Wie kann man einen Umzug von der Steuer absetzen?

Contents
  1. Umzugskostenpauschale: Was ist zu beachten?
  2. Wer kann die Umzugskostenpauschale nutzen?
  3. Umzüge innerhalb der Europäischen Union
  4. Rückumzug aus dem Ausland
  5. Ausgaben, die berücksichtigt werden
  6. Höhe der Umzugskostenpauschale
  7. Wie hat sich die Umzugskostenpauschale in den letzten Jahren verändert?
  8. Sonderfall Nachhilfeunterricht: Extrapauschale
  9. Umzugskostenpauschale in der Steuer beantragen
  10. Umzugskosten in der Steuererklärung: Wie kann ich meinen Umzug steuerlich absetzen?
  11. Umzug steuerlich absetzen: Was gilt bei beruflichen Umzugskosten für die Steuererklärung?
  12. In welcher Höhe ist der Werbungskostenabzug für Umzugskosten in der Steuererklärung möglich?
  13. Steuererklärung Umzugskosten: Weitere Möglichkeiten, den Umzug steuerlich abzusetzen
  14. Umzugskosten steuerlich absetzen
  15. Wann liegt ein beruflicher Umzug vor?
  16. Welche Kosten sind abzugsfähig?
  17. Wie hoch ist die Umzugskostenpauschale?
  18. Nachhilfe für Kinder abzugsfähig
  19. Pauschalen bis zum 29. Februar 2020
  20. Nachhilfe bis zum 29. Februar 2020
  21. Pauschalen vom 1. März 2020 bis 31. Mai 2020
  22. Nachhilfe vom 1. März 2020 bis 31. Mai 2020
  23. Pauschalen ab dem 1. Juni 2020
  24. Nachhilfe ab dem 1. Juni 2020
  25. Alle Zahlen im Überblick
  26. Umzugskostenpauschale: Umzugskosten von der Steuer absetzen
  27. Berufsbedingter Umzug: Werbungskosten und Umzugskostenpauschale
  28. Berufsbedingter Umzug: Das sind die Voraussetzungen
  29. Allgemeine Kosten mit Quittungen belegen
  30. Sonstige Kosten mit der Umzugskostenpauschale absetzen
  31. Diese Pauschalbeträge gelten
  32. Steuererklärung: So geben Sie die Umzugskosten als Werbungskosten an
  33. Privater Umzug: Haushaltsnahe Dienstleistungen & außergewöhnliche Belastung
  34. Umzugskosten als haushaltsnahe Dienstleistungen absetzen
  35. Außergewöhnliche Belastung bei der Steuer angeben
  36. Freiberufler und Selbstständige: Umzugskosten als Betriebsausgaben absetzen

Umzugskostenpauschale: Was ist zu beachten?

Wie kann man einen Umzug von der Steuer absetzen?

Wer umzieht, hat immer zusätzliche Ausgaben, die über den gewöhnlichen Bedarf hinausgehen. Diese Tatsache berücksichtigt der Fiskus, indem er Bürgern ermöglicht, Umzugskosten steuerlich geltend zu machen. Sie haben demnach die Möglichkeit, einen Großteil der Kosten, die mit einem beruflich bedingten Umzug entstehen, steuerlich geltend zu machen.

Dabei stehen Ihnen zwei Optionen offen:

  1. Sie belegen jeden einzelnen Posten mit Rechnungen oder anderen Nachweisen.
  2. Sie nutzen die Umzugskostenpauschale und benötigen in der Regel keine Nachweise.

Durch die Umzugskostenpauschale soll es sowohl Steuerzahlern als auch dem Fiskus erleichtert werden, Zusatzkosten mit der Steuer zu verrechnen.

Die Umzugskostenpauschale wird vorwiegend den Personengruppen gewährt, die aus beruflichen Gründen umziehen müssen. Beruflich bedingt ist ein Umzug grundsätzlich immer dann, wenn Sie versetzt werden, Ihre Arbeitsstelle wechseln oder eine Wohnung für Ihre erste Arbeitsstelle beziehen.

Damit ein beruflich bedingter Umzug vom Finanzamt anerkannt wird, müssen teilweise auch folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Der Weg von Ihrer neuen Wohnung zum Arbeitsplatz ist kürzer. Dabei sollte sich der Weg um mindestens eine Stunde für Hin- und Rückfahrt verkürzen.
  • Ihr Arbeitsplatz ist durch den Umzug leichter zu erreichen, zum Beispiel weil Sie an das Verkehrsnetz des ÖPNV angebunden sind.
  • Sie beginnen eine Ausbildung oder Studium und müssen deshalb den Wohnort wechseln.
  • Durch den Umzug wird eine doppelte Haushaltsführung vermieden.
  • Ihr Unternehmen bittet Sie, umzuziehen und bietet Ihnen hierfür eine Dienstwohnung an.

Wer kann die Umzugskostenpauschale nutzen?

Die Umzugskostenpauschale kann sowohl von Singles als auch von verheirateten Paaren genutzt werden. Die Pauschale für Verheiratete gilt auch für eingetragene Lebenspartnerschaften. Für Lebenspartner ohne Eintragung oder Ehe gilt für jede Person einzeln die Pauschale für Singles.

Leben Kinder oder Verwandte mit Ledigen in häuslicher Gemeinschaft und erhalten diese Unterhalt, kann die Umzugskostenpauschale pro Person erhöht werden. Auch Haushaltsangestellte, die aus beruflichen oder krankheitsbedingten Gründen mit umziehen müssen, werden mit einer Zusatzpauschale berücksichtigt.

Umzüge innerhalb der Europäischen Union

Sie können die Umzugskostenpauschale nicht nur bei Umzügen im Inland geltend machen, sondern auch bei Umzügen innerhalb der EU. Dabei wird von einer Pauschale in Höhe von 20 Prozent des Grundgehalts der Stufe 8 der Besoldungsgruppe A13 ausgegangen. Auch die mitumziehenden Personen erhalten eine höhere Pauschale.

Erfolgt der Umzug in ein Land außerhalb der EU, erhöht sich die Pauschale auf 21 Prozent des oben beschriebenen Grundgehalts.

Gesetzliche Grundlage für die Höhe der Pauschale liefert Paragraph 18 Absatz 2 der Auslandsumzugskostenverordnung (AUG).

Rückumzug aus dem Ausland

Wer aus einem Land der EU wieder zurück ins Inland zieht, kann ebenfalls Umzugskosten als Pauschale geltend machen. Sie ist aber deutlich niedriger als bei Umzügen ins Ausland und beträgt 80 Prozent der Pauschale für Umzüge ins Ausland. Die Pauschale wird ebenfalls in der AUG festgelegt.

Ausgaben, die berücksichtigt werden

Wenn Sie sich für die Umzugskostenpauschale entscheiden, sind in der Regel keine Belege erforderlich. Aus diesem Grund handelt es sich um eine Pauschale. Dennoch empfiehlt es sich, die Belege für umzugsbedingte Ausgaben aufzubewahren und zu prüfen. Liegen Sie mit Ihren Umzugskosten nämlich über der angesetzten Pauschale, lohnt sich das Einreichen von Einzelbelegen.

Folgende Posten gehören zu den abzugsfähigen Umzugskosten:

  • Kosten für die Beförderung des Umzugsguts: Hierzu zählen die Kosten für die Umzugsfirma, für Umzugstransporter, für die Umzugsversicherung oder Transportversicherung sowie eine mögliche Autobahnmaut und Tankkosten.
  • Reisekosten: Dieser Punkt beinhaltet alle Fahrten zum neuen Wohnort inklusive der Kosten für eine Begleitperson. Mit Ihrer Reise müssen jedoch eine Besichtigung und die aktive Wohnungssuche verbunden sein. Eine reine Fahrt zur Information über das neue Wohngebiet ist damit nicht gemeint.
  • Doppelte Mieten: Wenn Sie zwei Mietverhältnisse für höchstens sechs Monate aufgrund von bestehenden Kündigungsfristen halten müssen, können Sie die Doppelbelastung geltend machen.
  • Mietentschädigung: Können Sie Ihre neue Wohnung noch nicht beziehen, lassen sich die Mietkosten für maximal drei Monate mit den Umzugskosten absetzen.
  • Maklergebühren: Wenn Sie für die neue Mietwohnung oder Mietgarage einen Makler bezahlen müssen, lassen sich diese Kosten steuerlich geltend machen. Diese Regelung gilt nicht für Maklerkosten bei einem Wohnungskauf.
  • Kochherd oder Ofen: Müssen Sie einen neuen Herd anschaffen, lassen sich bis zu 230,08 Euro geltend machen. Bei einem Ofen liegt der Maximalbetrag bei 163,61 Euro. Voraussetzung ist, dass die Ausstattung der neuen Wohnung mit diesen Geräten zwingend nötig ist.
  • Kosten für Wohnungsinserate: Bezahlen Sie für Anzeigen auf Wohnungsportalen für die Wohnungssuche, können die Kosten ebenfalls berücksichtigt werden.
  • Trinkgelder und Verpflegung: Geben Sie den Möbelpackern Trinkgeld und haben Sie Ausgaben für deren Verpflegung, lassen sich die Kosten als sonstige Umzugskosten geltend machen.
  • Gebühren für Ummeldung: Die Gebühren für einen neuen Personalausweis oder die Kfz-Ummeldung können Sie bei der Steuer angeben oder in die Pauschale aufnehmen.
  • Vertraglich verpflichtete Schönheitsreparaturen: Verpflichtet Sie Ihr Mietvertrag zur Ausführung von Schönheitsreparaturen in der alten Wohnung, können Sie diese Kosten ebenfalls absetzen.

Höhe der Umzugskostenpauschale

Im Jahr 2017 wird die Umzugskostenpauschale mit folgenden Beträgen angesetzt:

Zeit des Umzugs Verheiratete und eingetragene LebenspartnerSingles
Ab 01.02.20171.528 Euro764 Euro

Leben Kinder oder Unterhalt beziehende Angehörige im gleichen Haushalt, beträgt der Erhöhrungsbetrag 337 Euro.

Wie hat sich die Umzugskostenpauschale in den letzten Jahren verändert?

Die Umzugskostenpauschale ist seit 2014 jährlich angehoben worden. Im Jahr 2014 betrug die Pauschale für Verheiratete und eingetragene Lebenspartner noch 1.429 Euro, im Folgejahr 1.460 und im Jahr 2016 1.493 Euro.

Auch die Pauschbeträge für Kinder und Singles wurden vom Fiskus analog zu den Beträgen für Verheiratete erhöht.

Sonderfall Nachhilfeunterricht: Extrapauschale

Müssen Sie berufsbedingt umziehen und Ihre Kinder deshalb die Schule wechseln, kann Nachhilfe nötig sein, um Lerninhalte nachzuholen. Ein Teil der Kosten für diese Nachhilfestunden lassen sich steuerlich absetzen. Voraussetzung ist, dass das Finanzamt Ihren Umzug als beruflich bedingt anerkennt.

Wichtig ist, dass Sie die Rechnungen für den Nachhilfeunterricht sammeln.

Ab dem 1. Februar 2017 können Sie maximale Unterrichtskosten von 1.926 Euro pro Kind bei der Steuer geltend machen. Erstattungsfähig davon sind 50 Prozent. Liegen die tatsächlich durch den Umzug entstandenen Unterrichtskosten über dem Höchstbetrag, können Sie bis zu 75 Prozent des Höchstbetrags bei der Steuer absetzen.

Umzugskostenpauschale in der Steuer beantragen

Die Umzugskostenpauschale wird bei den Werbungskosten auf Seite 2 der Anlage N, in Zeile 45 bis 48 eingetragen. Dort lassen sich auch Umzugskosten angeben, welche die Pauschale übersteigen. Denken Sie in diesem Fall daran, die entsprechenden Belege mit der Steuererklärung einzureichen.

Источник: https://www.financescout24.de/wissen/ratgeber/umzugskostenpauschale

Umzugskosten in der Steuererklärung: Wie kann ich meinen Umzug steuerlich absetzen?

Wie kann man einen Umzug von der Steuer absetzen?

Umzugskosten können Sie bei der Einkommensteuer abziehen. Dabei kommt es darauf an, ob Sie aus beruflichen oder privaten Gründen umgezogen sind.

Je nachdem gelten unterschiedliche Regeln: so können die Umzugskosten als Werbungskosten, Betriebsausgaben, Sonderausgaben, haushaltsnahe Dienstleistungen oder außergewöhnliche Belastung in Ihrer Steuererklärung angegeben werden.

Wir zeigen Ihnen, unter welchen Voraussetzungen der Abzug in der Steuererklärung möglich ist.

Umzug steuerlich absetzen: Was gilt bei beruflichen Umzugskosten für die Steuererklärung?

Wenn Sie aus beruflichen Gründen umgezogen sind, können Sie die Aufwendungen als Werbungskosten absetzen – analog beispielsweise zu Fahrtkosten, Arbeitszimmer oder Computer. Diese Situationen gelten als berufliche Anlässe für den Umzug:

  • Umzug wegen erstmaligen Antritts einer neuen Arbeitsstelle, wegen eines Arbeitsplatzwechsels oder einer Versetzung
  • Umzug in Zusammenhang mit einer beruflich veranlassten doppelten Haushaltsführung
  • Durch den Umzug verringert sich die tägliche Fahrzeit (Hin- und Rückfahrt) um mindestens 1 Stunde, wobei eine tägliche Wegzeit verbleibt, wie sie im Berufsverkehr als normal angesehen wird. Bei Ehegatten dürfen die eingesparten Zeiten nicht zusammengerechnet werden.
  • Der Umzug erfolgt aus ganz überwiegendem Interesse des Arbeitgebers, z. B. bei Bezug einer Dienstwohnung bei Dienstantritt bzw. Auszug aus einer Dienstwohnung nach Renteneintritt.

Steht die berufliche Veranlassung eines Umzugs aufgrund einer mindestens einstündigen Fahrzeitverkürzung fest, so treten private Begleitumstände – wie Heirat oder erhöhter Wohnbedarf wegen der Geburt eines Kindes – in den Hintergrund.

In welcher Höhe ist der Werbungskostenabzug für Umzugskosten in der Steuererklärung möglich?

Den Umzug steuerlich absetzen können Sie mit den tatsächlichen Umzugskosten bis zur Höhe der Beträge, die nach dem Bundesumzugskostengesetz (BUKG) und der Auslandsumzugskostenverordnung (AUV) bei einem Beamten als Umzugskostenvergütung höchstens ersetzt werden.

Werden höhere Kosten als im BUKG festgelegt nachgewiesen und geltend gemacht, ist zu prüfen, ob und inwieweit nicht abzugsfähige Kosten der Lebensführung vorliegen (z. B. Aufwendungen für die Neuanschaffung von Einrichtungsgegenständen).

Daher: Geben Sie Ihre Umzugskosten in der Steuererklärung an.

Zu den abzugsfähigen Kosten gehören insbesondere:

  • die Aufwendungen zur Beförderung des Umzugsguts mit Einpacken und Auspacken
  • Reisekosten für eine Reise zur Umzugsvorbereitung
  • die Umzugsreise selbst
  • Mietentschädigung für max. 6 Monate, wenn für die bisherige und die neue Wohnung gleichzeitig Miete gezahlt werden musste
  • Auslagen, um eine Mietwohnung zu erhalten, z. B. Maklerkosten, Besichtigungskosten
  • Auslagen für umzugsbedingten zusätzlichen Unterricht (Nachhilfe) für die Kinder bis max. 2.045 EUR je Kind (ab März 2020 2.066 EUR)
  • sonstige Umzugsauslagen, z. B. Ummeldungsgebühren, Telefonanschlusskosten, Installation von Küchengeräten und Lampen etc.

Pauschbetrag für sonstige Umzugsauslagen

Für sonstige Umzugskostenauslagen ist ohne Kostennachweis ein Pauschbetrag abzugsfähig. Dieser beträgt für Ledige 811 EUR (ab März 2020 820 EUR), für Verheiratete, Lebenspartner und Gleichgestellte 1.622 EUR (1.

639 EUR) und für jede weitere im Haushalt lebende Person (z. B. Kinder) jeweils weitere 357 EUR(361 EUR).

Sofern innerhalb der letzten fünf Jahre ein weiterer beruflich veranlasster Umzug vorausgegangen ist, erfolgt auf die Pauschbeträge ein Zuschlag von 50 %.

Achtung: Der Pauschbetrag kann nicht in der Steuererklärung berücksichtigt werden, wenn eine Zweitwohnung im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung bezogen oder verlassen wird.

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Nicht abzugsfähige Aufwendungen

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Folgende Aufwendungen können auch bei einer beruflichen Veranlassung des Umzugs nicht abgezogen werden:

  • Verluste und Aufwendungen bei der Veräußerung des bisherigen Eigenheims bzw. Hauses, in dem sich die bisherige Wohnung befand, z. B. Maklerkosten, Vorfälligkeitsentschädigung
  • Maklergebühren für den Erwerb eines Einfamilienhauses am neuen Arbeitsort
  • Möbeleinlagerungskosten bis zur Fertigstellung eines Wohnhauses in der Nähe des neuen Arbeitsorts
  • Aufwendungen für die Renovierung und Ausstattung der neuen Wohnung

Arbeitgeberersatz

Der Arbeitgeber kann die Umzugskosten infolge eines beruflich veranlassten Umzugs bis zur Höhe des Werbungskostenabzugs steuerfrei ersetzen. Entsprechend verringert sich der Werbungskostenabzug.

Steuererklärung Umzugskosten: Weitere Möglichkeiten, den Umzug steuerlich abzusetzen

Abzug als Sonderausgaben/außergewöhnliche Belastungen: Sind Sie in Zusammenhang mit einer ersten Berufsausbildung umgezogen, gehören die Umzugskosten zu den Sonderausgaben (Kosten der eigenen Berufsausbildung).

Waren Sie aus gesundheitlichen Gründen (Nachweis durch ärztliche Bescheinigung) oder wegen Hochwassers oder anderer Naturkatastrophen (Brand etc.) zu einem Umzug gezwungen, können die Umzugskosten als außergewöhnliche Belastungen abgezogen werden, soweit sie die zumutbare Belastung übersteigen. In diesem Fall ist es nicht schwer, in der Steuererklärung Umzugskosten geltend zu machen.

Durch eine Wohnungskündigung veranlasste Umzugskosten, unabhängig ob durch den Mieter oder Vermieter, sind keine außergewöhnlichen Belastungen.

Haushaltsnahe Dienstleistungen: Soweit kein Abzug als Werbungskosten oder bei den außergewöhnlichen Belastungen in der Steuererklärung möglich ist, gehören privat veranlasste Umzüge – abzüglich Erstattungen Dritter – zu den haushaltsnahen Dienstleistungen, für die es eine Steuerermäßigung gibt.

Источник: https://www.steuern.de/umzugskosten.html

Umzugskosten steuerlich absetzen

Wie kann man einen Umzug von der Steuer absetzen?

Wussten Sie, dass Ihnen der Staat bei einem beruflichen Umzug unter die Arme greift? In diesem Fall sind die Umzugskosten nämlich als Werbungskosten einzustufen. Es handelt sich dabei um Ausgaben, die in engem Zusammenhang mit Ihren steuerpflichtigen Einnahmen stehen. Seit dem 1. Juni 2020 gelten neue Regelungen für die Umzugskostenpauschale.

Wann liegt ein beruflicher Umzug vor?

Voraussetzung für den Abzug der Umzugskosten ist, dass Sie aus beruflichen Gründen umziehen. Ein privater Umzug ist also ausgeschlossen. Gründe für einen beruflichen Umzug können zum Beispiel die Aufnahme eines neuen Jobs, eine Versetzung oder eine Fahrzeitverkürzung (arbeitstäglich mindestens eine Stunde) zur Arbeit sein.

Die Kosten für den Umzug in eine Zweitwohnung im Rahmen der doppelten Haushaltsführung sind zwar beruflich veranlasst. Es können nur die tatsächlichen Kosten abgesetzt werden. Die Umzugskostenpauschale gilt dabei jedoch nicht.

Welche Kosten sind abzugsfähig?

Ein Umzug ist mehr als nur Kisten packen. Auf der Suche nach einer geeigneten Wohnung kommt Sie ein Wohnungsmakler teuer zu stehen. Am Umzugstag tragen sich Kisten und Möbel nicht von allein: hier kommen Transport- oder Umzugsunternehmen ins Spiel.

Liegt die neue Heimat weiter entfernt, können Reisekosten anfallen. Und klappt der Umzug nicht zum gewünschten Termin, zahlen Sie im schlimmsten Fall doppelte Miete.

Die gute Nachricht: All diese Kosten können Sie als Werbungskosten in Ihrer Steuererklärung angeben.

Aber auch für kleinere Rechnungsposten gibt es Unterstützung: Diese werden vom Pauschbetrag für sonstige Umzugsauslagen erfasst. Der Pauschbetrag wird jährlich angepasst. Die Höhe steht in Zusammenhang mit Ihrem Familienstand und der Anzahl von Personen, die mit Ihnen im Haushalt leben und umziehen.

Wie hoch ist die Umzugskostenpauschale?

Aufpassen müssen Sie vor allem im Jahr 2020. Denn: Hier wird zum einen am 1. März die Pauschale angehoben. Zudem ändern sich die Regelungen grundlegend ab dem 1. Juni.

In welcher Höhe Sie die Umzugskostenpauschale erhalten, wird bisher nach dem Datum beurteilt, an dem Sie Ihren Umzug beendet haben. Auch der Familienstand war ausschlaggebend. Seit dem 1.

Juni 2020 kommt es jedoch auf den Tag vor dem Einladen Ihres Umzugsguts an. Und der Familienstand hat keinen Einfluss mehr.

Nachhilfe für Kinder abzugsfähig

Kindern fällt es oftmals schwer, sich nach einem Umzug in der neuen Schule einzufinden. Vor allem Unterschiede zwischen den Bildungssystemen der Länder erschweren die Bedingungen. Deshalb kann es im Einzelfall sinnvoll sein, nach dem Umzug Nachhilfeunterricht für das Kind in Anspruch zu nehmen. Hierfür galt bisher eine komplizierte Berechnung für den Höchstbetrag.

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Pauschalen bis zum 29. Februar 2020

Vom 1. April 2019 bis zum 29. Februar 2020 können Sie als ledige Person 811 Euro ansetzen. Für Verheiratete gilt der doppelte Betrag von 1.622 Euro. Sind weitere Personen – neben Ihrem Ehepartner – mit Ihnen umgezogen, kommen für jede Person nochmals 357 Euro hinzu.

Die doppelte Pauschale gilt auch für Geschiedene oder Verwitwete sowie für Ledige mit Kindern. Sie werden den Verheirateten gleichgestellt.

Sind Sie in den letzten 5 Jahren schon einmal aus beruflichen Gründen umgezogen, erhöht sich die gesamte Umzugskostenpauschale um 50 Prozent (Häufigkeitszuschlag).

Kaufen Sie sich einen neuen Herd und Ofen können Sie 164 Euro bzw. 230 Euro pauschal ansetzen.

Hatten Sie jedoch vor oder nach dem Umzug keinen eigenen Hausstand (z. B., weil Sie erst aus Ihrem Elternhaus ausgezogen sind), verringert sich die Pauschale. Und zwar auf 30 Prozent bei Verheirateten und um 20 Prozent bei Ledigen.

Nachhilfe bis zum 29. Februar 2020

Abzugsfähig sind in voller Höhe Kosten bis zu 1.022,50 Euro (50 Prozent von 2.045 Euro). Darüber hinaus sind nur ¾ der Kosten bis zum vollen Höchstbetrag von 2.045 Euro abzugsfähig.

Pauschalen vom 1. März 2020 bis 31. Mai 2020

Für den Zeitraum März bis Mai 2020 werden die geltenden Pauschalen angehoben. Und zwar auf 820 Euro für Ledige bzw. 1.639 Euro für Verheiratete und 361 Euro für jede weitere Person.

Nachhilfe vom 1. März 2020 bis 31. Mai 2020

Der Höchstbetrag von 2.045 Euro erhöht sich auf 2.066 Euro.

Pauschalen ab dem 1. Juni 2020

Ab dem 1. Juni 2020 gelten neue Spielregeln. Für die Person, die aus beruflichen Gründen umzieht, gilt eine Pauschale von 860 Euro. Hatten Sie vor oder nach dem Umzug keine eigene Wohnung, verringert sich Ihre Pauschale auf 172 Euro.

Für einen Ehepartner, der mit Ihnen von Ihrem eigenen Haushalt in einen eigenen Haushalt umzieht, kommen 573 Euro hinzu. Der gleiche Betrag gilt auch für Kinder und Stief- oder Pflegekinder, die mit Ihnen umziehen.

Die große Unterschied der Neuregelung zu den „alten“ Pauschalen liegt in der Gleichbehandlung von Ledigen, Verheirateten, Geschiedenen und Verwitweten.

Nachhilfe ab dem 1. Juni 2020

Die komplizierte Berechnung entfällt ab dem 1. Juni 2020. Nun gilt ein Höchstbetrag von 1.146 Euro. Bis zu dieser Höhe sind die Nachhilfekosten ungekürzt abzugsfähig.

Alle Zahlen im Überblick

UmzügeBis 29. Februar 2020Bis 31. Mai 2020Ab 1. Juni 2020
Nachhilfe2.045 Euro(voll: bis zu 1.022,50 Euro danach zu 2/3 bis 2.045 Euro)2.066 Euro(voll: bis zu 1.033 Euro danach zu 2/3 bis 2.066 Euro)1.146 Euro
Herd und Ofen230 bzw. 164 Euro230 bzw. 164 Euro0 Euro
Umzugskostenpauschale:
Verheiratete1.622 Euro1.639 Euro860 Euro + 573 Euro
Geschiedene, Verwitwete1.622 Euro1.639 Euro860 Euro
Ledige811 Euro820 Euro860 Euro
Sonstige Person, die mit umzieht357 Euro361 Euro573 Euro
Vor oder nach Umzug keine eigene Wohnung162,20 Euro bzw. 486,60 Euro164 Euro bzw. 492 Euro172 Euro

Quelle: Bundesministerium der Finanzen

Steuerberatung?

Einzelfragen zu Ihrer Steuererklärung darf leider nur ein Steuerberater beantworten. Wir freuen uns jedoch über Lob und Kritik und nehmen Ihre Anregungen gerne für zukünftige Beiträge auf.

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Источник: https://www.buhl.de/steuernsparen/umzugskosten-steuerlich-absetzen/

Umzugskostenpauschale: Umzugskosten von der Steuer absetzen

Wie kann man einen Umzug von der Steuer absetzen?

Möchten Sie Ihre Umzugskosten von der Steuer absetzen, haben Sie je nach Grund Ihres Umzugs verschiedene Möglichkeiten. Als folgende Posten können Sie Umzugskosten geltend machen:

  • Werbungskosten
  • Haushaltsnahe Dienstleistungen
  • Außergewöhnliche Belastungen
  • Sonderausgaben
  • Betriebsausgaben

Berufsbedingter Umzug: Werbungskosten und Umzugskostenpauschale

Wenn Sie berufsbedingt umziehen, können Sie einen großen Teil der Umzugskosten als Werbungskosten bei der Steuererklärung angeben. Die Ausgaben werden getrennt nach allgemeinen Kosten und sonstigen Kosten. Um sie steuerlich absetzen zu können, muss Ihr Umzug bestimmten Bedingungen unterliegen.

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Berufsbedingter Umzug: Das sind die Voraussetzungen

Damit das Finanzamt Ihre Ausgaben als abzugsfähig anerkennt, müssen Sie mindestens eine dieser Voraussetzungen erfüllen:

  • Antritt des allerersten Jobs
  • Arbeitsplatzwechsel oder Versetzung (ggf. in eine andere Stadt)
  • kürzerer Arbeitsweg (täglich mind. eine halbe Stunde schneller)
  • Einzug oder Auszug in/aus eine/r Dienstwohnung oder Zweitwohnung
  • Rückkehr aus dem Ausland zum Antritt einer neuen Stelle in Deutschland

Als Nachweis für den berufsbedingten Umzug eignet sich der Arbeitsvertrag oder eine Bestätigung des Arbeitgebers.

Tipp für Studenten und Auszubildende: Wer umzieht, um seine erste Berufsausbildung anzutreten, kann die Umzugskosten als Sonderausgaben geltend machen.

Allgemeine Kosten mit Quittungen belegen

Es gibt eine Reihe allgemeiner Kosten, die Sie in voller Höhe in der Steuererklärung angeben können. Um sie nachweisen zu können, benötigen Sie Belege wie Quittungen und Rechnungen.

  • Transportkosten für den Hausrat (Umzugsunternehmen, Miettransporter, Kosten für Verpackungen)
  • Reise- und Übernachtungskosten (z. B. für eine Wohnungsbesichtigung)
  • doppelte Miete während der Umzugsphase
  • Makler- und Besichtigungskosten
  • Provision für einen Makler
  • Nachhilfe für Kinder, um Unterrichtsstoff am neuen Wohnort nachzuholen (max. 1.146 Euro)

Sonstige Kosten mit der Umzugskostenpauschale absetzen

Für zusätzliche sonstige Kosten können Sie die Umzugskostenpauschale nutzen. Zahlungsbelege brauchen Sie in diesem Fall nicht.

Die Kosten für die folgenden Aufwendungen werden mit der Umzugskostenpauschale abgegolten:

  • Anzeigen für die Wohnungssuche
  • Ummeldegebühren (auch für Kfz)
  • Trinkgelder und Verpflegungskosten für Umzugshelfer
  • Ab- und Auau von Möbeln
  • fachgerechter Anschluss elektrischer Geräte
  • Installation von Telefon- und Internetanschluss
  • professionelles Anbringen und Ändern von Gardinen, Rollos, Vorhängen und den dazugehörigen Halterungen
  • Schönheitsreparaturen in der alten Wohnung (sofern im Mietvertrag vorgeschrieben)
  • Nachsendeauftrag

Diese Pauschalbeträge gelten

Seit dem 1.06.2020 hat sich die Umzugskostenpauschale geändert. Zudem spielt der Familienstand keine Rolle mehr. Es gelten nun fogende Beträge für die Umzugskostenpauschale:

  • Umziehender: 860 Euro
  • für Ehegatten/Lebenspartner: 573 Euro
  • zusätzlich pro Kind/Angehörigem im selben Haushalt: 573 Euro
  • Geschiedene/Verwitwete: 860 Euro

Falls Sie innerhalb von fünf Jahren ein zweites Mal aus beruflichen Gründen umziehen, gibt es einen Zuschlag von 50% auf die Pauschalbeträge.

Haben Sie mehr als die oben genannten Pauschalbeträge für den Umzug ausgegeben? Dann müssen Sie die Umzugspauschale nicht nutzen, sondern können diese Kosten auch einzeln geltend machen. Dafür müssen Sie allerdings alle Quittungen auewahren.

mediaphotos, iStock

Viele Steuerpflichtige wissen nicht, dass sie Umzugskosten ganz oder teilweise absetzen können.

Das Finanzamt erkennt zwar viele umzugstypische Kosten an, aber eben nicht alle. Folgende Ausgaben können Sie nicht bei der Steuer geltend machen:

  • Einlagerungskosten für Möbel
  • Aufwendungen für die Renovierung und Ausstattung der neuen Wohnung
  • Maklergebühren für den Kauf eines Eigenheims
  • Verluste und Aufwendungen beim Verkauf des bisherigen Eigenheims

Steuererklärung: So geben Sie die Umzugskosten als Werbungskosten an

Die beruflich bedingten Umzugskosten tragen Sie in der Steuererklärung in der Anlage N unter Weitere Werbungskosten ein. Sie können Einzelbeträge oder die Gesamtkosten der allgemeinen Ausgaben plus Umzugskostenpauschale eintragen.

Tipp: Falls Sie den Gesamtbetrag angeben, sollten Sie Ihrer Steuererklärung eine Übersicht über die einzelnen Kosten beifügen.

Privater Umzug: Haushaltsnahe Dienstleistungen & außergewöhnliche Belastung

Ziehen Sie privat um, können Sie die Umzugskosten zumindest teilweise in der Steuererklärung angeben.

Umzugskosten als haushaltsnahe Dienstleistungen absetzen

Sie können 20 Prozent der Handwerkerkosten (max. 1.200 Euro) und Transportdienstkosten (max. 4.000 Euro) von der Steuer absetzen. Nicht abzugsfähig sind Materialkosten.

Für haushaltsnahe Dienstleistungen müssen Sie dem Finanzamt Rechnungen und Zahlungsnachweise vorlegen. Die Kosten der Hand­werk­erarbeiten geben Sie ab der Steuererklärung 2019 in der neuen Anlage Haus­halts­nahe Aufwendungen an.

Außergewöhnliche Belastung bei der Steuer angeben

Um diese Möglichkeit zu nutzen, müssen zwei Bedingungen erfüllt sein:

  • Der Umzug war zwingend notwendig – z. B. aus gesundheitlichen Gründen oder wegen einer Naturkatastrophe.
  • Die entstandenen Kosten übersteigen die Grenze der zumutbaren Belastung. Ob diese Bedingung in Ihrem persönlichen Fall gegeben ist, klären Sie am besten mithilfe eines Steuerberaters.

Die Notwendigkeit eines Umzugs wegen außergewöhnlicher Belastung müssen Sie mit einem entsprechenden Nachweis belegen – beispielsweise mit einem ärztlichen Attest.

Freiberufler und Selbstständige: Umzugskosten als Betriebsausgaben absetzen

Selbstständige können einen beruflich motivierten Umzug als Betriebsausgaben abrechnen. Dafür müssen Sie aber in der Regel belegen können, dass der Umzug tatsächlich betrieblich veranlasst und notwendig ist. Gültige Gründe können sein:

  • Umzug in ein größeres Gebäude wegen Unternehmenswachstum
  • Größere Nähe zu Kunden, Lieferanten oder Kooperationspartnern
  • Absatzschwierigkeiten am derzeitigen Standort

Auch die Kosten für einen betriebsbedingten Umzug sollten Sie genau belegen können.

  • Relevante Themen
  • Umzugskosten
  • Finanzen

Источник: https://umziehen.de/suche-planung/umzugskostenpauschale-151

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