Raum für Generationen: Am Elternhaus angebaut

Ein Garten im harmonischen Familienverbund

Raum für Generationen: Am Elternhaus angebaut

Ein puristischer Betonneubau schmiegt sich an ein klassisches Einfamilienhaus. Drei Generationen finden Platz darin.

Der gemeinsame Garten bietet genügend Raum für die Bedürfnisse jedes einzelnen und dient gleichzeitig als Begegnungszone.

Das Beispiel aus Binningen (BL) zeigt auf, dass die fast vergessene Wohnform Mehrgenerationenhaus durchaus zeitgemäss ist und sich auch die Gartenarchitektur daran anpassen lässt.

Ursprünglich befand sich das Elternhaus des Bauherrn allein in einem grossen Garten. Für die neue, gemeinsame Lebensgestaltung wurde für die Familie des Bauherrn ein zweites Haus an das Eltern-Einfamilienhaus angebaut. Entstanden ist ein Doppeleinfamilienhaus für drei Generationen.

Genauso wie das Haus sollte auch der grosse Garten Lebensraum für Alt und Jung bieten. Obwohl die Gartenanlage meist gemeinsam genutzt wurde, brauchte es auch dort noch Rückzugsmöglichkeiten und ausreichend Raum für Privatsphäre.

Mit einer bedürfnisgerechten Planung konnte ein harmonisches Zusammenleben im Garten gewährleistet werden – eine Basis für den konfliktfreien Gartengenuss.

Alter Stil im neuen Glanz

Als die beiden Gartengestalter Robin Lustenberger und Jan Schelling das Grundstück zum ersten Mal betraten, sahen sie eine Gartenanlage, die mit viel Liebe und Engagement gepflegt wurde und durch ihre gestalterischen Ideen beeindruckte.

«Es war nur alles schon ein bisschen in die Jahre gekommen», weiss Robin Lustenberger zu berichten. Den Planern war jedoch sofort klar: Da gibt es einige Details, die auf jeden Fall bewahrt werden müssen.

Der puristische Anbau, der das Elternhaus erweitert und der jüngeren Generation viel Raum bietet, hat eine neue Formensprache aufs Grundstück gebracht, die sich nun auch im Aussenraum widerspiegeln soll.

Das Anwesen liegt in einem Einfamilienhausquartier und fügt sich behutsam in den abgrenzenden Baumbestand ein. Dort bieten bis zu 50 Meter hohe Bäume einen majestätischen Anblick und tragen zu einem parkähnlichen Charakter des Privatgartens bei.

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Die gesamte Anlage gliedert sich in drei Teile: Im Süden, erhöht und von der Einfahrt abgewandt, gewissermassen hinter dem Haus, befindet sich die Poollandschaft mit verschiedenen Sitzgelegenheiten und Plätzen.

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Richtung Westen breitet sich eine Rasenfläche aus, die sich zwischen dem Neubau und dem waldähnlichen Baumbestand um mehrere Meter absenkt. Im nördlichen Teil und um eine Etage nach unten versetzt, zieht sich ein weiteres Stück Rasen bis zur Liegenschaftseinfahrt.

Diese dem Schwimmbecken abgewandte Rasenfläche ist neu als Spielfeld für die jüngste Generation gedacht. Hier kann die Jungmannschaft ungestört spielerische oder sportliche Aktivitäten betreiben.

Die bestehende Saumbepflanzung mit ihren Bienenköpfen aus Eiben wurde mit organisch geformten Rabatten ergänzt. Gegenüber schmiegen sich üppige Pflanzflächen an den puristisch anmutenden Betonanbau. BILDER WWW.LSLA.CH 

Mittelpunkt des Gartenlebens

Die Poolanlage ist auch nach der Gartenumgestaltung das Herzstück des Gartens geblieben.

Die Abgrenzung um das Schwimmbecken und entlang der südlichen Gartengrenze war vor der Umgestaltung schwungvoll und verspielt aus alten Eisenbahnschwellen angelegt, die auch Pflanztröge bildeten und Sitzgelegenheiten formierten.

Das Ganze war aber in die Jahre gekommen und sollte erneuert werden. Die Stützmauer in polygonaler Formensprache gefiel den beiden Gartenplanern gestalterisch, aber nicht nur das.

Sie spürten eine starke generationenübergreifende Verbundenheit heraus, und diesen Zusammenhalt wollten sie unweigerlich in die Planung einfliessen lassen. Das einfallsreiche und vieleckige Gebilde aus Eisenbahnschwellen wurde vom Vater des Bauherrn vor Jahrzehnten selbst errichtet und war der familiäre Mittelpunkt des Gartens.

Die neue, rostbraune Stahlkonstruktion mit Holzelementen ist somit eine würdige Hommage an die frühere Formgebung. Sogar einzelne Formen, Vorsprünge und Sitzgelegenheiten befinden sich noch am selben Ort. Die neue, beständige Wand aus 15 Millimeter starkem Stahl ist sandgestrahlt und wurde vorgerostet eingebaut.

Speziell gefertigte Sitzauflagen laden zum Verweilen ein. Von dort lässt sich der Garten aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Dort und um die gesamte Poolanlage wurde ein grossformatiger Bodenbelag aus Andeer-Orthogneis mit festen, aber auch offenen Fugen verlegt.

Der grün bis grünweiss-graue und polygonal verlegte Naturstein knüpft an der Formensprache der Stahlkonstruktion an. Das gewählte Material- und Farbkonzept aus rostendem Stahl, grünem Stein und vergrautem Holz korrespondiert auf vielseitige Weise mit den Grünnuancen der Umgebung und dem üppigen Farbenspiel in den Rabatten.

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Der Naturstein, dessen Farbe sich bei Nässe noch intensiviert, unterstreicht diese Bindung zusätzlich.

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Die Poolanlage behält auch mit der neuen Gestaltung ihre Funktion als Begegnungszone für jedes Alter. Mit einem zusätzlichen Sitzplatz gleich dahinter entstand eine neue Drehscheibe für den generationenübergreifenden, gesellschaftlichen Aufenthalt im Garten.

Weitere Aufenthaltsorte beim Haus sind optisch mit dem Nassbereich verbunden. Für die beiden Planer war wichtig, den viel genutzten oberen Teil des Gartens mit dem bis anhin gestalterisch vernachlässigten unteren Teil so zu verbinden, dass das Ganze zu einer Einheit verschmilzt. Heute hat jeder Teil seine Funktion.

Die grosszügige Gartenanlage wurde zu einem Landschaftspark im Kleinformat.

Der neu geschaffene Sitzplatz hinter der Poolanlage ist generationenübergreifender Mittelpunkt.

Raumbildende und verbindende Bepflanzung

Die bestehende Saumbepflanzung des waldähnlichen Baumbestands am westlichen Ende des Grundstücks wurde ergänzt und in organisch geformten Pflanzflächen Richtung Haus gezogen.

Durch die sukzessive Höhenabstufung der Bepflanzung konnte das Ausmass des wuchtigen Baumbestands zumindest visuell entschärft werden.

Über die gestaffelten und natürlich geformten Rabatten verbindet sich die vieleckige Geometrie des Schwimmbeckenbereichs mit dem stattlichen Gehölzrand. 

Gegenüberliegend schmiegen sich Beete an die Hausfassade des neuen Betonbaus. Bunte Staudenblüten bringen Farbe und Leben, abwechslungsreiche Sträucher und zwei Bäume sorgen für die Weichzeichnung des zweckmässigen und formalen Neubaus. Dieser grenzt nun nicht mehr bloss an ein Stück Rasen, sondern wird zu einem integralen Bestandteil des Gartens.

Hortensien und verschiedene Arten von Gräsern sind wichtige Komponenten an den sonnig bis halbschattigen Standorten und fliessen wie Horizonte durch die Gartenanlage.

Dieses bunte und grazile Pflanzenensemble wirkt lebendig und sanft zugleich und schafft ein gefälliges Bild.

An den halbschattig-schattigen Standorten stehen Blütenstauden und Bodendecker in den Farben Rosa, Rot, Purpur, Lila, Violett und Weiss. 

Die neue rostbraune Stahlkonstruktion mit Sitzgelegenheit ist eine würdige Hommage an die frühere Formgebung und eine gelungene Gartenabgrenzung.

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Um die gesamte Anlage mit ihren verspielten Inhalten zu gliedern und räumliche Distanz zu schaffen, wurden einzelne Pflanzeninseln angelegt, die in unterschiedlichen Vegetationsebenen eine wahrnehmbare Trennung vermitteln. So erfüllt der Garten auch das Bedürfnis der einzelnen Nutzer nach Intimität und schafft verschiedene Rückzugsorte.

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Источник: https://www.hev-waldenburg.ch/news/detail/News/ein-garten-im-harmonischen-familienverbund/

Das vorgefertigte Raummodul als Anbau für die Eltern

Raum für Generationen: Am Elternhaus angebaut
Durch den Anbau entstand ein geschütztes Freiluft-Areal mit Sonnenterrasse, Pool und Grillplatz. Während der Sommermonate wurde dies ganz eindeutig der Lieblingsplatz der Familie.

Foto: Schwörer

Um den drei Kindern angemessenen Raum zu verschaffen, Garten zu gewinnen und somit die Lebensqualität zu steigern, hat Familie Losert an ihr 12 Jahre altes Haus ein vorgefertigtes Raummodul angebaut.

Dort wohnen nun die Eltern, die Kinder teilen sich das Dachgeschoss des Haupthauses.

Die Fildern im Großraum Stuttgart ist eine Region, in der es eigentlich keine Bauplätze mehr zu kaufen gibt. Wer hier ein Eigenheim errichten will, muss nachverdichten oder ein bestehendes Haus abreißen und neu bauen. Deshalb wohnten Katja und Andreas Losert in einer Dachgeschoss-Wohnung im Haus der Großeltern.

Als sie dringend mehr Platz für ihre eigene Familie brauchten, boten diese ihren Garten als Baugrund an. Schon damals, im Jahr 2004, war die Familie überzeugt vom Fertighausbau. Man schätzte die Baugeschwindigkeit, den festen Ansprechpartner, der sich um die gesamte Koordination kümmert, zuverlässige Kompetenz auch beim Innenausbau, die Festpreisgarantie.

Katja und Andreas Losert setzten damals auf ein klassisches Satteldach-Haus. Große Dachüberstände schützen die Freiflächen rund ums Gebäude, ein Erker mit Loggia bringt Licht und Atmosphäre in die Räume.

Im Zuge einer Innenrenovierung im Jahr 2012 wurde aus dem eher konventionellen Ursprungshaus ein individuelles Zuhause mit attraktiven Einbaumöbeln aus der Schwörer-Designschreinerei geschaffen.

Auch wenn Familien wie die Loserts gerne viel Zeit gemeinsam miteinander verbringen, so empfinden es Erwachsene doch auch als wohltuend, ihren eigenen privaten Rückzugsbereich im Haus – oder Anbau – zu haben. Foto: Schwörer

Das Bestandsgebäude

An den großen Eingangsbereich grenzen ein Dusch-WC und das Home-Office des Hausherrn. Andreas Losert ist in der Automobilbranche als Vertriebsleiter tätig. Ein Arbeitsraum etwas abgeschottet vom Wohnbereich erleichtert es ihm, das Familienleben und die beruflichen Anforderungen unter einen Hut zu bringen.

Das Dusch-WC wird von der sportbegeisterten Familie als Ausweichbad genutzt, wenn alle gleichzeitig vom Handball nach Hause kommen. Darüber hinaus wird es auch von Übernachtungsgästen als sehr angenehm empfunden, ein eigenes Bad zu haben. Das übrige Erdgeschoss ist ganz offen gehalten, die Küche kompakt mit einer L-förmigen Arbeitsplatte und Kochblock angelegt.

Die angegliederte Speisekammer bietet Lagerraum zugunsten einer aufgelockerten, wohnlichen Küchengestaltung.

Wer würde nicht gerne ein entspannendes Wannenbad in dieser perfekten Wellness-Oase nehmen? Foto: Schwörer

Der Essplatz befindet sich gleich neben der Küche im Runderker mit direktem Zugang zum überdachten Freisitz. Von hier sind es nur ein paar Schritte zum etwas separat gelegenen Wohnbereich.

Das Dachgeschoss war ursprünglich als Rückzugsort für die ganze Familie gedacht. Die Eltern hatten ein Schlafzimmer mit Ankleide und Familienbad, die beiden größeren Kinder je ein geräumiges Zimmer mit Galerie und Kinderbad.

Nur die kleine Schwester musste mit einem sehr kleinen Zimmer vor der Erkerloggia Vorlieb nehmen, das kurzerhand aus dem ursprünglich offenen und luftigen Studiobereich geschaffen wurde.

Sie hatte zwar viel Licht und einen eigenen überdachten Spielbalkon, war aber gegenüber den anderen Familienmitgliedern doch benachteiligt. Als die Kleine größer wurde, musste umdisponiert werden.

Blick in den Anbau: Viel Stauraum und freundliche, helle Räume für die Eltern sind hier entstanden. Foto: Schwörer

Drittes Kinderzimmer unterm Dach

In dieser Situation wurde das Haus der Großeltern nebenan frei. Katja und Andreas Losert ließen das Häuschen abreißen und hatten plötzlich ganz neue Möglichkeiten. Was lag da näher, als wieder auf den kompetenten Hausbaupartner zuzugehen, mit dem man schon einmal gute Erfahrungen gemacht hatte.

Schwörer-Bauberater Bernd Diers machte den Vorschlag, ein „FlyingSpace“ als Elterntrakt anzubauen, damit das Elternschlafzimmer im Dachgeschoss als drittes Kinderzimmer umgenutzt werden kann.

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Das Raummodul wird fix und fertig inklusive Sanitärausstattung per Tieflader an Ort und Stelle gebracht, mit einem Kran aufgestellt und von einem eingespielten Schwörer Montageteam erstellt. Große Eingriffe in die Umgebung sind dabei nicht notwendig. Ein Punktfundament genügt.

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Sobald das Modul an seinem Platz steht, wird es nur noch an Wasser, Elektrizität, Kommunikation und im Fall der Familie Losert an die Gasheizung des Haupthauses angeschlossen. Eine kontrollierte Lüftung mit Wärmerückgewinnung sorgt für frische Luft.

Neben dem Schlafraum befindet sich das großzügige und wohnliche Bad. Das Ehepaar konnte hier seinen anspruchsvollen Wohnstil ohne Kompromisse verwirklichen. Der Anbau ging schnell und komplikationslos vonstatten. Foto: Schwörer

Schlafen in der Wellness-Oase

Die Einrichtung übernahm Christina Grohmann, Leiterin der Interior-Abteilung bei SchwörerHaus, in enger Abstimmung mit Katja und Andreas Losert. Sie schuf ein Reich für die Eltern – separat und doch ganz nah bei der Familie. Ankleide, Wellness-Oase mit frei stehender Wanne und Schlaereich gehen offen ineinander über.

Auch hier verleihen die Einbaumöbel und die Einrichtungsideen dem Elterntrakt die individuelle Note. Am Übergang zum Anbau wurde einfach eine Terrassentür, die an dieser Stelle platziert war, geöffnet und damit der Anschluss an das Haupthaus hergestellt.

Aber was vielleicht das Beste ist: Wo vorher – mit zwei Häusern auf dem Grundstück – kaum Freifläche übrig war, kann Familie Losert jetzt endlich ihren Garten genießen: Grill-Tisch, große Terrasse mit Lounge-Möbeln und Markisen, einen Pool mit Liegebereich unter Sonnenschirmen und Außendusche, drum herum Rasenfläche und neu gepflanzte Bäume – eine tolle Gesamtanlage, die dem Fami­lienleben zugute kommt.

Foto: Schwörer

Umbau-Daten

Bezeichnung: Flying Space E15 -212.

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Bauweise: Raummodul in Holzbauweise, Außenwand 320 mm stark (U-Wert 0, 19 W/m²K), mineralische Dämmung
Fassade: weiße Putzfassade
Dach: Flachdach 0,181 W/(m²K)
Haustechnik: dezentrales Lüftungs­system mit Fußbodenheizung elektrisch
Abmessung: 14,50 x 4,35 m
Wohnfläche: 50,16 m² Wohnfläche
Preis: ab Oberkante Fundamente/ Bodenplatte inkl. Transport, Kran und Montage 110.690,– Euro

EG Foto: Schwörer

Источник: https://www.livvi.de/traumhaus/hausplanung/fertighaus/vorgefertigte-raummodul-anbau-eltern/

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