Osterbräuche in Deutschland und weltweit

Contents
  1. Länder und Entdecker – Osterbräuche weltweit: Die schönsten und skurrilsten Traditionen
  2. Woher kommt der Osterhase?
  3. Was es mit dem Osterfeuer auf sich hat
  4. Osterbräuche in Skandinavien: Geheimbriefe und Osterhexen
  5. Osterschaukeln in Lettland
  6. Nasser Ostermontag in Polen und Ungarn
  7. Religiöse Ostertradition in Spanien
  8. Fazit
  9. Osterbräuche weltweit
  10. Frankreich: Wenn Glocken reisen
  11. Ostern in der Schweiz: Wir bitten zum Tanz
  12. Ostern in Italien: Es darf geschlemmt werden
  13. Ostern in Großbritannien: Pfannkuchen und jede Menge Glück
  14. Ostern in Irland: Die Beerdingung der Heringe
  15. Ostern in Spanien: Schaurig-schön und frühlinghaft-festlich
  16. Ostern in Schweden: „Halloween“ im April
  17. Osterbrauch in Bulgarien: Achtung, Ei!
  18. Osterbrauch in Mexiko: Ein Mix der Kulturen
  19. New York: Osterparade auf der Fifth Avenue
  20. Wie der Hase zum Ei kam
  21. Noch ein Ostereier-Spiel: Das Eierrollen
  22. Osterbräuche: Kurioses aus anderen Ländern
  23. Die schönsten, traditionellen Osterbräuche in Deutschland
  24. Die kuriosesten Osterbräuche weltweit
  25. Ostern: Der Ursprung des christlichen Festes
  26. Drei Theorien zur Wortbedeutung von Ostern
  27. Was andere Leser noch gelesen haben
  28. Länder und Entdecker – Osterbräuche weltweit: Die schönsten und skurrilsten Traditionen
  29. Woher kommt der Osterhase?
  30. Was es mit dem Osterfeuer auf sich hat
  31. Osterbräuche in Skandinavien: Geheimbriefe und Osterhexen
  32. Osterschaukeln in Lettland
  33. Nasser Ostermontag in Polen und Ungarn
  34. Religiöse Ostertradition in Spanien
  35. Fazit
  36. Osterbräuche weltweit
  37. Frankreich: Wenn Glocken reisen
  38. Ostern in der Schweiz: Wir bitten zum Tanz
  39. Ostern in Italien: Es darf geschlemmt werden
  40. Ostern in Großbritannien: Pfannkuchen und jede Menge Glück
  41. Ostern in Irland: Die Beerdingung der Heringe
  42. Ostern in Spanien: Schaurig-schön und frühlinghaft-festlich
  43. Ostern in Schweden: „Halloween“ im April
  44. Osterbrauch in Bulgarien: Achtung, Ei!
  45. Osterbrauch in Mexiko: Ein Mix der Kulturen
  46. New York: Osterparade auf der Fifth Avenue
  47. Wie der Hase zum Ei kam
  48. Noch ein Ostereier-Spiel: Das Eierrollen
  49. Osterbräuche: Kurioses aus anderen Ländern
  50. Die schönsten, traditionellen Osterbräuche in Deutschland
  51. Die kuriosesten Osterbräuche weltweit
  52. Ostern: Der Ursprung des christlichen Festes
  53. Drei Theorien zur Wortbedeutung von Ostern
  54. Was andere Leser noch gelesen haben
  55. Länder und Entdecker – Osterbräuche weltweit: Die schönsten und skurrilsten Traditionen
  56. Woher kommt der Osterhase?
  57. Was es mit dem Osterfeuer auf sich hat
  58. Osterbräuche in Skandinavien: Geheimbriefe und Osterhexen
  59. Osterschaukeln in Lettland
  60. Nasser Ostermontag in Polen und Ungarn
  61. Religiöse Ostertradition in Spanien
  62. Fazit
  63. Osterbräuche weltweit
  64. Frankreich: Wenn Glocken reisen
  65. Ostern in der Schweiz: Wir bitten zum Tanz
  66. Ostern in Italien: Es darf geschlemmt werden
  67. Ostern in Großbritannien: Pfannkuchen und jede Menge Glück
  68. Ostern in Irland: Die Beerdingung der Heringe
  69. Ostern in Spanien: Schaurig-schön und frühlinghaft-festlich
  70. Ostern in Schweden: „Halloween“ im April
  71. Osterbrauch in Bulgarien: Achtung, Ei!
  72. Osterbrauch in Mexiko: Ein Mix der Kulturen
  73. New York: Osterparade auf der Fifth Avenue
  74. Osterwissen für Osterexperten:
  75. Wie der Hase zum Ei kam
  76. Noch ein Ostereier-Spiel: Das Eierrollen
  77. Osterbräuche: Kurioses aus anderen Ländern
  78. Die schönsten, traditionellen Osterbräuche in Deutschland
  79. Die kuriosesten Osterbräuche weltweit
  80. Ostern: Der Ursprung des christlichen Festes
  81. Drei Theorien zur Wortbedeutung von Ostern
  82. Was andere Leser noch gelesen haben
  83. Länder und Entdecker – Osterbräuche weltweit: Die schönsten und skurrilsten Traditionen
  84. Woher kommt der Osterhase?
  85. Was es mit dem Osterfeuer auf sich hat
  86. Osterbräuche in Skandinavien: Geheimbriefe und Osterhexen
  87. Osterschaukeln in Lettland
  88. Nasser Ostermontag in Polen und Ungarn
  89. Religiöse Ostertradition in Spanien
  90. Fazit
  91. Osterbräuche weltweit
  92. Frankreich: Wenn Glocken reisen
  93. Ostern in der Schweiz: Wir bitten zum Tanz
  94. Ostern in Italien: Es darf geschlemmt werden
  95. Ostern in Großbritannien: Pfannkuchen und jede Menge Glück
  96. Ostern in Irland: Die Beerdingung der Heringe
  97. Ostern in Spanien: Schaurig-schön und frühlinghaft-festlich
  98. Ostern in Schweden: „Halloween“ im April
  99. Osterbrauch in Bulgarien: Achtung, Ei!
  100. Osterbrauch in Mexiko: Ein Mix der Kulturen
  101. New York: Osterparade auf der Fifth Avenue
  102. Osterwissen für Osterexperten:
  103. Wie der Hase zum Ei kam
  104. Noch ein Ostereier-Spiel: Das Eierrollen
  105. Osterbräuche: Kurioses aus anderen Ländern
  106. Die schönsten, traditionellen Osterbräuche in Deutschland
  107. Die kuriosesten Osterbräuche weltweit
  108. Ostern: Der Ursprung des christlichen Festes
  109. Drei Theorien zur Wortbedeutung von Ostern
  110. Was andere Leser noch gelesen haben
  111. Verrückte Osterbräuche – Ostern weltweit Источник: https://www.urlaubsguru.de/reisemagazin/osterbraeuche-weltweit/

Länder und Entdecker – Osterbräuche weltweit: Die schönsten und skurrilsten Traditionen

Osterbräuche in Deutschland und weltweit
Osterbräuche in Deutschland und weltweit

Das Ei symbolisiert in der christlichen Tradition die Auferstehung und gehört daher bei fast allen Osterbräuchen weltweit mit dazu. Doch auch bei anderen Religionen und heidnischen Bräuchen spielt das Ei als Symbol eine wichtige Rolle.

Im jüdischen Pessach-Fest, worauf das christliche Osterfest zurückgeht, steht das Ei zum Beispiel für die menschliche Fruchtbarkeit, aber auch für die Zerbrechlichkeit des menschlichen Schicksals. Auch das Motiv der Schöpfung, der Entstehung von Leben, ist eng mit dem Ei verknüpft.

Eier zu dekorieren war allerdings schon lange vor dem ersten Osterfest Tradition – entsprechende Funde verzierter Straußeneier im südlichen Afrika von vor rund 60.000 Jahren sind der Beweis.

Heutzutage sind vor allem die Sorben für ihre kunstvoll geschmückten Ostereier bekannt. Die Farben haben ebenfalls eine starke Symbolkraft: Rot steht für den Opfertod Christi, Weiß für die Reinheit, Grün für Jugend und Unschuld, Gelb für den Wunsch nach Weisheit und Erleuchtung.

Orange symbolisiert Kraft, Ausdauer und Ehrgeiz. Die Ostereier werden bei den meisten Bräuchen versteckt, aber es gibt auch Traditionen, bei denen die Eier geworfen werden. Dabei gehen sie früher oder später kaputt, doch wessen Ei am längsten heil bleibt, hat gewonnen – so der Kern dieser Eierwurräuche.

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Ähnliches gilt für das Ostereiertitschen oder -pecken: Die Eier werden aneinandergestoßen und der Sieger ist der, dessen Ei dabei keinen Schaden nimmt. Andere Osterbräuche sehen vor, dass ein Kind eine Münze auf das Ei eines anderen Kindes wirft.

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Bleibt die Münze stecken, bekommt das erste Kind das Ei, wenn nicht, bekommt das andere Kind die Münze.

Woher kommt der Osterhase?

Vor allem im deutschsprachigen Raum ist es der Osterhase, der die Eier im Garten versteckt. Ursprünglich gab es noch den Osterfuchs in Westfalen, den Storch in Thüringen und den Hahn in Böhmen, die die Kinder mit Ostereiern beglückten.

Inzwischen hat sich der Osterhase jedoch gegen seine tierischen Konkurrenten durchgesetzt und es über Auswanderer als ″easter bunny″ auch in die USA geschafft. Der Medizinprofessor Georg Franck von Franckenau beschrieb den Osterbrauch mit dem Osterhasen bereits im Jahr 1682.

Möglich ist, dass der Hase wie auch das Ei als Symbol für die Auferstehung und die Fruchtbarkeit steht, und deswegen für viele Menschen heutzutage nicht mehr aus dem Osterfest wegzudenken ist.

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In Australien erfreut sich der Osterhase indes nicht so großer Beliebtheit, was er seinen Cousins, den Kaninchen, zu verdanken hat. Diese wurden vor etwa 150 Jahren durch europäische Siedler mit nach Australien gebracht und vermehrten sich dort rasant.

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Ohne ihre gewohnten natürlichen Fressfeinde entwickelten sich die Hasentiere zu einer wahren Plage, da sie alles kahl fressen und die einheimischen Tierarten gefährden. Daher gibt es in Australien neben dem Osterhasen einen Oster-Bilby.

Der Bilby, ein Nasenbeutler, gehört zu den Beuteltieren und sieht mit seinen langen Ohren ein wenig wie ein Hase aus. In Frankreich sind es traditionell die österlichen Kirchenglocken, die den Kindern Süßigkeiten bringen. Die Kirchenglocken stehen von Karfreitag bis zum frühen Morgen des Ostersonntags still.

Den Kindern wird erzählt, sie besuchten den Papst in Rom und brächten die Leckereien am Ostersonntag wieder mit. In Schweden sorgt das Osterküken für glückliche Kinder und Süßigkeiten.

In Australien kommt zu Ostern der Oster-Bilby. © John Gould

Was es mit dem Osterfeuer auf sich hat

Am Karsamstag werden in verschiedenen deutschsprachigen Regionen, aber auch in anderen Teilen der Welt, Osterfeuer entzündet.

Dabei handelt es sich um riesige Lagerfeuer aus Baum- und Strauchschnitt, manchmal befindet sich außerdem eine Hexenpuppe aus Stroh auf dem Stapel, die mit verbrannt wird. In einigen Regionen kommt eine Puppe oder ein Baumstamm, die Judas symbolisieren, mit ins Feuer.

Judas war derjenige Jünger, der Christus verraten hat. Die Osterfeuer – im Harz auch Ostermeiler genannt – sind meist gesellige Feste, die mit Glühwein, Bier und Grillwürstchen gefeiert werden.

Osterbräuche in Skandinavien: Geheimbriefe und Osterhexen

Der Sage nach fliegt in Schweden am Gründonnerstag die Osterhexe Påskkärring auf ihren Hexenberg Blåkulla. Deswegen verkleiden sich an dem Tag Kinder mit bunten Kopftüchern und Besenstiel als Hexen und gehen mit einer leeren Kaffeekanne in der Hand von Tür zu Tür. Dort fragen sie nach Süßigkeiten und verschenken aus Dank Osterbriefe, die sie selbst gebastelt haben.

Hexen gibt es in Dänemark zwar nicht zu Ostern, aber auch hier werden Briefe geschrieben. Dänische Kinder schreiben Geheimbriefe, sogenannte Gækkebrev, verzieren sie und schneiden sie aus. Auf den Geheimbriefen stehen kleine Verse und Punkte anstelle des Namens. Die Eltern müssen anschließend raten, von wem der Brief stammt.

Gelingt es ihnen nicht, müssen sie ein Schokoladenei an den Absender spenden.

In Dänemark schreiben die Kinder zu Ostern schön verzierte Geheimbriefe. © Nillerdk

Osterschaukeln in Lettland

Auch in Lettland gibt es ungewöhnliche Osterbräuche. So soll es etwa Glück bringen, sein Gesicht zu Ostern in einem Bach zu waschen, der nach Osten fließt. Außerdem ist das Osterschaukeln in Lettland sehr beliebt.

Auf den Schaukeln finden mehrere Menschen Platz, die sich von der Tradition Schutz vor Mücken im Sommer sowie eine reichhaltige Ernte und gesundes Vieh erhoffen.

Allerdings muss die Schaukel dafür im Anschluss verbrannt werden, damit sich keine bösen Hexen beim Osterschaukeln vergnügen und für Ungemach sorgen können.

Nasser Ostermontag in Polen und Ungarn

In Polen und Ungarn müssen die Frauen am Ostermontag Handtücher bereitlegen, denn es wird nass. Der polnische Wielkanoc, der ″nasse Montag″, geht auf eine mittelalterliche Tradition zurück, bei der Männer in die Häuser der schönsten Frauen am frühen Morgen des Ostermontags eindrangen und ihre Herzensdamen mit Wasser übergossen.

Heute sind es vor allem Wasserpistolen, Wasserbomben und Eimer mit Wasser, die zum Einsatz kommen – aber zum Glück auf der Straße und nicht in der Wohnung der Auserwählten. Locsolás heißt ein ähnlicher Brauch in Ungarn, wobei die Männer erst ein Gedicht vortragen und um Erlaubnis bitten müssen, um die Damen mit Wasser zu übergießen.

Religiöse Ostertradition in Spanien

Spanien pflegt vor allem religiöse Osterbräuche. In Prozessionen ziehen etwa Bruderschaften in Umhängen und mit spitzen Kapuzen durch die Straßen. Während dieser sogenannten Semana Santa tragen sie außerdem Heiligenfiguren bei sich. Des Weiteren schmücken Kinder Palmwedel mit Süßigkeiten, die in der Ostermesse später gesegnet werden.

In Spanien ziehen zu Ostern religiöse Bruderschaften in Umhängen durch die Stadt. © Willtron

Fazit

Die Osterbräuche weltweit sind ganz schön unterschiedlich. In Australien bringt ein Beuteltier und nicht der Hase die Ostereier, in Polen und Ungarn wird es nass und in Spanien geht es sehr religiös zu. In Deutschland erfreuen sich vor allem Osterhase und Osterfeuer großer Beliebtheit – und Ostereier gibt es fast überall.

Источник: https://www.kabeleinsdoku.de/themen/laender-und-entdecker/osterbraeuche-weltweit-die-schoensten-und-skurrilsten-traditionen

Osterbräuche weltweit

Osterbräuche in Deutschland und weltweit

Wir stellen Ihnen die schönsten und skurrilsten Osterbräuche, Traditionen und Mythen aus der ganzen Welt vor.

Ein Korb voll bunt bemalter Eier, der Duft von Frühlingsblumen, Schoko-Osterhasen wohin man schaut, ein frisch gebackenes Osterlämmchen oder ein süßer Osterfladen und Zeit für Familie und Freunde – das alles gehört in Deutschland zum Osterfest. Doch wie ist das in anderen Ländern?

Wir laden Sie ein auf eine kleine Weltreise, auf der wir erkunden, welche Traditionen, Bräuche und Mythen andernorts mit Ostern verknüpft sind.

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Frankreich: Wenn Glocken reisen

In Frankreich bleiben – wie in vielen anderen Ländern – die Kirchenglocken an den Kartagen von Gründonnerstag bis Karsamstag stumm.

Man erzählt sich, dass die Glocken in diesen Tagen nach Rom reisen um den Papst zu besuchen. Pünktlich zum Ostersonntag sind sie von ihrem Ausflug aber wieder zurück und bringen als Souvenir die Ostereier mit.

Die Glocken und ihr Geläut werden von den Menschen am Ostersonntag freudig empfangen.

Ostereier-Brauch: Kinder werfen die Ostereier in die Luft. Bei wem das Ei als erster auf den Boden fällt, verliert.

Ostern in der Schweiz: Wir bitten zum Tanz

In der Schweiz gibt es viele verschiedene Ostertraditionen. In vielen Kantonen und Städten finden vor allem am Karfreitag Prozessionen und Gebete statt.

Früher durfte man an diesem Tag nur barfuß auf die Straße gehen um die Erde nicht zu stören. Im Wallis versammeln sich die Menschen am Ostermontag kurz vor Sonnenaufgang um auf einem der umliegenden Hügel die Sonne mit einem Tag zu begrüßen.

Wer besonders gelenkig ist, macht drei Purzelbäume zu dem festlichen Anlass.

Ostereier-Brauch: Wie in Deutschland oder Österreich ist auch in der Schweiz das „Eier-Titschen“ oder „Eiertütscha“, wie man in der Schweiz sagt, ist ein beliebtes Spiel. Die Ostereier werden mit der Spitze aneinander gestoßen. Der Spieler dessen Ei am Ende noch heile ist, hat gewonnen.

Ostern in Italien: Es darf geschlemmt werden

Ob Osterlamm, traditionell süditalienischer Reiskuchen oder der taubenfärmiger Topfkuchen „Colomba“ mit kandierten Früchten und Mandeln: In Italien steht natürlich neben den religiösen Zeremonien und Prozessionen auch an Ostern der kulinarische Genuss im Mittelpunkt. Den Ostermontag, der hier „Pasquetta“ heißt, verbringen die Italiener zusammen mit der Familie. Bei einem Picknick im Grünen oder am Strand wird ausgiebig geschlemmt, Spaß gehabt und offiziell der Frühling eingeläutet.

Oster-Schlemmen: Im Picknick-Korb darf dabei die Torta di Pasquetta nicht fehlen, ein deftiger Kuchen, der aus Spinat, gekochten Eiern, Blätterteig und Ricotta gemacht wird.

Ostern in Großbritannien: Pfannkuchen und jede Menge Glück

Wer an Ostern mit einem Weidenkätzchenzweig getätschelt wird, hat das Jahr über jede Menge Glück – daran glauben die Engländer und verteilen ihre Glückwünsche rund um die Ostertage mit ihren Zweigen daher großzügig. Den wohl skurrilsten Osterbrauch gibt es in dem Städtchen Olny. Hier wird findet seit über 500 Jahren am Gründonnerstag, dem sogenannten „Pancake Thursday“, ein Pfannkuchenrennen statt.

In Schottland ist das Osterfest noch vom zahlreichen keltischen Bräuchen und Traditionen geprägt. So werden überall auf den Hügeln der Highlands Osterfeuer entzündet, die die kalte Jahreszeit vertreiben und den Frühling einleiten sollen.

Ostern in Irland: Die Beerdingung der Heringe

In einigen Städten Irlands findet noch heute das symbolische Heringsbegräbnis statt. Mit den Heringen wird auch die Fastenzeit zu Grabe getragen – die Zeit, in der der Hering früher als Hauptmahlzeit galt. Auch bei traditionellen Tanzwettbewerben auf den Straßen feiern die Iren, dass die Zeit des Verzichts mit den Ostertagen vorbei ist.

Ostern in Spanien: Schaurig-schön und frühlinghaft-festlich

In Spanien wird allerorts die Semana Santa mit zahlreichen Prozessionen, die vom Palmsonntag bis zum Ostersonntag stattfinden, gefeiert. Die bekannteste Prozession findet in Sevilla statt.

In der Karwoche ziehen mit Kapuzen vermummte Menschen zu hunderten durch die Straßen.

Zur Ostermesse am Ostersonntag werden dann geschmückte Palmwedel mit in die Kirche genommen, die dort gesegnet werden.

Oster-Tipp: Wenn Sie rund um die Ostertage Urlaub auf Mallorca machen, dann lohnt sich am Karfreitag ein Besuch in Palma de Mallorca. Vor der eindrucksvollen Kathedrale „La Seu“ wird dann die Passionsgeschichte nachgestellt.

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Für einen Familienausflug ist der riesige Frühlings-Jahrmarkt „Fira del Ram“ bei Palma, der bis Ostermontag stattfindet, zu empfehlen. Am Sonntag nach Ostern steigt auf dem Castell de Bellver in Palma ein großes Volksfest.

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Ostern in Schweden: „Halloween“ im April

In Schweden werden die Wohnungen und Häuser für das Osterfest mit Birkenzweigen und bunten Federbüschen geschmückt.

Ähnlich wie bei der Amerikanischen Halloween-Tradition „Trick or Treat“ ziehen am Gründonnerstag Kinder als „Osterweiber“ verkleidet von einem Haus zum nächsten, verschenken die sogenannten „Osterbriefe“ und hoffen auf jede Menge Geld oder Süßigkeiten als Gegenleistung.

Ostereier werden in Schweden von „Osterküken“ gebracht und so ist die beliebteste Farbe für jede Art von Schmuck und Festtagsdekoration ein frisches Gelb. Mit Feuerwerken, Böllern und einem Osterfeuer werden zum Frühlingsstart auch in Schweden die bösen Geister und Osterhexen verjagt.

Osterbrauch in Bulgarien: Achtung, Ei!

In Bulgarien werden die Ostereier nicht versteckt, sondern geworfen. Derjenige, dessen Ei bei der Ei-Schlacht nicht zerbricht, ist der Sieger und hat besonders viel Erfolg.

Glück soll es zudem bringen, wenn die älteste Frau im Haus allen Kindern mit dem ersten rot gefärbten Ei über das Gesicht streicht.

Dieser Osterbrauch soll Gesundheit und Stärke bringen.

Osterbrauch in Mexiko: Ein Mix der Kulturen

In Mexiko gleichen die Osterfeierlichkeiten einem Volksfest, bei dem sich indianische und christliche Bräuche vermischen.

Die Straßen sind mit bunten Girlanden aus Krepppapier geschmückt und in einigen Orten ziehen Menschen mit freudigen Gesängen, Flöten- und Trommelmusik durch die Stadt.

Die Schule bleibt während der zweiwöchigen Festzeit natürlich geschlossen, denn in Mexiko ist Ostern die Hauptferienzeit.

New York: Osterparade auf der Fifth Avenue

In den USA wird Ostern wie bei uns mit jeder Menge bunten Ostereiern, Süßigkeiten, dem Osterhasen und religiösen Bräuchen gefeiert.

Ein Highlight der Osterzeit ist die  „Easter Parade“ in New York.

Am Ostersonntag ziehen auf der Fifth Avenue mit Blumen geschmückte Festwägen und Menschen mit prächtigen Hüten, manchmal auch lustigem Kopfschmuck die Prachtstraße hinunter bis zur 55. Straße.

Unser Song-Tipp zur Einstimmung: „Easter Parade“ von Fred Astaire und Judy Garland aus dem Jahr 1948.

Wie der Hase zum Ei kam

Rund um die Osterfeiertage muss sich Meister Lampe sputen, denn viele tausende Osternester mit bunten Eiern, Schokolade und kleinen Geschenken wollen versteckt werden. Das bedeutet für den Guten: Jede Menge Arbeit.

Aber, wie kam das pussierliche Tierchen an diesen Großauftrag? Früher brachten schon der Hahn, der Storch und zeitweise sogar der Fuchs die Ostereier – solange, bis die Schokoladen-Industrie den Hasen für sich entdeckt hat.

Also: Schnell loshoppeln, lieber Osterhase.

Übrigens: In Australien machen die kleinen Bilbies dem Osterhasen das Geschäft strittig.

Noch ein Ostereier-Spiel: Das Eierrollen

Bei diesem Spiel werden Ostereier einen kleinen Hügel hinunter gerollt. Wer am weitesten kommt, gewinnt. Der Brauch ist vor allem in Ostfriesland eine Tradition – und auch im Weißen Haus in Washington. Seit über 100 Jahren lädt der amerikanische Präsident ein paar Kinder und Erwachsene zum Eierrollen ein.

Источник: https://www.weg.de/reisemagazin/artikel/osterbraeuche-weltweit/

Osterbräuche: Kurioses aus anderen Ländern

Osterbräuche in Deutschland und weltweit

Ostern ist ein Kirchen- und Familienfest, um das sich weltweit teilweise recht skurrile Osterbräuche gebildet haben.

Bei uns in Deutschland steht die Familienfeier im Vordergrund: Die Kinder dürfen Schokoladeneier in Haus und Garten suchen und die Familie trifft sich zum Festessen an einer österlich geschmückten Tafel. Andere Länder haben andere Rituale.

Nicht überall bringt der Osterhase die Ostereier. Wie feiert man in anderen Teilen der Welt Ostern? Was für Osterbräuche gibt es weltweit?…

Die schönsten, traditionellen Osterbräuche in Deutschland

In Deutschland gibt es weit aus mehr Ostertraditionen als die Schokoladeneier und den Osterhasen. Viele erinnern an die christliche Botschaft, dass Jesus am Ostersonntag vom Tod auferstanden ist:

  • Ostereier auspusten und bemalen:Ein Osterfest ohne Ostereier – das kann es in Deutschland nicht geben. Seit Jahrhunderten werden Eier als Frühlingsboten bemalt. Beide Varianten sind vertreten: Entweder die Hühnereier werden ausgepustet und bemalt oder die Eier werden gekocht, bemalt und am Ostermorgen zum Frühstück gegessen.
  • Ostereier verstecken:Die Kinder lieben es. Am Ostermorgen werden Schokoladeneier versteckt, die die Kleinen dann suchen dürfen. Entweder wird ein ganzes Nest versteckt oder die Kinder suchen die einzelnen Eier und sammeln sie in ihr Körbchen. Ein schöner Spaß für Große und Kleine.
  • Osterhase:Gerne wird den Kleinen das Märchen erzählt, der Osterhase sei durch den Garten gehoppelt und hätte dabei die Eier verloren oder versteckt. Natürlich befindet sich unter den süßen Gaben auch ein Schokoladenosterhase.
  • Osterspaziergang:Wer kennt ihn nicht, den Spaziergang in der frischen Luft am Ostersonntag? Die einen verdauen dabei das Festtagsessen, den anderen ist bewusst, dass sich dahinter eine lange Tradition, sogar mit christlichem Hintergrund verbirgt. Im neuen Testament wird berichtet, dass einige Jünger nicht glauben wollten, dass Jesus auferstanden sei. Deshalb treten sie den Weg zu ihm an. Bei der Wanderung unterhalten sie sich sehr angeregt, als ihnen plötzlich der auferstandene Jesus erscheint. Auch heute noch machen sich Christen auf den Weg, pilgern und denken über Glaubensfragen nach.
  • Osterläuten:In vielen Orten verstummen zwischen Gründonnerstag und dem Ostersonntag die Kirchenglocken. Kräftig läuten sie dann am Sonntagmorgen um den Christen die frohe Botschaft die Auferstehung zu verkündigen.
  • Osterzopf:Der Osterzopf wird aus einem Hefeteig geflochten. Die drei Teigstränge symbolisieren die heilige Dreifaltigkeit. Der Osterzopf wird gerne mit Marmelade und Butter zum Osterfrühstück gegessen.
  • Osterlamm:Das Osterlamm geht auf das Ritual der Juden am Passahfest zurück. Dort wird ein Lamm als Opfer für Gott geschlachtet und verspeist. Das Lamm steht für Reinheit und Unschuld. Viele Christen in Deutschland essen kein Lammfleisch, sondern backen ein süßes Osterlamm aus Rührteig. Es wird aufwendig verziert und ist der Mittelpunkt auf der festliche gedeckten Kaffeetafel am Ostersonntag.
  • Osterkerze:Die Osterkerze ist ein Zeichen des Lebens und symbolisiert, dass Jesus Christus über den Tod gesiegt hat und auferstanden ist.In der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag wird die Osterkerze in einer Messe durch die dunkle Kirche zum Osterleuchter gebracht. Dort entzünden die Gottesdienstteilnehmer ihre mitgebrachten Osterkerzen. Mit diesem Ritual soll gezeigt werden, dass Jesus Licht in die Dunkelheit bringt.
  • Osterfeuer:Dieser Brauch geht auf das Altertum zurück. Das Feuer soll die Sonne begrüßen und für die Fruchtbarkeit der Erde und eine gute Ernte sorgen. Es war in diesem Sinne ein Frühlingsfeuer, dass den Winter vertreiben sollte.
  • Osterrad:Dieser Brauch ist eher in ländlichen Regionen Deutschlands zu finden und ist dort recht beliebt. Ein Osterrad wird dort entzündet und einen Hügel runtergerollt. Diese Tradition geht auf einen heidnischen Sonnenkult zurück und ist weit mehr als 2000 Jahre alt. Für die Zuschauer ist das Orakel interessant: Kippt das Rad beim Herunterrollen soll die Ernte schlecht werden. Rollt das Rad gerade herunter, wird mit einer guten Ernte gerechnet.

Die kuriosesten Osterbräuche weltweit

Weltweit haben sich in den letzten Jahrzehnten- und Jahrhunderten unterschiedliche Bräuche an Ostern entwickelt. Die Rituale können recht ausgefallen bis befremdend sein:

  • AustralienAn Ostern soll es in Australien einen besonderen Brauch geben: Die verlobten Paare arbeiten an ihrem Eheglück. Sie schöpfen aus einem Bach das fließende Wasser und bewahren es bis zu ihrem Hochzeitstag auf. An dem Tag ihres Eheversprechens besprengen sich gegenseitig damit, bevor sie in die Kirche gehen. Angeblich beschert ihnen das viel Glück in der Ehe.Währenddessen freuen sich die australischen Kinder über bunte Eier. Aber die bringt ihnen nicht der Osterhase, sondern der „Osterbilby“. Das ist ein Beuteltier mit riesigen Ohren. Den Schoko-Bilby gibt es natürlich im Supermarkt zu kaufen.
  • BulgarienOstereier verstecken? Das ist nichts für die Bulgaren. Sie haben da einen anderen Brauch entwickelt – und der gleicht einem Kunststück. Sie bewerfen sich an Ostern mit Eiern, allerdings unter einer bestimmten Vorgabe: Das Ei soll dabei nicht zerbrechen. Wem das gelingt, der wird viel Erfolg im kommenden Jahr haben.Noch mehr durchgesetzt hat sich das Osterbrot: Das darf nur von unverheirateten Mädchen gebacken werden und besteht aus Zucker, Früchten und natürlich Eiern.
  • EnglandEin bisschen verrückt sind sie ja, die Engländer. Auf raue Art wollen sie sich ein wenig Glück an Ostern sichern. Dafür sammeln sie Weidenkätzchenzweige, aber nicht zur Osterdekoration. Nein, sie peitschen sich damit – ganz vorsichtig. Das Getätschel soll ihnen Glück für die nächsten Jahre bringen.Fröhlich sind die Menschen in Wales. Am Ostersonntag gehen sie vor Sonnenaufgang in einer Prozession auf einen Hügel. Zeigt die Sonne ihre ersten Sonnenstrahlen, machen sie vor Freude drei Purzelbäume.
  • FinnlandAuch die Finnen schlagen sich an Ostern, allerdings mit Birkenzweigen. Jeder schnappt sich einen und schlägt damit Familienmitglieder und Freunde, damit diese Glück erfahren im nächsten Jahr. Erinnern soll dieses Ritual an eine biblische Geschichte: Als Jesus nach Jerusalem einzog, hatten die Menschen Palmwedel in ihren Händen und begrüßten ihn damit. In Finnland gibt es natürlich keine Palmen, so wurden die Birkenzweige zweckentfremdet.Heidnischer geht es bei den finnischen Kindern zu: Sie verkleiden sich als Osterhexen und gehen an Palmsonntag von Tür zu Tür. Dabei halten sie bunt geschmückte Weidenkätzchen in ihren Händen. Mit diesen wollen sie Segen von Haus zu Haus bringen und die bösen Geister verjagen. Im Gegenzug erhalten sie Leckereien von den Bewohnern. An den Haustüren stehen extra Körbe gefüllt mit Schokoladeneiern bereit.
  • FrankreichStill ist es in Frankreich von Gründonnerstag bis Karsamstag. Keine Glocken klingen im gesamten Land. Erst am Ostersonntag tönen diese wieder – und dann umarmen und küssen sich gute Freunde zur Freude über die Auferstehung Christi.Und warum schweigen die Glocken die ganze Zeit? Den Kindern wird erzählt, dass die Glocken sich auf die Reise nach Rom machen. Auf dem Hinflug sammeln sie die ganze Trauer über die Kreuzigung von Jesus ein. Die Trauer laden sie beim Papst ab und lassen sich wieder segnen. Mit dem Segen bringen sie Süßigkeiten zurück nach Frankreich und lassen diese dann an den unmöglichsten Stellen in den Gärten fallen. Wenn die Glocken am Ostersonntag läuten, ist das das Zeichen für die Kinder, sie dürfen nun die Schokolade suchen.
  • GriechenlandErst eine Woche nach uns feiern die orthodoxen Griechen ihr Osterfest. Der Höhepunkt ihrer Festivitäten ist die Messe von Samstag auf Ostersonntag. Weiße, brennende Kerzen bringen die Gläubigen zu diesem Gottesdienst mit. Um Mitternacht werden aber alle gelöscht – bis auf eine. Diese eine Flamme hat eine besondere Bedeutung. Sie symbolisiert die Auferstehung. An ihr werden später alle Kerzen wieder entzündet und so das Leben weitergegeben.Die Festspeise am Sonntag ist ein gegrilltes Lamm, das am Spieß gegrillt wird. Aus seinen Innereien wird die „Magirítsa“, eine Suppe gekocht.
  • Italien„Natale con i tuoi, pasqua con chi vuoi.“ Dieses italienische Sprichwort heißt übersetzt so viel wie „Weihnachten mit der Familie, Ostern mit wem du willst“. So ist Ostern für Italiener mehr als eine Familienfeier: Man trifft alle, die einem lieb und wichtig sind.Ostern beginnt für sie mit einem Trauer- und Schweigemarsch am Karfreitag. Die Straßenbeleuchtung wird bei dieser Prozession ausgeschaltet, dafür leuchten überall Kerzen in den Fenstern. Am Ostersonntag wird nach der Messe gespeist, meistens viele Stunden lang. Wichtig sind dabei die Ostertorte, ein herzhafter Kuchen mit gekochten Eier und Spinat, und „Colomba pasquale“, ein Hefekuchen in Form einer Taube.
  • PhilippinenKnapp achtzig Prozent der Einwohner sind überzeugte Kathon. Sie lieben ihre Prozession. Doch ihre Gläubigkeit nimmt extreme Züge an. In manchen Gegenden ziehen Gruppen von Männern durch die Straßen und schlagen sich mit Bambuspeitschen wund, bis das Blut auf ihren Rücken tief rot ist. Sie ritzen sich sogar mit Glasscherben und Rasierklingen in die Haut. Höhepunkt ist eine Kreuzigung am Karfreitag. Männer lassen sich richtig auf ein Holzkreuz schlagen. Die katholische Kirche heißt diesen Brauch nicht gut, ist er doch mehr ein Spektakel als Besinnlichkeit.
  • PolenIn Polen wird es an Ostern nass. Am Ostersonntag bespritzt man sich mit Wasser. Nicht so schön ist, dass Jugendliche mittlerweile immer häufiger ganze Eimer über andere Personen auskippen, am liebsten natürlich über Frauen und Mädchen.Und warum machen die Polen so etwas? Der Brauch namens „Smigus Dyngus geht angeblich auf das Jahr 966 zurück. Der polnische Herrscher Mieszko I. ließ sich taufen, stellvertretend für ganz Polen, dass nun zum katholischen Christentum bekehrt wurde. Das Bespritzen mit Wasser erinnert also an die Taufe.
  • SchweizEiertütschen ist in der Schweiz ein Muss. Die Frage ist, wer das robusteste Ei besitzt. Kinder und Erwachsene treten gegeneinander an und hoffen, möglichst ein heiles Ei zu haben. Sie hauen die Eispitzen aufeinander und hoffen, dass ihr Ei am längsten überlebt. Kleiner Tipp: Die Schalen von jungen Hühnern sollen eine kräftigere Schale haben.
  • SpanienDie Spanier sind zum größten Teil katholisch, dementsprechend christlich begehen sie ihre Osterfestivitäten. Das ganze beginnt schon am Palmsonntag. Kinder bringen ihre Palmwedel, die sie besonders geschmückt haben mit in den Gottesdienst. Dort werden sie vom Priester gesegnet. In der darauffolgenden Wochen finden zahlreiche Prozessionen statt. Dabei tragen die Gläubigen lange Kutten mit Kapuzen, die sie als Büßer darstellen sollen. Die wichtigste Prozession findet am Karfreitag statt. Am Ostersonntag wird die Auferstehung Christi gefeiert. Aber möglichst ohne Kommerz. Der Glaube soll im Vordergrund stehen.
  • USADas Osterfest in den USA ähnelt an vielen Stellen dem deutschen Brauchtum. Am Ostersonntag halten viele Kirchen ihren Gottesdienst. Auch in den USA spielt der Osterhase und die Ostereiersuche für Kinder eine große Rolle. Die Eltern verstecken heimlich die Süßigkeiten in den Gärten und im Haus und die Kinder dürfen sie suchen.Ein ganz besonderes Highlight ist das „Easter Egg Roll“: Im Garten des Weißen Hauses in Washington wird es seit mehr als hundert Jahren zelebriert. Am Ostermontag zwischen 10 und 14 Uhr wird dann ein kleiner Teil des Gartens zum Spielfeld umfunktioniert. Die Besucher müssen dort dann dutzende Eier mit Esslöffeln ins Ziel rollen. Immerhin: Jeder Teilnehmer erhält vom Präsidenten und der First Lady signiertes Holzei als Dankeschön.

Ostern: Der Ursprung des christlichen Festes

Die Christen feiern Ostern schon seit Mitte des zweiten Jahrhunderts. Sie wollen sich in diesem Fest an den Tod und die Auferstehung Jesu Christi erinnern. Es ist für sie das wichtigste Fest im Kirchenjahr, denn es steht dafür, dass Jesus die Sünde überwunden hat und der Mensch nun wieder Gott nahe sein kann.

Woher das Wort Ostern stammt, ist nicht so ganz sicher.

Drei Theorien zur Wortbedeutung von Ostern

Um die Wortbedeutung von Ostern ranken unterschiedliche Theorien. Das sind die wohl drei bekanntesten:

  1. Ostern klingt mit dem Substantiv „Osten“ verwandt, dessen eigentlich Bedeutung „Morgenröte“ gewesen soll. Möglicherweise fand der Name des christlichen Fests seinen Ursprung in einem germanischen Fest, das zu Ehren einer „Göttin der Morgenröte“ gefeiert wurde, deren Namen allerdings nicht sicher zu bezeugen ist.
  2. Die Germanen hatten eine „Frühlingsgöttin“ namens „Ostara“, zu deren Ehren ein Frühjahrsfest gefeiert wurde. Das Frühjahrsfest hatte den Namen Ostern. Leider ist diese Theorie mittlerweile auch überholt, da die Göttin nicht nachweisbar ist.
  3. Die neueste Theorie stammt von dem Sprachwissenschaftler Jürgen Udolph. Er hat die nordgermanischen Sprachen untersucht und fand heraus, dass es eine Wortfamilie gibt die sprachlich zu Ostern passt, nämlich „ausa“, was so viel heißt wie „(Wasser)schöpfen, (be)gießen“. Er geht davon aus, dass sich das Wort Ostern auf die Taufe bezieht, ein zentrales Ereignis im Glauben der Christen. Sie glauben, wie Jesus Christus starb und in der Osternacht auferstand, so geht in der Taufe das alte Leben des Menschen zu Ende und Gott schenkt ihm neues Leben. Das Wasser schöpfen erinnert in seiner Tätigkeit an das Übergießen mit Wasser zu Taufe. Den Erzählungen nach zu urteilen wurden früher viele Menschen in der Osternacht getauft.

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Источник: https://herbstlust.de/osterbraeuche/

Länder und Entdecker – Osterbräuche weltweit: Die schönsten und skurrilsten Traditionen

Osterbräuche in Deutschland und weltweit
Osterbräuche in Deutschland und weltweit

Das Ei symbolisiert in der christlichen Tradition die Auferstehung und gehört daher bei fast allen Osterbräuchen weltweit mit dazu. Doch auch bei anderen Religionen und heidnischen Bräuchen spielt das Ei als Symbol eine wichtige Rolle.

Im jüdischen Pessach-Fest, worauf das christliche Osterfest zurückgeht, steht das Ei zum Beispiel für die menschliche Fruchtbarkeit, aber auch für die Zerbrechlichkeit des menschlichen Schicksals. Auch das Motiv der Schöpfung, der Entstehung von Leben, ist eng mit dem Ei verknüpft.

Eier zu dekorieren war allerdings schon lange vor dem ersten Osterfest Tradition – entsprechende Funde verzierter Straußeneier im südlichen Afrika von vor rund 60.000 Jahren sind der Beweis.

Heutzutage sind vor allem die Sorben für ihre kunstvoll geschmückten Ostereier bekannt. Die Farben haben ebenfalls eine starke Symbolkraft: Rot steht für den Opfertod Christi, Weiß für die Reinheit, Grün für Jugend und Unschuld, Gelb für den Wunsch nach Weisheit und Erleuchtung.

Orange symbolisiert Kraft, Ausdauer und Ehrgeiz. Die Ostereier werden bei den meisten Bräuchen versteckt, aber es gibt auch Traditionen, bei denen die Eier geworfen werden. Dabei gehen sie früher oder später kaputt, doch wessen Ei am längsten heil bleibt, hat gewonnen – so der Kern dieser Eierwurräuche.

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Ähnliches gilt für das Ostereiertitschen oder -pecken: Die Eier werden aneinandergestoßen und der Sieger ist der, dessen Ei dabei keinen Schaden nimmt. Andere Osterbräuche sehen vor, dass ein Kind eine Münze auf das Ei eines anderen Kindes wirft.

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Bleibt die Münze stecken, bekommt das erste Kind das Ei, wenn nicht, bekommt das andere Kind die Münze.

Woher kommt der Osterhase?

Vor allem im deutschsprachigen Raum ist es der Osterhase, der die Eier im Garten versteckt. Ursprünglich gab es noch den Osterfuchs in Westfalen, den Storch in Thüringen und den Hahn in Böhmen, die die Kinder mit Ostereiern beglückten.

Inzwischen hat sich der Osterhase jedoch gegen seine tierischen Konkurrenten durchgesetzt und es über Auswanderer als ″easter bunny″ auch in die USA geschafft. Der Medizinprofessor Georg Franck von Franckenau beschrieb den Osterbrauch mit dem Osterhasen bereits im Jahr 1682.

Möglich ist, dass der Hase wie auch das Ei als Symbol für die Auferstehung und die Fruchtbarkeit steht, und deswegen für viele Menschen heutzutage nicht mehr aus dem Osterfest wegzudenken ist.

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In Australien erfreut sich der Osterhase indes nicht so großer Beliebtheit, was er seinen Cousins, den Kaninchen, zu verdanken hat. Diese wurden vor etwa 150 Jahren durch europäische Siedler mit nach Australien gebracht und vermehrten sich dort rasant.

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Ohne ihre gewohnten natürlichen Fressfeinde entwickelten sich die Hasentiere zu einer wahren Plage, da sie alles kahl fressen und die einheimischen Tierarten gefährden. Daher gibt es in Australien neben dem Osterhasen einen Oster-Bilby.

Der Bilby, ein Nasenbeutler, gehört zu den Beuteltieren und sieht mit seinen langen Ohren ein wenig wie ein Hase aus. In Frankreich sind es traditionell die österlichen Kirchenglocken, die den Kindern Süßigkeiten bringen. Die Kirchenglocken stehen von Karfreitag bis zum frühen Morgen des Ostersonntags still.

Den Kindern wird erzählt, sie besuchten den Papst in Rom und brächten die Leckereien am Ostersonntag wieder mit. In Schweden sorgt das Osterküken für glückliche Kinder und Süßigkeiten.

In Australien kommt zu Ostern der Oster-Bilby. © John Gould

Was es mit dem Osterfeuer auf sich hat

Am Karsamstag werden in verschiedenen deutschsprachigen Regionen, aber auch in anderen Teilen der Welt, Osterfeuer entzündet.

Dabei handelt es sich um riesige Lagerfeuer aus Baum- und Strauchschnitt, manchmal befindet sich außerdem eine Hexenpuppe aus Stroh auf dem Stapel, die mit verbrannt wird. In einigen Regionen kommt eine Puppe oder ein Baumstamm, die Judas symbolisieren, mit ins Feuer.

Judas war derjenige Jünger, der Christus verraten hat. Die Osterfeuer – im Harz auch Ostermeiler genannt – sind meist gesellige Feste, die mit Glühwein, Bier und Grillwürstchen gefeiert werden.

Osterbräuche in Skandinavien: Geheimbriefe und Osterhexen

Der Sage nach fliegt in Schweden am Gründonnerstag die Osterhexe Påskkärring auf ihren Hexenberg Blåkulla. Deswegen verkleiden sich an dem Tag Kinder mit bunten Kopftüchern und Besenstiel als Hexen und gehen mit einer leeren Kaffeekanne in der Hand von Tür zu Tür. Dort fragen sie nach Süßigkeiten und verschenken aus Dank Osterbriefe, die sie selbst gebastelt haben.

Hexen gibt es in Dänemark zwar nicht zu Ostern, aber auch hier werden Briefe geschrieben. Dänische Kinder schreiben Geheimbriefe, sogenannte Gækkebrev, verzieren sie und schneiden sie aus. Auf den Geheimbriefen stehen kleine Verse und Punkte anstelle des Namens. Die Eltern müssen anschließend raten, von wem der Brief stammt.

Gelingt es ihnen nicht, müssen sie ein Schokoladenei an den Absender spenden.

In Dänemark schreiben die Kinder zu Ostern schön verzierte Geheimbriefe. © Nillerdk

Osterschaukeln in Lettland

Auch in Lettland gibt es ungewöhnliche Osterbräuche. So soll es etwa Glück bringen, sein Gesicht zu Ostern in einem Bach zu waschen, der nach Osten fließt. Außerdem ist das Osterschaukeln in Lettland sehr beliebt.

Auf den Schaukeln finden mehrere Menschen Platz, die sich von der Tradition Schutz vor Mücken im Sommer sowie eine reichhaltige Ernte und gesundes Vieh erhoffen.

Allerdings muss die Schaukel dafür im Anschluss verbrannt werden, damit sich keine bösen Hexen beim Osterschaukeln vergnügen und für Ungemach sorgen können.

Nasser Ostermontag in Polen und Ungarn

In Polen und Ungarn müssen die Frauen am Ostermontag Handtücher bereitlegen, denn es wird nass. Der polnische Wielkanoc, der ″nasse Montag″, geht auf eine mittelalterliche Tradition zurück, bei der Männer in die Häuser der schönsten Frauen am frühen Morgen des Ostermontags eindrangen und ihre Herzensdamen mit Wasser übergossen.

Heute sind es vor allem Wasserpistolen, Wasserbomben und Eimer mit Wasser, die zum Einsatz kommen – aber zum Glück auf der Straße und nicht in der Wohnung der Auserwählten. Locsolás heißt ein ähnlicher Brauch in Ungarn, wobei die Männer erst ein Gedicht vortragen und um Erlaubnis bitten müssen, um die Damen mit Wasser zu übergießen.

Religiöse Ostertradition in Spanien

Spanien pflegt vor allem religiöse Osterbräuche. In Prozessionen ziehen etwa Bruderschaften in Umhängen und mit spitzen Kapuzen durch die Straßen. Während dieser sogenannten Semana Santa tragen sie außerdem Heiligenfiguren bei sich. Des Weiteren schmücken Kinder Palmwedel mit Süßigkeiten, die in der Ostermesse später gesegnet werden.

In Spanien ziehen zu Ostern religiöse Bruderschaften in Umhängen durch die Stadt. © Willtron

Fazit

Die Osterbräuche weltweit sind ganz schön unterschiedlich. In Australien bringt ein Beuteltier und nicht der Hase die Ostereier, in Polen und Ungarn wird es nass und in Spanien geht es sehr religiös zu. In Deutschland erfreuen sich vor allem Osterhase und Osterfeuer großer Beliebtheit – und Ostereier gibt es fast überall.

Источник: https://www.kabeleinsdoku.de/themen/laender-und-entdecker/osterbraeuche-weltweit-die-schoensten-und-skurrilsten-traditionen

Osterbräuche weltweit

Osterbräuche in Deutschland und weltweit

Wir stellen Ihnen die schönsten und skurrilsten Osterbräuche, Traditionen und Mythen aus der ganzen Welt vor.

Ein Korb voll bunt bemalter Eier, der Duft von Frühlingsblumen, Schoko-Osterhasen wohin man schaut, ein frisch gebackenes Osterlämmchen oder ein süßer Osterfladen und Zeit für Familie und Freunde – das alles gehört in Deutschland zum Osterfest. Doch wie ist das in anderen Ländern?

Wir laden Sie ein auf eine kleine Weltreise, auf der wir erkunden, welche Traditionen, Bräuche und Mythen andernorts mit Ostern verknüpft sind.

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Frankreich: Wenn Glocken reisen

In Frankreich bleiben – wie in vielen anderen Ländern – die Kirchenglocken an den Kartagen von Gründonnerstag bis Karsamstag stumm.

Man erzählt sich, dass die Glocken in diesen Tagen nach Rom reisen um den Papst zu besuchen. Pünktlich zum Ostersonntag sind sie von ihrem Ausflug aber wieder zurück und bringen als Souvenir die Ostereier mit.

Die Glocken und ihr Geläut werden von den Menschen am Ostersonntag freudig empfangen.

Ostereier-Brauch: Kinder werfen die Ostereier in die Luft. Bei wem das Ei als erster auf den Boden fällt, verliert.

Ostern in der Schweiz: Wir bitten zum Tanz

In der Schweiz gibt es viele verschiedene Ostertraditionen. In vielen Kantonen und Städten finden vor allem am Karfreitag Prozessionen und Gebete statt.

Früher durfte man an diesem Tag nur barfuß auf die Straße gehen um die Erde nicht zu stören. Im Wallis versammeln sich die Menschen am Ostermontag kurz vor Sonnenaufgang um auf einem der umliegenden Hügel die Sonne mit einem Tag zu begrüßen.

Wer besonders gelenkig ist, macht drei Purzelbäume zu dem festlichen Anlass.

Ostereier-Brauch: Wie in Deutschland oder Österreich ist auch in der Schweiz das „Eier-Titschen“ oder „Eiertütscha“, wie man in der Schweiz sagt, ist ein beliebtes Spiel. Die Ostereier werden mit der Spitze aneinander gestoßen. Der Spieler dessen Ei am Ende noch heile ist, hat gewonnen.

Ostern in Italien: Es darf geschlemmt werden

Ob Osterlamm, traditionell süditalienischer Reiskuchen oder der taubenfärmiger Topfkuchen „Colomba“ mit kandierten Früchten und Mandeln: In Italien steht natürlich neben den religiösen Zeremonien und Prozessionen auch an Ostern der kulinarische Genuss im Mittelpunkt. Den Ostermontag, der hier „Pasquetta“ heißt, verbringen die Italiener zusammen mit der Familie. Bei einem Picknick im Grünen oder am Strand wird ausgiebig geschlemmt, Spaß gehabt und offiziell der Frühling eingeläutet.

Oster-Schlemmen: Im Picknick-Korb darf dabei die Torta di Pasquetta nicht fehlen, ein deftiger Kuchen, der aus Spinat, gekochten Eiern, Blätterteig und Ricotta gemacht wird.

Ostern in Großbritannien: Pfannkuchen und jede Menge Glück

Wer an Ostern mit einem Weidenkätzchenzweig getätschelt wird, hat das Jahr über jede Menge Glück – daran glauben die Engländer und verteilen ihre Glückwünsche rund um die Ostertage mit ihren Zweigen daher großzügig. Den wohl skurrilsten Osterbrauch gibt es in dem Städtchen Olny. Hier wird findet seit über 500 Jahren am Gründonnerstag, dem sogenannten „Pancake Thursday“, ein Pfannkuchenrennen statt.

In Schottland ist das Osterfest noch vom zahlreichen keltischen Bräuchen und Traditionen geprägt. So werden überall auf den Hügeln der Highlands Osterfeuer entzündet, die die kalte Jahreszeit vertreiben und den Frühling einleiten sollen.

Ostern in Irland: Die Beerdingung der Heringe

In einigen Städten Irlands findet noch heute das symbolische Heringsbegräbnis statt. Mit den Heringen wird auch die Fastenzeit zu Grabe getragen – die Zeit, in der der Hering früher als Hauptmahlzeit galt. Auch bei traditionellen Tanzwettbewerben auf den Straßen feiern die Iren, dass die Zeit des Verzichts mit den Ostertagen vorbei ist.

Ostern in Spanien: Schaurig-schön und frühlinghaft-festlich

In Spanien wird allerorts die Semana Santa mit zahlreichen Prozessionen, die vom Palmsonntag bis zum Ostersonntag stattfinden, gefeiert. Die bekannteste Prozession findet in Sevilla statt.

In der Karwoche ziehen mit Kapuzen vermummte Menschen zu hunderten durch die Straßen.

Zur Ostermesse am Ostersonntag werden dann geschmückte Palmwedel mit in die Kirche genommen, die dort gesegnet werden.

Oster-Tipp: Wenn Sie rund um die Ostertage Urlaub auf Mallorca machen, dann lohnt sich am Karfreitag ein Besuch in Palma de Mallorca. Vor der eindrucksvollen Kathedrale „La Seu“ wird dann die Passionsgeschichte nachgestellt.

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Für einen Familienausflug ist der riesige Frühlings-Jahrmarkt „Fira del Ram“ bei Palma, der bis Ostermontag stattfindet, zu empfehlen. Am Sonntag nach Ostern steigt auf dem Castell de Bellver in Palma ein großes Volksfest.

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Ostern in Schweden: „Halloween“ im April

In Schweden werden die Wohnungen und Häuser für das Osterfest mit Birkenzweigen und bunten Federbüschen geschmückt.

Ähnlich wie bei der Amerikanischen Halloween-Tradition „Trick or Treat“ ziehen am Gründonnerstag Kinder als „Osterweiber“ verkleidet von einem Haus zum nächsten, verschenken die sogenannten „Osterbriefe“ und hoffen auf jede Menge Geld oder Süßigkeiten als Gegenleistung.

Ostereier werden in Schweden von „Osterküken“ gebracht und so ist die beliebteste Farbe für jede Art von Schmuck und Festtagsdekoration ein frisches Gelb. Mit Feuerwerken, Böllern und einem Osterfeuer werden zum Frühlingsstart auch in Schweden die bösen Geister und Osterhexen verjagt.

Osterbrauch in Bulgarien: Achtung, Ei!

In Bulgarien werden die Ostereier nicht versteckt, sondern geworfen. Derjenige, dessen Ei bei der Ei-Schlacht nicht zerbricht, ist der Sieger und hat besonders viel Erfolg.

Glück soll es zudem bringen, wenn die älteste Frau im Haus allen Kindern mit dem ersten rot gefärbten Ei über das Gesicht streicht.

Dieser Osterbrauch soll Gesundheit und Stärke bringen.

Osterbrauch in Mexiko: Ein Mix der Kulturen

In Mexiko gleichen die Osterfeierlichkeiten einem Volksfest, bei dem sich indianische und christliche Bräuche vermischen.

Die Straßen sind mit bunten Girlanden aus Krepppapier geschmückt und in einigen Orten ziehen Menschen mit freudigen Gesängen, Flöten- und Trommelmusik durch die Stadt.

Die Schule bleibt während der zweiwöchigen Festzeit natürlich geschlossen, denn in Mexiko ist Ostern die Hauptferienzeit.

New York: Osterparade auf der Fifth Avenue

In den USA wird Ostern wie bei uns mit jeder Menge bunten Ostereiern, Süßigkeiten, dem Osterhasen und religiösen Bräuchen gefeiert.

Ein Highlight der Osterzeit ist die  „Easter Parade“ in New York.

Am Ostersonntag ziehen auf der Fifth Avenue mit Blumen geschmückte Festwägen und Menschen mit prächtigen Hüten, manchmal auch lustigem Kopfschmuck die Prachtstraße hinunter bis zur 55. Straße.

Unser Song-Tipp zur Einstimmung: „Easter Parade“ von Fred Astaire und Judy Garland aus dem Jahr 1948.

Wie der Hase zum Ei kam

Rund um die Osterfeiertage muss sich Meister Lampe sputen, denn viele tausende Osternester mit bunten Eiern, Schokolade und kleinen Geschenken wollen versteckt werden. Das bedeutet für den Guten: Jede Menge Arbeit.

Aber, wie kam das pussierliche Tierchen an diesen Großauftrag? Früher brachten schon der Hahn, der Storch und zeitweise sogar der Fuchs die Ostereier – solange, bis die Schokoladen-Industrie den Hasen für sich entdeckt hat.

Also: Schnell loshoppeln, lieber Osterhase.

Übrigens: In Australien machen die kleinen Bilbies dem Osterhasen das Geschäft strittig.

Noch ein Ostereier-Spiel: Das Eierrollen

Bei diesem Spiel werden Ostereier einen kleinen Hügel hinunter gerollt. Wer am weitesten kommt, gewinnt. Der Brauch ist vor allem in Ostfriesland eine Tradition – und auch im Weißen Haus in Washington. Seit über 100 Jahren lädt der amerikanische Präsident ein paar Kinder und Erwachsene zum Eierrollen ein.

Источник: https://www.weg.de/reisemagazin/artikel/osterbraeuche-weltweit/

Osterbräuche: Kurioses aus anderen Ländern

Osterbräuche in Deutschland und weltweit

Ostern ist ein Kirchen- und Familienfest, um das sich weltweit teilweise recht skurrile Osterbräuche gebildet haben.

Bei uns in Deutschland steht die Familienfeier im Vordergrund: Die Kinder dürfen Schokoladeneier in Haus und Garten suchen und die Familie trifft sich zum Festessen an einer österlich geschmückten Tafel. Andere Länder haben andere Rituale.

Nicht überall bringt der Osterhase die Ostereier. Wie feiert man in anderen Teilen der Welt Ostern? Was für Osterbräuche gibt es weltweit?…

Die schönsten, traditionellen Osterbräuche in Deutschland

In Deutschland gibt es weit aus mehr Ostertraditionen als die Schokoladeneier und den Osterhasen. Viele erinnern an die christliche Botschaft, dass Jesus am Ostersonntag vom Tod auferstanden ist:

  • Ostereier auspusten und bemalen:Ein Osterfest ohne Ostereier – das kann es in Deutschland nicht geben. Seit Jahrhunderten werden Eier als Frühlingsboten bemalt. Beide Varianten sind vertreten: Entweder die Hühnereier werden ausgepustet und bemalt oder die Eier werden gekocht, bemalt und am Ostermorgen zum Frühstück gegessen.
  • Ostereier verstecken:Die Kinder lieben es. Am Ostermorgen werden Schokoladeneier versteckt, die die Kleinen dann suchen dürfen. Entweder wird ein ganzes Nest versteckt oder die Kinder suchen die einzelnen Eier und sammeln sie in ihr Körbchen. Ein schöner Spaß für Große und Kleine.
  • Osterhase:Gerne wird den Kleinen das Märchen erzählt, der Osterhase sei durch den Garten gehoppelt und hätte dabei die Eier verloren oder versteckt. Natürlich befindet sich unter den süßen Gaben auch ein Schokoladenosterhase.
  • Osterspaziergang:Wer kennt ihn nicht, den Spaziergang in der frischen Luft am Ostersonntag? Die einen verdauen dabei das Festtagsessen, den anderen ist bewusst, dass sich dahinter eine lange Tradition, sogar mit christlichem Hintergrund verbirgt. Im neuen Testament wird berichtet, dass einige Jünger nicht glauben wollten, dass Jesus auferstanden sei. Deshalb treten sie den Weg zu ihm an. Bei der Wanderung unterhalten sie sich sehr angeregt, als ihnen plötzlich der auferstandene Jesus erscheint. Auch heute noch machen sich Christen auf den Weg, pilgern und denken über Glaubensfragen nach.
  • Osterläuten:In vielen Orten verstummen zwischen Gründonnerstag und dem Ostersonntag die Kirchenglocken. Kräftig läuten sie dann am Sonntagmorgen um den Christen die frohe Botschaft die Auferstehung zu verkündigen.
  • Osterzopf:Der Osterzopf wird aus einem Hefeteig geflochten. Die drei Teigstränge symbolisieren die heilige Dreifaltigkeit. Der Osterzopf wird gerne mit Marmelade und Butter zum Osterfrühstück gegessen.
  • Osterlamm:Das Osterlamm geht auf das Ritual der Juden am Passahfest zurück. Dort wird ein Lamm als Opfer für Gott geschlachtet und verspeist. Das Lamm steht für Reinheit und Unschuld. Viele Christen in Deutschland essen kein Lammfleisch, sondern backen ein süßes Osterlamm aus Rührteig. Es wird aufwendig verziert und ist der Mittelpunkt auf der festliche gedeckten Kaffeetafel am Ostersonntag.
  • Osterkerze:Die Osterkerze ist ein Zeichen des Lebens und symbolisiert, dass Jesus Christus über den Tod gesiegt hat und auferstanden ist.In der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag wird die Osterkerze in einer Messe durch die dunkle Kirche zum Osterleuchter gebracht. Dort entzünden die Gottesdienstteilnehmer ihre mitgebrachten Osterkerzen. Mit diesem Ritual soll gezeigt werden, dass Jesus Licht in die Dunkelheit bringt.
  • Osterfeuer:Dieser Brauch geht auf das Altertum zurück. Das Feuer soll die Sonne begrüßen und für die Fruchtbarkeit der Erde und eine gute Ernte sorgen. Es war in diesem Sinne ein Frühlingsfeuer, dass den Winter vertreiben sollte.
  • Osterrad:Dieser Brauch ist eher in ländlichen Regionen Deutschlands zu finden und ist dort recht beliebt. Ein Osterrad wird dort entzündet und einen Hügel runtergerollt. Diese Tradition geht auf einen heidnischen Sonnenkult zurück und ist weit mehr als 2000 Jahre alt. Für die Zuschauer ist das Orakel interessant: Kippt das Rad beim Herunterrollen soll die Ernte schlecht werden. Rollt das Rad gerade herunter, wird mit einer guten Ernte gerechnet.

Die kuriosesten Osterbräuche weltweit

Weltweit haben sich in den letzten Jahrzehnten- und Jahrhunderten unterschiedliche Bräuche an Ostern entwickelt. Die Rituale können recht ausgefallen bis befremdend sein:

  • AustralienAn Ostern soll es in Australien einen besonderen Brauch geben: Die verlobten Paare arbeiten an ihrem Eheglück. Sie schöpfen aus einem Bach das fließende Wasser und bewahren es bis zu ihrem Hochzeitstag auf. An dem Tag ihres Eheversprechens besprengen sich gegenseitig damit, bevor sie in die Kirche gehen. Angeblich beschert ihnen das viel Glück in der Ehe.Währenddessen freuen sich die australischen Kinder über bunte Eier. Aber die bringt ihnen nicht der Osterhase, sondern der „Osterbilby“. Das ist ein Beuteltier mit riesigen Ohren. Den Schoko-Bilby gibt es natürlich im Supermarkt zu kaufen.
  • BulgarienOstereier verstecken? Das ist nichts für die Bulgaren. Sie haben da einen anderen Brauch entwickelt – und der gleicht einem Kunststück. Sie bewerfen sich an Ostern mit Eiern, allerdings unter einer bestimmten Vorgabe: Das Ei soll dabei nicht zerbrechen. Wem das gelingt, der wird viel Erfolg im kommenden Jahr haben.Noch mehr durchgesetzt hat sich das Osterbrot: Das darf nur von unverheirateten Mädchen gebacken werden und besteht aus Zucker, Früchten und natürlich Eiern.
  • EnglandEin bisschen verrückt sind sie ja, die Engländer. Auf raue Art wollen sie sich ein wenig Glück an Ostern sichern. Dafür sammeln sie Weidenkätzchenzweige, aber nicht zur Osterdekoration. Nein, sie peitschen sich damit – ganz vorsichtig. Das Getätschel soll ihnen Glück für die nächsten Jahre bringen.Fröhlich sind die Menschen in Wales. Am Ostersonntag gehen sie vor Sonnenaufgang in einer Prozession auf einen Hügel. Zeigt die Sonne ihre ersten Sonnenstrahlen, machen sie vor Freude drei Purzelbäume.
  • FinnlandAuch die Finnen schlagen sich an Ostern, allerdings mit Birkenzweigen. Jeder schnappt sich einen und schlägt damit Familienmitglieder und Freunde, damit diese Glück erfahren im nächsten Jahr. Erinnern soll dieses Ritual an eine biblische Geschichte: Als Jesus nach Jerusalem einzog, hatten die Menschen Palmwedel in ihren Händen und begrüßten ihn damit. In Finnland gibt es natürlich keine Palmen, so wurden die Birkenzweige zweckentfremdet.Heidnischer geht es bei den finnischen Kindern zu: Sie verkleiden sich als Osterhexen und gehen an Palmsonntag von Tür zu Tür. Dabei halten sie bunt geschmückte Weidenkätzchen in ihren Händen. Mit diesen wollen sie Segen von Haus zu Haus bringen und die bösen Geister verjagen. Im Gegenzug erhalten sie Leckereien von den Bewohnern. An den Haustüren stehen extra Körbe gefüllt mit Schokoladeneiern bereit.
  • FrankreichStill ist es in Frankreich von Gründonnerstag bis Karsamstag. Keine Glocken klingen im gesamten Land. Erst am Ostersonntag tönen diese wieder – und dann umarmen und küssen sich gute Freunde zur Freude über die Auferstehung Christi.Und warum schweigen die Glocken die ganze Zeit? Den Kindern wird erzählt, dass die Glocken sich auf die Reise nach Rom machen. Auf dem Hinflug sammeln sie die ganze Trauer über die Kreuzigung von Jesus ein. Die Trauer laden sie beim Papst ab und lassen sich wieder segnen. Mit dem Segen bringen sie Süßigkeiten zurück nach Frankreich und lassen diese dann an den unmöglichsten Stellen in den Gärten fallen. Wenn die Glocken am Ostersonntag läuten, ist das das Zeichen für die Kinder, sie dürfen nun die Schokolade suchen.
  • GriechenlandErst eine Woche nach uns feiern die orthodoxen Griechen ihr Osterfest. Der Höhepunkt ihrer Festivitäten ist die Messe von Samstag auf Ostersonntag. Weiße, brennende Kerzen bringen die Gläubigen zu diesem Gottesdienst mit. Um Mitternacht werden aber alle gelöscht – bis auf eine. Diese eine Flamme hat eine besondere Bedeutung. Sie symbolisiert die Auferstehung. An ihr werden später alle Kerzen wieder entzündet und so das Leben weitergegeben.Die Festspeise am Sonntag ist ein gegrilltes Lamm, das am Spieß gegrillt wird. Aus seinen Innereien wird die „Magirítsa“, eine Suppe gekocht.
  • Italien„Natale con i tuoi, pasqua con chi vuoi.“ Dieses italienische Sprichwort heißt übersetzt so viel wie „Weihnachten mit der Familie, Ostern mit wem du willst“. So ist Ostern für Italiener mehr als eine Familienfeier: Man trifft alle, die einem lieb und wichtig sind.Ostern beginnt für sie mit einem Trauer- und Schweigemarsch am Karfreitag. Die Straßenbeleuchtung wird bei dieser Prozession ausgeschaltet, dafür leuchten überall Kerzen in den Fenstern. Am Ostersonntag wird nach der Messe gespeist, meistens viele Stunden lang. Wichtig sind dabei die Ostertorte, ein herzhafter Kuchen mit gekochten Eier und Spinat, und „Colomba pasquale“, ein Hefekuchen in Form einer Taube.
  • PhilippinenKnapp achtzig Prozent der Einwohner sind überzeugte Kathon. Sie lieben ihre Prozession. Doch ihre Gläubigkeit nimmt extreme Züge an. In manchen Gegenden ziehen Gruppen von Männern durch die Straßen und schlagen sich mit Bambuspeitschen wund, bis das Blut auf ihren Rücken tief rot ist. Sie ritzen sich sogar mit Glasscherben und Rasierklingen in die Haut. Höhepunkt ist eine Kreuzigung am Karfreitag. Männer lassen sich richtig auf ein Holzkreuz schlagen. Die katholische Kirche heißt diesen Brauch nicht gut, ist er doch mehr ein Spektakel als Besinnlichkeit.
  • PolenIn Polen wird es an Ostern nass. Am Ostersonntag bespritzt man sich mit Wasser. Nicht so schön ist, dass Jugendliche mittlerweile immer häufiger ganze Eimer über andere Personen auskippen, am liebsten natürlich über Frauen und Mädchen.Und warum machen die Polen so etwas? Der Brauch namens „Smigus Dyngus geht angeblich auf das Jahr 966 zurück. Der polnische Herrscher Mieszko I. ließ sich taufen, stellvertretend für ganz Polen, dass nun zum katholischen Christentum bekehrt wurde. Das Bespritzen mit Wasser erinnert also an die Taufe.
  • SchweizEiertütschen ist in der Schweiz ein Muss. Die Frage ist, wer das robusteste Ei besitzt. Kinder und Erwachsene treten gegeneinander an und hoffen, möglichst ein heiles Ei zu haben. Sie hauen die Eispitzen aufeinander und hoffen, dass ihr Ei am längsten überlebt. Kleiner Tipp: Die Schalen von jungen Hühnern sollen eine kräftigere Schale haben.
  • SpanienDie Spanier sind zum größten Teil katholisch, dementsprechend christlich begehen sie ihre Osterfestivitäten. Das ganze beginnt schon am Palmsonntag. Kinder bringen ihre Palmwedel, die sie besonders geschmückt haben mit in den Gottesdienst. Dort werden sie vom Priester gesegnet. In der darauffolgenden Wochen finden zahlreiche Prozessionen statt. Dabei tragen die Gläubigen lange Kutten mit Kapuzen, die sie als Büßer darstellen sollen. Die wichtigste Prozession findet am Karfreitag statt. Am Ostersonntag wird die Auferstehung Christi gefeiert. Aber möglichst ohne Kommerz. Der Glaube soll im Vordergrund stehen.
  • USADas Osterfest in den USA ähnelt an vielen Stellen dem deutschen Brauchtum. Am Ostersonntag halten viele Kirchen ihren Gottesdienst. Auch in den USA spielt der Osterhase und die Ostereiersuche für Kinder eine große Rolle. Die Eltern verstecken heimlich die Süßigkeiten in den Gärten und im Haus und die Kinder dürfen sie suchen.Ein ganz besonderes Highlight ist das „Easter Egg Roll“: Im Garten des Weißen Hauses in Washington wird es seit mehr als hundert Jahren zelebriert. Am Ostermontag zwischen 10 und 14 Uhr wird dann ein kleiner Teil des Gartens zum Spielfeld umfunktioniert. Die Besucher müssen dort dann dutzende Eier mit Esslöffeln ins Ziel rollen. Immerhin: Jeder Teilnehmer erhält vom Präsidenten und der First Lady signiertes Holzei als Dankeschön.

Ostern: Der Ursprung des christlichen Festes

Die Christen feiern Ostern schon seit Mitte des zweiten Jahrhunderts. Sie wollen sich in diesem Fest an den Tod und die Auferstehung Jesu Christi erinnern. Es ist für sie das wichtigste Fest im Kirchenjahr, denn es steht dafür, dass Jesus die Sünde überwunden hat und der Mensch nun wieder Gott nahe sein kann.

Woher das Wort Ostern stammt, ist nicht so ganz sicher.

Drei Theorien zur Wortbedeutung von Ostern

Um die Wortbedeutung von Ostern ranken unterschiedliche Theorien. Das sind die wohl drei bekanntesten:

  1. Ostern klingt mit dem Substantiv „Osten“ verwandt, dessen eigentlich Bedeutung „Morgenröte“ gewesen soll. Möglicherweise fand der Name des christlichen Fests seinen Ursprung in einem germanischen Fest, das zu Ehren einer „Göttin der Morgenröte“ gefeiert wurde, deren Namen allerdings nicht sicher zu bezeugen ist.
  2. Die Germanen hatten eine „Frühlingsgöttin“ namens „Ostara“, zu deren Ehren ein Frühjahrsfest gefeiert wurde. Das Frühjahrsfest hatte den Namen Ostern. Leider ist diese Theorie mittlerweile auch überholt, da die Göttin nicht nachweisbar ist.
  3. Die neueste Theorie stammt von dem Sprachwissenschaftler Jürgen Udolph. Er hat die nordgermanischen Sprachen untersucht und fand heraus, dass es eine Wortfamilie gibt die sprachlich zu Ostern passt, nämlich „ausa“, was so viel heißt wie „(Wasser)schöpfen, (be)gießen“. Er geht davon aus, dass sich das Wort Ostern auf die Taufe bezieht, ein zentrales Ereignis im Glauben der Christen. Sie glauben, wie Jesus Christus starb und in der Osternacht auferstand, so geht in der Taufe das alte Leben des Menschen zu Ende und Gott schenkt ihm neues Leben. Das Wasser schöpfen erinnert in seiner Tätigkeit an das Übergießen mit Wasser zu Taufe. Den Erzählungen nach zu urteilen wurden früher viele Menschen in der Osternacht getauft.

Was andere Leser noch gelesen haben

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Länder und Entdecker – Osterbräuche weltweit: Die schönsten und skurrilsten Traditionen

Osterbräuche in Deutschland und weltweit
Osterbräuche in Deutschland und weltweit

Das Ei symbolisiert in der christlichen Tradition die Auferstehung und gehört daher bei fast allen Osterbräuchen weltweit mit dazu. Doch auch bei anderen Religionen und heidnischen Bräuchen spielt das Ei als Symbol eine wichtige Rolle.

Im jüdischen Pessach-Fest, worauf das christliche Osterfest zurückgeht, steht das Ei zum Beispiel für die menschliche Fruchtbarkeit, aber auch für die Zerbrechlichkeit des menschlichen Schicksals. Auch das Motiv der Schöpfung, der Entstehung von Leben, ist eng mit dem Ei verknüpft.

Eier zu dekorieren war allerdings schon lange vor dem ersten Osterfest Tradition – entsprechende Funde verzierter Straußeneier im südlichen Afrika von vor rund 60.000 Jahren sind der Beweis.

Heutzutage sind vor allem die Sorben für ihre kunstvoll geschmückten Ostereier bekannt. Die Farben haben ebenfalls eine starke Symbolkraft: Rot steht für den Opfertod Christi, Weiß für die Reinheit, Grün für Jugend und Unschuld, Gelb für den Wunsch nach Weisheit und Erleuchtung.

Orange symbolisiert Kraft, Ausdauer und Ehrgeiz. Die Ostereier werden bei den meisten Bräuchen versteckt, aber es gibt auch Traditionen, bei denen die Eier geworfen werden. Dabei gehen sie früher oder später kaputt, doch wessen Ei am längsten heil bleibt, hat gewonnen – so der Kern dieser Eierwurräuche.

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Ähnliches gilt für das Ostereiertitschen oder -pecken: Die Eier werden aneinandergestoßen und der Sieger ist der, dessen Ei dabei keinen Schaden nimmt. Andere Osterbräuche sehen vor, dass ein Kind eine Münze auf das Ei eines anderen Kindes wirft.

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Bleibt die Münze stecken, bekommt das erste Kind das Ei, wenn nicht, bekommt das andere Kind die Münze.

Woher kommt der Osterhase?

Vor allem im deutschsprachigen Raum ist es der Osterhase, der die Eier im Garten versteckt. Ursprünglich gab es noch den Osterfuchs in Westfalen, den Storch in Thüringen und den Hahn in Böhmen, die die Kinder mit Ostereiern beglückten.

Inzwischen hat sich der Osterhase jedoch gegen seine tierischen Konkurrenten durchgesetzt und es über Auswanderer als ″easter bunny″ auch in die USA geschafft. Der Medizinprofessor Georg Franck von Franckenau beschrieb den Osterbrauch mit dem Osterhasen bereits im Jahr 1682.

Möglich ist, dass der Hase wie auch das Ei als Symbol für die Auferstehung und die Fruchtbarkeit steht, und deswegen für viele Menschen heutzutage nicht mehr aus dem Osterfest wegzudenken ist.

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In Australien erfreut sich der Osterhase indes nicht so großer Beliebtheit, was er seinen Cousins, den Kaninchen, zu verdanken hat. Diese wurden vor etwa 150 Jahren durch europäische Siedler mit nach Australien gebracht und vermehrten sich dort rasant.

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Ohne ihre gewohnten natürlichen Fressfeinde entwickelten sich die Hasentiere zu einer wahren Plage, da sie alles kahl fressen und die einheimischen Tierarten gefährden. Daher gibt es in Australien neben dem Osterhasen einen Oster-Bilby.

Der Bilby, ein Nasenbeutler, gehört zu den Beuteltieren und sieht mit seinen langen Ohren ein wenig wie ein Hase aus. In Frankreich sind es traditionell die österlichen Kirchenglocken, die den Kindern Süßigkeiten bringen. Die Kirchenglocken stehen von Karfreitag bis zum frühen Morgen des Ostersonntags still.

Den Kindern wird erzählt, sie besuchten den Papst in Rom und brächten die Leckereien am Ostersonntag wieder mit. In Schweden sorgt das Osterküken für glückliche Kinder und Süßigkeiten.

In Australien kommt zu Ostern der Oster-Bilby. © John Gould

Was es mit dem Osterfeuer auf sich hat

Am Karsamstag werden in verschiedenen deutschsprachigen Regionen, aber auch in anderen Teilen der Welt, Osterfeuer entzündet.

Dabei handelt es sich um riesige Lagerfeuer aus Baum- und Strauchschnitt, manchmal befindet sich außerdem eine Hexenpuppe aus Stroh auf dem Stapel, die mit verbrannt wird. In einigen Regionen kommt eine Puppe oder ein Baumstamm, die Judas symbolisieren, mit ins Feuer.

Judas war derjenige Jünger, der Christus verraten hat. Die Osterfeuer – im Harz auch Ostermeiler genannt – sind meist gesellige Feste, die mit Glühwein, Bier und Grillwürstchen gefeiert werden.

Osterbräuche in Skandinavien: Geheimbriefe und Osterhexen

Der Sage nach fliegt in Schweden am Gründonnerstag die Osterhexe Påskkärring auf ihren Hexenberg Blåkulla. Deswegen verkleiden sich an dem Tag Kinder mit bunten Kopftüchern und Besenstiel als Hexen und gehen mit einer leeren Kaffeekanne in der Hand von Tür zu Tür. Dort fragen sie nach Süßigkeiten und verschenken aus Dank Osterbriefe, die sie selbst gebastelt haben.

Hexen gibt es in Dänemark zwar nicht zu Ostern, aber auch hier werden Briefe geschrieben. Dänische Kinder schreiben Geheimbriefe, sogenannte Gækkebrev, verzieren sie und schneiden sie aus. Auf den Geheimbriefen stehen kleine Verse und Punkte anstelle des Namens. Die Eltern müssen anschließend raten, von wem der Brief stammt.

Gelingt es ihnen nicht, müssen sie ein Schokoladenei an den Absender spenden.

In Dänemark schreiben die Kinder zu Ostern schön verzierte Geheimbriefe. © Nillerdk

Osterschaukeln in Lettland

Auch in Lettland gibt es ungewöhnliche Osterbräuche. So soll es etwa Glück bringen, sein Gesicht zu Ostern in einem Bach zu waschen, der nach Osten fließt. Außerdem ist das Osterschaukeln in Lettland sehr beliebt.

Auf den Schaukeln finden mehrere Menschen Platz, die sich von der Tradition Schutz vor Mücken im Sommer sowie eine reichhaltige Ernte und gesundes Vieh erhoffen.

Allerdings muss die Schaukel dafür im Anschluss verbrannt werden, damit sich keine bösen Hexen beim Osterschaukeln vergnügen und für Ungemach sorgen können.

Nasser Ostermontag in Polen und Ungarn

In Polen und Ungarn müssen die Frauen am Ostermontag Handtücher bereitlegen, denn es wird nass. Der polnische Wielkanoc, der ″nasse Montag″, geht auf eine mittelalterliche Tradition zurück, bei der Männer in die Häuser der schönsten Frauen am frühen Morgen des Ostermontags eindrangen und ihre Herzensdamen mit Wasser übergossen.

Heute sind es vor allem Wasserpistolen, Wasserbomben und Eimer mit Wasser, die zum Einsatz kommen – aber zum Glück auf der Straße und nicht in der Wohnung der Auserwählten. Locsolás heißt ein ähnlicher Brauch in Ungarn, wobei die Männer erst ein Gedicht vortragen und um Erlaubnis bitten müssen, um die Damen mit Wasser zu übergießen.

Religiöse Ostertradition in Spanien

Spanien pflegt vor allem religiöse Osterbräuche. In Prozessionen ziehen etwa Bruderschaften in Umhängen und mit spitzen Kapuzen durch die Straßen. Während dieser sogenannten Semana Santa tragen sie außerdem Heiligenfiguren bei sich. Des Weiteren schmücken Kinder Palmwedel mit Süßigkeiten, die in der Ostermesse später gesegnet werden.

In Spanien ziehen zu Ostern religiöse Bruderschaften in Umhängen durch die Stadt. © Willtron

Fazit

Die Osterbräuche weltweit sind ganz schön unterschiedlich. In Australien bringt ein Beuteltier und nicht der Hase die Ostereier, in Polen und Ungarn wird es nass und in Spanien geht es sehr religiös zu. In Deutschland erfreuen sich vor allem Osterhase und Osterfeuer großer Beliebtheit – und Ostereier gibt es fast überall.

Источник: https://www.kabeleinsdoku.de/themen/laender-und-entdecker/osterbraeuche-weltweit-die-schoensten-und-skurrilsten-traditionen

Osterbräuche weltweit

Osterbräuche in Deutschland und weltweit

Wir stellen Ihnen die schönsten und skurrilsten Osterbräuche, Traditionen und Mythen aus der ganzen Welt vor.

Ein Korb voll bunt bemalter Eier, der Duft von Frühlingsblumen, Schoko-Osterhasen wohin man schaut, ein frisch gebackenes Osterlämmchen oder ein süßer Osterfladen und Zeit für Familie und Freunde – das alles gehört in Deutschland zum Osterfest. Doch wie ist das in anderen Ländern?

Wir laden Sie ein auf eine kleine Weltreise, auf der wir erkunden, welche Traditionen, Bräuche und Mythen andernorts mit Ostern verknüpft sind.

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Frankreich: Wenn Glocken reisen

In Frankreich bleiben – wie in vielen anderen Ländern – die Kirchenglocken an den Kartagen von Gründonnerstag bis Karsamstag stumm.

Man erzählt sich, dass die Glocken in diesen Tagen nach Rom reisen um den Papst zu besuchen. Pünktlich zum Ostersonntag sind sie von ihrem Ausflug aber wieder zurück und bringen als Souvenir die Ostereier mit.

Die Glocken und ihr Geläut werden von den Menschen am Ostersonntag freudig empfangen.

Ostereier-Brauch: Kinder werfen die Ostereier in die Luft. Bei wem das Ei als erster auf den Boden fällt, verliert.

Ostern in der Schweiz: Wir bitten zum Tanz

In der Schweiz gibt es viele verschiedene Ostertraditionen. In vielen Kantonen und Städten finden vor allem am Karfreitag Prozessionen und Gebete statt.

Früher durfte man an diesem Tag nur barfuß auf die Straße gehen um die Erde nicht zu stören. Im Wallis versammeln sich die Menschen am Ostermontag kurz vor Sonnenaufgang um auf einem der umliegenden Hügel die Sonne mit einem Tag zu begrüßen.

Wer besonders gelenkig ist, macht drei Purzelbäume zu dem festlichen Anlass.

Ostereier-Brauch: Wie in Deutschland oder Österreich ist auch in der Schweiz das „Eier-Titschen“ oder „Eiertütscha“, wie man in der Schweiz sagt, ist ein beliebtes Spiel. Die Ostereier werden mit der Spitze aneinander gestoßen. Der Spieler dessen Ei am Ende noch heile ist, hat gewonnen.

Ostern in Italien: Es darf geschlemmt werden

Ob Osterlamm, traditionell süditalienischer Reiskuchen oder der taubenfärmiger Topfkuchen „Colomba“ mit kandierten Früchten und Mandeln: In Italien steht natürlich neben den religiösen Zeremonien und Prozessionen auch an Ostern der kulinarische Genuss im Mittelpunkt. Den Ostermontag, der hier „Pasquetta“ heißt, verbringen die Italiener zusammen mit der Familie. Bei einem Picknick im Grünen oder am Strand wird ausgiebig geschlemmt, Spaß gehabt und offiziell der Frühling eingeläutet.

Oster-Schlemmen: Im Picknick-Korb darf dabei die Torta di Pasquetta nicht fehlen, ein deftiger Kuchen, der aus Spinat, gekochten Eiern, Blätterteig und Ricotta gemacht wird.

Ostern in Großbritannien: Pfannkuchen und jede Menge Glück

Wer an Ostern mit einem Weidenkätzchenzweig getätschelt wird, hat das Jahr über jede Menge Glück – daran glauben die Engländer und verteilen ihre Glückwünsche rund um die Ostertage mit ihren Zweigen daher großzügig. Den wohl skurrilsten Osterbrauch gibt es in dem Städtchen Olny. Hier wird findet seit über 500 Jahren am Gründonnerstag, dem sogenannten „Pancake Thursday“, ein Pfannkuchenrennen statt.

In Schottland ist das Osterfest noch vom zahlreichen keltischen Bräuchen und Traditionen geprägt. So werden überall auf den Hügeln der Highlands Osterfeuer entzündet, die die kalte Jahreszeit vertreiben und den Frühling einleiten sollen.

Ostern in Irland: Die Beerdingung der Heringe

In einigen Städten Irlands findet noch heute das symbolische Heringsbegräbnis statt. Mit den Heringen wird auch die Fastenzeit zu Grabe getragen – die Zeit, in der der Hering früher als Hauptmahlzeit galt. Auch bei traditionellen Tanzwettbewerben auf den Straßen feiern die Iren, dass die Zeit des Verzichts mit den Ostertagen vorbei ist.

Ostern in Spanien: Schaurig-schön und frühlinghaft-festlich

In Spanien wird allerorts die Semana Santa mit zahlreichen Prozessionen, die vom Palmsonntag bis zum Ostersonntag stattfinden, gefeiert. Die bekannteste Prozession findet in Sevilla statt.

In der Karwoche ziehen mit Kapuzen vermummte Menschen zu hunderten durch die Straßen.

Zur Ostermesse am Ostersonntag werden dann geschmückte Palmwedel mit in die Kirche genommen, die dort gesegnet werden.

Oster-Tipp: Wenn Sie rund um die Ostertage Urlaub auf Mallorca machen, dann lohnt sich am Karfreitag ein Besuch in Palma de Mallorca. Vor der eindrucksvollen Kathedrale „La Seu“ wird dann die Passionsgeschichte nachgestellt.

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Für einen Familienausflug ist der riesige Frühlings-Jahrmarkt „Fira del Ram“ bei Palma, der bis Ostermontag stattfindet, zu empfehlen. Am Sonntag nach Ostern steigt auf dem Castell de Bellver in Palma ein großes Volksfest.

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Ostern in Schweden: „Halloween“ im April

In Schweden werden die Wohnungen und Häuser für das Osterfest mit Birkenzweigen und bunten Federbüschen geschmückt.

Ähnlich wie bei der Amerikanischen Halloween-Tradition „Trick or Treat“ ziehen am Gründonnerstag Kinder als „Osterweiber“ verkleidet von einem Haus zum nächsten, verschenken die sogenannten „Osterbriefe“ und hoffen auf jede Menge Geld oder Süßigkeiten als Gegenleistung.

Ostereier werden in Schweden von „Osterküken“ gebracht und so ist die beliebteste Farbe für jede Art von Schmuck und Festtagsdekoration ein frisches Gelb. Mit Feuerwerken, Böllern und einem Osterfeuer werden zum Frühlingsstart auch in Schweden die bösen Geister und Osterhexen verjagt.

Osterbrauch in Bulgarien: Achtung, Ei!

In Bulgarien werden die Ostereier nicht versteckt, sondern geworfen. Derjenige, dessen Ei bei der Ei-Schlacht nicht zerbricht, ist der Sieger und hat besonders viel Erfolg.

Glück soll es zudem bringen, wenn die älteste Frau im Haus allen Kindern mit dem ersten rot gefärbten Ei über das Gesicht streicht.

Dieser Osterbrauch soll Gesundheit und Stärke bringen.

Osterbrauch in Mexiko: Ein Mix der Kulturen

In Mexiko gleichen die Osterfeierlichkeiten einem Volksfest, bei dem sich indianische und christliche Bräuche vermischen.

Die Straßen sind mit bunten Girlanden aus Krepppapier geschmückt und in einigen Orten ziehen Menschen mit freudigen Gesängen, Flöten- und Trommelmusik durch die Stadt.

Die Schule bleibt während der zweiwöchigen Festzeit natürlich geschlossen, denn in Mexiko ist Ostern die Hauptferienzeit.

New York: Osterparade auf der Fifth Avenue

In den USA wird Ostern wie bei uns mit jeder Menge bunten Ostereiern, Süßigkeiten, dem Osterhasen und religiösen Bräuchen gefeiert.

Ein Highlight der Osterzeit ist die  „Easter Parade“ in New York.

Am Ostersonntag ziehen auf der Fifth Avenue mit Blumen geschmückte Festwägen und Menschen mit prächtigen Hüten, manchmal auch lustigem Kopfschmuck die Prachtstraße hinunter bis zur 55. Straße.

Unser Song-Tipp zur Einstimmung: „Easter Parade“ von Fred Astaire und Judy Garland aus dem Jahr 1948.

Osterwissen für Osterexperten:

Wie der Hase zum Ei kam

Rund um die Osterfeiertage muss sich Meister Lampe sputen, denn viele tausende Osternester mit bunten Eiern, Schokolade und kleinen Geschenken wollen versteckt werden. Das bedeutet für den Guten: Jede Menge Arbeit.

Aber, wie kam das pussierliche Tierchen an diesen Großauftrag? Früher brachten schon der Hahn, der Storch und zeitweise sogar der Fuchs die Ostereier – solange, bis die Schokoladen-Industrie den Hasen für sich entdeckt hat.

Also: Schnell loshoppeln, lieber Osterhase.

Übrigens: In Australien machen die kleinen Bilbies dem Osterhasen das Geschäft strittig.

Noch ein Ostereier-Spiel: Das Eierrollen

Bei diesem Spiel werden Ostereier einen kleinen Hügel hinunter gerollt. Wer am weitesten kommt, gewinnt. Der Brauch ist vor allem in Ostfriesland eine Tradition – und auch im Weißen Haus in Washington. Seit über 100 Jahren lädt der amerikanische Präsident ein paar Kinder und Erwachsene zum Eierrollen ein.

Источник: https://www.weg.de/reisemagazin/artikel/osterbraeuche-weltweit/

Osterbräuche: Kurioses aus anderen Ländern

Osterbräuche in Deutschland und weltweit

Ostern ist ein Kirchen- und Familienfest, um das sich weltweit teilweise recht skurrile Osterbräuche gebildet haben.

Bei uns in Deutschland steht die Familienfeier im Vordergrund: Die Kinder dürfen Schokoladeneier in Haus und Garten suchen und die Familie trifft sich zum Festessen an einer österlich geschmückten Tafel. Andere Länder haben andere Rituale.

Nicht überall bringt der Osterhase die Ostereier. Wie feiert man in anderen Teilen der Welt Ostern? Was für Osterbräuche gibt es weltweit?…

Die schönsten, traditionellen Osterbräuche in Deutschland

In Deutschland gibt es weit aus mehr Ostertraditionen als die Schokoladeneier und den Osterhasen. Viele erinnern an die christliche Botschaft, dass Jesus am Ostersonntag vom Tod auferstanden ist:

  • Ostereier auspusten und bemalen:Ein Osterfest ohne Ostereier – das kann es in Deutschland nicht geben. Seit Jahrhunderten werden Eier als Frühlingsboten bemalt. Beide Varianten sind vertreten: Entweder die Hühnereier werden ausgepustet und bemalt oder die Eier werden gekocht, bemalt und am Ostermorgen zum Frühstück gegessen.
  • Ostereier verstecken:Die Kinder lieben es. Am Ostermorgen werden Schokoladeneier versteckt, die die Kleinen dann suchen dürfen. Entweder wird ein ganzes Nest versteckt oder die Kinder suchen die einzelnen Eier und sammeln sie in ihr Körbchen. Ein schöner Spaß für Große und Kleine.
  • Osterhase:Gerne wird den Kleinen das Märchen erzählt, der Osterhase sei durch den Garten gehoppelt und hätte dabei die Eier verloren oder versteckt. Natürlich befindet sich unter den süßen Gaben auch ein Schokoladenosterhase.
  • Osterspaziergang:Wer kennt ihn nicht, den Spaziergang in der frischen Luft am Ostersonntag? Die einen verdauen dabei das Festtagsessen, den anderen ist bewusst, dass sich dahinter eine lange Tradition, sogar mit christlichem Hintergrund verbirgt. Im neuen Testament wird berichtet, dass einige Jünger nicht glauben wollten, dass Jesus auferstanden sei. Deshalb treten sie den Weg zu ihm an. Bei der Wanderung unterhalten sie sich sehr angeregt, als ihnen plötzlich der auferstandene Jesus erscheint. Auch heute noch machen sich Christen auf den Weg, pilgern und denken über Glaubensfragen nach.
  • Osterläuten:In vielen Orten verstummen zwischen Gründonnerstag und dem Ostersonntag die Kirchenglocken. Kräftig läuten sie dann am Sonntagmorgen um den Christen die frohe Botschaft die Auferstehung zu verkündigen.
  • Osterzopf:Der Osterzopf wird aus einem Hefeteig geflochten. Die drei Teigstränge symbolisieren die heilige Dreifaltigkeit. Der Osterzopf wird gerne mit Marmelade und Butter zum Osterfrühstück gegessen.
  • Osterlamm:Das Osterlamm geht auf das Ritual der Juden am Passahfest zurück. Dort wird ein Lamm als Opfer für Gott geschlachtet und verspeist. Das Lamm steht für Reinheit und Unschuld. Viele Christen in Deutschland essen kein Lammfleisch, sondern backen ein süßes Osterlamm aus Rührteig. Es wird aufwendig verziert und ist der Mittelpunkt auf der festliche gedeckten Kaffeetafel am Ostersonntag.
  • Osterkerze:Die Osterkerze ist ein Zeichen des Lebens und symbolisiert, dass Jesus Christus über den Tod gesiegt hat und auferstanden ist.In der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag wird die Osterkerze in einer Messe durch die dunkle Kirche zum Osterleuchter gebracht. Dort entzünden die Gottesdienstteilnehmer ihre mitgebrachten Osterkerzen. Mit diesem Ritual soll gezeigt werden, dass Jesus Licht in die Dunkelheit bringt.
  • Osterfeuer:Dieser Brauch geht auf das Altertum zurück. Das Feuer soll die Sonne begrüßen und für die Fruchtbarkeit der Erde und eine gute Ernte sorgen. Es war in diesem Sinne ein Frühlingsfeuer, dass den Winter vertreiben sollte.
  • Osterrad:Dieser Brauch ist eher in ländlichen Regionen Deutschlands zu finden und ist dort recht beliebt. Ein Osterrad wird dort entzündet und einen Hügel runtergerollt. Diese Tradition geht auf einen heidnischen Sonnenkult zurück und ist weit mehr als 2000 Jahre alt. Für die Zuschauer ist das Orakel interessant: Kippt das Rad beim Herunterrollen soll die Ernte schlecht werden. Rollt das Rad gerade herunter, wird mit einer guten Ernte gerechnet.

Die kuriosesten Osterbräuche weltweit

Weltweit haben sich in den letzten Jahrzehnten- und Jahrhunderten unterschiedliche Bräuche an Ostern entwickelt. Die Rituale können recht ausgefallen bis befremdend sein:

  • AustralienAn Ostern soll es in Australien einen besonderen Brauch geben: Die verlobten Paare arbeiten an ihrem Eheglück. Sie schöpfen aus einem Bach das fließende Wasser und bewahren es bis zu ihrem Hochzeitstag auf. An dem Tag ihres Eheversprechens besprengen sich gegenseitig damit, bevor sie in die Kirche gehen. Angeblich beschert ihnen das viel Glück in der Ehe.Währenddessen freuen sich die australischen Kinder über bunte Eier. Aber die bringt ihnen nicht der Osterhase, sondern der „Osterbilby“. Das ist ein Beuteltier mit riesigen Ohren. Den Schoko-Bilby gibt es natürlich im Supermarkt zu kaufen.
  • BulgarienOstereier verstecken? Das ist nichts für die Bulgaren. Sie haben da einen anderen Brauch entwickelt – und der gleicht einem Kunststück. Sie bewerfen sich an Ostern mit Eiern, allerdings unter einer bestimmten Vorgabe: Das Ei soll dabei nicht zerbrechen. Wem das gelingt, der wird viel Erfolg im kommenden Jahr haben.Noch mehr durchgesetzt hat sich das Osterbrot: Das darf nur von unverheirateten Mädchen gebacken werden und besteht aus Zucker, Früchten und natürlich Eiern.
  • EnglandEin bisschen verrückt sind sie ja, die Engländer. Auf raue Art wollen sie sich ein wenig Glück an Ostern sichern. Dafür sammeln sie Weidenkätzchenzweige, aber nicht zur Osterdekoration. Nein, sie peitschen sich damit – ganz vorsichtig. Das Getätschel soll ihnen Glück für die nächsten Jahre bringen.Fröhlich sind die Menschen in Wales. Am Ostersonntag gehen sie vor Sonnenaufgang in einer Prozession auf einen Hügel. Zeigt die Sonne ihre ersten Sonnenstrahlen, machen sie vor Freude drei Purzelbäume.
  • FinnlandAuch die Finnen schlagen sich an Ostern, allerdings mit Birkenzweigen. Jeder schnappt sich einen und schlägt damit Familienmitglieder und Freunde, damit diese Glück erfahren im nächsten Jahr. Erinnern soll dieses Ritual an eine biblische Geschichte: Als Jesus nach Jerusalem einzog, hatten die Menschen Palmwedel in ihren Händen und begrüßten ihn damit. In Finnland gibt es natürlich keine Palmen, so wurden die Birkenzweige zweckentfremdet.Heidnischer geht es bei den finnischen Kindern zu: Sie verkleiden sich als Osterhexen und gehen an Palmsonntag von Tür zu Tür. Dabei halten sie bunt geschmückte Weidenkätzchen in ihren Händen. Mit diesen wollen sie Segen von Haus zu Haus bringen und die bösen Geister verjagen. Im Gegenzug erhalten sie Leckereien von den Bewohnern. An den Haustüren stehen extra Körbe gefüllt mit Schokoladeneiern bereit.
  • FrankreichStill ist es in Frankreich von Gründonnerstag bis Karsamstag. Keine Glocken klingen im gesamten Land. Erst am Ostersonntag tönen diese wieder – und dann umarmen und küssen sich gute Freunde zur Freude über die Auferstehung Christi.Und warum schweigen die Glocken die ganze Zeit? Den Kindern wird erzählt, dass die Glocken sich auf die Reise nach Rom machen. Auf dem Hinflug sammeln sie die ganze Trauer über die Kreuzigung von Jesus ein. Die Trauer laden sie beim Papst ab und lassen sich wieder segnen. Mit dem Segen bringen sie Süßigkeiten zurück nach Frankreich und lassen diese dann an den unmöglichsten Stellen in den Gärten fallen. Wenn die Glocken am Ostersonntag läuten, ist das das Zeichen für die Kinder, sie dürfen nun die Schokolade suchen.
  • GriechenlandErst eine Woche nach uns feiern die orthodoxen Griechen ihr Osterfest. Der Höhepunkt ihrer Festivitäten ist die Messe von Samstag auf Ostersonntag. Weiße, brennende Kerzen bringen die Gläubigen zu diesem Gottesdienst mit. Um Mitternacht werden aber alle gelöscht – bis auf eine. Diese eine Flamme hat eine besondere Bedeutung. Sie symbolisiert die Auferstehung. An ihr werden später alle Kerzen wieder entzündet und so das Leben weitergegeben.Die Festspeise am Sonntag ist ein gegrilltes Lamm, das am Spieß gegrillt wird. Aus seinen Innereien wird die „Magirítsa“, eine Suppe gekocht.
  • Italien„Natale con i tuoi, pasqua con chi vuoi.“ Dieses italienische Sprichwort heißt übersetzt so viel wie „Weihnachten mit der Familie, Ostern mit wem du willst“. So ist Ostern für Italiener mehr als eine Familienfeier: Man trifft alle, die einem lieb und wichtig sind.Ostern beginnt für sie mit einem Trauer- und Schweigemarsch am Karfreitag. Die Straßenbeleuchtung wird bei dieser Prozession ausgeschaltet, dafür leuchten überall Kerzen in den Fenstern. Am Ostersonntag wird nach der Messe gespeist, meistens viele Stunden lang. Wichtig sind dabei die Ostertorte, ein herzhafter Kuchen mit gekochten Eier und Spinat, und „Colomba pasquale“, ein Hefekuchen in Form einer Taube.
  • PhilippinenKnapp achtzig Prozent der Einwohner sind überzeugte Kathon. Sie lieben ihre Prozession. Doch ihre Gläubigkeit nimmt extreme Züge an. In manchen Gegenden ziehen Gruppen von Männern durch die Straßen und schlagen sich mit Bambuspeitschen wund, bis das Blut auf ihren Rücken tief rot ist. Sie ritzen sich sogar mit Glasscherben und Rasierklingen in die Haut. Höhepunkt ist eine Kreuzigung am Karfreitag. Männer lassen sich richtig auf ein Holzkreuz schlagen. Die katholische Kirche heißt diesen Brauch nicht gut, ist er doch mehr ein Spektakel als Besinnlichkeit.
  • PolenIn Polen wird es an Ostern nass. Am Ostersonntag bespritzt man sich mit Wasser. Nicht so schön ist, dass Jugendliche mittlerweile immer häufiger ganze Eimer über andere Personen auskippen, am liebsten natürlich über Frauen und Mädchen.Und warum machen die Polen so etwas? Der Brauch namens „Smigus Dyngus geht angeblich auf das Jahr 966 zurück. Der polnische Herrscher Mieszko I. ließ sich taufen, stellvertretend für ganz Polen, dass nun zum katholischen Christentum bekehrt wurde. Das Bespritzen mit Wasser erinnert also an die Taufe.
  • SchweizEiertütschen ist in der Schweiz ein Muss. Die Frage ist, wer das robusteste Ei besitzt. Kinder und Erwachsene treten gegeneinander an und hoffen, möglichst ein heiles Ei zu haben. Sie hauen die Eispitzen aufeinander und hoffen, dass ihr Ei am längsten überlebt. Kleiner Tipp: Die Schalen von jungen Hühnern sollen eine kräftigere Schale haben.
  • SpanienDie Spanier sind zum größten Teil katholisch, dementsprechend christlich begehen sie ihre Osterfestivitäten. Das ganze beginnt schon am Palmsonntag. Kinder bringen ihre Palmwedel, die sie besonders geschmückt haben mit in den Gottesdienst. Dort werden sie vom Priester gesegnet. In der darauffolgenden Wochen finden zahlreiche Prozessionen statt. Dabei tragen die Gläubigen lange Kutten mit Kapuzen, die sie als Büßer darstellen sollen. Die wichtigste Prozession findet am Karfreitag statt. Am Ostersonntag wird die Auferstehung Christi gefeiert. Aber möglichst ohne Kommerz. Der Glaube soll im Vordergrund stehen.
  • USADas Osterfest in den USA ähnelt an vielen Stellen dem deutschen Brauchtum. Am Ostersonntag halten viele Kirchen ihren Gottesdienst. Auch in den USA spielt der Osterhase und die Ostereiersuche für Kinder eine große Rolle. Die Eltern verstecken heimlich die Süßigkeiten in den Gärten und im Haus und die Kinder dürfen sie suchen.Ein ganz besonderes Highlight ist das „Easter Egg Roll“: Im Garten des Weißen Hauses in Washington wird es seit mehr als hundert Jahren zelebriert. Am Ostermontag zwischen 10 und 14 Uhr wird dann ein kleiner Teil des Gartens zum Spielfeld umfunktioniert. Die Besucher müssen dort dann dutzende Eier mit Esslöffeln ins Ziel rollen. Immerhin: Jeder Teilnehmer erhält vom Präsidenten und der First Lady signiertes Holzei als Dankeschön.

Ostern: Der Ursprung des christlichen Festes

Die Christen feiern Ostern schon seit Mitte des zweiten Jahrhunderts. Sie wollen sich in diesem Fest an den Tod und die Auferstehung Jesu Christi erinnern. Es ist für sie das wichtigste Fest im Kirchenjahr, denn es steht dafür, dass Jesus die Sünde überwunden hat und der Mensch nun wieder Gott nahe sein kann.

Woher das Wort Ostern stammt, ist nicht so ganz sicher.

Drei Theorien zur Wortbedeutung von Ostern

Um die Wortbedeutung von Ostern ranken unterschiedliche Theorien. Das sind die wohl drei bekanntesten:

  1. Ostern klingt mit dem Substantiv „Osten“ verwandt, dessen eigentlich Bedeutung „Morgenröte“ gewesen soll. Möglicherweise fand der Name des christlichen Fests seinen Ursprung in einem germanischen Fest, das zu Ehren einer „Göttin der Morgenröte“ gefeiert wurde, deren Namen allerdings nicht sicher zu bezeugen ist.
  2. Die Germanen hatten eine „Frühlingsgöttin“ namens „Ostara“, zu deren Ehren ein Frühjahrsfest gefeiert wurde. Das Frühjahrsfest hatte den Namen Ostern. Leider ist diese Theorie mittlerweile auch überholt, da die Göttin nicht nachweisbar ist.
  3. Die neueste Theorie stammt von dem Sprachwissenschaftler Jürgen Udolph. Er hat die nordgermanischen Sprachen untersucht und fand heraus, dass es eine Wortfamilie gibt die sprachlich zu Ostern passt, nämlich „ausa“, was so viel heißt wie „(Wasser)schöpfen, (be)gießen“. Er geht davon aus, dass sich das Wort Ostern auf die Taufe bezieht, ein zentrales Ereignis im Glauben der Christen. Sie glauben, wie Jesus Christus starb und in der Osternacht auferstand, so geht in der Taufe das alte Leben des Menschen zu Ende und Gott schenkt ihm neues Leben. Das Wasser schöpfen erinnert in seiner Tätigkeit an das Übergießen mit Wasser zu Taufe. Den Erzählungen nach zu urteilen wurden früher viele Menschen in der Osternacht getauft.

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Источник: https://herbstlust.de/osterbraeuche/

Länder und Entdecker – Osterbräuche weltweit: Die schönsten und skurrilsten Traditionen

Osterbräuche in Deutschland und weltweit
Osterbräuche in Deutschland und weltweit

Das Ei symbolisiert in der christlichen Tradition die Auferstehung und gehört daher bei fast allen Osterbräuchen weltweit mit dazu. Doch auch bei anderen Religionen und heidnischen Bräuchen spielt das Ei als Symbol eine wichtige Rolle.

Im jüdischen Pessach-Fest, worauf das christliche Osterfest zurückgeht, steht das Ei zum Beispiel für die menschliche Fruchtbarkeit, aber auch für die Zerbrechlichkeit des menschlichen Schicksals. Auch das Motiv der Schöpfung, der Entstehung von Leben, ist eng mit dem Ei verknüpft.

Eier zu dekorieren war allerdings schon lange vor dem ersten Osterfest Tradition – entsprechende Funde verzierter Straußeneier im südlichen Afrika von vor rund 60.000 Jahren sind der Beweis.

Heutzutage sind vor allem die Sorben für ihre kunstvoll geschmückten Ostereier bekannt. Die Farben haben ebenfalls eine starke Symbolkraft: Rot steht für den Opfertod Christi, Weiß für die Reinheit, Grün für Jugend und Unschuld, Gelb für den Wunsch nach Weisheit und Erleuchtung.

Orange symbolisiert Kraft, Ausdauer und Ehrgeiz. Die Ostereier werden bei den meisten Bräuchen versteckt, aber es gibt auch Traditionen, bei denen die Eier geworfen werden. Dabei gehen sie früher oder später kaputt, doch wessen Ei am längsten heil bleibt, hat gewonnen – so der Kern dieser Eierwurräuche.

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Ähnliches gilt für das Ostereiertitschen oder -pecken: Die Eier werden aneinandergestoßen und der Sieger ist der, dessen Ei dabei keinen Schaden nimmt. Andere Osterbräuche sehen vor, dass ein Kind eine Münze auf das Ei eines anderen Kindes wirft.

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Bleibt die Münze stecken, bekommt das erste Kind das Ei, wenn nicht, bekommt das andere Kind die Münze.

Woher kommt der Osterhase?

Vor allem im deutschsprachigen Raum ist es der Osterhase, der die Eier im Garten versteckt. Ursprünglich gab es noch den Osterfuchs in Westfalen, den Storch in Thüringen und den Hahn in Böhmen, die die Kinder mit Ostereiern beglückten.

Inzwischen hat sich der Osterhase jedoch gegen seine tierischen Konkurrenten durchgesetzt und es über Auswanderer als ″easter bunny″ auch in die USA geschafft. Der Medizinprofessor Georg Franck von Franckenau beschrieb den Osterbrauch mit dem Osterhasen bereits im Jahr 1682.

Möglich ist, dass der Hase wie auch das Ei als Symbol für die Auferstehung und die Fruchtbarkeit steht, und deswegen für viele Menschen heutzutage nicht mehr aus dem Osterfest wegzudenken ist.

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In Australien erfreut sich der Osterhase indes nicht so großer Beliebtheit, was er seinen Cousins, den Kaninchen, zu verdanken hat. Diese wurden vor etwa 150 Jahren durch europäische Siedler mit nach Australien gebracht und vermehrten sich dort rasant.

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Ohne ihre gewohnten natürlichen Fressfeinde entwickelten sich die Hasentiere zu einer wahren Plage, da sie alles kahl fressen und die einheimischen Tierarten gefährden. Daher gibt es in Australien neben dem Osterhasen einen Oster-Bilby.

Der Bilby, ein Nasenbeutler, gehört zu den Beuteltieren und sieht mit seinen langen Ohren ein wenig wie ein Hase aus. In Frankreich sind es traditionell die österlichen Kirchenglocken, die den Kindern Süßigkeiten bringen. Die Kirchenglocken stehen von Karfreitag bis zum frühen Morgen des Ostersonntags still.

Den Kindern wird erzählt, sie besuchten den Papst in Rom und brächten die Leckereien am Ostersonntag wieder mit. In Schweden sorgt das Osterküken für glückliche Kinder und Süßigkeiten.

In Australien kommt zu Ostern der Oster-Bilby. © John Gould

Was es mit dem Osterfeuer auf sich hat

Am Karsamstag werden in verschiedenen deutschsprachigen Regionen, aber auch in anderen Teilen der Welt, Osterfeuer entzündet.

Dabei handelt es sich um riesige Lagerfeuer aus Baum- und Strauchschnitt, manchmal befindet sich außerdem eine Hexenpuppe aus Stroh auf dem Stapel, die mit verbrannt wird. In einigen Regionen kommt eine Puppe oder ein Baumstamm, die Judas symbolisieren, mit ins Feuer.

Judas war derjenige Jünger, der Christus verraten hat. Die Osterfeuer – im Harz auch Ostermeiler genannt – sind meist gesellige Feste, die mit Glühwein, Bier und Grillwürstchen gefeiert werden.

Osterbräuche in Skandinavien: Geheimbriefe und Osterhexen

Der Sage nach fliegt in Schweden am Gründonnerstag die Osterhexe Påskkärring auf ihren Hexenberg Blåkulla. Deswegen verkleiden sich an dem Tag Kinder mit bunten Kopftüchern und Besenstiel als Hexen und gehen mit einer leeren Kaffeekanne in der Hand von Tür zu Tür. Dort fragen sie nach Süßigkeiten und verschenken aus Dank Osterbriefe, die sie selbst gebastelt haben.

Hexen gibt es in Dänemark zwar nicht zu Ostern, aber auch hier werden Briefe geschrieben. Dänische Kinder schreiben Geheimbriefe, sogenannte Gækkebrev, verzieren sie und schneiden sie aus. Auf den Geheimbriefen stehen kleine Verse und Punkte anstelle des Namens. Die Eltern müssen anschließend raten, von wem der Brief stammt.

Gelingt es ihnen nicht, müssen sie ein Schokoladenei an den Absender spenden.

In Dänemark schreiben die Kinder zu Ostern schön verzierte Geheimbriefe. © Nillerdk

Osterschaukeln in Lettland

Auch in Lettland gibt es ungewöhnliche Osterbräuche. So soll es etwa Glück bringen, sein Gesicht zu Ostern in einem Bach zu waschen, der nach Osten fließt. Außerdem ist das Osterschaukeln in Lettland sehr beliebt.

Auf den Schaukeln finden mehrere Menschen Platz, die sich von der Tradition Schutz vor Mücken im Sommer sowie eine reichhaltige Ernte und gesundes Vieh erhoffen.

Allerdings muss die Schaukel dafür im Anschluss verbrannt werden, damit sich keine bösen Hexen beim Osterschaukeln vergnügen und für Ungemach sorgen können.

Nasser Ostermontag in Polen und Ungarn

In Polen und Ungarn müssen die Frauen am Ostermontag Handtücher bereitlegen, denn es wird nass. Der polnische Wielkanoc, der ″nasse Montag″, geht auf eine mittelalterliche Tradition zurück, bei der Männer in die Häuser der schönsten Frauen am frühen Morgen des Ostermontags eindrangen und ihre Herzensdamen mit Wasser übergossen.

Heute sind es vor allem Wasserpistolen, Wasserbomben und Eimer mit Wasser, die zum Einsatz kommen – aber zum Glück auf der Straße und nicht in der Wohnung der Auserwählten. Locsolás heißt ein ähnlicher Brauch in Ungarn, wobei die Männer erst ein Gedicht vortragen und um Erlaubnis bitten müssen, um die Damen mit Wasser zu übergießen.

Religiöse Ostertradition in Spanien

Spanien pflegt vor allem religiöse Osterbräuche. In Prozessionen ziehen etwa Bruderschaften in Umhängen und mit spitzen Kapuzen durch die Straßen. Während dieser sogenannten Semana Santa tragen sie außerdem Heiligenfiguren bei sich. Des Weiteren schmücken Kinder Palmwedel mit Süßigkeiten, die in der Ostermesse später gesegnet werden.

In Spanien ziehen zu Ostern religiöse Bruderschaften in Umhängen durch die Stadt. © Willtron

Fazit

Die Osterbräuche weltweit sind ganz schön unterschiedlich. In Australien bringt ein Beuteltier und nicht der Hase die Ostereier, in Polen und Ungarn wird es nass und in Spanien geht es sehr religiös zu. In Deutschland erfreuen sich vor allem Osterhase und Osterfeuer großer Beliebtheit – und Ostereier gibt es fast überall.

Источник: https://www.kabeleinsdoku.de/themen/laender-und-entdecker/osterbraeuche-weltweit-die-schoensten-und-skurrilsten-traditionen

Osterbräuche weltweit

Osterbräuche in Deutschland und weltweit

Wir stellen Ihnen die schönsten und skurrilsten Osterbräuche, Traditionen und Mythen aus der ganzen Welt vor.

Ein Korb voll bunt bemalter Eier, der Duft von Frühlingsblumen, Schoko-Osterhasen wohin man schaut, ein frisch gebackenes Osterlämmchen oder ein süßer Osterfladen und Zeit für Familie und Freunde – das alles gehört in Deutschland zum Osterfest. Doch wie ist das in anderen Ländern?

Wir laden Sie ein auf eine kleine Weltreise, auf der wir erkunden, welche Traditionen, Bräuche und Mythen andernorts mit Ostern verknüpft sind.

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Frankreich: Wenn Glocken reisen

In Frankreich bleiben – wie in vielen anderen Ländern – die Kirchenglocken an den Kartagen von Gründonnerstag bis Karsamstag stumm.

Man erzählt sich, dass die Glocken in diesen Tagen nach Rom reisen um den Papst zu besuchen. Pünktlich zum Ostersonntag sind sie von ihrem Ausflug aber wieder zurück und bringen als Souvenir die Ostereier mit.

Die Glocken und ihr Geläut werden von den Menschen am Ostersonntag freudig empfangen.

Ostereier-Brauch: Kinder werfen die Ostereier in die Luft. Bei wem das Ei als erster auf den Boden fällt, verliert.

Ostern in der Schweiz: Wir bitten zum Tanz

In der Schweiz gibt es viele verschiedene Ostertraditionen. In vielen Kantonen und Städten finden vor allem am Karfreitag Prozessionen und Gebete statt.

Früher durfte man an diesem Tag nur barfuß auf die Straße gehen um die Erde nicht zu stören. Im Wallis versammeln sich die Menschen am Ostermontag kurz vor Sonnenaufgang um auf einem der umliegenden Hügel die Sonne mit einem Tag zu begrüßen.

Wer besonders gelenkig ist, macht drei Purzelbäume zu dem festlichen Anlass.

Ostereier-Brauch: Wie in Deutschland oder Österreich ist auch in der Schweiz das „Eier-Titschen“ oder „Eiertütscha“, wie man in der Schweiz sagt, ist ein beliebtes Spiel. Die Ostereier werden mit der Spitze aneinander gestoßen. Der Spieler dessen Ei am Ende noch heile ist, hat gewonnen.

Ostern in Italien: Es darf geschlemmt werden

Ob Osterlamm, traditionell süditalienischer Reiskuchen oder der taubenfärmiger Topfkuchen „Colomba“ mit kandierten Früchten und Mandeln: In Italien steht natürlich neben den religiösen Zeremonien und Prozessionen auch an Ostern der kulinarische Genuss im Mittelpunkt. Den Ostermontag, der hier „Pasquetta“ heißt, verbringen die Italiener zusammen mit der Familie. Bei einem Picknick im Grünen oder am Strand wird ausgiebig geschlemmt, Spaß gehabt und offiziell der Frühling eingeläutet.

Oster-Schlemmen: Im Picknick-Korb darf dabei die Torta di Pasquetta nicht fehlen, ein deftiger Kuchen, der aus Spinat, gekochten Eiern, Blätterteig und Ricotta gemacht wird.

Ostern in Großbritannien: Pfannkuchen und jede Menge Glück

Wer an Ostern mit einem Weidenkätzchenzweig getätschelt wird, hat das Jahr über jede Menge Glück – daran glauben die Engländer und verteilen ihre Glückwünsche rund um die Ostertage mit ihren Zweigen daher großzügig. Den wohl skurrilsten Osterbrauch gibt es in dem Städtchen Olny. Hier wird findet seit über 500 Jahren am Gründonnerstag, dem sogenannten „Pancake Thursday“, ein Pfannkuchenrennen statt.

In Schottland ist das Osterfest noch vom zahlreichen keltischen Bräuchen und Traditionen geprägt. So werden überall auf den Hügeln der Highlands Osterfeuer entzündet, die die kalte Jahreszeit vertreiben und den Frühling einleiten sollen.

Ostern in Irland: Die Beerdingung der Heringe

In einigen Städten Irlands findet noch heute das symbolische Heringsbegräbnis statt. Mit den Heringen wird auch die Fastenzeit zu Grabe getragen – die Zeit, in der der Hering früher als Hauptmahlzeit galt. Auch bei traditionellen Tanzwettbewerben auf den Straßen feiern die Iren, dass die Zeit des Verzichts mit den Ostertagen vorbei ist.

Ostern in Spanien: Schaurig-schön und frühlinghaft-festlich

In Spanien wird allerorts die Semana Santa mit zahlreichen Prozessionen, die vom Palmsonntag bis zum Ostersonntag stattfinden, gefeiert. Die bekannteste Prozession findet in Sevilla statt.

In der Karwoche ziehen mit Kapuzen vermummte Menschen zu hunderten durch die Straßen.

Zur Ostermesse am Ostersonntag werden dann geschmückte Palmwedel mit in die Kirche genommen, die dort gesegnet werden.

Oster-Tipp: Wenn Sie rund um die Ostertage Urlaub auf Mallorca machen, dann lohnt sich am Karfreitag ein Besuch in Palma de Mallorca. Vor der eindrucksvollen Kathedrale „La Seu“ wird dann die Passionsgeschichte nachgestellt.

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Für einen Familienausflug ist der riesige Frühlings-Jahrmarkt „Fira del Ram“ bei Palma, der bis Ostermontag stattfindet, zu empfehlen. Am Sonntag nach Ostern steigt auf dem Castell de Bellver in Palma ein großes Volksfest.

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Ostern in Schweden: „Halloween“ im April

In Schweden werden die Wohnungen und Häuser für das Osterfest mit Birkenzweigen und bunten Federbüschen geschmückt.

Ähnlich wie bei der Amerikanischen Halloween-Tradition „Trick or Treat“ ziehen am Gründonnerstag Kinder als „Osterweiber“ verkleidet von einem Haus zum nächsten, verschenken die sogenannten „Osterbriefe“ und hoffen auf jede Menge Geld oder Süßigkeiten als Gegenleistung.

Ostereier werden in Schweden von „Osterküken“ gebracht und so ist die beliebteste Farbe für jede Art von Schmuck und Festtagsdekoration ein frisches Gelb. Mit Feuerwerken, Böllern und einem Osterfeuer werden zum Frühlingsstart auch in Schweden die bösen Geister und Osterhexen verjagt.

Osterbrauch in Bulgarien: Achtung, Ei!

In Bulgarien werden die Ostereier nicht versteckt, sondern geworfen. Derjenige, dessen Ei bei der Ei-Schlacht nicht zerbricht, ist der Sieger und hat besonders viel Erfolg.

Glück soll es zudem bringen, wenn die älteste Frau im Haus allen Kindern mit dem ersten rot gefärbten Ei über das Gesicht streicht.

Dieser Osterbrauch soll Gesundheit und Stärke bringen.

Osterbrauch in Mexiko: Ein Mix der Kulturen

In Mexiko gleichen die Osterfeierlichkeiten einem Volksfest, bei dem sich indianische und christliche Bräuche vermischen.

Die Straßen sind mit bunten Girlanden aus Krepppapier geschmückt und in einigen Orten ziehen Menschen mit freudigen Gesängen, Flöten- und Trommelmusik durch die Stadt.

Die Schule bleibt während der zweiwöchigen Festzeit natürlich geschlossen, denn in Mexiko ist Ostern die Hauptferienzeit.

New York: Osterparade auf der Fifth Avenue

In den USA wird Ostern wie bei uns mit jeder Menge bunten Ostereiern, Süßigkeiten, dem Osterhasen und religiösen Bräuchen gefeiert.

Ein Highlight der Osterzeit ist die  „Easter Parade“ in New York.

Am Ostersonntag ziehen auf der Fifth Avenue mit Blumen geschmückte Festwägen und Menschen mit prächtigen Hüten, manchmal auch lustigem Kopfschmuck die Prachtstraße hinunter bis zur 55. Straße.

Unser Song-Tipp zur Einstimmung: „Easter Parade“ von Fred Astaire und Judy Garland aus dem Jahr 1948.

Osterwissen für Osterexperten:

Wie der Hase zum Ei kam

Rund um die Osterfeiertage muss sich Meister Lampe sputen, denn viele tausende Osternester mit bunten Eiern, Schokolade und kleinen Geschenken wollen versteckt werden. Das bedeutet für den Guten: Jede Menge Arbeit.

Aber, wie kam das pussierliche Tierchen an diesen Großauftrag? Früher brachten schon der Hahn, der Storch und zeitweise sogar der Fuchs die Ostereier – solange, bis die Schokoladen-Industrie den Hasen für sich entdeckt hat.

Also: Schnell loshoppeln, lieber Osterhase.

Übrigens: In Australien machen die kleinen Bilbies dem Osterhasen das Geschäft strittig.

Noch ein Ostereier-Spiel: Das Eierrollen

Bei diesem Spiel werden Ostereier einen kleinen Hügel hinunter gerollt. Wer am weitesten kommt, gewinnt. Der Brauch ist vor allem in Ostfriesland eine Tradition – und auch im Weißen Haus in Washington. Seit über 100 Jahren lädt der amerikanische Präsident ein paar Kinder und Erwachsene zum Eierrollen ein.

Источник: https://www.weg.de/reisemagazin/artikel/osterbraeuche-weltweit/

Osterbräuche: Kurioses aus anderen Ländern

Osterbräuche in Deutschland und weltweit

Ostern ist ein Kirchen- und Familienfest, um das sich weltweit teilweise recht skurrile Osterbräuche gebildet haben.

Bei uns in Deutschland steht die Familienfeier im Vordergrund: Die Kinder dürfen Schokoladeneier in Haus und Garten suchen und die Familie trifft sich zum Festessen an einer österlich geschmückten Tafel. Andere Länder haben andere Rituale.

Nicht überall bringt der Osterhase die Ostereier. Wie feiert man in anderen Teilen der Welt Ostern? Was für Osterbräuche gibt es weltweit?…

Die schönsten, traditionellen Osterbräuche in Deutschland

In Deutschland gibt es weit aus mehr Ostertraditionen als die Schokoladeneier und den Osterhasen. Viele erinnern an die christliche Botschaft, dass Jesus am Ostersonntag vom Tod auferstanden ist:

  • Ostereier auspusten und bemalen:Ein Osterfest ohne Ostereier – das kann es in Deutschland nicht geben. Seit Jahrhunderten werden Eier als Frühlingsboten bemalt. Beide Varianten sind vertreten: Entweder die Hühnereier werden ausgepustet und bemalt oder die Eier werden gekocht, bemalt und am Ostermorgen zum Frühstück gegessen.
  • Ostereier verstecken:Die Kinder lieben es. Am Ostermorgen werden Schokoladeneier versteckt, die die Kleinen dann suchen dürfen. Entweder wird ein ganzes Nest versteckt oder die Kinder suchen die einzelnen Eier und sammeln sie in ihr Körbchen. Ein schöner Spaß für Große und Kleine.
  • Osterhase:Gerne wird den Kleinen das Märchen erzählt, der Osterhase sei durch den Garten gehoppelt und hätte dabei die Eier verloren oder versteckt. Natürlich befindet sich unter den süßen Gaben auch ein Schokoladenosterhase.
  • Osterspaziergang:Wer kennt ihn nicht, den Spaziergang in der frischen Luft am Ostersonntag? Die einen verdauen dabei das Festtagsessen, den anderen ist bewusst, dass sich dahinter eine lange Tradition, sogar mit christlichem Hintergrund verbirgt. Im neuen Testament wird berichtet, dass einige Jünger nicht glauben wollten, dass Jesus auferstanden sei. Deshalb treten sie den Weg zu ihm an. Bei der Wanderung unterhalten sie sich sehr angeregt, als ihnen plötzlich der auferstandene Jesus erscheint. Auch heute noch machen sich Christen auf den Weg, pilgern und denken über Glaubensfragen nach.
  • Osterläuten:In vielen Orten verstummen zwischen Gründonnerstag und dem Ostersonntag die Kirchenglocken. Kräftig läuten sie dann am Sonntagmorgen um den Christen die frohe Botschaft die Auferstehung zu verkündigen.
  • Osterzopf:Der Osterzopf wird aus einem Hefeteig geflochten. Die drei Teigstränge symbolisieren die heilige Dreifaltigkeit. Der Osterzopf wird gerne mit Marmelade und Butter zum Osterfrühstück gegessen.
  • Osterlamm:Das Osterlamm geht auf das Ritual der Juden am Passahfest zurück. Dort wird ein Lamm als Opfer für Gott geschlachtet und verspeist. Das Lamm steht für Reinheit und Unschuld. Viele Christen in Deutschland essen kein Lammfleisch, sondern backen ein süßes Osterlamm aus Rührteig. Es wird aufwendig verziert und ist der Mittelpunkt auf der festliche gedeckten Kaffeetafel am Ostersonntag.
  • Osterkerze:Die Osterkerze ist ein Zeichen des Lebens und symbolisiert, dass Jesus Christus über den Tod gesiegt hat und auferstanden ist.In der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag wird die Osterkerze in einer Messe durch die dunkle Kirche zum Osterleuchter gebracht. Dort entzünden die Gottesdienstteilnehmer ihre mitgebrachten Osterkerzen. Mit diesem Ritual soll gezeigt werden, dass Jesus Licht in die Dunkelheit bringt.
  • Osterfeuer:Dieser Brauch geht auf das Altertum zurück. Das Feuer soll die Sonne begrüßen und für die Fruchtbarkeit der Erde und eine gute Ernte sorgen. Es war in diesem Sinne ein Frühlingsfeuer, dass den Winter vertreiben sollte.
  • Osterrad:Dieser Brauch ist eher in ländlichen Regionen Deutschlands zu finden und ist dort recht beliebt. Ein Osterrad wird dort entzündet und einen Hügel runtergerollt. Diese Tradition geht auf einen heidnischen Sonnenkult zurück und ist weit mehr als 2000 Jahre alt. Für die Zuschauer ist das Orakel interessant: Kippt das Rad beim Herunterrollen soll die Ernte schlecht werden. Rollt das Rad gerade herunter, wird mit einer guten Ernte gerechnet.

Die kuriosesten Osterbräuche weltweit

Weltweit haben sich in den letzten Jahrzehnten- und Jahrhunderten unterschiedliche Bräuche an Ostern entwickelt. Die Rituale können recht ausgefallen bis befremdend sein:

  • AustralienAn Ostern soll es in Australien einen besonderen Brauch geben: Die verlobten Paare arbeiten an ihrem Eheglück. Sie schöpfen aus einem Bach das fließende Wasser und bewahren es bis zu ihrem Hochzeitstag auf. An dem Tag ihres Eheversprechens besprengen sich gegenseitig damit, bevor sie in die Kirche gehen. Angeblich beschert ihnen das viel Glück in der Ehe.Währenddessen freuen sich die australischen Kinder über bunte Eier. Aber die bringt ihnen nicht der Osterhase, sondern der „Osterbilby“. Das ist ein Beuteltier mit riesigen Ohren. Den Schoko-Bilby gibt es natürlich im Supermarkt zu kaufen.
  • BulgarienOstereier verstecken? Das ist nichts für die Bulgaren. Sie haben da einen anderen Brauch entwickelt – und der gleicht einem Kunststück. Sie bewerfen sich an Ostern mit Eiern, allerdings unter einer bestimmten Vorgabe: Das Ei soll dabei nicht zerbrechen. Wem das gelingt, der wird viel Erfolg im kommenden Jahr haben.Noch mehr durchgesetzt hat sich das Osterbrot: Das darf nur von unverheirateten Mädchen gebacken werden und besteht aus Zucker, Früchten und natürlich Eiern.
  • EnglandEin bisschen verrückt sind sie ja, die Engländer. Auf raue Art wollen sie sich ein wenig Glück an Ostern sichern. Dafür sammeln sie Weidenkätzchenzweige, aber nicht zur Osterdekoration. Nein, sie peitschen sich damit – ganz vorsichtig. Das Getätschel soll ihnen Glück für die nächsten Jahre bringen.Fröhlich sind die Menschen in Wales. Am Ostersonntag gehen sie vor Sonnenaufgang in einer Prozession auf einen Hügel. Zeigt die Sonne ihre ersten Sonnenstrahlen, machen sie vor Freude drei Purzelbäume.
  • FinnlandAuch die Finnen schlagen sich an Ostern, allerdings mit Birkenzweigen. Jeder schnappt sich einen und schlägt damit Familienmitglieder und Freunde, damit diese Glück erfahren im nächsten Jahr. Erinnern soll dieses Ritual an eine biblische Geschichte: Als Jesus nach Jerusalem einzog, hatten die Menschen Palmwedel in ihren Händen und begrüßten ihn damit. In Finnland gibt es natürlich keine Palmen, so wurden die Birkenzweige zweckentfremdet.Heidnischer geht es bei den finnischen Kindern zu: Sie verkleiden sich als Osterhexen und gehen an Palmsonntag von Tür zu Tür. Dabei halten sie bunt geschmückte Weidenkätzchen in ihren Händen. Mit diesen wollen sie Segen von Haus zu Haus bringen und die bösen Geister verjagen. Im Gegenzug erhalten sie Leckereien von den Bewohnern. An den Haustüren stehen extra Körbe gefüllt mit Schokoladeneiern bereit.
  • FrankreichStill ist es in Frankreich von Gründonnerstag bis Karsamstag. Keine Glocken klingen im gesamten Land. Erst am Ostersonntag tönen diese wieder – und dann umarmen und küssen sich gute Freunde zur Freude über die Auferstehung Christi.Und warum schweigen die Glocken die ganze Zeit? Den Kindern wird erzählt, dass die Glocken sich auf die Reise nach Rom machen. Auf dem Hinflug sammeln sie die ganze Trauer über die Kreuzigung von Jesus ein. Die Trauer laden sie beim Papst ab und lassen sich wieder segnen. Mit dem Segen bringen sie Süßigkeiten zurück nach Frankreich und lassen diese dann an den unmöglichsten Stellen in den Gärten fallen. Wenn die Glocken am Ostersonntag läuten, ist das das Zeichen für die Kinder, sie dürfen nun die Schokolade suchen.
  • GriechenlandErst eine Woche nach uns feiern die orthodoxen Griechen ihr Osterfest. Der Höhepunkt ihrer Festivitäten ist die Messe von Samstag auf Ostersonntag. Weiße, brennende Kerzen bringen die Gläubigen zu diesem Gottesdienst mit. Um Mitternacht werden aber alle gelöscht – bis auf eine. Diese eine Flamme hat eine besondere Bedeutung. Sie symbolisiert die Auferstehung. An ihr werden später alle Kerzen wieder entzündet und so das Leben weitergegeben.Die Festspeise am Sonntag ist ein gegrilltes Lamm, das am Spieß gegrillt wird. Aus seinen Innereien wird die „Magirítsa“, eine Suppe gekocht.
  • Italien„Natale con i tuoi, pasqua con chi vuoi.“ Dieses italienische Sprichwort heißt übersetzt so viel wie „Weihnachten mit der Familie, Ostern mit wem du willst“. So ist Ostern für Italiener mehr als eine Familienfeier: Man trifft alle, die einem lieb und wichtig sind.Ostern beginnt für sie mit einem Trauer- und Schweigemarsch am Karfreitag. Die Straßenbeleuchtung wird bei dieser Prozession ausgeschaltet, dafür leuchten überall Kerzen in den Fenstern. Am Ostersonntag wird nach der Messe gespeist, meistens viele Stunden lang. Wichtig sind dabei die Ostertorte, ein herzhafter Kuchen mit gekochten Eier und Spinat, und „Colomba pasquale“, ein Hefekuchen in Form einer Taube.
  • PhilippinenKnapp achtzig Prozent der Einwohner sind überzeugte Kathon. Sie lieben ihre Prozession. Doch ihre Gläubigkeit nimmt extreme Züge an. In manchen Gegenden ziehen Gruppen von Männern durch die Straßen und schlagen sich mit Bambuspeitschen wund, bis das Blut auf ihren Rücken tief rot ist. Sie ritzen sich sogar mit Glasscherben und Rasierklingen in die Haut. Höhepunkt ist eine Kreuzigung am Karfreitag. Männer lassen sich richtig auf ein Holzkreuz schlagen. Die katholische Kirche heißt diesen Brauch nicht gut, ist er doch mehr ein Spektakel als Besinnlichkeit.
  • PolenIn Polen wird es an Ostern nass. Am Ostersonntag bespritzt man sich mit Wasser. Nicht so schön ist, dass Jugendliche mittlerweile immer häufiger ganze Eimer über andere Personen auskippen, am liebsten natürlich über Frauen und Mädchen.Und warum machen die Polen so etwas? Der Brauch namens „Smigus Dyngus geht angeblich auf das Jahr 966 zurück. Der polnische Herrscher Mieszko I. ließ sich taufen, stellvertretend für ganz Polen, dass nun zum katholischen Christentum bekehrt wurde. Das Bespritzen mit Wasser erinnert also an die Taufe.
  • SchweizEiertütschen ist in der Schweiz ein Muss. Die Frage ist, wer das robusteste Ei besitzt. Kinder und Erwachsene treten gegeneinander an und hoffen, möglichst ein heiles Ei zu haben. Sie hauen die Eispitzen aufeinander und hoffen, dass ihr Ei am längsten überlebt. Kleiner Tipp: Die Schalen von jungen Hühnern sollen eine kräftigere Schale haben.
  • SpanienDie Spanier sind zum größten Teil katholisch, dementsprechend christlich begehen sie ihre Osterfestivitäten. Das ganze beginnt schon am Palmsonntag. Kinder bringen ihre Palmwedel, die sie besonders geschmückt haben mit in den Gottesdienst. Dort werden sie vom Priester gesegnet. In der darauffolgenden Wochen finden zahlreiche Prozessionen statt. Dabei tragen die Gläubigen lange Kutten mit Kapuzen, die sie als Büßer darstellen sollen. Die wichtigste Prozession findet am Karfreitag statt. Am Ostersonntag wird die Auferstehung Christi gefeiert. Aber möglichst ohne Kommerz. Der Glaube soll im Vordergrund stehen.
  • USADas Osterfest in den USA ähnelt an vielen Stellen dem deutschen Brauchtum. Am Ostersonntag halten viele Kirchen ihren Gottesdienst. Auch in den USA spielt der Osterhase und die Ostereiersuche für Kinder eine große Rolle. Die Eltern verstecken heimlich die Süßigkeiten in den Gärten und im Haus und die Kinder dürfen sie suchen.Ein ganz besonderes Highlight ist das „Easter Egg Roll“: Im Garten des Weißen Hauses in Washington wird es seit mehr als hundert Jahren zelebriert. Am Ostermontag zwischen 10 und 14 Uhr wird dann ein kleiner Teil des Gartens zum Spielfeld umfunktioniert. Die Besucher müssen dort dann dutzende Eier mit Esslöffeln ins Ziel rollen. Immerhin: Jeder Teilnehmer erhält vom Präsidenten und der First Lady signiertes Holzei als Dankeschön.

Ostern: Der Ursprung des christlichen Festes

Die Christen feiern Ostern schon seit Mitte des zweiten Jahrhunderts. Sie wollen sich in diesem Fest an den Tod und die Auferstehung Jesu Christi erinnern. Es ist für sie das wichtigste Fest im Kirchenjahr, denn es steht dafür, dass Jesus die Sünde überwunden hat und der Mensch nun wieder Gott nahe sein kann.

Woher das Wort Ostern stammt, ist nicht so ganz sicher.

Drei Theorien zur Wortbedeutung von Ostern

Um die Wortbedeutung von Ostern ranken unterschiedliche Theorien. Das sind die wohl drei bekanntesten:

  1. Ostern klingt mit dem Substantiv „Osten“ verwandt, dessen eigentlich Bedeutung „Morgenröte“ gewesen soll. Möglicherweise fand der Name des christlichen Fests seinen Ursprung in einem germanischen Fest, das zu Ehren einer „Göttin der Morgenröte“ gefeiert wurde, deren Namen allerdings nicht sicher zu bezeugen ist.
  2. Die Germanen hatten eine „Frühlingsgöttin“ namens „Ostara“, zu deren Ehren ein Frühjahrsfest gefeiert wurde. Das Frühjahrsfest hatte den Namen Ostern. Leider ist diese Theorie mittlerweile auch überholt, da die Göttin nicht nachweisbar ist.
  3. Die neueste Theorie stammt von dem Sprachwissenschaftler Jürgen Udolph. Er hat die nordgermanischen Sprachen untersucht und fand heraus, dass es eine Wortfamilie gibt die sprachlich zu Ostern passt, nämlich „ausa“, was so viel heißt wie „(Wasser)schöpfen, (be)gießen“. Er geht davon aus, dass sich das Wort Ostern auf die Taufe bezieht, ein zentrales Ereignis im Glauben der Christen. Sie glauben, wie Jesus Christus starb und in der Osternacht auferstand, so geht in der Taufe das alte Leben des Menschen zu Ende und Gott schenkt ihm neues Leben. Das Wasser schöpfen erinnert in seiner Tätigkeit an das Übergießen mit Wasser zu Taufe. Den Erzählungen nach zu urteilen wurden früher viele Menschen in der Osternacht getauft.

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Verrückte Osterbräuche – Ostern weltweit

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