Welche Materialien eignen sich für Ihre Küche?

Materialien für die Küche

Welche Materialien eignen sich für Ihre Küche?

Küchenarbeitsplatten: Die wichtigsten Materialien im Überblick – DAS HAUS

Welche Materialien eignen sich für Ihre Küche?

Die Küchenarbeitsplatte und der Wandschutz hinter dem Herd und der Spüle sollen farblich zu den Fronten der Einbauküche passen.

Zudem soll sie aus widerstandsfähigem Material hergestellt sein, sich also als resistent gegen Wasserspritzer und Fettflecken, Schnitte und Dellen, heißes Kochgut und kalte Tiefkühlkost erweisen.

Die Auswahl an Materialien für Küchenarbeitsplatten ist sehr groß – wir geben einen Überblick.

Als Normtiefe für Küchenarbeitsplatten gilt die übliche Tiefe der Elektrogeräte, nämlich 60 Zentimeter. Der Vorteil: Sie erreichen mit leicht ausgestreckten Armen bequem jeden Winkel.

In einer kleinen Küche mit Platzproblemen erweitern tiefere oder auskragende Küchenarbeitsplatten in eckiger, halbrunder oder runder Form die Stell- und Arbeitsfläche. Menschen mit Rückenproblemen sollten zwei getrennte Arbeitsbereiche in unterschiedlichen Höhen einplanen.

So verharrt man nicht über längere Zeit in derselben Haltung und schont seinen Rücken.  

Aufgrund der wirklich großen Vielfalt an Materialien für Küchenarbeitsplatten kann sich die Auswahl als nicht ganz so einfach herausstellen.

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Soll die Küchenarbeitsplatte aus pflegeleichtem Material wie Edelstahl oder Acrylstein bestehen oder bevorzugen Sie eher ein Naturmaterial wie Naturstein oder Holz? Hier erhalten Sie einen kleinen Überblick über die verschiedenen Materialien und deren Eigenschaften.

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Das Material wird aus zähflüssigem Acryl gefertigt, dem mehr oder weniger fein gemahlener Quarzsand sowie gebenenfalls Glasstückchen und Farbpigmente zugesetzt werden.

 Es lässt sich nahezu unbeschränkt formen zu ebenen Flächen und Rundungen, Erhöhungen und Vertiefungen sowie zu separaten Spülen und Waschbecken, die man mit der Arbeitsfläche und dem Spritzschutz vor der Wand nahtlos verschweißt. Der mineralische Anteil beträgt in der Regel über 90 Prozent.

Acrylstein-Küchenarbeitsplatten sind aufgrund des hohen mineralischen Anteils sehr langlebig, sowie schlag- und kratzfest. Die glatte porenfreie Oberfläche ist außerdem fleckenresistent und sehr hygienisch, aber empfindlich gegenüber längerer Hitzeeinwirkung und scharfen Reinigungsmitteln. Gebrauchsspuren lassen sich wegpolieren.

Wichtig: Sie muss und darf nicht imprägniert werden, da die enthaltenen Substanzen sich mit dem Kunststoff verbinden können. So entstehen dauerhafte Flecken und die Farbe verändert sich. Ein bekanntes Handelsprodukt sind die sogenannten Silestone-Arbeitsplatten.

Pflege

Verschmutzungen entfernen Sie am besten mit einem feuchten Tuch oder einem Neutralreiniger. Scheuermilch und Reinigungsmittel mit einem pH-Wert über 10 sind ungeeignet.

Corian ist eine Sonderform des sogenannten Acrylsteins und ein geschützter Produktname des Herstellers DuPont. Es enthält einen höheren Acryl-Anteil als Quarzkomposite und als mineralische Komponente Gibbsit, ein aluminiumhaltiges Mineral. Das Mischungsverhältnis beträgt ein Drittel zu zwei Drittel.

Im Naturzustand ist es weiß oder sogar transparent, durch Beimischen von Pigmenten kann es jedoch beliebig eingefärbt werden. Unter Wärme und Druck entstehen massive, homogene Platten für Küchen und Badezimmer in 6, 9 und 12 Millimeter Stärke.

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Sie lassen sich nahezu unbeschränkt formen zu ebenen Flächen und Rundungen, Erhöhungen und Vertiefungen sowie zu separaten Spülen und Waschbecken, die man mit der Arbeitsfläche und dem Spritzschutz vor der Wand nahtlos verschweißen kann. Außerdem lässt sich das Material mit normalen Schreinerwerkzeugen verarbeiten.

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Die Oberfläche ist stets ohne Fugen und porenfrei, das macht sie besonders hygienisch. Küchenarbeitsplatten aus Corian widerstehen Säure und sind unempfindlich gegenüber Flecken. Sehr heiße Töpfe können sich aufgrund des höheren Kunststoffanteils jedoch einbrennen.

 Die Oberfläche ist empfindlicher gegenüber Kratzern und Schnitten als Quarzkomposite, kleinere Beschädigungen lassen sich jedoch wegpolieren.

Pflege 

Arbeitsplatten aus Edelstahl können mit allen herkömmlichen Haushaltsreinigern geputzt werden. Es gibt allerdings auch spezielle Edelstahlreiniger, die Edelstahl gleichzeitig auf Hochglanz polieren. Kleinere Kratzer entfernt man mit Scheuermilch.

Auf Rohspanplatten lässt sich mit moderner Drucktechnik die Optik von Naturmaterialien lebensnah nachbilden, und nach raffinierten Herstellungsverfahren ähnelt auch jeweils die Struktur der Oberfläche dem Vorbild und fühlt sich echt an. Beschichtete Rohspanplatten als Küchenarbeitsplatten sind beständig gegen Abrieb, Stöße und Kratzer.

Sogenannte Postforming-Platten weisen auf der Oberfläche sowie an der Vorderkante eine fugenlose Beschichtung auf. Der Kunststoff Cellulosepropionat (CP) gilt als besonders robust.

Qualitätsplatten weisen Wasser rundum ab durch eine beidseitige, spezielle Flüssigbeschichtung, zusätzlich sollte werkseitiger Lack die gefährdete Unterseite der Vorderkante verschließen – sonst können Tropfen in das Trägermaterial der Küchenarbeitsplatte kriechen und es mit der Zeit aufquellen lassen. Es gibt auch Arbeitsplatten mit einem erhöhtem Schwallrand.

Eine Versiegelung aus Schmelzkleber schützt an guten Produkten die rückwärtigen Kanten. Die Oberflächen sind bedingt schnitt- und kratzfest. Die Hitzebeständigkeit reicht aus, um einen heißen Topf kurzzeitig darauf abzustellen.

Pflege 

Je nach Oberflächenbeschaffenheit muss man bei Küchenarbeitsplatten aus Beton nach dem Einbau manchmal noch zur Schleif- und Poliermaschine greifen.

Wenn die Oberfläche entsprechend glatt ist, sollten Sie wie bei offenporigem Naturstein eine Imprägnierung aus Wachs, Öl oder Steinimprägnierung auftragen, um die Arbeitsplatte vor einziehendem Schmutz zu schützen. Diese muss öfter aufgefrischt werden.

 Die Reinigung selbst gestaltet sich nicht kompliziert – verwenden Sie allerdings keine säurehaltigen, kalklösenden Reinigungsmittel.

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Wer als Material für die Küchenarbeitsplatte Fliesen wählt, der braucht eine Unterlage aus wasserfestem Holzwerkstoff, Gipskarton oder speziellem Hartschaum. Als Vorderkante nimmt man eine Massivholzleiste oder speziell geformte Fliesen mit einer Wulst als Schwallrand. Halbrunde Eckfliesen dichten die Fläche gegen die Wand ab.

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Großflächige Fliesen mit 30 oder 60 Zentimetern Kantenlänge verringern den Fugenanteil. Wenn diese regelmäßig imprägniert werden, ist eine geflieste Kühenarbeitsplatte recht robust, schnittfest und schmutzabweisend.

Die bessere Alternative sind vollflächige und damit fugenlose Keramik-Arbeitsplatten – sie sind allerdings sehr teuer.

Ein weiterer Nachteil keramischer Küchenarbeitsplatten: Je nach Stärke der Fliesen oder Keramikelemente können Bruchschäden auftreten, wenn man zum Beispiel einen schweren Topf darauf fallen lässt.

Vor allem beim Verlegen der Fliesen auf der Trägerplatte ist daher Sorgfalt gefragt: Achten Sie darauf, dass die Fliesen vollflächig verklebt sind und darunter keine größeren Hohlräume zurückbleiben.

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