Welche Versicherungen Sie im Eigenheim brauchen

Versicherungen für Hausbesitzer

Welche Versicherungen Sie im Eigenheim brauchen

Die Entscheidung, in den eigenen vier Wänden zu leben, gehört zu den teuersten Investitionen eines Lebens.

Sie planen eine Wohnung zu kaufen? Oder haben sich den Traum vom Eigenheim schon erfüllt? Wer eine Immobilie besitzt, sollte unbedingt daran denken, sein Eigentum ausreichend zu versichern.

Wir zeigen Ihnen, welche Versicherungen Sie als Hausbesitzer in jedem Fall abschließen sollten und welche unnötigen Verträge Sie sich sparen können.

Wer viel Geld in die eigene Immobilie investiert hat, möchte nicht auch noch hohe Summen auringen müssen, wenn ein Schaden entstanden ist.

Wird das Haus durch einen Sturm schwer beschädigt oder verletzt sich ein Passant bei Glatteis auf dem Grundstück, droht ohne gute Absicherung der finanzielle Ruin.

Im folgenden Abschnitt zeigen wir Ihnen, welche Versicherungen Sie als Hausbesitzer unbedingt abschließen sollten. 

Die Wohngebäudeversicherung ist ein Muss

Egal, ob Sie selbst in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung leben oder ob Sie Ihre Immobilie vermieten: Eine Wohngebäudeversicherung ist ein Muss für jeden Eigentümer. Denn sie schützt bei Schäden durch Sturm, Hagel, Feuer oder Leitungswasser. Die Versicherung übernimmt dabei die Kosten, die Ihnen durch die Schäden entstehen und kommt für Reparaturen und Wiederauau auf. 

Wenn sie bauen, lohnt es, sich bereits frühzeitig mit der Wohngebäudeversicherung zu beschäftigen. Bereits zu Baubeginn kann sie als Feuerrohbauversicherung laufen. Und zwar zunächst kostenlos.

Eine Feuerrohbauversicherung springt ein, wenn das unfertige, noch nicht bezogene Gebäude abbrennt oder der Blitz einschlägt. Versichert sind zudem außer dem Rohbau selbst auch Baustoffe sowie Schäden durch Rauch und Löscharbeiten.

Sobald das Haus fertig ist, wandelt sich die Feuerversicherung dann in eine normale Wohngebäudeversicherung um. Erst dann zahlen Sie in aller Regel Beiträge.

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In vielen Wohngebäude-Tarifen schließen Versicherungen eine Entschädigung bei grob fahrlässigem Verhalten aus oder zahlen deutlich weniger.

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Ein solcher Fall kann aber schnell eintreten: Eine vergessene Herdplatte oder eine nicht gelöschte Kerze reichen manchmal schon, um einen großen Brand zu verursachen.

Es ist daher empfehlenswert, einen Tarif zu wählen, der auch bei grober Fahrlässigkeit zahlt.

Bei Schäden durch Naturgewalten wie Überschwemmungen oder Erdrutsche zahlt die Wohngebäudeversicherung in aller Regel nicht automatisch.

Wenn sich Ihre Immobilie in einem Risikogebiet befindet, sollten Sie daher Ihre Wohngebäudeversicherung um einen Schutz gegen solche Elementarschäden erweitern.

Diesen – teuren, aber in dem Fall sinnvollen – Baustein können Sie bei Abschluss des Versicherungsvertrags auswählen.

Auch wenn Sie eine Eigentumswohnung besitzen, sollte Sie nicht auf eine Wohngebäudeversicherung verzichten. Diese läuft in den meisten Fällen anteilig über die Eigentümergemeinschaft. 

Privathaftpflicht oder Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht

Als Haus- oder Grundbesitzer sollten Sie sich auch versichern für den Fall, dass Unbeteiligte in Ihrer Immobilie oder auf Ihrem Grundstück zu Schaden kommen. Denn als Eigentümer sind Sie verpflichtet, dafür zu sorgen, dass von Ihrem Besitz keine Gefahr für andere ausgeht.

Verletzt sich im Winter ein Passant auf dem nicht gestreuten Gehweg vor Ihrem Haus oder stürzt ein morscher Baum auf das Nachbarhaus, haften Sie als Eigentümer für den Schaden.

Das gilt auch für unbebaute Grundstücke.

Vermieter, Eigentümergemeinschaften und Besitzer von unbebauten Grundstücken brauchen daher eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht, um sich in solchen Fällen gegen Schadensersatzansprüche abzusichern.

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Wer selbst in seiner Immobilie wohnt, kann sich diesen Posten sparen. Denn in diesem Fall sind die Kosten für Verletzungen Dritter oder Schäden an deren Eigentum über die private Haftpflicht abgedeckt. Die sollte unbedingt jeder besitzen.

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Wer ein Haus baut oder kauft, bürdet sich hohe Schulden auf. Wenn Sie einen großen Immobilienkredit abzahlen müssen, sollten Sie sich Gedanken machen, wie Sie Ihre Angehörigen im Todesfall absichern.

Eine Risikolebensversicherung sorgt dafür, dass die Hinterbliebenen nicht auf einem Schuldenberg sitzen bleiben, wenn der Hauptverdiener stirbt und ein Gehalt nicht ausreicht, um den Kredit zu bedienen.

Zum Absichern einer Baufinanzierung eignet sich ein Modell, bei dem die Versicherungssumme im Gleichschritt mit der Restschuld des Kreditvertrags sinkt. Auch unverheiratete Paare können sich gegenseitig absichern.

In diesem Fall brauchen beide Partner einen eigenen Vertrag.

  • Familien mit einem Alleinverdiener oder einem Immobilienkredit brauchen eine Absicherung für den Todesfall.
  • Wir empfehlen Hannoversche, Huk24, Europa und Cosmosdirekt. Letztere solltest Du aber immer mit einem zweiten Anbieter vergleichen, um Preisausreißer zu vermeiden.

Zum Ratgeber 

Falls Sie ein Haus bauen, sollten Sie bedenken, dass Sie als Bauherr für alles haften, was auf der Baustelle passiert. Das gilt auch, wenn Sie gar nicht selbst Hand anlegen, sondern andere mit den Arbeiten beauftragen.

Eine gute private Haftpflichtversicherung deckt auch Risiken auf der Baustelle ab – allerdings meist nur bis zu einer bestimmten Bausumme, etwa 100.000 oder 200.000 Euro.

Wer nur kleinere Arbeiten wie einen An- oder Umbau an seiner Immobilie vornehmen möchte, ist durch die Privathaftpflicht in vielen Fällen ausreichend geschützt.

Große Bauvorhaben sind hingegen nicht immer abgedeckt.

Schauen Sie deshalb in Ihrem Haftpflicht-Vertrag nach, bis zu welcher Summe Bauvorhaben versichert sind. Falls Sie in Eigenleistung bauen, kann die Grenze niedriger liegen.

Übersteigen die Kosten Ihres Bauprojekts den Wert, der im Vertrag genannt wird, brauchen Sie eine separate Bauherrenhaftpflichtversicherung. Diese schließen Sie am besten schon vor dem Baubeginn ab.

Denn Sie haften bereits ab dem Zeitpunkt, an dem Sie mit einem Architekten oder einer Baufirma einen Vertrag schließen.

Für Öltankbesitzer: Gewässerschadenhaftpflicht

Falls Sie Ihre Immobilie mit Öl heizen, sollten Sie bedenken, dass Öl große Schäden anrichten kann, wenn es ins Grundwasser oder in ein Fließgewässer gelangt. Viele private Haftpflichtversicherungen decken Kosten ab, die durch ein Leck am Öltank des Eigenheims entstehen.

In der von uns empfohlenen privaten Haftpflichtversicherung „Klassik-Garant Exklusiv“ der VHV sind Heizöltanks mitversichert.

Der Tarif „Einfach Besser Plus“ der Haftpflichtkasse versichert einen Heizöltank nur in selbstbewohnten Immobilien. Im Tarif „Prestige“ der Bayerischen sind Öltanks nicht mitversichert.

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Vermieter und Eigentümergemeinschaften brauchen in vielen Fällen eine separate Gewässerschadenhaftpflicht.

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Nicht alle Versicherungen sind ein Muss, manche können aber im Einzelfall Sinn ergeben. Im folgenden Abschnitt stellen wir Ihnen eine Reihe von Versicherungen vor, die je nach Sachlage empfehlenswert sind.

Teures Inventar mit der Hausratversicherung schützen

Viele Ratgeber zählen die Hausratversicherung zu den absolut notwendigen Versicherungen. Ob ein solcher Schutz sinnvoll ist oder nicht, hängt davon ab, wie teuer der Besitz in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus ist. 

Überschlagen Sie, wie viel eine Neuanschaffung Ihrer Haushaltsgegenstände kosten würde.

Wären Sie in der Lage, wichtige Möbel, Geräte und Gegenstände neu zu kaufen, wenn diese bei einem Einbruch gestohlen oder durch einen Brand zerstört würden? Wenn Sie diese Frage bejahen können, brauchen Sie Ihren Hausrat nicht zu versichern.

Haben Sie dagegen viel Geld in Ihre Einrichtung investiert, sollten Sie Ihren Besitz schützen. Eine Hausratversicherung zahlt für Schäden an Ihrem Inventar durch Einbruch, Feuer, Leitungswasser sowie Sturm und Hagel.

  • Diese Versicherung solltest Du haben, wenn Du Deine Einrichtung nach Brand oder Einbruch nicht auf eigene Kosten ersetzen kannst.
  • Von uns empfohlenes Portal: Mr-Money

Zum Ratgeber

Die Bauleistungsversicherung ist eine gute Ergänzung zur Bauherrenhaftplicht. Sie zahlt, falls auf Ihrer Baustelle unvorhergesehene Schäden entstehen – etwa durch Unwetter, Konstruktions- oder Materialfehler sowie Vandalismus. Zusätzlich können Sie Materialien gegen Diebstahl versichern, allerdings nur, wenn diese bereits fest eingebaut sind.

Eine Bauleistungsversicherung brauchen Sie erst, wenn Sie tatsächlich mit dem Bauen beginnen. Vergleichen Sie unbedingt verschiedene Angebote, da sich diese in Preis und Höhe der versicherten Kosten zum Teil deutlich voneinander unterscheiden.

Alle möglichen Schäden deckt aber auch die Bauleistungsversicherung nicht ab. Schäden am Rohbau durch Brand, Blitzschlag oder Explosionen können Sie separat durch eine Feuerrohbauversicherung absichern.

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In einigen Wohngebäudeversicherungen ist der Feuerschutz für den Rohbau kostenfrei enthalten. Wenn Sie die Wohngebäudeversicherung schon abschließen, bevor der Hausbau beginnt, kostet Sie die Feuerversicherung während der Bauphase bei einigen Anbietern nichts. Sobald das Haus fertig ist, greift die Gebäudeversicherung, und Sie müssen Beiträge zahlen.

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Nicht jede Versicherung rund um Haus und Wohnung ist wirklich notwendig. Verzichten können Sie auf Verträge, die Schäden absichern, für die Sie ohne Schwierigkeiten selbst aufkommen können.

Haus- und Wohnungsschutzbrief

Viele Versicherer werben damit, dass Sie mit dem Haus- oder Wohnungsschutzbrief für Schadensfälle rund um das Haus abgesichert sind.

Ob es sich um einen verlorenen Schlüssel, verstopfte Leitungen oder kaputte Heizkörper handelt – die Versicherung kümmert sich um einen Dienstleister und übernimmt dessen Kosten. Was gut klingt, bietet jedoch häufig nur geringe Leistungen.

Die Schutzbriefe, die es meist als Zusatzbaustein zur Hausratversicherung gibt, übernehmen Kosten oft nur in sehr begrenztem Umfang, etwa 500 Euro im Jahr.

Unser Rat: Bevor Sie sich ärgern, weil Sie trotz Versicherung auf einem Teil der Kosten sitzen bleiben, nehmen Sie die Suche nach einem Handwerker lieber selbst in die Hand und sparen sich die unnötigen Versicherungsbeiträge.

Glasbruchversicherung

Die Kosten für eine zerbrochene Fensterscheibe oder andere beschädigte Glasflächen sind in aller Regel zu verschmerzen.

Wer nicht gerade besonders viel Glas in seinem Eigenheim verbaut hat, kann sich eine Glasversicherung als Zusatz zur Hausratversicherung sparen. Legen Sie lieber selbst jeden Monat etwas Geld für Reparaturen zurück.

Einige Schäden übernehmen ohnehin die Privathaftpflicht, die Wohngebäude- oder die Hausratversicherung.

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Wir wollen mit unseren Empfehlungen möglichst vielen Menschen helfen, ihre Finanzen selber zu machen. Daher sind unsere Inhalte kostenlos im Netz verfügbar. Wir finanzieren unsere aufwändige Arbeit mit sogenannten Affiliate Links. Diese Links kennzeichnen wir mit einem Sternchen (*).

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Источник: https://www.finanztip.de/sinnvolle-versicherungen/versicherungen-fuer-hausbesitzer/

Hausbesitzer-Versicherungen: Diese Policen sollten Sie haben

Welche Versicherungen Sie im Eigenheim brauchen

Um der Gefahr des finanziellen Ruins nach einem Schaden vorzubeugen, müssen sich Hausbesitzer gegen Schäden absichern, die durch Sturm, Hagel, Feuer oder Leitungswasser verursacht werden.

Darüber hinaus können sich Verbraucher auch bei sogenannten Elementarschäden absichern: Das Gebäude wird in diesen Fällen durch Lawinen, Erdbeben oder Hochwasser beschädigt.

Optionale Absicherungen sind auch bei Glasschäden möglich – allerdings sollten Sie in beiden Fällen zunächst den tatsächlichen Bedarf prüfen.

Eine weitere optionale Versicherung wäre auch die Bauherrenhaftpflicht als Teil der Hausbau-Versicherungen. Sie deckt Schäden ab, die im Rahmen eines Hausneubaus entstehen können. Der Versicherungsschutz wird jedoch nur während einer bestimmten Phase benötigt und ist auch nur beim Hausbau nötig.

Grundsätzlich sollte sich jeder Hausbesitzer für eine Basisabsicherung entscheiden. Diese besteht aus der Hausratversicherung, der Gebäudeversicherung und der Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung.

Ist das Haus in einer besonderen Region errichtet worden oder handelt es sich um ein besonderes Gebäude wie ein Schloss oder eine Villa, sollten Sie diese Faktoren in die Wahl der geeigneten Versicherung mit einbeziehen.

Manche Versicherer bieten zwar Kombi-Produkte an, doch es gibt keine Police, die alle Gefahren und Schäden der drei elementaren Hausversicherungen mit nur einem Produkt abdeckt.

Einige Versicherungsunternehmen arbeiten mit einer sogenannten „Allgefahrendeckung“.

Diese besondere Variante bezieht sich jedoch nie auf ein Gesamtpaket, sondern immer nur auf einzelne Versicherungen wie Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung.

Bedarf ermitteln und entscheiden

Es ist für Hausbesitzer wichtig, vorab den tatsächlichen Absicherungsbedarf zu ermitteln. Fügen Sie zu viele Leistungen auf einmal hinzu, kann sich die Versicherungsprämie unnötig erhöhen.

Darüber hinaus kann es manchmal auch sinnvoll sein, auf einen Leistungsaspekt zugunsten einer günstigeren Prämie zu verzichten.

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Dies ist zum Beispiel dann der Fall, wenn sich ein voraussichtlicher Schaden auch mit den eigenen finanziellen Mitteln beheben ließe.

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Allerdings sollten Versicherungsnehmer nicht primär auf den Preis einer Versicherung schauen. Viel wichtiger ist die tatsächliche Leistung der jeweiligen Versicherung im Schadensfall. So können wenige Euro Prämie im Monat Versicherte vor Millionenzahlungen nach Schäden am Haus oder an Personen bewahren. Wichtige Faktoren für die Wahl der Versicherung sind u.a.:

  • Die Höhe der Deckungssumme
  • Die jeweils versicherten Schäden

Über- oder Unterversicherung vermeiden

Manche Versicherungsunternehmen mindern ihre Leistung im Schadensfall, wenn eine Unterversicherung besteht. Dies gilt insbesondere bei Hausratversicherungen oder Gebäudeversicherungen.

Sie sollten deshalb die Versicherungssumme immer hoch genug ansetzen. Mit Hilfe einer Wertermittlungstabelle lässt sich zum Beispiel der Neuwert des gesamten Hausrats ermitteln.

Dieser Wert wird anschließend als Versicherungssumme gewählt.

Regelmäßig sollten Sie die Höhe der Versicherungssumme überprüfen, um eine Unterversicherung zu vermeiden. Im Falle der Gebäudeversicherung bietet die Berechnung der Versicherungssumme nach dem Wert 1914 eine zuverlässige Möglichkeit, um Unterversicherungen zu vermeiden.

Eine Überversicherung ist möglich, wenn Hausbesitzer mehrere Policen abgeschlossen haben, die ähnliche Leistungen beinhalten.

So kann es zum Beispiel passieren, dass eine Feuerversicherung und ebenso eine Wohngebäudeversicherung existiert, die bereits eine Absicherung bei Feuer enthält. In diesem Fall wäre das Gebäude überversichert.

Es lohnt sich folglich, auch den Versicherungsschutz ausgiebig zu prüfen und eine Police im Falle einer Überversicherung zu kündigen, um dadurch Kosten zu sparen.

Wichtige Versicherungen für Hausbesitzer

Zu den wichtigen Versicherungen im Basisschutz für Hausbesitzer gehören:

  1. Wohngebäudeversicherung
  2. Hausratversicherung
  3. Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung

Mit dem Basisschutz sind Schäden am Gebäude sowie an Dingen im Gebäude und Personen abgedeckt, die sich auf dem Grundstück oder im Gebäude befinden.

Der Basisschutz der Wohngebäudeversicherung deckt Schäden durch Feuer, Leitungswasser oder Sturm ab. Die Versicherung selbst ist für Hausbesitzer nicht gesetzlich vorgeschrieben. Dennoch sollte sie in Anspruch genommen werden, da vor allem häufige Schäden durch Feuer oder Stürme hohe Kosten verursachen können, die mit eigenen finanziellen Mitteln nicht mehr zu decken sind.

Doch selbst der Basisschutz kann in manchen Fällen nicht ausreichen. Deshalb lohnt es sich, das „Kleingedruckte“ im Vertrag genau durchzulesen.

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So kann es zum Beispiel vorkommen, dass das Gebäude zwar gegen Sturmschäden abgesichert ist, aber dieser Schutz nicht mehr greift, wenn der Sturmschaden eine Verseuchung des Erdreichs verursacht hat.

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Gleiches gilt für eine Feuerversicherung im Rahmen der Gebäudeversicherung, die keinen Schutz mehr vor Umweltschäden bietet, die durch das Löschwasser verursacht werden.

Die Höhe der Versicherungssumme kann anhand verschiedener Verfahren berechnet werden. Sie richtet sich grundsätzlich nach dem Neuwert des Gebäudes.

  1. Berechnung nach Wohnfläche
    In diesem Fall wird die Versicherungssumme anhand der Wohnfläche und der Ausstattung des Hauses berechnet. Die Versicherung übernimmt im Schadensfall die Kosten des ortüblichen Neubauwerts. Allerdings wird dabei eine Höchstentschädigungsgrenze angesetzt, die dem tatsächlichen Wert des Gebäudes nicht entsprechen kann. In diesem Fall wäre das Gebäude unterversichert.
  2. Gleitender Neuwert oder Wert 1914
    Bei dieser Methode passt sich die Versicherungssumme sukzessive an die Wertentwicklung des Gebäudes an. Die Berechnung beruht auf der Division des Neuwerts durch den Baupreisindex. Hierbei spielt der Wert 1914 eine Rolle. Er ist ein fiktiver Wert, der angibt, wie viel das Gebäude im Jahr 1914 in D-Mark gekostet hätte.
  3. Wertgutachten
    Versicherungsnehmer haben die Möglichkeit, den Wert ihres Gebäudes mit Hilfe eines Gutachters ermitteln zu lassen. Allerdings entstehen dadurch nicht nur zusätzliche Kosten, sondern häufig wird dabei nur der Verkehrswert, aber nicht der Wert für eine Neuanschaffung definiert.

Mit der Hausratversicherung sind in der Regel Schäden am privat genutzten Hausrat abgesichert. Hierzu zählen Möbel oder Haushaltsgegenstände. Die Schäden können durch Feuer, Leitungswasser oder Sturm entstehen. Eine Absicherung gegen Elementarschäden ist bei vielen Versicherern optional möglich.

Die Versicherungssumme der Hausratversicherung kann vom Versicherungsnehmer ausgewählt werden. Sie richtet sich nach dem Neuwert des Hausrats. Es gibt zwei gängige Verfahren, um die Versicherungssumme der Hausratversicherung zu ermitteln.

Manche Versicherer arbeiten zum Beispiel mit einer Pauschale pro Quadratmeter. Diese Pauschale wird mit der Wohnfläche multipliziert. Diese Methode hat allerdings den Nachteil, dass schnell eine Unter- oder Überversicherung entstehen kann.

Sinnvoller ist meist eine detaillierte Aufschlüsselung des Haushalts mit Hilfe einer Wertermittlungstabelle. Damit kann eine Unter- oder Überversicherung vermieden werden. Außerdem ist der komplette Hausrat im Falle eines Schadens bereits übersichtlich notiert.

Eine Hausratversicherung kann in manchen Fällen auch überflüssig sein. Dies gilt vor allem dann, wenn der Versicherungsnehmer in der Lage wäre, die entstandenen Schäden selbst zu begleichen. Häufig wird bei Studentenwohnungen angenommen, dass deren Einrichtung nicht so wertvoll ist, als dass eine separate Hausratversicherung nötig wäre.

Allerdings sollte dennoch genau geprüft werden, ob sich eine Hausratversicherung nicht doch lohnen kann.

Denn Unterhaltungselektronik sowie Kleidung und Mobiliar können schnell mehrere tausend Euro wert sein, die im Falle eines Schadens ersetzt werden müssten.

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Außerdem sind die Raten für eine Hausratversicherung mit kleinen Versicherungssummen so moderat, dass sie üblicherweise auch mit einem Studentenbudget bezahlt werden können.

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Eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung bietet einen Basisschutz bei Personenschäden. Die Versicherung ist wichtig, denn sie übernimmt zum Beispiel die Kosten, wenn ein Fußgänger auf einem nicht geräumten Gehweg stürzt und sich verletzt. Diese Kosten können sich schnell summieren, wenn Schadensersatz, Schmerzensgeld, Behandlungskosten und mehr anfallen.

Der Unterschied zur Wohngebäudeversicherung besteht darin, dass in der Haftpflicht hauptsächlich Personenschäden abgesichert sind, die Wohngebäudeversicherung jedoch nur Schäden am Gebäude oder an fest damit verbundenen Teilen deckt. Ebenso wie die Hausratversichersicherung ist die Wohngebäudeversicherung eine Sachversicherung.

Die Versicherungssumme sollte ausreichend hoch gewählt werden. Empfohlen wird allgemein eine Deckung von mindestens drei Millionen Euro.

Basisschutz statt Vollschutz

Es ist meistens sinnvoller, als Hausbesitzer zunächst den Basisschutz der einzelnen Versicherungen zu nutzen. Weitere Absicherungen können dann mit separaten Policen oder Erweiterungen abgeschlossen werden.

Denn auch wenn der Vollschutz auf den ersten Blick sehr komfortabel erscheinen mag, sind viele Absicherungen im Einzelfall gar nicht nötig. So ist zum Beispiel nicht jeder Schaden bei jedem Haus gleich wahrscheinlich.

Darüber hinaus lassen sich kleinere Schäden durch den Versicherungsnehmer selbst beheben, ohne dass dafür eine Versicherung einspringen muss.

Beliebte Beispiele für zu umfangreichen Versicherungsschutz sind Tarife, die Schäden an Photovoltaikanlagen übernehmen, obwohl der Hausbesitzer keine Photovoltaikanlage sein Eigen nennt. Gleiches gilt für die Absicherung bei Schäden an Öltanks oder entgleiste Züge. Somit sollte im Vorfeld genau geprüft werden, ob die Vollabsicherung unbedingt nötig ist.

Der Basisschutz entspricht seinem Namen und bietet eine Grundabsicherung. Sie sollten deshalb darauf achten, dass Schäden durch Feuer sowie Brand, Blitzschlag oder Explosionen sowie Schäden durch Sturm, Hagel oder Leitungswasser (zum Beispiel bei Rohrbrüchen) abgedeckt sind. Denn dabei handelt es sich um die statistisch häufigsten Schäden an oder in Häusern.

Viele Hausbesitzer entscheiden sich aus Bequemlichkeit heute häufig für einen Vollschutz, obwohl sich dieser finanziell nicht lohnt. Denn der umfassendste Schutz ist auch mit hohen Prämien verbunden. Vielfach wäre es sinnvoller, bei zusätzlichem Bedarf mehrere verschiedene Policen zu nutzen, um die Prämien so gering wie möglich zu halten.

Источник: https://www.financescout24.de/wissen/ratgeber/hausbesitzer-versicherungen

Die 5 wichtigsten Versicherungen für Hausbesitzer

Welche Versicherungen Sie im Eigenheim brauchen

Die Wohngebäudeversicherung schützt den Eigentümer einer Immobilie vor den finanziellen Folgen eines Sachschadens. Im Schadensfall ist das gesamte Gebäude einschließlich aller fest eingebauten Gegenstände versichert. In der Regel sind in der Wohngebäudeversicherung folgende Schäden abgedeckt: 

Was passiert bei einem Totalschaden am Haus?

Ist das Haus zum Beispiel abgebrannt, wird es zum sogenannten Neuwertpreis errichtet: Der Versicherte bekommt ein neues, gleichartiges Haus zu heutigen Preisen finanziert – einschließlich der Architekten-, Konstruktions- und Planungskosten. Wichtig: Die Neuwerterstattung erhält man nur, wenn innerhalb von drei Jahren mit dem Wiederauau begonnen wird. Da ein abgebranntes Haus nicht bewohnbar ist, sollten auch Kosten für Mietersatz mitversichert werden.

2. Elementarschadenversicherung: Extremwetter nehmen zu

Im Schadenfall trägt der Versicherte einen Teil der Kosten selbst, da meist eine Selbstbeteiligung vereinbart wird.

Die erweiterte Naturgefahrenversicherung wird als optionaler Zusatzbaustein zur Wohngebäude- und Hausratversicherung angeboten und kann auch nur in Kombination mit einer dieser beiden Versicherungen abgeschlossen werden. Versicherer bieten in der Regel die Hausrat- und Wohngebäudeversicherung bereits inklusive der erweiterten Naturgefahrenversicherung an. Wer sie nicht nutzen möchte, muss sie gezielt abwählen.

Die Wohngebäudeversicherung mit erweiterter Naturgefahrendeckung übernimmt die Kosten für:

  • die Reparaturen im und am Haus sowie den Nebengebäuden (z. B. Garage oder Schuppen).
  • die Trockenlegung und Sanierung des Gebäudes.
  • den eventuellen Abriss des Gebäudes.
  • Konstruktion und Bau eines gleichwertigen Hauses.
  • Auch die Kosten für eine alternative Unterkunft bzw. Mietausfälle, sollte das Haus vorübergehend unbewohnbar sein, können versichert werden.

Vor allem in älteren Wohngebäudeversicherungen ist der Schutz vor Elementarschäden häufig nicht integriert. Im schlimmsten Fall kann diese Lücke im Versicherungsschutz in den finanziellen Ruin führen.

Hausbesitzer, die auf der sicheren Seite sein möchten, sollten deshalb ihre Wohngebäudeversicherung auf den Naturgefahrenschutz hin überprüfen, um mögliche Schäden nicht aus eigener Tasche bezahlen zu müssen.

Naturgefahren-Check: Wie gefährdet ist Ihr Haus?

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Bei selbst genutzten Immobilien

Wer in seiner eigenen Immobilie wohnt und keine Mieter hat, braucht auch in seiner Rolle als Eigenheimbesitzer eine private Haftpflichtversicherung. Besitzer einer eigenen Immobilie müssen für Schäden persönlich gerade stehen, die sie anderen versehentlich und unbeabsichtigt zufügt. Schadenersatzansprüche drohen dem Eigentümer etwa, wenn:

  • ein Besucher auf dem glatten Boden seiner Wohnung ausrutscht.
  • ein Passant vor dem versicherten Grundstück wegen Glatteis stürzt.
  • sich der nicht fachmännisch befestigte Blumenkasten löst und ein geparktes Auto beschädigt.
  • die selbst angebrachte Deckenlampe herunterfällt und einen Besucher verletzt.

Gegen solche Schadenersatzansprüche bietet die private Haftpflicht Schutz. Mitversichert sind zum Beispiel der Ehepartner und minderjährige unverheiratete Kinder.

Bei vermieteten Immobilien bzw. größeren Wohnanlagen

Die Haus- und Grundbesitzer-Haftpflichtversicherung ist erforderlich für alle, die ihre Immobilie nicht selbst nutzen, sondern vermieten. Auch in diesen Fällen ist der Eigentümer dafür verantwortlich, dass Dritte keinen Schaden nehmen.

Die Grundbesitzerhaftpflicht zahlt, wenn Passanten gefährdet oder verletzt werden – beispielsweise durch eine lose Gehwegplatte, vereiste Gehwege, umgestürzte Bäume oder herabfallende Eiszapfen.

Wer sein Gebäude selbst bewohnt und eine privat­e Haftpflichtversicherung hat, braucht diese Versicherung nicht.

Wer genau benötigt eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung?

  • Besitzer/Eigentümer von Mehrfamilienhäusern
  • Vermieter von Einfamilienhäusern
  • Besitzer/Eigentümer unbebauter Grundstücke
  • Besitzer/Eigentümer von Einfamilienhäusern mit Einliegerwohnungen.

    Der Versicherungsschutz durch die private Haftpflicht besteht nämlich nur, wenn das Einfamilienhaus bis auf drei Räume vom Versicherungsnehmer selbst genutzt wird. Andernfalls braucht der Eigentümer eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht.

  • Wohnungseigentümer von Gebäuden, die für eine Eigentümergemeinschaft errichtet worden sind.

    Die Haftpflichtversicherung des Wohnungseigentümers deckt nur die Gefahren, die von der Wohnung, dem zugehörigen Kellerraum und dem eventuell vorhandenen abgegrenzten Parkplatz ausgehen.

Pannenhilfe für Zuhause: Der Haus- und Wohnungsschutzbrief

Ein Haus- und Wohnungsschutzbrief bietet in Notfällen schnelle Hilfe. Wer sich etwa ausgesperrt hat, kann über den Schutzbriefversicherer einen Schlüsseldienst benachrichtigen, um wieder in die Wohnung zu gelangen. Der Versicherer übernimmt die Kosten für das Öffnen der Tür und, falls notwendig, für ein provisorisches Schloss.

Ein Haus- und Wohnungsschutzbrief kann auch in anderen Notfällen sinnvoll sein. Ist etwa das Abflussrohr einer Badewanne oder des Spülbeckens verstopft, organisiert und bezahlt die Versicherung die Rohrreinigung.

Ähnliches gilt auch für Schäden an der Heizungs-, Wasser- und Elektroinstallation eines Hauses. Müssen Silberfische, Motten oder Mäuse bekämpft werden, kommt die Schutzbriefversicherung ebenfalls dafür auf.

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Auch die Kosten für die Beseitigung von Wespen- oder Bienennestern müssen Hausbesitzer mit einem Schutzbrief nicht selbst tragen.

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Haus- und Wohnungsschutzbriefe werden in der Regel als Zusatzbaustein zu einer Hausrat- oder Wohngebäudeversicherung angeboten – vergleichbar mit einem Autoschutzbrief, der in Verbindung mit einer Kfz-Versicherung abgeschlossen werden kann. Je nach Schutzbrief kann der Betrag, den der Versicherer für einen einzelnen Schaden übernimmt, gedeckelt sein.

4. Die Hausratversicherung

Über die Hausratversicherung können Eigenheim-Besitzer und Mieter alle beweglichen Gegenstände von Möbeln über Kleidung bis hin zu Elektrogeräten absichern. Diese Police kommt auf für entstandene Schäden durch:

  • Feuer
  • Blitzschlag, Explosion oder Implosion
  • Einbruch/Diebstahl
  • Sturm (ab Windstärke 8) und Hagel
  • Leitungswasser
  • Überspannung

Der Versicherungsschutz kann durch zusätzliche Vertragselemente, wie zum Beispiel Fahrraddiebstahl, erweitert werden.

Die Hausratversicherung bezahlt

  • den Wiederbeschaffungspreis für gestohlenes oder irreparables Inventar. Das muss nicht der Kaufpreis sein.

    Der Versicherte erhält im Schadenfall so viel Geld, dass er einen gleichwertigen Gegenstand zu heutigen Preisen neu erwerben kann.

  • die Reparaturkosten für beschädigtes Inventar.

  • eine Wertminderung bei beschädigten aber noch uneingeschränkt nutzbaren Gegenständen.

Tipp: Versicherungssumme der Hausrat anpassen

Da sich Wert und Umfang des Hausrats im Lauf der Zeit ändern, sollten teure Anschaffungen und Wertsachen wie etwa Schmuck auch in der Versicherungssumme berücksichtigt werden. Von Zeit zu Zeit sollten Versicherte überprüfen, ob die Entschädigung im Vertrag für die Wertsachen noch ausreichend ist. Andernfalls liegt eine sogenannte Unterversicherung vor.

Gut zu wissen: Versicherungsschutz in der Bauphase

In der Bauphase gibt es andere Risiken auf dem Grundstück, ein anderer Schutz ist deshalb für Bauherren notwendig. Welche Versicherungen für Bauherren sinnvoll sind, haben wir auf dieser Seite zusammengefasst.

Источник: https://www.dieversicherer.de/versicherer/haus---garten/news/versicherungen-fuer-hausbesitzer-55382

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