarf an.

Ein Speicher entkoppelt jedoch den Wärmebedarf und die Wärmeproduktion – so muss der Pelletkessel seltener anspringen und kann länger feuern. Ein Speicher vermeidet so häufiges An- und Abschalten.

Das erhöht die Lebensdauer, die Effizienz und verbessert nicht zuletzt die Umweltbilanz einer Pelletheizung.

Dazu gesellen sich verschiedene Boni: Wird zusammen mit der Pelletheizung beispielsweise eine Solarthermieanlage zur Heizungsunterstützung installiert, gibt es 500 Euro dazu. Für diese Fördergelder muss nachweislich ein hydraulischer Abgleich durchgeführt worden sein. Durch diese Fördergelder sinkt die Gesamtinvestition für eine Pelletheizung deutlich.

Basisförderung für eine Pelletheizung durch das BAFA

PelletsystemBAFA FörderungKommentar
Pelletkessel3.000 EuroLeistungsbereich zwischen 5 bis 37,5 kW Leistung
Pelletkessel + Speicher3.500 EuroWie oben, aber mit Pufferspeicher von 30 Liter pro kW Leistung
Pelletofen / Pellet-Kaminofen2.000 EuroMuss wasserführend sein (an Heizkreislauf angebunden)

Der Brennstoff: Holzpellets sind nachwachsend und preiswert

Holzpellets sind der Brennstoff der Pelletheizung. Ihr größter Vorteil ist neben dem Umstand, dass Holz kontinuierlich nachwächst, der sehr günstige Preis. Eine Kilowattstunde Wärme aus Holzpellets kostet derzeit circa 4,74 Cent.

Gas liegt demgegenüber aktuell bei 5,75 Cent / kWh, während sich Heizöl 6,61 Cent pro Kilowattstunde Wärme kosten lässt.

Vor allem in älteren Bestandsbauten, wo mehr geheizt werden muss, holt die Pelletheizung die im Vergleich zu herkömmlichen Heiztechniken höheren Anschaffungskosten im Konzert mit der bestehenden Förderkulisse über die Brennstoffkosten mit der Zeit wieder herein.

Holzpellets benötigen ein eigenes Lager

Wie bei der Ölheizung muss ein Lagerraum für den Brennstoff der Pelletsheizung vorhanden sein. Entsprechende Silos oder Lager können bei schlechten Platzverhältnissen auch draußen aufgestellt werden.

0,009 Kubikmeter pro Quadratmeter beheizter Wohnfläche sollte man für ein Pelletlager einplanen. Im praktischen Einsatz liegt der Verbrauch eine Pelletheizung zwischen 3,5 und 4,5 Tonnen Pellets im Jahr. Eine durchschnittliche Tankladung reicht dabei für ein Jahr aus.

Das ist auch ungefähr der Vorrat, den man auf jeden Fall vorrätig haben sollte. So nutzt man die in den wärmeren Monaten meist niedrigeren Pelletpreise am besten aus, ohne dass man im Winter teurer nachbestellen muss.

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Wichtig bei der Lagerung ist, dass der Pellettransporter bis auf mindestens 30 Meter an Ihr Pelletlager herankommt, damit die Lieferung problemlos eingeblasen werden kann.

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Pellets sollten Sie am besten im Sommer kaufen, wenn die Lager der Hersteller aufgrund der stetigen Pelletproduktion und jahreszeitlich bedingt geringer Nachfrage überzuquellen drohen: die Pelletproduktion verläuft ganzjährig, aber viele Verbraucher bestellen erst dann neue Pellets, wenn es zunehmend kälter wird. Pellethändler bieten im Sommer auch oft Sonderangebote für die frühe Lieferung.

Als Faustformel zur Berechnung der Größe des Pelletlager gilt:

Raumvolumen des Lagers (m3) = Heizlast (kW) * 0,9 m3/kW

Bei einer jährlichen Heizlast von beispielsweise 15 kW sollte das Pelletlager 15kw * 09 m3 / kW = 13,5 m3 groß sein. Hier sind nicht nutzbare Flächen, zum Beispiel durch Schrägen, bereits enthalten. Detailliertere Angaben finden Sie im unten verlinkten Artikel „Pellets richtig lagern“.

Pelletlager mit Förderschnecke: ÖkoFEN Heiztechnik GmbH

Wann eignet sich eine Pelletheizung für meine Immobilie?

Die Pelletheizung eignet sich im Bestandsbau wie im Neubau. Es handelt sich um eine komfortable und ebenso zuverlässige Heiztechnik.

Eine Pelletsheizung leistet im Gegensatz zu Heizsystemen, die niedrige Systemtemperaturen bevorzugen im Bestandsbau mit Radiatorheizkörpern gute Arbeit, da sie auch hohe Systemtemperaturen ohne nennenswerte Effizienzverluste erzeugen kann.

So kann man die Pelletheizung problemlos an Heizungen mit älteren Heizkörpern anbinden, da sie genug Wärme erzeugt, um ältere Heizkörper mit den nötigen Temperaturen zu versorgen.

Auch im Neubau ist eine Pelletheizung natürlich möglich, allerdings kann sie hier ihre Stärken nicht voll ausspielen, was die Brennstoffkosten anbelangt, denn der Wärmebedarf ist hier nicht mehr so hoch wie in älteren Gebäuden. Allerdings hat man immer noch die umweltbezogenen Vorteile auf seiner Seite.

Wer sich für ein alternatives Heizsystem wie eine Wärmepumpe oder anderes entscheidet, muss nicht auf das Heizen mit Holz verzichten: auch über einen zusätzlichen (Pellet-)Kaminofen, den man an den Heizungsspeicher anbindet, kann man weiterhin die angenehme Wärme des Feuers genießen und für die Heizung bereitstellen.

Abgesehen von der Notwendigkeit eines Pelletlagers und der Gewährleistung einer einwandfrei ablaufenden Pelletlieferung (siehe oben) gibt es keine besonderen Anforderungen einer Pelletheizung an eine Immobilie.

Übersicht: Intervalle zur Wartung einer Pelletheizung

Maßnahme zur WartungZeitraum
Ascheaustragalle ein bis zwei Wochen
Reinigung des Brennraumsalle vier bis sechs Wochen
Wartung durch einen Fachmannjährlich
gründliche Reinigung des Lageraumsjährlich (am besten kurz nach Ende der Heizperiode)

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Bildnachweise:

Grundlagen der Pelletheizung: © Jiri Hera – Fotolia.comPelletheizung richtig planen: © maho – Fotolia.comPelletheizung Installation: © Kzenon – Fotolia.comPelletheizung Preise & Kosten: © contrastwerkstatt – Fotolia.

comFörderung einer Pelletheizung: © Jiri Hera – Fotolia.comPelletheizung Checkliste: © Alexander Raths – Fotolia.comHeizungsratgeber: © johannesspreter – Fotolia.comWissenswertes zum Brennstoff: © BillionPhotos.com – Fotolia.

comTechnik der Pelletheizung: © toshi8 – Fotolia.comPellets richtig lagern: © tchara – Fotolia.com

Heizungsfinder Forum: © arizanko – Fotolia.com

Источник: https://www.heizungsfinder.de/pelletheizung

3 Tipps zum nachhaltigen Heizen

Modern und nachhaltig heizen mit Pelletheizungen

Leonard Tekstra

Für die Mehrheit der Deutschen steht fest: „Wir brauchen die Energiewende“. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage des Instituts für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS). Demnach gaben 90 Prozent der 6.

500 befragten Teilnehmer an, dass sie eine Energiewende als erforderlich erachten. Gleichzeitig kritisieren viele der Befragten eine fehlende Orientierung.

Sie beschreiben Möglichkeiten und Maßnahmen als undurchsichtig und „chaotisch“.

Geht es um den Energieverbrauch in Privathaushalten, entfällt ein Großteil auf die Heizung. Hier besteht also einer der größten Hebel für Einsparmaßnahmen. Von der Holzheizung über Solarthermie bis hin zur Wärmepumpe besteht für Verbraucher eine noch nie dagewesene Vielfalt. Doch welche nachhaltigen Heizmöglichkeiten gibt es und welche eignen sich für meine Wohnsituation?

1. Nachhaltiges Heizen mit Holz

9,3 Tonnen jährlich – Das ist die Menge an CO2, die sich durch den Wechsel von einem Öl-Niedertemperaturkessel auf eine Pelletheizung sparen lässt. Zum Vergleich: Der Wechsel von einem Öl-Niedertemperaturkessel auf eine moderne Öl-Brennwertheizung spart lediglich eine Tonne CO2 jährlich.

Pellets werden aus Reststoffen bei der Holzverarbeitung hergestellt. Es handelt sich um Sägespäne, die bei der Produktion von Schnittholz anfallen. Wer Pellets aus der heimischen Region kauft, hält die Lieferwege kurz und schützt so zusätzlich das Klima.

Brennstoff nachlegen, Reinigung des Kessels, Pellets schleppen – Bei Holzheizungen denken viele Eigentümer an eine Menge manuellen Aufwand. Tatsächlich erfolgt die Brennstoffzufuhr bei modernen Pelletheizungen automatisch. Für die Beförderung der Pellets aus dem Lagerraum oder dem Silo in den Verbrenner kommen mechanische oder pneumatische Fördersysteme zum Einsatz.

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Um eine Ausreichende Versorgung mit Brennstoff zu gewährleisten, braucht es jedoch vor allem eines: Platz. Wer sich für eine Holzheizung entscheidet, sollte einen kleinen Raum als Lager entbehren können. Es empfiehlt sich außerdem, dass die Immobilie über einen guten Zugang für Lieferfahrzeuge verfügt.

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Dafür profitieren Eigentümer von lukrativen Förderungen. Hier lassen sich mehrere Tausend Euro Zuschuss erhalten. Die Kombination eines Pelletkessels mit einer Solaranlage beispielsweise fördert das BAFA derzeit mit mindestens 7.500 Euro.

2. Die Kraft der Sonne

Sie stellt die größte unter den erneuerbaren Energiequellen dar. Mit der Sonnenstrahlung, die in einem Jahr auf die Erde trifft, ließe sich das 10.000-fache des jährlichen Energiebedarfs weltweit decken.

Grundlage für Solarthermie bilden Kollektoren, in denen sich Absorber zur Aufnahme der Sonnenenergie befinden.

Ein Wärmeträgermedium, bestehend aus einem Frostschutzmittel und Wasser oder Luft, transportiert die so gewonnene Energie zum Wärmespeicher, wo sie zu Wärme für die Warmwasserbereitung oder Heizungsunterstützung umgewandelt wird.

Solare Wärme dient dabei in den meisten Fällen als Unterstützung eines weiteren Heizungssystems wie einer Öl-, Gas- oder Pelletheizung.

Das liegt an der Volatilität der Sonnenenergie: Während sich im Sommer der Wärmebedarf vollständig durch Sonnenenergie decken lässt, reicht diese im Winter oft nicht aus. In diesem Fall springt dann das zusätzliche Heizungssystem ein.

Reine Solarheizungen erfordern eine sehr gute Gebäudedämmung und saisonale Speicher, die überschüssige Sonnenenergie zu einem späteren Zeitpunkt verfügbar machen.

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Die Voraussetzung für die Installation einer Solarheizung bringt jedes Gebäude mit, das über ein Dach verfügt. Hier werden die Module mit einem Neigungswinkel von 30° bis 50° Grad installiert. Handelt es sich um ein Flachdach, lassen sich die Kollektoren mit einer entsprechenden Unterkonstruktion in den gewünschten Neigungswinkel bringen.

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4.200 bis 9.300 Euro – Mit diesen Kosten müssen Eigentümer bei einer Solaranlage für ein Einfamilienhaus rechnen. der Erstinstallation von Solarkollektoren für die kombinierte Warmwasserbereitung und Raumheizung erhalten Eigentümer derzeit mindestens 2.000 Euro vom Staat. In Kombination mit einer anderen regenerativen Heizungsart wie einer Pelletheizung winken zusätzliche 500 Euro Bonus.

3. Heizen mit Umgebungswärme

Eine Wärmepumpe gewinnt ihre Energie aus Umweltwärme in der Luft, dem Erdreich oder dem Wasser. Diese ist nahezu unendlich verfügbar und kostenlos. Das Prinzip der Wärmepumpe lässt sich gut mit dem eines Kühlschranks erklären: Letzterer entzieht seinem Innenraum Wärme und gibt diese nach außen hin ab. Eine Wärmepumpe entzieht ihrer Umwelt Wärme und gibt diese in den Innenbereich ab.

Dabei lässt sich eine Wärmepumpe nur bedingt als regeneratives Heizungssystem bezeichnen. Grund dafür ist der Motor. Dieser benötigt Strom, der häufig aus fossilen Ressourcen stammt. Um einen nachhaltigen Betrieb zu gewährleisten, ist es wichtig, auf einen Betrieb mit Ökostrom zu achten.

Heute wird bereits in jedem dritten Neubau eine Wärmepumpe installiert. Je nach Wärmepumpenart ergeben sich verschiedene Voraussetzungen. Eine Erdwärmepumpe absorbiert Energie aus dem Erdreich, eine Wasserwärmepumpe aus dem Grundwasser. Die Installation beider Wärmepumpenarten erfordert jeweils eine Bohrung.

Die Stelle, an der gebohrt wurde, dürfen Eigentümer im Anschluss nicht überbauen. Die Bohrung ist genehmigungspflichtig, wobei sich die Antragsverfahren je nach Bundesland unterscheiden. Am unkompliziertesten gestaltet sich die Installation einer Luftwärmepumpe.

Hier sind lediglich rechtliche Anforderungen hinsichtlich des Lärmschutzes zu beachten.

Eigentümer, die auf eine Wärmepumpe setzen, winken attraktive Förderungen. Diese variieren je nach Kombination und Wärmepumpenart. Ein Beispiel: Für eine Wärmepumpe, die eine Erdsonde als Energiequell nutzt, erhalten Eigentümer derzeit 4.500 Euro Förderung durch das BAFA. Verfügt diese Anlage über einen Anschluss an intelligente Stromnetze der Zukunft winken zusätzliche 500 Euro Bonus.

Источник: https://www.erneuerbareenergien.de/3-tipps-zum-nachhaltigen-heizen

Heizungssysteme: nachhaltig heizen im Eigenheim

Modern und nachhaltig heizen mit Pelletheizungen

Gibt es nachhaltige Heizungssysteme, die für ein warmes Zuhause sorgen und gleichzeitig die Umwelt schonen? Am einfachsten und kostengünstigsten ist es, bereits bei der Bauplanung auf die richtigen Heiz- sowie Lüftungssysteme zu setzen. Um deren Nachhaltigkeit zu verstärken und Wärmeverluste zu reduzieren, sollte zudem smart geheizt und gelüftet werden.

In diesem Artikel:

Ein Gastbeitrag von Christian Schaar, Geschäftsführer der S2 GmbH.

Nachhaltige Heizungssysteme

Die Idealbedingungen für unser Wohlfühlklima sind zwar individuell etwas unterschiedlich, doch im Herbst und Winter möchte sich schließlich jeder in einem warmen und heimeligen Zuhause aufhalten. Schon bei einem Neubau sollte daher das passende Heizsystem eingeplant werden. Dafür stehen unterschiedliche Systeme zur Auswahl.

Neben den klassischen Gas- und Ölheizungen – die mit modernster Brennwerttechnik zwar sehr effizient sind, aber auf fossile Energieträger zurückgreifen – setzen sich immer mehr nachhaltige Systeme durch. Im Vergleich zu den herkömmlichen Heizsystemen sinkt der Energieverbrauch bei nachhaltigen Heizsystemen um bis zu 75%.

Auch der CO2-Ausstoß verringert sich.

Erdwärmepumpen

Eine nachhaltige Heizungsmöglichkeit stellt die Verwendung von oberflächennaher Geothermie dar. Mithilfe einer Erdwärmepumpe wird aus Tiefen von bis zu 100m die dort natürlich vorkommende thermische Energie nutzbar gemacht. Dabei transportieren entweder eine Tiefenbohrung, Spiralsonden oder Flächenkollektoren die Wärme zur Pumpe, die diese dann ins Haus bringt.

In tieferen Bodenschichten beträgt die Temperatur ganzjährig konstant mehr als 7°C. Von diesem Effekt profitiert dieses Heizsystem vor allem im Winter. Sowohl ökologisch als auch ökonomisch lohnt sich eine solche Heizung.

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Deswegen sollten bei der Anschaffung nicht nur der Kaufpreis, sondern besonders die Folgekosten bedacht werden. Erdwärmepumpen verwenden Strom, um zu arbeiten. Dieser kann durch eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach des Hauses selbst produziert werden.

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Dadurch verringern sich sowohl der ohnehin niedrige CO2-Ausstoß als auch die entstehenden Folgekosten noch weiter.

Funktionsweise der Erdwärmepumpe

Luftwärmepumpen

Ein weiteres nachhaltiges Heizungssystem ist die Luftwärmepumpe. Ähnlich wie bei der Erdwärmepumpe profitiert die Luftwärmepumpe von der Temperaturdifferenz zwischen Innen- und Außenluft. Die Kosten bis zur Installation des Systems sind gering, denn hier muss im Gegensatz zur Erdwärmepume nicht gebohrt werden. Allerdings ist dieses System nicht so effizient wie Erdwärmepumpen.

Bei Temperaturen von etwa -25°C muss eine elektrische Ersatzheizung die Arbeit übernehmen. Die Geräte arbeiten auf Wunsch auch zur Kühlung der Räume. Das ist im Hinblick auf steigende Temperaturen ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Von daher ist dieses System besonders dann empfehlenswert, wenn das Haus gut isoliert ist und die Umgebungstemperatur nicht unter den kritischen Wert fällt.

Auch hier profitieren Umwelt sowie Geldbeutel von der Kombination mit einer Fotovoltaikanlage.

Pelletheizungen

Noch eher selten im Einsatz sind Heizungssysteme mit Holzpellets. Nachhaltig ist dieses System, da die Abfälle der holzverarbeitenden Industrie – wie zum Beispiel Sägespäne, die bei der Produktion von Schnittholz anfallen – zur Herstellung der Pellets verwendet werden.

Wenn die Holzpellets zudem regional erworben werden, hält das die Lieferwege kurz und schon das Klima. Bauherren sollten hierbei allerdings berücksichtigen, dass für die Lagerhaltung der Pellets genügend Raum zur Verfügung steht.

Statt schwerem Schleppen kommen für die Beförderung der Pellets aus dem Lagerraum in den Verbrenner automatische Fördersysteme zum Einsatz und halten damit den Arbeitsaufwand gering.

Solarthermie

Die Kraft der Sonne ist nicht nur in Form von Fotovoltaikanlagen nutzbar. Die Solarthermie ist eine zuverlässige Technologie, Solarenergie zu nutzen und in Verbindung mit einem Solarspeicher und einem Heizkessel dafür zu sorgen, dass immer ausreichend Wärme zur Verfügung steht.

In Kollektoren auf dem Dach befindet sich eine Wärmeträgerflüssigkeit, die durch Absorption der Strahlungsenergie aufgewärmt wird. Die gewonnene Energie wird dann zum Wärmespeicher transportiert, wo sie zu Wärme für die Warmwasserbereitung oder Heizungsunterstützung umgewandelt wird.

Solarthermie findet häufig in Kombination mit einem anderen Heizsystem Verwendung; Denn während sich im Sommer der Wärmebedarf vollständig durch Sonnenenergie decken lässt, reicht die Strahlung im Winter oft nicht aus.

Blockheizkraftwerke und Kleinwindanlagen

Die sogenannten Mikro-BHKW sind auf dem Vormarsch, wenn es um nachhaltige Heizungssysteme geht. Üblicherweise verbrennen Blockheizkraftwerke fossile Rohstoffe – und zwar sehr effizient und mit einem hohen Nutzungsgrad. Moderne Mikro-BHKW für das Eigenheim verwenden als Rohstoff dagegen Biomasse und gelten dadurch als eine sehr grüne und umweltschonende Lösung.

Auch Kleinwindanlagen sind im Kommen und machen sich die Windkraft als regenerative Energie zu Nutze. Aufgrund ihrer Größe haben sie nur einen verschwindend geringen Einfluss auf die Umwelt – sie beeinträchtigen weder Mensch noch Tier. Die durch sie gewonnene Windenergie kann beispielsweise für den elektrischen Betrieb von Wärmeanlagen verwendet werden.

Außerdem gilt sie dank niedriger CO2-Werte als sehr nachhaltig.

Über den Autor

Christian Schaar ist Geschäftsführer der S2 GmbH. Seine baubiologischen Kenntnisse erlangte er durch den täglichen Umgang mit Problemen der Baubiologie in verschiedenen Unternehmen des ökologischen Holzbaus.

Als Geschäftsführer eines Planungsbüros, dessen Schwerpunkt ebenfalls der ökologische Holzbau ist, wird er bei Neubauprojekten und Sanierungen regelmäßig mit baubiologischen Fragestellungen konfrontiert und als Experte auf diesem Gebiet konsultiert.

Text: Christian Schaar
Bilder: S2 GmbH-NIBE

Источник: https://cradle-mag.de/nachhaltige-heizungssysteme/

Günstig und nachhaltig heizen – alles Wissenswerte über Pelletheizungen

Modern und nachhaltig heizen mit Pelletheizungen

Pelletheizungen sind eine naturfreundliche und kostengünstige Möglichkeit, um das gesamte Haus im Winter zu heizen. Wir haben einige Informationen über den Einbau von Pelletheizungen in Neubauten zusammengefasst, um Bauherren wie Ihnen die Entscheidung für ein passendes Heizsystem zu erleichtern.

Holzpellets sind circa zwei Zentimeter lange Presslinge aus Holz. Als Rohstoff wird hauptsächlich Restholz aus der Sägeindustrie verwendet. Die Pellets haben eine ähnlich gute Energieeffizienz wie fossile Kohle. Sowohl Privatnutzer als auch Unternehmer greifen deshalb auf den Brennstoff zurück.

Pellets können auch in offenen Kaminen und Grills als Brennstoff genutzt werden. In Deutschland herrscht aktuell eine Überproduktion von Holzpellets, wodurch der Preis für den CO²-neutralen Brennstoff dauerhaft niedrig bleibt.

Als Bindemittel benutzen Pellet-Hersteller Stärkemehl aus der Nahrungsmittel- und Tierfutterproduktion. Da in Zukunft immer mehr Ackerfläche für die wachsende Weltbevölkerung gebraucht wird und der Preis für Rohholz in den kommenden Jahrzehnten steigen könnte, ist das günstige Preis-Leistungs-Verhältnis nur bedingt sicher.

Im Vergleich zu Heizsystemen mit fossilen Brennstoffen ist die Pelletheizung jedoch eine günstige und naturfreundliche Alternative.

Wie funktioniert eine Pelletheizung?

Pellet-Zentralheizungen sind leistungsstarke Heizelemente, die in großen Gebäuden und Mehrfamilienhäusern mit hoher Heizlast besonders sinnvoll sind. Für mehr Leistung können Grundstücksbesitzer mehrere Pelletheizungen als Kaskadenanlagen zusammenschalten.

Prinzipiell funktioniert eine Pelletheizung wie ein Brennwertkessel für Gas oder Öl. Der feste Brennstoff wird jedoch meist über ein Druckluftsystem vom Lager in den Pelletofen befördert und dort bei niedriger Temperatur verbrannt. Ein angeschlossener Wassertank dient zur Speicherung überflüssiger Wärmeenergie und filtert Schadstoffe.

Nachhaltig bauen: Pelletheizungen in Neubauten

Bauherren und Bauunternehmer entscheiden sich beim Bau neuer Häuser immer öfter für Pelletheizungen anstelle von Öl- oder Gasheizungssystemen.

Die nachhaltigen Pellet-Heizsysteme können in Kombination mit anderen grünen Energiequellen wie Solar– oder Biogasanlagen genutzt werden.

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So ist die CO²-Bilanz optimal und die laufenden Kosten halten sich auf einem Minimum. Trotzdem ist die Versorgung jederzeit gesichert.

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Der Einbau von Pelletheizungen in bestehende Gebäude ist zwar möglich, bringt aber hohe Kosten mit sich. Wer vom Grund auf eine Pelletheizung in größeren Gebäuden installiert, spart also hohe Kosten für spätere Aufrüstungen.

Alle Vorteile von Pelletheizungen auf einen Blick

  • CO²-neutrale Wärmequelle
  • niedriges Unfallrisiko
  • unkomplizierte Wartung
  • günstiger Brennstoff mit kurzen Lieferwegen
  • hohe Versorgungssicherheit
  • Verwertung von Resten aus der Industrie

Was kostet eine Pelletheizung?

Die Anschaffung einer Pelletheizung ist vergleichsweise teuer. Obwohl sich die Materialkosten für Kessel und Pelletbrenner in Grenzen halten, sind viele Arbeitsstunden für den Einbau nötig.

Der Bauplan eines Hauses muss in vielerlei Hinsicht auf die Technik abgestimmt werden. In Neubauten ist der Einbau deshalb deutlich günstiger als in älteren Gebäuden.

Dank des günstigen Preis-Leistungs-Verhältnisses für Pelletheizungen gleichen sich die Anschaffungskosten allerdings schon nach zehn bis zwölf Jahren aus. Die durchschnittlichen Kosten für ein komplettes Pelletheizungssystem liegen zwischen 15.000 und 25.000 Euro.

Für die Umrüstung in bestehenden Gebäuden sollten Grundstücksbesitzer ein Budget von mindestens 20.000 Euro einplanen. Pellets sind dagegen deutlich günstiger als fossile Brennstoffe. Für eine Kilowattstunde braucht der Brennofen Pellets im Wert von etwa 5,14 Cent.

Das sind die Nachteile von Pelletheizungen

  • relativ hohe Anschaffungskosten
  • neue Pellets müssen regelmäßig angeliefert werden
  • langfristige Preisschwankungen sind denkbar
  • Nutzung von Stärkemehl aus der Nahrungsmittel- und Tierfutterproduktion
  • Förderungsmöglichkeiten für den Einbau von Pelletheizungen

Zum Anreiz für Bauherren bieten der Staat und Energieleister zahlreiche Subventionen für unterschiedliche Zielgruppen an. Für die staatliche Förderung müssen Bauherren bestimmte Voraussetzungen erfüllen, wie niedrige Emissionswerte und moderne Wärmespeicherkessel.

Pelletheizungen für Neubauten sind ebenfalls von der staatlichen Förderung ausgeschlossen. Alternativ dazu bieten einige Banken ihren Kunden günstige Kredite und Zuschüsse zur Finanzierung von Pelletheizungen an.

Wer profitiert am meisten von der Pelletheizung?

Betrachtet man Pro und Contra für den Einbau von Pelletheizungen wird der Vorteil für Bauherren schnell deutlich: Pelletheizungen sind eine solide Grundlage für nachhaltige Energie.

Obwohl die Umweltbilanz deutlich besser ist als bei fossilen Brennstoffen, ist die Pelletheizung nicht emissionsfrei. Der Schadstoffausstoß ist bei optimaler Nutzung ebenso hoch wie die zuvor von den Rohstoff liefernden Pflanzen absorbierte Menge an CO².

Andere grüne Heiz- und Energiesysteme wie geothermische Wärme oder Solarenergie sind emissionsfrei und verbrauchen keine Ackerfläche. Als Zwischenschritt in der Energiewende sind die Pelletheizungen im 21. Jahrhundert jedoch unentbehrlich.

Bildquelle: moses | pixabay

Источник: https://baumentor.de/pelletheizungen/

Dein Ratgeber zur Pelletheizung [Funktion, Kosten, Vergleich] – 2021

Modern und nachhaltig heizen mit Pelletheizungen

Gleich vorneweg: In der Anschaffung ist eine Pelletheizung deutlich teurer als eine Öl- oder Gasheizung. Bei der Entscheidung ist jedoch auch zu berücksichtigen, dass es attraktive Fördermöglichkeiten gibt und die vergleichsweise niedrigen Betriebskosten für eine rasche Amortisation sorgen.

Inklusive aller zentralen Komponenten wie Wärmespeicher, Fördersystem und Heizungsregelung kostet eine Holzpelletheizung mit Montage für ein Ein- bis Dreifamilienhaus im Schnitt 15.000 Euro. Dabei gibt es eine enorme Preisspanne von 3.000 bis 24.000 Euro. 

Ganz klar: Eine Einzelraumheizung (Pelletofen) ist in der Anschaffung natürlich deutlich günstiger als eine Zentralheizung mit Fördersystem und Wärmetauscher.

Weitere Preiskriterien sind unter anderem:

  • Wirkungsgrad in %
  • Nennwärmeleistung in kW
  • Luftzufuhrregelung durch Lambdasonde?
  • System der Pelletzuführung (Fallschachtsystem, Dosierschnecke etc.)
  • Entaschung automatisch oder händisch?
  • Reinigung des Wärmetauschers automatisch oder per Hand?

Ebenfalls zu Buche schlägt die Schaffung einer Lagermöglichkeit:

Für ein Sacksilo, das vier Tonnen Pellets fasst, musst du ca. 3.000 Euro rechnen. Dagegen kostet ein Erdtank mit etwa 5 Tonnen Fassungsvermögen bis zu 9.000 Euro.

Mögliche Förderungen beim Kauf einer Pelletheizung

Eine Pelletheizung ist umweltfreundlich und nachhaltig.

Daher bietet der Staat attraktive Fördermöglichkeiten und Subventionen bei der Anschaffung eines Pelletkessels an. Hausbesitzer können sich dafür an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) oder die Kreditbank für Wiederauau (KfW) wenden. 

1. So fördert das BAFA Pelletheizungen

Die BAFA-Förderung für Pelletkessel kann sowohl in Neubauten als auch im Bestand in Anspruch genommen werden – vorausgesetzt, der Kessel erfüllt die technischen Anforderungen des BAFA und verfügt über Mindestnennwärmeleistung von 5 kW.

Der Fördersatz ist dabei exakt festgelegt und beträgt 35 % der förderfähigen Kosten. Zu diesen zählen unter anderem der Kauf sowie die Montage der Fördertechnik, der Steuertechnik und des Wärmespeichers. Wird in einem Bestandsgebäude eine Ölheizung durch eine Pelletheizung ersetzt, erhöht sich der feste Fördersatz sogar auf 45 %.

2. So fördert die KfW Pelletheizungen

Die KfW fördert die Anschaffung einer Pelletheizung nicht direkt, sondern gewährt zinsgünstige Kredite.

Im Rahmen des Programms Nr. 167 „Energieeffizientes Sanieren – Ergänzungskredit“ können Hausbesitzer für Neubau und Bestand bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit beantragen. Dafür wendet man sich vor dem Kauf der Pelletheizung an die Hausbank. Diese leitet den entsprechenden Antrag an die KfW weiter.

Gut zu wissen: Ein KfW-Kredit lässt sich mit den BAFA-Fördermitteln kombinieren.

3. Weitere regionale Förderprogramme

In vielen Regionen Deutschlands haben Kommunen und Energieversorger weitere Förderprogramme für regenerative Energiegewinnung aufgelegt. Ob oder welche Möglichkeiten es in deiner Region gibt, weiß der örtliche Energieberater.

Die laufenden Kosten für eine Pelletheizung sind deutlich günstiger als die einer Öl- oder Gasheizung. Welche Kosten fallen genau an?

Unumgänglich sind jedoch die Kosten für eine regelmäßige Wartung und Reinigung. Da sich beim Verbrennen der Pellets Staub im Transportsystem festsetzen kann, muss die Anlage ein- bis zweimal im Jahr vom Schornsteinfeger gereinigt werden. Die Kosten dafür belaufen sich auf 100 bis 200 Euro pro Jahr.

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Dazu kommen CO2-Messungen sowie eine Prüfung des Abgassystems in einem zweijährigen Turnus. Dafür musst du etwa 300 Euro einkalkulieren.

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Wesentlicher Faktor für die Betriebskosten einer Pelletheizung stellen Verbrauch und Pelletpreise dar.

Wie hoch sind die Gesamtenergiekosten einer Pelletheizung im Jahr?

In einem durchschnittlichen Einfamilienhaus mit einer Wohnfläche von 150 m² beläuft sich der Heizbedarf auf etwa 10 kW pro Jahr. Der jährliche Warmwasserverbrauch liegt bei ca. 90 m³.

Dafür müssen ungefähr 4 TonnenPellets à ca. 250 bis 300 Euro pro Tonne verbrannt werden. Zu diesen Kosten pro Jahr in Höhe von 1.000 bis 1.200 Euro addieren sich die Kosten für die benötigte Hilfsenergie von knapp 70 Euro pro Jahr.

Wie viel die Pellets tatsächlich kosten, hängt davon ab, ob du sie lose oder als Sackware kaufst. Auch gibt es große Qualitätsunterschiede: Hochwertige Pellets der höchsten Qualitätsklasse A1 sind natürlich etwas teurer, verfügen aber auch über einen besonders hohen Brennwert.

Tipp: Erfahre, was Dich Pellets kosten und wie Du Preise richtig vergleichst. Hole Dir 7 Tipps zur günstigen Pelletbeschaffung.

Entwicklung der Betriebskosten einer Pelletheizung?

Das Heizen mit natürlichen Brennstoffen wird immer beliebter. Dass es aufgrund der steigenden Nachfrage nach Pellets und Co. zu massiven Preissteigerungen kommen wird, gilt als unwahrscheinlich. Schließlich ist auch auf der Angebotsseite ein massiver Ausbau zu beobachten.

Im Vergleich zu anderen Heizsystemen mit Öl oder Gas wird die Pelletheizung ihren Kostenvorsprung in den nächsten Jahren noch deutlich vergrößern können:

Wird seit Anfang 2021 auf fossile Brennstoffe wie Heizöl und Erdgas eine CO2-Abgabe fällig, sind regenerative Energieträger wie Holz davon ausgenommen.

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Aktuell beläuft sich der Preis für eine Tonne CO2 auf 25 Euro. Bis 2025 soll die Abgabe auf 55 Euro pro Tonne steigen. Bei Aufschlägen von aktuell 8 Cent auf den Liter Heizöl und immerhin 5 Cent auf die vergleichbare Menge Erdgas ergibt sich für Holzheizungen in den nächsten fünf Jahren ein Einsparpotential von bis zu 1.800 Euro.

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Mit einer Holzpelletheizung entscheidest du dich für eine besonders umweltfreundliche Heizart. Du gewinnst klimaneutrale Wärme aus nachwachsenden Rohstoffen.

Eventuell werden im Bestand aufgrund des hohen Platzbedarfs jedoch Umbauten notwendig. Gleichzeitig profitierst du aber von attraktiven Fördermöglichkeiten und heizt auf Dauer deutlich günstiger als mit Öl oder Gas.

  • Dank staatlicher Unterstützung und vergleichsweise niedriger Betriebskosten hat sich die Anschaffung einer Holzpelletheizung in der Regel nach zwölf Jahren amortisiert.

Mit einigen Tipps und Tricks lässt sich das Heizen mit Pellets optimieren und damit der Verbrauch und die Kosten senken. Nachfolgend die wichtigsten Tipps von Holz Harry:

Источник: https://holzharry.de/pelletheizung/

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