Was genau prüft ein Immobiliengutachter?

Contents
  1. Immobiliengutachter finden: Infos zu Aufgaben und Kosten
  2. Immobiliengutachter im Überblick
  3. Was macht ein Immobiliengutachter?
  4. Worauf bei der Wahl eines Immobiliensachverständigen achten?
  5. Was zeichnet einen Immobiliengutachter aus?
  6. Wann empfiehlt sich ein kostenpflichtiges Wertgutachten eines Immobiliensachverständigen?
  7. Was bewertet ein Immobiliengutachter?
  8. Wie viel kostet ein Immobiliengutachten?
  9. Wann lohnt es sich, einen Makler zu kontaktieren?
  10. Gutachten beim Hauskauf: Was bringt ein Gutachten und welche Kosten entstehen? – Wohnung.com Ratgeber
  11. Welche Arten von Gutachten gibt es?
  12. Wer führt Wertgutachten durch?
  13. Preise für Immobiliengutachten
  14. Kurzgutachten
  15. Komplettgutachten
  16. Leistungsprofil ⇒ Immobiliengutachter
  17. 1. Überprüfung der Objektunterlagen
  18. 2. Mängelsuche durch Immobiliengutachter
  19. 3. Wertermittlung vor dem Kauf
  20. 4. Kosteneinschätzung Modernisierungsbedarf
  21. 5. Tipps & Beratung zum Hauskauf
  22. Hauskaueratung vom Architekten oder Immobiliengutachter?
  23. Was unterscheidet eine Hauskaueratung von einer Immobilienbewertung durch einen Immobiliengutachter?
  24. Was unterscheidet die Leistungen von Haus-Check von einem Sachverständigen für Bauschäden?
  25. Angebote auf Provisionsbasis
  26. Was ist der Unterschied zu einem House-Inspector, wie sie in den USA oder Großbritannien bekannt sind?
  27. Immobiliengutachter: So finden Sie einen unabhängigen Gutachter fürs Haus!
  28. Wer darf Gutachten für Immobilien erstellen?
  29. Wie kann ich einen seriösen Immobiliengutachter finden?
  30. Wann brauche ich einen Immobiliengutachter?
  31. Was kostet ein Gutachter für ein Haus?
  32. Wie lange dauert ein Gutachten für ein Haus?
  33. Wie ermittelt der Gutachter den Wert einer Immobilie?
  34. Welche Unterlagen benötigt der Immobiliengutachter?
  35. 8 Fallen beim Hauskauf, vor denen ein Immobiliengutachten Sie schützt!

Immobiliengutachter finden: Infos zu Aufgaben und Kosten

Was genau prüft ein Immobiliengutachter?

Bei Ehescheidungen oder Erbenauseinandersetzungen, zu Beleihungszwecken oder bei Konfrontationen mit dem Finanzamt – die Bewertung einer Immobilie durch einen Sachverständigen kann durchaus sinnvoll bzw.

sogar notwendig sein.

Welchen Unterschied gibt es zwischen einem Immobiliengutachter und Immobiliensachverständigen? In welchen Situationen sich die Immobilienbewertung durch einen Makler empfiehlt erfahren Sie im Folgenden Artikel.

Immobiliengutachter im Überblick

➤ Ein Immobiliengutachter kann den Wert Ihrer Immobilie feststellen durch ein kostenpflichtiges Gutachten.

➤ Bei der Wahl des Gutachters sollten Sie auf seine Qualifikationen achten, denn der Begriff des Immobiliengutachters bzw. Immobiliensachverständigen ist rechtlich nicht geschützt.

➤ Ein Gutachten durch einen Immobiliensachverständigen kann sinnvoll sein, bei beispielsweise gerichtlichen Auseinandersetzungen, beim Immobilienverkauf ist es meist nicht notwendig.

Macht ein Sachverständiger eigentlich das Gleiche wie ein Gutachter oder gibt es einen Unterschied? Umgangssprachlich werden die Begriffe Sachverständiger und Gutachter meist synonym verwendet.

Behörden, Gerichte und andere Institutionen, die in Streitfällen entscheiden, nutzen in der Regel den Begriff „Sachverständiger“. Sachverständiger ist auch die in Gesetzestexten verwendete Bezeichnung. Im alltäglichen Sprachgebrauch fällt häufiger der weniger behördensprachlich klingende Begriff „Gutachter“.

Der Unterschied zwischen einem Sachverständigen und einem Gutachter liegt also nur in der Verwendung der Begriffe. Die Tätigkeit selbst betreffend, macht es keinen Unterschied, welche Bezeichnung genutzt wird.

Was macht ein Immobiliengutachter?

Ein Immobiliengutachter erstellt Wertgutachten für Immobilien, sodass der Verkehrswert ermittelt werden kann. Grundsätzlich kann ein Immobiliensachverständiger für jede Immobilie ein Gutachten erstellen, um den Verkehrswert zu ermitteln.

Für einen „normalen“ Immobilienverkauf ist ein Wertgutachten allerdings nicht unbedingt notwendig. Ein Wertgutachten ist im Gegensatz zur kostenlosen Immobilienbewertung immer kostenpflichtig.

In anderen Fällen ist ein Wertgutachten empfehlenswert, bei gerichtlichen Auseinandersetzungen ist es zum Teil sogar unabdingbar, weil nur ein Gutachten von einem offiziellen Immobiliengutachter vor Gericht Bestand hat.

Worauf bei der Wahl eines Immobiliensachverständigen achten?

In Deutschland ist die Bezeichnung „Sachverständiger“ bzw. „Immobiliensachverständiger“ rechtlich nicht geschützt.

Daraus ergibt sich ein Problem: Auch weniger oder nicht ausreichend qualifizierte Personen können sich so bezeichnen.

Verbraucher sollten daher unbedingt auf die nachweislichen Qualifikationen eines Sachverständigen achten, bevor sie einen Sachverständigen beauftragen. Die besondere Sachkunde eines Sachverständigen basiert auf:

  • seiner Ausbildung
  • Praxiserfahrung
  • laufender Fortbildung

Häufig üben Bauingenieure oder Architekten die Tätigkeit eines Immobiliensachverständigen aus. Es gibt drei Formen:

  1. Freie Sachverständige, die Bewertungen für Immobilienkäufe und für Immobilienverkäufe vornehmen. Ihre Gutachten werden nicht von Behörden oder Gerichten anerkannt.
  2. Öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige. Dieser Begriff ist gesetzlich geschützt. Vereidigte Immobiliengutachter werden durch die Industrie- und Handelskammern geprüft und ernannt.
  3. Ein Teil der öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen ist auch staatlich anerkannter Immobiliengutachter. Diese werden von den Landesbehörden beaufsichtigt und erstellen auch im Auftrag von Behörden Immobiliengutachten.

Was zeichnet einen Immobiliengutachter aus?

Von entscheidender Bedeutung ist die Objektivität des Gutachters. In vielen Fällen liest nicht nur der Auftraggeber das Gutachten, sondern auch Dritte (Banken, Kaufinteressenten etc.). Sie vertrauen auf die Richtigkeit des Gutachtens und treffen auf Grundlage des Gutachtens ihre Entscheidungen.

Ein Immobiliensachverständiger muss darum sein Gutachten unter der objektiven Würdigung der rechtlichen Gegebenheiten, der tatsächlichen Eigenschaften und sonstigen Beschaffenheiten des Grundstücks, ohne Rücksichtnahme auf ungewöhnliche oder persönliche Verhältnisse seines Auftraggebers erstellen.

Anders als bei anderen Beratungsberufen (zum Beispiel Rechtsanwälte), welche ihr Arbeitsergebnis auf die Bedürfnisse ihres Mandanten abstellen, muss ein Immobiliensachverständiger das Ergebnis seiner Arbeit – unabhängig von den Ergebniswünschen seiner Auftraggeber – objektiv und unparteiisch ermitteln. Darum wird eine wirtschaftliche Unabhängigkeit von seinen Auftraggebern gefordert und im Rahmen seiner Bestellung (durch die IHK oder auch Architekten- oder Ingenieurkammer) zum öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen regelmäßig geprüft.

Wichtig: Sie benötigen eine belastbare Bewertung? Dann erkundigen Sie sich, dass der Immobiliensachverständige ein Wertgutachten erstellen kann, das von Behörden und Gerichten anerkannt wird. Das ist bei freien Sachverständigen normalerweise nicht der Fall.

Wann empfiehlt sich ein kostenpflichtiges Wertgutachten eines Immobiliensachverständigen?

In vielen Fällen benötigen Eigentümer, die ein Haus, eine Wohnung oder ein Grundstück verkaufen wollen, kein Gutachten. In anderen Situationen empfiehlt sich ein Immobiliensachverständiger.

Bei gerichtlichen Auseinandersetzungen ist dessen Gutachten sogar unabdingbar. Nur ein Gutachten von einem offiziellen Immobiliengutachter hat vor Gericht Bestand.

Ein kostenpflichtiges Wertgutachten eines Sachverständigen empfiehlt sich, wenn Sie

  • sich in einem Scheidungsverfahren gerichtlich auseinandersetzen
  • eine Erbstreitigkeit vor Gericht klären lassen wollen
  • den Verkehrswert einer Immobilie gegenüber dem Finanzamt dokumentieren möchten
  • Ihr Betriebsvermögen feststellen lassen möchten
  • vor einer Zwangsversteigerung stehen.

Auch wenn Sie ein altes Gebäude kaufen, bei dem jahrelang keine Modernisierungen erfolgten, kann ein Sachverständiger helfen. Gleiches gilt bei halbfertigen Gebäuden oder im Ausbau befindlichen Häusern. Hier ist es möglicherweise ebenfalls kompliziert, die schon erbrachten und noch zu leistenden Handwerkerarbeiten genau zu taxieren.

Was bewertet ein Immobiliengutachter?

Ein Immobiliengutachter verschafft sich einen Eindruck vom kompletten Haus. Er berücksichtigt das Grundstück und rechtliche Aspekte:

  • Dach, inkl. Dachstuhl und Ziegel
  • Gebäudefassade
  • Außenfenster
  • Kellerräume
  • Geschoßdecken
  • Elektrische Leitungen
  • Heizungsanlage
  • Feuchtigkeit innerhalb des Hauses
  • Schädlings- oder Pilzbefall
  • Bausubstanz mit gesundheitsschädlichen Substanzen
  • Belastung des Grundwassers
  • Umweltfaktoren wie Lärmbelästigung
  • Möglicher Denkmalschutz
  • Rechte Dritter an der Immobilie

Wie viel kostet ein Immobiliengutachten?

Je nach Umfang und Aufwand kostet ein Immobiliengutachten einige hundert Euro bis zu 1,5 Prozent des Immobilienwertes.

Bei den Kosten für gerichtsfeste Gutachten kann die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure Orientierung bieten. Da die Vorgabe 2009 aber ersatzlos gestrichen wurde, kann das Honorar des Gutachters seitdem frei verhandelt werden.

Ist ein Sachverständiger für das Gericht tätig, wird er nach dem Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetz vergütet.

Tipp: Holen Sie Kostenvoranschläge von mehreren Immobiliensachverständigen ein!

Wann lohnt es sich, einen Makler zu kontaktieren?

Sie wollen Ihre Immobilie verkaufen und benötigen kein Wertgutachten? Dann sparen Sie das Geld für das Wertgutachten. Wenden Sie sich an einen Immobilienmakler, der eine kostenlose Immobilienbewertungen vornimmt.

Gerne beraten wir Sie persönlich und stellen Ihnen den Kontakt zu einem erfahrenen und qualifizierten Makler in Ihrer Nähe her, der Ihre Immobilie kostenlos bewertet.
Nach Terminabsprache kommt der Makler zum entsprechenden Objekt und prüft die Immobilie vom Keller bis zum Dach.

Er berücksichtigt Bodenwerte und passt Sachwerte dem Marktfaktor (Wie groß ist die Nachfrage in Ihrer Region?) an, berücksichtigt Liegenschaftszinssätze, ermittelt Zeitwert und schätzt die Altersminderung ein.

Источник: https://www.hausgold.de/immobilien-makler/immobiliengutachter/

Gutachten beim Hauskauf: Was bringt ein Gutachten und welche Kosten entstehen? – Wohnung.com Ratgeber

Was genau prüft ein Immobiliengutachter?

Bevor es zum tatsächlichen Hauskauf kommt, sollte das Objekt von einem unabhängigen Gutachter auf seinen Wert geschätzt werden. Nachdem das Grundbuch auf eventuelle offene Forderungen von Dritten geprüft wurde, sollte ein Baugutachter das Objekt begehen und auf seinen Zustand überprüfen.

Der Gutachter führt ein Wertgutachten durch, das den Verkehrswert der Immobilie ermittelt.

Dieser stellt den Marktwert dar, der sich nach § 194 Baugesetzbuch (BauGB) abhängig von Lage, Zustand und Beschaffenheit der Immobilie zum Zeitpunkt des Kaufs zusammensetzt.

Der Gutachter nimmt dabei eine unabhängige Position ein und ist verpflichtet, den aktuellen Wert sachgemäß nach den Marktgegebenheiten zu schätzen. Der Käufer kann dadurch beurteilen, ob der geforderte Verkaufspreis realistisch ist.

Tipp: Die Vorlage eines Wertgutachtens bei der Bank unterstützt die Entscheidung dieser für die Finanzierung der Immobilie. In Abhängigkeit von der Kredithöhe können Banken auf ein unabhängiges Wertgutachten bestehen oder selbst einen Gutachter einsetzen.

Welche Arten von Gutachten gibt es?

Grundlegend lassen sich nach der Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV) drei unterschiedliche Verfahren zur Wertermittlung unterscheiden:

Vergleichswertverfahren (§ 15-16 ImmoWertV):

  • wird meist bei unbebauten Grundstücken oder Eigentumswohnungen angewendet
  • Ermittlung des Verkaufspreises durch Verkaufspreis vergleichbarer Grundstücke

Ertragswertverfahren (§17-20 ImmoWertV):

  • wird meist bei Mietshäusern oder gewerblich genutzte Immobilien angewendet
  • Grundlage bietet die Kapitalisierung der marktüblich erzielbaren Erwerbseinnahmen wie Miete oder Pacht

Sachwertverfahren (§ 21-23 ImmoWertV):

  • wird meist bei Reihenhäuser, Doppelhaushälften oder Einfamilienhäusern angewendet
  • Schätzung Wert des Grundstücks und des Gebäudes abzüglich des Zeitwerts

Wer führt Wertgutachten durch?

Im § 192 BauGB ist geregelt, wer zur Ausstellung rechtsgültige Gutachten für Immobilien berechtigt ist. Öffentlich bestellte und vereidigte Gutachter unterliegen dabei Gutachterausschüssen und müssen selbstständig und unabhängig sein.

Von ihnen wird nach § 193 BauGB der Verkehrswert für unbebaute und bebaute Grundstücke ermittelt. Bei Stadtverwaltungen, Industrie- und Handelskammern oder Berufsfachverbänden kann sich der Auftraggeber über die verschiedenen Gutachter informieren.

Bestellt die Bank einen Immobiliengutachter, muss dieser ebenfalls unabhängig den Wert der Immobilie prüfen.

Tipp: Öffentlich bestellte Sachverständige unterliegen der Gewerbeordnung der Industrie- und Handelskammer. Freie Sachverständige dagegen nicht.

Preise für Immobiliengutachten

Als preisliche Orientierung kann der mittlerweile außer Kraft gesetzte § 34 der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI 2002) dienen.

Dieser ist seit 2009 nicht mehr rechtsgültig, kann aber als empfohlene Preisgrundlage für Immobiliengutachten genutzt werden. Handelt es sich beispielsweise um eine Immobilie mit einem Wert von 300.000,00 € muss mit einer Gutachterpauschale von 1.

000,00 € bis 1.800,00 € gerechnet werden. Der genaue Preis ergibt sich aus dem Aufwand des Gutachtens.

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Da es keine einheitlichen Preistabellen für Immobiliengutachter gibt, ist ein Vergleich verschiedener Ausschüsse bezüglich ihrer Honorare und Dienstleistungen ratsam. Zur Erstellung eines Kostenvoranschlags benötigt der Gutachter Unterlagen vom Bauamt.

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Diese sind durch den Auftraggeber einzuholen. Der dort vorliegende Bebauungsplan gibt Auskunft über mögliche bauliche Maßnahmen und geplante Veränderungen in der Nachbarschaft.

Aus den Informationen vom Bauamt und zur Beschaffenheit der Immobilie werden unverbindliche Preise zum Immobiliengutachten vorgeschlagen.

Die Erstellung eines Gutachtens ist für den Verkäufer der Immobilie empfehlenswert, da dieses als Grundlage für den geforderten Verkaufspreis dienen kann. Die Kosten des Gutachtens trägt der Auftraggeber. Holt der Verkäufer ein unabhängiges Gutachten ein, übernimmt dieser die dadurch entstehenden Kosten.

Will der Käufer den angebotenen Preis überprüfen und engagiert damit einen Gutachter, trägt der Käufer die Kosten. Wenn ein Makler die Kaufabwicklung übernimmt, erstellt dieser meist auf Grundlage der Maklerformel ein Gutachten.

Je nach Maklervertrag kann Preis für das Gutachten bereits im Honorar enthalten sein oder muss zusätzlich gezahlt werden.

Kurzgutachten

Kurzgutachten beinhalten den aktuellen Marktpreis der Immobilie und können vom Verkäufer als Grundlage für die Höhe des Immobilienpreises eingeholt werden. Der Gutachter prüft die Bausubstanz des Hauses und legt aufgrund dieser das Wertergebnis fest.

Dazu überprüft er unter anderem die Feuchtigkeit, Elektrik, Dämmung und den Zustand der Außenfassade. Welche Faktoren genau geprüft werden, hängt von dem jeweiligen Gutachter und den vertraglich geregelten Vereinbarungen ab. Es werden aber ausschließlich offensichtliche Baumängel geprüft.

Eine detaillierte Auflistung erfolgt beim Kurzgutachten nicht.

Das Kurzgutachten beansprucht mit einer bis zwei Wochen zur Erstellung des Gutachens weniger Zeit als ein komplettes Wertgutachten und ist für Immobilien ratsam, bei denen externe, wertbeeinflussenden Besonderheiten nur in kleinem Umfang hinzukommen. Dies ist beispielsweise bei Reihenhäusern oder Doppelhaushälften der Fall, die nach bestimmten Vorgaben erbaut wurden.

Achtung: Kurzgutachten stellen keine rechtliche Grundlage des Verkehrswerts dar und können nicht gerichtlich gegenüber Dritten vorgebracht werden.

Komplettgutachten

Bei einem Komplettgutachten wird der Verkehrswert der Immobilie detailliert geschätzt und dient zur genauen Aufstellung eventueller Baumängel oder anderer Schäden, die den Immobilienwert beeinflussen. Für die Erstellung der umfassenden Ermittlung des Verkehrswerts der Immobilie muss ein Zeitraum von zwei bis vier Wochen eingeplant werden.

Источник: https://www.wohnung.com/ratgeber/2490/gutachten-beim-hauskauf-was-bringt-ein-gutachten-und-welche-kosten-entstehen

Leistungsprofil ⇒ Immobiliengutachter

Was genau prüft ein Immobiliengutachter?

Der Immobilienkauf ist häufig ein Lebenswerk mit großem Risiko. Durch Mängelsuche und Wertermittlung des Traumhauses mehr Transparenz und Sicherheit zu verschaffen, ist der Hauptbestandteil unserer Dienstleistung als Immobiliengutachter.

Erfahren Sie hier mehr über unser Leistungsprofil als Immobiliengutachter und entscheiden Sie selber, ob ein Service wie wir ihn bieten, auch Ihnen eine wertvolle Hilfe beim Hauskauf / Immobilienkauf sein kann.

Nicht jede Erfahrung muss man unbedingt selber machen. Bei unserer gemeinsamen Hausbegehung hat uns Herr Niebel immer wieder auf Mängel oder Sachverhalte hingewiesen, die uns als Besitzer des Wohnobjektes noch vor erhebliche, kostenintensive Probleme gestellt hätten. Wir haben uns gegen den Kauf entschieden und sind jetzt froh darüber“. Lesen Sie hier die vollständige Kundenmeinung

1. Überprüfung der Objektunterlagen

Objektdaten und Exposé

Für den Laien ist es schwer all diese Fragen selber zu beantworten.

Wir als Immobiliengutachter prüfen für Sie als Käufer die Unterlagen des Objektes, nehmen Einsicht in das Grundbuch, überprüfen die Wohn- und Nutzflächen, nehmen den Energiepass bzw.

die Energiekosten unter die Lupe und holen Daten und Informationen aus verschiedenen Quellen heran, um Sie als Käufer vor dem Kauf so gut wie irgend wie möglich über das Objekt zu informieren.

Der Zeitaufwand für den Unterlagen-Check liegt je nach Aufwand bei ca. 2 – 4 Stunden und umfasst in der Regel die folgenden Leistungen:

  • Sichtung & Überprüfung der Objektunterlagen auf Plausibilität
  • Überprüfung der Wohn- und Nutzflächen
  • Sichtung der Grundbucheintragungen
  • Überprüfung des Energieausweises

Hinweis:

Achten Sie bei der Suche nach einem Immobiliengutachter darauf, dass in seinen Leistungen eine detailierte Prüfung der relevanten Objektunterlagen enthalten ist. Leider gibt es viele Immobiliengutacher, die diese Überprüfung nicht sorgfältig oder überhaupt nicht in ihrem Leistungsumfang anbieten. Fragen Sie daher explizit nach.

Einigen Anbietern reicht schon das Exposè des Objektes aus und sie checken wenn überhaupt die Unterlagen kurz vor der Begutachtung zwischen „Tür und Angel“.

Leider erleben wir immer wieder, dass Angaben aus dem Verkaufsangebot oder Exposé nicht mit den tatsächlichen Gegebenheiten übereinstimmen. Es werden z.B. Wohnflächen falsch ausgewiesen oder die Grundstücksgröße stimmt nicht mit den Eintragungen im Grundbuch überein.

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Sehr häufig werden uns Energieausweise übermittelt, deren Angaben weder Hand noch Fuß haben. Dies ist ein sehr beklagenswerter Zustand, besonders da der Energieausweis für den potentiellen Käufer eine Hilfe bei der Kaufentscheidung darstellen sollte.

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Der Laie vertraut diesem Blatt Papier und ist sich nicht bewusst, wie er auf diese Weise getäuscht wird.

2. Mängelsuche durch Immobiliengutachter

⇒ Mängel am Gebäude

Wir bieten Ihnen als Interessent vor dem Immobilienkauf eine Begutachtung an, die einen genauen Aufschluss über den Zustand des Objektes gibt. Kompetent und neutral überprüfen wir das Haus nach Mängeln.

Überprüft werden:

  • Keller
  • Wände & Decken
  • Fenster & Türen
  • Jalousien & Jalousienkästen
  • Dach, Dachrinnen & Dachauauten
  • Kamin
  • Fassade
  • Elektroinstallation
  • sanitäre Einrichtgungen und Installationen
  • Kanalanschluß
  • Wasser – & Abwasserleitungen
  • Warmwasserauereitung
  • Heizungsanlage
  • Energiebedarf
  • u.vm.

Eine Begutachtung Vorort nimmt ca. 2 – 4 Stunden in Anspruch. Da wir nur visuell begutachten dürfen, schauen wir also ganz besonders genau hin.

Der Käufer scheut sich oftmals bei einer Immobilienbesichtigung zu viele Fragen zu stellen oder auch Funktionstest durchzuführen.

Wir als Immobiliengutachter kennen da keine Hemmschwelle, denn Ihre Sicherheit beim Immobilienkauf liegt uns am Herzen.

Wir führen Feuchtemessungen durch, um einen Feuchteschaden auszuschließen oder im ungünstigen Fall festzustellen. Fenster und Türen werden auf Funktion und Gängigkeit geprüft. Vom Keller bis zum Dach wird die Immobilie sehr gewissenhaft vom Immobiliengutachter untersucht, so dass Sie nach der Begutachtung genau wissen, was Sie beabsichtigen zu kaufen.

3. Wertermittlung vor dem Kauf

⇒ Wertgutachten / Werteinschätzung durch Immobiliengutachter

Ist der Verkaufspreis marktgerecht und real?

Nach einer eingehenden mehrstündigen Begutachtung nehmen wir als Immobiliengutachter eine Wertermittlung – Werteinschätzung des Gebäudes vor, die Aufschluss darüber gibt, ob der angesetzte Verkaufspreis real und marktgerecht ist.

Selbstverständlich werden hierbei eventuelle wertbeein-flussende Merkmale wie z.B. Mängel, Schäden bzw. Renovierungsstau u.s.w. mit berücksichtigt.

Eine fachmännische Werteinschätzung ist bei Angabe der wertrelevanten Immobiliendaten nahezu genau so aussagekräftig wie ein Wertgutachten.

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Wir berechnen den Wert einer Immobilie stets nach den Vorgaben der aktuellen Wertermittlungsverordnung. Daher halten wir uns stets über Änderungen auf dem Laufenden.

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Natürlich erklärt der Immobiliengutachter Ihnen genau, wie der ermittelte Wert sich zusammensetzt, warum er Zu- oder Abschläge gemacht hat und wie die einzelnen Komponenten wie Alter der Immobilie, der bauliche und energetische Zustand des Gebäudes und die Größe des Grundstücks auf einander einwirken.

Eine Werteinschätzung ist eine sehr komplexe Angelegenheit und bedarf guter Sachkenntnis und die Fähigkeit die nötigen Parameter auszuwerten und anzuwenden. Seit 1998 sind wir als Immobiliengutachter schon im Auftrag unser Kunden tätig und haben schon so manchem durch unsere Hilfe vor einem großen Fehler bewahrt.

Der Zeitaufwand einer Werteinschätzung nach der aktuellen ImmoWertV liegt je nach Aufwand bei mehr als 4 Std. und umfasst in der Regel die folgenden Leistungen:

  • Einholen der erforderlichen Daten z.B. aus Marktberichten und dem zuständigen Gutachterausschuss
  • Berechnung der Bruttogrundfläche (Berechnungsgrundlage der Wertermittlung)
  • Ermittlung des Bodenwertes (Bodenrichtwert)
  • Eingabe der Daten in die Wertermittlungs-Software
  • Abgleich der Daten mit den Ergebnissen ( baulicher, technischer & energetischer Zustand des Objektes) des Vorort-Termins

4. Kosteneinschätzung Modernisierungsbedarf

⇒ Immobiliengutachter ermittelt Modernisierungskosten

Nach der Begutachtung teilen wir Ihnen mit, welche Renovierungs- bzw. Modernisierungs-maßnahmen ansatzweise am Haus / Wohnung dringend erforderlich sind und mit welchen überschlägigen Kosten hierbei zu rechnen ist. Wir geben auf Wunsch Tipps zum Umbau und steht Ihnen mit Rat und Tat beim Immobilienkauf / Wohnungskauf zur Seite.

In den meisten Fällen ist sich der Kaufinteressent nicht im Klaren darüber, welche Summen Modernisierungs- bzw. Renovierungsmaßnahmen verschlingen können.

Es ist aber sehr wichtig hier eine genaue Zahl zu wissen, damit die Finanzierung auf sichere Beine gestellt werden kann.

Unsere Erfahrung als Immobiliengutachter hat gezeigt, dass über 90% unserer Kunden die erforderlichen Maßnahmen weit unterschätzt hatten.

5. Tipps & Beratung zum Hauskauf

⇒ Immobiliengutachter hilft mit Wissen & Sachverstand

Gerade beim Immobilien-kauf ist der Laie schier überfordert und wendet sich dann gerne an Dritte. Doch in diesem Berufsfeld tummeln sich leider viele schwarze Schafe.

Um Sie davor zu schützen, haben wir als Immobiliengutachter eine Fülle an Informationen für Sie, die Ihnen helfen sollen die richtigen Entscheidungen beim Immobilienkauf zu treffen.

Die umfangreiche Standardinspektion durch einen erfahrenen Immobiliengutachter, verschafft Ihnen ein großes Maß an Sicherheit beim Immobilienkauf.

Immobilienkauf Beratung

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Erfahren Sie wie Sie viel Zeit, Ärger und Geld beim Hauskauf durch die Unterstützung eines Baugutachters / Immobiliengutachter einsparen können.

[/attention]Einsparungen durch Immobiliengutachter

Источник: https://www.hauskaufhilfe.de/immobiliengutachter.php

Hauskaueratung vom Architekten oder Immobiliengutachter?

Was genau prüft ein Immobiliengutachter?

Sachverständige für Bauschäden oder Gutachter für Wertermittlungen von Immobilien und Immobilienbewertungen – kurz: Immobiliengutachter – werden gerne beim Immobilienkauf als Berater hinzugezogen. Ihre Wunschimmobilie, die Sie ausgewählt haben, muss genau unter die Lupe genommen werden. Alle Schwachstellen, Mängel oder Schäden müssen bei der Hauskaueratung offen gelegt und bewertet werden.

Was unterscheidet eine Hauskaueratung von einer Immobilienbewertung durch einen Immobiliengutachter?

Ein Immobiliengutachten ermittelt den Wert einer Immobilie. Dafür gibt es unterschiedliche Verfahren, zum Beispiel das Verkehrswertgutachten von bebauten oder unbebauten Grundstücken.

Mittlerweile werden Online-Bewertungen für wenige Euro angeboten, zum Beispiel von den großen Immobilien-Portalen – ohne dass die Immobilie angeschaut wird.

Eine online Immobilienbewertung kann zwar auf aktuelle Marktwerte von Verkaufsangeboten zurückgreifen. Die Frage ist jedoch, ob Ihnen das weiterhilft.

Im Vorfeld eines Wohnungs- oder Hauskaufs macht es grundsätzlich Sinn zu prüfen, ob der angebotene Preis fair oder ggf. überteuert ist.

Ob eine solche Wertermittlung durch den Immobiliengutachter jedoch den Angebotspreis beeinflusst, ist fraglich.

Gerade in Lagen mit hoher Nachfrage wird der Marktpreis letztlich durch denjenigen bestimmt, der gerade noch bereit ist, den höchsten Preis zu zahlen – und nicht durch ein Wertgutachten.

Beim Haus-Check bzw. bei der Hauskaueratung gebe ich Ihnen meine Einschätzung zum Kaufpreis. Außerdem wird geprüft, ob die Gesamtkosten, also Kaufpreis, Nebenkosten (Grunderwerbssteuer, Notar und ggf.

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Makler) und die erforderlichen Baukosten für Umbau und Erweiterung zu Ihrem Budget passen.

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Dafür gehe ich mit Ihnen die voraussichtlichen Maßnahmen für Renovierungen, Änderungen, Umbauten und Erweiterungen bei der Immobilienkaueratung durch und kalkuliere diese Kosten: die berühmte “Hausnummer”.

Was unterscheidet die Leistungen von Haus-Check von einem Sachverständigen für Bauschäden?

Ein Sachverständiger für Bauschäden bzw. ein zertifizierter Bausachverständiger ist ein Spezialist auf dem weiten Gebiet der Bauschäden.  Es macht Sinn, solche Sachverständige hinzuzuziehen, wenn Bauschäden an der Immobilie entdeckt werden, deren Ursache nicht klar erkennbar ist. Das ist aber eher die Ausnahme bei einer Besichtigung. Meistens ist die Ursache für mich schnell erkennbar.

Auch beim Haus-Check wird das Haus oder die Wohnung genau auf eventuelle Schäden und Mängel untersucht. Was jedoch ein Bausachverständiger  in der Regel nicht so gut kann, ist Ihre Ideen direkt beim Besichtigungstermin kreativ und kostenbewußt zu optimieren und die Kosten zu überschlagen.

Angebote auf Provisionsbasis

Es gibt Kollegen, die ihr Honorar für die Hauskaueratung aus der Differenz des Angebotspreises und des verhandelten Kaufpreises prozentual berechnen. Dies klingt zunächst plausibel.

Ich habe mich jedoch gegen eine solche Honorierung auf Provision entschieden, weil ich sie unabhängig beraten möchte. Ihre Entscheidung soll durch Fakten gestützt werden, nicht durch Abhängigkeiten.

Was ist der Unterschied zu einem House-Inspector, wie sie in den USA oder Großbritannien bekannt sind?

In den USA werden Häuser und Wohnungen deutlich häufiger weiterverkauft als in Deutschland. Seit ein paar Jahren haben sich die Leistungen von “House-Inspectors” etabliert.

Mit einer Checkliste ausgerüstet überprüft der House-Inspector den Zustand und die Funktionstüchtigkeit von Bauteilen und der Haustechnik, z.B. auch der Klima-Anlage.

So können Verkäufer und Käufer schnell erkennen, was repariert oder ersetzt werden muss und dies in die Kaufpreisverhandlung miteinbeziehen.

Der Unterschied zum Haus-Check durch den Architekten liegt in der Qualifikation. House-Inspector kann im Prinzip jeder werden, der sich dazu berufen fühlt. Es gibt keine Anforderungen an die Qualifikation.

Als “Haus-Checker” kann ich auf 20 Jahre Berufserfahrung als Architekt zurückgreifen. Damit ist es für mich relativ leicht, zu erkennen, ob Ihre Renovierungs- und Umbauwünsche umsetzbar sind und was es kostet. Kreative Ideen für Ihre Bedürfnisse sind mein Kerngeschäft.

In Köln, Düsseldorf, Bonn und Umgebung wird die Immobilienkaueratung angeboten.

(4 Bewertungen, Durchschnitt: 3,50 von 5)
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Источник: http://haus-checker.com/unterschied-haus-check-vom-architekten-immobiliengutachter/

Immobiliengutachter: So finden Sie einen unabhängigen Gutachter fürs Haus!

Was genau prüft ein Immobiliengutachter?

Ein Immobiliengutachter prüft, was ein Haus wert ist – entweder das eigene oder eines, das zum Verkauf steht. Dazu ermittelt der Gutachter den Verkehrswert nach § 194 Baugesetzbuch (BauGB) und verfasst darüber ein Wertgutachten. Der Immobiliensachverständige nimmt das Haus dafür genau unter die Lupe und checkt es nach einem bestimmten Kriterienkatalog.

Mit Hilfe eines speziellen Verfahrens zur Wertermittlung schätzt der Gutachter in seinem Verkehrswertgutachten dann den Preis der Immobilie.

Gutachter checken ein Haus sprichwörtlich vom Keller bis zum Dach. Bei älteren Häusern geht es häufig um Alterserscheinungen des Gebäudes, bei Neubauten eher darum zu prüfen, ob fachgerecht gearbeitet wurde oder ob Baumängel oder Pfusch vorliegen.

Zu den Faktoren, die ein Immobiliengutachter beim Fertigen eines Wertgutachtens checkt, zählen:

  • Lage: Region, Infrastruktur, Umweltfaktoren wie Lärm oder Grundwasserbelastung
  • Gebäudezustand: Bausubstanz, Zustand von Keller, Dach, Fassade, Fenster, Geschossdecken, Außenanlagen und eventueller Nebengebäude sowie Elektrik, Wasserleitungen und Heizungsanlage
  • Energiekennwert: Stand der Energieeffizienz des Gebäudes (Energieausweis)
  • Grundstückswert (Bodenrichtwert)
  • eventuelle Rechte Dritter wie Nießbrauch, Wohn- oder Vorkaufsrechte

Immobiliengutachter sind nicht ausschließlich als Immobilienwertermittler tätig. Sie prüfen und beraten auch in baulicher und baurechtlicher Hinsicht. Diese Leistungen kommen vor allem beim Hauskauf zum Tragen. So kann ein Immobiliensachverständiger für Sie vor dem Kauf prüfen:

  • ob das Makler-Exposé mit der Realität übereinstimmt (Wohnflächengröße, Ausstattung etc…)
  • welche Sanierungsmaßnahmen beim Kauf einer bestehenden Immobilie auf Sie zukommen
  • ob Ihre Umbau- oder Gestaltungswünsche realistisch sind (zum Beispiel die Installation einer Photovoltaik-Anlage, Neubau einer Garage etc. …)

Wer darf Gutachten für Immobilien erstellen?

„Immobiliengutachter“ ist keine geschützte Bezeichnung, was bedeutet: Auch Sie könnten sich so nennen. Soll ein Wertgutachten jedoch Bestand vor Ämtern oder Gerichten haben, muss es zwingend aus der Hand eines unabhängigen, öffentlich geprüften und vereidigten Gutachters für Immobilien stammen. Andernfalls besitzt es keine rechtliche Gültigkeit.

Solche geprüften Immobiliensachverständige haben immer eine bestimmte fachliche Qualifikation erlangt. Das kann ein Studium, langjährige Fachkunde oder ein Meistertitel in einem einschlägigen Handwerk sein. Diese Qualifikation müssen sie bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) nachweisen und eine entsprechende Prüfung bestehen.

Wenn Sie sich erstmals nach einem Immobiliengutachter umsehen, sollten Sie also folgende Differenzierungen kennen:

  • Freier Immobiliengutachter: Diese Gutachter erstellen Immobiliengutachten, die keine rechtlich bindende Gültigkeit haben und daher von Ämtern und Gerichten nicht akzeptiert werden, da sie nicht zur Unabhängigkeit verpflichtet sind.
  • Öffentlich bestellter und vereidigter Gutachter für Immobilien: Eine geschützte Bezeichnung (§ 36 der Gewerbeordnung, § 91) für Immobiliensachverständige, die eine Prüfung bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) abgelegt haben und deren Wertgutachten vor Ämtern und Gericht Bestand haben.
  • Staatlich anerkannter Immobiliengutachter: Dieser Gutachter ist ein vereidigter Gutachter, der zudem für Ämter und Behörden tätig ist.

Wenn die Bank einen Immobiliengutachter schickt, geht es in der Regel um eine Finanzierung, die Sie aufnehmen wollen. Setzen Sie dafür als Sicherheit eine Immobilie ein, prüft die Bank, ob die von Ihnen gemachten Angaben richtig sind. Der Immobiliensachverständige macht sich in dem Fall einen persönlichen Eindruck von der Immobilie, um den Beleihungswert einschätzen zu können.

Der Immobiliengutachter der Bank wird sich das Gebäude nur von außen ansehen. Solange Sie mit den Zahlungen nicht im Verzug sind, gibt es auch keinen Grund, ihn ins Haus zu lassen.

Wichtig: Die Kosten für den Immobiliengutachter trägt die Bank! Sollten Sie aufgefordert werden, selbst einen Gutachter zur Bezifferung des Beleihungswertes zu bestellen, brauchen Sie dem nicht Folge zu leisten.

Denn ein derartiges Wertgutachten fürs Haus liegt allein im Interesse der Bank.

Wie kann ich einen seriösen Immobiliengutachter finden?

Bei der Suche nach einem unabhängigen Gutachter fürs Haus sind die Berufsverbände behilflich, die Immobiliensachverständige in Ihrer Nähe vermitteln können, beispielsweise der

  • Bundesverband Deutscher Bausachverständiger e.V. (BBAUSV)
  • Bundesverband Freier Sachverständiger e.V. (BVFS)
  • Deutsche Gutachter und Sachverständigen Verband e.V. (DGuSV)
  • oder der Verband Privater Bauherren (VPB).

Wann brauche ich einen Immobiliengutachter?

Ein Immobiliengutachten ist immer dann sinnvoll, wenn der Wert einer Immobilie eine Rolle spielt. Typische Situationen, in denen eine Immobilienwertermittlung anfällt, sind etwa:

  • Hauskauf oder -verkauf: Ein Immobilienwertgutachter ermittelt in beiden Fällen einen realistischen Angebotspreis.
  • Zwangsversteigerung: Auch in dem Fall geht es um die professionelle Preisfindung.
  • Vermögensteilungen: Nach einer Scheidung oder im Erbfall kann der Immobiliengutachter den Wert des Immobilienvermögens schätzen, das anschließend gerichtlich oder außergerichtlich geteilt wird.
  • Wertermittlungen für Versicherungen und Banken: Wenn Sie eine Gebäudeversicherung abschließen oder den Tarif nach einer Modernisierung aktualisieren wollen, braucht die Versicherung den Verkehrswert der Immobilie. Ebenso die Bank, wenn es um eine Immobilienfinanzierung oder eine andere Kreditaufnahme geht.
  • Feststellung des Betriebsvermögens oder der Erbschafts- oder Schenkungssteuer: In diesen Fällen braucht das Finanzamt den Hauswert.
  • Neubewertung des Eigenheims: Nach einer größeren Modernisierung möchten Sie vielleicht selbst wissen, wie viel mehr Ihre Immobilie nun wert ist.

Um sich einen ersten Eindruck vom Wert einer Immobilie zu verschaffen, empfehlen wir Ihnen unser kostenloses Immobilienbewertungstool. Hier können Sie mit einigen Angaben zu Haus, Wohnung oder Grundstück einen Schätzwert berechnen lassen.

Was kostet ein Gutachter für ein Haus?

Die Kosten für ein Wertgutachten sind grundsätzlich frei verhandelbar. In der Praxis richten sich die Preise dennoch nach vergleichbaren Honorarsätzen, denn die meisten Gutachter legen ihrer Preisgestaltung die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) zugrunde.

Die Kosten für ein Wertgutachten bemessen sich in der HOAI nicht nach Stundensätzen, sondern nach dem Wert des Hauses. Pi mal Daumen können Sie mit ca. 0,5 – 1 % des Verkehrswertes rechnen. Bei einem Immobilienwert von 150.000 € wären das demnach Kosten von 1.000 – 1.500 €.

Den Preis für ein Immobiliengutachten hebt und senkt vor allem der Umfang der beauftragten Wertermittlung. So gibt es zwei Arten von Wertgutachten:

  • das Kurzgutachten
  •  und das Vollgutachten.

Ein Kurzgutachten ist ein Immobiliengutachten von geringerem Umfang als ein Vollgutachten. Darin sind Teile ausgespart, die für den jeweiligen Verwendungszweck nicht unbedingt erforderlich sind, wie etwa ein Grundbuchauszug oder die exakte Wohnflächenberechnung.

Vorteile des Kurzgutachtens: Es ist schneller verfasst und preislich günstiger. Oftmals ist es möglich, mit dem Immobiliengutachter eine Pauschale dafür auszuhandeln (ca. 500 €).

Vor Gerichten und Ämtern hat das Kurzgutachten aber keinen Bestand. Hierfür braucht es ein Vollgutachten, also ein behördlich anerkanntes, vollständiges Verkehrswertgutachten.

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Die folgende Tabelle zeigt, in welchen Fällen Sie ein Vollgutachten brauchen und wann ein Kurzgutachten unter Umständen reicht.

[/attention]Vollgutachten (gesetzlich vorgeschrieben)Kurzgutachten (optional)
ZwangsversteigerungImmobilienkauf oder -verkauf
Vermögensteilung nach Scheidung oder Erbfalleinvernehmliche Scheidung oder Erbteilung ohne Rechtsstreit
Wertermittlung für Finanzamt oder BankEigeninteresse am Wert des Immobilieneigentums
alle Konflikte vor Gericht

Wie lange dauert ein Gutachten für ein Haus?

Wie lange Sie auf ein Immobiliengutachten warten müssen, hängt davon ab, ob Sie ein Vollgutachten oder ein Kurzgutachten beauftragen.

Für ein vollumfängliches Wertgutachten müssen Sie bis zu 8 Wochen Zeit einplanen. Wenn Sie eine Immobilie kaufen möchten, wartet der Verkäufer oft nicht so lang. Daher bietet sich gerade beim Immobilienkauf ein Kurzgutachten an.

Den Immobiliensachverständigen können Sie auch direkt mit zur Besichtigung bringen. Er wird Ihnen vor Ort eine Einschätzung geben, ob das Preisangebot realistisch ist und wo die Schwachstellen der Immobilie liegen. Nicht in jedem Fall braucht es dann noch ein schriftliches Wertgutachten.

Wie ermittelt der Gutachter den Wert einer Immobilie?

Immobilienwertermittler sind bei ihrer Arbeit an die „Verordnung über die Grundsätze für die Ermittlung der Verkehrswerte von Grundstücken“ im Baugesetzbuch (§ 194, BauGB) gebunden. In dieser Verordnung zählen zum Grundstück auch die darauf befindlichen Gebäude.

Das konkrete Vorgehen bei der Wertermittlung findet sich in der Immobilienwertverordnung (ImmoWertV). Sie hält drei unterschiedliche Modell-Verfahren bereit, von denen sich jedes für ein Wertgutachten eines bestimmten Gebäudetyps eignet:

  • Vergleichswertverfahren: In diesem Modell vergleicht der Immobiliengutachter verschiedene Häuser in der Umgebung, die in bestimmten Kriterien höchstens 35 % voneinander abweichen. Dadurch eignet sich dieses Verfahren vor allem zur Bewertung von Reihen- und Doppelhäusern mit zudem vergleichbaren Grundstückgrößen.
  • Sachwertverfahren: Individuell geplante, schlecht vergleichbare Immobilien bewerten Immobiliengutachter häufig im Sachwertverfahren. Die Wertermittlung basiert dann auf der Schätzung des reinen Sachwertes der Immobilie (Substanzwert) und des Grundstücks (Bodenrichtwert).
  • Ertragswertverfahren: Handelt es sich um Miet- oder Pachtimmobilien berücksichtigt dieses Verfahren auch die zu erwartenden Erträge, die für den Käufer einer solchen Immobilie in der Regel im Zentrum stehen.

Immobiliengutachter wählen in manchen Fällen zwei Wertermittlungsverfahren, um ein besonders genaues Wertgutachten zu erstellen.

Welche Unterlagen benötigt der Immobiliengutachter?

Der Immobiliensachverständige braucht einige Informationen und Dokumente für seine Arbeit. Erleichtern Sie die Wertermittlung, indem Sie die Unterlagen möglichst früh zusammenstellen. Zum Vor-Ort-Termin muss der Immobiliengutachter sie in jedem Fall vorliegen haben!

  • Grundbuchauszug (nicht älter als 3 Monate), erhältlich beim Grundbuchamt
  • Katasterauszug (nicht älter als 3 Monate), erhältlich beim Kataster- oder Vermessungsamt
  • Auszug aus dem Baulastenverzeichnis, erhältlich beim Bauordnungsamt
  • falls Bauvorhaben geplant: planungsrechtliche Auskunft zum Bebauungsplan, erhältlich beim Bauordnungsamt
  • Baugenehmigung, ebenfalls erhältlich beim Bauordnungsamt
  • Bauzeichnungen der Immobilie und späterer An- oder Umbauten
  • Wohnflächenberechnung
  • Altlastenkataster, erhältlich bei der Unteren Naturschutzbehörde oder der Unteren Wasser- und Abfallwirtschaftsbehörde
  • Nachweise über Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen etwa durch Handwerkerrechnungen
  • Energieausweis (falls vorhanden)
  • Eigentumswohnung: Teilungserklärung, Aufteilungsplan, Nebenkostenabrechnung und Protokolle der letzten Eigentümerversammlungen, bei beabsichtigter Vermietung zusätzlich Mietverträge
  • im Fall von Erbbaurecht der entsprechende Erbaurechtsvertrag

Die Zeit, die Sie vorher in die Beschaffung aller Papiere investieren, sparen Sie später beim reibungslosen Ablauf der Immobilienwertermittlung mit vollständigen Dokumenten!

8 Fallen beim Hauskauf, vor denen ein Immobiliengutachten Sie schützt!

Häufige Schwachstellen, auf die ein Immobiliensachverständiger Sie beim Hauskauf rechtzeitig aufmerksam machen kann, sind unter anderem:

  • Mängel der Bausubstanz: Setzungsrisse am Haus, aufsteigende Feuchtigkeit oder Schädlingsbefall (z. B. Hausschwamm, Holzbock) können schwere Schäden verursachen, die teuer zu beheben sind.
  • Schimmel: Wo der Schimmel nicht gleich sichtbar ist, kann ein Gutachter mit speziellen Mess-Instrumenten die Feuchtigkeit in Außen- und Zwischenwänden messen und die Kosten der Beseitigung schätzen.
  • veraltete Wasserleitungen: Verkalkte und zusätzlich verrostete Wasserrohre bergen die Gefahr des Rohrbruchs. Leitungen, die älter als 50 Jahre sind, müssen ohnehin ausgetauscht werden. Ein Gutachter kann einschätzen, wie dringend hier Handlungsbedarf besteht.
  • überfällige Elektrik: Alle 30 bis 40 Jahre sollten die Elektroinstallationen geprüft und gegebenenfalls erneuert werden. Kostenpunkt einer solchen Sanierung: ca. 4 % des Hauswertes.
  • veraltete Heizungsanlage: Heizungen von vor 1984 müssen nach der neuen Energieeinsparverordnung komplett ausgetauscht werden. Anschließend dürfen sie nur 30 Jahre laufen (Ausnahme Brennwert- und Niedertemperaturkessel). Der Gutachter hilft Ihnen hier bei der Finanzplanung.
  • Kontamination mit Giften oder Asbest: Bestimmte Holzschutzmittel oder auch Asbest sind gesundheitsgefährdend. Insbesondere die Asbestentsorgung ist extrem teuer.
  • rechtliche Probleme: Der Gutachter prüft für Sie auch, ob Rechte Dritter an der Immobilie bestehen, ob der Denkmalschutz mitredet oder ob Sie gar einen Schwarzbau kaufen. Das kann teuer werden, denn die fehlende Baugenehmigung kann von Ihnen nachträglich verlangt werden. Ein Gutachter hat im Blick, ob derartige Probleme auf Sie zukommen können.
  • Realisierungschancen individueller Wünsche: Ob Sie den Carport im Garten des neuen Eigenheims überhaupt bauen dürfen und ob Sie den Wanddurchbruch zum Wohnzimmer ausführen können, ohne dass das Haus zusammenbricht – auch das kann Ihnen der Immobiliengutachter gleich vor Ort beantworten.

Источник: https://www.vergleich.de/immobiliengutachter.html

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