Waschbecken verstopft? Das können Sie tun

Abfluss verstopft: Diese Mittel helfen

Waschbecken verstopft? Das können Sie tun

Wenn sich das Wasser während einer erfrischenden Morgendusche bis über die Knöchel rückstaut, ist es höchste Zeit, den Abfluss zu reinigen. Dabei stehen verschiedene Methoden zur Auswahl: Ist der Abfluss verstopft helfen Muskelkraft, Technik oder Chemie. Die gleichen Tipps und Tricks gelten natürlich auch für alle anderen Abflüsse.

In den Ausgüssen von Küche und Badezimmer sammelt sich jede Menge Schmutz. Dieser kann sich mit der Zeit in den Rohren festsetzen und zu einem Pfropf verdichten.

Die unangenehme Folge: Schmutzwasser kann nicht mehr so einfach ablaufen und staut sich in Waschbecken, Badewanne, Dusche oder Toilette und bringt diese zum Überlaufen.

Ist der Abfluss verstopft, helfen chemische Abflussreiniger, eine Saugglocke oder eine Rohrreinigungsspirale.

Verstopfungen treten selten schlagartig auf. Sie kündigen sich meist an, indem das Wasser nur zögerlich abläuft. Wenn es dabei noch gurgelt und gluckert, dann ist der endgültige Verschluss nicht mehr fern.

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Wenn dann gar nichts mehr läuft, muss nicht unbedingt gleich ein professionelles Rohrreinigungsunternehmen kommen.

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Denn der gewiefte Heimwerker oder die findige Dame des Hauses haben etliche Instrumente parat, um die leidigen Pfropfen erfolgreich zu attackieren.

Einfache Mittel gegen einen verstopften Abfluss

Ist nur der Ventilkelch verschlossen, kann man Haare und Schmutz leicht mit einer Pinzette oder einer kleinen Zange herausziehen. Reste lassen sich leicht wegspülen.

Ist das nicht erfolgreich, sitzt die Verstopfung meist im Siphon. Ihr kann man mit alten Hausmitteln beikommen. Am gebräuchlichsten sind Natron (alternativ Backpulver) und Essig.

Andere schwören auf die Reinigungstabs von Spülmaschinen, die man zerkleinert in den Abfluss gibt. Auf keinen Fall geeignet ist jedoch Kaffeesatz.

Er verschlimmert eher die Verstopfung als dass er hilft: wenn der Kaffeesatz trocknet, wird er fest wie Beton und kann dann womöglich nicht mehr ohne Weiteres entfernt werden.

Verwendet man Natron, wird so vorgegangen:

  1. Mindestens drei Esslöffel Natron in den Abfluss schütten
  2. Eine halbe Tasse Essig langsam dazu gießen
  3. Sobald das Gemisch anfängt zu sprudeln, einen nassen Lappen über den Abfluss legen und mindestens 5 Minuten warten
  4. Danach mit heißem Wasser nachspülen.
  5. Reicht das nicht, die Prozedur wiederholen.

Chemische Rohrreiniger

Erweisen sich die Hausmittel als zu harmlos, können auch handelsübliche Rohrreiniger in flüssiger oder körniger Form zum Einsatz kommen.

Sie sind stark ätzend, weshalb man am besten mit Handschuhen und Mundschutz arbeitet. Das Angebot an solchen „chemischen Keulen“ ist recht groß, sodass man sich am besten in den Märkten beraten lässt.

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Diese Mittel brauchen eine gewisse Einwirkzeit, denn sie zersetzen den Pfropfen allmählich.

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Chemische Rohrreiniger können eine erhebliche Wärme entwickeln, was Abflussrohren aus Kunststoff nicht zuträglich ist. je stärker das Mittel, desto eher kann es natürlich den Dreck im Abfluss zersetzen. Das gleiche gilt aber auch für Kunststoff. Deshalb ist bei solchen Mitteln immer Vorsicht geboten. Der Siphon eignet sich aber als Testumgebung.

Mechanische Mittel

Bei sehr hartnäckigen Verstopfungen stehen den Betroffenen weitere, mechanische Mittel zur Verfügung und auch bei Kunststoffrohren sind mechanische Methoden möglicherweise das beste Mittel.

Siphon abschrauben und reinigen

Es kann durchaus unappetitlich sein, den Siphon abzuschrauben und zu reinigen: Immerhin dient er als Geruchsverschluss. Doch die unangenehme Grundreinigung ist nun mal die gründlichste Methode. Sie erlaubt es außerdem, die weiterführende Leitung zu inspizieren. So kann man erkennen, ob sich weitere Ablagerungen aufgebaut haben.
Die nötigen Schritte sind überschaubar:

  1. Eimer unter das Waschbecken stellen.
  2. Die Überwurfmuttern mit der Hand lösen. Sitzen diese fest, kommt die Wasserpumpenzange zum Einsatz.
  3. Siphon auskippen, reinigen und wieder montieren. Wer die Muttern mit der Zange festschrauben muss, sollte nicht zu viel Kraft aufwenden, um Muttern und Siphon nicht zu zerstören.

Druckreinigung

Das gängigste Gerät für eine Druckreinigung ist die Saugglocke, die umgangssprachlich auch Pümpel oder Pömpel genannt wird.

Mit einem Korken oder Stofffetzen verschließt man den Überlauf des Waschbeckens, dann wird die Gummiglocke auf den Ausguss gesetzt und ein wenig Wasser zugegossen. Mit der hölzernen Griffstange wird kräftig gepumpt.

Der Wechsel von Druck und Unterdruck lockert allmählich die Verstopfung, der Pfropfen wird gewissermaßen frei gerüttelt.

Alternativ kann man Druck-Rohrreiniger verwenden. Sie sehen einer Luftpumpe ähnlich und erzeugen einen Überdruck.Bei größeren Rohrdurchmessern oder Verstopfungen tief in der Leitung, kann ein Zusatzgerät zum Hochdruckreiniger Abhilfe schaffen, der Reinigungsschlauch.

Er hat einen Kopf mit mehreren Düsen, die nach hinten gerichtet sind. Unter Druck schiebt sich der Schlauch selbst vor und die scharfen Wasserstrahlen reinigen das Rohr.

Für die Reinigung nur des Siphons ist das Gerät aber nicht geeignet, denn es ist sehr robust und aufwändig zu handhaben.

Abfluss säubern mit der Rohrreinigungsspirale

Bei der Rohrreinigungsspirale handelt es sich genau genommen um eine biegsame Welle mit einer Handkurbel. Für den Haushalt sind Längen von eineinhalb bis zehn Meter gebräuchlich.

Eine solche Spirale wird nicht für die Säuberung von Siphons verwendet, weil sie dafür zu unhandlich ist. Sie ist jedoch dann von Vorteil, wenn sich Verstopfungen bis in die Ableitungsrohre ausdehnen oder ein Verschluss tief in der Leitung sitzt.

Es gibt diese Spiralen auch mit Bürste an der Spitze oder zum Einspannen in die Bohrmaschine.

Was man tun kann, um einer Verstopfung vorzubeugen

Wer sich nicht kümmert, erntet Kummer: Zwar wird empfohlen, die Abflüsse in Haus oder Wohnung einmal im Jahr gründlich durchzusehen und zu reinigen, doch der Autor weiß aus eigener Erfahrung, dass zwölf Monate im Nu herum sind – und man hat es wieder nicht erledigt.

Wer der nächsten Verstopfung nicht tatenlos entgegensehen will, sollte prophylaktisch einige recht unaufwändige Maßnahmen ergreifen, um den Erzfeinden aller Abflussrohre zu Leibe zu rücken: In der Küche sind das vornehmlich Speisereste und Fette, in Bad und Dusche sind es Haare und Seifenrückstände.

  • Das Spülbecken in der Küche, das Waschbecken im Bad sowie die Dusche mit einem Haarsieb versehen. Kostet wenig, ist aber sehr effektiv, denn die Siebe lassen sich leicht herausnehmen und reinigen.
  • Sehr oft benutzte Becken etwa einmal pro Woche mit kochendem Wasser spülen. Das löst vor allem Seifenreste.
  • Mit einer eigens dafür angeschafften Pinzette mindestens einmal im Monat die Haare aus den Abflüssen – besonders in der Dusche und dem Handwaschbecken – entfernen.
  • Speisereste und fettige Abfälle im Biomüll entsorgen, denn sie führen neben den Haaren am schnellsten zu Verschlüssen.

Ihre Meinung zählt

Источник: https://www.bauen.de/a/abfluss-verstopft-diese-mittel-helfen.html

Waschbecken verstopft – was tun?

Waschbecken verstopft? Das können Sie tun

Waschbecken im Bad: Abfluss und Überlauf deutlich zu erkennen

Ein lästiges, aber durchaus häufiges Problem, das schnell auftreten kann sind verstopfte Rohre, meist Abwasserrohre. Sei es die Toilette, das Pissoir, die Badewanne. Oder eben: Der Waschbecken Abfluss ist verstopft. In irgend einer Form passiert das früher oder später in jedem Haushalt mal.

Wenig Zeit zu lesen? Eine Zusammenfassung, was Sie bei einem verstopften Abfluss des Waschbecken, Klo´s etc. tun können, finden Sie am Ende des Artikels.

Saubere Rohre dank einer professionellen Abflussreinigung

Antiker Wasserhahn – da können die Rohre leicht verstopfen

Essensreste, Haare, zu viel Toilettenpapier, dicker Kot auch oder mitunter einfachUnrat sorgen dafür, dass der Abfluss verstopfen kann und so das Wasser gar nicht oder nur sehr langsam ablaufen kann.

Selbstverständlich müssen Sie sich mit diesem Übel eines verstopften Ausgusses nicht abfinden, sondern können bei einer akuten Rohrverstopfung professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

Hierfür gibt es einige gute Gründe, denn ein Profis von zumeist lokal angesiedelten Unternehmen wie zum Beispiel die Abflussreinigung in Leverkusen können schnell und sicher das verstopfte Rohr wieder frei bekommen.

Verstopfte Rohre selbst reinigen?

Ja – aber. Sind die Rohre verstopft, geraten die meisten Menschen recht schnell in Panik. Erstmal verständlich, da sich eine akute Verstopfung meist nicht schon vorher ankündigt.

Oder besser: Sie tut es meist schon, da sich die Rohre in der Regel nach und nach zusetzen, aber die meisten Menschen übersehen die Anzeichen einer drohenden Verstopfung, so lange es irgend wie noch geht, sprich das Wasser noch abläuft.

Und vergeuden dabei jede Menge Wasser nach dem Motto: Viel Wasser hilft vielleicht doch viel.

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Geht gar nichts mehr und der Wasserpegel im Wasserbecken steigt statt möglichst schnell zu sinken, können Sie folgendes selbst tun:

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Zur bewährten Saugglocke greifen. In Fällen, in denen der Abfluss nah am Waschbecken oder dem Klo dicht ist, zum Beispiel weil Essensreste oder fester Stuhlgang sich an einem (Rohr-) Knie verhakelt haben, bekommen Sie das Abwasser auf mit einer Saugglocke recht schnell wieder in den gewünschten (Ab-) Fluss.

Dabei müssen Sie vor allem dafür sorgen, dass Sie alle weiteren Ausgüsse, bzw. Öffnungen (beim Waschbecken und der Badewanne meist der Überlauf, bei Doppel-Abwaschbecken die Abflüsse und Überläufe beider Becken) dicht verschlossen halten. Zum Beispiel mit einem Lappen, den Sie fest auf die Öffnung drücken. Allein gar nicht so einfach. Also besser zu zweit alle Öffnung abdichten.

Ins Klo greifen. Und das Corpus delicti aus dem Abflussrohr (Waschbeckenabfluss oder den Tiefen des Klosetts) herausfischen. Auch das kann den gewünschten Effekt haben.

Nutzt aber nur etwas, wenn Ihnen direkt ein Gegenstand ins Klo bzw. den Ausguss gefallen ist.

In allen anderen Fällen und insbesondere bei der – wie gesagt häufigsten Ursache: schleichender Verstopfung – können Sie lange im Trüben fischen und die Rohre bleiben dennoch verstopft.

Aggressive Abflussreiniger verwenden. Das sollten Sie möglichst nicht tun. Aggressive Abflussreiniger lösen in einigen Fällen zwar die Verstopfung auf, sind aber extrem schädlich für die Umwelt. Zudem kann es passieren, dass das falsche Produkt gewählt wird sprich die verwendeten Chemikalien das Material der Abflussrohre angreifen.

Dann kann es passieren, dass Ihre Abfluss-Rohre poröse werden oder noch schlimmer: Sie lösen sich auf. Nicht so toll. Sie hätten dann nicht nur ein Problem mit einem verstopften Abfluss, sondern auch dass das Rohr nicht mehr brauchbar ist. Schnell kommen hohe Kosten auf einen zu.

Rohrreinigungs-Spiralen in die Rohre drehen. Wenn Sie geschickt und geduldig und möglichst zu zweit oder dritt sind, können Sie die Verstopfung auch mit Rohrreinigungs-Spiralen beseitigen. Diese gibt es in verschiedenen Ausführungen (Länge, Dicke). Für versierte DIY Hauseigentümer bzw. gestandene Heimwerker oder Handwerker führt spätestens diese Lösung meist zum Erfolg.

Zählen Sie zu diesen – wunderbar. Dann wissen Sie, aus welchem Material die Abfluss-Rohre sind, in welche Richtung sie verlaufen, welches Gefälle sie haben und wo sie (besondere Staugefahr) um die Ecke gehen. Und darausf folgende: Sie können einschätzen, welche Rohrreinigungs-Spirale Sie brauchen.

Kennen Sie sich mit den Innereien Ihrer Rohre nicht aus – lassen Sie die Finger von den Rohrreinigungs-Spiralen. Denn diese Methode kostet Sie auch … Geld, Zeit, Nerven. Bei Erfolg – ok, bei Misserfolg – weitere vergeudete Ressourcen.

Direkt reagieren und Schlimmeres verhindern!

Bevor Sie also unnötig Zeit Nerven oder Geld vergeuden, sollten Sie in allen Zweifelsfällen direkt einen Fachmann zu Hilfe holen. Durch diesen haben Sie die Sicherheit, dass das Rohr sachgemäß gereinigt und dabei auch geschont und die Verstopfung schnell aufgelöst wird.

Wichtig ist gerade bei akuten Rohrverstopfungen, dass Sie schnell reagieren. Viele nehmen eine Verstopfung nicht so ernst und denken, dass sich diese nach einigen Stunden vielleicht von selbst wieder auflösen wird. Doch eine Rohrverstopfung kann richtig unangenehme Folgen haben.

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Nicht nur das Wasser sowie Abwasser kann nicht mehr ablaufen, sondern die gesamte Wohnung oder der Gebäudeblock können überschwemmt werden. Dies ist gerade der Fall, wenn eine sehr heftige Rohrverstopfung vorliegt, weshalb Wasser sowie Fäkalien überhaupt nicht mehr ablaufen können.

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Dadurch sammelt sich nur noch mehr Unrat im Rohr, bis es überläuft. Schnell kommen hohe Kosten auf einen zu, wenn es zu einer unschönen Überschwemmung kommt. Mal abgesehen von den unangenehmen Geruch sowie dem hohen Ekelfaktor. Deswegen direkt die Abflussreinigung rufen und das Problem beheben lassen.

Der Fachmann ist die richtige Wahl

Eine richtig tief sitzende Rohrverstopfung zu lösen ist keine einfache Aufgabe und nicht mit der Reinigung des Abflusses zu vergleichen. Deswegen ist die Wendung an einen Fachmann die richtige Lösung, denn dieser bietet professionelle Geräte, welche die Rohrverstopfung schnell beseitigen.

Doch der Profi hat noch mehr Vorteile. Immerhin sind derlei Probleme sein täglich Brot, weshalb er sich damit bestens auskennt.

Zudem können Probleme mit der Versicherung eintreten, wenn man die Rohrverstopfung auf eigene Faust beseitigen möchte.

Sollten bei Ihren Reparatur- Versuchen das Rohr zu Bruch gehen, kann das zu großen Schäden führen, wofür die Versicherung in der Regel dann eben nicht haften wird.

Zusammenfassung kurz und knapp: Wenn Sie wissen, wo genau und am besten auch durch was der Abfluss verstopft ist – können Sie selbst Hand anlegen oder zur Saugglocke bzw. einer Rohrspirale greifen. In allen anderen Fällen: Beauftragen Sie einen Fachmann.

Bildquellen:

@ Rainer Sturm / pixelio.de

Источник: https://www.handwerker-heimwerker.de/waschbecken-verstopft-was-tun/

Abfluss verstopft? Diese Hausmittel helfen sofort

Waschbecken verstopft? Das können Sie tun

Diese Tipps helfen, wenn der Abfluss verstopft ist. Foto: Adobe Stock (c) SkyLine

Wir kennen das alle und es passiert meist im unpassendsten Moment: Der Abfluss ist verstopft. Gott sei Dank gibt es zahlreiche Möglichkeiten, wie wir das Problem selbst lösen können.

Einige Tipps können in die Tat umgesetzt werden, wenn der Abfluss oder das WC verstopft sind. Warnen möchte ich euch vor Rohrreinigern, die ebenso wie Salzsäure sehr aggressiv sind. Da ist es schon besser, die Experten zu Rate zu ziehen.

Wenn der Abfluss verstopft ist, muss man ihn aber unbedingt reinigen, denn sonst kann es passieren, dass irgendwann der Abfluss stinkt.

Warum verstopft der Abfluss?

Es gibt zahlreiche Ursachen für einen verstopften Abfluss. Das größte Übel sind jedoch Haare.

Ob beim Haare waschen oder beim Kämmen, es gelangen täglich Haare ins Waschbecken, in die Badewanne oder in die Dusche.

Einmal mit Wasser spülen und schon sind sie weg! Weitere Ursachen können Verkalkungen, Fettablagerungen und auch Flusen sein.

Was kann ich gegen einen verstopften Abfluss tun?

Zum Abfluss reinigen hast du einige Möglichkeiten und Hausmittel, die du versuchen kannst, bevor du einen Handwerker rufst. Prinzipiell muss man zwischen mechanischen und chemischen Methoden unterscheiden – bei beiden gibt es Dinge, die du selber machen kannst und anderes, wofür du unbedingt den Profi brauchst.

Saugglocke

Sind das WC oder der Abschluss verstopft, greifen Laien am besten zuerst zur Saugglocke. Das klappt in der Regel recht gut, wenn die Rohrverschmutzungen noch nicht so fest sitzen und sich in Abfluss-Nähe befinden.

Für die Gummiglocke, die am Ende eines Holzstabes angebracht ist, werden zahlreiche unterschiedliche  Namen verwendet. In Österreich sind „Saug-Hektor“ nach dem ersten Hersteller oder auch „Stessl“ (von stoßen) am gebräuchlichsten.

In Deutschland heißt das Teil, das es in nahezu jedem Haushalt gibt, „Pümpel“, „Pumpfix“, „Stopfstecken“, „Klostampfer“, „Fluppi“ oder auch „Plöppel“.

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Doch wie wird das so unterschiedlich benannte Teil richtig verwendet? Man setzt zunächst die Saugglocke auf den Abfluss und flutet das Becken. Dann Saugglocke kurz anheben, damit sich der Ablauf mit Wasser füllt.

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Achte darauf, dass möglichst wenig Luft unter der Saugglocke und im Abfluss ist. Nun mehrfach pumpen! Durch die Saugwirkung wird das störende Material, das die Verstopfung verursacht hat, gelöst.

Ein Teil fließt ab, ein anderer Teil wird nach oben gezogen und kann entnommen werden.

Mit einer Saugglocke kannst du leichte Verstopfungen im Abfluss lösen. Foto: Adobe Stock, (c) revers_jr

Wer keinen Stessl zur Hand hat, kann auch mit der thermischen Wirkung von heißem Wasser arbeiten, wenn die Verstopfung im Rohr noch nicht allzu fest sitzt. Dazu einfach den Warmwasserhahn – so heiß wie möglich – über dem verstopften Abfluss aufdrehen und das heiße Wasser eine Zeit lang laufen lassen.

Zu den mechanischen Hilfsmitteln gegen verstopfte Rohre zählen auch die Schwammgummikugeln und die Reinigungsspirale. Beide werden auch von Handwerkern verwendet, die damit beste Erfolge erzielen. Inzwischen kann man in jedem Baumarkt Spiralen zur Beseitigung von Verstopfungen kaufen, sodass man es auch damit selbst probieren kann.

Achtung: Entstehen zusätzliche Schäden durch nicht fachgerechten Einsatz oder durch übermäßiges Scheuern, besteht kein Anspruch auf Versicherungszahlungen. Daher sollte man mit den Spiralen sehr vorsichtig umgehen oder am besten doch den Installateur rufen.

Rohrspülung

Als Rohrreiniger für schwer erreichbare Bereiche ist und bleibt Wasser die beste Lösung.

Führt ein Installateur eine Rohrspülung durch, werden Spülauslässe genutzt und selbst hartnäckige Verstopfungen in den Rohren durch die Erhöhung der Fließgeschwindigkeit gelöst.

Profis unterscheiden hier unterschiedliche Verfahren, nämlich die Wasserspülung, die Luft-Wasserspülung, die Luft-Wasser-Impulsspülung, die Saugspülung und die Feststoffspülung.

Offline-Verfahren

Beim Offline-Verfahren, das gegen hartnäckige Rohrverstopfung effektiv ist, wird das Leitungssystem stillgelegt und es kommt ein sogenannter „Molch“ (Reinigungsgerät gegen Verstopfungen) zum Einsatz.

Dieser wird entweder mit Druckluft oder auch mit Wasserdruck durch das Rohrsystem gepresst.
Weniger in privaten Haushalten, sondern in Unternehmen oder Neubaublöcken kommen bei Offline-Verfahren auch Roboter als Rohrreiniger zum Einsatz.

Allerdings kann diese Technik nur von Experten angewandt werden und außerdem ist sie sehr kostspielig.

Thermische Reinigung

Anders als bei der bereits beschriebenen Reinigung mit warmem Wasser gehen die Profis beim Reinigen von Abflüssen vor. Das zuvor angeführte Offline-Verfahren wird in diesem Fall mit Hitze betrieben.

Der Installateur entwässert zunächst die Rohre. Anschließend werden diese beheizt. Durch den Wasserentzug und die Hitze trocknen die Ablagerungen ein und zerfallen.

Ist dieser Zustand erreicht, werden die Brocken herausgespült.

Chemische Reinigungsmethoden bei verstopftem Abfluss

Chemische Rohrreiniger sind im Handel frei erhältlich. Mit diesen Produkten kann man aber nur Verstopfungen bekämpfen, die sich in unmittelbarer Nähe des Ausgusses befinden.

Besser wirksam, aber für die Umwelt noch belastender ist die Variante, die der Sanitärfachmann anwenden wird. Zunächst wird die Abwasseranlage in der Regel stillgelegt.

Durch den Einsatz der Chemikalien lösen sich auch hartnäckige Ablagerungen an unzugänglichen Stellen.

Hausmittel bei verstopftem Abfluss

  • Natron
  • Backpulver
  • Salz
  • Essig
  • Salzsäure
  • Plastikflasche
  • Saugglocke (Pümpel)
  • Siphon reinigen

Aus der Trickkiste ist bekannt, dass Backpulver oder Natron helfen kann.

Andere wiederum schwören auf eine Mischung aus Backpulver und Essig. Diese Methode ist sehr preiswert und schnell umgesetzt. Stelle dir eine halbe Tasse mit Essig zurecht. Mit einem nassen Lappen ist der Überlauf, wenn vorhanden, zu verschließen.

Zwei Päckchen Backpulver werden in den Abfluss gestreut und sofort der Essig hinterher gegossen. Wenn du ein Sprudeln oder brodeln hörst, wird die Kohlensäure freigesetzt. Der Abfluss ist, wenn möglich, sofort zu verschließen.

Hörst du die beschriebenen Geräusche nicht mehr, kannst du mit reichlich heißem Wasser spülen.

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Diese Vorgehensweise macht Sinn, wenn der Abfluss im Waschbecken oder in der Dusche verstopft ist. Auch Kaffeesatz wird oft als Geheimtipp zum Abfluss reinigen gehandelt. Die Praxis hat aber gezeigt, dass diese Methode eher kontraproduktiv ist. Ist ein WC verstopft, ist die Konzentration zu gering, um eine optimale Wirkung zu erzielen.

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Hausmittel wie Natron und Essig können bei einem verstopften Abfluss helfen. Foto: Adobe Stock, (c) ekramar

Abfluss mit Plastikflasche oder Saugglocke durchpumpen

Bewährt hat sich hingegen der Einsatz von Plastikflaschen oder der Saugglocke. Die etwa 1 Liter fassende Flasche wird hierzu mit heißem Wasser gefüllt.

Der Rand sollte der Öffnung des Abflusses entsprechen. Der Überlauf ist mit einem feuchten Tuch abzudecken.

Nun wird die Plastikflasche auf den Abfluss gestülpt und immer wieder zusammengedrückt – der erzeugte Druck sollte helfen die Verstopfung zu beseitigen.

Beim Einsatz der Saugglocke ist ins Waschbecken etwas warmes Wasser und Seife zu geben. Der Überlauf ist wiederum mit einem Tuch zu verschließen.

Nun wird der Pümpel genau auf den Abfluss angesetzt und das Waschbecken so weit gefüllt, biss der rote Gummi der Glocke bedeckt ist. Nun wird sie schnell nach unter gedrückt und wieder nach oben gezogen.

Die entstehende Sogwirkung sollte den Abfluss wieder von Haaren oder anderen Ursachen befreien.

Einige schwören auch darauf, eine Drahtbürste zu Hilfe zu nehmen. Diese Vorgehensweise ist für stärkere Verstopfungen effizient. Kalkablagerungen können somit auch gelöst werden. Allerdings reicht ihre Einsatzmöglichkeit nur bis zur ersten Verwinkelung.

Siphon reinigen

Im Siphon eines Waschbeckens sammelt sich im Laufe der Zeit so einiges an, sodass das Wasser immer schlechter abfließt bis es zur Verstopfung kommt. Hier eine kleine Anleitung in vier Schritten zur Reinigung des Siphons für alle Hobbyhandwerker.

Schritt 1:

Löse die Überwurfmutter direkt am Waschbeckenanschluss. Einige Hersteller haben dafür ein Linksgewinde verwendet. Wurde sie lange nicht bewegt, kann sie recht fest sitzen.

In dem Fall benötigst du eine Rohrzange. Zum Schutz der galvanischen Beschichtung und der Überwurfmutter wickelt man am besten ein Tuch um die Backen der Zange.

Beim Herausdrehen des Siphons sollte man die Dichtungen in Sicherheit bringen.

Schritt 2:

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Dann legst du den Siphon in eine Schüssel mit warmem Wasser und  schraubst weitere Überwurfmuttern ab. Zur Reinigung des Siphons benutzt man am besten eine Bürste.

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Beim Säubern der Dichtungen solltest du darauf achten, dass es zwei verschiedene Typen sind.

Vorsichtig mit den Händen abspülen und auf Schäden (Risse, spröde Stellen) überprüfen! Gegebenenfalls musst du Dichtungen ersetzen.

Schritt 3:

In umgekehrter Reihenfolge wie bei der Demontage erfolgt nun der Zusammenbau des Siphons. Wurden die Dichtungen eingelegt, können die Überwurfmuttern fixiert werden. Nachdem du den Siphon wieder zusammengebaut hast, kannst du ihn mit dem Ablaufventil des Waschbeckens verbinden.

Schritt 4:

Zum Schluss kommt der Funktionstest. Fülle das mit dem Stöpsel verschlossene Waschbecken mit Wasser. Bleiben beim Ablaufen die Verbindungen und der Siphon trocken, hat man alles richtig gemacht.

Tipp: Vor Beginn der Arbeit unbedingt die Wasserzufuhr unterbrechen!

Siphon Reinigung Schritt für Schritt für den Hobbyhandwerker. Adobe Stock (c) megakunstfoto

Wie hoch sind die Kosten einer Rohrreinigung?

Wird für die Rohrreinigung ein Handwerker gerufen, kommen die Kosten entweder auf den Vermieter, den Mieter oder den Eigentümer zu. Anhand der vielen Beispiele, wie eine Rohrverstopfung beseitigt werden kann, lässt sich erahnen, dass auch die Kosten recht unterschiedlich sein können.

Demzufolge lässt sich über deren Höhe keine pauschale Aussage treffen. Abhängig sind die Kosten unter anderem davon, ob die verstopfte Stelle leicht erreichbar ist und ob sich diese innerhalb des Hauses befindet. Teurer wird es meist dann, wenn es sich um eine Kanalverstopfung handelt.

Hier festsitzenden Verstopfungen schlagen sich meist so richtig auf der Rechnung nieder.

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Zum einen ist deren Beseitigung mit einem hohen Zeitaufwand verbunden, zum anderen werden meist teure Hilfsmittel benötigt. Wird der Installateur nach Stunden entlohnt, ist immer noch ein horrender Unterschied zwischen seinem Einsatz in der Stadt oder in einer ländlichen Gegend. Im Stadtgebiet sind die Stundenlöhne meist entschieden  höher.

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Die Preisschere für eine Rohrreinigung klafft für eine einfache professionelle Reinigung von 50,- Euro bis zu 500,- Euro auseinander. Selbst vierstellige Bereiche sind nicht auszuschließen. Doch da ist schon die Rede von der Reinigung eines Kanalsystems.

Wer muss die Rechnung zahlen?

Tritt die Verstopfung in einer Mietwohnung auf, muss der Mieter unverzüglich seinen Vermieter davon in Kenntnis setzen. Das sollte bereits bei ersten Anzeichen geschehen. In dem Fall ist gänzlich davon abzuraten, selbst Hand anzulegen.

Denn der Vermieter ist für den Zustand von einwandfreien Rohren verantwortlich. Also ist er auch zuständig, um den Schaden beheben zu lassen. Mieter sollten nicht selbst eine Firma beauftragen, die die Verstopfung beseitigt.

Teilweise haben Vermieter Verträge mit speziellen Unternehmen.

Sind Abflussrohre zu reinigen, hat der Vermieter die entstehenden Kosten zu tragen. Wird jedoch nachgewiesen, dass der Mieter Schuld an der Verstopfung hat, ist er natürlich selbst in der Pflicht.

Aber ein genauer Nachweis für die Schuld ist in den meisten Fällen nicht zu erbringen. Der Vermieter kann es bei seiner Versicherung versuchen.

Ob diese in solchen Fällen die Kosten übernimmt, ist im Versicherungsvertrag festgeschrieben.

Verstopften Abfluss vorbeugen

Absolut vermeiden lässt sich eine Rohrverstopfung nicht. Es können aber einige Dinge beherzigt werden, die einen solchen Schaden minimieren können. Gerade im Küchenabfluss landen viele Küchenabfälle, die Ursache für eine Verstopfung sein können.

Für einen geringen Preis gibt es Einsätze, für den Küchenabfluss, sodass keine Reste in das Abflussrohr gelangen können. Bei der Toilettenspülung ist darauf zu achten, diese lange genug gedrückt zu halten.

In regelmäßigen Abständen sollte zur Pflege der Rohre etwas heißes Wasser mit Zitronensäure verwendet werden. Auch eine Entkalkungsanlage kann nützlich sein, da sich dann weniger Kalk in den Rohren absetzt.

No-Go’s für Abflüsse:

  • Kaffeesatz
  • Speisereste
  • altes Öl und Fett
  • Hygieneartikel wie Watte, Binden, Tampons, Kondome
  • Windeln
  • Katzenstreu
  • Zigaretten
  • Reste vom Malen (Farbe, Kleister)
  • chemische Reinigungsmittel

Die eventuell auf euch zukommenden Kosten, aber auch die damit verbundenen Unannehmlichkeiten sind Grund genug, vorzubeugen. Und der Umwelt tun wir auch was Gutes, wenn die Chemikalien erst gar nicht zum Einsatz kommen.

Hier findest du Spezialisten für Rohrreinigung in deiner Nähe:

Источник: https://www.herold.at/blog/abfluss-verstopft/

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