Neues Dachgeschoss auf denkmalgeschütztem Gebäude

Kosten

Neues Dachgeschoss auf denkmalgeschütztem Gebäude

Die Entscheidung für ältere Bestandsimmobilien anstelle von Neubauten fällt bei vielen Selbstnutzern oder Kapitalanlegern oft aus einem wichtigen Grund.

Sie schätzen Kapitalbedarf oder Investitionssumme geringer und vor allem verlässlicher oder überschaubarer ein als bei einem Neubau. Dazu kalkulieren sie mit dem Kaufpreis, den Kaufnebenkosten und einem kleinen Plus für die Kosten der Sanierung des Altbaus.

Bei einem Neubau fürchten sie dagegen eine unkontrollierbare Kostenentwicklung. Ein altes Haus zu renovieren und die Kosten dafür werden dabei oft erheblich unterschätzt.

Die Kosten für Altbausanierung eines Einfamilienhauses oder anderer Immobilien fallen am Ende fast immer höher aus als gedacht. Dies gilt vor allem für Denkmal-Sanierungskosten, wenn kein Bausachverständiger zu Denkmalsanierung und Kosten berät.

Diese Modernisierungskosten können entstehen

Ältere unsanierte Immobilien zeigen eine schlechte Energiebilanz. Ihnen fehlt eine Fassadendämmung oder die Dämmung liegt um Jahrzehnte hinter modernen Standards zurück. Ähnliches gilt im Bereich der Dachdämmung oder für die Fenster des Objekts.

Statt energieeffizienter Dreifachverglasung besitzen sie vielleicht nur einfaches oder bestenfalls ein altes zweifaches Glas. Die Heizkosten in diesem Gebäude übersteigen diejenigen eines energetisch optimierten Neu- oder Altbaus um ein Vielfaches.

Um diese laufenden Kosten in den Griff zu bekommen, lohnen die Kosten der Sanierung für den Altbau in jedem Fall. Ein altes Haus zu renovieren und die Kosten dafür rechnen sich aber auch aus anderen Gründen. Die energetische Sanierung steigert den Wohnkomfort und schließlich auch den Wert oder Mietertrag der Immobilie.

[attention type=yellow]

Der Ratgeber „Wissenwertes zu Sanierung & Renovierung“ hält weitere Informationen zu den einzelnen Modernisierungs- oder Sanierungsmaßnahmen bereit.

[/attention]

Diese Maßnahmen enden aber häufig nicht mit Dach- oder Fassadendämmung. Je nach Objektzustand können weitere Sanierungskosten entstehen:

  • Kosten für eine neue Heizung
  • Kosten für den Austausch der Elektroinstallation
  • Kosten für die Dachsanierung oder eine eventuelle Kellersanierung
  • Kosten für den Austausch der Bodenbeläge

Altes Haus sanieren: Kosten nach Baujahr

Sanierungskosten richten sich immer nach dem individuellen Objektzustand und den bisher getätigten Pflege- oder Modernisierungsmaßnahmen. Dennoch lassen sich für einzelne Baujahre ungefähre Angaben zu den Kosten einer Sanierung im Altbau machen. Beispiele:

Ein durchschnittliches Haus aus den 1950er- oder 1960er-Jahren erfordert an Modernisierungskosten eine zusätzliche Investition von rund 40 Prozent des Kaufpreises.

Selbst Häuser aus den 1980er-Jahren benötigen häufig noch Modernisierungsmaßnahmen, deren Gegenwert ein Viertel des Kaufpreises erreicht. Grundsätzlich gilt: Je älter das Haus, desto höher fallen die Sanierungskosten aus.

Ältere, intakte Objekte, die bei Energetik oder Haustechnik schon modernen Standards entsprechen, sind selten am Markt zu finden und entsprechend teurer. Das trifft besonders auf denkmalgeschützte Immobilien zu.

Denkmalgeschütztes Haus sanieren – die Kosten

Um ein altes Haus zu sanieren und Kosten zu senken, gibt es nur begrenzt Möglichkeiten zum Sparen. Ein versierter Handwerker kann im typischen Einfamilienhaus sicherlich manche Arbeit selbst erledigen.

Ein Großteil der Sanierungsmaßnahmen aber gehört in die Hände von Fachbetrieben. Die zusätzlichen Ausgaben für deren Arbeitslohn rechnen sich.

[attention type=red]

Schon kleine Fehler eines Hobbyhandwerkers bei der Ausführung der Arbeiten können Bauschäden und teure Reparaturen nach sich ziehen.

[/attention]

Bei der Denkmalsanierung werden die Anforderungen ohnehin noch komplexer. Sie sollte immer Fachbetrieben und der Leitung eines Bauplaners anvertraut werden. Das erhöht einerseits die Denkmal-Sanierungskosten, aber andererseits profitieren Eigentümer auch von öffentlicher Förderung und Steuerersparnissen.

Denkmalgeschütztes Haus sanieren – die Förderung

Gerade bei der energetischen Sanierung unterstützt der Bund Immobilienbesitzer gern, denn Dachdämmung oder Fassadendämmung nützen nicht nur den Eigentümern. Sie liefern auch einen Beitrag zum Erreichen der Klimaschutz-Ziele.

Über die staatliche Kreditanstalt für Wiederauau kann die KfW-Förderung zur Altbausanierung beantragt werden. Es warten günstige Kredite oder auch ein Tilgungszuschuss für energieeffiziente und energetische Sanierungen.

Neben diesen Fördermitteln zur Sanierung von Altbauten gewährt die öffentliche Hand auch umfangreiche Unterstützung zur Sanierung von Denkmalschutzobjekten. Außer dem Bund helfen hier auch Länder, Gemeinden und Landkreise, ein denkmalgeschütztes Haus zu sanieren und Förderung zu nutzen.

Sie alle haben ein Interesse, die denkmalgeschützte Bausubstanz und das historische Erscheinungsbild der Städte oder Kommunen zu erhalten.

Denkmalgeschütztes Haus sanieren: Kosten durch Steuerabschreibungen senken

Neben der direkten Verwendung von Steuergeldern für Fördermittel gewährt der Bund bei Denkmalschutzsanierung auch Steuervergünstigungen. Sanierungskosten lassen sich als Abschreibung von der Steuer absetzen.

Die Abschreibungssätze für Denkmalsanierungs-Kosten fallen dabei besonders hoch aus. Auch Selbstnutzer können sie in Anspruch nehmen.

Diese sogenannte Denkmal-AfA macht Immobilien unter Denkmalschutz zu besonders attraktiven Geldanlagen.

Mehr zur Denkmal-AfA

Sanierungskosten für vermietete Denkmalschutzobjekte können acht Jahre lang mit neun Prozent abgeschrieben werden. In den folgenden vier Jahren ist eine weitere steuerliche Geltendmachung mit jeweils sieben Prozent erlaubt.

Vermieter profitieren außerdem von der linearen AfA auf den Kaufpreis. Sie liegt bei zwei Prozent oder sogar 2,5 Prozent, wenn das Gebäude vor 1925 gebaut wurde. Diese Abschreibungsmöglichkeit entfällt allerdings für Selbstnutzer.

Modernisierungskosten mit Innendämmung und mehr dürfen sie aber ebenso abschreiben: zehn Jahre lang jeweils neun Prozent.

[attention type=green]

Abschreibungen sind möglich für alle Modernisierungskosten, die dem Denkmalerhalt oder der sinnvollen Nutzung dienen.

[/attention]

Neben Dachdämmung, Außen- oder Innendämmung ergeben sich damit auch aus der Sanierung von Heizung oder Sanitäranlagen Abschreibungsmöglichkeiten.

Bei einem hohen Einkommenssteuersatz erwachsen so enorme Steuerersparnisse, die aus dem Kauf denkmalgeschützter Immobilien attraktive Geldanlagen machen. Die Denkmal-AfA ist zudem für Selbstnutzer die einzige Abschreibungsmöglichkeit auf Immobilien.

Ein Übertrag der Denkmal-AfA bei Objektverkauf ist nicht möglich, auch wenn dadurch der Verkaufspreis höher ausfällt. Der neue Eigentümer kann als Vermieter nur linear abschreiben. Selbstnutzer haben keine objektgebundene Abschreibungsmöglichkeit.

Sie müssten an neuen Stellen das denkmalgeschützte Haus sanieren, um dafür wieder Kosten abschreiben zu können. Darüber hinaus profitieren nicht nur Alleineigentümer von der Denkmal-AfA. Sie kann auch innerhalb einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) genutzt werden.

Genau wie die Denkmal-Sanierungskosten teilen sich dann auch die Abschreibungen gemäß Teilungserklärung auf. Jeder Eigentümer muss gemäß seiner Miteigentumsanteile Kosten tragen und kann prozentual entsprechend abschreiben. Diese Aufteilung gilt aber nur für Sanierungskosten beim Gemeinschaftseigentum.

Saniert ein Besitzer ausschließlich sein Sondereigentum, steht ihm die volle Denkmal-AfA für die Sanierungskosten zu.

Welche Steuerersparnis mit der Denkmal-AfA konkret möglich ist, zeigt dieses Beispiel.

Источник: https://www.das-baudenkmal.de/wissenswertes/sanierung-und-renovierung/kosten/

Dachfenster im Altbau einbauen | VELUX Magazin ..

Neues Dachgeschoss auf denkmalgeschütztem Gebäude

Altbauten haben ihren ganz eigenen Charme und sind der ganze Stolz vieler Hausbesitzer. Allerdings entsprechen Altbaufenster selten den gängigen Normen bezüglich der Wärmeisolierung und des Schallschutzes. Möchten Sie Ihre Fenster im Altbau erneuern, gilt es von der Optik bis zum Denkmalschutz einiges zu beachten.

Hohe Decken, stuckverzierte Wände, klassische Holzböden oder gleich das verträumte Bauernhaus – viele träumen den Wohntraum vom eigenen Altbau. Erfüllt sich dieser schließlich, ist damit oft auch viel Arbeit verbunden. Denn ein Altbau will gepflegt werden und entspricht oft nicht mehr den Standards, die Neubauten heutzutage erfüllen müssen.

Das betrifft unter anderem die Dämmung des Daches und der Dachfenster als auch die Schallschutzklasse der Fenster. Die meisten Fenster und Dachfenster eines Altbaus weisen zudem nur eine einfache Verglasung auf.

Das Problem: Dadurch geht viel Wärme nach außen verloren – alte Fenster und Dächer können einen Energieverlust zwischen 25-50 Prozent verursachen. Das wiederum ist schlecht für Ihre Energiebilanz und zwangsläufig für Ihre Heizkosten.

Daher ist es äußerst sinnvoll, neue Dachfenster im Altbau einzubauen und so die Energieeffizienz bedeutend zu verbessern. Außerdem können neue, größere Fensterflächen für deutlich mehr Tageslicht und damit Wohlbefinden und Gemütlichkeit im Altbau sorgen.

Aber Achtung: Nicht immer gelingt dieses Vorhaben ohne einige Hürden. Sofern Ihr Altbau ein denkmalgeschütztes Gebäude ist – zum Beispiel besagtes Bauernhaus – dürfen jegliche Eingriffe in die Bausubstanz nur mit einer ausdrücklichen Genehmigung erfolgen.

Vorschriften bei der Sanierung und dem Fenstereinbau im Altbau

Bei einer Sanierung des Altbaus steht in den meisten Fällen die Energieersparnis im Vordergrund – so auch der Austausch von alten Fenstern. Allerdings müssen Sie sich dabei an die Vorschriften der Energieeinsparverordnung, kurz EnEV, halten.

Diese gibt genau vor, welche energetischen Anforderungen Gebäude erfüllen müssen und bezieht sich nicht nur auf Neubauten, sondern auch auf die Sanierung und dem Fenstereinbau von Altbauten.

So schreibt die EnEV mindestens eine Zweischeiben-Wärmeschutz-Verglasung bei Dachfenstern vor.

Renovierte Dachgeschosse im Altbau strahlen oft einen besonderen Charme aus. [attention type=yellow]

Außerdem legt die EnEV den Wärmedurchgangskoeffizienten, also den U-Wert, von Fenstern fest. Durch den U-Wert wird der Widerstand von Fenstern angegeben, die sie dem Wärmetransport nach außen entgegenbringen können. Je geringer der U-Wert ist, desto besser dämmen die Fenster.

[/attention]

Berücksichtigen Sie beim Fenstertausch in Altbauten des Weiteren die Mindestlichtfläche. Jede Landesbauordnung schreibt diese Fläche vor, die festlegt, wie viel Tageslicht die Räume erhellen muss. Daran orientiert sich dann die Fensterhöhe und -breite der Dachfenster. So kann es zudem sein, dass Sie direkt große Dachfenster einbauen müssen.

Eine ausführliche Planung beim Dachfenster-Einbau im Altbau ist daher äußerst wichtig!

Neue Dachfenster in denkmalgeschützten Häusern

Viele Bau- oder Sanierungsmaßnahmen erfordern je nach Bundesland so oder so eine Dachfenster-Baugenehmigung . Ein Fenstereinbau von Dachfenstern im Altbau, der denkmalgeschützt ist, gestaltet sich jedoch mitunter kompliziert.

Prinzipiell dient der Denkmalschutz dem Erhalt der historischen Bausubstanz und der Original-Optik von Kulturdenkmälern. Ob Sie also überhaupt neue Dachfenster oder moderne Varianten wie Flachdachfenster einbauen dürfen, muss Ihre Denkmalbehörde prüfen und genehmigen.

Sofern es Ihnen erlaubt ist, neue Dachfenster in Ihrem Altbau einzubauen, müssen Sie allerdings in den meisten Fällen folgende Auflagen erfüllen:

  • Ihre neuen Dachfenster müssen weiterhin der Optik des Hauses entsprechen.
  • Sie sind gegebenenfalls bezüglich der Materialien eingeschränkt.
  • Wenn Fenster vorhanden waren, dürfen Sie keine größeren Fenster verbauen, sondern müssen sich an die Originalkonstruktion halten.

Planen Sie bei denkmalgeschützten Häusern aufgrund der Auflagen besser von Anfang an höhere Kosten ein. Leider kann es beim Denkmalschutz immer vorkommen, dass Sie Ihre Dachfenster lediglich sanieren beziehungsweise restaurieren dürfen. Setzen Sie sich vor einem Fenstereinbau im Altbau daher mit Ihrer regionalen Denkmalschutzbehörde in Verbindung.

Viel Tageslicht sorgt auch im Altbau für ein angenehmes Wohngefühl

Altbauten sind nicht selten aufgrund schlechter Isolierung der Fenster für den „frischen“ Luftzug durch alle Räumlichkeiten bekannt. Dieses „passive“ Lüftungsverhältnis entfällt, wenn Sie die Fenster im Altbau erneuern.

Dadurch kann es passieren, dass sich an den alten Wänden nun mehr Feuchtigkeit sammelt und sich schlimmstenfalls Schimmel bildet.

Um dies zu verhindern, müssen Sie nach einem Fenstertausch im Altbau öfter Lüften als vorher oder auf Dachfenster mit integriertem Lüftungssystem setzen.

Nicht nur bei denkmalgeschützten Häusern sollten die neuen Fenster und Fensterrahmen dem ursprünglichen Erscheinungsbild entsprechen. Sofern Sie keine Holzfenster wünschen, können Sie auf klassische Dachfenster in Holzoptik setzen.

Diese unterstreichen die Optik des Altbaus und vereinen die Vorteile moderner Fenster wie die korrekte Schallschutzklasse und Abdichtung. Entscheiden Sie sich in jedem Fall – ob Fenstereinbau oder -sanierung – für einen kompetenten Fachbetrieb, der die Baumaßnahmen übernimmt.

[attention type=red]

Erstens haben Sie so eine Garantieleitung, zweitens verstehen sich Fensterbauer auf Altbauten und deren Charakteristika sowie auf eine denkmalgerechte Bauweise. So erfreuen Sie sich lange an Ihren neuen Dachfenstern im Altbau.

[/attention]

Ja, in vielen Fällen lohnt es sich, die Fenster beim Altbau zu erneuern, denn in der Regel verbessern Sie dadurch ihre Energieeffizienz. Beim Austausch der Fenster sollten Sie natürlich das Erscheinungsbild der Fassade mitberücksichtigen, damit auch das neue Fenster zum Altbau optisch passt.

Welche Dachfenster eignen sich für eine Altbausanierung?

Häufig wird ein Dachfenster mit einer Dreifachverglasung bei einer Altbausanierung bevorzugt. Das hat den Grund, dass die höhere Verglasung besser vor Kälte und Wärme schützt. Achten Sie dabei auf einen fachgerechten Einbau.

Kann man ein Dachfenster selber einbauen?

Wir empfehlen ausdrücklich Dachfenster von einem Fachmann einbauen zu lassen. Insbesondere bei Altbauten ist ein fachliches Know-How notwendig, um einen sicheren Einbau gewährleisten zu können.

Источник: https://magazin.velux.de/artikel/dachfenster-altbau

Umbau, Ausbau, Erweiterung eines denkmalgeschützten Mehrfamilienhauses in Fürth

Neues Dachgeschoss auf denkmalgeschütztem Gebäude

077 – Planungs- und Ausführungszeit 2011 – 2012, Fürth

Ich möchte Ihnen im folgenden Text mein Projekt näher bringen, das ich nach dem Beenden meines Studiums alleine betreuen werde. Mein Chef meinte, ich möge den Text doch selber entwerfen – es sei mein Projekt.

Gesagt, getan! Eine aufgegebene Gaststätte, fünf kleine Wohnungen ohne ansprechenden Grundriss sowie ein Dachboden, der als Abstellraum genutzt wurde – diese Grundlagen boten sich uns, als wir Architekten mit unserem Projekt „Anger Sieben“ in Fürth starteten.

„Anger Sieben“, der Projekttitel beschreibt die Lage des Bauvorhabens in der Angerstrasse 7, mitten in der belebten Altstadt Fürths, nahe dem bekannten Grünen Markt und dem Kunst-, Kultur– und Kneipenviertel St. Michael. Das Objekt wurde 1887 als dreigeschossiges Neurenaissance-Mietshaus mit Mansarddach erbaut.

Das Haus gliedert sich durch verschiedene Fassadenmaterialien in zwei Gebäudeteile, die Fassade an der Straßenecke Anger- und Ammonstraße besteht aus Sandstein, die Fassade zur Ammonstraße aus Rotbackstein. Fast schon logisch, dass dieses Füther Altstadthaus unter Denkmalschutz steht.

Denkmalschutz vereint mit gemütlichem Wohnen – Appartements und moderne Wohneinheiten

Als Ziel hat sich unser Architekturbüro Blauhaus Architekten hochwertiges Wohnen in ruhiger Altstadtnähe gesetzt. Urbaner Luxus mitten in Fürth. Die alte Gaststätte wird umgenutzt, die kleinen Wohnungen zu großzügigen 4-Zimmer-Appartements mit offenem Grundriss umgeplant. Insgesamt entstehen so fünf großzügige Wohneinheiten mit Wohnflächen zwischen 100 und 115 qm.

Der Wohnraum wird durch eine neue Balkonanlage im Hinterhof in Südlage erweitert. Nutzungseinheit: Die Nutzungseinheiten eines Gebäudes bestehen aus einer oder mehreren Räumlichkeiten, die von anderen Nutzungseinheiten durch einen eigenen Zugang vom Treppenhaus oder Flur abgetrennt sind. Nutzungseinheiten können Wohnungen oder Büros, sowie Praxen oder Geschäfte sein.

Ein besonderes Schmankerl entsteht im ehemaligen Dachboden. Der Dachstuhl musste aufgrund starker Feuchtigkeitsschäden neu aufgebaut werden. Dadurch bot sich unserem Architekturbüro die Möglichkeit den Wohnraum zu erweitern, indem  dieser um etwa acht Zentimeter angehoben wurde.

Auf der Südseite erhält die Dachgeschosswohnung drei Gauben, ausgebildet als französische Balkone. Statt eines Balkons wird hier eine großzügige Dachloggia mit Blick über das Fürther Altstadtviertel errichtet. Eine weitere kleine Loggia wird die nördlichen Dachflächen zieren, hier kann der Bewohner den Blick über St.

Michael und die Pegnitzauen schweifen lassen.

Königsdisziplin für Architekten – Sanieren unter Denkmalschutz

Auf die Erhaltung oder Wiederherstellung der denkmalgeschützten Bauteile wird allergrößter Wert gelegt.

So wird die Granittreppe mit dem filigranen Geländer saniert, die alten Dielenböden werden wieder aufgearbeitet, die denkmalgeschützten Türen und Zargen restauriert, die Dachdeckung wird in Naturschiefer ausgeführt und neue Fenster wurden nach denkmalschutzrechtlichen Auflagen gefertigt. Die EnEV Einhaltung ist selbstverständlich.

Durch die enge Zusammenarbeit, fast schon freundschaftliche Verbindung von Bauherr und Architekt, bin ich überzeugt, dass das Projekt „Anger Sieben“ nach Fertigstellung die Fürther Altstadt um tolle neue Wohneineinheiten bereichern wird. Und auch ich bin um einige Erfahrungen in meiner Heimatstadt reicher.

Mehrfamilienhaus unter Denkmalschutz – Umnutzung, Nutzungsvielfalt, Nutzungseinheit

Das Wohnhaus in der Angerstraße ist ein Baudenkmal in der Fürther Innenstadt.

Fürth zeichnet sich durch seine 2064 Baudenkmälern als Stadt mit dem größten relativen Denkmalbestand (im Verhältnis zur Bevölkerungszahl) aller Großstädte Bayerns und viertgrößter in Deutschland aus. Zum Erhalt dieses Erbes hat sich Oberbürgermeister Dr.

Thomas Jung eingesetzt und 2011 wurde das Programm zur Städtebauförderung „Stadt- und Ortsteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – die Soziale Stadt“ umgesetzt.

Ziel der Maßnahmen der Städtebauförderung ist es, insbesondere durch Ausbau der kommunalen Infrastruktur, durch Sanierung und Modernisierung sowie zweckentsprechende Umnutzung des Altbaubestandes die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass eine attraktive und vitale Nutzungsvielfalt in der Innenstadt erhalten bleibt.

[attention type=green]

Das Mehrfamilienhaus in der Angerstraße viel genau in dieses Schema und wurde von der Förderung unterstützt; innerhalb von 12 Monaten sind hier vier Wohnungen mit je durchschnittlich 100 m² entstanden.

[/attention]

Die schnelle Baudurchführung gelang mit einem besonderen Konzept; Planung, Genehmigungsanträge und Ausschreibungen liefen parallel zum Bau, was am Ende zu einem wirtschaftlichen Ausgang des Vorhabens verhalf.

Das Gebäude wird mit einer Niederbrennwerttechnik betrieben und ist, aufgrund des Denkmalschutzes, mit einem ökologischen Innendämmsystem ausgestattet, um die Optik der alten Fassade unberührt zu lassen. Die Fassade ist straßenseitig Naturstein- und Klinkersichtig. Alle Materialien sind ökologisch und umweltfreundlich, die Dämmung erfolgt diffusionsoffen, die Putze sind Kalkputze und Silikat Farben.

Der Umbau entpuppte sich als voller Erfolg; die hochwertigen, hellen und freundlichen Mietwohnungen wurden innerhalb von vier Wochen vermittelt. Anger Sieben – Der Projekttitel ist Programm. Das 1887 erbaute, dreigeschossige Haus liegt zentral in der Fürther Innenstadt, nahe des Grünen Marktes und der Fürther Kneipenmeile Gustavstraße, in der Angerstraße.

Das Mietshaus mit 6 Wohneinheiten, einer Gaststätte und einem bis dato ungenutzten Dachraum bot sich an, um den Fürther Bürgern offenes, modernes Wohnen in einer der schönsten Ecken der Stadt zu ermöglichen.

Die alte Gaststätte wurde umgenutzt, die kleinen Wohnungen zu großzügigen 4–Zimmer–Appartements mit offenem Grundriss umgeplant. Es entstehen fünf großzügige Wohneinheiten mit Wohnflächen zwischen 100 und 115 qm.

Unser Planungsauftrag beinhaltet die denkmalgerechte Sanierung des Gebäudes – Ziel: hochwertigen Wohnraum schaffen:

  1. Zusammenlegen der 6 Wohneinheiten im 1. bis 3. OG zu drei großzügigen Wohnungen.
  2. Umnutzung der ehemaligen Gaststätte im Erdgeschoss in eine Einheit zum kombinierten Wohnen und Arbeiten.
  3. Neuerrichtung des Dachstuhls aufgrund des desolaten Zustands mit Ausbau des Dachgeschosses zu einem kleinen lichtdurchfluteten Dach-Loft.
  4. Anheben des Dachstuhls im Zuge der Neuerrichtung.
  5. Dämmung und Neueindeckung des Daches mit Schiefer und Restaurierung der bauzeitlichen Gauben an den denkmalgeschützten Straßenfassaden.
  6. Denkmalgerechte Restaurierung der bauzeitlichen Bauteile, wie z.B.

    Hauseingangstüren und Innentüren, Überarbeiten der historischen Granittreppe und des Geländers. Die neuen Türen und Fenster wurden dem historischen Vorbild nachempfunden.

  7. Dämmen der straßenseitigen Sandstein- und Ziegelfassaden mit hochwertiger ökologischer Innendämmung und Anbringung eines Wärmedämmverbundsystems an den Hoffassaden.

  8. Errichtung einer Balkonanlage, Herstellen von zwei Dachloggien.
  9. Instandsetzung des Kellergeschosses, Einbau einer Niedertemperaturheizung, Neuerrichtung einer Mülltonnenstation und Herstellen eines Fahrradabstellbereiches.

Planung und Bauzeit liefen einher, so dass sich uns so manche Schwierigkeit in den Weg stellte.

Dennoch konnten Planung, Genehmigung, Ausschreibung und Ausführung innerhalb eines Jahres realisiert werden.

Noch einige Fakten zum Anger Sieben:

  • Baujahr 1887
  • Neurenaissance
  • Wohnflächen nach Umbau: 500 qm
  • Planungs- und Bauzeit: 12 Monate
  • Verbaut wurden
  • 10 Tonnen Kalkputz
  • 2,1 Tonnen Sanierputz
  • 300 qm Innendämmung
  • 160 qm Wärmedämmverbundsystem
  • 170 qm Schieferdeckung
  • 1.200 kg Stahl (Statik)
  • 5 m³ Holz (Dachstuhl)
  • 70 Fenster

(Die Bruttobaukosten Kostengruppe 300 und 400 nach DIN 276 lagen bei ca. 1.100 Euro/qm vermietbare Fläche).

Источник: https://www.blauhaus.net/projekte/umbau-ausbau-erweiterung-denkmalschutz-mehrfamilienhaus-wohneinheit-nutzungseinheit/

Neue Dachfenster im historischen Wohnhaus: Denkmalschutz beachten!

Neues Dachgeschoss auf denkmalgeschütztem Gebäude
Sie besitzen ein denkmalgeschütztes Haus und möchten das bisher ungenutzte Dachgeschoss erschließen – neue Dachfenster inklusive? Wir verraten Ihnen, welchen Spielraum der Denkmalschutz zulässt.

So schön ein denkmalgeschütztes Gebäude auch ist: Viele Bestandsbauten sind in die Jahre gekommen und benötigen eine umfassende Sanierung.

Eigentümer, die eine solche Immobilie sanieren möchten, sehen sich in Deutschland mit der Denkmalschutzbehörde konfrontiert. Sie genehmigt alle Maßnahmen, mit denen ein Gebäude möglichst originalgetreu instandgesetzt werden soll.

Dazu zählen vor allem die Bereiche wie Fassade und Dach, die in der Außenwahrnehmung sichtbar sind und nicht verändert werden dürfen.

Modernisierung und Denkmalschutz

Zeitgenössische Modernisierungen, energetische Sanierungen und Denkmalschutz müssen in solchen denkmalgeschützten Gebäuden miteinander vereinbart werden – machbar, aber kompliziert.

Denn einerseits soll das ursprüngliche Ambiente des Gebäudes gewahrt werden, anderseits wünschen sich Bauherren moderne Wohnstandards.

Dazu zählen im Dachgeschoss auch gut gedämmte Dachflächenfenster, die solche Bereiche zum Wohnen nutzbar machen.

Foto:

[attention type=yellow]

Der Denkmalschutz ist in Deutschland in den 16 Bundesländern verankert. Er dient vor allem dem Schutz von Kulturdenkmälern und historisch schützenswerten Anlagen, den sogenannten Ensembles.

[/attention]

Damit Kulturdenkmäler von hohem Wert dauerhaft erhalten bleiben, legt die Denkmalschutzbehörde Rahmenbedingungen dafür fest, in welcher Form Bestandsgebäude modernisiert werden müssen.

Aus diesem Grund variieren diese Bestimmungen zwischen einzelnen Bundesländern.

Dachfenster im Denkmal: Ohne Genehmigung geht es nicht

Jede Veränderung an einem denkmalgeschützten Gebäude unterliegt der Zustimmung der Denkmalschutzbehörde. Dazu zählen vor allem alle sichtbaren Veränderungen am Altbestand.

Die Fensterinstandsetzung zum Beispiel muss weitestgehend den historischen Vorgaben entsprechen und darf nicht zu irreversiblen Schäden an der Bausubstanz führen. Gerade die Zustimmung für moderne Dachflächenfenster zur Straßenseite ist schwierig und wird selten genehmigt.

Denn häufig befinden sich im Altbestand gar keine Fenster oder nur kleine Dachausstiege. Die Untere Denkmalschutzbehörde dient dem Bürger als erster primärer Ansprechpartner in Städten und Kreisen.

Ist mein Wohnhaus denkmalgeschützt?

Wer eine Bestandsimmobilie erwerben möchte, sollte zunächst feststellen, ob es sich um ein denkmalgeschütztes Gebäude handelt. Bei manchen Bauten ist das tatsächlich nicht auf den ersten Blick erkennbar. Ein Anruf beim Fachbereich der Stadt genügt, um die erforderliche Information zu erhalten.

Ein waches Auge sollten Interessierte auch beim Kauf einer Immobilie haben, die selbst nicht unter Denkmalschutz steht, sich aber in einem Häuserensemble mit historischem Wert befindet. Solche Hausgruppen können dem Ensembleschutz unterliegen.

Auch dann bedürfen alle Veränderungen rund um die einzelnen Gebäude der Zustimmung durch den Denkmalschutz.

Neue Dachfenster im historischen Altbestand

Sie möchten Ihr Dachgeschoss ausbauen und benötigen dazu Dachflächenfenster, die am besten auch noch dem aktuellen Stand der Technik entsprechen? Informieren Sie sich zunächst bei der Denkmalschutzbehörde, welchen Spielraum sie Ihnen hinsichtlich der Modernisierung bietet.

Häufig genehmigt die Denkmalschutzbehörde den Einbau solcher Dachfenster nur, wenn die Fenster von der Straßenseite nicht wahrzunehmen sind und ein Gesamtbild nicht stören. Eine Veränderung des Dachstuhls selbst ist damit meistens ausgeschlossen.

Immer wieder genehmigt der Denkmalschutz aber einen Einbau von Dachfenstern, wenn sie sich zwischen die vorhandenen Dachsparren setzen lassen, früher verwendete Materialien zum Einsatz kommen und als superflache Einbauten kaum zu erkennen sind.

Foto:

Auf dem Markt gibt es mittlerweile zahlreiche Hersteller, die spezielle Fenstersysteme für den geschützten Altbestand entwickelt haben.

Eine Garantie für eine Genehmigung der Denkmalschutzbehörde ist dies allerdings nicht.Unser Tipp: Sprechen Sie mit den Fachbetrieben über Ihr Vorhaben.

In vielen Fällen haben die Handwerker jahrelange Erfahrungen, welche Dachflächenfenster oder Gauben eine Chance auf Genehmigung haben und beraten sie.

KfW-Förderung für Dachfenster im Denkmalschutz

Der Staat unterstützt die Eigentümer denkmalgeschützter Immobilien durch Förderprogramme und diverse Steuervorteile.

Wer selbst in einem denkmalgeschützten Haus wohnt, kann 90 Prozent der Renovierungskosten über einen Zeitraum von zehn Jahren abschreiben. Kapitalanleger, die eine Immobilie später vermieten, schreiben sogar 100 Prozent ab.

Auch die Kreditanstalt für Wiederauau (KfW) bietet Förderprogramme sowohl für Einzelmaßnahmen wie Komplettsanierungen.

Источник: https://dachdirekt.de/artikel/dachfenster-denkmalschutz

Heimtextilien
Schreibe einen Kommentar

;-) :| :x :twisted: :smile: :shock: :sad: :roll: :razz: :oops: :o :mrgreen: :lol: :idea: :grin: :evil: :cry: :cool: :arrow: :???: :?: :!: