Regenwasser ableiten: Das müssen Sie beachten

Regenwasserversickerung

Regenwasser ableiten: Das müssen Sie beachten

Statt das Regenwasser von den befestigten Flächen Ihres Grundstücks, beispielsweise Dächern, in die Kanalisation einzuleiten, können Sie es unter bestimmten Voraussetzungen auch vor Ort in den Boden versickern lassen.

  • Bitte verwenden Sie das Antragsformular, das im Downloadservice angeboten wird. Diesem Antragsformular müssen zusätzlich folgende Unterlagen zweifach beigefügt werden:
  • Der Antrag ist in Papierform einzureichen. Bitte senden Sie uns Ihre kompletten Antragsunterlagen an die oben genannte Adresse.Nur in Ausnahmefällen kann nach vorheriger Abstimmung mit der Abteilung Immissionsschutz, Wasser- und Abfallwirtschaft die Übermittlung des Antrages ausschließlich in digitaler Form erfolgen.
StadtbezirkeTelefonnummer
linksrheinische Bezirke0221 / 221-24609
rechtsrheinische Bezirke0221 / 221-24615

Mit der Versickerung von Regenwasser sind folgende Vorteile verbunden:

  • mögliche Einsparung von Abwassergebühren
  • ein wertvoller Beitrag für die Umwelt durch die Rückführung des Regenwassers in den natürlichen Wasserkreislauf

Seit dem 1. Januar 1996 ist die Regenwasserversickerung für Grundstücke, die nach diesem Zeitpunkt erstmals bebaut, befestigt oder an die Kanalisation angeschlossen werden, sogar grundsätzlich vorgeschrieben.

Welche Möglichkeiten der Niederschlagswasserversickerung es gibt und welche Voraussetzungen Sie beachten müssen, ist im Folgenden dargestellt. Für viele Formen der Versickerung ist eine wasserrechtliche Erlaubnis erforderlich. Diese können Sie bei uns beantragen.

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Eine wasserrechtliche Erlaubnis ist erforderlich, wenn das Niederschlagswasser über Sickeranlagen gezielt in den Untergrund oder in ein Gewässer eingeleitet wird.

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Sie benötigen keine Erlaubnis für das großflächige Versickern von Regenwasser, zum Beispiel durch das freie Auslaufenlassen über eine Rasenfläche.

  • Es darf nur Niederschlagswasser von Dach-, Terrassen- und Hofflächen eingeleitet werden, das nicht schädlich verunreinigt ist.
  • Es muss sichergestellt sein, dass das Grundstück, auf dem die Versickerung durchgeführt wird, frei von Altablagerungen oder sonstigen Belastungen ist, damit keine Schadstoffe in das Grundwasser eingetragen werden.
  • Weiterhin ist zu beachten, dass der Untergrund gut wasserdurchlässig ist und aufnahmefähig für das zu versickernde Regenwasser.
  • Um Nachbargrundstücke vor Nässeschäden zu bewahren, muss ein Mindestabstand von zwei Metern eingehalten werden.
  • Der Abstand zu nicht wasserdicht unterkellerten Gebäuden sollte mindestens sechs Meter betragen.
  • Die Versickerungsanlage muss ausreichend dimensioniert sein, um Überstau- und Vernässungsschäden zu vermeiden.

In Abhängigkeit von der Lage des Grundstücks gilt:

  • außerhalb von Wasserschutzgebieten sind die Flächenversickerung, die Versickerung über Mulden oder eine Mulden-/Rigolenkombination, die Rigolen- und die Rohrrigolenversickerung zulässig sowie die Einleitung des Niederschlagswassers in einen Teich mit Überlauf in die belebte Uferzone
  • innerhalb von Wasserschutzgebieten sind in den äußeren Wasserschutzzonen (III, III A und III B) in der Regel nur die großflächige Versickerung über eine belebte Bodenzone (Mutterbodenschicht) und die Versickerung über Mulden oder eine Mulden-/Rigolenkombination erlaubt.Eine Versickerung von Niederschlagswasser in den inneren Wasserschutzzonen (I und II) ist nicht zulässig.

Sickerschächte sind grundsätzlich nicht zugelassen.

Ob sich Ihr Grundstück in einem Wasserschutzgebiet befindet, können Sie bei uns erfragen. Weitere Informationen finden Sie auch auf der Seite zu den Wasserschutzzonen.

Wasserschutzzonen

Die erforderlichen Anlagen zur Versickerung des Niederschlagswassers müssen den Regeln der Technik entsprechen. Grundlage für die Berechnung bildet das Arbeitsblatt DWA-A 138 „Planung, Bau und Betrieb von Anlagen zur Versickerung von Niederschlagswasser“ der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V.

Dieses Arbeitsblatt kann bezogen werden bei der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft (DWA), Abwasser und Abfall e. V., Theodor-Heuss-Allee 17, 53773 Hennef, Telefon: 02242 / 8720.

E-Mail an die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall

Ausführliche Informationen zur Regenwasserversickerung und -nutzung enthält die Broschüre „Versickerung und Nutzung von Regenwasser“, des Umweltbundesamtes, die Sie im Internet anfordern oder herunterladen können.

Versickerung und Nutzung von Regenwasser

Zu übrigen Fragen hinsichtlich der Abwassergebühren oder der Grundstücksentwässerung wenden Sie sich bitte an die Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR, Telefon: 0221 / 221-26868.

Stadtentwässerungsbetriebe Köln

Eine Vorsprache ist grundsätzlich nicht erforderlich.

Für die wasserrechtliche Erlaubnis wird – abhängig vom Aufwand – eine Gebühr in Höhe von mindestens 200 Euro erhoben.

Falls Ihnen der Artikel nicht weiter geholfen hat, erklären Sie bitte kurz, warum der Artikel nicht hilfreich für Sie war. Das würde uns helfen, unsere Qualitätsstandards zu verbessern. Bitte beachten Sie! Alle Eingabefelder sind Pflichtfelder (mit * gekennzeichnet) und müssen von Ihnen ausgefüllt werden.

Eingeschränkte Erreichbarkeit der Stadtverwaltung

Bitte beachten Sie: In der Regel müssen Sie vor dem Besuch Termine für eine persönliche Vorsprache vereinbaren.

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Termine können Sie telefonisch oder in einigen Bereichen online vereinbaren.

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In den städtischen Verwaltungsgebäuden mit Publikumsverkehr und bei Dienstleistungen mit persönlichem Kontakt müssen Sie eine medizinische Maske tragen. Medizinische Masken sind sogenannte OP-Masken, Masken des Standards FFP2 oder diesen vergleichbare Masken (KN95/N95).

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  • Antrag Regenwasserversickerung

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Источник: http://www.stadt-koeln.de/service/produkt/regenwasserversickerung-1?kontrast=schwarz

Wohin mit dem Regenwasser ?

Regenwasser ableiten: Das müssen Sie beachten

In einem natürlichen Wasserkreislauf versickert ein großer Teil des anfallenden Regenwassers vor Ort und nur ein geringer Teil läuft oberflächig ab. Dadurch wird das Grundwasser immer wieder neu gebildet und das natürliche Kleinklima bleibt erhalten (Bild 1).

Durch die Bebauung werden die Flächen versiegelt und das Regenwasser kann nur oberflächig abfließen, was zu folgenden negativen Auswirkungen führt (Bild 2):

  • Hoher schneller Abfluss in die Kanalisation, die dadurch größer ausgelegt werden und Regenrückhaltebauwerke erhalten muss,
  • Hochwasserereignisse,
  • Zusätzlicher Ausbau und Unterhalt der Fließgewässer,
  • Senkung des Grundwasserspiegels,
  • Verschlechterung des Kleinklimas,
  • Verödung von Landschaftsräumen.

Bild 1 (links): Regenabfluss von unbebautem Grundstück (Bild: grundstuecks-entwaesserung.de)

Bild 2 (rechts): Regenabfluss von bebautem Grundstück (Bild: grundstuecks-entwaesserung.de)

1. oberflächiger Abfluss 2. Versickerung

3. Verdunstung

Aus diesem Grund wird nach der derzeit gültigen Rechtslage 1 bei Neubauten die Einleitung von unbelastetem oder schwach belastetem Regenwasser und dazu gehört normalerweise das von privaten Grundstücken abfließende Regenwasser, in die öffentliche Kanalisation i.d.R. nicht mehr genehmigt.

Das bedeutet, dass die Genehmigung für den Anschluss an die öffentliche Kanalisation nur für Schmutzwasser erteilt wird. Für die Rückhaltung des Regenwassers ist in einem besonderen Verfahren die Genehmigung der Unteren Wasserbehörde bzw. der Stadt einzuholen.

Von der Verpflichtung zur Rückhaltung des Regenwassers kann nur dann eine Ausnahme erreicht werden, wenn das Wohl der Allgemeinheit beeinträchtigt oder der technische oder wirtschaftliche Aufwand unverhältnismäßig ist Die für eine Befreiung notwendigen Nachweise hat der jeweilige Grundstückseigentümer beizubringen.

Neben den ökologischen Aspekten sprechen aber auch wirtschaftliche Gründe für die Rückhaltung von Regenwasser auf dem Grundstück.

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So kann durch die Nutzung von Regenwasser (Regenwasserbewirtschaftung) das teure Trinkwasser eingespart werden.

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Außerdem lassen sich die Abwassergebühren (siehe Wie setzen sich die Abwassergebühren zusammen?) durch die Reduzierung der angeschlossenen Flächen senken.

Welche Möglichkeiten gibt es zur Regenwasserbewirtschaftung gibt es?

Zur Reduzierung der in die Kanalisation abgeleiteten Regenwassermenge gibt es drei Möglichkeiten:

Die in der Praxis angewendeten Verfahren werden folgend erklärt.

Regenwassernutzung

Regenwasserspeicher (Regentonne oder unterirdisch)

Funktionsbeschreibung: Regenwasser wird zu Nutzungszwecken zwischengespeichert, Überlauf wird an die Kanalisation oder Versickerung angeschlossen

Anwendungsbereich: Zur Gartenbewässerung

Vor-, Nachteile: Niederschlagsspitzen werden gedrosselt in den Kanal eingeleitet

Bild 3: Regenwasserspeicher (Regentonne oder unterirdisch) (Bild: grundstuecks-entwaesserung.de)

1. Wirbelfeinfilter2. Anschluss an Kanalisation3. Regenwasserzulauf mit Prallplatte4. Notüberlauf5. Versickerungstank6. Ansaugschlauch7. Schwimmkörper8. Hauswasserwerk

9. Regenwassertank mit Schacht

Funktionsbeschreibung: Neben der Speicherung wird eine Nutzungsanlage des Regenwassers installiert

Anwendungsbereich: für Gartenbewässerung, WC, Waschmaschine

Vor-, Nachteile: Niederschlagsspitzen werden gedrosselt in den Kanal eingeleitet, Trinkwasser wird eingespart, aber späterer Einbau des zweiten Leitungssystems ist aufwändig

Bild 4: Regenwassernutzungsanlagen (Bild: grundstuecks-entwaesserung.de)

Funktionsbeschreibung: Regenwasser wird oberflächig einem Teich mit Überlauf zur Versickerung zugeleitet und dort zwischengespeichert

Anwendungsbereich: Bei mäßig bis gut durchlässigem  Untergund

Vor-, Nachteile: Niederschlagsspitzen werden gedrosselt, regelmäßige Wartung des Teiches erforderlich

Bild 5: Teich, Biotop (Bild: grundstuecks-entwaesserung.de)

1. oberflächiger Zufluss2. Grobsandfilter3. Teichbiotop4. Muldenversickerung5. Oberboden6. anstehender Boden

8. Abdichtung

 

Funktionsbeschreibung: Speicherung und Drosselung des Regenwassers durch durch Begrünung geeigneter Dächer

Anwendungsbereich: Flachdächer und Dachneigungen bis 25 °

Vor-, Nachteile: Niederschlagsspitzen werden gedrosselt, gute Wärmedämmung, Mikroklimaverbesserung

Bild 6: Dachbegrünung (Bild: grundstuecks-entwaesserung.de)

1. Vegetationsschicht2. Geotextil3. Substratschicht4. Wurzelschicht5. Trennschicht/Abdichtung6. Dachisolierung7. Regenwasserfallrohr

Funktionsbeschreibung: Flächenförmige Versickerung des Regenwassers über eine durchlässige Oberfläche

Anwendungsbereich: Bei gut durchlässigem Untergrund, bei Flächen mit Nutzung z.B. als Parkflächen

Vor-, Nachteile: Geringer technischer Aufwand aber großer Flächenbedarf

Bild 7: Flächenversickerung (Bild: grundstuecks-entwaesserung.de)

1. Rasengittersteine2. Bepflanzung3. Oberboden4. Sandschicht5. Kiesschüttung

6. anstehender Boden

 

Funktionsbeschreibung: Aufnahme des Oberflächenwassers in der Mulde und flächenförmige Versickerung durch eine belebte Bodenschicht

Anwendungsbereich: Bei mäßig durchlässigem Untergrund, wenn kein ausreichender Platz für Flächenversickerung zur Verfügung steht.

Vor-, Nachteile: Geringer Aufwand für Bau und Wartung, gute Reinigungsleistung aber 10-20% der angeschlossenen Fläche als Flächenbedarf für den Bau der Mulden.

Bild 8: Muldenversickerung (Bild: grundstuecks-entwaesserung.de)

1. Regenwasserfallrohr2. Rinne3. oberflächiger Zufluss4. Rasenfläche5. Erosionsschutz6. Mulde7. Maximalwasserstand8. versickerungsfähiger Boden9. anstehender Boden

Funktionsbeschreibung: Versickerung über einen künstlich eingebrachten Kieskörper mit großem Rückhaltevermögen. Statt des Kieskörpers sind auch Versickerungsblöcke aus Kunststoff erhältlich. Über dem Kieskörper kann noch eine Mulde angeordnet werden, im Kieskörper zusätzlich noch ein ein Dränagerohr verlegt werden

Anwendungsbereich: Bei gut durchlässigem Untergrund

Vor-, Nachteile: Geringer Flächenbedarf, Oberfläche steht der Nutzung zur Verfügung

Bild 9: Rohrrigolenversickerung (Bild: grundstuecks-entwaesserung.de)

1. Rasenfläche2. Mutterboden3. Ausgleichsschicht4. bindiger Boden5. versickerungsfähiger Boden 6. Filterkies

7. Dränrohr

 

Funktionsbeschreibung: Punkförmige Versickerung direkt in tiefergelegene, sickerfähige Schicht

Anwendungsbereich: Bei gut durchlässigem Untergrund, bei geringem Flächenangebot

Vor-, Nachteile: Geringer Flächenbedarf aber bei Verstopfung aufwändige Sanierung

Bild 10: Schachtversickerung (Bild: grundstuecks-entwaesserung.de)

1. oberflächiger Zulauf2. Oberboden3. Verfüllung4. schlecht durchlässige Bodenschicht5. versickerungsfähige Schicht6. Schachtabdeckung mit Einlauföffnungen und Schmutzfang

7. Filterkies

 

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Voraussetzung für eine funktionstüchtige Versickerungsanlage ist ein wasserdurchlässiger Boden z.B. kiesig, sandig, eine ausreichend große Fläche und möglichst niedriger Grundwasserstand 2.

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Sie müssen also, bevor Sie sich für eine Versickerungsanlage entscheiden, ermitteln, wie viel Wasser Ihr Boden aufnehmen kann. Hierzu gibt es einen schnellen und einfachen Eigenversuch. Es ist wichtig den Versickerungsversuch in der Tiefenlage auszuführen, in der später die geplante Versickerungsanlage erstellt werden soll. Als Anhaltspunkt gelten folgende Tiefen:

  • Muldenversickerung ca. 40 cm tief
  • Rohr-Rigolenversickerung ca. 60 cm tief
  • Schachtversickerung ca. 1,00 m tief.

Sie benötigen für die Durchführung des Versuches:

  • Spaten
  • Zollstock
  • Klebeband
  • Uhr
  • Wasser
  • Kies oder Splitt
  • Papier
  • Bleistift
  • ca. 2 Stunden Zeit.

Versuchsablauf:

  • Im vorgesehenen Versickerungsareal wird eine kleine Grube (Bild 11 links) gegraben. Sie sollte eine Fläche von ca. 50 cm x 50 cm und eine Tiefe von 20 cm unterhalb der Mutterbodenschicht, die i.d.R. ca. 20 cm bis 30 cm stark ist, besitzen.
  • Die Sohle ist eben herzustellen und wird mit einer 1 bis 2 cm starken Kies- oder Splittschicht (kein Sand) bedeckt. Hiermit wird eine Verschlammung der Sickerfläche vermieden.
  • Nun wird ein Metallstab in die die Sohle der Grube eingeschlagen, an dem ein Zollstock so befestigt wird, dass er auf der Sohle aufsteht.
  • Um sichere Ergebnisse zu bekommen, ist es erforderlich den Untergrund zu wässern. Die Grube sollte ca. 1 Stunde vorgewässert werden und darf während dieser Zeit nicht trocken fallen.
  • Anschließend wird die Grube bis zur Unterkante der Mutterbodenschicht mit Wasser gefüllt und die Wasserhöhe mit Klebeband am Zollstock markiert (Bild 11 mittig).
  • Nach ca. 10 Minuten erfolgt eine zweite Ablesung. Uhrzeit und Höhe des Wasserstandes werden notiert (Bild 11 rechts). Die Grube wird wieder mit Wasser aufgefüllt und es beginnt eine neue Messreihe.
  • Um ein zuverlässiges Ergebnis zu erhalten, sind mindestens 3 Versuche durchzuführen. Wenn die Ergebnisse stark voneinander abweichen, auch mehr.

Bild 11: Versuchsablauf zur Bestimmung der Versickerungsfähigkeit des anstehenden Bodens – Schritt 1-3 (Bild: grundstuecks-entwaesserung.de)

Versuchsauswertung:

Die Versickerungsfähigkeit lässt sich anhand der abgelesenen Wasserspiegeldifferenz in den 10 Minuten erkennen. Daraus lässt sich die Geschwindigkeit errechnen, mit der das Wasser versickert.

Wasserspiegeldifferenz in cm x 60 Minuten / 10 Minuten = Sickergeschwindigkeit in cm / Stunde

Sickergeschwindigkeit in cm/Stunde Versickerungsfähigkeit Mögliche Versickerungsverfahren
0,1Sehr geringNur mit viel Aufwand möglich
0,1 bis 1,0GeringMulden-Rigolen- oder Schachtversickerungen, bei großer verfügbarer Fläche u.U. auch Muldenversickerung oder Sickerteich
> 1,0 bis 10MittelMulden-, Rohr-Rigolen-Versickerung, Sickerteich
> 10 bis 50HochMuldenversickerung, Sickerteich
> 50 bis 150Sehr hochMulden-, Flächenversickerung

Unabhängig davon, welches Versickerungsverfahren Sie wählen, ist auf eine ordnungsgemäße Ausführung zu achten, damit Vernässungen vermieden werden und die Anlage lange funktionsfähig bleibt.

Источник: http://stein.grundstuecks-entwaesserung.de/?q=node/19

Wasser marsch! Aber wohin?

Regenwasser ableiten: Das müssen Sie beachten

Wasser ist neben Luft die wichtigste Ressource zum Überleben auf unserem Planeten – und nicht nur für Hausbesitzer mit einem Garten ein besonders wertvolles Gut.

Allerdings kann das frische Nass bei mangelhaften Abdichtungen und unzureichenden Ableitungsmöglichkeiten auch zum Problem werden.

Wir zeigen Ihnen, wie Sie von Anfang an das Thema Wassernutzung und -entsorgung in Ihre Bauplanung miteinbeziehen.

In den vergangenen beiden Beiträgen haben wir neben vielen anderen Aspekten über die Wichtigkeit eines dichten Daches gesprochen.

Dabei haben wir festgestellt, dass dafür sowohl die passende Dachform als auch ein optimales Produkt wie die Ziegel von Tondach eine ganz wesentliche Rolle spielen.

Allerdings kommen dazu noch weitere Dinge, die Sie beim Thema Wasser und Niederschlag beachten müssen – Stichworte: Spenglerarbeiten, Versickerung, Regenwassernutzung usw. Aber gehen wir das Ganze strategisch und Schritt für Schritt durch.

Wieviel Wasser und woher

Wenn Sie nicht aus der Gegend stammen, wo Ihr zukünftiges Zuhause stehen wird, dann sollten Sie möglichst weitläufige und intensive Erkundungen bei Menschen aus der Nachbarschaft einholen: Wie hoch sind die durchschnittlichen Niederschlagsmengen? Gibt es eine Tendenz zu Starkregen? Sind Bäche in der Nähe und kann die Schneeschmelze für große Wassermengen sorgen? Wie sieht die Grundwassersituation am Grundstück und in der unmittelbaren Umgebung aus?

Beauftragen Sie daher am besten einen Planer, der mit den lokalen Gegebenheiten vertraut ist und sich mit den technischen sowie handwerklichen Möglichkeiten des Wassermanagements auskennt.

Erst danach sollten Sie festlegen, wo das Haus am Grundstück stehen wird – z. B. bei Hanglage. Ebenfalls in dieser Phase wäre bereits eine Entscheidung gut, wie viel Bodenfläche tatsächlich versiegelt und wie das Niederschlagswasser abgeleitet wird.

Wichtig: Anschlüsse an Kanal sollten vorhanden sein, weil sonst hohe Erschließungskosten anfallen können. Auch über eine mögliche Regenwassernutzung sollten Sie schon in der Planung genaue Vorstellungen haben – z. B.

, ob Sie Zisternen, Wassertanks oder Mulden zur Versickerung einsetzen wollen.

Wie man Regenwasser in der Praxis nutzt

Gerade in Zeiten von zunehmenden Wetterextremen, ist die Nutzung von Niederschlag eine oft nachhaltige und zukunftsweisende Angelegenheit.

So zeigt die Umweltberatung auf, was Häuslbauer bedenken sollten – denn: „Die richtige Behandlung von Regenwasser hilft mit, unser Grundwasser zu erhalten und entlastet die Kläranlage.

“ Vor allem im Bereich „Versickern auf Eigengrund“ stecke viel Potenzial: „Voraussetzungen dafür sind ein genügend wasserdurchlässiger Boden, die Berücksichtigung des Grundwasserschutzes und der Mindestabstand zu Gebäuden.

“ Zusätzlich sollte man stets überprüfen, ob man befestigte Flächen nicht auch mit wasserdurchlässigen Belegen versehen kann, indem man etwa Zufahrten oder Parkflächen mit Rasengittersteinen ausstattet.

Auch das Umweltbundesamt widmet sich der Angelegenheit Regenwassermanagement sehr ausführlich. Dort heißt es u. a.

: „Niederschlagswasser kann temporär in Speichermedien zurückgehalten werden und für eine nachfolgende Nutzung, wie etwa für Bewässerungszwecke, WC-Spülungen oder die Waschmaschine gesammelt werden.

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Dies entlastet die Kanalisation bei Starkregen und reduziert den Trinkwasserverbrauch sowie die Entnahme von Grundwasser.

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“ Derartige Maßnahmen seien eben auch deshalb notwendig, weil man durch den Klimawandel mit einer zum Teil starken Zunahme an Hitzetagen und -wellen rechnen müsse. Und genau deshalb spiele die Nutzung von Regenwasser hier eine entscheidende Rolle, zu der jeder Häuslbauer und Grundbesitzer einen Beitrag leisten könne.

Wenn der Spengler auch das Dach macht

Haben Sie die eben genannten Fragen und Anforderungen für sich geklärt, geht es an die praktische Umsetzung. Diese beginnt mit dem Ausheben der Baugrube und endet erst bei der Gartengestaltung.

Einen besonders wichtigen Part beim Wassermanagement haben die Spengler inne. Da viele Betriebe meist Spengler- und Dachdeckerarbeiten aus einer Hand anbieten, ist eine derartige Überlegung auf jeden Fall einen Gedanken wert.

Das erleichtert sowohl die Materialwahl und -abstimmung als auch die zeitliche Koordination der einzelnen Bereiche.

Denn während man bei der Dachdeckung schnell und deutlich die Fortschritte sieht, geht es bei den Spenglerarbeiten oft um ganz spezielle An- und Abschlüsse, z. B. bei Kaminen, Lüftungs- oder Solaranlagen.

Um zu verdeutlichen, wie komplex die Arbeiten von Spenglern und Dachdeckern sind, sei nur auf die gesetzliche Definition von „regensicher“ hingewiesen.

Diese beschreibt die „Eigenschaft einer Dacheindeckung, durch die der Eintritt von frei abfließendem Niederschlagswasser verhindert wird. Anmerkung: Regensichere Dacheindeckungen erfordern eine freie, ungehinderte Ableitung des Niederschlagswassers.

Die Sicherheit gegen durch Wind aufgetriebenes Niederschlagswasser, Flugschnee, rück- oder aufgestautem Wasser erfordert zusätzliche Maßnahmen.

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“ Werden diese Ansprüche nur „weitgehend“ erfüllt, spricht man übrigens von „regendicht“. Ein Betrieb Ihres Vertrauens informiert Sie zudem über alle weiteren Aspekte wie Dachrinnen, Regenfallrohre oder Notüberläufe.

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Dass die Materie „Wassernutzung“ damit noch längst nicht abgeschlossen ist, liegt auf der Hand. Darum werden wir Sie auch in zukünftigen Beiträgen immer wieder darauf hinweisen – etwa, wenn wir über Sanitär und Abwasser oder über die Anlegung Ihres Gartens berichten.

Mehr zum Thema:

Die Form vom Dach: steil oder flach

Tondach – optimaler Schutz für 100 Jahre

Ein Dach als Weihnachtsgeschenk

Nachhaltiges Regenwassermanagement – Was tun mit dem Regenwasser?

Umweltberatung: Regenwasser – wohin damit?

Diplomarbeit mit vielen Hintergrundinfos zum Thema Regenwassernutzung

Nachhaltigkeitsministerium: Allgemeine Infos rund ums Wasser – mit zahlreichen Unterseiten

Источник: https://bau-blog.at/finanzielles/wasser-marsch-aber-wohin/

Gut zu wissen: 8 Vorgaben zur Regenwasserbewirtschaftung

Regenwasser ableiten: Das müssen Sie beachten

21. März 2019

Vielen Berlinerinnen und Berlinern ist nicht bekannt, dass die Bewirtschaftung von Regenwasser vor Ort – also die Verdunstung, Versickerung, Speicherung oder Nutzung – gesetzlich verankert ist.

Sie stellt oft die Vorzugsvariante gegenüber der Ableitung von Regenwasser über die Kanalisation dar und erlangt in Berlin vor dem Hintergrund des notwendigen Bauens, der zunehmenden Versiegelung und des Klimawandels neue Bedeutung. Es gibt eine Hand voll Vorgaben, die Sie auf dem Weg der Umsetzung kennen müssen. Im Vordergrund steht die Zustimmungspraxis nach Wasserrecht.

Das Berliner Wassergesetz enthält in diesem Sinne ein Versickerungsgebot. Niederschlagswasser soll soweit möglich vor Ort durch die belebte Bodenschicht (u. a. zur Reinigung) versickert werden (§ 36 a Abs. 1 BWG).

Wichtig ist, dass dabei keine Verunreinigung oder andere signifikante Beeinträchtigung des Grundwassers sowie Vernässungsschäden zu besorgen sind.

Das Versickerungsgebot betrifft nicht nur das Niederschlagswasser von Grundstücken, sondern auch von Straßen.

Versickerungserlaubnis

Für die Versickerung von Regenwasser auf Ihrem Grundstück benötigen Sie manchmal, aber nicht immer, eine Erlaubnis der Wasserbehörde. Wann Sie Ihr Regenwasser erlaubnisfrei versickern dürfen, regelt – nomen est omen – die Berliner Niederschlagswasserfreistellungsverordnung.

Außerhalb von Wasserschutzgebieten sowie innerhalb der weiteren Schutzzone III B ist eine wasserbehördliche Erlaubnis zur Versickerung von Niederschlagswasser oftmals nicht erforderlich. Dies hängt vor allem von dem zu erwartenden Verschmutzungsgrad des Niederschlagswassers ab.

Im Hinweisblatt 2 zur Antragstellung: Versickerung von Niederschlagswasser (Stand 20.06.

2018) der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz erfahren Sie, welche Voraussetzungen für die erlaubnisfreie Versickerung erfüllt sein und was Sie ggf. bei einer Antragstellung beachten müssen.

Und wer es genau wissen möchte findet in dessen Anhang die Niederschlagswasserfreistellungsverordnung als rechtliche Grundlage.

Für die nachträgliche Errichtung eines Gründachs ist nicht immer eine Baugenehmigung von der Bauaufsicht erforderlich. Ob ein bauaufsichtliches Verfahren und welches zum Tragen kommt, hängt von der Art der Nutzung, dem Auau und der Lage (z. B.

innerhalb eines Bebauungsplan- oder Sanierungsgebiets) des zu begrünenden Dachs ab. Informieren Sie sich rechtzeitig beim zuständigen Stadtentwicklungsamt (Fachbereich Bauaufsicht) darüber, ob und in welchem Verfahren Sie Ihr geplantes Gründach beantragen bzw.

anzeigen müssen.

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Nicht immer ist es möglich, das auf einem Grundstück anfallende Regenwasser vollständig vor Ort zu bewirtschaften.

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Die Qualität des Wassers, die Versickerungsfähigkeit des Bodens, die Lage in einem Trinkwasserschutzgebiet oder auch hoch anstehendes Grundwasser können der Bewirtschaftung Grenzen setzen. Seit dem 01.01.

2018 ist eine Einleitung von Regenwasser in die Kanalisation bzw. direkt in ein Oberflächengewässer nur in Höhe des Abflusses zulässig, der im »natürlichen« Zustand (ohne Versiegelung) auftreten würde.

Technische Regelwerke

Verschiedene Fachverbände stellen technische Regelwerke mit umfassenden Hinweisen für den Umgang mit Niederschlagswasser und für die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen zur Verfügung.

Von diesen sogenannten »allgemein anerkannten Regeln der Technik« kann in begründeten Fällen abgewichen werden – sie sind nicht Gesetz.

Sie können jedoch dann rechtsverbindlich wirken, wenn in einer Verordnung entsprechend auf sie verwiesen wird.

Die Regelung zur Begrenzung von Regenwassereinleitungen bei Bauvorhaben in Berlin (BReWa-BE) reduziert die Regenableitung von Grundstücken auf ein natürliches Maß. Hier erfahren Sie, was Sie beim Bauen beachten müssen. Weiter lesen

© hansenn – stock.adobe.com

Ob Dach- oder Fassadenbegrünung, Mulde oder Zisterne: Regenwasser vor Ort zu bewirtschaften, können Sie sich fördern lassen. Welche Programme infrage kommen und welche Einsparmöglichkeiten es gibt, erfahren Sie hier. Weiter lesen

Mall GmbH

Den richtigen Ansprechpartner zur Umsetzung eines Vorhabens zu finden, ist nicht immer leicht. Mit einigen praktischen Hinweisen möchten wir Sie bei der erfolgreichen Suche unterstützen. Weiter lesen

Источник: https://www.regenwasseragentur.berlin/rechtliche-vorgaben/

Regenwasser auf Grundstück versickern | Sickergrube & Schacht

Regenwasser ableiten: Das müssen Sie beachten

Mit einer Sickergrube für Regenwasser können Sie dieses besser ableiten. In Kombination mit einer Regenfasspumpe ist es dann möglich, das Wasser für andere Zwecke einzusetzen, zum Beispiel für die Bewässerung Ihrer Pflanzen im Garten.

Doch zunächst müssen Sie den Sickerschacht für das Regenwasser bauen. Wir erklären Ihnen, was Sie wissen müssen, um es professionell versickern zu lassen.

Regenwasser Sickergrube auf eigenem Grundstück bauen

Damit Sie auf dem eigenen Grundstück im Garten einen Sickerschacht für Regenwasser selber bauen können, ist die Berechnung notwendig, denn der Auau muss stimmen, damit das Wasser versickern kann. Wie das mit der Versickerung möglich ist, erfahren Sie am besten in einer guten Bauanleitung, die Sie später von uns bekommen.

Wenn Sie den Auau selber vornehmen, reduzieren Sie selbstverständlich die Kosten für den Versickerungsschacht. Diese können Sie vorab berechnen. Als Drainage können Sie zum Beispiel Materialien wie Kies verwenden, damit die Versickerung im Boden oder Lehmboden gelingt. Auskleiden können Sie die Sickergrube für Regenwasser zum Beispiel mit geeignetem Kunststoff.

Es ist aber auch möglich, die Basis der Sickermulde aus Beton zu fertigen. Denken Sie daran, dass Sie in NRW die Genehmigung benötigen, um diese Vorrichtung zu bauen, in der das Regenwasser versickert.

Gleiches gilt auch für die Sicker-Klärgrube, wenn Sie diese anlegen möchten. Eine Sickergrube darf auch angelegt werden, um das Dach am Carport zu entwässern.

Es ist notwendig, dass Sie die Sickergrube auch abdichten, um Regenwasser abführen zu können.

Achten Sie darauf, dass Sie die Muldenversickerung oder alternativ dazu die Sickerbox regelmäßig reinigen, denn ansonsten kann das Sickerrohr der Flächenversickerung verstopft sein.

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Bei der Größe der Versickerungsmulde müssen Sie beim Bauen ebenfalls die Vorschriften einhalten. Je nachdem, wie tief der Tunnel ist, gelten dieselben Vorschriften für Versickerungssysteme.

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Eine alte Regentonnenpumpe sollten Sie übrigens durch eine neue Regenwasserpumpe austauschen, um Wasser ableiten zu können.

Was Sie über die Sickergrube noch wissen sollten

Ein Sickerschacht ist dazu gedacht, Regenwasser auf Ihrem Grundstück versickern zu lassen. Damit entlasten Sie das Kanalsystem und senken die Kosten für Abwasser. Wenn Sie gewissen Voraussetzungen einhalten, können Sie einen Sickerschacht auch selber anlegen. In der Regel wird das Wasser per Zwischenspeicher durch den Sickerschacht geführt.

In den tiefen Schichten des Bodens kann das Wasser dann einfach versickern. Darüber hinaus ist auch die Flächenversickerung möglich. Hier wird das Regenwasser nah an der Oberfläche aufgenommen.

So können die dicken Schichten im Boden es besser filtern. Das ist jedoch nur umsetzbar, wenn Ihr Grundstück im Garten groß ist.

Bei einer Sickergrube handelt es sich im Prinzip um einen Schacht unter der Erde.

Er besteht aus Betonringen, kann aber auch aus Kunststofehältern angelegt werden. Daraus entsteht dann eine umschlossene Sickergrube. Dann läuft das Regenwasser von einer Drainage oder einem Rohr aus in einen Behälter, der dafür sorgt, dass es versickern kann. Abhängig von der Art der Sickergrube versichert das Wasser durch den Boden oder durch durchlässige Seitenwände.

Der Sickerschacht benötigt eine bestimmte Größe, damit die Mengen an Regenwasser sich dort sammeln und allmählich versickern. Bis dahin steht das Wasser in der Sickergrube.

Was müssen Sie beachten, wenn Sie eine Sickergrube bauen?

Wie bereits erwähnt, brauchen Sie eine Genehmigung, wenn Sie eine Sickergrube bauen möchten. Regenwasser gilt vor dem Gesetz als Abwasser und damit ist das Versickern des Wassers eine Abwasserentsorgung. Die Vorschriften dazu sind von Bundesland zu Bundesland verschieden. Daher empfehlen wir Ihnen, sich an die Behörde in Ihrer Region zu wenden.

Das Bauen einer Sickergrube ist oft nur dann geeignet, wenn es keine andere Möglichkeit gibt oder ein kleines Grundstück keine Gelegenheit bietet, eine Sickergrube anzulegen.

Vielen Behörden gefällt der private Anbau eine Sickergrube nicht. Ihnen ist das Versickern durch den Boden lieber.

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Außerdem können Sie einen Schacht zur Versickerung nur dann anlegen, wenn Ihr Grundstück sich nicht in Wasserschutzgebieten befindet.

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Des Weiteren darf der Grundwasserspiegel nur eine bestimmte Höhe haben, da andernfalls eine Filterwirkung nicht mehr möglich ist. Informieren können Sie sich über die Gegebenheiten bei Ihrem Kreis oder der Stadt. Alternativ können Sie auch einen fachkundigen Brunnenbauer fragen.

Die richtige Größe für die Sickergrube berechnen

Der Sickerschacht muss eine bestimmte Größe haben, damit er nicht überlaufen kann. Wenn es regnet, fällt eine Menge Wasser an, die in den Boden versickern muss. Deshalb sollte der innere Durchmesser im Sickerschacht nicht kleiner als ein Meter sein. Gerne auch 1,5 Meter. Die Maße für den Sickerschacht bestimmt der Grundwasserspiegel, denn er legt auch die Tiefe fest.

Sie hängt auch von der voraussichtlichen Regenmenge ab, die in den Speicher geleitet wird. Somit bestimmt auch die Dachfläche die Größe, von der das Wasser abgeleitet wird. Nehmen Sie für die Regenmenge Durchschnittswerte Ihrer Region als Grundlage. Die Beschaffenheit des Bodens müssen Sie ebenfalls beachten. Sie bestimmt, wie langsam oder schnell das Regenwasser versickert.

Diese Angabe erfolgt als kf-Wert. Er ist das Maß für die Geschwindigkeit, in der das Wasser in den Boden versickert. Mit diesem Wert berechnen Sie auch das Volumen. Je schneller das Wasser versickert, desto kleiner darf das Volumen der Grube sein. Wie Sie sehen, ist es also nicht so einfach, die Berechnung für einen Sickerschacht vorzunehmen.

Ist er zu klein, kann später das Regenwasser überlaufen. In Kombination mit einem Gartenhaus können Sie selbst planen und dennoch eine großzügige Sickergrube bauen. Bei Wohnhäusern ist es besser sich von Experten beraten zu lassen, wenn Sie selbst eine Grube anlegen möchten. Aber auch die Behörden informieren Sie gerne ausführlich.

Video zum Bauen einer Sickergrube für Regenwasser

Das Video zeigt eine Anleitung zum Bauen eines Sickerschachts. Auch hieraus können Sie nochmals wertvolle Informationen erhalten, wenn Sie planen, einen Sickerschacht für Regenwasser zu bauen. Wenn Sie die erste Sickergrube planen, empfehlen wir Ihnen dringend, sich das Video anzusehen.

Fazit zum Sickerschacht für Regenwasser

Sie haben in diesem Ratgeber erfahren, dass es möglich ist, selbst eine Sickergrube für Regenwasser zu bauen. Allerdings gibt es zahlreiche Dinge, die Sie dabei beachten und bei der Berechnung umsetzen müssen, damit das Wasser korrekt versickern kann.

Sie brauchen zum Beispiel eine Genehmigung von Ihrer zuständigen Behörde und müssen Vorschriften einhalten, die von Bundesland zu Bundesland verschieden sind.

Источник: https://kompeto.de/regenwasser-versickern/

Neue Pflichten für Grundstücksbesitzer: Regenwasser-Rückhaltung und -Versickerung

Regenwasser ableiten: Das müssen Sie beachten

(31.7.2011) Die gesplittete Abwassergebühr wird in allen Kommunen eingeführt.

Dann gilt es für die Hausbesitzer zu entscheiden: Weiterhin Regenwasser in den kommunalen Kanal ableiten und Jahr für Jahr nach Quadratmeter versiegelter Fläche Gebühren zahlen – oder Regenwasserbewirtschaftung auf dem eigenen Grundstück einführen, z.B. durch Versickerung und Nutzung in Kombination. Dies lässt sich auch nachträglich unkompliziert einrichten.

Gartenwasserpaket: Regenspeicher, Pumpentechnik mit Steuerung unter Wasser in der Zisterne, automatische Trinkwassernachspeisung in die Zisterne. 

Warum ist jetzt falsch, was früher richtig war?

Regenwasser muss in die Kanalisation, hieß es noch vor 10 Jahren bei der Mehrzahl der Baugenehmigungen. Heute gilt das Gegenteil. Warum ist jetzt falsch, was damals richtig war? Mit dem Oberflächenwasser wollte man in dicht besiedelten Gebieten im letzten Jahrhundert wenig zu tun haben. Bäche wurden in Rohre verlegt und unsichtbar abgeleitet, Flüsse wurden begradigt.

Das Ziel war Entwässerungs-Sicherheit. Deshalb musste auch Regenwasser von Grundstücken so schnell wie möglich weg, in die unterirdische Kanalisation. Dass man mit solcher Handlungsweise das Problem nur flussabwärts verlagert, und es dort noch viel größer wird, konnte ignoriert werden, so lange die Städte und Gemeinden und die einzelnen Bundesländer alleine darüber zu bestimmen hatten.

Damit ist es jetzt vorbei.

Rechtlicher Hintergrund: Wasserhaushaltsgesetz (WHG)

Mit dem Wasserhaushaltsgesetz (WHG) hat die Bundesregierung am 1.3.2010 den Bundesländern die Zuständigkeit abgenommen für die Belange von Oberflächen- und Grundwasser. Seither darf Regenwasser vom Grundsatz her nicht mehr mit Schmutzwasser vermischt werden. Priorität hat die ortsnahe Bewirtschaftung des Niederschlages.

Insofern ändert Regenwasser seine Richtung. Anstatt über Gullys in den Kanal wird es zukünftig auf den Grundstücken bereits per Sickerpflaster oder Sickermulde dem natürlichen Wasserkreislauf direkt zugeführt, über Gründächer verdunstet oder in Zisternen als Rohstoff gesammelt und genutzt werden.

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Baugenehmigungen und Bebauungspläne fordern mittlerweile, auf den Regenabfluss vom Grundstück zu verzichten.

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Regenwasserbewirtschaftung auf dem eigenen Grundstück. Mall-Sico-Regenspeicher, Versickerung und Nutzung in Kombination. 

Niederschlagsgebühr

Da die gesetzlichen Neuerungen nur für Neubauten gelten und den Bestand so lange schützen, bis ein Umbau ansteht, würde die Korrektur des Entwässerungssystems sehr lange dauern. Erfreulicherweise entsteht durch die neue Gebührenpolitik bei Abwasser eine weitere Kraft zur Umstellung.

Dabei kommt es zur Aufteilung in einen Preis für Schmutzwasser nach Kubikmeter und einen separaten Preis für Regenwasser, falls es weiterhin in den örtlichen Kanal geleitet wird. Den Betrag muss jede Stadt bzw. Gemeinde selbst festlegen, nach dem tatsächlichen Aufwand.

Die Kosten für das Ableiten von Regenwasser in den Kanal richten sich dann nach Quadratmeter angeschlossener Dach- oder Grundstücksfläche.

Bei Wasser durchlässigen befestigten Flächen, wenn also ein Teil versickert und ein Teil zum Kanal geht, wird nur ein Bruchteil der Fläche bei der Gebühr angerechnet – ebenso bei begrünten Dächern, auf denen ein bestimmter Prozentsatz verdunstet. In der örtlichen Abwassersatzung sind die Flächen, bei denen es solche Abschläge gibt, aufgelistet. Die Einsparungen werden in Zukunft die Bürger ermuntern, entsprechend umzubauen.

Beispiele von jährlichen Gebühren für Niederschlagswasser-Ableitung, Stand 2010/2011:

  • Berlin 1,90 €/m²
  • München 1,30 €/m²
  • Bonn 1,24 €/m²
  • Mannheim 0,79 €/m²
  • Stuttgart 0,65 €/m²

Woher kommt diese neue Gebühr und wer profitiert davon? Weder der Gesetzgeber noch die Kommunen selbst haben sich das ausgedacht. Es ist das Ergebnis von Auseinandersetzungen vor Gericht, die vor 25 Jahren begonnen haben. Die meisten Gemeinden haben die Umstellung der Abwassergebühr lange vor sich her geschoben.

Der Grund: Sie haben viel Aufwand, aber kaum Vorteile. Die Rechtsprechung (Judikative) verlangt von ihnen, verursachergerecht den Regenabfluss abzurechnen. Dafür müssen sie die versiegelten Flächen auf jedem Grundstück ermitteln und dann noch feststellen, ob diese an den Kanal angeschlossen sind.

Gleichzeitig verbietet ihnen der Gesetzgeber (die Legislative), mit den eingenommenen Gebühren Gewinn zu machen.

Chancen und Möglichkeiten

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Regenrückhaltung auf dem Grundstück, ob öffentlich, gewerblich oder privat, beschränkt sich nicht auf eine oder zwei Methoden. Je weniger Gartenfläche zur Verfügung steht, je mehr Dachflächen zu entwässern sind, desto schwieriger wird das. In Citylage bleibt oft nur die Dachbegrünung.

Sie dient der Verdunstung und verzö­gerten Ableitung. Doch selbst wenn Gartenfläche vor­handen ist, kann Versickerung nur gelingen, wenn der Boden durchlässig genug ist. Auch Vorgaben im Bebauungsplan oder in der Baugenehmigung können Einschränkungen bringen.

Falls es mehrere Möglichkeiten zum Umgang mit Regenwasser gibt, kann die richtige Variante folgendermaßen gefunden werden:

  • Wer den natürlichen Wasserkreislauf unterstützen möchte, versickert oder verdunstet die Niederschläge.
  • Wer zusätzlich Trinkwasser, und in Verbindung damit Trinkwassergebühren sparen will, verwendet im Privathaushalt Regenwasser vorrangig für WC, Waschmaschine oder Bewässerung. Dies ist in ganz Deutschland zulässig, weil für die Zwecke die Qualität von Trinkwasser nicht gefordert ist. Versickert wird in diesem Fall nur, was übrig ist – der Überlauf des vollen Speichers bei weiter zufließendem Niederschlag.

Regenwasserbewirtschaftung auf dem eigenen Grundstück. Mall-Terra-Regenspeicher, Versickerung und Nutzung in Kombination. Mit bewachsenem Bodenmaterial als Filter. 

Bewässern von Pflanzen ist die ideale Kombination von Nutzung und Versickerung des Regenwassers. Ein komplettes Gartenpaket – das heißt alle Bauteile aus einer Hand – besteht meistens aus …

  • unterirdischem Regenspeicher (darin eingebaut Filter, Unterwassermotorpumpe mit integriertem Schaltautomat und schwimmender Entnahme),
  • Trinkwasser-Nachspeisungs-Set für Kellermontage, Wanddurchführung, Druckschlauch, Anschluss-, Hinweis- und Revisionsset.
  • Für das Bewässern der Pflanzen gibt es mehrere Varianten: Ob ebenerdige Entnahmestelle, Versenkdüse, Versenkregner oder Microbewässerung – die Verteiltechnik ist bewährt, weil baugleich mit Bewässerungsanlagen für Trinkwasser.

Finanzieller Ausgleich

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Im Mietwohnungsbau bringen die Ein­sparungen den Mietern geringere Nebenkosten, während die Eigentümer investieren. Doch das Bürgerliche Gesetzbuch BGB erlaubt nach §559 (1) eine Mieterhöhung der jährlichen Miete um 11 Prozent für bauliche Anlagen, die nachhaltig Einsparungen von Wasser und Energie bewirken.

Abschließend kann festgestellt werden, dass die Auswir­kungen des Wasserhaushaltsgesetzes für Neu- und Umbaumaßnahmen die verschiedenen Varianten der Regenrückhaltung, wo technisch möglich, einfordern werden.

Zusätzlich, auch bei bestehenden Gebäuden, wirkt auf die Grundstücks- und Gebäudeeigentümer über die von den Kommunen eingeführte Niederschlagsgebühr der Druck zusätzlicher Kosten. Davon befreien kann sich, wer den Regenabfluss in den Kanal vermeidet. Die Versickerung ist die einfachste und preiswerteste Methode dafür.

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Sie kann mit Regenwassernutzung kombiniert werden. In Zisternen gesammeltes Regenwasser hilft, zusätzlich Trinkwasser – und damit weitere Gebühren – zu sparen.

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Weitere Informationen zu Regenwasser-Rückhaltung und -Versickerung können perE-Mail an Mall angefordert werden.

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(1.8.

2011) Bedeutende Absatzsteigerungen und neue Entwicklungen im Bereich Schornsteinsystemtechnik veranlassen die Wienerberger GmbH mit Sitz in Hannover, auch zukünftig auf dieses strategisch wichtige Segment zu setzen.

Die Montagebausätze und geschosshoch vorgefertigten Schornsteinsysteme der Marke Kamtec seien bereits heute abgestimmt auf die Anforderungen an Energieeffizienzhäuser und den Wachstumsmarkt der erneuerbaren Energien.

Vor allem die erfolgreich weiterentwickelten zweizügigen Systeme erfreuen sich offenbar großer Nachfrage, da sie Nachrüstmöglichkeiten für Solarthermie und Photovoltaik böten. Der Markt honoriere ebenfalls die Qualität und den hohen Grad der Vorfertigung.

Impulse für diese strategische Ausrichtung bei Wienerberger vermittelte auch die Anfang Januar 2011 geschlossene Kooperation mit dem Heiztechnikhersteller Viessmann im Rahmen des Tonhaus-Konzeptes – siehe auch Beitrag „Tonhaus verspricht bezahlbare und nachhaltige Lebenszyklushäuser“ vom 25.1.2011.

Für 2012 sind weitere Innovationenim Kamtec-Sortiment zu erwarten. An der neuen Preisliste

wird zurzeit in Hannover gearbeitet.

Источник: https://www.baulinks.de/webplugin/2011/1210.php4

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