Nachhaltiges Bauen: Tipps zum Bauen und Renovieren

Contents
  1. Nachhaltig bauen: Welche Maßnahmen müssen Sie bei einem ökologischen Haus beachten?
  2. Was bedeutet überhaupt ökologisches Bauen?
  3. Geheimrezept? Gibt es leider nicht
  4. Die Prinzipien des ökologischen Bauens
  5. Schutz der natürlichen Ressourcen
  6. Effiziente Bodennutzung
  7. Umweltfreundliche Materialien
  8. Nachhaltige Rohstoffe
  9. Regenerative Energiequellen
  10. Schutz des Ökosystems
  11. Für Sie zusammengefasst: Was bedeutet das?
  12. Zu Hause das Klima schützen: Das alles könnt ihr tun
  13. Der ökologische Garten: Nachhaltig und naturnah
  14. Do it yourself: Tipps fürs plastikfreie Leben
  15. Nachhaltig einrichten: Möbel aus natürlichen Materialien
  16. Nachhaltig bauen: Holz, der Baustoff der Zukunft
  17. Energiebilanz: Den eigenen CO2-Ausstoß senken
  18. Nachhaltiges Bauen: Worauf es dabei ankommt
  19. Was ist nachhaltiges Bauen?
  20. 1. Die ökologische Qualität
  21. 2. Die ökonomische Qualität
  22. 3. Die sozio-kulturelle Qualität
  23. Ökologisch Sanieren & Renovieren | VELUX ..
  24. Ökologisch renovieren mit der richtigen Dämmung
  25. Ökologisch sanieren: Wann Sie Ihre Fenster tauschen sollten
  26. Fördermöglichkeiten für nachhaltiges Sanieren
  27. Wie kann ich Schimmel ökologisch entfernen?
  28. Wann lohnen sich neue Fenster?
  29. Nachhaltig bauen, sanieren und renovieren – ein kleiner Leitfaden
  30. Nachhaltig bauen – die wichtigsten Aspekte
  31. Grüner Garten statt Schotter-Wüste
  32. Nachhaltige Baustoffe – ökologisch und gesund
  33. Lehm – Ein traditioneller Baustoff
  34. Energie auf ökologische Weise gewinnen
  35. Fördermöglichkeiten für nachhaltige Sanierungs- und Renovierungsmaßnahmen
  36. Eine gute Hilfe: das Siegel der Gesellschaft fürNachhaltiges Bauen

Nachhaltig bauen: Welche Maßnahmen müssen Sie bei einem ökologischen Haus beachten?

Nachhaltiges Bauen: Tipps zum Bauen und Renovieren

Sie setzen auf Nachhaltigkeit und wollen Ihr neues Traumhaus ökologisch bauen? Wir erklären Ihnen, was ökologisches Bauen bedeutet und worauf Sie achten sollten, um ein langlebiges Konzept im Einklang mit der Umwelt zu gestalten.

Mit dem fortschreitenden Klimawandel bekommen wir die Folgen der durch uns verursachten Umweltbelastung und Energieverschwendung immer deutlicher zu spüren. Nachhaltigkeit ist daher in den letzten Jahren zu einem Megatrend geworden.

Bereits 2002 beschloss die Bundesregierung eine nationale Nachhaltigkeitsstrategie, welche sie seither stetig weiterentwickelt.

So sollen unter anderem auch wir Bürger dazu beitragen, die Treibhausgasemissionen zu senken und mehr erneuerbare Energien zu nutzen.

Der Gebäudesektor war vor einigen Jahren immer noch für ein Drittel des Energieverbrauchs in Deutschland verantwortlich. Daher veröffentlichte das Bundesministerium 2013 einen Leitfaden für nachhaltiges Bauen. Dieses umfassende Dokument dient als nachhaltige Handlungsanleitung für eine Bauweise, die nicht nur unsere Umwelt, sondern auch die nachfolgenden Generationen bedenkt.

Was bedeutet überhaupt ökologisches Bauen?

Beim ökologischen Bauen wird die Belastung der Umwelt in jeder Lebensphase eines Bauwerks bedacht. Es wird sowohl bei der Herstellung, als auch bei der Nutzung und dem Abriss eines Hauses auf energiesparende und nachhaltige Maßnahmen geachtet. Wie erfolgreich das Ergebnis ist, kann mit festgelegten Indikatoren gemessen werden.

Geheimrezept? Gibt es leider nicht

Was vielleicht auch Sie nicht wissen: Ein ökologische Musterhaus gibt es nicht. Der Bereich „ökologisches Bauen“ umfasst viele Kriterien, deren konkrete Umsetzung von Bauprojekt zu Bauprojekt unterschiedlich aussehen kann. Je nach Umständen sind bestimmte Maßnahmen im einem Fall ökologisch, im anderen können sie dagegen sogar kontraproduktiv sein.

Ein Beispiel kann dies verdeutlichen:

Richten Sie ein Haus optimal zur Sonne aus, haben Sie zwar mehr Tageslicht und der Heizaufwand ist geringer – es kann aber auch passieren, dass Sie viel mehr Energie für die Kühlung aufwenden müssen. Das heißt, abhängig von den umgebenden Faktoren muss jedes Haus mit individuellen ökologischen Maßnahmen geplant werden.

Eine optimale Ausrichtung zur Sonne bedeutet nicht immer, dass Energie gespart wird.

Es gibt jedoch einige Prinzipien, an denen sich ökologisches Bauen festmachen lässt und die wir Ihnen im Folgenden näher erläutern wollen.

Die Prinzipien des ökologischen Bauens

Im Leitfaden für Nachhaltiges Bauen werden zwei Bereiche definiert, die das Schutzgut natürliche Umwelt erhalten sollen. Zum einen wird der Fokus auf die Bewahrung der natürlichen Ressourcen, zum anderen auf die Instandhaltung unseres Ökosystems gelegt.

Schutz der natürlichen Ressourcen

Im Allgemeinen gilt: Je weniger Ressourcen beim Bau verbraucht werden, desto umweltfreundlicher ist ein Gebäude. Das klingt zunächst sehr einleuchtend. Sie sollten jedoch schon bei der Planung bedenken, dass diese Devise auch noch bei der Nutzung und dem Abriss des Gebäudes gilt.

Da ein Haus natürlich nicht komplett ohne Ressourcen gebaut werden kann, umfasst deren Schutz viele weitere Kriterien. Wie wichtig diese sind und in welchem Umfang sie verwirklicht werden, ist aber immer von Ihrem Bauprojekt abhängig.

Je nach Bauprojekt müssen Sie individuelle Maßnahmen für ein ökologisches Haus ergreifen.

Effiziente Bodennutzung

Gelangt aufgrund von Bebauung kein Regenwasser mehr in den Boden, werden alle laufenden natürlichen Prozesse unterbrochen und das Wasser nicht mehr gespeichert. Die Folgen erleben wir, aktueller denn je, in Form von Hochwasser. Bedenken Sie daher: Je weniger Fläche Sie in Anspruch nehmen, desto geringer ist die Bodenversiegelung – und desto größer der Gewinn für die Umwelt.

Umweltfreundliche Materialien

Umweltfreundliche Baustoffe sind solche, die anschließend wiederverwendet, -verwertet und gefahrlos in den Stoffkreislauf zurückgegeben werden können.

Ohne toxische und künstliche Stoffe ermöglichen Sie Ihnen zudem ein gesundheitsfreundliches Wohnen.

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Sie sollten außerdem darauf achten, dass die Baustoffe auch bei Herstellung, Transport, Gebrauch und Entsorgung möglichst wenig Energie verbrauchen und kaum Schadstoffe abgeben.

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Eine stabile und langlebige Konstruktion verlängert die Nutzungsdauer eines Gebäudes. Diese sollten auch die Materialen unterstützen und daher möglichst beständig und umweltfreundlich ersetzbar sein.

Eine stabile und langlebige Konstruktion verlängert die Nutzungsdauer eines Gebäudes – je nachdem natürlich, mit welchen Baustoffen sie gefertigt wird.

Nachhaltige Rohstoffe

Naturbaustoffe entsprechen meist den Kriterien nachhaltiger Materialien und werden daher gerne verwendet. So werden beispielsweise Lehm, Ziegel, Naturstein, Kork oder Holz unter anderem für Mauern, Putz, Dämmung, Farbe oder Boden eingesetzt. Der Trend zur Nachhaltigkeit wird sogar inzwischen gerne in der Inneneinrichtung aufgegriffen.

Nachhaltige Naturbaustoffe sind nicht nur im Trend, sondern auch langlebig und gesundheitsfreundlich.

Sie sollten jedoch immer auf die verschiedenen Gütesiegel achten. Denn nur, weil „Naturbaustoff“ darauf steht, heißt es nicht, dass dieser auch zwingend umweltschonend und gesundheitsfreundlich ist. Holz ist ein beliebtes, als nachhaltig geltendes Material. Trotzdem ist auch diese Ressource begrenzt und muss daher immer so an- und abgebaut werden, dass unsere Wälder erhalten bleiben.

Regenerative Energiequellen

Nachhaltig bedeutet, dass Ihr Haus auch während der Nutzungsphase möglichst wenig Energie verbraucht. Diesen Punkt müssen Sie schon bei der Planung beachten.

Vor allem regenerative Energiequellen aus Sonne, Wasser, Wind, Biomasse und Geothermie eignen sich, da sie einerseits unabhängig von fossilen Rohstoffen sind und andererseits durch weniger Emissionen der Erderwärmung und Umweltverschmutzung entgegenwirken.

Auf welche Art von Energiegewinn Sie setzen, bestimmen Sie am besten individuell in Abhängigkeit von Ihrem Projekt.

Weit verbreitet auf unseren Haus- und Gartenhausdächern sind inzwischen Photovoltaikanlagen.

Auf der einen Seite produzieren sie auch im Winter emissionsfreien Strom, auf der anderen Seite sind sie aber vom Sonnenlicht abhängig und verbrauchen in der Produktion relativ viel Energie.

Auch Kleinwindanlagen arbeiten ohne Schadstoffausstoß mit der natürlichen Ressource Wind. Auf eine konstante Luftströmung können Sie sich jedoch nicht verlassen. Und auch wenn es nicht so scheint, kann der Lärm zu einem Problem für Sie oder Ihre Nachbarn werden.

Eine weitere Möglichkeit ist eine Geothermieanlage, die gespeicherte Erdwärme in Energie umwandelt. In diesem Fall können Sie auf eine zuverlässige Leistungszufuhr setzen. Der Bau der Anlagen ist jedoch – noch – recht teuer und aufwändig.

Solaranlagen findet man mittlerweile auf vielen deutschen Dächern. Auch auf Gartenhäusern.

Schutz des Ökosystems

Um der voranschreitenden Erderwärmung entgegenzuwirken, sollten Sie bei jedem Schritt darauf achten, dass sowohl während dem Bau, als auch beim Nutzen des Gebäudes so wenige Schadstoffe wie möglich ausgestoßen werden.

  Denn dann halten Sie das Treibhausgaspotential gering und helfen auch, den Abbau der Ozonschicht zu stoppen. Das gilt nicht nur für Ihr Haus, sondern auch für Maßnahmen wie die Herstellung und den Transport der Materialien.

In diesem Rahmen können Sie zudem vermeiden, dass Böden und Gewässer versauern. Denn durch Schadstoffe werden die natürlichen Zusammensetzungen und somit das jeweilige Ökosystem zerstört und es kommt zu einem Artensterben.

Für Sie zusammengefasst: Was bedeutet das?

Ökologisches Bauen kann nicht anhand von Kriterien „abgehakt“ werden. Für jedes Gebäude sind individuelle Maßnahmen nötig. Die Begriffe Effizienz, Suffizienz und Konsistenz beschreiben aber die Absicht des ökologischen Bauens sehr gut:

  • Ein ökologisches Haus ist dann effizient, wenn mit möglichst wenig Energie- und Ressourcenaufwand ein möglichst großer Nutzen entsteht.
  • In diesem Sinn gilt aber auch eine suffiziente Bauweise, also möglichst wenig Energie und Ressourcen zu verschwenden.
  • Die Konsistenz eines Projektes wird außerdem beachtet, wenn nachhaltige, langlebige Materialen eingesetzt werden und ein in sich auf Dauer funktionierendes System entsteht.

Ein ökologisches Haus ist effizient, suffizient und konsistent.

Über ein ökologisch gebautes Haus freuen sich nicht nur Sie, sondern auch die Umwelt und Ihre Gesundheit. Da ein ökologisches Haus aber nur wirklich nachhaltig ist, wenn alle Prinzipien richtig ineinandergreifen, benötigen Sie in jedem Fall eine spezifische Beratung.

Zu einem ökologischen Haus gehört auch ein ökologischer Garten. Nachhaltiges Gärtnern ist derzeit im Trend. Wir haben außerdem Tipps, auf welche nachhaltigen Kriterien Sie bei der Wahl Ihres Gartenhauses setzen können und wie ein ökologisches Gartenhaus aus nachhaltiger Forstwirtschaft aussieht. Dann können Sie lange und mit gutem Gewissen in Ihrem neuen Eigenheim wohnen.

Bilder: Bild 1: © iStock/ manfredxy ; Bild 2: © iStock/piovesempre; Bild 3: © iStock/Oliver Hoffmann; Bild 4: © iStock/ David Papazian; Bild 5: © iStock/ 2Mmedia; Bild 6: © iStock/Smileus; Bild 7: © iStock/ Dieter Hawlan;

Источник: https://www.gartenhaus-gmbh.de/magazin/nachhaltig-bauen/

Zu Hause das Klima schützen: Das alles könnt ihr tun

Nachhaltiges Bauen: Tipps zum Bauen und Renovieren

Fragen der Nachhaltigkeit und des Klimaschutzes greifen in alle Lebensbereiche. Gerade beim Bauen und Wohnen lassen sich große Mengen an klimaschädlichen Treibhausgasen einsparen.

Beispielsweise entstammen alleine 14 Prozent der CO2-Emissionen in Deutschland dem Gebäudesektor.

Die Herstellung von Strom, Fernwärme zum Heizen oder Baustoffen ist darin noch gar nicht enthalten, da diese in offiziellen Statistiken der Energiewirtschaft und der Industrie zugerechnet werden.

Auf den Seiten von Wohnglück.de informieren wir euch jeden Tag darüber, wie auch ihr nachhaltiger leben könnt. Unsere Beiträge reichen von Hilfestellungen, DIY-Ideen und Schritt-für-Schritt-Anleitungen im Alltag bis hin zu ausführlichen Ratgebern zum ökologischen Bauen.

Der ökologische Garten: Nachhaltig und naturnah

Das nachhaltige Zuhause beginnt dort, wo die Natur aufhört: im eigenen Garten.

Der Übergang zwischen Haus und der Welt da draußen sollte ein Schutzraum sein – für den Menschen, aber auch für die Tierwelt.

Es ist unsere Rolle, dem Rückgang der Artenvielfalt entgegenzuwirken und den Garten möglichst naturnah zu gestalten. Wer einen tierfreundlichen Garten anlegt, sollte sich bloß an einige Grundregeln halten.

Beispielsweise sollte euer auf den ersten Blick einladend wirkender Garten nicht zur Gefahr für Tiere werden. Ganz konkret haben wir zehn Gefahrenquellen für Tiere im Garten ausfindig gemacht und verraten euch, wie ihr sie beseitigt.

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Ein Naturgarten, dem ihr erlaubt, hier und da zu wuchern, wird außerdem ganz automatisch zu einem Zufluchtsort für viele Tiere wie Igel, Hasen, Vögel, Bienen und andere Insekten.

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Einige Pflanzen gelten als sogar besonders bienenfreundlich, ihr erleichtert damit die Arbeit der kleinen Bestäuber.

Auch Obst und Gemüse aus eigener Erzeugung können eure CO2-Bilanz ein ganzes Stück verbessern. Aber wie fange ich damit an? Wir beantworten die wichtigsten Fragen über das Leben als Selbstversorger.

Gartenarbeit hat viele Vorzüge. Nirgendwo sonst bekommt ihr frischeres Gemüse als aus dem eigenen Garten. © Getty Images

Do it yourself: Tipps fürs plastikfreie Leben

Wenn ihr über eure Ernährung hinaus Gefallen an Selbstgemachtem findet, seid ihr damit nicht allein. Seit einigen Jahren widmen sich immer mehr Menschen wieder einem langsameren, natürlicheren Lebensstil, dem Slow Living.

Dazu gehört unter anderem, zur Routine gewordene Kaufentscheidungen zu hinterfragen und Dinge des täglichen Bedarfs auch selbst zu produzieren.

Mit diesen manuellen Tätigkeiten findet nicht nur ihr selbst zur Ruhe, sondern schont in vielen Fällen auch die Umwelt.

Mit unseren Zero-Waste-Tipps sowie Anleitungen zum Selbermachen spart ihr euch Einwegverpackungen aus Plastik und macht euer Zuhause etwas nachhaltiger:

Nachhaltig einrichten: Möbel aus natürlichen Materialien

Zum Wohlbefinden im eigenen Zuhause trägt kaum etwas so sehr bei wie die Inneneinrichtung. Natürliche Stoffe tragen im Wesentlichen zu einem gesunden Raumklima bei, allen voran Möbel aus Zirbenholz.

Der Vorteil dabei: Die Zirbelkiefer wächst mitten in Europa, das Zirbenholz der meisten hiesigen Hersteller kommt aus den Alpenregionen in Österreich und Südtirol.

Die Transportwege sind vergleichsweise kurz und entlasten auf diese Weise das Klima.

Zirbenholz ist dabei nur eine Option von vielen.

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Wenn ihr nach nachhaltigen Möbeln von hoher Qualität sucht, werdet ihr auch bei spezialisierten Öko-Möbelhäusern fündig, die den Umweltschutz und faire Produktionsbedingungen ernster nehmen als Ikea & Co.

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Wer sich bei alledem nicht sicher ist, welchem Unternehmen und welchen Produkten er oder sie vertrauen kann: Es gibt gewisse Labels, anhand derer ihr nachhaltiges Holz zweifelslos erkennt.

Zugegeben, solche massiven Holzmöbel kosten Geld – und das nicht wenig. Wer seinen Haushalt dennoch mit gutem Gewissen einrichten möchte, hat die Wahl aus einer ganzen Reihe an Online-Shops, die gebrauchte Möbel aus zweiter Hand anbieten. Manch einer hat da schon wahre Schätze ausgegraben.

Eine Einrichtung aus natürlichen Materialien wie Holz, Ton und Bast bringt Ruhe in den wuseligen Alltag. © Getty Images

Nachhaltig bauen: Holz, der Baustoff der Zukunft

Als Bauherren steht ihr ganz besonders in der Verantwortung, um zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele beizutragen. Der Bausektor trägt nämlich ganz wesentlich zur negativen CO2-Bilanz bei, weshalb Eigenheimbauer zunehmend Interesse an nachhaltigem Bauen bekunden. Immer mehr Hausbauer können einer ökologischen Bauweise etwas abgewinnen und greifen zum Baustoff der Zukunft: Holz.

Dass ausgerechnet dem ältesten ökologischen Baustoff die Zukunft gehört, hat gute Gründe: Wer ein Holzhaus baut, kann sich über ein langlebiges Eigenheim freuen, das die Wohngesundheit immens steigert. Falls ihr dennoch skeptisch seid, räumen wir mit fünf Mythen über Häuser aus Holz auf.

Ein Haus aus Holz allein wird eure Klimabilanz noch nicht retten. Ein wichtiger Bestandteil eines nachhaltigen Zuhauses ist die Wärmedämmung.

Leider heiligt bei der energetischen Sanierung der Zweck häufig die Mittel: Zu großen Teilen kommen hier umweltschädliche Dämmstoffe zum Einsatz. Doch es geht auch anders: Eine ökologische Dämmung ist möglich.

Die Auswahl der natürlichen Dämmstoffe ist groß – wir helfen euch bei der Entscheidung.

Energiebilanz: Den eigenen CO2-Ausstoß senken

Einer der größten Hebel beim Verbessern der eigenen Energiebilanz ist der Austausch oder die Modernisierung der Heizung. Bevor ihr euch dafür mir nichts, dir nichts entscheidet, empfiehlt es sich in vielen Fällen, einen unabhängigen Energieberater zu konsultieren. So kann gewährleistet werden, dass die Maßnahmen zur Energieeinsparung ihren Zweck erfüllen.

Einen ersten Überblick über die Kosten und das Sparpotenzial verschiedener Heizungsarten könnt ihr euch auch hier bei Wohnglück.de verschaffen.

Zudem zeigen wir euch, wie ihr an die staatliche Förderung für neue Heizungen kommt. Aber nicht immer ergibt eine umfassende Erneuerung Sinn.

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Heizkosten lassen sich auch schon sparen, wenn ihr einige einfache Tipps befolgt, um die Heizung zu optimieren.

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Ein anderen wichtiger Schritt ist der Umstieg auf Ökostrom.

Entweder ihr entscheidet euch für einen der unzähligen Ökostrom-Anbieter oder ihr lasst eine eigene Photovoltaik-Anlage auf eurem Dach installieren.

Verknüpft mit intelligenten Geräten zur Regulierung des Stromverbrauchs und digitalen Heizungsthermostaten schont ihr mit diesen Maßnahmen sowohl die Umwelt als auch langfristig euren Geldbeutel.

Источник: https://wohnglueck.de/tag/nachhaltigkeit

Nachhaltiges Bauen: Worauf es dabei ankommt

Nachhaltiges Bauen: Tipps zum Bauen und Renovieren

Baust du nachhaltig, so schonst du die Umwelt, indem du auf umweltschädliche Materialien verzichtest und Ressourcen schonst. Was es dabei zu beachten gibt, erfährst du hier.

Was ist nachhaltiges Bauen?

Bei nachhaltigen Bauten handelt es sich um Gebäude, die besonders umweltfreundlich gebaut und betrieben werden. Nachhaltiges Bauen zeichnet sich durch folgende drei Qualitäten aus:

  1. Ökologische Qualität: Das Gebäude ist mit umweltfreundlichen Materialien errichtet worden, die sich umweltverträglich entsorgen lassen.
  2. Ökonomische Qualität: Das Gebäude wurde ressourcenschonend geplant, gebaut, und kann mit geringem Energieverbrauch betrieben werden.
  3. Sozio-kulturelle Qualität: Der Bau ist sozial akzeptiert, und stößt in der Bevölkerung auf keinen größeren Widerstand oder Protest.

Ein nachhaltiger Bau muss alle drei Qualitätskriterien erfüllen. Erst durch das Zusammenspiel der jeweiligen Qualitäten kommt der Nachhaltigkeitsaspekt zustande.

In Deutschland gibt es insgesamt vier Systeme, um nachhaltige Bauten zu bewerten und zu zertifizieren:

  1. Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen
  2. Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen für Bundesgebäude
  3. Building Research Establishment Environmental Assessment Method
  4. Leadership in Energy and Environmental Design

Entspricht dein Gebäude den Nachhaltigkeitskriterien der jeweiligen Zertifizierungsstelle, so kannst du es dir dort als nachhaltig zertifizieren lassen.

Die Nachhaltigkeitszertifizierung bringt den Vorteil mit sich, dass du bei einer ‚grünen‘ Bank wie etwa der Ethik Bank, GLS Bank, Triodos Bank, oder Umwelt Bank ein Darlehen zu besonderen Konditionen aufnehmen kannst. Auch die Kreditanstalt für Wiederauau (KfW) fördert nachhaltiges Bauen finanziell. Je höher der Ökofaktor deines Gebäudes, desto höhere Fördersummen kannst du erhalten, um deinen Baukredit zu tilgen.

1. Die ökologische Qualität

Damit ein Gebäude unter ökologischen Gesichtspunkten nachhaltig ist, sollte es immer mit umweltfreundlichen Materialien errichtet werden. Ein ökologischer Baustoff zeichnet sich dadurch aus, dass er umweltfreundlich hergestellt und entsorgt werden kann. Zu den ökologischen Baustoffen zählen beispielsweise:

  • Lehm, Ziegel, Natursteine
  • Natürliche Dämmstoffe
  • Naturfarben
  • Klebstoffe auf Pflanzenbasis
  • Mehrfachisolierte Holzfenster

Folgende Baustoffe sind dagegen nicht nachhaltig:

  • Kunststoffe auf Rohölbasis
  • Lacke
  • Dämmwolle
  • Sand und Kies

Es ist zudem darauf zu achten, dass die verwendeten Materialien möglichst langlebig sind. So wird vermieden, dass das Gebäude aufwändig saniert werden muss, wozu wieder neue Baumaterialien nötig sind.

2. Die ökonomische Qualität

Eine Solaranlage hilft dabei, die Energieeffizienz deines Gebäudes zu verbessern. (Foto: CC0 / Pixabay / eliseocabrera)

Die ökonomische Qualität sollten Bauende immer schon direkt bei der Bauplanung mitberücksichtigen. Das Gebäude soll möglichst kostengünstig und ressourcenschonend gebaut und betrieben werden.

Hier sind einige Fragen, die du dir in der Planungsphase eines nachhaltigen Baus stellen solltest:

  • Wie viel Baumaterial benötige ich, und wie hoch sind die voraussichtlichen Materialkosten?
  • Welche regenerativen Energiequellen kann ich nutzen?
  • Welche und wie viele Ressourcen verbraucht mein Bau während der Bauzeit und Nutzung? Wie können diese geschützt werden?
  • Ist es überhaupt sinnvoll, neu zu bauen? Kann ich nicht auch ein vorhandenes Gebäude nachhaltig umgestalten?

Ein Hauptaugenmerk sollte immer darauf liegen, das Gebäude möglichst energieeffizient zu betreiben. Du kannst dieses Ziel erreichen indem du:

  • Dein Haus zur Sonne ausrichtest. Auf diese Weise sinkt dein Heizbedarf und du benötigst weniger künstliches Licht.
  • Auf eine Klimaanlage verzichtest.
  • Eine ökologische Wärmedämmung einbaust.
  • Eine Solaranlage installierst.
  • Mehrfachverglaste Fenster und Türen einbaust.

3. Die sozio-kulturelle Qualität

Ein Bau ist nur nachhaltig, solange er von seiner Umgebung akzeptiert wird. Nachhaltig bauen bedeutet immer auch, den sozialen Frieden zu erhalten. Wird für einen neuen Bau beispielsweise ein Naturschutzgebiet oder Park geopfert, so kann die Lebensqualität der umliegenden Anwohner gemindert werden.

Während der Bauplanung solltest du dich daher immer mit deinen zukünftigen Nachbar*innen zusammensetzen, um dir deren Meinung einzuholen. Werden Konflikte frühzeitig aus dem Weg geräumt, so führt dies in der Regel zu einem besseren Miteinander aller beteiligten Parteien.

Auch wenn du zurzeit nicht planst, ein Haus zu bauen, kannst du die drei Nachhaltigkeitskriterien bei deiner nächsten Renovierung im Kopf behalten.

Verwende für alle deine Bauprojekte möglichst umweltfreundliche Materialien und achte auch darauf, mit minimalem Ressourceneinsatz ans Ziel zu kommen.

Eine sorgfältige Planung spart Kosten und vermeidet Ressourcenverschwendung.

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Schlagwörter: Gewusst wie wissen

Источник: https://utopia.de/ratgeber/nachhaltiges-bauen-worauf-es-dabei-ankommt/

Ökologisch Sanieren & Renovieren | VELUX ..

Nachhaltiges Bauen: Tipps zum Bauen und Renovieren

Nachhaltigkeit gewinnt in Hinblick auf den Klimawandel in vielen Lebensbereichen an Bedeutung. So ist auch ökologisches Bauen ein Thema, dass viele Haus- und Wohnungsbesitzer bei Sanierungsmaßnahmen berücksichtigen möchten. Wir zeigen Ihnen Möglichkeiten, mit denen die ökologische Sanierung gelingt – für eine bessere Ökobilanz und ein gesundes Raumklima.

Nachhaltige Baustoffe bestehen aus nachwachsenden Rohstoffen und verzichten auf den Einsatz von Chemikalien, wodurch sie die Umwelt schonen und ein gesundes Raumklima begünstigen.

Besonders nachhaltig sind Baustoffe, die mit einem geringen Energieaufwand produziert wurden und kurze Transportwege hinter sich haben.

Auch in Hinblick auf den Denkmalschutz ist ökologisches Sanieren sinnvoll, da nachhaltige Materialien den Erhalt eines authentischen Erscheinungsbildes mit den Anforderungen an Energieeffizienz vereinen.

Naturbaustoffe können in allen Bereichen der Sanierung zum Einsatz kommen, zum Beispiel als Dämmung oder Bodenbelag. Klassische Naturbaustoffe sind Ton, Lehm, Holz, Kork, Hanf und Kalk. Verbunden mit ökologischen Farben und Lacken können Sie so nachhaltig und umweltschonend sanieren.

Ökologisch renovieren mit der richtigen Dämmung

Wenn es um energetisches Sanieren geht, spielt die Dämmung eine zentrale Rolle. Insbesondere im Dachgeschoss ist eine gute Dämmung unabdingbar, um Energie und Heizkosten zu sparen und sommerlicher Hitze entgegenzuwirken. Ökologische Dämmstoffe vereinen mehrere Vorteile:

  • angenehmeres Raumklima
  • geringere Schimmelanfälligkeit
  • ressourcenschonende Herstellung
  • positive Energiebilanz

Materialien, die hier zum Einsatz kommen, sind unter anderem Baumwolle, Flachs, Kokos, Kork oder Jute. Welche Dämmstoffe für Sie infrage kommen, ist von der Beschaffenheit Ihres Hauses abhängig – ziehen Sie im Zweifelsfall einen Experten zurate. Weiterhin sollten Sie auch beim ökologischen Sanieren ausschließlich zertifizierte Dämmstoffe nutzen.

Nachhaltiges Wohnen umfasst auch das ökologische Renovieren des Fußbodens. Eine Dämmung aus Kork oder Holzfaser hilft, Energie zu sparen und verbessert zeitgleich den Trittschall und die Klangatmosphäre.

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Leben Sie im Dachgeschoss, freuen sich die restlichen Hausbewohner sicherlich ebenfalls über eine zuverlässige Trittschalldämmung.

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Aber auch in Hinblick auf die Wohngesundheit überzeugen ökologische Fußbodenmaterialien, da sie keine Weichmacher und Umweltgifte beinhalten. Materialien, die hier zum Einsatz kommen, sind:

  • Holz
  • Bambus
  • Kork
  • Linoleum
  • Kokosfasern für Teppiche
  • Naturstein

Siegel wie der Blaue Engel oder das EU Ecolabel für Bodenbeläge auf Holz- Kork- und Bambusbasis geben vertrauenswürdige Informationen über die gesundheitlichen und umweltrelevanten Einflüsse des Bodenbelags und bieten Orientierung bei der Kaufentscheidung.

Ökologisch sanieren: Wann Sie Ihre Fenster tauschen sollten

Spätestens, wenn Fenster beschädigt und verwittert sind, sollten sie getauscht werden. In der Regel lohnt sich der Wechsel aber schon eher. Denn ältere Fenster werden häufig nicht den Anforderungen an die aktuelle Energiesparverordnung gerecht. Dabei sind energieeffiziente Fenster ein Muss für nachhaltige Architektur.

Über alte Fenster geht viel Energie verloren, sodass sich die Investition in neue Fenster auf lange Sicht auch finanziell rechnet. Empfehlenswert sind zum Beispiel dreifach verglaste Fenster, die aktuelle Anforderungen erfüllen. Der sogenannte U-Wert, der Wärmedurchgangskoeffizient, gibt Aufschluss über die Wärmedämmung von Fenstern und Türen.

Je niedriger dieser Wert ist, desto besser ist die Wärmedämmung.

Feuchtigkeit und daraus resultierender Schimmel sind ein großes Problem für die Gesundheit und für die Bausubstanz Ihres Hauses. Um Feuchtigkeit und Schimmel entgegenzuwirken, müssen Sie nicht zwangsläufig zur Chemiekeule greifen. Bei der ökologischen Schimmelbekämpfung kommt oft Kalk zum Einsatz.

Je nach Schweregrad können Sie Kalk in Form von Kalkanstrich oder Kalkputz verwenden. Die reine Symptombekämpfung reicht bei Schimmelbefall leider nicht aus, Ursachenforschung ist hier ein Muss.

Steht der Schimmel beispielsweise mit einer unpassenden Dämmung im Zusammenhang, sollten Sie diese durch eine ökologische Dämmung tauschen – zumal natürliche Dämmmaterialien oft weniger anfällig für Schimmel sind als synthetische.

Fördermöglichkeiten für nachhaltiges Sanieren

Ökologisch sanieren fordert finanzielle Ressourcen, die sich oft erst nach einer gewissen Zeit rechnen. Wenn Sie sich für nachhaltiges Bauen entscheiden, stehen Ihnen staatliche Fördermittel zur Verfügung. Schließlich tragen Sie mit dem Entschluss, nachhaltig zu sanieren, zur Einsparung von CO2.

Unterstützung bietet Ihnen die Kreditanstalt für Wiederauau, die KfW, in Form von Krediten mit günstigen Zinsen.

Möchten Sie mit Ihren Sanierungsarbeiten beispielsweise einem Energieverlust durch ungeeignete Dämmung entgegenwirken, ist eine Förderung möglich. Das gilt auch für ökologische Heizsysteme wie Biogasheizungen.

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Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, kurz BAFA, bietet ebenfalls Fördermöglichkeiten für ökologische Heizsysteme.

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Außerdem fördern die einzelnen Bundesländer baubiologische Sanierungsarbeiten. Einige dieser Unterstützungsangebote können Sie mit einem Kredit der KfW kombinieren, andere nicht. Die Optionen sind hier recht unterschiedlich, informieren Sie sich im Vorfeld genau, welche Hilfen Ihr Bundesland anbietet und ob die Kombination mit einem KfW-Kredit möglich ist.

Die Kreditanstalt für Wiederauau (KfW) gewährt Kredite mit günstigen Zinsen für die Altbausanierung.

Ebenso leistet das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle Unterstützung, vorrangig bei der ökologischen Gestaltung von Heizsystemen.

Die einzelnen Bundesländer bieten verschiedene Fördermöglichkeiten an, wobei in manchen Regionen auch eine Kombination mit Angeboten der KfW möglich ist.

Wie kann ich Schimmel ökologisch entfernen?

Zur ökologischen Schimmelbekämpfung wird Kalk eingesetzt, zum Beispiel in Form von Kalkputz oder Kalkanstrich.

Wann lohnen sich neue Fenster?

Wenn die alten Fenster nicht den aktuellen Anforderungen an die Energiesparverordnung entsprechen, lohnt sich in der Regel ein Tausch. So können auf lange Sicht Energie und Heizkosten gespart werden.

Источник: https://magazin.velux.de/artikel/oekologisch-sanieren

Nachhaltig bauen, sanieren und renovieren – ein kleiner Leitfaden

Nachhaltiges Bauen: Tipps zum Bauen und Renovieren

Nachhaltig bauen, sanieren und renovieren – ein kleiner Leitfaden 6

Bei einer nachhaltigen Renovierung oder Sanierung sowie beim nachhaltigen Bauen kommen nur umweltfreundliche Materialien mit einer möglichst langen Lebensdauer zum Einsatz.

Ebenso wichtig ist aber auch die Reduzierung des Energieverbrauchs durch geeignete Maßnahmen. Nachhaltigkeit kommt daher nicht nur der Umwelt zugute, sondern verringert auch in vielen Bereichen wie zum Beispiel beim Heizen die Kosten.

Ebenso sind ökologische Baustoffe nicht nur ein guter Beitrag zum Klimaschutz.

Sie haben auch einen großen Einfluss auf das Wohlbefinden und die Gesundheit der Hausbewohner. Die Nachhaltigkeit hat beim Bauen, Renovieren und Sanieren daher auf vielen Gebieten einen positiven Effekt.

Nachhaltig bauen – die wichtigsten Aspekte

Beim nachhaltigen Bauen geht es darum, möglichst wenig Ressourcen zu verbrauchen, den Energieverbrauch bei der Nutzung des Gebäudes zu minimieren und bei allen Entscheidungen den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes zu betrachten. Nachhaltiges Bauen beginnt deshalb schon bei der sorgfältigen Auswahl des Grundstücks.

Noch nachhaltiger ist es allerdings, keine weiteren Flächen zu versiegeln und ein Haus zu beziehen, das zum Verkauf steht. Soll es dennoch ein Neubau sein, sorgen eine kompakte Bauweise und eine Ausrichtung nach Süden für geringere Wärmeverluste über die Außenwände und damit für einen niedrigeren Energieverbrauch beim Heizen.

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Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Suche nach einem Grundstück ist die Erreichbarkeit von Geschäften, Schulen, der Arbeitsstelle und anderen Orten, die regelmäßig aufgesucht werden. Lassen sich diese Wege auch zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegen, kann zumindest an Tagen mit schönem Wetter das Auto in der Garage bleiben.

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Denken Sie bei der Planung Ihres neuen Zuhauses außerdem an die Zukunft. Ein Haus, das sich nach dem Auszug der Kinder mit wenig Aufwand umbauen lässt, ist eine dauerhafte und damit nachhaltige Lösung.

Nachhaltig bauen, sanieren und renovieren – ein kleiner Leitfaden 7

Grüner Garten statt Schotter-Wüste

Ein weiterer wichtiger Beitrag zum Umweltschutz ist eine möglichst geringe Versiegelung des Grundstücks. Geschlossene Oberflächen wie eine gepflasterte Grundstückseinfahrt verhindern, dass Regenwasser versickert und dem Grundwasser zugeführt wird.

Gleichzeitig erhöhen sie die Gefahr von Überschwemmungen, die durch den Klimawandel selbst in weniger gefährdeten Gebieten immer häufiger auftreten.

Eine gute Alternative sind daher durchlässige Baustoffe wie Rasengittersteine, die sich aufgrund ihrer hohen Stabilität auch für Wege eignen, die mit dem Auto befahren werden. Die pflegeleichte Gestaltung von Vorgärten mit Kies ist beim nachhaltigen Bauen ebenfalls tabu.

Sie ist nicht nur eine unnötige Versiegelung, sondern nimmt den für die Natur wichtigen Insekten auch den Lebensraum. Zudem heizen sich Steine bei intensiver Sonneneinstrahlung auf und geben die Wärme dann dementsprechend auch wieder ab. Was bei heißen Sommern nicht unbedingt angenehm ist.

Die „Beschotterung“ von Gärten und Grundstücken soll auch in einigen Regionen Deutschlands verboten werden.

Nachhaltige Baustoffe – ökologisch und gesund

Nachhaltige Baustoffe werden aus nachwachsenden Rohstoffen gefertigt. Im Bereich der Dämmstoffe sind dies zum Beispiel Hanf, Jute, Schilf und Holzfasern. Sie stammen idealerweise aus der Region und werden auch dort verarbeitet.

Dies hat den Vorteil, dass beim Transport nur geringe Belastungen für die Umwelt entstehen. Nachhaltige Baustoffe zeichnen sich außerdem dadurch aus, dass sie recycelbar sind.

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Dadurch lassen sie sich zu einem späteren Zeitpunkt in den Wertstoffkreislauf zurückführen.

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Bei der Bewertung, ob ein Baustoff nachhaltig ist, spielt aber auch die Energie, die für seine Herstellung benötigt wird, eine Rolle.

Lehm – Ein traditioneller Baustoff

Auch traditionelle Baustoffe wie Lehm kommen bei nachhaltigen Renovierungen wieder häufiger zum Einsatz. Lehm wurde früher vor allem für Fachwerkhäuser genutzt und ist heutzutage in Form von vorgefertigten Steinen und Platten sowie als Lehmputz erhältlich.

Gleiches gilt für Materialien, die für eine bestimmte Region typisch sind.

Hierzu gehören vor allem die zahlreichen Gesteinsarten wie Granit, Schiefer und Kalkstein, aber auch andere Baustoffe wie zum Beispiel Reet, das in Norddeutschland zum Decken der Dächer genutzt wird.

Sie verliehen in früheren Zeiten, als der Transport von Materialien noch kostspielig war, den einzelnen Regionen ihr typisches Bild.

Nachhaltig bauen, sanieren und renovieren – ein kleiner Leitfaden 8

Energie auf ökologische Weise gewinnen

Beim nachhaltigen Bauen, Renovieren und Sanieren spielt außerdem die Art der Energiegewinnung eine entscheidende Rolle.

Ökologisch sinnvoll und inzwischen weit verbreitet sind Photovoltaikanlagen auf dem Dach, die Sonnenlicht in Strom umwandeln.

Sind sie an Stromspeicher angeschlossen, ist die Stromversorgung selbst in Zeiten ohne Sonnenschein gewährleistet. Eine Einspeisung in das öffentliche Netz ist in vielen Fällen ebenfalls möglich.

Auf diese Weise lassen sich mit dem umweltfreundlich gewonnenen Strom auch andere Verbraucher versorgen.

Zum Heizen eignen sich unter anderem Wärmepumpen, die beispielsweise die Wärme aus tieferen Erdschichten nutzen, um das Wasser für die Heizungsanlage aufzuwärmen. Diese Technik hat gegenüber der Nutzung von Sonnenenergie den Vorteil, dass die Wärme jederzeit zur Verfügung steht.

Pelletöfen und andere Öfen, die anstelle von fossilen Brennstoffen wie Gas oder Öl mit Holz befeuert werden, sind ebenfalls umweltfreundlich.

Fördermöglichkeiten für nachhaltige Sanierungs- und Renovierungsmaßnahmen

Die Kreditanstalt für Wiederauau (KfW) stellt beim Wechsel auf erneuerbare Energien deshalb günstige Kredite zur Verfügung. Sie bietet auch finanzielle Unterstützung bei anderen Maßnahmen, durch die sich die Energieeffizienz eines Gebäudes verbessern lassen.

Ebenso fördert sie nachhaltiges Bauen, indem sie zum Beispiel die Kosten für einen Experten für energieeffizientes Bauen zur Hälfte übernimmt.

Durch einen Blick auf die aktuellen Förderprogramme lässt sich daher unter Umständen viel Geld sparen.

Eine gute Hilfe: das Siegel der Gesellschaft fürNachhaltiges Bauen

Wie Sie sehen, umfasst nachhaltiges Bauen und Sanieren zahlreiche Aspekte, die den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes betreffen.

Sämtliche Punkte zu berücksichtigen, ist für Laien jedoch kaum möglich, deshalb sind beim Bau eines Hauses Zertifizierungssysteme eine gute Hilfe. Eine Gebäudezertifizierung nimmt zum Beispiel die Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) vor.

Sie vergibt nach einer eingehenden Prüfung Siegel in Bronze, Silber, Gold und Platin. Diese Siegel nutzen inzwischen auch viele Anbieter von schlüsselfertigen Häusern.

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Bei einem frei geplanten Haus und bei der Sanierung oder Renovierung eines Bestandsgebäudes kann dagegen ein Experte für nachhaltiges Bauen helfen.

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Источник: https://handwerker-renovieren.de/nachhaltig-bauen-sanieren-und-renovieren-ein-kleiner-leitfaden/

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