Scheune wird Wohnhaus

Wohnraum schaffen durch Umnutzung

Scheune wird Wohnhaus

Eine Umnutzung ist die Durchführung einer genehmigten Nutzungsänderung. Damit einhergehend sind immer Umbaumaßnahmen, die die vorhandene Bausubstanz der neuen Nutzung als Wohnraum oder für die Büronutzung anpassen. Dabei wird der Umbau einer Scheune oder eines anderen Nutzgebäudes in der Regel genehmigt, wenn das Vorhaben nicht geltenden Bestimmungen widerspricht.

Allerdings wird es zumeist Auflagen der Baubehörde geben.

Zum Beispiel die Schaffung zusätzlicher Parkplätze, oder dass bei denkmalgeschützten Gebäuden der Umbau auf ein bestimmtes Maß beschränkt und die Fassade im Wesentlichen erhalten bleibt.

Das heißt, der Innenraum kann mitunter bis zur Entkernung verändert und umgebaut werden, die äußere Gestalt des Gebäudes aber meist nur in geringem Umfang oder gar nicht.

Die Nutzungsart eines Gebäudes ändern

Eine Nutzungsänderung liegt dann vor, wenn ein Nutzgebäude wie zum Beispiel eine Scheune in Wohn- oder Büroraum umgebaut werden soll. Das muss praktisch immer zuvor von der zuständigen Baubehörde genehmigt werden. Ob die Umnutzung einer Scheune zu einem Wohnhaus möglich ist, hängt dabei vor allem vom Standort der Hofstelle ab.

Scheune und Ställe müssen in einem räumlich-funktionalen Zusammenhang mit der Hofstelle stehen und dieser bis zur Nutzungsaufgabe gedient haben. Ist der Standort des für die Umnutzung vorgesehenen Gebäudes isoliert von der Hofstelle und dementsprechend zu weit entfernt, wird eine Umwandlung in Wohnraum in der Regel nicht genehmigt. Das ist zumeist bei Feldscheunen der Fall.

Befindet sich das Gebäude im Geltungsbereich eines Bebauungsplanes, so gibt dieser Auskunft darüber, was genehmigungsfähig ist und was nicht. Umbau und Umnutzung werden in der Regel unter Auflagen genehmigt, wenn sich die Hofstelle in Dorf- oder Mischgebieten befindet.

[attention type=yellow]

Die Umnutzung von Gebäuden im Außenbereich ist dann möglich, wenn durch den Umbau erhaltenswerte Bausubstanz einer zweckmäßigen Verwendung zugeführt wird.

[/attention]

Beim Umbau in Wohnraum bleibt dabei die äußere Gestalt des Gebäudes erhalten.

Grundsätzliche Voraussetzung für eine Umnutzung im Außenbereich ist zudem, dass das bebaute Grundstück bereits erschlossen ist, bzw. die Erschließung vorgenommen werden kann.

Eine Umnutzung bietet:

  • Mehr Wohnraum durch Umbau
  • Viel Platz und hohe Wohnqualität
  • Umsetzung großzügiger Wohnkonzepte
  • Freiheit bei der Raumaufteilung
  • Erhalt ländlicher Bausubstanz
  • Bessere Nutzung bebauter Flächen
  • Kosten für Bauplatz werden gespart

w-plaN ist Ihr Partner bei der Umnutzung von Nutzgebäuden. Auf das Know-how Ihres Meisterbetriebes aus Gelsenkirchen ist auch in schwierigen und außergewöhnlichen Bausituationen immer Verlass.

Scheunen und Ställe umbauen mit w-plaN

Große Scheunen mit hohen Decken und meist ohne Innenwände eignen sich sehr gut für eine offene Wohnraumgestaltung bei der Umnutzung.

Nach der meist notwendigen Entkernung, hat man bei der Innenraumgestaltung viel Raum und weitestgehend freie Hand.

Die Sanierung und Umgestaltung nicht mehr genutzter landwirtschaftlicher Gebäude in Wohnraum hat den Vorteil, keinen teuren Bauplatz kaufen zu müssen. Allerdings muss vor der Umwandlung von Scheunen in Wohnraum eine Nutzungsänderung beantragt werden.

Landwirtschaftliche Immobilien sind meist ältere Gebäude, so dass hier mitunter auch Auflagen des Denkmalschutzes einzuhalten sind.

Beim Bauen im Bestand und bei der Umnutzung, müssen Lösungen gefunden werden, die mögliche Auflagen berücksichtigen und dennoch den Wünschen der Bauherren weitgehend entsprechen. Das heißt, dass individuelles Bauen erforderlich ist, auch wenn lediglich die äußere Optik einer Scheune geschützt ist.

In NRW wird man bei Projekten der Umnutzung von Nutzgebäuden ohne einen darauf spezialisierten Baubetrieb wie w-plaN nicht auskommen. Der qualifizierte und erfahrene Fachbetrieb bringt die baulichen Wünsche der Bauherren mit den Auflagen der Behörden professionell in Einklang.

Maueröffnungen und Fenster

Ältere Wirtschaftsgebäude wie Scheunen und Ställe haben den Vorteil, dass sie  ohne Innenwände und mit hohen Decken viel Platz bieten. Das ermöglicht großzügige Wohnkonzepte. Große Freiheit bei der Raumaufteilung ist ein besonderer Vorteil bei der Umsetzung individueller Wohnkonzepte durch Umnutzung.

Das, was beim Grundriss der Innenräume weitestgehend frei anpassbar ist, sieht bei der Fassade meist anders aus. Für helle Räume sind große Fenster nötig. Einerseits darf dadurch die Statik nicht beeinträchtigt werden, andererseits muss das Fensterdesign zur bestehenden Fassade passen, auch wenn diese nicht denkmalgeschützt ist.

[attention type=red]

Steht diese jedoch unter Denkmalschutz, sind Maueröffnungen für Fenster enge Grenzen gesetzt. Es können dann meist nur wenige Veränderungen vorgenommen werden, die sich eng an die Vorgaben der Denkmalschutzbehörde halten müssen.

[/attention]

Zum Beispiel beim Material der Fenster sowie deren Anzahl und Größe. Hier werden in der Regel Bauelemente aus heimischen Hölzern verbaut. Was aber kein Nachteil ist, da der weitgehende Erhalt der Fassaden eine besondere Optik bietet und den Reiz ländlicher Gebäude ausmacht.

Umnutzung erfordert energetische Sanierung

Im Rahmen einer Umnutzung sind zahlreiche Gesetze und Vorschriften zu beachten. So müssen zum Beispiel bei der Umwandlung von Ställen und Scheunen in Wohnraum die Bestimmungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) erfüllt werden.

Für die ursprüngliche Nutzung von Scheunen, Ställen und anderen Wirtschaftsgebäuden war eine Wärmedämmung nicht notwendig. Bei der Umnutzung dieser Gebäude orientieren sich die notwendig werdenden  energieeffizienten Maßnahmen jedoch an denen für Neubauten.

Diese baulichen Maßnahmen sollten unbedingt von einem Spezialisten umgesetzt werden, da diese nicht leicht zu bewerkstelligen sind und viel Erfahrung erfordern. Beim Bauen im Bestand und der Umnutzung ist w-plaN Ihr kompetenter Partner in NRW.

Steht das alte Nutzgebäude unter Denkmalschutz, ist eine Außendämmung nicht möglich, so dass eine Innenwanddämmung notwendig wird. Hier gibt es mehrere Möglichkeiten wie zum Beispiel die Errichtung einer zusätzlichen Innenschale aus Hochlochziegeln zum bestehenden Mauerwerk. Der Zwischenraum zum äußeren Mauerwerk wird dabei mit Mineralwolle gefüllt.

Innenwanddämmung bei der Umnutzung

Bei der Scheunen- und Stallumnutzung kann die Wanddämmung nur von innen erfolgen, wenn es sich um Gebäude mit erhaltenswerten bzw. denkmalgeschützten Fassaden handelt. Die Innenwanddämmung ist dann die einzige Lösung. In dieser Hinsicht ist die Innenwanddämmung immer ein Kompromiss, denn sie ist der Außendämmung in der Wärmespeicherfähigkeit unterlegen.

Bei der Innenwanddämmung kann zudem viel falsch gemacht werden. So drohen bei unsachgemäßer Ausführung Schimmel-Probleme. Wird sie aber professionell geplant und umgesetzt, führt sie zu einer deutlichen Energieeinsparung, besserer Wohnqualität und einem gesünderen Raumklima. w-plaN arbeitet nur mit modernen Dämmsystemen und garantiert eine kompetente Planung und fachgerechte Umsetzung.

Sie möchten eine Scheune oder einen Stall umnutzen?

Der Spezialist für Bauen im Bestand und für die Umnutzung von Scheunen, Ställen und anderen Nutzgebäuden ist in NRW der Meisterbetrieb w-plaN aus Gelsenkirchen. Wir finden immer eine bauliche Lösung und erhöhen den Wohnnutzen bestehender Gebäude durch fachgerechten Umbau.

Gerne beraten wir Sie über die Möglichkeiten einer Umnutzung. Rufen Sie uns an.

Источник: https://www.w-plan.nrw/umnutzung

Scheunenausbau ohne Genehmigung?

Scheune wird Wohnhaus

08.09.2009

Hallo liebe Forumsgemeinde.Bin ganz neu hier, habe auch schon ein bisschen gestöbert und habe nun eine Frage an euch:

Wir möchten einen 100Jahre alten Bauernhof kaufen. Wohngebäude und Scheune sind gut in Schuss und bis auf Renovieren und Elektrik austauschen wird nicht viel zu machen sein. Nun möchten wir die angrenzende Scheune als Wohnraum nutzen.

Es existiert bereits ein Gäste-WC, das auf das Stalldach gebaut wurde und quasi in die Scheune hineinragt. Das restliche Dach des Stalles ist in der Scheune und genau darauf möchten wir ein Zimmer errichten. Ich hoffe, ich konnte das verständlich beschreiben. Nun habe ich beim Stöbern öfter gelesen, dass das von einem Statiker und Bauamt genehmigt werden muss.

Entschuldigt meine eventuelle Blauäugigkeit, aber muss ich das dort wirklich melden? Ich meine, es ist meine Scheune, und wenn ich im Haus eine Wnd umsetze muss doch auch nicht gleich der Statiker anrücken.

Und dann habe ich gelesen, dass Dämmrichtlinien eingehalten werden müssen?! Das ist doch meine Sache, wie ich den Raum dämme oder? Kommt ja auch auf die Nutzung drauf an.

Vielen Dank für`s durchlesen und ich hoffe, ich bekommen ein paar Antworten.

–>

also,

in seinen eigenen 4 Wänden kann man tun, was man denkt zu tun. Wenn es „baubedingte Unfälle“ gibt, greift die private Haftung.

Der Schornsteinfeger mahnt Brandschutzsicherheit an, die neue Dämmungsrichtlinie gilt nur im Falle der Vermietung, da kann der evtl. Mieter den Energiepaß einfordern.

und nochmal: „Gehe nicht zu deinem Fürsten, wenn Du nicht gerufen wirst“ Gruß…J.

P.s.: Tip von meinem Bauamt: „bauen sie nicht donnerstags, da fahren die von der Bauaufsicht rum“

Genehmigung

Architekturbüro

Hallo,Bauordnungsrecht ist Polizeirecht und dient den Menschen:den Bewohnern,den Gästen und den Nachbarn.Wenn die Nutzung eines Gebäudes geändert wird, ist das genehmigungspflichtig:

Ist die Standsicherheit gewährleistet?

Gib es einen 2. Rettungsweg?Gibt es genügend Tageslicht?

Wie lange halten die Bauteile dem Feuer stand?

Die EnEv ist einzuhalten,wenn geheizt werden soll. Gesetze sollte man einhalten, damit die ,die die Gesetze machen gute Gesetze machen.

Viele Grüße

Grüssgott Frau „Nachbarin“,

Boris

unsere Vorbesitzer haben auch stumpf ein Zimmer und ein WC in die Scheune reingebaut und nicht genehmigen lassen. Der nette Mensch vom Bauamt hier meinte nur: O.K. beim nächsten Bauantrag zeichnets halt mit rein….

das haben wir jetzt gemacht, und er betonte nochmal, dass wir die Scheune ausbauen dürfen, da nebenan nur die Garage vom Nachbarn ist.

Unser Statiker hat mir mal kurz durchgegeben, was er noch gern hätte, um es als Wohnraum zu nutzen (Dachpfetten verstärken, gemauerte Wand mit Fachwerk absichern).
Ich würde mich auf jeden Fall schlau machen und auch nach gängigen Vorschriften bauen.

Es soll ja schliesslich halten, schlecht brennen und nicht soviel Heizung kosten, oder? Seit ihr in RT oder drumrum? Wenn ihr möchtet, könnt ihrs euch gern mal bei uns anschauen.

Gruss aus Tübingen, Boris

[attention type=green]

Entweder Du machst es einfach, wenn Du deswegen gut schlafen kannst. Man kann so bauen, dass es nicht so auffällt.
Oder Du stellst eine Bauvoranfrage mit grober Projektskizze, kostet nix und Du weisst woran Du bist.

[/attention]

Ob die Scheune standsicher ist oder nicht, ist dem Bauamt sowieso egal, und man kriegt von denen auch kein Geld zurück, wenn es trotz Bewilligung aus irgendwelchen Gründen nicht geht.

Dinge wie zeitgemässe Wärmedämmung und fachgerechte Elektro-Installation würde ich aus eigenem Interesse beachten.

Vorsicht

Architekturbüro Kornmayer

Hallo Regina,

„in seinen eigenen 4 Wänden kann man tun, was man denkt zu tun“ => da würde ich besser mal nicht darauf hören. Das ist nicht besonders lustig ist schon irgendwo zwischen grob fahrlässig und Rechtsbruch anzusiedeln.

Es ist wie Herr Göbel schreibt: Eine Nutzungsänderung ist genehmigungspflichtig. Rettungswege, Brandschutz, Statik, EnEV etc.

sind nicht einfach Dinge, die sich jemand ausgedacht hat um einem das Leben schwer zu machen sondern gründen eben auch auf Mindestanforderungen an das Gebäude um Dich selbst und vor allem auch andere zu schützen.

Bei „baubedingten Unfällen“ greift die private Haftpflicht. Da ist wohl auch eher der Wunsch der Vater des Gedankens.

Wenn Deinem besten Freund samstags beim Helfen ein Balken auf die Nuschel fällt kommt es zum ersten (und gewiss nicht letzten, teuren) Kontakt mit der Berufsgenossenschaft, wo jeder am Bau beteiligte sozusagen „zwangsversichert“ ist – egal ob angemeldet oder nicht. Aber lass Dir gesagt sein: wehe wenn nicht.

Auf nicht genehmigte Bauten, Umnutzungen sind Behörden erst einmal gar nicht gut zu sprechen und der Rückbau von Schwarzbauten kommt öfter vor als man denkt.

Solltest Du dann doch die Möglichkeit einer nachträglichen Genehmigung erhalten wird es auch nicht lustiger/preiswerter jemanden zu finden der im Nachgang die Bauunterlagen fertigt oder noch besser eine Statik mit Bescheinigung zum Brandschutz ausstellt.

Von den oft berechtigten Empfindlichkeiten mancher Denkmalschutzbehörden, Gebäudeversicherungen, etc. möchte ich gar nicht erst anfangen. Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer

Scheunenausbau

Ingenieurbüro Georg Böttcher Georg Böttcher

Was ich noch zu Chistophs eindringlichem Beitrag beifügen möchte:
Auch wenn für eine Baumaßnahme kein Bauantrag erforderlich sein solte bzw. verlangt wird- die Forderungen der Landesbauordnung hinsichtlich der Ausführung der Arbeiten, also Statik, Brandschutz, Schall- und Wärmeschutz usw.

müssen in jedem Fall eingehalten werden, auch wenn das keiner vom Amt kontrolliert.
Immerhin geht es hier um Sicherheit und Gesundheit der jetzigen und der zukünftigen Bewohner. Was Versicherungen betrifft, Jürgen:

Wenn solch ein selbst verbasteltes Haus z.B.

abbrennt, ist jede Versicherung sehr zugeknöpft wenn es um die Auszahlung der Versicherungssume geht.

Spätestens dann können eigene Auslegungen der technischen Regeln böse finanzielle Folgen haben, wenn nicht auch noch strafrechtliche.

Viele Grüße

das bauamt will

…eine Zeichnung und Geld… wenn ihr meint, das habe einen erzieherischen Wert, o.k., mehr aber auch nicht.

Gruß…J.

Schutz

Architekturbüro Kornmayer

Hier geht es auch um die eigene Sicherheit und vor allem die der anderen, und nicht um einen erzieherischen Wert.

Wenn Deines Nachbarn illegal umgebaute Scheune brennt und das Feuer auf Dein Haus übergreift oder die Giebelwand der Scheune auf Dein heilig´s Blechle fällt weil er sich die Statik gespart hat; wirst Du Dich damit zufrieden geben wenn er sagt: „tut mir leid, aber die Haftpflicht wird es nicht übernehmen.“ ? Noch schlimmer wenn Menschen mit im Spiel sind.

Etwas überspitzt: Sinnloser Wagemut unter Einsatz des eigenen Lebens ist das, was einem zum Helden macht.

Wenn Du unter Deinem eigenen Haus begraben wirst ist das Deine Sache, wenn andere betroffen werden könnten aber nicht. Eine Umgehung der geltenden Gesetze zum Schutze der Allgemeinheit zu empfehlen ist mehr als fragwürdig. Letztlich zahlt immer die Allgemeinheit. Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer

Bleibt mal auf dem Teppich, Leute!Ich sage es mal überspitzt andersrum:

Es geht ja nur darum, wenn ich die Ausgangsfrage recht verstanden habe, in einer *bestehenden* Scheune, die wohl brav jahrzehntelang meterhohe Brennholzstapel und allerlei Gerümpel beherbergt hat, ein Zimmer einzubauen. Nicht um den Neubau einer ganzen Villa.

Wenn einem da ein falsch abgesägter Balken auf den Kopf fällt, hat man erst einmal selbst das Problem. Das wird aber mit etwas gesundem Menschenverstand – erst denken, dann sägen – nicht passieren.Und ob man den ganzen Papierkrieg wegen so etwas in Bewegung setzen soll, wäre auch noch eine Überlegung wert. Schliesslich sollte man die Beamten im Bauamt nicht mit solchen Kleinigkeiten von wichtigeren Tätigkeiten abhalten.

Wenn man diese Argumentation konsequent durchzieht, ist es bald unzulässig, ohne Baubewilligung und statischen Nachweis, Brandschutzbescheinigung usw. auch nur einen Kleiderhaken in eine dafür nicht extra geplante Bretterwand zu schrauben.

Architekturbüro Kornmayer

[attention type=yellow]

Unser Büro beschäftigt sich unter anderem gerade mit einer nicht genehmigten Umnutzung (seit 40 Jahren) und einem illegalen Aus- und Erweiterungsbau. Wir bemühen uns sie Genehmigung im Nachgang zu erwirken, was für den Bauherren unangenehm, schwierig und teuer ist.

[/attention]

Ich kann nur nicht verstehen, dass man zur Umgehung der Gesetze rät. Es erweist sich immer wieder: Es kommt ohnehin heraus. Wie im obigen Falle auch nach 40 Jahren wegen eines Bauvorhabens auf einem Nachbargrundstück, und dies mit erheblichen Konsequenzen, da es sich um vermieteten Wohnraum handelt.

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer

Und ich finds Klasse

Boris

hier die Bandbreite der Möglichkeiten nachlesen zu können, um dann eine Entscheidung zu treffen die zu einem passt.

Grüsse, Boris

Jens hat Recht, es wird in die Scheune ein Zimmer eingebaut. Auf das Dach des integrierten Stalles. Es muss kein Balken angerührt werden. Und von außen ist auch nichts sichtbar. Der neue Raum „steht“ frei in der Scheune und berührt sie nur an der Verbindungswand zum Haus.Die Scheune selber wird nicht angerührt.

Nichtsdestrotrotz sind solche schwarzen Baumaßnahmen illegal. Mal an Versicherungsschutz gedacht? Was wird im Schadensfall eine Versicherung dazu sagen? Auch ich habe hier gestern die Anfrage zu einem Auftrag bekommen. Gebäude, Bj. Ende der 70er, fehlende Genehmigung für Nutzungsänderungen etc. Bestandsschutz? Keiner.

Habe ich dankend weitergereicht. So einen Schuh zieh ich mir erst wieder an, wenn es sein muss. Der neue Raum steht „frei“ in der Scheune? Was das alles, nicht nur rechtlich, an Anforderungen nach sich zieht ist ein Rattenschwanz. Niemand sollte hier raten so etwas ohne Genehmigung zu machen. Das halte ich schlicht für fahrlässig.

Viele Grüße Stefan Wiesner

–>

Источник: https://www.fachwerk.de/fachwerkhaus/wissen/scheune-genehmigung-124517.html

Scheune ausbauen » Mit diesen Kosten ist zu rechnen

Scheune wird Wohnhaus

Auf der Suche nach Wohnraum übersieht man häufig naheliegende, gute Möglichkeiten. Der Umbau einer alten Scheune zum Wohnraum mit Loft-Charakter kann in vielen Fällen eine gute Möglichkeit sein, die Kosten werden aber oft unterschätzt. Was ein Scheunenumbau in der Praxis tatsächlich kosten kann, erklärt ausführlich der Kostencheck-Experte im Interview.

Frage: Warum lohnen sich gerade alte Scheunen für einen Umbau als Wohnraum – und worauf muss man dabei alles schon im Vorfeld achten?

Kostencheck-Experte: Was bei alten Scheunen oft nicht bedacht wird, ist das Wohngefühl, dass sich darin bei einem Umbau erreichen lässt. Eine alte Scheune hat nach einem Umbau definitiv Loft-Charakter – das unterscheidet sich nur wenig von der in städtischen Lagen so gesuchten Fabrik-Architektur.

Hohe, lichtdurchflutete Räume mit großzügigem Raumgefühl und einer Vielzahl an räumlichen, ganz individuellen Gestaltungsmöglichkeiten sind beim Umbau einer alten Scheune genauso möglich wie bei aufgelassenen Fabriken, die als Loft-Wohnräume adaptiert werden. Bei Scheunen wird das vorhandene Potenzial für einen tollen und einzigartigen Wohnraum aber häufig übersehen.

Im Vorfeld muss man natürlich zunächst einmal sehr viel Planung investieren. Zunächst geht es schon einmal darum, ob ein Ausbau der Scheune und eine Nutzungsänderung als Wohnraum baurechtlich genehmigungsfähig sind. Bei vielen Scheunen, die im Außenbereich liegen, ist das sehr schwierig bis unmöglich, so etwas genehmigt zu bekommen.

Da Scheunen durchwegs alte bis sehr alte Gebäude sind, stehen viele von ihnen unter Denkmalschutz. Das bedeutet in der Praxis eine Vielzahl von Auflagen, die eingehalten werden müssen – bis hin zum stilgerechten Erhalten der Fassade, was manchmal (beispielsweise im Hinblick auf den Fenstereinbau) durchaus eine Herausforderung sein kann.

[attention type=red]

Als Nächstes braucht man einen Architekten, der die nötige Qualifikation mitbringt – und mit dessen Stil man sich anfreunden kann. Wichtig ist auch, dass der Architekt profunde Erfahrungen mit alten und denkmalgeschützten Gebäuden mitbringt.

[/attention]

Es ist auch kein Fehler, wenn der Architekt ein möglichst gutes Verhältnis zu den jeweils zuständigen Baubehörden mitbringt – im Hinblick auf die erforderlichen Genehmigungen lohnt sich ein gutes Einvernehmen zwischen Architekt und Behörde(n). Andernfalls kann die Umsetzung der Pläne und das Erlangen der entsprechenden Genehmigungen sehr mühsam und zeitaufwendig werden.

Die Kosten für einen solchen Umbau sollte man ebenfalls nicht unterschätzen.

In der Regel wird man mit einem ähnlich hohen Budget wie bei einem Neubau in dieses Projekt gehen müssen – wenn auch an der Bausubstanz der Scheune Erhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen durchzuführen sind, kann es noch teurer werden.

Wegen des sehr speziellen und hochwertigen Wohnraums, den man beim Scheunenumbau später erhält, fällt die Kosten-Nutzen-Rechnung aber in vielen Fällen doch recht positiv aus.

Frage: Mit welchen Kosten muss man beim Umbauen einer Scheune in der Praxis gewöhnlich rechnen?

Die Kosten für einen Scheunenausbau variieren stark

Kostencheck-Experte: Das kann man natürlich schwer pauschal beziffern, da die Kosten immer stark vom Gebäude selbst und den eigenen Plänen für den späteren Wohnraum abhängen.

In der Praxis wird aber selbst unter günstigen Voraussetzungen und mit kleineren Eigenleistungen ein Umbau unter 1.000 EUR pro m² kaum zu schaffen sein. Darunter geht es nur, wenn man die Arbeiten einzelner, größerer Gewerke komplett selbst übernehmen kann – und selbst damit ist fraglich, ob man diese Schwelle deutlich unterschreiten kann.

Im Allgemeinen wird man sich bei den Baukosten in den meisten Fällen wohl eher in Richtung von rund 1.500 EUR pro m² bewegen, insbesondere wenn auch denkmalschutzrechtliche Vorgaben umzusetzen sind und Sanierungsmaßnahmen an der Bausubstanz selbst ebenfalls notwendig werden.

Erleichternd im Hinblick auf die Kosten ist, dass man meist weniger Zeitdruck beim Umbau hat und eine alte Scheune auch „in Etappen“ zu einem kompletten Wohnraum umbauen kann. Das schafft auch Zeit für Eigenleistungen und es muss nicht innerhalb von kurzer Zeit das ganze Budget komplett ausgegeben werden.

Ein kleines Kostenbeispiel aus der Praxis

Eine alte Scheune im Schwarzwald (500 m² Nutzfläche, denkmalgeschützt) soll in eine eigene Wohnung (300 m²) und eine später zu vermietende Wohnung (150 m²) umgebaut werden.

Wegen der umfassenden nötigen Maßnahmen liegen die Gesamtbaukosten bei 2.000 EUR pro m².

Die Scheune steht unter Denkmalschutz – damit können auch entsprechende Förderungen bezogen werden und eine spezielle Abschreibung ist möglich.

Hierbei handelt es sich natürlich lediglich um ein einzelnes Kostenbeispiel, das nur für ein ganz bestimmtes Gebäude und bestimmte Umbaumaßnahmen gilt.

Für denkmalgeschützte Scheunen gibt es Zuschüsse für die Renovierung[attention type=green]

Unser Kostenbeispiel zeigt aber unter anderem sehr deutlich, dass Denkmalschutzauflagen nicht immer eine Belastung sein müssen, sondern durch die möglichen Abschreibungen durchaus eine sehr wichtige Finanzierungshilfe beim Umbau darstellen können.

[/attention]

Selbst ohne die Mieteinnahmen wäre die monatliche Belastung in diesem Fall kaum höher als bei einem typischen Einfamilienhaus – allerdings mit weniger als der Hälfte der Wohnfläche.

Es kommt also auch bei den Kosten immer auf einen möglichst gute und umfassende Gesamtplanung im Vorfeld an. Denkmalgeschützte Gebäude sollte man auch nicht von vornherein außer Acht lassen.

Frage: Von welchen Faktoren hängen die Kosten für einen Scheunenumbau in der Praxis ab?

Kostencheck-Experte: Hier kommen natürlich viele Faktoren zum Tragen. Die wichtigsten davon sind:

  • der eventuelle Kaufpreis für das Gebäude und das Grundstück
  • der bauliche Zustand des Gebäudes
  • ob die Scheune denkmalgeschützt ist
  • welche Auflagen für eine Nutzungsänderung als Wohnraum vonseiten der Behörde bestehen
  • welche Umbaumaßnahmen genau getroffen werden
  • welche Einschränkungen für den Umbau gelten (z. B. Erhalt der Fassade)

In der Regel lohnt es sich, ausgehend von der erlaubten Nutzung ausgehend zu planen und die eigenen Vorstellungen für eine mögliche Gestaltung diesen Vorgaben anzupassen. Auch in finanzieller Hinsicht lohnt das meistens. Eigene Vorstellungen unbedingt verwirklichen zu wollen kann im Einzelfall dagegen oft unverhältnismäßig teuer werden.

Источник: https://kostencheck.de/scheune-ausbauen-kosten

Platz für alle Scheunenumbau zum Wohnhaus mit Gemeinschaftsräumen für die Großfamilie

Scheune wird Wohnhaus

Claudia und Martin Hinz wollten, dass ihre Tochter Julia auf dem Land inmitten ihrer gesamten Familie aufwächst. Da jedoch auf dem großen Hofgelände der Eltern von Martin Hinz bereits vier seiner insgesamt sieben Geschwister Neubauten für sich und ihre Familien errichtet hatten, war dort kein Platz für ein weiteres Gebäude.

Deshalb entschied sich das Ehepaar, eine baufällige, von Martins Eltern ursprünglich als Kuhstall und Heuboden genutzte Scheune umzubauen. Dabei war ihnen von an Anfang an klar, dass sie die ursprüngliche Bauform des 1951 errichteten Scheunengebäudes beibehalten wollten, um das Gesamtbild des Hofes zu bewahren.

„Die größte Herausforderung war zunächst die sinnvolle Planung eines Einfamiliengrundrisses, da die Scheune und die zur Verfügung stehende Grundfläche sehr groß waren“, so die verantwortliche Architektin des Projekts, Heidi Burkhardt-Nöltner.

So entstand die Idee, den Platz im Erdgeschoss vor allem für das lebendige Miteinander der Großfamilie zu nutzen und die eigentliche Wohnung der Familie in das erste Obergeschoss der modernisierten Scheune zu verlegen.

Moderne Optik in gewachsener Struktur

Bevor mit dem eigentlichen Bau begonnen werden konnte, mussten Teile der alten Scheune und angrenzende kleine Wirtschaftsgebäude abgerissen werden. „Einen großen Teil dieser Arbeiten konnten wir dank der Unterstützung der gesamten Familie in Eigenleistung erbringen“, erklärt Martin Hinz.

Im weiteren Verlauf der Bauarbeiten wurden Teilfundamente für die neuen tragenden Wände ausgehoben, und da die alte Scheune nur in einigen Bereichen über einen Betonboden verfügte – im ehemaligen „Kuhstall“ hatten beispielsweise Pflastersteine den Boden gebildet –, musste an den fehlenden Stellen ein neuer Boden gegossen werden. Zudem wurden im Bereich der ursprünglichen Scheunendurchfahrt Frostschürzen betoniert und eine zusätzliche Stahlstütze für den großen, offenen Raum im Erdgeschoss eingebracht. Anschließend zog man neue Zwischendecken ein, da im alten Gebäude die Heu- und Strohballen ursprünglich nur auf Holzbalken über dem Kuhstall lagerten. Hierbei entschieden sich Bauherren und Architektin nach eingängiger Prüfung für Fertigdecken, die bereits die Rohrleitungen für die Deckenheizung enthalten. Aus statischen Gründen mussten zunächst die Decken verlegt werden. Erst danach konnten die für die Fenster vorgesehenen Öffnungen aus den bestehenden Wänden herausgesägt werden.

Auch der alte Dachstuhl wurde im Zuge des Umbaus erneuert, da die Balken zu gering dimensioniert und teilweise morsch waren.

Die Verlegung der Dämmung, die Konterlattung und die Eindeckung des Daches mit anthrazitfarbenen Betonziegeln erbrachte der Bauherr ebenfalls in Eigenleistung. Durch Beibehaltung von Dachform und Neigung blieb das Gesamtbild des Hofensembles erhalten.

Auch das neue Eingangselement an der Südfassade, das dieselbe Größe wie das ursprüngliche Scheunentor hat, trägt dazu bei, den ursprünglichen Charakter der Scheune zu bewahren.

Effizient und nachhaltig

Neben dem Erhalt des ursprünglichen Gesamtbildes waren den Bauherren auch ökologische Aspekte sehr wichtig und wurden bei der Modernisierung der alten Scheune berücksichtigt.

So erzeugt eine großflächige Photovoltaikanlage auf dem nach Süden ausgerichteten Dach den von der Familie benötigten Strom, und auch bei der Heizungsanlage setzte das Ehepaar auf erneuerbare Energien.

Der eingebaute Biomassekessel verbrennt nicht nur Pellets und Hackschnitzel, sondern auch Miskanthus – eine ursprünglich aus Asien stammende, schnellwüchsige Grassorte, die Martin Hinz selbst anbaut. Für angenehme Temperaturen im Inneren der Scheune sorgt ein Deckenheizsystem.

[attention type=yellow]

Die Strahlungswärme der Decke erlaubt nicht nur eine gleichmäßige, flächendeckende Temperierung, sondern spart zugleich Energie, da sie bereits bei niedrigeren Raumtemperaturen ein behagliches Wohngefühl erzeugt.

[/attention]

Im Erdgeschoss unterstützen zudem passive solare Wärmegewinne die Heizung: Wenn im Winter die tiefstehende Sonne von Süden durch das gläserne Eingangselement ins Gebäude scheint, durchflutet sie fast den gesamten Raum mit Licht und erwärmt den extra dafür ausgewählten dunklen Fliesenboden. Zugleich wird es im Sommer hier nicht zu warm, da die Strahlen der dann sehr steil stehenden Sonne kaum in den Raum hinein gelangen.

Platz für die ganze Familie

Der offene, etwa 70 m2 große Multifunktionsraum im Erdgeschoss zeichnet sich durch seine vielseitige Nutzbarkeit aus.

Er birgt die Erschließung für das gesamte Gebäude und ist dank der angrenzenden, großen „Sommer- und Feste-Küche“ der ideale Ort für Feiern oder Familientreffen, aber auch Seminare wurden hier schon veranstaltet.

Darüber hinaus befinden sich im Erdgeschoss neben Technik- und Abstellräumen auch noch ein Gästezimmer und ein Gästebad für gelegentliche Übernachtungsgäste. Die eigentliche Wohnung von Julia und ihren Eltern befindet sich im ersten Stock.

Lebensmittelpunkt der dreiköpfigen Familie ist der nach Westen ausgerichtete, offen gestaltete Wohn-, Ess- und Kochbereich mit seinen vielen Fensterelemente zu allen Seiten. Von hier gelangt man auch auf die fast 100 m2 große Terrasse.

Auf der Nordseite befindet sich ein großes Badezimmer und entlang der Ostwand reihen sich Arbeits- und Kinderzimmer sowie das Schlafzimmer der Eltern mit angrenzendem Ankleideraum.

Zudem steht das über der Wohnung befindliche Dachgeschoss noch zum weiteren Ausbau zur Verfügung.

Tageslicht und frische Luft

Verbunden werden die verschiedenen Ebenen der modernisierten Scheune durch eine offene Stahl-Holzkonstruktion von Treppen mit angeschlossenen Brückenelementen. Dabei ist die Umsetzung des sich bis zum Dach hin öffnenden Treppenhaus zugleich ein Musterbeispiel dafür, wie durch geschickte Planung frische Luft und Tageslicht bis in die Tiefe eines Gebäudes geführt werden können.

Acht Velux Dachfenster auf beiden Seiten des Firstes versorgen den atrium­gleichen Treppenhaus bis hinunter ins Erdgeschoss mit viel natürlichem Licht. So kann dort selbst an trüben Tagen meist auf künstliche Beleuchtung verzichtet werden.

Darüber hinaus spielen die elektrisch betriebenen Dachfenster in Verbindung mit den Fassadenfenstern der unteren Etagen eine wichtige Rolle bei der Be- und Entlüftung der Innenräume und der Regulierung der Temperatur. Wind- und Temperaturunterschiede zwischen außen und innen und die unterschiedliche Höhe der Fenster bewirken den sogenannten Kamineffekt.

[attention type=red]

Warme, verbrauchte Luft steigt durch den offenen Luftraum des Treppenhaus nach oben und zieht durch die Dachfenster ab, während frische Luft durch die Fassadenfenster der unteren Ebene nachströmt. Diese besonders effektive und schnelle natürliche Lüftung gewährleistet im Winter eine gute Raumluftqualität, ohne dabei viel Heizwärme zu verlieren.

[/attention]

Im Sommer hilft die natürliche Lüftung der Familie dabei, nach einem heißen Sonnentag, schnell angenehme Temperaturen herzustellen, in dem sie am Abend die wärmere Luft im Innenraum durch die kühle Abendluft ersetzt.

Astrid Unger war Pressesprecherin der Velux Deutschland GmbH in Hamburg.

Источник: https://www.bauhandwerk.de/artikel/bhw_Platz_fuer_alle_2449809.html

Heimtextilien
Schreibe einen Kommentar

;-) :| :x :twisted: :smile: :shock: :sad: :roll: :razz: :oops: :o :mrgreen: :lol: :idea: :grin: :evil: :cry: :cool: :arrow: :???: :?: :!: