So düngen Sie Ihren Garten ohne Chemie

Contents
  1. Rasen düngen: So geht es richtig und ohne Chemie!
  2. Rasen düngen: Wann und wie oft?
  3. Das ist der beste meteorologische Zeitpunkt: Düngen vor Regen
  4. Gleichmäßig düngen – so geht's
  5. Organisch oder mineralisch: Welcher Rasendünger ist besser?
  6. Organischer Rasendünger: Düngen ohne Chemie
  7. Organischer Rasendünger: Das sind die Vorteile von natürlichem Dünger
  8. Organischer Dünger auch im Herbst?
  9. Organischer Rasendünger: Sehen Sie genau hin
  10. Brennnesseljauche ansetzen: Natürlicher Dünger und Schädlingsschutz (ohne Nebenwirkungen)
  11. Wann du Rosen düngen sollst
  12. 1. Flüssigdünger aus Gemüsewasser
  13. 2. Hornspäne
  14. 3. Kaffeesatz als Blumendünger
  15. 4. Pferdemist und Pferdedung
  16. 5. Mineralwasser
  17. 6. Bier
  18. 7. Kokosschalen
  19. 8. Bananenschalen
  20. 9. Teebeutel und Teesatz
  21. 10. Organischer Dünger aus Algen
  22. 11. Holzasche
  23. 12. Eierschalen
  24. 13. Flüssigdünger aus Kompost
  25. Fazit: Die Natur bietet viele Möglichkeiten
  26. Welcher Dünger eignet sich für welche Pflanze?
  27. Anorganischer und organischer Dünger: Was ist der Unterschied?
  28. NPK – Die Zusammensetzung von Volldünger
  29. Die Bedeutung von NPK-Zahlenangabenin Düngerfertigprodukten
  30. Die richtige Wahl: Stickstofetonter oder phosphorbetonter Dünger?
  31. Wie sinnvoll sind Spezialdünger für bestimmte Pflanzengruppen?
  32. Woran erkenne ich, dass mineralischer Dünger zu hoch dosiert ist?
  33. Dünger als Pulver, flüssig, perliert oder Granulat?
  34. Achtung: Manche Dünger sind giftig
  35. Zierpflanzen
  36. Alternative Düngemittel für den Garten
  37. Kompostieren: natürlichen Dünger selbst herstellen
  38. Fruchtbarer Boden durch Gründüngung
  39. Natürliches Wunder-Düngemittel: Terra Preta
  40. Düngen mit Hausmittelchen: Tricks von der Großmutter

Rasen düngen: So geht es richtig und ohne Chemie!

So düngen Sie Ihren Garten ohne Chemie

Einer der Bereiche im Garten mit dem höchsten Nährstofedarf ist der Rasen.

Gräser müssen nämlich nicht nur den permanenten Substanzverlust, also Blattmasse und Nährstoffe, durch das Rasenmähen ausgleichen, sie sind auch von Natur aus kleine Nimmersatte.

Die richtige Rasenpflege sorgt dafür, dass das Gras gleichmäßig und kräftig wachsen kann, und zwar das ganze Jahr über. Rasen düngen: So geht es richtig und ohne Chemie!

Rasen düngen: Wann und wie oft?

Düngen beeinflusst nicht nur die Nährstoffversorgung des Rasens, sondern auch die Bodenbeschaffenheit.

In der Regel sind drei bis vier Düngergaben (je nach Zustand des Rasens) pro Saison ausreichend.

Bevor Sie den Rasen zum ersten Mal düngen, sollten Sie mit einer Bodenanalyse (alle vier Jahre genügen) nachsehen lassen, welche Nährstoffe fehlen bzw. welche ausreichend vorhanden sind.

Der Rasendünger sollte gleichmäßig über das Jahr verteilt gegeben werden. Nach dem ersten Mähen, wenn die Forsythie blüht, wird der Rasen mit einem Langzeitdünger versorgt. Der erste Schnitt sollte nicht zu kurz sein, ca. vier Zentimeter sind empfehlenswert. Jetzt eignen sich organische Dünger besonders gut, da sie eine natürliche Depotwirkung haben.

Tipp: Sogenannte Mulchmäher oder Mähroboter lassen die abgeschnittenen Halme auf dem Rasen zurück, damit sie sich zersetzen können und die enthaltenen Nährstoffe den Gräsern wieder zur Verfügung stehen.

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Im Juni, wenn der Rasen seine stärkste Wachstumsphase hat, kann die zweite Düngung erfolgen. Optional kann der Rasen im August ein drittes Mal gedüngt werden, das bietet sich zum Beispiel auf stark beanspruchten Flächen an.

Im Herbst, Ende September bis Mitte Oktober, bekommen die Gräser dann ihre letzte Düngung des Jahres.

Der große Unterschied zu den Düngungen im Frühjahr und Sommer: Hier wird kein stickstoffdominanter Rasendünger verwendet, sondern ein spezieller Herbstrasendünger mit hohem Kalium-Anteil.

Kalium stärkt die Zellwände der Gräser, wirkt hier wie ein Auftausalz und senkt den Gefrierpunkt der Zellflüssigkeit. Das macht den Rasen stark für den bevorstehenden Winter.

Wer seinen Rasen gerecht hat, kann vor dem Vertikutieren sogar Düngen, da durch die stärkende Nährstoffgabe der Rasen besonders widerstandsfähig ist

Das ist der beste meteorologische Zeitpunkt: Düngen vor Regen

Idealerweise wählen Sie für die Düngung einen bewölkten Tag mit der Wahrscheinlichkeit auf baldigen Regen. Mit dem Regenwasser können die Nährstoffe nämlich besonders gut in den Boden eindringen. Wer auf Natur pur setzen will, kann gesiebten Kompost als natürliches Düngemittel einsetzen.

Tipp: Wer seinen Rasen bisher nur mit dem Rechen bearbeitet und noch nicht vertikutiert hat, kann das Vertikutieren 10 bis 14 Tage nach der Düngung erledigen.

Dieses Prozedere empfiehlt auch die Deutsche Rasengesellschaft. Der Hintergrund: Stoffwechsel und Wachstum der Gräser werden durch die Aufnahme von Nährstoffen angekurbelt. D.h.

, dass sich die entsprechend vorbereiteten Gräser nach dem Vertikutieren schnell wieder erholen.

Gleichmäßig düngen – so geht's

Wenn Sie mit einer Streumaschine düngen, sollten Sie mit System vorgehen. D.h. fahren Sie nicht kreuz und quer über die Rasenfläche, sondern verteilen Sie den Rasendünger Bahn für Bahn, in Längs- oder in Querrichtung, gleichmäßig.

Zwischen den Bahnen sollten keine größeren Lücken entstehen, die Bahnen sollten sich aber auch nicht überlappen.

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Der Grund: Überlappende Bahnen hinterlassen gelbe überdüngte Streifen im schönen Grün, und die verschwinden oft erst nach einigen Wochen.

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Wer von Hand düngt, braucht etwas Übung. Der Dünger wird hier in gleichmäßigen Armschwüngen aus der halb offenen Hand auf der Rasenfläche verteilt.

Organisch oder mineralisch: Welcher Rasendünger ist besser?

Mineralischer Rasendünger hat auf den ersten Blick Vorteile: Er ist vergleichsweise preiswert, hat einen sehr konzentrierten Nährstoffgehalt und wirkt sofort. ABER: Er hat auch viele Nachteile.

  • Er reduziert die Vielfalt und Aktivität des Bodenlebens, das wirkt sich auch negativ auf die Bodenstruktur aus.
  • Die hohen Nährstoffgehalte sorgen für einen Humusabbau, die Bodenqualität sinkt also.
  • Mineralischer Rasendünger stellt, unabhängig von der Witterung, eine hohe Nährstoffkonzentration bereit, das steigert die Wahrscheinlichkeit von Überdüngung und der Auswaschung von Nährstoffen ins Grundwasser.
  • Er wirkt nicht als Depot, d.h. er hat keine Langzeitwirkung. Mineralische Depotdünger gibt es zwar, sie sind aber erheblich teurer.
  • Mineralischer Rasendünger wirkt sehr schnell, die Folge ist stoßweises Wachstum der bedüngten Stellen.
  • Die ökologische Bilanz ist schlecht, da er unter hohem Energiebedarf hergestellt oder in zum Teil begrenzten fossilen Lagerstätten abgebaut wird.
  • Mineralischer Dünger überspringt etliche Schritte in der natürlichen Nährstofereitstellung des Bodens, was zu unerwünschten Änderungen des pH-Wertes führen kann.
  • Er enthält nur eine feste Anzahl an Nährstoffen, die Folge kann ein Mangel an Spurennährstoffen sein, der in der Folge nur schwer erkennbar ist.
  • Die anfänglichen finanziellen Einsparungen sind nur kurzfristig. Bodenschäden, Auswaschung, Pflanzenschäden und ein erhöhter Wasserbedarf sind langfristig kostspieliger.

Organischer Rasendünger: Düngen ohne Chemie

Bei organischem Rasendünger sind die für den Rasen wichtigen Nährstoffe organisch verpackt. Diese tierischen oder pflanzlichen Verpackungen können aus Schlachtabfällen wie Blut, Horn und Knochen hergestellt sein. Besser: Immer häufiger gibt es inzwischen rein pflanzliche Ausgangsstoffe, das können Abfallprodukte aus der Lebensmittelindustrie oder Tierkot in getrockneter Form sein.

Ein organischer Dünger enthält alle Nährelemente, die die darin enthaltene Pflanze selbst aufgenommen hat. Dementsprechend liegen in einem Rasendünger aus Pflanzen auch alle Nährstoffe vor, die Pflanzen benötigen. Natürlich in variablen Mengen. Düngemittelhersteller passen das Bedürfnis für verschiedenste Kulturpflanzen dementsprechend an.

An die Bedürfnisse des Rasens angepasst sind die Nährelemente Stickstoff (N), Phosphor (P), Kalium (K), Magnesium (Mg), Schwefel (S) und Calcium (Ca).

Nur in Spuren enthalten sind Eisen (Fe), Zink (Zn), Molybdän (Mo), Mangan (Mn), Bor (B), Chlor (Cl), Nickel (Ni) und Kupfer (Cu), da sie auch nur in geringsten Mengen benötigt werden.

Da Rasen vor allem Stickstoff, Kalium und Magnesium benötigt, sind diese Nährelemente in organischen Rasendüngern besonders stark vertreten.

Organischer Rasendünger: Das sind die Vorteile von natürlichem Dünger

In organischen Produkten ist vorwiegend organisch gebundener Stickstoff enthalten. Das schont die Umwelt und belastet das Grundwasser nicht. Außerdem muss der gebundene Stickstoff erst einmal von Bodenorganismen zersetzt werden, das bewirkt eine natürliche Langzeitwirkung und reichert den Boden mit Humus an.

Es handelt sich also um einen biologischen Prozess, bei dem Insekten, Würmer und andere mehrzellige Bodenbewohner die grobe Zerkleinerung übernehmen bevor Bodenbakterien aktiv werden, um die Strukturen auf zellulärer Ebene zu bearbeiten. Das braucht seine Zeit, somit setzt die Wirkung organischer Rasendünger zeitverzögert ein, ca.

einen Monat nach der Ausbringung des Düngers.

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Die Umsetzung erfolgt witterungsabhängig, da die Lebewesen von ihrer Umgebung beeinflusst werden: Sauerstoff, Feuchtigkeit und Wärme kurbeln die Zersetzung an, während Kälte und Sauerstoffmangel die Organismen in ihrer Arbeit hemmen. Ein Problem? Ganz im Gegenteil! Durch diese natürliche Wirkweise sind immer dann viele Nährstoffe verfügbar, wenn sie vom Rasen auch benötigt werden.

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Produkte mit hohem Kalium-, Eisen- und Kalkgehalt stärken die Widerstandskraft der Rasengräser und drängen so das Moos auf ganz natürliche Weise zurück. Ein weiterer Vorteil des organischen Düngers: Wer aus Versehen zu viel gedüngt hat, riskiert kein „Verbrennen“ des Rasens, da der Nährsalzgehalt aufgrund der organischen Verbindung geringer ist als bei reinen Mineraldüngern.

Organischer Dünger auch im Herbst?

Nicht nur im Frühjahr, auch im Herbst benötigt Ihr Rasen etwas mehr! Auch zur Vorbereitung auf den Winter eignen sich organische Dünger. Organische Herbstrasendünger sind nicht mehr stickstoff-, sondern kaliumbetont.

Der Grund: Kalium sorgt für eine hohe Frosttoleranz und die Senkung des Stickstoffgehalts verhindert, dass frische Halme kalten Temperaturen zum Opfer fallen. Wenn die Temperaturen sinken, wird die Nährstofffreisetzung gestoppt. So riskieren Sie weder Auswaschungen noch Fehldüngungen.

Bei wiederansteigenden Temperaturen im Frühjahr, werden die Nährstoffe wieder vermehr freigesetzt. Die Depotwirkung ist also bei organischem Rasendünger inklusive.

Organischer Rasendünger: Sehen Sie genau hin

Wer sich für organischen Rasendünger entschieden hat, hat die Qual der Wahl.

Es gibt sie in verschiedenen Ausgangsstoffen und Nährstofetonungen, sie unterscheiden sich in der Körnung und im Preis.

Ein weiteres Problem: Der Handel unterscheidet oft nicht deutlich zwischen Frühjahrs- und Herbstdüngung, obwohl das für den Verbraucher wichtig ist. Hier hilft ein Blick auf die Inhaltsstoffe.

Augen auf auch bei Mogelpackungen wie z.B. organisch-mineralischem Dünger, der als organisches Produkt beworben wird, ohne seine Eigenschaften zu besitzen. Einigen Düngern werden außerdem Schlachtabfälle beigemischt, ein No Go für Umweltschützer und Tierfreunde. Kontrollieren Sie auch hier immer die Liste der Inhaltstoffe!

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Rasen düngen erledigt? Diese Gartenarbeit im April stehen auch noch an. Lesen Sie auch, welche

Mehr hilfreiche Tipps bekommen Sie auf unserer Themenseite Garten und Balkon.

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Источник: https://www.bildderfrau.de/familie-leben/haus-garten/article216861499/Rasen-duengen-ohne-Chemie.html

Brennnesseljauche ansetzen: Natürlicher Dünger und Schädlingsschutz (ohne Nebenwirkungen)

So düngen Sie Ihren Garten ohne Chemie

Blumen brauchen Nährstoffe. Gesunde Rosen sehen gut aus und sind weniger anfällig für Krankheiten. Deshalb solltest du deine Rosen düngen.

Was es dabei zu beachten gibt erfährst du in diesem Beitrag.

Wann du Rosen düngen sollst

Rosen sind ausgesprochene Starkzehrer und benötigen viele Nährstoffe in der richtigen Zusammensetzung. So wird z.B. mit einer stickstofetonten Düngung lediglich das Wachstum, nicht aber die Ausbildung von Blüten angeregt.  Eine regelmäßige und ausgewogene Düngung mit richtigem Dünger ist wichtig für die Rosen.

Im Normalfall solltest du im Frühjahr düngen (vor dem Laubaustrieb).

Anfang April kannst du zusätzlich Kompost rund um die Pflanzen verteilen (ist ein organischer Dünger).

Während mineralische Dünger die Nährstoffe sofort an die Pflanzen weitergeben und daher schneller eine Überdüngung droht, geben organische (wie zum Beispiel Kompost) die ihren viel langsamer im Zuge des Verrottungsprozesses an die Pflanze ab. Die Gefahr einer Überdüngung ist somit viel geringer. Allerdings stehen die Nährstoffe der Rose auch nicht sofort zur Verfügung.

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Im Mai/Juni solltest du für eine optimale Düngewirkung einen Langzeitdünger als zweite Düngung verwenden.

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Im Herbst solltest du nicht mehr düngen, da die neuen Triebe ansonsten Anfang Winter erfrieren könnten.

Als Vorbereitung zur Überwinterung kannst du die Rosen Ende August mit Patentkali (Magnesium + Kalium) versorgen. Patentkali fördert die Holzbildung, so können die Rosen besser überwintern.

Neu gepflanzten Rosen (Containerpflanzen) brauchst du im ersten Jahr der Pflanzung keinen Rosendünger geben. So bildet die Pflanze kräftige Wurzeln.

Den Rosendünger in Granulatform und organischen Dünger, wie Kompost, solltest du leicht unter die Erde einarbeiten. Nach dem Düngen gut wässern. So gelangen die Nährstoffe gleich dorthin, wo sie hingehören – nämlich zu den Wurzeln.

Für die Entwicklung der Rosen ist ein passender Säuregrad im Boden wichtig. Der ideale pH-Wert liegt zwischen 6,5 und 7,5.

Färben sich die Blätter der Rosen gelblich, kann ein Eisenmangel (Chlorose) dahinter stecken. PH-Wert des Bodens liegt jetzt ab 7,5 und sollte mehr in die saure Richtung bewegt werden. Dies erreichst du durch Beimengung von Torf oder eines sauren Düngers. Mit Hilfe eines speziellen Eisendüngers bekommen die Blätter wieder ihre grüne Laubfarbe.

  • Im Frühjahr solltest du die Rosen zurückschneiden. So wird die Pflanze zu baldigem Austrieb und üppigem Blühen angeregt.
  • Pilzkrankheiten (z.B. Mehltau) sind häufigsten Probleme bei Rosen . Achte darauf, nur die Erde um die Rose zu gießen, da nasse Blätter Pilzkrankheiten fördern.
  • Abgefallene Blätter und verblühte Pflanzenteile solltest du ausschneiden beziehungsweise aus dem Beet entfernen. So kannst du Rosenkrankheiten vorbeugen.
  • Im Winter solltest du die Rosen vor Frostschäden schützen, indem du sie mit lockerer Erde anhäufelst. Die Rose mit einem Haufen Erde von ungefähr 15 cm Höhe bedecken.

Du kannst viele nützliche Abfälle aus dem Haushalt, die sich gut als Biodünger eignen für das organische Düngen verwenden.

1. Flüssigdünger aus Gemüsewasser

Beim Kochen gibt Gemüse viele Nähstoffe und Mineralstoffe in das Kochwasser ab. Kartoffelwasser ist deshalb eines der ältesten Hausmittel von der Oma. Du kannst aber auch alle anderen Arten von Kochwasser vom Gemüse verwenden, wie z.B. Blumenkohlwasser, Broccoliwasser, Kohlwasser oder Spargelwasser.

2. Hornspäne

Hornspäne* gemischt mit Kompost ergibt einen nährstoffreichen und natürlichen Dünger.

Du kannst biologische Hornspäne online zum Beispiel auf Amazon kaufen* oder alternativ auch Fuß- oder Fingernägel als Ersatz für Hornspänen verwenden.

Auch abgeschnittene Haare enthalten viele Nähstoffe und Mineralstoffe für Pflanzen. Du kannst die Haare sammeln, klein schneiden und dann in Blumenerde untermischen.

3. Kaffeesatz als Blumendünger

Pflanzen können mit wenig Aufwand und ohne viel Kosten mit Kaffeesatz gedüngt werden, da der alte Kaffeesatz viel Stickstoff, Kalium und Phosphor enthält. Falls du deine Pflanzen regelmäßig mit dem alten Kaffeesatz düngst, wird einem Stickstoffmangel vorgebeugt.

Das Pflanzenwachstum wird generell gefördert und die Verfärbungen der Blätter vorgebeugt. Phosphor regt den Stoffwechsel der Pflanze an und führt zu einer gesteigerten Blütenbildung.

Ein besonderer Nährstoff für alte Pflanzen ist das Kalium, damit diese wieder frisch wachsen können und alte Blätter nicht absterben.

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Alter Kaffeesatz lockt im Garten kleine Tiere und Regenwürmer an. Diese lockern den Boden auf und reichen den Pflanzenboden zusätzlich mit Nährstoffen durch ihre Ausscheidungen an. Das macht den Kaffeesatz zu einem günstigen und sehr beliebten Pflanzendünger.

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Kaffeesatz vertreibt auch die Schnecken im Garten. Im Kompost wird  Zersetzungsvorgang der Lebensmittel gefördert und die Bakterienbildung angeregt.

Tipp: Lasse den alten Kaffee erst trocknen, bevor du damit deine Zimmer- oder Balkonpflanzen düngst. Denn das verhindert, dass sich Schimmel bildet.

4. Pferdemist und Pferdedung

Pferdemist oder Kuhmist sind organische Dünger und sind reichlich mit Nähstoffen und Mineralstoffen ausgestattet (Stickstoff, Magnesium, Phosphat und Kalium). Für die Verwendung in der Wohnung ist dieser Dung wegen der Geruchsbelästigung nicht geeignet.

Organische Dünger wie Pferdemist, Rindermist, Kuhmist oder Schafdünger sind gut für stark wachsende Pflanzen und als Vorbereitung von Frühbeeten dienen sie als natürlicher Dünger sehr gut.  Für die Pflanzung von Rosen sind sie auch gut geeignet.

Pferdemist macht schlechte Lehmböden lockerer und beugt außerdem eine Austrocknung des Bodens vor, da es eine hohe Wasserbindekraft hat. Den Mist in die Erde gut einarbeiten und dann reichlich mit Wasser giessen.

Vorsicht ist geboten bei  Mist und Kot von anderen Tierarten. Die Ausscheidungen von Geflügel haben einen zu hohen Stickstoffgehalt.

Deshalb kann es bei zu viel Düngung mit Fäkalien zu einer Überversorgung mit Mineral- und Nährstoffen kommen. Es können sich Verbrennungen an den Pflanzenblättern bilden.

Der Mist von Ziegen, Schafen, Kaninchen, Hunden, Katzen und Schweinen sollte auch sehr vorsichtig angewendet werden.

5. Mineralwasser

Du kannst dein abgestandenes Mineralwasser als Mineraldünger für die Pflanzen verwenden. Die Mineralstoffe im Mineralwasser sind lebensnotwendig für Lebewesen und Pflanzen. Es ist nur als Lieferant für Mineralstoffe geeignet, nicht aber als Nährstofflieferant.

6. Bier

Reste von einem Bier kannst du ohne Bedenken dem Gießwasser zumischen, weil Hopfen und Malz natürliche Nährstoffe enthalten. Du kannst alte Bierreste in Maßen auf die Pflanzen im Haushalt verteilen, aber maximal zwei mal pro Woche mit solchem Bierwasser gießen.

7. Kokosschalen

Kleingehäckselte Kokosschalen eignen sich besonders gut als Pflanzendünger und die kannst du auch im Blumenfachmarkt kaufen.

8. Bananenschalen

Bananenschalen geben viel Humusmasse beim Verrotten und fördern speziell die Blühfreudigkeit von Rosen. Die Bananenschale solltest du in kleine Stücke schneiden und einfach unter das Erdreich oder in die Blumenerde beim Umtopfen mischen. Je kleiner die Bananenstücke werden, desto leichter kannst du sie in der Erde vermischen.

9. Teebeutel und Teesatz

Im Teesatz sind ähnliche Inhaltsstoffe wie im Kaffeesatz enthalten, allerdings in abgeschwächter Form. Besonders schwarzer und grüner Tee haben sich gut als Pflanzendünger bewährt. Lass den Teesatz ausreichend trocknen oder hänge gebrauchte Teebeutel für einige Stunden in das Gießwasser.

10. Organischer Dünger aus Algen

Algen sind auch ein sehr guter Düngerlieferant. Es gibt spezielle Bio-Algendünger.

Durch seinen hohen Anteil an Kalium, Stickstoff, Phosphor und Spurenelementen wie Magnesium ist Algendünger ein sehr guter organischer Dünger für den Biogarten, der auch auch einen guten Anteil an Kalk enthält.

11. Holzasche

Holzasche ist reich an dem Mineralstoff Kali und bei vielen Gärtnern als Düngemittel beliebt.  Als Dünger für den Garten ist er allein schon aufgrund des hohen pH-Werts nicht wirklich optimal. Er liegt im stark basischen Bereich.

Die Aschedüngung hat wegen des hohen Calcium-Gehalts, der zudem in seiner aggressivsten Form als Brandkalk vorliegt, die Wirkung einer Kalkung des Gartenbodens. Da solltest du gut aufpassen, da der stark alkalische Brandkalk  Blattverbrennungen verursachen kann und auf leichten Sandböden auch das Bodenleben schädigen kann.

 Wenn du deine Holzasche trotz der oben genannten Nachteile nicht in der Restmülltonne entsorgen willst, sondern lieber im Garten ausbringen magst, solltest du unbedingt Folgendes beachten:

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Verwende bitte ausschließlich Asche von unbehandeltem Holz. Farbreste, Furniere oder Lasuren können Giftstoffe enthalten, die sich beim Verbrennen in gefährliche toxische Substanzen umwandeln.

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Es ist gut zu wissen, wo dein Brennholz herkommt. Stammt es aus einer Region mit hoher Luftverschmutzung solltest du es nicht zum Rosen Düngen verwenden.

Dünge bitte nur Zierpflanzen mit Holzasche. So kannst du sicherstellen, dass eventuell vorhandene Schwermetalle nicht über das geerntete Gemüse in die Nahrungskette gelangen. Einige Pflanzen, wie zum Beispiel Rhododendron, vertragen den hohen Kalkgehalt der Holzasche gar nicht.

Am besten geeignet zur Asche-Entsorgung ist der Rasen. Lehmige oder tonige Böden können Holzasche ebenfalls gut vertragen.

12. Eierschalen

Der beste Kalklieferant für deine Pflanzen sind die Eierschalen, besonders wenn du mit Regenwasser gießen tust. Leitungswasser enthält oft hohen Kalkanteil , da solltest du die Eierschalen für das Düngen eher vermeiden und sehr vorsichtig verwenden. Einige Pflanzen vertragen keinen Kalk im Gießwasser oder im Substrat.

13. Flüssigdünger aus Kompost

Du kannst aus Kompost und Humus eigenen Flüssigdünger herstellen. Fülle 500g Komposterde in einen 4 Liter grossen Kübel und gieße es mit Wasser auf. Lass das Gemisch für 2 Tage idealerweise in der Sonne ziehen. Danach kannst du mit dem Sud des Kompostwassers die Pflanzen gießen.

Achtung: Beim Düngen mit Hausmitteln kommt es auf die richtige Dosis an. Es sollte unbedingt vermieden werden, dass es nicht zu einer Überdosierung kommt. Daher solltest du die empfohlenen Hausmittel immer wieder abwechseln.

Küchenabfälle solltest du im Blumenbeet nicht entsorgen, da der Zersetzungsvorgang der organischen Lebensmittel einige Wochen dauert, wobei auch schädliche Prozesse durch erhöhte Temperaturen von bis zu 60 Grad auftreten und somit auch die Wurzeln der Pflanzen geschädigt werden.Lebensmittel und Küchenreste solltest du auf einem Kompost sammeln und entsorgen.

Fazit: Die Natur bietet viele Möglichkeiten

Deine Rosen brauchen Nährstoffe. Es muss nicht immer die Chemiekäule sein, denn die Natur bietet mehr als genug Möglichkeiten.

Источник: https://www.gartenerleben.com/rosen-duengen/

Welcher Dünger eignet sich für welche Pflanze?

So düngen Sie Ihren Garten ohne Chemie

Damit Pflanzen gut gedeihen, brauchen sie die richtigen Nährstoffe. Eine Über- oder Unterversorgung führt zu erhöhter Anfälligkeit für Krankheiten und zu Wachstumsstörungen.

Der richtige Dünger stärkt die Pflanzen, bereits bestehende Schädigungen lassen sich mit Dünger beheben. Bei jeder Anwendung von Düngemitteln ist wichtig, dass der Boden feucht ist.

Die Häufigkeit richtet sich immer nach den Angaben auf der Verpackung.

Das Angebot an Düngemitteln ist riesig und die Unterschiede sind für Laien nicht einfach zu verstehen. Ein Überblick über die verschiedenen Pflanzendünger.

Anorganischer und organischer Dünger: Was ist der Unterschied?

Anorganische Dünger (Mineraldünger) sind für Pflanzen schneller verfügbar als organische Dünger und können vor allem bei Nährstoffmangel gezielt eingesetzt werden. Die jeweiligen Anteile der einzelnen Nährstoffe variieren in den zum Kauf angebotenen Produkten.

Wichtige Bestandteile sind Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K). Enthalten Dünger alle drei Elemente, werden sie als NPK-Dünger oder Volldünger bezeichnet. Es werden zudem Zwei- und Einnährstoff-Dünger angeboten.

Je nach Zusammensetzung gibt es Düngemittel, die aus dem Boden schnell ausgewaschen werden, es gibt aber auch Langzeitdünger.

Ein Komposthaufen reduziert nicht nur den Hausmüll, er liefert zusätzlich umweltfreundlichen Dünger.

Organische Dünger wie Kompost, Mist oder Hornspäne sind umweltfreundlicher, denn sie bestehen aus organischen (tierischen oder pflanzlichen) Abfallprodukten. Häufig handelt es sich jedoch um reine Stickstoff- oder stickstofetonte Dünger.

Auf dem Markt sind jedoch auch Volldünger vertreten. Organische Düngemittel sind für die Pflanzen nicht direkt verfügbar, sie müssen erst von Mikroorganismen zersetzt werden. Je gröber der Dünger, umso länger dauert dies.

Grober Dünger sollte deshalb bereits im Herbst ausgebracht werden.

NPK – Die Zusammensetzung von Volldünger

Die Zusammensetzung eines Volldüngers hat Einfluss auf Wachstum, Gesundheit und Blütenreichtum von Pflanzen. Jeder Bestandteil hat unterschiedliche Funktionen und kann bei Über- oder Unterversorgung zu Problemen führen.

N = Stickstoff

Dieser Nährstoff steht für Kraft und Wachstum. Pflanzen lieben Stickstoff und nehmen diesen bevorzugt auf.

  • Zu wenig: Die Blätter sind gelb oder blassgrün – das Wachstum ist sehr gering.
  • Optimal: Die Blätter sind kräftig grün, das Wachstum ist normal bis zügig.
  • Zu viel: Die Blätter werden mastig, lang und das Gewebe ist weich. Die Stängel kippen leicht um.

P = Phosphor

Dieser Nährstoff wird vor allem von blühenden und Früchte tragenden Pflanzen benötigt. Ist viel Stickstoff im Boden verfügbar, wird nicht ausreichend Phosphor aufgenommen.

  • Zu wenig: Die Pflanzen blühen und fruchten kaum oder gar nicht.
  • Optimal: reicher Blütenflor sowie Fruchtansatz und Fruchtreife.
  • Zu viel: Wachstumsstörungen, weil wichtige Spurenelemente nicht aufgenommen werden.

K = Kalium

Der Nährstoff Kalium steht im Zusammenhang mit dem Wasserhaushalt der Pflanzen, er erhöht die Standfestigkeit, die Frostresistenz sowie die Resistenz gegen saugende Insekten.

  • Zu wenig: Wachstumshemmungen und Welkeerscheinungen.
  • Optimal: Die Pflanze sieht gesund aus und zeigt ein zügiges und stabiles Wachstum.
  • Zu viel: Wachstumshemmungen, Blattrandnekrosen, Wurzelverbrennungen, Blattschäden, Kümmerwuchs.

Die Bedeutung von NPK-Zahlenangaben in Düngerfertigprodukten

Sogenannte NPK-Dünger haben unterschiedliche Zusammensetzungen, die Zahlenangaben treffen eine Aussage über enthaltene Nährstoffe.

Die Zahlenangaben auf Düngerfertigprodukten weisen den Anteil von Stickstoff, Phosphor und Kalium in Prozent aus. Sie treffen also eine Aussage, wie hoch die Nährstoffe in dem Produkt dosiert sind.

Anhand dieser Zahlen lässt sich auch erkennen, ob es sich um einen stickstofetonten Volldünger (12 – 4 – 6) handelt oder um einen phosphorbetonten Volldünger (11 – 14 – 17). Auch für den Preisvergleich ist diese Angabe wichtig. Ein Produkt mit höherer Nährstoffkonzentration ist teurer, braucht aber nicht so häufig ausgebracht zu werden.

Ebenso ist die Aufwandmenge g/m2 für den Preis entscheidend.

Die richtige Wahl: Stickstofetonter oder phosphorbetonter Dünger?

Stickstofetonter Dünger, also „Gründünger“, ist für alle Pflanzen geeignet, die gut wachsen sollen und bei denen es auf die Laubblätter ankommt. Beispiele: Rasen, Salat, Kohl oder Zimmerpflanzen wie Palmen, Dieffenbachie und Farne.

Phosphorbetonter Dünger, also „Blühdünger“, ist für alle Pflanzen geeignet,die blühen und fruchten sollen. Beispiele: Hülsenfrüchte, Obstbäume, Blumenzwiebeln oder Zimmerpflanzen wie Anthurien, Usambaraveilchen und Klivie.

Wie sinnvoll sind Spezialdünger für bestimmte Pflanzengruppen?

Großflächige Rosenbeete können mit einem speziellen Rosendünger gut versorgt werden.

Spezialdünger für Rosen, Rasen oder Rhododendron sind gut auf die einzelnen Pflanzen abgestimmt.

Sie lohnen sich vor allem, wenn es in einem Garten eine größere Anzahl bestimmter Pflanzengruppen gibt. Für den Standardgarten mit vielen unterschiedlichen Pflanzen genügen in der Regel stickstofetonte und phosphorbetonte Dünger sowie Kalk.

Mit diesen drei Produkten kommt man prima durch das Gartenjahr.

Langzeitdünger werden ein- bis zweimal im Jahr ausgebracht. Sie verhindern ein schnelles „Auswaschen“ in den Boden. Flüssiger Blattdünger wird über die Blätter und das Holz sofort aufgenommen. Dies ist praktisch zum Antreiben, zum Beispiel von Fuchsien nach der Winterruhe.

Woran erkenne ich, dass mineralischer Dünger zu hoch dosiert ist?

Bei einer deutlichen Überdosierung werden Pflanzen kurze Zeit nach dem Ausbringen schlapp. Der Grund: Mineralischer Dünger liegt in Salzform vor, Salz entzieht den Pflanzenzellen jedoch über die Wurzeln Wasser.

Diesen Vorgang bezeichnet man als Exosmose. Um die Pflanzen zu retten, hilft ausschließlich die Gabe von reichlich Wasser, um den Salzgehalt zu reduzieren. Allerdings ist die Auswaschung von Nährstoffen ins Grundwasser die Folge.

Daher ist eine genaue Berechnung der Aufwandmenge unerlässlich.

Dünger als Pulver, flüssig, perliert oder Granulat?

Düngemittel werden in unterschiedlichsten Varianten angeboten. Doch nicht jede ist für jede Pflanze geeignet.

  • Flüssig: Flüssiger Dünger ist für die wöchentliche Düngung von Pflanzen in Töpfen und Kübeln zu empfehlen. Die Nährstoffe liegen wasserlöslich vor und werden von der Pflanze schnell aufgenommen, aber leider auch schnell aus dem Boden ins Grundwasser ausgewaschen.
  • Pulver: Pulverisierter organischer Dünger wie zum Beispiel Hornmehl wird schnell von Mikroorganismen aufgenommen und den Pflanzen verfügbar gemacht. Bei Hornspänen dauert es länger, bis die Nährstoffe verfügbar sind. Pulver ist bestens geeignet für das Ausbringen per Streuwagen, beim Streuen per Hand per Hand ist eine Staubmaske empfehlenswert.
  • Kunstharz-ummantelt: Bei dieser Düngerform handelt es sich immer um einen Langzeitdünger, der die Nährstoffe langsam und gleichmäßig an seine Umgebung abgibt. Besonders gut geeignet für Pflanzen in Töpfen und Kübeln, aber auch für Pflanzen im Freiland. Die Produkte haben allerdings einen hohen Preis. Die Produktnamen enden meistens auf „cote“.
  • Perliert/Granulat: Perlierter oder granulierter Dünger eignet sich besonders auf den Beeten im Freiland. Das Ausbringen im Streuverfahren per Hand in der richtigen Dosierung ist leicht zu lernen.

Achtung: Manche Dünger sind giftig

Manche anorganische Dünger können für Tiere wie Hunde und Katzen giftig sein. Für Haustierbesitzer ist aus diesem Grund organischer Dünger empfehlenswert.

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Dieses Thema im Programm:

Zierpflanzen

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Alternative Düngemittel für den Garten

So düngen Sie Ihren Garten ohne Chemie

Über das Thema Düngen entfachen zwischen Gartenbesitzern immer wieder hitzige Diskussionen. Die einen schwören auf chemischen Mineraldünger aus dem Handel, die anderen verfechten ausschließlich natürliche Düngemittel.

Aus ökologischen Gesichtspunkten bietet ein biologischer Dünger viele Vorteile für den Boden und die Pflanzen. Daher ist es immer gut, mit alternativen Düngemitteln zu arbeiten.

Wir zeigen Ihnen, welche natürlichen Dünger es gibt, wie Sie sie ganz einfach selbst herstellen und welche Hausmittel das Wachstum Ihrer Pflanzen beschleunigen.

Kompostieren: natürlichen Dünger selbst herstellen

Küchenreste können problemlos kompostiert werden

Wer seinen Garten pflegt und liebt, der sollte zu natürlichem Dünger greifen. Natürliche, meistens organische Dünger, bestehen aus pflanzlichen Abfällen, die kompostiert werden.

Auf einem Komposthaufen können Sie alle Abfälle, die in Haus und Garten anfallen, sammeln. Dazu gehören zum Beispiel Laub, Stroh, Pflanzen- und Rasenschnitte genauso wie Reste von Salat, Gemüse, Obst, Eierschalen, Kaffeesatz, Zwiebelschalen und alte Blumenerde.

Selbst tierische Produkte wie Blut, Knochen und Fischmehl können ohne Bedenken auf den Kompost wandern.

Wenn Sie all diese Abfälle regelmäßig auf einen Haufen zusammentragen, entsteht mit der Zeit ein wertvoller organischer Dünger.

Dadurch, dass die Nährstoffe in dem selbst hergestellten Dünger nicht so konzentriert vorliegen wie in einem gekauften, chemisch hergestellten Mineraldünger, brauchen Sie etwas Geduld, bis das Düngen den gewünschten Erfolg erzielt. Für die Pflanzen und Ihren Boden sind alternative Dünger aber die weitaus schonendere Variante.

Ein Komposthaufen sollte in jedem Garten zu finden sein

Wer also einen eigenen Garten, aber noch keinen Kompost besitzt, sollte sich spätestens jetzt eine Ecke auf dem Grundstück dafür suchen. Am besten wählen Sie ein schattiges Plätzchen, auf dem der Kompost direkt auf dem Boden stehen kann und von allen Seiten ausreichend belüftet wird. So kommen Regenwürmer ungehindert hinein und sorgen für eine schnelle Kompostierung.

Besonders förderlich für die Kompostierung sind auch Garten- und Komposterde, Kalk und Kompostbeschleuniger. Rasenschnitt sollte nur dünn und getrocknet auf den Komposthaufen gestreut werden. Alle zwei bis drei Monate sollten Sie den Kompost umschichten, durchsieben und die groben Stücke heraussammeln.

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So entsteht ein natürlicher Dünger, den man generell für alle Blumen, Pflanzen und Gemüsearten verwenden kann.

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Den fertigen natürlichen Dünger können Sie in einer Schicht von zirka zwei bis fünf Zentimetern auf die Beete oder Töpfe geben und leicht einharken.

Fruchtbarer Boden durch Gründüngung

Gründüngung eignet sich besonders im Gemüsegarten

Bei der Form der Gründüngung werden im Herbst Pflanzen angebaut und über den Winter im Beet gelassen.

Diese Methode stammt ursprünglich aus dem Ackerbau und sorgt dafür, dass der Boden durch die Wurzeln der Pflanzen aufgelockert und seine Substanz verbessert wird: Die verdorrten Pflanzenreste auf den Beeten wirken über die Herbst- und Wintermonate wie Mulch und verbessern das Bodenklima, die Durchlüftung und die organische Substanz des Bodens durch den steigenden Humusanteil.

Die Gründüngung bietet sich besonders im Gemüsegarten als Alternative zu chemischen Düngemitteln an. Ringelblumen oder Tagetes sind hierzu besonders beliebte Formen der Gründüngung, die man entweder in die für die Einsaat abgeernteten Flächen oder die Zwischenräume der Gemüsereihen pflanzt und über Herbst und Winter stehen lässt.

In diesem Video können Sie sich genau ansehen, wie eine Gründüngung in den Boden eingesät wird und über die Herbst- und Wintermonate als natürlicher Dünger wirkt.

Sind Sie dabei, einen Garten komplett neu anzulegen, kann sich eine Gründüngung auch vor dem Bepflanzen schon lohnen. Auf Neubaugrundstücken ist der Erdboden durch die Baumaschinen stark verdichtet.

Eine Reihe verschiedener Gründüngungs-Bepflanzungen lockert den Boden wieder auf und lässt ihre Pflanzen von Anfang an besser gedeihen.

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Es empfehlen sich dazu zum Beispiel Gelbe Lupinen, Gelbsenf, Winterraps oder Bienenfreund.

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Jede Pflanze, die für die Gründüngung geeignet ist, hat spezielle Eigenschaften, die bei der Auswahl berücksichtigt werden sollten.

  • Bei einer Düngung mit Schmetterlingsblütlern wie Lupinen oder Inkarnat-Klee verstärkt Algenkalk oder Steinmehl die Wirkung im Boden. Zudem sollte man diese Pflanzenarten nicht dort einpflanzen, wo vorher Erbsen oder Bohnen ausgesät waren. Da sie zur gleichen Pflanzenfamilie gehören, besteht die Gefahr der sogenannten Bodenmüdigkeit.
  • Für stark verdichteten Boden eignen sich besonders Pflanzen mit tief dringenden Wurzeln. Dazu gehören unter anderem die Ackerbohne, der Ölrettich, die Pufohne, Sonnenblumen, Winterraps oder auch der Steinklee. Eine ausführliche Auflistung aller Gewächse für eine Gründüngung finden Sie hier.

Natürliches Wunder-Düngemittel: Terra Preta

Terra Preta ist eigentlich vielmehr eine Bodenart statt ein Dünger im herkömmlichen Sinne. Die Erde soll aber so fruchtbar sein, dass zusätzliches Düngen vollkommen überflüssig wird.

Entdeckt wurde die Terra Preta ursprünglich in Brasilien und wird dort von den Indios selbst hergestellt.

Das Besondere an der Erde ist, dass sie Nährstoffe aufgrund ihres extrem hohen Humusgehalts über einen sehr langen Zeitraum speichern kann. Und genau das macht sie so fruchtbar.

Terra Preta soll zusätzliches Düngen überflüssig machen

Mit den richtigen Zutaten und in kleineren Mengen können Sie diese fruchtbare Erde zu Hause selbst herstellen. Dafür werden Garten- und Küchenabfälle klein geschnitten und mit etwa 10 Prozent hochwertiger Holzkohle vermischt. Zusätzlich gibt man Steinmehl für den Mineralgehalt sowie Mikroorganismen hinzu.

Mikroorganismen kann man im Fachhandel kaufen und sorgen dafür, dass der Vorgang der Fermentierung beschleunigt wird. Die Mischung muss in einem luftdicht verschließbaren Eimer zusammengemischt werden und mindestens zwei Wochen ruhen. Die Temperatur darf dabei nie unter 15 Grad sinken.

Nach der Ruhezeit können Sie die Mischung auf dem Gartenboden verteilen und mit herkömmlicher Erde bedecken. Zusätzlich sollten Sie die Fläche mit einer Plane vor Regen schützen. Darunter sorgen Regenwürmer und die Mikroorganismen dafür, dass das Gemisch weiter arbeitet.

Nach zirka sechs Monaten ist aus dem Gemisch natürliche Terra Preta entstanden.

Tipp: Durch den Kohlegehalt in der Erde ist sie sehr salzhaltig und weist einen hohen pH-Wert auf. Deswegen ist die Terra Preta für salzempfindliche Kulturen wie Kräuter, Bohnen und Erbsen eher weniger geeignet.

Düngen mit Hausmittelchen: Tricks von der Großmutter

Neben den oben genannten alternativen Düngemethoden gibt es auch Hausmittel, die sich hervorragend zum Düngen von Pflanzen eignen. Wir haben eine kleine Auswahl an Hausmitteln zur Düngung zusammengestellt:

Kaffeesatz ist ein exzellenter Rosendünger

Durch den hohen Stickstoffgehalt ist Kaffeesatz der ideale Dünger für Rosen, Geranien und Rhododendron. Er versorgt die Wurzeln mit zusätzlichem Phosphor und Kalium und regt den Stoffwechsel, das Wachstum und die Samenbildung der Pflanzen an. Wichtig ist, dass man den Kaffeesatz gut in die Erde einharkt, da der feuchte Kaffeesatz sonst schnell anfängt zu schimmeln.

Tipp: Auch auf dem Komposthaufen wirkt Kaffeesatz effektiv. Er lockt Regenwürmer an, die für eine schnelle Kompostierung sorgen.

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Bananenschalen liefern viele Mineralien und Spurenelemente und fördern besonders bei Rosen die Bildung von neuen Blättern und Blüten. Klein geschnitten können die Bananenschalen einfach unter die Erde geharkt werden. Um auszuschließen, dass schädliche Stoffe mit in die Erde gelangen, sollten Sie zum Düngen ausschließlich die Schalen von Bio-Bananen verwenden.

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Abgestandenes Bier kann als nährstoffreiches Gießwasser für Ihre Garten- und Zimmerpflanzen genutzt werden.

Tipp: Bier ist auch ein ideales Hausmittel für die Bekämpfung von Schädlingen wie Schnecken. Einfach ein Glas Bier in den Garten stellen und abwarten. Die Schnecken werden von dem Bier angelockt und ertrinken in der Flüssigkeit.

Auch mit Wasser, in dem Sie Kartoffeln, Eier oder Gemüse gekocht haben, können Sie Ihre Pflanzen gießen und natürlich düngen. Während des Kochens geben die Kartoffeln, das Gemüse und die Eier Mineralstoffe an das Wasser ab, die auch das Pflanzenwachstum fördern. Wichtig ist aber, dass das Kochwasser nicht gesalzen wurde.

Auch abgestandenes Mineralwasser mit nur noch wenig oder gar keiner Kohlensäure ist gut für die Pflanzen. Das Wasser ist reich an Mineralstoffen und die Kohlensäure löst den Kalk im Boden.

Nicht nur das Wasser zum Eierkochen, sondern auch die Eierschalen eignen sich als Dünger. Eierschalen können Sie einfach mit unter die Erde mischen, die die darin noch enthaltenen Mineralien an die Erde abgeben.

  • Magermilch für den GemüsegartenTomaten freuen sich über Gießwasser mit Magermilch

Wenn Sie Ihrem Gießwasser ein wenig Magermilch beimischen, nehmen die Pflanzen über die Wurzeln die Aminosäuren der Milch auf und fördern so das Pflanzenwachstum. Besonders Tomaten bringt das nährstoffreiche Wasser zum Sprießen.

Zusätzlich ist die Mischung ein guter Schutz gegen schädliche Pilze auf Ihren Tomatenpflanzen; bei Rosen und Staudengewächsen können die Aminosäuren sogar Mehltau-Befall vorbeugen.

Das richtige Mischverhältnis ist dabei 1:8 (1 Liter Milch auf 8 Liter Wasser).

Eine Mischung aus Blumenerde mit Holzasche aus Ihrem Kamin eignet sich wegen der extra Portion Kalium sehr gut als natürlicher Dünger. Zusätzlich wirkt die Holzasche pilz- und fäulnishemmend.

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Da sie stark alkalisch ist, sollte man damit keine Pflanzen düngen, die einen niedrigen pH-Wert gewöhnt sind, wie zum Beispiel Lavendel oder Kamille.

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Achten Sie darauf, dass die Asche keine künstlichen Bestandteile wie Leim, Plastikpartikel oder Farbe enthält. Asche aus Pressspanholz ist als Dünger gänzlich ungeeignet.

Jauche versprüht zwar einen sehr unangenehmen Geruch, ist für Ihre Pflanzen aber eine wertvolle Nähr- und Gerbstoffquelle. Sie können Jauche beispielsweise aus Brennnesseln, Beinwell oder Schachtelhalm herstellen. Letzteres ist zusätzlich ein wirkungsvoller Schutz gegen Pilzkrankheiten.

Für die Zubereitung lässt man die ausgewählte Pflanze über einige Stunden in kaltem Wasser gären. Dabei wird wichtige Energie freigesetzt, die für die Zellerhaltung, das Wachstum und die Fortpflanzung der Pflanzen wichtig ist. Nach der Gärzeit können Sie das Wasser direkt zum Gießen verwenden.

  • Tee aus ZwiebelschalenRegelmäßiges Gießen ist ein Muss

Ein Tee aus Zwiebelschalen ist schnell gemacht und ein guter Dünger für Ihren Gemüsegarten. Lassen Sie den Tee nach der Zubereitung gut abkühlen und sieben Sie ihn durch, bevor Sie ihn zum Gießen verwenden. Wenn man den unteren Teil der Tomatenpflanzen mit dem Tee einsprüht, bietet er einen effektiven Schutz gegen Pilzkrankheiten.

Weitere natürliche Düngemittel sind unter anderem:

  • Senf
  • Gips
  • Schwarzer Tee/Teesatz
  • Schafwolle
  • Tabak oder Zigarettenasche
  • Salz
  • Tannennadeln
  • Stroh
  • Hefe

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Bildquellen:

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Источник: https://www.gartenhaus-gmbh.de/magazin/alternative-duengemittel-fuer-den-garten/

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