So können Kellerfenster Ihre Energieeffizienz verbessern

Kellerfenster: Preise, Sicherheit, Feuchtigkeitsschutz

So können Kellerfenster Ihre Energieeffizienz verbessern

Früher waren Kellerfenster oft nur einfach verglaste Fenster mit einem herkömmlichen Öffnungshebel. Mittlerweile gibt es verschiedene Variationen von Kellerfenstern. Die bekanntesten sind Kippfenster, Festverglasungen oder Fenster aus Stahllochblech.

  Kellerfenster aus Stahllochblech

Wärmeschutz und Energieeffizienz

Durch eine schlechte Fensterdämmung im Kellerbereich kann auch die Energieeffizienz im restlichen Haus leiden.

Nicht gedämmte und veraltete Kellerfenster kühlen nicht nur den Kellerraum selbst, sondern durch die Kellerdecke auch die darüber liegenden Stockwerke aus.

Die über dem Keller liegenden Wohnräume brauchen folglich mehr Heizenergie, um ein behagliches Wohnklima zu erzeugen und das führt zu erhöhten Energiekosten.

Moderne, wärmegedämmte Fenster verfügen über einen verbesserten Wärmeschutz, eine höhere Luftdichtigkeit und einen besseren Abschluss zur Fensterlaibung:

Ein modernes Kellerfenster bietet einen guten Wärmeschutz.

Verschiedene Materialarten

Je nachdem, wie der Kellerraum genutzt wird, empfehlen sich unterschiedliche Materialien. Wenn der Keller auch als Wohnraum dient, sind Kellerfenster aus Kunststoff eine häufig verwendete Variante. Sie besitzen gute Dämmeigenschaften und sind wartungsarm.

Bei unbewohnten Kellerräumen und reinen Nutzkellern, die als Heiz-, Wasch- oder Lagerraum dienen, kommen oft Metallfenster zum Einsatz. Als Material wird hier meistens Stahl benutzt. Holzfenster finden sich in Kellerräumen nur selten, da die dort vorherrschende hohe Luftfeuchtigkeit dem Holz schadet.

Material Vorteile Nachteile
Kunststoff  kostengünstig  pflegeleicht  unterschiedliche Öffnungs-mechanismen möglich  oft nur in Standardgrößen günstig  Maßanfertigungen können teuer sein
Metall  sehr widerstandsfähig  sehr einbruchsicher  wartungsarm  schlechte Wärmedämmung  nicht zum Einsatz in bewohnten Kellerräumen geeignet

Je nach Material, Art der Verglasung, Maßen, Funktionen und Sicherheitsaspekten variiert auch der Preis für die verschiedenen Fenstervarianten. Unsere Kostenübersicht dient Ihnen als Orientierung:

Ausführung Material Preise
FestverglasungKunststoffca. 70 – 90 Euro
Dreh-Kipp-ÖffnungKunststoffca. 75 – 160 Euro
mit GitterflügelMetallca. 60 – 180 Euro

  Hinweise zur Montage: 

Staatliche Fördermittel für Kellerfenster

Wenn Sie die Erneuerung oder den Einbau vonenergieeffizienten und einbruchhemmenden Fenstern in Ihrem beheizten Keller planen, können Sie staatliche Mittel vom Staat erhalten. Diese müssen vor dem Umbau bei der Kreditanstalt für Wiederauau (KfW) beantragt und genehmigt worden sein. Die KfW bietet folgende Fördermittel an:

Förderung Art Fördermittel
KfW-Programm 430:  Energieeffizient SanierenInvestitionszuschussbis zu 10.000 Euro  (max. 20 % der Kosten)
KfW-Programm 151/152:  Energieeffizient SanierenKreditbis zu 50.000 Euro  (0,75 % effektiver Jahreszins)

  Achtung:

Kosten bei der Steuer absetzen

Alternativ zu den staatlichen Fördermitteln haben Sie die Möglichkeit, den Einbau eines Kellerfenstersals Handwerkerleistung gemäß § 35a EStG bei der Einkommenssteuererklärung abzusetzen. Dazu gehören der Arbeitslohn und die Fahrtkosten des Fachmannes.

Erhöhung der Sicherheit

Kellerfenster sind beliebte Ziele von Einbrechern, die sich auf diesem Weg Zugang zum Haus verschaffen möchten. Jede Art von Fenster können Sie umfassend gegen Einbruchsversuche absichern.

Rund sieben Prozent aller Einbrüche erfolgen durch den Keller.

Bei normalen Dreh-Kipp-Kellerfenstern empfiehlt es sich, den Zugang nach den Tipps der Polizei zu sichern:

  • alle Fenster auch bei kurzer Abwesenheit stets verschließen
  • es empfiehlt sich eine zusätzliche Sicherung mit Schutzgittern
  • achten Sie beim Kauf auf eine Widerstandsklasse von RC 2 oder höher

Kellerfenster mit sogenannten Stahllochblenden müssen stabil im Mauerwerk verankert sein und sollten zusätzlich über eine Öffnungssicherung verfügen. Das können folgende Elemente sein:

  • Vorhängeschloss
  • Verschraubung der Rahmen
  • abschließbare Fenstergitter, raumseitig montiert
  • festgelegte Riegelstangen aus Betongitter oder Flachstahl
  • abschließbare Fenstergriffe
  • Sicherheitsverglasung

Achten Sie auf den Feuchtigkeitsschutz

Kellerfenster sind häufig unter der Geländeoberkante platziert. Sie bieten aber keinen Schutz vor drückendem Wasser.

Der Bereich um das Fenster herum muss daher gegen Stau- und Niederschlagswasser abgesichert werden.

Üblicherweise erfolgt hierfür der Einbau eines sogenannten Lichtschachts, der eine integrierte Rückstausicherung hat und über ein Drainagesystem an das Abwassernetz angeschlossen ist.

Ein Lichtschacht bietet guten Schutz vor Feuchtigkeit. [attention type=yellow]

Mit dem Einbau ergibt sich häufig das Problem, dass Lichtschächte für Einbrecher einen willkommenen Sichtschutz bieten. Aus diesem Grund sollten Sie eine zusätzliche Vergitterung über dem Lichtschacht anbringen. Die Montage ist zwar ein zusätzlicher Kostenfaktor, macht sich aber durch eine erhöhte Gebäudesicherheit bezahlt.

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Bei Neubauten sind betonierte Lichtschächte empfehlenswert. Diese lassen sich besonders wirksam mit einem Rollenrost absichern.

Auch Lichtschachtabdeckungen aus stahlarmierten Glasbetonsteinen haben hier eine einbruchhemmende Wirkung. Alternativ können auch Gitterroste mit einer integrierten Abhebesicherung installiert werden. Als Material eignet sich Flacheisen.

 Die Abhebesicherungen müssen tief im Mauerwerk verankert und idealerweise an vier Ecken befestigt sein. Der Preis für einen Lichtschacht aus Kunststoff kann je nach Volumen und Ausstattung stark schwanken. Einen einzelnen Lichtschacht bekommen Sie bereits ab 30 Euro.

Ein Komplettset inklusive Boden und Gitterrost kostet im Fachhandel je nach Größe zwischen 200 und 740 Euro

Das richtige Kellerfenster finden

Auch Kellerfenster sind modern ausgestattet und entsprechen hohen Energie- und Qualitätsstandards. Bei Neubauten gelten deshalb auch hier die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV). Je nachdem, wie der Kellerraum genutzt werden soll, müssen Kellerfenster unterschiedlichen Ansprüchen gerecht werden. .

Источник: https://www.aroundhome.de/fenster/kellerfenster/

Immobilien: So verbessern Sie die Energieeffizienz Ihrer Immobilie

So können Kellerfenster Ihre Energieeffizienz verbessern

Energiebewusstes Wohnen, das war vor einigen Jahren noch ein Trend – inzwischen ist es in vielen Fällen ein Muss.

Das liegt auch daran, dass der Staat seine Anforderungen auf dem Gebiet sukzessive erweitert hat.

Die Frage, die sich Bauherren und Immobilienbesitzer heute stellen, lautet daher in der Regel nicht mehr ob, sondern wie stark beim Bauen oder Sanieren auf energetische Aspekte geachtet werden soll.

Eine Frage, auf die es je nach Einzelfall unzählige verschiedene Antworten gibt. Denn, wie beispielsweise Andreas Skrypietz, Fachmann von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), weiß: Den Königsweg zur optimalen Energieeffizienz gibt es nicht.

„Es gibt ein großes Bündel verschiedener möglicher Maßnahmen, und vieles ähnelt sich“, so Skrypietz.

„Letztlich ist die Ausgangslage, die erforderlichen oder möglichen Maßnahmen sowie das, was tatsächlich unternommen wird, jedoch bei beinahe jeder Immobilie anders.“

Wer sich dem Thema systematisch nähern will, kann im wesentlichen vier Bereiche unterscheiden, auf denen sich Eingriffe anbieten:

  • die Decken, als da wären vor allem die oberste Geschossdecke beziehungsweise das Dach sowie die Kellerdecke,
  • die Außenwände,
  • die Fenster undTüren sowie
  • die Heizungsanlage.

Das sind bei jedem Haus und jeder Wohnung gewöhnlich die wichtigsten Stellen, an denen mitunter mehr Energie aufgewendet wird beziehungsweise nach außen dringt, als nötig.

Wer allerdings beschlossen hat, den einen oder anderen dieser kritischen Punkte in Angriff zu nehmen, steht meist bereits vor den nächsten Fragezeichen.

Dann geht es ins Detail, wie zum Beispiel: Styropor, Holzfaser oder Zellulose – mit welchem Material soll die Kellerdecke versehen werden? Kommt an den Hauswänden eher eine Innen- oder eine Außenverkleidung in Frage? Oder: Welches ist im Einzelfall die ideale Heizungsanlage?

Die Antworten auf solche Fragen fallen nicht immer leicht.

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Manches Dämmmaterial etwa – beispielsweise Styropor – ist kostengünstig, aber unter anderem in Bezug auf seine Eigenschaften im Brandfall sowie Entsorgungsprobleme umstritten, erläutert Experte Skrypietz.

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Mineral- oder Steinwolle dagegen dämme besser, sei jedoch auch teurer. Umweltbewusste Bauherren könnten nach Angaben des DBU-Mannes zudem über Hanf oder Zellulose nachdenken.

Oder die Entscheidung zwischen Außen- oder Innendämmung, bei der laut Skrypietz ebenfalls verschiedene Aspekte eine Rolle spielen: Soll die Fassade der Immobilie optisch verändert werden? Ist im Innenraum überhaupt ausreichend Platz für zusätzliche Dämmschichten vorhanden?

„In der Regel gibt es ein bestimmtes finanzielles Budget, und dann wird geschaut, was man damit erreichen kann“, erläutert der Fachmann die übliche Vorgehensweise bei Energiemaßnahmen an Wohnimmobilien.

„Ziel ist es, den Energiebedarf zu senken. Denn je niedriger dieser ist, umso eher kommen auch andere Energiequellen infrage, als die nach wie vor weit verbreitete Öl- oder Gasheizung.

“ Die Rede ist dann laut Skrypietz beispielsweise von Holzheizungen, Wärmepumpen und ähnlichem.

Wichtig: Finanzielle Unterstützung vom Staat einplanen

Womit das Thema der Wirtschaftlichkeit der energetischen Maßnahmen angesprochen ist. Entscheidend dafür sind zum einen die Kosten, die solche Maßnahmen mit sich bringen. Zum anderen spielt aber auch die Energieeinsparung, die sich etwa auf der Heizungsrechnung bemerkbar macht, eine Rolle.

„Hausbesitzer haben den direkten finanziellen Nutzen von energiesparenden Investitionen, sei es bei der Heizenergie-, sei es bei der Stromeinsparung“, erläutert Werner Eicke-Hennig vom Institut Wohnen und Umwelt (IWU) des Landes Hessen in Darmstadt. „Und die Rahmenbedingungen für die energetische Ertüchtigung von Gebäuden sind gegenwärtig sehr gut.“

Als Grund nennt Eicke-Hennig den wieder steigenden Ölpreis sowie die niedrigen Zinsen. „Andere finanzielle Anlageformen für Geldvermögen bringen kaum mehr Erträge“, sagt er. „Und der Staat fördert, mit dem KfW-Programm und den Bafa-Zuschüssen, ohnehin schon wirtschaftliche Investitionen im Rahmen seiner CO2-Minderungspolitik.“

Tatsächlich spielt die öffentliche Förderung bei der Kalkulation energetischer Maßnahmen eine wichtige Rolle, und Eigentümer sollten sich darüber eingehend informieren.

Die staatliche KfW-Bank etwa vergibt unter bestimmten Voraussetzungen zinsgünstige Kredite, Tilgungszuschüsse sowie Zuschussförderungen.

Zudem helfen das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) sowie verschiedene regionale Förderprogramme.

Das KfW-Programm „Energieeffizientes Sanieren“ etwa unterstützt Antragsteller mit bis zu 100.000 Euro je Wohneinheit oder mit 50.000 Euro für Einzelmaßnahmen, erläutert Stephan Scharfenorth, Chef des Baufinanzierungsportals Baufi24.de.

Ebenso helfe das Bafa beispielsweise bei der Energieberatung durch einen Fachmann mit 800 Euro aus. „Da die Berufsbezeichnung Energieberater nicht geschützt ist, müssen Immobilienbesitzer stets auf der Hut sein“, warnt allerdings der Baufinanzierungsexperte.

„Nicht alle Berater verfügen über fachkundiges Wissen oder handeln unabhängig.“

Konkret: So rechnet sich eine Standardsanierung

IWU-Experte Eicke-Hennig ist gleichzeitig Leiter der Hessischen Energiespar-Aktion (HESA), und als solcher schlägt er Hauseigentümern als Zielgröße ein standardisiertes „10-Liter-Haus“ vor. dabei bezieht sich die Angabe – entsprechend der branchenüblichen Terminologie – auf einen Energieverbrauch, der zehn Litern Heizöl pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr entspricht.

Definiert wurde dieses Haus von der HESA in sechs Punkten, mit denen beispielsweise die Art und Weise, in der Außenwände und Dach gedämmt werden sollten, präzise vorgegeben werden. Weitere Richtwerte gibt es für die Fenster, die Kellerdecke, den Einsatz eines Gas- oder Öl-Brennwertkessels sowie für eine Solaranlage für die Brauchwasseranlage und Heizungsunterstützung.

Wer ein Standard-Einfamilienhaus mit einer Wohnfläche von 120 Quadratmetern in ein solches „10-Liter-Haus“ umwandeln will, muss laut Eicke-Hennig rund 30.000 Euro an Mehrkosten einplanen. Mit weiteren etwa 40.

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000 Euro kann sogar der noch höhere Level eines „5-Liter-Hauses“ erreicht werden, sagt der Experte.

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Das entspreche dann bereits dem sogenannten Passivhaus, das sich dadurch auszeichnet, dass eine herkömmliche Heizungsanlage aufgrund der guten Dämmung eigentlich nicht mehr benötigt wird.

Haussanierung rechnet sich nach 15 Jahren

Auch Eicke-Hennig ist allerdings nicht der Ansicht, dass die Umwandlung des Eigenheims in den angestrebten Endzustand auf einen Schlag erfolgen muss.

Je nach finanziellem Budget und ohnehin notwendigen Instandsetzungen empfiehlt er vielmehr ein schrittweises Vorgehen.

„Es reicht völlig aus, wenn Eigentümer zukünftig jede größere Bauteilinstandsetzung mit einer Energiesparmaßnahme verbinden und beim Heizkessel genauso handeln“, sagt er. „Wann immer erneuert wird, wird auch der energetische Standard verbessert.“

Wer so vorgeht, sollte allerdings wissen, dass sich die unterschiedlichen Maßnahmen durchaus nicht alle im gleichen Zeitrahmen amortisieren.

Während etwa die Ausgaben für eine Dachbodendämmung schon nach vier bis fünf Jahren wieder über die niedrigeren Energiekosten eingespielt sein können, kann es bei einer Dämmung der Außenwände bis zu 15 Jahre und bei der Kellerdecke bis zu 18 Jahre dauern, so Eicke-Hennig.

Als Faustregel gibt er an: „Innerhalb der ersten 10 bis 15 Jahre zahlt die Heizkosteneinsparung die Mehrkosten der Energiespartechnik zurück. Danach sind die Maßnahmen an der Gebäudehülle aber noch voll funktionsfähig und zahlen in den nächsten 20 Jahren auch noch die Bauteilinstandsetzungskosten zurück, die unabhängig von der Energieeffizienz ohnehin erforderlich sind.“

Damit ist klar: Rein wirtschaftlich betrachtet geht die Rechnung beim energieeffizienten Bauen und Sanieren in aller Regel auf.

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Hinzu kommt ja noch die Tatsache, das derjenige, der auf solche Maßnahmen verzichtet, langfristig den Wert seiner Immobilie im Wettbewerb mit der meist besser ausgerüsteten Nachbarschaft senkt.

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Ganz zu schweigen von Aspekten wie dem angenehmeren Wohnklima sowie dem Umwelt- und Klimaschutz, die für viele Immobilienbesitzer ohnehin noch wichtiger sein dürften, als die Berechnung der Amortisation auf Heller und Pfennig.

Nützlich: Tipps vom Fachmann zu Fehler, die es zu vermeiden gilt

Was allerdings nicht vergessen werden darf: Um den vollen Erfolg zu erzielen, muss auch beim energieeffizienten Bauen und Sanieren vieles richtig gemacht werden – und viele mögliche Fehler und Fallstricke gilt es zu umgehen. Der Teufel, das weiß beispielsweise auch Wolfgang Szubin vom Verband Wohneigentum in Bonn, steckt bei diesem Thema wie so oft im Detail.

Der Architekt hat für manager magazin online einige der wichtigsten Fehlerquellen bei dem Thema zusammengestellt:

1. Auf Lückenlosigkeit achten

Bei einer Dämmung im schrägen Dach ist auch der Einbau von sogenannten Dampfsperren vonnöten, so Szubin. Diese bestehen meistens aus Folien und müssen die ganze Konstruktion lückenlos von innen umfassen. Sonst droht Luftfeuchtigkeit aus dem Innenraum einzudringen, was zu Schimmel führen kann. Zudem könnte andernfalls Wärme nach außen entweichen, so Szubin.

Vergisst man dieses Detail, ist die energetische Dämmung des Hauses nur lückenhaft und verfehlt ihren Zweck, so der Fachmann. Vielfach werde zum Beispiel beim Anbringen einer Satellitenanlage oder Antenne oder beim Verlegen von Kabeln nicht daran gedacht.

Um solche Leckagen zu vermeiden, empfiehlt Szubin den Einbau von Dichtmanschetten, die die Stelle, an der die Dampfsperre – etwa durch ein Kabel – durchbrochen werden muss, zuverlässig abdichten.

2. Das richtige Material fachgerecht verarbeiten

Materialien haben unterschiedliche Eigenschaften, darüber sollte der Verantwortliche Kenntnisse haben, so Szubin. Nicht jedes Material lässt sich beispielsweise in der Sanierung als Dämmung einbauen. Bei historischen Altbauten, wo sich eine Veränderung der Fassade verbietet, empfiehlt sich etwa eine mineralische Innendämmung mit Kalzium-Silikat-Platten, so Szubin.

Weiterer Punkt: Mit modernen Baustoffen und Haustechnik muss auch fachgerecht gearbeitet werden, um beispielsweise eine Förderung durch die Kreditanstalt für Wiederauau (KfW) zu bekommen.

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Wichtig ist zudem, welche Materialien ursprünglich eingebaut wurden, und mit welchen energetischen Eigenschaften. Neue Dämmungen und Materialien sind darauf abzustimmen. Manche Materialien können nicht zusammen verwendet werden – zum Beispiel aus Gründen des Brandschutzes.

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Szubin betont: Gerade das energetische Verhalten eines Bestandsgebäudes sollte vor einer Sanierung genau untersucht werden. Dies sei eine unbedingte Grundlage für eine qualifizierte effiziente Sanierungsplanung.

3. Verschiedene Handwerker richtig koordinieren

Am energieeffizienten Bauen und Sanieren sind oft verschiedene Gewerke beteiligt, wie zum Beispiel Fensterbauer, Fassadenbauer, Maurer oder Zimmermann und Dachdecker. Wenn deren Arbeiten nicht optimal ineinandergreifen, können Fehler entstehen, die das angestrebte Ergebnis beeinträchtigen.

Erforderlich ist also – auch um die verschiedenen Vorgaben aus dem Wärmeschutznachweis gemäß Energie-Einsparverordnung einzuhalten – eine sorgfältige Detailplanung. Diese sollte Grundlage für eine Ausschreibung sein, damit die Anbieter der Leistungen ihre Offerten realistisch danach kalkulieren können, so Szubin. So komme es auch nicht zu den gefürchteten Nachträgen.

4. Fehler vermeiden, die durch zu große Eile entstehen

Die Bauzeiten werden immer schneller. Die Folge: Die eingebauten Materialien, gerade im Neubau, haben kaum Zeit, rechtzeitig auszutrocknen. Das gilt zum Beispiel für Mauerwerk, Betondecken oder Estrich.

Die enormen Feuchteeinträge stellen ein großes Problem dar, so Szubin. Weil sich die Schimmelerscheinungen im Neubau häufen, sollten von vornherein andere Bauabläufe gewählt werden.

Источник: https://www.manager-magazin.de/unternehmen/energie/immobilien-so-verbessern-sie-die-energieeffizienz-ihrer-immobilie-a-1126118.html

Zehn Tipps: Fenster und Türen

So können Kellerfenster Ihre Energieeffizienz verbessern

Fenster und Türen haben großen Einfluss auf die Energieeffizienz eines Hauses, bestimmen das Raumklima mit und können Schutz vor Einbrechern bieten – bei diesem wichtigen Thema sollten Sie deshalb nichts dem Zufall überlassen. Schließlich soll die Anschaffung oder Erneuerung eine langfristige Investition sein, die sich auszahlt. Unsere 10 Tipps helfen Ihnen bei der Planung.

1. Fenster und Türen zuerst

Die meiste Wärme im Haus geht über die Gebäudehülle verloren. Deshalb macht es Sinn, bei einer Sanierung als erstes Fenster und Türen zu erneuern und erst dann die Heizung passend zum gesunkenen Energieverbrauch zu modernisieren.

Kombinieren können Sie die Erneuerung von Fenstern und Türen gleich mit einer effizienten Dämmung, dann stehen Ihnen auch mehr Fördermittel zur Verfügung.

Mit modernen Fenstern und Türen sowie der effizienten Dämmung sinkt der Energiebedarf – die Heizungsanlage kann deshalb kleiner dimensioniert sein.

2. Gut durchdacht

Position und Größe von Fenstern und Türen sind enorm wichtig. Sie beeinflussen unter anderem die Lichtverhältnisse und auch den Stellplatz im Haus. Wer baut, sollte beides deshalb sorgsam durchdenken und planen. Auf der schattigen Nordseite des Hauses entstehen die größten Wärmeverluste.

Breite und hohe Fenster auf der Südseite sorgen für Licht und Wärme – das kann im Winter Energiekosten einsparen, im Sommer aber auch Hitze erzeugen, ein Sonnenschutz ist dann notwendig. Lösungen bietet beispielsweise Warema mit Außenjalousien, Rollläden und innenliegendem Sonnenschutz.

Große, bodentiefe Fenster lassen zwar viel Licht hinein, schränken aber auch den Stellplatz ein. Ein Fachbetrieb berät Sie gerne bei der Planung.

3. Glasklar energieeffizient

Die Verglasung ist ein wichtiger Faktor dafür, wie viel beziehungsweise wenig Wärme durch die Fenster beziehungsweise die Haustür verloren geht.

Dreifachverglasungen sind zwar ein wenig teurer als Zweifachverglasungen, punkten aber dennoch auf ganzer Linie, da sie besonders energieeffizient sind.

Diese modernen Wärmeschutzverglasungen helfen Ihnen dabei, den Wärmeverlust auf ein Minimum zu begrenzen und sorgen außerdem dafür, dass bestehende Vorgaben der Energie-Einsparverordnung locker erreicht werden.

4. Spezielle Fenstertypen

Jeder Hausbesitzer hat andere Prioritäten und jedes Haus schafft unterschiedliche Verhältnisse. Diese sollten sich auch in der Wahl der Fenster widerspiegeln, denn es gibt für jedes Anliegen die richtige Variante.

Wenn Sie Ihre Wohnräume vor Überhitzung im Sommer schützen möchten, könnten Sie auf  Sonnenschutzglas zurückgreifen. Sollten Sie an einer Hauptstraße wohnen, wählen Sie vielleicht Sichtschutzglas, das neugierige Blicke in Ihr Wohnzimmer verhindert.

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Vor Verkehrslärm schützt spezielles Schallschutzglas. Auch Brandschutz- gläser sind eine sinnvolle Option.

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Dachfenster, die viel Licht und Luft hineinlassen und Räume optisch vergrößern, bietet beispielsweise das Unternehmen Velux an – mit solch einem passenden Fenster können Sie die Lebensqualität in den eigenen vier Wänden erhöhen.

5. Neu – aber sicher

Egal für welches Fenster oder welche Tür Sie sich entscheiden, Sie sollten unbedingt die Einbruchsicherheit bedenken. Sicherheitsfenster können hier in verschiedenen Varianten schützen. Moderne Außenrollladensysteme schaffen zusätzlich Sicherheit.

Auch bei der Auswahl der passenden Tür sollten Sie die Widerstandsklassen (kurz RC für Resistance Class) beachten: RC 1 N bietet beispielsweise Grundschutz gegen körperliche Gewalt wie Schulterwurf, während Bauteile der Klasse RC 6 auch leistungsfähigen Elektrowerkzeugen wie Winkelschleifern und Co. lange standhalten.

6. Langweilig? Von wegen!

Wie vielfältig Haustüren sein können, wissen die meisten. Wenn Sie allerdings denken, dass Fenster im Vergleich dazu stets klassisch weiß, viereckig und langweilig sind, dann täuschen Sie sich.

Heute gibt es etliche Designs und Varianten, die Ihnen zur Verfügung stehen.

Viele Hersteller bieten ausgefallene Formen an und auch die Farbgebung darf ruhig einmal variieren – wie wäre es beispielsweise mit modernen, grauen Fenstern? Mit dem passenden Look für Ihr Zuhause können Sie spannende Akzente setzen.

7. Nicht ohne Rollladen

Rollläden können zum Einbruchschutz, zum geringen Energieverbrauch und zu einem angenehmen Raumklima beitragen. Sowohl für Fenster als auch für Terrassentüren sollten Sie daher auf moderne Rollladensysteme setzen, wie beispielsweise von Alulux.

Rollläden aus Aluminium erzeugen geschlossen ein hoch isolierendes Luftpolster und tragen somit zur Wärmedämmung bei, zudem verringern Sie den Lärm von draußen und halten die Räume im Sommer kühl.

Motorisierte Elemente hemmen das Hochschieben des Rollladens und erschweren Einbrechern den Einstieg. Moderne und praktische Rollladensysteme für klassische und ausgefallene Fensterformen bietet beispielsweise auch Schanz an.

Gerade für den Wintergarten eignen sich Aluminium-Rollläden des Unternehmens besonders gut, um die sommerliche Hitze draußen zu halten.

8. Super smart und super praktisch

Wenn Sie Fenster und Türen erneuern, sollten Sie auch über die Einbindung in ein Smart-Home-System nachdenken. So können Sie je nach Anbieter zahlreiche praktische Funktionen nutzen, die Ihnen das Leben erleichtern.

Beispielsweise ist es möglich, sich per App zu versichern, dass alle Fenster und Türen im Haus geschlossen sind – Sie müssen nie wieder mit einem mulmigen Bauchgefühl unterwegs sein.

Sie können außerdem die Haustür per App steuern und so beispielsweise Ihren Kindern vom Büro aus die Tür öffnen, wenn die ihren Schlüssel vergessen haben. Wenn Sie Fenster und Heizung miteinander vernetzen, können Sie zudem Heizkosten und Geld sparen.

9. Vertrauen und Qualität

Niemand möchte nach kurzer Zeit feststellen, dass ein Produkt nicht hochwertig ist oder der Einbau nicht fachgerecht war – besonders, wenn es dabei um langfristige Investitionen wie Fenster und Türen geht. Deshalb macht es Sinn, auf Gütesiegel wie beispielsweise das RAL- Gütezeichen zu vertrauen.

Es setzt wichtige Qualitätskriterien voraus. Hohe und gleichbleibende Qualität zu einem angemessenen Preis, kompetente Beratung sowie sorgfältige Leistungen sind wichtige Aspekte.

Das RAL-Gütezeichen existiert für Produkte, aber auch für Betriebe wie beispielsweise Kneer-Südfenster – einem der größten Fenster- und Haustürenhersteller in Europa mit langer Tradition.

10. Clever sein und sparen

Vor dem Fenster- und Türenkauf lohnt es sich stets, sich über Fördermöglichkeiten genauer zu informieren. Unter Umständen können Sie staatliche Förderungen erhalten. Die KfW Bank bietet Zuschüsse und zinsgünstige Kredite.

Wenn Sie sich vorab eine Vor-Ort-Energieberatung wünschen, können Sie gegebenenfalls eine Förderung durch das Bundesamt für Wirtschafts- und Ausfuhrkontrolle (BAFA) erhalten.

Informieren können Sie sich zum Beispiel bei der örtlichen Verbraucherzentrale.

Источник: https://www.greenhome.de/zehn-tipps-fenster-und-tueren

Altbausanierung – Energieeffizienz und Wohnkomfort erhöhen

So können Kellerfenster Ihre Energieeffizienz verbessern

Letzte Aktualisierung am 23. Februar 2021 von Max Lehmann

Gerade bei einem Altbau ist eine Modernisierung irgendwann unumgänglich, wenn der Bestand nicht mehr dem aktuellen Standard entspricht. Eine Altbausanierung kann an verschiedenen Stellen ansetzen – von der Gebäudetechnik über die Statik oder die Fassade bis hin zum Grundriss des Hauses.

In der Regel sind Sanierungsmaßnahmen bei einem Altbau günstiger als, wenn man das Haus abreißen würde. So machen Altbausanierungen in Deutschland einen Großteil des jährlichen Bauvolumens aus. Bevor man einen Altbau kauft, sollte man jedoch auch berücksichtigen, dass einige Kostenfallen bei Altbauten auftreten können.

Was gilt als Altbau?

Grundsätzlich bezeichnet man als Altbau in Deutschland ein Gebäude, das vor 1949 im Wohnungsbau errichtet wurde und bei dem man klassischerweise Mauerwerk und Decken aus Holzbalken verwendete.

Gerade Gebäude, die in dieser Bauweise errichtet wurden, werden aktuellen energetischen und gebäudetechnischen Standards nicht mehr gerecht und müssen sogar mitunter aufgrund der Energieeinsparverordnung (EnEV) saniert werden.

Gleiches gilt jedoch auch für Bestände aus der Zeit danach, welche heutigen Anforderungen ebenfalls nicht mehr entsprechen. Auch die mitunter als Altneubauten bezeichneten Gebäude sind inzwischen sanierungs- und renovierungsbedürftig.

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Neben der energetischen Aufwertung, sind auch Schäden an der Bausubstanz im Zuge einer Altbausanierung in jedem Fall auszubessern. Schließlich soll das Haus robust sein und noch viele Jahre erhalten bleiben. Außerdem will sich niemand der Gefahr eines Einsturzes aussetzen.

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Unbedingter Sanierungsbedarf besteht auch bei feuchten Wänden. Ein solcher Schaden an der Bausubstanz muss auf jeden Fall durch professionelle Trocknungsmaßnahmen behoben werden, um Schimmel zu vermeiden. Sollte bereits Schimmel am Fenster oder an den Wänden vorhanden sein, muss dieser ebenfalls so schnell wie möglich entfernt werden, um die eigene Gesundheit nicht aufs Spiel zu setzen.

Ebenfalls zu kontrollieren ist der Dachstuhl. Bei den meisten Häusern besteht dieser aus Holz. Das ist zwar in der Regel langlebig, kann aber mit der Zeit auch morsch geworden sein.

Bei feuchtem Holz besteht die Gefahr eines Befalls durch Hausschwamm, was in extremen Fällen sogar zum Einsturz führen kann.

Hier besteht also akuter Sanierungsbedarf, bevor man mit der energetischen Modernisierung oder der Verschönerung des äußeren Erscheinungsbildes beginnt.

Maßnahmen zur energetischen Altbausanierung

Zur Modernisierung eines Altbaus stehen verschiedene Maßnahmen zur Verfügung sowohl was Gebäudetechnik oder Statik als auch das äußere Erscheinungsbild betrifft. In der Regel steht die energetische Aufwertung jedoch zunächst im Vordergrund.

Bevor man die nötigen Maßnahmen in die Wege leitet, sollte man sich natürlich noch einmal einer ausführlichen Bestandsaufnahme widmen. Dadurch lassen sich dann auch die nötigen Maßnahmen leichter bestimmen.

Wer einen Altbau kauft, ist sogar dazu verpflichtet das Gebäude an die Bestimmungen der EnEV (Energieeinsparverordnung) anzupassen.

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Das heißt unter anderem, so zu dämmen, dass der vorgeschriebene Mindestwärmeschutz erreicht wird. Außerdem müssen häufig Heizungs- und Warmwasserleitungen sowie Heizkessel ausgetauscht werden.

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Ungedämmte Heizungs- und Warmwasserleitungen benötigen zusätzlich einer Dämmung.

Welche Sanierungsmaßnahmen angebracht sind, ist abhängig vom Haus selbst und dem derzeitigen Zustand. In der Regel fallen bei der Altbausanierung häufig die verschiedensten Arbeiten an:

Anforderungen der Energieeinsparverordnung

Bei der Altbausanierung sollte man besonderes Augenmerk auf die bereits erwähnte Energieeinsparverordnung werfen.

Sie enthält einige Vorgaben bezüglich des Verbrauchs von Heizenergie und des Wärmedurchgangskoeffizienten.

Dementsprechend legt sie auch die Reihenfolge der Sanierungsmaßnahmen fest – Nach einer Sanierung von etwa 10 Prozent des Hauses muss der Altbau die Mindeststandards erreichen.

Dämmung des Altbaus

Dachdämmung beim Altbau mit anschließender Neueindeckung

Die wohl wichtigste Maßnahme bei einer Altbausanierung ist eine umfangreiche Dämmung des Bestandes. Dadurch passt man das Gebäude nicht nur den Bestimmungen der EnEV an, sondern kann auch die Energieeffizienz und den Wohnkomfort steigern. Außerdem lassen sich Heizkosten durch einen geringeren Wärmeverlust einsparen.

Unter Umständen muss man an verschiedenen Stellen dämmen, denn anders als bei modernen Häusern, ist eine funktionsfähige Dämmung bei alten Häusern kaum bis gar nicht vorhanden. Sinnvolle Dämmmaßnahmen sollten an folgenden Stellen ergriffen werden:

  • Dach: Ein Kaltdach ist unzureichend gedämmt und kann hohe Kosten verursachen, denn hier geht viel Wärme über das Dach verloren. Für die Dachdämmung stehen die Aufsparren-, Untersparren-, Zwischensparren- und Einblasdämmung zur Verfügung
  • Fassade: Nach dem Dach geht die meiste Wärme über die Fassade verloren. Für die Fassadendämmung stehen verschiedene Dämmstoffe zur Verfügung. Bei zweischaligem Mauerwerk ist eine nachträgliche Kerndämmung sinnvoll. Hier beträgt der maximale Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) 0,24 W/m²K
  • Keller: Genauso wie Wärme verloren gehen kann, kann auch Kälte in das Gebäudeinnere gelangen. Eine Kellerdeckendämmung kann hier Abhilfe schaffen
  • Oberste Geschossdecke: Soll der Dachboden nicht als Wohnraum genutzt werden, kann alternativ zur Dachdämmung auch nur die oberste Geschossdecke gedämmt werden, um Wärmeverluste zu reduzieren

Ob man alle Dämmmaßnahmen ergreift, ist abhängig von Haustypen.

Bei einem innenliegenden Reihenhaus ist eine neue Fassadendämmung beispielsweise im Normalfall weniger notwendig als bei einem freistehenden Einfamilienhaus – es sei denn, die Außenwände sind extrem dünn und lassen viel Wärme durch. Abgesehen von Schäden an der Bausubstanz sollte eine neue Dämmung stets der erste Schritt im Zuge der Altbausanierung sein.

Neues Heizsystem

Häufig ist das Heizsystem eines Altbaus inzwischen veraltet. Es verbraucht dementsprechend nicht nur zu viel Energie, sondern stößt auch eine große Menge an Schadstoffen aus. Das Heizsystem zu modernisieren, kann sich also lohnen.

Hier stehen verschiedene Heizungsarten zur Verfügung, die effizienter arbeitet. Zusätzlich kann es sich lohnen, auch auf erneuerbare Energien zu setzen und beispielsweise eine Photovoltaik– oder Solarthermie-Anlage zu installieren.

Auch neue Heizungsrohre sind nicht selten nötig.

Statt einer komplett neuen Heizung, kann es sich auch schon lohnen, alte Heizungspumpen auszutauschen oder neue Thermostate zu verbauen.

Generell sollten Hausbesitzer das Heizsystem erst nach der Dämmung modernisieren lassen, damit dieses nicht unnötig Wärme produziert, die direkt wieder verloren geht.

Fenster austauschen

Neue Fenster für den Altbau

Viel Wärme geht auch über Fenster verloren, die nicht ausreichend verglast sind. Eine einfache Verglasung ist nicht mehr zeitgemäß, weshalb man solche Fenster dringend ausgetauschen sollte.

Hier stehen verschiedene Fensterarten zur Auswahl.

Entscheidend ist aber, dass diese über eine Zwei- oder noch besser eine Dreifachverglasung verfügen und fachgerecht durch einen erfahrenen Fenstermonteur eingebaut werden.

Neue Fenster gehen zwar mitunter mit hohen Kosten einher, sie können aber auch lohnenswert sein, um die Sicherheit im eigenen Zuhause zu erhöhen, wenn man beispielsweise Fenster mit Pilzkopfverriegelung oder Abschließfunktion erwirbt.

Neue Elektroinstallation

Sollten Stromleitungen und das Elektrosystem veraltet sein, kann im Zuge der Altbausanierung auch eine neue Elektroinstallation sinnvoll sein.

Diese sollten Laien in keinem Fall selbst übernehmen, sondern dringend von einem professionellen Elektriker ausführen lassen.

Dabei lassen sich auch aufwändige Stemmarbeiten in der Wand vermeiden, indem man fertige Installationen in Betracht zieht. Verlegen lassen sie sich beispielsweise in Leisten oder Deckenprofilen.

Das äußere Erscheinungsbild des Altbaus

Sobald die energetische Modernisierung abgeschlossen ist, kann man sich der Optik des Traumhauses widmen. Hier ergeben sich weitere Möglichkeiten zur Aufwertung des historischen Gebäudes.

In Hinblick auf die Kosten, sollte das jedoch den energetischen Sanierungsmaßnahmen nachgestellt werden und möglicherweise als zweiter Teil des Sanierungsplans in Angriff genommen werden.

Auch beim äußeren Erscheinungsbild sollten Hausbesitzer einige Dinge beachten.

Bestandsschutz bei der Altbausanierung

Gerade bei Altbauten greift im Baurecht oft der Bestandsschutz. Das hat den Vorteil, dass das Gebäude erhalten bleiben kann, auch wenn es nicht dem dortigen Bebauungsplan entspricht oder heute für ein solches Haus keine Baugenehmigung mehr erteilt werden würde.

Außerdem stehen viele Altbauten unter Denkmalschutz, weshalb die bauliche Substanz, der Baustil sowie das optische Erscheinungsbild erhalten werden müssen. Der Denkmalschutz hat zum Ziel, den Altbau als historisches Gebäude in seiner geschichtsträchtigen Form zu erhalten.

Die Vorgaben des Denkmalschutzes sind mitunter sehr kleinteilig – Nicht nur die Fassade muss nach der Sanierung dem Original entsprechen, auch Farbvorgaben für Fensterrahmen sollte man beispielsweise exakt einhalten.

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Es ist also sinnvoll sich vor den Sanierungsmaßnahmen genau über die Vorgaben des Denkmalschutzes im jeweiligen Bundesland zu informieren.

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Sofern es sich nicht um ein denkmalgeschütztes Haus handelt, sind Hausbesitzern in der Regel kaum Grenzen gesetzt, wenn sie ihr altes Haus renovieren.

Ein neuer Anstrich für die Fassade

Das äußere Erscheinungsbild wird vor allem durch die Fassade bestimmt

Altbauten stechen häufig mit schönen, aufwändig verzierten Fassaden hervor, die jedoch aufgrund von Witterung und anderen Einflüssen schon so einiges mitgemacht haben. Die Fassadengestaltung spielt also eine wichtige Rolle für das äußere Erscheinungsbild des Hauses.

Möglicherweise ist ein frischer Anstrich nötig oder die Fassade muss neu verputzt werden. Die künstlerischen Verzierungen sollten dabei auf jeden Fall erhalten werden. Bei denkmalgeschützten Gebäuden ist das sogar Pflicht.

Einige speziell ausgebildete Maler und Lackierer haben sich auf die Restauration historischer Fassaden spezialisiert.

Nur selten braucht ein Altbau ein komplett neues Dach – es sei denn es dringt Feuchtigkeit ins Innere – häufiger ist jedoch eine Ausbesserung oder Erneuerung der Dacheindeckung nötig.

Entscheidet man sich dazu, das Dach neu eindecken zu lassen, bietet sich eine Aufsparrendämmung als Dachdämmung besonders gut an.

Bei denkmalgeschützten Gebäuden muss auch hier die historische Eindeckung erhalten bleiben.

Sanierungskosten beim Altbau

Wer ein altes Haus kaufen und sanieren möchte, sollte sich natürlich auch darüber bewusst sein, dass hier einiges an Kosten auf einen zukommen kann. Wie hoch diese ausfallen ist natürlich abhängig vom Zustand und der Größe des Hauses, den eigenen Vorstellungen sowie der Region.

Gerade bei der energetischen Sanierung sollte man sich bewusst sein, dass hier eine Investition unverzichtbar ist – gleichzeitig senkt eine verbesserte Energieeffizienz aber auch spätere Fixkosten. Insgesamt werden sich die Sanierungskosten bei einem Altbau aber mindestens im fünfstelligen Bereich bewegen.

In der Regel ist es jedoch trotzdem günstiger das alte Haus zu sanieren, statt es abzureißen.

Kostenbeispiel für die Altbausanierung

Um ein besseres Gefühl für die Kostenkalkulation bei der Altbausanierung zu bekommen, hilft ein Kostenbeispiel.

Dazu gehen wir von einem sogenannten Altneubau aus der Nachkriegszeit mit etwa 100 m² Fassadenfläche und 100 m² Wohnfläche sowie 120 m² Dachfläche aus.

Im Zuge der Altbausanierung soll das Haus vollständig modernisiert und auf aktuelle Standards angepasst werden. Bei diesem speziellen Beispiel muss man etwa mit folgenden Kosten für die Altbausanierung rechnen: 

KostenpunktKosten 
Fassade dämmen & verputzen ca. 7500 – 15.500 €
Dachdämmung & neue Dacheindeckung ca. 14.500 – 30.000 €
Ggf. Kellerdeckendämmungca. 2500 – 3000 €
Dämmung der obersten Geschossdeckeca. 2500 – 3000 €
Neues Heizsystem ca. 5000 – 40.000 €
Fensteraustausch (8 Fenster in diesem Beispiel)ca. 4000 – 7000 €
Kosten insgesamtca. 33.500 – 95.500 €

Kostenbeispiel für einen Altbau mit jeweils 100 m² Fassaden- & Wohnfläche sowie 120 m² Dachfläche

Es handelt sich dabei nur um Richtwerte – die realen Kosten können sich stark unterscheiden. Zusätzlich sollte man bedenken, dass noch weitere Kosten für Innenarbeiten (z.B. für neue Bodenbeläge oder das Tapezieren) anfallen. 

Wer sich also für eine Sanierung entscheidet, sollte eine gut überlegte und ausführliche finanzielle sowie zeitliche Planung für sämtliche Sanierungsmaßnahmen aufstellen. Grundsätzlich sollte man mit einem gewissen Puffer für unvorhersehbare Zusatzkosten rechnen.

Da vom Elektriker bis zum Dachdecker die verschiedensten Gewerke an der Altbausanierung beteiligt sind, sollte man sich auch hier früh genug nach geeigneten Handwerksbetrieben umsehen. Einige Unternehmen haben sich sogar auf die Modernisierung und Sanierung von Gebäuden spezialisiert und bieten mitunter Komplettlösungen aus einer Hand an.

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Wer sich der energetischen Aufwertung seines Altbaus widmet, kann außerdem von verschiedenen Förderungsmaßnahmen profitieren. So bietet beispielsweise die Kreditanstalt für Wiederauau (KfW) lukrative Kredite und Zuschüsse für die Modernisierung an.

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Источник: https://www.blauarbeit.de/blog/sanierung-und-modernisierung/altbausanierung

Bei der Modernisierung und Renovierung von Fenstern hat die Energieeffizienz Vorrang

So können Kellerfenster Ihre Energieeffizienz verbessern

Fenstertechnik / Energieeffizienz: Neue Fenster sind ein elementarer Bestandteil einer energieeffizienten Altbaumodernisierung. Es lohnt sich mehrfach: Durch alte Fenster entweicht im Vergleich zu modernen Verglasungen oft das Vierfache an Heizenergie, Zugluft senkt den Wohnkomfort, hohe Heizkosten sind die Folge.

Doch nicht nur im Winter sind alte Fenster unangenehm. Im Sommer dringt Wärme von außen leichter in die Wohnung und trägt zur Überhitzung bei.

Damit beim Fensteraustausch keine folgenreichen Fehler bezüglich der Energieeffizienz gemacht werden, rät Claudia Rist vom Programm Zukunft Altbau des Umweltministeriums Baden-Württemberg, neben dem Dienstleister für Fenster einen Energieberater hinzuzuziehen.

Energetische Sanierung der Fenster bedeutet Verbesserung der Energieeffizienz

Fenster leisten weit mehr, als Räume zu belichten und zu belüften. Fenster, die die richtige Energieeffizienz aufweisen, schützen vor Wärme und Kälte, Regen und Lärm.

„Der Schutz vor Wärme und Kälte ist umso besser, je höher der Dämmwert ist“, erklärt Dieter Bindel, Vorsitzender des baden-württembergischen Landesverbands der Gebäudeenergieberater, Ingenieure, Handwerker (GIH). „Alte Fenster haben oft einen Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) zwischen 2,6 und 5 W/m²K.

Moderne Fenster mit einer Zweischeiben-Wärmeschutzverglasung und hochwertigen Rahmen erreichen inzwischen einen U-Wert von nur noch 1,1 bis 1,5.“ Selbst bei winterlichen Außentemperaturen bleibe so die raumseitige Scheibe mit 16 Grad Celsius angenehm warm.

Noch besser dämmen Fenster mit einer Dreischeiben-Wärmeschutzverglasung (U-Wert 0,7). Ursprünglich nur in Passivhäusern zu finden, werden sie heute zunehmend auch in der Gebäudesanierung zur Verbesserung der Energieeffizienz eingesetzt.

Die Einbeziehung der Fassade in die Renovierung trägt zur erhöhten Energieeffizienz bei

Der optische Gewinn neuer Fenster ist ebenfalls nicht zu vernachlässigen: Mit modernen Fenstern können Hausbesitzer die Fassade ihres Hauses deutlich aufwerten.

Die Auswahl an Ausführungen und Materialien ist riesig: Holz-, Kunststoff- und Aluminiumfenster, mit und ohne Sprossen, mit Klapp-, Kipp- oder Schiebebeschlägen stehen zur Verfügung.

„Welche Modelle für welchen Fall am besten geeignet sind, lässt sich am besten mit einem erfahrenem Energieberater klären“, so Claudia Rist. Er gebe auch weitere Tipps: Denn der Ersatz alter Fenster sei meist nur ein Schritt von vielen zur Sanierung im Altbau.

Mit der Erneuerung der Fenster ist beispielsweise oft eine Dämmung der Fassade durch geeignete Baustoffe angebracht, denn auch die Fassade sollte eine den Fenstern entsprechende Energieeffizienz aufweisen. Der Grund: Neue Wärmeschutzfenster in Verbindung mit einer ungedämmten, kalten Fassade erhöhen das Schimmelrisiko.

Zukunft Altbau informiert Wohnungs- und Hauseigentümer unabhängig über den Nutzen energieeffizienter Altbaumodernisierung und über Fördermöglichkeiten. Ziel ist eine qualifizierte energieeffiziente Sanierung des Altbaubestandes. Das Programm wird von der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA) in Karlsruhe umgesetzt.

Quelle: Pressrelations / Solar Consulting

Foto: pixelio / Barbara Eckholdt

Neben der Energieeffizienz sind natürlich auch die Energiekosten allgemein von entscheidender Bedeutung, denn was nützt die beste Energieeffizienz, wenn der Energielieferant, (Stromrechner) die eingesparten 20-30% der Energiekosten aufgrund seiner überhöhten Energiepreise wieder zunichte macht. Prüfen Sie, ob Sie die richtigen Energietarife haben. Wenn nicht, dann wechseln Sie den Anbieter!

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Helle Begeisterung für mehr Raum und weniger Stromverbrauch

Mit einem perfekten Lichtkonzept, einem deutlich größeren Raumangebot und einem geringeren Energieverbrauch. Die erfreuliche Nachricht für Umwelt und Geldbeutel zuerst: Alle Topgeräte von Neff tragen das Gütesiegel der Energieeffizienzklasse A+. Bei einem Elektrogerät, das rund um die Uhr im Einsatz ist, zahlt sich das aus.

Umweltverträgliche Baustoffe bevorzugt

Auch die Energieeffizienz ist bei Bauvorhaben der Zukunft für die Deutschen von großer Bedeutung. 96 Prozent erwarten von den gewählten Baumaterialien einen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz sowie zur Ressourcenschonung, etwa durch die CO2 bindenden Eigenschaften nachwachsender Rohstoffe. Fast ebenso viele (93 Prozent) sind der Meinung, die Wohnhäuser der Zukunft sollten mit alternativen Energieträgern beheizt werden…….

Fertighäuser machen Boden gut

„Der Energieverbrauch gewinnt bei der Bauentscheidung angesichts steigender Öl- und Gaspreise zunehmend an Bedeutung“, sagt der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Fertigbau, Dirk-Uwe Klaas. Davon profitieren Fertighäuser, denn das Baumaterial Holz und der mehrschichtige Wandauau mit seinen sehr guten Dämmwerten verschaffen ihnen einen Vorsprung bei der Energieeffizienz. Bereits mehr als ein Drittel der Fertighaus-Neubauten erfüllen die Bedingungen des KfW-Förderprogramms „Ökologisch Bauen“, können also mit zinsgünstigen Krediten finanziert werden.

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Источник: http://www.fenster-tipps24.de/fenstertechnik/energieeffizienz/bei-der-modernisierung-und-renovierung-von-fenstern-hat-die-energieeffizienz-vorrang.html

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