Thermostate für die Heizung – das sollten Sie wissen

Contents
  1. Thermostat Heizung Ratgeber:
  2. Thermostat Heizung Funktionsweise
  3. Smart Thermostat
  4. Thermostat per App steuern
  5. Heizkörperthermostat anschließen – was muss man beachten?
  6. Heizkörper Thermostat für Fußbodenheizung
  7. Thermostat für Infrarotheizung
  8. Heizkörperthermostat einstellen: So geht’s richtig!
  9. Digitale Heizkörperthermostate
  10. Intelligente Einzelraumregelung
  11. Wie heizen Sie richtig bei Abwesenheit tagsüber?
  12. Unterschiedliche Temperaturen für unterschiedliche Räume
  13. Heizkosten sparen: Thermostat richtig einstellen und wechseln
  14. Was bedeuten die Stufen 1 bis 5?
  15. Manuelles Standard-Thermostat
  16. Programmierbares Thermostat
  17. So stellen Sie ein Standard-Thermostat richtig ein
  18. Wie viel Energie kann ich mit der richtigen Einstellung sparen?
  19. Passt ein programmierbares Thermostat auf meine Heizung?
  20. Gibt es große Unterschiede zwischen den Modellen?
  21. Spare ich durch programmierbare Thermostate Energie?
  22. Braucht ein programmierbares Thermostat Strom?
  23. Was nützen Thermostate mit Fensterkontakt?
  24. Was kostet ein programmierbares Thermostat?
  25. Hilfe, das Thermostatventil ist kaputt!
  26. An meiner Heizung befindet sich gar kein Thermostat
  27. Kann ich in einer Mietwohnung das Thermostat austauschen?
  28. So einfach wechseln Sie ein Thermostat
  29. Heizkörperthermostate – so funktionieren sie » bauredakteur.de
  30. So ist das Thermostat aufgebaut
  31. Alles ganz einfach am Beispiel Badezimmer
  32. Besondere Thermostate
  33. Thermostate mit Fernfühler
  34. Thermostate mit Ferneinsteller
  35. Voreinstellbare Thermostatventile
  36. Elektronische Thermostate
  37. Thermostatkopf austauschen

Thermostat Heizung Ratgeber:

Thermostate für die Heizung - das sollten Sie wissen

Thermostate sind aus deutschen Haushalten nicht mehr wegzudenken. Dank Ihnen ist es möglich, die gewünschte Temperatur einzustellen und jederzeit zu ändern. Doch die wenigsten wissen, wie solche Thermostate überhaupt funktionieren oder wie sie aufgebaut sind.

Noch dazu gibt es auch bei der Thermostat-Technologie immer wieder neue Errungenschaften und Möglichkeiten. In unserem energis Ratgeber zum Thema Thermostat erfahren Sie daher alles Wichtige und Wissenswerte zu den Heizkörperthermostaten.

 Nähere Produktinformationen zu Strom im Saarland finden Sie auf unserer Produktseite.

Thermostat Heizung Funktionsweise

Ein Heizkörperthermostat regelt die Temperatur eines Heizkörpers. Es ist unmittelbar an der Heizung befestigt und besteht aus einem Unterteil sowie einem Thermostatkopf. In diesem Thermostatkopf befindet sich ein Temperaturfühler, der in der Regel mit Gas oder einer Flüssigkeit gefüllt ist.

Dieser Temperaturfühler steuert das Öffnen und Schließen des Thermostatventils im Unterteil.

Denn wenn die Raumtemperatur über die eingestellte Thermostattemperatur steigt – etwa wenn gekocht wird oder die Sonne durch das Fenster scheint – dehnt sich das Gas oder die Flüssigkeit im Thermostat aus und schließt dadurch das Ventil.

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Sobald dieses geschlossen ist, strömt weniger bis gar kein heißes Wasser mehr durch den Heizkörper, sodass dieser weniger Wärme abgibt. Sobald die Raumtemperatur wieder sinkt, zieht sich das Gas oder die Flüssigkeit im Thermostatkopf wieder zusammen, das Ventil öffnet sich und es strömt wieder mehr heißes Wasser durch den Heizkörper.

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Bandbreite für die Thermostat-Heizung: Thermostat-Typen

Neben dem normalen Standard-Thermostat gibt es auf dem deutschen Markt bereits seit vielen Jahren eine große Bandbreite von verschiedenen Thermostat-Typen. Diese lassen sich grob in drei Kategorien unterteilen: Funk, Smart und elektrisches Thermostat. 

Diese neueren Thermostat-Modelle bieten im Vergleich zum manuellen Thermostat viele Vorteile im Hinblick auf Komfort und Energieeinsparungen.
 

Elektrische Thermostate sind in der Lage, die Temperatur der Heizung automatisch zu regeln. Sie können so programmiert werden, dass Sie die Heizkörper zu einer bestimmten Uhrzeit auf eine zuvor eingestellte Temperatur heizen und auch wieder zurückregeln.

Programmieren Sie das Thermostat beispielsweise so, dass Sie es nach dem Aufstehen angenehm warm haben und die Heizung herunterdreht, wenn Sie auf der Arbeit sind. Eine solche Funktion ist nicht nur besonders praktisch, sondern kann auch dabei helfen, Energiekosten zu sparen.

Im Schnitt sinkt der Verbrauch an Heizenergie beim Wechsel auf elektrische Thermostate so um bis zu 30 Prozent. 

Die Anschaffungskosten bei elektrischen Thermostaten liegen je nach Modell und Hersteller meist zwischen 15 und 60 Euro. Diese Anschaffungskosten amortisieren sich mit den Ersparnissen bei der Heizenergie aber meist nach relativ kurzer Zeit. 

Daher lohnt sich die Investition in Heizkörperthermostate nicht nur in Sachen Komfort, sondern auch finanziell sowie im Hinblick auf den Klimaschutz.
 

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Funkthermostate sind ebenfalls elektrische Thermostate, nur mit dem Zusatz, dass sie sich auch über Funk ansteuern lassen. So können Sie Ihre Heizkörper zentral steuern.

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Noch dazu ist es bei vielen Modellen möglich, an verschiedenen Stellen im Raum Temperaturfühler anzubringen, mit denen die Heizungstemperatur automatisch angepasst wird.

Einem übermäßigen Überheizen des Raumes wird so entgegengewirkt. 

Die modernen Funkthermostate lassen sich schnell und einfach und dann bequem per Fernbedienung steuern. 

Die Kosten für Funkthermostate liegen zwischen 20 und 100 Euro. Da mit den cleveren Thermostaten aber häufig eine Menge Energie eingespart wird, kann sich die Investition relativ schnell amortisieren.

Smart Thermostat

SmartHome Thermostate sind in ein SmartHome Netzwerk eingebunden und lassen sich meist über eine entsprechende App steuern.

So können Sie die Heizkörper nicht nur auf bestimmte Uhrzeiten vorprogrammieren, sondern Ihre Heizung auch von überall aus steuern.

Das ist besonders praktisch, wenn Sie im Winter früher als gewöhnlich nach Hause kommen oder beispielsweise im Urlaub vergessen haben, die Heizung herunterzudrehen. 

Smarte Thermostate sind damit eine Weiterentwicklung der Funkthermostate und bieten viele weitere Vorteile. So können Sie viele SmartHome-Thermostat-Modelle auch mit entsprechenden Fensterkontakten verbinden.

Öffnen Sie dann das Fenster zum Lüften, dreht der Heizungsregler automatisch herunter und fährt erst dann wieder hoch, wenn das Fenster geschlossen wird. So verbrauchen Sie nicht mehr Energie als nötig.

Lesen Sie hierzu auch unseren Ratgeber zur Smart Home Heizung!
 

Dank moderner Technik und cleveren Thermostaten können Sie Ihre Heizung auch bequem per Fernbedienung oder App steuern. Mittlerweile gibt es die intelligenten Lösungen zur Heizungssteuerung auch für fast jedes Budget.

Thermostat per App steuern

Sogenannte SmartHome Thermostate lassen sich bequem per App auf Ihrem Smartphone oder Tablet bedienen. Im Gegensatz zu gewöhnlichen Funk- oder Bluetooth-Thermostaten funktioniert das bei den SmartHome Systemen auch auf große Distanzen, sodass Sie Ihre Heizung auch aus der Ferne steuern können. Bei energis finden Sie eine große Auswahl an praktischen SmartHome Produkten. 

Damit sich das Thermostat per App ansteuern lässt, muss dieses über einen Zugang zum WLAN verfügen – dies wird meist über eine Funkverbindung zu einer Steuereinheit mit WLAN-Verbindung oder einer direkten WLAN-Verbindung realisiert.

Zusätzlich müssen Sie sich natürlich auch die dazugehörige App auf Ihrem Smartphone oder Tablet installieren. Diese wird von den meisten Herstellern kostenlos zur Verfügung gestellt und kann auch auf mehrere Geräte gleichzeitig heruntergeladen werden.

Dadurch sind die Heizkörper für alle Mitglieder in Ihrem Haushalt bedienbar. 

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Neben den Standardfunktionen zum Regeln der Heizung bietet die meisten SmartHome Thermostate noch viele weitere Funktionen, die für noch mehr Komfort und weniger Heizkosten sorgen sollen. 

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So gibt es beispielsweise von vielen Anbietern auch zusätzliche Funktionen zur automatischen Temperaturregelung, dem sogenannten Boosten – also einem sehr schnellen und kurzzeitigem Aufheizen – oder einem Frostschutz für Räume die nicht viel genutzt und daher nicht durchgängigen oder stark beheizt werden sollen. Je nach App und Zugriffsrechten, gibt es bei manchen Anbietern auch die Funktion, dass Ihre Heizungsapp mithilfe der Smartphone-Daten Ihren Standort ermittelt und dann die Heizkörper einschaltet, sobald Sie sich vermeintlich auf dem Nachhauseweg befinden. 

Des Weiteren gibt es bei vielen Geräten die Möglichkeit, zusätzliche Fensterkontakte zu installieren, sodass Ihre Heizkörper automatisch runterfahren, wenn Sie das Fenster geöffnet haben und nach dem Schließen des Fensters auch wieder selbstständig hochfahren.
 

Funkthermostate verfügen in der Regel über weniger Funktionen als ein SmartHome Thermostat, bieten im Vergleich zu den gewöhnlichen Standardthermostaten aber dennoch viele Vorteile in puncto Komfort und Heizkostenersparnis. 

Fast alle Funkthermostate verfügen über eine Fernbedienung, mit der Sie Ihre Heizkörper auch spontan steuern können. Die meisten Funkthermostate arbeiten dabei via Bluetooth oder dem Funkstandard DECT.

Damit Sie die Funkverbindung nutzen können, dürfen Sie einen bestimmten Abstand zum Endgerät jedoch nicht überschreiten. Innerhalb einer Wohnung ist dies aber meist kein Problem.

So können Sie beispielsweise schon vom Bett aus Ihre Heizung im Badezimmer einschalten. 

Der Vorteil von Funkthermostaten ist, dass durch die Nutzung der Funkverbindung Ihr heimisches WLAN nicht zusätzlich belastet wird. 

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Die meiste Funkthermostate haben verschiedene voreingestellte Programme, mit denen Sie die Temperatur Ihrer Heizkörper auf Ihren individuellen Tagesablauf anpassen lässt. So können bei vielen Modellen beispielsweise pro Wochentag unterschiedliche Heiz- und Temperaturabsenkzeiten bestimmt werden.

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Programmieren Sie das Heizkörperthermostat beispielsweise so einstellen, dass es unter der Woche zu Ihren üblichen Aufstehzeiten aufdreht und wenn Sie auf der Arbeit sind, wieder herunterdreht.

 Zusätzlich können die meisten Funkthermostate auch mit Temperaturfühlern ergänzt werden, die dafür sorgen, dass der Heizkörper automatisch herunterfährt, wenn ein Fenster geöffnet ist.  

Um von der Thermostat-Heizungs-Technologie richtig profitieren zu können, gibt es noch ein paar Dinge zu beachten. Dazu gehören die korrekte Montage eines Heizkörperthermostats und die Thermostat-Möglichkeiten bei Fußboden- sowie Infrarotheizungen. 

Heizkörperthermostat anschließen – was muss man beachten?

Der Wechsel von einem manuellen Heizkörperthermostat zu einem SmartHome- oder Funkthermostat ist in der Regel relativ einfach und kann auch selbst vorgenommen werden. Zum Montieren eines neuen Thermostats benötigen Sie lediglich eine entsprechende Rohrzange. 

Um ein neues Thermostat installieren zu können, muss zunächst einmal das alte entfernt werden. Drehen Sie dieses hierfür komplett auf und lösen dann mit der Rohrzange die Überwurfmutter, welche das Thermostat mit der Heizung verbindet. Diese können Sie, sobald sie gelockert ist, einfach per Hand abschrauben und dann das Thermostat entfernen. 

Wenn der Anschluss frei ist, müssen Sie nur das neue Thermostat auf das Gewinde setzen dieses dann festdrehen. Zum Nachdrehen beziehungsweise Festdrehen können Sie die Rohrzange verwenden.

Damit der Austausch reibungslos funktioniert, sollten Sie jedoch darauf achten, dass das Gewinde der Heizkörperthermostats auch zum Gewinde der Heizung passt. Ist dies nicht der Fall, benötigen Sie einen entsprechenden Adapter, der zwischen dem Thermostat und der Heizung installiert wird.

Heizkörper Thermostat für Fußbodenheizung

Auch für Fußbodenheizungen gibt es mittlerweile clevere Thermostatlösungen zur bequemen Temperaturregelung. Die Montage eines Fußbodenheizungsthermostats ist dabei ein wenig anders als bei einem Standardheizkörper. 

Ein Problem von manchen Fußbodenheizungen ist, dass gerade älter Modelle ohne Einzelraumregelung oftmals über gar Thermostat verfügen. Das bedeutet, dass die Temperatur nicht individuell veränderbar ist.

Hier gibt es lediglich eine voreingestellte Temperatur und die Heizung lässt sich nur ein- sowie ausschalten.

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Wenn die Temperatur individuell geregelt werden soll, muss eine solche Fußbodenheizung erst mit einem entsprechenden Thermostat nachgerüstet werden. 

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Wenn bereits Thermostate vorhanden sind, können diese auch durch moderne Funk- oder SmartHome Thermostate ersetzt werden. Diese stehen den intelligenten Reglern an den normalen Heizkörpern in Sachen Funktionen in Nichts nach. 

Wichtig zu beachten bei Fußbodenheizungen ist jedoch, dass diese nach dem Einschalten in der Regel etwa drei Stunden benötigen, um die eingestellte Temperatur zu erreichen. Ebenso benötigen sie auch bis zu zwei Stunden zum Abkühlen. Daher sollten Sie für Temperaturveränderungen bei einer Fußbodenheizung immer die entsprechenden Aufheizzeiten mit einplanen.

Thermostat für Infrarotheizung

Auch Infrarotheizungen werden oftmals ohne integriertes Thermostat geliefert. Bei einigen Infrarotheizungen muss der Stromstecker angeschlossen oder gezogen werden, um das Gerät entsprechend ein- oder auszuschalten. Hier sorgt das Nachrüsten mit einem Thermostat für deutlich mehr Wohnkomfort. Für dieses Nachrüsten gibt es gleich mehrere Möglichkeiten.

Eine besonders praktische Variante sind Thermostate mit einer Art Zwischenstecker, die zwischen Steckdose und Netzstecker geschaltet werden. Dieser Zwischenstecker fungiert dabei entweder selbst als Thermostat oder steuert via Funk ein separates Thermostat an. Bei letzterer Variante gibt es auch Geräte, die sich dann via App steuern lassen. 

Die speziellen Infrarotheizungsthermostate erleichtern das Ein- und Ausschalten des Heizkörpers und lassen sich oftmals auch auf bestimmte Zeiten programmieren. So kann auch mit einem solchen Thermostat wesentlich bedarfsorientierter geheizt werden.

Eine weitere Möglichkeit sind Thermostate, die direkt an der Infrarotheizung installiert werden müssen. Dies wird meist nur bei solchen Heizungsmodellen gemacht, die direkt an die Hauselektrik angeschlossen sind und für die deshalb kein Zwischenstecker infrage kommt.

Diese Montage dieser Technik ist natürlich sehr viel aufwendiger als bei einem normalen Zwischenstecker.

Mit modernen Heizkörperthermostaten kann der Energieverbrauch beim Heizen zum Teil deutlich reduziert werden. So sind elektrische Thermostate ebenso wie Funk oder SmartHome Thermostate praktische Helfer, wenn es darum geht, nur so viel Strom zu verbrauchen, wie auch tatsächlich notwendig ist. 

Dabei helfen die intelligenten Heizkörperthermostate aber nicht nur dabei, den Energieverbrauch zu senken, sondern Sie erhöhen parallel dazu auch den Komfort.

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Schließlich müssen Sie für das Ein- und Ausschalten Ihrer Heizkörper dann nicht erst zum Heizkörper hingehen, um die gewünschte Temperatur einzustellen.

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Stattdessen können Sie Ihre Heizkörper mithilfe eines SmartHome Thermostats sogar von überall aus steuern. 

Die modernen Temperaturregler können sogar relativ einfach und problemlos nachgerüstet werden. Dabei ist ein solcher Thermostatwechsel um einiges günstiger als ein kompletter Heizungsumbau und dank der unkomplizierten Installation und Demontage auch sehr gut für Mietwohnungen geeignet.

Источник: https://www.energis.de/ratgeber/strom/thermostat_heizkoerperregler

Heizkörperthermostat einstellen: So geht’s richtig!

Thermostate für die Heizung - das sollten Sie wissen

Wenn es draußen kalt ist, wandert unsere Hand automatisch zum Heizkörperthermostat. Der Drehknopf an der Seite der Heizung sorgt dafür, dass es zumindest in den eigenen vier Wänden bald wieder wohlig warm wird.

Bei falscher Bedienung kann es allerdings passieren, dass Sie Ihr Geld im wahrsten Sinne des Wortes „verheizen“.

Deshalb möchten wir Ihnen in diesem Ratgeber zeigen, wie man das Heizkörperthermostat richtig einstellt – damit es warm wird und Sie Ihren Geldbeutel schonen!

Zunächst einmal: Es gibt digitale und mechanische Heizkörperthermostate, auch Thermostatkopf genannt. Ein mechanisches Heizkörperthermostat ist der weiße, geriffelte Drehknopf an der Seite Ihrer Heizung.

Er besteht im Wesentlichen aus drei Teilen: Dem sichtbaren weißen Gehäuse; einem Temperaturfühler, der das Innere des Gehäuses ausfüllt und einem Übertragungsstift, der vom Thermostat bis zum Ventil der Heizung reicht.

Wie lässt sich ein Thermostat einstellen? Das ist unterschiedlich, je nachdem ob Sie ein mechanisches oder ein digitales Heizkörperthermostat besitzen. In der Grafik sehen Sie, wie ein mechanisches Heizkörperthermostat aufgebaut ist.

Der Drehknopf funktioniert so: Dreht man ihn zu, drückt der Stift stärker auf das dahinterliegende Heizungsventil, wodurch die Ventilöffnung verkleinert wird. Die Folge: Es kann weniger Wasser durch die Heizung fließen und der Raum wird nicht mehr wärmer.

Egal wie hoch Sie Ihre Heizung stellen, Ihr Heizkörper heizt sowieso nicht immer einfach stur weiter: Dafür gibt es den integrierten Temperaturfühler. Er misst die Temperatur des Raums und vergleicht sie mit der aktuellen Heizleistung der Heizung. Besteht eine Diskrepanz, fährt er die Leistung entsprechend herauf oder herunter.

Digitale Heizkörperthermostate

Immer mehr an Beliebtheit gewinnen digitale Heizkörperthermostate.

Sie ermöglichen eine noch exaktere Anpassung der gewünschten Raumlufttemperatur, wodurch sie für eine besonders energieeffiziente und kostensparende Beheizung sorgen.

Außerdem lassen sie sich aus der Ferne per Smartphone oder Tablet bedienen. Der Vorteil: Sie können bereits auf dem Weg nach Hause Ihre Heizung vorwärmen lassen, sodass die Temperatur perfekt ist, wenn Sie zuhause ankommen.

Intelligente Einzelraumregelung

Manche Smarthome-Anbieter haben eine intelligente Heizungssteuerung im Angebot, die direkt mit dem Wärmeerzeuger kommuniziert, wenn die Heizkörper in der Wohnung heruntergedreht werden. Dann heizt der Heizkessel auch weniger und spart so Energie. 

Der Rand des Heizkörperthermostats ist mit Zahlen von eins bis fünf versehen, wobei sich zwischen jeder Zahl noch einmal drei Striche befinden. Was die wenigsten wissen: Die Zahlen stehen für relativ genaue Temperaturangaben.

  • Sternchen-Symbol: zirka 5°C, Frostschutz
  • Stufe 1: zirka 12°C
  • Stufe 2: zirka 16°C
  • Stufe 3: zirka 20°C
  • Stufe 4: zirka 24°C
  • Stufe 5: zirka 28°C

Die erwähnten Striche zwischen diesen Stufen stehen für die Zwischentemperaturen: Jeder Strich entspricht einem Grad.

Auch wenn Sie Ihr Heizkörperthermostat auf 20°C einstellen, kann die tatsächliche Temperatur leicht abweichen. Das hängt normalerweise mit der Position des Heizkörpers und eventuell daraus resultierender Stauwärme zusammen.

Wird der Heizkörper beispielsweise durch einen Vorhang oder ein Sofa verdeckt, dann staut sich dahinter die Wärme. Der Temperaturfühler des Thermostats meldet der Heizung, dass sie herunterfahren soll, obwohl die reguläre Raumlufttemperatur noch zu niedrig ist.

Auch zwischen Heizkörper und Fensterbank staut sich leicht Wärme.

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Diese Problematik ist der Grund, warum auf den Rändern der Thermostate keine Temperaturangaben gemacht werden. In der Konsequenz heißt das: Abhängig vom Raum und der Position des Heizkörpers darin werden gegebenenfalls unterschiedliche Einstellungen nötig sein, obwohl immer die gleiche Temperatur gewünscht wird.

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Umgehen lässt sich das Problem übrigens durch sogenannte Fernfühler. Dank eines verlängerten Fühlers messen sie die Temperatur in der Raummitte und umgehen so den lokalen Wärmestau. Viele digitale Heizkörperthermostate verfügen bereits über diese Funktion.

Der vielleicht beliebteste Fehler beim Einstellen des Heizkörperthermostats: Den Regler gleich maximal hoch stellen, damit es schneller warm wird. Angenommen, Sie möchten Ihre Wohnung auf zirka 20°C heizen, was der Stufe 3 auf dem Thermostat entspricht. Weil Ihnen besonders kalt ist, drehen Sie den Knopf ganz auf, nach dem Motto „viel hilft viel“.

Aber das stimmt in diesem Fall nicht. Sie erreichen Ihre Zieltemperatur von zirka 20°C genauso schnell, wenn Sie den Knopf nur auf Stufe 3 stellen. Wenn Sie stattdessen auf Stufe 5 stellen, heizt der Heizkörper nach Erreichen der eigentlich gewünschten Zieltemperatur weiter bis auf zirka 28°C.

Das Ergebnis: Es wird zu heiß, Sie fühlen sich unwohl und verschwenden Heizenergie.

Damit Ihr Zuhause nicht nur gemütlich warm, sondern auch gesund ist, haben wir viele weitere Tipps rund um das ideale Raumklima für Sie zusammengestellt. Lesen Sie in unserem kostenlosen E-Book „Raumklima und gesundes Wohnen“ alles zum Heizen, Lüften und Einrichten.

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Aufgrund des im Heizkörperthermostat verbauten Temperaturfühlers ist das eine absolut berechtigte Frage. Denn ist die gewünschte Zieltemperatur erreicht, zum Beispiel 20°C, drosselt die Heizung die Wärmeerzeugung und heizt nur noch falls nötig nach. Das heißt, Sie verschwenden keine Energie, wenn Sie das Heizkörperthermostat dauerhaft auf der gewünschten Zieltemperatur eingestellt lassen.

Es gibt aber Ausnahmen beziehungsweise Einschränkungen. Ist die Raumtemperatur hoch, die Außentemperatur sehr niedrig und die Wärmedämmung schlecht, so entweicht aufgrund des Gefälles überdurchschnittlich viel Wärme nach außen. Hier kann ein Herunterregeln sinnvoll sein, um Energie zu sparen. Bei guter Dämmung lohnt es sich dagegen, das Thermostat konstant eingestellt zu lassen.

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Ein zweiter Punkt: Nachts bevorzugen die meisten Menschen eine niedrigere Raumtemperatur als tagsüber – und tatsächlich begünstigt ein kühleres Raumklima auch die Qualität unseres Schlafs.

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Ist am Zentralregler Ihres Heizkessels eine Nachtabsenkung eingestellt, müssen Sie nichts weiter tun: Unabhängig von der Einstellung des Heizkörperthermostats regelt Ihre Heizung die Temperatur nachts herunter.

Ist das nicht der Fall, sollten Sie die Temperatur händisch vor dem Schlafengehen am Heizkörper herabschalten.

Wie heizen Sie richtig bei Abwesenheit tagsüber?

Hält sich niemand in den beheizten Räumen auf, zum Beispiel weil Sie tagsüber arbeiten, ist es ebenfalls sinnvoll, die Heizung herunterzudrehen. Achtung: Ganz abschalten sollten Sie die Heizung aber nicht. Tun Sie es doch, muss am Abend bei Ihrer Rückkehr ein größerer Energieaufwand betrieben werden, als wenn Sie tagsüber auf etwas niedrigerer Stufe weitergeheizt hätten.

„Nun“, wird vielleicht der eine oder andere sagen, „muss die Heizung aber wirklich ganz heruntergedreht werden!“ Weshalb viele Heizungsbesitzer während ihres Urlaubs auf das Frostschutzsymbol herunterregeln –zugefrorene oder geplatzte Leitungen zumindest möchte niemand riskieren.

Ideal ist das dennoch nicht. Erstens: Die Frostschutzeinstellung verhindert zwar ein zu starkes Abkühlen der Räume – die Rohrleitungen in unbeheizten Räumen können aber trotzdem einfrieren.

Um das zu verhindern, sollten Sie zumindest einen Heizkörper am Ende des jeweiligen Heizstrangs auf mindestens 18°C (Stellung 2-3) belassen.

Und stellen Sie bitte nicht die Heizungspumpe oder gar die gesamte Heizung ab.

Zweitens: Stellen Sie Ihre Heizung auf das Frostschutzsymbol, gewährleistet das lediglich eine Temperatur von 5°C – das ist so niedrig, dass es bei längerer Abwesenheit und entsprechenden Außenbedingungen zu Schimmelbildung in den Räumen kommen kann. Um das zu verhindern, empfiehlt das Umweltbundesamt eine Grundtemperatur von 15°C bei längerer Abwesenheit.

Unterschiedliche Temperaturen für unterschiedliche Räume

Noch einen wichtigen Punkt gilt es zu beachten, um das Heizkörperthermostat richtig einzustellen und um langfristig Geld zu sparen: Nicht jeder Raum im Haus oder in der Wohnung benötigt dieselbe Temperatur. Die folgende Aufstellung verrät Ihnen die Idealtemperaturen:

  • Wohnzimmer: 20 bis 22°C
  • Arbeits- und Kinderzimmer: 20 bis 22°C
  • Küche: 18 bis 20°C
  • Bad: 24 bis 26°C
  • Schlafzimmer: 16 bis 18°C

Heizkörperthermostate sind Verschleißteile: Schließlich werden sie viele Hundert Mal pro Jahr auf- und zugedreht.

Sollten Sie feststellen, dass Ihr Heizkörper dauerhaft warm bleibt oder gar nicht mehr warm wird, müssen Sie eventuell Ihr Heizkörperthermostate austauschen.

Helfen können Ihnen hier die Experten von Dein Heizungsbauer. Über unsere Plattform finden Sie schnell kompetente Heizungsinstallateure in Ihrer Umgebung.

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Источник: https://www.dein-heizungsbauer.de/ratgeber/energie-sparen/heizkoerperthermostat-einstellen/

Heizkosten sparen: Thermostat richtig einstellen und wechseln

Thermostate für die Heizung - das sollten Sie wissen

Ein Thermostatventil am Heizkörper besteht aus einem Ventil und einem Thermostat. Das Thermostat regelt dabei die Öffnung des Ventils abhängig von der Raumtemperatur.

Im Detail funktioniert das so: Wie heiß ein Heizkörper wird, hängt von der Menge des heißen Wassers ab, die das Ventil in den Heizkörper hineinströmen lässt. Die Menge regelt ein kleiner Stift im Ventil. Wird er zum Beispiel hineingedrückt, verkleinert sich die Öffnung des Ventils und es fließt weniger Heizwasser in den Heizkörper.

Ein Thermostat übt nun – je nach Raumtemperatur – unterschiedlich starken Druck auf diesen Stift aus. Dafür befindet sich im Thermostat zum Beispiel Gas.

Wenn es warm ist, dehnt sich das Gas aus und übt Druck auf das Ventil aus: Es fließt weniger Wasser in den Heizkörper.

Bei Kälte zieht sich das Gas zusammen und das Thermostatventil öffnet sich: Es fließt mehr heißes Wasser in den Heizkörper.

Was bedeuten die Stufen 1 bis 5?

Stufe 1 entspricht etwa einer Temperatur von 12 Grad. Der Abstand zwischen einer Stufe beträgt dabei etwa 4 Grad, die kleinen Striche dazwischen markieren jeweils ein Grad. Stufe 5 entspricht also bereits etwa 28 Grad.

Diese Werte sollten aber nur als Orientierung dienen, denn die Einteilung trifft nicht immer genau zu und es gibt auch Thermostat-Modelle mit einer kleineren Skala von 16–24 Grad.

Manuelles Standard-Thermostat

Mit einem Standard-Thermostat stellen Sie die gewünschte Raumtemperatur an jedem Heizkörper einzeln von Hand ein – und zwar zwischen den Stufen 1 bis 5.

Programmierbares Thermostat

Ein programmierbares Thermostat misst die Raumtemperatur und steuert das Heizkörperventil automatisch – Sie müssen nicht mehr drehen. Falls es aber doch zu kalt oder zu warm ist, können Sie auch jederzeit von der Programmierung abweichen und von Hand eine andere Temperatur wählen.

An einem programmierbaren Thermostat können Sie zudem oft die Zeiten einstellen, an denen geheizt werden soll – zum Beispiel nur morgens vor und abends nach der Arbeit sowie die Temperatur exakt wählen. Dadurch sparen Sie Energie und heizen nicht umsonst.

So stellen Sie ein Standard-Thermostat richtig ein

Sie sollten das Thermostat immer auf die gewünschte Raumtemperatur einstellen. Das Drehen an einem Thermostatventil ist nicht vergleichbar mit dem Öffnen und Schließen eines Wasserhahns. Deshalb macht es auch keinen Sinn, ein Thermostat auf eine höhere Stufe einzustellen – in der Hoffnung, dass sich der Raum schneller aufheizt.

Befinden sich mehrere Heizkörper in einem Raum, sollten Sie alle Thermostate auf die gleiche Temperatur einstellen – so vermeiden Sie, dass ein Thermostat unnötig weiter heizt.

Nachts und vor Verlassen der Wohnung sollten Sie die Thermostate wieder herunterdrehen. Gleiches gilt, wenn Sie lüften möchten. Sonst arbeitet die Heizung nur vergeblich gegen die kühle Zugluft an.

Damit ein Thermostat richtig arbeitet, ist es wichtig, dass der Bereich rund um den Heizkörper frei bleibt – sie sollten also nicht von Möbeln oder Vorhängen verdeckt werden.

Sonst sammelt sich um den Heizkörper heiße Luft und das Thermostat regelt die Heizung herunter, bevor der Rest des Raumes warm ist.

Können Sie das Verdecken nicht vermeiden, könnten Thermostate mit Fernfühlern eine Lösung sein.

Wie viel Energie kann ich mit der richtigen Einstellung sparen?

Jedes Grad weniger entspricht ungefähr einer Einsparung von 6 % Energie. Aber lieber nicht zu viel einsparen: 16 Grad oder Stufe 2 sollten auch in ungenutzten Räumen das Minium sein. Denn sonst droht eine unerwünschte Schimmelbildung.

Jedes Grad weniger spart 6 % Energie

Passt ein programmierbares Thermostat auf meine Heizung?

Grundsätzlich können programmierbare Thermostate an allen Heizkörper angebracht werden. Meist liegen den Geräten bereits beim Kauf mehrere Adapter bei.

Gibt es große Unterschiede zwischen den Modellen?

Bei programmierbaren Thermostaten gibt es eine große Auswahl.

Der Unterschied besteht zum Beispiel darin, wie viele unterschiedliche Tages- oder Wochenprofile Sie wählen können – für Arbeitstage oder das Wochenende.

Auch die Anzahl der Heizphasen pro Tag kann unterschiedlich sein. Wenn Sie also öfter am Tag die Temperatur regeln möchten, dann brauchen Sie auch entsprechend viele Phasen.

Auch bei der Bedienung gibt es Unterschiede: Es gibt programmierbare Thermostate, die direkt am Heizkörper bedient werden, aber auch solche, die per App im Smartphone eingestellt werden können.

Spare ich durch programmierbare Thermostate Energie?

Das kommt auf Ihr bisheriges Heizverhalten an. Wenn es Ihnen bisher zu lästig war, die Heizung beispielsweise morgens vor dem Verlassen des Hauses herunter zu drehen, werden Sie auf jeden Fall eine finanzielle Einsparung bemerken. Wenn Sie aber die Heizung schon immer gewissenhaft heruntergedreht haben, gewinnen Sie vor allem an Komfort.

Braucht ein programmierbares Thermostat Strom?

Programmierbare Thermostate werden in der Regel mit Strom über Batterien versorgt. Diese müssen Sie etwa alle ein bis zwei Jahre ersetzen. Manche Produkte arbeiten auch gänzlich ohne Batterien. Sie gewinnen die benötigte Energie aus der Umgebungswärme oder dem Umgebungslicht.

Was nützen Thermostate mit Fensterkontakt?

Manche programmierbare Thermostate regeln bei schnellem Temperaturabfall den Heizkörper automatisch für eine bestimmte Zeit ab, beispielsweise wenn Sie lüften. Dies ist eine starre Regelung: Im Zweifelsfall pausiert die Heizung dann 20 Minuten, obwohl das Fenster bereits nach 5 Minuten geschlossen wurde.

Oder die Heizung springt wieder an, obwohl das Fenster noch offen ist. Flexibler sind daher Thermostate, die mit einem separaten Fensterkontakt kombiniert werden. Diese erkennen zuverlässig, wann Fenster oder Türen geöffnet und geschlossen werden und regeln entsprechend rauf und runter.

Solche Lösungen gibt es einzeln oder auch vernetzt im Smart Home.

Was kostet ein programmierbares Thermostat?

Die Preisspanne ist groß. Die günstigsten Modelle kosten mit etwa 10 Euro kaum mehr als ein von Hand zu bedienendes Standard-Thermostat. Modelle mit mehr Funktionen können ab 35 Euro für das Thermostatventil und 25 Euro für ein Fensterkontakt kosten. Thermostate für Smart-Home-Lösungen kosten etwa ab 40 Euro.

Hilfe, das Thermostatventil ist kaputt!

Das Thermostat lässt sich nur schwer bewegen? Die Heizung wird nicht warm oder nach dem Abdrehen nicht kalt? Der Fehler könnte hier auch beim Ventil liegen. Dieses kann mit der Zeit verkalken und bewegt sich dann wenig oder nicht mehr.

Montieren Sie in so einem Fall das Thermostat ab und drücken Sie mit einem festen Gegenstand den Ventilstift hinein. Oft funktioniert der Heizkörper danach wieder normal.

Lässt sich der Stift allerdings nicht eindrücken oder der Heizkörper verändert trotz Bewegung seine Temperatur nicht, liegt es nicht am Thermostat und Sie sollten ein Fachunternehmen um Rat fragen.

An meiner Heizung befindet sich gar kein Thermostat

Befindet sich an Ihrer Heizung statt eines Thermostatventils noch ein Handventil ohne Skala? Dann sprechen Sie unbedingt Ihren Vermieter auf einen Austausch an. Eigentümer sind verpflichtet, alte Handventile durch Thermostatventile zu ersetzen. Diesen Austausch muss allerdings ein Fachbetrieb durchführen, weil hierbei das ganze Ventil getauscht werden muss.

Kann ich in einer Mietwohnung das Thermostat austauschen?

In einer Mietwohnung können Sie auch selbstständig das Thermostat austauschen. Bewahren Sie aber die alten Thermostate unbedingt auf, damit Sie beim Auszug den Ursprungszustand der Wohnung wiederherstellen können.

So einfach wechseln Sie ein Thermostat

Sie brauchen je nach Thermostattyp eine Wasserpumpenzange oder einen Schraubendreher und ein Paar Schutzhandschuhe, falls Sie das Thermostat bei angeschalteter Heizung wechseln wollen – das Ventil kann nämlich heiß werden.

Keine Angst: Das Thermostat befindet sich außerhalb des Rohrsystems und es tritt kein Wasser aus.
 

Источник: https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/energie/heizen-und-warmwasser/heizkosten-sparen-thermostat-richtig-einstellen-und-wechseln-7940

Heizkörperthermostate – so funktionieren sie » bauredakteur.de

Thermostate für die Heizung - das sollten Sie wissen

Jeder hat sie, jeder braucht sie – Heizkörperthermostate regeln die Wärme in der Wohnung. Doch wie funktionieren sie eigentlich? Welche Unterschiede gibt es? Wie lassen sie sich richtig einstellen? Hier erfahren Sie alles über Thermostate für die Heizung.

So ist das Thermostat aufgebaut

Ein Herzkörperthermostat besteht aus zwei Bauteilen – dem sichtbaren Thermostatkopf und dem unsichtbaren Thermostatventil. Unsichtbar ist es natürlich nicht, nur eben unter dem Thermostatkopf verborgen, der auf das Ventil geschraubt ist. Dieser drückt auf eine Spindel, welche das Ventil öffnet und schließt.

So einfach so klar, das sieht jeder, der schon einmal ein Thermostat auseinandergeschraubt hat. Wirklich interessant wird es jedoch erst im Innern des Thermostatkopfes. Dort entscheidet sich, wie warm oder kalt es im Raum wird.

Je weiter Sie das Thermostat aufdrehen, desto wärmer wird es im Raum. Dabei steht jeder Zahl für eine bestimmte Gradzahl. Die Heizung bollert also nicht unendlich vor sich hin. Irgendwann ist Schluss, selbst wenn das Thermostat auf der höchsten Stufe steht. Dafür sorgt eine Flüssigkeit im Thermostatkopf, die als Temperaturfühler fungiert.

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Hier greifen die Gesetze der Thermodynamik, die Flüssigkeit dehnt sich beim Erwärmen aus und zieht sich beim Abkühlen wieder zusammen. Ein Wellrohr im Innern des Thermostatkopfes nimmt diese Bewegungen auf und überträgt sie auf die Ventilspindel. Das Ventil öffnet oder schließt sich.

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Durch Drehen am Thermostat können Sie direkt auf das Wellrohr einwirken – da der Thermostatkopf auf der niedrigsten Stufe näher am Heizkörper ist als auf der höchsten Stufe. Theoretisch lässt sich auf Stellung 1 eine Raumtemperatur von 12 Grad Celsius erreichen, auf Stufe 5 eine Temperatur von 28 Grad Celsius.

Mitunter wird es dennoch um zwei, drei, vier Grad wärmer, als wir es eingestellt haben. Woran liegt das?

Nun, es gibt zahlreiche weitere Wärmequellen, die den Raum zusätzlich erhitzen. Als äußere Wärmequelle ist hier die Sonneneinstrahlung zu nennen, innere Quellen sind Computer und andere elektrischen Geräte. Auch wir selbst tragen zur Erwärmung des Raumes bei.

Ein weiterer Grund, warum es im Raum wärmer sein kann, als auf dem Thermostat eingestellt ist: Die Heizung hängt meist unterm Fenster. Durch kalte Luft, die durch das Fenster strömt, wird dem Thermostat vorgegaukelt, dass es im Raum kälter ist.  Für Abhilfe sorgen Fernfühler, die die wirkliche Raumlufttemperatur messen. Dazu später mehr.

Alles ganz einfach am Beispiel Badezimmer

  • Im Bad sind es 16 Grad Celsius – das ist natürlich viel zu frostig. Sie wollen 24 Grad haben. Sie drehen das Thermostat auf Stufe 4, damit Sie diese Temperatur erreichen.
  • Das Heizkörperventil öffnet sich und das warme Wasser strömt in den Heizkörper. Die Temperatur erhöht sich – das merkt die Flüssigkeit im Thermostatkopf und dehnt sich aus.
  • Das Wellrohr drückt die Spindel daraufhin in Richtung Ventilkegel, der das Ventil schließt, sobald die eingestellte Temperatur erreicht ist. In unserem Beispiel die 24 Grad Celsius.
  • Ist die Wunschtemperatur erreicht, wird die Wasserzufuhr unterbrochen. Ab diesem Moment gibt der Heizkörper nur noch die gespeicherte Strahlungswärme ab.

    Der Raum sollte dann nicht mehr wärmer werden – zumindest, was die Heizung angeht. Durch Sonneneinstrahlung, Baden oder Duschen kann es aber dennoch passieren.

  • Sinkt die Temperatur unter die eingestellten 24 Grad Celsius, zieht sich die Flüssigkeit zusammen, die Spindel öffnet das Ventil und warmes Wasser strömt in den Heizkörper.

Heizungswasser ist immer gleich warm und das Ventil am Heizkörper ist entweder offen oder geschlossen. Was bedeutet das? Der Raum wird nicht schneller warm, wenn Sie das Thermostat auf Anschlag hochdrehen. Er überhitzt nur, wenn Sie vergessen, den Thermostatkopf wieder runter zu regeln. Das ist nicht nur ungesund, sondern geht direkt ans Portemonnaie.

Pro Grad Celsius lässt sich bis zu sechs Prozent Energie einsparen.

Besondere Thermostate

Besondere Einbauverhältnisse, erfordern besondere Maßnahmen. Hier kommen Thermostate mit Fernfühler oder Ferneinsteller ins Spiel. Außerdem gibt es noch elektronische Heizkörperthermostate und voreinstellbare Thermostatventile.

Thermostate mit Fernfühler

Fernfühler benötigen Sie, wenn die Temperatur am Thermostatventil höher oder niedriger als im Raum ist. Sei es, weil die Fenster Kälte durchlassen oder sich die Wärme staut, weil das Thermostat von Möbeln oder Vorhängen verdeckt ist.

Im Handel sind spezielle Thermostatköpfe mit Fernfühler erhältlich. Der Fernfühler misst die korrekte Temperatur im Raum. Das funktioniert ebenfalls mit einer Flüssigkeit, die sich im Fernfühler befindet. Über ein Kapillarrohr sind Thermostatkopf und Fernfühler miteinander verbunden. Der Rest funktioniert so, wie bereits beschrieben.

Thermostate mit Ferneinsteller

Hier befindet sich der Thermostatkopf – oder zumindest Teile davon – an einer beliebigen Stelle im Raum. Sinn mach ein Thermostat mit Ferneinsteller dann, wenn die Heizung verkleidet oder verdeckt ist, so dass Sie nicht an den Thermostatkopf kommen. Auch bei Unterflurheizkörper kommen sie zum Einsatz.

Thermostate mit Ferneinsteller funktionieren im Prinzip so wie die Thermostate mit Fernfühler. Über ein Kapillarrohr ist die Heizungsregelung mit dem Thermostatventil verbunden. Ein nachträglicher Einbau ist möglich. Sie sollten allerdings bedenken, dass hierfür Schlitze in die Wand geklopft werden müssen, um das Kapillarrohr zu verlegen.

Voreinstellbare Thermostatventile

Wenn Sie einen hydraulischen Abgleich vornehmen möchten, benötigen Sie ein voreinstellbares Thermostatventil. Das ist eine ganz feine Sache, denn damit lässt sich sehr viel Heizenergie sparen. Warum ist das so?

Heizkörper sind unterschiedlich weit vom Wärmeerzeuger entfernt. Durch Wärmeverluste kommt dadurch an jedem Heizkörper die Temperatur anders an. Im einen Raum ist es dann zu kalt, während es woanders im Haus zu warm ist. Mit den voreinstellbaren Thermostatventilen lässt sich das verhindern.

Die Ventile besitzen eine Skala von 1 bis 6. Mit speziellen Schlüsseln lässt sich der Heizwasserdurchfluss regeln. Auf Stellung 1 kommt nur ganz wenig, auf Stellung 6 ganz viel Wasser an der Heizung an.

Elektronische Thermostate

Was Sie bisher hier in diesem Beitrag über Thermostatköpfe gelesen haben, trifft auf elektronische Thermostate nicht zu. Es gibt also keine Flüssigkeiten, die sich ausdehnen oder zusammenziehen. Stattdessen funktioniert der Fühler bei einem programmierbaren Thermostat elektronisch und mit einem Motor.

Sie können damit die Heizung ganz nach Ihrem Nutzungsverhalten und dem Tagesablauf einstellen. Während Sie bei der Arbeit sind, läuft die Heizung auf Sparflamme. Rechtzeitig bevor Sie nach Hause kommen, wird die Wohnung erwärmt. Das spart Energie. Bis zu 10 Prozent der Heizkosten sollen sich damit sparen lassen.

Bei älteren Modellen erfolgt die Programmierung direkt am Thermostatkopf. Es gibt aber bereits moderne elektronische Thermostatköpfe, die sich ganz bequem mittels einer App steuern lassen. So können Sie die Heizung rechtzeitig anschalten, wenn Sie früher nach Hause kommen oder ihr sagen, wenn es später wird.

Viele elektronischen Thermostate sind zusätzlich mit einer Fenster-auf-Erkennung ausgestattet. Sensoren am Fenster erkennen, wenn die Temperatur beim Öffnen abfällt und regeln die Heizung automatisch runter. Das spart Energie.

Thermostatkopf austauschen

Den Thermostatkopf können Sie ganz einfach austauschen. Sie müssen dazu nur das alte Thermostat ab- und das neue anschrauben. Ist die Schraube zu fest, verwenden Sie eine Wasserpumpenzange, um das Heizkörperthermostat zu lösen.

In einem früheren Büro von mir klemmte häufig das Ventil, so dass ich das regelmäßig machen musste. Ich habe danach aber immer den alten Thermostatkopf wieder angeschraubt. Aber da sie genormt sind, ist es letztlich egal ob alt oder neu.

Bei habe ich ein tolles Video dazu gefunden, es ist gespickt mit Erklärungen um das Innenleben eines Thermostats:

Heizung Thermostat Kopf Funktion & Wechsel / Hompage noch nicht VerfügbarDieses Video ansehen auf .
Mit Klick auf das Video werden Daten an übertragen, siehe Info

Источник: https://www.bauredakteur.de/heizkoerperthermostate-so-funktionieren-sie/

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