Welche Möglichkeiten der Schornsteinverkleidung gibt es?

Schornstein verkleiden » Mit diesen Kosten ist zu rechnen

Welche Möglichkeiten der Schornsteinverkleidung gibt es?

Wenn ein Schornstein undicht ist oder optisch nicht mehr so ganz zum Haus passt, kann man ihn im Zuge einer Dacherneuerung ganz einfach verkleiden. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten. Welche Kosten bei einer Schornsteinverkleidung auf Sie zukommen, erfahren Sie vom Kostencheck-Experten in unserem Interview.

Frage: Mit welchen Kosten muss man rechnen, wenn man seinen gemauerten Schornstein verkleiden lassen möchte?

Kostencheck-Experte: Das hängt immer ganz vom Einzelfall ab und auch davon, welche Art von Verkleidung man haben möchte. Zudem müssen gegebenenfalls noch verschiedene Nebenkosten beim Verkleiden berücksichtigt werden.

Je nach Art der Verkleidung und den individuellen Gegebenheiten beim gemauerten Schornsteinkopf können die Kosten dann sehr unterschiedlich liegen.

Unterscheiden muss man zunächst einmal zwischen:

  • einem sogenannten Stülpkopf
  • einer Verkleidung mit Klinkern
  • einer anders gestalteten Verkleidung

Stülpkopf

Der Stülpkopf ist die einfachste Variante der Schornsteinverkleidung

Eine bereits althergebrachte und sehr gängige Methode für die Verkleidung von Schornsteinen ist der sogenannte Stülpkopf.

Stülpköpfe werden auf Maß aus Blech gefertigt und einfach durch Überstülpen über den Schornsteinkopf montiert. Das verursacht nur sehr geringe Montagezeiten, dennoch ist die Schutzwirkung eines Stülpkopfes sehr hoch.

Sind Dacharbeiten erforderlich, die ein Entfernen des Stülpkopfes nötig machen, kann dieser ganz einfach mit nur wenigen Handgriffen abgenommen werden.

[attention type=yellow]

Die Kosten für den Stülpkopf selbst belaufen sich auf mindestens 400 EUR, bei Kaminen mit größeren Maßen wird auch der Stülpkopf dann entsprechend teurer.

[/attention]

Bei der Montage muss berücksichtigt werden, dass für die Anbringung auch ein Gerüst benötigt wird, das weitere Kosten verursacht. Am besten wird ein Stülpkopf also dann angebracht, wenn ohnehin gerade eine Dacherneuerung oder eine Dachreparatur ansteht. In diesem Fall würden dann die sogenannten Ohnehinkosten wegfallen.

Verkleidung mit Kaminklinkern

Eine andere beliebte Möglichkeit, den Schornstein zu verkleiden oder auch nur optisch an ein neues Dach anzupassen, ist das Anbringen von Kaminklinkern.

Die Anbringung ist prinzipiell dann immer gut einzusetzen, wenn eine sogenannte Kragplatte vorhanden ist.

Die Kosten für das Verkleiden mit Kaminklinkern sind etwas höher als beim Stülpkopf, je Klinkerstein können Sie rund 1 EUR an Materialkosten rechnen. Je nach Größe des Schornsteins steigen die Kosten also recht schnell.

Zusätzlich zu den Materialkosten müssen Sie auch hier noch die Kosten für das Gerüst und zusätzlich noch die Kosten für die Arbeitsleistung des Dachdeckers rechnen.

Andere Verkleidungen

Es wird ein Gerüst aus Holzlatten als Untergerüst für die Verkleidung angebracht

Wenn sie anstatt Stülpkopf oder Kaminklinkern eine andere Verkleidung des Schornsteins anbringen lassen wollen, werden Sie in den meisten Fällen ein Traggerüst aus Dachlatten benötigen, auf der die gewünschte Verkleidung dann befestigt wird. Beim Stülpkopf oder beim Verklinkern ist dagegen keinerlei Unterkonstruktion nötig.

Das Gerüst aus Dachlatten können Sie dann ganz einfach mit OSB-Platten und einem Überzug aus Dachpappe verkleiden.Diese Verkleidung schützt den Schornsteinkopf ebenso gut wie jede andere Art der Verkleidung.

Alternativ kann das Gerüst auch mit speziellen Blechen überzogen werden (etwa Kupfer-, Zink- oder Aluminiumbleche, je nachdem, was zum Dach am besten passt).

Beispiel-Kosten

Wir lassen im Zuge einer Dacherneuerung unseren Schornstein mit einem Stülpkopf versehen.

Die hier gezeigten Kosten sind beim Verkleiden eines Schornsteins auf einem bestimmten Dach entstanden. Sollen andere Schornsteine verkleidet werden, können die Kosten davon auch deutlich abweichen.

Frage: Was bestimmt die Kosten für eine Schornstein-Verkleidung?

Kostencheck-Experte: Hier muss berücksichtigt werden:

  • welche Art von Verkleidung gewählt wird (Stülpkopf, Verklinkern, individuelle Verkleidung)
  • ob die Verkleidung im Zuge einer Dacherneuerung oder einer Dachreparatur vorgenommen wird (Wegfall der Ohnehin-Kosten wie z. B. Gerüstkosten)
  • welche weiteren Arbeiten gegebenenfalls noch durchgeführt werden (z. B. gleichzeitige Dämmung des Schornsteins)
  • die individuellen Gegebenheiten auf dem Dach (Dachneigung, etc.)
  • der individuelle Arbeitsaufwand bei der Verkleidung des Schornsteins

Источник: https://kostencheck.de/schornstein-verkleiden-kosten

Schornsteinverkleidung »

Welche Möglichkeiten der Schornsteinverkleidung gibt es?

Die Auswahl an Material und Optik der Schornsteinverkleidung ist groß Foto: Palatinate Stock/Shutterstock

Auch an alten, gemauerten Schornsteinen nagt der Zahn der Zeit – irgendwann sehen sie alle reichlich abgewittert aus und haben oft auch bereits Beschädigungen an der Außenseite. Zu einem neu gemachten Dach sieht das äußerst unschön aus. Um die Schornsteinoptik zu verstecken, gibt es den sogenannten Stülpkopf. Was Sie für den Kauf einer Schornsteinverkleidung wissen sollten, erfahren Sie in unserem Kaufratgeber, dazu erhalten Sie einige Kaufempfehlungen.

#1 Bei dieser Schornsteinverkleidung handelt es sich um einen Stülpkopf mit Innenmaßen von 26 x 26 cm. Die Wandstärke beträgt 5 cm, sodass sich ein Außenmaß von 36 x 36 cm ergibt. Die Außenseite ist in Putzoptik ausgeführt, damit harmoniert die Schornsteinverkleidung besonders gut mit einer verputzten Fassade. Der Stülpkopf kann vom Dachdecker in sehr kurzer Zeit ganz einfach montiert werden, er wird mithilfe von Schrauben am vorhandenen gemauerten Schornstein verspannt, mit seinem geringen Gewicht ist er auch besonders montagefreundlich. #2 Bei diesem Stülpkopf handelt es sich um eine lackierte Variante. Die Lackierung ist glänzend schwarz ausgeführt. Das Schachtmaß des Stülpkopfs beträgt innen 24 x 24 cm, außen 34 x 34 cm. Die Höhe der Schornsteinverkleidung beträgt 150 cm. Durch ihr geringes Gewicht ist sie leicht zu montieren und gut zu handhaben. Der Stülpkopf kann bei allen Heizsystemen eingesetzt werden (Öl, Gas, Festbrennstoffe). Eine Abschlussplatte, die den gemauerten Schornstein bis auf eine runde Abgasöffnung vollständig bedeckt, ist vorhanden. Diese Schornsteinverkleidung ist auf der Außenseite in anthrazitfarbener Klinkeroptik ausgeführt und passt so auch sehr gut zu rustikalen Haus- und Dachgestaltungen. Der Stülpkopf ist 100 cm hoch, hat ein inneres Schachtmaß von 24 x 24 cm und ein äußeres Schachtmaß von 34 x 34 cm. Durch die robusten Klinkersteine ist der Stülpkopf sehr widerstandsfähig und stark wasserabweisend, da Klinker über eine sehr dicht gesinterte Oberfläche und ein nur sehr geringes Wasseraufnahmevermögen verfügen. Auch diese Schornsteinverkleidung ist sehr leicht und in kurzer Zeit montierbar.

Schornsteinverkleidung außen.

Um einen stark abgewitterten Schornstein an der Außenseite zu verkleiden, gibt es mehrere Möglichkeiten: Entweder man setzt einen vorgefertigten Stülpkopf ein, der ruckzuck montiert ist, oder man baut die Schornsteinverkleidung selbst.

Dafür können unterschiedliche Materialien eingesetzt werden, eine Hinterlüftung ist dabei meist sinnvoll. Neben verschiedenen Blech-Arten kann man auch Schieferplatten oder Klinker für die Verkleidung verwenden, je nachdem, welchen Preis man zu zahlen bereit ist.

Schornsteinverkleidung innen. Im Innenbereich verlaufende Schornsteine lassen sich ebenfalls verkleiden.

Latten dürfen dabei nicht verschraubt werden (kein Anbohren des Schornsteins!), können aber mit Trockenputz und vollflächig aufgebrachtem Ansetzbinder auch mit Gipskarton verkleidet werden. Als Alternative kann man auch Bruchsteine aufkleben.

Bei sogenannten Leichtbauschornsteinen (Edelstahlschornstein im Innenbereich des Hauses) ist die Verkleidung bereits im entsprechenden Bausatz integriert und kann nach Belieben gestaltet werden.

Materialpreis

Für die Auswahl der Verkleidungsart sind Materialpreise durchaus ein Kriterium: im Außenbereich sind hochwertige Kupferbleche oder Schieferverkleidungen sicherlich deutlich teurer als einfaches Zinkblech. Im Innenbereich stellen Ansetzbinder und Gipskartonplatten eine relativ kostengünstige Verkleidungsart dar, das aufwendige Verkleiden mit Bruchstein kommt in diesem Fall sicher deutlich teurer.

Montageaufwand

Im Außenbereich ist ein Stülpkopf sicherlich die einfachste Lösung: man kann ihn vorgefertigt kaufen, die Montage ist sehr einfach und geht schnell, damit ist mit geringen Montagekosten zu rechnen.

Lässt man vom Dachdecker eine Verkleidung individuell errichten, ist der Aufwand dafür oft nur schwer im Vorfeld einzuschätzen.

In einigen Fällen kann der zeitliche Aufwand für das Verkleiden sehr hoch werden, dementsprechend hoch liegt dann auch der Preis für die Verkleidung.

[attention type=red]

Ja, gewöhnlich ist das kein Problem.

[/attention]

Dachdeckerbetriebe montieren sowohl fertig gekaufte Stülpköpfe, fertigen auf Wunsch aber auch individuelle Verkleidungen aus unterschiedlichen Materialien (Blech-Verkleidungen, Klinker-Verkleidungen, Schiefer-Verkleidungen) für den jeweiligen Schornstein an. Der Preis für individuell gestaltete Verkleidungen liegt aber am Ende oft deutlich höher als für den Stülpkopf.

Kann man Schornsteinverkleidungen auch selber bauen?

Die Möglichkeit besteht grundsätzlich, wenn man über ein wenig Geschick und Fachwissen und das passende Werkzeug verfügt. Gegebenenfalls sollte man die geplante Bauweise zuvor noch mit einem Dachdecker durchsprechen, um alles richtig zu machen. Dann kann man Blech kaufen und seine Schornsteinverkleidung mit einfachen Mittel selbst anfertigen.

Sind Schieferverkleidungen teuer?

Zu einem Schieferdach passt natürlich perfekt ein mit Schiefer verkleideter Schornstein. Wird die Verkleidung vom Dachdecker gestaltet ist für eine Schornsteinverkleidung mit Schiefer allerdings tatsächlich mit deutlich höheren Preisen als für einfache Blechverkleidungen zu rechnen. Grund dafür ist nicht nur der Materialpreis, sondern auch der relativ hohe Abeitsaufwand beim Anbringen.

Wann sollte man Schornsteine innen verkleiden?

In vielen älteren Häusern kann man das Mauerwerk des Schornsteins im Innenbereich noch sehen. Gewöhnlich genügt es, den Schornstein innen zu verputzen, ist allerdings bereits Versottung vorhanden, sollte man besser verkleiden, allein schon, um die Geruchsentwicklung des versotteten Schornsteins zu dämpfen. Schornsteine dürfen niemals angebohrt werden (Gasdichtigkeit)!

Wo bekommt man Schornsteinverkleidungen?

Einen Stülpkopf kann man entweder individuell vom Handwerker anfertigen lassen, fertige Varianten gibt es im Fachhandel. Ein sehr bekannter Hersteller von vorgefertigten Stülpköpfen ist der Schornsteinspezialist Jeremias. Natürlich kann man seinen Stülpkopf auch selber bauen oder Schieferplatten, Bleche (Aluminium, Zink, Kupfer) oder andere Materialien einsetzen.

Zugprobleme bei ungünstigen Windverhältnissen kommen bei Schornsteinen häufig vor.

Zudem sollte man die Schornsteinmündung vor dem Eindringen von Niederschlägen und Fallwinden schützen und unbedingt das Nisten von Vögeln auf dem Schornsteinkopf verhindern.

All das kann ein rotierender Zugverstärker, dazu sorgt er außerdem noch ganz von selbst für einen Unterdruck, der den vorhandenen Zug im Kamin immer deutlich verstärkt.

Butylklebeband zum Abdichten

Wenn es am Dach etwas dauerhaft abzudichten gilt – etwa Dachanschlüsse – dann kommt oft Butylklebeband zum Einsatz. Diese speziellen Klebebänder sind sehr stark klebend, vollständig abdichtend und sehr lange haltbar.

Dazu sind sie auch hoch reißfest und belastbar.

Bei der Auswahl sollte man immer auf die genauen Eigenschaften des Bands achten, Butylbänder mit Kaltverfluss-Eigenschaften sind am besten für alle Einsatzzwecke auf dem Dach geeignet.

Источник: https://www.hausjournal.net/schornsteinverkleidung

Schornsteinverkleidung

Welche Möglichkeiten der Schornsteinverkleidung gibt es?

Man kann schon der Meinung sein, dass ein herkömmlicher Kamin aus traditionellen Backsteinen zu vielen Häusern am besten passt.

Aber wissen muss man eben auch, dass diese Kamine es nicht ohne weiteres aushalten, über viele Jahre Wind und Wetter ausgesetzt zu sein.

Einen neuen Kamin zu bauen, das ist aber eine teure Angelegenheit, auch wenn es nur um den oberen Abschnitt geht. Da kann der Bau einer Kaminverkleidung schon der richtige Schritt sein.

Schornstein mit Verkleidung © costadelsol, fotolia.com

Darüber nachdenken muss man möglicherweise auch, wenn man auf einem älteren Haus einen über lange Zeit einwandfrei funktionierenden Kamin hat, nun aber eine moderne Heizung hat, die mit niedrigeren Temperaturen arbeitet. Dann wird auch der Kamin nicht mehr aufgewärmt, und Wasser, was in die Fugen eingedrungen ist, verdunstet nicht. Wenn es kalt wird, sind Frostschäden unweigerlich die Folge.

Da bietet eine Schornsteinverkleidung schon einen guten Schutz. Rechtzeitig angebracht, erspart sie womöglich eine vollständige Sanierung des Schornsteins.

Bevor der Hausbesitzer aber einer solchen Verkleidung näher tritt, sollte er prüfen, ob es nicht schon zu spät dafür ist und eine vollständige Schornsteinsanierung notwendig ist.

Andernfalls treibt die Schornsteinverkleidung nur die Kosten in die Höhe.

Sorgfältige Planung unabdingbar

Der Schutz des Schornsteins ist aber nicht der einzige Grund für eine Verkleidung. Sie sollte auf jeden Fall auch zu einer ansehnlichen Optik führen.

Daher ist bei der Planung auch zu berücksichtigen, dass sich die Verkleidung harmonisch in das Umfeld einpassen sollte. Ein wichtiger Bezugspunkt sind natürlich die Dachziegel.

Orientieren kann man sich beispielsweise auch an der Ortgangverkleidung, wenn diese nicht aus Dachziegeln besteht. Der Ortgang ist der seitliche Abschluss der Dachfläche zum Giebel hin.

Schornsteinverkleidung: Gute Planung ist wichtig

Sorgfalt ist bei der Planung aber auch in anderer Hinsicht notwendig. Zu berücksichtigen ist, ob es sich um einen ein- oder mehrzügigen Kamin handelt, die Höhe des Kamins und die Dachschrägen spielen ebenfalls eine Rolle.

Über solche Dinge weiß natürlich ein Fachbetrieb am besten Bescheid.

Wer damit liebäugelt, die Kaminverkleidung selbst zu bauen, der sollte wenigstens mit dem Schonsteinfeger sprechen, der nicht nur wertvolle Hinweise geben kann, sondern der am Ende mit dem Resultat auch einverstanden sein muss.

Entscheidend für die Optik ist natürlich das Material. Allerdings kann die Optik alleine bei der Materialauswahl nicht entscheidend sein, einige andere Faktoren sind schon noch zu berücksichtigen.

[attention type=green]

Möglich sind ganz traditionelle Lösungen oder auch moderne Varianten. Gar nicht unüblich war es früher zum Beispiel, den gemauerten Kamin zu verputzen. Diese Variante wird heute zwar kaum noch angesprochen, geht aber.

[/attention]

Nur darf dabei kein herkömmlicher Putz verwendet werden; es gibt spezielle Produkte.

Dachziegel und Klinker

Die beiden anderen „klassischen“ Kaminverkleidungen sind Dachziegel und Klinker. Wer sich für Dachziegel entscheidet, hat die Möglichkeit, den Kamin dem Erscheinungsbild des Daches anzupassen. Auch bei einer Verklinkerung des Kamins können nicht gewöhnliche Steine verwendet werden, sondern man muss sich Kaminklinker besorgen.

Schornstein Verkleidung mit Dachziegel © Hermann, fotolia.com

Beiden Varianten ist gemeinsam, dass sie nicht direkt auf dem Kamin aufgebracht werden, sondern eine Hinterlüftung brauchen. Das verlangt zunächst eine Lattenkonstruktion rund um den Kamin.

Auf diese werden Holzplatten aufgebracht, beispielsweise wasserfeste OSB-Platten. Ein zusätzlicher Schutz durch Bitumenbahnen oder wenigstens Dachpappe wird auch empfohlen.

An diesen Durch diese hindurch an der Holplatte werden dann die Dachziegel befestigt.

Die Hinterlüftung bewirkt, dass sich zwischen Kamin und Verkleidung keine Nässe sammelt, die im Laufe der Zeit die Bausubstanz des Kamins schädigt. Natürlich muss der Zwischenraum zwischen Kamin und Verkleidung durch eine Abdeckung vor Regen geschützt werden.

Vorgefertigte, so genannte Stülpverkleidungen, die einfach über den Kamin gestülpt werden, integrieren eine solche Abdeckung bereits. Eine Unterkonstruktion wird allerdings auch für diese Varianten gebraucht; zwar keine Holzplatten, aber dich die Dachlatten.

Eher Einfach – Stülpverkleidungen

Ein großer Vorteil der Stülpverkleidungen ist, dass sie ohne großen Aufwand demontiert werden können, etwa um den Zustand des Kamins zu überprüfen oder um Arbeiten am Dach vorzunehmen.

Aber Stülpverkleidungen müssen genau geplant werden; nachträgliche Korrekturen auf der Baustelle sind nicht möglich. Vor allem muss die Dachneigung genau stimmen.

Zu den Vorteilen der Stülpverkleidungen gehört, dass sie schnell montiert werden können, also beispielsweise auch im Winter.

Schornstein mit Zinkblech Verkleidung © Hermann, fotolia.com[attention type=yellow]

Stülpverkleidungen bestehen zumeist aus Metall. In Frage kommen Edelstahl, Kupfer und Zink, das ist vor allem eine Frage des Geschmacks.

[/attention]

Zu beachten ist aber, dass eine Kupferverkleidung nicht montiert werden kann, wenn die Dachrinnen darunter aus Zink bestehen.

Denn Kupfer und Zink reagieren chemisch miteinander, die Dachrinnen würden durch das herablaufende Regenwasser schnell zerstört. Zum Zink lässt sich noch sagen, dass es ihn glatt und in vorbewitterter Ausführung gibt.

Nicht für jeden Kamin halten die Hersteller allerdings fertige Stülpköpfe bereit, es sind unzählige Ausnahmen vor allem bei den Abmessungen vorstellbar.

Auf eine Metallverkleidung muss man trotzdem nicht verzichten; Spengler und Metallbauer können die richtigen Ansprechpartner sein. Manche Anbieter bauen auch individuell nach den Angaben der Kunden.

Wer selbst Hand anlegen möchte, kann sich auch die notwendigen Metallplatten besorgen, sollte aber wegen der richtigen Dimensionierung unbedingt Rücksprache mit dem Schornsteinfeger nehmen.

Kunststoff als Alternative

Eine Alternative zum Metall sind bestimmte Kunststoffe, beispielsweise das Material Haero, das auf Fiberglas basiert. Die Anbieter werben damit, dass das Material langlebig sei und nicht verrotte, auch resistent sei gegen aggressive Stoffe.

Auch solche Verkleidungen werden als Stülpverkleidungen angeboten, ebenfalls auch individuell angefertigt. Ein Vorteil ist, dass keine besondere Unterkonstruktion notwendig ist, sondern dass die Verkleidung mit Abstandshaltern justiert wird.

Etwas preiswerter als Metall sind sie auch, aber der eine oder andere wird, trotz Schieferoptik, geschmackliche Vorbehalte gegen den Kunststoff eben als sehr künstlicher Substanz haben.

Schornstein mit Verkleidung aus Kunsstoffschindeln © Hermann, fotolia.com[attention type=red]

Da ist Schiefer als ganz natürliches Material eine Alternative. Vor allem für Naturschiefer muss man etwas mehr ausgeben, Kunstschiefer ist schon wieder günstiger, sieht aber nicht so natürlich aus. Naturschiefer ist für den Heimwerker eigentlich nicht zu bearbeiten, das Zuschneiden verlangt eine Menge Erfahrung.

[/attention]

Selbermacher sollten sich daher eher für die künstliche Variante entscheiden. Von der Verarbeitung her und von den Eigenschaften sind Faserzementplatten dem Kunstschiefer ähnlich, haben aber eine andere Optik.

Bekannt geworden sind sie unter dem Handelsnamen Eternit und hatten früher einen schlechten Ruf wegen des Asbestgehaltes, was aber längst der Vergangenheit angehört.

Nur bedingt für Heimwerker geeignet

Diese Platten sind jedenfalls auch für Selbermacher geeignet. Allerdings muss man allen, die dieses Projekt selbst realisieren wollen, einige Fakten ans Herz legen. Schwindelfrei und höhensicher muss man auf jeden Fall sein, wenn man sich auf ein Hausdach begeben möchte.

Schutzeinrichtungen gegen Absturz, aber auch gegen herunterfallendes Material sind ebenfalls Pflicht. So etwas kann teuer werden, da ist es möglicherweise günstiger, doch einen Handwerker zu beauftragen.

Dazu kommt, dass man für die Bearbeitung von Materialien wie Schiefer und Faserzementplatten spezielle Werkzeuge benötigt.

Wer es trotzdem versuchen möchte, sei auf einige typische Fehler hingewiesen, die er auf jeden Fall vermeiden sollte. Holzplatten in der Unterkonstruktion sollten so gut befestigt werden, dass sie nicht bei stärkerem Wind ins Vibrieren kommen. Die dabei entstehenden Geräusche wären eventuell noch das geringste Problem.

Beim Bau der Unterkonstruktion sollte nie in den Mörtel gebohrt werden, sondern immer in die Steine. Kamine, die aus Fertigteilen bestehen, dürfen gar nicht angebohrt werden.

Und wenn obere Steinreihen des Kamins lose oder beschädigt sind, ist es keine ausreichende Lösung, diese nur abzubauen – ein verkürzter Kamin funktioniert möglicherweise nicht mehr richtig.

Источник: https://www.sanier.de/schornstein/schornsteinverkleidung

Schornstein verkleiden: Welche Möglichkeiten gibt es?

Welche Möglichkeiten der Schornsteinverkleidung gibt es?

Warum Schornsteine verkleidet werden sollen, ist nicht schwer zu erkennen: Einerseits ist natürlich die Optik ein wichtiger Grund, andererseits wird der Schornstein auf diese Weise auch vor eindringender Feuchtigkeit geschützt.

Dazu kommt noch, dass zahlreiche Schornsteine im Laufe der Zeit unschöne Risse bekommen, was das Eindringen von Feuchtigkeit deutlich leichter macht.

Sobald einmal Feuchtigkeit in das Mauerwerk eingedrungen ist, kann es sehr schwierig werden, diese wieder vollständig zu entfernen.

Schornstein verkleiden: Die Beweggründe

Es gibt verschiedene Gründe, warum Schornsteine verkleidet werden sollten. Einer davon ist rein praktischer Natur: Auf diese Weise kann er optimal vor schädlichen Umwelteinflüssen wie Schnee oder Regen geschützt werden. Ist ein Schornstein undicht, besteht die Gefahr des Versottens.

Ein weiterer Grund ist, dass Schornsteine optisch oft ansprechender sind, wenn sie verkleidet werden und dann gut zum Stil des Dachs passen. Denn tatsächlich gibt es bislang nur wenige Schornsteine, die optisch überzeugen und nicht verkleidet werden müssen.

Selbstverständlich ist es auch möglich, einen Schornstein zu verputzen.

Hier gilt es jedoch zu beachten, dass Putz einen nicht so umfassenden Schutz vor Witterungseinflüssen bietet wie eine Abdeckung. Es kann somit durchaus nach einigen Jahren trotzdem zu Rissen oder abgeplatzten Stellen kommen, was den Schornstein wiederum anfälliger für Feuchtigkeit macht.

[attention type=green]

Daher sollte bei dieser Variante darauf geachtet werden, dass der Putz in mehreren Schichten aufgetragen wird, die dann einzeln getrocknet werden. Abschließend wird der Putz dann noch mit einer wasserbeständigen Farbe angestrichen, der ganz nach den eigenen Wünschen ausgewählt werden kann.

[/attention]

Ob man das Verkleiden eines Schornsteins selbst vornimmt oder von einem Fachmann ausführen lässt, muss jeder für sich allein entscheiden.

Ist man handwerklich geschickt, ist nicht immer ein Profi nötig. Allerdings sollte man möglichst schwindelfrei sein – ansonsten wird man beim Verkleiden des Schornsteins Probleme bekommen. Oft ist es sogar unumgänglich, sich von mindestens einer weiterer Person helfen zu lassen.

Dies ist insbesondere dann notwendig, wenn man einen Stülpkopf montieren möchte. Ganz wichtig: Entscheidet man sich dazu, die Verkleidung selbst anzubringen, muss zwingend die UVV (Unfallverhütungsvorschrift) beachtet werden. Hierfür muss ein Gerüst am Haus inklusive Absturzsicherung installiert werden.

Auch eine Sicherung vor herabfallenden Objekten sowie ein Gerüst zum Arbeiten auf dem Dach sind erforderlich.

Welche Materialien sich für das Verkleiden eines Schornsteins eignen

Schiefer ist ein natürliches Material, welches sich hervorragend zum Verkleiden von Schornsteinen eignet. Es weist eine lange Haltbarkeit auf und sorgt, zusammen mit einer Hinterlüftung, für einen guten Schutz vor einer Ansammlung von Feuchtigkeit. Trotzdem ist es nicht ganz so einfach, Schiefer zu montieren.

Als Erstes befestigt der Dachdecker am alten Schornsteinkopf eine vertikale Platte auf den Latten. Sie wird anschließend mit Bitumen angestrichen, danach können die Schieferplatten verschraubt werden.

Nun werden die Kanten noch mit Eckleisten ausgestattet, weiterhin vermeidet ein Eindeckrahmen zwischen dem Schornsteinkopf und dem Dach, dass Feuchtigkeit eindringen kann.

[attention type=yellow]

Optisch ähneln Faserzementplatten natürlichem Schiefer. Sie sind in relativ kleiner Form erhältlich, so dass man sie wabenförmig anordnen kann.

[/attention]

Ein großer Vorteil ist, dass die Platten in unterschiedlichen Farben erhältlich sind – dadurch lassen sie sich perfekt an die Optik des Dachs anpassen. Faserzementplatten werden auf einem speziellen Untergerüst befestigt, die von einem Dachdecker auf dem Kamin befestigt wird.

Für die notwendige Dichte sorgen darüber hinaus Bleche aus Titanzink, aus denen die Abdeckung und Einfassung des Kamins bestehen.

Platten aus Kunststoff sind genau wie Modelle aus Faserzement in kompakten, leicht zu verlegenden Fliesen erhältlich. Auch die Montage verläuft ähnlich.

Allerdings bietet Kunststoff den Vorteil, dass er deutlich weniger Gewicht aufweist und damit auch leichter nach oben transportiert und bewegt werden kann.

Ein weiterer Pluspunkt: Das Material ist nicht nur äußerst wetterfest, sondern auch in zahlreichen Farben erhältlich.

Möchte man den Schornsteinkopf mit einer Verkleidung aus Klinker versehen, kann man ihn natürlich hervorragend an ein entsprechendes Haus anpassen, sofern dies der Fall ist.

Allerdings sollte man Klinker nicht nur aus rein optischen Gründen wählen, da das Material mit der Zeit feucht werden kann, da es keine Hinterlüftung gibt.

[attention type=red]

Montiert man die Klinkersteine selbst, ist es zu empfehlen, sie im Anschluss von einem Profi untersuchen zu lassen, der mögliche Fehler frühzeitig erkennen und ggf. beheben kann.

[/attention]

Es gibt zahlreiche Metallarten, die sich für eine Verkleidung des Schornsteins eignen. Dazu zählen beispielsweise die wetterfesten Materialien Kupfer und Zink, die zu nahezu jedem Baustil passen. Während Kupfer ein toller, lichtreflektierender Blickfang ist, wirkt Zink eher modern und zurückhaltend.

Die Platten werden durch eine spezielle Technik so befestigt, dass Feuchtigkeit nicht hindurch gelangen kann. Wichtig: Zink und Kupfer reagieren chemisch miteinander – so kann das Regenwasser die Dachrinnen langfristig porös machen.

Entscheidet man sich für Kupfer, sollte auch die Dachrinne aus Kupfer oder zumindest aus Kusntstoff bestehen.

Eine andere Möglichkeit ist das Verkleiden mit Edelstahl, wofür Platten oder Rohre zum Einsatz kommen können – welche Variante sich besser eignet, hängt vom Schornsteintyp ab.

rzoze19/shutterstock.com

Die Verkleidung mit einem Stülpkopf

Zwar sind die genannten Möglichkeiten zum Verkleiden eines Schornsteins denkbar, allerdings gibt es noch die Alternative, stattdessen einen Stülpkopf zu verwenden.

Diese Methode bringt weniger Aufwand mit sich und ist relativ leicht zu montieren: Stülpköpfe werden vorgefertigt geliefert und müssen nur noch über den alten Kamin gestülpt werden. An der Oberseite ist eine Abdeckung vorhanden, die das Eindringen von Wasser verhindert.

Eine dichte Verbindung zum Dach lässt sich durch eine Einfassung erreichen, weiterhin muss der Stülpkopf zu den Außenmaßen des Schornsteins passen.

Was kostet es, den Schornstein zu verkleiden?

Abhängig vom Arbeitsaufwand und dem verwendeten Material betragen die Kosten einer Schornsteinverkleidung zwischen 600 und 1.000 Euro. Beauftragt man einen Handwerker damit, sind noch zusätzlich Kosten für diesen einzukalkulieren. Um Geld zu sparen, lohnt es sich, bei mehreren Betrieben nach Angeboten zu fragen.

Die einfachsten Stülpköpfe sind ab rund 500 Euro erhältlich, wobei auch hier der Arbeitsaufwand berücksichtigt werden muss. Wer sich für eine Verkleidung aus Kupfer oder Zink entscheidet, hat meist einen geringeren Aufwand als bei anderen Materialien.

[attention type=green]

Grundsätzlich gilt: Je höher der Aufwand für eine Verkleidung ist, desto höher fallen auch die Kosten aus.

[/attention]

Zudem sollte bedacht werden: Meist ist es günstiger, für eine solide Prävention vor Schäden zu sorgen als einen kaputten Schornstein durch einen neuen zu ersetzen. Dazu kommt noch der Sicherheitsaspekt, denn ein defekter Schornstein kann im schlimmsten Fall eine gesundheitliche Gefährdung für die Hausbewohner darstellen oder sogar einen Brand verursachen.

Kaminhaube – ja oder nein?

Ob man zusätzlich eine Kaminhaube anbringen möchte, hängt vom persönlichen Geschmack sein. Einige Menschen entscheiden sich aus rein optischen Gründen dafür, um ihrem Kamin ein hochwertigeres Design zu verleihen – doch lohnenswert ist sie eher nur dann, wenn es in der Region viel regnet. Für eine korrekte Funktion ist die Anbringung einer Kaminhaube irrelevant.

Bildquelle Titelbild:

  • alexwhite/shutterstock.com

Источник: https://www.bauabenteuer.de/schornstein-verkleiden/

Heimtextilien
Schreibe einen Kommentar

;-) :| :x :twisted: :smile: :shock: :sad: :roll: :razz: :oops: :o :mrgreen: :lol: :idea: :grin: :evil: :cry: :cool: :arrow: :???: :?: :!: