Nie mehr kalte Füße mit einer Fußbodenheizung im Bad

Fußbodenheizung im Badezimmer – ein Ratgeber

Nie mehr kalte Füße mit einer Fußbodenheizung im Bad
Warme Füße dank Fußbodenheizung! | © congerdesign / pixabay.com CC0

Sie möchten auch in den kalten Jahreszeiten barfuß durch das Haus laufen? Dann ist eine Fußbodenheizung genau das Richtige für Sie. Die Heizung wird unter dem Bodenbelag installiert und verteilt die erzeugte Wärme im ganzen Raum.

Herkömmliche Radial-Heizkörper geben überwiegend Konvektionswärme ab, bringen die Luft in Zirkulation und tauschen warme gegen kalte Luft aus. Die Strahlungswärme der Fußbodenheizung funktioniert ein wenig anders und die Wärme wird direkt an die umliegenden Objekte übertragen.

  1. Einleitung
  2. Varianten
  3. Kosten
  4. Zusätzliche Heizkörper?
  5. Reparatur

23 Grad gelten als Ideal-Temperatur im Bad | © Monoar / pixabay.com CC0

Der vermutlich offensichtlichste Unterschied zwischen einer Fußbodenheizung und den herkömmlichen Heizkörpern liegt in der Optik: Sie sehen keine Heizkörper. Einen weiteren Unterschied werden Sie schnell spüren: Der Boden ist beheizt und erwärmt Ihre Füße.

Im Neubau gehört die Fußbodenheizung heutzutage zum Einbaustandard. Die Heizung wird direkt im Rohbau auf dem Beton ausgelegt, gedämmt und abschließend im Estrich verbaut.

Die Anschaffungskosten sind vergleichbar mit herkömmlichen Heizkörpern, bei einer Fußbodenheizung entfällt sogar eine regelmäßige Reinigung.

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Heizleitungen aus Kunststoff können 40 bis 50 Jahre im Einsatz sein, bevor die Leitungen ausgetauscht werden müssen.

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Ein weiterer Vorteil einer Fußbodenheizung ist die geringe Vorlauftemperatur.

Bereits mit 30 bis 35 Grad kann die Heizung das gesamte Badezimmer beheizen – herkömmliche Radial-Heizkörper benötigen für die selbe Wärme eine Vorlauftemperatur zwischen 50 und 60 Grad.

Zusätzlich wird die Wärme gleichmäßig über den Boden nach oben verteilt und es kommt nicht wie bei klassischen Heizkörpern nur zu einer partiellen Luftbewegung.

Besonders im Neubau ist eine Fußbodenheizung im Badezimmer eigentlich ein „no brainer“ – da muss man also nicht lange überlegen. Bei einer Sanierung kommt es eher darauf an, wie wichtig Ihnen die ganze Angelegenheit ist. Falsch machen Sie mit dem Einbau jedenfalls nichts, solange Sie keine elektrische Fußbodenheizung nutzen.

Warme Füße im Bad dank Fußbodenheizung | © StockSnap / pixabay.com CC0

Bei Fußbodenheizungen im Badezimmer sind zwei Dinge besonders wichtig: Verlegeart und Einbau. Die benötigten Heizungsrohre werden entweder mäanderförmig oder spiralförmig ausgelegt – beide Varianten haben spezielle Einsatzbereiche.

Eine mäanderförmige Verlegung der Rohrleitungen sorgt für eine tendenziell eher ungleiche Oberflächentemperatur und ermöglicht eine Einteilung in verschiedene Raumzonen. Bei einer spiralförmigen Heizleitung verteilt sich die Oberflächentemperatur gleichmäßig.

Entscheiden Sie sich für ein Nass-System, dann wird die Fußbodenheizung direkt im Estrich verlegt. Das System wird später mit erwärmtem Heizungswasser aus der Zentralheizung versorgt.

Die fertige Fußbodenheizung wird abschließend mit Fliesen oder anderen Materialien überdeckt. Diese Variante ist gut für einen Neubau geeignet.

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Möchten Sie eine Fußbodenheizung im Nachhinein installieren, dann ist der Einbau eines Nass-Systems allerdings mit einem hohen Aufwand verbunden.

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Ein Trocken-System wird direkt unter dem Bodenbelag befestigt und nicht im Estrich integriert. Dank der niedrigen Auau-Höhe ist diese Variante besonders bei Modernisierungsmaßnahmen sehr beliebt.

Zusätzlich kann eine Fußbodenheizung im Trocken-System bereits nach dem Einbau direkt betreten werden – bei einem Nass-System müssen Sie sich gedulden, bis der Estrich ausgehärtet ist.

Alternativ besteht auch die Möglichkeit einer elektrischen Fußbodenheizung, welche im Betrieb aber sehr teuer ist.

Fußbodenheizung Vorteile Nachteile
Trockenbau-SystemNiedrige Einbauhöhe und geringe GewichtsbelastungNiedrige Wärmeleitfähigkeit verursacht verhältnismäßig hohe Vorlaufzeit
Aushärtezeit vom Estrich entfällt und beschleunigt den EinbauIm Erdgeschoss ohne Keller wird eine zusätzliche Dämmschicht notwendig
Revisionsklappen erleichtern Wartungsarbeiten und ermöglichen einen nachträglichen Zugriff auf die RohreBenötigt einen ebenen Untergrund, damit die Fliesen nicht im Nachhinein springen
Nass-SystemKeine weiteren Heizkörper im Badezimmer notwendigGeringe Betriebskosten
Umweltfreundlich und mit Niedrig-Heizsystemen kombinierbar (z. B. Wärmepumpe, Solarkollektoren)Nachrüstungen, Sanierungen und Reparaturen problematisch
Geringe Staubaufwirbelung – großer Vorteil für Menschen mit HausstauballergieLange Aushärtezeit Estrich (15 – 30 Tage)
Elektrische FußbodenheizungEinfache Installation und unkomplizierte WartungHohe Betriebskosten
Keine Wasserschäden möglich, da mit Strom betriebenKann nur bedingt die fehlenden Heizkörper ersetzen und ist somit nur beschränkt für die Beheizung des gesamten Raumes geeignet
Gut geeignet für KurzzeiteinsätzeHeizleistungen über 2 Kilowatt müssen beim Energieanbieter angemeldet werden

Herkömmliche Fußbodenheizung

Eine herkömmliche Fußbodenheizung wird mit Wasser aus der Zentralheizung betrieben. Das erwärmte Heizungswasser durchströmt die verlegten Leitungen und erwärmt in Form von Strahlungswärme das Badezimmer. Dabei sollte eine Oberflächentemperatur von 35 Grad nicht überschritten werden und eine Temperatur von 20 Grad gilt als Minimalwert.

Im Vergleich zu einer elektrischen Fußbodenheizung sind die Anschaffungs-Kosten deutlich höher, während der laufende Betrieb geringere Kosten verursacht.

Eine Fußbodenheizung im Nass-System kommt vor allem in Neubau zum Einsatz und lässt sich individuell an das Badezimmer anpassen. Diese Methode besitzt eine lange Haltbarkeit, kann allerdings auch nur durch umfassende Maßnahmen restauriert oder saniert werden.

Der Einbau ist prinzipiell in Eigenregie möglich, sollte allerdings von einer Fachkraft betreut und ausgeführt werden.

SSL-Datenschutz · Ihre Daten sind sicher Elektro-Fußbodenheizungen werden direkt ans Stromnetz angeschlossen | © annca / pixabay.com CC0

Eine elektrische Fußbodenheizung lässt sich verhältnismäßig leicht auslegen und wird direkt unter dem Fußboden verbaut. Mit etwas handwerklichem Geschick schaffen Sie den Einbau in Eigenregie und so entstehen keine weiteren Kosten für eine Fachkraft.

Die Elektro-Fußbodenheizung hat allerdings einen entscheidenden Nachteil: Im laufenden Betrieb entstehen hohe Kosten. Die Fußbodenheizung wird in Form von Heiz-Matten verlegt. Im Vergleich zur Warmwasser-Fußbodenheizung ist die Vorlaufzeit einer elektrischen Fußbodenheizung kürzer und die benötigte Wärme wird schneller zur Verfügung gestellt als bei anderen Heiz-Varianten.

Allerdings kann man nicht oft genug darauf hinweisen, dass die Stromkosten mit etwa 30 Cent pro Kilowattstunde deutlich teurer sind als die Kosten für Öl, Gas oder andere Brennstoffe. Die günstigen Anschaffungskosten der elektrischen Fußbodenheizung relativieren sich also bereits nach einer relativ kurzen Laufzeit.

Beachten Sie die laufenden Betriebskosten | © Projekt_Kaffeebart / pixabay.com CC0 [attention type=green]

Die Kosten für eine Fußbodenheizung stehen in Abhängigkeit von der gewählten Variante (nass / trocken / elektrisch) und der Raumgröße. Die Kosten für ein Nass-System mit Fußbodenheizung liegen etwa bei 40 bis 80 Euro pro Quadratmeter, Trocken-Systeme sind mit 35 bis 70 Euro pro Quadratmeter etwas kostengünstiger.

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Elektrische Fußbodenheizungen sind bereits ab 15 Euro pro Quadratmeter erhältlich, allerdings im laufenden Betrieb deutlich teurer.

Wird eine Fußbodenheizung an die Zentralheizung angeschlossen, dann entstehen laufende Kosten in Abhängigkeit von der Energiequelle. Herkömmlich ist der Betrieb mit Heiz-Öl, Gas, Pellets oder Strom.

Dabei weichen die laufenden Betriebskosten stellenweise deutlich voneinander ab.

Fußbodenheizung Kosten Neubau (mit Einbau) Kosten Sanierung (mit Einbau)
Nass-System40 – 80 € pro m²60 – 100 € pro m²
Trockenbau-System35 – 70 € pro m²50 – 80 € pro m²
elektrische Fußbodenheizung15 – 40 € pro m²20 – 50 € pro m²
Bonus: Sanierungsmaßnahmen (Demontage alter Boden, Estrich und Heizkörper)x20 – 40 € pro m²

Fußbodenheizung nachträglich installieren

Die elektrische Fußbodenheizung punktet im Bereich der nachträglichen Einbauten. Die Heizung wird einfach unter dem vorhanden Fußboden verlegt und der Estrich im Regelfall nicht beschädigt.

Falls Ihnen die Demontage des alten Bodenbelags ohne große Schäden gelungen ist, dann können Sie sogar den alten Bodenbelag wiederverwenden. Anschließend wird die Heizung an das Stromnetz angeschlossen und kann sofort genutzt werden.

Aber Achtung: Es entstehen hohe Kosten im Dauerbetrieb!

Bei Sanierungs- und Modernisierungs-Maßnahmen werden neben den Material- und Aufwands-Kosten weitere Kosten für die Demontage und Entsorgung des alten Bodens unumgänglich. Das gilt im Besonderen für Nass-Systeme. Rechnen Sie bei einem Einbau im Nachhinein also mit zusätzlichen 20 bis 40 Euro pro Quadratmeter für die benötigten Vorarbeiten.

Mit oder ohne Heizkörper? | © rkit / pixabay.com CC0

Die Heizleistung und erzeugte Wärme der Fußbodenheizung reicht grundsätzlich aus, um das gesamte Badezimmer zu erwärmen. Im Unterschied zu einem herkömmlichen Heizkörper, welcher mit Konvektionswärme arbeitet, erwärmt die Fußbodenheizung über Strahlungswärme das Badezimmer.

Das merken Sie im Besonderen daran, dass ein Radial-Heizkörper beim Verstellen der Temperatur sofort warm wird, wohingegen bei einer Fußbodenheizung ein schnelles Aufheizen nur bedingt möglich ist. Dafür ist die Nutzung einer Fußbodenheizung in der Regel aber deutlich energieeffizienter.

Unabhängig von der Heizleistung stehen Sie in einem Badezimmer ohne Heizkörper allerdings vor einem funktionellen Problem: Es fehlt die Möglichkeit, Handtücher und andere Badezimmer-Textilien anständig zu trocknen.

Mit einem Heizkörper hingegen können Sie nasse Textilien einfach auf den Heizkörper legen und den Trockenprozess beschleunigen.

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Dementsprechend wird eine Fußbodenheizung vielfach mit dem Einbau einer Handtuchheizung ergänzt.

[/attention] SSL-Datenschutz · Ihre Daten sind sicher Holen Sie sich bei einer Reparatur Hilfe! | © stux / pixabay.com CC0

Ein Defekt der Fußbodenheizung kann viele Ursachen haben. Wenn Sie den Fehler lokalisieren können, dann ist eine Reparatur gar nicht so schwer wie man denkt. Dabei wird der Boden an der fehlerhaften Stelle aufgestemmt, die Heizungs-Leitung abgetrennt und das undichte Rohr durch ein neues ersetzt.

Die Heiz-Rohre werden anschließend mit Heiz-Estrich wieder verschlossen und mit dem gewünschten Bodenbelag abgedeckt. Vom Fehler ist nach der Reparatur nicht mehr viel zu sehen.

Fehlt es Ihnen an Heizleistung, dann kann der Fehler auch bei den Rohren liegen.

Ein Verstopfen, sogenanntes Abschlammen, der Rohre führt zu einem zu hohen Druck in der Leitung und kann zur Ursache vieler Schäden werden.

Ein Ausspülen der Rohre von einer Heizungs-Fachkraft hilft dabei, die Verstopfung wieder zu lösen. Selbst Fehler im Estrich, die aus falscher Verarbeitung und Inbetriebnahme entstanden sind, können mit einem speziellen Harz verschlossen werden. Weitere Probleme und mögliche Ursachen entnehmen Sie gerne der folgenden Tabelle.

Problem Mögliche Ursache Lösung Kosten (Fachkraft)
Der Fußbodenheizung fehlt WasserUndichter VerteilerNeuer Heizkreisverteiler- und Regeltechnik100 – 500 €
Die Fußbodenheizung verliert WasserLeck in RohrleitungFehler kann mit Thermografie oder Feuchtemesser gefunden und ausgebessert werden (z. B. Dichtmittel in Leitung)100 – 300 €
Loch in der FußbodenheizungUnsachgemäße Bohrungen oder InstallationEstrich aufstemmen und anschließend wieder fachgerecht verschließen20 – 40 € pro m²
Abschlammen der FußbodenheizungRohre sind nicht luftdicht, Sauerstoff dringt ein und führt zu KorrosionVerwenden von diffusionsdichten Rohren (Neubau) oder Austauschen / Durchspülen der alten Heizrohre (Sanierung)50 – 150 €
Risse im EstrichEstrich ist zu früh beheizt worden oder es wurde sich nicht ans Aufheizprotokoll gehaltenVereinzelt können die Schäden mit Harz ausgebessert werden, größere Schäden können allerdings nur durch einen Neubau behoben werden10 – 30 € pro m²
Die Fußbodenheizung heizt nicht mehrDruck fehlt im Verteilernetz oder Regeleinheiten und Ventile undichtHeizungswasser nachfüllen, Spülung der Leitungen von einer Fachkraft oder Entkoppeln der betroffenen Heizkreise250 – 750 €

Источник: https://www.badheld.com/technik/heizung/fussbodenheizung

Heizestrich

Nie mehr kalte Füße mit einer Fußbodenheizung im Bad

Eine beliebte Alternative zu herkömmlichen Heizkörpern ist die Fußbodenheizung. Dabei verschwindet die Heizung im oder unter dem Estrich. Es kann sich dabei um Warmwasserrohre handeln, aber auch um Heizkabel bei der elektrischen Variante. Aber damit sind wir schon bei den Details.

Hier kommen erst einmal alle Informationen im Überblick. Dabei kümmern wir uns weder um das Pro und Contra von Fußbodenheizung noch um die Frage, ob man besser direkt mit elektrischem Strom heizt oder mit Warmwasser. Hier geht es um den Estrich. Der in diesem Fall dann Heizestrich heißt.

Wärmeleiter und Wärmespeicher

Der Heizestrich dient bei der Fußbodenheizung sowohl zur Weiterleitung der Wärme von der Heizung in den Raum als auch als Wärmespeicher.

Zuallererst ist zu unterscheiden zwischen drei Auauarten eines Heizestrichs.

Entscheidendes Merkmal ist die Lage der Heizelemente, ob es sich nun um Rohre für Wasser oder Drähte für den Strom handelt. Alle drei Arten haben ihre speziellen Vor- und Nachteile.

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Die häufigste Variante ist die Verlegung der Heizelemente im Estrich selbst. In diesem Fall wird der Estrich um die vorverlegten Rohre gegossen und verteilt sich über, unter und zwischen den Rohren.

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Es liegt auf der Hand, dass dies den engsten Verbund zwischen den Heizungselementen und dem Estrich darstellt und der Wärmeübertragung den geringsten Widerstand entgegen setzt.

Eine Dämmschicht unter dem Estrich ist bei dieser wie auch bei den anderen Varianten unverzichtbar – die Fußbodenheizung soll die Wärme ja nur nach oben abgeben, nicht nach unten.

So ist der schamtische Auau eines Estrichs mit Heizungsrohren und Fliesen als Fußbodenbelag © sveta, stock.adobe.com

Estrich über der Heizung

Möglich ist es auch die Heizelemente in der Dämmung zu verlegen – aber so, dass sie oben eine ebene Fläche mit der Dämmung bilden. Die Heizelemente dürfen, das liegt auf der Hand, nicht vollständig von der Dämmung umschlossen sein.

Der Vorteil dieser Variante ist ein Estrich, der überall gleich dick ist. Damit kann er insgesamt dünner ausfallen, ohne dass die Mindeststärke unterschritten wird. Und das wiederum kann wichtig sein, etwa wenn das Gewicht von Bedeutung ist.

Dieses Verfahren bietet sich auch für Trockenestrich an. Ein Vorteil dieser Vorgehensweise ist, dass eventuell notwenige Bewegungsfugen keine Rücksicht auf die Lage der Heizelemente nehmen müssen – eben weil es sich um unterschiedliche Ebenen handelt. Allerdings muss dafür gesorgt werden, dass die Heizelemente die Wärme gut an den Estrich abgeben, dafür gibt es spezielle Leitbleche.

Fußbodenheizung nachrüsten: Das Trockensystem: Randdämmstreifen (blau), Systemplatten, Wärmeleitbleche und die darin liegenden wasserführende Rohrleitung der Fußbodenheizung. Darauf werden die Trockenestrichplatten verlegt, auf die schlussendlich der Fußbodenbelag kommt © skatzenberger, stock.adobe.com © skatzenberger, stock.adobe.com

Eingesetzt wird die Art des Heizestrichs vor allem mit elektrischen Heizmatten. Diese haben den Vorteil einer flächigen Verbindung zwischen den Heizelementen und dem Estrich. Generell können aber auch Heizungsrohre mit Warmwasser auf diese Weise direkt unter den Estrich gelegt werden.

Die dritte Variante ist die einer separaten Estrichlage unter einer Estrichoberfläche; man spricht von einem sogenannten Ausgleichsestrich. Dieser muss 20 Millimeter stärker sein als der Durchmesser der Heizelemente. Dies bringt einen vergleichsweise dünnen oberen Estrichbelag mit Heizungsrohren, die eben weder im Lastverteilungsestrich noch im Dämmstoff liegen.

Besonders gut als Heizestrich eignet sich übrigens Calciumsulfatestrich, auch als Anhydritestrich bezeichnet. Denn dieses Material hat gute Eigenschaften, was die Speicherung und Weiterleitung von Wärme betrifft.

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Allerdings kann er in Räumen, in denen viel Feuchtigkeit auftritt, nur eingesetzt werden, wenn es eine zusätzliche Abdichtung in Form flüssigen Kunststoffes gibt.

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Und gerade im Badezimmer gilt eine Fußbodenheizung ja als besonders angenehme Angelegenheit.

Wie dick muss es sein?

Eine im Wortsinne gewichtige Frage ist die nach der Stabilität, die auch beim Heizestrich gegeben sein muss, dient der Estrich dort vor allem der Lastverteilung.

Liegen die Heizelemente unter dem Estrich so muss dieser Estrich mindestens genau so dick sein wie ein Estrich ohne Heizungsrohre darunter.

Liegen die Heizelemente in einer zweiten Estrichlage, dann muss die obere Lage die gleiche Stärke haben wie ein Estrich auf Dämmung. Das ist statisch-physikalisch unmittelbar einleuchtend.

Liegen die Heizelemente im eigentlichen Estrich, dann muss darüber noch eine Mindeststärke von 45 Millimetern erreicht werden. Beim Fließestrich reichen 40 Millimeter aus. Generell ist Fließestrich zu bevorzugen, da er nicht verdichtet werden muss. Das Verdichten nämlich birgt die Gefahr, die Heizungsrohre zu beschädigen.

Fließestrich ist beim Heizestrich zumeist erste Wahl © schulzfoto, stock.adobe.com

Eine geringere Stärke als 40 Millimeter, nämlich 30 Millimeter, ist nur nach Eignungsprüfung am Einbauort erlaubt – und dadurch eindeutig ein Fall für die Fachleute.

Überhaupt sind dies nur grobe Richtwerte, die genauen Zahlen hängen auch noch von der Härteklasse der Estriche ab.

Dazu muss man sich schon bei der Planung anhand einschlägiger Tabellen und den Angaben für das vorgesehene Material informieren.

Fugen sind wichtig

Auch wichtig: Bewegungsfugen dürfen nicht von Heizelementen gekreuzt werden – diese nämlich könnten sonst beschädigt werden.

Ebenfalls um Schäden durch ein „Arbeiten“ des Untergrundes zu vermeiden, müssen die Randstreifen Bewegungen von 5 Millimetern zulassen. Auch der Heizestrich selbst dehnt sich ja aus, je wärmer er wird.

Das bedeutet, dass ein Heizestrich immer als schwimmender Estrich eingebaut wird.

Vorsicht geboten ist schließlich bei der Inbetriebnahme der Fußbodenheizung. Wer zu früh heizt und zu hohe Temperaturen erreicht, riskiert Schäden im Estrich. Wer sie vermeiden will, beginnt bei einer Vorlauftemperatur von 25 Grad und steigert sie Tag für Tag ein wenig. Dieses Verfahren wird anhand spezieller Formulare protokolliert.

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Auf eine besondere Variante des Heizestrichs soll abschließend noch hingewiesen werden.

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Der dünnschichtige Heizestrich wird in der Regel im Verbund mit dem Untergrund eingebaut, zeichnet sich daher durch eine geringe Auauhöhe aus und kommt bevorzugt in Sanierungsprojekten mit geringen Raumhöhen zum Einsatz.

Dabei wird ein Folienelement mit dem Untergrund verklebt, um anschließend in Rillen des Folienelementes die Heizrohre einzubringen. Die Estrichlage darauf ist deutlich dünner als ein herkömmlicher Estrich.

Источник: https://www.sanier.de/bodenbelag/estrich/heizestrich

Fußbodenheizung im Badezimmer einbauen: Tipps & Tricks

Nie mehr kalte Füße mit einer Fußbodenheizung im Bad

Im Badezimmer haben Sie ebenso wie im gesamten Gebäude die Wahl zwischen unterschiedlichen Badheizungen. Erhältlich sind wassergeführte Fußbodenheizungen sowie elektrisch betriebene Modelle.

  Wassergeführte Fußbodenheizungen sind der Klassiker

Eine Fußbodenheizung erwärmt den Boden sehr gleichmäßig und wirbelt anders als Heizkörper kaum Staub auf.

Die Wärme zieht aus dem Boden auch weit in die Wände und beugt Feuchtigkeit und Schimmelbildung effektiv vor. Im Badezimmer ist das neben dem Extra an Komfort ein weiterer Pluspunkt.

 Die klassische wassergeführte Fußbodenheizung besteht aus Kupfer-, Kunststoff-Metall-Verbund- oder Kunststoffrohren.

Die Rohre werden in Schlangenlinien (mäandernd) oder in Form eines Schneckenhauses auf dem Boden ausgelegt.

Beim sogenannten Nasssystem integrieren Fachleute die Wasserleitungen der Fußbodenheizung direkt in eine dicke Schicht Estrich.

Durch die Estrichschicht lastet ein hohes Gewicht auf dem Boden und die Auauhöhe ist vergleichsweise hoch. Daher ist das Nassverfahren die Regel bei Neubauten.

Bei der Sanierung von Altbauten, insbesondere bei Holzdecken, übersteigt das Gewicht des Nasssystems die Tragkraft und kostet oft zu viel Raumhöhe.

Für Altbauten und Sanierungen raten Experten zur Fußbodenheizung im Trockensystem. Der Auau erfolgt bei dieser Variante statt mit einer dicken Schicht Fliesestrich nur mit einer dünnen Lage Estrich.

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Es folgt ein Trägersystem, auf dem isolierende Noppenmatten ausgelegt werden. Die Kunststoffrohre oder Metall-Kunststoff-Verbundrohre der Fußbodenheizung lassen sich in den Noppen einfach befestigen.

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Als Abdeckung dienen Trockenbauplatten, die den Heizungsrohren genügend Raum für die Ausdehnung geben und die Last breit verteilen. Den Abschluss bildet der gewünschte Bodenbelag.

  Elektrische Fußbodenheizungen sind ideal zur Nachrüstung

Eine elektrische Fußbodenheizung ist in verschiedenen Varianten erhältlich:

  • als Heizkabel
  • als Heizmatte
  • als Heizfolie

Besonders überzeugend ist diese Lösung durch die unschlagbar geringe Auauhöhe. Wenn Sie den Bodenbelag in Ihrem Badezimmer erneuern und diese Variante wählen, wird der neue Boden nur wenige Millimeter höher. Außerdem ist der Wartungsaufwand sehr gering.

Eine elektrische Fußbodenheizung eignet sich besonders, um eine bereits vorhandene Heizungsanlage zu unterstützen, und wenn Sie nur im Badezimmer oder punktuell den Boden heizen möchten. Grundsätzlich können Sie mit einer elektrischen Fußbodenheizung auch ganze Räume oder Häuser beheizen.

Das ist aufgrund der hohen Stromkosten aber wenig sinnvoll.

  Unser Tipp:

Eine Fußbodenheizung arbeitet besonders wirkungsvoll und kostensparend, wenn das Haus gut gedämmt ist.

Welche Vorschriften gelten für den Einbau oder die Nachrüstung einer Fußbodenheizung im Badezimmer?

Der Einbau oder die Nachrüstung einer Fußbodenheizung im Badezimmer basiert auf der Zusammenarbeit unterschiedlicher Gewerke.

Daher gilt eine Vielzahl verschiedener DIN-Normen, die sich teilweise sogar widersprechen.

Der Bundesverband für Flächenheizungen und Flächenkühlungen (BVF) hat Leitlinien zum Einbau und zur Nachrüstung von Fußbodenheizungen veröffentlicht.

Planung und Montage einer Fußbodenheizung im Bad

Damit Ihre Fußbodenheizung wie „aus einem Guss“ ist und es später keine Probleme beispielsweise mit den Fugen gibt, lassen Sie das gesamte Projekt idealerweise in einem Zug planen.

So ist es zum Beispiel für den Auau der einzelnen Schichten unerlässlich, dass der gewünschte Bodenbelag bereits bei der Planung feststeht.

Eine Fußbodenheizung für einen Fliesenbelag wird anders konzipiert als eine Variante für Vinylboden oder Parkett.

  Unser Tipp:

Fußbodenheizung selbst montieren?

Viele Verbraucher möchten Kosten sparen, indem sie einen Teil der Arbeiten selbst übernehmen. Bei einer Fußbodenheizung ist das nur bedingt möglich und sinnvoll.

  • Eine Fußbodenheizung im Nassverfahren gehört in die Hände eines Fachmanns.
  • Bei einer Fußbodenheizung im Trockensystem ist es geschickten Heimwerkern möglich, die Noppenplatten sowie die Heizschläuche selbst zu verlegen. Der Anschluss und die Einstellung dagegen sind dem Profi vorbehalten.
  • Eine elektrische Fußbodenheizung darf nur der zugelassene Handwerker anschließen.

Fachfirmen für Badezimmer in Ihrer Region

Wir finden die passenden Fachfirmen für Sie.

Welches Material Sie für die Montage einer Fußbodenheizung im Badezimmer benötigen, hängt von der gewünschten Variante ab. Die folgende Liste gibt einen Überblick über die nötigen Materialien für eine Trockenbaufußbodenheizung:

  • Noppenplatten
  • Wärmeleitbleche zur Installation der Heizungsrohre in der Noppenplatte
  • Randdämmstreifen
  • Heizungsrohr aus Kunststoff oder Kunststoff-Metall-Verbund
  • Abdeckfolie
  • Heizkreisverteiler
  • Raumthermostat
  • Stellantrieb für den Heizkreisverteiler
  • Trockenestrichplatten

Vorteile und Nachteile einer Fußbodenheizung im Badezimmer

  Vorteile   Nachteile
  angenehm warme Fliesen  reagiert träge (d. h.

wird langsam warm und hält die Wärme lange)

  bessere Wärmeverteilung als bei einem Radiator  Austausch oder Reparatur aufwendig
  kein störender, pflegeintensiver Heizkörper im Raum
  kaum Wartungsbedarf (elektrische Fußbodenheizung weitestgehend wartungsfrei)

  Unser Tipp:

Wählen Sie bei einer wassergeführten Fußbodenheizung hochwertige Schläuche, die keinen Sauerstoff diffundieren lassen. So verhindern Sie die gefürchtete Verschlammung des Systems.

Kosten für Anschaffung und Einbau einer Fußbodenheizung im Bad

Die Kosten für eine Fußbodenheizung im Badezimmer lassen sich nur schwer allgemein abschätzen. Denn verschiedene Faktoren bestimmen den Preis. Dazu gehören:

  • Größe des Raumes
  • individueller Heizbedarf des Gebäudes
  • gewünschtes Fußbodenheizungssystem
  • Qualität der Komponenten (z. B. sind einfache Kunststoffschläuche günstiger als sauerstoffdichte Schläuche oder Varianten aus einem Metall-Kunststoff-Verbund)
  • Arbeitskosten

Die folgende Tabelle gibt einen ersten Überblick:

System der Fußbodenheizung Kosten/qm mit Einbau bei Sanierung* Kosten/qm mit Einbau bei Neubau*
Nasssystem60 – 100 Euro40 – 80 Euro
Trockensystem50 – 80 Euro40 – 70 Euro
Fußbodenheizung elektrisch20 – 50 Euro20 – 40 Euro

Demontage Heizkörper, Estrich, etc.

15 – 40 Euroentfällt

* Preise sind Durchschnittswerte und dienen zur Orientierung.

Für den Einbau einer Fußbodenheizung im Badezimmer sind keine speziellen Fördermittel erhältlich. Die Kreditanstalt für Wiederauau (KfW) unterstützt Sie jedoch mit Zuschüssen für den alters- oder behindertengerechten Umbau Ihres Badezimmers. Diese Fördermittel können Sie auch für den Einbau einer Fußbodenheizung verwenden. Zu den Fördermöglichkeiten gehören unter anderem:

  • Zuschuss in Höhe von 10 Prozent der Kosten, maximal 5.000 Euro
  • Zinsgünstiger Kredit mit Tilgungszuschuss (maximal 50.000 Euro Darlehenssumme pro Wohneinheit)

Ein Fachmann berät Sie auch zu den verschiedenen Fördermöglichkeiten. Aroundhome unterstützt Sie bei allen Fragen rund um Ihr Zuhause.

 In unserem Online-Fragebogen spezifizieren Sie Ihr Anliegen bezüglich der Fußbodenheizung im Badezimmer.

Anschließend können Sie aus bis zu drei unterschiedlichen Angeboten von regionalen Fachfirmen wählen und diese gegebenenfalls direkt beauftragen. 

Источник: https://www.aroundhome.de/badezimmer/fussbodenheizung/

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