Was kostet eine neue Heizung?

Neue Heizung: Kosten und Sparpotential verschiedener Heizungsarten

Was kostet eine neue Heizung?

Wenn die Heizung in die Jahre gekommen ist, stellt sich die Frage: Das alte Modell modernisieren? Oder vielleicht eine ganz neue Heizung einbauen lassen?

Das kommt auf viele Faktoren an. Entscheidend ist aber: Welche Heizungsart ist bei euch eigentlich verbaut?

Die Modernisierung oder der Austausch einer Heizung sind ein komplexes Thema. Dass lässt sich nicht in zwei Sätzen lösen. Wir verschaffen euch hier einen ersten Überblick über die verschiedenen Heizungsarten, sagen euch was neue Ölheizungen, Gasheizungen oder Holzheizungen kosten, welche Ersparnis sie im Idealfall bringen und wie sie funktionieren.

Ölheizung modernisieren

Öl-Brennwertkessel gibt es auch in Kombination mit einem passenden Warmwasserspeicher (hier: icoVIT/actoStor von Vaillant). © Vaillant

Im Rahmen des Papiers zur Klimawende beschloss die Bundesregierung, ab 2026 die Neu-Installation von Ölheizungen zu verbieten. Und zwar „in Gebäuden, in denen eine klimafreundlichere Wärmeerzeugung möglich ist“.

Nun nutzen laut Statistischem Bundesamt noch knapp ein Viertel aller privaten Haushalte Öl als Heizmittel. Und die Besitzer alter Ölheizungen müssen sich entscheiden: Lohnt sich hier für mich noch eine Modernisierung? Viele beantworten das mit „Ja“.

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Dass viele Eigentümer einer Ölheizung auch bei einer Modernisierung weiter auf den fossilen Brennstoff setzen, hat gute Gründe: Der Tank für das Heizöl ist bereits vorhanden, und die Umrüstung auf ein anderes Heizsystem wäre deutlich teurer. Durch den Einsatz von schwefelarmem Heizöl in Brennwertkesseln ist die Verbrennung zudem wesentlich ­sauberer geworden.

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In puncto Effizienz brauchen sich moderne Öl-Brennwertkessel ähnlich wie ihre mit Erdgas betriebenen Pendants ohnehin nicht zu verstecken. Sie erreichen einen Jahres­nutzungsgrad von bis zu 95 Prozent und verbrauchen zwischen zehn und 30 Prozent weniger Heizöl als alte Geräte.

Ölheizung modernisieren: Einsparpotential, Kosten und Förderung

  • Energie-Einsparung: Moderne Ölheizungen sparen 10 bis 30 Prozent an Energie, je nach Alter und Technik des alten Kessels.
  • Investition: Bei einem Einfamilienhaus müsst ihr rund 8.000 bis 10.000 Euro für eine neue Ölheizung investieren.
  • Förderung: Für den Kauf einer reinen Öl-Brennwertheizung gibt es keine Fördermittel. Zuschüsse erhaltet ihr nur noch, wenn ein Teil der Wärme über erneuerbare Energien gewonnen wird. In diesem Fall gibt es die Förderung für die Integration des regenerativen Wärmeerzeugers, nicht aber für die neue Öl-Brennwertheizuung. (siehe dazu unsere Übersicht: Staatliche Förderung für die Heizung).
  • Tipp: Wenn der neue Brennwertkessel mit einer Solaranlage kombiniert wird, lässt sich eine erneuerbare Energiequelle zusätzlich ins Heizsystem einbinden. Das kann Heizkosten und CO2-Emissionen dann sogar um mehr als ein Drittel reduzieren. Ölkessel mit Brennwerttechnik gibt es mit integriertem Wasserspeicher, so dass ihr die komplette Heizzentrale auf kleinem Raum unterbringen könnt.

Gasheizung kaufen oder erneuern

Wandhängendes Gas-Brennwertgerät CGW-2 von Wolf. © Wolf

Der Austausch des alten Heizkessels gegen eine moderne Gasheizung mit Brennwerttechnik gehört zu den häufigsten energetischen Modernisierungsmaßnahmen. Neue Erdgas-Brennwertgeräte benötigen deut­lich weniger Energie als ihre konventionellen Vorgänger, weil sie auch die Wärme nutzen, die im Wasserdampf der Abgase enthalten ist.

Der Wasserdampf kondensiert in einem internen Wärmetauscher aus korrosionsbeständigem Aluminiumguss oder Edelstahl und gibt seine Wärme dabei an das Heizsystem ab. Zudem arbeiten moderne Gasheizungen anders als alte Geräte modulierend, das heißt sie können ihre Leistung dem jeweiligen Wärmebedarf anpassen.

Moderne Gasheizungen sind platzsparend, da weder ein Lagerraum noch ein Tank erforderlich ist. Platz finden sie nicht nur im Heizungskeller, sondern zum Beispiel auch im Dachgeschoss, im Bad oder in der Küche. Immer häufiger kommen kompakte, wandhängende Kessel zum Einsatz.

Gasheizung modernisieren: Einsparpotential, Kosten und Förderung

  • Energie-Einsparung: Eine neue Gasheizung kann 10 bis 30 Prozent Energie sparen, je nach Alter und Zustand des alten Heizkessels.
  • Investition:Für ein Einfamilienhaus müsst ihr mit rund 7.000 bis 9.000 Euro für eine neue Gasheizung rechnen.
  • Förderung: Im Rahmen der Neuregelung der Fördermittel durch das von der Bundesregierung beschlossenen Klimapaket gibt es auch für Gasheizungen neue Bestimmungen. Gefördert werden nur noch Gas-Hybridheizungen, die Gas mit erneuerbaren Energien als Wärmeträger kombinieren oder so ausgelegt sind, dass die erneuerbaren Energien in absehbarer Zeit mit eingebaut werden können (siehe dazu unsere
  • Übersicht: Staatliche Förderung für die Heizung).
  • Tipp: Viele Geräte sind auch bereits für die Kombination mit einer thermischen Solaranlage ausgelegt und zum Beispiel mit einem integrierten Speicher und der erforderlichen Regelungstechnik ausgestattet.

Holzheizung einbauen: Heizen mit Pellets oder Holzhackschnitzeln

Die Pellets werden in diesem Beispiel vollautomatisch aus dem Lagerbehälter zum Brenner transportiert. Dafür braucht es aber Platz. © ÖkoFen

Stärkstes Argument für den Brennstoff aus dem Wald ist dessen positive Ökobilanz.

Der nahezu klimaneutrale Energieträger Holz ermöglicht in Pelletheizungen und Hackschnitzelheizungen eine sehr hohe CO2-Einsparung gegenüber anderen Heizsystemen.

Der Grund dafür: Bei der Holzheizung fällt – zumindest in der Bilanz – kein fossiles Kohlendioxid an, weil bei der Verbrennung nur so viel freigesetzt wird, wie der Baum im Wachstum gebunden hat.

Der niedrige Primärfaktor von Holzpellets ist ein wichtiger Vorteil, wenn es um die Einhaltung der Anforderungen aus der Energieeinsparverordnung oder die Förderkriterien der KfW geht.

Dank Brennwert-Technik haben Pelletheizungen auch in Sachen Effizienz aufgeholt; moderne Geräte erreichen Wirkungsgrade von fast 100 Prozent. Wichtige Voraussetzung für den Betrieb: Es sollte ausreichend Platz für einen Lagerraum vorhanden sein.

Holzheizung: Kosten und Förderung

  • Energie-Einsparung: 20 bis 40 Prozent gegenüber alten Gas- oder Ölkesseln.
  • Investitionskosten: Eine Pelletheizanlage mit Kessel, Pufferspeicher, Lagerraum sowie Transportsystem und ­Montage kostet im Durchschnitt zwischen 19.000 und 25.000 Euro.
  • Förderung: Zu den ab dem 1. Januar 2020 geförderten Biomasseanlagen zählen Holzheizungen, die ihre Wärme aus Pellets, Hackschnitzeln oder Holzscheiten gewinnen. Sie werden mit 35 Prozent beziehungsweise 45 beim Austausch einer alten Ölheizung gefördert. Zu weiteren Fördermöglichkeiten für Biomassekessel siehe unsere Übersicht: Staatliche Förderung für die Heizung).
  • Tipp: Vor dem Einbau empfiehlt sich ein ausführliches Gespräch mit dem Schornsteinfeger. Der muss die gesamte Anlage abnehmen und kann vorher schon einschätzen, ob sich der vorhandene Schornstein eignet und wie es um die Versorgung mit Verbrennungsluft bestellt ist.

Heizen mit Solarthermie

Bei der Solarthermie kommen Vakuumröhren statt flacher Kollektoren zum Einsatz. © Getty Images/iStockphoto

Thermische Solaranlagen fangen die Sonnenwärme ein und sorgen dafür, dass sie im Haus genutzt werden kann. Die Sonnenwärme kann entweder nur zur Warmwasserbereitung oder in so genannten Kombianlagen auch zur Heizungsunterstützung verwendet werden.

Anlagen zur Brauchwassererwärmung sind ein idealer Einstieg, weil sie kostengünstig und ohne großen Aufwand zu installieren sind.

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Bei Kombianlagen für Heizungsunterstützung und Trinkwassererwärmung hängt das Sparpotential vom Wärmebedarf des Hauses ab.

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In gut gedämmten Häusern ist der Anteil, den die Sonne beisteuern kann, höher; wegen des insgesamt geringeren Wärmebedarfs spart die Anlage absolut aber weniger.

Heizen mit Solarthermie: Einsparpotential, Kosten und Förderung

  • Energie-Einsparung: In Kombination mit einem Gas-Brennwertkessel spart die Solarthermie-Anlage rund 150 Euro an Warmwasser-Kosten im Jahr. Bei Kombianlagen könnt ihr je nach Gebäude mit 10 bis 30 Prozent weniger Heizkosten rechnen.
  • Investitionskosten: Eine Solaranlage zur Warmwassererzeugung kostet 4.000 bis 6.000 Euro. Mit 10.000 Euro müsst ihr bei einer Kombianlage für Heizung und Warmwasser rechnen.
  • Förderung: Zuschüsse gibt es vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) in Höhe von bis zu 30 Prozent der förderfähigen Kosten.
  • Tipp: Für eine besonders effektive Unterstützung der Heizleistung durch Solarthermie empfehlen sich Niedertemperatur-Heizsysteme. Dazu zählen die Flächenheizungen wie zum Beispiel eine Fußbodenheizung oder Wandheizung.

Heizen mit einer Wärmepumpe

Wärmepumpen (im Bild: die Luft/Wasser-Wärmepumpe CHA-Monoblock von Wolf) helfen, die anspruchsvollen Primärenergie-Anforderungen an Neubauen einzuhalten.

© Wolf

Wärmepumpen nutzen die in der Erde, der Luft oder dem Grundwasser gespeicherte Umweltwärme und „pumpen“ sie mithilfe von Strom als Antriebsenergie auf ein zum Heizen nutzbares Temperaturniveau.

Effiziente Anlagen können mithilfe von einer Kilowattstunde Strom mehr als vier Kilowattstunden Heizwärme erzeugen.

Im Neubaubereich wird heute bereits in jedem Gebäude eine elektrische Wärmepumpe installiert. Wärmepumpen eignen sich dafür besonders gut, weil neue Häuser mit gutem Wärmeschutz mit geringen Vorlauftemperaturen beheizt werden können.

Heizen mit Wärmepumpe: Einsparpotential, Kosten und Förderung

  • Energie-Einsparung: Je nach Alter und Brennstoff der alten Heizung sind bis zu 30 Prozent weniger Verbrauchskosten möglich.
  • Investitionskosten: Luft-Wärmepumpen kosten circa 15.000 Euro, Erd-Wärmepumpen inklusive Bohrung/Erdarbeiten ab 20.000 Euro.
  • Förderung: Sowohl für Neubauten als auch für Bestandsbauten gibt es seit Anfang 2020 Neuregelungen seitens des BAFA. Wenn die technischen Mindestanforderungen erfüllt sind, fördert der Staat die Installation mit bis zu 35 Prozent. Nähere Infos dazu findet ihr auch unter der Übersicht: Staatliche Förderung für die Heizung.
  • Tipp: Eine Wärmepumpe lässt sich auch als Klimagerät nutzen.

Heizen über Kraft-Wärme-Kopplung

Brennstoffzellenheizungen (hier das Modell Vitovalor 300-P von Viessmann) erzeugen gleichzeitig Wärme und Strom – zum Beispiel fürs Aufladen des Elektroautos.

© Viessmann

Nutzt ein System bei der Stromerzeugung anfallende Wärme auch zu Heizzwecken, dann spricht man von einer Kraft-Wärme-Kopplung.

In Privathaushalten funktioniert das über die so genannte stromerzeugende Heizung in Form von Blockheizkraftwerken (BHKW) oder Brennstoffzellen.

Damit eine stromerzeugende Heizung wirtschaftlich sinnvoll ist, muss eine bestimmte Wärmemenge benötigt werden. Nur so kommen die notwendigen Laufzeiten zustande. Blockheizkraftwerke in Form von Mikro-BHKW kommen daher eher in Altbauten zum Einsatz, weil dort mehr geheizt werden muss.

Brennstoffzellen-Heizgeräte haben dagegen eine deutlich kleinere thermische Leistung und eignen sich besser für den Neubau. Sie kommen so vor allem in moder­nen Effizienzhäusern auf die für den wirtschaftlichen Betrieb notwendigen Lauf­zeiten.

Heizen über Kraft-Wärme-Kopplung: Einsparpotential, Kosten und Förderung

  • Energie-Einsparung: Bis zu ein Drittel der Strom- und Heizkosten im Vergleich zum Gas-Brennwertgerät und dem Strombezug aus dem Netz.
  • Investitionskosten: Brennstoffzellen-Heizgeräte kosten ab 20.000 Euro. Ein Mikro-BHKW gibt es ab 15.000 Euro, jeweils zuzüglich Installation.
  • Förderung: KfW-Programm für Brennstoffzellen-Heizgeräte: 5.700 Euro Zuschuss plus 450 Euro je 100 Watt elektrischer Leistung. BAFA-Zuschüsse für Mikro-BHKW nach elektrischer Leistung. Mindestzuschuss: 1.900 Euro, maximaler Zuschuss 3.500 (bei einer Leistung von 20 Kilowatt).
  • Tipp: Die Wirtschaftlichkeit einer stromerzeugenden Heizung hängt unter anderem von der sogenannten Stromkennzahl ab. Diese Zahl gibt das Verhältnis vom erzeugten Strom zur erzeugten Wärme an. Dabei gilt: Je mehr Strom ein Heizgerät produziert, desto höher sind auch seine Einsparungen.

Infrarotheizung installieren

Infrarotheizungen gibt es als Panels in den unterschiedlichsten Größen und Ausführungen, unter anderem auch bedruckt oder aus Glas. © Ohle Infrarotheizungen

Manche kennen noch die Elektro-Nachtspeicheröfen aus den 1960er und 1970er Jahren. Damals wurde günstiger Nachtstrom gespeichert und tagsüber in Wärme umgewandelt.

Strom in Wärme umzuwandeln, diese Idee erlebt gerade ein Comeback, und das vor allem in Form von Infrarot-Strahlungsheizungen. Ihr Vorteil: Sie erwärmen nicht die Umgebungsluft, sondern die Gegenstände im Raum. Dadurch sorgt die Infrarotheizung schneller für spürbare Wärme als herkömmliche Heizkörper.

Es gibt diese Infrarotheizungen auch verspiegelt, zum Beispiel fürs Badezimmer.

Ein Argument für den Kauf einer Infrarotheizung sind die geringen Anschaffungskosten. Dagegen stehen allerdings hohe Betriebskosten. Zum Vergleich: Eine Kilowattstunde Strom kostet rund 30 Cent, eine Kilowattstunde Gas rund sechs Cent. Im Dauerbetrieb geht die Infrarotheizung also sehr schnell ins Geld.

Heizen mit einer Infrarotheizung: Kosten

  • Investitionskosten: Infrarotheizungen kosten ab circa 150 Euro
  • Tipp: Bei Infrarotheizungen ist der Standplatz enorm wichtig. Denn alles, was nicht direkt angestrahlt wird, wird mit einer Infrarotheizung auch nicht erwärmt.

Источник: https://wohnglueck.de/artikel/neue-heizung-kosten-sparen-18024

Kosten & Preise für eine neue Heizung

Was kostet eine neue Heizung?

[Vorbemerkung: Der nachfolgende Text konzentriert sich ausschließlich auf die Modernisierungs- und Anschaffungskosten für eine neue Heizung. Welche Preise für den Brennstoff bzw. welche jährlichen Kosten für das Heizen insgesamt entstehen haben wir uns im Abschnitt Heizkosten genauer angesehen.]

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Modernisierungskosten & Anschaffungspreise

Die Kosten und Preise für die Modernisierung einer Heizungsanlage hat zuletzt die Hauswärme Studie von Shell und BDH ganzheitlich untersucht und erfasst.

Anlass zur Studie gab die Frage, welchen Beitrag der Haushaltssektor zu Energiewende in Deutschland leisten kann bzw. leisten muss.

Im Zuge dieser Fragestellung ist auch eine detaillierte Kostenaufstellung für Heizungen gemacht worden, auf die wir uns nachfolgend beziehen.

Den Sanierungsstand des jeweiligen Gebäudes nimmt die Studie dabei zur Grundlage, um die Kosten für eine neue Heizung zu ermitteln. So finden Sie in der nachfolgenden Tabelle die verschiedenen Kostenfaktoren einer Heizungsmodernisierung, aufgeschlüsselt auf Ein- / Zweifamilienhäuser und Mehrfamilienhäuser in einem unsanierten, sanierten und vollsanierten Zustand:

  • Welche Kosten entstehen, um Altanlagen zunächst abzubauen und zu entsorgen?
  • Wie teuer sind die verschiedenen Heizkessel im Vergleich?
  • Welche zusätzlichen Kosten entstehen für die Brennstoff-Logistik (Belieferung & Bevorratung)?
  • Welche Preise haben optional Lüftungsanlagen, Solarthermie-Anlagen und Kaminöfen?
  • Was kostet eine zusätzliche Sanierung der Heizflächen und Rohrleitungen?

Entnommen aus Shell BDH Hauswärme-Studie: „Klimaschutz im Wohnungssektor – wie heizen wir morgen? Fakten, Trends und Perspektiven für Heiztechniken bis 2030“

Je nach gewählter Heizung schwanken die Kosten für eine Heizung zwischen 3.000 Euro und 18.000 Euro. Die angegebenen Preise sind real konstante Investitionskosten inkl. Mehrwertsteuer, Montage und Inbetriebnahme. Nicht berücksichtigt wurden die Kosten für die Wartung der verschiedenen Anlagen sowie die Preise für Brennstoff und Hilfsenergie!

Bitte beachten Sie hierbei, dass es sich um durchschnittliche Preise handelt, die Ihnen eine Orientierung geben sollen, mit welchen Kosten Sie bei einer neuen Heizung kalkulieren sollten! Preisfaktoren wie die unterschiedlichen Bedingungen vor Ort, unterschiedliche Hersteller als auch die Beratungsleistung und Angebotspreise von Fachbetrieben vor Ort können die Preise noch einmal verteuern oder vergünstigen. Fest steht jedoch, dass mit einem besser werdenden Sanierungsstandard übergreifend die Preise für die jeweilige Heizung sinken, da weniger Kesselleistung benötigt wird.

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Angebote für eine neue Heizung einholen und bewerten

Wenn Sie auf der Suche sind nach Angeboten für Ihre neue Heizung, Preise vergleichen wollen, oder wenn Sie bereits ein Angebot vorliegen haben und beurteilen möchten, wie gut dieses Angebot preislich ist, dann nutzen Sie gern unseren kostenfreien Service von Heizungsfinder.de:

  • Mit unserem Heizungsratgeber erhalten Sie zunächst einen Eindruck, welche Heizung vom Preis als auch von der Machbarkeit am besten zu Ihrem Haus passen würde.
  • Über unsere Fachbetriebssuche können Sie sich kostenfrei und unverbindlich an Heizungsbau-Betriebe in Ihrer Region wenden für einen Beratungstermin.
  • Wenn Sie bereits ein Angebot für eine Heizung vorliegen haben, dann lassen Sie es doch einmal von unserem Angebotsvergleich prüfen! Anhand einer Datenbank von mehr als 1.000 realen Angeboten ermittelt ein neuronales Netzwerk, ob Ihr Angebot in der technischen Zusammensetzung einen angemessenen Preis hat oder zu teuer ist.
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Wärmepumpen

Bei der Wärmepumpe gibt es eine Vielzahl an verfügbaren Systemen. Die Preise & Kosten sind entsprechend variabel. Eine Luft-Luft-Wärmepumpe ist mit durchschnittlich 7.

000€ für das Gerät und Gesamtkosten (Installation, Arbeitsstunden etc) von circa 10.000€ das preisgünstigste System unter den Wärmepumpen. Die Luft-Wasser-Wärmepumpe wartet im Endverbraucherbereich mit Kosten von rund 13.000 bis 16.

000€ auf, inklusive Speicher und Zubehör wie Umwälzpumpen.

Bildquelle: © Hermann – Fotolia.com

Sole-Wasser-Wärmepumpen kosten zwischen 8.000 und 13.000€ für das Gerät selbst. Allerdings kommen hier noch weitere Kosten für die Erschließung der Wärmequelle hinzu. Hier entstehen weitere Kosten von bis zu 10.000€ für die Bohrung. Bei Flächenkollektoren sind die Kosten für die Erschließung etwas niedriger.

  • Weitere Informationen: Preise für Wärmepumpen

Pelletheizungen, Holzvergaser & Kaminöfen

Die durchschnittlichen Preise für einen handelsüblichen Pelletkessel guter Qualität liegen im Bereich bis 16.000€ (Leistungsbereich 8 bis 50 kW). Ein Pelletkessel hat zwar höhere Preise in der Anschaffung, aber die laufenden Kosten sind langfristig deutlich niedriger als bei einer Heizung mit fossilen Energieträgern.

Bildquelle: © maho – Fotolia.com

Holzvergaser, die Stückholz anstelle von Pellets verfeuern, liegen nahezu im gleichen Preissegment wie Pelletheizungen (rund 16.000€). Aber auch für wenige tausend Euro lässt sich im eigenen Heim mit Holz heizen. Kaminöfen sind bereits für unter 5.000€ zu bekommen und heizen dekorativ z.B. das Wohnzimmer.

  • Weitere Informationen: Preise für Pelletheizungen

Blockheizkraftwerke

Auch beim Blockheizkraftwerk hängen die Preise von der gewählten Leistungsklasse ab. Mikro-BHKW und „stromerzeugende Heizungen“ kosten bis zu 20.000€. Bei BHKW im mittleren Leistungssegment kann man als Richtlinie von Anschaffungspreisen von 4.000€ pro Kilowattstunde elektrischer Leistung ausgehen.

Bildquelle: © Syda Productions – Fotolia.com

Bei großen Blockheizkraftwerken sinken die Preise pro Kilowattstunde elektrischer Leistung auf circa 400€ pro kW, jedoch sind ist der Anschaffungspreis höher. Bislang werden Blockheizkraftwerke noch mit Öl oder Gas betrieben, aber auch Pellet-BHKW oder Blockheizkraftwerke, die mit Biogas angetrieben werden, kommen auf den Markt.

  • Weitere Informationen: Preise für BHKW

Solarthermie-Anlagen

Die Kosten für Solarthermie-Anlagen sind von mehreren Faktoren abhängig. Zuallererst entscheidet das gewählte System über die Kosten.

Ein Solarthermie-Anlage zur Brauchwassererwärmung kostet weniger als eine Anlage, die auch die Heizung unterstützt. Bei einer Anlage zur Brauchwassererwärmung liegen die Kosten zwischen 3.000€ und 6.000€.

Unterstützt die Solarthermieanlage auch die Heizung, so steigen die Kosten auf 7.000€ bis 10.000€.

Bildquelle: © Kara – Fotolia.com

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Bei Solarthermie-Anlagen gilt es zu beachten beachten, dass die Solarthermieanlage nur eine bestehende Heizung unterstützt. Die Anlage muss also mit einem anderen System kombiniert werden.

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Ideal ist die Kombination mit einem weiteren regenerativen Heizsystem wie einer Pelletheizung oder einer Wärmepumpe! Aber auch Gas- und Öl-Heizungen werden gern und oft mit Solarthermie kombiniert, um Brennstoff einzusparen.

  • Weitere Informationen: Preise für Solarthermie-Anlagen

Gas- & Öl-Heizungen

Ältere Modelle der konventionellen Heizung mit Gas oder Öl verfügen noch nicht über Brennwerttechnik und verbrauchen daher mehr Brennstoff als moderne Modelle. Brennwerttechnik senkt die Heizkosten deutlich. Die Kosten einer Gasheizung mit Brennwerttechnik liegen bei durchschnittlich 6.500 Euro, zuzüglich evtl. weiteren Arbeiten am Schornstein.

Bildquelle: © Gina Sanders – Fotolia.com

Ölheizungen mit moderner Brennwerttechnik sind mit rund 8.500€ – 9.000 etwas teuer als Gasheizungen. Aber auch hier lohnt sich der Einsatz einer Solarthermie-Anlage, um über das Jahr Heizöl einzusparen.

  • Weitere Informationen: Preise für Gasheizungen und Ölheizungen

Aktuell gibt es attraktive Fördermöglichkeiten für neue Heizungen: abhängig von Ihrer bestehenden Heizung und der gewählten Technik, sind bis zu 45% der Heizung Kosten förderfähig! Hier erfahren Sie mehr zu den Förderungen für Heizungen.

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Источник: https://www.heizungsfinder.de/heizung/kosten

Was kostet eine neue Heizung?

Was kostet eine neue Heizung?

Moderne Heizungsanlagen werden vom Staat durch verschiedene Fördermaßnahmen durch die Kreditanstalt für Wiederauau (KfW) und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) unterstützt. Dabei hat die BAFA alle Fördermaßnahmen zu einem zusammengefasst 

  Förderungen der BAFA

Heizungstyp Förderungsmaßnahme Förderfähige Investitionskosten

Gasheizung

(„Renewable Ready“)

Gasheizung

Gas-Hybridheizungen inkl. Gasanschluss

Biomasseanlagen (z. B. Pelletheizung) Wärmepumpenanlage Solarkollektoranlage Erneuerbare Energien Hybridheizung (EE-Hybrid) Ölheizung Elektroheizung
Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM) – Zuschuss

– Anschaffungskosten eines geförderten Wärmeerzeugers

– Kosten für Errichtung und Erweiterung eines Gebäudenetzes

– Kosten für Anschluss an ein Wärmenetz (Gebäudenetz und öffentliches Netz)

– Kosten für Installation und Inbetriebnahme

nicht förderfähig
nicht förderfähig

  Förderungen der KfW:

Heizungstyp Förderungsmaßnahme Förderungssumme Gasheizung Biomasseanlagen (z. B. Pelletheizung) Wärmepumpenanlage Solarkollektoranlage
– KfW: „Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit“  (167)
  • 0,78 Prozent effektiver Jahreszins
  • Kreditbetrag bis zu 50.000 Euro

Bedingung:

  • gilt nur für Gas-Brennwertheizungen in Kombination mit einer Heizung auf Basis erneuerbarer Energien
– KfW: „Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit“  (167)
  • 0,78 Prozent effektiver Jahreszins
  • Kreditbetrag bis zu 50.000 Euro
– KfW: „Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit“ (167)
  • 0,78 Prozent effektiver Jahreszins
  • Kreditbetrag bis zu 50.000 Euro
– KfW: „Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit“  (167)
  • 0,78 Prozent effektiver Jahreszins
  • Kreditbetrag bis zu 50.000 Euro

  Wichtige Änderung:

Mit welchen Betriebskosten müssen Sie rechnen?

Sie sollten bei der Auswahl Ihrer zukünftigen Heizung nicht nur kurzfristig denken, sondern auch die jährlichen Betriebskosten in Ihre Entscheidung miteinbeziehen.

Schließlich sind es die Langzeitkosten, die vor allem darüber entscheiden, ob sich der Wechsel zu einem neuen Heizungssystem wirklich rechnet. So ist eine elektrische Heizung beispielsweise vergleichsweise teuer, weil der Strompreis aktuell bei rund 30 Cent/kWh liegt.

Aber auch die Preise für fossile Brennstoffe, wie Öl und Gas, sollen durch Steuererhöhungen bis zum Jahr 2030 stetig ansteigen.

Heizungstyp Betriebskosten (pro kWh)*
Gasheizungca 5,85 Cent
Ölheizungca. 6,40 Cent
Pelletheizungca. 5,60 Cent
Wärmepumpeca. 21 Cent (Kosten im Falle eines speziellen Wärmepumpentarifs)
Solarthermie0 Cent
Elektroheizungca. 30 Cent

* Preise sind Durchschnittswerte und dienen zur Orientierung.

Damit Heizungen lange einwandfrei funktionieren und nicht durch Verunreinigungen an Effizienz einbüßen, muss ungefähr einmal im Jahr eine Wartung durchgeführt werden. Dabei wird die Anlage meist gereinigt und es werden Messungen durchgeführt.

Sollten Sie im Anschluss ein Messprotokoll wünschen, fallen hierfür meist zusätzliche Kosten von 30 bis 50 Euro an. Teilweise werden auch Anfahrtskosten berechnet.

Mit einem Wartungsvertrag mit Ihrem Heizungsfachbetrieb können Sie die Kosten häufig senken.

Heizungstyp Wartungskosten pro Jahr*
Gasheizungca. 100 – 150 Euro
Ölheizungca. 150 – 250 Euro
Pelletheizungca. 180 – 300 Euro
Wärmepumpeca. 50 – 150 Euro
Solarthermieca. 30 – 50 Euro
Elektroheizung0 Euro

* Preise sind Durchschnittswerte und dienen zur Orientierung.

Sie sind wegen der geplanten Steuererhöhungen und Klimaprämien verunsichert, welche Heizungsart sich für Ihr Einfamilienhaus wirklich lohnt? Lassen Sie sich von Experten bezüglich der Kosten beraten und vergleichen Sie gut, bevor Sie den Austausch Ihrer alten Anlage in Angriff nehmen. Aroundhome hilft Ihnen, einen geeigneten Fachbetrieb zu finden! Füllen Sie einfach unseren Online-Fragebogen aus und wir empfehlen Ihnen bis zu drei Fachfirmen in Ihrer Region. Unser Service ist für Sie unverbindlich!

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Источник: https://www.aroundhome.de/heizung/kosten-preise/

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