Wann lohnt sich eine Warmluftheizung?

Die Luftheizung als Alternative zur Fußbodenheizung?

Wann lohnt sich eine Warmluftheizung?

Geht es um die Beheizung von Wohnhäusern, hat sich ein System bis heute durchgesetzt: Die Warmwasser-Heizung, bei der erwärmtes Heizungswasser durch das gesamte Haus zirkuliert und die transportierte Wärme über Heizflächen an die entsprechenden Räume abgegeben wird.

Mit immer effizienteren Gebäuden könnte sich mit der Luftheizung in Zukunft aber ein weiteres System etablieren.

Wie eine Luftheizung funktioniert, in welchen Gebäuden sie installiert werden kann und ob sich eine Luftheizung auch finanziell lohnt, erfahren Sie in den folgenden Abschnitten. 

Was ist eigentlich eine Luftheizung und wie funktioniert sie?

Eine Luftheizung ist ein Heizsystem, das Häuser über warme Luft erwärmt. Das funktioniert in etwa wie die Heizung im Auto und ist in einer einfachen Form schon seit über 2.000 Jahren bekannt.

Denn damals entwickelte der römische Kaufmann Sergius Orata eine Heizung, bei der erhitzte Luft Räume auf angenehme Temperaturen brachte, indem sie durch Zwischenräume in Wänden und Decken geleitet wurde.

[attention type=yellow]

Heute strömt die warme Luft nicht mehr durch Wände und Böden, sondern über ein im gesamten Haus verlegtes Netz aus Luftkanälen. In die zu beheizenden Räume gelangt die bis zu 50 °C warme Luft über Luftauslässe, die sich in Böden, Wänden oder Decken befinden.

[/attention]

Um die Wärme dabei auch effizient und ohne störende Geräusche transportieren zu können, sind bei der Planung und der Installation einer Luftheizung einige Punkte zu beachten:

  • Luftströme bemessenSo sind zunächst alle Luftströme so zu bemessen, dass neben der Wärme auch ausreichend frischer Sauerstoff in die Räume transportiert werden kann.
  • Luftkanäle anpassenUm störende Strömungsgeräusche im Betrieb der Anlage von vornherein ausschließen zu können, sind im nächsten Schritt alle Luftkanäle an die berechneten Luftmengen anzupassen.
  • Planung der LuftführungBei der Planung der Luftführung im Haus sollte außerdem darauf geachtet werden, dass die verbrauchte und mit Schadgerüchen belastete Luft aus Küchen und Bädern nie in Aufenthaltsräume gelangt. Am besten funktioniert das, indem frische Luft nur in häufig genutzten Räumen wie Wohnzimmern, Schlafzimmern oder Kinderzimmern eingeblasen und in Küchen und Bädern abgesaugt wird.
  • Luftdurchlässe auswählen und einstellenIn den Zuluft-Räumen selbst, also den Zimmern, in die warme Luft einströmt, muss zusätzlich auch auf die richtige Auswahl und Einstellung der Luftdurchlässe geachtet werden. Denn diese lenken die Luft im Raum und sorgen dafür, dass keine kalten Bereiche oder Zugerscheinungen auftreten.

Nachdem alle notwendigen Komponenten einer Luftheizung geplant wurden, müssen die Druckverluste aller Leitungswege untersucht und aufeinander abgestimmt werden. Das entspricht in etwa dem hydraulischen Abgleich einer Warmwasser-Heizung und sorgt dafür, dass die Luft besonders effizient auch überall da ankommt, wo sie benötigt wird.

In welchen Gebäuden kann eine Luftheizung installiert werden?

Da ein Kilogramm Luft nur etwa ein Viertel der Wärmemenge eines Kilogramms Heizungswasser transportieren kann, können Luftheizungen nur in besonders effizienten Gebäuden installiert werden.

Ist der Wärmebedarf zu hoch, hätte das besonders hohe Luftvolumen, große Anlagen oder zu hohe Systemtemperaturen zur Folge.

Als Faustwert sollte die Heizleistung eines Gebäudes für eine Luftheizung nicht mehr als 10 Watt pro Quadratmeter betragen.

Zum besseren Verständnis: Um einen 10 m² großen Raum mit einer spezifischen Heizlast von 10 Watt pro Quadratmeter zu beheizen, reicht theoretisch schon eine 100 Watt starke Glühbirne.

Die hohe Gebäude-Effizienz kann meist nur mit modernen Baukonzepten erreicht werden.

Diese sind zum Beispiel:

  • Passivhäuser
  • Niedrigst-Energie-Häuser
  • Null-Energie-Häuser
  • Plus-Energie-Häuser

Mit der Forderung von EU und Bund, ab dem Jahr 2021 im Neubaubereich ausschließlich Niedrigst-Energie-Häuser zuzulassen, werden diese Baukonzepte in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen.

Welche Vor- und Nachteile haben Luftheizungen?

Gegenüber konventioneller Pumpen-Warmwasserheizungen haben Luftheizungen eine Reihe von Vorteilen.

  • verbrauchte Abluft zurückgewinnenSo können sie zum Beispiel die Wärme der verbrauchten Abluft zurückgewinnen und zum Vorheizen der frischen Außenluft nutzen.
  • Heizkosten senkenEffiziente Anlagen können die Temperatur der kalten Luft durch diese Wärmerückgewinnung von -12 °C auf +14 °C erhöhen. Auf diese Weise geht keine Wärme mehr verloren und die Heizkosten sinken.  
  • KühlenDarüber hinaus können Luftheizungen auch zum Kühlen verwendet werden. Neben dem Anschluss einer Klimaanlage funktioniert das oft sogar ganz natürlich mit der sogenannten Sommernachtskühlung. Dabei wird die warme Luft im Haus in lauen Sommernächten einfach durch die kühlere Außenluft getauscht. Das verbraucht keine zusätzliche Energie und hilft, die sonst hohen Verbrauchskosten der Kühlung zu reduzieren.
  • Frische LuftNeben den Energiespar-Möglichkeiten beim Heizen und Kühlen sorgen Luftheizungen immer für frische Luft im Haus. Da ein Teil der eingebrachten Luft immer auch aus sauberer und sauerstoffreicher Außenluft besteht, können alle Räume im Haus auch dann ausreichend versorgt werden, wenn die Fenster nicht geöffnet werden. Zusätzlich sorgt die zentrale Lüftungsanlage dafür, dass Schadstoffe und Gerüche, die zum Beispiel beim Kochen entstehen, immer direkt an Ort und Stelle entfernt werden. Das schafft beste Voraussetzungen für eine hohe Wohngesundheit und kann das Wohlbefinden von Allergikern selbst in gefürchteten Pollenzeiten deutlich erhöhen.
  • gesundes RaumklimaEin weiterer Vorteil von Luftheizungen sind optimale klimatische Bedingungen im Haus. Denn Temperatur und Feuchte der Luft, zwei der bedeutendsten Faktoren, wenn es um das Wärmewohlbefinden in einem Haus geht, können in ausgereiften Anlagen zentral eingestellt und gesteuert werden. Ein positiver Nebeneffekt der Luftheizungen ist außerdem die kurze Reaktionszeit auf gewünschte Veränderungen. Denn sowohl im Heiz- als auch im Kühlfall werden geänderte Einstellungen schnell spürbar.  
  • regenerative Energiequellen nutzbarWerden Luftheizungen mit Luft/Luft-Wärmepumpen betrieben, können sogar regenerative Energiequellen einfach zum Heizen genutzt werden.

Neben den Vorteilen haben Luftheizsysteme aber auch Nachteile:

  • platzraubende InstallationIm Gegensatz zu den Warmwasser-Leitungen einer konventionellen Heizung benötigen die 10 bis 20 cm starken Luftkanäle deutlich mehr Raum. Während sich diese in Form von Flachkanälen im Neubaubereich sogar versteckt im Fußbodenauau installieren lassen, ist die Integration in die vorhandene Architektur eines Bestandsgebäudes oft schwierig.
  • hohe GebäudeanforderungenEin weiterer Nachteil moderner Luftheizungs-Systeme sind die hohen Anforderungen an die Gebäude. Sind diese nicht besonders energiesparend gebaut, reichen die technisch sinnvollen Luftmengen nicht aus, um ausreichend Wärme zu transportieren.

Können Luftheizsysteme Geld sparen?

Die von EU und Bund geforderte Effizienz im Neubaubereich kann in Zukunft nur dann erreicht werden, wenn die zu errichtenden Gebäude besonders luftdicht und energiesparend ausgeführt werden.

Vor allem durch diese hohe Dichtheit werden dabei immer öfter auch mechanische Lüftungskonzepte notwendig sein, um eine hohe Lufthygiene und einen optimalen Schimmel-Schutz sicherstellen zu können.

Das heißt: Lüftungsanlagen werden sich zu einem Standard entwickeln.

Wird die Lüftung dabei auch gleich zum Heizen verwendet, können hohe Investitionskosten gespart werden. Denn ein wasserführendes Rohleitungsnetz sowie Heizkörper oder Flächenheizungen sind dann nicht mehr nötig. Darüber hinaus sorgt die Wärmerückgewinnung der zentralen Lüftungs-Systeme dafür, dass keine Wärme mehr verloren geht und die Heizkosten sinken.

Ein Fazit: Werden sie in effizienten Gebäuden installiert, haben Luftheizungen deutliche Vorteile. Denn sie sparen nicht nur Investitions- und Heizkosten, sondern sorgen auch für Wohlbefinden und Wohngesundheit. Zumindest im Neubaubereich können sie sich dabei in Zukunft zu einer echten Alternative zu konventionellen Warmwasserheizungen entwickeln.

Источник: https://www.heizungssysteme.org/luftheizung.html

Luftheizung: Prinzip, Arten & Einsatzbereiche

Wann lohnt sich eine Warmluftheizung?

Eine Luftheizung nutzt das physikalische Thermalprinzip: Warme Luft steigt nach oben, kalte Luft hingegen sinkt nach unten.

Die Heizung nutzt einem Kreislauf, in dem die Luft als Wärmeträger in einem Zirkulationssystem bewegt wird.

Die abgekühlte Raumluft wird angesaugt, mit Außenluft gemischt und in einen Warmluftofen geführt.

Je nach Konstruktionsart ist der Raumluftanteil bei einer Umluftanlage höher als in einer Frischluftanlage. Vor dem Eintritt in den Ofen wird die Mischluft gefiltert. Nach dem Erwärmen führt ein Ventilator die Luft durch einen Temperaturbegrenzer, der auf Wärme ähnlich wie ein Überdruckventil auf Druck reagiert.

Bei zu hoher Temperaturentwicklung wird der Luftkreislauf geschlossen. Im offenen Zustand leitet sich die Luft, oft durch Bodengitter oder durch Wandauslässe, in die Räume ein.

Kosten für eine Warmluftheizung

Warmluftöfen beginnen ab Preisen von etwa 500 Euro. Einschließlich fachgerechter Installation des Zirkulationssystems müssen Sie bei bis zu hundert Quadratmeter Wohnfläche mit einem Kostenrahmen von tausend bis 3000 Euro rechnen. Der eventuell notwendige Anschluss an ein Abgassystem hängt von der Art des Warmluftofens ab.

Warmluftheizung: Leistungsfähigkeit und Wärmewirkung

Das mitteleuropäische Klima erlaubt den Einsatz einer Luftheizung nur bedingt. Die Luft als Wärmeträger hat lediglich eine sehr geringe Speicherfähigkeit. Daher kommt einer Luftheizung eher die Funktion einer Akutheizung zu, die einen unmittelbaren Wärmebedarf decken kann.

Sie ist für nur zeitweise zu beheizende Räume wie Werkstätten oder Ferienhäuser geeignet. In einem hochwertigen Niedrigenergie– oder Passivhaus kann ihre Heizleistung ausreichen, wenn eine Grundtemperatur gegeben ist.

Welches Luftvolumen ist das Richtige?

Außer der beschränkten Speicherfähigkeit einer Luftheizung ist zusätzlich das technisch begrenzte Luftvolumen zu berücksichtigen. Bei einer zu großen Erhöhung der Luftaustauschrate entsteht hohe permanente Staubverwirbelung, die zu sogenannter Verschwelung führen kann. Zehn Watt Heizleistung pro Quadratmeter Wohnfläche sollten Hausbesitzer nicht überschreiten.

Vor- und Nachteile der Luftheizung

Ein entscheidender Vorteil der Luftheizung ist die unmittelbare Heizwirkung, die schon nach wenigen Minuten einsetzt.

Die Wärmezufuhr wird durch Kanäle und Luftschächte gewährleistet, die keinen Platzbedarf wie beispielsweise Radiatoren und Heizkörper haben.

Darüber hinaus ist das Zirkulationssystem im Sommer auch für die Zufuhr von Kaltluft als Klimaanlage zu verwenden. Für das flüssigkeitsfreie System besteht keine Frostgefahr.

Die Leistungsfähigkeit der Luftheizung wird durch die physikalischen Eigenschaften der Zirkulation eingeschränkt. Zusätzlich kann es zu störenden Ereignissen kommen. Dazu gehören:

  • Zugluft
  • Staubaufwirbelung
  • Geruchsverbreitung
  • Technische Geräuschentwicklung (Ventilationssystem)
  • Austrockung der Raumluft
  • Verschmutzung der Luftschächte
  • Rauschendes Betriebsgeräusch

Kosten und Installationsaufwand

Weniger stark als bei anderen Heizsystemen steht die Art des Brenners im Mittelpunkt. Ein für eine Luftheizung geeigneter Warmluftofen verbraucht verhältnismäßig geringe Energiemengen.

Im Prinzip sind alle Brennstoffe und Energieträger für das Erwärmen der Luft geeignet. Gängig sind Holz-, Öl- oder Gasbefeuerungen und strombetriebene Anlagen.

Des Weiteren sind für den stationären Einsatz elektrisch betriebene Luftheizungen ohne Kanal- und Schachtführungen installierbar. Sie ähneln überdimensionierten Heizlüftern.

Kombinationsmöglichkeiten und Erweiterungen

Die eingeschränkten Eigenschaften der Luft als Wärmeträger und Verteiler kann durch die Einbeziehung Wärme speichernder Zusatzmedien begegnet werden.

Luftheizung und Kachelofen

Gängig und verbreitet ist eine Luftheizung, die mit dem Heizprinzip eines Kachelofens kombiniert ist. Der Ofen mit seinem Schamott- und Kachelauau übernimmt dabei die mittel- und längerfristige Wärmespeicherung.

Mit der Wahl eines Wärme speichernden Warmluftofens können Sie die sowieso anfallende Wärme für einen zweiten unabhängigen Heizkreislauf, beispielsweise mit Wasser, zusätzlich abnehmen. In diesem Fall können Sie die Vorteile des unmittelbaren Aufheizens der Luft in Übergangsperioden wie Frühling und Herbst nutzen und die winterliche Grundheizlast dem zweiten Kreislauf übertragen.

Источник: https://www.kesselheld.de/luftheizung/

Luftheizung

Wann lohnt sich eine Warmluftheizung?

Mit einer Luftheizung ist Heizen umweltfreundlich und klimaneutral. Das Prinzip einer Luftheizung erklärt sich am besten mit der Funktionsweise von handelsüblichen Heizlüftern.

Sie saugen die kühle Raumluft an, erhitzen sie über eine Heizspirale und leiten die Warmluft mittels eines Gebläses in den Raum zurück. Heizlüfter sind allerdings nur für sehr kleine Räume geeignet und haben in der Regel einen relativ hohen Stromverbrauch.

Bei einer regulären Luftheizung kommt deshalb eine Wärmepumpe mit integriertem Wärmetauscher zum Einsatz.

Inhalt dieser Seite

  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Was ist eine Luftheizung?
  3. Einsatzmöglichkeiten und Unterschiede
  4. Vorteile mit Luft-Luft-Wärmepumpe
  5. Mögliche Nachteile einer Luftheizung
  6. Anschaffungs- und Wartungskosten
  7. Ist eine Luftheizung sparsamer als andere Heizsysteme?
  8. Fördermittel beantragen
  9. Jetzt Gaspreise vergleichen

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Luftheizung funktioniert ohne Kältemittelkreislauf.
  • Luft-Luft-Wärmepumpen eignen sich perfekt für Passiv-, Niedrig- und Nullenergiehäuser.
  • Sie zeichnen sich durch einen geringen Wartungsaufwand aus.
  • Verschiedene Systemkombinationen sind möglich.

Eine Luftheizung – auch als Warmluftheizung bezeichnet – ist eine Art Umluftheizung. Sie benötigt keinen Zwischenspeicher für die anfallende Wärme. Alle Luftbehandlungsfunktionen – vom Ansaugen der Umgebungsluft bis hin zum Aufheizen auf die notwendige Heiztemperatur – erfolgen in einem Gerät.

Das bedeutet, dass Sie eine Luftheizung raumsparend auauen können. Je nach Art der Luftzirkulation kommt eine Schwerkraft- oder eine Ventilator-Luftheizung infrage.

Während Luftheizungen in südlichen Ländern mit konstant hohen Außentemperaturen ohne zusätzliche Heizquelle auskommen, muss die Luft bei niedrigeren Temperaturen erwärmt werden, um die notwendige Heizleistung zu erbringen. Dazu können elektrischer Strom oder mit Gas, Öl oder Holz betriebene Brenner eingesetzt werden.

Einsatzmöglichkeiten und Unterschiede der Luftheizung

Da die Luftheizung nur die vorhandene Luftmenge nutzen kann, ist die Heizleistung geringer als bei anderen Heizsystemen. Vorteilhaft einsetzen lässt sie sich aber in Häusern, deren Wärmebedarf gering ist (Passivhäuser).

Reicht die Raumluft allein nicht aus, kann eine Luftheizung zudem Frischluft von außen ansaugen. In diesem Fall spricht man von einer Außenheizung.

[attention type=red]

Als Mischluftheizungen werden Systeme bezeichnet, die sowohl die Außen- als auch die Raumluft nutzen können.

[/attention]

Luftheizungen arbeiten mit Wärmerückgewinnung. Das bedeutet, dass die vorhandene Luft durch die entstehende Abluft vorgewärmt wird. Die so gewonnene Warmluft wird über Lüftungskanäle in die zu heizenden Räume geleitet.

Die Vorteile einer Luftheizung mit einer Luft-Luft-Wärmepumpe

Eine Luft-Luft-Wärmepumpe benötigt keinen eigenen Kältemittelkreislauf. Die Wärme wird nicht an eine Trägerflüssigkeit (Brauch- oder Heizungswasser) übergeben, sondern unmittelbar von einem Luftkreislauf in den anderen übertragen. Dabei entzieht ein Wärmetauscher der Abluft die Wärme und heizt die frische Luft damit auf.

Effektiv lässt sich das in luftdichten Gebäuden wie Passivhäusern einsetzen. Hier kann die Luft-Luft-Wärmepumpe sogar die Warmwasserbereitung übernehmen. Aber auch in gut gedämmten Altbauten verbessern Sie mit einer solchen Luftheizung die Energiebilanz des Hauses deutlich.

Im Sommer können Sie die Luftheizung darüber hinaus zur Kühlung einsetzen.

Das sind mögliche Nachteile einer Luftheizung

Bei sehr kalten Außentemperaturen kann es notwendig werden, die Frischluft durch ein weiteres Heizsystem vorzuwärmen. Dabei kann unter Umständen die Luft sehr trocken werden. Um diesem Nachteil vorzubeugen, bietet sich der Einsatz von Luftbefeuchtern an, was allerdings zusätzliche Kosten verursacht. Weitere Nachteile können sein:

  • schnelle Verteilung von Gerüchen
  • hörbare Geräuschentwicklung
  • nur bedingte Eignung für Allergiker aufgrund der Staubaufwirbelung

Die Anschaffungs- und Wartungskosten der Luftheizung

Die Kosten für eine Luftheizung mit Wärmepumpe setzen sich wie folgt zusammen:

  • Anschaffungspreis der Wärmepumpe
  • Einbaukosten
  • Zubehörpreise

Die Wärmepumpe kostet Sie je nach Auslegung rund 7.000 Euro. Etwa 3.000 Euro kommen für Zubehör und Einbau hinzu.

Einfluss auf den Preis hat die Frage, ob zusätzliche Heizquellen für die Luft benötigt werden, und ob Sie die Warmluft frei in den Raum leiten oder Flächenheizkörper (Fußbodenheizung) verwenden. Zu den Betriebskosten zählt der Strom für die Wärmepumpe.

Effektiv gestalten Sie dies in Kombination mit einer Solaranlage. An Wartungskosten fallen die Reinigung und der regelmäßige Austausch der Luftfilter an.

Ist eine Luftheizung sparsamer als andere Heizsysteme?

Leitziffern für den Verbrauch jedes Heizsystems sind die Leistungszahl und die Jahresarbeitszahl. Weiterhin ausschlaggebend ist das sogenannte Heizmedium, also fossile Brennstoffe, Strom und bei der Luftheizung die Luft. Luft ist grundsätzlich zunächst einmal kostenlos.

Allerdings benötigen Luft-Luft-Wärmepumpen zum Beispiel Strom, um zu funktionieren. Wenn Sie Ihre Luftheizung mit einer Photovoltaikanlage kombinieren, sind Sie unabhängig von den Stromlieferungen der Energiekonzerne.

In diesem Fall ist eine Luftheizung deutlich günstiger als Heizsysteme, die mit fossilen Brennstoffen betrieben werden.

Für eine Luftheizung können Sie Fördermittel beantragen

Sowohl die Kreditanstalt für Wiederauau (kfW) als auch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) fördert Luftwärmepumpen. Voraussetzung ist hier allerdings, dass die Wärmepumpe nicht nur zum Heizen, sondern auch für die Warmwasserbereitung in Wohngebäuden genutzt wird.

Fördermittel können Sie außerdem nur dann beantragen, wenn der Einbau in ein Bestandsgebäude erfolgt. Luftheizungen in Neubauten werden nicht bezuschusst. Nähere Informationen zu den Fördermöglichkeiten erhalten Sie bei Ihrer Hausbank.

Sie sollten ebenfalls beachten, dass der Antrag gemeinsam mit einem Fachinstallateur für Wärmepumpen ausgefüllt werden muss, Bitte reichen Sie ausschließlich Kopien ein, da Originale nicht zurückgeschickt werden.

Fazit zur Luftheizung

Wenn Sie umweltfreundlich und klimaneutral – also ohne Ausstoß von Schadstoffen – heizen möchten, ist eine Luftheizung die perfekte Alternative. Allerdings muss das Gebäude gewisse Anforderungen erfüllen. Eine möglichst luftdichte Dämmung und eine eher geringe Heizleistung (maximal 10 W/m²) sowie eine gut durchdachte Planung der einzelnen Luftkanäle sind eine zwingende Voraussetzung.

Das Verivox-Bonusversprechen garantiert Ihnen, dass Sie nach einem erfolgreichen Neuabschluss eines Strom- oder Gasvertrags alle zugesicherten Wechselprämien und Boni erhalten – versprochen!

Mehr erfahren

  • Bis zu 1.200 Euro sparen

    So haben wir gerechnet

    Wohnort: Gotha, 99867
    Jahresverbrauch: 21.000 kWh

    Günstigster Tarif: PriogasSofort12Öko, Kosten im ersten Jahr: 801,03 Euro

    Grundversorgungstarif: Stadtwerke Gotha Grundversorgung, Kosten: 2.014,72 Euro

    (Über ein Viertel der deutschen Haushalte beziehen laut Bundesnetzagentur den örtlichen Grundversorgungstarif. Sie können jederzeit wechseln.)

    Einsparung: 1213,69 Euro

    (Stand: 16.11.2020)

  • Exklusive Tarife
  • Schnell und sicher wechseln
  • Источник: https://www.verivox.de/gas/themen/luftheizung/

    Heimtextilien
    Schreibe einen Kommentar

    ;-) :| :x :twisted: :smile: :shock: :sad: :roll: :razz: :oops: :o :mrgreen: :lol: :idea: :grin: :evil: :cry: :cool: :arrow: :???: :?: :!: