Parkett reinigen und pflegen: So bleibt es lange schön!

Contents
  1. Holzboden pflegen: So bleiben Parkett & Laminat lange schön
  2. Holzboden reinigen und pflegen mit Staubsauger, Besen und Wischmopp
  3. Das mag euer Parkett gar nicht
  4. So pflegt ihr gewachste und geölte Holzböden
  5. Holzboden laugen und seifen
  6. Flecken auf Parkett entfernen
  7. Holzboden pflegen mit Tiefenreinigung vom Fachbetrieb
  8. Oberfläche abschleifen
  9. Vorsicht mit Hausmitteln zur Holzbodenpflege
  10. Luft- und Temperaturschwankungen vermeiden
  11. Laminat richtig pflegen
  12. Parkett reinigen und pflegen: Die besten Tipps für Ihre Parkettpflege
  13. 10 Haushaltstipps für die Pflege Ihrer Parkettböden
  14. Reinigungstipps für versiegeltes Parkett
  15. Reinigungstipps für geöltes Parkett
  16. Alle paar Jahre steht eine professionelle Grundreinigung an
  17. Zusammenfassung
  18. Geöltes Parkett reinigen und pflegen
  19. Tro­cken rei­ni­gen – So geht es ohne Kratzer
  20. Geöl­tes Par­kett feucht rei­ni­gen – So ver­mei­den Sie Schäden
  21. So bleibt Ihr Par­kett lan­ge schön – Ölen und Wachsen
  22. Anlei­tung Par­kett ölen
  23. Anlei­tung Par­kett wachsen
  24. Wenig Was­ser – viel Pflege
  25. Parkett pflegen und reinigen » So bleibt es lange glänzend
  26. Parkettboden – nie wirklich aus der Mode gekommen
  27. Öl, Wachs oder Lack – auf die Oberfläche kommt es an
  28. Fegen, wischen oder beides?
  29. Trockenreinigung von Parkettböden
  30. Feuchtreinigung – aber ohne massiven Wassereinsatz
  31. Grob verschmutztes Parkett reinigen, aber besonnen!
  32. No-Gos, die Sie Ihrem Parkett nie antun sollten
  33. Herstellerbeschreibungen haben Priorität beim Parkett pflegen
  34. Problemflecken auf dem Parkett
  35. Richtige Parkettpflege verhindert frühzeitige Abnutzung
  36. Grundreinigung – selbst machen oder eine Firma beauftragen?
  37. Wenn nichts mehr geht – Abschleifen?
  38. Schadhafte Stellen im Parkett ausbessern
  39. Parkettboden pflegen und reinigen reicht allein auf Dauer nicht

Holzboden pflegen: So bleiben Parkett & Laminat lange schön

Parkett reinigen und pflegen: So bleibt es lange schön!

Holz als Bodenbelag ist heute vor allem mit einem natürlichen Finish gefragt, also gewachst oder geölt. Wie ihr euren Holzboden richtig pflegt, damit er lange richtig gut aussieht, dafür gibt es ein paar Grundregeln.

Denn Scheuern oder aggressive Reinigungsmittel sind tabu. Das gilt auch für den Boden, der nur so aussieht, als wäre es aus Massivholz: Laminat.

Wir zeigen euch in diesem Artikel, was ihr tun müsst, um euren Holzboden zu pflegen, damit Parkett und Laminat lange schön bleiben.

Holzboden reinigen und pflegen mit Staubsauger, Besen und Wischmopp

Bevor ihr ein neues Finish auftragt, muss der Boden erst einmal gründlich gereinigt werden. Als erstes müssen Staub und Steinchen verschwinden. Dem groben Dreck rückt ihr bei der Pflege eines Holzbodens ganz einfach mit dem Staubsauger zu Leibe. Aber bitte mit einer Parkettdüse, sonst zieht ihr euch schnell Kratzer in das Holz.

Noch besser geeignet ist ein feiner Besen. Beim folgenden Wischen heißt es: kaltes Wasser verwenden und bitte nicht zu nass. Feucht wischen reicht, genauer gesagt nebelfeucht. Also den Mopp oder Parkett-Wischer gut auswringen, bevor ihr ihn schwingt.

Das mag euer Parkett gar nicht

Kratzige Besen bleiben bitte im Schrank, ebenso grobe Schwämme, Scheuermilch oder Putzmittel, die Ammoniak oder Chlor enthalten. Auch der Dampfreiniger eignet sich besser für die Fenster als für den Boden: Er ist zu heiß und zu feucht.

So pflegt ihr gewachste und geölte Holzböden

Beim gewachsten Holzboden ist noch größere Vorsicht geboten als bei lackiertem Parkett. Ein paar Tropfen milder Neutralreiniger im (kalten) Putzwasser reichen aus.

Für geölte Holzböden gibt es eine spezielle Parkettpflege fürs Putzwasser. Diese enthält etwas Holzöl und frischt die Oberfläche beim Wischen gleich etwas auf. Tipp: Parkettreiniger pur auf einen feuchten Lappen geben und auf besonders strapazierte Stellen tupfen.

Hin und wieder die Schutzschicht zu erneuern, hält das Holz länger frisch. Entweder kleinere Bereiche mit einem Tuch betupfen oder das Öl mit einer Poliermaschine auftragen. Nach vier bis sechs Stunden ist wieder alles trocken. Bis ihr das Parkett wieder voll nutzen könnt, vergehen aber ein bis drei Tage.

Parkett versiegeln: Hartöl, Hartwachsöl und Parkettlack im Vergleich

Holzboden laugen und seifen

Einen Sonderfall stellt der geseifte Holzboden dar. Dieses Finish wird in Skandinavien traditionell auf die Holzböden aufgetragen und ist in Deutschland noch relativ unbekannt.

Dabei wird das Holz mit einer recht großen Menge einer speziellen Lauge behandelt, welche in den Boden einzieht. Nach 24 Stunden muss die komplette Fläche noch einmal nachgeschliffen werden.

Diesen Vorgang kann man für ein noch helleres Gesamtbild wiederholen. Ist die Fläche getrocknet, geht es ans Seifen. Auch danach müssen die Dielen mindestens 24 Stunden trocknen.

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Diesen Vorgang sollte man zwei bis vier Mal wiederholen.

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Aufwändig, aber effektiv. Denn der Boden wird dadurch widerstandsfähig gegen Verfärbung und UV-Strahlung. Dazu kommt, dass der Holzboden aufhellt und ein edles mattes Finish erhält. Unsere Autorin Mona hat damit bereits gute Erfahrungen gemacht, welche sie auch in ihrem Blog beschreibt.

Flecken auf Parkett entfernen

Für Parkett gibt es spezielle Fleckentferner, die ihr auf den Fleck (Blut, Kaffee, Wein) sprüht oder tupft. 10 bis 20 Minuten einwirken lassen und abreiben. Mit einem feuchten Tuch abwischen und anschließend die Oberfläche des Fußbodens wieder einölen.

Holzboden pflegen mit Tiefenreinigung vom Fachbetrieb

Gönnt eurem Parkett doch mal eine professionelle Frischekur. Der Fachbetrieb bringt ein Gerät mit, das den Boden porentief reinigt. Die Walzbürsten säubern die Oberfläche bis in die kleinste Rille, dabei kommt auch die Versiegelung runter. Die milde Reinigungsemulsion saugt der elektrische Putzhelfer gleich wieder ab. Anschließend wird das Holz neu gewachst oder geölt.

Oberfläche abschleifen

Noch einen Schritt weiter geht eine Schleifmaschine. So ein Gerät bedient ebenfalls der Fachbetrieb oder ihr leiht es euch im Parketthandel beziehungsweise im Baumarkt aus. Anschließend die Oberfläche saugen, wischen und das Holz wieder gründlich einwachsen oder lackieren.

Den Parkettboden abzuschleifen ist nicht ganz so einfach, wie es aussieht. Im Zweifel lasst ihr einen Fachmann ran, bevor ihr euch fiese Schmarren in das Parkett schleift. © Getty Images

Vorsicht mit Hausmitteln zur Holzbodenpflege

Spiritus, schwarzer Tee, Speiseöl: Im Internet kursieren diverse Tipps zur Pflege des Holzbodens mit Hausmitteln.

Experten raten davon ab: „Generell sollten für die Parkettpflege geeignete Pflegemittel genutzt werden, da Hausmittel nicht getestet und geprüft werden“, sagt Bernd Reuß von der Hamberger Flooring GmbH & Co. KG.

„Was einen Fleck zunächst gut wegmacht, kann zu Farbveränderungen führen und auf Dauer die Schutzoberfläche schädigen.“

Luft- und Temperaturschwankungen vermeiden

Parkett leidet unter dauerhaft hoher Luftfeuchtigkeit, ebenso unter trockener Hitze oder größeren Temperaturschwankungen. Schaut auf euer Hygrometer: Wie ihr fühlt sich der Boden bei rund 55 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit und 20 Grad Celsius Raumtemperatur besonders wohl. Ist die Raumluft dauerhaft viel zu trocken, kauft euch einen elektrischen Luftbefeuchter.

Ob Parkett oder Laminat: Beides pflegt ihr am besten mit speziellen Pflegemitteln, lieber nicht mit „Hausmitteln“. © Getty Images/iStockphoto

Laminat richtig pflegen

Die Oberfläche von Laminat besteht nicht aus Holz, sondern aus bedrucktem Papier mit einer robusten Schutzschicht. Prima, denn das macht euch die Pflege einfach: saugen oder fegen und gelegentlich feucht wischen, gerne mit einem Bodenwischer oder einem feinen Mikrofasertuch. Fertig.

Wer möchte, besorgt sich einen Laminatreiniger für die Hochglanzpflege. Das Mittel eignet sich auch für versiegelte Kork- und Linoleumbodenbeläge sowie Designboden.

Источник: https://wohnglueck.de/artikel/holzboden-pflegen-so-bleiben-parkett-und-laminat-lange-schoen-13402

Parkett reinigen und pflegen: Die besten Tipps für Ihre Parkettpflege

Parkett reinigen und pflegen: So bleibt es lange schön!

In zahlreichen Haushalten in Deutschland ist Parkettboden einer der beliebtesten Fußbodenbeläge. Seine Vorteile liegen auf der Hand: Er bietet eine hochwertige Optik, ist langlebiger und robuster als Laminat und pflegeleichter und hygienischer als Teppich.

Allerdings ist Parkett in der Anschaffung recht teuer. Deshalb sollten Sie bei der Reinigung und Pflege des Bodens ein paar Dinge beachten, damit er sein schönes Aussehen lange Zeit behält. So können Sie sich das Geld für einen neuen Parkettboden sparen.

Wir verraten Ihnen alles, was Sie über die richtige Parkettpflege wissen sollten.

10 Haushaltstipps für die Pflege Ihrer Parkettböden

Parkett schafft in Ihrem Haus eine wohnliche Atmosphäre. Das warme Holz lässt einen behaglichen Gesamteindruck entstehen. Kratzer, Staub, Flecken und Schmutz beeinträchtigen die Optik des Parkettbodens jedoch stark. Im Laufe der Zeit verlieren die Böden außerdem ihren Glanz. Mit den folgenden 10 Tipps gelingt es Ihnen aber, das Parkett wieder sauber zu bekommen und optimal zu pflegen:

  1. Verzichten Sie darauf, einen Staubsauger einzusetzen, denn er kann den Fußboden dauerhaft beschädigen und zerkratzen, selbst wenn Sie einen speziellen Bürstenaufsatz verwenden. Stattdessen sollten Sie einen Bodenwischer einsetzen, um Ihren Parkettboden zu putzen und zu pflegen.
  2. Zu viel Wasser schadet dem Parkett, deshalb ist es besser, beim Wischen ein Tuch zu verwenden, das nur leicht feucht ist. Wringen Sie das Tuch vor dem Einsatz mit einem Schleudersystem oder einer Wischtuchpresse gründlich aus.
  3. Der Bodenwischer sollte einen Bezug aus Baumwolle besitzen. Am besten wählen Sie ein Tuch, das vom Hersteller speziell für die Reinigung von Parkett empfohlen wird.
  4. Weniger ist mehr! Reinigen Sie das Parkett am besten einmal am Tag trocken und bloß einmal in der Woche feucht, um den Boden zu schonen. Bei der trockenen Reinigung entfernen Sie Sand, Steinchen und Staubkörner, welche zu den häufigsten Auslösern für unschöne Kratzer gehören.
  5. Legen Sie im Eingangsbereich Fußmatten aus, damit grober Schmutz gar nicht erst auf das Parkett gelangen kann.
  6. Ein gutes Hausmittel gegen hartnäckige Verschmutzungen ist Spiritus. Tragen Sie ein paar Tropfen auf die betroffene Stelle auf und lassen Sie ihn einige Zeit einwirken, bevor Sie ihn aufwischen.
  7. Wenn Sie Flüssigkeiten wie Limonade, Tee oder Wein verschüttet haben, sollten Sie diese sofort wegwischen, damit sie nicht erst ins Holz eindringen. Gegebenenfalls behandeln Sie die Stelle anschließend mit einem speziellen Parkettreiniger nach.
  8. Die meisten Reiniger sind nicht für Parkett geeignet. Das gilt insbesondere für chlor- und ammoniakhaltige Reinigungsmittel, aber auch für Scheuermittel und Dampfreiniger. Sie greifen sowohl die Schutzschicht als auch das Holz an und können es dauerhaft beschädigen.
  9. Verwenden Sie einmal monatlich ein spezielles Pflegemittel wie Bohrerwachs, um den Glanz des Bodens zu erhalten und die Versiegelung wiederherzustellen.
  10. Reinigen Sie Parkett entweder nur mit Wasser oder verwenden Sie ausschließlich spezielle Parkettreiniger. Das gilt insbesondere für Parkettböden, die mit Öl behandelt wurden.

Mit diesen Tipps sind Sie gut für die alltägliche Pflege und Reinigung Ihres Parketts ausgerüstet. Im Folgenden erfahren Sie, was Sie speziell beim Putzen von versiegeltem und geöltem Parkett beachten sollten.

Reinigungstipps für versiegeltes Parkett

Die meisten Menschen entscheiden sich dafür, in ihrem Zuhause einen versiegelten Parkettboden zu verlegen.

Dieses Parkett ist mit einer speziellen Schutzschicht versehen, wodurch es besser vor Feuchtigkeit und Schmutz geschützt ist. Außerdem gestaltet sich die Reinigung einfacher.

Die Versiegelung besteht in der Regel aus einem umweltfreundlichen Wasserlack. Aus diesem Grund ist auch die Bezeichnung „lackiertes Parkett“ üblich.

Wischen Sie den Boden mit abgekühltem schwarzen Tee oder einem Gemisch aus Wasser und Salmiak, wenn das versiegelte Parkett grob verunreinigt ist. Flecken entfernen Sie mit Spiritus oder Terpentin.

Auch versiegeltes Parkett sollten Sie nicht zu nass wischen. Gerade, wenn Sie den Boden schon länger in der Wohnung haben, ist die Schutzschicht an einigen Stellen oftmals nicht mehr vorhanden, sodass das Wasser dort eindringen könnte. Im schlimmsten Fall quillt das Holz auf. Wringen Sie den Reinigungsbezug des Bodenwischers deshalb vor der Benutzung immer kräftig aus.

Reinigungstipps für geöltes Parkett

Die Oberflächenschicht, die versiegeltes Parkett vor Schmutz und Beschädigungen schützt, fehlt bei unversiegeltem Parkett. Durch Ölen, Wachsen oder Heißeinbrennen wird die Oberfläche nur geringfügig geschützt.

Die leichte Schutzschicht besteht bei geöltem Parkett aus natürlichen Rohstoffen. Sie ist zwar atmungsaktiv, allerdings bietet sie auch einen geringeren Schutz gegen Feuchtigkeit und Schmutz. Aus diesem Grund gestaltet sich die Pflege und Reinigung von geöltem Parkett schwieriger.

Regelmäßiges Wachsen und Bohnern ist bei unversiegeltem Parkett das A und O. Nur so behält der Boden seinen hochwertigen Glanz und wird bestmöglich vor Abnutzungserscheinungen geschützt. Eine zusätzliche Hartwachsbehandlung ist anzuraten.

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Verwenden Sie beim Wischen von geöltem oder unversiegeltem Parkett auf keinen Fall Mikrofasertücher. Ihre spezielle Struktur könnte die Oberfläche des Parkettbodens beschädigen. Um Flecken oder starke Verschmutzungen zu entfernen, setzen Sie spezielle Parkettreiniger ein.

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Außerdem sollten Sie den Boden regelmäßig mit Pflegeölen behandeln.

Alle paar Jahre steht eine professionelle Grundreinigung an

Damit Ihr Parkett auch nach einigen Jahrzehnten noch haltbar ist und ansprechend aussieht, sollten Sie alle paar Jahre eine professionelle Grundreinigung durchführen.

Lassen Sie die Grundreinigung auf jeden Fall vom Fachmann erledigen. Bei einer unsachgemäßen Behandlung ist die Gefahr groß, dass das Parkett dauerhafte Schäden davonträgt.

Bei der Grundreinigung werden alle Pflegemittel und -öle von der Oberfläche entfernt. Anschließend wird die Parkettoberfläche gründlich gereinigt. Erst dann trägt der Fachmann eine komplett neue Schutzschicht auf, die das Parkett wieder einige Jahre lang vor Kratzern, Schmutz und Staub schützt.

Zusammenfassung

Damit das Parkett lange seine ansprechende Optik beibehält, kommt es auf die richtige Pflege an. Generell sollte man darauf verzichten, Staub und Schmutz mit dem Staubsauger zu entfernen, da er Kratzer und Schäden verursachen könnte. Stattdessen wird das Parkett mit einem Bodenwischer und einem nebelfeuchten Tuch geputzt und mit speziellen Parkettreinigern und -ölen gepflegt.

Artikelbild: © mariakraynova / Shutterstock

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Источник: https://www.heimhelden.de/parkett-reinigen-und-pflegen

Geöltes Parkett reinigen und pflegen

Parkett reinigen und pflegen: So bleibt es lange schön!

Startseite / Ratgeber & Tipps / Waschen & Reinigen / Geöl­tes Par­kett rei­ni­gen und pfle­gen: So glänzt Ihr Holzboden

Hochwertiges Parkett sollte gut gepflegt werden. Durch Öl und Wachs wird das Holz widerstandsfähiger. (© 2016 cyano66/Thinkstock)

Von Eiche bis Wal­nuss – ein schö­ner Holz­fuß­bo­den ist ein Hin­gu­cker in jedem Zim­mer.

Natur­be­las­se­nes Par­kett strahlt nicht nur Wär­me und Gemüt­lich­keit aus, es sorgt zudem für ein gutes Raum­kli­ma.

Damit das emp­find­li­che Mate­ri­al nicht vom Wisch­was­ser auf­quillt oder vom Staub­sauger zer­kratzt wird, zeigt Ihnen die­ser UPDATED-Rat­ge­ber, wie Sie geöl­tes Par­kett rich­tig rei­ni­gen und pflegen.

Tro­cken rei­ni­gen – So geht es ohne Kratzer

Klei­ne Stei­ne unter den Schu­hen, Sand, Staub und Brot­krü­mel – Par­kett ist im All­tag vie­len Belas­tun­gen aus­ge­setzt. Unver­sie­gel­tem Par­kett fehlt außer­dem eine schüt­zen­de Lack­schicht.

Das Holz wird zwar durch regel­mä­ßi­ges Ölen wider­stands­fä­hi­ger, ist aber trotz­dem für Krat­zer anfäl­lig. Die wich­tigs­te Regel lau­tet daher: Ent­fer­nen Sie Schmutz so schnell wie mög­lich.

Gera­de Sand und klei­ne Stei­ne, die sich unter den Schu­hen sam­meln, wir­ken wie Schleif­pa­pier auf dem emp­find­li­chen Holzfußboden.

Eine Tro­cken­rei­ni­gung Ihres Par­kett­bo­dens soll­ten Sie daher so oft wie mög­lich ein­pla­nen. In wel­chem Rhyth­mus die Rei­ni­gung erfol­gen soll­te, hängt ganz davon ab, wie viel Schmutz in den Raum getra­gen wird.

Gehen vie­le Per­so­nen ein und aus, oder leben Hun­de oder Kat­zen mit im Haus, kann sogar eine täg­li­che Rei­ni­gung not­wen­dig sein.

Doch selbst wenn der Boden kei­ne offen­sicht­li­chen Ver­schmut­zun­gen auf­weist, soll­ten Sie ihn etwa ein­mal in der Woche tro­cken rei­ni­gen, da auch klei­ne und kaum sicht­ba­re Schmutz­ab­la­ge­run­gen das Holz zer­krat­zen können.

Mit dem Besen oder einem tro­cke­nen Mopp lässt sich das Par­kett am ein­fachs­ten und schon­ends­ten von den all­täg­li­chen Ver­schmut­zun­gen befrei­en. Gründ­li­cher rei­nigt hin­ge­gen ein Staub­sauger. Er ent­fernt den Schmutz auch aus klei­nen Ril­len oder Zwi­schen­räu­men im Par­kett.

Um Krat­zer auf dem Holz zu ver­mei­den, soll­ten Sie den Staub­sauger aber nur mit einem Bürs­ten­auf­satz ver­wen­den. In der Regel lässt sich eine sol­che Bürs­te durch eine Fuß­klap­pe am Saug­fuß des Gerä­tes aus­klap­pen. Eini­ge Staub­sauger­mo­del­le lie­fern auch eine extra Parkett-Bürste.

Mit einem tro­cke­nen Wisch­mopp lässt sich geöl­tes Par­kett scho­nend von Schmutz befreien.  (© 2016 mariakraynova/fotolia)

Geöl­tes Par­kett feucht rei­ni­gen – So ver­mei­den Sie Schäden

Um grö­be­re Ver­schmut­zun­gen zu besei­ti­gen, soll­te der Boden hin und wie­der feucht gerei­nigt wer­den. Hier gilt: Je sel­te­ner Sie wischen, des­to bes­ser.

Kommt der Par­kett­bo­den zu lan­ge und mit zu viel Was­ser in Berüh­rung, wird das Holz geschä­digt. Hohe Feuch­tig­keit lässt es auf­quel­len und kann Fle­cken oder Strei­fen hin­ter­las­sen.

Eine feuch­te Rei­ni­gung ist daher bei star­ken Ver­schmut­zun­gen etwa ein­mal pro Woche empfehlenswert.

Um das Par­kett feucht zu rei­ni­gen, nut­zen Sie am bes­ten einen Wisch­lap­pen aus Baum­wol­le und kla­res Was­ser. Um Staub und klei­ne Ver­schmut­zun­gen von Ihrem unver­sie­gel­ten Par­kett zu ent­fer­nen, reicht das bereits aus. Wich­tig ist, dass Sie den Boden nur feucht wischen – wenn Was­ser­per­len oder gar klei­ne Pfüt­zen auf dem Boden zurück­blei­ben, ist Ihr Tuch noch zu nass.

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Wenn kla­res Was­ser nicht aus­reicht, um die Ver­schmut­zun­gen zu ent­fer­nen, kön­nen Sie auf spe­zi­el­le Rei­ni­ger zurück­grei­fen. Beson­ders emp­feh­lens­wert ist dabei Holz­sei­fe.

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Sie rei­nigt unla­sier­tes Holz und sorgt dank einer rück­fet­ten­den Rezep­tur gleich­zei­tig dafür, dass das Holz nicht aus­trock­net. Das Pro­dukt erhal­ten Sie in Bau­märk­ten.

Alter­na­tiv kön­nen Sie auch spe­zi­el­le Par­kett­rei­ni­ger aus der Dro­ge­rie oder dem Super­markt ver­wen­den. Nicht emp­feh­lens­wert ist hin­ge­gen All­zweck­rei­ni­ger. Die­ser ist für das emp­find­li­che Holz zu aggres­siv.

Von der Benut­zung eines Dampf­rei­ni­gers soll­ten Sie beim Par­kett­rei­ni­gen eben­falls abse­hen. Die­ser arbei­tet mit hei­ßer, feuch­ter Luft, die das Holz zu sehr strapaziert.

Fle­cken auf dem Par­kett las­sen sich in der Regel auch mit etwas Spi­ri­tus ent­fer­nen. Rei­ben Sie die Stel­le mit dem Mit­tel ein und las­sen Sie es kurz ein­wir­ken. Wischen Sie dann mit einem feuch­ten Tuch darüber.

So bleibt Ihr Par­kett lan­ge schön – Ölen und Wachsen

Unver­sie­gel­tes Par­kett soll­te etwa zwei­mal im Jahr geölt und wenn mög­lich dann zusätz­lich auch gewachst wer­den. Das spe­zi­el­le Pfle­ge­öl aus dem Bau­markt lässt das Holz in neu­em Glanz erstrah­len und macht es zudem wider­stands­fä­hi­ger.

Klei­ne Was­ser­sprit­zer kön­nen der emp­find­li­chen Ober­flä­che dann nicht mehr so viel anha­ben. Wird das Holz zusätz­lich mit Wachs behan­delt, ist es in Zukunft noch bes­ser vor Feuch­tig­keit geschützt. Es gibt auch Öle, die nicht so häu­fig ange­wen­det wer­den müs­sen.

Ach­ten Sie hier­für am bes­ten auf die Her­stel­ler­an­ga­ben auf der Verpackung.

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Je nach Beschaf­fen­heit und Pfle­ge­be­dürf­tig­keit des Hol­zes reicht ein Liter Öl für etwa 20 bis 25 Qua­drat­me­ter Par­kett­bo­den.

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Um die Arbeit zu erleich­tern, kön­nen Sie auch Öl-Wachs-Kom­bi­na­tio­nen ver­wen­den. Die­se Pro­duk­te ölen und wach­sen das Holz gleich­zei­tig. Sie wer­den wie Öl auf­ge­tra­gen.

Mit den fol­gen­den Anlei­tun­gen zum Ölen und zum Wach­sen brin­gen Sie Ihr Par­kett zum Glänzen.

Pfle­ge­öl aus dem Bau­markt lässt Ihren Par­kett­bo­den in neu­em Glanz erstrahlen.  (© 2016 cyano66/Thinkstock)

Anlei­tung Par­kett ölen

  1. Zeit­auf­wand: Pla­nen Sie aus­rei­chend Zeit ein! Nach dem Ölen muss der Boden gut trock­nen. Nach etwa 24 Stun­den ist er wie­der begeh­bar. Etwa 48 Stun­den dau­ert es, bis er wie­der voll belast­bar ist. Vor­her soll­ten Sie kei­ne Möbel oder Tep­pi­che dar­auf stel­len.

    War­ten Sie auch min­des­tens eine Woche ab, bevor Sie den Boden wie­der feucht wischen.

  2. Vor­be­rei­tung: Bevor Sie mit der eigent­li­chen Pro­ze­dur begin­nen, soll­ten Sie sicher­stel­len, dass der Raum aus­rei­chend gelüf­tet wer­den kann.

    Sor­gen Sie außer­dem dafür, dass kein direk­tes Son­nen­licht auf die Ober­flä­che fällt, damit sich das Holz nicht zu sehr erwärmt. Eine Umge­bungs­tem­pe­ra­tur zwi­schen 18 und 25 Grad ist ideal.

  3. Vor­ar­bei­ten: Wur­de der Boden noch nie geölt und befin­det sich eine glän­zen­de Lack­schicht auf der Ober­flä­che, muss die­se zunächst bis auf das rohe Holz abge­schlif­fen wer­den. Nur so kann das Holz das Öl auch auf­neh­men.

    Für ein fach­ge­rech­tes Ergeb­nis benö­ti­gen Sie meh­re­re Durch­gän­ge, vom Grob- bis zum Fein­schliff. Das eigen­hän­di­ge Abschlei­fen eig­net sich nur für Pro­fis oder bereits geüb­te Lai­en, andern­falls kann der Boden beschä­digt wer­den, etwa durch zu tie­fes oder ungleich­mä­ßi­ges Schleifen.

    Wird der Boden hin­ge­gen regel­mä­ßig geölt und gewachst, reicht es, ihn als Vor­be­rei­tung mit einem Ent­fet­tungs­rei­ni­ger zu säu­bern. Ent­spre­chen­de Pro­duk­te erhal­ten Sie eben­falls im Bau­markt. Ach­ten Sie dar­auf, dass das Mit­tel auch für Par­kett genutzt wer­den kann.

    Aggres­si­ve Ent­fet­ter, wie etwa Ace­ton, sind für den Holz­bo­den nicht geeignet.

  4. Das Par­kett­öl auf­tra­gen: Ist der Boden ent­fet­tet und staub­frei, kön­nen Sie mit dem Auf­tra­gen des Öls begin­nen. Für 20 Qua­drat­me­ter benö­ti­gen Sie etwa einen Liter Öl.

    Gie­ßen Sie nie das gan­ze Öl auf ein­mal auf den Boden, son­dern arbei­ten Sie sich in klei­nen Schrit­ten lang­sam im Raum vor. Gie­ßen Sie immer nur etwa 50 Mil­li­li­ter auf den Boden und ver­tei­len Sie die Flüs­sig­keit sorg­sam.

    Nut­zen Sie für die Ecken und Kan­ten einen Pin­sel, für die grö­ße­ren Flä­chen einen Gum­mi­ab­strei­fer.

  5. Gleich­mä­ßig arbei­ten:Ver­hin­dern Sie, dass sich Pfüt­zen bil­den, aber auch, dass tro­cke­ne Stel­len ver­blei­ben. Grö­ße­re Flä­chen soll­ten Sie nicht in einem Stück bearbeiten.
  6. Nach­be­rei­tung: Nach etwa 15 Minu­ten Ein­wirk­zeit ist das Öl ins Holz ein­ge­zo­gen. Res­te soll­ten Sie dann mit einem fus­sel­frei­en Lap­pen ent­fer­nen. Sehr tro­cke­ne Stel­len benö­ti­gen einen zwei­ten Anstrich.
  7. Wich­tig: Den mit Öl getränk­ten Lap­pen oder Schwamm soll­ten Sie sofort nach Been­di­gung der Arbeit aus­wa­schen oder in ein luft­dicht ver­schlos­se­nes Gefäß ver­pa­cken. Andern­falls besteht Brand­ge­fahr, da sich der Lap­pen auf­grund eines che­mi­schen Pro­zes­ses nach eini­ger Zeit selbst ent­zün­den kann.

Anlei­tung Par­kett wachsen

  1. Warm- oder Kalt­wachs? Um das Par­kett zu wach­sen, kön­nen Sie Kalt- oder Warm­wachs ver­wen­den. Kalt­wachs kann mit einem Schwamm auf das Holz auf­ge­tra­gen wer­den. Warm­wachs hin­ge­gen wird in einer spe­zi­el­len Wachs­ma­schi­ne auf 80 Grad erwärmt und dann mit die­ser Maschi­ne auf den Fuß­bo­den auf­ge­tra­gen.

    Wachs­ma­schi­nen kön­nen Sie im Bau­markt oder Fach­han­del gegen eine Gebühr lei­hen. Die auf­wen­di­ge­re Pro­ze­dur des Warm­wach­sens hat den Vor­teil, dass das Wachs bes­ser in die Poren des Hol­zes ein­dringt und die­ses nach­hal­ti­ger schützt.

  2. Vor­ar­bei­ten: Wachs soll­te immer erst nach dem Ölen auf­ge­tra­gen wer­den.

    Las­sen Sie das Öl zunächst 24 Stun­den trocknen.

  3. Par­kett wach­sen: Tra­gen Sie das Wachs gleich­mä­ßig auf das Holz auf. Für Kalt­wachs kön­nen Sie dazu einen Schwamm oder einen Wachs­ab­strei­fer benut­zen. Warm­wachs wird aus­schließ­lich mit der ent­spre­chen­den Maschi­ne auf­ge­tra­gen.

    Ach­ten Sie bei bei­den Vari­an­ten dar­auf, dass sich kein Schmier­film auf der Ober­flä­che bil­det. Über­schüs­si­ges Wachs kön­nen Sie mit einem Dusch­ab­zie­her entfernen.

  4. Nach­be­rei­tung: Nach einer Trock­nungs­zeit von etwa ein bis zwei Stun­den kann das Holz nach­po­liert wer­den.

    Für klei­ne Räu­me reicht dazu ein Baum­woll­tuch, mit dem Sie ein­fach über den Boden wischen – per Hand oder mit einem Schrub­ber. Leich­ter geht es mit einer Polier­ma­schi­ne. Die­se kön­nen sie in den meis­ten Bau- oder Fach­märk­ten auch ausleihen.

  5. Der gewachs­te Boden kann nach dem Polie­ren sofort wie­der wie gewohnt benutzt und belas­tet werden.

Wenig Was­ser – viel Pflege

Wenn Sie statt zum nas­sen Wisch­mopp lie­ber öfter mal zum Besen grei­fen und Ihren Holz­bo­den regel­mä­ßig mit Öl und Wachs ver­wöh­nen, wird er es Ihnen dan­ken – mit schö­nem Glanz, wider­stands­fä­hi­gem Holz und den bewun­dern­den Kom­pli­men­ten Ihrer Freun­de. Denn natur­be­las­se­nes Par­kett ist immer ein Hin­gu­cker und wird Ihnen mit der rich­ti­gen Pfle­ge auch lan­ge Freu­de bereiten.

Reinigung & Pflege Staubsauger

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Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die offiziellen Herstellervorgaben vorrangig vor allen anderen Informationen und Empfehlungen zu beachten sind und nur diese eine sichere und ordnungsgemäße Nutzung der jeweiligen Kaufgegenstände gewährleisten können.

Источник: https://www.otto.de/updated/ratgeber/geoeltes-parkett-reinigen-und-pflegen-so-glaenzt-ihr-holzboden-51/

Parkett pflegen und reinigen » So bleibt es lange glänzend

Parkett reinigen und pflegen: So bleibt es lange schön!
Bei richtiger Pflege bleibt das Parkett lange schön und glänzend Foto: /

Echtholzfußböden sind wieder stark im Kommen. Der oftmals noch zu hörende Einwand, dass Parkett pflegen und reinigen einen viel zu hohen Zeitaufwand mit sich bringt, stimmt allerdings nicht. Parkettböden sind eher pflegeleicht und überzeugen mit ihren extrem vielseitigen Einsatzmöglichkeiten.

Viele nennen es Luxus, andere manifestieren damit ihren auserlesenen Geschmack.

Aber die meisten Menschen entscheiden sich wohl deshalb für Parkett, weil solche rustikalen Böden einfach nur gut aussehen, ihren Gebrauchswert über viele Jahre erhalten und Bodenbeläge aus Naturholz vom wohnmedizinischen Aspekt her überall passen.

Dazu kommt: Parkett pflegen und reinigen kostet im Vergleich zu anderen Bodenbelägen erheblich weniger Aufwand, wenn man weiß, wie es geht und einige materialspezifische Besonderheiten dieses filigranen Holzbelags kennt.

Parkettboden – nie wirklich aus der Mode gekommen

Einen großen Boom bescherte den schmalen Holzstäbchenelementen die fortschreitende Industrialisierung im frühen 19. Jahrhundert. Damals war man übrigens noch mit Hammer und kleinen Stahlnägeln dabei, das Parkett ordentlich festzupinnen, bis später dann verstärkt wirksame Klebstoffe eingesetzt wurden.

Gut 50 Jahre danach, gleicher Trend nur mit noch edleren Materialien, im Retro-Look und nachgebildeten erhabenen Astbereichen. 3-D-Optik und antik wirkendes Design machen es möglich und auch, wenn es etwas teurer kommt – bei bis zu dreißig Jahre Hersteller-Garantie, muss man so schnell nicht wieder kaufen.

Dennoch ist Parkett pflegen und reinigen damals wie heute gefragt, so viel Zeit muss dann auch sein.

Öl, Wachs oder Lack – auf die Oberfläche kommt es an

Dicke Bohnerwachschichten wie zu Urgroßomas Zeiten sind out, da viele der modernen Parkettböden heutzutage schon ab Werk mit einer sehr robusten und langlebigen Oberflächenversiegelung in die Geschäfte und damit zum Verbraucher kommen. Die Bezeichnungen sind nicht unbedingt herstellerübergreifend gleich. Sie lassen sich aber grob in drei grundsätzliche Oberflächenstrukturen gliedern:

  • Strapazierfähige Polyurethanversiegelung für stark beanspruchte Böden;
  • Naturöloberfläche (dieses Parkett pflegen und reinigen, bedeutet besonders geringen Aufwand);
  • Öl-Wachs-Finish (schützt vor übermäßigem Verschleiß und wirkt besonders natürlich);

Fegen, wischen oder beides?

Beim Parkett pflegen und reinigen empfiehlt es sich auf jeden Fall einige Spielregeln zu beachten, bei denen es vom Grundsatz her zwei wichtige Verfahrensweisen gibt, die sich am Verschmutzungsgrad orientieren.

Trockenreinigung von Parkettböden

Bei den generell leicht zu pflegenden Naturholzböden genügt es in der Regel bereits, wenn sie in regelmäßigen Abständen mithilfe eines weichen Haarbesens, einem dafür geeigneten Staubsauger oder dem klassischen Wischmopp trocken gereinigt werden. Wer die elektrische Methode bevorzugt, kann im Fachhandel spezielle Parkettdüsen finden, die den etwas grobkörnigeren Schmutz besonders schonend entfernen und dabei keine lästigen Kratzer auf dem Parkettboden hinterlassen.

Feuchtreinigung – aber ohne massiven Wassereinsatz

Wenn der Schmutz einmal etwas hartnäckiger ist, weil es draußen zum Beispiel pausenlos regnet, ist es Zeit, den Parkettboden ein wenig gründlicher und feucht zu reinigen. Die Fachleute nennen es nebelfeucht, was dann auch überhaupt nicht mit triefend nass verwechselt werden sollte.

Beim Parkett pflegen und reinigen gilt umso mehr der alte Spruch, der da lautet: Viel hilft nicht viel und im Fall unserer Holzböden wird viel gleich noch mehr Schaden anrichten, ganz besonders auf Dauer gesehen.

Nebelfeucht definiert sich, dass der feucht bearbeitete Boden nach ungefähr drei bis maximal fünf Minuten vollständig, das heißt, auch im Innern, völlig abgetrocknet sein soll.

Grob verschmutztes Parkett reinigen, aber besonnen!

Hierfür legt man sich am besten einen kleinen Vorrat an ausgewählten Utensilien und Reinigungsmitteln an, die ausschließlich zur Verwendung auf Parkettfußböden genutzt werden. Die Grundausstattung könnte dann wie folgt aussehen:

  • Wischeimer
  • Flachwischer oder Wischmopp mit Auswringvorrichtung
  • Spezialbürste für den Staubsauger mit möglichst weichen Naturborsten
  • Nicht fusselnde Baumwolltücher
  • Trockene und feuchte Einwegtücher
  • Parkett-Reiniger (möglichst mit rückfettenden Wachsen bzw. Polymeren

No-Gos, die Sie Ihrem Parkett nie antun sollten

Sich selbst und erst recht Ihrem Parkett tun Sie keinen Gefallen, wenn dem Wischwasser Kern- oder Schmierseifen oder sogar Essig zugesetzt wird.

Wie beim Bohnerwachs, dass auf einigen Online-Portalen ebenfalls zur Parkettpflege empfohlen wird, bewirken diese Mittel die Bildung unschöner Schlieren und Flecken. Mitunter sieht der Fußboden nach dem Trocknen eher wie eine mehrfarbige Landkarte aus und erschein schmierig.

Auch lösungsmittelhaltige Intensivreiniger und sonstige aggressive Flüssigkeiten gehören weder in das Wischwasser noch direkt auf das Parkett.

Herstellerbeschreibungen haben Priorität beim Parkett pflegen

Fast alle Herstellermarken aus der Fußbodenbranche haben inzwischen eigene Mittel auf den Markt gebracht, die sie ihren Kunden zur Reinigung und Pflege ihrer Parkettböden empfehlen. Dabei handelt es sich zwar nicht um Kauefehle.

Es kann jedoch davon ausgegangen werden, dass diese Reinigungsprodukte am besten geeignet sind, um das Parkett schonend zu reinigen und so zu pflegen, dass es eine möglichst lange Lebensdauer schadlos erreicht.

Ferner kann davon ausgegangen werden, dass es im Falle einer Verwendung ungeeigneter Reinigungs- und Pflegemittel zu Problemen kommt, wenn durch den Käufer Gewährleistungsansprüche geltend gemacht werden sollen.

Mit welchem der Mittel Sie am besten Ihr Parkett pflegen und reinigen, sollte daher einen Blick in die beim Kauf meist mitgelieferten Herstellerhinweise wert sein.

Problemflecken auf dem Parkett

Selbst bei größtmöglicher Vorsicht wird es sich nicht immer vermeiden lassen, dass dann und wann etwas danebengeht, was auf dem ansonsten gut gepflegten Naturholzboden unschöne Spuren hinterlässt. Für den Fall der Fälle einige erprobte Empfehlungen:

Grober Schmutz, Buntstifte, Kreide Umgehend trocken abbürsten (Schwamm)
Obstflecken, verschüttete GetränkeMit saugfähigem Lappen aufnehmen, ev. Neutralreiniger benutzen
BlutfleckeFeuchtes Tuch oder später trocken abbürsten
Schuhcreme, Fettflecken, TintenspurenNUR den betroffenen Bereich mit stark verdünntem Essig abtupfen
Sirup, Schokolade, SpeiseresteLokal mit einem geeigneten Neutralreiniger säubern

Auf gar keinen Fall soll verschmutztem Parkett bei der Reinigung mit imprägnierten Tüchern zu Leibe gegangen werden. Das gilt auch für die beliebten Schmutzlappen aus Mikrofaser, die bereits lange Zeit im Verdacht stehen, die sensiblen Holzoberflächen anzugreifen und auf Dauer unansehnlich werden zu lassen.

Richtige Parkettpflege verhindert frühzeitige Abnutzung

Selbst, wer über viele Jahre pfleglich mit seinem Naturholzboden umgegangen ist und sich beim Parkett pflegen und reinigen immer nach den Vorschriften der Hersteller gerichtet hat, bemerkt irgendwann Abnutzungserscheinungen, die schon etwas hartnäckiger sind.

Dennoch wird empfohlen, besondere Pflegemittel unmittelbar und vor allem genau in der angegebenen Konzentration direkt dem Wischwasser beizumischen. In der Regel sind diese Chemikalien in Laboranalysen und im Praxisbetrieb von den Herstellern ausgiebig getestet worden und genau auf den sensibel reagierenden Parkettbelag abgestimmt.

Und bei aller Vorsicht: Irgendwann, allerdings meist erst nach vielen Jahren, ist auch für den gepflegtesten Holzfußboden eine professionelle Grundreinigung angesagt.

Grundreinigung – selbst machen oder eine Firma beauftragen?

Voraussetzung für eine solche Intensivreinigung ist zunächst, dass im Parkett keine mechanischen Beschädigungen sichtbar sind, da ansonsten nur ein rigoroses Abschleifen Sinn macht.

Für die Grundreinigung gibt es je eine nasse und trockene Variante, wobei letztgenannte Methode für das Holz wesentlich gesünder ist und von Fachfirmen der Branche vorzugsweise genutzt wird.

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Für beide Methoden werden sogenannte Einscheibenmaschinen mit unterschiedlich groben Schleifpads genutzt. Bei der Nassreinigung wird zusätzlich ein hochleistungsfähiger, möglichst mehrmotoriger Wassersauger benötigt.

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Abgesehen davon, dass diese Geräte in vielen Baumärkten ausgeliehen werden können, braucht es auch nicht wenig an handwerklichem Geschick, um diese Arbeiten allein hochwertig auszuführen. Gebäudereiniger verlangen dafür durchschnittlich zwischen 7,50 bis 11,00 (netto) Euro pro Quadratmeter.

Wenn nichts mehr geht – Abschleifen?

Hierzu muss man wissen, dass auch eine hochwertig durchgeführte Grundreinigung lediglich die Oberfläche des Parketts säubert, um sie anschließend einzupflegen.

Da sich Beschädigungen in der Holzstruktur erst nach dem anschließenden Wachsen oder Ölen deutlich zeigen, könnte jetzt höchstens noch das Abschleifen helfen.

Die Preise, die professionelle Handwerker dafür verlangen, beginnen bei 23,- Euro (netto) pro Quadratmeter, sodass eine diesbezügliche Entscheidung sorgfältig gegenüber dem zu erwartenden Nutzen abgewogen werden muss.

Schadhafte Stellen im Parkett ausbessern

Schön wäre es ja, wenn es denn ginge, wie Hornbach den Trick mit der geknackten Walnuss in einem Kurzvideo vorstellt.

Die durch einen Drehstuhl auf Rollen verursachten Kratzer im Parkett werden mit einem Stück aus der Nuss zwar weniger sichtbar. Es ist allerdings nur eine Frage der Zeit, bis diese schadhaften Stellen größer werden.

Aber einige Tipps gibt es dennoch, wenn abgenutzte Stellen im Parkettboden sichtbar werden:

  • Leicht nach oben gewölbte Dellen: betroffene Abschnitte satt anfeuchten, da die Holzfasern anschließend aufquellen; anschließend feuchtes Tuch auflegen und vorsichtig mit einem heißen Bügeleisen in die Oberfläche eindrücken;
  • Mikrorisse und kleine Löcher: Holzpaste in gleicher Farbe auftragen, fest eindrücken und mit einer passenden Oberflächenvergütung behandeln;
  • Kleinflächige Kratzer: Falls es durch Wegpolieren nicht funktioniert, die Stelle mit dünnflüssigem Reparaturwachs auffüllen und mit einem geeigneten Versiegelungslack verschließen.

Parkettboden pflegen und reinigen reicht allein auf Dauer nicht

Die Länge der Lebensdauer von Parkettfußböden steht oder fällt mit der Art ihrer Behandlung.

Wer seinen Boden schont und beispielsweise statt Straßenschuhe (die vielfach ungeliebten) Filzpantoffeln nutzt, hat ganz sicher ein paar Jahre länger Freude am Parkett.

Und: Schmutz vermeiden war bei Naturholzböden schon immer besser, als ihn zu entfernen, denn schon kleinste Steinchen oder grober Straßenschmutz bewirken ziemlich schnell sehr hässliche Kratzer. Weiterhin empfehlen wir Ihnen:

  • Verwenden Sie großzügig bemessene Schmutzfänger vor der Wohnungs- bzw. Haustür, damit Dreck von vornherein draußen bleibt.
  • Weiche Laufrollen für Drehstühle oder Rollcontainer sind pfleglicher zum Parkett – rüsten Sie einfach um.
  • Schwarze Schuhsohlen und Pfennigabsätze sollte auch Ihr Besuch vermeiden, da sie nachhaltige Spuren hinterlassen.
  • Parkett hat eine Wohlfühltemperatur von 20°C und mag eine Luftfeuchtigkeit von 60 bis 65 Prozent. Wenn im Winter die Raumluft wesentlich trockener ist, helfen Luftbefeuchter, damit sich das Holz nicht zusammenzieht.
  • Verwenden Sie selbst bei groben Verschmutzungen niemals einen Dampfreiniger, da sich ansonsten die Verleimung löst und das Holz aufquillt.
  • Rüsten Sie Möbel, die auf dem Parkett stehen, mit Filz- oder Teflon-Gleitern nach.

Ziemlich beste Freunde waren Holz und Wasser noch nie. Parkett pflegen und reinigen geht auch mit nur wenig Wasser. Für den Fall, dass ein Hund mit in der Wohnung lebt: Gegen Kratzspuren auf dem Parkett hilft keine Hausratversicherung, sondern nur gute Erziehung oder eine hochwertige Hundedecke aus Noppengewebe. fred Startseite » Renovieren » Fußboden » Parkett

Источник: https://www.hausjournal.net/parkett-pflegen-und-reinigen

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