So dämmen Sie clever und senken Ihre Heizkosten

Heizkosten sparen

So dämmen Sie clever und senken Ihre Heizkosten

Im eigenen Haus möchte niemand frieren. Doch damit die Heizkosten nicht ins Unermessliche steigen, sollten Sie versuchen Energie zu sparen. Mit einfachen Tricks lassen sich so übers Jahr große Summen Heizkosten sparen. Wie Sie beim Heizen Geld sparen, verraten diese Spartipps zum Thema Energiekosten.

Das Energiesparen-Video zeigt, wie's geht: Vermeiden Sie diese typischen fünf Fehler beim Heizen – und schon können Sie auch hier Geld sparen.

Frieren müssen Sie nicht, wenn Sie unsere Tipps zum Heizkosten sparen befolgen: Schon mit kleinen Verhaltensänderungen oder günstigen Mini-Investitionen in die eigene Wohnung lässt sich der Verbrauch von Heizenergie und damit die Heizkosten senken! Oft sind es nur kleine Veränderungen oder gerade die einfachen Mittel, die zu einem energieeffizienteren Heizen führen und damit auch Bewohnern von Mietwohnungen ermöglichen, Heizkosten zu sparen!

Energiesparen fängt im Kleinen an und kann sich zu einem ganz großen Projekt entwickeln – vor allem dann, wenn man im eigenen Haus wohnt. Diese Erfahrung macht auch Familie Berger, die am Rand einer deutschen Großstadt lebt. Vor zwei Jahren erfüllten sich Marie und Thomas Berger einen lang gehegten Wunsch und kauften ein Häuschen aus den 70er-Jahren.

Mit einem kleinen Garten und fünf Zimmern bietet es genug Platz für die Eltern und ihre beiden Kinder Jana und Micha.

Energiesparen bei Heizung und Strom Eins war dem Industriemechaniker und der Steuergehilfin dabei von vornherein klar: Den Hausbau konnten sie sich von ihren Ersparnissen und mithilfe einer Hypothek zwar recht gut leisten, aber es bleibt noch reichlich zu tun. An erster Stelle steht dabei der Energieverbrauch.

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Die Heizung wurde vor wenigen Jahren von den Vorbesitzern erneuert, doch mit der Dämmung steht es nicht zum Besten. Deshalb sind die Bergers für alle Vorschläge offen, wie sie Energie sparen können – ganz gleich ob bei den Brennstoff-Kosten oder dem Stromverbrauch. Auf dem Weg, ihren Energieverbrauch zu senken, gibt es eine Menge zu entdecken – und wir sind dabei.

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Verantwortungsvoll mit Ressourcen haushalten muss in einer Familie jeder Einzelne, denn das Thema betrifft alle Lebensbereiche. Ob Erwachsene oder Kinder – alle helfen mit. Praxistipp: Kleine Beträge addieren sich zu recht erfreulichen Summen. Sie werden staunen, wie viel Energie und Geld Sie auch mit einfachen Mitteln sparen können.

 

12 Tipps zum Heizkosten sparen

Die zwei großen Stellschrauben, um den Verbrauch von Heizenergie zu senken, lauten „Wärmeverluste minimieren“ und „Heizbedarf reduzieren“.

Wärme entweicht durch die kleinsten Ritzen – das ist nicht nur teuer auf der Jahresrechnung des Energielieferanten, sondern kann auch zu Schimmel und Bauschäden führen.

Außerdem können wir selbst unser Verhalten ändern und besser an die jeweiligen klimatischen Umwelteinflüsse anpassen. So einfach ist Energie sparen – so senken Sie Ihre Heizkosten:

Fenster abdichten

Schließen die Fenster nicht luftdicht, entweicht durch die Falzen im Fensterrahmen kontinuierlich warme Heizluft, kühle Außenluft strömt nach. Im Raum spürt man nicht zwangsläufig einen Windzug! Mithilfe einer brennenden Kerze spüren Sie die Stelle auf, an der der Rahmen undicht ist.

Als Gegenmaßnahme sollten Sie den Fensterflügen nachstellen (lassen) und/oder ein Dichtband in den Rahmen kleben, um den Wärmeverlust zu stoppen. Dichtbänder (aus Gummiprofilen oder als selbstklebendes Schaumband) erhalten Sie in jedem Baumarkt für ca zehn Euro (pro Fenster).

Die Investition in Dichtungsband lohnt sich: In einem Einfamilienhaus mit Gasheizung und 150 m² können Sie pro Jahr 1.250 kWh und 105 Euro einsparen.

Auch unter der Tür kann Zugluft zu einen erhöhten Heizbedarf führen: Selbstklebende Türdichtungen sind vor allem an der Wohnungseingangtür zu empfehlen, wenn Sie die heizkosten senken wollen.

Richtig lüften

Lüften muss auch im Winter sein: Verbrauchte, feuchte Luft muss regelmäßig aus der Wohnung gelassen werden! Aber statt per Dauer-Kippstellung der Fenster sollten Sie – nicht nur aus energetischen Gesichtspunkten – lieber mittels Stoßlüftung für den erforderlichen Luftaustausch sorgen. Stoßlüften spart gegenüber Dauerlüften bis zu 175 Euro im Jahr.

Praxistipp: Schließen Sie im Winter die Zimmertür des Raumes, in dem Sie stoßlüften (z. B. das Badezimmer nach der morgendlichen Dusche). So strömt die kalte Außenluft nicht in benachbarte beheizte Zimmer.

Auch die Türen zu tagsüber weitestgehend ungenutzten und daher nur auf Minimum beheizten Räumen sollten geschlossen gehalten werden, um sie nicht passiv übder die umliegenden Räume mitzubeheizen!

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Gesund wohnen

[/attention]Stoßlüften senkt Schimmel-Risiko

Die Frage, warum überhaupt gelüftet werden muss, ist einfach beantwortet: Beim Kochen, Putzen oder auch beim Atmen entsteht Luftfeuchtigkeit. Diese…

Räume nicht überheizen

Jedes Grad weniger, auf dass Sie Ihre Wohnung aufheizen, spart bares Geld: Ob Sie bei 20 °C oder 21 °C am Schreibtisch sitzen oder auf der Couch fernsehen, werden Sie kaum spüren – Ihr Portemonnaie aber schon! Jedes Grad weniger spart etwa sechs Prozent Heizenergie. Damit Sie die Wohnung nicht zu stark heizen, helfen Ihnen diese Temperaturangaben als Richtwerte:

  • Wohnbereich ca. 20 °C
  • Küche 18 – 20 °C
  • Bad 23 °C
  • Schlafzimmer 16 – 18 °C
  • Kinderzimmer am Tag 20 °C
  • Kinderzimmer in der Nacht ca. 18 °C (je nach Alter des Kindes)
  • bei Tages-Abwesenheit 15 °C
  • während des Urlaubs 12 °C

Praxistipp: Die Mittelstellung an den meisten Thermostaten ist auch 20 °C geeicht – jeder Strich auf der Skala entspricht dann ungefähr 4 ° mehr oder weniger.

Heizkörpernische dämmen

In Altbauten ist die Heizung meist in einer Nischer unter dem Fenster montiert. Der dünnere Wandquerschnitt an dieser Stelle ist eine energetische Schwachstelle in der Fassade. Hier verliert das Haus leichtfertig kostbare Heizenergie.

Abhilfe können Sie selbst schaffen – auch als Mieter: Wenn Sie die Wand hinter dem Heizkörper dämmen, können Sie die Transmissionsverluste durch das Mauerwerk um bis zu 90 Prozent mindern! Pro Heizkörper macht das immerhin gut 10 Euro/Jahr aus! Im Baumarkt bekommen Sie vorkonfektionierte Dämmlpatten für die Heizkörpernische (meist einseitig alu-kaschierte Styroporplatten). Wie Sie die Dämmung hinter der Heizung befestigen, zeigt unsere Anleitung Heizkörpernische dämmen >>

Auch über dem Fenster droht der Verlust von Heizenergie: Offen liegende Rollladen-Kästen in Altbauten sind eine riesige Energieschleuder! Dabei gibt es praktische Dämm-Pakete, mit denen Sie den Rollladenkasten selber dämmen können.

Selbstregelnde Thermostate einbauen

Die bedarfsgerechte Steuerung der Heizung, besser jedes einzelnen Heizkörpers in der Wohnung, ist der Schlüssel zum Energiesparen: Es macht keinen Sinn, die Heizung den ganzen Tag laufen zu lassen, wenn Sie nicht zu Hause sind. Völlig „auf Null“ regeln sollten Sie den Heizkörper aber auch nicht, um Bauschäden zu vermeiden.

Außerdem dauert es nachher länger – und kostet mehr Energie – um einen völlig ausgekühlten Raum wieder auf Wohlfühltemperatur aufzuheizen. Selbstregelnde und programmierbare Heizungsthermostate sind lernfähig und regeln jeden einzelnen heizkörper bedarfsgerecht: Sie können feste Heiz-Zeiten einstellen (1/2 Stunde vor dem Aufstehen oder pünktlich zum Feierabend).

Sie können eine Mindest-Temperatur vorwählen (z.B. wenn Sie in den Winterurlaub fahren). Die Nachtabsenkung gehört bei den meisten elektronischen Thermostaten bereits zum Standard. Wer sein altes Thermostat gegen ein elektronisches tauscht, kann pro Jahr und Heizkörper knapp 20 Euro Heizkosten sparen.

Diese Anschaffung lohnt sich auch für Mieter, zumal der Thermostatkopf schnell ausgetauscht ist und „mit Ihnen umziehen“ kann!
Praxistipp: Es ist ein Irrglaube, dass das Zimmer schneller warm wird, wenn Sie den Regler voll aufdrehen! Mit dem Thermostatknopf wählen Sie die Ziel-Temperatur aus – je weiter er gedreht wird, desto wärmer wird es.

Denn Im Inneren des Thermostats prüft ein Temperaturfühler, ob die voreingestellte Zieltemperatur erreicht ist. Sie heizen also nicht schneller, sondern unnötig lange.

Heizkörper entlüften

Wenn der Heizkörper hörbar gluckert und nicht mehr gleichmäßig warm wird, befindet sich Luft im Heizkreislauf. Diese muss entlüftet werden, damit die Heizung wieder effizient arbeiten kann. Wie Sie Ihren Heizkörper entlüften und anschließend das Wasser im Heizkreislauf auffüllen, erfahren Sie hier:

Heizung

Heizung entlüften

Wenn der Heizkörper gluckert und kalt bleibt, ist es Zeit, die Heizung zu entlüften

Praxistipp: Das Entlüften können Sie in jedem Fall selbst erledigen. Für das Auffüllen des Heizwassers muss in großen Wohnanalagen ggf. der Hausmeister oder Vermieter tätig werden. Wird der Heizkörper trotzt regelmäßigen Entlüftens nicht warm, muss ggf. ein hydraulischer Abgleich der kompletten Heizungsanlage vom Sanitär-Handwerker ausgeführt werden.

Hydraulischen Abgleich durchführen

Zeit für einen hydraulischen Abgleich ist es, wenn trotz Entlüftung der Heizkörper, die Heizung in einigen Zimmern des Hauses wohlig warm werden, andere aber klirrend kalt bleiben. Diese Arbeit kann nur der Heizungsbauer erledigen. Alle Heizkörper des Hauses müssen für diese Arbeit zugänglich sein.

Ziel des hydraulischen Abgleichs ist es, die Verteilung von Heizwasser im Haus so einzustellen, dass alle Heizkörper im Haus – egal in welchem Stockwerk und wie weit entfernt von der Heizungsanlage im Keller – gleichmäßig und effizient mit Wärme versorgt werden.

Diese Mühe kostet etwa 650 Euro – dafür sind aber auch Energieeinsparungen von 10 Prozent pro Jahr realistisch.

Heizungsrohre isolieren

Auf dem Weg von der Heizungsanlage im Keller bis zum Heizkörper geht über ungedämmte Heizungsrohre viel Energie verloren.

Gerade in ungedämmten Kellergeschossen in Altbauten fallen so schnell zusätzliche, aber unnötige und vermeidbare Heizkosten von etwa 200 Euro pro Jahr an! Dabei erhalten Sie einen Meter Isoliermanschetten für Heizungsrohre bereits ab vier Euro in jedem Baumarkt.

Die Dämmmanschetten sehen aus wie eine graue Poolnudel, sind längs geschlitzt und werden einfach über ds Heizungsrohr gestülpt. Was Sie beim Isolieren der Heizungsrohre beachten sollten, erfahren Sie in dieser Anleitung:

Heizungsrohre isolieren Zur Bildergalerie »

Umwälzpumpen ersetzen

Ein unterschätzes Randthema beim Sparen von Heizkosten: Alte Heizungspumpen verbrauchen überproportional viel Strom, um die Zirkulation des Heizwassers im Leitungssystem Ihrer Heizungsanlage aufrecht zu erhalten. Der Austausch einer alten Heizungspumpe gegen eine hocheffiziente Umwälzpumpe spart bis zu 350 kWh pro Jahr ein – bei den aktuellen Strompreisen rechnet sich der Austausch also schnell!

Keine Heizkörperverkleidungen

Gerade alte Heizkörper sind oft kein Anblick. Aber egal ob alte Radiatoren oder moderne Konvektoren – der Heizkörper kann den Raum nur effizient beheizen, wenn er frei zugänglich und underhüllt ist. Eine Heizkörperverkleidung verhindert die Entstehung der notwendigen Luftwalze bei Konvektoren und hindert die Strahlungswärme ds Radiators daran, in den Raum zu gelangen.

Beides senkt die Effizienz des Heizkörpers. Praxistipp: Wollen Sie partout nicht auf eine Heizkörperverkleidung verzichten, wählen Sie zumindest eine luftdurchlässige Variante wie unser Beispiel mit Lochblech.

Wichtig ist, dass unter der Heizung genügend Freiraum bleibt und auch über dem Heizkörper die Luft fortströmen kann – zur Not Lüftungsschlitze oder -gitter in die Fensterbank einsetzen!

Heizung

Heizkörperverkleidung

Eine Heizkörperverkleidung ist stets ein Spagat zwischen Optik und Effizienz

Heizkörper nicht zustellen

Vermeiden Sie außerdem einen Wärmestau am Heizkörper! Dicht vor der Heizung stehende Möbel (Couch, Sideboard, …) behindern die Wärmeverteilung im Raum.

Sogar Gardinen und Vorhänge können dazu führen, dass es im Raum eher kühl ist, dafür aber sich die Wärme direkt am Fenster staut. Das ist doppelt ineffizient, weil Sie frieren, die Heizkostenerfasser direkt am Heizkörper aber munter Ihren (hohen) Verbrauch aufzeichnen.

Praxistipp: Als zusätzlicher Schutz gegen Wärmeverluste lohnt es sich aber, in der Nacht die Rollläden herunterzulassen.

Wandbeschichtungen und Thermotapeten

Sogenannte Thermo-Tapeten sllen Ihren Heizbedarf reduzieren – das versprechen zumindest die Hersteller. Doch was ist dran an der Thermotapete, die die Heizkosten senken soll? Niemand kann absolut konkret sagen, wie viel Geld man durch Dämmmaßnahmen spart.

Unbestritten bei den dünnen Dämm-Tapeten ist jedoch, das derart tapezierte Wände schneller aufgeheizt sind. Auch fühlt sich die Wand nicht mehr so kalt an – die Wärmeleitfähigkeit der Dämmtapete ist viel geringer als die von Mauerwerk – und der Wunsch nach mehr Heizwärme ist gestorben.

Der Hersteller empfiehlt, Innenwände mit dem 1-mm-Thermovlies und Außenwände mit dem 3-mm-Vlies zu tapezieren. Darauf folgt anschließend eine herkömmliche Tapete. Thermotapete von Erfurt Das 3 mm starke Erfurt KlimaTec Thermovlies Premium ist bei OBI z. B. ab ca.

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65 Euro pro Rolle erhältlich, das macht etwa 6,50 Euro pro Meter (Rollenmaß 10 m x 0,75 m für 7,5 m²), das 1 mm starke Thermovlies Basic ist ab ca. 40 Euro, der jeweils notwendige KlimaTec System Kleber ab ca. 38 Euro (10 kg) erhältlich. Weitere Infos im Handel und unter www.erfurt.com.

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Источник: https://www.selbst.de/spartipps-heizkosten-sparen-586.html

Heizkosten sparen – die besten Experten-Tipps und Tricks für kleines und großes Geld

So dämmen Sie clever und senken Ihre Heizkosten

Fürs Heizen geht mit mehr als zwei Dritteln (69 Prozent) der größte Batzen Energie drauf, die private Haushalte hierzulande verbrauchen: Insgesamt 723 Milliarden Kilowattstunden, was laut Umweltbundesamt 28 Prozent des gesamten deutschen Endenergieverbrauchs entspricht.

Das Gebot der Stunde lautet für Verbraucher, egal ob in den eigenen vier Wänden oder in gemieteten, Heizkosten zu sparen. Das gelingt zum einen mit dem bewussten Ändern von Heizgewohnheiten, zum anderen mit technischen Maßnahmen, die man leicht ergreifen kann.

Unsere Energie-Experten erklären in diesem Artikel die wichtigsten Tipps und Tricks, um die Heizkosten effizient zu senken.

Heizkosten lassen sich mit einer Vielzahl von Maßnahmen einsparen. Und dabei muss nicht immer viel Geld ausgegeben werden. Am besten eignet sich jedoch ein individueller Maßnahmen-Mix. (Grafik: energie-experten.org)

20 bis 22 Grad Celsius, das ist die Temperaturspanne, in der sich die meisten Verbraucher von Heizwärme behaglich fühlen.

Wer nur ein Grad Heizwärme spart, indem er bewusst die Heizung runterdreht, senkt seine Heizkosten um etwa sechs Prozent! Gut zu wissen: 20 wohlige Grad herrschen im Raum, wenn das Heizungsthermostat auf Stufe III steht.

Der Körper gewöhnt sich an die neue Raumtemperatur recht schnell und stellt sich darauf ein. Und wer in der Gewöhnungsphase mal fröstelt, sollte einfach die Dämmschicht am Körper verstärken, zum Beispiel mit einem Pullover oder einer Strickjacke.

Räume nicht auskühlen lassen

Heizkosten sparen, indem man gar nicht heizt? Eine solche Radikalmaßnahme kann nach hinten losgehen: Räume, die auf Dauer kälter als 12 Grad Celsius gehalten werden, brauchen im Heizfall lange, um wieder schön warm zu werden (lange Anheiz- oder Aufheizphase).

Außerdem schlägt sich bei der Kälte Feuchtigkeit aus der Raumluft an den kältesten Stellen der Wände nieder und kondensiert dort. Das verstehen Schimmel & Co. als direkte Einladung zur Besiedlung der kaltfeuchten Bereiche. Die Mikroorganismen sind eine Gefahr für die Gesundheit der Bewohner.

Das gilt auch für Zeiten, in denen man länger nicht daheim ist: Wer also in den Urlaub fährt, sollte die Räume währenddessen zumindest minimal heizen.

Raumbewusst heizen

Entscheiden Sie bewusst, welcher Raum beheizt werden soll, welcher nicht: Ein Wohnzimmer, in dem man gemütlich sitzen möchte, darf gerne wärmer sein, als ein Schlafzimmer oder eine Küche.

Und auch Kinderzimmer sollte man nicht überheizen, da Kinder sich beim Spiel viel bewegen und sich dabei von Natur aus aufheizen.

Hier können Sie bares Heizungsgeld sparen! Und nicht vergessen: Schließen Sie die Türen zwischen unterschiedlich temperierten Räumen sorgfältig.

Vorlauftemperatur nachts drosseln

Drosselt man die Vorlauftemperatur der Heizung in der Nacht beispielsweise um drei Grad Celsius von 20 auf 17 Grad Celsius, sorgt man für eine spürbare Heizkostensenkung: Fünf bis zehn Prozent Heizkosten lassen sich so sparen.

Lüftungsverhalten optimieren

Optimal temperierte und befeuchtete Raumluft empfindet man angenehmer, als zu kalte, zu warme, zu trockene und / oder zu feuchte.

Eine wichtige Maßnahme, Heizkosten zu sparen, ist deshalb das Lüften, wobei gilt: Ein regelmäßiger kompletter Luftaustausch ist effizienter, als ein Dauerlüften (Fenster auf Kipp).

Wer beim Dauerlüften auch noch die Heizung an lässt, treibt seine Heizkosten unnötig in die Höhe.

Heizkosten sparen geht so: Es heißt, ein 4-Personenhaushalt „verliert“ etwa zehn Liter Feuchtigkeit pro Tag an die Raumluft. Zwei Mal am Tag für zehn Minuten die Räume bei weit geöffnetem Fenster und möglichst Zugluft zu lüften, sorgt dafür, dass die feuchte Abwärme, die die Personen und ihr Lifestyle im Haushalt produzieren, ausgetauscht wird.

Nachts sollten während der Heizperiode alle Fenster geschlossen werden. Wer Vorhänge vor den Fenstern hat, erzielt eine Wärmedämmung, wenn er diese mit Einbruch der Dunkelheit zuzieht. Gleiches gilt für Fenster- und Rollläden.

Heizkörper freihalten

Heizkosten spart auch derjenige, der Heizkörper nicht mit Möbeln zustellt. Dann kann sich die Wärme von dort aus ungestört im Raum ausbreiten – schnell und gleichmäßig.

7 Tipps zum Heizkosten sparen (Grafik: ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V.)

Aus physikalisch-strategischen Gründen sitzen viele Heizkörper an der Innenseite der Außenwände. Sie heizen so auch das Mauerwerk unnötigerweise mit auf, was Heizkosten verschwendet.

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Deshalb lässt sich mit einer handelsüblichen, meist selbstklebenden Reflexionsfolie für ein paar Euro, die zugleich dämmend wirkt, einiges an Heizkosten sparen, wenn diese an der Wand hinter dem Heizkörper angebracht wird.

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Die Folie reflektiert die Wärmestrahlen, die so dem Innenraum zu Gute kommen.

Fenster und Türen abdichten

Undichte Fenster und Türen sind Ursache von unkontrollierbarem Wärmeverlust. Gegen zugige Rahmen hilft geeignetes Isolierband aus dem Fachhandel. Bemerkenswert: Sind Fenster und Türen wärmedicht, spart man bis zu 30 Prozent Heizkosten ein!

Heizung regelmäßig warten und entlüften (lassen)

Wenn dort, wo eigentlich warmes Wasser den Vertrieb der Wärme vornehmen soll – in den Rohren und Heizkörpern der Zentralheizung – nur heiße Luft vorherrscht (untrügliches Zeichen: Rauschen, Blubbern, Glucksen oder teilweises Kaltbleiben), mindert das die Heizleistung derselben. Das geht zu Lasten der Heizkosten. Sparen Sie das Geld und lassen Sie die Heizung regelmäßig prüfen und gegebenenfalls entlüften – mit etwas handwerklichem Geschick ist Letzteres auch schnell selbst gemacht.

Gegenüber altherkömmlichen, mechanisch zu bedienenden Thermostaten haben moderne Modelle, die elektronisch programmierbar sind, den Vorteil, auf die Heizminute einstellbar zu sein. So kann man die Heizleistung der Heizung individuell und flexibel an seinen Wärmebedarf anpassen.

Mit smarten Heizkörperthermostaten lässt sich ganz leicht, ohne Komfortverlust Heizwärme und Heizkosten sparen. (Foto: energie-experten.org)

Ungedämmte Rollädenkästen gelten als eine Schwachstelle eines Wärmehaushalts. Über sie geht viel Wärme unkontrolliert nach Außen verloren. Schnelle Abhilfe schafft man, indem man die Rollläden dämmt – zum Beispiel mit weichen Dämmmatten, die man innenseitig in die Rolllädenkästen klebt.

Heizkörpernischen dämmen

Typisch für Heizkörpernischen ist, dass dort die Wände dünner sind als in den anderen Bereichen des Mauerwerks. Über dünne Wände geht kostbare Wärme schneller verloren, als über dicke. Deshalb sollten solche bislang nicht gedämmten Schwachstellen nachträglich gedämmt werden, um Heizkosten zu sparen.

Heizungsrohre dämmen

Eines unkontrollierten Wärmeverlusts über nicht isolierte Heizungsrohre wird man Herr, indem man diese Rohre und Rohrleitungen dämmt – im Neubau ist das längst Standard, im Altbau ist das ein Nachrüst-Must-do, um Heizkosten zu sparen. Diese Maßnahmen kann man selbst mit Dämmmaterial aus dem Baumarkt spielend an einem Wochenende ausführen. Heizkostenersparnis: rund 5 Prozent!

Alte Heizungspumpe austauschen

Wer nicht gleich die ganze Anlage austauschen möchte, sollte sein sparsames Augenmerk zuerst auf die Heizungspumpe richten. Modelle, die zehn und mehr Jahre auf dem Buckel haben, sind wahre Energiefresser.

Sie brauchen im Schnitt 100 Kilowattstunden mehr Energie als ein modernes Gerät. Ein Austausch der alten Heizungspumpe bringt nicht nur eine Ersparnis an Heizkosten, sondern auch den Vorteil, die Heizleistung bedarfsgerecht anzupassen.

Amortisationszeit: Unter zwei Jahren!

Hydraulik der Heizung abgleichen lassen

Der hydraulische Abgleich des Heizkörpersystems wird zu Unrecht häufig als die wichtigste Maßnahme zum Heizkosten sparen angepriesen. Dennoch ist sie im Kanon der hier vorgestellten Tipps eine derjenigen, die mit überschaubaren Aufwand umsetzbar ist und spürbar, je nach Zustand und Art des Heizungssystems etwa 5 Prozent Heizkosten einsparen hilft.

Die energetische Dämmung der Gebäudehülle ist heutzutage eine Selbstverständlichkeit für Neubauten, die gesetzlich vorgegeben ist. Auch der Dämmstandard von Bestandsbauten muss den Anforderungen der geltenden Energiesparverordnung gemäß ausgerichtet werden.

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Eine Dämmung des Hauses vom Dach bis zum Keller, also die Dachdämmung, die Innendämmung und Fassadendämmung sowie die Perimeterdämmung, sind auch im Nachhinein machbar.

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Ein gedämmtes Haus hält die Wärme im Winter in den gedämmten Räumen und sorgt im Sommer dafür, dass sich die Räume nicht aufheizen.

Heizungsanlage komplett modernisieren

Deutsche Heizungen sind im Schnitt älter als siebzehn Jahre. Viele sind zwar noch funktionstüchtiger Wärmelieferant, verbrauchen aber unnötig viel Energie und verursachen entsprechende Heizkosten.

Eine moderne, energieeffiziente Heizungsanlage spart Heizkosten, da sie mit weniger Energie mindestens dieselbe wenn nicht gar eine bessere Heizleistung erbringt. Wichtig: Die modernisierte Heizung braucht regelmäßige Wartung durch Profis.

Allein damit spart man bis zu fünf Prozent Heizkosten.

Heizkostenintensive mit kostenloser Heizenergie ersetzen

Sonnenwärme gibt es kostenlos. Erdwärme ebenso. Wer die Investition in eine Solarwärme-Anlage und / oder Wärmepumpe nicht scheut, kann anschließend Teile der bislang benötigten Heizenergiemenge mit erneuerbarer Energie ersetzen und spart so Heizkosten.

Tabelle 1: Heizkosten-Einsparungen bei Modernisierung eines Heizsystems* Altes Heizsystem Neue Heizsysteme Altanlage (Verbrauch pa / Kosten pa) Neuanlage (Verbrauch pa / Kosten pa)
Ölheizung Öl-Brennwertkessel 3400 Liter / 2380 Euro 2590 Liter / 1760 Euro
Gasheizung Gas-Brennwertkessel 3400 m3 / 2510 Euro 2500 m3 / 1850 Euro
Ölheizung Pelletkessel 3400 Liter / 2890 Euro 6,5 Tonnen / 1530 Euro
Ölheizung Pelletkessel mit solarer Trinkwasserunterstützung 3400 Liter / 2890 Euro 6 Tonnen / 1410 Euro
Gasheizung Gas-Brennwertkessel mit solarer Trinkwasserunterstützung 3400 m3 / 2510 Euro 2300 m3 / 1700 Euro
Gasheizung Gas-Brennwertkessel mit solarer Heizungsunterstützung 3400 m3 / 2510 Euro 2000 m3 / 1480 Euro
Ölheizung Sole/Wasser-Wärmepumpe 3400 Liter / 2890 Euro 7280 kWh / 1350 Euro
Ölheizung Luft/Wasser-Wärmepumpe 3400 Liter / 2890 Euro 9370 kWh / 1700 Euro
Gasheizung Mikro-BHKW 3400 m3 / 2510 Euro 3020 m3 / 2240 Euro
5000 kWh / 1450 Euro 1300 kWh / 350 Euro

* Quelle: „Energiespar-Ratgeber für zukunftssichere und effiziente Heizsysteme“ von Viessmann

Источник: https://www.energie-experten.org/energie-sparen/heizkosten-sparen

Heizung: 10 Tipps zum Heizkosten sparen

So dämmen Sie clever und senken Ihre Heizkosten

Ist die Raumtemperatur höher als erforderlich, bedeutet das unnötig verbrauchte Energie. Jedes Grad weniger senkt den Verbrauch um etwa sechs Prozent. Mit dem Thermostat können Sie selbst Ihre Wunschtemperatur einstellen – auf einer Skala bis 5.

Üblicherweise wird auf Stufe 3 etwa 20 Grad Celsius erreicht, zwischen den Stufen ergeben sich je drei bis vier Grad Unterschied. Eine gemütliche Wärme erzielen Sie schon mit Stufe 3. Im Schlafzimmer reichen oft auch 18 Grad, in weniger genutzten Räumen 16 Grad.

Wichtig ist, dass gerade kühlere Räume gut belüftet werden und Türen zu wärmeren Räumen geschlossen sind. Sonst kann sich an kälteren Stellen Feuchtigkeit niederschlagen und Schimmel entstehen.

Zum Aufheizen sollte ein Thermostatventil nicht auf die höchste Stufe, sondern immer auf die gewünschte Temperatur eingestellt werden. Der Thermostat öffnet automatisch die Leitung so lange, bis die Wunschtemperatur im Raum erreicht ist. Wenn es nicht warm genug wird, hat das dann meist andere Gründe: etwa undichte Fenster und Türen (siehe Tipp 8) oder fehlende Wärmedämmung.

2. Gluckern nicht erlaubt

Wenn die Heizkörper nicht richtig oder unterschiedlich warm werden und Gluckergeräusche zu hören sind, ist eventuell Luft im System. So wird mehr Energie benötigt, um einen Raum zu heizen.

Abhilfe schafft die schnelle und einfache Entlüftung, nach der ein Heizkörper wieder komplett mit Wasser gefüllt ist.

Mit einem Entlüfterschlüssel können Sie ganz einfach selbst die Luft aus dem heißen Heizkörper rauslassen.

Sowohl vor als auch nach einer Entlüftung sollte der Druck im Heizungssystem geprüft und gegebenenfalls Wasser nachgefüllt werden.

In einem Mehrfamilienhaus mit Zentralheizung ist dafür eine Rücksprache mit dem Hausmeister oder der Hausverwaltung nötig.

Erstreckt sich Ihre Wohnung über mehrere Etagen, ist es sinnvoll, zuerst die unteren Heizkörper zu entlüften und zum Schluss die obersten. Mieter sollten vorher mit ihrem Vermieter darüber reden.

Bevor Sie ein Entlüftungsventil öffnen, stellen Sie einen kleinen Behälter darunter, mit dem Sie austretendes Wasser auffangen können, und legen Sie einen Lappen bereit.

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Drehen Sie das Thermostatventil nun vollständig auf (meist Stufe 5) und lassen Sie den Heizkörper warm werden. Dann öffnen Sie kurz das Entlüftungsventil, bis die Luft entwichen ist und nur noch heißes Wasser herauskommt.

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Danach das Ventil wieder fest verschließen. Jetzt können Sie das Thermostat wieder herunter drehen.

3. Heizkörper freihalten

Wenn Heizkörper hinter Vorhängen versteckt sind oder mit Möbeln zugestellt, können sie ihre Wärme nicht richtig an den Raum abgeben. Das Zimmer wird dann nicht so gut und gleichmäßig warm, wie es angesichts des heißen Heizkörpers eigentlich möglich wäre. Die Heizenergie wird also nicht voll ausgenutzt.

Um diesen Effekt zu vermeiden, sollten Sie Ihre Einrichtung entsprechend gestalten. Die einfache Regel lautet, dass jeder Heizkörper gut zu sehen ist und die Raumluft ihn ungehindert umströmen kann.

Ein Sofa zum Beispiel sollte mindestens 30 Zentimeter Abstand zur Heizung haben. Vorhänge an Fenstern mit Heizkörpern darunter sollten nicht bodenlang sein, sondern oberhalb der Wärmespender enden. Von eigens montierten Heizkörperverkleidungen zur Verschönerung des Raumes ist vor diesem Hintergrund gänzlich abzuraten.

Auch wichtig: Halten Sie Ihre Heizkörper sauber, denn auch Flusen und Staub können die Heizleistung mindern.

4. Bei Abwesenheit auf Sparflamme

Wenn niemand zu Hause ist, muss es dort auch nicht wohlig warm sein. Ein Absenken der Temperatur bei Abwesenheit spart Energie. Wenn Sie dafür aber ungern jedes Heizungsventil einzeln bedienen möchten, können Sie auf technische Hilfe setzen: programmierbare oder vernetzte Thermostate.

Programmierbare Thermostate eignen sich vor allem für Haushalte mit regelmäßigen Abläufen. Zu Zeiten, in denen die Bewohner für gewöhnlich nicht zu Hause sind, bleibt die Wohnung zum Beispiel kühler.

Rechtzeitig vor der Rückkehr erwärmt sich die Heizung dann wieder, bis die zuvor eingestellte Wunschtemperatur erreicht ist.

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Außerdem kann zum Beispiel das Bad punktgenau zur morgendlichen Dusche vorgewärmt sein und abends automatisch eine Nachtabsenkung einsetzen.

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Vernetzte Thermostate sind in ein sogenanntes Smart Home eingebunden, die auch von unterwegs über das Internet gesteuert werden können. Sie bieten sich vor allem für Personen mit unregelmäßigem Alltag an, die nicht immer im Voraus planen können, wann die Wohnung warm sein soll und wann nicht.

Ihr Komfort steigt also, und die Haushaltskasse wird auf Dauer entlastet. Denn eine regelmäßige Absenkung um vier Grad etwa während der Arbeitszeit und nachts kann die Heizkosten um bis zu zehn Prozent verringern. Die Einsparung hängt aber natürlich stark vom bisherigen Heizverhalten ab.

Für die Umrüstung auf die elektronische Steuerung muss nur der Thermostatkopf ausgetauscht werden. Das ist der sichtbare, drehbare Teil des Thermostatventils, an dem Sie die Temperatur einstellen. Das können nicht nur Hauseigentümer, sondern auch Mieter selbst machen.

In Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Wohnungen mit einer Etagenheizung lassen sich die meisten Funktionen auch an der zentralen Heizungsregelung (siehe Tipp 5) einstellen. Das macht unter Umständen eine zusätzliche Investition überflüssig.

5. Heizungsanlage richtig einstellen

Einstellungen werden oft nicht mehr verändert, wenn die Heizung einmal in Betrieb genommen worden ist. Im Extremfall befindet sich die Kesselsteuerung sogar noch in der Werkseinstellung bei Auslieferung und wurde nie auf das jeweilige Gebäude angepasst. 10 bis 15 Prozent Energieeinsparung sind hierbei ohne weitere Investitionen möglich.

Das Sparpotenzial liegt dabei insbesondere in einer auf den Nutzer zugeschnittene Zeitsteuerung der Anlage. In den meisten Fällen können Absenkungszeiten programmiert werden.

Viele Hausbesitzer kennen bereits die Nachtabsenkung, durch die die Vorlauftemperatur abgesenkt wird. Aber auch eine Tagabsenkung macht zum Beispiel bei längerer Abwesenheit Sinn.

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Mit einem Wochenprogramm können Sie sich Ihr persönliches Heizprofil zusammenstellen.

[/attention] Gar nicht zu heizen anstelle einer Absenkung, ist dagegen nicht ratsam. Die Innenwände kühlen zu stark ab und das Schimmelrisiko steigt.

Wenn im Sommer die Heizungsanlage komplett abgeschaltet wird, sind weitere Einsparungen möglich. Wird das warme Wasser über den Kessel erzeugt, lassen sich viele Anlagen auf einen reinen Warmwasserbetrieb umstellen. Dabei dürfen Sie nicht vergessen, die Anpassung der Uhr im Heizungsregler auf Winter- und Sommerzeit vorzunehmen – sofern dies nicht automatisch geschieht.

Etwas komplizierter ist es, die Vorlauftemperaturen richtig einzustellen. Diese sollten mittels der Heizkurve so niedrig wie verträglich eingestellt werden. Idealerweise wird die Temperatur so niedrig ausgewählt, dass der Raum bei voll geöffneten Thermostatventilen noch ausreichend warm wird. Hier hilft Ihnen ein Fachbetrieb gerne weiter.

Weitere Informationen zur Heizungsoptimierung finden Sie hier.

6. Heizungskörpernischen dämmen

Besonders in Gebäuden aus den 1960er und 70er Jahren sind Heizkörpernischen in Außenwänden sehr häufig anzutreffen und noch nicht gedämmt.

Durch die geringere Wandstärke und die hohe Temperatur des Heizkörpers auf der Wandinnenseite ist der Wärmeverlust besonders hoch. Jährlich gehen hier pro Quadratmeter Heizkörpernische bis zu 15 Euro Heizwärme verloren.

Deshalb kann schon mit geringen Dämmstärken einiges an Heizkosten gespart werden.

Soll der Heizkörper an seiner bisherigen Stelle verbleiben, so ist in der Regel nicht viel Platz und es muss mit Hochleistungsdämmstoffen wie Polyurethanplatten oder Aerogelmatten gearbeitet werden. Hierbei ist es sehr wichtig, dass die Dämmung an allen Seiten luftdicht mit der Wand verbunden wird.

Da dies nicht immer gewährleistet werden kann, besteht ein erhöhtes Schimmelrisiko. Für weitere Einsparungen ist es gut, wenn auf der Dämmung eine Aluminium-Kaschierung angebracht ist. Sie reflektiert die Wärmestrahlung zur Raumseite hin.

Die Kosten betragen je nach Material 50 bis 80 Euro pro Quadratmeter.

Energetisch günstiger ist es den Heizkörper zu versetzen und die Heizkörpernische mit einem mineralischen Dämmstoff auszufüllen bzw. mit Porenbeton auszumauern.

Soll die Fassade in absehbarer Zeit erneuert werden, sollte in Erwägung gezogen werden, statt der Dämmung der Heizkörpernischen auf der Innenseite, die Außenwand von außen zu dämmen.

7. Heizungsrohre dämmen

Befinden sich die Heizungsrohre im unbeheizten Keller und sind sie nicht gedämmt, geben sie die Wärme an den Raum ab. Hierbei geht unnötig Energie verloren. Daher sollten die Rohre mit einer Wärmedämmung versehen werden.

Dämmen Sie in Eigenleistung macht sich die Investition bereits in weniger als einem Jahr bezahlt. Denn jeder Meter Rohr zählt und bringt jährlich bis zu 14,- Euro Einsparung. Es gibt vorgefertigte Dämmschalen oder -schläuche, die einfach um die Rohre gelegt und verklebt werden.

Die Rohrdämmung sollte in etwa dieselbe Dicke haben, wie die Dicke der Heizungsrohre. Die Anbringung sollte möglichst lückenlos erfolgen, so dass anschließend kein blankes Metall mehr zu sehen ist. Die geeigneten Materialien zum fachgerechten Dämmen gibt es in jedem Baumarkt.

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Die Kosten betragen je nach Material und Dämmstärke zwischen 3,- und 10,- Euro pro Meter Rohr.

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Etwas teurer wird es, wenn Sie nicht selber Hand anlegen wollen und stattdessen einen Heizungsfachbetrieb beauftragen. Vorteil hierbei ist, dass dieser auch die benötigten Formstücke für Ventile und Pumpen besorgen kann. Auch über diese Elemente geht Energie verloren. Das gilt übrigens auch für die Verteilungsrohre des Warmwassers im Haus, wenn es einen zentralen Speicher im Keller gibt.

Wenn Sie Mieter sind und es in Ihrem unbeheizten Keller ungedämmte Heizungsrohre gibt, sollten Sie Ihren Vermieter darauf hinweisen. Er ist nach der gültigen EnEV zur nachträglichen Dämmung verpflichtet.

Источник: https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/energie/heizen-und-warmwasser/heizung-10-tipps-zum-heizkosten-sparen-13892

Auch günstige Maßnahmen sparen Heizkosten

So dämmen Sie clever und senken Ihre Heizkosten

Deutschland hat den Kampf gegen die Heizkosten aufgenommen. Prominente wie Ulrich Wickert raten dem Volk via TV-Spot zum Dämmen. Aber muss das wirklich sein? Es gibt eine Reihe von Maßnahmen, die günstiger sind – und sich schnell rechnen.

Die Wände sind dünn, die Fenster zugig, doch die Heizkostenabrechnung sorgt für Hitzewallungen und Schweißausbrüche. Besonders bei den Altbauten herrscht großer Sanierungsbedarf: Rund zwei Drittel der 18 Millionen Wohngebäude in Deutschland sind unzureichend gedämmt, wie die Bundesregierung in ihrem Energiekonzept feststellt.

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Durch schlecht isolierte Fenster und windige Wände geht nicht nur unnötig Energie flöten, sondern auch viel Geld. Und das bei stetig steigenden Preisen für Strom, Gas und Öl. Deshalb sollte Energie besser nicht verschwendet werden. Das findet auch die Politik und hat deshalb das Ziel ausgegeben, bis 2020 den Wärmebedarf des Gebäudebestands um 20 Prozent zu reduzieren.

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Sanieren heißt das Zauberwort. Doch die Bevölkerung geht das Thema nur langsam an: Laut Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln modernisiert jedes Jahr nur rund ein Prozent der Hausbesitzer ihre Immobilien. Sollen die Ziele der Bundesregierung erreicht werden, muss sich die Zahl mindestens verdoppeln.

Die Lüge vom Dämmen

Nur wie soll das geschehen? Dämmen gilt den Energiespar-Befürwortern als Parade-Lösung beim Kampf gegen die Heizkosten. Prominente wie Fernsehmoderator Ulrich Wickert werben dafür massenwirksam im TV-Spot vor der Tageschau – finanziert von der halbstaatlichen Deutschen Energieagentur (Dena).

Doch Dämmen ist auch teuer – und kann im ungünstigsten Fall sogar mehr Geld verschlingen, als die Bewohner später einsparen.Zu diesem ernüchternden Ergebnis kommt eine Studie des Forschungsinstituts Prognos.

Auftraggeber war ironischerweise die ebenfalls staatliche Förderbank KfW.  Die Forscher rechneten aus, dass 838 Milliarden Euro nötig sind, um den Energieverbrauch bis 2050 um 80 Prozent zu senken.

Doch der Einspareffekt ist viel geringer: Lediglich nur 370 Milliarden Euro könnten an Heizkosten eingespart werden.

Der ganz große und teure Aufwand lohnt sich oft also gar nicht. Also einfach gar nichts tun und das Geld zu Fenster raus heizen? Auch das muss nicht sein.

Bevor Eigentümer die Außen- und Innenwände ihre Immobilien für einen fünfstelligen Eurobetrag komplett erneuern, sollten sie stattdessen zunächst auf Alternativen setzen.

Es gibt eine Reihe von günstigeren und weniger aufwändigen Maßnahmen, die ebenfalls Energie sparen. FOCUS Online zeigt, welche das sind.

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Thermostate verhindern überflüssiges Heizen

Wohlfühlklima bedeutet für viele, auch im Winter mit T-Shirt in der Wohnung sitzen zu können. Also drehen sie die Heizung auf – doch das treibt die Heizkosten unnötig in die Höhe: „Jedes überflüssig verheizte Grad kostet rund sechs Prozent mehr Energie“, sagt Christian Stolte von der Deutschen Energie-Agentur.

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Thermostate regeln die Raumtemperatur selbstständig und kontrollieren die Warmwasserzufuhr des Heizkörpers. Die Ventile gibt es ab zehn Euro im Baumarkt zu kaufen. Neuartige intelligente Thermostate sind darüber hinaus in der Lage, die Temperatur in den Zeiten abzusenken, in denen sich ohnehin niemand in der Wohnung aufhält. Nachgeheizt wird erst wieder kurz vor Feierabend.

Video: Intelligentes Thermostat spart 20 Prozent Heizkosten

Oft zirkuliert die Wärme auch einfach in den Heizungsrohren, ohne dass sie genutzt wird. im „In vielen Haushalten ist die Heizungsanlage nicht richtig eingestellt“, stellt Stolte fest.

Er empfiehlt deshalb, Hydraulikventile so einzustellen, dass alle Heizkörper gleich mit Wärme versorgt werden, unabhängig von ihrer Entfernung zur Hauptanlage.

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Einen solchen hydraulischen Abgleich nimmt der Heizungsbauer vor.

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Alte, ungeregelte Heizungspumpen treiben die Kosten ebenfalls unnötig in die Höhe: Sie laufen permanent, auch wenn die Ventile geschlossen sind und gerade gar kein warmes Wasser zum Heizen benötigt wird. Das verschwendet unnötig Energie. Je nachdem wie alt die Pumpen sind, kann sich ein Austausch lohnen. Eine effiziente moderne Heizungspumpe kostet zwischen 300 und 500 Euro.

Heizungs- und Warmwasserrohre isolieren

Oft sind es die Heizungsrohre selbst, an denen die Wärme verloren geht: Auf großen Strecken verlaufen sie durch nicht geheizte Räume oder Keller. Laut Energieeinsparverordnung müssen sie deshalb genauso wie Warmwasserrohre wärmegedämmt sein.

Nachrüsten ist kein Problem. Kautschuk- und andere Weichschaumschläuche gibt es im Baumarkt für drei bis sieben Euro pro Meter zu kaufen. Diese müssen nur zurechtgeschnitten, aufgeschlitzt und mit Spezialkleber befestigt werden.

Die Dämmdicke sollte in etwa so groß sein wie das Rohr selber.

Источник: https://www.focus.de/immobilien/energiesparen/heizkosten/daemmen-oder-durchwurschteln-fenster-thermostat-heizungsrohre_id_4162300.html

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