Preiswert gebaut: Viel Haus fürs Geld

Günstig bauen: Die 11 besten Tipps, um beim Hausbau zu sparen

Preiswert gebaut: Viel Haus fürs Geld

Günstig zu bauen ist heutzutage gar nicht mehr so leicht, denn die Baukosten sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Damit der Hausbau nicht zum teuren Albtraum mutiert, weil die Kosten aus dem Ruder laufen und am Ende das Budget übersteigen, sollten Bauherren einige Dinge beachten. Mit diesen elf Tipps könnt ihr beim Hausbau viel Geld sparen.

1. Ein kleineres Grundstück wählen

Wer besonders aufs Geld achten muss, kann über die Wahl eines kleineren Grundstücks einiges an Kosten einsparen. Vor allem in Gegenden, in denen die Grundstückspreise sehr hoch sind, lassen sich so die gesamten Baukosten deutlich reduzieren.

Ein kleineres Grundstück spart auch Geld für die Außenanlagen, außerdem lässt sich dort eventuell auch nur eine geringere Wohnfläche realisieren, weil damit auch die im Bebauungsplan angegebene maximal bebaubare Grundstücksfläche kleiner ausfällt. Das bringt weitere Kosteneinsparungen mit sich. Auch auf weniger Quadratmetern lässt sich bei der Wahl des optimalen Grundrisses eine hohe Wohnqualität erzielen.

2. Grundstück pachten statt kaufen

Bauland müsst ihr nicht unbedingt kaufen. Kirchen und Gemeinden bieten oft die Möglichkeit, Grund und Boden für eine festgelegte Gebühr über Jahrzehnte hinweg zu pachten. Alle weiteren ausführlichen Informationen zur so genannten „Erbpacht“ lest ihr in folgendem Ratgeber:

3. Doppelhaus oder Reihenhaus statt Einfamilienhaus bauen

Günstiger wird es auch, wenn ihr euch für ein Doppelhaus oder Reihenhaus entscheidet. Einfamilienhäuser sind nämlich pro Quadratmeter Wohnfläche am teuersten, weil bei geringer Quadratmeterzahl eine große Außenwandfläche errichtet werden muss.

Bei Reihenhäusern hingegen fallen (außer bei den beiden Endhäusern) jeweils zwei Außenwände weg und werden durch eine deutlich kostengünstigere Trennwand ersetzt. Das gleiche gilt für ein Doppelhaus. Damit lässt sich das Eigenheim auch auf einem noch kleineren Grundstück realisieren.

Eine Doppelhaushälfte ist günstiger als ein freistehendes Einfamilienhaus. © Getty Images/iStockphoto

4. Auf den Keller verzichten

Wenn ihr nicht unbedingt ein voll unterkellertes Haus mit Waschküche, Hobbyraum und Fläche für die Heizungsanlage benötigt, könnt ihr durch den Verzicht auf einen Keller einen fünfstelligen Betrag sparen. Die Kosten für einen Keller unter einem Einfamilienhaus liegen laut einer Studie des Instituts für Bauforschung bei etwa 24.000 Euro. Noch teurer ist eine weiße Wanne oder ein Fertigkeller.

Allerdings müsst ihr dabei berücksichtigen, dass die Haustechnik anderweitig untergebracht werden muss und Abstellräume entfallen. Dafür muss entweder ein Teil der Wohnfläche geopfert werden – oder die Grundfläche des Hauses muss großzügiger geplant werden.

5. Eine einfache Dachform wählen

Wer nicht allzu wählerisch ist und sich für einen einfachen Dachtyp wie ein Satteldach oder Flachdach entscheidet, kann etwa 15.000 Euro sparen.

Jede Dachgaube verteuert die Dachkonstruktion. Sparsamer lässt sich das Dachgeschoss mit Dachfenstern belichten. Allerdings bringen diese keinen Raumgewinn.

6. Nicht mehr Wohnfläche als nötig bauen

Große Räume sind toll, kosten aber leider Geld. Wenn ihr die Kosten im Blick behalten wollt, hilft nur eines: Fläche sparen. Jeder extra Quadratmeter kostet euch im Schnitt 1.800 Euro.

Überlegt nochmal genau, wo ihr mehr unbedingt Platz braucht und wo ein paar Extra-Quadratmeter nur „nice-to-have“ wären.

Auch durch große Fenster und einen offen geplanten Wohn-, Küchen- und Essraum erzeugt ihr Größe, auch wenn sie optischer Natur ist.

Vielleicht kommt für euch ja sogar ein Tiny House oder ein Minihaus in Frage?

7. Geschickte Grundrissplanung

Die einfachsten, das heißt quaderförmigen Hausformen, sind auch die günstigsten. Jeder Vorsprung wie beispielsweise ein Erker, erhöht durch die größere Oberfläche die Baukosten. Und später auch die Betriebskosten.

Wenn ihr Bäder übereinander anordnet, spart dies aufwändige Installationskosten, da weniger Leitungen im Haus verlegt werden müssen. Durch die clevere Planung der Flure könnt ihr einige Quadratmeter bei den Zimmern herausholen. Plant wenige große statt viele kleine Räume und vermeidet nicht nutzbare Verkehrsflächen wie lange Flure und große Galerien.

Auch beim Balkon könnt ihr sparen: Freitragende Konstruktionen sind immer teurer als Balkone auf Ständern.

8. Auf den Schornstein verzichten

Wer auf eine moderne Öl- oder Gasheizung mit Brennwerttechnik setzt, eine Wärmepumpe nutzt oder ans Fernwärmenetz angeschlossen ist, der benötigt keinen Schornstein und spart so 3.000 bis 5.000 Euro. Das gleiche gilt, wenn ihr die Heizungsanlage unterm Dach installieren lasst. Ohne Schornstein könnt ihr dann allerdings später keine Pelletheizung und auch keinen Kachelofen installieren.

9. Auf Extras verzichten

Wenn das individuell geplante Architektenhaus den finanziellen Rahmen sprengt, das auf die eigenen Wünsche zugeschnittene Musterhaus aber auch zu teuer wird, dann helfen Abstriche bei der individuellen Gestaltung, die Kosten zu senken. Jedes Extra, das vom Musterhaus abweicht, verursacht bei Fertighausangeboten zusätzliche Kosten.

10. Eigenleistung einsetzen

Durch Eigenleistungen könnt ihr mehrere zehntausend Euro sparen. Ihr könnt beispielsweise ein Bausatzhaus oder Ausbauhaus wählen. Allerdings solltet ihr eure mögliche „Muskelhypothek“ nicht überschätzen. Wenn ihr selbst Hand anlegt, kann sich unter Umständen die Bauzeit verlängern, was die Kosten wiederum in die Höhe treibt.

Einfache Tätigkeiten wie etwa das Streichen der Wände oder das Verlegen von Teppichboden können Bauherren aber durchaus selbst durchführen, um Kosten zu sparen.

11. Förderung in Anspruch nehmen

Für den Bau eines Eigenheims gibt es auch Fördermöglichkeiten. Ihr habt Kinder? Dann könnt ihr das Baukindergeld in Anspruch nehmen und erhaltet 12.000 Euro Zuschuss pro Kind. Die gute Nachricht: Das Baukindergeld soll nun nicht wie geplant zum 31. Dezember 2020 auslaufen, sondern kann noch bis zum 31. März 2021 beantragt werden.

Außerdem gibt es über die KfW weitere Zuschüsse vom Staat sowie regionale Fördermittel der einzelnen Bundesländer. Mehr dazu hier:

Hier solltet ihr beim Hausbau nicht sparen

Es gibt einige Punkte, bei denen ihr auch bei knappem Budget auf keinen Fall beim Hausbau sparen solltet. Dazu gehören Wärmedämmung und Heizung. In Zeiten steigender Energiekosten sollte euer neues Haus auf keinen Fall eine Energieschleuder sein.

Nicht viel besser als ganz einsparen ist es, das billigste Material zu nehmen. Oft stimmt dann die Qualität nicht. Investiert besser in qualitativ hochwertiges Baumaterial und haltet dabei nach günstigen Preisen Ausschau. Manchmal tut es wie beispielsweise bei glasierten Dachziegeln auch B-Ware mit kleinen Schönheitsmängeln.

Auch bei der Auswahl von Handwerkern rächt es sich oft, das billigste Angebot zu nehmen. Ausführung und Qualität der Arbeiten sind dann oft mangelhaft.

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Zudem solltet ihr euch einen Baugutachter, der den Bau begleitet, nicht sparen, auch wenn dieser nicht ganz billig ist. Unentdeckter Pfusch am Bau ist aber deutlich teurer.

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Und wenn ihr kein Fertighaus baut, solltet ihr bei der Planung eures Eigenheims keinesfalls an einem Architekten sparen. Hier entstehen oft Fehler, die im Nachhinein teuer werden können.

Die Annahme, dass ein Einbeziehen von Architekten den Hausbau unangemessen verteuert, ist falsch: Oft haben Architekten viele Erfahrungen mit Einfamilienhäusern und können euch vor folgenschweren Fehlern bewahren.

Unser abschließender Hinweis: Ein Fertighaus kann für euch günstiger sein als ein Architektenhaus. Schaut doch mal, welche Einsteigerhäuser 2020 den Deutschen Traumhauspreis gewonnen haben. Als Inspirationen dienen diese wunderschönen Häuser euch ganz bestimmt:

Источник: https://wohnglueck.de/artikel/guenstig-bauen-spartipps-hausbau-48001

10 Tipps zum preiswerten Bauen

Preiswert gebaut: Viel Haus fürs Geld
Ausbauhaus „Sonneninselhaus Plan 410.51 von Schwörer Haus.

Bei limitierten finanziellen Mitteln für das Eigenheim sollten Baufamilien ihren Mindestplatz- und -komfortbedarf im Zuge der Planung sorgfältig definieren und im Bauprozess nicht mehr davon abweichen.

Disziplin ist bei der Umsetzung dieser Wünsche fundamental, um die Baukosten im Griff zu behalten: Was zunächst in Einzelpositionen nach „fast nichts“ aussieht, addiert sich schnell zu erklecklichen Mehrkosten. Das gilt für alle „Extras“, von denen erfahrungsgemäß viele im Bauprozess auftauchen.

Wenn bei einem festen Budget ein neuer Wunsch dazukommt, muss an einer anderen Stelle eben gestrichen werden. Es lohnt sich, vor Baubeginn die Planungsphase voll auszunutzen, um passende, preiswerte Alternativen bei Bauweise, Materialien und Ausstattungsgegenständen zu finden und von Beginn an in die Planung zu integrieren.

Abweichungen davon während des Bauprozesses sollte man vermeiden: Die kommen Bauherren in der Regel teu(r)er zu stehen!

Der Architekt

Entgegen einem landläufig immer wieder geäußerten Vorurteil kann die Beauftragung eines Architekten sehr wohl helfen, Geld einzusparen.

Denn der Architekt erarbeitet nach eingehendem Briefing einen maßgeschneiderten Entwurf für das spezielle Grundstück und die individuellen Anforderungen der Baufamilie. Der Fachmann kann den Bauherrn über Einsparpotenziale informieren und diese entsprechend in der Planung berücksichtigen.

Schon bei der Grundstückswahl kann der Architekt beraten.  Es empfiehlt sich, zur Beauftragung über die ausgehandelten Leistungen einen von beiden Seiten unterschriebenen Architektenvertrag zu schließen.

Ein Erfolgshonorar kann einen Anreiz darstellen, besondere Sparpotenziale bei den Baukosten zu finden. Den „richtigen“ Architekten finden Sie über Empfehlungen, ähnliche Referenzobjekte oder die  Bundesarchitektenkammer (www.bak.de).

Das Grundstück

Je nach Lage und Ausrichtung kann es die Höhe der Bau- und Unterhaltskosten stark beeinflussen. Hanglage und schwieriger Untergrund verteuern die Gründungsarbeiten. Andererseits kann bei einem Hanghaus die natürliche Dämmung der Außenhülle beim eingegrabenen Teil zur Reduzierung der Heizkosten genutzt werden.

Voraussetzung ist eine geschickte Fassadenausrichtung und -öffnung nach Süden. Allgemein sollte aus energetischen Gründen immer eine Orientierung der Hauptwohnräume nach Süden angestrebt werden. In Ballungsräumen, wo Grundstücke knapp und teuer sind, können Bauwillige nach ungewöhnlichen und so eventuell preiswerteren Bauplätzen Ausschau halten wie z.B.

  Baulücken oder zur Nachverdichtung geeigneten Hinterhöfen.

Der Baukörper

Eine kompakte Bauform mit möglichst wenig aufwendigen und kostenintensiven Details wie z.B. Erkern ist am wirtschaftlichsten zu realisieren und bestens für eine energieeinsparende Bauweise geeignet. Dasselbe gilt für die Dachform. Pult- und Satteldach kosten erheblich weniger als etwa  ein kompliziertes Krüppelwalmdach.

Die Bauweise

Das in Deutschland typische Stein auf Stein gemauerte Haus ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr.

Mit vorgefertigten, bereits mit Installationen ausgestatteten Gebäudeteilen kann ein Rohbau inklusive Dach bereits in wenigen Tagen erstellt werden, sodass direkt die Ausbauphase beginnen kann.

Durch die verkürzte Bauzeit lassen sich erhebliche Kosten sparen – etwa für die Miete der alten Wohnung. Fertigbauweisen gibt es aus Holz, aber auch aus massiven Baustoffen.

Der Grundriss

Eine Kombination von Wohn- und Essbereich mit  integrierter offener Küche ist nicht nur modern, sondern auch günstig. So werden Wände, Türen und Erschließungsflächen eingespart und es entsteht gleichzeitig auch bei weniger Fläche ein großzügiger Raumeindruck.

Schlafzimmer müssen nicht üppig dimensioniert sein. Optimal ist es, wenn die Räume im „Individualbereich“ dank guter Proportionen und richtig platzierter Fenster und Türen flexible Nutzungen zulassen.

Lange Sichtachsen und schöne Durchblicke lassen auch auf kleinen Grundflächen ein großzügiges Raumgefühl entstehen!

Foto: IVPU

Effizient und Nachhaltig

Das Geld, das Sie hier investieren, ist langfristig gut angelegt. Pflicht ist heute bereits eine sehr gute Dämmung der gesamten Haushülle, die zusammen mit einer effizienten Haustechnik für dauerhaft niedrige Energiekosten sorgt. Wer bei der Wahl von Baustoffen und Technik nicht nur auf den Preis schaut, sondern auch auf Nachhaltigkeitsaspekte wie z.B.

umweltschonende Erzeugung und Entsorgungsmöglichkeiten sowie gesundheitliche Unbedenklichkeit achtet, hat den Unterschied zwischen „billig“ und „preiswert“ verstanden und trägt damit zum langfristigen Werterhalt seines Hauses bei.

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Darüber hinaus bietet es sich an, modular zu denken: ist momentan kein Geld für eine Photovoltaikanlage vorhanden, können aber die Installationsleitungen für einen späteren Einbau bereits vorgesehen werden. Das ist kostengünstiger als eine spätere Nachrüstung.

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Oder Beispiel Fußbodenheizung: Statten Sie Ihr Haus mit einer solchen, energetisch vorteilhaften Flächenheizung aus, ist die spätere Umrüstung von einer – momentan vom Kosten-Nutzenverhältnis nach äußerst günstigen – Gas-Brennwertheizung auf ein rein regeneratives Heizsystem kein Problem.

Der Keller

Bevor etwas vom Haus zu sehen ist, werden oft bereits große Summen im Boden „versenkt“. Wer sparen möchte, sollte sich überlegen, ob wirklich der Bedarf besteht, die gesamte Grundfläche des Hauses unterirdisch als Stauraum und Technikzentrale zu nutzen. Eine Alternative kann z.B. eine Teilunterkellerung sein.

Eventuell lässt sich aber auch oberirdisch auf dem Grundstück mit einer erweiterten Garage günstiger Abstellraum schaffen, im Hausinneren im Zusammenhang mit der Haustechnik und sowieso mithilfe von klug angeordneten Einbauschränken.

Andererseits: Ein Keller kann nicht nachgerüstet werden und es gibt in Deutschland große regionale Unterschiede, was die Akzeptanz eines nicht unterkellerten Hauses angeht – mit direkter Auswirkung auf den Wiederverkaufswert. Häuser ohne Keller benötigen trotzdem Fundament und Bodenplatte.

Die Mehrkosten für einen Keller liegen im Vergleich dazu bei ca. 150 Euro pro Quadratmeter.

Die Eigenleistung

Mit der „Muskelhypothek” kann vor allem in der Ausbauphase viel Geld eingespart werden. Allerdings kommt das nur für handwerklich versierte Bauherren, die dazu die dafür nötige Zeit haben, in Betracht. Bei der Kostenplanung sollten Baufamilien ihr Zeitmanagement und ihre handwerklichen Fertigkeiten realistisch einschätzen.

Fußböden verlegen, tapezieren, streichen und die Realisierung von Außenanlagen  sind typische Gewerke für die „Selbsthilfe“. Bei vorhandener Geschicklichkeit sollte die Planung von vorne herein in Materialwahl und Ausführung auf einen hohen Anteil an Eigenleistung abgestimmt werden.

Zumindest Wände streichen können wahrscheinlich alle willigen Baufamilien – nach oben ist die Skala offen…

Das Bad

Aufgrund seiner hohen technischen Ausstattung ist das Badezimmer in der Regel einer der teuersten Räume im Haus. Ein Traumbad lässt sich aber auch preiswert realisieren. Dazu tragen geschickte Planung und eine sinnvolle Auswahl guter, aber günstiger Ausstattungsgegenstände bei.

Zum Beispiel kann man mithilfe bodengleicher Duschen die Grundfläche optimieren, da Bewegungsflächen mehrfach genutzt werden. Wenn Fliesen nur in den spritzwassergefährdeten Bereichen angebracht werden, ergibt sich ein interessantes Gestaltungselement und gleichzeitig eine Gelegenheit, Kosten zu sparen.

Wer im Bad Geld, aber nicht an Komfort und Ästhetik sparen möchte, sollte sich unbedingt von einem Fachmann beraten lassen.

Источник: https://www.hausbauhelden.de/news/10-tipps-zum-preiswerten-bauen/

Schlüsselfertige Häuser für unter 100.000 Euro

Preiswert gebaut: Viel Haus fürs Geld

Besonders interessant für Sparfüchse: Der Bauherr kann beim Fertighaus selbst entscheiden, welche Ausbaustufe für ihn infrage kommt. Je größer der Aufwand für den Bauherrn, desto niedriger fallen am Ende die Baukosten aus. Grob gibt es drei verschiedene Ausbaustufen:

Schlüsselfertiges Fertighaus

Beim schlüsselfertigen Haus hat der Bauherr am wenigsten Aufwand, aber auch die höchsten Kosten. Bei der Schlüsselübergabe könnte er direkt einziehen, alle notwendigen Ausbauarbeiten sind im Grunde schon erledigt – der Rohbau sowieso. Der Bauherr bestellt zum Festpreis und erhält einen fixen Fertigstellungstermin seines Eigenheims.

Schlüsselfertig ist keine geschützte Bezeichnung. In der Theorie ist schlüsselfertig gleich einzugsfertig. In der Praxis gibt es trotzdem oft noch etwas für den Bauherrn zu tun. Was zum schlüsselfertigen Zuhause gehört, legen Anbieter in der Regel selbst und individuell fest.

Beim Ausbauhaus, oft auch als Mitbauhaus bezeichnet, werden die Außenwände und das Dach vom Anbieter geliefert und aufgebaut. Es steht dann sozusagen ein wärmegedämmter und wasserdichter Rohbau. Den Innenausbau dagegen kann der Bauherr vollständig oder teilweise selbst übernehmen oder auch Handwerksunternehmen überlassen.

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Welche Arbeiten dabei vom Anbieter und welche vom Bauherrn erledigt werden, wird vorher im Bauvertrag geklärt.

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Je nach Fähigkeiten und Zeit kann der Bauherr beispielsweise das Ziehen der Innenwände, das Fliesen des Badezimmers oder die Streicharbeiten selbst erledigen, die Elektro- und Sanitärinstallation aber einem Experten übergeben.

Bausatzhaus

Beim Bausatzhaus können Bauherren fehlendes Kapital durch Eigenleistung kompensieren.

Allerdings kommt hier auf den Bauherrn auch der größte Aufwand zu, denn die einzelnen Elemente des Fertighauses werden vom Anbieter lediglich zur Baustelle geliefert. Der Bauherr muss also das gesamte Haus selbst auauen, außen und innen.

Diese Bauweise verlangt vom Häuslebauer nicht nur großes, handwerkliches Geschick und Know-how, sondern auch sehr viel Zeit. Das Sparpotenzial ist hier dafür auch ziemlich hoch.

Wer Handwerker beauftragt, bezahlt vor allem für ihr Know-how und ihre Zeit.

Das bedeutet im Umkehrschluss: Wer beim Hausbau die ein oder anderen Arbeiten selbst übernimmt, spart einen erheblichen Teil der Arbeitskosten ein und muss in diesem Bereich nur noch für die Materialkosten aufkommen. Vorausgesetzt, der Bauherr bringt das nötige Wissen, das handwerkliche Geschick und vor allem entsprechend Zeit mit.

Für Bauherrn klingt die Kostenersparnis durch Eigenleistung verlockend. Immerhin rückt der Traum vom Eigenheim trotz kleinem Budget immer näher. Allerdings bedeuten geringere Kosten gleichzeitig großen, vor allem zeitlichen, Aufwand für den Häuslebauer.

Nicht nur, weil die meisten Bauherren ihre Arbeiten auf der Baustelle in den Urlaub oder Feierabend verlegen müssen, sondern auch weil Laien nicht so schnell arbeiten wie routinierte Handwerker. Laut dem Verband Privater Bauherrn (VPB) schaffen sie nämlich in der gleichen Zeit nur höchstens zwei Drittel der Arbeit eines Fachmanns.

Für den Bauherrn bedeutet das, dass er mehrere Wochen oder Monate jede freie Minute auf der Baustelle verbringen wird.

Wasser, Heizung, Strom – lieber dem Fachmann überlassen

Für sparsame Bauherrn gilt, das eigene Können nicht zu überschätzen. Selbst wenn es genügend Arbeiten wie Streichen oder Boden verlegen gibt, die von Laien ohne besondere Vorkenntnisse übernommen werden können, gibt es auch Bereiche, die man lieber dem Fachmann überlassen sollte.

Zu schnell kommt es sonst zu groben Fehlern, die eine Bauverzögerung oder sogar finanziellen Schaden mit sich bringen können. Dazu gehören vor allem Arbeiten, die gewissen Bauvorschriften unterliegen oder bei unsachgemäßer Montage sogar gefährlich werden können.

Daher sollten auch beispielsweise die Heizungs-, Sanitär- und Elektroinstallation dem Experten überlassen werden.

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Selbst mit anpacken, viel Zeit investieren und den Auf- und Ausbau des Hauses ganz oder teilweise übernehmen – so können Bauherren die Baukosten für sein Eigenheim schon ordentlich senken. Aber es gibt noch mehr Möglichkeiten für Sparfüchse, den Quadratmeterpreis weiter zu drücken:

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Schon die Wahl des Grundstücks kann die Höhe der Baukosten beeinflussen. Ein schwieriger Untergrund kann die Gründungsarbeiten immens versteuern. Sogenannte bindige Böden sind demnach nicht so gut für den Hausbau geeignet – diese Böden haben einen hohen Lehm- und Tonanteil.

Unter hohem Druck können sich diese Böden mit der Zeit verformen, so dass sich das Haus auch noch lange nach der Fertigstellung absetzen kann. Optimaler sind sogenannte nichtbindige Böden. Sie bestehen zum Hauptteil aus Sand und Kies.

Wenn der Boden zudem noch fest gelagert ist, ist er der perfekte Baugrund.

Auch ein Grundstück mit Hanglage erschwert die Gründungsarbeiten und kann die Baukosten in die Höhe treiben.

Wer schon bei der Grundrissplanung mitdenkt, kann einiges an Baukosten einsparen und lässt selbst ein kleines Haus großzügig wirken. Wer sich zum Beispiel für einen offenen Wohn- und Essbereich inklusive Küche entscheidet, spart Wände, Türen und Erschließungsflächen ein. Gleichzeitig entsteht dadurch auf kleiner Fläche ein weiträumiger Gesamteindruck.

Keller gelten schon lange nicht mehr nur als Stau- und Vorratsraum. Immer häufiger gibt es im Keller auch einen Hobby- oder Werkstattraum, ein Spielzimmer für Kinder oder Platz für eine Sauna. Außerdem finden hier auch Waschküche und Technikraum genügend Platz.

Wer beim Hausbau aber auf einen Keller verzichtet, spart dafür ordentlich bei den Baukosten ein. Bei einer Grundfläche von 80 Quadratmetern müssen Häuslebauer nämlich laut den Experten des Instituts für Bauforschung in Hannover zwischen 14.

500 Euro und 34.000 Euro rechnen –. Bauherren sollten für ihre Entscheidung, ob mit oder ohne Keller, aber genau abwägen, ob die Kostenersparnis die Vorteile eines Kellers übertrifft, denn nachrüsten kann man einen Keller natürlich nicht mehr.

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Je aufwändiger der Dachauau wird und je komplexer die Dachform ausfällt, desto höher sind die Kosten.

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Für Sparfüchse gilt daher: keine Erker, keine Dachfenster und keine aufwendigen Dachformen, dazu eine Eindeckung mit den einfachsten Dachziegeln, dann bleibt der Preis so niedrig wie möglich.

Das Standardsatteldach und das Flachdach eignen sich unter den Dachformen daher am besten, wenn der gesamte Hausbau ein Budget von 100.000 Euro nicht überschreiten sollte.

Außerdem können Bauherren noch etwas sparen, wenn sie bei der Dacheindeckung statt auf klassische Dachziegel aus Ton oder Lehm auf Betondachsteine zurückgreifen.

Die Elektroinstallation schlägt bei einem Neubau ordentlich zu Buche. Je nach Ausstattung sollten Bauherren dafür zwischen drei und knapp fünf Prozent der gesamten Baukosten einkalkulieren. Sparsame Häuslebauer sollten daher auf kostenintensive Luxusausstattung wie Dimmer, Spotlight und übermäßig viele Steckdosen verzichten.

Und auch wenn Smart Home bequem ist: bei Regen automatisch schließende Fenster und die Steuerung der Heizung per Smartphone ist eine nette Spielerei, kann aber, wenn es um Kostenersparnis geht, als Erstes weg. Außerdem können Bauherren eine bessere Elektroausstattung für die Zukunft planen und beim Hausbau bereits Installationsrohre verlegen lassen.

Somit ist ein Nachrüsten einige Jahre später problemlos möglich.

Einer der teuersten Räume im Haus ist das Bad – schon allein wegen der hohen technischen Ausstattung. Wer günstig bauen möchte, sollte daher bei der Hausplanung auf diesen Raum ein besonderes Augenmerk legen.

Geld kann zum Beispiel gespart werden, wenn Fliesen nur in den spritzwassergefährdeten Bereichen angebracht werden. Auch bei der Ausstattung sollte man darauf achten, gute, aber günstige Sanitäranlagen zu wählen.

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Kleine Bäder mit bodengleichen Duschen sind wesentlich günstiger als überdimensionierte Wellnessoasen mit freistehender Badewanne und Doppelwaschbecken.

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Je nach Heizungsart fallen die Bedingungen an die Immobilie unterschiedlich aus. Bauherrn sollten daher genau analysieren, welche Heizung für das neue Eigenheim infrage kommt und was dafür beim Hausbau beachtet werden muss.

Für eine Ölheizung ist beispielsweise ein Tank notwendig, für eine Pelletheizung braucht es genügend Lagerplatz für Holzpellet. Wer ohnehin schon klein, womöglich sogar ohne Keller baut, könnte schnell ein Platzproblem bekommen.

Eine Gasheizung dagegen verlangt einen Anschluss ans Gasnetz und wer sich auf Solarthermie verlassen möchte, kann das nur, wenn die Solaranlage auf dem Dach ausreichend viel Sonne abbekommt.

Bauherren sollten daher gut kalkulieren und einen Kostenplan erstellen, mit welcher Heizungsart sie beim Hausbau und auch beim späteren Betrieb am meisten Kosten sparen können.

Bauherrn, die erstmal auf eine Garage verzichten können oder sich vorerst für eine einfache, kostengünstige Variante entscheiden, sparen beim Hausbau mehrere tausend Euro ein. Eine gemauerte Garage mit Satteldach kommt nämlich bereits auf rund 16.000 Euro oder sogar mehr. Eine einfache Fertiggarage gibt es dagegen schon für 4.

000 Euro, einen günstigen Carport können Häuslebauer sogar für nur 1.000 Euro als Bausatz beim Baumarkt bekommen. Bauherren, die vorerst Garagenkosten einsparen möchten, einen Bau aber definitiv für die Zukunft planen, sollten das schon bei der Hausplanung berücksichtigen.

Womöglich kommt der Planung sonst später die Abstandsflächenregelung oder der Bebauungsplan in die Quere.

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Natürlich soll das neugebaute Eigenheim in keinem Erdloch stehen, aber die Gestaltung des Gartens und der Terrasse kann durchaus bis zum nächsten Frühling warten. Das spart während des Hausbaus nicht nur Kosten, sondern schont auch die Nerven des Bauherrn. Immerhin reicht es oft nicht aus, auf dem Acker vor dem Neubau etwas Rasensamen zu streuen.

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In vielen Fällen muss der Boden erst entsprechend bearbeitet, abgetragen oder aufgeschüttet werden, damit darauf nicht nur Unkraut wächst, sondern Rasen und Gartenpflanzen überhaupt wachsen können. Außerdem haben Bauherren für die Außenanlagen viel mehr Zeit und ein besseres Vorstellungsvermögen bei der Planung, wenn das Eigenheim erst mal steht.

Häuslebauer, die sich mit einem gleichgesinnten Bauherrn zusammentun, sparen in der Regel deutlich bei den Baukosten. Zwar ist ein Doppelhaus im Gesamten teurer als ein Einfamilienhaus, aber gleichzeitig auch wieder günstiger als zwei Einfamilienhäuser.

Beispielsweise muss der Bagger für den Erdaushub nur einmal anrücken, die gemeinsame Wand zwischen beiden Haushälften spart Baumaterial und Arbeitszeit und später Heizkosten ein und da beide Hälften in der Regel spiegelverkehrt aufgebaut werden, sind nicht zwei einzelne Baupläne notwendig. Besonders günstig wird es für Häuslebauer, wenn sie sich für ein Fertig-Doppelhaus entscheiden – dann fällt nicht nur der Quadratmeterpreis günstiger aus, sondern es ist durch die modulartigen Bauelemente oft trotzdem eine individuelle Gestaltung möglich.

Ein Architektenhaus ist pauschal nicht unbedingt teurer als ein Fertighaus. Denn der Architekt kann auf die Wünsche der Bauherren eingehen, Einsparpotenziale aufzeigen und dann einen maßgeschneiderten Entwurf für das individuelle Grundstück anfertigen.

Für den Architekten Helmut Lorenz aus dem nordrhein-westfälischen Roetgen ist ein 100.

000-Euro-Haus durchaus realisierbar – allerdings nur unter bestimmten Bedingungen: „Das Haus muss möglichst klein bleiben und am besten nur für zwei bis drei Personen gebaut werden.

Für eine vierköpfige Familie, in der jeder sein eigenes Zimmer haben soll, ist ein so günstiger Hausbau allein aufgrund der Größe nahezu unrealistisch.“

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Außerdem hilft es dem Bauherrn, wenn er bereits gute Kontakte zu Handwerkern hat. „Wenn die Leute sich kennen, dann kommen sie einem preislich eher entgegen. Der Bauherr muss aber schon auch selbst ordentlich mitarbeiten und bei der Planung auf sehr vieles verzichten – gebaut wird dann vor allem mit günstigen Materialien wie Blähbeton oder Pressspanplatten.

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“ Die Kosten für Baumaterialien fallen nämlich je nach Region sehr unterschiedlich aus. Mancherorts ist einen Hausbau bis 100.000 Euro sogar unmöglich, weil selbst günstige Baustoffe verhältnismäßig viel kosten. „Für so einen Preis ein Haus im Münchner Raum zu bauen halte ich für sehr unwahrscheinlich.


Besonders interessant ist für sparsame Bauherrn die Zusammenarbeit mit einem Architekten dann, wenn sie lediglich die Hausplanung dem Experten überlassen, den Hausbau aber größtenteils in die eigene Hand nehmen. Der Architekt leitet dann bei Wunsch trotzdem an und steht dem Bauherrn als Berater zu Seite.

Helmut Lorenz rät aber auch: „Bei Heizung und Elektroinstallation sollten Bauherrn ohne entsprechendes Wissen nicht sparen – allein wegen der Haftung und der Sicherheit ist es besser, das dem Fachmann zu überlassen.“

Allerdings sollten Bauherren bei der Kostenkalkulation das Architektenhonorar nicht vergessen. Dafür müssen bei einem 100.000-Euro-Haus in der Regel zwischen 10.000 und 15.000 Euro eingerechnet werden.

Ein Haus bis 100.000 Euro zu bauen bedeutet für den Bauherrn vor allem eines: Genügsamkeit. Das Haus muss klein bleiben, Sonderwünsche bei der Raumaufteilung und der Ausstattung sind tabu und bei der Auswahl des Fertighauses muss der Bauherr das nehmen, was als Standard angeboten wird. Alles, was in irgendeiner Form Mehrkosten verursacht, fällt bei der Hausplanung flach.

Außerdem ist ein solches Extremsparhaus nur dann realisierbar, wenn der Hausherr selbst eine Menge Zeit und Schweiß investiert und möglichst viele Handwerkerarbeiten übernimmt. Wer zu all diesen Kompromissen bereit ist und entsprechend Zeit in sein Eigenheim stecken will und kann, der könnte seinen Plan vom Haus bis 100.

000 Euro wirklich in die Tat umsetzen und auch für wenig Geld ein schickes Eigenheim bekommen.

Bauherrn dürfen aber neben den reinen Baukosten auch die Ausgaben nicht vergessen, die einem Hausbau zwangsläufig vorausgehen und folgen, wie: Grundstückskauf, Grunderwerbssteuer, Notarkosten, Bauherrenhaftpflichtversicherung, Abtransport von Erdreich, Kosten für Baustrom und Bautrockner und vieles weitere.

Judith Müller

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Bungalow, Stadtvilla oder Schwedenhaus – finden Sie den Haustyp Ihrer Träume. Sie haben die Wahl.

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Ein paar Informationen über Ihr Wunschhaus sowie Ihre Kontaktdaten – schon ist die Anfrage fertig.

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Источник: https://www.bauen.de/haus-bis-100000-euro.html

So können Sie günstig ein Haus bauen

Preiswert gebaut: Viel Haus fürs Geld

In Deutschland hat ein neu gebautes Eigenheim durchschnittlich 150 qm Wohnfläche bei 850 qm Grundstücksfläche und kostet insgesamt 320.000 €. Dieser Gesamtpreis für einen Hausbau setzt sich zusammen aus

Anhand der Lage des Grundstücks, der Wohnfläche, der Qualität der Baumaterialien und der Ausstattung der Inneneinrichtung können Sie selbst bestimmen, wie hoch die Gesamtkosten letztendlich sind und wie Sie Ihr Haus preiswert bauen. Wirtschaften Sie geschickt und legen beim Innenausbau vielleicht sogar selbst Hand an, ist es auch möglich, die Hausbaukosten zu senken und ein kleines Haus günstig für um die 200.000 € zu bauen.

Wie kann ich ein Haus günstig bauen?

Auf die Frage, wo kann man beim Hausbau sparen, gibt es eine generelle Antwort: Je kleiner das Haus, desto geringer die Kosten. Günstige Häuser haben häufig eine Wohnfläche von 80 bis 120 qm. Sowohl beim Grundstückskauf, beim Rohbau als auch beim Innenausbau ist jeder gesparte Quadratmeter Fläche bares Geld.

Außerdem sparen Sie mit offenen Räumen Wandfläche und Türen ein, mit einem klaren Grundriss und schnörkellosem Design vermeiden Sie schwierig nutzbare Bodenfläche. Zusammengefasst können Sie bei neun Kostenfaktoren sparen.

Im Folgenden beleuchten wir diese entscheidenden Kostenfaktoren und geben Ihnen Tipps, damit Sie Ihr Haus preiswert bauen können.

Kostenfaktor 1: Mit der richtigen Bauweise günstig bauen

Sie können für Ihr Haus eine günstige Bauweise wählen. Je nach dem, für welchen Haustypen Sie sich entscheiden, kommen sehr unterschiedliche Ausgaben auf Sie zu. Beispielsweise können Sie Ihr Haus von einem Architekten individuell gestalten lassen oder sich für ein Fertigbauhaus entscheiden. Beide Vorgehensweisen haben ihre Vorteile.

Auch wenn ein Architekt erstmal Honorarkosten verursacht, kann er Ihnen Spartipps für den Hausbau geben.

Zum Beispiel kann er für Sie in Preisverhandlungen die Erschließungskosten für Wasser, Gas und Telefon drücken.

Außerdem ist ein Architekt erfahren, was die notwendigen Behördengänge und den Umgang mit den Handwerkern angeht. Einen geeigneten Architekten finden Sie über die Bundesarchitektenkammer.

Entscheiden Sie sich für ein Fertigbauhaus, können Sie sich an einen Bauherrenberater wenden, der Ihnen ein Musterhaus zeigen und Sie bei der Planung des Eigenheims unterstützen wird.

Mit der Fertighausbauweise können Sie sowohl Zeit als auch Geld sparen, denn es werden industriell vorgefertigte Bauelemente in wenigen Tagen zusammengesetzt.

Zudem wird im Bauvertrag anders als beim Architektenhaus ein Fertigstellungstermin vereinbart, der Ihnen Planungssicherheit gibt – Sie wissen genau, wann Sie aus Ihrer bisherigen Mietwohnung ausziehen können und müssen nicht unnötig lange mit der Kündigung warten.

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Es rentiert sich, hier ein wenig zu recherchieren, denn Fertigbauhäuser sind attraktiver als ihr Image. Neben Fertigelementen aus Beton gibt es auch Holzfertigbauhäuser aus Naturmaterialien.

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In jedem Falle sollten Sie sich eine Obergrenze für die Bruttokosten setzen, die Sie höchstens investieren wollen, um sich Entscheidungen leichter zu machen. 10 bis 20 % des Kapitals sollten Sie als stille Reserve zurücklegen, um unvorhersehbare Kosten für den Hausbau abfedern zu können.

Kostenfaktor 2: Handwerker selbst beauftragen hilft beim Sparen

Sie können wählen, ob Sie einen Generalbauunternehmer einsetzen oder mehrere Einzelunternehmen beauftragen. Bei einem Generalbauunternehmen bekommen Sie alle Leistungen aus einer Hand und müssen die einzelnen Handwerker terminlich nicht aufeinander abstimmen. Das übernimmt das Unternehmen für Sie. Das spart Bauzeit und somit auch Geld.

Haben Sie genügend Zeit, können Sie auch alle Gewerke selbstständig einzeln anfragen und beauftragen.

Damit haben Sie den Vorteil, dass Sie für jede Handwerksleistung Angebote einholen und das preiswerteste Unternehmen beauftragen können. Auch lässt sich so besser verhandeln und jeweils der beste Preis herausholen.

Das spart in der Summe einiges Geld. Beachten Sie jedoch, dass diese Vorgehensweise sehr viel Aufwand bedeutet.

Egal ob Sie ein Generalbauunternehmen oder einzelne Handwerksbetriebe engagieren, holen Sie auf alle Fälle für alle Leistungen Vergleichsangebote ein. Damit stellen Sie sicher, dass sie auch eine preiswerte Leistung erhalten.

Kostenfaktor 3: Das richtige Grundstück macht den Hausbau günstiger

Bei der Auswahl des Grundstückes sollten Sie sehr sorgfältig sein, denn hier können Sie natürlich später nicht nachjustieren. Schnäppchen lassen sich machen, wenn Sie etwa Lücken zwischen bereits bestehenden Häusern auffüllen oder bei Verdichtungsmaßnahmen Hinterhofgrundstücke ergattern können.

Beachten Sie die Gegebenheiten des Grundstücks: Ist der Untergrund gut zu bebauen oder wird er Probleme bereiten? Hat das Grundstück Hanglage? Derlei Eigenschaften können die Baukosten in die Höhe schnellen lassen. Bereits hier können Sie einen Architekten beratend hinzuziehen.

Denn auch ein Grundstück mit Hanglage kann beispielsweise günstig für die Wärmedämmung des Hauses sein und langfristig Kosten sparen.

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Ist Ihnen der Kauf eines Grundstücks zu teuer oder findet sich kein geeignetes Objekt, ist auch die sogenannte Erbpacht eine Option.

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Hier erhalten Sie für einen meist recht langen Zeitraum von üblicherweise 50 bis 99 Jahren das Nutzungsecht für ein Grundstück und können dort Ihr Haus bauen.

Grundstückseigentümer sind meist Kommunen, Kirchen oder Stiftungen, die Grundstücke für angemessene Preise zur Verfügung stellen. Informieren Sie sich bei Ihrer Kommune, welche Konditionen in Ihrem Wohnort üblich sind und berechnen Sie, ob diese Variante günstiger ist.

Kostenfaktor 4: Grundriss und Konstruktion

Wenn Sie sich frühzeitig über den Grundriss und die Konstruktion Ihres Hauses Gedanken machen, können Sie besonders hier schon Geld sparen. Eine durchdachte Anordnung der Zimmer sowie die Wahl einer günstigen Dachkonstruktion zahlen sich aus.

Je kleiner das Haus, desto günstiger ist es. Mit dieser groben Richtlinie können Sie kalkulieren: Jeder Quadratmeter Grundriss kostet zwischen 1.000 und 1.500 €.

Breite Flure und ein großzügiger Eingangsbereich sind Wohnraum mit wenig Nutzwert und benötigen dennoch Energie zum Heizen.

Eine kompakte Bauweise spart zudem Geld – Erker und Dachgauben sind immer ein bautechnischer Mehraufwand und kosten entsprechend mehr.

Zunächst müssen Sie sich überlegen, ob Ihnen ein Stockwerk ausreicht, oder Sie lieber in die Höhe bauen wollen. Bei einem einstöckigen Bungalow sparen Sie Kosten für Erschließungsflächen wie Treppen. Eine offene Gestaltung der Räume wie eine zum Wohnzimmer offene Küche lässt auch kleine Zimmer großzügig wirken und spart Materialien für Wände und Türen.

Planen Sie Ihren Grundriss durchdacht, können Sie weitere Materialien sparen: Wenn Sie die Badezimmer in einem mehrstöckigen Haus übereinanderlegen, können Sie für mehrere Räume einen Versorgungsstrang aus Wasser- und Stromleitungen nutzen. Das zahlt sich aus, denn die Bäder sind aufgrund der vielfältigen Anschlüsse die mit Abstand teuersten Zimmer in einem Haus.

Standarddachformen wie ein Pult- oder Satteldach sind einfacher und somit günstiger zu bauen als extravagante Dachformen. Auch hier gilt: Erker oder verwinkelte Elemente sind teurer als klare Formen.

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Zudem ist hier die Wahl des Materials essentiell: Dachsteine aus Beton kosten nur um die 18 € pro qm, Faserzementplatten zwischen 30 € und 50 €, klassische Dachziegel 25 € bis 50 €. Naturmaterialien wie Schiefer und Reet sowie Metalldächer aus Kupfer schlagen jedoch mit zwischen 90 € und 100 € pro qm sehr stark zu Buche.

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Ein Flachdach könnte auch eine Überlegung wert sein, vor allem wenn Sie ein kleines Grundstück besitzen. Dann ist eine Dachterrasse eine attraktive und kostengünstige Variante.

Kostenfaktor 5: Auswahl der Baumaterialien

Auch bei der Auswahl der Baumaterialien können Sie mit ein wenig Kreativität und der Auswahl ungewöhnlicher Materialien sehr preiswert fahren.

Auch hier gilt: Je individueller Sie Ihr Haus gestalten, desto teurer wird es. Betonfertigteile sind viel günstiger als eine massiv aus Ziegeln gemauerte Wand.

Einheitsfenster und -türen werden Sie auch preiswerter bekommen als eine Zusammenstellung aus verschiedenen Größen und Formaten.

Und je nachdem wie geräuschempfindlich Sie sind, können Sie auch überlegen, Wände und Türen aus Sperrholz zu verwenden – lackiert oder tapeziert ist der Unterschied zu massiven Türen kaum sichtbar.

Verzichten Sie jedoch bewusst auf störanfällige Elemente wie Fernsteuerungen für Lichtanlagen und Rollos. Diese sind zwar komfortabel, aber sowohl in Anschaffung als auch Wartung sehr viel teurer als klassische Konstruktionen.

Kostenfaktor 6: Preiswert ein Haus bauen ohne Keller

Keller sind teuer, durchschnittlich ist mit Mehrkosten von mindestens 150 € pro qm im Vergleich zu Häusern ohne Keller zu rechnen. Zudem erhöht sich die Bauzeit erheblich. Allerdings ist der Wiederverkaufswert von unterkellerten Immobilien stabiler.

Machen Sie sich im Vorfeld Gedanken darüber, wofür Sie den Keller nutzen wollen. Benötigen Sie hauptsächlich Stauraum, kann eine größere Garage sinnvoll sein. Haustechnik kann auch unter Treppen oder in Einbauschränken verschwinden – frisst jedoch wieder Wohnfläche.

Bei kleinen Grundstücken, auf die keine Garage passt, kann eine Teilunterkellerung eine platzsparende Lösung sein – sie ist günstiger als ein ganzer Keller, bietet aber Stauraum für alle notwendigen Installationen und Gerätschaften.

Kostenfaktor 7: Sparen beim Hausbau mit hoher Energieeffizienz

Sparen Sie nicht an der Wärmedämmung oder der Heizungsanlage, das rentiert sich auf lange Sicht nicht. Hier sehen Sie schnell den Unterschied zwischen billig und preiswert und sollten lieber auf Qualität setzen, um den Werterhalt Ihres Eigenheims zu sichern. Energieeffizientes Bauen ist langfristig günstiger, auch wenn der Preis zunächst hoch erscheint.

Zudem fördert die Kreditanstalt für Wiederauau (KfW) energieeffizientes Bauen auch im Eigenheimbereich. So zum Beispiel bei der Stromerzeugung mit Photovoltaik oder der Nutzung einer Wärmepumpe. Sie können eine KfW-Förderung beim Hausbau von bis zu 100.000 € erhalten.

Kostenfaktor 8: Sparen durch Eigenleistung

Sind Sie handwerklich begabt und können einen Teil des Hauses selbst bauen? Dann können Sie mit der sogenannten „Muskelhypothek“ mindestens beim Innenausbau Ihres Hauses bares Geld sparen – durchschnittlich etwa 10 % der Gesamtkosten.

Denn wer selbst Maler- oder Tapezierarbeiten übernimmt oder gar Böden oder Fliesen verlegen kann, spart sich Handwerkerkosten. Auch bei Aufgaben, die Sie sich selbst nicht zutrauen, können Sie sparen, indem Sie die Materialien selbst besorgen.

So können Sie preiswerte Online-Angebote oder Restposten nutzen.

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Doch schätzen Sie Ihre Fähigkeiten als Heimwerker realistisch ein. Werden Sie mit dem Bauabschnitt nicht rechtzeitig fertig, gibt es eine Verzögerung im Gesamtablauf – und das kostet wiederum Geld. Zudem gilt: Elektro-, Sanitär- und Dacharbeiten sollten Sie immer vom Profi ausführen lassen.

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Auch sollten Sie sicherstellen, dass Aufgabenbereiche streng getrennt sind. Sollten nach Fertigstellung Baumängel oder Schäden auftreten, haften Handwerksunternehmen nur, wenn sie die Aufgabe selbst ausgeführt haben.

Kostenfaktor 9: Günstige Finanzierung für Ihr Haus finden

Sehr hilfreich beim Vorhaben, Ihr Haus möglichst günstig zu bauen ist die Wahl der richtigen Baufinanzierung. Mit der an Ihre Bedürfnisse angepassten Finanzierung lassen sich mehrere tausend Euro sparen. Einen Überblick über die aktuellen Angebote erhalten Sie in unserem Baufinanzierung Vergleich.

Möglich ist auch eine Baufinanzierung ohne Eigenkapital. Aber mit einem Eigenkapitalanteil von 30 – 35 % erhalten Sie deutlich bessere Angebote für Ihren Hauskredit.

Источник: https://www.vergleich.de/haus-guenstig-bauen.html

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