So können Sie Regenwasser aufbereiten

BundesBauBlatt

So können Sie Regenwasser aufbereiten

Der Pro-Kopf-Bedarf an Trinkwasser ist in Deutschland seit Jahren rückläufig und erreichte zuletzt 2012 ein Niveau von etwa 121 l je Einwohner und Tag für haushaltsbezogene Tätigkeiten (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Die Entwicklung wassersparender Techniken im Haushalt sowie die in den vergangenen 20 Jahren stark gestiegenen Trink- und Abwassergebühren haben diesen Trend begünstigt. Von den 121 l Trinkwasser fallen etwa 51 l für Toilettenspülung (40), Raumpflege (6) und Gartenbewässerung (5) an, weitere 17 l für das Wäschewaschen.

Den größten Teil verbrauchen wir mit 44 l für die tägliche Körperpflege, lediglich 3 l entfallen auf Kochen, Essen und Trinken.

In einem wasserreichen Land wie Deutschland ist Wasserknappheit meist (noch) kein wirtschaftlich überzeugendes Argument für die Notwendigkeit einer verstärkten Regenwassernutzung. Doch in vielen Gegenden weltweit sieht es – auch vor dem Hintergrund sich andeutender Klimaänderungen und der zunehmenden Urbanisierung – ganz anders aus.

Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt heute bereits in Ballungszentren, in knapp zehn Jahren soll sich dieser Anteil bereits auf 60% erhöhen, das sind fünf Milliarden Menschen. Besondere Aufmerksamkeit gebührt deshalb den Auswirkungen einer zunehmenden Urbanisierung auf den Trinkwasserbedarf.

Die Entstehung sogenannter Megacities in den Schwellen- und Entwicklungsländern weltweit mit ihren schnell wachsenden Siedlungskonglomeraten verschärft die Situation der Wasserver- und -entsorgung. Das Konzept einer kommunalen Wasserversorgung in zentralen Anlagen erweist sich als völlig unzulänglich.

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Neben dem Kostenaufwand für Erstellung und Erhalt der Wasserinfrastruktur sind es meist hohe Betriebskosten und die Schwierigkeit, überhaupt ausreichend Trinkwasser zur Verfügung stellen zu können. Umso wichtiger ist die Kreislaufschließung, also dezentrale Auereitung von Regenwasser zu Trink- oder zumindest Brauchwasser sowie dessen verstärkte Nutzung z.B.

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als Toilettenspülung, Waschwasser oder zur Bewässerung. Dadurch lässt sich der Verbrauch von hochwertigem Trinkwasser in urbanen Ballungsgebieten deutlich reduzieren.

Auch in Regionen ohne ausreichende Grundwasservorkommen können die Regenwassernutzung und die Etablierung kleinerer Wasserkreisläufe wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll sein.

Gleiches gilt für abgelegene Häuser, die nicht an das Trinkwassernetz angeschlossen sind und über keinen eigenen Brunnen verfügen bzw. in Gegenden mit geringem Grundwasseraufkommen stehen, z.B.

Berghütten, bietet die Regenwassernutzung eine wertvolle Möglichkeit der Wassergewinnung.

Bei uns hat die Nutzung von Regenwasser als ökologische Ergänzung im Haushalt, z.B. für die Bewässerung von Garten- und Grünflächen und für die Toilettenspülung in wassersparenden Sanitäranlagen – erheblich an Bedeutung gewonnen. So lassen sich 51 der täglich etwa 121 l wertvollen Trinkwassers einsparen.

Mit Einschränkungen bzw. unter bestimmten Voraussetzungen kann Regenwasser aber auch für das Wäschewaschen (17 l Trinkwasser täglich) und Geschirrspülen (7 l täglich) verwendet werden.

Doch hierfür müssen nicht nur sämtliche Krankheitserreger, sondern auch der Schmutz und Feinstaub aus dem Wasser entfernt werden.

Filterung des Regenwassers vor dem Speichern

Die Regenwassernutzung im Haushalt verlangt einen hohen Hygienestandard, der für Deutschland in der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) von 2012 definiert ist. Um eine dauerhaft gute Wasserqualität zu gewährleisten, muss Regenwasser vor der Wiederverwendung bzw.

vor der Sammlung in einer Regenwasserzisterne gereinigt und entkeimt werden. Die Qualität des Regenwassers hängt von der Aufnahme von Stoffen auf dem Weg durch die Atmosphäre und vom Ort des Auftreffens ab.

Denn Regen wäscht nicht nur Partikel und Feinstaub aus der Luft, sondern nimmt auf dem Weg über versiegelte Flächen oder das Dach beispielsweise auch weiteren Staub, Schmutz und Exkremente von Vögeln und anderen Tieren auf.

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Abfließendes Regenwasser ist also mit Schadstoffen und Keimen mikrobiell verunreinigt, hat zudem oft einen unangenehmen Geruch oder auffällige Färbung/Trübung.

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Das oberbayerische Unternehmen Seccua, Experte auf dem Gebiet der Trinkwasserauf­­bereitung, bietet mit UrSpring eine rückstandsfreie Entfernung aller Krankheitserreger ohne den Einsatz von Chemie, son­­dern durch Ultrafiltration.

Die Filteranlage UrSpring wird an der Übergabestelle von der Regenwasserzisterne hinter der Druckerhöhungsanlage montiert.

Sie ist abgestimmt auf den benötigten Durchfluss für Brauchwasser zur schnellen Befüllung von Spülkästen, Waschmaschinen oder auch für die Gartenbewässerung.

Die Filterelemente, die auch zur Entkeimung von Brunnenwasser eingesetzt werden, ha­­ben Nano-Filterporen mit nur 0,015 µm (15 Millionstel Millimeter), d.h. Seccua Membranfiltration entfernt alle Partikel aus dem Wasser die größer als 0,015 Mikrometer sind.

Damit wird auch der Feinstaub, der sich im Wasser noch nicht abgesetzt hat, vollständig entfernt. Zudem garantiert Seccua die volle Rückhaltung von Bakterien, Parasiten und Viren, was die UrSpring Filter in Tests nach strengsten US EPA Richtlinien bewiesen haben.

Die UrSpring liefert schließlich kristallklares, keimfreies Wasser aus Regenwasser an jeder angeschlossenen Entnahmestelle.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Filterlösungen wie Sand- oder Kiesfilter kann der Membranfilter der UrSpring rückgespült werden.

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Die von der UrSpring zurückgehaltenen Schmutzpartikel und Keime sammeln sich auf der Schmutzwasserseite des Filters und können, je nach Bedarf, durch einfaches händisches oder automatisches Spülen aus dem Filter ausgespült werden.

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Zur Spülung des Filters werden nur wenige Liter Wasser benötigt. So produziert die UrSpring nicht nur wesentlich bessere Wasserqualität, sondern erreicht erheblich längere Filterstandzeiten als jeder herkömmliche Filter.

Weiches Wasser aus den ­Wolken

Regenwasser ist sehr weiches Wasser.

Das mögen nicht nur Gartenpflanzen, sondern diese niedrige Wasserhärte verlängert auch die Lebensdauer der Heizstäbe von Wasch- und Spülmaschinen und verhindert ein Verkalken der Toilette und des Spülkastens.

Aus Sicht des Gewässerschutzes wäre die Nutzung von Regenwasser zum Wäschewaschen wünschenswert, da aufgrund der geringen Wasserhärte auf Enthärter verzichtet werden könnte, auch vom Waschpulver könnte 20 % weniger verwendet werden.

In Kombination mit dem UrSpring BioFilter entfernt die Anlage störenden Geruch oder Färbungen aus dem Regenwasser und verhindert so die Bildung von Rändern auf der Keramik oder eine Verfärbung der Wäsche.

Während die Versorgung der Toiletten mit Regenwasser in einem Einfamilienhaus eindeutig unrentabel ist, lohnt sich die Nutzung von Regenwasser gerade in großen Wohnanlagen oder öffentlichen Gebäuden wie Schulen.

So hat eine im Auftrag des Schweizer Bundesamtes für Umwelt, Wald und Landschaft erstellte Ökobilanz von Trinkwasser- und Regenwassernutzung ge­­zeigt, dass das Kosten-Nutzen-Verhältnis einer Regenwasserauereitungsanlage desto günstiger wird, je mehr Einzelabnehmer mit Brauch- bzw. Trinkwasser aus Regenwasser versorgt werden.

Regenwassernutzungsanlagen für den Haushalt bedürfen einer ständigen Überwachung und Pflege. Eine aktuelle Untersuchung „zur hygienischen Kontrolle der Regenwassernutzungsanlagen in Deutschland“ kam zu dem Schluss, dass nach mehrjähriger Laufzeit 70  % der Regenwassernutzungsanlagen zu be­­anstanden waren.

Dagegen waren vorschriftsmäßig installierte, betriebene, gewartete und hygienisch überprüfte Regenwassernutzungsanlagen – also solche, die nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik geplant, erbaut und betrieben wurden – auch nach mehrjähriger Betriebszeit hygienisch nicht zu beanstanden. Die Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung e.V. geht von circa 500.

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000 Regenwassernutzungsanlagen bundesweit aus, jedes Jahr werden rund 50.000 neue Anlagen installiert.

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Abfließendes Regenwasser ist mit Schadstoffen und Keimen ­mikrobiell verunreinigt.

Tests nach strengsten US EPA Richtlinien haben bewiesen, dass der Membranfilter Bakterien, Parasiten und Viren zurückhält.

Источник: https://www.bundesbaublatt.de/artikel/bbb_Membranfiltration_Regenwasser_als_Trinkwasser_nutzen_2702988.html

Regenwasserauereitung

So können Sie Regenwasser aufbereiten

Mit unserem Lebenselixier Wasser gehen wir reichlich verschwenderisch um. Dabei kann Regenwasser wiederauereitet und für den Haushalt verfügbar gemacht werden. Die Investition lohnt sich insbesondere für Mehrpersonenhaushalte, die einen hohen Wasserverbrauch zu beklagen haben. Erfahren Sie hier, ob eine Regenwassernutzungsanlage auch für Sie in Frage kommt.

Dank Regenwassernutzung bares Geld sparen

Jeder Bundesbürger verbraucht im Durchschnitt 121 Liter Wasser pro Tag. Dabei entfallen lediglich 5 Liter auf die Trinkwasserversorgung und das Zubereiten von Speisen. Der Rest geht z. B. beim Baden, Duschen und der Toilettenspülungen verloren.

Dabei ist das kühle Nass reichlich und dazu noch kostenlos in Form von Regenwasser vorhanden. Mit einer Regenwassernutzungsanlage kann es schnell und kostengünstig in wertvolles Nutzwasser verwandelt werden.

Leider führt die Regenwassernutzung noch ein Nischendasein, was zumeist an mangelnder Kenntnis gegenüber der Technik liegt. Viele Menschen sind sich einfach nicht bewusst, dass mithilfe einer Regentonne oder Zisterne nicht nur Wasser, sondern auch Energie eingespart werden kann.

Die Regenwassernutzung verringert also den ökologischen Fußabdruck und leistet einen wesentlichen Beitrag zum umweltgerechten Wohnen und Wirtschaften. Darüber hinaus können Sie mit dem Wassersegen von oben Geld sparen.

Eine Regentonne als Einstieg in die Regenwassernutzung

Unter Gärtnern und Heimwerkern beliebt ist die klassische Regentonne. Während sich die einen über das trübe Regenwetter ärgern, freuen sich Regentonnenbesitzer über den erfrischenden Schauer. Dabei wird der Regen, welcher auf das Dach prasselt, gesammelt und in die Tonne geleitet.

Dort kann das Regenwasser zur Bewässerung des Gartens verwendet werden und leistet vor allem bei heißem Sommerwetter gute Dienste.

Die Anschaffung einer Tonne ist relativ günstig, außerdem ist Regenwasser im Gegensatz zu Leitungswasser kostenlos und aufgrund seiner Beschaffenheit besser für Pflanzen verträglich. Eine Regenwassernutzung für den Garten ist somit gleichsam ökologisch wie auch ökonomisch sinnvoll.

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Warum sollte aber bei der Gartenbewässerung Schluss sein? Mithilfe einer Zisterne und einer Regenwassernutzungsanlage kann beispielsweise eine große Menge Wasser gesammelt und anschließend in Nutzwasser umgewandelt werden.

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Waschmaschine, Toilettenanlage, Geschirrspüler und viele andere Haushaltsgeräte können mit gereinigtem Regenwasser betrieben werden, sodass viel wertvolles Leitungswasser eingespart bleibt. Das freut nicht nur den Blauen Engel, sondern macht sich auch im Geldbeutel bemerkbar.

Regenwasser kann vielseitig genutzt werden

Für die hauseigene Nutzung des Regenwassers reicht eine gewöhnliche Regentonne nicht mehr aus, da sie nicht genügend Volumen aufweist. Aus diesem Grund sollte die Anschaffung eines Speichers aus Beton oder Kunststoff in Erwägung gezogen werden.

Das Prinzip entspricht jenem der Regentonne: Über ein Fallrohr gelangt das Regenwasser vom Dach in die Zisterne und wird dort gespeichert. Diese kann wie eine Regentonne im Garten aufgestellt oder in die Erde bzw. den Keller eingelassen werden.

Insgesamt ist der Einbau mit höheren Kosten verbunden, dafür wird der Speicher platzsparend untergebracht und erfreut sich einer langen Haltbarkeit. Berücksichtigen Sie bitte, dass bei einer Versenkung im Garten auf Frostschutz geachtet wird.

Deshalb muss sie mindestens 60, besser 100 Zentimeter tief eingegraben werden. Dort ist sie auch im Winter im Wesentlichen vor Frost und einer daraus resultierenden Beschädigung geschützt.

Dieses Prinzip unterscheidet eine Zisterne auch von einer gewöhnlichen Regentonne, denn Letztere muss im Winter entleert werden, um ein Einfrieren und Platzen zu vermeiden. Auf jeden Fall muss der Aufstellungsort des Speichers stets lichtgeschützt sein, weil sich ansonsten Algen bilden, die zur Verunreinigung des Wassers führen.

Die Komponenten einer Regenwassernutzungsanlage

Zu einer optimalen Regenwassernutzung gehört die richtige Anlage. Diese Regenwassernutzungsanlage besteht aus mehreren Komponenten. Neben dem bereits erwähnten Wasserspeicher (Zisterne) muss ein Rohrsystem vom Dach zum Speicher sowie vom Speicher zu den Haushaltsgeräten verlegt werden.

Herzstück der Regenwassernutzungsanlage ist die leistungsstarke Pumpe, außerdem gehört ein Filtersystem dazu, weil das Regenwasser natürlich aus hygienischen Gründen zunächst effizient gereinigt werden muss.

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Mit einer steckerfertigen Kompaktanlage wie beispielsweise dem AFRISO RWSC Regenwasser System Center gelingt die Regenwassernutzung für den Haushalt am leichtesten. Dank leistungsstarker Pumpe wird das Wasser rasch zum Zielort transportiert.

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Eine Regenwassernutzungsanlage kann mithilfe einer Nachspeiseeinheit so ausgerüstet werden, dass die Zuschaltung von Trinkwasser optional möglich ist. Falls sich in der Zisterne kein Regenwasser mehr befindet, erfolgt automatisch eine Umschaltung auf Leitungswasser.

So funktioniert die Regenwassernutzungsanlage

Als Auffangfläche für das Regenwasser dienen in der Regel Dachflächen. Je größer das Dach ist, desto wirtschaftlicher arbeitet die Anlage. Vor dem Speicher wird ein Filter eingebaut, damit Laub, Blätter und Sand nicht in die Zisterne gelangen können.

Häufig wird hinter dem Speicher ein zweiter Filter angebracht, der für eine zusätzliche Reinheit des Wassers sorgt. Als Filter kommen ein Filtertopf oder ein Filtersammler in Frage. Ersterer wird in Bodenhöhe angebracht und ist mit Vlies oder Kies befüllt. Der Filter muss immer wieder von Fremdstoffen gereinigt werden.

Filtersammler befinden sich dagegen direkt im Fallrohr und haben die positive Eigenschaft, dass sie nahezu wartungsfrei sind. Damit der Speicher bei starkem Regen nicht unkontrolliert Wasser abgibt, muss ein Überlauf montiert werden. Dieser führt das überschüssige Regenwasser in die Kanalisation ab.

Achten Sie aber auf eine Rückstaufreiheit, damit bei Überschwemmungen kein Schmutzwasser aus der Kanalisation in den Speicher gelangen kann. Um Druck in der Versorgungsleitung herzustellen, wird eine Pumpe benötigt.

Eine fertige Regenwassernutzungsanlage empfiehlt sich hier besonders, denn sie enthält bereits die wichtigsten Komponenten wie Manometer, Druckschalter, Ausgleichsgefäß und Pumpe. Besonders beliebt ist die Regenwassernutzung für Waschmaschine und Toilette, weil beide Anlagen die größten Wasserverschwender im Haushalt sind.

Als Rohrleitungssystem kommen im Wesentlichen Kunststoffrohre zum Einsatz, da diese nicht korrodieren. Trinkwasser- und Regenwasserleitungen dürfen niemals miteinander verbunden werden. Bei längeren Trockenperioden sollte eine Trinkwassernachspeisung gewährleistet sein, etwa mithilfe der INTEWA Nachspeiseeinheit. Sie erfolgt stets direkt in den Speicher und muss ebenfalls rückstausicher sein.

Wie groß sollte der Tank sein?

Die Größe des Tanks hängt mit dem Verbrauch und somit mit der Personenanzahl im Haushalt zusammen. Aber auch Dachgrundfläche und Nutzungsart entscheiden über die benötigte Größe des Tanks.

Ein Haushalt mit drei Personen und einer Dachgrundfläche von 100 Quadratmetern sollte etwa eine Speichergröße von 5000 Litern wählen.

Befinden sich in Ihrem Haushalt sechs Personen und die Dachfläche beträgt 150 Quadratmeter, sind bereits 10000 Liter Fassungsvermögen zu berücksichtigen.

Mit welchen Kosten muss ich rechnen?

Zunächst ziehen Installation und Technik natürlich Kosten nach sich, die sich auf längere Zeit gesehen aber amortisieren. Sofern bereits eine Regenwasserleitung besteht, müssen Sie zusätzlich mit folgenden Investitionen rechnen:

Ein Tank mit 5000 Liter schlägt etwa mit 1600 € zu Buche, für die Rückstausicherung sind etwa 800 € zu veranschlagen. Das Regenwasserwerk kostet rund 1200 € und für die Installation an sich werden rund 2500 € berechnet.

Insgesamt werden die Kosten etwa bei 6100 € liegen – beachten Sie aber bitte den großen Varianzbereich.

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Unser Tipp: Kleinere Anlagen sind bereits für etwa 2000 bis 4000 € zu bekommen, zudem gibt es in einzelnen Gemeinden finanzielle Förderhilfen – erkundigen Sie sich dazu bei Ihrem zuständigen Umweltamt.

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Die laufenden Kosten für die Regenwassernutzungsanlage liegen trotz steigender Strompreise nur bei etwa 10 € pro Jahr und machen sich deshalb schnell bezahlt.

Was kann ich dabei einsparen?

Die Ersparnis ist abhängig vom täglichen Wasserverbrauch, der Anzahl der Personen im Haushalt sowie dem Wasserpreis. Wird ein Wasserpreis von 2 € für 1000 Liter Wasser angenommen und liegt der Pro-Kopf-Verbrauch bei 125 Litern, gilt folgende Beispielrechnung:

Wasserverbrauch im Jahr = 45625 Liter, Preis pro Liter 0,002 €. Im Jahr sind das also 91,25 €. Durch Regenwassernutzung kann davon die Hälfte Wasser eingespart werden = 22812,5 Liter.

Die Kostenersparnis liegt dann bei 45,62 € pro Person und Jahr. Ein 5-Personen-Haushalt hätte dadurch eine Ersparnis von 228,10 € pro Jahr.

Zusätzliche Erleichterungen können in Form von Einsparungen bezüglich der Abwassergebühr entstehen und sind regional sehr unterschiedlich.

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Rechtliche Vorschriften

Die Regenwassernutzung in Form einer Regenwassernutzungsanlage hat den Norm- und Regelwerken VDE, DIN, VDI und DVGW zu entsprechen. Zudem müssen die Anlagen vor der Inbetriebnahme dem Entsorgungs- und Wasserversorgungsunternehmen sowie dem Gesundheitsamt gemeldet werden. Wenden Sie sich an das Bau- und Umweltamt, um Einzelheiten zu erfahren.

Fazit zur Regenwassernutzung

Eine Regenwassernutzungsanlage lohnt sich insbesondere für große Haushalte mit hohem Wasserverbrauch.

Sie ist abhängig vom Preisverlauf für Trink- und Abwasser sowie von den Investitionskosten und laufenden Kosten.

Falls die Anlage in Ihrer Gemeinde finanziell gefördert wird und Ihr Grundstück groß genug ist, kann sich die Anlage bereits nach wenigen Jahren lohnen. Außerdem tun Sie mit jeder Anlage auch der Umwelt etwas Gutes!

Источник: https://www.meinhausshop.de/magazin/regenwasseraufbereitung/

Regenwassernutzung

So können Sie Regenwasser aufbereiten

Ein Bundesbürger verbraucht durchschnittlich 121 Liter Trinkwasser am Tag.

Für viele stellt sich daher die Frage: Wie kann ich meinen Wasserverbrauch reduzieren, ohne auf den gewohnten Komfort verzichten zu müssen? Regenwasser als kostenfreie Ressource der Natur zu nutzen, bietet sich hier als adäquate Lösung an. Der Wasserverbrauch im Haushalt kann so gesenkt und Kosten eingespart werden.

Regenwasser darf in Deutschland für bestimmte Zwecke wie z.B. Wäsche waschen oder die Toilettenspülung genutzt werden. Hierfür wird eine Filteranlage benötigt, eine weitere Auereitung ist nicht nötig.

Beachten Sie jedoch, dass das Regenwasser im Gegensatz zum Trinkwasser nicht keimfrei ist. Es steht zudem nicht unbegrenzt (z.B. bei Trockenheit) zur Verfügung und muss daher in geeigneter Weise gespeichert werden.

Wenn Sie Regenwasser nutzen wollen, sollten Sie vorher die Kosten ermitteln, die für das Speichern und Auereiten anfallen.

Neben der Nutzung von Regenwasser gibt es auch andere Varianten, wie Sie Trinkwasser sparen können.

Hier geht´s zu den Wasserspartipps!

Wofür können Sie Regenwasser im Haushalt nutzen?

Regenwasser kann für die Toilettenspülung genutzt werden. Wichtig ist jedoch, zu verhindern, dass das Trinkwasser mit Keimen in Berührung kommt. Daher dürfen Trinkwasser- und Regenwasserleitungen nicht miteinander verbunden sein.

Sie stellen eine Gefahr für die öffentliche Wasserversorgung dar. Die Wasserzufuhr für die Toilettenspülung sollte daher mit einem separat angelegten Regenwasserleitungssystem erfolgen.

Das für die Toilettenspülung genutzte Regenwasser muss in jedem Fall gezählt und die dafür notwendige Abwasserentsorgung gezahlt werden.

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Ob Regenwasser zum Wäschewaschen genutzt werden darf, ist regional unterschiedlich geregelt und in jedem Fall vorher mit Ihrem Wasserversorger abzuklären. Sollte für Sie die Nutzung von Regenwasser zu diesem Zweck in Frage kommen, sollten Sie einen zusätzlichen Anschluss an die Trinkwasserleitung vorsehen. So bleiben Sie unabhängig – auch in Zeiten mit wenig Niederschlag.

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Eine dritte und weit verbreitete Möglichkeit um Regenwasser im Haushalt zu nutzen, ist das Gießen im Garten. Da im Regenwasser kein Kalk ist, eignet es sich dazu sogar  sehr viel besser als Trinkwasser. Pflanzen, die mit Regenwasser gegossen werden, können Mineralien besser aufnehmen.

Einige Tipps zum Wassersparen

Ein Dusch-Sparkopf hilft Wasser sparen: Da dem Wasser Luft beigemischt wird, verringert sich der Wasserdurchlauf und der Strahl behält trotzdem sein volles Volumen. Strahlregler an Wasserhähnen erzielen übrigens den gleichen Effekt.

Beim Neukauf von Bad-, Küchen- und Sanitäreinrichtungen sollten Sie Wert auf moderne, wassersparende Technik legen. Wenn auch in der Anschaffung etwas teurer – so sparen Sie damit Jahr für Jahr bares Geld, durch einen geringeren Wasserverbrauch.

Achten Sie darauf, dass Ihr WC-Spülkasten über eine Stopptaste oder eine Sparspülfunktion verfügt.

Nutzen Sie in einer Tonne aufgefangenes Regenwasser, um den Rasen zu sprengen.

Das meiste Wasser verbrauchen Kraftwerke. Daher rät der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland: „Auch Stromsparen hilft, den Wasserverbrauch zu senken.“

Wer clever ist, kann noch mehr sparen

Ein Trinkwassersprudler spart Haushaltsgeld und Kistenschleppen. Außerdem schmeckt das Trinkwasser spritziger.

Nehmen Sie Ihre täglichen Gewohnheiten unter die Lupe: Läuft beim Zähneputzen immer das Wasser? Lassen Sie viel Wasser ungenutzt in den Ausguss laufen bis heißes Wasser kommt? In vielen Momenten können Sie Wasser, das Sie nicht benötigen, auffangen und z.B. zum Blumengießen verwenden.

Sorgen Sie für Abhilfe bei tropfenden Wasserhähnen. Ein tropfender Wasserhahn kostet Sie bis zu 5.000 l Wasser im Jahr. Säubern Sie einfach die Dichtung oder setzen Sie einen neuen Dichtungsring ein.

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Überprüfen Sie Ihren Wasserzähler. Sollte er zu Zeiten, zu denen keine Verbraucher aktiv sind (z. B. nachts), weiterlaufen, sollten Sie die Fehlerquelle aufspüren lassen.

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Geben Sie beim Kochen nur so viel Wasser in den Topf, wie Sie tatsächlich brauchen. Auch im Wasserkocher wird das Wasser oft weggekippt. Dieses Wasser kann zum Gießen der Blumen verwendet werden.

Schalten Sie nur gut gefüllte Waschmaschinen ein.

Waschen Sie Geschirr im Becken oder in der Spülmaschine. Spülen unter fließendem Wasser verbraucht bis zu sieben Mal so viel Wasser.

Источник: https://www.wasser-aqualino.de/mein-wasser/kosten-qualitaet/regenwassernutzung/

Regenwasser sammeln und nutzen: Tipps & Tricks

So können Sie Regenwasser aufbereiten

128 Liter Wasser verbraucht jeder Deutsche pro Tag (Quelle: Statista 2018). Das ist Wasser in Trinkwasserqualität, obwohl davon längst nicht alles zum Trinken gebraucht wird.

Denn anders als fürs Trinken, Essen, Kochen und die persönliche Körperhygiene müsste Wasser zum WC-Spülen und Garten bewässern keine Trinkwasserqualität besitzen. Denn die ist nur mit großem Arbeits- und Kostenaufwand zu erzielen.

Wer Trinkwasser und Trinkwasserkosten sparen möchte, kann stattdessen Regenwasser sammeln und nutzen. Alles, was Sie dazu wissen müssen, verraten wir in diesem Beitrag.

Was ist Regenwasser?

Regenwasser ist der Niederschlag, der entsteht, wenn das Wasser aus Meeren, Seen und Flüssen verdunstet, also seinen Aggregatzustand von flüssig auf gasförmig ändert.

Der aufsteigende Wasserdampf kühlt mit zunehmender Höhe ab, wobei er kondensiert: Es bilden sich wieder kleine Tröpfchen Wasser, die zusammen eine Wolke ergeben.

Kühlt sich die Wolke weiter ab, werden die kleinen Tröpfchen zu größeren und großen, die irgendwann so schwer werden, dass sie aus der Wolke fallen: Es regnet.

Ist Regenwasser sauber?

Regenwasser enthält je nachdem, aus welchem Gewässer es einst verdunstete und welchen Weg es bei seinem Aufstieg in die Wolke und später mit dieser nahm, unterschiedliche Stoffe. Denn in den Gewässern schwimmen und in unserer Atmosphäre schweben von Natur aus verschiedene Staubkörnchen, vulkanische Asche, Pollen, Sporen und Mikroben.

Hinzu kommt von uns Menschen verursachter Schmutz, darunter Feinstäube aus Abgasen und Reifenabrieb unserer Fahrzeuge, Fabriken und Häuser sowie Schadstoffe, die wir zum Beispiel im Zuge der Bewirtschaftung von Ackerland und Forstland ausbringen.

Auch diese Schmutzpartikel schwimmen in Gewässern oder wirbeln durch unsere Luft – und lassen sich im Regen nachweisen.

Unterschied zwischen Regenwasser vs. Trinkwasser – ein Vergleich

Regenwasser entsteht in einem natürlichen Kreislauf. Trinkwasser dagegen wird dem Kreislauf der Natur entzogen und auereitet.

Während natürliches Regenwasser vergleichsweise weich ist, ist das Trinkwasser aus unseren Wasserleitungen eher hart. Der Grund für die höhere Wasserhärte von Leitungswasser sind die sogenannten Härtebildner, also Mineralien, die darin stecken, insbesondere Kalzium und Magnesium – beide sind für uns Menschen essentiell.

In Deutschland zählt Leitungswasser laut der Verbraucherzentrale (VZ)

  • mit 0 bis 7 Grad deutscher Härte (dH) als weiches Wasser (Härtebereich I: 0 bis 1,3 Millimol Calciumoxid pro Liter).
  • mit 14 bis 21 Grad dH als hartes Wasser (Härtebereich III: 2,5 bis 3,8 Millimol Calciumoxid pro Liter)

Die Wasserhärte von Regenwasser liegt dagegen nahe Null.

3 gute Gründe, warum es sich lohnt, dass Sie Regenwasser sammeln

Es klang oben bereits an: Regenwasser kann einen großen Teil des als Brauchwasser in Haus und Garten genutzten Trinkwassers ersetzen.

Regenwasser spart Kosten und Gebühren!

Da Regenwasser kostenfrei vom Himmel fällt, sparen Sie anteilig auch die entsprechenden Wasserkosten, die wiederum aus der aufwendigen Auereitung von Leitungswasser resultieren.

Und auch an der sogenannten Niederschlagsgebühr können Sie sparen: Die wird für das Ableiten von Regenwasser in den Abwasserkanal erhoben (pro Quadratmeter entwässerter Fläche).

Wer dagegen Regenwasser wie vom Gesetzgeber erwünscht zurückhält, zum Beispiel auf einem Gründach (Gartenhaus, Carport) verdunsten oder im Gartenboden versickern lässt (beides lässt sich mit kontrollierter Bewässerung erreichen), spart die Niederschlagsgebühr.

Regenwasser ist umweltfreundlich!

Bedenken Sie dabei auch die Umweltkosten, die Sie mit dem Regenwasser sammeln und Regenwasser nutzen einsparen: Trinkwasser ist von unschätzbarem Wert, es gilt als einer der kostbarsten Roh- und Wertstoffe unserer Zeit. Je weniger Trinkwasser Sie unnötig für Anbau und Pflege Ihrer Zier- und Nutzpflanzen verschwenden und je mehr Regenwasser Sie stattdessen einsetzen, desto besser ist der ökologische Fußabdruck Ihrer hauseigenen Ernte.

Regenwasser ist das bessere Gießwasser!

Zum Bewässern von Pflanzen im Haus, auf dem Balkon und im Garten ist hartes, also sehr kalkhaltiges Leitungswasser eher ungeeignet.

Verschiedene Pflanzen, zum Beispiel Rhododendron, Kamelien, Orchideen und Farne, vertragen ein Zuviel an Kalk nicht. Außerdem bekommen die Zusätze an Chlor, Fluor und Ozon, die im Leitungswasser als Konservierungsstoffe dienen, vielen Pflanzen nicht.

Und auch das sollten Sie wissen: Das gesammelte und abgestandene Regenwasser ist meist wärmer als frisch aus der Leitung gezapftes Gießwasser. Sie ersparen Ihren Pflanzen damit eine (zu) kalte Dusche.

Der natürliche Gehalt an Mineralien im Regenwasser hat darüber hinaus einen nährenden Effekt auf Pflanzen: Er wirkt quasi wie ein mineralischer Dünger.

Wie können Sie Regenwasser sammeln?

Wenn Sie künftig Regenwasser sammeln und nutzen wollen, brauchen Sie das nötige Equipment. Welches das ist, das hängt davon ab, ob Sie Regenwasser von einem Dach oder ohne Dach sammeln.

Das Fallrohr leitet das Regenwasser von der Rinne ab.

Regenwasser sammeln – so geht’s mit Dach!

Am besten ist die Regenwasserqualität, solange das Regenwasser den Boden noch nicht berührt hat. Sammeln Sie Regenwasser daher am besten frisch von Dächern, zum Beispiel Dächern von Haus, Gartenhaus und Gewächshaus, Pavillon, Garage, Carport, Terrassenüberdachung oder Schuppen.

Die Gebäude brauchen zum Schutz der Bausubstanz sowieso eine Dachrinne, um das Regenwasser aufzufangen und ein Fallrohr, um es gezielt abzuleiten – in den Boden, eine bestehende Drainage oder in einem Auffangbehälter: Landet das Regenwasser in einem solchen, können Sie es stetig sammeln und später nach Bedarf nutzen.

Der Klassiker ist die Regentonne, die es heute schon in luxuriöser Ausführung mit Abdeckung und Zapfhahn sowie mit Sieb/Filter gibt. Zum Beispiel auch in unserem Onlineshop – schauen Sie gerne mal rein!

Unser Tipp: Kleinere Regentonnen sind auch fürs Regenwasser sammeln auf Balkon und Terrasse geeignet. Größere Alternativen sind Regentanks und Regenfässer. Mehr zur Wahl des zu Ihrem Regenwasser-sammeln-Projekt passenden Behältnisses können Sie in unserem Artikel „Die Regentonne am Gartenhaus: besseres Gießwasser kostenlos“ nachlesen.

Für größere Sammelvolumina brauchen Sie größere Sammelbehälter.

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Zum Beispiel nutzen sogenannte Regensammler, die auch für den Verbrauch im Haushalt Regenwasser sammeln, spezielle Erdtanks oder Zisternen.

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Beide lassen sich unterirdisch installieren und nehmen so auf dem Grundstück oder im Garten keinen Platz weg. Außerdem bremst die unterirdische Regenwassersammlung das Verkeimen des Wassers.

3 Möglichkeiten zum Regenwasser sammeln – so geht’s ohne Dach!

Sie haben kein Dach zum Regenwasser sammeln? Dann lassen Sie sich von uns drei Alternativen aufzeigen:

  • Regenwasser sammeln in Gefäßen: Stellen Sie auf Balkon, Terrasse oder im Garten Gefäße auf, um darin Regenwasser zu sammeln. Das können Schüsseln, Eimer und Töpfe sein. Je größer deren Öffnung ist, desto mehr Regenwasser sammeln Sie damit.
  • Regenwasser sammeln in wasserabweisenden Planen: Auch ein sogenanntes Tarp, das Sie beim Outdoor-Ausrüster kaufen, oder ein Sonnensegel können Ihnen zum Regenwasser sammeln dienen. Die Planen spannen Sie strategisch – mit Gefälle! – im Garten auf und lassen dabei eine Ecke in geeigneten Auffangbehältern münden, so dass sich darin das Regenwasser sammelt.

Unser Tipp: Ihnen fehlen Bäume oder Pfosten zum Befestigen der Planen? Kein Problem! Installieren Sie sich doch eine Wäschespinne im Garten! Darauf könne Sie bei Sonnenwetter Ihre Wäsche trocknen und bei Regenwetter eine Plane legen und das Regenwasser sammeln.

  • Regenwasser sammeln auf DIY-Regendach: Ein selbstgebautes Gestell können Sie als Regendach nutzen, um damit Regenwasser gezielt zu sammeln. Bauen Sie das Gestell aus vier Pfosten, Querlatten mit Gefälle und einer Folie obendrauf bestenfalls so hoch, dass darunter gleich die Regentonne oder der Regentank Platz findet. Wenn Sie das Gestell dann noch seitlich mit Kletterpflanzen begrünen, haben Sie sich zugleich einen attraktiven Sichtschutz für Tonne oder Tank geschaffen.

Sie suchen noch mehr Inspiration rund um die Gartengestaltung? Schauen Sie doch einmal auf unserem Pinterest-Kanal vorbei. Dort haben wir eine Vielzahl an schönen Boards zum Thema Haus, Garten und Gartenhaus für Sie zusammengestellt.

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Titelbild: ©iStock/gretanrk
Artikelbilder: Bild 1: ©iStock/StefanieDegner; Bild 2: ©GartenHaus GmbH/Kundenprojekt; Bild 3: ©iStock/Janny2; Bild 4: ©Gartenhaus GmbH/Kundenprojekt; Bild 5: ©iStock/kulkann

Источник: https://www.gartenhaus-gmbh.de/magazin/regenwasser-sammeln/

So kannst du Regenwasser auereiten & sinnvoll nutzen

So können Sie Regenwasser aufbereiten

Rund 125 Liter Trinkwasser am Tag verbrauchte jeder Deutsche 2019 laut dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW).

Davon wurden gerade einmal drei Liter für das Kochen, Essen und Trinken aufgewendet.

Der Rest fiel für die täglichen Haushalts- und Reinigungsarbeiten an – dabei ist die hohe Qualität unseres Trinkwassers für viele Aufgaben im Haushalt gar nicht notwendig.

Laut dem Bund Naturschutz in Bayern e.V. könne man bis zu 50 Prozent Trinkwasser durch die Verwendung von Regenwasser einsparen. Denn auch wenn eine autarke Wasserversorgung durch das Grundwasser nicht an allen Standorten möglich ist, kann Regenwasser dagegen nahezu überall bezogen werden. 

Bislang wurde der Rohstoff nur für die Toilettenspülung und das Gießen der Gartenpflanzen genutzt.

Mittlerweile ist die Technologie jedoch so fortgeschritten, dass es zu qualitativ hochwertigem Trinkwasser auereitet werden kann. Damit ist es für Bäder, Wäsche und sogar für den Verzehr geeignet.

Denn nach der europäischen Grundwasserverordnung muss die Qualität von Trinkwasser sichergestellt sein, um für diese Bereiche ebenfalls genutzt werden zu können.

Mit dem Auereiten von Regenwasser können Sie Leitungswasser sparen.

Welche Möglichkeiten der Auereitung gibt es?

Um Regenwasser aufzufangen und es trinkwasserkonform aufzuarbeiten, haben Sie mehrere Möglichkeiten: Vom Auffangbehälter in Form einer Tonne, mit der Sie den Regen leicht vorfiltern können, bis hin zu aufwendigen Komplettanlagen, die das Regenwasser direkt in den Wasserkreislauf Ihres Haushalts integrieren.

  Trinkwasser dank innovativer Technologie

Im Rahmen des EU-Projektes “Eco-Innovation”  haben Unternehmen und Organisationen ökologisch-innovative Technologien und Verfahren entwickelt, um umweltbewusste Lösungen für den Markt bereitzustellen. Eine Technologie, um Regenwasser entsprechend der EG-Richtlinie “Wasser für den menschlichen Gebrauch” aufzubereiten, ist bereits im Handel erhältlich.

Diese innovative Regenwasseranlage filtert das vom Dach aufgefangene Wasser und leitet es weiter in eine Zisterne. Darin ist eine Pumpe installiert, die das Wasser weiter in einen Behälter befördert, den Sie vorzugsweise in Ihrem Keller aufstellen können.

An dieser Stelle wird das Wasser von einem besonders feinmaschigen Filter entkeimt. Zunächst gelangt es in einen zweiten Behälter, der auch Klarwasserspeicher genannt wird. Von dort aus wird das Wasser, bevor es in Wasserkreislauf des Hauses verteilt wird, durch eine UV-Anlage desinfiziert.

Diese ist besonders praktisch, da sie das Wasser auch sauber hält, wenn Sie länger nicht Zuhause sind.

Anschließend wird das gereinigte Wasser durch das drehzahlgesteuerte Hauswasserwerk in Ihr bestehendes Leitungssystem gepumpt.

Sie nutzen damit das gesäuberte Regenwasser und nur, wenn dieses ausgeht, wird das Wasser aus der Leitung beansprucht. Diese Methode ist hilfreich für die Auereitung von Regenwasser und schont die Umwelt.

Allerdings ist eine Anlage mit solch einer Technologie auch sehr kostspielig.

  Wasserauereitung mit einer Zisterne

Wenn Sie Ihren Haushalt nur zu einem gewissen Teil von der Trinkwasserversorgung entlasten wollen, können Sie bereits mit einer Tonne große Erfolge erzielen.

Befestigen Sie einfach ein feines Gitter auf der Tonne, das grobe Verschmutzungen vorfiltert. Mit einem Fallrohrfilter können Sie zudem Laub von Ihrem Auffangbehälter fernhalten.

Befestigen Sie den Filter am unteren Teil Ihres Fallrohres, damit Sie ihn leichter reinigen können. Das daraus gewonnene Wasser kann für Ihren Garten genutzt werden.

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Wenn Sie eine feinere Filterung des Wassers wünschen, können Sie eine Zisterne im Boden Ihres Gartens einlassen. Sie können zwischen Kunststoff- und Betonmodellen wählen.

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Der darin liegende Wechselsprungfilter ist feinmaschig mit maximal einem Millimeter Durchmesser pro Masche. Mit dem gefilterten Wasser können Sie sich sogar waschen und baden.

  Filterung durch Umkehrosmose

Eine weitere Methode ist die Umkehrosmose. Dabei wird das Wasser von nahezu allen gelösten Stoffen wie Ionen und Salzen befreit.

Diese Technik macht sich den Vorgang der Osmose zunutze: Osmosekräfte entstehen immer dann, wenn zwei Flüssigkeiten mit einem unterschiedlichen Konzentrationsgefälle an gelösten Stoffen an einer semipermeablen Membran aufeinandertreffen.

Zwischen den Flüssigkeiten entsteht nun das Bedürfnis, einander auszugleichen und dadurch ein Druck, dessen Stärke von der Höhe der Konzentrationsunterschiede abhängt.

Dabei diffundieren Teilchen aus der höher konzentrierten Flüssigkeit (zum Beispiel Regenwasser) durch die Membran in die weniger konzentrierte Flüssigkeit (eine Filterlösung) und reichern diese an.

Die Umkehrosmose dreht diesen Prozess um. Hier wird mit einem technischen Druck kein Ausgleich der Teilchen angestrebt, sondern ein noch höheres Konzentrationsgefälle. So wird eine Flüssigkeit durch den erzeugten Druck gereinigt und von Schadstoffen befreit.

Dazu sind bis zu 30 Bar notwendig, was diese Methode zu einer gleichzeitig energieaufwendigen Verfahrensweise macht. Zwischen 4 und 9 kWh werden hier pro Kubikmeter Regen benötigt.

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Das gereinigte Wasser ist zwar nicht so steril wie mehrfach destilliertes, allerdings ist es auch etwas günstiger. Auf diesem Weg ergibt sich ein sehr weiches Wasser, denn Magnesium- und Kalziumionen werden bei dem Prozess aus der Flüssigkeit gepumpt.

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Die Umkehrosmose wird für die Auereitung von Regenwasser auch in Komplettanlagen angeboten und kosten durchschnittlich 500 Euro in der Anschaffung.

Fazit

Sie können ganz nach Ihren eigenen Bedürfnissen entscheiden, welche Art von Auereitungsanlage zu Ihnen passt. Ob für den Gebrauch im Garten, oder für die Trinkwasserversorgung im ganzen Haus – mit jeder Möglichkeit können Sie Umwelt und Geldbeutel entlasten.

Источник: https://www.aroundhome.de/gartenbau-landschaftsbau/magazin/regenwasser-aufbereiten/

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