U-Küche: Mehr als Kochen und Spülen

Effizienz und Ästhetik: Das Arbeitsdreieck in der Küche

U-Küche: Mehr als Kochen und Spülen

Nicht nur die Optik sollte in der Küche stimmen, sondern auch die Effizienz.

Das Arbeitsdreieck ist ein System aus Vorgaben und Ideen, wie sich die Arbeitsfläche der Küche am optimalsten nutzen lässt – das spart später Nerven, Zeit und gewährleistet lange Zufriedenheit. Was sich genau hinter dem Arbeitsdreieck verbirgt und in welchen Formen es erscheint, erklären wir jetzt!

Arbeitsdreieck – was ist das?

Die Küche ist logischerweise vor allem zum Kochen gedacht und dazu braucht es vier entscheidende Nutzgeräte und -flächen: den Kühlschrank zur Lebensmittelauewahrung, die Spüle zum Abwaschen, die Arbeitsfläche zum Schneiden und Vorbereiten und den Herd zum Kochen. Das Arbeitsdreieck besteht somit aus Spüle, Herd und Kühlschrank. Um es optimal zu nutzen, sollten die Laufwege zwischen diesen Stationen möglichst kurz und unumständlich sein.

Die drei Punkte sollten nicht mehr als zwei Armlängen bzw. 1,50 m voneinander entfernt sein. Der Umfang des Dreiecks sollte 7 m möglichst nicht überschreiten, um ein angenehmes Arbeiten zu gewährleisten. Dabei ist es egal, um welche Form und Ausführung des Dreiecks es sich handelt.

Die Planung ist schon die halbe Miete

Wer schlau plant, spart sich im Nachhinein Zeit und Aufwand. In der Küche heißt das, dass Spüle, Kühlschrank und Herd möglichst ideal zueinander angeordnet sein müssen. Dabei gilt es einige grundsätzliche Regeln zu beachten.

Der Kühlschrank – riesig und schön groß?

Der Kühlschrank ist in den meisten Situationen das einschränkende Element. Je nach Look – von ultramodernem Edelstahl, über den Retrochic der bunten Farben, hin zum Einbaukühlschrank – sollte er unterschiedlich eingeplant werden. Mal ist er besser getarnt am Ende einer Küchenzeile, in anderen Fällen posiert er allein und unabhängig von anderen Geräten.

Wie der Kühlschrank am besten stehen sollte, hängt vom individuellen Auau der Räumlichkeiten und dem eigenen Geschmack ab. Die Profis helfen Ihnen gerne zu zeigen, welche Optionen Sie haben und wie Sie den Riesen am besten verpacken können.

Das eigentliche Kochen: Herd und Spüle

Den Kühlschrank machen wir auf und wieder zu, verweilen hier aber nicht lange – das Gegenteil ist für Herd und Spüle der Fall.

Im Durchschnitt verbringen wir 60 Prozent der Zeit in der Küche mit dem Vorbereiten, Abspülen und Schneiden von Lebensmitteln.

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Um den Kochprozess so angenehm und hindernislos wie möglich zu machen, sollten die Spüle, der Herd und die (Haupt-)Arbeitsfläche möglichst nicht in einer Ecke liegen. Diese behindert die Armfreiheit beim Schneiden und Spülen.

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Außerdem ist es gut, wenn Herd und Spüle nicht mehr als 1,50 m voneinander entfernt liegen. Ergonomisch sinnvoll ist es außerdem die Spülmaschine und Waschmaschine in Waschbeckennähe zu platzieren. So werden zusätzliche Wasseranschlüsse und Rohrverlängerungen vermieden.

Besonderheiten beim Bau beachten

Das Arbeitsdreieck einzuhalten, sagt sich manchmal einfacher, als es tatsächlich getan ist. In vielen Küchen finden sich Hindernisse wie Mauerabsätze, Abflussrohre, Fenster an ungeeigneten Stellen, große Boiler und, und, und. Zum Glück gibt es für jedes dieser Probleme eine Lösung – auch wenn sie manchmal nicht gleich ersichtlich scheint.

Um für sich selbst das optimale Ergebnis zu erzielen, lohnt es sich einen Küchenprofi bei der Planung miteinzubeziehen. Denn er weiß genau, wie man solche Hindernisse am besten umgeht bzw. vielleicht sogar zu schönen, (innen-)architektonischen Designelementen ummünzt.

Planen mit dem Arbeitsdreieck

Sind die Schwerpunkte geklärt, kann es losgehen mit der eigentlichen Planung. Aus unzähligen Küchenformen muss nun die richtige ausgewählt werden. Jede dieser Formen hat ihre eigenen Vor- und Nachteile.

Um Ihnen einen ersten Einblick zu geben, stellen wir die beliebtesten Varianten und ihre Pros und Cons vor.

Für einen tieferen Einblick, der auf Ihre individuellen Gegebenheiten abgestimmt ist, sollten Sie sich jedoch an die Profis im Küchenstudio wenden.

Die L-Form

Ganz typisch und auch wirklich an ein Dreieck erinnernd ist die L-Form für Küchen. Hier ist die Küche um eine Ecke platziert.

Den Anfang macht an einer Seite der Kühlschrank, danach, getrennt durch etwas Auewahrungsraum für Lebensmittel, folgt die Spüle und die Ecke.

Es geht weiter mit der Arbeitsplatte, auf der das Essen vorbereitet wird. Der Herd ist schließlich auf der anderen Seite verbaut.

Vorteile

Diese Form der Küche ist in vielen Wohnungen aufgrund der Voraussetzungen (Starkstrom und Wasseranschluss an zwei verschiedenen Wänden) sinnvoll. Und auch so handelt es sich um eine sehr effiziente Arbeitsanordnung.

Man kann hier leicht in einer Linie von Station zu Station wandern: das frische Essen aus dem Kühlschrank nehmen, die trocken gelagerten Lebensmittel daneben auswählen, weiter zur Spüle, um alles abzuwaschen, dann zur Arbeitsfläche – schneiden, würfeln, usw. – und ab in den Topf.

In einem Zug werden die Arbeitsschritte unproblematisch durchlaufen.

Übrigens: Wenn der Herd nicht weit vom Eckschrank entfernt ist, lohnt es sich außerdem dort ein drehbares Rondell einzubauen, in welchem Töpfe und Pfannen auewahrt werden können.

Küche mit Kochinsel

Bei der Küche mit Kochinsel findet man üblicherweise eine Küchenzeile inklusive Kühlschrank und Spüle. Ihr gegenüber liegt eine kleine Insel mit einer Küchentheke, in die das Kochfeld und (aber nicht immer) der Backofen eingeschlossen sind. Die Küchenzeile lässt sich dabei auch um die Ecke erweitern, wenn es der Platz zulässt.

Sinnvoll ist es hier zwischen Kühlschrank und Spüle Gewürze und Lebensmittel, die nicht gekühlt werden müssen, zu lagern. Töpfe sollten nach Möglichkeit in der Kücheninsel (am besten direkt unter der Herdplatte, falls der Ofen nicht integriert ist) auewahrt werden. Geschirr findet sich neben der Spüle oder in Hängeschränken.

Der Arbeitsverlauf findet hier folgendermaßen statt: von Kühlschrank und Trockenlagerung zur Spüle, weiter in der Linie zum Vorbereiten und einmal umgedreht bitte: auf zum Kochen. Alternativ kann auch direkt auf der Kücheninsel vorbereitet werden – falls es der Platz erlaubt.

Die einzeilige Küche

In vielen Mietwohnungen mit Essküche ist sie der Standard: die einzeilige Küche. Hier steht der Kühlschrank meist am einen Ende der Wand. Gefolgt wird er von einem kleinen Auewahrungsschrank für Geschirr und Ähnliches, Spüle, Arbeitsfläche und abschließend dem Herd.

Die zweizeilige Küche

Die zweizeilige Küche ist dem Einzeiler sehr ähnlich – nur, dass hier die Zeile an zwei gegenüberliegenden Wänden verteilt ist. Im besten Fall befinden sich dabei Spüle, Lagerschrank und Kühlschrank an der einen Wand und die Hauptarbeitsfläche zusammen mit dem Herd an der gegenüberliegenden.

Somit wird zuerst das Essen aus Kühlschrank und Schrank zusammengetragen und abgewaschen – Schritt eins erledigt. Dann dreht man sich um und bereitet auf der anderen Seite die Lebensmittel vor und kocht sie schlussendlich. Töpfe sollten entsprechend unter der Arbeitsfläche, neben dem Herd auewahrt werden.

Die G- und U-Küche

Sie sind die Kombination aus allem – in diesen Formen wird die Küche einfach um die gesamte Länge des Raums gezogen. Dabei finden sich Herd, Spüle und Kühlschrank meist an je genau einer Wand. In der G-Küche wird die kurze Seite meist als Theke genutzt.

Achtung! Zwischen den gegenüberliegenden Seiten sollten mindestens 2 m Platz zum Stehen und Laufen sein.

Fazit: Wie das Arbeitsdreieck anordnen?

Das Küchendreieck kann sich vollkommen unterschiedlich gestalten, es gibt jedoch einige Grundregeln, die bei der Anordnung beachtet werden sollten:

  1. Kühlschrank und Spüle sollten möglichst auf einer Linie (wenn nicht sogar an einer Wand) liegen.
  2. Die trocken gelagerten Lebensmittel und Gewürze sollten möglichst zwischen Kühlschrank und Spüle gelagert werden.
  3. Töpfe werden am besten neben dem Herd auewahrt.
  4. Die Arbeitsfläche sollte sich möglichst zwischen Spüle und Herd befinden und keinesfalls in einer Ecke liegen – Armfreiheit ist hier das Stichwort.

Die Form des Arbeitsdreiecks ist zuerst einmal von den Gegebenheiten der Küche abhängig. Je nachdem wie viel Platz Sie zur Verfügung haben und was Ihre eigenen Vorlieben sind, bieten sich unterschiedliche Varianten an.

Am besten schreiben Sie eine Liste mit Ihren Wünschen und Vorstellungen für die eigene Küche – hier darf ruhig auch etwas geträumt werden.

Nehmen Sie diese zusammen mit einem Grundriss mit zum Profi – mit diesem können Sie sicher das optimale (machbare) Ergebnis erarbeiten.

Quellen

www.blanco-germany.com/…/die-richtige-aufteilung-einer-kueche/
www.kuechen-atlas.de/…/ergonomie/kuechenbereiche/
www.livingathome.de/…/14644-rtkl-kuechenformen-und-kuechengrundrisse-im-ueberblick

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Источник: https://blog.bauplanungen.de/arbeitsdreieck-kueche/

Die 7 wichtigsten Dinge bei der Küchenplanung

U-Küche: Mehr als Kochen und Spülen

Schön, wenn man so viel Kochplatz hat, wie sie diese Küche in unserer Immobilie in Rösrath bei Köln bietet. 

Längst ist die Küche zum heimlichen Mittelpunkt der Welt geworden. Seit Kochen nicht mehr als lästige Pflicht gilt, sondern als Vergnügen und Freizeitgestaltung, soll man sich in ihr besonders wohlfühlen – egal, ob man für sich selbst den morgendlichen Espresso brüht oder mit Freunden ein Fünf-Gänge-Menu zubereitet. Umso wichtiger ist es, eine neue Küche gut zu planen.

Darauf sollten Sie bei der Küchenplanung besonders achten:

1) Unverzichtbar oder nur „Nice-to-have“?  

Was mögen Sie an Ihrer jetzigen Küche und was nicht? Welche Dinge sind Ihnen elementar wichtig, was ist nur „Nice-to-have“? Notieren Sie, was Ihnen einfällt; legen Sie den Zettel grifereit an einen Ort in der Küche und ergänzen Sie Ihre Liste. Das wird Ihnen helfen, wenn Sie mit einem Küchenplaner oder dem Architekten zusammensitzen.

2) Gesunde Küchenplanung 

Wie groß sind die Menschen, die die Küche nutzen? Generell gilt: Die Arbeitsflächen sollten an die Größe der Hausbewohner angepasst werden. Sinnvoll kann auch eine motorisch verstellbare Arbeitsfläche sein.

Eine Arbeitsplatte, die auf Ihre Körpergröße abgestimmt ist, verhindert Rückenschmerzen und spart das Geld für die Massagetherapie.

Beispiele für ideale Höhen: Sind Sie zwischen 1,60 m und 1,75 m groß, sollte die Höhe der Arbeitsfläche 1 m betragen, bei 1,80 m bis 2 m sind 1,05 m zu empfehlen.  Mittlerweile wird auch gern die Ellenbogenhöhe herangezogen, um die richtige Arbeitshöhe zu ermitteln.

Dafür wird die Differenz zwischen Boden und angewinkelten Armen gemessen und der ermittelte Wert um 10 bis 15 Zentimeter reduziert. Das Ergebnis entspricht der Arbeitshöhe für die Küche.

3) Material für die Arbeitsfläche

Aus welchem Material soll die Arbeitsfläche sein? Holz? Granit? Oder Edelstahl? Jedes Material hat Vorzüge und Nachteile. Holz zum Beispiel ist warm und sorgt für eine angenehme Atmosphäre. Die tägliche Arbeit hinterlässt allerdings Spuren, an den Kanten können zudem Quellschäden auftreten. Deshalb sollten stets Schneidbretter verwendet werden.

Heiße Töpfe gehören natürlich auch nicht aufs Holz. Granit hingegen ist besonders robust, hält Hitze bis 600 Grad aus und ist unempfindlich gegen Kratzer und Flecken. Kleiner Tipp: Vergessen Sie nicht, eine Arbeits- bzw. Abstellfläche neben dem Herd einzuplanen.

So können Sie schnell mal den heißen Topf von der Platte ziehen oder die nächsten Zutaten bereitstellen.

4) Eine Küche für Rechts- oder Linkshänder? 

Sind Rechtshänder oder Linkshänder im Kücheneinsatz? Sie werden staunen, welchen Unterschied es in der täglichen Praxis macht, ob sich die Geräteanordnung an Ihrer stärkeren Seite orientiert oder nicht.

Nur ein Beispiel:  Rechtshänder/innen öffnen den Kühlschrank in der Regel am liebsten mit ihrer linken Hand, um mit der rechten, also der stärkeren Hand, die Gegenstände aus dem Kühlschrank zu nehmen.

Der Anschlag der Kühlschranktür sollte also links sein, damit sich die Tür von rechts nach links öffnen lässt.

5) Ausstattung

Welche Geräte/Gegenstände sollen in der neuen Küche untergebracht werden? Je mehr Geschirr und Küchenutensilien da sind, desto mehr Schränke müssen eingeplant werden. Als Faustregel gilt: Immer etwas mehr Raum einkalkulieren als nötig erscheint.

Eine zusätzliche kleine Speisekammer ist – wenn möglich – empfehlenswert. Achtung: Es gibt Dinge, die sollten in einer Küche nicht nebeneinander stehen. Der Vorratsschrank für Mehl & Co hat genauso nichts neben dem Backofen zu suchen wie die Gemüselade neben dem Heizkörper.

Achten Sie auch darauf, dass Herd und Kühlschrank nicht zu nahe beieinander angeordnet werden.

6) Anschlüsse

Wo brauchen Sie Anschlüsse in der neuen Küche? Der Starkstromanschluss für den Herd befindet sich am anderen Ende des Raumes? Keine Abluftführung für den Dunstabzug vorhanden? Keine Entlüftungsmöglichkeiten für den neuen Unterbaukühlschrank? Diese Dinge müssen unbedingt von Beginn an eingeplant werden!

7) Das Küchendreieck

Welchen Grundriss hat die neue Küche? Der wichtigste Grundsatz lautet: Die Wege zwischen den wichtigsten Grundgeräten – Kühlschrank, Ofen/Herd und Spüle/Spülmaschine – sollten nicht zu lang sein.

Die ideale Entfernung von 1,20 Meter bis 2,10 Meter zwischen den jeweiligen Geräten ergibt das berühmte Küchendreieck.

So ist gewährleistet, dass die Anzahl der Schritte auf ein Minimum reduziert wird, sowohl beim Zubereiten der Mahlzeiten als auch beim Aufräumen.

 

Diese einzeilige Küche steht in einer unserer Immobilien im Berliner Regierungsviertel 

Die einzeilige Küche

Gut organisiert für wenig Platz ist sie der Klassiker für kleine Wohnungen. Planen Sie mindestens drei Meter für die nebeneinander aufgereihten Küchenschränke ein. Die größte Arbeitsfläche sollte zwischen Spüle und Kochfeld sein. Eine einzeilige Küche kann den Raum in eine gemütliche Wohnküche verwandeln.

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U-Küche: Mehr als Kochen und Spülen

Blum SPACE TOWER; Fotocredit: Blum

Um herauszufinden, was man oft braucht und wie man Küchengeräte benutzt, ist es hilfreich, sich einen Tag bei seinen Küchenaktivitäten zu beobachten oder zumindest in Gedanken typische Arbeitsabläufe durchzuspielen.

Um ungewollten akrobatischen Übungen vorzubeugen, gilt grundsätzlich: Alles, was oft benötigt wird, sollte auf mittlerer Höhe untergebracht werden, also so, dass man ohne Probleme dazukommt. Die weniger oft gebrauchten Utensilien werden leicht erhöht oder in gut erreichbaren Tiefen verstaut.

Dinge, die man so gut wie nie benötigt, kommen ganz oben oder unten hin – wenn man sich einmal im Jahr strecken muss, um die Ausstecher für Weihnachtskekse hervorzukramen, ist das nicht so tragisch.

Die Küchen-Zonen im Überblick:

  • Bevorraten
  • Auewahren
  • Spülen
  • Vorbereiten
  • Kochen/Backen

Kurze Wege durch Zonenplanung

Wenn man die Arbeitsabläufe in einer Küche gedanklich einmal durchspielt, sieht ein typisches Szenario in etwa so aus: Man nimmt z.B.

Gemüse aus dem Kühlschrank und marschiert damit zur Spüle, wo das Ganze geputzt wird. Anschließend schnappt man sich Schneidbrett und Messer und zerkleinert das Gemüse auf der Arbeitsfläche.

Danach wandern die Gemüseschnipsel weiter und landen schließlich im Kochtopf.

So oder so ähnlich sehen viele Arbeitsabläufe in einer Küche aus.

Es gibt grundsätzlich nämlich Dinge, die unabhängig vom Koch in jeder Küche vor sich gehen: Spülen, Vorbereiten, Kochen/Backen, Auewahren und Bevorraten.

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Um die Küche optimal zu gestalten wird anhand der eben erwähnten Arbeitsvorgänge eine Zonenplanung vorgenommen. Diese Zonen sollten so organisiert sein, dass der Koch möglichst kurze Wege zurücklegen muss.

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Hier geht es zum einen schon bei der Küchenplanung darum, wie die Geräte, Schränke etc. angeordnet werden. Wenn du noch einmal an das Beispiel von vorhin zurückdenkst, wäre die optimale Organisation in einer klassischen einzeiligen Küche folgendermaßen: Bevorraten (Kühlschrank), Auewahren (Schneidbrett etc.

im Schrank), Spülen, Vorbereiten (Arbeitsfläche) und Kochen/Backen. Je nach Präferenz oder abhängig davon, ob du Links- oder Rechtshänder bist, werden diese Zonen von links nach rechts oder umgekehrt angeordnet. Daneben ist auch entscheidend, wie die Schränke beschaffen und eingeräumt sind.

So können ungewollte Marathonläufe und größere Suchaktionen in der Küche vermieden werden.

Zone Bevorraten: Lebensmittel grifereit lagern

In dieser Zone werden die verschiedensten Lebensmittel untergebracht: Produkte wie Reis, Nudeln, Mehl, Zucker, Tee, Kaffee oder haltbare Konserven zählen dazu. Genauso aber auch Lebensmittel, die gekühlt oder eingefroren werden müssen. Aus diesem Grund gehören auch Kühl- und Gefriergeräte in diesen Bereich.

Wie groß die Zone Bevorraten angelegt wird, hängt in erster Linie davon ab, ob noch andere Räumlichkeiten wie ein Keller oder eine Vorratskammer vorhanden sind. Darüber hinaus macht es natürlich auch einen Unterschied, ob täglich eine halbe Fußballmannschaft verköstigt wird oder ob nur für zwei Personen gekocht wird.

Geeignete Vorratsschränke sind zum Beispiel ausziehbare Hochschränke. Sie sind besonders praktisch, weil so alle verstauten Güter leicht erreichbar sind.

 Bei einem Schrank mit Scharniertüren besteht nämlich immer das Problem, dass ganz hinten verstaute Dinge schlecht zu erreichen sind.

 Neben dem klassischen ausziehbaren Apothekerschrank gibt es auch Varianten, bei denen einzelne Elemente getrennt voneinander herausgezogen werden können. So ist immer genau das parat, was gerade gebraucht wird.

Blum SPACE TOWER mit LEGRABOX free; Fotocredit: Blum

Zone Auewahren: Küchenhelfer dort auewahren, wo sie gebraucht werden

In dieser Zone werden Geschirr und allerlei Küchenutensilien auewahrt. Dinge wie Besteck, Teller, Tassen, Gläser etc. finden hier ihren Platz. Idealerweise grenzt dieser Auewahrungsbereich direkt an die Zone Spülen, da Geschirr sehr oft abgespült und nachher wieder verräumt wird.

Zum Auewahren eignen sich Ober- und Unterschränke. Besonders günstig ist es, wenn Unterschränke mit Auszügen ausgestattet sind, da durch das Herausziehen alle Dinge gut erreicht werden können.

Eine Faustregel ist außerdem: Schweres Geschütz kommt nicht nach oben. Sprich: Schwere Teller, Schüsseln etc. sollten gut erreichbar verstaut werden, wenn sie denn häufig benötigt werden.

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Leichter ist es dagegen, ein paar Gläser aus einem Oberschrank zu entnehmen. Diese dürfen also ruhig in der Höhe verstaut werden.

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Blum LEGRABOX; Fotocredit: Blum

Zone Spülen: Kurze Wege mit dem Essgeschirr

Wie der Name schon sagt, geht es in diesem Bereich hauptsächlich ums Spülen. Ein Spülbecken mit Armatur sowie ein Geschirrspüler dürfen also in dieser Zone nicht fehlen.

Jeder, der in einem fremden Haushalt schon einmal auf der Suche nach dem Müllkübel war, wird wohl in den meisten Fällen unter dem Spülbecken fündig geworden sein.

Macht auch viel Sinn: Dreckige Teller wollen nicht nur gespült, sondern auch von Essensresten und Müll befreit werden.

Mülltrennsysteme werden am besten in Unterschränken verstaut. Es gibt die Möglichkeit, in einem klassischen Scharnierschrank Müllkübel zu platzieren, die beim Öffnen der Tür automatisch herausklappen. Daneben kann auch ein System mit Auszug gewählt werden.

Besonders bequem ist eine grifflose Variante, die auf Druck reagiert. So kann auch der Fuß zum Öffnen verwendet werden, wenn gerade eine dritte Hand fehlt.

Neben Abfalleimern finden auch Putzuntensilien oder Geschirrspülerzubehör wie Tabs oder Klarspüler in den Unterschränken dieser Zone ihren Platz.

Blum Müllauszug TANDEMBOX antaro; Fotocredit: Blum

Zone Vorbereiten: Küchenwerkzeuge fest im Griff

In dieser Zone passiert die wahre Action: Ob eine Gans gestopft oder einfach eine Paprika zerkleinert wird – das passiert in der Zone Vorbereiten. Logisch also, dass hier eine große Arbeitsfläche die Hauptrolle spielt.

Da zum Arbeiten meist Werkzeug benötigt wird, ist es auch sinnvoll, Küchenhelfer wie Messer, Schneidbretter, Dosenöffner, Küchenwaage und Mixer grifereit aufzubewahren. Gewürze und Essig/Öl finden ebenfalls nahe der Arbeitsfläche ihren Platz.

Die Zone Vorbereiten liegt idealerweise zwischen der Spüle und dem Kochfeld, da man so bequem zwischen Wasser, Herd und Mülleimer hin- und herwechseln kann.

Blum AMBIA-LINE Messerhalter und Schubkastenrahmen; Fotocredit: Blum

Zone Kochen/Backen: Platz rund um den Herd nutzen

Nach der ganzen Vorbereitung werden die Lebensmittel schließlich gekocht oder gebacken. Dementsprechend sind in dieser Zone Elektrogeräte wie Herd, Backofen, Dampfgarer, Mikrowelle und Dunstabzug untergebracht.

Speziell bei Backöfen oder Dampfgarern auf Arbeitshöhe kann es sein, dass diese nicht mehr direkt neben dem Herd platziert werden (klassisch findet man einen Backofen ja unter dem Herd). Wo Backofen oder Dampfgarer eingeplant werden, ist von den individuellen Arbeitsabläufen abhängig.

Empfehlenswert ist es auf jeden Fall, diese in der Nähe zum Kochfeld zu platzieren.

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In den Schränken der Zone Kochen/Backen finden Dinge wie Töpfe, Pfannen und Kochbesteck ihr Zuhause, damit sie direkt da sind, wo sie gebraucht werden. Praktisch ist auch, Küchenpapier in der Nähe zu haben, falls mal ein Malheur passiert.

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Blum LEGRABOX pure; Fotocredit: Blum

Unsere Tipps für die übersichtliche Organisation der Küche

  • Küchengeräte verräumen
    Mal ehrlich: Wie oft brauchen wir Saftpresse, Waffeleisen und Co. wirklich? Oft stehen diese Geräte auf der Arbeitsfläche herum und nehmen eigentlich nur Platz weg. Das heißt nicht, dass man auf frisch gepressten Saft oder Waffeln verzichten soll. Es bedeutet lediglich, dass die Geräte in Schränken verstaut werden sollten, wenn sie nicht gebraucht werden. Positiver Nebeneffekt: So werden sie auch nicht zu Staubfängern.
  • Küchenhelfer grifereit auewahren
    In der Hektik kommt es oft vor, dass ziemlich schnell ein Topflappen oder Geschirrtuch her muss. Deshalb ist es gut, diese immer in Sicht- und Griffnähe zu haben.

Источник: https://www.kuechenfinder.com/guide/schraenke-moebel/kueche-richtig-einraeumen

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