Welche Möglichkeiten zur Fensterförderung und Finanzierung gibt es?

KfW Förderung Fenster 2020? Jetzt beraten lassen

Welche Möglichkeiten zur Fensterförderung und Finanzierung gibt es?

„KfW Förderung Fenster“ ist für Sie ein Buch mit sieben Siegeln? Neue Fenster haben immer Ihren Preis. Auch wenn sich neue Fenster langfristig immer auszahlen, weil Sie große Mengen an Wärmeenergie und damit an Geld sparen können.

Eine Möglichkeit, durch die Sie hinsichtlich der Anschaffungskosten für neue Fenster und Türen und deren Montage jedoch etwas sparen können, sind staatliche Förderprogramme, wie die KfW Förderung Fenster.

Wir verraten Ihnen, worauf Sie achten müssen, um in den Genuss der staatlichen Förderung „KfW Förderung Fenster“ zu kommen.

Jetzt Angebote für KfW Fenster einholen

Alternative zu KfW Förderung Fenster: Regionale Förderung

Grundsätzlich gibt es neben dem großen Thema „KfW Förderung Fenster“ gleich mehrere Förderungsmöglichkeiten für neue Fenster, die sich in ihren Anforderungen und Förderungshöhen voneinander unterscheiden.

Neben den beiden großen Optionen der KfW Förderung Fenster gibt es zahlreiche Förderungsmöglichkeiten auf Kommunen- oder Bundeslandebene.

Wir stellen Ihnen in Kürze die wichtigsten regionalen Förderprogramme vor:

  • Fensterförderung HamburgI – Modernisierung von Mietwohnungen
  • Fensterförderung BerlinIBB – Wohnraum modernisieren
  • Fensterförderung BayernBayernLabo – Bayrisches Modernisierungsprogramm
  • Fensterförderung NRWNRW.BANK – NRW.BANK Gebäudesanierung
  • Fensterförderung BaWüL-Bank – Energieeffizienzfinanzierung – Sanieren
  • Fensterförderung SachsenSAB – Energetische Sanierung von Wohnraum

KfW Förderung Fenster

Das bekannteste deutschlandweite Förderprogramm für energetische Sanierungen ist die Förderung durch die Kreditanstalt für Wiederauau (kurz KfW) – auch bekannt unter den Schlagworten „KfW Förderung Fenster“ Was viele nicht wissen: die KfW ist die weltweit größte nationale Förderbank und die drittgrößte deutsche Bank. Seit ihrer Gründung 1948 unterstützt die KfW Förderung den wirtschaftlichen Wiederauau Deutschlands und hat in den letzten 70 Jahren mehr als eine Billion Euro als Darlehen vergeben.

Jetzt Angebote für KfW Fenster einholen

KfW Förderung Fenster: KfW Programm 152

Beim KfW Programm 152 handelt es sich um einen besonders zinsgünstigen Kredit mit einem zusätzlichen Tilgungszuschuss, der für so genannte Einzelmaßnahmen im Rahmen von Sanierungen bestimmt ist.

Förderfähig sind für diese Einzelmaßnahmen Beträge bis zu 3.750 Euro pro Wohneinheit. Handelt es sich um eine so genannte ganzheitliche Sanierung sind sogar Fördersummen von bis zu 27.

500 Euro pro Wohneinheit mit bis zu 27,5 Prozent Tilgungszuschuss im Rahmen des KfW Programms 152 möglich.

TIPP:

[attention type=yellow]

Bitte beachten Sie, dass der Dämmwert des Glaes (Ug-Wert) für die Berechnung des Dämmwertes nicht mehr ausreicht. Entscheidend ist der Dämmwert für das Gesamtfenster, der so genannte U-Wert. Fragen Sie Ihren Fensterbauer nach Fenstern mit warmer Kante und thermisch verbessertem Randverbund.

[/attention]

Hierunter fällt auch der Einbau neuer Fenster und Türen an der Hausfassade sowie Maßnahmen für Einbruchschutz und Sonnenschutz. Außerdem die Kosten für die Fenstermontage, die Fensterdemontage sowie etwaige Nebenkosten. Hierzu müssen jedoch folgende Voraussetzungen erfüllt werden, damit Sie in den Genuss dieser KfW Förderung Fenster kommen:

  • Die Fenster dürfen einen U-Wert von 0,95W/(m²K) nicht überschreiten. Diesen Wert erreichen Sie mit modernen dreifachverglasten Fenstern.
  • Die Fassade (oder respektive das Dach bei Dachfenstern) muss einen besseren U-Wert als die neuen KfW Fenster aufweisen. Dies ist in der Regel der Fall, wenn das Baujahr nach 1978 liegt oder das Haus nachträglich gedämmt worden ist.
  • Der Antrag auf KfW Förderung Fenster muss vor der Umsetzung gestellt werden.
  • Der Bauantrag der Wohneinheit muss vor dem 01.01.2002 gestellt worden sein.

WUSSTEN SIE:

KfW Förderung Fenster für Dachfenster? Für Dachfenster muss ein U-Wert von 1,0 W/m²K oder geringer erreicht werden, damit sie durch die Programme der KfW gefördert werden kann.

Beim KfW Programm 430 handelt es sich um einen Investitionszuschuss, der bei energetischen Einzelmaßnahmen zum Tragen kommt. Dieser Zuschuss erstattet 10,0% der förderfähigen Kosten, respektive bis zu 5.

000 Euro für jede Wohneinheit. Entscheiden Sie sich dafür, das gesamte Gebäude energetisch zu sanieren, ist sogar eine Förderungssumme in Höhe von bis zu 30% durch das KfW Programm 430 bis maximal 50.

000 Euro pro Wohneinheit möglich.

KfW Förderung Fenster nach KfW 430

Hierunter fällt ebenfalls die Erneuerung von Türen und Fassadenfenstern sowie Maßnahmen in den Bereichen Fensterbänke, Rollläden und Sonnenschutz. Weiterhin Kosten für die Fenstermontage, die Demontage der alten Fenster sowie etwaige Nebenkosten. Um in den Genuss der KfW Förderung Fenster nach KfW 430 zu kommen, müssen jedoch folgende Bedingungen erfüllt werden:

  • Die neue KfW Fenster sollen einen U-Wert von 0,95W/(m²K) nicht überschreiten. Dieser Wert wird in der Regel mit modernen dreifachverglasten Fenstern erreicht.
  • Die Außenwand bzw. das Dach müssen einen geringeren U-Wert als die neuen Fenster aufweisen.
  • Die Genehmigung des KfW 430 Antrages auf Investitionszuschuss muss unbedingt vorliegen, bevor mit dem Fenstereinbau begonnen wird. Entscheidend ist der Montagebeginn, die Auftragserteilung darf schon vorher erfolgen.
  • Förderfähig ist die energetische Sanierung von Wohngebäuden für die vor dem 01.02.2002 ein Bauantrag gestellt worden ist.
  • Gefördert werden Eigentümer eines Ein- oder Zweifamilienhaues, Selbstnutzer und Vermieter einer Eigentumswohnung und Ersterwerber eines sanierten Ein- oder Zweifamilienhauses oder einer Eigentumswohnung. Der Personenkreis bei dieser Art der KfW Förderung Fenster ist also deutlich kleiner als beim Förderprogramm KfW 152.

Jetzt Angebote für KfW Fenster einholen

Welches Modell ist das richtige für mich? Kredit 152 oder Zuschuss 430?

Die schlechte Nachricht zuerst: die beiden Fördermittel im Rahmen der „KfW Förderung Fenster“ lassen sich nicht miteinander kombinieren. Wer die energetische Sanierung nicht mit eigenen Mitteln finanzieren kann, für den lohnen sich die Kredite des KfW Programms 152, die sie vor Beginn des Fenstertausches erhalten.

Neben den sehr niedrigen Zinsen gibt es bei dieser Option der „Kfw Förderung Fenster“ noch einen zusätzlichen Bonus in Form eines Tilgungszuschusses. Summa summarum: Sie zahlen weniger Geld zurück als Sie tatsächlich erhalten haben. Die Höhe des Tilgungszuschusses hängt von dem Energiestandard ab, den Sie mit der Fenstersanierung erreicht haben.

Der Investitionszuschuss nach KfW 430 wird Ihnen jedoch erst ausgezahlt, wenn die Bauarbeiten bereits abgeschlossen sind.

Wie Sie die KfW Förderung Fenster beantragen

Im Gegensatz zum Förderprogramm 152 lässt sich der Investitionszuschuss 430 direkt bei der Kreditanstalt für Wiederauau beantragen. Hierfür hat die Förderbank eigens ein Zuschussportal eingerichtet.

Den Kredit des KfW Programms 152 können Sie hingegen als Privatperson nicht direkt bei der Kreditanstalt für Wiederauau beantragen, sondern müssen dies über ein entsprechendes Finanzinstitut abwickeln lassen.

Doch keine Sorge, die Banken unterstützen Sie heute gerne in der Baufinanzierung über einen Kredit, da die Kreditanstalt für Wiederauau die Gewinnspannen für Finanzinstitute deutlich erhöht hat. Sie sind sich bezüglich der KfW Förderung Fenster noch unsicher? Sprechen Sie gerne direkt den Fensterbauer Ihres Vertrauens an.

Er steht Ihnen mit Sicherheit beim Thema „KfW Förderung Fenster“ mit Rat und Tat zur Seite und unterstützt Sie bei der Antragsstellung und natürlich der Montage Ihrer KfW Fenster.

Источник: https://fensterprofisdirekt.de/l/kfwfoerderungfenster.php

Fenster Förderung – Fenster nach Maß

Welche Möglichkeiten zur Fensterförderung und Finanzierung gibt es?

Alte, undichte oder beschädigte Fenster sind besonders empfindliche Punkte in der Außenmauer und können auf Dauer zum Problem werden. Durch sie geht nicht nur viel Wärmeenergie verloren.

Auch hinsichtlich der Feuchte innerhalb der Wände können schadhafte Fenster zum Problem werden. Daher lohnt es sich auf jeden Fall, über die Investition in neue Fenster nachzudenken.

Eine Alternative zu ganz neuen Fenstern ist auch die sogenannte „Ertüchtigung“ Ihrer Fenster, sofern die Fensterrahmen noch in gutem Zustand sind. Dabei werden lediglich die Glaselemente ausgetauscht.

Für diesen Weg entscheiden sich viele Bauherren, deren Gebäude mit wertvollen Fensterrahmen ausgestattet sind, die aber nur über eine unzureichende Verglasung  verfügen. 

Neue Fenster mit diversen Fördermöglichkeiten

Sparsamer Umgang mit Heizenergie wird vom Staat gefördert, das gilt natürlich auch für den Fenstereinbau und -neubau. Dabei sind sowohl die Materialien, also die Fenster und das passende Zubehör, wie auch die Einbauarbeiten förderwürdig. Wichtig ist, dass Sie Fördergelder vor dem Beginn der Baumaßnahme beantragen.

Und ratsam ist es, schon im Vorfeld der Investition einen Fachbetrieb zurate zu ziehen. Diese Unternehmen sind nicht nur absolut kompetent, um Sie bei der Auswahl der geeigneten Fenstertypen zu beraten. Die Experten informieren Sie auch hinsichtlich der Fördermöglichkeiten, die für Ihre Baumaßnahme in Frage kommen.

 

Für den Einbau oder die Sanierung von Fenstern gibt es viele Fördermöglichkeiten. Wo sparen Sie am meisten?

KfW-Förderung für energieeffiziente Umbauten 

Grundsätzlich ist die KfW (Kreditanstalt für Wiederauau) eine der ersten Optionen, wenn um die Förderung von energieeffizientem Umbauen geht.

Ist die Sanierung Ihrer Fenster beispielsweise nur ein Teilprojekt einer groß angelegten Sanierung, sollten Sie sich von einem zertifizierten Energieberater erläutern lassen, wie sie die Förderoptionen der KfW optimal in Anspruch nehmen.

Grundsätzlich bestehen die KfW-Förderprogramme für energieeffizientes Umbauen zu einem KfW-Effizienhausaus einem zinsgünstigen Darlehen von bis zu 120.

[attention type=red]

000 Euro (mit derzeit 0,75 Prozent Zinsen bei zehnjähriger Zinsbindung und einem Tilgungszuschuss von bis zu 40 Prozent) und einem Direktzuschuss von bis zu 48.000 Euro. Aber auch beim partiellen Sanieren – also bei Einzelmaßnahmen, wenn Sie beispielsweise nur Ihre Fenster erneuern – können Sie dank der KfW viel sparen. 

[/attention]

  Programm 430 oder 151/152 – perfekt auch für neue Fenster

Generell fördert die KfW den Einbau neuer Fenster durch einen direkten Zuschuss (Programm 430) oder einen Kredit (Programm 151/152). Bei der Direktzuschuss-Variante erhalten Sie bis zu 20 Prozent der förderfähigen Kosten erstattet.

Alternativ haben Sie mit dem Programm 151/152 die Option, bei der KfW ein zinsgünstiges Darlehen von bis zu 50.000 Euro für Einzelmaßnahmen zu beantragen. Dabei profitieren Sie von einem effektiven Jahreszins von -1,82 Prozent.

Zudem erhalten Sie einen Tilgungszuschuss von 20 Prozent für Einzelmaßnahmen. Dieser Betrag wird Ihnen auf die zu tilgende Summe gutgeschrieben.

Allerdings setzen beide Fördersysteme voraus, dass Sie einen Energieberater hinzuziehen.

Ferner sind auch technische Mindestanforderungen zu beachten, die Ihre neuen Fenster erfüllen müssen, um als energieeffizient zu gelten.

Grundsätzlich muss auch nach der Sanierung der Dämmwert der Wände höher sein als derjenige der neuen Fenster. Andernfalls müssten Sie das Gebäude komplett sanieren, um in den Genuss von Fördermitteln zu kommen. 

Neue Fenster müssen technische Standards erfüllen 

Damit Ihre neuen Fenster tatsächlich förderungswürdig sind, müssen sie technische Mindestanforderungen erfüllen. Dabei geht es um den energetisch wichtigen „Wärmedurchgangskoeffizienten“, der beschreibt, wie viel Wärme durch das Fenster nach außen gelangt. Die KfW stellt Anforderungen an die Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Werte) der jeweiligen Bauteile.

Für Fenster gilt ein maximaler U-Wert in W/(m²·K) je Fensterart. Die Formel gibt Aufschluss darüber, wie viel Wärme (gemessen in Watt) pro Quadratmeter Fensterfläche je Grad Temperaturdifferenz (gemessen in Kelvin) zwischen Innenraum und Außenbereich durch ein Bauteil entweicht.

Für die KfW-Förderungen 430 und 151/152 gelten beispielsweise folgende Grenzwerte: 

  • Fenster, Balkon- und Terrassentüren mit Mehrscheibenisolierverglasung: 0,95
  • Barrierearme oder einbruchhemmende Fenster: 1,1
  • Dachflächenfenster: 1,0
  • Austausch von Fenstern an Baudenkmalen oder erhaltenswerter Bausubstanz: 1,4

Checkliste: So gehen Sie bei der KfW-Förderung auf Nummer sicher

Ziehen Sie bei der Planung unbedingt einen Energieberater hinzu. Er berät Sie in allen wichtigen Fragen und muss Ihren Antrag mitunterschreiben.

 Ist dieser unterschrieben, wird er von Ihrer Hausbank bei der KfW eingereicht.

Alternativ können Hausbesitzer die Bezuschussung auch selbst über das Portal der KfW einreichen. 

  Gut zu wissen:

[attention type=green]

Die Beantragung muss auf jeden Fall vor Beginn Ihrer Baumaßnahme erfolgen. 

[/attention]

Die Montagearbeiten können grundsätzlich nur bezuschusst werden, wenn Sie von einem anerkannten Fachbetrieb vorgenommen werden. Bauen Sie die Fenster selbst ein, werden lediglich die Materialkosten gefördert. Zudem müssen Sie Nachweise darüber erbringen, dass die Sanierung erfolgt ist. 

Geförderte Energieberatung durch die BAFA

Auch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) kommt als Förderer Ihrer Fenstererneuerung in Betracht. Allerdings eher indirekt. Das BAFA-Förderprogramm unterstützt die Beratung, die Sie sich im Vorfeld Ihrer Baumaßnahme leisten.

Dabei müssen Sie beachten, dass bei einer Bezuschussung die finanzielle Zuwendung an den Berater fließt. Der berücksichtigt diese dann in der Regel bei der Rechnungsstellung.

Seine Leistungen umfassen die Recherche der Fördermöglichkeiten durch die KfW, bei deren Beantragung er Sie ebenso professionell unterstützt wie bei der Auswahl des geeigneten Fachbetriebes und der Wahl der richtigen Fenster für Ihr Eigenheim.

Die Höhe der Förderung beträgt maximal 60 Prozent der förderfähigen Beratungskosten, abhängig von Ihrem Bauvorhaben. Die Maximalbeträge staffeln sich wie folgt:

Wohntyp Maximalbetrag der BAFA-Förderung
Ein- oder Zweifamilienhausbis zu 800 Euro
Mehrfamilienhäuserbis zu 1.100 Euro 
Eigentumswohnungbis zu 500 Euro 

Ihr BAFA-Berater muss zertifiziert sein, damit Sie in den Genuss der Förderung kommen. Eine Liste mit solchen zertifizierten Experten finden Sie auf dieser Seite.

Источник: https://www.aroundhome.de/fenster/foerderung/

5 Finanzierungsmöglichkeiten für Existenzgründer

Welche Möglichkeiten zur Fensterförderung und Finanzierung gibt es?

Die Eigenfinanzierung eines Unternehmens wird häufig als „Bootstrapping“ bezeichnet. Ein „bootstrap“ ist ein Stiefelriemen – dieser wird eng geschnürt, ebenso wie die Ressourcen des jungen Unternehmens. Beim Bootstrapping geht es darum, sparsam zu haushalten, Zeit statt Geld zu investieren und möglichst schnell einen positiven Cashflow herzustellen.

Manchmal fällt in diesem Zusammenhang auch der Begriff „Family & Friends“: Damit sind Freunde und Familienmitglieder gemeint, die die Gründung mit Spenden oder zinsfreien Darlehen unterstützen.

Vor- und Nachteile der Eigenfinanzierung

Die Finanzierung aus eigenen Mitteln kommt natürlich nur in Frage, wenn Sie über die entsprechenden finanziellen Möglichkeiten verfügen. Dann allerdings hat die Eigenfinanzierung mehrere Vorteile: Ihr Unternehmen bleibt vollständig unabhängig von Kreditinstituten oder externen Investoren.

Außerdem entfallen jegliche Zins- oder Tilgungsraten. Ein selbst finanziertes Unternehmen kann außerdem kreditwürdiger wirken oder auch den einen oder anderen Investor beeindrucken. Das ist von Vorteil, wenn Sie in Zukunft einen Kredit aufnehmen oder mit Investoren zusammenarbeiten möchten.

Jedoch hat Bootstrapping auch Nachteile: Liquiditätsengpässe sind häufig an der Tagesordnung, und gerade die Finanzierung durch Freunde oder Familie birgt einiges an Konfliktpotenzial. Bootstrapping ist daher auch am ehesten geeignet für geduldige Unternehmer mit starken Nerven.

[attention type=yellow]

Zu den typischen Finanzierungsmöglichkeiten für Existenzgründer gehören wohl Kredite; insbesondere der klassische Kredit bei der Hausbank. Jedoch ist es gerade für Selbstständige schwierig, die nötigen Sicherheiten nachzuweisen. Eine Bürgschaftsbank kann dabei unterstützen: Sie übernimmt die Bürgschaft, sodass die Hausbank geneigter ist, einen Kredit zu gewähren.

[/attention]

Eine gute Alternative sind Kredite von Förderbanken, die deutlich günstigere Konditionen zur Förderung der Existenzgründung anbieten. Zu den bekanntesten zählt sicherlich der KfW-Gründerkredit.

Für kleinere Investitionen kommen Kontokorrentkredite oder Mikrokredite infrage. Wer bei Banken oder Mikrokreditinstituten keinen Erfolg hat, dem steht die Möglichkeit eines Privatkredits offen.

Diese Kredite werden online vergeben und auch als „Crowdlending“ bezeichnet.

Vor- und Nachteile einer Finanzierung durch Kredite

Die Vorteile eines Kredits liegen auf der Hand: Die Liquidität ist gesichert, schnelleres Wachstum wird möglich. Durch Kredite kommen in der Regel deutlich höhere Summen zum Einsatz als durch Eigenfinanzierung oder Zuschüsse.

Zu den Nachteilen gehören vor allem die Zinsen und Tilgungsraten, die bei größeren Summen beträchtlich sein können. Außerdem steht das Kapital nur für eine gewisse Laufzeit zur Verfügung.

Nicht zuletzt muss die Bank oder der Gläubiger von der Tragfähigkeit des Unternehmens überzeugt werden – durchaus eine herausfordernde Aufgabe für Existenzgründer, die diese Finanzierungsmöglichkeit nutzen wollen.

Die Kreditfinanzierung kommt also am ehesten für Unternehmer infrage, die Sicherheiten und/oder Bürgschaften sowie einen soliden Businessplan vorweisen können.

Je nach Finanzierungshöhe können folgende Kredite für Sie sinnvoll sein:

  • sehr geringe Investition: Kontokorrentkredit
  • bis ca. 25.000 Euro: Mikrokredit, Privatkredit
  • bis ca. 150.000 Euro: Privatkredit, Förderbank
  • bis ca. 500.000 Euro: Förderbank, Hausbank

In der Vergangenheit war die wohl bekannteste Förderung der Existenzgründung der Gründungszuschuss vom Arbeitsamt. Dieser wird über 6 Monate mit 300 Euro monatlich zusätzlich zum ALG 1 gewährt.

Anschließend können für weitere 9 Monate jeweils 300 Euro ausgezahlt werden.

Da kein Rechtsanspruch auf den Gründungszuschuss besteht, ist eine gute Vorbereitung mit einem durchdachten Businessplan vor der Antragsstellung entscheidend.

Das EXIST Gründerstipendium richtet sich an Studenten, Absolventen und wissenschaftliche Mitarbeiter, die direkt aus der Universität in die Existenzgründung gehen möchten und auf technologieorientierte oder wissensbasierte Projekte setzen.

[attention type=red]

Weitere mögliche Zuschüsse sind auch Finanzierungsangebote einzelner Bundesländer wie etwa das Gründerstipendium NRW oder staatliche Zuschussprogramme wie der INVEST – Zuschuss für Wagniskapital des Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).

[/attention]

Einen detaillierten Überblick über die Finanzierungsmöglichkeiten mit Zuschüssen finden Sie in unserem Artikel Zuschüsse: finanzielle Unterstützung für die Existenzgründung.

Zudem gibt es auch Förderkredite, die einen Teil der Kreditsumme als Zuschuss auszahlen – diesen Teil müssen Sie dann nicht zurückzahlen.

Vor- und Nachteile von Zuschüssen

Der große Vorteil der Zuschüsse für Existenzgründer ist, dass diese in der Regel nicht zurückgezahlt werden müssen.

Daher sollten Gründer diese Finanzierungsmöglichkeit auch immer in Betracht ziehen, um das eigene Unternehmen finanziell gut versorgt auf die Beine stellen zu können.

Der Nachteil ist allerdings: Es besteht kein Rechtsanspruch auf einen solchen Zuschuss – es handelt sich dabei immer um eine Kann-Leistung. Bei der Antragsstellung muss Ihr Businessplan also hieb- und stichfest sein.

TIPP

Wir beraten Sie gerne bezüglich verschiedener Zuschüsse für Gründer – vereinbaren Sie einfach ein kostenfreies Informationsgespräch zur Gründungsberatung!

Jetzt Beratungsgespräch vereinbaren

Investoren unterstützen junge Unternehmen, weil sie an deren Idee und Potenzial glauben. Dafür bringen sie eigenes Kapital, häufig auch eigene Erfahrung und/oder ihr Netzwerk mit ein. Für den Unternehmer stellt das eine enorme Hilfe dar. Für Start-ups sind insbesondere die Business Angels von Interesse.

Neben dem Begriff „Investor“ haben sich auch die Begriffe „Inkubatoren“ und „Acceleratoren“ durchgesetzt. Beide stehen dem Unternehmer zur Seite, indem sie ihm beispielsweise die eigenen Produktionsstätten oder Büroräume zur Verfügung stellen oder ihn intensiv beim Auau des Unternehmens beraten und coachen.

Eine andere Form, mit Investoren zusammenzuarbeiten, ist das Crowdinvesting. Hier können Start-ups ihr Projekt vorstellen und Investoren haben die Möglichkeit, auch kleinste Beträge zu investieren.

[attention type=green]

Durch die Menge der Beiträge können dennoch stattliche Summen zusammenkommen. Eine Alternative zum Crodinvesting ist das Crowdfunding, das allerdings eher ein Weg der Produktvorfinanzierung ist.

[/attention]

Im Gegenzug zur Beteiligung erhalten die „Backer“ – die Menschen, die das Projekt unterstützen – ein Dankeschön, das je nach Beitragshöhe variiert.

Das Venture Capital ist wiederum interessant für Start-ups, die bereits durch Business Angels „anfinanziert“ wurden und ein größeres Umsatzvolumen aufweisen.

Vor- und Nachteile der Finanzierung durch Investoren

Finden sich engagierte Investoren für das junge Unternehmen, bringt das große Vorteile mit sich: so steht nicht nur genügend Geld zur Verfügung, sondern der Investor bringt häufig auch jede Menge Erfahrung und gute Kontakte mit.

Andererseits wird der Investor in der Regel am Gewinn des Unternehmens beteiligt, wodurch Verpflichtungen entstehen.

Werden Firmenanteile überschrieben, gewinnt der Investor dadurch sogar ein gewisses Mitspracherecht – Sie geben also einen Teil Ihrer Unabhängigkeit als Unternehmer auf.

Je nach Phase und Art Ihres Unternehmens und der Position im Finanzierungszyklus kommen für Sie verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten durch Investoren infrage.

Wenn Bankkredite, Förderdarlehen und auch innovationsgetriebene Finanzierungen durch Business Angels oder Venture Capital für Ihre Gründung nicht in Frage kommen, können Sie auf spezielle Finanzierungsmöglichkeiten zurückgreifen. Zu den gängigsten alternativen Finanzierungsformen gehören:

  • Factoring: Factoring sorgt für Liquidität und kann so die Kosten beispielsweise im Falle eines Kontokorrentkredits deutlich senken.
  • Leasing: Eine weitverbreitete Finanzierungsform. Leasing wirkt sich bilanzneutral aus, daher bleiben die Finanzierungsspielräume des Unternehmens intakt.
  • Mezzaninekapital: Diese Finanzierungsmöglichkeit gehört zu denen, bei denen der Geldgeber neben der üblichen Verzinsung des Darlehens auch noch an einem wirtschaftlichen Erfolg beteiligt wird.
  • Crowdfunding: Im Crowdfunding können Sie Ihr Projekt im Austausch durch kleinere oder größere Gegenleistungen unterstützen lassen.
  • Wettbewerbe: Wettbewerbe für Gründer locken nicht nur mit Preisgeldern, sondern sorgen auch für zusätzliche Bekanntheit für Ihr Unternehmen.

Alle alternativen Finanzierungsmöglichkeiten können Sie hier im Detail kennenlernen.

Egal ob Zuschüsse, Kredite oder Investment: Sobald Sie andere Menschen von der Tragfähigkeit Ihres Unternehmens überzeugen müssen, ist ein gut ausgearbeiteter Finanzplan der Dreh- und Angelpunkt für eine erfolgreiche Finanzierung. Wir unterstützen Sie dabei, einen überzeugenden und professionellen Finanzplan zu erstellen.

Jetzt Finanzplan erstellen

Als Existenzgründer haben Sie grundsätzlich die Möglichkeit, Ihr Unternehmen aus eigenen Mitteln, durch Zuschüsse, Kredite oder mithilfe von Investoren zu finanzieren. Je nach Situation und Unternehmerpersönlichkeit sind jedoch nicht alle Varianten für jeden Unternehmer geeignet.

[attention type=yellow]

Sind Sie nicht in der Lage, Ihr Unternehmen komplett selbst zu finanzieren, sind Sie in jedem Fall darauf angewiesen, andere Menschen von der Tragfähigkeit Ihres Unternehmens zu überzeugen.

[/attention]

Ein gut ausgearbeiteter Businessplan ist dann die Grundlage für die Zusammenarbeit und daher absolut unerlässlich.

Autor: Für-Gründer.de Redaktion

René Klein verantwortet als Chefredakteur seit über 10 Jahren die Inhalte auf dem Portal und aller Publikationen von Für-Gründer.de.

Er ist regelmäßig Gesprächspartner in anderen Medien und verfasst zahlreiche externe Fachbeiträge zu Gründungsthemen. Vor seiner Zeit als Chefredakteur und Mitgründer von Für-Gründer.

de hat er börsennotierte Unternehmen im Bereich Finanzmarktkommunikation beraten.

Источник: https://www.fuer-gruender.de/kapital/finanzierungsmoeglichkeiten/

Fenster Finanzierung und Förderung

Welche Möglichkeiten zur Fensterförderung und Finanzierung gibt es?
Fördermittel nutzen © magele picture, fotolia.com

Die Zeiten für eine Sanierung oder einen Austausch der Fenster sind günstig.

Die Zinsen für Kredite liegen auf einem historisch niedrigen Niveau und werden aller Voraussicht nach auch noch einige Zeit gering bleiben.

Darüber hinaus gibt es mehrere Möglichkeiten, sich bei der Durchführung der geplanten Umbaumaßnahmen fördern zu lassen und damit bis zu mehrere Hundert Euro zu sparen. Für wen die finanzielle Unterstützung infrage kommt und wo man sie erhält, lesen Sie hier.

Fenstertausch: Die Kosten kommen durch Einsparungen wieder zurück

Kredit-Finanzierung

Bevor man sich Gedanken über die Finanzierung eines Fensteraustauschs oder einer Fenstersanierung macht, sollten die Rahmenbedingungen klar abgesteckt sein – etwa, ob nur einzelne oder alle Fenster modernisiert werden, welche Qualität die neuen Fenster haben sollen, und ob in einem Zug weitere Um- oder Ausbaumaßnahmen im Gebäude durchgeführt werden. Erst, wenn die Gesamt-Investitionssumme feststeht, kann auch die Finanzierung zukunftssicher geplant werden.

Für kleinere Sanierungen ist in der Regel keine Fremdfinanzierung nötig. Kosten im einstelligen Bereich dürften viele Haushalte aus den eigenen Rücklagen bezahlen können. Dadurch spart man sich den Verwaltungsaufwand und die Zinszahlungen für den Kredit.

Bei größeren Projekten sollte vor dem Gespräch mit der Bank eine möglichst genaue Kostenaufstellung vorliegen. Es gilt das Gesetz des Marktes: Konkurrenz belebt das Geschäft. Holen Sie sich mehrere Angebote von verschiedenen Fachbetrieben ein und vergleichen Sie Service, Qualität und Umfang des Auftrags.

Wollen Sie selbst handwerklich tätig werden, ist eine Aufstellung über die benötigten Materialien und Werkzeuge mitsamt ihrer Kosten sinnvoll.

In der Praxis wird bei umfangreicheren Projekten meist eine Mischung aus beidem favorisiert: Ein Teil der Finanzierung wird selbst gestemmt, der Rest über einen Kredit abbezahlt.

Wer Schwierigkeiten hat, der Bank die Sinnhaftigkeit der Maßnahme verständlich zu machen, kann vor allem auf die langfristigen Kostenersparnisse aufgrund der besseren Dämmung verweisen und mit den damit eingesparten Energiekosten argumentieren.

Förderung durch KfW

Die KfW-Bankengruppe fördert die Sanierung von Fenstern auf mehrere Weisen. Die Programme 151 und 152 (Einzelmaßnahmen) unterstützen bei energieeffizienten Sanierungen. Förderfähig sind sowohl Maßnahmen, die zum KfW-Effizienzhaus-Standard führen, als auch Einzelmaßnahmen wie die Erneuerung von Fenstern und Außentüren.

Derzeit liegt der effektive Jahreszins im negativen Bereich (Stand: Februar 2021). Die Höchstgrenze beträgt 120.000 Euro beim Effizienzhaus und 50.000 Euro bei Einzelmaßnahmen. Außerdem werden Tilgungszuschüsse für alle KfW-Effizienzhaus-Standards von bis zu 48.000 Euro gewährt. Diese Förderung kann jedoch nur noch bis zum 30. Juni 2021 beantragt werden.

Danach tritt die neue Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) an ihre Stelle.

[attention type=red]

Alternativ steht für Privatpersonen das KfW-Zuschussprogramm 430 zur Auswahl. Es kann mit anderen Fördermitteln kombiniert werden und stellt einen Zuschuss von bis zu 48.000 Euro für jede Wohneinheit in Aussicht.

[/attention]

Infrage kommt außerdem das Programm 431 (Baubegleitung), das nur in Verbindung mit den Programmen 151, 152 oder 430 beantragt werden kann. Die KfW übernimmt hier 50 Prozent der Kosten, maximal jedoch 4.

000 Euro pro Vorhaben, bei der Planung und professionellen Baubegleitung einer energetischen Sanierung durch qualifizierte Sachverständige. Dazu zählen beispielsweise Leistungen zur Detailplanung und die Unterstützung bei der Ausschreibung und Angebotsauswertung.

Auch diese Programme können jedoch nur noch bis 30. Juni beantragt werden. Danach können neue Förderungen und Zuschüsse des BEG beantragt werden.

Neue Fenster: Förderung durch die KfW

Nicht konkret auf Fenster bezogen, aber trotzdem dafür nutzbar sind schließlich die Programme 153 (Energieeffizient bauen) und 159 (Altersgerechter Umbau). Angebot 153 ist quasi das Pendant zu Programm 151, jedoch für Neubauten oder den Ersterwerb eines KfW-Effizienzhauses. Gewährt wird ein Kredit in Höhe von bis zu 120.

000 Euro pro Wohneinheit bei einem derzeit negativen effektiven Jahreszins (Stand Februar 2021). Darüber hinaus wird ein Tilgungszuschuss von bis zu 30.000 Euro gewährt. Auch dieses Programm ist mit anderen Fördermitteln kombinierbar.

Beim altersgerechten Umbau, der beispielsweise auch barrierefrei zu bedienende Fenster beinhalten kann, greift die KfW mit einem Kreditbetrag von bis zu 50.000 Euro je Wohneinheit bei einem effektiven Jahreszins von derzeit ab 0,78 Prozent (Stand: Februar 2021) unter die Arme.

Die Förderung ist unabhängig vom Alter und bietet sich laut KfW als Ergänzung zu den Programmen 151, 152 oder 430 an. Beachten Sie bitte auch hier die Umstellung der Programme auf das neue BEG, das vom 1. Juli 2021 an seine volle Wirkung entfaltet.

Neue Fenster: Förderung durch die KfW[attention type=green]

Der Antrag auf Förderung wird bei den Programmen 151, 152, 153 und 159 über die Hausbank beziehungsweise den Finanzierungspartner gestellt. Die verdienen in der Regel jedoch mehr daran, eigene Kredite zu vergeben.

[/attention]

Lassen Sie sich daher nicht davon abbringen, wenn Sie das KfW-Angebot bevorzugen. Alternativ können Sie sich ein Angebot von der Bank vorlegen lassen, das dann aber besser sein sollte als das KfW-Angebot.

Die Förderungen der anderen Programme werden direkt bei der KfW beantragt.

Förderung durch BAFA

BAFA Förderung

Eine gute Planung ist das A und O jeder Bau- oder Sanierungsmaßnahme. Grund genug für das Bundesamt für Wirtschafts- und Ausfuhrkontrolle (BAFA), diese finanziell zu unterstützen.

Der Zuschuss für eine Vor-Ort-Energieberatung beläuft sich auf 80 Prozent des zuwendungsfähigen Beraterhonorars, aber maximal 1.300 Euro für Ein- oder Zweifamilienhäuser beziehungsweise 1.700 Euro für Wohnhäuser mit mindestens drei Wohneinheiten.

Der Zuschuss wird zwar an den Energieberater gezahlt. Er ist jedoch verpflichtet, diesen mit seinem Beraterhonorar zu verrechnen.

Auch werden Energieberater mit bis zu 500 Euro zusätzlich gefördert, wenn sie den Energieberatungsbericht bei Eigentümerversammlungen oder Beiratssitzungen erläutern.

Sanieren: Fördermittel oder Steuervorteil

Eine gute Alternative: der Steuerbonus

Mit dem Klimapaket steht eine Alternative zur BAFA- und KfW-Förderung bereit, die sich beim Fenstertausch für den Bauherren gegebenenfalls noch mehr lohnen kann: der Steuerbonus. Er wurde als Ergänzung zu den Förderprogrammen eingeführt, kann aber nicht mit ihnen kombiniert werden.

Pro Wohneinheit können 20 Prozent der Ausgaben über einen Zeitraum von drei Jahren von der Steuerschuld abgezogen werden. In den ersten beiden Jahren können sieben Prozent, im dritten dann noch sechs Prozent angesetzt werden. Insgesamt ist ein Förderbetrag von bis zu 40.

000 Euro möglich – sofern das Haus mindestens zehn Jahre alt ist und der Steuerzahler selbst darin wohnt.

[attention type=yellow]

Eine direkte Förderung ist zwar in den meisten Fällen lohnenswerter. Der Steuerbonus kann aber eine gute Alternative sein, wenn die Voraussetzungen für eine Förderung nicht erfüllt werden.

[/attention]

Ohnehin sind die Hürden bewusst niedrig gehalten: Beim Finanzamt muss lediglich eine Bescheinigung von einem Fachunternehmen vorgelegt werden, das bestätigt, die Arbeiten nach den geltenden Anforderungen umgesetzt zu haben.

Eine Beispielrechnung verdeutlicht die Optionen

Angenommen, die Fenster sollen ausgetauscht werden, um Energieverluste zu minimieren:

Austausch der alten Fenster
durch neue Wärmedämmfenster, Kosten: 20.000 Euro

  • BEG-Investitionskosten-Zuschuss für Einzelmaßnahmen in Höhe von 20 Prozent: 4.000 EuroVerbleibender Eigenanteil: 16.000 Euro
  • Alternative 1 (KfW-Kredit mit Tilgungszuschuss in Höhe von 20 Prozent): Kredit über 20.000 Euro abzüglich des Zuschusses in Höhe von 4.000 EuroVerbleibende Kreditsumme: 16.000 Euro plus Zinsen
  • Alternative 2 (Steuerbonus): 20 Prozent der Kosten: 4.000 EuroVerbleibender Eigenanteil: 16.000 Euro

Zuschüsse oder Steuerbonus: Die beste Lösung kann berechnet werden

Wichtig: In diesem Beispiel ergibt sich bei allen drei Optionen eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 4.000 Euro. Aber auch der Zeitraum und die Konditionen spielen für viele Immobilienbesitzer eine große Rolle.

Bei Kreditaufnahme müssen zusätzlich Zinsen gezahlt werden, beim Steuerbonus fließen die 4.000 Euro erst mit den Steuererklärungen der folgenden Jahre zurück.

Folglich sollte man zunächst eine Bestandsaufnahme des eigenen Projekts machen und dann durchrechnen (lassen), welche Förderung im individuellen Fall am lohnendsten ist.

Weitere Fördermöglichkeiten

Darüber hinaus gibt es weitere regionale Fördermöglichkeiten, die von Bundesland zu Bundesland variieren. Erste Anlaufstellen für Informationen über Programme in Ihrer Nähe sind die Stadt oder Gemeinde sowie die örtliche Verbraucherzentrale.

Источник: https://www.sanier.de/fenster/fenster-finanzierung-foerderung

Existenzgründung – 6 Möglichkeiten der Finanzierung im Überblick

Welche Möglichkeiten zur Fensterförderung und Finanzierung gibt es?

Sie haben eine geniale Idee und wollen sich damit selbstständig machen, nur die finanziellen Mittel reichen hinten und vorne nicht? Diese 6 Möglichkeiten können helfen.

Die Kreditanstalt für Wiederauau (KfW) hat ermittelt, dass im Jahr 2012 rund 775.000 Existenzgründungen stattfanden, ungefähr 315.000 davon als sogenannte „Vollerwerbstätigkeit“.

In der Gesamtentwicklung der letzten zehn Jahre ist die Zahl damit weiter rückläufig, was unter anderem einer günstigen Arbeitsmarktsituation geschuldet ist. Der Großteil, nämlich 66 Prozent, gründet allein ohne Mitarbeiter.

Diese kleinen Unternehmen werden häufig, immerhin zu über 73 Prozent, in den Bereichen persönliche oder wirtschaftliche Dienstleistungen beziehungsweise Handel gegründet.

Eine Gründung ist aber nicht allein mit einer Anmeldung beim Gewerbeamt vollzogen. Die Anforderungen an einen Existenzgründer, insbesondere in der Vorgründungsphase, sind hoch, soll erfolgreich und nachhaltig in die Selbstständigkeit gestartet werden.

Gute Vorbereitung ist das A und O

Neben einer guten und ausgereiften Geschäftsidee, dies meint vor allem das Sammeln von Branchendaten und die Berücksichtigung der Konkurrenzsituation vor Ort als wichtigen Baustein des Businessplanes, braucht es vor allem einen Gründerfahrplan, um alle möglichen Hürden zu meistern.

Eine dieser Hürden, häufig die Größte, stellt die Finanzierung des Vorhabens dar, obwohl die KfW feststellte, dass die Hälfte der Gründer „nur“ einen Finanzierungsbedarf von bis zu EUR 5.000,– hat. Bevor Sie starten, nehmen Sie auf jeden Fall Tipps „von außen“ in Anspruch. Auf finanzfrage.

net (zur Website hier klicken), können Sie sich kostenlos austauschen und von den Erfahrungen anderer Gründer profitieren. Besuchen Sie ein Existenzgründerseminar direkt vor Ort. Erkundigen Sie sich bei Ihrer zuständigen IHK, wann das nächste Seminar startet und wie der Ablauf ist.

Oder nutzen Sie unsere Checkliste für Existenzgründer.

Um die Finanzierung abzudecken, habe ich die 6 gängigsten Möglichkeiten zusammengestellt.

1. Eigenkapital macht Vieles einfacher

Auch, wenn es im ersten Moment sehr simpel klingt, aber ein gewisses Grundkapital erleichtert häufig den Einstieg. Dies hat zwei Gründe.

1. Zum einen liegt der Finanzierungsbedarf bei Gründern häufig bei überschaubaren Summen.

Beispielhaft sei ein Schreibservice genannt, der die finanziellen Mittel nur für ein geeignetes Arbeitsgerät (Computer und Software), erste Werbemaßnahmen und die finanzielle Überbrückung der ersten Monate benötigt.

[attention type=red]

Kann dieses aus Eigenkapital finanziert werden, ist dies auch deswegen vorteilhaft, weil bei einem möglichen Scheitern des Vorhabens – dies muss bei aller Motivation leider berücksichtigt werden – keine Restschuld zu begleichen ist.

[/attention]

2. Zum anderen erleichtert ein vorhandenes Eigenkapital die Gespräche bei Banken, sollten darüber hinaus finanzielle Mittel benötigt werden. Die Bank wird dieses immer positiv bewerten, sofern das Gesamtkonzept überzeugt. Zudem: Manche Kreditarten setzen schlicht voraus, dass Eigenkapital vorhanden ist, weil nur ein bestimmter Prozentsatz finanziert werden kann.

2. Der klassische Bankkredit

Wie bei den meisten Krediten ist auch im Fall der Existenzgründung die Hausbank der erste Ansprechpartner, da diese den Gründer am besten kennen sollte, kann also die Bonität des Kunden, die für eine Kreditvergabe sehr wichtig ist, zumindest grob einschätzen. Des Weiteren wird die Hausbank zunächst das Gesamtkonzept, im Wesentlichen repräsentiert durch den Businessplan, prüfen und beurteilen (hier: Sammlung kostenfreier Businesspläne). Am Ende stehen drei Möglichkeiten:

  • Die Bank lehnt aufgrund des Konzeptes und/oder der Bonität ab.
  • Die Bank finanziert vollumfänglich aus eigenen Mitteln.
  • Die Bank wird vorschlagen, Fördermittel beispielsweise der KfW zu integrieren.

Eine Ablehnung aufgrund der Bonität ist problematisch, weil hierdurch viele andere Finanzierungsoptionen ausfallen. Ist das Konzept unzureichend, gibt es sicherlich Möglichkeiten, dieses nach intensiver Rücksprache mit der Bank zu ergänzen oder die grundsätzliche Ausrichtung (Stichwort: Besetzen von Nischen) neu zu gestalten.

Finanziert die Bank selbst, ist das Thema Finanzierung der Existenzgründung grundsätzlich erledigt, sofern die benötigten Kapitalmittel für die gesamte Startphase ausreichend bemessen sind und keine Nachverhandlungen erforderlich werden.

Auch im Falle der Fördermittel wird die (Haus-)Bank benötigt, da häufig die gesamte Abwicklung über diese läuft.

3. Fördermittel als günstige Kreditoption

Gründerprogramm der KfW

Bund und Länder haben einige Programme aufgelegt, die es Gründern ermöglichen, Startkapital für die Existenzgründung zu erhalten. Aufgelegt werden diese Programme von der KfW (Bund) oder den Landesbanken.

Diese Programme stellen mittel- oder langfristige Finanzierungsmöglichkeiten zu günstigen Zinskonditionen zur Verfügung, bei denen unter Umständen sogar eine Tilgung des Darlehens erst nach einer bestimmten Zeit einsetzt.

Beispielhaft sollen der ERP Gründerkredit oder das ERP Startgeld der KfW genannt sein.

Finanziert werden können die Gründung, aber auch Investitionen oder sogar Betriebsmittel. Die Abwicklung dieser Förderprogramme läuft über die Hausbank. Voraussetzung ist auch hier ein gutes Gesamtkonzept.

Lehnt die Hausbank einen Fördermittelantrag wegen eines mangelhaften Konzeptes ab, wird es schwierig, solche Fördermittel zu erhalten.

Im Zweifel sollten dann Berater zur Überarbeitung des Konzeptes herangezogen oder eine andere Bank gesucht werden.

Möglich sind auch Zuschüsse zum Gründercoaching Deutschland, also einer professionellen externen Beratung von Gründern. Dies ist allerdings erst nach der eigentlichen Gründung möglich.

4. Bürgschaften und Privatdarlehen

Bürgschaften sind genau wie Eigenkapital ein nicht zu unterschätzendes Instrument.

Reicht der Bank die Bonität nicht aus oder ist ihr das Konzept zu risikoreich, wird sie entweder hinreichendes Eigenkapital oder aber Bürgschaften zur Risikoabsicherung fordern.

Dies können persönliche Bürgschaften von Menschen mit ausreichender Bonität sein, aber auch dingliche Bürgschaften zum Beispiel in Form der Abtretung von Sparguthaben, Wertpapieren, Grundstücken oder Ähnlichem.

Es kann sinnvoll sein, bereits vor dem ersten Gespräch mit der Bank abzuklären, ob jemand aus dem Familien- oder Freundeskreis bereit wäre, eine Bürgschaft in bestimmter Höhe zu übernehmen. Dies kann, zum richtigen Zeitpunkt bei der Bank offenbart, die Verhandlungen erleichtern.

[attention type=green]

Auch Bürgschaftsbanken stellen Bürgschaften von bis zu 80 Prozent des Kreditbetrages zur Verfügung, dies kann mit der Hausbank zusammen erörtert werden. Ist die Bonität zu sehr belastet, hilft meist nur ein Privatdarlehen bei Freunden oder Verwandten.

[/attention]

Ähnliche Themen:

» Corporate Identity – Definition, Formen und Beispiele
» Arbeitszimmer von der Steuer absetzen – was der Fiskus anerkennt
» Zeitarbeit als Karrieresprungbrett: Diese 5 Vorteile werden oft unterschätzt

5. Förderung der Agentur für Arbeit

Gründer, die aus der Arbeitslosigkeit in die Selbstständigkeit starten wollen, können von der Agentur für Arbeit einen Zuschuss erhalten, der vornehmlich zur Deckung der Lebenshaltung dient. Dies ist allerdings eine Ermessensentscheidung der Agentur.

Ein Rechtsanspruch besteht nicht. Um diesen Zuschuss zu erhalten, muss der Gründer, der Arbeitslosengeld I bezieht und noch mindestens (!) 150 Tage Anspruch hat, eine Reihe von Voraussetzungen erfüllen.

Hierzu gehört zum Beispiel, dass der Berater der Agentur ein erfolgsversprechendes Konzept sieht und der Gründer entsprechende Befähigungen nachweist. Diese Aspekte werden in der jüngeren Vergangenheit sehr restriktiv verfolgt.

Eine gründliche Vorbereitung, idealerweise unter Hilfe eines Beraters, ist daher Voraussetzung, damit der Antrag positiv beschieden wird.

Merke:
Die Leistung des Gründungszuschusses setzt sich aus dem bisherigen Arbeitslosengeld zuzüglich einer Pauschale von EUR 300,– für die soziale Absicherung zusammen, die insgesamt sechs Monate gezahlt wird.

Die Pauschale kann um bis zu neun Monate verlängert werden. Bezieher von Arbeitslosengeld II können zur Gründung ein Einstiegsgeld beantragen. Dieser Grundbetrag wird nach dem persönlichen Regelbedarf ermittelt.

Beide Fördergelder müssen vor Beginn der Existenzgründung beantragt sein.

» Mehr Infos zur Förderung auf arbeitsagentur.de

6. Venture Kapital oder Mikrofinanzierungen

Manchmal helfen nur alternative Wege. Eine Möglichkeit sind private Investoren, die bei guten Konzepten sogenanntes „Venture Kapital“, also eine Kapitalbeteiligung, zur Verfügung stellen. Ein Beispiel hierfür sind die „Business Angels„.

Auch „Crowdfunding„, also beispielsweise das Sammeln kleinerer Geldbeträge von vielen privaten Investoren, wird immer beliebter. Ist das Investitionsvolumen nicht zu hoch, kann auch hier das Startkapital der Existenzgründung gefunden werden.

Auch Mikrofinanzierungen stellen eine Möglichkeit dar. Selbst bei schwächerer Bonität sind Kredite bis zu EUR 10.000,– oder EUR 20.000,– möglich, sofern Sicherheiten vorhanden sind. Solche Kredite werden über sogenannte Mikrofinanzinstitute vertrieben, die mit Geschäftsbanken zusammenarbeiten und so gerade Gründern neue Chancen eröffnen.

[attention type=yellow]

In allen Fällen gilt aber: Das Gesamtkonzept der Existenzgründung muss überzeugen, sonst gelingt keine Finanzierung.

[/attention]Beitrag teilenBeitrag tweeten

Источник: https://www.arbeitstipps.de/existenzgruendung-6-moeglichkeiten-der-finanzierung-im-ueberblick.html

Heimtextilien
Schreibe einen Kommentar

;-) :| :x :twisted: :smile: :shock: :sad: :roll: :razz: :oops: :o :mrgreen: :lol: :idea: :grin: :evil: :cry: :cool: :arrow: :???: :?: :!: