Warum sich ein Komposthaufen im Garten lohnt

Richtig kompostieren: Was gehört auf den Kompost – und was nicht?

Warum sich ein Komposthaufen im Garten lohnt

Ein Garten bewirtschaftet sich nicht von alleine. Um üppig und gesund in die Höhe zu schießen, brauchen Pflanzen ausreichend Nährstoffe. Die geben unsere hiesigen Böden jedoch nur teilweise her.

Nachhelfen ist erlaubt: Ein eigener Kompost versorgt Hobbygärtner mit wertvollem Dünger – und das bereits nach wenigen Monaten. Dabei kommt es natürlich auf ein paar Feinheiten an.

Ihr wollt richtig kompostieren? Hier sind die wichtigsten Basics.

Kompostbehälter für den Garten

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, im Garten einen Kompost anzulegen:

1. Kompostmiete

Die sogenannte Kompostmiete ist ein fertig aufgeschichteter Komposthaufen. Ihr braucht dafür keinen extra Behälter, aber ausreichend Platz im Garten. Einmal angelegt, arbeitet das Kompostmaterial und kann nach einer Weile umgeschichtet und verwendet werden. Wichtig ist die Abdeckung mit Stroh oder Rasenschnitt, damit der Kompost vor Tieren und Witterung gut geschützt ist.

2. Lattenkomposter

Lattenkomposter sind einer der Klassiker unter Hobbygärtnern: Sie bestehen aus naturbelassenen, widerstandsfähigen Holzlatten. Diese werden ganz einfach zu einer nach oben offenen Kiste zusammengesteckt.

Die Höhe ist variabel und kann entsprechend eurer Kompostmenge angepasst werden. Vorteil dieser Kompostmethode ist der natürliche Wasser- und Luftaustausch durch die Schlitze.

Nachteil: Die Holzlatten werden über die Jahre marode und müssen ausgetauscht werden.

3. Kompostbehälter aus Drahtgitter

Komposter aus Drahtgitter ermöglichen ähnlich wie Lattenkomposter einen natürlichen Austausch von Wasser und Luft. Vorteil der Drahtgestelle im Vergleich zu Holz: Sie sind langlebiger.

Ein Kompostbehälter aus Drahtgitter ist langlebig und sorgt für einen natürlichen Austausch von Luft und Feuchtigkeit. © Getty Images

3. Schnellkomposter

Ein Schnellkomposter oder Thermokomposter ist die geschlossene Variante des Komposthaufens. Durch kleine Löcher im Boden gelangen Würmer, Asseln und Mikroorganismen in den Komposter. Der Behälter besteht in der Regel aus Kunststoff und verbraucht nur wenig Platz, weshalb er vor allem im städtischen Raum beliebt ist.

Vorteil: Die Abfälle sind sicher vor Vögeln, Mäusen und Co.. Dafür ist das Risiko der Fäulnisbildung recht hoch. Hobbygärtner müssen beim Schnellkompostieren daher auf die richtige Schichtung achten, mit trockenen Gartenabfällen als Zwischenebene.

4. Wurmkompostierung

Bei der Wurmkompostierung kommen gezielt Kompostwürmer zum Einsatz. Wichtig: Kompostwürmer sind nicht zwangsläufig hiesige Regenwürmer. Nicht jede Wurmart fühlt sich im Substrat eures Komposthaufens wohl. „Echte“ Kompostwürmer gibt es zum Beispiel über Natursache.de ab 40 Euro. Als Behälter kann eine sogenannte Wurmkiste aus Holz dienen, die sogar auf einen kleinen Balkon passt.

Eine Alternative zu den genannten Kompostbehältern ist der Bokashi-Eimer, mit dem ihr auch innerhalb eurer Wohnung Dünger herstellen könnt. Mehr dazu hier:

Was gehört auf den Kompost?

Wer später von wertvollem Humus profitieren will, sollte ganz genau auf die Zusammensetzung seines Komposts achten. Grundsätzlich kommt es auf die Vielfalt an: Wichtig ist, dass eine ausgeglichene Mischung von nassem, grünem und trockenem, holzigem Material vorhanden ist. Die Schichten wechseln sich im besten Fall ab.

In der Bildergalerie findet ihr eine Übersicht mit Abfällen, die problemlos kompostierbar sind:

  • Reste von Gemüse und Obst dürfen auf den Kompost. Die Lebensmittel sollten allerdings unbehandelt und nicht zubereitet sein. © Getty Images
  • Eierschalen sind gutes Kompostmaterial. Am besten gut Zerkleinern vor dem Entsorgen. © Getty Images/iStockphoto
  • Trockene Brotreste ohne Aufstrich könnt ihr problemlos auf euren Kompost geben. © Getty Images/iStockphoto
  • Von Kaffee- und Teesatz profitiert eure Humuserde. Das Filterpapier sollte unbedingt unbehandelt sein. © Getty Images/iStockphoto
  • Getrocknetes Laub und trockener Rasenschnitt können auf den Kompost. Achtung: Große Zweige sowie Schalen von Walnuss, Haselnuss und auch Erdnuss nur dosiert beigeben. Sie verrotten sehr langsam. © Getty Images/iStockphoto
  • Verwelkte Kräuter und Blumen dürfen auf den Kompost. Brennnesseln zum Beispiel können sogar als Kompoststarter dienen. © Getty Images/iStockphoto
  • Zweige sowie Strauch- und Baumschnitt sollten vor dem Kompostieren zerkleinert werden. © Getty Images/iStockphoto
  • Sofern sie noch nicht schimmeln oder mit chemischen Zusätzen behandelt sind, können verwelkte Pflanzen und Schnittblumen auf den Kompost. © Getty Images/iStockphoto

Was nicht auf den Kompost kommt

Einige Abfälle haben auf dem Kompost nichts zu suchen. Welche das sind, seht ihr in der folgenden Bildergalerie:

  • Obst- und Gemüseabfälle dürfen auf den Kompost, nicht aber Zitrusfrüchte. Sie sind häufig gespritzt und können dem Humus schaden. Reste von Ananas, Bananenschalen und Avocados ebenfalls nur in geringen Mengen kompostieren. © Getty Images/iStockphoto
  • Sämtliche Reste von gekochtem oder zubereitetem Essen haben auf dem Kompost nichts verloren. Vor allem nicht-pflanzliche Speisen locken Tiere an. © Getty Images/iStockphoto
  • Kranke Pflanzenteile, aber auch Blumen mit Schimmelansatz sollten vom Kompost fernbleiben. Sie können den wertvollen Humus verderben. Lieber in die Biotonne damit. © Getty Images/iStockphoto
  • Asche und Reste eurer Grillkohle können schadstofelastet sein und gehören nicht auf den Kompost. © Getty Images/iStockphoto
  • Straßenkehricht kann viele Abfälle enthalten, die sich mit eurem Kompost nicht vertragen – sie kommen besser in den Rest- oder Biomüll. © Getty Images/iStockphoto
  • Katzenstreu enthält in der Regel chemische Zusatzstoffe und darf deshalb nicht auf den Kompost. © Getty Images/iStockphoto
  • Staubsaugerbeutel haben auf dem Kompost nichts zu suchen. © Getty Images/iStockphoto
  • Farbige, beschichtete oder besonders dicke Papierabfälle gehören nicht auf den Kompost. © Getty Images/iStockphoto
  • Große Holzreste und vor allem beschichtete Materialien kommen nicht auf den Kompost. © Getty Images/iStockphoto
  • Abfälle aus Metall, Glas und Plastik gehören in den Pfandautomaten oder die dafür vorgesehenen Abfallbehälter, nicht aber auf den Kompost. © Getty Images/iStockphoto

Richtig kompostieren: 5 Tipps

Ein eigener Kompost kann eine wertvolle Bereicherung für Mensch, Tier und Pflanzenwelt sein – vorausgesetzt, ihr beachtet ein paar wichtige Grundregeln:

1. Den Kompost im Halbschatten platzieren

Der ideale Standort zum Kompostieren ist im Halbschatten, zum Beispiel im Schutz eines Baumes. Hier ist das Material vor Sonneneinstrahlung und starken Niederschlägen geschützt. Den Untergrund sollte eine Schicht Erde bilden, kein Asphalt oder Kies. Nur so kann Flüssigkeit ablaufen und Kleingetier den Weg ins Substrat finden.

2. Das Kompostmaterial zerkleinern

Ihr wollt möglichst schnell an euren hausgemachten Dünger gelangen? Dann lohnt sich ein wenig Vorarbeit: Zerkleinert die Abfälle wie Äste und Laub, aber auch Bananen- und Eierschalen vor dem Entsorgen. Damit erleichtert ihr die Durchlüftung und erhöht die Chance, dass Mikroorganismen ihren wichtigen Beitrag zum Kompostieren leisten können.

3. Richtig kompostieren mit ausreichend Feuchtigkeit

Neben einer optimalen Durchlüftung ist ausreichend Feuchtigkeit das A und O, um richtig kompostieren zu können. Zu gut solltet ihr es aber auch nicht meinen, da die Abfälle sonst leicht verfaulen können. Der Kompost sollte nur so nass wie ein ausgedrückter Schwamm sein. Bei starkem Regen schützt ihr euren Behälter am besten mit Kompostschutzvlies.

4. Kompoststarter und Kompostbeschleuniger maßvoll verwenden

Sogenannte Kompoststarter (erhältlich in jedem Baumarkt ab 10 Euro) sollen den Rotteprozess zügiger in Gang bringen.

Wenn ihr auf eine ausgewogene Mischung bei eurem Kompostmaterial achtet, ist der Zusatz in der Regel nicht notwendig. Viele Hobbygärtner schwören auf Brennnessel als natürlichen Antreiber.

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Außerdem könnt ihr zu Beginn bereits fertigen Kompost oder Gartenerde untermischen.

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Bei Kompostbeschleunigern gibt es ebenfalls natürliche Alternativen. Mehr dazu erfahrt ihr in unserem Ratgeber „Kompostbeschleuniger: Wie ihr schneller kompostieren könnt“.

5. Den Kompost regelmäßig umsetzen

Mindestens einmal im Jahr, idealerweise im Frühjahr, solltet ihr euren Kompost auflockern und umsetzen. Auch dieser Arbeitsschritt gehört dazu, wenn ihr richtig kompostieren möchtet. Material vom Rand gelangt durch das Durchmischen ins Innere, wo der Rotteprozess am intensivsten ist. Außerdem fördert ihr so die Durchlüftung.

Источник: https://wohnglueck.de/artikel/richtig-kompostieren-43471

Komposthaufen: Was sind Vorteile & wie funktioniert er?

Warum sich ein Komposthaufen im Garten lohnt

Überlegen Sie, einen Komposthaufen anzulegen? Wir liefern Ihnen Vorteile, Möglichkeiten und Bedingungen für das eigene Kompostieren von Abfällen.

Lohnt es sich, einen Komposthaufen anzulegen? [Foto: Alzbeta/ Shutterstock.com]

Komposthaufen – kräht da ein Hahn nach? Und, wenn ja, weshalb eigentlich? Das Kompostieren vereint diverse Vorteile, bringt aber natürlich auch mehr Arbeit mit sich als die Entsorgung in der Biotonne. Um das Für und Wider besser abwägen zu können, finden Sie in diesem Artikel die Vorteile und den Arbeitsaufwand einander gegenübergestellt.

Viele Hobbygärtner schwören auf ihn, andere sind sich nicht sicher, ob sich die Arbeit lohnt. Nachfolgend fassen wir die Vorteile eines Komposthaufens für Sie zusammen.

Vorteile eines Komposthaufens

Ein verrottender Haufen Kompostgut scheint auf den ersten Blick keine sehr noble Errungenschaft der menschlichen Zivilisation zu sein. Weshalb also hat sich das Konzept des unansehnlichen Haufens durchsetzen können?

Ein Komposthaufen besticht allerdings durch einige gute Argumente, die wir Ihnen hier darlegen möchten.

  1. Ein Komposthaufen nimmt Abfälle auf, die sonst in der Bio- oder Restmülltonne landen, und sorgt dadurch für kleinere Tonnengrößen.
  2. Wenn ein Komposthaufen geleert werden muss, erhält man im selben Atemzug wertvollen Dünger, nach dem sich jeder Kenner die Finger leckt.
  3. Gartenabfälle wie Grasschnitt, Laub oder Holzreste, Stauden-, Rasen- und Heckenschnitt können direkt vor Ort entsorgt werden.
  4. Die Verwendung von Kompost reicht – je nach Komposttyp – vom Auftragen als düngende und schützende Mulchschicht über die Anwendung als effektiver Bodenverbesserer bis hin zur Mischung eigener Pflanzerden.
  5. Bau oder Anschaffung eines eigenen Komposters bedeuten in der Regel einen geringen Aufwand, Gleiches gilt mit etwas Erfahrung auch für das Ansetzen und Schichten. Bereits mit ein paar Kenntnissen kann kaum noch etwas schiefgehen.
  6. Das Vorhandensein eines Komposthaufens lockt häufig nützliche Insekten, Säugetiere und Vögel an, die zum Beispiel Schädlinge fressen, den Boden lockern und zum Teil auch sehr schützenswert und schutzbedürftig sind. So ist beispielsweise die Gartenspitzmaus eine effektive Vertilgerin von Schnecken und Schadinsekten, wird jedoch in der roten Liste als „gefährdet“ geführt.

Kompost verkaufen

Obwohl die meisten Gartenbesitzer kaum genug von ihrem monatelang gereiften Kompost haben können, gibt es manchmal auch den umgekehrten Fall: Betreibt jemand einen solchen Haufen, bloß um die Müllkosten zu minimieren, doch ohne Kompost für einen Garten zu verwenden, steht er früher oder später vor einem Haufen duftenden Düngers – und weiß nicht wohin damit. Da die Qualität Ihres Kompostes in keiner Weise geprüft oder garantiert ist, ist es unmöglich und auch rechtlich nicht zulässig, eigenen Kompost gewinnbringend zu verkaufen.

Ist die Qualität Ihres Kompostes nicht geprüft, dürfen Sie ihn leider nicht gewinnbringend verkaufen [Foto: LianeM/ Shutterstock.com]

Kein umsichtiger Landschaftsgärtner oder Gartenbaubetrieb wird Geld für einen Kompost ausgeben, dessen Zusammensetzung und Nährstoffgehalt nicht dokumentiert sind und dessen Effekt auf Boden und Pflanzen daher für ihn nicht vorherzusehen ist. Statt Ihren Kompost zu verkaufen, können Sie auch einfach eine der folgenden Optionen wählen:

  • Kompost an Freunde, Familie, Bekannte und Nachbarn verschenken oder eine Annonce schalten und ihn an unbekannte Gärtner weitergeben – sicherlich können Sie sich auf eine angemessene Vergütung einigen
  • Ein Beet oder Hochbeet anlegen, Sträucher oder Bäume pflanzen, um die große Menge Kompost im geeigneten Moment und auch langfristig irgendwie im eigenen Garten unterzubringen
  • Den Kompost auf dem Wertstoffhof entsorgen – bis zu einem gewissen Volumen erfolgt dies an vielen Grüngutannahmestellen sogar kostenlos

Sicherlich gibt es noch andere Möglichkeiten, Ihren Kompost abzugeben: Vielleicht freut sich der örtliche Kleingärtnerverein oder die Gemeinde möchte ein Beet um ein Denkmal verschönern und benötigt guten Boden – wenn Sie mit offenen Ohren durch die Welt gehen, finden Sie sehr wahrscheinlich jemanden, der Ihnen das begehrte Kompostgut dankend abnimmt.

Wie funktioniert ein Komposthaufen?

Im Kompost wird – sofern die Bedingungen es zulassen – von Abertausenden von Mikroorganismen die Struktur Ihres Grün- und Bioabfalls zersetzt, um anschließend zu neuen Molekülen, den Humus-Molekülen – oder auch „Huminsäuren“ – zusammengesetzt zu werden. Betrachtet man das Ganze genauer, fressen und verdauen die beteiligten Lebewesen – Insekten, Würmer, Fadenwürmer, Milben, Schnecken, Pilze und Bakterien – Ihre kohlenhydrat- und nährstoffreichen Hinterlassenschaften.

Aus diesem mit Stroh isolierten Haufen entweichen Wärme, Wasserdampf und CO2 durch die Aktivität von Mikroorganismen [Foto: napocska/ Shutterstock.com]

Sie werden also zur Energiegewinnung genutzt, so wie wir eine Scheibe Brot essen.

Und so wie wir anschließend etwas zur Toilette tragen müssen und Kohlenstoff aus den Kohlenhydraten in Form von CO2 (Kohlenstoffdioxid) ausatmen, tun es auch die kleinen Komposthelfer: Verschiedenste Arten scheiden das Material in immer weiter zerkleinerter Form aus, bis nur noch Moleküle und Atome vorliegen, und atmen dabei CO2 aus. Durch ihre Lebensaktivität entsteht Wärme, wodurch sich in isolierten Haufen Temperaturen von über 60 °C entwickeln können. Auch die Zusammensetzung zu neuen Biomolekülen geschieht zum Teil in Verdauungsapparaten – etwa in dem der Regenwürmer. Doch auch rein chemische Prozesse führen zur Zusammenlagerung der molekularen Bausteine. Deren Zusammensetzung macht sie sehr stabil gegenüber einem erneuten Abbau durch Mikroorganismen und verleiht ihnen außerdem die besonderen Eigenschaften des Kompostes.

Tipp: Bei der Wurmkompostierung in einer Wurmfarm oder Wurmkiste macht man sich die Fähigkeiten spezieller Wurmarten zunutze, um auf kleinstem Raum sehr effizient Kompost herzustellen. Auch andere Gruppen von Mikroorganismen sind daran beteiligt.

Da Wurmkisten im Innenbereich stehen, herrschen ganzjährig optimale Temperaturen zur Kompostierung, sodass die Konzentration von Bodenorganismen pro Volumen einem normalen Komposthaufen gegenüber erhöht ist.

Die Wurmkompostierung ermöglicht Ihnen somit die Erzeugung eigenen Komposts sogar in einer Stadtwohnung.

Frischkompost, Fertigkompost und Reifekompost

Unter guten Bedingungen erhält man bereits nach sechs bis acht Wochen einen Frischkompost. Er ist in diesem Stadium so nährstoffreich, wie es die eingegangenen Rohstoffe erlauben.

Das bedeutet, dass ein Kompost aus nährstoffarmem Material natürlich auch nie besonders nährstoffreich ist.

Als Frischkompost jedoch befindet er sich diesbezüglich auf dem Maximum – von nun an geht es mit der Nährstoffverfügbarkeit bergab.

In einem Frischkompost sind noch viele der ursprünglichen Strukturen erhalten [Foto: MR. KHATAWUT/ Shutterstock.com]

Tipp: Mit sinkendem Nährstoffgehalt steigt die Stabilität gegenüber mikrobiellem Abbau: Was nährstoffärmer ist, wird für die Kleinstlebewesen natürlich zunehmend „uninteressant“ – weil es schwieriger zu verwerten ist, wenn Stickstoff als Triebkraft der Vermehrung fehlt. Das kann bei der Ausbringung auch zum Vorteil werden, denn die bodenverbessernden Eigenschaften von Kompost bleiben nur nachhaltig erhalten, wenn er nicht sofort wieder abgebaut wird.

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Nach fünf bis sechs Monaten erhält man einen Fertigkompost, der etwa zu gleichen Teilen aus nährstoffreichem und nährstoffarmem, stabilerem Material besteht.

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Nach einem oder zwei Jahren schließlich spricht man von Reifekompost, der wegen seiner Nährstoffarmut als Pflanzendünger kaum einen Effekt hat, dafür jedoch die Eigenschaften des Bodens exorbitant steigern kann, indem er als stabiler Bodenverbesserer in Ihrem Beet erhalten bleibt.

Lebensbedingungen der beteiligten Mikroorganismen im Komposthaufen

Um die Kompostierung so schnell voranschreiten zu lassen wie oben beschrieben, muss es den arbeitenden Lebewesen gut gehen. Sie müssen sich vermehren können, um größere Mengen zu vertilgen und umzuwandeln.

Auch Pilze sind an der Zersetzung des organischen Materials in einem Kompost beteiligt [Foto: Steve Cordory/ Shutterstock.com]

Wir haben Ihnen nachfolgend in einigen Stichworten zusammengefasst, welche Bedingungen ihre Aktivität fördern.

  1. Sauerstoff ist für die luftatmenden (aeroben) Organismen natürlich sehr wichtig. Ein zu nasser oder zu verdichteter Haufen nimmt ihnen die Luft und lässt sie absterben.
  2. Feuchte ist ebenso entscheidend: Wie auch wir Menschen bestehen die kleinen Helfer zu einem Großteil aus Wasser und können sich daher auch nur in Anwesenheit von diesem vermehren und überleben.
  3. Wärme steigert die Aktivität von Mikroorganismen – bis zu erstaunlich hohen Temperaturen um 60 °C. Alles weit darüber lässt sie allerdings den Hitzetod sterben.
  4. Der pH-Wert beeinflusst die Lebensaktivität und Vermehrung, sogar die Zusammensetzung der im Kompost lebenden Organismen. Wird es zu sauer, fühlen sich vor allem Pilze wohl und vermehren sich stärker. In einem leicht alkalischen Bereich gilt dies für Bakterien. Auch die Art des entstehenden Kompostes verändert sich mit dem vorherrschenden pH-Wert: Schwankt er ins eine oder andere Extrem, entstehen Humus-Moleküle mit weniger wertvollen Eigenschaften oder die Rotte insgesamt verlangsamt sich.
  5. Über den Nährstoffgehalt wird die Geschwindigkeit der Zersetzung beeinflusst. Mikroorganismen benötigen insbesondere viel Stickstoff, um aktiv zu sein und sich vermehren zu können. Nährstoffreiches Kompostgut ist folglich förderlich, nährstoffarmes Kompostgut hinderlich für ihre Aktivität. Auch in diesem Zusammenhang sind beide Extreme zu meiden: Zu viel Stickstoff führt zu einer Zersetzung der neu entstehenden Humus-Moleküle, zu wenig Stickstoff lässt den Prozess der Kompostierung hingegen ganz ins Stocken geraten.

Zum Zwecke der Erwärmung sind Komposter immer dunkel gefärbt [Foto: Anna Hoychuk/ Shutterstock.com]

Bei der Kompostierung geht es letztlich darum, all diese Bedingungen so zu optimieren, dass möglichst schnell eine große Menge an hochwertigem Kompost entsteht.

Die Sauerstoffzufuhr wird durch die Verwendung groben, sperrigen Materials, gegebenenfalls auch durch das Umsetzen oder Durchmischen und durch Luftschlitze an den Kompostern gewährleistet. Die Feuchte ist durch den Standort, die Abdeckung und eventuelles Gießen zu steuern.

Wärme ist ebenfalls über den Standort und zugleich durch die Art des verwendeten Komposters beeinflussbar: Jede Form von Isolierung – Eigenisolierung, Abdeckung mit Stroh oder Laub, Isolierung in Komposterwänden – hilft, die Temperatur gleichmäßig und hoch zu halten.

Zum Zwecke der Erwärmung sind Komposter immer dunkel gefärbt. Der pH-Wert wird natürlich vom verwendeten Kompostgut bestimmt. Bei einem zu sauren Material – etwa aus Moorbeeten oder von Nadelbäumen – kann das betreffende Kompostgut mit etwas Kalk bestäubt werden.

Gleiches gilt für den Nährstoffgehalt: Er kann bei zu nährstoffarmem Kompostgut mit einfachem Stickstoffdünger – ebenfalls in Maßen – ausgeglichen werden. Wie ein Komposter aufgebaut sein muss, der die Kompostierung gut fördert, erfahren Sie hier.

Kompostieren im Komposter: Arbeitsaufwand

Wie viel Arbeit macht also die Betreibung eines Komposters? Wir haben für Sie im Folgenden eine kleine Übersichtstabelle für die Betreibung eines normalen Komposthaufens zusammengestellt, die Ihnen einen ersten Überblick verschaffen kann.

TätigkeitWie oft?
Biomüll sammelnTäglich, wie für die Bio-/Restmülltonne
Biomüll und Gartenabfälle so aufschichten, dass sich Feines und Grobes abwechseln; evtl. Kalk oder Stickstoff ausbringen; eventuell Kompost zum Impfen einschichtenWöchentlich
Kompost umschichten/umsetzenBei Geruchs- und Fäulnisentwicklung nach Bedarf, sonst ein bis zwei Mal im Jahr
Frischkompost-Entnahme möglich, Sieben des Frischkompostes, UmschichtenAlle 4 bis 6 Wochen unter optimalen Bedingungen
Fertigkompost-Entnahme möglich, Sieben des Fertigkompostes, UmschichtenAlle 5 bis 6 Monate unter optimalen Bedingungen
Reifekompost-Entnahme möglich, dabei umschichtenAlle 1 bis 2 Jahre

Bei der Verwendung von Schnell- oder Thermokompostern entfällt das Umschichten, dafür muss das Befüllen in Schichten sehr sorgsam erfolgen. Auch die Entnahme erfolgt hier durch eine Klappe am Fuß des Komposters, sodass das restliche Kompostgut von oben nur nachrutscht und nicht erneut geschichtet werden muss.

Bei Rollkompostern entfallen sowohl das Umsetzen als auch Schichten. Durch die ständige Durchmischung ist jedoch die Entnahme einzelner Kompoststadien nicht möglich. Verwenden Sie eine Wurmkiste, sollten Sie ebenfalls auf eine luftige Schichtung achten. Die Entnahme von Wurmkompost ist nach sechs bis neun Monaten möglich.

Das Thema „Wurmkiste“ ist zudem sehr komplex und wird in diesem Spezialartikel genauer erklärt.

Schnell- und Thermokomposter haben in der Regel eine Entnahmeklappe [Foto: M. Schuppich/ Shutterstock.com][attention type=green]

Wie Sie sehen können, richten sich die Art des Kompostierens und der Arbeitsaufwand letztlich danach, welchen Komposter Sie verwenden. Die Auswahl desselben sollte wiederum Ihren Bedürfnissen entsprechen. Tipps zur Auswahl des für Ihren Bedarf am besten geeigneten Komposters erhalten Sie in diesem Artikel.

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Источник: https://www.plantura.garden/gartentipps/gartenpraxis/komposthaufen-was-sind-vorteile-wie-funktioniert-er

Kompost anlegen und pflegen: 1×1 des Kompostierens

Warum sich ein Komposthaufen im Garten lohnt

Der Komposthaufen ist das Herz eines Gartens und das Kompostieren eine der wichtigsten Aufgaben als Selbstversorger*in. Guter Kompost hält die Feuchtigkeit im Boden, durchlüftet ihn und dient nicht nur den Pflanzen als Nahrung, sondern auch vielen nützlichen Bodenorganismen.

Abfälle werden recycelt und Nährstoffkreisläufe entstehen. Im Komposthaufen werden die Ausgangsmaterialien von Bodenlebewesen in schwarzen Humus verwandelt. Unsere Aufgabe ist es, Bedingungen zu schaffen, unter denen diese kleinen Helfer ungestört ihrer Arbeit nachgehen können. Deswegen möchte ich dir heute zeigen, wie du einen richtig guten Kompost anlegen kannst.

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, einen Kompost aufzusetzen:

  • Schnellkomposter sind günstig und schnell auf- und wieder abgebaut. Das Fassungsvermögen sollte allerdings mindestens 200 l betragen, ansonsten läuft die Verrottung nicht so effektiv ab. Schnellkomposter mit Entladeklappe sind sehr praktisch.
  • Holzkomposter kann man zum Beispiel aus Paletten selberbauen. Eine Abdeckung ist besonders in regenreichen Regionen sinnvoll. Generell sollte man mindestens zwei Kästen haben: einen, den man befüllt, und einen, in dem die Kompostierung stattfindet.
  • Offene Komposthaufen sollten mindestens 1,20m breit, 80cm hoch und mehrere Meter lang sein. Das Material wird so aufgeschichtet, dass die Seiten schräg abfallen. Offene Haufen eignen sich eigentlich nur für sehr große Gärten, in denen viel Material anfällt. Die verschiedenen Materialien kann man sammeln und die Miete anschließend so anlegen, dass die Nährstoffzusammensetzung möglichst optimal ist. Da allerdings selten so viele unterschiedliche Rohstoffe gleichzeitig anfallen, kann man den Haufen auch nach und nach aufsetzen.

Der beste Platz, um einen Komposthaufen anzulegen

Der Komposthaufen sollte in erster Linie gut erreichbar sein, auch mit der Schubkarre. Die Bodenorganismen arbeiten effizienter, wenn du den Haufen außerdem immer am selben Ort errichtest.

Mit der Zeit siedelt sich das passende Bodenleben an, um einen neu angelegten Komposthaufen schnell umzusetzen. Damit die Bodenlebewesen in den Kompost einziehen können, ist es wichtig, ihn direkt auf dem Erdboden anzulegen, nicht etwa auf Fliesen oder Stein. Außerdem sollte der Untergrund wasserdurchlässig sein, damit sich keine Staunässe bildet.

Die Verrottung verläuft am effektivsten, wenn der Kompost vor Wind geschützt und leicht beschattet ist. In heißeren Gegenden braucht der Komposthaufen mehr Schatten als in kühleren. Dafür kannst du den Kompostplatz entweder unter Sträuchern oder Bäumen anlegen oder neue Sträucher pflanzen. Holunderbüsche und Haselsträucher sollen die Kompostierung beschleunigen.

Was darf kompostiert werden?

Von Garten- und Küchenabfällen über Stroh, Mist, Federn, Pappe, Eierschalen oder Kaffeesatz: Die allermeisten organischen Rohstoffe sind auf dem Komposthaufen gut aufgehoben. Da die Verrottung von Laub, Rinden und Holz länger dauert und der Kompost hier öfter umgesetzt werden muss, sollte man sie separat kompostieren.

Gekochte Essensreste, Fleisch, Milchprodukte und Gebäck können Ratten anziehen und haben daher auf dem Komposthaufen nichts verloren.

Auch beim Kompostieren von Unkraut sollte man vorsichtig sein: Wurzel- oder samentragende Unkräuter gehören nur dann auf den Komposthaufen, wenn du einen sehr heißen Kompost ansetzt (über 70°C).

Liegt die Temperatur darunter, werden die Unkrautsamen und Wuzeln nicht abgetötet und du bringst sie zusammen mit dem Kompost auf deine Beete aus. Wie du die Temperatur in deinem Kompost beeinflussen kannst, erfährst du weiter unten.

Auch Teile von kranken Pflanzen dürfen nicht auf dem Komposthaufen landen. Ansonsten kann sich die Krankheit ausbreiten und der Kompost ist für deine Pflanzen kein Gesundungsmittel mehr, sondern eine Infektionsquelle.

Grasschnitt sollte man vor dem Ausbringen auf den Komposthaufen zunächst anwelken lassen. Außerdem ist es wichtig, Grasschnitt nicht zu dick aufzuschichten. Wenn bei dir viel Grasschnitt anfällt, kannst du ihn mit gröberem, braunem Material mischen, damit sich keine fauligen Schichten bilden.

Hobelspäne und Sägemehl solltest du nur in kleinen Mengen kompostieren. Ansonsten kann es passieren, dass dein Garten von Drahtwürmern befallen wird.

Richtig guten Laubkompost machen

Im Herbst hast du die beste Gelegenheit, kostenloses Kompostmaterial in rauen Mengen abzustauben. Überall stehen Säcke voll Herbstlaub an den Straßen, das du in wunderbaren Kompost verwandeln kannst.

Laub sollte – wie eben erwähnt – am besten separat kompostiert werden, weil die Kompostierung so lange dauert. Es lohnt sich aber in jedem Fall, einen Laubkompost anzulegen.

Der ist nämlich besonders wertvoll und gut zur Stecklings- und Jungpflanzenanzucht geeignet.

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Für einen richtig guten Laubkompost solltest du verschiedene Laubarten mischen. Die Blätter sollten beim Aufsetzen nur leicht feucht sein – gegebenenfalls lässt du sie vorher an der Sonne abtrocknen.

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Mische ca. 10% Gartenerde unter das Laub. Wenn du zusätzlich 1-3% Bentonit dazugibst, ist die Wurmtätigkeit um einiges größer. Vor dem Winter solltest du deinen Laubkompost in jedem Fall abdecken.

Wenn du wissen willst, was du mit Herbstlaub sonst noch alles anstellen kannst: Hier geht’s zum passenden Artikel.

Kompost anlegen: das C/N-Verhältnis

Das Verhältnis von kohlenstoffhaltigen zu stickstoffhaltigen Ausgangsmaterialien spielt beim Kompostieren eine große Rolle. Dieses sogenannte C/N-Verhältnis sollte zwischen 15:1 und 20:1 liegen. Liegt es unter 15:1, drohen zu hohe Nährstoffverluste, bei einem Verhältnis von über 20:1 steht dem Bodenleben zu wenig Stickstoff zur Verfügung um anständig arbeiten zu können.

Du solltest also darauf achten, die Materialien in ausgewogenen Schichten aufzubringen. Noch besser als das Aufschichten einzelner Materialien ist es, kohlenstoff- und stickstoffhaltige Ausgangsstoffe schon vor dem Auftragen miteinander zu vermischen.

  • Kohlenstoffhaltige Materialien sind: Stroh, Hackschnitzel, Laub, Zweige usw. Also alles, was braun ist.
  • Stickstoffhaltige Materialien sind: Grasschnitt, Reste vom Gemüseschnibbeln, Grünschnitt, Brennnesseln usw. Also alles, was grün ist. Kaffeesatz, Mist und Jauche sind zwar braun, enthalten aber auch viel Stickstoff.

Damit die Bodenlebewesen die Materialien besser aufschließen können, ist es wichtig, holzige oder fleischige Pflanzenteile zu zerkleinern. Dafür braucht mal keinen Häcksler. Ich zerschnipsel Kohlstrünke, Zweige etc. immer mit einer normalen Gartenschere.

Den Komposthaufen aktivieren

Ich mische ca. 10% tonhaltige Gartenerde oder fertigen Kompost unter die Abfälle. So „impfe“ ich den Komposthaufen mit Bodenorganismen, die sich sofort an die Arbeit machen.

Das Untermischen tonhaltiger Erde hilft den Organismen außerdem, stabile Humuskomplexe zu bilden, an die die Nährstoffe gebunden sind. So läuft die Verrottung schneller ab und die Nährstoffe werden nicht so schnell ausgewaschen.

Eine gute Möglichkeit, einen Komposthaufen in Schwung zu bringen, sind Effektive Mikroorganismen (EM). Mit ihrer Hilfe verkompostieren deine Abfälle nicht nur wesentlich schneller, EM-Kompost ist auch nährstoffreicher und verfault nicht so schnell wie herkömmlicher Kompost.

Die Temperatur regeln

Wer schon einmal einen Komposthaufen angelegt hat, weiß, dass die Temperatur am Anfang sehr hoch ist und dann immer weiter abfällt. Wie heiß ein Kompost wird, hängt von der Materialzusammensetzung ab. Frischer Mist wird bis zu 60°C heiß, Grasschnitt, Grünmaterial oder frische Brennnesseln sogar über 80°C. Untergemischte Erde hält die Temperatur niedrig.

Generell töten höhere Temperaturen Keime und Unkrautsamen besser ab. Allerdings sterben einige Mikrobenstämme bei Temperaturen über 50°C. Ein heißer Kompost ist also nicht mehr so vital und belebt. Die optimale Temperatur für deinen Kompost hängt also davon ab, wie viel Wert du auf Keimfreiheit legst und ob du eventuell fiese Unkräuter auf den Kompost geworfen hast.

Feuchtigkeit

Ohne Feuchtigkeit vertrocknen die Bodenorganismen im Komposthaufen und die Verrottung stagniert. Wenn der Kompost allerdings zu nass ist, gelangt nicht mehr genug Luft ins Innere des Haufens und er verfault. Hier sollte man also aufpassen. Dein Komposthaufen hat einen guten Feuchtigkeitsgehalt, wenn sich das Innere des Komposthaufens wie ein ausgedrückter Schwamm anfühlt.

Wenn du von Anfang an darauf achtest, dass die aufgeschichteten Materialien einen ausgeglichenen Feuchtigkeitsgehalt haben, solltest du später keine Probleme haben. Ist dein Kompost aber zu trocken, hilft es, ihn ab und zu zu gießen. Ein zu nasser Kompost muss umgesetzt werden. Dabei solltest du Erde und trockenes Material untermischen.

Gerade in niederschlagsreichen Gegenden sollte ein Kompost immer abgedeckt sein, damit er vor Regen geschützt ist.

Sauerstoff

Die aeroben Bakterien im Komposthaufen sterben, wenn sie nicht genug Sauerstoff bekommen. Dann setzen sich anaerobe Bakterien durch und der Haufen wird stinkig und fault. Daher muss man beim Anlegen darauf achten, keine dicken Schichten Grasschnitt oder Tonerde aufzutragen, durch die kein Sauerstoff mehr ins Innere des Haufens gelangt.

Grasschnitt oder Ton sollte man entweder nur sehr dünn auftragen oder mit lockeren Materialien wie Zweigen oder Stroh mischen.

Es sollten sich aber auch nicht zu große Hohlräume bilden, denn die behindern die Bodenorganismen bei ihrer Arbeit. Sperrige Äste etc. also immer gut zerkleinern.

Umsetzen

Beim Umsetzen gelangen die äußeren Schichten nach innen und die inneren Schichten nach außen. Dadurch erzielt man eine gleichmäßigere und vor allem schnellere Verrottung. Das Endergebnis ist mit und ohne Umsetzen gleich.

Gerade in einem neuen Garten, wenn noch nicht viel Kompost zur Verfügung steht, lohnt sich die Mehrarbeit aber allemal. Später kann man dann abwägen, ob man so dringend neuen Kompost braucht, dass man ihn umsetzt.

Der günstigste Zeitpunkt zum Umsetzen ist nach drei bis sechs Wochen, wenn der Haufen wieder kühler geworden ist.

Kompost machen auf dem Balkon

Wenn du auf dem Balkon gärtnerst, kannst du deine Abfälle wunderbar in einer Wurmkiste kompostieren. Das nicht nur geruchsneutral, sondern auch sehr effektiv. Wurmkisten kann man entweder selberbauen oder fertig kaufen. Auch die späteren Bewohner (Rote Mistwürmer) kann man im Internet bestellen. Falls du mehr wissen willst, schau dir doch mal in dieses Video an:

Mein Kompost stinkt!

Wenn dein Komposthaufen fault anstatt zu verrotten, solltest du zunächst den Untergrund auf Wasserdurchlässigkeit kontrollieren. Öffne den Haufen und lass ihn an der Sonne abtrocknen. Anschließend solltest du ihn neu aufsetzen und dabei trockenes Material untermischen. Prüfe auch, ob die Abdeckung intakt ist!

Mein Kompost schimmelt!

Schimmel ist ein Zeichen dafür, dass der Kompost zu trocken ist. Du solltest deinen Haufen umsetzen und gut gießen. Am besten mischst du dabei noch etwas reifen Kompost unter, um ihn neu zu aktivieren. In der nächsten Zeit solltest du deinen Kompost regelmäßig kontrollieren und eventuell noch einige Male gießen.

Wann ist der Kompost fertig?

Je nach Materialzusammensetzung und Jahreszeit dauert die Kompostierung einige Wochen oder Monate. Im Winter macht der Komposthaufen Pause, dann passiert nicht viel. Der Kompost ist fertig, wenn er nach Waldboden riecht. Oft sind auch dann noch vereinzelte unverrottete Teile im Kompost. Die kann man mit einem Kompostsieb heraussieben und zurück auf den Haufen werfen.

Fertiger Kompost kann abgedeckt längere Zeit gelagert werden. Die beste Zeit, um Kompost auszubringen, ist das Frühjahr. Dann kannst du eine 1 bis 2 cm dicke Schicht auf deinen Beeten verteilen und leicht einarbeiten.

Auch im Sommer und im Herbst kann man noch Kompost ausbringen – zum Beispiel als Kopfdünung für starkzehrende Pflanzen wie Tomaten oder Kohl, wobei man beachten muss, dass die Nährstoffe aus Kompost erst nach und nach freigegeben werden. Im Herbst ausgebrachter Kompost sollte in jedem Fall mit einer Mulchdecke geschützt und nur so lange ausgebracht werden, wie der Boden noch warm ist.

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Was macht dein Kompost? Oder kompostierst du deine Abfälle in einer Wurmfarm? Hast du Geheimtipps für richtig guten Kompost? Teile deine Erfahrungen in den Kommentaren!

Источник: https://www.wurzelwerk.net/2017/09/21/kompost-anlegen-gemuesegarten/

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