Wie kann man einen Umzug von der Steuer absetzen?

Contents
  1. Umzug aus beruflichen Gründen: Kosten absetzen
  2. Berufliche Gründe für einen Umzug
  3. Kosten zählen zu den Werbungskosten
  4. Allgemeine Kosten: Tatsächliche Kosten absetzen
  5. Sonstige Kosten: Umzugskostenpauschale nutzen
  6. Verwitwete, Geschiedene und Alleinerziehende nutzen Partner-Pauschale
  7. Sonstige Kosten: Wann es besser ist, die Kosten einzeln nachzuweisen
  8. Umzugskosten für Zweitwohnung absetzen
  9. Umzug aus privaten Gründen – Steuerabzug nur eingeschränkt möglich
  10. Umzugskosten steuerlich absetzen
  11. Wann liegt ein beruflicher Umzug vor?
  12. Welche Kosten sind abzugsfähig?
  13. Wie hoch ist die Umzugskostenpauschale?
  14. Nachhilfe für Kinder abzugsfähig
  15. Pauschalen bis zum 29. Februar 2020
  16. Nachhilfe bis zum 29. Februar 2020
  17. Pauschalen vom 1. März 2020 bis 31. Mai 2020
  18. Nachhilfe vom 1. März 2020 bis 31. Mai 2020
  19. Pauschalen ab dem 1. Juni 2020
  20. Nachhilfe ab dem 1. Juni 2020
  21. Alle Zahlen im Überblick
  22. Umzugskosten von der Steuer absetzen
  23. Umzugskosten gehören in die Steuererklärung – nur an welche Stelle?
  24. Umzug wider Willen: außergewöhnliche Belastungen
  25. Umzug wegen Ausbildung: Sonderausgaben
  26. Welche Kosten darfst du nicht absetzen?
  27. Selbstständige und Freiberufler: Betriebsausgaben
  28. Disclaimer
  29. Umzugskostenpauschale: Umzugskosten von der Steuer absetzen
  30. Berufsbedingter Umzug: Werbungskosten und Umzugskostenpauschale
  31. Berufsbedingter Umzug: Das sind die Voraussetzungen
  32. Allgemeine Kosten mit Quittungen belegen
  33. Sonstige Kosten mit der Umzugskostenpauschale absetzen
  34. Diese Pauschalbeträge gelten
  35. Steuererklärung: So geben Sie die Umzugskosten als Werbungskosten an
  36. Privater Umzug: Haushaltsnahe Dienstleistungen & außergewöhnliche Belastung
  37. Umzugskosten als haushaltsnahe Dienstleistungen absetzen
  38. Außergewöhnliche Belastung bei der Steuer angeben
  39. Freiberufler und Selbstständige: Umzugskosten als Betriebsausgaben absetzen
  40. Umzugskosten in der Steuererklärung: Wie kann ich meinen Umzug steuerlich absetzen?
  41. Umzug steuerlich absetzen: Was gilt bei beruflichen Umzugskosten für die Steuererklärung?
  42. In welcher Höhe ist der Werbungskostenabzug für Umzugskosten in der Steuererklärung möglich?
  43. Steuererklärung Umzugskosten: Weitere Möglichkeiten, den Umzug steuerlich abzusetzen

Umzug aus beruflichen Gründen: Kosten absetzen

Wie kann man einen Umzug von der Steuer absetzen?

Das Vorstellungsgespräch war ein Erfolg. Sie haben einen neuen Job, allerdings in einer 300 Kilometer entfernten Stadt.

Die Kosten für die Fahrten zu einer Wohnungsbesichtigung, den Makler, den Transport von Kisten und Möbeln und vieles mehr können Sie von der Steuer absetzen – wenn Ihr neuer Arbeitgeber diese Ausgaben nicht für Sie übernimmt.

Das gilt auch, wenn Sie aus anderen beruflichen Gründen umziehen, also nicht nur bei einem Jobwechsel.

Berufliche Gründe für einen Umzug

Die Kosten für einen Umzug können Sie auch dann absetzen, wenn Ihr Chef Sie an einen neuen Arbeitsort versetzt.

Oder Sie aus betrieblichen Gründen in eine Dienstwohnung ziehen müssen, zum Beispiel weil Sie als Hausmeister arbeiten.

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Sie sind Berufspendler? Wenn Sie durch Ihren Umzug mindestens eine Stunde Fahrt zur Arbeit sparen, können Sie die Umzugskosten ebenfalls in der Steuererklärung eintragen.

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Sie wollen in Sekundenschnelle wissen, wie Sie Ihren Umzug aus beruflichen Gründen absetzen können? Dann schauen Sie sich unser Video an. Für detailliertere Informationen lesen Sie einfach weiter.

Kosten zählen zu den Werbungskosten

Ausgaben rund um den Job, also auch für den job-bedingten Umzug, gehören im Steuerrecht zu den sogenannten Werbungskosten. Es gibt zwei Gruppen: Zum einen die allgemeinen Umzugskosten und zum anderen die sonstigen.

Zu den allgemeinen Umzugskosten gehören:

  • Fahrten zur Suche und Besichtigung der neuen Wohnung,
  • die erste Fahrt zur neuen Wohnung,
  • Fullservice einer Umzugsfirma wie Pack-, Trage- oder Transportservice,
  • den Makler, der die alte Wohnung weitervermittelt hat,
  • die Miete für die bisherige Wohnung, die Sie zusätzlich zur neuen Wohnung zahlen (für bis zu sechs Monate).

Zu den sonstigen Umzugskosten zählt unter anderem:

  • Zeitungsannoncen, 
  • Telefonanschluss,
  • Gebühr für neue Kfz-Kennzeichen,
  • Gebühr für das Ummelden bei der Gemeinde und das Ändern des Personalausweises,
  • Trinkgelder für das Umzugspersonal.  

Benötigen Ihre Kinder am neuen Wohnort Nachhilfe-Unterricht aufgrund des Umzugs, können Sie auch diese Kosten als Werbungskosten von der Steuer absetzen. Der Höchstbetrag für die Anerkennung umzugsbedingter Unterrichtskosten beträgt bei Beendigung des Umzugs ab 1. März 2020 immerhin 2.066 Euro.

Allgemeine Kosten: Tatsächliche Kosten absetzen

Die allgemeinen Kosten, also Fahrtkosten, Kosten für Makler, Spedition und Doppelmiete, können Sie in voller Höhe angeben. Sammeln Sie alle Quittungen und Rechnungen, addieren Sie die Ausgaben und tragen Sie die Summe in Ihrer Steuererklärung ein. Zusätzlich dazu können Sie noch die sonstigen Kosten absetzen – entweder mit der Umzugskostenpauschale oder den tatsächlichen Kosten.

Sonstige Kosten: Umzugskostenpauschale nutzen

Für die sonstigen Umzugskosten müssen Sie keine Quittungen oder Rechnungen sammeln. Sie können die Umzugskostenpauschale nutzen. Zwischen März und Juni 2020 lag die Pauschale bei 820 Euro für Ledige und bei 1.

639 Euro für Verheiratete. Für jede weitere Person, die im Haushalt lebte, gab es zusätzlich 361 Euro.

Die Umzugskostenpauschale erhöht sich um 50 Prozent, wenn Sie innerhalb der letzten fünf Jahre schon einmal aus beruflichen Gründen umziehen mussten.

Seit 1. Juni 2020 gilt eine Pauschale von 860 für alle Berechtigten. Für jede weitere Person, die mit umzieht, egal ob Ehegatte, Lebenspartner, ledige Kinder, Stief- oder Pflegekinder, erhöht sich die Summe um 573 Euro.  

Zwei Rechenbeispiele:

  • Eine vierköpfige Familie zieht am 1. April 2020 um. Ihr steht eine Umzugskostenpauschale in Höhe von 2.361 Euro zu (1.639 Euro + 361 Euro + 361 Euro).
  • Eine vierköpfige Familie zieht am 1. Juli 2020 um. Ihr steht eine Umzugskostenpauschale in Höhe von 2.579 Euro zu (860 Euro + 573 Euro + 573 Euro + 573 Euro).

Wichtig: Es kommt exakt auf den Tag an, an dem Sie Ihren Umzug beenden. Lassen Sie zum Beispiel Ihre Möbel am 31. Mai 2020 ein- und am 1. Juni ausladen, haben Sie Anspruch auf den höheren Pauschalbetrag.

Das Bundesfinanzministerium erhöht regelmäßig die Umzugskostenpauschale

Verwitwete, Geschiedene und Alleinerziehende nutzen Partner-Pauschale

Die Umzugskostenpauschale für Verheiratete dürfen nicht nur Verheiratete nutzen. Auch sogenannte gleichgestellte Personen haben einen Anspruch darauf.

Dazu gehören Sie zum Beispiel, wenn Sie verheiratet waren – also jetzt geschieden oder verwitwet sind. Auch Alleinerziehende mit Kind im eigenen Haushalt dürfen die Umzugskostenpauschale für Verheiratete nutzen.

Das erste Kind wird steuerlich wie ein Ehegatte behandelt.

Sonstige Kosten: Wann es besser ist, die Kosten einzeln nachzuweisen

Ihre sonstigen Kosten sind höher als die Pauschale? Sammeln Sie alle Quittungen, Kassenbons und Rechnungen, die direkt etwas mit Ihrem Umzug zu tun haben.

Rechnen Sie alles zusammen und tragen Sie den Gesamtbetrag in Ihrer Steuererklärung ein. Sie sind sich unsicher, was Sie alles von der Steuer absetzen können? Die VLH-Berater sind Experten in Sachen Umzug.

Finden Sie hier einen Berater in Ihrer Nähe: Beratersuche.

Umzugskosten für Zweitwohnung absetzen

Wenn Sie aus beruflichen Gründen eine zweite Wohnung am Arbeitsort mieten, können Sie die Kosten des Umzugs ebenfalls absetzen – und noch vieles mehr wie zum Beispiel die Kosten für notwendige Einrichtungsgegenstände. Unser Artikel Doppelte Haushaltsführung: Diese Kosten können Sie absetzen zeigt Ihnen detailliert, welche Steuervorteile Ihnen als Besitzer einer Zweitwohnung zustehen.

Umzug aus privaten Gründen – Steuerabzug nur eingeschränkt möglich

Wer der Liebe wegen oder aus einem anderen privaten Grund umzieht, kann nur wenige Kosten des Umzugs steuerlich geltend machen. Nämlich die Kosten einer Umzugsspedition – abzüglich etwaiger Erstattungen. Die Kosten für ein angemietetes Umzugsauto, das Sie selbst fahren, können Sie dagegen nicht geltend machen.

Warum? Nun, einen privaten Umzug können Sie nur unter den haushaltsnahen Dienstleistungen oder Handwerkerleistungen verbuchen. Engagieren Sie eine Spedition, die Ihre Möbel von A nach B bringt, ist das eine haushaltsnahe Dienstleistung.

Bauen die Spediteure Ihre Möbel auch noch auf, zählen Ihre Kosten zu den Handwerkerleistungen. Das Finanzamt entscheidet bei einem privaten Umzug mit Spedition also durchaus im Einzelfall, wo die Kosten geltend gemacht werden können.

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Ziehen Sie privat und ohne fremde Hilfe um, gehen Sie steuerlich gesehen leider leer aus.

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Falls Sie in Ihrer alten Wohnung unmittelbar nach dem Umzug Schönheitsreparaturen zum Beispiel durch einen Maler machen lassen, gilt diese Leistung noch als in Ihrem Haushalt erbracht – Sie können die Kosten also absetzen.

Anders sieht die Sache aus, wenn Sie vor dem Einzug ins neue Heim dort zum Beispiel den Garten verschönern lassen.

Die Ausgaben für den neuen Haushalt können Sie erst in Ihrer Steuererklärung eintragen, wenn Sie den neuen Haushalt „begründet“ haben – also erst nach dem Einzug.

Dies ist ein redaktioneller Text des Redaktionsteams der VLH. Es erfolgt keine Beratung zu Themen, die außerhalb der steuerlichen Beratungsbefugnis eines Lohnsteuerhilfevereins liegen. Eine Beratungsleistung im konkreten Einzelfall kann nur im Rahmen der Begründung einer Mitgliedschaft und ausschließlich innerhalb der Beratungsbefugnis nach § 4 Nr. 11 StBerG erfolgen.

Kosten für Fort- und Weiterbildung von der Steuer absetzen

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Источник: https://www.vlh.de/arbeiten-pendeln/beruf/umzug-aus-beruflichen-gruenden-kosten-absetzen.html

Umzugskosten steuerlich absetzen

Wie kann man einen Umzug von der Steuer absetzen?

Wussten Sie, dass Ihnen der Staat bei einem beruflichen Umzug unter die Arme greift? In diesem Fall sind die Umzugskosten nämlich als Werbungskosten einzustufen. Es handelt sich dabei um Ausgaben, die in engem Zusammenhang mit Ihren steuerpflichtigen Einnahmen stehen. Seit dem 1. Juni 2020 gelten neue Regelungen für die Umzugskostenpauschale.

Wann liegt ein beruflicher Umzug vor?

Voraussetzung für den Abzug der Umzugskosten ist, dass Sie aus beruflichen Gründen umziehen. Ein privater Umzug ist also ausgeschlossen. Gründe für einen beruflichen Umzug können zum Beispiel die Aufnahme eines neuen Jobs, eine Versetzung oder eine Fahrzeitverkürzung (arbeitstäglich mindestens eine Stunde) zur Arbeit sein.

Die Kosten für den Umzug in eine Zweitwohnung im Rahmen der doppelten Haushaltsführung sind zwar beruflich veranlasst. Es können nur die tatsächlichen Kosten abgesetzt werden. Die Umzugskostenpauschale gilt dabei jedoch nicht.

Welche Kosten sind abzugsfähig?

Ein Umzug ist mehr als nur Kisten packen. Auf der Suche nach einer geeigneten Wohnung kommt Sie ein Wohnungsmakler teuer zu stehen. Am Umzugstag tragen sich Kisten und Möbel nicht von allein: hier kommen Transport- oder Umzugsunternehmen ins Spiel.

Liegt die neue Heimat weiter entfernt, können Reisekosten anfallen. Und klappt der Umzug nicht zum gewünschten Termin, zahlen Sie im schlimmsten Fall doppelte Miete.

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Die gute Nachricht: All diese Kosten können Sie als Werbungskosten in Ihrer Steuererklärung angeben.

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Aber auch für kleinere Rechnungsposten gibt es Unterstützung: Diese werden vom Pauschbetrag für sonstige Umzugsauslagen erfasst. Der Pauschbetrag wird jährlich angepasst. Die Höhe steht in Zusammenhang mit Ihrem Familienstand und der Anzahl von Personen, die mit Ihnen im Haushalt leben und umziehen.

Wie hoch ist die Umzugskostenpauschale?

Aufpassen müssen Sie vor allem im Jahr 2020. Denn: Hier wird zum einen am 1. März die Pauschale angehoben. Zudem ändern sich die Regelungen grundlegend ab dem 1. Juni.

In welcher Höhe Sie die Umzugskostenpauschale erhalten, wird bisher nach dem Datum beurteilt, an dem Sie Ihren Umzug beendet haben. Auch der Familienstand war ausschlaggebend. Seit dem 1.

Juni 2020 kommt es jedoch auf den Tag vor dem Einladen Ihres Umzugsguts an. Und der Familienstand hat keinen Einfluss mehr.

Nachhilfe für Kinder abzugsfähig

Kindern fällt es oftmals schwer, sich nach einem Umzug in der neuen Schule einzufinden. Vor allem Unterschiede zwischen den Bildungssystemen der Länder erschweren die Bedingungen. Deshalb kann es im Einzelfall sinnvoll sein, nach dem Umzug Nachhilfeunterricht für das Kind in Anspruch zu nehmen. Hierfür galt bisher eine komplizierte Berechnung für den Höchstbetrag.

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Pauschalen bis zum 29. Februar 2020

Vom 1. April 2019 bis zum 29. Februar 2020 können Sie als ledige Person 811 Euro ansetzen. Für Verheiratete gilt der doppelte Betrag von 1.622 Euro. Sind weitere Personen – neben Ihrem Ehepartner – mit Ihnen umgezogen, kommen für jede Person nochmals 357 Euro hinzu.

Die doppelte Pauschale gilt auch für Geschiedene oder Verwitwete sowie für Ledige mit Kindern. Sie werden den Verheirateten gleichgestellt.

Sind Sie in den letzten 5 Jahren schon einmal aus beruflichen Gründen umgezogen, erhöht sich die gesamte Umzugskostenpauschale um 50 Prozent (Häufigkeitszuschlag).

Kaufen Sie sich einen neuen Herd und Ofen können Sie 164 Euro bzw. 230 Euro pauschal ansetzen.

Hatten Sie jedoch vor oder nach dem Umzug keinen eigenen Hausstand (z. B., weil Sie erst aus Ihrem Elternhaus ausgezogen sind), verringert sich die Pauschale. Und zwar auf 30 Prozent bei Verheirateten und um 20 Prozent bei Ledigen.

Nachhilfe bis zum 29. Februar 2020

Abzugsfähig sind in voller Höhe Kosten bis zu 1.022,50 Euro (50 Prozent von 2.045 Euro). Darüber hinaus sind nur ¾ der Kosten bis zum vollen Höchstbetrag von 2.045 Euro abzugsfähig.

Pauschalen vom 1. März 2020 bis 31. Mai 2020

Für den Zeitraum März bis Mai 2020 werden die geltenden Pauschalen angehoben. Und zwar auf 820 Euro für Ledige bzw. 1.639 Euro für Verheiratete und 361 Euro für jede weitere Person.

Nachhilfe vom 1. März 2020 bis 31. Mai 2020

Der Höchstbetrag von 2.045 Euro erhöht sich auf 2.066 Euro.

Pauschalen ab dem 1. Juni 2020

Ab dem 1. Juni 2020 gelten neue Spielregeln. Für die Person, die aus beruflichen Gründen umzieht, gilt eine Pauschale von 860 Euro. Hatten Sie vor oder nach dem Umzug keine eigene Wohnung, verringert sich Ihre Pauschale auf 172 Euro.

Für einen Ehepartner, der mit Ihnen von Ihrem eigenen Haushalt in einen eigenen Haushalt umzieht, kommen 573 Euro hinzu. Der gleiche Betrag gilt auch für Kinder und Stief- oder Pflegekinder, die mit Ihnen umziehen.

Die große Unterschied der Neuregelung zu den „alten“ Pauschalen liegt in der Gleichbehandlung von Ledigen, Verheirateten, Geschiedenen und Verwitweten.

Nachhilfe ab dem 1. Juni 2020

Die komplizierte Berechnung entfällt ab dem 1. Juni 2020. Nun gilt ein Höchstbetrag von 1.146 Euro. Bis zu dieser Höhe sind die Nachhilfekosten ungekürzt abzugsfähig.

Alle Zahlen im Überblick

UmzügeBis 29. Februar 2020Bis 31. Mai 2020Ab 1. Juni 2020
Nachhilfe2.045 Euro(voll: bis zu 1.022,50 Euro danach zu 2/3 bis 2.045 Euro)2.066 Euro(voll: bis zu 1.033 Euro danach zu 2/3 bis 2.066 Euro)1.146 Euro
Herd und Ofen230 bzw. 164 Euro230 bzw. 164 Euro0 Euro
Umzugskostenpauschale:
Verheiratete1.622 Euro1.639 Euro860 Euro + 573 Euro
Geschiedene, Verwitwete1.622 Euro1.639 Euro860 Euro
Ledige811 Euro820 Euro860 Euro
Sonstige Person, die mit umzieht357 Euro361 Euro573 Euro
Vor oder nach Umzug keine eigene Wohnung162,20 Euro bzw. 486,60 Euro164 Euro bzw. 492 Euro172 Euro

Quelle: Bundesministerium der Finanzen

Steuerberatung?

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Источник: https://www.buhl.de/steuernsparen/umzugskosten-steuerlich-absetzen/

Umzugskosten von der Steuer absetzen

Wie kann man einen Umzug von der Steuer absetzen?

Du packst deine Koffer und ziehst für deinen Traumjob in eine neue Stadt? Oder Nachwuchs kündigt sich an und die jetzige Bleibe wird zu eng? Ob aus beruflichen, privaten oder gesundheitlichen Gründen, bei einem Umzug kannst du immer bestimmte Kosten, die damit in Zusammenhang stehen, steuerlich geltend machen. Wie du dabei vorgehen musst, erklären wir hier.

Umzugskosten gehören in die Steuererklärung – nur an welche Stelle?

Abhängig von den Gründen, aus denen dein Umzug erfolgt, können die Aufwendungen vom Finanzamt in unterschiedlichen Kategorien anerkannt werden. Dazu zählen folgende:

Besonders eindeutig ist die Sache, wenn du aufgrund deiner beruflichen Tätigkeit umziehst. Dafür kann es unterschiedliche Gründe geben, beispielsweise…

  • ist deine neue Wohnung näher am Arbeitsplatz und du kannst deine tägliche Fahrtzeit um mindestens eine Stunde verringern.
  • du trittst deine allererste Arbeitsstelle an oder ziehst aufgrund einer Versetzung oder weil dein Arbeitgeber seine Betriebsstätte verlegt hat um.
  • weil dein Umzug mit einer beruflich veranlassten doppelten Haushaltsführung in Zusammenhang steht.
  • weil du einem Anliegen deines Arbeitgebers folgst und in eine Dienstwohnung ein- oder ausziehst.

In diesen Fällen ist dein Wohnortwechsel definitiv beruflich veranlasst und lässt die Umzugskosten in der Steuererklärung zu Werbungskosten werden. Hierbei unterscheidet das Finanzamt zwischen allgemeinen Kosten und sonstigen Kosten.

  • notwendige Reisekosten zur Umzugsvorbereitung
  • den Umzug selbst (Packen und Transport)
  • doppelte Mietzahlungen für bis zu sechs Monate
  • Makler- und Besichtigungskosten
  • Nachhilfekosten für deine Kinder bis zu einer Höhe von 2.066 Euro (2020), beispielsweise wenn du in ein anderes Bundesland übersiedelst.

Für die sonstigen Kosten kannst du ganz einfach eine Pauschale nutzen, dann bleiben dir Einzelauflistung und Nachweise erspart. Die Umzugskostenpauschale umfasst Posten, wie Annoncen zur Wohnungssuche, Ummeldegebühren, Verpflegung für Umzugshelfer, anfallende Schönheitsreparaturen in der alten Wohnung und einiges mehr.

Ab dem 01.03.2020 gelten folgende Beträge:

verheiratete Paare

1.639 Euro

je weitere, zum Haushalt gehörende Person

361 Euro

Musstest du innerhalb der letzten fünf Jahre schon einmal beruflich bedingt umziehen, erhöhen sich die Pauschbeträge um einen Zuschlag von 50 %. Natürlich kannst du auch die sonstigen Kosten – sollten deine Ausgaben deutlich höher sein – einzeln einreichen. Dafür benötigst du aber die Quittungen.

Um dem Finanzamt nachzuweisen, dass es sich um einen berufsbedingten Umzug handelt, eignet sich der neue Arbeitsvertrag oder eine Bescheinigung des Arbeitgebers.

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In der Steuererklärung trägst du die Aufwendungen in der Anlage N unter „weitere Werbungskosten“ ein.

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Generell gilt aber: Wenn dein Arbeitgeber die Umzugskosten oder einen Teil davon übernehmen sollte, darfst du sie natürlich nicht von der Steuer absetzen. Das geht nur bei den Dingen, die du tatsächlich selbst bezahlt hast.

Umzug wider Willen: außergewöhnliche Belastungen

Nicht alle Umzüge sind freiwillig. Manchmal zwingt eine Krankheit zur Änderung der Lebenssituation. Der Betroffene muss umziehen, um beispielsweise aufgrund einer ständigen Behandlung in der Nähe einer Klinik zu wohnen oder weil das Treppensteigen in den fünften Stock nicht mehr möglich ist.

Mit einem ärztlichen Attest kannst du dann die Kosten als außergewöhnliche Belastung geltend machen.
In die gleiche Kategorie fallen deine Umzugskosten, wenn du aufgrund einer Naturkatastrophe z.B. Hochwasser deine Bleibe verlassen musst.

Du darfst dann das, was deine persönlich zumutbare Belastungsgrenze übersteigt, steuerlich absetzen. Wichtig ist in diesen Fällen, dass der Umzug zwingend notwendig ist.

Umzug wegen Ausbildung: Sonderausgaben

Als Sonderausgaben können die Umzugskosten dann gelten, wenn du als Student oder Auszubildender deine erste Berufsausbildung anfängst und der Umzug deswegen erfolgt.

Welche Kosten darfst du nicht absetzen?

  • Kosten, die mit Wohneigentum in Zusammenhang stehen: z.B. Verluste und Maklerkosten, die sich beim Verkauf eines Eigenheims ergeben.
  • Gleiches gilt für Maklerkosten, die aus einem Wohnungs- oder Hauskauf resultieren.
  • Möbeleinlagerungskosten
  • In Bezug auf Renovierung und Ausstattung der neuen Wohnung erhältst du als Steuerpflichtiger auch keine Erleichterungen.

Selbstständige und Freiberufler: Betriebsausgaben

Auch bei Selbstständigen und Freiberuflern können berufliche Gründe für einen Umzug anerkannt werden. Unabdingbar aber, um die Aufwendungen als Betriebsausgaben deklarieren zu können, ist es, ihre Notwendigkeit zu belegen. Plausible Gründe sind in diesem Fall das Wachstum des Unternehmens, das ein größeres Büro erfordert, oder eine bessere Anbindung zu Geschäftspartnern und Kunden.

Disclaimer

Wir machen keine Steuerberatung. Wir ersetzen keinen zertifizierten Steuerberater. Alle Angaben ohne Gewähr. Mehr Infos dazu findest Du in unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

Источник: https://taxfix.de/steuertipps/umzugskosten-von-der-steuer-absetzen/

Umzugskostenpauschale: Umzugskosten von der Steuer absetzen

Wie kann man einen Umzug von der Steuer absetzen?

Möchten Sie Ihre Umzugskosten von der Steuer absetzen, haben Sie je nach Grund Ihres Umzugs verschiedene Möglichkeiten. Als folgende Posten können Sie Umzugskosten geltend machen:

  • Werbungskosten
  • Haushaltsnahe Dienstleistungen
  • Außergewöhnliche Belastungen
  • Sonderausgaben
  • Betriebsausgaben

Berufsbedingter Umzug: Werbungskosten und Umzugskostenpauschale

Wenn Sie berufsbedingt umziehen, können Sie einen großen Teil der Umzugskosten als Werbungskosten bei der Steuererklärung angeben. Die Ausgaben werden getrennt nach allgemeinen Kosten und sonstigen Kosten. Um sie steuerlich absetzen zu können, muss Ihr Umzug bestimmten Bedingungen unterliegen.

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Berufsbedingter Umzug: Das sind die Voraussetzungen

Damit das Finanzamt Ihre Ausgaben als abzugsfähig anerkennt, müssen Sie mindestens eine dieser Voraussetzungen erfüllen:

  • Antritt des allerersten Jobs
  • Arbeitsplatzwechsel oder Versetzung (ggf. in eine andere Stadt)
  • kürzerer Arbeitsweg (täglich mind. eine halbe Stunde schneller)
  • Einzug oder Auszug in/aus eine/r Dienstwohnung oder Zweitwohnung
  • Rückkehr aus dem Ausland zum Antritt einer neuen Stelle in Deutschland

Als Nachweis für den berufsbedingten Umzug eignet sich der Arbeitsvertrag oder eine Bestätigung des Arbeitgebers.

Tipp für Studenten und Auszubildende: Wer umzieht, um seine erste Berufsausbildung anzutreten, kann die Umzugskosten als Sonderausgaben geltend machen.

Allgemeine Kosten mit Quittungen belegen

Es gibt eine Reihe allgemeiner Kosten, die Sie in voller Höhe in der Steuererklärung angeben können. Um sie nachweisen zu können, benötigen Sie Belege wie Quittungen und Rechnungen.

  • Transportkosten für den Hausrat (Umzugsunternehmen, Miettransporter, Kosten für Verpackungen)
  • Reise- und Übernachtungskosten (z. B. für eine Wohnungsbesichtigung)
  • doppelte Miete während der Umzugsphase
  • Makler- und Besichtigungskosten
  • Provision für einen Makler
  • Nachhilfe für Kinder, um Unterrichtsstoff am neuen Wohnort nachzuholen (max. 1.146 Euro)

Sonstige Kosten mit der Umzugskostenpauschale absetzen

Für zusätzliche sonstige Kosten können Sie die Umzugskostenpauschale nutzen. Zahlungsbelege brauchen Sie in diesem Fall nicht.

Die Kosten für die folgenden Aufwendungen werden mit der Umzugskostenpauschale abgegolten:

  • Anzeigen für die Wohnungssuche
  • Ummeldegebühren (auch für Kfz)
  • Trinkgelder und Verpflegungskosten für Umzugshelfer
  • Ab- und Auau von Möbeln
  • fachgerechter Anschluss elektrischer Geräte
  • Installation von Telefon- und Internetanschluss
  • professionelles Anbringen und Ändern von Gardinen, Rollos, Vorhängen und den dazugehörigen Halterungen
  • Schönheitsreparaturen in der alten Wohnung (sofern im Mietvertrag vorgeschrieben)
  • Nachsendeauftrag

Diese Pauschalbeträge gelten

Seit dem 1.06.2020 hat sich die Umzugskostenpauschale geändert. Zudem spielt der Familienstand keine Rolle mehr. Es gelten nun fogende Beträge für die Umzugskostenpauschale:

  • Umziehender: 860 Euro
  • für Ehegatten/Lebenspartner: 573 Euro
  • zusätzlich pro Kind/Angehörigem im selben Haushalt: 573 Euro
  • Geschiedene/Verwitwete: 860 Euro

Falls Sie innerhalb von fünf Jahren ein zweites Mal aus beruflichen Gründen umziehen, gibt es einen Zuschlag von 50% auf die Pauschalbeträge.

Haben Sie mehr als die oben genannten Pauschalbeträge für den Umzug ausgegeben? Dann müssen Sie die Umzugspauschale nicht nutzen, sondern können diese Kosten auch einzeln geltend machen. Dafür müssen Sie allerdings alle Quittungen auewahren.

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Viele Steuerpflichtige wissen nicht, dass sie Umzugskosten ganz oder teilweise absetzen können.

Das Finanzamt erkennt zwar viele umzugstypische Kosten an, aber eben nicht alle. Folgende Ausgaben können Sie nicht bei der Steuer geltend machen:

  • Einlagerungskosten für Möbel
  • Aufwendungen für die Renovierung und Ausstattung der neuen Wohnung
  • Maklergebühren für den Kauf eines Eigenheims
  • Verluste und Aufwendungen beim Verkauf des bisherigen Eigenheims

Steuererklärung: So geben Sie die Umzugskosten als Werbungskosten an

Die beruflich bedingten Umzugskosten tragen Sie in der Steuererklärung in der Anlage N unter Weitere Werbungskosten ein. Sie können Einzelbeträge oder die Gesamtkosten der allgemeinen Ausgaben plus Umzugskostenpauschale eintragen.

Tipp: Falls Sie den Gesamtbetrag angeben, sollten Sie Ihrer Steuererklärung eine Übersicht über die einzelnen Kosten beifügen.

Privater Umzug: Haushaltsnahe Dienstleistungen & außergewöhnliche Belastung

Ziehen Sie privat um, können Sie die Umzugskosten zumindest teilweise in der Steuererklärung angeben.

Umzugskosten als haushaltsnahe Dienstleistungen absetzen

Sie können 20 Prozent der Handwerkerkosten (max. 1.200 Euro) und Transportdienstkosten (max. 4.000 Euro) von der Steuer absetzen. Nicht abzugsfähig sind Materialkosten.

Für haushaltsnahe Dienstleistungen müssen Sie dem Finanzamt Rechnungen und Zahlungsnachweise vorlegen. Die Kosten der Hand­werk­erarbeiten geben Sie ab der Steuererklärung 2019 in der neuen Anlage Haus­halts­nahe Aufwendungen an.

Außergewöhnliche Belastung bei der Steuer angeben

Um diese Möglichkeit zu nutzen, müssen zwei Bedingungen erfüllt sein:

  • Der Umzug war zwingend notwendig – z. B. aus gesundheitlichen Gründen oder wegen einer Naturkatastrophe.
  • Die entstandenen Kosten übersteigen die Grenze der zumutbaren Belastung. Ob diese Bedingung in Ihrem persönlichen Fall gegeben ist, klären Sie am besten mithilfe eines Steuerberaters.

Die Notwendigkeit eines Umzugs wegen außergewöhnlicher Belastung müssen Sie mit einem entsprechenden Nachweis belegen – beispielsweise mit einem ärztlichen Attest.

Freiberufler und Selbstständige: Umzugskosten als Betriebsausgaben absetzen

Selbstständige können einen beruflich motivierten Umzug als Betriebsausgaben abrechnen. Dafür müssen Sie aber in der Regel belegen können, dass der Umzug tatsächlich betrieblich veranlasst und notwendig ist. Gültige Gründe können sein:

  • Umzug in ein größeres Gebäude wegen Unternehmenswachstum
  • Größere Nähe zu Kunden, Lieferanten oder Kooperationspartnern
  • Absatzschwierigkeiten am derzeitigen Standort

Auch die Kosten für einen betriebsbedingten Umzug sollten Sie genau belegen können.

  • Relevante Themen
  • Umzugskosten
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Источник: https://umziehen.de/suche-planung/umzugskostenpauschale-151

Umzugskosten in der Steuererklärung: Wie kann ich meinen Umzug steuerlich absetzen?

Wie kann man einen Umzug von der Steuer absetzen?

Umzugskosten können Sie bei der Einkommensteuer abziehen. Dabei kommt es darauf an, ob Sie aus beruflichen oder privaten Gründen umgezogen sind.

Je nachdem gelten unterschiedliche Regeln: so können die Umzugskosten als Werbungskosten, Betriebsausgaben, Sonderausgaben, haushaltsnahe Dienstleistungen oder außergewöhnliche Belastung in Ihrer Steuererklärung angegeben werden.

Wir zeigen Ihnen, unter welchen Voraussetzungen der Abzug in der Steuererklärung möglich ist.

Umzug steuerlich absetzen: Was gilt bei beruflichen Umzugskosten für die Steuererklärung?

Wenn Sie aus beruflichen Gründen umgezogen sind, können Sie die Aufwendungen als Werbungskosten absetzen – analog beispielsweise zu Fahrtkosten, Arbeitszimmer oder Computer. Diese Situationen gelten als berufliche Anlässe für den Umzug:

  • Umzug wegen erstmaligen Antritts einer neuen Arbeitsstelle, wegen eines Arbeitsplatzwechsels oder einer Versetzung
  • Umzug in Zusammenhang mit einer beruflich veranlassten doppelten Haushaltsführung
  • Durch den Umzug verringert sich die tägliche Fahrzeit (Hin- und Rückfahrt) um mindestens 1 Stunde, wobei eine tägliche Wegzeit verbleibt, wie sie im Berufsverkehr als normal angesehen wird. Bei Ehegatten dürfen die eingesparten Zeiten nicht zusammengerechnet werden.
  • Der Umzug erfolgt aus ganz überwiegendem Interesse des Arbeitgebers, z. B. bei Bezug einer Dienstwohnung bei Dienstantritt bzw. Auszug aus einer Dienstwohnung nach Renteneintritt.

Steht die berufliche Veranlassung eines Umzugs aufgrund einer mindestens einstündigen Fahrzeitverkürzung fest, so treten private Begleitumstände – wie Heirat oder erhöhter Wohnbedarf wegen der Geburt eines Kindes – in den Hintergrund.

In welcher Höhe ist der Werbungskostenabzug für Umzugskosten in der Steuererklärung möglich?

Den Umzug steuerlich absetzen können Sie mit den tatsächlichen Umzugskosten bis zur Höhe der Beträge, die nach dem Bundesumzugskostengesetz (BUKG) und der Auslandsumzugskostenverordnung (AUV) bei einem Beamten als Umzugskostenvergütung höchstens ersetzt werden.

Werden höhere Kosten als im BUKG festgelegt nachgewiesen und geltend gemacht, ist zu prüfen, ob und inwieweit nicht abzugsfähige Kosten der Lebensführung vorliegen (z. B. Aufwendungen für die Neuanschaffung von Einrichtungsgegenständen).

Daher: Geben Sie Ihre Umzugskosten in der Steuererklärung an.

Zu den abzugsfähigen Kosten gehören insbesondere:

  • die Aufwendungen zur Beförderung des Umzugsguts mit Einpacken und Auspacken
  • Reisekosten für eine Reise zur Umzugsvorbereitung
  • die Umzugsreise selbst
  • Mietentschädigung für max.

    6 Monate, wenn für die bisherige und die neue Wohnung gleichzeitig Miete gezahlt werden musste

  • Auslagen, um eine Mietwohnung zu erhalten, z. B. Maklerkosten, Besichtigungskosten
  • Auslagen für umzugsbedingten zusätzlichen Unterricht (Nachhilfe) für die Kinder bis max. 2.045 EUR je Kind (ab März 2020 2.

    066 EUR)

  • sonstige Umzugsauslagen, z. B. Ummeldungsgebühren, Telefonanschlusskosten, Installation von Küchengeräten und Lampen etc.

Pauschbetrag für sonstige Umzugsauslagen

Für sonstige Umzugskostenauslagen ist ohne Kostennachweis ein Pauschbetrag abzugsfähig. Dieser beträgt für Ledige 811 EUR (ab März 2020 820 EUR), für Verheiratete, Lebenspartner und Gleichgestellte 1.622 EUR (1.

639 EUR) und für jede weitere im Haushalt lebende Person (z. B. Kinder) jeweils weitere 357 EUR(361 EUR).

Sofern innerhalb der letzten fünf Jahre ein weiterer beruflich veranlasster Umzug vorausgegangen ist, erfolgt auf die Pauschbeträge ein Zuschlag von 50 %.

Achtung: Der Pauschbetrag kann nicht in der Steuererklärung berücksichtigt werden, wenn eine Zweitwohnung im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung bezogen oder verlassen wird.

Nicht abzugsfähige Aufwendungen

Folgende Aufwendungen können auch bei einer beruflichen Veranlassung des Umzugs nicht abgezogen werden:

  • Verluste und Aufwendungen bei der Veräußerung des bisherigen Eigenheims bzw. Hauses, in dem sich die bisherige Wohnung befand, z. B.

    Maklerkosten, Vorfälligkeitsentschädigung

  • Maklergebühren für den Erwerb eines Einfamilienhauses am neuen Arbeitsort
  • Möbeleinlagerungskosten bis zur Fertigstellung eines Wohnhauses in der Nähe des neuen Arbeitsorts
  • Aufwendungen für die Renovierung und Ausstattung der neuen Wohnung

Arbeitgeberersatz

Der Arbeitgeber kann die Umzugskosten infolge eines beruflich veranlassten Umzugs bis zur Höhe des Werbungskostenabzugs steuerfrei ersetzen. Entsprechend verringert sich der Werbungskostenabzug.

Steuererklärung Umzugskosten: Weitere Möglichkeiten, den Umzug steuerlich abzusetzen

Abzug als Sonderausgaben/außergewöhnliche Belastungen: Sind Sie in Zusammenhang mit einer ersten Berufsausbildung umgezogen, gehören die Umzugskosten zu den Sonderausgaben (Kosten der eigenen Berufsausbildung).

Waren Sie aus gesundheitlichen Gründen (Nachweis durch ärztliche Bescheinigung) oder wegen Hochwassers oder anderer Naturkatastrophen (Brand etc.) zu einem Umzug gezwungen, können die Umzugskosten als außergewöhnliche Belastungen abgezogen werden, soweit sie die zumutbare Belastung übersteigen. In diesem Fall ist es nicht schwer, in der Steuererklärung Umzugskosten geltend zu machen.

Durch eine Wohnungskündigung veranlasste Umzugskosten, unabhängig ob durch den Mieter oder Vermieter, sind keine außergewöhnlichen Belastungen.

Haushaltsnahe Dienstleistungen: Soweit kein Abzug als Werbungskosten oder bei den außergewöhnlichen Belastungen in der Steuererklärung möglich ist, gehören privat veranlasste Umzüge – abzüglich Erstattungen Dritter – zu den haushaltsnahen Dienstleistungen, für die es eine Steuerermäßigung gibt.

Источник: https://www.steuern.de/umzugskosten.html

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