Wände streichen: Die besten Tipps und Tricks

Richtig streichen: Farbe, Pinsel, Rolle und Co

Wände streichen: Die besten Tipps und Tricks

Wenn feststeht, ob die Wände weiß gestrichen werden sollen oder man sich für einen anderen Farbton entschieden hat, beginnen die Streichvorbereitungen. Dabei gilt: Je sorgfältiger die Vorarbeiten, desto besser das Ergebnis.

Wussten Sie, dass die Wandfarben die Raumwirkung beeinflussen?

Vor dem Streichen: Die richtige Vorbereitung

Räumen Sie das Zimmer vor dem Streichen möglichst komplett leer oder schichten Sie verbliebene Gegenstände in der Raummitte, um sie gut mit Folie abzudecken, ebenso wie auch den Fußboden.

Anschließend Fußleisten, Fensterbänke, Türrahmen und so weiter mit Kreppband abkleben und nicht nur alle Lampen entfernen, sondern auch sämtliche Nägel oder Schrauben.

Wenn Löcher später wiederverwendet werden sollen, steckt man zur Markierung ein Streichholz hinein.

Wichtig: Vor dem Abmontieren von Steckdosen und Lampen den Strom abstellen![attention type=yellow]

Greifen Sie nicht vorschnell zu Rolle und Pinsel, sondern untersuchen Sie die zu streichenden Flächen auf Schäden. Kleine Risse und (Dübel-)Löcher müssen verspachtelt und nach dem Trocknen gegebenenfalls glattgeschliffen werden.

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Wenn neue Tapeten oder neu geputzte Wände gestrichen werden sollen, dürfte es bezüglich des Untergrundes keine Probleme geben. Anders kann das aussehen, wenn alte Farbe vorhanden ist.

In diesem Fall ist zunächst der Altanstrich auf seine Haftfähigkeit zu prüfen.

So testen Sie den alten Anstrich:Einen schlechten Untergrund bilden Farben, die beim Überstreichen kreiden, die sich beim Betupfen mit einem nassen Finger dunkler verfärben oder solche, die den Klebestreifentest nicht bestehen.

Klebestreifentest:

Dabei drückt man einen Klebestreifen gegen die Wand und zieht ihn wieder ab, wenn Farbreste auf dem Klebestreifen haften, ist der Untergrund nicht überstreichbar. In einem solchen Fall empfiehlt es sich, die Wand abzuwaschen und mit Tiefgrund zu behandeln. Tiefgrund dringt in die lose Farbschicht und die oberste Putzschicht ein und bildet eine feste Schicht daraus bildet.

Wände streichen: Material und Werkzeug

Um Wände streichen zu können, brauchen Sie eine Grundausstattung. Diese besteht aus Eimer oder Farbwanne, Abstreifgitter, Fellrolle und Eckenpinsel.

Innenwände streicht man heute ausschließlich mit fertigen Wandfarben (Dispersionfarben), die in verschiedenen Qualitäten im Baumarkt oder beim Farbenfachmarkt erhältlich sind.

 Wie viel Fläche Sie mit einer Farbe streichen können, steht meistens auf dem Gebinde. Rechnen sie bei rauen Untergründen lieber etwas mehr.

Zum Nachlesen: Mineralfarbe für struktuerierte Wände

Neben den Vorbereitungen für Räume und Untergrund sowie dem Bereitstellen der ausgewählten Farbe, sind auch die richtigen Werkzeuge eine unabdingbare Vorraussetzung für ein gutes Gelingen der Arbeit. Unverzichtbar sind ein Farbrolle zum gleichmäßigen Farbauftrag und ein Abstreifgitter. Dabei richtet sich die Größe der Rolle nach der Größe und Zugänglichkeit der Wandfläche.

Für unzugängliche Stellen, zum Beispiel hinter Heizkörpern, gibt es Rollen mit geringem Durchmesser und extra langem Stiel. Ebenso gibt es spezielle Rollen für einen abgesetzten Übergang zwischen Wand und Decke oder für die Ecken.

Billigprodukte aus Plüsch oder Vestan sind nicht zu empfehlen, besser sind Farbwalzen auf Basis von Polyamid oder Polyacryl. Lammfellrollen sind zwar teuer, liegen aber im Streichergebnis ganz vorn. Feuchten Sie die Rolle vor dem ersten Streichen immer an, dann öffnen sich die Fasern und die Farbe wird leichter aufgenommen.

Mit einer Teleskopstange erreichen Sie Decken und hohe Wände.© grafikplusfoto – stock.adobe.com

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Zum Streichen hoher Wände oder der Zimmerdecke ist die Verwendung einer Teleskopstange sinnvoll, dadurch erübrigt sich wiederholtes Leiterklettern.

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Allerdings ist der Kraftaufwand beim Streichen mit der Stange größer.

Ecken lassen sich sehr gut mit langstieligen, abgewinkelten Heizkörperpinseln streichen, mancher zieht aber auch den speziellen Eckenroller vor.

Um ständiges Reinigen der Pinsel und Rollen zwischen den Arbeitsgängen zu vermeiden, packt man das Werkzeug zwischendurch in Haushaltsfolie oder Plastiktüten ein. Nach Beendigung der Arbeit sollte das Werkzeug sofort gereinigt werden, um ein Antrocknen der Farbreste zu vermeiden. Im Falle von Dispersionsfarbe genügt es, die Arbeitsgeräte gründlich mit Wasser auszuwaschen.

So streichen Sie Wände richtig

Generell gilt: Erst die Zimmerdecke streichen, dann die Wände. Und immer mit dem Lichteinfall vom Fenster weg arbeiten. Zunächst die Kanten mit Pinsel oder kleiner Rolle sorgfältig streichen, dann folgt mit großer Rolle (auf dem Teleskopstiel) der flächige Anstrich.

Vorsicht bei weißen Wänden: Darauf müssen Sie achten!

Die Farbe wird üblicherweise in Ecken und an Kanten sowie schwer zugänglichen Stellen mit dem Pinsel, auf Flächen mit Fellrolle aufgetragen. Dabei sind langflorige Rollen besser für dünnflüssige Farben geeignet.

Sie nehmen mehr davon auf und sind daher eher für grobporige Wände (Rauhputz) geeignet. Mit kurzflorigen Rollen lassen sich pastöse und feste Farben besser verarbeiten. Sie sind meistens kleiner und darum leichter in der Hand.

Die gesamte Decke und einzelne Wandflächen sollten in einem Arbeitsgang gestrichen und Pausen vermieden werden, da ansonsten später Ansätze sichtbar sein können: das heißt, immer „nass in nass“ arbeiten und die Rolle so lange am Abstreifgitter abrollen, bis nichts mehr tropft.

Beginnen Sie auch beim Streichen der Wände mit den Ecken und an der Fensterseite. Folgen Sie dem Licht in den Raum.

Um eine möglichst gleichmäßige Fläche zu erzeugen, ist es ratsam, sich etwa 1 qm große Wandabschnitte vorzunehmen und diese mit „M“- oder „W“-Bewegungen zu füllen, dann den Feinstrich (das „Verschlichten“) von oben nach unten ausführen.

Wenn Sie mehrfarbig arbeiten und beispielsweise eine Wand im Raum andersfarbig absetzen wollen, muss die entsprechende Fläche präzise abgeklebt werden, am besten mit flexiblem Malerkrepp.

Wichtig: Nach dem Streichen die Kreppstreifen entfernen, solange die Farbe noch feucht ist, weil die Farbkante sonst unsauber „ausfranst“. Falls der erste Anstrich nicht vollständig deckt – zum Beispiel bei einem sehr dunklen Untergrund –, muss die Farbe vor dem Zweitanstrich gut durchgetrocknet sein, sonst entstehen unschöne „Rollstreifen“.

Richtig streichen: Schritt für Schritt

So streichen Sie Wände richtig

© Chris Lambertsen

Abdeckfolie mit selbstklebenden Rand kann nach dem Bestigen auseinander gefaltet werden und deckt so fast den ganzen Boden ab.

© Chris Lambertsen

Problemzonen wie Steckdosen und Lichtschalter können Sie mit Tesakrepp vor Farbe schützen, statt sie zu demontieren.

© Chris Lambertsen

Türrahmen werden ebenfalls mit Malerkrepp abgeklebt. Große Spalten am Übergang zur Wand mit Acrylspachtel aus der Tube füllen.

© Chris Lambertsen[attention type=green]

Die Abdeckfolie mit dem selbsklebenden Rand eignet sich auch zum Abdecken von Heizkörpern. Dazu den Heizkörper ausstellen.

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Grundsätzlich müssen verschmutzte Wände gereinigt werden, um sie staub- und fettfrei zu machen. Dazu verdünnen Sie ein herkömmliches Küchenreinigungsmittel in warmem Wasser und entfernen den Schmutz- und Fettbelag mit Schwamm und Bürste.

© Chris Lambertsen

Untergrund und Farbe bestimmen die Florlänge. Langflorige für grobe Wandstrukturen, mittlere für glatte Wände, kurze für feste Farben.

© Chris Lambertsen

Bevor die neue Farbe verarbeitet wird, muss sie gut aufgerührt werden, denn die schwereren Pigmente setzen sich gern auf dem Boden ab.

© Chris Lambertsen

Um einen gleichmäßigen Farbauftrag zu erreichen, muss die Rolle nach dem Eintauchen an dem Abstrichgitter ausgerollt werden.

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Als sehr praktisch hatt sich die Farbwanne erwiesen, in der Sie den Farbauftrag an der Lammfellrolle sehr genau dosieren können.

© Chris Lambertsen

Mit einem Heizkörperpinsel wird die Kante (Beschnittkante) zur Decke beschnitten. Dazu den Pinsel nicht zu tief in die Farbe tauchen.

© Chris Lambertsen

Eine große Hilfe ist diese Rolle: Der spezielle „Eckenroller“ hat einen kegelförmige Walze und eignet sich so für 90°-Innenwinkel.

© Chris Lambertsen[attention type=yellow]

Die sattgetränkte Rolle wird erst einmal von unten nach oben geführt. So kleckert ihnen die Farbe nicht gleich auf den Boden.

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Der dickaufgetragene Farbstrich muss nun quer verteilt werden, dann sofort den nächsten Strich setzen und querverteilen (nass in nass).

© Chris Lambertsen

Nach der Kreuz-und-quer-Verteilung wird die Farbe mit gerade überlappenden Bahnen senkrecht von oben nach unten nachgezogen.

So streichen Sie Fenster richtig!

Spezialwerkzeuge zum Wände streichen

  • Der Eckenroller wurde für die 90-Grad-Innenecke konstruiert. Der kegelförmige Walzenkörper ist komplett mit echtem Lammfell bespannt. Der Bügel ist 40 cm lang. Rolle und Bügel sind auswechelbar. Preis im Fachhandel: etwa 12 Euro.
  • Die Heizkörperrolle ist ein Klassiker unter den Spezialrollen. Mit dem biegsamen Bügel sind ihre Möglichkeiten wesentlich erweitert worden. „Euro-Flex“ gibt es ebenfalls im Fachhandel und kostet etwa 3,50 Euro.
  • Weniger bekannt ist der für unzugängliche Stellen ideale Lackierpatschen. Auf die Metallplatte wird ein Velourtäschchen geschoben und verknotet. Mit dem biegsamen Bügel kombiniert ist er unschlagbar. Preis: rund 4,50 Euro.

Wie viel Farbe benötigt man für einen Anstrich?Die sogenannten Reichweitenangaben auf dem Gebinde (Farbeimer) bezieht sich auf den Anstrich von glatten Wänden. Wenn aber eine raue Fläche wie Strukturtapete, grobe Raufaser oder Rauputz zu streichen ist, verringert sich die Reichweite um 10 bis 30 Prozent.

Achten Sie zudem auf den Lichteinfall und beginnen Sie Ihre Anstriche stets am Fenster. Wenn sie vom Lichteinfall wegrollen, ver meiden sie das eventuelle Ansätze nach dem Trocknen sichtbar werden. Sorgen Sie für eine gleichmaßige Raumtemperatur.

So streichen Sie um einen Heizkörper herum

Hinter dem Heizkörper lässt es sich nicht so bequem streichen. Doch mit der richtigen Technik klappt's.

So streichen Sie um einen Heizkörper herum

© Chris Lambertsen

Probleme gibt es immer hinter dem Heizkörper. Ein Tipp, um die Rohre nicht einzuschmieren: Falten Sie einen Bogen Papier um das Rohr, und malen Sie mit dem Heizkörperpinsel dahinter.

© Chris Lambertsen

Die Heizkörperrolle passt genau in den Abstand zur Wand, aber schmiert auch hier den Heizkörper voll. Ein Bogen Abdeckpapier dahinter hängen und die Gefahr ist gebannt.

© Chris Lambertsen

Mit einem auswechselbaren Vlieskissen ist die Patsche versehen. Durch die flache Konstruktion passt sie in jede enge Nische. Der Spezialbügel lässt sich in alle Richtungen biegen.

© Chris Lambertsen

Hier sehen sie diese praktische Lackierpatsche im Einsatz. Alle hier abgebildeten Spezialwerkzeuge bekommen Sie im gut sortierten Farben-Fachhandel. Hersteller: Friess GmbH

Zur Veranschaulichung noch ein Video:

Auch interessant:Diese 7 Tipps zum Streichen sollte jeder kennen!

Источник: https://selbermachen.de/bauen/waende-fassaden/waende-richtig-streichen

Wände streichen, Decke malern: Tipps und Techniken für das Spiel mit den Farben

Wände streichen: Die besten Tipps und Tricks

Wände streichen will gelernt sein – und ist doch kein Hexenwerk. Mit ein paar Tricks und Kniffen, der richtigen Vorbereitung und dem passenden Werkzeug wird das Malern auch für Laien im eigenen Heim zum Kinderspiel. Die besten Tipps für farbenfrohe Wände. 

Die Farbe der Wände und Decken im eigenen Heim ist Geschmackssache. Sie sorgt nicht nur für ein Gefühl der Individualität, sondern auch für ein Gefühl der kreativen Entfaltung. Bei Wandfarben hat man die Möglichkeit sich gestalterisch auszuleben und sich auszuprobieren.

Ob traditionelles Weiß, kräftige, abwechslungsreiche Farben, matte oder glänzende Töne, Hauptsache die Farbe ist gleichmäßig aufgetragen. Doch das Streichen von Wänden und Decken schreckt viele Menschen ab.

Denn es lauern allerhand Stolperfallen, die das Ergebnis beeinflussen können. Viel kann und wird falsch gemacht, weshalb vielen das „Do it yourself“ beim Streichen zu riskant ist.

Häufig ist die Farbe an den Wänden am Ende nicht gleichmäßig verteilt, die Kanten und Ecken sind unsauber gestrichen oder es ist Farbe dort gelandet, wo sie nicht sein soll.

Dabei muss das Streichen der Wände nicht riskant sein. Profis empfehlen, beim Streichen auf die richtige Vorbereitung, das richtige Werkzeug, die richtige Farbe und die richtige Streichtechnik zu achten. Wer sich im Vorfeld richtig und umfassend informiert, ist klar im Vorteil. Und mit einigen wenigen Tipps und Tricks sollte es eigentlich klappen – auch ohne die Hilfe eines Fachmanns.

Wände streichen – Vorbereitung ist alles

Für ein gelungenes Farbergebnis ist die richtige Vorbereitung das A und O. Hierbei ist wichtig, dass zunächst geprüft wird, welchen Zustand der Untergrund hat, auf dem gestrichen wird.

Es gibt ein paar Tricks und Tipps zum Selbstprüfen, ob die Tapete an der Wand bleiben kann oder abgezogen werden muss. Ist der Putz zu alt ist oder muss gegebenenfalls etwas ausgebessert werden? Wichtig: Der Untergrund sollte vor dem Streichen sauber sein.

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Er sollte weder feucht sein, noch staubig und auch keine Fettreste enthalten. Er sollte unbedingt tragfähig sein, das bedeutet, der Untergrund sollte neue Farbe aufnehmen können. Dazu muss die Tapete noch fest genug an der Wand sitzen.

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Sonst besteht die Gefahr, dass sie während des Streichens oder kurz danach abfällt oder abbröckelt. Zudem sollte überprüft werden, ob in der Tapete Risse oder Löcher sind.

Vor dem Streichen: Untergrund prüfen und behandeln

Vor dem Wände streichen sollte zunächst geprüft werden, aus welchem Material der Untergrund ist. Das ist mit entscheidend dafür, welche Farbe überhaupt benutzt werden kann. In vielen deutschen Wohnungen klebt Raufasertapete an den Wänden. Diese lässt sich grundsätzlich sehr gut überstreichen.

Sind die Tapeten jedoch alt sind und in schlechtem Zustand – zum Beispiel weil sie zu oft überstrichen wurden – kann das beim Streichen Probleme verursachen. Ist die Tapete zu alt, besteht die Gefahr, dass sie nicht mehr saugfähig ist und die Farbe nicht gut aufgenommen wird. In diesem Fall sollte die alte Tapete vor dem Streichen entfernt werden.

Bei einer verputzten Wand kann der Zustand des Putzes leicht geprüft und damit festgestellt werden, ob gehandelt werden muss. Klingt die verputzte Wand hohl, wenn man mit der Hand dagegen klopft, ist sie zumindest bröckelig. Der Putz sollte an diesen Stellen neu ab- und aufgetragen werden.

Lässt sich der alte Anstrich mit den Fingernägeln überall leicht abkratzen, so sollte zumindest die alte Wandfarbe komplett entfernt werden.

Streicht man mit der Hand über die Wand und es bleibt nur etwas Putz oder Farbe an der Hand hängen, so reicht es schon, wenn vor dem Streichen eine neue Grundierung geschaffen wird, damit die neu aufgetragene Farbe besser haftet. Risse oder Löcher in der Wand sollten vor dem Neu-Anstrich mit (fertiger) Spachtelmasse ausgebessert werden.

Tipp: Um einen Anstrich zu sparen, kann der Tiefengrund vorbehandeln werden. Hierzu werden in Baumärkten verschiedene Grundierungen angeboten. Diese können direkt auf die Wand aufgetragen werden. Nachdem sie getrocknet sind kann das Streichen beginnen.

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Wände streichen: Auf das Werkzeug kommt es an

Nachdem alle Wände geprüft und ideal vorbereitet sind, muss sich um Materialien und Werkzeug gekümmert werden. Mit diesen Hilfsmitteln gelingt der neue Anstrich:

  • Farbrollen für die großen Flächen
  • verschiedene Pinsel für die Ecken und Kanten
  • ausreichend Wandfarbe
  • Kreppband zum Abkleben von Steckdosen u.ä.
  • Abdeckfolie für Möbel
  • Decken zum Schutz von Parkett und Teppich
  • Farbeimer mit Abstreichgitter
  • Teleskopstab oder Leiter
  • Putzutensilien 
  • evtl.

    Grundierung und Spachtelmasse

  • Rührstab zum Anrühren der Farbe

Raumfarbe wird im Handel in verschiedenen Abfüllungen angeboten. Üblicherweise als 10-, 5-, 2,5-, oder 1-Liter-Eimer. Vor dem Kauf sollten die Wände vermessen werden, um die benötigte Farbmenge abschätzen zu können. Für wie viele Quadratmeter die Farbe bei normalem Auftrag mindestens reicht, steht für gewöhnlich auf dem Etikett der Eimer.

Notieren Sie sich also die Fläche der Wände, die gestrichen werden soll und kaufen Sie anhand der Angabe auf dem Eimer die entsprechende Menge Farbe. Im Zweifel und vor allem, wenn mehrere Anstriche notwendig sind – besser zu viel als zu wenig Farbe kaufen.

Wer beim Farbton unsicher ist, sollte zunächst mit einer kleineren Menge beginnen und die Wirkung an der Wand testen.

Welche Farbe hätten Sie gern – darauf kommt es an

Bei der Auswahl der richtigen Farbe ist der spezifischen Wand-Typ wichtig. In der Regel kann für die meisten Wände Dispersionsfarbe verwendet werden. Die ist leicht misch- und auftragbar.

Dispersionsfarbe kann auf Raufaser- und Prägetapeten verwendet werden, sie ist abwaschbar und fleckenbeständig. Für eine Wand mit Kalk- oder Zementputz oder auch für Mauersteine kann Kalkfarbe eingesetzt werden. Der Farbton wirkt eher matt und ist höchst umweltfreundlich.

Nachteil: Kalkfarbe ist schwer zu verarbeiten. Beim Wände streichen sollte Schutzkleidung getragen, weil die Farbe Verätzungen auf der Haut verursachen kann. Latexfarbe kann zum Streichen der Küche oder des Badezimmers verwendet werden.

Latexfarbe ist dafür perfekt geeignet, weil sie wasserfest ist. Will man sie jedoch mit anderen Farben, wie beispielsweise Dispersionsfarbe, überstreichen, so muss die Latexfarbe vorher entfernt werden.

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Wer möglichst umweltfreundlich streichen will, sollte Leimfarbe verwenden. Diese ist für unbearbeitete Flächen gut geeignet. Ebenso kann sie bei Raufasertapeten, Gips, Stein und Putz verwendet werden. Da sie schnell trocknet ist, ist sie, wenn es zügig gehen soll, besonders beliebt.

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Wenn man Leimfarbe jedoch überstreichen will, so ist dies nur möglich, nachdem sie abgewaschen oder mit einem Schleifpapier bearbeitet wurde. Da sie wasserlöslich ist, sollte gut überlegt werden, wo sie am zweckdienlichsten eingesetzt werden kann.

Kreidefarben werden immer häufiger genutzt, zum Beispiel, wenn Pastelltöne die Wand zieren sollen. Sie tragen sich allerdings schnell ab und müssen deshalb mit Bedacht verwendet werden. Des Weiteren empfehlen Verbraucher Mineralfarbe – und zwar für siliziumhaltige Untergründe.

Kreidefarbe ist anspruchsvoll in der Verarbeitung, dafür aber umweltfreundlich und gut haftend.

In acht Schritten zum perfekten Anstrich

  1. Bevor das Malern beginnen kann, sollte alles akribisch abgedeckt und abgeklebt werden, damit die Farbe auch nur dort landet wo sie landen soll – nämlich an der Wand. Für alle Möbel wird hierzu Folie verwendet und für den Boden Stoffe oder Malervlies.

     

  2. Steckdosen, Fensterrahmen und Regale, um die herumgestrichen werden soll, mit Kreppband abkleben, um sie vor lästigen Farbspritzern zu schützen. TIPP: Sollte dennoch etwas Wandfarbe auf dem Boden landen, sollte sie abgewischt werden, solange sie noch nicht getrocknet ist.

     Reste können nach dem Streichen vorsichtig mit einem Cuttermesser entfernt werden.

  3. Sind alle Möbel und die Böden abgedeckt, kann die Farbe angerührt werden. Dies wird gemacht, um die dunkleren Pigmente der Wandfarbe gleichmäßig zu verteilen und gleichmäßigeres Farbergebnis zu erhalten. Deshalb gilt: Die Farbe vor dem Streichen sehr gut durchrühren.

    Gerührt werden kann entweder mit einem Stab oder mit dem Rühraufsatz einer Bohrmaschine.

  4. Zunächst sollte die Decke gestrichen werden. Wenn zuerst die Wände gestrichen werden, riskiert man hinterher lästige Farbspritzer an den frisch gestrichenen Wänden. TIPP: Gestrichen wird „Nass in nass“.

    Heißt: Die Farbrolle wird stets auf einer bereits gestrichenen, noch nassen Stelle angesetzt, um Streifen zu vermeiden. Ebenso sollten alle Ecken und Kanten zunächst mit einem Pinsel bearbeitet werden. Danach kann die Rolle für die Innenflächen verwendet werden.

  5. Experten empfehlen in der Nähe einer Lichtquelle mit dem Streichen zu beginnen, zum Beispiel bei den Fenstern. Zudem sollte auf die Streichrichtung geachtet werden, um ein noch schöneres Farbergebnis zu erhalten.
  6. Für ein besseres Ergebnis sollten die Heizkörper beim Trocknen der Farbe ausgestellt und die Fenster geschlossen sein.

     So trocknet die Farbe langsamer und gleichmäßiger und man verhindert Flecken bzw. Streifen.

  7. Sollen die Wände ein zweites Mal gestrichen werden, sollte der erste Anstrich vorher gut trocknen. Wie lange die Wände zum Trocknen brauchen, hängt von der Wandfarbe ab. Dispersionsfarbe trocknet in der Regel binnen zwölf Stunden.

    Allerdings ist dieser Prozess wetterabhängig. TIPP: Weiße Wände sollten in der Regel nur einmal gestrichen werden. Gut deckende weiße Wandfarbe sieht nach dem ersten Anstrich am besten aus.

  8. Um klare, scharfe Kanten zu bekommen, sollte das Krepp-Klebeband von den Türrahmen und Kanten entfernt werden, solange die Farbe noch nass ist.

Wer alle Schritte befolgt, die entsprechenden Vorkehrungen trifft und die richtigen Materialien verwendet, muss sich beim Wände streichen keine Sorgen machen. Denn dann ist der Weg zu einem perfekten Farbergebnis so gut wie sicher. Gestrichen werden kann dann nach Lust, Laune und vor allem ohne Risiko.

Quellen: „Schöner Wohnen“; „umziehen.de“; obi.de; allaboutdiy.de; adler-farbenmeister.de; alpina-farben.de; ratgeber-immowelt.de 

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Источник: https://www.stern.de/waende-streichen--die-besten-tipps-und-techniken-9085460.html

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