Ungeziefer im Haus vorbeugen und bekämpfen

Contents
  1. Hausmittel gegen Ungeziefer: 11 Schädlinge & wie ihr sie loswerdet
  2. 1. Spinnen
  3. Von diesen Mitteln solltet ihr im Kampf gegen Spinnen absehen
  4. 2. Der Holzwurm: Holzschädling Nr. 1
  5. 3. Der Hausbockkäfer: Holzschädling Nr. 2
  6. 4. Mücken und andere Insekten
  7. 5. Wespen
  8. 6. Fruchtfliegen
  9. 7. Trauermücken-Befall bei Zimmerpflanzen
  10. 8. Silberfische / Silberfischchen
  11. So werdet ihr das Ungeziefer im Badezimmer los
  12. 9. Lebensmittelmotten
  13. 10. Ameisen
  14. 11. Mäuse und Ratten
  15. Schädlinge bekämpfen
  16. Schädlinge vs. Lästlinge
  17. Gegen Schädlingsbefall vorbeugen
  18. Die Schädlingsbekämpfung
  19. Schädlingsgruppen
  20. Bekämpfungsmethoden
  21. Hilfe von einem Kammerjäger
  22. Übeltäter im Garten! So werden Sie Pflanzenschädlinge umweltfreundlich los
  23. Vorbeugung ist das A und O
  24. 1.     Natürliche Barrieren schaffen
  25. 2.    Pflanzen gegen Schädlinge setzen
  26. Gegen Nacktschnecken:
  27. Gegen Blattläuse:
  28. Gegen Kartoffelkäfer:
  29. Gegen Wühlmäuse:
  30. Gegen Ameisen:
  31. 3.     Nützlinge in den Kampf ziehen lassen
  32. Zweipunkt-Marienkäfer:
  33. Florfliegen:
  34. Raubmilben:
  35. Gemeiner Ohrwurm:
  36. Schlupfwespen:
  37. Laufenten:
  38. Attacke! Wenn es doch zum Kampf kommt
  39. 1.     Brennnessel-Jauche gegen Nacktschnecken
  40. 2.    Wasser marsch! Spritztour gegen Blattläuse und Thripse
  41. 3.     Schachtelhalme gegen Pilzbefall
  42. 4.    Anti-Sauger-Sud gegen Schildläuse und Wanzen
  43. 5.     Leimringe gegen Raupen
  44. Ungeziefer im Haus – so wird man sie schnell wieder los
  45. Ungeziefer im Haus – warum eigentlich?
  46. Ungeziefer im Haus – wie kommt es da hin?
  47. Ungeziefer im Haus – welche Arten sind besonders häufig?
  48. Häufig vorkommendes Ungeziefer im Haus sind außer Hausstaubmilben:
  49. Was tun gegen Ungeziefer im Haus?
  50. Machen Sie dem Ungeziefer im Haus das Leben schwer!
  51. Was tun, wenn Ungeziefer imHaus ist?
  52. Zusammenfassung

Hausmittel gegen Ungeziefer: 11 Schädlinge & wie ihr sie loswerdet

Ungeziefer im Haus vorbeugen und bekämpfen

Wenn die Mäuse auf dem Esstisch tanzen, sich die Fruchtfliegen übers Obst hermachen und die Silberfischchen sich im Bad um eure Füße schlängeln – spätestens dann ist es an der Zeit, etwas gegen das Ungeziefer im Haus zu unternehmen.

Natürlich spricht nichts gegen das ein oder andere Tierchen im Eigenheim.

Doch wenn durch sie sogar die Bausubstanz eures Hauses angegriffen oder die Speisekammer in einen Lebensmittel-Friedhof verwandelt wird, solltet ihr umgehend handeln.

Wir stellen euch deshalb elf Tiere vor, die ihr wahrscheinlich nicht so gern im Haus oder in der Wohnung habt und geben euch Tipps, wie ihr sie wieder loswerdet.

1. Spinnen

In puncto Spinnen gibt es zwei deutlich voneinander getrennte Lager: Die einen sehen in den Tierchen den Freund und Helfer, der anderes Ungeziefer im Haus beseitigt. Die anderen können den Anblick der achtbeinigen Tiere kaum ertragen.

Wer die Spinnen lieber aus den Zimmerecken vertreiben möchte, sollte zu schonenden Mitteln greifen. Zum Beispiel mit Lavendel-Öl in Schälchen oder Lavendel-Säckchen, die ihr an den entsprechenden Stellen platziert. Auch hier kann ein zusätzlicher Insektenschutz am Fenster verhindern, dass weitere Spinnen nachkommen können.

Von diesen Mitteln solltet ihr im Kampf gegen Spinnen absehen

Der Markt für Anti-Spinnen-Produkte ist groß: Hier gibt es neben Ultraschall-Steckern, Spider Catchern oder Spinnensaugern auch Anti-Spinnen-Sprays, die besonders effektiv sein sollen. Das ergab ein Praxistest vom BOOTE-Magazin.

Doch in der Regel enthalten solche Spinnen-Sprays ein neurotoxisches Fraßgift, durch welches das Ungeziefer einen qualvollen Erstickungstod erleidet. Davon raten wir euch aus Tierschutzgründen dringend ab.

Ob Ultraschall-Stecker im Kampf gegen Spinnen die Lösung sind, erfahrt ihr zudem in unserem großen Ratgeber:

2. Der Holzwurm: Holzschädling Nr. 1

Ob Möbel oder Dachstuhl, Hauptsache Holz: Der Holzwurm macht vor keiner Holzart Halt, vorausgesetzt es handelt sich dabei um totes Material, durch das er sich fressen kann.

Eigentlich handelt es sich beim Holzwurm um den Gemeinen Nagekäfer beziehungsweise um dessen Larven. Er legt seine Eier in Holzritzen ab, die Larven schlüpfen und fressen sich dann jahrelang unbeobachtet durchs Holz. Das kann sogar ganze Häuser zum Einsturz bringen.

Zum Glück gibt es einige Möglichkeiten, wie ihr das Ungeziefer im Haus loswerden könnt:

  • extreme Temperaturen
  • Eicheln, die ihr als Köder auslegt
  • Hausmittel wie Essigessenz, geruchsneutrale Borsalzlösung
  • Löcher mit Bienenwachs versiegeln
  • Alkohol wie Isopropanol oder Salmiakgeist
  • Amoniakwasser
  • Holzwurm-Ex

Ist der Dachstuhl stark von Holzwürmern befallen, solltet ihr Profis ans Werk lassen. Drei weitere bewährte Verfahren, die sie anwenden:

  • Begasung
  • Heißluftverfahren
  • Mikrowellenverfahren

Diese Verfahren kommen zum Einsatz, wenn nichts mehr hilft. Zwar sind sie aus Tierschutzsicht weniger schonend, bei starkem Befall durch Holzwürmer aber oft die einzige Möglichkeit, um euer Haus vorm Einsturz zu bewahren.

Wie ihr die verschiedenen Methoden richtig anwendet oder wie sie funktionieren, lest ihr in unserem Artikel „Holzwurm bekämpfen: Was wirklich gegen Holzwürmer hilft“.

3. Der Hausbockkäfer: Holzschädling Nr. 2

Der Dachboden, ein Ort, den man nicht alle Tage betritt. Zur Freude des Hausbockkäfers, der sich hier in aller Ruhe bis zu 30 Jahre lang unbemerkt durchs Holz fressen kann. Das Weibchen legt dabei bis zu 400 Eier in die Holzritzen, die Larven schlüpfen und fressen sich dann durch das Holz (bevorzugt nährstoffreiches totes Splintholz) nach außen.

Die Fraßgänge des Käfers sind von außen nicht sichtbar, das Holz scheint intakt, von innen ist es jedoch schon völlig zerfressen und ausgehöhlt. Da hilft nur eines: Das Holz auf dem Dachboden regelmäßig auf Schlupflöcher überprüfen.

Mehr Infos zum Holz zerstörenden Hausbockkäfer erhaltet ihr in unserem Artikel „Hausbock bekämpfen: Was wirklich gegen Hausbockkäfer hilft“.

Der Hausbock ist ein Käfer und bevorzugt nährstoffreiches bis etwa 30 Jahre altes Splintholz. © Verband Privater Bauherren (VPB)

4. Mücken und andere Insekten

Nachts hält euch ein nervtötendes Surren vom Schlafen ab? Dann treibt vielleicht eine Stechmücke ihr Unwesen in eurem Schlafzimmer. Vor allem in warmen Sommermonaten finden beim Durchlüften immer wieder lästige Mücken und andere Insekten ihren Weg ins Haus. Was das Ungeziefer abschrecken kann, sind natürliche Mittel wie:

  • Ätherische Öle, wie Lavendel, Nelke oder Eukalyptus
  • Salbei
  • Zitronen, gespickt mit Nelken

Den besten Schutz bietet aber mit Sicherheit ein gutes Insektenschutzgitter, mit dem ihr Ungeziefer fernhaltet und trotzdem weiterhin richtig durchlüften könnt. Beim Kauf solltet ihr jedoch einige Dinge beachten, damit sie wirklich einen Schutz bieten. Lest dazu unseren Artikel „Insektenschutz für Fenster: So haltet ihr Ungeziefer aus dem Haus“.

Ihr wollt kein Insektenschutzgitter anbringen? Dann tun es vielleicht auch ein paar Geranien auf eurem Balkon. Einfach mit ein paar Dauerblühern eure Balkonkästen bepflanzen, fertig ist der natürliche Mücken- und Wespenschutz.

5. Wespen

Streng genommen handelt es sich bei Wespen nicht um Ungeziefer, das sich direkt im Haus aufhält. Doch wer ein Wespennest an der Hausfassade oder sogar im Rollladenkasten hängen hat, bekommt mit Sicherheit auch schon mal Besuch von der ein oder anderen Wespe in der Küche, auf dem Balkon oder der Terrasse .

Wespen sind jedoch ein wichtiger Bestandteil unseres Ökosystems und tun einem in der Regel auch nichts. Generell solltet ihr ein Wespennest also lieber hängen lassen und euch mit ihnen arrangieren.

Nur im Notfall (zum Beispiel bei einer Wespenallergie) solltet ihr einen Experten beauftragen, der das Wespennest fachmännisch umsiedelt. Wie ihr ein Wespennest entfernen oder umsiedeln lassen könnt, haben wir euch bereits berichtet. Was ihr selbst tun könnt, um euch vor Wespen zu schützen, lest ihr hier:

6. Fruchtfliegen

Jeder hat schon mal in der Küche um den Obstkorb herum Fliegen gehabt: Die Rede ist von Fruchtfliegen, die sich besonders gerne auf Süßspeisen niederlassen und dort bis zu 400 Eier legen. Die kleinen Obstfliegen vermehren sich rasant, doch mit ein paar einfachen Hausmitteln, die ihr bestimmt schon zu Hause habt, könnt ihr das Fliegenproblem in den Griff bekommen:

  • mit Dosenobst
  • Bananenschalen
  • Essig-Spüli-Gemisch (auch mit Apfelsaft oder -essig wirksam)
  • Gezuckerte Hefe (alternativ Bier, Rotwein oder andere hefehaltige Getränke)
  • Gebissreiniger
  • Zitronen und Nelken
  • Kräuter und Pflanzen wie Basilikum, Tomate oder Lavendel

Wie ihr die einzelnen Hausmittel gegen das Fruchtfliegen-Ungeziefer im Haus richtig anwendet, erfahrt ihr in unserem Artikel:

7. Trauermücken-Befall bei Zimmerpflanzen

Zwar handelt es sich bei Trauermücken nicht um Schädlinge, die eure Pflanzen umbringen. Doch die kleinen Fliegen sind besonders lästig und können innerhalb weniger Tage eure ganze Wohnung bevölkern.

Im Netz findet ihr unzählige Mittelchen, die gegen einen Trauermücken-Befall bei Zimmerpflanzen helfen sollen. Wir haben selbst eine Möglichkeit getestet und die folgende Kombination für sehr effektiv befunden:

Letztere sind mikroskopisch kleine Fadenwürmer, die ins Gießwasser gemischt werden und die dann alle Trauermücken-Eier und -Larven fressen. Binnen einer Woche waren bei unserem Test alle Trauermücken weg. Probiert es also selbst einfach mal aus.

8. Silberfische / Silberfischchen

Jeder kennt sie, keiner will sie: Wenn das Licht im Bad angeht, huschen die silbrig glänzenden Tierchen schnell unter die Teppichkante. Sie zu fangen bleibt oft ein erfolgloses Unterfangen, denn die scheuen Silberfische, oder auch Silberfischchen, zeigen sich ungern und verstecken sich lieber.

Vor allem in Wintermonaten halten sich Silberfischchen gerne im Badezimmer auf, denn dort ist es dann besonders warm und feucht. Und nicht nur das feuchtwarme Klima hat es ihnen angetan. Die kleinen Silberfischchen lieben stärke- und zuckerhaltige Nahrung, weshalb sie im Volksmund auch unter dem Namen „Zuckergast“ bekannt sind.

So werdet ihr das Ungeziefer im Badezimmer los

Neben Altpapier, Tapeten und Kleister (zum Beispiel von Buchbänden), stehen Hautschuppen ganz weit oben auf dem Speiseplan. Davon gibt es im Badezimmer zu Genüge, also gilt auch hier: Nahrungsquelle beseitigen, in dem ihr regelmäßig putzt und vor allem ordentlich nach dem Duschen und Wäsche trocknen durchlüftet.

Helfen die Präventionsmaßnahmen nicht, gibt es viele Hausmittel, die ihr ausprobieren könnt:

  • Kartoffeln oder Kartoffelstärke
  • Backpulver
  • Gips
  • Klebefalle aus Backpapierstreifen mit Honig

In Drogeriemärkten findet ihr außerdem Silberfischchen-Köder, die ihr aufstellen könnt. Falls ihr Kinder habt, raten wir euch jedoch von dieser Methode ab, da sie schädliche Giftstoffe enthalten. Weitere Tipps im Kampf gegen Silberfische erhaltet ihr in unserem Ratgeber: „Wie kann ich Silberfische bekämpfen?“

Der Silberfisch ist auch unter dem Namen „Zuckergast“ bekannt, denn er hat eine Vorliebe für zuckerhaltige Nahrungsmittel. © imago images/blickwinkel

9. Lebensmittelmotten

Sie verwandeln eure Speisekammer binnen weniger Wochen ganz unbemerkt in einen Vorrats-Friedhof. Die Rede ist von Lebensmittelmotten. Besonders lose und trockene Lebensmittel wie Mehl, Reis, Gewürze, Nudeln oder Schokolade stehen auf dem Speiseplan von Dörrobst-, Mehl- oder Kornmotte.

Bei einem Befall durch Lebensmittelmotten hilft oft nur eines: alles radikal wegschmeißen. Damit sie sich trotzdem nicht weiter ausbreiten, gibt es verschiedene Mittel, um sie vollständig zu bekämpfen:

  • Pheromon-Klebefallen, um Befall durch Lebensmittelmotten festzustellen
  • Chemische Insektizide (aus Tierschutzsicht jedoch umstritten)
  • Mottenmittel mit vergrämenden Wirkstoffen (Repellentien) wie ätherische Öle, zum Beispiel Lavendel- oder Zedernholzöl
  • Hausmittel wie Essig-Reiniger oder Backpulver
  • extreme Temperaturen, die übrige Larven und Motten abtöten
  • Schlupfwespen als natürlicher Fressfeind

Wie wirksam die einzelnen Mittel gegen Lebensmittelmotten sind und warum der Einsatz von Schlupfwespen besonders erfolgsversprechend ist, das könnt ihr in unserem Ratgeber „Mittel gegen Lebensmittelmotten: So werdet ihr sie wieder los“ nachlesen.

10. Ameisen

Die Küche ist für Ameisen das reinste Paradies, denn hier gibt es reichlich zucker- und eiweißhaltige Lebensmittel, von denen sie sich ernähren können. Hat eine Ameise den Weg in die Küche entdeckt, dauert es oft nicht lange, bis ihr weitere folgen und sie sich nicht nur über Lebensmittelreste oder überlaufende Mülleimer hermachen, sondern auch Elektrogeräte bevölkern.

Wie wird man sie am besten los? Das einfachste Mittel gegen Ameisen: Vorbeugen, indem ihr Lebensmittel verschlossen auewahrt, Essensreste sofort wegräumt und Ritzen sowie Löcher mit Gips oder Klebeband verschließt. Falls die Ameisen schon da sind, haben wir Tipps und Hausmittel für euch, die ihr zur Bekämpfung ausprobieren könnt:

  1. Bestimmt die Ameisenart, so könnt ihr deren Lebens- und Nahrungsgewohnheiten feststellen und entsprechend handeln.
  2. Verfolgt die Ameisenstraße und beseitigt die Nahrungsquelle.
  3. Leitet die Ameisenstraße mit natürlichen Ködern um, zum Beispiel mit Zuckerlösung, Sirup oder Honig.
  4. Starke Gerüche stören den Orientierungssinn der Ameisen. Mit Ködern wie Knoblauch, Zimtstangen oder Lavendelblüten könnt ihr versuchen, die Ameisen zu vergrämen.
  5. Reinigt den Küchenboden mit einem Essig-Wasser-Gemisch, so wird die Duftspur entlang der Ameisenstraße zerstört. Ihr könnt den Essigreiniger selbst herstellen.
  6. Konsultiert bei einem starken Befall durch Ameisen einen Fachmann.
  7. Führt bei wiederkehrendem Befall eine Schwachstellenanalyse durch.
  8. Macht das Ameisennest ausfindig und siedelt es im Notfall um.

Häufig liest man im Netz auch von Backpulver als wirksamem Mittel gegen Ameisen. Die Meinungen gehen hier jedoch auseinander. Weshalb der Einsatz von Backpulver umstritten ist und warum es in manchen Fällen nicht gegen Ameisen hilft, könnt ihr in unserem Ratgeber nachlesen:

11. Mäuse und Ratten

Neben Spinnen lösen Mäuse und Ratten den größten Ekel aus, wenn es um Ungeziefer im Haus geht. Verständlich, denn die Nager sind flink, machen sich über alle Lebensmittel in der Speisekammer her und finden in den Hohlräumen eurer Hauswände ein gemütliches Plätzchen, in denen sie noch mehr Nachwuchs heranziehen.

Doch keine Panik, es gibt eine Menge Möglichkeiten, wie ihr Mäuse fernhalten und vergrämen könnt. Hie elf Tipps kurz zusammengefasst:

  1. Gebäudeschäden beseitigen
  2. Müllsäcke verschlossen auewahren
  3. Bäume zurückschneiden, die als Einstiegsmöglichkeit ins Haus dienen
  4. Aufzugschächte kontrollieren
  5. Vorratskammer ordentlich halten und sauber machen
  6. Haustierfutter verschlossen lagern
  7. Tierställe und -käfige sauber halten
  8. Türen im Winter geschlossen halten
  9. Lebensmittel nicht in der Toilette herunterspülen
  10. Unrat und Abfall richtig entsorgen
  11. Haus oder Wohnung sauber halten

Wenn die Mäuse oder Ratten schon im Haus sind, solltet ihr auf keinen Fall zum nächstbesten Mäuse- oder Rattengift aus dem Baumarkt greifen, denn das führt zu einem grausamen Tod der Nagetiere.

Schlagfallen sind laut Umweltbundesamt zwar auch tödlich für Mäuse, bei richtiger Konstruktion und Anwendung jedoch weitaus tierfreundlicher.

Ein gewisses Restrisiko besteht aber auch hier, überprüft sie deshalb regelmäßig.

Die schonendste Lösung, um das fellige Ungeziefer im Haus loszuwerden, sind Lebendfallen. So könnt ihr die Mäuse später wieder in die Freiheit entlassen. Aus Tierschutzgründen gibt es aber auch hier ein paar Dinge zu beachten. Mehr dazu und zu allen weiteren Methoden könnt ihr in unserem Ratgeber nachlesen:

Источник: https://wohnglueck.de/artikel/ungeziefer-im-haus-41328

Schädlinge bekämpfen

Ungeziefer im Haus vorbeugen und bekämpfen
Insekten im Haus zu haben ist besonders nervenaufreibend. Die kleinen, flinken Tierchen sind nur sehr schwer zu fangen.

Zudem ekeln sich auch viele Menschen vor einigen Insekten und wollen nur noch die Flucht ergreifen sehen sie ein Insekt in den Die durch Nager angerichteten Schäden können beträchtlich sein. Nager können auf Menschen zahlreiche Krankheiten übertragen.

Doch nicht nur die Übertragung der Krankheiten ist ein Grund für die sofortige Ergreifung von Gegenmaßnamen zum Vertreiben der Schädlinge. Nager können auch monetäre Schäden

Schädlinge können schnell und unbemerkt ins Haus eindringen und sich dort niederlassen.

Die meisten Menschen ekeln sich davor, wenn sie mit Ratten Mäusen oder Kakerlaken ihre vier Wände teilen müssen. Dieser ekel ist auch teilweise berechtigt, da Schädlinge Krankheiten übertragen können und zudem materiellen Schaden anrichten.

Sollten Sie Schädlingsbefall bei sich erkennen gilt es unverzüglich zu handeln. Das größte Problem bei Schädlingen im Haus ist die rasante Vermehrung. Schädlinge fühlen sich in menschlichen Behausungen wohl und finden meist eine sehr reichhaltige Nahrungsquelle. Die Population der Eindringlinge schießt so exponentiell in die Höhe.

Kleineren Befall bekommen Sie in den meisten Fällen auch ohne einen Kammerjäger in den Griff. Teilweise reichen selbstgebaute Fallen oder Hausmittel aus um die Schädlinge wieder loszuwerden. Sie sollten sich aber dennoch nicht davor scheuen einen professionellen Kammerjäger zu Hilfe zu rufen, wächst Ihnen das Schädlingsproblem über den Kopf.

Schädlinge vs. Lästlinge

Generell unterscheidet man zwischen Schädlingen und Lästlingen. Viele Personen werfen diese Arten in einen Topf obwohl es gewaltige Unterschiede gibt.

Als Schädlinge werden Tiere bezeichnet, welche durch Stiche und Bisse Menschen und Tieren Schmerzen und Schaden zufügen. Ferner sind Schädlinge in der Lage Krankheiten auf andere Lebewesen zu übertragen. Manche Schädlinge rufen durch Ihre Ausscheidungen Allergien hervor oder richten große materielle Schäden an.

[attention type=yellow]

Materielle Schäden können hierbei wegfressen und verunreinigen von Lebensmitteln sein. Aber auch das Zerstören Ihres Eigentums, wie Elektrogeräte und Möbel fällt unter den materiellen Schaden, welcher durch Schädlinge entsteht.

[/attention]

Zu den häufig in Deutschland anzutreffenden Schädlingen werden folgende Tiere gezählt:

  • Bettwanze
  • Flöhe
  • Ameisen (insbesondere die Pharaoameise)
  • Ratten
  • Mäuse
  • Zecken
  • Motten
  • Bremsen
  • Kakerlake

Als Lästlinge hingegen werden Arten bezeichnet, die keine wirkliche Schadwirkung haben. Das massenhafte auftreten dieser Tiere wird von Menschen aber dennoch als unangenehm empfunden.

Lästlinge sind in den meisten Fällen sogar Nützlinge und für unser Ökosystem extrem wichtig. Einige Lästlinge, wie z.B. Wespen und Bienen, können durch einen Stich Schmerzen hervorrufen und Gifte injizieren.

Zu den Lästlingen werden folgende Tiere gezählt:

  • Asseln
  • Ameisen (in diesem Fall die Rasenameise)
  • Tauben
  • Wespen

Gegen Schädlingsbefall vorbeugen

Auch die süßen Mäuse können im Haus zu einer wahren Plage werden. (Bildquelle: Stephanie Hofschläger/pixelio)

Gegen das Eindringen von Schädlingen können Sie effiziente Maßnahmen ergreifen. So bleibt Ihnen eine spätere Bekämpfung der Tiere erspart. Folgende Tipps sollten Sie beachten, um das Risiko eines Schädlingsbefalls deutlich zu minimieren:

  • Nicht zu viele Vorräte einkaufen und lange Lagern
  • Neue gekaufte Ware umgehend auf einen möglichen Befall kontrollieren (in frischen Salaten oder Haferflocken können sich Schädlinge teilweise verstecken und so in Ihr Haus gelangen)
  • Vorräte dicht verschließen
  • Abgelaufenen Vorräte umgehend entsorgen
  • Potenzielle Schädlingsverstecke verschließen
  • Abfalleimer im freien immer ordentlich verschließen
  • Mülltüten sofort aus der Wohnung bringen
  • Essensreste umgehend entsorgen
  • Tiernahrung lieben die meisten Schädlinge. Der Fressnapf Ihres Haustieres sollte umgehend nach dem Verzehr der Nahrung gereinigt werden.
  • Vorräte möglichst kühl und trocken lagern
  • Schimmelbefall vermeiden und gegeben falls sofort entfernen. Schimmel bildet eine nahrhafte Futterquelle für einige Schädlinge
  • Gut durchlüften (Viele Schädlinge mögen eine hohe Luftfeuchtigkeit)
  • Nutzen Sie Fliegennetze vor den Fenstern (vor allem in stark betroffenen Gebieten)
  • Waschen Sie Wolltextilien die Sie längere Zeit nicht mehr getragen haben. (Hier können sich Eier von Motten oder ähnlichem Einnisten)
  • Kontrollieren Sie Vorratsräume und –schränke regelmäßig auf Befall

Die Schädlingsbekämpfung

Schädlingsbekämpfung hat das Ziel die Population der Schädlinge in einem bestimmten Gebiet (Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung) zu dezimieren. Hierfür können chemische, biologische oder physikalische Maßnahmen eingesetzt werden. Schädlinge können hierbei nicht nur Tiere sondern auch Pilze sein.

Den Begriff des Schädlings gibt es in der Biologie eigentlich nicht. Dieser Begriff entsteht rein aus der wirtschaftlichen Perspektive des Menschen.

Schädlingsgruppen

Wespenkönigin (Bildquelle: Rasbak)

Schädlinge lassen sich in drei Gruppen unterteilen. Manche Schädlinge können zu mehreren Gruppen gezählt werden.

Materialschädlinge: Unter Materialschädlingen versteht man die Arten, welche sich über Holz, Papier, Textilien, etc. hermachen. Ein bekannter Ableger dieser Gruppe ist die Textilmotte. Diese frisst Löcher in Kleidung und Teppiche.

Vorratsschädlinge: Unter Vorratsschädlingen versteht man Arten, welche Vorräte wegfressen oder diese verschmutzen. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist die Kakerlake.

Gesundheits- und Hygieneschädlinge: Unter diese letzte Gruppe fallen Arten,, welche Krankheiten auf Menschen oder andere Tiere übertragen können. Ein Vertreter dieser Gruppe ist die Ratte.

Bekämpfungsmethoden

Generell lassen sich vier unterschiedliche Möglichkeiten der Schädlingsbekämpfung unterscheiden. Der Erfolg der Bekämpfung lässt sich durch die Kombination mehrerer Methoden teilweise steigern.

Chemische Schädlingsbekämpfung: Bei der chemische Schädlingsbekämpfung werden Gifte eingesetzt um die Schädlinge zu eliminieren. Die Gifte können entweder als Fraßköder oder als Schaum ausgelegt werden. Bei einem großen Befall in geschlossenen Räumen wird teilweise Gas eingesetzt um die Schädlinge zu töten.

Biologische Schädlingsbekämpfung: Bei der biologische Schädlingsbekämpfung werden natürliche Fressfeinde eingesetzt um die Schädlinge zu bekämpfen.

Ein Beispiel hierfür wäre, wenn Sie sich eine Katze zulegen würden um die Mäuse auf Ihrem Dachboden zu vertreiben. Besondere Anwendung fand dies in früheren Zeiten als Schädlinge in fremde Ökosysteme eingeschleppt wurde.

Um sich dieser wieder zu entledigen schleppten die Einwohner der Ökosysteme wiederum natürliche Fressfeinde der Schädlinge ein.

Physikalische Schädlingsbekämpfung: Bei der physikalische Schädlingsbekämpfung werden Schädlinge physisch getötet. Das einfachste Beispiel hierfür ist die Fliegenklatsche, aber auch Ratten- und Mäusefallen funktionieren nach diesem Prinzip.

Biotechnisch-physikalische Schädlingsbekämpfung: Bei der biotechnisch-physikalische Schädlingsbekämpfung wird versucht mit unterschiedlichen Methoden, wie z.B. Lockstoffen und Fallen oder durch thermische Verfahren die Schädlinge zu vertreiben.

Hilfe von einem Kammerjäger

Alter Stich eines Rattenfängers

Sollten Sie den Schädlingen selber nicht mehr beikommen empfiehlt es sich einen Fachmann hinzuzuziehen, welcher die Schädlinge gezielt und mühelos entfernen kann und Sie ihre vier Wände wieder für sich alleine haben.

Adressen zu Schädlingsbekämpfern in Ihrer Nähe erhalten Sie vom Deutschen Schädlingsbekämpfungs-Verband e.V. Hier erhalten Sie nur Adressen von geprüften und qualifizierten Kammerjägern.

Kammerjäger wird man in Deutschland nicht einfach so, hierfür ist eine 3-jährige Ausbildung nötig. Fallen Sie auf keinen Fall auf unseriöse Lockangebote im Internet herein.

Den Schaden, sollte etwas schiefgehen haben ansonsten Sie.

Einen guten Schädlingsbekämpfer erkennen Sie an drei Punkten:

  1. Sie erhalten einen detaillierten Kostenvoranschlag
  2. Sie erhalten eine fundierte Beratung, wie sich das derzeitige Schädlingsproblem lösen lässt und wie es auch in Zukunft vermieden werden kann.
  3. Nur in den seltensten Fällen vernebelt der Kammerjäger das ganze Wohnzimmer mit giftigem Spray. In den meisten Fällen reicht eine gezielte Bekämpfung aus.

Ein guter Schädlingsbekämpfer wird Ihnen erst Tipps und einen Kostenvoranschlag geben wenn er sich das Problem Vor-Ort angeschaut hat. Ein paar Punkte sollten Sie nach dem Vor-Ort-Termin mit dem Kammerjäger besprechen:

  • Wer führt die Bekämpfung durch?
  • Was ist das Bekämpfungsziel?
  • Was wird bekämpft?
  • Womit wird bekämpft?
  • Welches Verfahren zur Bekämpfung kommt zum Einsatz?
  • In welchen Räumen wird wie welcher Schädling bekämpft?
  • Werden gefährliche Stoffe verwendet?
  • Welche Vorsichtsmaßnahmen sollten getroffen werden?
  • Wie viel wird die Bekämpfung kosten?
  • Muss der Befall gemeldet werde?

Источник: http://ungeziefer-im-haus.de/

Übeltäter im Garten! So werden Sie Pflanzenschädlinge umweltfreundlich los

Ungeziefer im Haus vorbeugen und bekämpfen

Jeder kennt sie, jeder hat sie im Laufe der Zeit einmal und meistens will man sie ganz schnell wieder loswerden – kleine Schädlinge im eigenen Garten. Egal ob Blattläuse auf den schönen, gepflegten Rosen oder Raupen zwischen den Obststauden – die kleinen Biester sind lästig und auf Dauer schädlich für die Pflanzen.

Vorbeugung ist das A und O

Parasiten, Schnecken und Pilze als Dauergäste in Ihrem Garten? Das muss nicht sein. Denn es gibt eine Reihe natürlicher Möglichkeiten die unbeliebten Besucher gar nicht erst in den Garten zu lassen.

1.     Natürliche Barrieren schaffen

Auch mechanische Barrieren halten Schädlinge von Ihren wertvollen Pflanzen fern.

Schädlinge können Sie abwehren, indem Sie einfach mechanische Barrieren schaffen. Dann ist es den meisten Schmarotzern erst gar nicht möglich, an Ihre schönen Pflanzen zu gelangen. Bewährte Mittel:

  • Engmaschige Netze machen Gemüsefliegen und Kohlweißlingen das Leben schwer.
  • Das gleiche gilt für Vliese. Diese sorgen nicht nur unter der Erde für Schutz gegen Unkraut, sondern können auch direkt auf das Beet gelegt werden.
  • Spezielle Kunststoffzäune halten Schnecken im Zaum.
  • Hochbeete sind ebenfalls für kriechende Schädlinge unerreichbar. Hier geht’s zur Anleitung der schönen Beete.

Hochbeete bieten ausgezeichneten Schutz gegen Nacktschnecken.Sie müssen dabei nicht unbedingt auf die teuren Zäune im Fachhandel zurückgreifen. Aus alten Plastikbechern oder Eimern für Malerfarbe können Sie die Zäune selbst entwerfen. Einfach den Boden ausschneiden und wie einen „Burgwall“ als Ring um die Pflanze setzen. So haben Schnecken keine Chance mehr.

  • In den frühen Morgenstunden können Sie Ihre Pflanzen (sofern sie es vertragen) mit Steinmehl vorsichtig bestäuben. Das hält ebenfalls anfliegende Insekten fern.
  • Algenkalt, Asche oder Sand sind bewährte Methoden gegen Kriech- und Laufangriffe. Besonders Nacktschnecken, die viel Feuchtigkeit brauchen, meiden die austrocknenden Bodenbeläge.

2.    Pflanzen gegen Schädlinge setzen

Alternativ zu mechanischen Barrieren sind auch die Aromen vieler Pflanzen für Schädlinge unerträglich und lassen sie schnell das Weite suchen oder sind schlicht ungenießbar und giftig für sie.

Gegen Nacktschnecken:

Nacktschnecken – ein Alptraum für jeden grünen Salat.

  • Farne, Gräser und pelzige Blattpflanzen, sind in ihren Augen ungenießbar, für Gärtner jedoch eine gute Idee, damit die Ränder von Beeten zu bepflanzen. Dazu gehören beispielsweise Fetthenne, Maiglöckchen und Nelken.
  • Den Geruch von stark riechenden Gartenkräutern, wie Thymian und Rosmarin vertragen Schnecken nicht.
  • Auch Weihrauch können Nacktschnecken nicht riechen. Tipp: Wählen Sie einen halbschattigen Platz im Blumenbeet aus. Hier gedeiht der Weihrauch am besten.

Gegen Blattläuse:

Lavendel vetreibt Blattläuse.

  • Pflanzen, die ätherische Öle enthalten, wie Lavendel, Salbei und Zwiebel, halten die Läuse fern. Lavendel wird dabei gern zwischen Rosen gepflanzt.
  • Kapuzinerkresse und Bohnenkraut sind ebenfalls unbeliebt bei den Tierchen – auch wenn noch nicht bekannt warum. Sie eignen sich beispielsweise gut zum Schutz bei Obstbäumen und Gemüsestauden

Gegen Kartoffelkäfer:

Der Kartoffelkäfer schädigt nicht nur die Kartoffelpflanze, sondern auch Paprika oder Aubergine.

  • Zugegeben – diese Käfer sind hart im Nehmen. Aber Meerrettich verabscheuen sie zutiefst. Meerrettich-Stecklinge bekommen Sie im Pflanzenhandel. Tipp: Umzäunen Sie die Pflanzen im Beet mit einer Wurzelsperre, denn Meerrettich neigt zum Wuchern.

Gegen Wühlmäuse:

Wurzelgemüse und Stauden müssen unter den Wühlmäusen leiden.

  • Hilft Knoblauch. Kann man ihnen allerdings fast nicht verübeln.
  • Knoblauch können Sie von Februar bis März oder September bis Oktober anpflanzen.

Gegen Ameisen:

Gegen die Ameisenschar hilft Wermut.

  • Ameisen gehören eigentlich eher zu den Nützlingen als zu den Schädlingen. Nimmt ihre Population allerdings überhand, helfen mediterrane Kräuter, wie Thymian, Majoran oder auch Lavendel.
  • Auch Wermut hält Ameisen von Beeten (oder Küchen, Terrasse, Sandkästen etc.) fern.

3.     Nützlinge in den Kampf ziehen lassen

Wenn Duftkräuter und Pflanzen alleine nicht ausreichen oder nicht in Ihr Gartenkonzept passen, können Sie sich auch Unterstützer im Kampf gegen die Schädlinge holen.

Zweipunkt-Marienkäfer:

Marienkäfer mögen Blattläuse; Blattläuse jedoch Marienkäfer nicht.

  • Ist der beste Frontmann gegen Blattläuse.

Florfliegen:

Florfliegen: Ihre Freunde im Kampf gegen die Blattläuse.

  • Ebenfalls Kumpanen gegen die Blattlaus-Invasion.

Raubmilben:

Fressen Spinnmilben und Kräuselmilben.

  • Je nach Unterart natürliche Feinde gegen Thripse, Trauermücken und Spinnmilben.

Gemeiner Ohrwurm:

Hilft bei der Bekämpfung von Läusen.

  • Läuse aller Art werden von ihm gefressen.

Schlupfwespen:

Schlupfwespen werden teilweise sogar kommerziell für die Schädlingsbekämpfung gezüchtet.

  • Beliebtes Aufräumkommando auf Obstplantagen gegen Raupen und Larven von Fliege, Blattwespen und Käfer.

Laufenten:

Laufenten lieben Teiche und Nacktschnecken.

  • Hört sich erstmal ungewöhnlich an, aber so eine Laufente kann der perfekte Bewohner Ihres Gartens werden, noch dazu, wenn Sie bereits einen eigenen Teich besitzen oder planen einen Teich anzulegen. Mehr Infos dazu finden Sie in unserem Artikel zur Gartenteich-Gestaltung. Das Beste: ihre Leibspeise sind Nacktschnecken. Und zum Teich fehlt dann nur noch der passende Gartenpavillon.

Ein Gartenpavillon sieht nicht nur wunderschön aus, sondern kann gleichzeitig auch das neue Zuhause für Ihre Laufenten werden.

Nützlinge aller Art finden Sie hier.

Auf das Populationsverhältnis achten!Bei allen Nützlingen gilt: Achten Sie auf das Populationsverhältnis! Denn auch Nützlinge brauchen Nahrung und vermehren sich. Sind nicht mehr genügend Schädlinge zum Fressen da, werden sie andere Pflanzen befallen. Am besten setzen Sie erstmal etwas weniger Nützlinge als notwendig in den Garten und beobachten auf längere Zeit den Verlauf. Dann vermeiden Sie eine Überpopulation.

Attacke! Wenn es doch zum Kampf kommt

Leider reicht eine gute Vorbeugung nicht immer aus. Wenn sich die Schädlinge in Ihrem Garten verbreitet haben, hilft es nur noch, sie gezielt zu bekämpfen. Dafür brauchen Sie allerdings keine chemischen Mittel.

1.     Brennnessel-Jauche gegen Nacktschnecken

Der Alptraum eines jeden Hobby-Biogärtners sind Schnecken, ganz besonders im Salatbeet. Um die schleimigen Monster aus dem Gemüsebeet zu vertreiben eignet sich ein Sud aus Brenneseln.

Dafür brauchen Sie:

  • 1 Kilogramm Brennnesselblätter
  • 10 Liter Wasser
  • Einen Eimer (am besten mit Deckel)

Brennnesseln sind ausgezeichnete Dünge- und Schädlingsbekämpfungspflanzen.

So wird die Jauche hergestellt:

  1. Die Blätter werden im Wasser vollständig untergetaucht und müssen, am besten an einem sonnigen Ort, für circa ein bis zwei Wochen im Wasser ziehen. Dabei entsteht zunehmend eine braune Farbe und die Flüssigkeit beginnt zu schäumen.
  2. Sobald der Schaum vollständig verschwunden ist, ist die Jauche einsatzbereit. Im Verhältnis 1:10 verdünnen und damit die Beete besprühen.
  3. Nach etwa drei Tagen sollten sich die meisten Schnecken auf der Flucht befinden und die Pflanzen gestärkt sein.

Bei der Gärung entstehen Gase! Das bedeutet, dass auch eine relativ strenge Geruchsentwicklung zu erwarten ist. Legen Sie deshalb einen Deckel auf den Eimer, der nicht vollständig schließt. So kann das Gas noch entweichen, aber der Geruch wird reduziert. Außerdem haben sich Urgesteinsmehl oder Zeolithmehl als Geruchsbinder bewährt. Einfach eine Handvoll davon zur Brühe geben.

Brennnessel enthält zudem Stickstoff, wodurch die Jauche leicht düngt. Daher sparsam dosieren. An sich eignet sich die Jauche auch gegen Blattläuse, Thripsen und Raupen.

Hier ein Anleitungsvideo zur Herstellung von Brennnessel-Jauche:

2.    Wasser marsch! Spritztour gegen Blattläuse und Thripse

Eine einfach, aber durchaus effektive Methode ist das Abspritzen lästiger Insekten. Dafür einfach die Pflanzen von unten mit einem starken Strahl abduschen. Hilft gegen Blattläuse und Thripse.

Wasser marsch! Oftmals hilft es schon, die Schädlinge einfach von den Pflanzen zu duschen.

3.     Schachtelhalme gegen Pilzbefall

Genauso wie beim Brennnessel-Sud können Sie vorgehen, wenn Sie einen Pilzbefall bei Ihren Pflanzen kurieren müssen. Anstatt der Brennnessel nehmen Sie allerdings Schachtelhalme zur Hand.

Der Schachtelhalm-Sud:

  • 10 Kilogramm frischen Schachtelhalm oder 150g getrocknete Halme auf 10 Liter Wasser ansetzen (Verhältnis 1:10).
  • Fermentieren lassen bis der Schaum verschwunden ist, dabei täglich umrühren.
  • Sud im Verhältnis 1:5 verdünnen und abends auf die betroffenen Pflanzen geben.

Schachtelhalm-Sud eignet sich gut gegen Pilzbefall.

Das Verdünnen ist essentiell! Sonst ist die Jauche zu stark und schädigt die Pflanze. An sich können Sie den Sud auch prophylaktisch auf die Pflanzen gießen und so einem Pilzbefall zuvorkommen.

4.    Anti-Sauger-Sud gegen Schildläuse und Wanzen

Hierfür wird wieder eine Jauche hergestellt – dieses Mal aber aus Rhabarber. Die Pflanze steckt voller Sennoside und Oxalsäure, die Schildläuse und Wanzen aus dem Beet verjagen.

Die Oxalsäure und Sennoside im Rhabarber machen ihn zum perfekten Mittel gegen Schildläuse und Wanzen.

Dabei werden 50 Gramm zerkleinerte und getrocknete Rhabarberblätter über Nacht in 1 Liter heißem Wasser eingeweicht. Am nächsten Morgen können Sie den Sud bereits anwenden. Außerdem muss der Rhabarbersud nicht verdünnt werden.

Weitere Pflanzen-Brühen, -Jauchen und –Tees hat das Pflanzenschutzamt Berlin zusammengestellt. Hier finden Sie die Übersicht als PDF zum Ausdrucken.

5.     Leimringe gegen Raupen

Zu guter Letzt noch ein Tipp gegen lästige Raupen und Spanner auf Obstbäumen: Grüne Leimringe, die einfach um den Stamm gewickelt oder aufgestrichen werden, schaffen Abhilfe gegen die Schmarotzer.

Und so sieht das am Ende aus:

Wir hoffen, dass unsere Tipps Ihnen dabei helfen, Ihren Garten wunderschön und schädlingsfrei zu halten. Eine Alternative zur Schädlingsbekämpfung sind Gewächshäuser. Denn hier erhalten nur die Gäste Zutritt, die Sie ins Haus lassen. Ideen und Anleitung für nachhaltige und umweltbewusste Gewächshäuser haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Bild1:© istock.com / petrunjela,Bild2: © istock.com / audaxl, Bild3:© Istock.com/ fotolinchen, Bild 4: © istock.com / tepic, Bild 5:© istock.com / TanerYILDIRIM, Bild 6: © istock.com / NaturImDetail, Bild 7: © istock.com / bsauter, Bild 8: © istock.com / lirtlon, Bild 9:© istock.com / AlessandroZocc, Bild 10:© istock.com / zhengzaishuru, Bild 11:© istock.

com / Henrik_L, Bild 12: © istock.com / Michal Boubin, Bild 13:© „Ichneumonidae – Amblyjoppa cf. fuscipennis“ by Hectonichus / CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons, Bild 14:© „Runner-ducks“ by Bjoern Clauss / CC BY-SA 2.5 via Wikimedia Commons, Bild 15:© gartenhaus-gmbh/magazin, Bild 16:© istock.com / Vaivirga, Bild 17: © istock.com / KameleonMedia, Bild 18: © istock.

com / Remains, Bild 19: © istock.com / RoderickMacte

Источник: https://www.gartenhaus-gmbh.de/magazin/pflanzenschaedlinge-umweltfreundlich-bekaempfen/

Ungeziefer im Haus – so wird man sie schnell wieder los

Ungeziefer im Haus vorbeugen und bekämpfen
Ungeziefer im haus wir am gründlichsten vom Kammerjäger beseitigt

Ungeziefer im Haus ist für die meisten Menschen eine Horrorvorstellung. Irgendwo in einer Ecke raschelt etwas oder aus der Ritze hinter dem Schrank krabbeln Käfer heraus. Entsetzlich. Was sollen Sie tun? Wie verschwindet das Ungeziefer im Haus wieder? Wir informieren Sie über die richtigen Schritte.

Ungeziefer im Haus – warum eigentlich?

In der Umgangssprache bezeichnet man als Ungeziefer kleine Tiere, die entweder lästig, gesundheitsschädlich oder eklig sind. Meistens handelt es sich um Insekten und Spinnen, aber auch Säugetiere (Ratten, Mäuse) und manche Vögel, zum Beispiel Tauben, werden als Ungeziefer angesehen.

Übrigens ist die Antwort auf die oben gestellte Frage sehr einfach. Sie finden Ungeziefer im Haus, weil es sich dort wohlfühlt. Es ist das ganze Jahr über fast gleichmäßig warm, es gibt feuchte oder trockene Bereiche und Nahrung im Überfluss.

[attention type=red]

Hinter Kühlschränken, Einbaumöbeln oder in Schränken gibt es unzählige Ecken und Winkel zum Verstecken. Natürliche Feinde gibt es in der Regel nicht. Kurz gesagt:

[/attention]

Für Ungeziefer ist Ihre Wohnung und ihr Haus beinahe wie das Paradies!

Ungeziefer im Haus – wie kommt es da hin?

Ungeziefer steckt oft in den kleinsten Ecken

Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten, wie Ungeziefer in Ihr Haus oder Ihre Wohnung gelangen kann. Manche Arten wie Fliegen und Mücken kommen von selbst, weil sie vom Geruch von Lebensmitteln, Licht oder Schweiß angezogen werden.

Auch Ratten und Mäuse können weite Strecken wandern. Anderes Ungeziefer können Sie selbst mit ins Haus bringen, zum Beispiel durch befallene Lebensmittel.

In einer Packung Nudeln, Gewürze oder Mehl können sich Mehlmotten oder Kornkäfer befinden. Das ist von außen nicht erkennbar. Wenn es beispielsweise an Ihrem Arbeitsplatz Kakerlaken gibt, können die Insekten in Ihrer Kleidung mit nach Hause kommen. Die ideale Gelegenheit besteht dafür, wenn Sie sich zur Arbeit umziehen müssen und Ihre Freizeitkleidung während der Arbeit im Spind hängt.

Auf ähnliche Art und Weise können Sie aus dem Urlaub auch Bettwanzen mitbringen. Hunde und Katzen können Flöhe daheim einschleppen.

Ungeziefer im Haus – welche Arten sind besonders häufig?

Am häufigsten kommen Hausstaubmilben vor

Am häufigsten kommen Hausstaubmilben vor. Sie sind in fast jedem Haushalt anzutreffen und kein Zeichen für mangelnde Hygiene. Die Tierchen sind so klein, dass sie für das bloße Auge unsichtbar sind. Sie ernähren sich von den abfallenden Schuppen der menschlichen Haut und leben in Matratzen, Bett- und Kissenbezügen und Polstermöbeln.

Die Milben saugen zwar kein Blut und stechen oder beißen auch nicht, ihr Kot kann aber zu schweren allergischen Reaktionen führen (ständiger Schnupfen, tränende Augen, Hustenanfälle) und Asthma auslösen. Beim Verdacht auf Hausstaubmilben sollten Sie sich an Ihren Arzt wenden, der eine Behandlung einleitet.

Häufig vorkommendes Ungeziefer im Haus sind außer Hausstaubmilben:

Die Liste ließe sich noch lange fortsetzen. Mit Klick auf einen der Links finden Sie einen Beitrag, der sich dediziert mit der Bekämpfung des jeweiligen Schädlings auseinandersetzt.

Was tun gegen Ungeziefer im Haus?

Schutzgitter an Fenster und Türen halten ein Großteil der insekten aus dem Haus

Am besten ist es natürlich, wenn Sie von vornherein verhindern, das Ungeziefer ins Haus kommt. Gegen fliegende Insekten haben sich engmaschige Schutzgitter an Fenstern und Türen bewährt. Achten Sie darauf, dass sie richtig angebracht werden und keine Beschädigungen aufweisen.

Gegen Ratten und Mäuse versehen Sie insbesondere die Kellerfenster mit Schutzgittern und halten Eingangstüren, Türen zum Hof oder Keller möglichst geschlossen.

Für alle Arten von Ungeziefer im Haus gilt, dass Sie Ausschau nach Befallsspuren halten sollten. Achten Sie auf Fraßspuren, Kot oder einzelne, herumlaufende Tiere.

[attention type=green]

Wenn Sie nicht wissen, um welche Art von Tieren es sich handelt, machen Sie ein Foto und stellen es ins Netz.

[/attention]

Unter Garantie ist jemand Online, der Ihnen genau sagen kann, um was es sich handelt und wie Sie es am besten wieder loskriegen. Kontrollieren sie Ihre Vorräte regelmäßig und achten Sie auf Spuren von Befall. Mit Ungeziefer kontaminierte Lebensmittel sind für den Verzehr ungeeignet und müssen entsorgt werden!

Machen Sie dem Ungeziefer im Haus das Leben schwer!

Gründliche, regelmäßige Reinigung gibt dem Ungeziefer nur noch wenige Nahrungsquellen

Zerstören Sie die idealen Bedingungen, die eine rasche Vermehrung ermöglichen. Achten Sie auf Ordnung und Sauberkeit.

Beispielsweise liebt Ungeziefer dunkle Ecken, wo es sich ungestört vermehren kann.

Räumen Sie darum Boden, Keller und Abstellkammer auf, lassen Sie keine Altkleider, Schuhe, Kartons oder ähnliches herumstehen, weil das dem Ungeziefer Verstecke bietet.

In der Küche sollte Sie Lebensmittel nach Möglichkeit in geschlossenen Behältern auewahren, um Ungeziefer die Nahrungsgrundlage zu entziehen. Heben Sie Mehl, Nudeln, Reis, Rosinen und anderes nicht in den Verkaufsverpackungen auf, sondern füllen es in dicht schließende Dosen um. Das sieht nicht nur besser aus, sondern Mehlmotten & Co. finden keine Nahrung mehr.

Gleichzeitig können Sie beim Umfüllen auch kontrollieren, ob alles in Ordnung ist. Leeren Sie die Abfalleimer regelmäßig und rücken beim Reinemachen auch Schränke und Kühlschränke von der Wand und putzen die Flächen dahinter.

Was tun, wenn Ungeziefer imHaus ist?

Es bringt auf jeden Fall nichts, wenn Sie ein einzelnes Tier töten. Ungeziefer tritt fast immer in Massen auf und eine einzelne Motte oder Maus ist nur eine von vielen Tieren. Versuchen Sie stattdessen herauszufinden, wo sich die Tiere verstecken oder auf welche Weise sie ins Haus kommen.

Manche Schädlinge wie Kleidermotten oder Silberfischchen können Sie mit im Handel erhältlichen Mitteln selbst bekämpfen.

[attention type=yellow]

Bei anderen wie Ratten, Kakerlaken oder Bettwanzen ist es empfehlenswert, einen professionellen Schädlingsbekämpfer (Kammerjäger) um Hilfe zu bitten.

[/attention]

Dabei sollten Sie nicht zu lange zögern, den Ungeziefer kann sich von einer Wohnung zur nächsten ausbreiten. Kakerlaken können zum Beispiel ganze Hochhäuser befallen.

Zusammenfassung

Ungeziefer im Haus hat wahrscheinlich jeder schon einmal erlebt. Die Tiere suchen die Nähe des Menschen, weil sie in den Häusern und Wohnungen ideale Lebensbedingungen vorfinden.

Am besten bekämpfen Sie Ungeziefer im Haus, indem Sie ihm den Zutritt so schwer wie möglich machen, durch Ordnung und Sauberkeit Versteckmöglichkeiten einschränken und durch eine gut organisierte Vorratshaltung das Nahrungsangebot verknappen oder schwerer zugänglich machen.

Bestimmte Arten von Ungeziefer im Haus können Sie selbst bekämpfen, bei anderen ist es besser, professionelle Hilfe anzufordern, weil sich das Ungeziefer entweder zu schnell vermehrt oder große Gefahren für Ihre und die Gesundheit Ihrer Mitmenschen in sich trägt. Wichtig ist vor allem, dass sie schnell handeln, bevor Ihnen die Plage über den Kopf wächst.

Источник: https://www.hausundgarten-profi.de/ungeziefer-im-haus/

Heimtextilien
Schreibe einen Kommentar

;-) :| :x :twisted: :smile: :shock: :sad: :roll: :razz: :oops: :o :mrgreen: :lol: :idea: :grin: :evil: :cry: :cool: :arrow: :???: :?: :!: