Tropenholz: Vor- und Nachteile der beliebtesten Arten

Welches Material eignet sich für meine Terrasse?

Tropenholz: Vor- und Nachteile der beliebtesten Arten

von Corina Spielmann-Paladi

Welches Material für die eigene Terrasse das Beste ist, fragt sich sicher jeder Bauherr. Neben Hartholz und Weichholz unterscheidet man auch zwischen Tropenholz, einheimischen Hölzern, den Terrassendielen aus Stein oder WPC.

Die Holzdielen benötigen im Gegensatz zur Stein-Terrasse außen keinen besonderen Fußbodenauau aus Beton. Feinsteinzeug und Betonplatten müssen zudem in einen frostsicheren Mörtel verlegt werden.

Der Aufwand dafür ist bedeutend größer als das Verlegen von Holzdielen für Terrasse, Stege und Balkone.

Alle Holzarten brauchen jedoch einen entsprechenden Unterbau, welcher aus der gleichen Holzart wie die Dielen bestehen soll.

Holz-Terrasse und Holzarten für Terrassendielen

Steht die Entscheidung für eine Holzterrasse fest, kommt folglich die Überlegung, welches Holz ist das passende? Für Terrasse oder Balkon aus Holzdielen eignet sich Hartholz am besten.

Dazu gehören praktisch alle Tropenhölzer und einheimische Holzarten wie Eiche und Esche. Holzdielen für Terrasse und Balkon sind jedoch in vielen unterschiedlichen Qualitäten erhältlich.

Aus welchem Holz die Terrassendielen aber schlussendlich sein sollen, ist auch von den persönlichen Vorlieben und den Gegebenheiten vor Ort abhängig.

Hartholz

Hartholz zeichnet sich durch eine enge Gefäßstruktur und viele Fasern aus. Langsames Wachstum führt dazu, dass das Holz eine besondere Dichte aufweist.

Zolltechnisch werden alle Holzarten mit einer Darrdichte von über 0,55 kg/dm³ als Hartholz bezeichnet. Je nach den Gegebenheiten vor Ort müssen Holzpaneele für Terrasse und Balkon einigen wichtigen Kriterien gerecht werden.

Holzbretter für Terrassenboden müssen belastbar sein und zudem den Witterungsbedingungen standhalten.

Tropenholz

Die meisten Terrassendielen aus Hartholz bestehen auch heute noch aus Tropenhölzern. Das Tropenholz ist besonders langlebig, resistent gegen Schädlinge und benötigt praktisch kaum Pflege. Die verschiedenen Holzarten können als Dielenbretter für Terrasse und Balkon, für Badestege oder Poolumrandungen verwendet werden.

Bankirai

Ein sehr beliebtes Terrassen-Hartholz ist Bankirai. Bangkirai-Terrassenholz ist ein homogenes Holz mit einer hohen Dichte und einer schönen Optik.

Eine Bangkirai-Terrasse ist damit dauerhaft gegen Pilzbefall und Insekten geschützt. Das Holz stammt vorwiegend aus Asien und besitzt hohe Festigkeitswerte, welche um mehr als 50% höher sind als bei Eichenholz.

Auch das Gewicht liegt mit 20% bis 40% darüber.

Bambus

Eine Hartholz-Terrasse kann auch aus Bambus bestehen. Diese Hartholz-Terrassendielen sind langlebig und formstabil. Zudem sind die Bambus-Terrassendielen nachhaltig und ökologisch, da Bambus eine schnell wachsende Pflanze ist.

Das Holz kann zum Teil alle fünf Jahre geschlagen werden und wächst täglich um bis zu 1,2 m. Terrassendielen aus Bambus zeichnen sich durch eine besondere Härte aus, was sich auch in der Verarbeitung zeigt.

Der Arbeitsaufwand ist höher als bei anderen Holzarten und auch das Werkzeug sollte entsprechend darauf ausgerichtet sein.

Ipé

Bei der Frage, welches Terrassenholz verwendet werden soll, kommt auch Ipé-Terrassenholz in die nähere Auswahl. Als Ipé wird das Holz südamerikanischer Bäume wie Lapacho bezeichnet.

Es ist als Hartholz besonders stabil, schwer und langlebig. Ipé-Hölzer sind deshalb die idealen Holzdielen für draußen und haben eine Haltbarkeit von bis zu 50 Jahren.

Terrassendielen aus Ipé fallen durch ihre dunkelolive bis hellbraune Farbe auf.

Garapa

Als Holzdielen für außen eignet sich auch Garapa-Holz sehr gut. Das Holz südamerikanischer Bäume ist im frischen Zustand zitronengelb und nimmt später eine hellbraune Farbe an.

Garapa-Terrassendielen sind sehr beständig gegen Pilze und Insekten, zudem noch astarm, aber auch schwer zu bearbeiten.

Garapa-Terrassenholz ist auch für den Erdverbau geeignet, was oftmals bei Unterkonstruktionen von Vorteil ist.

Cumaru

Das Cumaru-Holz gehört ebenfalls zu den Tropenhölzern und ist ein sehr homogenes Holz mit einer schlichten Optik. Cumaru-Terrassendielen haben eine lange Lebensdauer und können für mittlere bis hohe Beanspruchungen eingesetzt werden.

Teak

Teak-Terrassendielen sind sicher die bekanntesten Dielen für Holzterrasse, Balkon und Badesteg. Die mittelbraunen bis goldbraunen Teakdielen haben eine attraktive Optik und sind dauerhaft resistent gegen Pilze und Insekten. Terrassendielen aus Teakholz haben zudem eine hohe Maßhaltigkeit und verziehen sich praktisch nicht.

Teil einer Bankirai-Terrasse

Einheimische Harthölzer

Hartholz zeichnet sich durch seinen großen Anteil an Fasern und die enge Gefäßstruktur aus. Es ist ein festes und schweres Holz. Der zolltechnische Begriff bezeichnet Hölzer mit einer Darrdichte von über 0,55 g/cm³.

Bedingt durch langsames Wachstum ist dieses Holz besonders hart.

Zu den einheimischen Harthölzern zählen insbesondere Eiche und Esche, aber auch Birke und Douglasie kann, je nach Standort und Wachstum, ein besonderes Hartholz sein.

Esche

Welches Holz für Terrassenboden verwendet wird, hängt auch von den Bedingungen vor Ort ab. Da Esche-Holz zu den Harthölzern gehört, eignet es sich sehr gut für Balkone und Terrassen. Allerdings sollten Esche-Terrassendiele nicht dem direkten Erdkontakt ausgesetzt sein.

Eiche

Genau wie Esche-Terrassenholz gehört auch Eichenholz zu den einheimischen Harthölzern. Eiche-Terrassendielen sind besonders hart und robust und zeichnen sich durch ihre rustikale Optik aus. Allerdings vergraut Eiche-Terrassenholz und muss mit einer Lasur behandelt werden.

Weichholz

Weichholz ist leichter und weniger robust als Hartholz. Zolltechnisch werden alle Hölzer mit einer Darrdichte unter 0,55 g/cm³ als Weichholz bezeichnet. Dazu gehören neben Pappel und Linde auch alle einheimischen Nadelholzgewächse.

Lärche

Die Terrassendielen aus sibirischer Lärche haben einen hellen Farbton und viele feine bis grobe Astlöcher. Terrassenholz aus Lärche kann überall dort verwendet werden, wo die Beanspruchung eher gering ist.

Auf einer glatten Lärche-Terrasse hat man ein besonders gutes Gefühl beim Barfußlaufen, jedoch sollten die Lärchenholz-Terrassendielen nicht mit dem Erdreich in Berührung kommen.

Eine Terrasse aus Lärche sollte zudem mit einer Überdachung vor Witterungseinflüssen geschützt sein.

Douglasie

Eine Douglasie-Terrasse besticht optisch durch ihren warmen rot-braunen Farbton und die typische Optik mit Ästen.

Terrassenbretter aus Douglasie sind auch in größeren Abmessungen erhältlich und haben bei einem relativ niedrigen Gewicht eine gute Maßhaltigkeit. Eine Holzterrasse Douglasie gehört zu den preiswerten Alternativen und ist zudem ökologisch.

Terrassendielen aus Douglasie sind auch als Riffeldielen Douglasie erhältlich und damit auch für Stege und Poolumrandungen geeignet.

Fichte

Wer kein Holzfachmann ist, wird den Unterschied zwischen Terrassendielen aus Fichte, Kiefernholz oder Douglasie kaum selbst erkennen. Sie haben fast den gleichen Farbton und auch die Optik mit den typischen Ästen ist fast dieselbe. Fichtenholz aus einheimischen Beständen hat ähnlich wie das Terrassenholz Kiefer eine Haltbarkeit, je nach Witterung, von 5 bis 15 Jahren.

Kiefer

Terrassendielen aus einheimischen Hölzern wie Kiefer gehören zu den traditionellen Holzarten. Kiefer-Terrassendielen sind auch in der Variante kesseldruckimprägniert erhältlich. Kesseldruckimprägnierte Terrassendielen haben dabei oft eine hellgrüne oder braune Farbe und sollten immer mit einer Holzlasur behandelt werden.

Weichholz vs. Hartholz im Vergleich

Ein Holzfußboden für Terrasse und Balkon soll natürlich möglichst lange halten und sehr robust sein. Sonne und Regen sorgen aber genau wie Moos und Ungeziefer dafür, dass das Holz verwittert oder zerstört wird.

Weichholz wie Douglasie oder Kiefer kesseldruckimprägniert sind dabei eher gefährdet als eine Terrasse aus Eiche oder Tropenhölzern.

Allerdings gehört eine Douglasie-Terrasse zu den preiswerten Varianten, denn die Bodendielen aus Douglasie sind in der Anschaffung günstiger als Teakholz, Ipé oder Bangkirai.

Thermoholz

Holzterrassen bestehen heute immer öfter aus Thermoholz.

Dieser Holz-Terrassenbelag ist praktisch die umweltfreundliche Alternative zu Tropenhölzern und zeichnet sich durch eine hervorragenden Ökobilanz aus.

Das Verfahren funktioniert rein thermisch, ohne den Einsatz chemischer Substanzen. Eine Thermoholz-Terrasse wird weder mit bedenklichen Anstrichen noch mit chemischen Tränkverfahren behandelt.

Thermoeiche

Das Thermoholz Eiche erhält durch die Wärmebehandlung eine rot-braune Färbung, welche sich im Laufe der Zeit in die typische silbergraue Patina färbt. Das Holz gehört zu den teuersten Thermohölzern, da nur wenige Hersteller in der Lage sind, Thermoeiche zu produzieren.

Thermokiefer

Ähnlich wie bei kesseldruckimprägniertem Kiefernholz wird Thermokiefer durch die Behandlung robuster und der Harzgehalt wird stark reduziert. Die Bearbeitung ist auch weiterhin leicht möglich. Das Holz erhält durch die Thermobehandlung einen dunkelbraunen Farbton und behält seine schöne Maserung.

Thermoaspe

Als Thermoholz-Aspe werden Laubhölzer wie die Schwarz- und Silberpappel sowie die Zitterpappel und die Espe bezeichnet. Das Holz fasst sich angenehm an und zeichnet sich durch seine edle Optik aus. Geeignet für den Außenbereich wird es jedoch erst durch die spezielle Thermobehandlung, da es sonst eine schlechte Witterungsbeständigkeit aufweist.

Thermoesche

Als Gartendielen-Holz eignet sich auch das Thermoholz Esche sehr gut. Es hat ein geringes Quell- und Schwindverhalten und auch die Harze werden durch die Thermobehandlung fast komplett ausgetrieben. Thermoesche glatt ist jedoch vergleichsweise teuer und schwieriger zu bearbeiten.

Auf einer hochwertigen Holzterrasse lässt es sich wunderbar entspannen

Vor- und Nachteile von Holzterrassen

Die natürliche Optik und das angenehme Gefühl beim Barfußlaufen sind sicher die größten Vorteile von Holzterrassen. Allerdings neigen Sie auch zum Splittern und Vergrauen. Besonders in verregneten Gebieten oder Jahreszeiten setzt das Wasser dem Holz zu.

Grünbelag und Moos auf Holzdielen sind die Folge. Sind sie nicht ausreichend belüftet und trocknen deshalb nicht ab, beginnen Holzdielen sich zu zersetzen. Holzdielen für Terrasse und Balkon lassen sich leicht verlegen.

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Nicht alle Hölzer sind auch als Umrandung für Pool und Gartenteich oder als Badesteg geeignet. Insbesondere Hartholz ist resistent gegen Pilze und Schädlingsbefall.

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Tropenhölzer selbst sind ökologisch nicht immer unbedenklich – der lange Transportweg und die unkontrollierte Abholzung von Regenwäldern sind einige der Nachteile bei Teakholz und anderen Tropenhölzern.

Terrasse aus Stein

Terrassenplatten sind mittlerweile von Betonplatten über Naturstein bis zu Granit in vielen Varianten erhältlich. Sie benötigen praktisch keine Pflege, sind robust und wetterbeständig. Farblich lassen sie sich auf jeden Wohnstil abstimmen und passen sich der Umgebung gut an.

Feinsteinzeug

Die Feinsteinzeug-Terrasse mit ihrer individuellen Optik ist pflegeleicht und robust – auch Kratzer können dem Feinsteinzeug nur wenig schaden. Das durchgebrannte Material wird durch die besondere Herstellung besonders kratzfest, ist zudem frostbeständig und rutschsicher.

Naturstein

Die klassische Naturstein-Terrasse aus Granit oder Sandstein zeichnet sich durch ihre natürlichen Materialien und die tolle Optik aus. Nicht jeder Naturstein ist jedoch für den Außenbereich geeignet und sollte deshalb auf jeden Fall frostsicher sein. Marmor ist für den Einsatz im Außenbereich eher ungeeignet. Dafür sollte man zu Sandstein und Granit greifen.

Betonplatten

Die Betonplatten-Terrasse ist sicher die günstigste Variante bei den verschiedenen Belägen für den Außenbereich. Die Platten aus einem Zement-Sand-Gemisch sind preisgünstig und können auch als Gehwegplatten verwendet werden.

Granitplatten

Eine Granitplatten-Terrasse ist pflegeleicht, robust und wetterbeständig. Die Granitplatten selbst werden ähnlich wie Betonplatten verlegt und sind in vielen Größen und Materialien erhältlich. Der Untergrund muss tragfähig und fest sein, Regenwasser muss gut ablaufen können, damit bei Frost keine Schäden auftreten können.

Keramikplatten

Eine moderne Keramikplatten-Terrasse besteht aus frostbeständigen und rutschsicheren Keramikfliesen für den Außenbereich.

Mittlerweile ist der moderne Bodenbelag in vielen Ausführungen, Farben und Oberflächen erhältlich.

Ob bunte Mosaike im mediterranen Stil oder Keramikplatten in Marmor-Optik, die Keramikfliesen für den Außenbereich müssen sachgemäß und mit dem richtigen Material verlegt werden.

Anbringen von Keramikfliesen

WPC-Terrasse

Was sind WPC-Dielen eigentlich? Die Abkürzung WPC steht für „Wood Plastic Composite“ und bezeichnet ein Materialgemisch aus Holzfasern und Kunststoffen. Meist bestehen WPC-Terrassendielen zu etwa 30% aus Kunststoff und zu 70% aus Holzfasern.

Als Kunststoff-Holz-Gemisch-Terrasse eignet es sich auch für schattige Lagen oder als Bootssteg. Die Holzimitate-Terrassendielen sind zudem wetterbeständig und benötigen praktisch keine Pflege. Am beliebtesten ist die WPC-Terrassendiele in Bangkirai-Optik.

In einem dunklen Braunton unterscheidet sie sich optisch kaum von einer Holzterrasse aus Bangkirai. Durch die industrielle Herstellung sieht jede Diele gleichmäßig aus. Eine Maserung wie bei Holz nur durch die Prägung der Oberfläche.

WPC-Terrassendielen sind resistenter gegen Moose, Pilze und Insekten als Holz und bleichen kaum aus.

7 Gründe, warum ein Test für TITANWOOD WPC Terrassendielen spricht.

Erfahren Sie mehr über die WPC Terrassendielen als Alternative zu Tropenholz.

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Источник: https://www.planeo.de/magazin/material-terrasse/

Wetterfestes Tropenholz: Teakholz

Tropenholz: Vor- und Nachteile der beliebtesten Arten

Wasser kann diesem Holz gar nichts! Deswegen wird Teakholz auch schon seit einer gefühlten Ewigkeit so gerne für Boote und Gartenmöbel verwendet. Das Tropenholz ist eines der begehrtesten Harthölzer – nicht zuletzt aufgrund seiner außergewöhnlichen Stärke und Haltbarkeit.

Gleichzeitig verleiht Teakholz (oder kurz: Teak) Ihrem Zuhause ein stilvolles Asien-Flair und macht sich sowohl drinnen als auch draußen super. Leider tut es aber unserer Natur und Umwelt nicht besonders gut.

Unsere Interior-Experten verraten Ihnen warum, was das asiatische Hartholz dennoch so besonders macht und welche positiven Eigenschaften das begehrte Naturmaterial bietet. Lassen Sie sich zudem von den Pflege-Tipps und Einrichtungsideen inspirieren!

Teakholz findet seinen Ursprung im tropischen Regenwald und ist das Produkt des Teakbaums, der zu den Lippenblütlern gehört. Die natürlichen Teakbäume in Burma gelten als die wertvollsten der Welt.

Neben den typischen Anbauregionen in den Monsunwäldern Südostasiens, werden die Bäume – wegen der großen Nachfrage – auch in anderen tropischen Gebieten angebaut. So ist der Teakbaum beispielsweise auch in Indonesien, Indien und Myanmar sowie in weiten Teilen Afrikas und Lateinamerikas beheimatet.

Möchten Sie Ihre heimischen vier Wände in ein gemütliches Tropenparadiesverwandeln, sind Sie mit Teakholz bestens bedient.

Eigenschaften und Aussehen von Teakholz

Der Teakbaum wird in der Regel bis zu 40 Meter hoch, wobei bis zu 25 Meter des Stamms tatsächlich astfrei bleiben. Das junge Holz unter der Rinde, auch Splintholz genannt, ist hell. Das Kernholz ist gold- bis dunkelbraun oder auch honigbraun und von einer sehr dunklen Maserung durchzogen.

Weitere wichtige Eigenschaften, die Teakholz ausmachen:

  • Farbe: helles Splintholz, gelbes bis dunkelbraunes Kernholz
  • Schwinden: sehr gering
  • Maserung: überwiegend geradfaserig, Wechseldrehwuchs selten
  • Trocknungsgruppe: 6
  • Darrdichte: 630 kg/m³
  • Härtegrad: weich
  • Dauerhaftigkeitsklasse: 1
  • Wetterfestigkeit: sehr gut (äußerst pflegeleicht)
  • Sonstiges: beständig gegen Pilze und Insekten

Kombinationen

Für ein gemütliches Flair in Ihren vier Wänden lässt sich Teakholz vielseitig einsetzen – auch in Kombination mit anderen Holzmöbeln oder einem Holzfußboden.

Ein harmonisches Gefüge Ton-in-Ton entsteht, wenn Sie Hölzer aus der gleichen Farbgruppe wählen.

Vor allem zu bräunlichen Holztönen, wie beispielsweise Akazie, Eiche, Palisander und Paulownia, sieht Teakholz sehr edel aus.

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Möchten Sie stattdessen ein optisches Highlight in Ihrem Innenbereich kreieren, können Sie Teakholz auch sehr schön zu dunkelbraunen Hölzern arrangieren. Der angesagte Hell-Dunkel-Kontrast verleiht dem Raum eine gewisse Struktur. Ebenfalls kontrastreich und angesagt: Die Kombination mit Edelstahl – vor allem für Tische!

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Besonders schön sieht Teakholz im Übrigen zu sämtlichen Grautönen aus. Farbliche Akzente, die direkt für gute Laune sorgen, zaubern Sie mit einem kräftigen Blau, einem warmen Grün oder zarten Pastelltönen.

Verwendung und Pflege von Teakholz

Aufgrund der Robustheit des Teakholzes ist es vor allem für den Außenbereich sehr gut geeignet. Eine große Bedeutung wird dem Naturmaterial aber auch im Schiffs- und Bootsbau zugeschrieben. Denn Teakholz hält sogar unbehandelt dauerhaftem Salzwasserkontakt Stand.

Für diese Bereiche wird Teakholz besonders gerne verwendet:

  • Möbel für die Innenausstattung
  • Möbel für den Außenbereich
  • Parkett
  • Bau- und Konstruktionsholz
  • Fenster- und Türrahmen
  • Schiffe
  • Paneele
  • Terrassenböden

Tipp: Ölen! Um Ihre Teakmöbel im Garten wie die Gartenbank vor einer grauen Patina zu schützen, sollten Sie alle sechs bis acht Wochen die Oberfläche mit einem speziellen Teakholz-Öl behandeln.

Leichte Verschmutzungen können Sie zudem mit einem feuchten Lappen oder einer weichen Bürste und etwas Seifenlauge entfernen. Grobe Verschmutzungen und Flecken lassen sich mit Sandpapier minimieren. Achten Sie darauf, dass bei der Verwendung von Leinöl das Teakholz immer dunkler wird. Übrigens sagt die Bezeichnung „Old Teak Greywash“ aus, dass das Holz bereits behandelt ist.

Die Verarbeitung

Obwohl oder gerade weil Teakholz einen langen Trocknungsprozess aufweist, verzieht sich das Naturmaterial kaum und lässt sich präzise bearbeiten.

Zudem splittert und bricht das Tropenholz nicht, was bei der Bearbeitung glatte Kanten sowie Flächenbegünstigt.

Zudem erweist es sich für sämtliche Bearbeitungstechniken, wie Sägen, Hobeln, Schnitzen oder Drechseln, als vorteilhaft.

Sobald Teakholz allerdings verklebt oder verleimt werden soll, können Schwierigkeiten auftreten. Durch den hohen Anteil an Öl („Teaköl“) und Kautschukhaftet herkömmlicher Holzleim nicht. Um dieses Problem zu umgehen, sind spezielle Konstruktions- und 2-Komponenten-Kleber ein Muss.

Teakholz: Die Vor- und Nachteile im Überblick

Vorteile:Nachteile:
– Hart und stabil– Ökobilanz ist schlecht (wegen der Transportwege)
– Wasserabweisend (geeignet für den Außenbereich)– Aufwendige Trocknung (muss mit Technik begleitet werden)
– Lässt sich gut bearbeiten– Langsam nachwachsend
– Widerstandsfähig bei UV-Strahlung, Feuchtigkeit & Pilz- und Insektenbefall– Stammt aus dem Regenwald, der geschützt werden muss  

Umweltfolgen von Tropenholz wie Teakholz

So begehrt Teakholz auch sein mag, seit einigen Jahren warnen Umweltverbände davor, das hölzerne Material zu kaufen. Der Grund: Die Ökobilanz des Holzes sei schlecht.

Teak ist nämlich nicht nur kein schnell nachwachsendes Holz.

Es dauert 25 bis 30 Jahre, bis ein Baum tatsächlich gefällt werden kann – auch Anbau sowie Transport sind alles andere als nachhaltig:

  • Mehr Treibhausgase
  • Zerstörung von Artenvielfalt und Biodiversität
  • Wasserkreislauf wird zerstört
  • Erhöhte CO2-Emission
  • Waldbrände
  • Auch für Plantagen werden Wälder gerodet

Ursächlich für die negativen Umweltfolgen sind vor allem die weiten Transportwege. In der Regel betragen die Distanzen mehrere tausend Kilometer.

Zudem werden die Hölzer vorrangig mit Lkws und Schiffen transportiert, was eine hohe CO2-Emission zur Folge hat.

Möchten Sie dennoch nicht auf Teakholz in Ihrem Zuhause verzichten, sollten Sie beim Kauf zumindest auf das FSC-Siegel achten oder auf recyceltes Teakholz setzen.

Preise von Teakholz

Im Vergleich zu heimischen Gehölzen ist Teakholz relativ teuer. So liegt ein Kubikmeter Teakholz (Vollholz)im Fachhandel nicht selten bei einem Preis von 6.500 bis 7.500 Euro.

Auch echtes Mahagoni ist vergleichsweise kostspielig, liegt mit 3.500 bis 4.000 Euro pro Kubikmeter preislich aber etwas unter dem Teakholz. Die Kosten für eine heimische Fichte betragen dagegen nur rund ein Zehntel des Preises für Teakholz.

Es liegt also auf der Hand, dass Teak eines der teuersten Edelhölzer der Welt ist.

Möbel und Zubehör finden Sie übrigens in unserem Onlineshop WestwingNow:

Lese-Tipps: Klicken Sie auch in unsere Artikel Holzarten für die Übersicht oder aber in unsere Artikel zu hellem Holz und dunklem Holz.

Hier geht´s zu den wichtigsten Holzarten:

Источник: https://www.westwing.de/inspiration/trends/trendmaterialien/robust-aber-nicht-nachhaltig-teakholz/

Heimtextilien
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