Velux Model Home 2020 LichtAktiv Haus

Contents
  1. Deutsche BauZeitschrift
  2. Hättet ihr euch vorstellen können, mit einem Haus eine so hohe Identifikation herzustellen? Ich meine nicht nur die emotionale Lebensqualität, sondern auch die technische Dimension des Hauses?
  3. Wie erleben eure beiden Jungs dieses Haus, wie nehmen sie die Technik wahr?
  4. Ist die funktionale Trennung zwischen Alt- und Neubau etwas, was sich im Alltag bewährt hat?
  5. Es gibt oft Vorbehalte gegen Nullenergie- oder Effizienz-Plus-Häuser wegen der hohen Technik-Abhängigkeit. Ihr habt euch darauf eingelassen. Wusstet ihr, was das bedeutet und was auf euch zukommt?
  6. Was bedeutet es für euch, in einem nachhaltigen Gebäude zu wohnen, welches sich den Menschen anpasst und nicht umgekehrt?
  7. Nach den bisherigen Erfahrungen mit eurem Energieverbrauch geht ihr davon aus, dass ihr für Raumheizung, Warmwasser und Strom so gut wie nichts werdet zahlen müssen?
  8. Die Erhaltung der Lebensqualität auf der einen Seite muss natürlich konform gehen mit der Möglichkeit, Energie einzusparen bzw. zusätzlich Energie zu erzeugen. Ist das sichergestellt?
  9. Wie kann man sich das vorstellen? Was tun die bei euch, was hinterfragen sie?
  10. Bereut ihr eure Entscheidung für dieses nachhaltige Gebäude an diesem Standort?
  11. VELUX Model Home 2020: LichtAktiv Haus in Hamburg eröffnet
  12. Das LichtAktiv Haus in 2011: Besichtigungen und Wohnexperiment
  13. „Deutschlands nachhaltigste Marke“: LichtBlick AG
  14. „Deutschlands nachhaltigste Zukunftsstrategien (KMU)“: GESOBAU AG
  15. Page 3
  16. Garderobenschränke als Ergänzung
  17. Page 4
  18. Das Wohnen von morgen bereits heute erleben
  19. Europaweit sechs Konzepthäuser entwickelt
  20. Moderne Raumstruktur und hohe Lichtausbeute
  21. Wohnkomfort und Energieeffizienz im Fokus
  22. Wohnexperiment wird wissenschaftlich begleitet
  23. Zwischenbilanz bestätigt ­Energiekonzept
  24. Wohnkomfort und Raumklima überzeugen
  25. Gebäudetechnik fördert energiesparendes Verhalten
  26. Gewonnene Erkenntnisse als Basis für zukünftige Konzepte

Deutsche BauZeitschrift

Velux Model Home 2020 LichtAktiv Haus

Seit gut anderthalb Jahren gibt es das Wohnexperiment „Velux LichtAktiv Haus“, das im Rahmen der IBA Hamburg in Wilhelmsburg als Nullenergiehaus konzipiert wurde (lesen Sie dazu unseren ausführlichen Bericht in der DBZ 1/2011).

Das Siedlerhaus aus den 1950er-Jahren wurde mit dem Ziel modernisiert, die benötigte Energie inklusive des Haushaltsstroms durch erneuerbare Energien zu erzeugen und mit einer anspruchsvollen Tageslichtarchitektur ein Klima des Wohlbefindens und der Behaglichkeit zu schaffen.

Um herauszufinden, wie das LichtAktiv Haus im täglichen Betrieb funktioniert, bewohnt eine 4-köpfige Familie das Gebäude zwei Jahre lang.

Begleitet wird dieses Wohnexperiment durch ein umfassendes wissenschaftliches Monitoring der Technischen Universitäten Braunschweig und Darmstadt sowie der Humboldt-Universität zu Berlin, deren Konzept physikalische und soziologische Untersuchungsmethoden verbindet.

Nach den bisherigen Auswertungen der Ergebnisse wird deutlich, dass das modernisierte Siedlerhaus die Erwartungen in den meisten Bereichen erfüllt oder sogar übertrifft.

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Ziel der Untersuchungen ist es, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie sich nachhaltiges Wohnen auf das Wohlbefinden der Bewohnerinnen und Bewohner auswirkt und so eine Well-being-Forschung des Wohnens zu begründen. Die Wohnzufriedenheit der Testfamilie im Velux LichtAktiv Haus und das Zusammenspiel von Gebäude und Technik zeigen, dass sich höchster Wohnwert bei optimaler Nutzung erneuerbarer Energien auch bei der Modernisierung von Bestandsgebäuden verwirklichen lässt. Schon nach etwa 20 Monaten haben sich bei diesem auf zwei Jahre ausgelegtem Wohnexperiment bemerkenswerte und interessante Erkenntnisse für das Wohnen in der Zukunft ergeben.

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Die DBZ Redaktion hat Irina (IO) und Christian Oldendorf (CO) darüber befragt, wie sie sich nach gut anderthalb Jahren in dem neuen Zuhause fühlen.

Hättet ihr euch vorstellen können, mit einem Haus eine so hohe Identifikation herzustellen? Ich meine nicht nur die emotionale Lebensqualität, sondern auch die technische Dimension des Hauses?

CO: Uns wird eigentlich erst jetzt in der Endphase deutlich, wie das Haus auf uns wirkt, wie es uns beeinflusst.

Wir stellen uns schon die Frage: Gehen wir zurück in die alte Wohnung? Kann man das überhaupt noch? Wir stellen fest, es geht nicht! Nicht weil es kleiner ist, sondern weil es dunkler ist, nur kleine Fenster mit dunklen Räumen, wir mussten immer das Licht anschalten.

Hier merken wir, wie wichtig uns Tageslicht ist, das die Räume regelrecht durchflutet.

Als wir von diesem Projekt gehört hatten, fanden wir es sehr spannend, so modern und energiesparend wohnen und leben zu können! Für uns war Ottensen als Wohnort immer ein ganz wichtiger Aspekt, jetzt sagen wir aber, dieses Haus hier in Wilhelmsburg ist uns wichtig. Es ist uns wichtig, dass die Kinder draußen spielen können, dass wir viele Leute einladen können. Solche Dinge haben an Wert gewonnen.

Wie erleben eure beiden Jungs dieses Haus, wie nehmen sie die Technik wahr?

IO: Für die beiden ist der große Garten das Wichtigste und dass sie Fußball spielen können.

Wenn sie Freunde einladen und sich plötzlich die Fenster automatisch öffnen, erschrecken die sich erst einmal und fragen ‚Was ist das?’ Und sind dann beeindruckt von dem modernen Haus.

Für unsere Kinder ist vieles selbstverständlicher als für die Besucherkinder. Schön ist, dass unsere Kinder durch das Haus in ihrer Wahrnehmung sensibilisiert sind, Energie bewusst und sparsam zu verbrauchen.

Ist die funktionale Trennung zwischen Alt- und Neubau etwas, was sich im Alltag bewährt hat?

CO: Ja, sehr. Hier im Neubau kann man feiern, macht die Schiebetür zu und die Kinder schlafen und kriegen nichts mehr mit.

Der Neubau als öffentlicher und der Altbau als persönlicher Bereich mit Schlafräumen, das ist schon perfekt. Schön ist auch, dass alles so offen ist mit viel Tageslicht.

Die Kinder haben zwar kleine Zimmer für sich, aber in der Galerie als Gemeinschaftsraum kommen wir halt zusammen.

Es gibt oft Vorbehalte gegen Nullenergie- oder Effizienz-Plus-Häuser wegen der hohen Technik-Abhängigkeit. Ihr habt euch darauf eingelassen. Wusstet ihr, was das bedeutet und was auf euch zukommt?

CO: Die Technik läuft im Hintergrund, die ist kaum zu spüren. Sie dient dazu, unser Leben zu vereinfachen und zu entlasten. Wir haben die Möglichkeit manuell einzugreifen, wenn es nötig ist. Ansonsten beschäftigen wir uns mit diesen Dingen nicht mehr.

Was bedeutet es für euch, in einem nachhaltigen Gebäude zu wohnen, welches sich den Menschen anpasst und nicht umgekehrt?

IO: Besonders hervorzuheben ist die Tatsache, dass wir kaum gedacht hatten, mit soviel Tageslicht so komfortabel leben zu können.

CO: Das betrifft eigentlich die ganze Technik. In unserer alten 3-Zimmer-Wohnung hatten wir eine Gastherme und haben immer auf ­unsere Abrechnung gewartet. Man hat sich über Schimmelbildung geärgert, die wir dann angeblich durch falsches Lüften selber verursacht haben.

Zu wissen, dass es hier eine Technik gibt, die für einen lüftet, dass man eine außergewöhnliche Dämmung hat, Systeme, die aus Sonne Strom produzieren – das alles ist für uns völlig neu. Trotzdem haben wir unsere Gewohnheiten nicht ändern müssen.

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Wir genießen das und haben zusätzlich wesentlich höheren Wohnkomfort. Man lernt mit der Zeit, mit der Technik umzugehen, dafür muss man kein Fachmann sein. Bei den Bedienungselementen wünschen wir uns eher solche, die portabel sind.

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Das System mit dem Smartphone zu steuern, wäre schon sehr praktisch.

Nach den bisherigen Erfahrungen mit eurem Energieverbrauch geht ihr davon aus, dass ihr für Raumheizung, Warmwasser und Strom so gut wie nichts werdet zahlen müssen?

CO: Genau! Im vergangenen Jahr haben wir für Strom 5 € bezahlt. Dieses Haus ist ein PlusEnergie-Haus. Der Strom von der Photovoltaik-Anlage wird direkt ins Netz eingespeist und wir bekommen eine Einspeisevergütung. Das läuft über einen Zähler, wir haben hier keinen Speicher.

Theoretisch hätten wir das Auto als Batterie, aber diese Technik geht noch nicht. Wir haben einen großen Monitor, auf dem wir alles nachvollziehen können.

Mit kleineren Monitoren kann ich für jeden Raum Temperaturen und CO²-Werte einstellen: soll nach­gelüftet werden, sollen die Jalousien rauf- oder runterfahren.

Die Erhaltung der Lebensqualität auf der einen Seite muss natürlich konform gehen mit der Möglichkeit, Energie einzusparen bzw. zusätzlich Energie zu erzeugen. Ist das sichergestellt?

IO: Aus diesem Grund werden wir von zwei Hochschulen begleitet. Von der Humboldt Universität und der TU Braunschweig. Die TU hat den Fokus auf der Technik im Sinne von Monitoring, während die Humboldt Universität uns soziologisch im Blick hat.

Die technischen Anforderungen und Maßgaben der  TU werden im Einklang mit uns umgesetzt und wir werden entsprechend angeleitet.

Seit Januar 2012 werden alle Daten zu Energieerzeugung und -verbrauch sowie das Außenklima und die entsprechenden Innenraumwerte kontinuierlich quantitativ erfasst und dokumentiert.

Parallel dazu beantworten wir im Rahmen von qualitativen Interviews, Gruppendiskussionen und Onlinebefragungen regelmäßig Fragen zu unserem persönlichen Wohn- und Wohlfühlgefühl, um einen Bezug zu den quantitativen Messwerten herzustellen.

Wie kann man sich das vorstellen? Was tun die bei euch, was hinterfragen sie?

CO: Genauso wie wir auch jetzt hier sind, sitzen wir zusammen und erzählen, was uns in den letzten Wochen aufgefallen ist, wie das im Übergang Sommer/Herbst gelaufen ist.

IO: Wir versuchen nachzuvollziehen, wann wir uns wie lange in welchem Raum aufgehalten hat, wann wir geduscht haben, wie lange das Licht an war oder ob wir die Jalousien manuell oder elektrisch bedient haben.

Jeder unserer Schritte ist nachvollziehbar, daran muss man sich erst gewöhnen.

Unsere Wohlfühltemperatur hatten wir auf 20,5 °C festgelegt, mussten dann aber feststellen, das sie eher bei 22 bis 23 °C liegt, weil hier eine Menge Bewegung im Haus ist: Tür auf, Tür zu …

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Seit ein paar Tagen führen wir eine tägliche Online-Befragung durch: fünf Fragen über drei Wochen. Da werden Fragen nach dem Licht gestellt: wie die Luftverhältnisse, Wärmeverhältnisse, das Wohlbefinden sind und wer sich wo wie lange aufgehalten und was gemacht hat.

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Das sind nur ganz kurze Fragen, die mit wenig Aufwand zu beantworten sind. Diese Fragen über einen Zeitraum von mehreren Wochen ergeben ein Bild, gerade jetzt im Jahreszeitenübergang, eine Kurve, Ergebnisse und damit wichtige Erkenntnisse zu unserem Wohnverhalten.

Bereut ihr eure Entscheidung für dieses nachhaltige Gebäude an diesem Standort?

Die Frage stellt sich so nicht. Wir können uns gar nicht mehr vorstellen so zu leben, wie wir es in Ottensen getan haben – wir möchten weiter in Wilhelmsburg und damit auf jeden Fall in diesem wunderbaren Haus bleiben.

Источник: https://www.dbz.de/artikel/dbz_Testwohnen_in_Wilhelmsburg_Ein_Gespraech_mit_den_Bewohnern_des_LichtAktiv_1859431.html

VELUX Model Home 2020: LichtAktiv Haus in Hamburg eröffnet

Velux Model Home 2020 LichtAktiv Haus

(28.11.2010) Am 19. November fand in Hamburg-Wilhelmsburg die feierliche Eröf­fnung des LichtAktiv Hauses, eines zukunftsweisend modernisierten Siedlerhauses aus den 1950er Jahren, statt (siehe Google-Maps und/oder Bing-Maps).

Damit wurde das zweite offizielle IBA-Projekt nach dem IBA DOCK (September 2009) eröffnet.

Das einzige Umbauprojekt des europaweiten Velux Experiments Model Home verspricht einen CO₂-neutralen Betrieb, gesundes Raumklima und Tageslicht durchflutete Räume.

Nach fünf Monaten Bauzeit ist die Verwandlung perfekt: Das mehr als 50 Jahre alte, typische Siedlerhaus in Hamburg-Wilhelmsburg wurde umfassend modernisiert und durch einen lichten, großzügigen Anbau ergänzt. Es ist nun ein helles, zeitgemäßes Familienhaus, das höchsten Ansprüchen an Energieeffizienz, gesundes Raumklima und Wohnkomfort gerecht werden soll.

Vor der feierlichen Eröffnung des LichtAktiv Hauses am 19.

November durch Markus Schreiber, Bezirksamtsleiter Hamburg-Mitte, erfuhren die Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, aber auch der Nachbarschaft des LichtAktiv Hauses in Hamburg-Wilhelmsburg, von Jørgen Tang-Jensen, CEO Velux A/S, und Dr. Sebastian Dresse, Geschäftsführer Velux Deutschland GmbH, mehr über Hintergründe des Model Home 2020.

LichtAktiv Haus nach dem Umbau bei der Eröffnung (Bild vergrößern)

Uli Hellweg, Geschäftsführer der IBA Hamburg GmbH, freute sich über die Fertigstellung eines offiziellen Projekts der Internationalen Bauausstellung IBA Hamburg, das seinen Beitrag zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz leisten wird.

Die Bedeutung des Experiments LichtAktiv Haus für seine Mitglieder hob Rolf-Rüdiger Seidel, erster Vorsitzender des Verbands für Haus- und Wohneigentum Hamburg, in dem auch zahlreiche Eigentümer von zu modernisierenden Siedlerhäusern zusammengeschlossen sind, hervor.

Das LichtAktiv Haus ist der deutsche Beitrag zum europa­wei­ten Velux Experiment Model Home 2020, in dessen Rahmen das Unternehmen auf der Suche nach dem Bauen und Wohnen der Zukunft sechs Konzepthäuser umsetzt – siehe Beitrag „Model Home 2020 – ein Experiment von Velux“ vom 18.11.2009. Als zukunftsweisendes Modernisierungsbeispiel will das LichtAktiv Haus Anregungen und Erkenntnisse liefern …

  • im Speziellen für in Deutschland hunderttausendfach zu findende Siedlerhäuser wie auch
  • im Allgemeinen für unzählige ältere Bestandsgebäude.

Das LichtAktiv Haus in 2011: Besichtigungen und Wohnexperiment

 

Ab Anfang 2011 steht das LichtAktiv Haus einige Monate für Besichtigungen und Veranstaltungen offen. Danach bewohnt und testet als Bestandteil des Experiments eine Familie das Haus für ein Jahr.

Energieverbrauch und die Innenklimabedingungen werden während der Nutzungsphase durch eine aufwändige Haustechnik laufend gemessen und die Ergebnisse dokumentiert – ohne dabei die Bewohner einzuschränken.

„Dahinter steht unsere Überzeugung, dass der Mensch als Nutzer eines Gebäudes im Mittelpunkt stehen sollte, um nachhaltiges Wohnen zukunftsfähig zu machen“, sagt Dresse. „Das LichtAktiv Haus soll ein Gebäude sein, das sich den Bedürfnissen der Bewohner anpasst, nicht umgekehrt.“

Die Auswertung der Daten wird Aufschluss darüber geben, wie sich die Velux Vision von optimalen Wohnbedingungen mit angenehmem Raumklima, Tageslicht und optimaler Energieeffizienz in der Praxis bewährt.

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Die Ergebnisse wird der Dachfensterhersteller der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. „Es entspricht unserer Unternehmensphilosophie, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.

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Deshalb wollen wir mit dem Projekt Model Home 2020 einen aktiven Beitrag zum energieeffizienten und qualitativ ansprechenden Bauen und Wohnen der Zukunft leisten“, erklärt Dresse.

Neben dem LichtAktiv Haus als Premium-Modernisierung, entwarf das Projekt-Team im Rahmen des integralen Planungsprozesses auch weitere Modernisierungsstufen geringeren Umfangs.

Diese verdeutlichen, wie man auch mit kleineren und mittleren Budgets zukunftsweisend modernisieren kann.

Genau wie für die Premium-Variante berechnet Velux auch für die drei alternativen Modernisierungen die Energiebilanz und will die Ergebnisse in 2011 vorstellen.

Eröffneten feierlich das LichtAktiv Haus (v.l.n.r.): Rolf-Rüdiger Seidel (erster Vorsitzender des Verbands für Haus- und Wohneigentum Hamburg), Jan Ostermann (Ostermann Architekten), Jørgen Tang-Jensen (CEO VELUX A/S), Uli Hellweg (Geschäftsführer der IBA Hamburg GmbH), Katharina Fey (Entwurfsverfasserin LichtAktiv Haus), Karoline Herger (Ostermann Architekten), Markus Schreiber (Bezirksamtsleiter Hamburg-Mitte), Petra Schumacher (Leitung Marketing VELUX Deutschland), Dr. Sebastian Dresse (Geschäftsführer der VELUX Deutschland GmbH) (Bild vergrößern)

Die Partner innerhalb der R-Gruppe beim LichtAktiv Haus Projekt sind übrigens Velfac, WindowMaster und Sonnenkraft. Als Kooperationspartner unterstützen das Projekt zudem Eternit, Gira, Grohe, Keramag, Knauf, Knauf Insulation, Nolte Küchen und Somfy.

Weitere Informationen zum LichtAktiv-Haus bzw. zu Model Home können per E-Mail an Velux angefordert werden.

(28.11.2010) Der Deutsche Nachhaltigkeitstag ist eine Initiative der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung, dem Rat für Nachhaltige Entwicklung, Wirtschaftsverbänden, Forschungseinrichtungen und zivilgesellschaftlichen Organisationen.

Er prämiert Unternehmen, Produkte und Marken, die vorbildlich wirtschaftlichen Erfolg mit sozialer Verantwortung und Schonung der Umwelt verbinden, mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis.

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Sonderpreise zeichnen Persönlichkeiten aus, die national oder international in herausragender Weise den Gedanken einer zukunftsfähigen Gesellschaft fördern.

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Am 26.11.2010 fanden sich eintausend Gäste aus Wirtschaft, Politik, Medien und Gesellschaft zur Verleihung des diesjährigen Deutschen Nachhaltigkeitspreises im Düsseldorfer Maritim Hotel ein. Unter den Preisträgern waren auch einige aus dem Baubereich:

„Deutschlands nachhaltigste Marke“: LichtBlick AG

Die Begründung der Jury (Ausschnitt): „Die LichtBlick AG ist ein konzernunabhängiger und innovativer Energieanbieter, der sich seit der Gründung (1998) auf regenerative Energien und damit verbunden auf Klimaschutz fokussiert.

Diese auf ökologische Nachhaltigkeit ausgerichtete Markenidentität wird seit Anbeginn des Unternehmens mit einer ökonomischen Nachhaltigkeit verknüpft. Bewusst richtet sich daher die Marke nicht an einen Nischenmarkt, sondern an den Massenmarkt.

Eine große Kundennähe sowie ein umfassendes Engagement für fairen Wettbewerb und umweltfreundliche Energiepolitik bilden weitere Eckpfeiler der ökonomischen und ökologischen Nachhaltigkeit.“ (die ganze Jurybegründung)

Top 3 bei „Deutschlands nachhaltigste Marke“: Wagner & Co Solartechnik GmbH

Die Begründung der Jury (Ausschnitt): „Die Unternehmensmarke Wagner & Co Solartechnik positioniert sich als ökologisch nachhaltiges Unternehmen im Feld der erneuerbaren Energien. Abgerundet wird diese Positionierung durch eine Fokussierung auf exzellente Produktqualitäten und faire Geschäftspraktiken mit allen Partnern.

Diese Positionierung war auch die Motivation zur Gründung des Unternehmens 1979 und bildet seitdem den Kern der Unternehmenskultur und Markenidentität. Ergänzt wird diese ökologische Nachhaltigkeit durch eine ökonomische (wirtschaftliches Wachstum, Unabhängigkeit) und durch eine vor allem nach innen wirkende soziale Nachhaltigkeit – z.B.

Mitarbeiterbeteiligung.“ (die ganze Jurybegründung)

„Deutschlands nachhaltigste Zukunftsstrategien (KMU)“: GESOBAU AG

Die Begründung der Jury (Ausschnitt): „Mit der integrierten sozialen und ökologischen Quartiersentwicklung des Märkischen Viertels in Berlin adressiert die GESOBAU AG eine der drängendsten Nachhaltigkeitsherausforderungen unserer Zeit: die Sanierung von Immobilienbestand.

Im Märkischen Viertel gehören dem Unternehmen 15.000 Wohnungen, die vor Beginn der Modernisierung eine Emission von 40.000 t CO₂ pro Jahr verursachten. Hauptursachen sind mangelhafte Gebäudesubstanz, ungenügende Dämmverhältnisse und eine antiquierte Wärmeversorgung.

Die GESOBAU AG hat 2007 entschieden, bis 2015 13.000 Wohnungen zu modernisieren und damit die CO₂-Emission auf 17.000 t pro Jahr zu reduzieren; ferner soll die Wärmeversorgung 2011 von einem Erdgas Fernheizkraftwerk auf Kraft-Wärme-Kopplung umgestellt werden.

“ (die ganze Jurybegründung)

Top 3 bei „Deutschlands nachhaltigste Produkte“: Vaillant Deutschland GmbH & Co.KG

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Die Begründung der Jury (Ausschnitt): „Die Vaillant GmbH ist seit über 135 Jahren in den Bereichen Heiz-, Klima- und Lüftungstechnik aktiv.

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Als Familienunternehmen nennt sie nachhaltiges, langfristiges Denken und Handeln als wesentliche Erfolgsfaktoren.

Vaillant bietet weltweit energieeffiziente Produkte und Systeme an, die zunehmend Technologien auf Basis erneuerbarer Energien integrieren.“ (die ganze Jurybegründung)

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… z.B. in der Bauhaus Konzernzentrale in Mannheim (Bild vergrößern)  

(29.11.2010) Ein gut gestalteter Sanitärbereich ist heute deutlich mehr als nur die Summe einzelner Ausstattungsgegenstände. Hier kommt es besonders auf Funktionalität, Nachhaltigkeit und Ästhetik an.

Dazu gesellen sich die aktuellen Trends Wellness und Design, die allesamt in schlüssige Gestaltungskonzepte münden sollten.

Der Werkstoff Glas unterstützt dabei nicht nur ein besonderes und hochwertiges Ambiente, er ist darüber hinaus ideal geeignet, robuste, langlebige und vandalismussichere Konstruktionen zu schaffen.

Vitrum – so heißen beispielsweise bei Schäfer Trennwandsysteme die Trennwände und Kabinenanlagen aus Glas, die sich an vorgegebene Raumgeometrien leicht anpassen lassen, um den vorhandenen Raum bestens auszunutzen. Selbst runde Formen sollen laut Hersteller umsetzbar sein. Das minimalistische Design stellt dabei das Material Glas klar in den Vordergrund.

Farben sind eine der Stärken von Vitrum – das zeigt sich beispielsweise in der Therme Meran, für dessen Innenarchitektur Matteo Thun federführend war. Der renommierte Designer nutzte zudem die Möglichkeit der individuellen Gestaltung für behindertengerechte Umkleide-Kabinen mit Schiebetüren:

Die Wände und Türen des in der PremiumLine angesiedelten Vitrum-Systems bestehen aus 10 mm starkem emailliertem Sicherheitsglas.

Die Oberflächen werden vom Hersteller als besonders kratzfest und hitzeresistent beschrieben – ein Ergebnis, das durch die Verwendung hochwertiger keramischer Schmelzfarben erzielt werde. So sollten z.B.

auch Graffitti-Künstler und Vandalen den Leichtbauelementen nichts anhaben können.

Bild vergrößern
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Neben weißen und farbigen Beschichtungen sind übrigens auch individuelle Bildmotive möglich – siehe dazu Beitrag „Hingucker: (Sanitär-)Trennwände mit individuell gestalteten Oberflächen“ vom 20.10.2008.

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Alle Kanten sind flach poliert. Die gesamte Anlage ist korrosionsgeschützt und sei sogar seewasserbeständig. Sie verspricht gute Reinigungseigenschaften und gilt als langlebig und nachhaltig. Die mit dem GS-Zeichen versehenen Systeme sind zudem TÜV-geprüft, was Investoren und Betreibern die Entscheidung für ein hochwertiges Trennwandsystem erleichtern sollte.

Zur Montage werden die Wände in eine auf dem Boden aufgeschraubte Klemmkonstruktion eingespannt. Alle Materialkomponenten bestehen -wenn nicht aus Glas – dann aus eloxiertem, hochwertigem Aluminium. Verschiedene Bodenverankerungen – z.B.

durch einen zentralen Mittelfuß (wie im Bild oben und im Bild rechts) – ermöglichen weitgehend fußfreie Vorderfronten. Mit zurückgesetzten Füßen und zurückgesetztem Abdeckprofil lassen sich die Kabinen optisch auch ganz vom Boden entkoppeln.

Garderobenschränke als Ergänzung

Passend zu den Kabinenanlagen aus Glas bietet Schäfer Trennwandsysteme Garderobenschränke mit Glastüren an. Durch die Verwendung eines variablen Korpus aus HPL Vollkernplatten sind dabei ebenfalls verschiedene Aufteilungen und Größen sowie verschiedene Schließsysteme ganz nach Kundenwunsch möglich:

Weitere Informationen zu Vitrum können per E-Mail an Schäfer Trennwandsysteme angefordert werden.

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Источник: https://www.baulinks.de/webplugin/2010/1967.php4

Das Wohnen von morgen bereits heute erleben

Velux Model Home 2020 LichtAktiv Haus

Das Hamburger LichtAktiv Haus ist ein Projekt, mit dem die Firma Velux zeigen will, wie sich zukunftsweisendes Wohnen mit der Nutzung von Tageslicht im Bestand bereits heute umsetzen lässt.

So wird die im LichtAktiv Haus – einem modernisierten Siedlerhaus – benötigte Energie inklusive des Haushaltsstroms vollständig durch erneuerbare Energien erzeugt.

Außerdem sorgt eine anspruchsvolle Tageslichtarchitektur für Wohlbefinden und Behaglichkeit.

Fotos: Velux Deutschland GmbH Moderne Architektur verbindet sich mit der städtebaulichen Idee der Sied­ler­häuser: Das LichtAktiv Haus zeigt, wie sich zeitgemäße Wohnansprüche auch im Rahmen von Modernisierungen realisieren lassen.

Das hinsichtlich Energieeffizienz und Nutzerkomfort optimierte Konzept wurde von Spezialisten aus Wissenschaft, Planung und Handwerk entwickelt und realisiert. Ein auf zwei Jahre angelegtes, wissenschaftlich begleitetes Wohn­ex­periment scheint die theoretischen Berechnungen und Planungen des Velux LichtAktiv Hauses grundsätzlich zu bestätigen.

Europaweit sechs Konzepthäuser entwickelt

Das LichtAktiv Haus ist Teil des internationalen Velux Experiments Model Home 2020, in dessen Rahmen das Unternehmen auf der Suche nach dem Bauen und Wohnen der Zukunft europaweit sechs Konzepthäuser umsetzt. Ziel ist es, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie eine umweltverträgliche Wohnlösung konzipiert sein sollte, die seinen Bewohnern gleichzeitig ein gesundes Raum­kli­ma und besten Wohnwert bietet.

Beim deutschen Beitrag handelt es sich um ein in Hamburg-Wilhelmsburg gelegenes typisches Siedlerhaus aus den 50er Jahren, das im Rahmen der Internationalen Bauausstellung (IBA) Hamburg als Nullenergiehaus modernisiert wurde. Dabei verbindet das LichtAktiv Haus beispielhaft intelligentes Energie­de­sign mit höchstem Wohnwert, und Heizungs- und Stromrechnungen gehören der Vergangenheit an.

Moderne Raumstruktur und hohe Lichtausbeute

Voraussetzung für CO2-Neutralität im Betrieb ist ein möglichst geringer Gesamt­energiebedarf. Im Bestandsgebäude wurden deshalb Bodenplatte und Fassade nach modernsten Erkenntnissen gedämmt.

Auch die Sparren des neu errichteten Kehlbalkendachs wurden vollständig ausgedämmt und mit einer außenseitig angeordneten Holzfaserdämmstoffplatte verkleidet.

Zugleich wurde die ge­schlos­sene, kleinteilige Raumstruktur aufgebrochen, um großzügige Aufenthalts-, Erlebnis- und Verkehrsbereiche zu schaffen.

Ein eingeschossiger Zwischenbau mit Flachdach, der als Hauseingang und Gartenaustritt dient, verbindet das Bestandsgebäude mit der hoch gedämmten Holzrahmenkonstruktion eines neu errichteten Anbaus.

Dieser bietet zusätzliche Wohnfläche und steht darüber hinaus im Mittelpunkt des innovativen Energie­kon­zeptes: Die auf dem Dach des Anbaus installierten Photovoltaik-Module und Solarthermie-Kollektoren erzeugen in Kombination mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe die im LichtAktiv Haus für Heizung, Warmwasser und Strom benötigte Energie.

Wohnkomfort und Energieeffizienz im Fokus

Eine besondere Tageslichtarchitektur versorgt das Gebäude mit viel Licht und frischer Luft und sorgt für Wohlbefinden und Behaglichkeit. Gleichzeitig unter­stützen solare Energieeinträge durch die von 18 auf 93 m² erweiterte Fenster­fläche die Heizung, und in den tageslichtdurchfluteten Räumen kann auch an trüben Tagen meist auf künstliche Beleuchtung verzichtet werden.

Darüber hinaus spielen die Dachfenster eine zentrale Rolle bei der Be- und Entlüftung des Gebäudes. In der aus energetischen Gründen luftdichten Bausubstanz öffnen und schließen sich die Fenster automatisch je nach Temperatur, CO2-Konzentration und Luftfeuchtigkeit. Diese natürliche Belüftung gewährleistet ein gesundes Raumklima.

Wohnexperiment wird wissenschaftlich begleitet

Mit dem Einzug von Christian und Irina Oldendorf und ihren beiden Söhnen Lasse und Finn hat im Dezember 2011 der zweite Teil des Experiments begonnen.

Als Testfamilie stellen sie das LichtAktiv Haus zwei Jahre lang auf die Probe und berichten unter www.licht­aktivhaus.de über ihr Leben im Haus der Zukunft.

Besucher finden hier neben Beiträgen über die Er­fah­run­gen mit der Haustechnik auch Berichte über das Wohngefühl der Familie im Licht­Aktiv Haus.

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Foto: Velux Deutschland GmbH Wohnwert im Fokus, Energieeffizienz inklusive: Im Rahmen eines wissen­schaftlich begleiteten Wohnexperiments stellt Familie Oldendorf das Licht­Aktiv Haus auf die Probe und berichtet unter www.lichtaktivhaus.de über ihr Leben im modernisierten Sied­ler­haus.

[/attention] Begleitet wird dieses Wohnexperiment durch ein wissenschaftliches Mo­ni­to­ring, dessen Konzept erstmals quantitative und qualitative Un­ter­su­chungs­me­tho­den verbindet. Dabei messen und dokumentieren Wissenschaftler der TU Braun­schweig Energieerzeugung und -verbrauch im LichtAktiv Haus und erfassen zudem die quantitativen Daten zum In­nen­raum­kli­ma wie Tem­pe­ra­tur, relative Luftfeuchtigkeit und CO2-Konzentration der Luft.

Parallel zu diesen quantitativen Messungen erfasst ein interdisziplinäres Team aus Architekten und Soziologen der TU Darmstadt und der Humboldt-Universität zu Berlin die bisherigen Erfahrungen der Testfamilie im Rahmen von Interviews und Onlinebefragungen. Dies ermöglicht es, einen direkten Bezug zwischen dem persönlichen Wohn- und Wohlfühlgefühl der Testfamilie und den quantitativen Messwerten herzustellen.

Zwischenbilanz bestätigt ­Energiekonzept

Die hohe Wohnzufriedenheit der Testfamilie und die guten Testergebnisse von Gebäude und Technik scheinen die theoretischen Berechnungen und Planungen grundsätzlich zu bestätigen.

So entspricht der Heizwärmebedarf im Gebäude den Vorausberechnungen – und das, obwohl die In­nen­raum­tem­pe­ra­tur rund 2 °C über den nach Norm kalkulierten Werten liegt.

Zu­rück­zu­füh­ren ist dies vor allem auf die gute Dämmung des Gebäudes.

Darüber hinaus wirken sich solare Wärmegewinne durch die Dachfenster im LichtAktiv Haus deutlich stärker aus als bei weniger gut gedämmten Ge­bäu­den. Und auch der Stromverbrauch durch die Familie ist mit Werten anderer Referenzgebäude vergleichbar. Zugleich liegen sowohl die so­lar­ther­mi­schen Erträge als auch die Gewinne aus der Photovoltaik über den kalkulierten Werten.

Wohnkomfort und Raumklima überzeugen

Die Raumaufteilung und die Innenarchitektur des LichtAktiv Hauses werden von der Testfamilie als sehr positiv empfunden.

„Es ist sehr beeindruckend zu sehen, dass man ein gewöhnliches altes Siedlerhaus aus den 50er Jahren in so ein helles, modernes Nullenergiehaus verwandeln kann.

Allein das Raum­an­ge­bot ist für uns paradiesisch, und die Lebensqualität hat sich deutlich erhöht“, so Christian Oldendorf. Die bisherigen Interviews zeigen, dass sich die Familie im neuen Zuhause sehr wohl fühlt.

Der Erweiterungsbau besteht aus einer Holzrahmen-Konstruktion. Er bietet mit einer flexiblen Raumaufteilung Platz für einen Wohn-, Koch- und Ess­be­reich und garantiert dabei ein Höchstmaß an Variabilität.

Insbesondere die behaglichen Raumtemperaturen, die optimale Luftqualität sowie die enorme Helligkeit der Räume werden immer wieder positiv hervorgehoben. „In der alten Wohnung ging mein erster Schritt stets zum Lichtschalter“, erklärt Irina Oldendorf. „Im LichtAktiv Haus wusste ich anfangs gar nicht, wo die sind, denn hier ist es selbst an trüben Tagen immer hell genug.“

Gebäudetechnik fördert energiesparendes Verhalten

Die Gebäudetechnik wird von den Bewohnern sowohl im Hinblick auf die auto­ma­tisierten Vorgänge als auch auf die individuellen Steu­e­rungs­mög­lich­kei­ten als hervorragend eingeschätzt.

Da es bei Bedarf jederzeit möglich ist, in die Technik einzugreifen, fühlt sich die Testfamilie auch nicht davon eingeengt, sondern empfindet die Automatisierung, wie beispielsweise die sich selbstständig öff­nen­den Fenster und die natürliche Belüftung, vielmehr als wirkliche Bereicherung.

Zugleich scheint der große Monitor, der den Verbrauch anzeigt, das Energie­spar­ver­halten der Testfamilie positiv zu beeinflussen. „Das Faszinierende ist, dass wir die Daten zum Energieverbrauch und -gewinn jederzeit selbst auf dem Bildschirm ablesen können“, erklärt Christian Oldendorf „Dadurch ist unsere Sensibilität für das Energiesparen deutlich gestiegen.“

Gewonnene Erkenntnisse als Basis für zukünftige Konzepte

Die Evaluation (Begutachtung) des Wohnexperiments LichtAktiv Haus bewegt sich an der Schnittstelle der vier Disziplinen Architektur, Ingenieurwesen, Soziologie und Psychologie.

In den kommenden Monaten werden die beteiligten Wissenschaftler die qualitativen und quantitativen Aspekte der Untersuchung noch stärker miteinander verzahnen.

Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, die grundsätzliche Frage zu beantworten, was in Bezug auf zukünftige Wohnqualität wirklich wichtig ist und wie sich die zukünftigen Anforderungen an die Ener­gie­effi­zienz eines Gebäudes bei maximaler Nutzerfreundlichkeit erfüllen lassen.

Die Ergebnisse des Wohnexperiments im LichtAktiv Haus werden mit den Erkenntnissen der anderen Konzepthäuser im Rahmen des Model Home 2020 Experiments zusammengeführt, sodass eine europäische Plattform für wissenschaftliche Forschungsaktivitäten im Bereich nachhaltigen Wohnens entsteht.

Zudem stehen alle Pläne und Informationen zum LichtAktiv Haus unter www.Velux.de/lichtaktivhaus zur Verfügung. Zwei zusätzliche Modernisierungs-Varianten zeigen, wie ein altes Siedlerhaus auch mit geringerem Budget in ein energieeffizientes und modernes Eigenheim verwandelt werden kann.

Velux

Das LichtAktiv Haus ist der deutsche Beitrag zum europaweiten Velux Model Home 2020 Projekt. Im Rahmen des Experiments begeben sich die Tageslichtexperten auf die Suche nach dem Bauen und Wohnen der Zukunft.

Die Modernisierung einer Dop­pel­haus­hälf­te aus den 1950er Jahren in Hamburg-Wilhelmsburg soll zeigen, wie sich optimale Energieeffizienz und höchster Wohnwert zu­kunfts­wei­send verbinden lassen. Die Ziele: CO2-Neutralität im Betrieb und ein gesundes Raumklima für die Bewohner mit viel Tageslicht und frischer Luft.

Das LichtAktiv Haus ist ein Projekt der Internationalen Bauausstellung IBA Ham­burg und leistet einen Beitrag zum Klimaschutzkonzept Er­neu­er­ba­res Wilhelmsburg.

Lesen Sie mehr unter: www.Velux.de/lichtaktivhaus

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Источник: https://www.eigenheimerverband.de/tipps-fuer-recht-garten-haus/haus-wohnung/themenarchiv/lichtaktiv-haus-auf-probe/

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