Welche Vor- und Nachteile haben Schiebefenster?

Fenster: Vor- und Nachteile unterschiedlicher Bauarten

Welche Vor- und Nachteile haben Schiebefenster?

Jede Öffnung verlangt nach einem passenden Fenster. Je nach Wunsch und Anspruch hält der Handel derzeit drei Fensterarten mit unterschiedlichen Rahmenmaterialien parat: Kunststoff, Holz oder Aluminium – im Verbund oder einzeln. Es sind alle Kombinationen möglich.  Für eine gute Raumlüftung spielt  auch die Öffnungsart des Fensters eine große Rolle.

Holzfenster – stabiles Fenster mit guter Wärmedämmung

Holzfenster gehören neben Kunststofffenstern zu den geläufigsten Fensterarten in Deutschland. Nicht ohne Grund erfreuen sich Holzfenster großer Beliebtheit. Sie besitzen eine gute bis sehr gute Wärmedämmung und weisen nur eine geringe Wärmedehnung auf.

Trotz des Materials sind Holzfenster sehr stabil und zeichnen sich durch eine lange Lebensdauer aus.
Im Gegensatz zu den anderen Fensterarten sind Holzfenster in einer großen Farbauswahl, verschiedenen Ausführungen und Formen verfügbar.

Durch das natürliche Material Holz verleihen sie Wohnräumen eine gemütliche Atmosphäre und können problemlos entsorgt werden.

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Nachteil: Holzfenster müssen gestrichen werden

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Allerdings sind Holzfenster nicht völlig witterungsbeständig. Bereits nach wenigen Jahren weisen sie Spuren des Wetters auf und müssen gestrichen werden (siehe auch Artikel Pinsel).

  • geringe Wärmedehnung
  • leichte Bearbeitbarkeit
  • große Farbauswahl
  • lange Lebensdauer
  • stabil
  • gute Wärmedämmeigenschaften
  • gemütliche Wohnatmosphäre
  • gute Bauphysik
  • umweltfreundlich
  • mäßig witterungsbeständig
  • muss regelmäßig gestrichen werden

Holz-Aluminium-Fenster – wartungsarme Fenster mit vielseitigen Gestaltungsvarianten

Holz-Aluminium-Fenster bestehen aus einem Aluminium-Holz-Verbund und weisen eine hohe Lebensdauer auf.

Durch die Materialkombination bieten sie innen eine hohe Wohnbehaglichkeit und im Gegensatz zu reinen Holzfenstern eine gute Witterungsbeständigkeit, sehr gute Wärmedämmeigenschaften, extreme Pflegeleichtigkeit und zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten.

Darüber hinaus sind Holz-Aluminium-Fenster fast wartungsfrei. Allerdings sind diese Fenster im Vergleich zu Holz- sowie Kunststoff-Fenstern recht teuer.

Holz Alu Fenster (Foto © Bacho Fotolia.com)

  • aus Aluminium und Holz
  • hohe Lebensdauer
  • hohe Wohnbehaglichkeit
  • witterungsbeständig
  • wärmedämmend
  • pflegeleicht
  • zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten
  • fast wartungsfrei
  • hohe Anschaffungskosten

Kunststofffenster – flexibles Fenster mit langer Lebensdauer

Kunststofffenster bestehen, wie der Name schon sagt, vorwiegend aus Kunststoff und kommen mit sehr guten Wärmedämmeigenschaften daher.

Durch den Kunststoff besitzen sie eine hervorragende Farb-, Witterungs- und Formbeständigkeit und sind korrosionsfrei. Kunststofffenster sind sehr lange haltbar und in vielen Farben und Formen erhältlich.

Damit bieten sie eine große Auswahl an Gestaltungsmöglichkeiten.

Rechts: Auau eines Kunststofffensters

Trotz ihres Materials sind Kunststofffenster recycelbar und damit sehr umweltfreundlich. Während Holzfenster gewartet werden müssen, sind Kunststofffenster nahezu wartungsfrei, pflegeleicht und müssen kaum instand gesetzt werden. Darüber hinaus sind sie in der Anschaffung sehr günstig.

  • aus Kunststoff
  • sehr gute Wärmedämmeigenschaften
  • hervorragende Farb-, Witterungs- und Formbeständigkeit
  • korrosionsfrei
  • lange Lebensdauer
  • in vielen Formen und Farben verfügbar
  • umweltfreundlich durch Recycelbarkeit
  • günstig in der Anschaffung
  • kaum Instandhaltungskosten
  • pflegeleicht
  • fast wartungsfrei

Was ist beim Kauf eines Fensters zu beachten

Das Wichtigste sind natürlich die Maße, hier sollte man genau messen sonst hat man später Probleme.

Ein paar Millimeter kleiner ist in der Regel nicht so tragisch da Spalten später ausgeschäumt werden, aber zu groß sollte es nicht sein!  Besonder preiswert sind immer Fenster mit Standard-Maßen, diese kann man dann sogar im Online Handel über Ebay* oder Amazon* finden.  Ein Blick auf diese Seiten kann oft Geld sparen, wenn man die passende Größe findet.

 Einige dieser Anbieter fertigen auch individuelle Größen an.
Natürlich findet man auch im Netz zahlreiche weitere Anbieter, die Fenster nach Maßangaben fertigen. Bei der Auswahl sollte man besonderes darauf achten, dass das Fenster gute Wärmedämmeigenschaften besitzt.

Auf die Verglasung bzw. den U-Wert achten

Folgende Eigenschaften haben große Auswirkung auf die Wärmedämmeigenschaften:

  • Das Profil, insbesondere bei KunststofffensternIn der Regel gilt: Je dicker ein Fensterprofil ist, und je mehr Kammern z.B. das Kunststofffensterprofil aufweist, umso höher ist die Wärmedämmung.
  • Die VerglasungBei der Verglasung gibt es mehrere Komponenten, die den sogenannten U-Wert beeinflussen:
    • Scheibendicke
    • Scheibenauau
    • Glasabstandhalter
    • Gasfüllung

In der Regel gilt: Je mehr Scheiben desto besser die Wärmedämmung, eine dreifach verglaste Scheibe dämmt natürlich mehr als eine Zweifachverglasung. Je dicker die Verglasung, desto besser der U-Wert der Verglasung.

Der U-Wert ist ein übliches Maß für die Wärmedämmung. Je kleiner der Wert umso besser ist die Wärmedämmung. Der Gesamt U-Wert eines Fensters wird mit dem Uw-Wert angegeben. Er setzt sich zusammen aus dem Ug-Wert der Verglasung und dem Uf-Wert des Rahmens.

Die verschiedenen Öffnungsarten von Fenstern

Wohn- und Gewerberäume müssen regelmäßig gelüftet werden. Um hier keine Einschränkungen im Gebrauch zu haben, müssen die Öffnungsarten der Fenster beachtet werden. Zum Teil können sogar verschiedene Öffnungsarten miteinander kombiniert werden. Auf dem deutschen Markt existieren derzeit acht Öffnungsarten.

Drehkopfflügel-Fenster – Standardfenster im Wohnungsbau

Drehkopfflügel-Fenster gehören zur Standardausstattung im Wohnungsbau. Bei dieser Öffnungsart können die Fenster entweder weit nach innen oder in Kippstellung geöffnet werden. Vorwiegend werden diese Fenster im modernen Wohnungsbau eingesetzt.

Klappflügel-Fenster – Fenster fürs Dach oder Blumen

Klappflügel-Fenster öffnen mit einem Winkel von 15 ° nach unten und eignen sich damit gut als Dach- und Blumenfenster. Die Fenster lassen sich nach außen und innen öffnen, wodurch Lärm und Hitze ungehindert eindringen können. Durch die ungünstige Winkelneigung können Klappflügel-Fenster nur schwer gereinigt werden.

Schwingflügel-Fenster – ideal für breite Fensteröffnungen

Schwingflügel-Fenster besitzen drehbare Flügel, die sich um eine horizontale Achse bewegen. Sie eignen sich sehr gut für breite Öffnungen wie Dachfenster, großflächige Fenster und Fenstertüren mit Schiebekonstruktionen. Auch mit diesen Fenstern kann dauer- und stoßgelüftet werden.

Kippflügel-Fenster für Keller und als Oberlicht

Im Gegensatz zu anderen Fenstern können Kippflügel-Fenster nur gekippt werden. Eine Stoßbelüftung ist mit ihnen nicht möglich. Bei diesen Fenstern handelt es sich um Fenster, die unten angeschlagen sind und mit einem Winkel von 15 ° gekippt werden. Dadurch lassen sie sich schlecht reinigen und werden deshalb gern in Räumen verwendet, die selten betreten werden, z. B. Keller.

Wendeflügel-Fenster für Neben- und Kellerräume

Bei dieser Öffnungsart dreht sich der Wendeflügel um eine senkrechte Achse. Ist das Fenster geöffnet, ragt eine Hälfte des Wendeflügel-Fensters ins Zimmer hinein. Auf diese Weise bietet das Fenster nur ungenügenden Schutz vor Wind und Regen. Auch die Benutzung mit einem Rollladen ist unmöglich. Daher eignen sich Wendeflügel-Fenster nur für Keller- und Nebenräume.

Drehflügel-Fenster – meist in alten Gebäuden

Drehflügel-Fenster sind meistens Doppelfenster mit vier Flügeln, die häufig in alten Gebäuden verwendet werden. Dadurch besitzen sie sehr gute Wärmedämmeigenschaften. Sie lassen sich nach innen vertikal öffnen. Damit kann zwar stoß-, aber nicht dauergelüftet werden.

Schiebefenster für Terrassen und Balkone

Schiebefenster besitzen schiebbare Fenstergläser, die durch den fehlenden Rahmen einen freien Blick nach Draußen bieten. Das Fenster ist einfach zu handhaben und leicht zu reinigen. Das rahmenlose Fenster ermöglicht eine hervorragende Lüftung und wird gern für Balkone und Terrassen verwendet.

Feststehende Verglasung – Fenster für Treppenhäuser, Wintergärten und Fassaden

Fenster mit einer feststehenden Verglasung besitzen gar keinen Rahmen. Hier wird das Glas direkt in den Fensterrahmen eingesetzt. Dadurch ist ein Öffnen bzw. Lüften nicht möglich. Fenster mit einer feststehenden Verglasung werden bevorzugt in Treppenhäusern, Fassaden und Wintergärten eingesetzt.

Fenstereinbau: So gehts

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Einige führende Fenster Hersteller : Aluplast – Dimex – Forster – Gealan – Gutmann – KBE -Rehau Kunstofffenster – Roto NT – Schüco Fenster – Stöckel – Thyssen – Trocal – WICONA

Autor A.E.

Источник: https://www.tueftler-und-heimwerker.de/fenster-vor-und-nachteile-unterschiedlicher-fensterarten/

Fensterarten

Welche Vor- und Nachteile haben Schiebefenster?

Fenster bringen Licht in Wohnung und Haus und stellen für Gebäude außerdem ein wichtiges Designelement dar. Fensterverglasung und Fensterrahmen gewinnen aber beim Einbau von Fenstern ebenso in Bezug auf Energieeffizienz und Geräuschdämmung immer mehr an Bedeutung.

Wo liegen die Vor- und Nachteile von Fensterarten wie Drehflügel-, Schwing- oder Kippschwingfenster? Welche Eigenschaften sind bei Fensterrahmen aus Holz, Kunststoff und Metall von Bedeutung? Unser Ratgeber gibt Ihnen wichtige Infos und Tipps zu Fenstern, Fensterrahmen und Fensterverglasungen.

Welche Fenster gibt es? Fensterarten und ihre Vor- und Nachteile

Neben Verglasung und Rahmen unterschieden sich die Fensterarten vor allem durch ihren Öffnungsmechanismus. Nachfolgend stellen wir Ihnen gängige Fenstertypen gegliedert nach ihrem Öffnungsmechanismus mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen kurz vor:

Drehflügelfenster: Drehflügelfenster werden seitlich links oder rechts am Rahmen drehbar angeschlagen. Die Fenster können aus einem oder mehreren Flügeln bestehen, die beim Öffnen entweder in den Raum oder nach außen schwenken. In der Regel werden in Deutschland jedoch in den Raum schwenkende Drehflügelfenster verbaut.

Drehflügelfenster bieten den Vorteil, dass Sie diese sehr weit öffnen können. Dies ist zum Beispiel für eine energiesparende Stoßlüftung vorteilhaft. Außerdem lassen sich auch die äußeren Glasflächen bequem reinigen, wenn Sie die Fenster nach innen öffnen. Zudem sind Drehflügelfenster wegen des einfachen Aufhängungsmechanismus relativ kostengünstig.

Allerdings fehlt Drehflügelfenstern eine Kippstellung. So können Sie über die Fenster nicht für einen sanften Luftaustausch sorgen. Im Handel sind jedoch Haken verfügbar, mit denen Sie die Fenster in einer leicht geöffneten Stellung fixieren können.

Ein weiterer Nachteil von Drehflügelfenstern ist das einfache Eindringen von Regen und Schnee, wenn Sie einmal vergessen, die Fenster zu schließen.

Drehkippflügelfenster: Drehkippflügelfenster, vielfach auch Drehkippfenster genannt, gehören zu den am häufigsten verbauten Fensterarten. Drehkippflügelfenster können Sie über Drehscharniere komplett öffnen.

Im Gegensatz zum Drehflügelfenster lässt sich der Fenstertyp aber zusätzlich kippen. Einige Fenstermodelle lassen sich sogar in verschiedenen Kippstufen arretieren. Das Öffnen oder Kippen des Fensters kann bequem über einen zentralen Drehgriff gesteuert werden.

Mit einem Drehkippflügelfenster können Sie folglich ebenso bequem Stoßlüften wie mit einem Drehflügelfenster. Zusätzlich ermöglicht die Kippstellung aber auch ein langsames, zugfreies Lüften. Dies macht die Fenster zum Beispiel für Schlafzimmer sehr gut geeignet.

Wie Drehflügelfenster können auch Drehkippflügelfenster leicht von außen gereinigt werden. Achten Sie beim Kauf von Drehkippflügelfenstern auf stabile Bänder und Beschläge, da diese beim Kippen und Schließen des Fensters relativ stark belastet werden.

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Minderwertige Bänder und Beschläge können bereits nach wenigen Gebrauchsjahren mechanische Ausfälle verursachen und somit zum Klemmen des Fensters führen. Die Reparaturen sind dann oft kostspielig.

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Schwingflügelfenster: Schwingflügelfenster, häufig auch einfach als Schwingfenster bezeichnet, drehen sich um eine horizontale Achse in der Mitte des Fensters. Dabei schwingt die untere Hälfte des Fensters beim Öffnen meist nach außen, während die obere Hälfte in den Raum schwingt.

Die Fenster können oft stufenlos oder in verschiedenen Öffnungsstellungen arretiert werden. So kann die Stärke der Lüftung sehr gut reguliert werden.

Schwingflügelfenster lassen sich relativ leicht reinigen und aufgrund der simplen mechanischen Konstruktion sind die mechanischen Bauteile des Fensters wenig störanfällig. Vergessen Sie das Fenster allerdings bei Regen zu schließen, kann sehr einfach Wasser über das Fenster eindringen.

Mit einem Regensensor in Kombination mit einem elektrischen Antrieb können Sie dieses Problem umgehen. Einige elektrische Antriebe für die Fensterart sind ebenfalls programmierbar. So können Sie zum Beispiel während Ihrer Abwesenheit den Raum zu festgelegten Zeiten lüften.

Mit einer Fernbedienung lassen sich Schwingflügelfenster mit Elektroantrieb bequem vom Bett oder Sofa aus öffnen. Der Fenstertyp wird sehr häufig in Dächern verbaut und deshalb auch als Dachfenster oder Dach-Schwingfenster bezeichnet.

Kippschwingfenster: Kippschwingfenster oder Kippfenster werden am unteren Rahmen angeschlagen und lassen sich bis zu 45° in den Raum oder nach außen kippen. Die Fensterart kann nicht komplett geöffnet werden.

Deshalb eignen sich Kippschwingfenster schlecht zur Stoßlüftung. Der Fenstertyp wird häufig für Kellerräume oder als Oberlicht in Dachgeschossen verwendet. Die Außenseite der Fenster lässt sich sehr schlecht reinigen.

Dafür sind die Fenster wegen des simplen Auaus relativ kostengünstig in der Anschaffung.

Klappschwingfenster: Klappschwingfenster oder Klappfenster sind baugleich zu Kippschwingfenstern. Allerdings werden Klappschwingfenster nicht unten, sondern oben angeschlagen. Klappschwingfenster öffnen sich wie Kippschwingfenster um bis zu 45° in den Raum oder nach außen. Die Fensterart wird häufig für Gewächshäuser und Dachluken verwendet.

Schiebefenster: Schiebefenster werden beim Öffnen und Schließen entweder horizontal oder vertikal verschoben. Bei geteilten Schiebefenstern kann so ein Teil bzw. Flügel des Fensters vor den anderen geschoben werden.

Es sind aber auch Schiebefenster verfügbar, die in geöffneten Zustand in Wandschlitzen verschwinden. Da die Fenster beim Öffnen nicht in den Raum ragen, hat der Fenstertyp einen sehr geringen Platzbedarf. Außerdem ergibt sich bei einem geöffneten Schiebefenster eine große Fläche für die Lüftung.

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Schiebefenster benötigen keinen Rahmen und verursachen daher kaum Sichtbehinderungen. Nachteilig bei der Fensterart ist eine oft gegebene erhöhte Anfälligkeit für Dichtigkeitsprobleme. Diese wird unter anderem durch sich abnutzende Dichtungen beim Schieben des Fensters verursacht.

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Zudem lassen sich Schiebefenster schlecht von außen reinigen und Schmutz in den Führungen des Fensters kann den Schiebemechanismus schnell blockieren.

Unsere beliebtesten Fenster

Der Rahmen eines Fensters hat neben der Optik auch entscheidenden Einfluss auf die Beständigkeit und Dämmeigenschaften eines Fensters. In der folgenden Übersicht stellen wir Ihnen die verschiedenen Materialien für Fensterrahmen mit ihren spezifischen Eigenschaften vor:

Holz: Holz zählt bei Fensterrahmen zu den am häufigsten verwendeten Materialien. Das Naturmaterial hat eine gute Wärmedämmung und weist eine hohe Stabilität auf. Holzrahmen für Fenster werden in den verschiedensten Qualitäten und Ausführungen angeboten.

Entscheidend für die Eigenschaften des Rahmens ist die verwendete Holzart. So weisen Weichhölzer wie Fichte und Kiefer unbehandelt eher eine geringe Witterungsbeständigkeit und Widerstandsfähigkeit gegen Schädlinge auf. Eiche ist als Hartholz deutlich beständiger.

Vielfach werden für Fensterrahmen sehr witterungsbeständige Tropenhölzer wie Teak verwendet. Die Verwendung von Tropenholz ist jedoch aufgrund der Zerstörung von Regenwäldern problematisch. Achten Sie bei Fensterrahmen aus Tropenholz daher darauf, dass die Ware von Umweltverbänden zertifiziert ist.

Holz lässt sich leicht verarbeiten und lackieren. Obwohl im Handel bereits Holz-Fensterrahmen in den verschiedensten Farben angeboten werden, können Sie die Fenster auch einfach selbst streichen. Holz verströmt als Naturmaterial zudem ein gemütliches Ambiente.

Zu den Nachteilen von Fensterrahmen aus Holz zählt der relativ hohe Pflegeaufwand. So müssen Holzrahmen regelmäßig geölt oder gestrichen werden, um Rissbildung und Fäulnis zu verhindern.

Kunststoff: Fensterrahmen aus Kunststoff sind sehr witterungsbeständig, langlebig und haben im Vergleich zu Holz ein geringeres Gewicht. Je nach Bauart verfügen Kunststoffrahmen zudem über gute Wärmedämmeigenschaften.

Kunststoffrahmen müssen Sie nicht ölen und lackieren. Der Pflegeaufwand beschränkt sich so auf eine regelmäßige Reinigung. Minderwertige Kunststoffrahmen können allerdings durch UV-Strahlung spröde und rissig werden.

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Teilweise haben Fenster mit Kunststoffrahmen im Vergleich zu Holz oder Metall einen etwas billigen Look. Es sind aber ebenso sehr hochwertige Kunststoffrahmen erhältlich, die nur bei genauem Hinsehen von Holz zu unterscheiden sind.

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Heutige Fensterrahmen aus Kunststoff sind in der Regel voll recyclingfähig und werden teilweise sogar aus Recyclingmaterial hergestellt.

Metall: Fensterrahmen aus Metall sind sehr stabil und langlebig. Für Metall-Fensterrahmen wird meistens leichtes Aluminium verwendet. Aluminium kann nicht rosten. Seltener werden Fensterrahmen aus Stahl hergestellt.

Stahl ist jedoch deutlich schwerer als Aluminium. Wegen der großen Stabilität wird Metall oft für sehr große Fenster bzw. Fensterrahmen eingesetzt. Aluminiumrahmen werden von den Herstellern häufig eloxiert in silbernen oder goldenen Farbvarianten angeboten.

Stahlrahmen sind oft pulverbeschichtet. Pulverbeschichtete Rahmen können mit geeigneten Lacken in den verschiedensten Farben gestrichen werden. Fensterrahmen aus Metall wirken sehr hochwertig.

Ihre teilweise etwas kühle Designnote passt aber nicht zu jedem Haus und die Wärmedämmung ist nicht so gut wie bei Holz- oder Kunststoffrahmen.

Aluminium-Holz-Kombination: Eine interessante Alternative zu Fensterrahmen aus reinem Holz oder Metall sind Fensterrahmen, die aus einer Kombination dieser beiden Materialien bestehen. So vereinen die Rahmen den natürlichen und behaglichen Look von Holz mit der hohen Stabilität und Witterungsbeständigkeit von Aluminium.

Aluminium wird dabei in der Regel an der Außenseite der Rahmen verwendet, während Holz an der Innenseite verbaut ist. Die Aluminium-Holz-Kombination verleiht den Fensterrahmen sehr gute Wärmedammeigenschaften. Zudem bedarf das an der Außenseite verwendete Aluminium kaum Pflege. Ein Nachteil dieser Rahmenart ist der hohe Anschaffungspreis.

Einfach-, Doppel- oder Dreifachverglasung?

Die Fensterverglasung gehört zu den wichtigsten Merkmalen eines Fensters. So hat die Verglasung unter anderem großen Einfluss auf die Wärmedämmeigenschaften von Fenstern.

Nach der Energie-Einspar-Verordnung aus dem Jahr 2009 darf die Verglasung von Fenstern höchstens einen Wärmedurchgangskoeffizienten von 1,1 W/(m²K) aufweisen.

Nachfolgend erhalten Sie einen Überblick der angebotenen Fensterverglasungen:

Einfachverglasung: Fenster mit Einfachverglasung werden wegen der schlechten Wärmedämmeigenschaften kaum noch verbaut. Für Wohngebäude ist der Einbau von Einfachverglasungen aus diesem Grund sogar seit vielen Jahren verboten. Der Einbau von Einfachverglasungen beschränkt sich heutzutage weitestgehend auf Lagerräume, Gartenpavillons oder Schuppen.

Doppelverglasung: Im Vergleich zu einer Einfachverglasung können Sie mit einer Doppelverglasung deutlich Heizkosten sparen. Die guten Wärmedämmeigenschaften einer Doppelverglasung resultieren aus dem Hohlraum zwischen den Scheiben.

Bei einfachen Doppelverglasungen ist dieser Hohlraum mit Luft gefüllt. Noch energieeffizienter sind allerdings Verglasungen, bei denen die Luft durch Gase wie Argon ersetzt wird.

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Argon leitet Wärme viel schlechter als Luft und bietet sich daher als Füllgas besonders an.

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Dreifachverglasung: In Neubauten und bei Modernisierungen aus Energiespargründen werden heute meist Dreifachverglasungen verwendet. Neueste Dreifachverglasungen erreichen Wärmedurchgangskoeffizienten von bis zu 0,5 W/(m²K).

Damit unterbieten derartige Fensterverglasungen die gesetzlichen Anforderungen für Wärmedämmung deutlich. Wie bei den hochwertigen Doppelverglasungen wird der Hohlraum bei modernen Dreifachverglasungen meist mit Edelgasen gefüllt.

Gewisse Nachteile von Dreifachverglasungen sind die Dicke der Scheiben und das relativ hohe Gewicht. Deshalb müssen Rahmen und Beschläge bei Dreifachverglasungen besonders stabil ausgelegt sein. Dreifachverglasungen sind in der Anschaffung relativ teuer.

Dieser vermeintliche Nachteil wird aber durch die Einsparung von Heizkosten aufgrund der guten Wärmedämmung der Fenster meist schnell ausgeglichen.

Spezialverglasungen: Neben Doppel- und Dreifachverglasungen bietet der Fachhandel auch zahlreiche Spezialverglasungen an. So wird an Hauptverkehrsstraßen oder in der Nähe von Flughäfen und Bahnlinien sehr oft Schallschutzglas eingesetzt.

Schallschutzglas besteht meist aus Verbundglas, welches über eine zusätzliche Schicht aus Kunstharz verfügt. Damit das Glas eine gute Schalldämmung erreicht, muss der Fensterrahmen ebenfalls möglichst schalldicht sein.

Der Einsatz von Sonnenschutzglas kann sinnvoll sein, um das Aufheizen von Innenräumen zu mindern. Sonnenschutzglas verfügt über eine spezielle Beschichtung, welche Sonnen- bzw. Wärmestrahlung zurückhält.

Mit der Verwendung von Sichtschutzglas verhindern Sie neugierige Blicke in zum Beispiel Badezimmer oder Arztpraxen.

Hier geht's zum Sortiment „Fenster“

Источник: https://www.hagebau.de/beratung-fensterarten/

Schiebefenster

Welche Vor- und Nachteile haben Schiebefenster?

Ob Sanierung oder Neubau: Schiebefenster überzeugen mit stilvoller Ästhetik und komfortabler Funktion. Sie sind platzsparend, erleichtern das Lüften und werten jeden Raum durch großzügige Glasflächen mit Tageslicht auf.

Beliebt und häufig eingesetzt in Küche, Bad oder als Terrassenzugang, stehen Schiebefenster als praktische Lösung mit minimalem Raumverbrauch auch in puncto Isolierung und Einbruchsschutz dem weit verbreiteten Kippfenster in nichts nach.

Schiebefenster © SIEGENIA-AUBI KG

Wärmedämmung, Schallschutz, ein ungehinderter weiter Ausblick, Schutz vor Sommersonne oder Einbrechern: Fenster müssen viele Anforderungen erfüllen. Jedoch macht nicht jeder Fenstertyp in jedem Bereich des Hauses wirklich Sinn.

Vorteile der Schiebefenster nutzen

So erleichtert zum Beispiel ein Schiebefenster in der Küche das Lüften, weil das Fensterbrett oder die zugestellte Arbeitsfläche nicht erst leer geräumt werden muss.

Außerdem kann selbst starker Wind ein Schiebefenster nicht unerwartet zuschlagen und allgemein ermöglichen Schiebefenster dauerhaft mehr frei verwendbare Fläche, da der Fensterflügel auch beim Öffnen weder in den Raum noch in Richtung der Arbeitsfläche gelangen kann.

Schön und praktisch: Das Schiebefenster

Weiterer Vorteil: In häufig von Kindern genutzten Zimmern eingebaut, kann das Schiebefenster ohne den potentiell gefährlich vorstehenden Fensterflügel zudem ein mögliches Verletzungsrisiko mindern.

Schiebefenster © SIEGENIA-AUBI KG

Das passende Material wählen

Zur Verfügung stehen heute zahlreiche optisch ansprechende und platzsparende Schiebefenster mit Fensterrahmen aus vielfältigen Materialien, die unterschiedliche Funktionen abdecken. Der Panoramablick bleibt inbegriffen, egal ob günstiger Kunststoff, natürliches Holz, ein Mix aus Holz und Metall oder Metall wie Edelstahl oder Aluminium gewählt wird.

Es bleibt ein großer Freiraum für kreative Gestaltung – aber in jedem Fall steht fest, dass moderne Schiebefenster den alten, einfachverglasten Fenstern, Verbund- oder Kastenfenstern sowie den Isolierfenstern der ersten Generation weit überlegen sind.

Während so in der Zeit vor 1995 die Himmelsrichtung einen entscheidenden Einfluss auf die Fensterwahl hatte, ist dieser Aspekt durch den Einsatz moderner Produkte heutzutage nicht mehr allzu entscheidend.

Fenster sind mittlerweile in der Regel so dicht wie eine stabile Wand.

Schiebefenster sinnvoll einsetzen

Die beabsichtigte Raumnutzung und die Lage im Gebäude sollte bei der Wahl des jeweils richtigen Fenstertyps aber umso mehr in die Planung einbezogen werden.

Während im Erdgeschoss stärker auf die Sicherheit der Fenster geachtet werden sollte, ist in der Küche oder dem Schlafzimmer wichtiger, dass die Räume gut vor Lärm geschützt sind und das Auslüften einfach und effektiv möglich ist – etwa mit einem Schiebefenster.

Tipp: In kleinen Räumen entfalten Schiebefenster ihren größten Vorteil besonders effektiv: die Platzersparnis.Mit Schiebefenstern ist das Einrichten leichter

Unzulänglichkeiten bestehen trotz aller Pluspunkte

In Deutschland hat sich überwiegend das Drehkippfenster durchgesetzt. Das mag auch daran liegen, dass Schiebefenster nicht nur mit Vorteilen punkten.

So kann sich etwa die Reinigung der Außenseite durchaus etwas schwieriger gestalten und auch die passende Wärmeschutzverglasung, die vorgeschriebene U-Werte erfüllt, ist nicht für alle Fensterarten erhältlich.

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Eine prinzipiell erhöhte Anfälligkeit für Dichtigkeitsprobleme der Fenster ist ein weiterer Nachteil, der entsteht, weil sich die Dichtungen bei häufigem Schieben leicht abnutzen.

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Auch beim Thema Einbruchsschutz gilt es, mit der Investition in entsprechende Sicherheitsverglasung besonders vorzusorgen. Und vor dem Einbau eines Schiebefensters muss besonders bei großen Fensterflächen abgeklärt werden, dass aus statischen Gesichtspunkten Probleme ausgeschlossen werden können.

Diverse Typen des Schiebefensters

Die Entscheidung für ein Schiebefenster bringt aber auch eindeutige Vorteile mit sich. Das Haus wird aufgewertet und der Gang auf die Terrasse oder auf den Balkon durch leicht bedienbare, weiträumige Schiebefenster in Türengröße zweifellos angenehmer.

Abgesehen von ästhetischen Gesichtspunkten ist vor Anschaffung und Einbau auch genau zu überlegen, in welche Richtung die Fenster sich öffnen lassen sollen.

Denn Schiebefenster sind in verschiedenen Typen erhältlich – je nach der gewünschten Richtung, in der sie aufgemacht werden sollen, nach oben und unten oder seitlich schiebend, muss die Entscheidung fallen.

Vertikalschiebefenster lassen sich senkrecht nach oben und unten verschieben und sind für ein leichteres Öffnen häufig mit Gegengewichten ausgestattet, die aber im Rahmen versenkt werden können und somit den Stil der Einrichtung nicht beeinflussen. So können auch schwere und eine große Fläche abdeckende Fenster wie etwa bei Terrasse oder Balkon bewegt werden.

Diese Art des Schiebefensters wird meist bei Balkon und auch bei Terrassenausgängen eingesetzt. Die Fensterflügel gibt es in allen üblichen verschiedenen Ausführungen, können problemlos ohne viel Raum zu beanspruchen geöffnet werden. Eine vertikale Schiebevorrichtung eignet sich besonders für windreiche Regionen.

Horizontalschiebefenster werden häufig bei Terrassen- und Balkonzugängen eingesetzt. Sie lassen sich waagerecht öffnen, sind beispielsweise als Parallel-Schiebe-Fenster erhältlich.

Schiebefenster mit Parallel-Ausstell-Schiebe-Funktion überzeugen mit minimaler Rahmenstärke und eignen sich besonders für große Fensterflächen.

Sie haben meist zwei Flügel – einen fest installierten und einen beweglichen, der über eine Bodenschiene geschoben wird.

Zudem gibt es, etwa für den Einsatz im Wintergarten, Faltschiebefenster mit mehreren Glasflügeln, bei denen die Glaselemente übereinander gefaltet und entlang einer Schiene hin und hergeschoben sowie aus optischen Gründen auch im Mauerwerk versenkt werden können. Anders als etwa bei den Hebeschiebefenstern, die meist durch eine Hebelwirkung auf ihren Laufrollen in die Höhe gehoben und dann verschoben werden.

Falt Schiebetueren für den Wintergarten © Solarlux GmbHTipp: Insbesondere beim Ausgang zu Balkon oder Terrasse können, um Stolperfallen zu vermeiden, an der unteren Schiene am Rahmen auch kleine, individuell gestaltbare Rampen eingebaut werden.

Möglichkeiten sind nahezu grenzenlos

Schiebefenster vereinen Eleganz mit Komfort und können in Material, Farbe und Form individuell angepasst werden. Stabil, witterungsbeständig und leicht zu pflegen: Das Profil des Schiebefensters kann auf vielfältige Weise gestaltet werden.

Eventuelle Grenzen setzt lediglich das Budget.

So kann der Einbau des passenden Schiebefensters je nach Geschmack und dem Anspruch an Ausstattung und Eigenschaften des verwendeten Materials sowie der Fenstergröße zwischen einigen Hundert und mehreren Tausend Euro kosten.

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Zusätzlich zu den verschiedenen Materialien können weitere Details und die Ausstattung der Schiebefenster nach Wunsch festgelegt werden.

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Die Möglichkeiten, die der Fachhandel bietet, sind vielfältig: Sie reichen von den allen aktuellen technischen Anforderungen gerecht werdenden diversen Verglasungen mit Schalldämpfung, Sonnenschutz oder Sicherheitsglas über die an persönliche Vorliebenund das Ambiente des Raums angepasste Farbe für den Rahmen bis zum aparten Griff und speziell gefertigter Mechanik zum Öffnen.

Mehr Tageslicht und allgemein angenehme Wohnatmosphäre

Eine positive Steigerung der Atmosphäre in Wohnräumen ist durch Schiebefenster mit ihrer meist großen Glasfläche garantiert. Um die Vorteile wussten Bauherren zu allen Zeiten: Schiebefenster sind als ästhetische Fensterkonstruktion fest mit der Geschichte des Bauens verknüpft.

Seit einigen Jahren findet sich die platzsparende Lösung nicht mehr nur in denkmalgeschützten Häusern aus dem ausgehenden 19.

Jahrhundert, sondern wird auch bei Neubauten verstärkt eingesetzt – mit weit mehr Einsatzmöglichkeiten als nur bei der einfachen Durchreiche zwischen Küche und Esszimmer.

Fazit

Schiebefenster lassen sich bequem öffnen und überzeugen mit modernen Verglasungen und Dichtungen auch mit ausgezeichneter Wärmeisolation. Schiebefenster sind überall dort, wo der Innen- mit dem Außenbereich verbunden ist, ein Gewinn für Ambiente und Wohnqualität.

Источник: https://www.fensterbau-ratgeber.de/fenster/fenstertypen/fassadenfenster/schiebefenster/

Schiebefenster – Auau, Funktionsweise und Unterschiede im Experten-Check

Welche Vor- und Nachteile haben Schiebefenster?

Ein Schiebefenster hat verglichen mit den hierzulande am häufigsten eingesetzten Dreh-Kipp-Fenstern einen Vorteil: Es nimmt beim Öffnen keinen Platz ein, da der zu öffnende Fensterflügel parallel zur Hauswand, in die das Schiebfenster eingelassen ist, geöffnet wird. Der offene Fensterflügel stört also nicht im Raum. Wir erklären Ihnen in diesem Artikel den typischen Auau eines Schiebefensters, seine baulichen Varianten sowie deren Funktionsweisen. Sie erfahren dabei auch Wissenswertes zum Einsatz von Schiebfenstern.

Schiebesystem „Patio Inowa“ von Roto (Foto: Roto Frank AG)

Schiebe-Fenster unterscheidet man nach der Richtung, in die sie sich öffnen lassen, grundsätzlich in zwei Schiebefenstertypen:

  • vertikale Schiebefenster (auch Vertikalschiebefenster genannt), also senkrecht, nach oben und unten schiebbar
  • horizontale Schiebefenster, also waagerecht von links nach rechts schiebbar

Beide Schiebefenstertypen gibt es in unterschiedlicher Ausführung, wobei sich die Unterschiede sowohl auf den Auau und das verwendete Material, als auch auf die daraus resultierende Funktionsweise beziehen. Sehr viel seltener sind spezielle Schiebefenster, deren Glaselemente ähnlich einer Ziehharmonika aneinander gefaltet werden. Sie heißen deshalb auch Faltschiebefenster.

Neben der eingangs erwähnten Platzersparnis, die Schiebefenster bedeuten, weil sie geöffnet nicht mit ihrem Fensterflügel in den Raum hineinragen, gibt es weitere Vorteile.

Das Lüften mit ihnen ist relativ einfach, da man zum Öffnen des Schiebfensters nicht eine gegebenenfalls zugestellte Fensterbank frei räumen muss.

Auch ein plötzliches Zuschlagen bei starkem Luftzug des Fensters ist nicht zu befürchten.

Als Nachteil kreidet man dem Schiebefenster häufig die untere Schiene beziehungsweise den unteren Rahmenteil an – er kann bei Schiebefenstern, die zugleich Schiebetür sind und so Austritt zu Balkon, Terrasse oder Garten bieten, zur Stolperfalle werden. Insbesondere ältere oder Personen mit Handicaps können hier aber spezielle Rampen installieren, um die mögliche Stolperfalle aus dem Weg zu räumen.

Heute gibt es moderne Schiebefenster im Handel, die allen aktuellen Anforderungen an Sicherheit, Wärme- und Schalldämmung sowie individueller Optik gerecht werden. Im Vergleich stehen sie in Sachen Dichtigkeit und Dämmung den hierzulande beliebten und am häufigsten verbauten Dreh-Kipp-Fenstern in Nichts nach.

Allerdings kommen sie, verglichen mit 3-fach verglasten Fenstern, deren U-Wert zwischen 0,4 bis 0,8 Watt pro Quadratmeter und Kelvin (W/m2K) liegen, nur auf U-Werte von 0,96 W/m2K und damit schlechtere Dämmwerte.

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Damit sind sie aber besser als herkömmliche 2-fach verglaste Fenster, deren U-Wert bei 1 bis 1,5 W/m2K liegt.

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Vertikalschiebefenster beziehungsweise auch Hochschiebefenster haben in Großbritannien lange Tradition und werden auch in den USA häufig verbaut.

Die dort „sash window“ genannten Schiebefenster lassen sich öffnen, indem man beide Fensterflügel nach oben beziehungsweise unten schiebt. Sie sind durch Stahlseile mit einem Gegengewicht verbunden, so dass sie in jeder Position verharren können.

Diese Bauart beziehungsweise Funktionsweise mit Seilzugsystem ist beispielsweise in Räumen von Vorteil, die es wie Küche oder Bad besonders mit feuchter und / oder geruchsvoller Luft zu tun haben: Schiebt man dort beide Flügel übereinander in eine mittige Position, so kann über die so entstehende Öffnung unten frische Luft herein strömen, während über den offenen Spalt oben die feuchtwarme Luft aus Küche und Bad entweichen kann.

Vertikalschiebefenster – Einsatz hierzulande von gestern bis heute

Die Platzersparnis, die Schiebefenster insbesondere kleinen Räumen bringen, ist ein großer Vorteil. Hierzulande hat man zur Jahrhundertwende vom 19. ins 20.

Jahrhundert in hochherrschaftliche Villen und Landhäuser ebenfalls die traditionellen englischen Schiebefenster verbaut. Man findet sie teilweise noch erhalten in Gebäuden, die unter Denkmalschutz stehen.

Die in Deutschland favorisierten Dreh- und späterhin auch Dreh-Kippfenster konnten sie jedoch nie vom Thron der Beliebtheitsskala schieben.

Das Vertikalschiebefenster mit englischen Wurzeln wird hierzulande darüber hinaus auch gerne als Durchreiche eingesetzt. Vor allem in der Gastwirtschaft und im Handel. Entweder ist das Schiebefenster in einer Außenwand als Außenfenster im Einsatz, zum Beispiel bei Außer-Haus-Ausgaben in Biergärten, Eisdielen & Co.

oder in einer Innenwand als Durchreiche zwischen zwei Räumen, beispielsweise in einer Kantine oder zwischen Küche und Esszimmer.

Dabei wird bautechnisch häufig auf den unteren Teil des Fensterrahmens verzichtet, so dass das Schiebefenster unten auf eine Küchenarbeitsplatte oder eine steinerne Fensterbank (Fenstersims) aufsitzt – was die Ausgabe der Lebensmittel komfortabler gestaltet.

Auau und Funktionsweise vertikal zu schiebender Fenster

Typischerweise bestehen die vertikal zu schiebenden Fenster aus einer Rahmenkonstruktion, die auf einer Seite den sogenannten Gewichtekasten mit den an Stahlseilen hängenden Gegengewichten enthält. Er verschwindet optisch im Rahmen. Die Fensterflügel selbst sind in unterschiedlicher Form zu haben, je nach bevorzugtem Wohnstil.

beliebt sind beispielsweise Sprossenfenster. Außerdem typisch für solche Schiebefenster ist ein sogenannter Öffnungsbegrenzer und selbstverständlich hat das moderne Schiebefenster auch Verschlussvorrichtungen. Dank Isolierglas und hochwertiger Abdichtung wird ein Schiebefenster aktuellen energetischen Ansprüchen gerecht.

Je nach Modell gibt es außerdem spezielle Absturzsicherungen für die Schiebefenster.

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Materialtechnisch lassen sich Schiebefenster zum Hoch- und Runterschieben mit Fensterrahmen aus Holz, aus Aluminium, Edelstahl Kunststoff oder aus einem Werkstoffmix aus Holz und Aluminium fertigen.

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Von einem Elektromotor unterstützt, lassen sich auch bodentiefe Schiebefenster kinderleicht öffnen. (Foto: Verbandes Fenster + Fassade (VFF) / HAUTAU)

Anders als die Vertikalschiebefenster sind horizontale Schiebefenster in Deutschland recht weit verbreitet. Vor allem als rahmenlose Fenster- beziehungsweise Tür zu Balkon oder Terrasse sind sie im Einsatz. Man unterscheidet die horizontal zu öffnenden Schiebefenster unter anderem in 

  • Parallelschiebefenster,
  • Hebeschiebefenster
  • und Faltschiebefenster.

Parallelschiebefenster besitzen einen festen und einen beweglichen Glasflügel, der vor den festen geschoben werden kann. Das funktioniert über eine Bodenschiene, in der beide Fensterflügel montiert sind.

Hebeschiebefenster dagegen werden mit Hilfe eines Hebels aus ihren Laufrollen gehoben, so dass man sie anschließend verschieben kann.

Dank der effektiven Hebelwirkung gelingt es mit dieser Bau- und Funktionsweise, sogar sehr schwere und großflächige Schiebefenster zu verschieben.

Wird so ein schweres Schiebefenster abgesenkt, bekommt die gesamte Konstruktion eine hohe Dichtigkeit.

PremiSlide 76 basiert auf der 76 mm Plattform des Systemgebers in der Anschlagdichtungsversion und kann daher als Schiebefenster- oder Schiebetür-System verbaut werden. (Grafik: profine GmbH)

Faltschiebefenster, wie sie oft im Bereich von Terrassen und Wintergärten oder auch Ladengeschäften zum Einsatz kommen, haben mehrere gläserne Flügel. Die sind sowohl oben als auch unten an Schienen befestigt. Die Flügel werden ziehharmonikaartig gefaltet und entlang den Schienen wie ein Vorhang beiseitegeschoben.

Teilweise lassen sich Schiebefenster auch in der Mauer versenken sowie elektrisch öffnen und schließen. Es gibt sogar Modelle, die sich schieben und kippen lassen.

Die Schiebeflügel des Sunshine Panorama-Dachfensters PA-AH (2-teilig) verschwinden unter der Dacheindeckung. (Grafik: Sunshine Wintergarten GmbH)

Die Schiebeflügel des Sunshine Panorama-Dachfensters PA-AH (4-teilig) verschwinden unter der Dacheindeckung. (Grafik: Sunshine Wintergarten GmbH)

Die Schiebeflügel des Sunshine Panorama-Dachfensters PA-AL (2-teilig) verschwinden jeweils hinter einem Festflügel. (Grafik: Sunshine Wintergarten GmbH)

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Die Schiebeflügel des Sunshine Panorama-Dachfensters PA-AL (4-teilig) verschwinden jeweils hinter einem Festflügel. (Grafik: Sunshine Wintergarten GmbH)

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Dreh-Schiebe-Fenster kommen häufig bei sehr großen Öffnungen wie in Balkonen oder Terrassen zum Einsatz. Die Scheiben sind einzeln verschiebbar und können nach dem Verschieben aus der Führungsschiene herausgedreht werden. So lassen sich solche Dreh-Schiebe-Systeme variabel platzieren oder platzsparend verstauen.

PremiFold 76 ist ein Dreh-Schiebe-Fenster, das mit mindestens einem Dreh- und mehreren Schiebeflügeln komplett geöffnet werden kann. (Fotos: profine GmbH)

Je nach Bauart, Größe und Material sind die Preise für Schiebefenster recht unterschiedlich. Standardgroße Schiebefenster in Standardausführung kosten weniger als 100 Euro bis 250 Euro. Größere Schiebefenster mit besserer Ausstattung, die auch individuell angefertigt werden, kosten dagegen deutlich mehr. Preise von mehr als 1.000 Euro sind hier marktüblich.

Tabelle: Preisbeispiele für Hebeschiebefenster und -türen nach Maßen im Vergleich Höhe x Breite in Metern Preise Höhe x Breite in Metern Preise Höhe x Breite in Metern Preise
1,50 x 2,00 3.340 Euro 2,00 x 2,00 3.510 Euro 2,50 x 2,00 3.640 Euro
1,50 x 2,50 3.630 Euro 2,00 x 2,50 3.810 Euro 2,50 x 2,50 3.970 Euro
1,50 x 3,00 3.880 Euro 2,00 x 3,00 4.100 Euro 2,50 x 3,00 4.275 Euro
1,50 x 3,50 4.350 Euro 2,00 x 3,50 4.690 Euro 2,50 x 3,50 4.950 Euro
1,50 x 4,00 4.740 Euro 2,00 x 4,00 5.120 Euro 2,50 x 4,00 5.380 Euro

Источник: https://www.energie-experten.org/bauen-und-sanieren/fenster/fensterarten/schiebefenster

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