Nachhaltiges Bauen: Tipps zum Bauen und Renovieren

Nachhaltig bauen, sanieren und renovieren – ein kleiner Leitfaden

Nachhaltiges Bauen: Tipps zum Bauen und Renovieren

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Bei einer nachhaltigen Renovierung oder Sanierung sowie beim nachhaltigen Bauen kommen nur umweltfreundliche Materialien mit einer möglichst langen Lebensdauer zum Einsatz.

Ebenso wichtig ist aber auch die Reduzierung des Energieverbrauchs durch geeignete Maßnahmen. Nachhaltigkeit kommt daher nicht nur der Umwelt zugute, sondern verringert auch in vielen Bereichen wie zum Beispiel beim Heizen die Kosten.

Ebenso sind ökologische Baustoffe nicht nur ein guter Beitrag zum Klimaschutz.

Sie haben auch einen großen Einfluss auf das Wohlbefinden und die Gesundheit der Hausbewohner. Die Nachhaltigkeit hat beim Bauen, Renovieren und Sanieren daher auf vielen Gebieten einen positiven Effekt.

Nachhaltig bauen – die wichtigsten Aspekte

Beim nachhaltigen Bauen geht es darum, möglichst wenig Ressourcen zu verbrauchen, den Energieverbrauch bei der Nutzung des Gebäudes zu minimieren und bei allen Entscheidungen den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes zu betrachten. Nachhaltiges Bauen beginnt deshalb schon bei der sorgfältigen Auswahl des Grundstücks.

Noch nachhaltiger ist es allerdings, keine weiteren Flächen zu versiegeln und ein Haus zu beziehen, das zum Verkauf steht. Soll es dennoch ein Neubau sein, sorgen eine kompakte Bauweise und eine Ausrichtung nach Süden für geringere Wärmeverluste über die Außenwände und damit für einen niedrigeren Energieverbrauch beim Heizen.

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Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Suche nach einem Grundstück ist die Erreichbarkeit von Geschäften, Schulen, der Arbeitsstelle und anderen Orten, die regelmäßig aufgesucht werden. Lassen sich diese Wege auch zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegen, kann zumindest an Tagen mit schönem Wetter das Auto in der Garage bleiben.

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Denken Sie bei der Planung Ihres neuen Zuhauses außerdem an die Zukunft. Ein Haus, das sich nach dem Auszug der Kinder mit wenig Aufwand umbauen lässt, ist eine dauerhafte und damit nachhaltige Lösung.

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Grüner Garten statt Schotter-Wüste

Ein weiterer wichtiger Beitrag zum Umweltschutz ist eine möglichst geringe Versiegelung des Grundstücks. Geschlossene Oberflächen wie eine gepflasterte Grundstückseinfahrt verhindern, dass Regenwasser versickert und dem Grundwasser zugeführt wird.

Gleichzeitig erhöhen sie die Gefahr von Überschwemmungen, die durch den Klimawandel selbst in weniger gefährdeten Gebieten immer häufiger auftreten.

Eine gute Alternative sind daher durchlässige Baustoffe wie Rasengittersteine, die sich aufgrund ihrer hohen Stabilität auch für Wege eignen, die mit dem Auto befahren werden. Die pflegeleichte Gestaltung von Vorgärten mit Kies ist beim nachhaltigen Bauen ebenfalls tabu.

Sie ist nicht nur eine unnötige Versiegelung, sondern nimmt den für die Natur wichtigen Insekten auch den Lebensraum. Zudem heizen sich Steine bei intensiver Sonneneinstrahlung auf und geben die Wärme dann dementsprechend auch wieder ab. Was bei heißen Sommern nicht unbedingt angenehm ist.

Die „Beschotterung“ von Gärten und Grundstücken soll auch in einigen Regionen Deutschlands verboten werden.

Nachhaltige Baustoffe – ökologisch und gesund

Nachhaltige Baustoffe werden aus nachwachsenden Rohstoffen gefertigt. Im Bereich der Dämmstoffe sind dies zum Beispiel Hanf, Jute, Schilf und Holzfasern. Sie stammen idealerweise aus der Region und werden auch dort verarbeitet.

Dies hat den Vorteil, dass beim Transport nur geringe Belastungen für die Umwelt entstehen. Nachhaltige Baustoffe zeichnen sich außerdem dadurch aus, dass sie recycelbar sind.

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Dadurch lassen sie sich zu einem späteren Zeitpunkt in den Wertstoffkreislauf zurückführen.

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Bei der Bewertung, ob ein Baustoff nachhaltig ist, spielt aber auch die Energie, die für seine Herstellung benötigt wird, eine Rolle.

Lehm – Ein traditioneller Baustoff

Auch traditionelle Baustoffe wie Lehm kommen bei nachhaltigen Renovierungen wieder häufiger zum Einsatz. Lehm wurde früher vor allem für Fachwerkhäuser genutzt und ist heutzutage in Form von vorgefertigten Steinen und Platten sowie als Lehmputz erhältlich.

Gleiches gilt für Materialien, die für eine bestimmte Region typisch sind.

Hierzu gehören vor allem die zahlreichen Gesteinsarten wie Granit, Schiefer und Kalkstein, aber auch andere Baustoffe wie zum Beispiel Reet, das in Norddeutschland zum Decken der Dächer genutzt wird.

Sie verliehen in früheren Zeiten, als der Transport von Materialien noch kostspielig war, den einzelnen Regionen ihr typisches Bild.

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Energie auf ökologische Weise gewinnen

Beim nachhaltigen Bauen, Renovieren und Sanieren spielt außerdem die Art der Energiegewinnung eine entscheidende Rolle.

Ökologisch sinnvoll und inzwischen weit verbreitet sind Photovoltaikanlagen auf dem Dach, die Sonnenlicht in Strom umwandeln.

Sind sie an Stromspeicher angeschlossen, ist die Stromversorgung selbst in Zeiten ohne Sonnenschein gewährleistet. Eine Einspeisung in das öffentliche Netz ist in vielen Fällen ebenfalls möglich.

Auf diese Weise lassen sich mit dem umweltfreundlich gewonnenen Strom auch andere Verbraucher versorgen.

Zum Heizen eignen sich unter anderem Wärmepumpen, die beispielsweise die Wärme aus tieferen Erdschichten nutzen, um das Wasser für die Heizungsanlage aufzuwärmen. Diese Technik hat gegenüber der Nutzung von Sonnenenergie den Vorteil, dass die Wärme jederzeit zur Verfügung steht.

Pelletöfen und andere Öfen, die anstelle von fossilen Brennstoffen wie Gas oder Öl mit Holz befeuert werden, sind ebenfalls umweltfreundlich.

Fördermöglichkeiten für nachhaltige Sanierungs- und Renovierungsmaßnahmen

Die Kreditanstalt für Wiederauau (KfW) stellt beim Wechsel auf erneuerbare Energien deshalb günstige Kredite zur Verfügung. Sie bietet auch finanzielle Unterstützung bei anderen Maßnahmen, durch die sich die Energieeffizienz eines Gebäudes verbessern lassen.

Ebenso fördert sie nachhaltiges Bauen, indem sie zum Beispiel die Kosten für einen Experten für energieeffizientes Bauen zur Hälfte übernimmt.

Durch einen Blick auf die aktuellen Förderprogramme lässt sich daher unter Umständen viel Geld sparen.

Eine gute Hilfe: das Siegel der Gesellschaft fürNachhaltiges Bauen

Wie Sie sehen, umfasst nachhaltiges Bauen und Sanieren zahlreiche Aspekte, die den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes betreffen.

Sämtliche Punkte zu berücksichtigen, ist für Laien jedoch kaum möglich, deshalb sind beim Bau eines Hauses Zertifizierungssysteme eine gute Hilfe. Eine Gebäudezertifizierung nimmt zum Beispiel die Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) vor.

Sie vergibt nach einer eingehenden Prüfung Siegel in Bronze, Silber, Gold und Platin. Diese Siegel nutzen inzwischen auch viele Anbieter von schlüsselfertigen Häusern.

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Bei einem frei geplanten Haus und bei der Sanierung oder Renovierung eines Bestandsgebäudes kann dagegen ein Experte für nachhaltiges Bauen helfen.

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Источник: https://handwerker-renovieren.de/nachhaltig-bauen-sanieren-und-renovieren-ein-kleiner-leitfaden/

Nachhaltiges Bauen: ökologisch und bezahlbar – Magazin für Holzkultur

Nachhaltiges Bauen: Tipps zum Bauen und Renovieren

Dein Eigenheim soll nicht nur deinen Ansprüchen an Komfort und Optik genügen, sondern auch günstig in den Bau- und Unterhaltskosten sein und dabei noch die Umwelt schonen? Das ist möglich, die Erfüllung aller dieser Kriterien bedarf jedoch gründlicher Planung. Das Stichwort lautet Nachhaltigkeit.

Der Begriff schließt nicht nur den schonenden Umgang mit den Ressourcen der Natur und die Schaffung von Gesundheit und Wohlbefinden ein, sondern auch den wirtschaftlichen Umgang mit deinen finanziellen Ressourcen.

Für das nachhaltige Bauen nimmt man dementsprechend eine langfristige Perspektive ein, bei der es darum geht, das Verhältnis zwischen dem gesamten Nutzen des Hauses und dem damit verbundenen Ressourcenverbrauch zu optimieren.

Nachhaltig bauen heißt eine ganzheitliche Perspektive einnehmen

Die meisten Bauherren möchten nur einmal bauen und das Eigenheim möglichst lange selbst nutzen. Nachhaltiges Bauen zeichnet sich dadurch aus, dass die Kosten für das Eigenheim über die gesamte Nutzungsdauer hinweg möglichst gering ausfallen.

Gleichzeitig wird darauf geachtet, dass die mit Erbauung, Nutzung und Rückbau des Hauses verbundenen Umweltauswirkungen minimal sind. Während sich diese Ziele teilweise gegenseitig bedingen, kann es in manchen Bereichen jedoch auch zu Zielkonflikten kommen. Das nachhaltige Bauen setzt daher auf verschiedenen Komponenten, die sich ergänzen.

Dazu zählen entsprechende Baustoffe, die im Zusammenspiel mit modernen Energiekonzepten optimale Ergebnisse erzielen.

Mit Holz schaffst du den Spagat

Holz gilt als der Vorzeigebaustoff in Sachen Nachhaltigkeit. Dafür sorgen seine natürlichen Eigenschaften, aber auch die technischen Möglichkeiten zu dessen Verarbeitung. Auf den Punkt gebracht, zeichnet sich Holz durch die folgenden Eigenschaften aus:

  • Nachwachsender Rohstoff
  • Heimisches Produkt
  • Hohe Dauerhaftigkeit
  • Vielfältigkeit in Verwendung und Erscheinungsbild
  • Gute Bearbeitbarkeit
  • Wärmeisolierende Wirkung
  • Ausgleichende Wirkung auf das Raumklima

Daraus lässt sich bereits erkennen, dass Holz über den gesamten Lebenszyklus hinweg vorteilhafte Eigenschaften in sich vereint. Durch die Nähe von Entstehungs- und Verwendungsort fällt nur ein geringer Ressourcenverbrauch für den Transport an. Holz lässt sich gut bearbeiten, sodass auch die Auereitung des Rohstoffes ressourcenschonend ausfällt.

Nachhaltiges Bauen zeichnet sich durch konsequente Entscheidungen aus.

Natürliche Inhaltsstoffe wie Harz und Öle schützen Holz zudem vor Witterungseinflüssen oder anderen Beschädigungen.

Durch die Oberflächenbehandlung mit natürlichen Materialien lässt sich die Dauerhaftigkeit des Holzes erhöhen und in Abhängigkeit von Holzart und Mittel eine unüberschaubare Vielfalt an Oberflächen erzeugen.

Geschmäcker ändern sich meist schneller, als man ein neues Haus bauen kann oder will. Bauherren, die öfter mal etwas Neues wollen, nutzen daher die Wandelbarkeit von Holz, das sich je nach Belieben abschleifen und neu streichen lässt.

Nachhaltiges Bauen zeichnet sich durch konsequente Entscheidungen aus. Holz eignet sich nicht nur für die Errichtung des Rohbaus in Holzbauweise. Es bietet sich durch seine isolierende Wirkung auch für Fenster, Fußböden und Wände an. Dabei speichern die Fasern des Holzes Wärme und geben sie im Winter an die kalte Umgebungsluft ab.

Auf diese Weise reguliert Holz auch die Luftfeuchtigkeit im Haus, sodass das Wohlfühlklima sich wie von selbst einstellt. So sorgt Holz für geringe Heizkosten und bietet eine integrierte Schimmelabwehr.

Zu guter Letzt lässt sich Holz als organisches Material problemlos dem Stoffkreislauf zuführen, ohne dass dabei zusätzlicher Kohlenstoff frei wird.

Holzfenster sind ein Musterbeispiel für das nachhaltige Bauen

Die Potentiale von Holz in Sachen Wirtschaftlichkeit, Ökologie und Gesundheit haben dich überzeugt, du möchtest jedoch nicht in einem klassischen Holzhaus wohnen? Das ist kein Problem, denn über die letzten Jahre haben sich viele Ansätze für nachhaltiges Bauen mit Holz am Markt etabliert.

Das Spektrum reicht dabei vom klassischen Blockhaus bis zur modernen Massivhausoptik. Holz ist auch das perfekte Material für die Fassadengestaltung und den Innenausbau. Ein Paradebeispiel hierfür sind Holzfenster, denn sie erlauben dem Material, sein gesamtes Potential für das nachhaltige Bauen auszuschöpfen.

Holzrahmen mit hochwertiger Verglasung isolieren besonders gut und verdienen für das Haus Bestnoten in Sachen Energieeffizienz. Dabei kann der Rahmen hinsichtlich Farbe und Textur individuell gestaltet werden.

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In der Instandhaltung sind die Fenster unkompliziert, denn ein neuer Anstrich in Intervallen von etwa zehn bis 20 Jahren reicht oft aus.

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Willst du all diese Vorteile der Holzfenster nutzen, jedoch keinen Gedanken an deren Instandhaltung verschwenden, dann kannst du dich über Holzaluminiumfenster informieren.

Diese Fenster verfügen über einen Holzrahmen, der auf der Außenseite durch eine Aluminiumschicht gegen Witterungseinflüsse geschützt ist.

Fachmännisch verarbeitet und mit entsprechender Gebäudetechnik kombiniert, ist Holz der optimale Baustoff für die Errichtung eines Niedrigenergiehauses, das sich durch besonders geringe Unterhaltskosten und Umweltauswirkungen auszeichnet.

Bilder: Ansichten von Haus M – einem Paradebeispiel für nachhaltiges Bauen. Realisiert von RSA Architekten und Soester Holzhaus, ausgestattet mit Fenstern und Türen von Sorpetaler Fensterbau.

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Источник: https://www.sorpetaler.de/hubert/nachhaltig-bauen-und-sanieren/nachhaltig-bauen-oekologisch-und-bezahlbar/

Nachhaltiges Bauen: Tipps für ein ökologisches Zuhause

Nachhaltiges Bauen: Tipps zum Bauen und Renovieren

Nachhaltigkeit beim Hausbau bedeutet viel mehr als nur Energiesparen, denn sie umfasst das ganze Gebäude samt dessen Einfluss auf die Umwelt. Stellen Sie sich schon bei der Planung die Frage, wo das Haus in puncto Sonnenposition und Infrastruktur stehen soll. Bekommt es ohnehin viel Sonnenwärme ab, erübrigen sich auch manche Heizprobleme.

Sehr ungünstig ist ein Standort, an dem womöglich Bäume gefällt werden müssen, um Platz für das Haus zu schaffen. Achten Sie auch darauf, dass Sie die Grundfläche so klein wie möglich halten, damit Sie so wenig Boden wie möglich versiegeln müssen.

Ein versiegelter Boden kann nämlich kein Wasser mehr aufnehmen und bietet Pflanzen keine Möglichkeit zum Wachsen.

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Materialien für Haus und Dämmung

Beim Hausbau kommt eine Vielzahl unterschiedlicher Materialien zum Einsatz, beispielsweise Holz, Beton oder Lehm. Für ein nachhaltiges Zuhause verwenden Sie am besten nur Baumaterialien aus nachwachsenden Rohstoffen, die energiearm produziert werden. Die Materialien sollten außerdem einheimisch sein und kurze Transportwege haben.

Besondere Aufmerksamkeit sollten Sie dem Thema Wärmedämmung zukommen lassen, denn ein gut gedämmtes Haus speichert Wärme und benötigt vergleichsweise wenig Energie zum Heizen. Natürliche Materialien zur Dämmung sind beispielsweise Jute, Kork, Flachs, Holzfaser und Hanf. Vermeiden Sie hingegen synthetische Stoffe wie Mineralwolle oder Steinwolle.

Die Vorteile von natürlichen Dämmmaterialien:

  • Sie halten die Wärme im Haus und sparen so Energie.
  • Sie nehmen Feuchtigkeit auf und sorgen für ein gutes Raumklima.
  • Sie sind unschädlich für die Umwelt und können recycled werden.

Energiesparen und klimaneutral bauen

Energie ist ein Kernthema beim nachhaltigen Bauen. Sonnenkollektoren auf dem Dach sorgen für warmes Wasser ohne weitere Kosten, während eine Photovoltaikanlage die Sonnenstrahlung in elektrische Energie umwandelt. Die Anlagen können Sie sogar an Fassaden oder auf dem Balkon anbringen, wenn das Dach nicht infrage kommt.

Eine durchdachte Positionierung der Zimmer gehört außerdem zum klimaneutralen Wohnen dazu.

Wenig genutzte Zimmer, beispielsweise eine Vorratskammer oder eine Waschküche, sollten Sie möglichst an der Nordwand des Hauses positionieren. Zimmer mit hohem Wärmebedarf sind auf der Südseite, wo viel Sonne hingelangt, besser aufgehoben.

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Ein Glasvorbau, zum Beispiel ein Wintergarten, kann außerdem als Windpufferzone dienen und den angrenzenden Raum gegen Kälte isolieren.

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istock.com/anatoliy_gleb

Ein Hingucker: Solarzellen auf dem Dach oder an der Fassade verwandeln Sonnenstrahlung in Energie.

Beim ökologischen Renovieren stellen sich die gleichen Fragen wie schon beim Bau:

  • Kommt das Material aus regionaler und nachhaltiger Produktion?
  • Wie können Sie natürliche Ressourcen sparen?
  • Wo können Sie auf schädliche und nicht recycelbare Inhaltsstoffe verzichten?

Fußböden sorgfältig auswählen

Der Fußboden will gut überlegt sein, denn er bedeckt im neuen Heim schließlich eine große Fläche und befindet sich in jedem Raum. Vinylböden etwa enthalten häufig Weichmacher und auch viele Teppichböden sind schadstofelastet. Ideal ist daher ein Boden aus Naturmaterialien, beispielsweise Holz, Stein oder Kork.

Achten Sie bei einem Holzfußboden darauf, dass das Holz aus einer einheimischen und nachhaltigen Produktion stammt und vermeiden Sie Tropenhölzer.

Auch Naturstein sollte aus der Region kommen, damit keine langen Transportwege entstehen. Kork hat den Vorteil, dass für ihn kein Baum gefällt werden muss.

Er stammt nämlich aus der äußeren Rinde von Korkeichen und ist eine stilvolle und nachhaltige Alternative zum Holzfußboden.

Streichen mit ökologischen Wandfarben

Viele herkömmliche Wandfarben aus dem Baumarkt enthalten giftige Schadstoffe und Konservierungsmittel, die auf lange Sicht gesundheitsschädlich sein können.

Setzen Sie beim Streichen der Wände stattdessen auf Naturwandfarben, die auf solche Stoffe verzichten. Zu den Naturwandfarben zählen beispielsweise Kalkfarbe, Silikatfarbe oder Lehmfarbe.

Auch Dispersionsfarben gibt es aus klimaneutraler Produktion und ohne Lösungs- und Konservierungsmittel.

Das Badezimmer nachhaltig renovieren

Wenn Ihr Bad eine Generalüberholung bekommt, können Sie eine Menge für die Umwelt tun. Statten Sie etwa den Spülkasten mit einer Wasserbremse aus, sodass beim Teilspülgang auch nur ein Bruchteil der üblichen Wassermenge zum Einsatz kommt.

Auch die Armatur am Waschbecken spart mit einem Durchflussbegrenzer Wasser. Ein weiterer Tipp: Wenn Sie eine Badewanne haben möchten, reicht eine klassische Ein-Personen-Wanne.

Bei Luxuswannen für mehrere Personen ist der Wasserverbrauch übermäßig hoch und damit nicht ressourcenschonend.

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Ökologisch Sanieren & Renovieren | VELUX ..

Nachhaltiges Bauen: Tipps zum Bauen und Renovieren

Nachhaltigkeit gewinnt in Hinblick auf den Klimawandel in vielen Lebensbereichen an Bedeutung. So ist auch ökologisches Bauen ein Thema, dass viele Haus- und Wohnungsbesitzer bei Sanierungsmaßnahmen berücksichtigen möchten. Wir zeigen Ihnen Möglichkeiten, mit denen die ökologische Sanierung gelingt – für eine bessere Ökobilanz und ein gesundes Raumklima.

Nachhaltige Baustoffe bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen und verzichten auf den Einsatz von Chemikalien, wodurch sie die Umwelt schonen und ein gesundes Raumklima begünstigen.

Besonders nachhaltig sind Baustoffe, die mit einem geringen Energieaufwand produziert wurden und kurze Transportwege hinter sich haben.

Auch in Hinblick auf den Denkmalschutz ist ökologisches Sanieren sinnvoll, da nachhaltige Materialien den Erhalt eines authentischen Erscheinungsbildes mit den Anforderungen an Energieeffizienz vereinen.

Naturbaustoffe können in allen Bereichen der Sanierung zum Einsatz kommen, zum Beispiel als Dämmung oder Bodenbelag. Klassische Naturbaustoffe sind Ton, Lehm, Holz, Kork, Hanf und Kalk. Verbunden mit ökologischen Farben und Lacken können Sie so nachhaltig und umweltschonend sanieren.

Ökologisch renovieren mit der richtigen Dämmung

Wenn es um energetisches Sanieren geht, spielt die Dämmung eine zentrale Rolle. Insbesondere im Dachgeschoss ist eine gute Dämmung unabdingbar, um Energie und Heizkosten zu sparen und sommerlicher Hitze entgegenzuwirken. Ökologische Dämmstoffe vereinen mehrere Vorteile:

  • angenehmeres Raumklima
  • geringere Schimmelanfälligkeit
  • ressourcenschonende Herstellung
  • positive Energiebilanz

Materialien, die hier zum Einsatz kommen, sind unter anderem Baumwolle, Flachs, Kokos, Kork oder Jute. Welche Dämmstoffe für Sie infrage kommen, ist von der Beschaffenheit Ihres Hauses abhängig – ziehen Sie im Zweifelsfall einen Experten zurate. Weiterhin sollten Sie auch beim ökologischen Sanieren ausschließlich zertifizierte Dämmstoffe nutzen.

Nachhaltiges Wohnen umfasst auch das ökologische Renovieren des Fußbodens. Eine Dämmung aus Kork oder Holzfaser hilft, Energie zu sparen und verbessert zeitgleich den Trittschall und die Klangatmosphäre.

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Leben Sie im Dachgeschoss, freuen sich die restlichen Hausbewohner sicherlich ebenfalls über eine zuverlässige Trittschalldämmung.

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Aber auch in Hinblick auf die Wohngesundheit überzeugen ökologische Fußbodenmaterialien, da sie keine Weichmacher und Umweltgifte beinhalten. Materialien, die hier zum Einsatz kommen, sind:

  • Holz
  • Bambus
  • Kork
  • Linoleum
  • Kokosfasern für Teppiche
  • Naturstein

Siegel wie der Blaue Engel oder das EU Ecolabel für Bodenbeläge auf Holz- Kork- und Bambusbasis geben vertrauenswürdige Informationen über die gesundheitlichen und umweltrelevanten Einflüsse des Bodenbelags und bieten Orientierung bei der Kaufentscheidung.

Ökologisch sanieren: Wann Sie Ihre Fenster tauschen sollten

Spätestens, wenn Fenster beschädigt und verwittert sind, sollten sie getauscht werden. In der Regel lohnt sich der Wechsel aber schon eher. Denn ältere Fenster werden häufig nicht den Anforderungen an die aktuelle Energiesparverordnung gerecht. Dabei sind energieeffiziente Fenster ein Muss für nachhaltige Architektur.

Über alte Fenster geht viel Energie verloren, sodass sich die Investition in neue Fenster auf lange Sicht auch finanziell rechnet. Empfehlenswert sind zum Beispiel dreifach verglaste Fenster, die aktuelle Anforderungen erfüllen. Der sogenannte U-Wert, der Wärmedurchgangskoeffizient, gibt Aufschluss über die Wärmedämmung von Fenstern und Türen.

Je niedriger dieser Wert ist, desto besser ist die Wärmedämmung.

Feuchtigkeit und daraus resultierender Schimmel sind ein großes Problem für die Gesundheit und für die Bausubstanz Ihres Hauses. Um Feuchtigkeit und Schimmel entgegenzuwirken, müssen Sie nicht zwangsläufig zur Chemiekeule greifen. Bei der ökologischen Schimmelbekämpfung kommt oft Kalk zum Einsatz.

Je nach Schweregrad können Sie Kalk in Form von Kalkanstrich oder Kalkputz verwenden. Die reine Symptombekämpfung reicht bei Schimmelbefall leider nicht aus, Ursachenforschung ist hier ein Muss.

Steht der Schimmel beispielsweise mit einer unpassenden Dämmung im Zusammenhang, sollten Sie diese durch eine ökologische Dämmung tauschen – zumal natürliche Dämmmaterialien oft weniger anfällig für Schimmel sind als synthetische.

Fördermöglichkeiten für nachhaltiges Sanieren

Ökologisch sanieren fordert finanzielle Ressourcen, die sich oft erst nach einer gewissen Zeit rechnen. Wenn Sie sich für nachhaltiges Bauen entscheiden, stehen Ihnen staatliche Fördermittel zur Verfügung. Schließlich tragen Sie mit dem Entschluss, nachhaltig zu sanieren, zur Einsparung von CO2.

Unterstützung bietet Ihnen die Kreditanstalt für Wiederauau, die KfW, in Form von Krediten mit günstigen Zinsen.

Möchten Sie mit Ihren Sanierungsarbeiten beispielsweise einem Energieverlust durch ungeeignete Dämmung entgegenwirken, ist eine Förderung möglich. Das gilt auch für ökologische Heizsysteme wie Biogasheizungen.

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Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, kurz BAFA, bietet ebenfalls Fördermöglichkeiten für ökologische Heizsysteme.

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Außerdem fördern die einzelnen Bundesländer baubiologische Sanierungsarbeiten. Einige dieser Unterstützungsangebote können Sie mit einem Kredit der KfW kombinieren, andere nicht. Die Optionen sind hier recht unterschiedlich, informieren Sie sich im Vorfeld genau, welche Hilfen Ihr Bundesland anbietet und ob die Kombination mit einem KfW-Kredit möglich ist.

Die Kreditanstalt für Wiederauau (KfW) gewährt Kredite mit günstigen Zinsen für die Altbausanierung.

Ebenso leistet das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle Unterstützung, vorrangig bei der ökologischen Gestaltung von Heizsystemen.

Die einzelnen Bundesländer bieten verschiedene Fördermöglichkeiten an, wobei in manchen Regionen auch eine Kombination mit Angeboten der KfW möglich ist.

Wie kann ich Schimmel ökologisch entfernen?

Zur ökologischen Schimmelbekämpfung wird Kalk eingesetzt, zum Beispiel in Form von Kalkputz oder Kalkanstrich.

Wann lohnen sich neue Fenster?

Wenn die alten Fenster nicht den aktuellen Anforderungen an die Energiesparverordnung entsprechen, lohnt sich in der Regel ein Tausch. So können auf lange Sicht Energie und Heizkosten gespart werden.

Источник: https://magazin.velux.de/artikel/oekologisch-sanieren

Nachhaltiges Bauen: Worauf es dabei ankommt

Nachhaltiges Bauen: Tipps zum Bauen und Renovieren

Baust du nachhaltig, so schonst du die Umwelt, indem du auf umweltschädliche Materialien verzichtest und Ressourcen schonst. Was es dabei zu beachten gibt, erfährst du hier.

Was ist nachhaltiges Bauen?

Bei nachhaltigen Bauten handelt es sich um Gebäude, die besonders umweltfreundlich gebaut und betrieben werden. Nachhaltiges Bauen zeichnet sich durch folgende drei Qualitäten aus:

  1. Ökologische Qualität: Das Gebäude ist mit umweltfreundlichen Materialien errichtet worden, die sich umweltverträglich entsorgen lassen.
  2. Ökonomische Qualität: Das Gebäude wurde ressourcenschonend geplant, gebaut, und kann mit geringem Energieverbrauch betrieben werden.
  3. Sozio-kulturelle Qualität: Der Bau ist sozial akzeptiert, und stößt in der Bevölkerung auf keinen größeren Widerstand oder Protest.

Ein nachhaltiger Bau muss alle drei Qualitätskriterien erfüllen. Erst durch das Zusammenspiel der jeweiligen Qualitäten kommt der Nachhaltigkeitsaspekt zustande.

In Deutschland gibt es insgesamt vier Systeme, um nachhaltige Bauten zu bewerten und zu zertifizieren:

  1. Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  2. Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen für Bundesgebäude
  3. Building Research Establishment Environmental Assessment Method
  4. Leadership in Energy and Environmental Design

Entspricht dein Gebäude den Nachhaltigkeitskriterien der jeweiligen Zertifizierungsstelle, so kannst du es dir dort als nachhaltig zertifizieren lassen.

Die Nachhaltigkeitszertifizierung bringt den Vorteil mit sich, dass du bei einer ‚grünen‘ Bank wie etwa der Ethik Bank, GLS Bank, Triodos Bank, oder Umwelt Bank ein Darlehen zu besonderen Konditionen aufnehmen kannst. Auch die Kreditanstalt für Wiederauau (KfW) fördert nachhaltiges Bauen finanziell. Je höher der Ökofaktor deines Gebäudes, desto höhere Fördersummen kannst du erhalten, um deinen Baukredit zu tilgen.

1. Die ökologische Qualität

Damit ein Gebäude unter ökologischen Gesichtspunkten nachhaltig ist, sollte es immer mit umweltfreundlichen Materialien errichtet werden. Ein ökologischer Baustoff zeichnet sich dadurch aus, dass er umweltfreundlich hergestellt und entsorgt werden kann. Zu den ökologischen Baustoffen zählen beispielsweise:

  • Lehm, Ziegel, Natursteine
  • Natürliche Dämmstoffe
  • Naturfarben
  • Klebstoffe auf Pflanzenbasis
  • Mehrfachisolierte Holzfenster

Folgende Baustoffe sind dagegen nicht nachhaltig:

  • Kunststoffe auf Rohölbasis
  • Lacke
  • Dämmwolle
  • Sand und Kies

Es ist zudem darauf zu achten, dass die verwendeten Materialien möglichst langlebig sind. So wird vermieden, dass das Gebäude aufwändig saniert werden muss, wozu wieder neue Baumaterialien nötig sind.

2. Die ökonomische Qualität

Eine Solaranlage hilft dabei, die Energieeffizienz deines Gebäudes zu verbessern. (Foto: CC0 / Pixabay / eliseocabrera)

Die ökonomische Qualität sollten Bauende immer schon direkt bei der Bauplanung mitberücksichtigen. Das Gebäude soll möglichst kostengünstig und ressourcenschonend gebaut und betrieben werden.

Hier sind einige Fragen, die du dir in der Planungsphase eines nachhaltigen Baus stellen solltest:

  • Wie viel Baumaterial benötige ich, und wie hoch sind die voraussichtlichen Materialkosten?
  • Welche regenerativen Energiequellen kann ich nutzen?
  • Welche und wie viele Ressourcen verbraucht mein Bau während der Bauzeit und Nutzung? Wie können diese geschützt werden?
  • Ist es überhaupt sinnvoll, neu zu bauen? Kann ich nicht auch ein vorhandenes Gebäude nachhaltig umgestalten?

Ein Hauptaugenmerk sollte immer darauf liegen, das Gebäude möglichst energieeffizient zu betreiben. Du kannst dieses Ziel erreichen indem du:

  • Dein Haus zur Sonne ausrichtest. Auf diese Weise sinkt dein Heizbedarf und du benötigst weniger künstliches Licht.
  • Auf eine Klimaanlage verzichtest.
  • Eine ökologische Wärmedämmung einbaust.
  • Eine Solaranlage installierst.
  • Mehrfachverglaste Fenster und Türen einbaust.

3. Die sozio-kulturelle Qualität

Ein Bau ist nur nachhaltig, solange er von seiner Umgebung akzeptiert wird. Nachhaltig bauen bedeutet immer auch, den sozialen Frieden zu erhalten. Wird für einen neuen Bau beispielsweise ein Naturschutzgebiet oder Park geopfert, so kann die Lebensqualität der umliegenden Anwohner gemindert werden.

Während der Bauplanung solltest du dich daher immer mit deinen zukünftigen Nachbar*innen zusammensetzen, um dir deren Meinung einzuholen. Werden Konflikte frühzeitig aus dem Weg geräumt, so führt dies in der Regel zu einem besseren Miteinander aller beteiligten Parteien.

Auch wenn du zurzeit nicht planst, ein Haus zu bauen, kannst du die drei Nachhaltigkeitskriterien bei deiner nächsten Renovierung im Kopf behalten.

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Verwende für alle deine Bauprojekte möglichst umweltfreundliche Materialien und achte auch darauf, mit minimalem Ressourceneinsatz ans Ziel zu kommen.

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Eine sorgfältige Planung spart Kosten und vermeidet Ressourcenverschwendung.

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Schlagwörter: Gewusst wie wissen

Источник: https://utopia.de/ratgeber/nachhaltiges-bauen-worauf-es-dabei-ankommt/

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