Wie können Sie Schimmel entfernen – und wann muss der Profi ran?

Contents
  1. Schimmel in der Wohnung – ab wann muss der Fachmann ran?
  2. Schimmel riechen und sehen
  3. Was tun gegen Schimmel in Wohn- und in Nutzräumen
  4. Wenn der Laie am Ende ist, muss der Profi ran
  5. Schimmel entfernen und vorbeugen, aber richtig | Utopia.de hilft
  6. Schimmel entfernen
  7. 1. Bei neuem Befall: Schimmel beseitigen mit chemischen Schimmelentfernern, Alkohol oder Wasserstoffperoxid
  8. 2. Bei altem Schimmelbefall: Sanierung durch Profis
  9. 3. Nach dem Schimmel-Entfernen oder der Sanierung
  10. Tipps und Warnungen, um Schimmel zu vermeiden
  11. Lese-Tipp
  12. Schimmel an den Wänden? Die 6 besten Tipps zur Schimmelentfernung
  13. 1. Schutzkleidung – die richtige Vorbereitung ist entscheidend!
  14. 2. Essig – nicht nur für den Salat!
  15. 3. 70 %iger Alkohol – für die harten Fälle!
  16. 4. Wasserstoffperoxid – die Chemiekeule!
  17. 5. Chlor – auch außerhalb von Schwimmbecken effektiv!
  18. 6. Ursachen – dem Schimmel auf den Grund gehen!
  19. Dem Pilz keine Chance – Schimmelbekämpfung im Wohnraum
  20. Warum Schimmel zu wachsen beginnt
  21. Kondensierender Dampf
  22. Wassereinbruch
  23. Der Grad des Schimmelbefalls
  24. So können Hauseigentümer gegen Schimmel vorgehen
  25. Unterschiedliche Oberflächen, unterschiedliche Methoden
  26. Schutzmaßnahmen bei der Schimmelbekämpfung
  27. Schimmelbekämpfung: In diesen Fällen muss der Profi ran
  28. Untersuchungsmethoden der Profis
  29. Schimmelbildung vorbeugen
  30. Schimmel im Neubau
  31. Schimmel entfernen: Die besten Tipps zur Schimmelbekämpfung
  32. Was sind Schimmelpilze und warum sind sie gesundheitsschädlich?
  33. Wie entsteht Schimmel?
  34. Was begünstigt die Schimmelbildung?
  35. Bautechnische Mängel
  36. Feuchtigkeits-Fehler vermeiden
  37. Schimmel entfernen: So geht's am besten
  38. Schimmel entfernen: Wirksame Hausmittel
  39. Schimmel entfernen: Chemische Mittel
  40. Schimmel mechanisch entfernen
  41. Vorsichtsmaßnahmen bei der Schimmelbekämpfung
  42. Wirksame Schimmelprävention
  43. Schimmelprävention durch optimale Luftfeuchtigkeit
  44. Fazit: So lässt sich Schimmel erfolgreich entfernen
  45. 5 Tipps, um Schimmel effektiv zu entfernen
  46. Zuerst die Ursache erkennen
  47. Alkohol gegen kleinere Schimmel-Flächen
  48. Pilzvernichter bei hartnäckigerem Befall
  49. Bei starkem Befall den Fachmann ranlassen
  50. Schimmelneubildung vorbeugen

Schimmel in der Wohnung – ab wann muss der Fachmann ran?

Wie können Sie Schimmel entfernen – und wann muss der Profi ran?

Schimmelbefall unter einem Dachfenster

Der Schimmelpilz, allgemein kurz Schimmel genannt, wird auch in Räumen sowie in und an Gebäuden überwiegend durch die Luft weitertransportiert. Auf diese Weise setzen sich die Schimmelsporen dort fest, wo sie buchstäblich zu Boden fallen.

Der Schimmelpilz selbst verstoffwechselt organische Substanzen wie Tapete, Farbe, Kleister oder Gipskartonplatten an Raumwänden sowie auf Bodenbelägen, bis hin zu Schmutzresten und Staub. Ein anderer, weit verbreiteter Anlass für die Schimmelbildung ist Feuchtigkeit in der Wand.

Hier wird in die zwei Feuchtigkeitsvarianten Eindringen von Wasser sowie Kondensation von Luftfeuchtigkeit unterschieden. Gemeint ist damit ein zu hoher Prozentsatz an Raumfeuchtigkeit. Das Kondenswasser schlägt sich an kühlen Ecken und Winkeln nieder.

Besonders gefährdet sind solche Stellen, die von der normalen Luftzirkulation mit Lüften und Durchzug nicht erfasst werden. Zu denen gehören Zimmerecken in Höhe der Fußleiste und direkt unterhalb der Raumdecke, oder die Raumwände hinter Mobiliar.

Wenn das nicht ein bis zwei Zentimeter, wie es heißt von der Wand abgezogen wird, dann entsteht zwischen Möbel und Wandfläche ein feuchtes, schimmeliges Klima. Die Schimmelbildung in diesem Bereich lässt sich so gut wie gar nicht vermeiden.

Schimmel riechen und sehen

Besonders ärgerlich ist es, wenn man in der neu bezogenen Wohnung – ob nun in Dresden oder Mannheim – plötzlich Schimmel entdeckt. Der Bewohner riecht den Schimmel im Raum oftmals eher als dass er ihn optisch erkennt. Der Geruch ist muffig, dumpf und entwickelt eine spürbar verbrauchte Raumluft. Das ist sie auch, weil sie nicht mehr frisch, sondern schimmeldurchsetzt ist.

Optisch ist Schimmel an seiner dunklen Fleckenbildung leicht zu erkennen; abhängig von der Stärke einer Schimmelbildung löst sich die Wandtapete. Doch deutlich schlimmer als die Optik sind gesundheitliche Beeinträchtigungen bis hin zu Schäden. Die Schadstoffe des schimmeligen Fadenpilzes werden eingeatmet und gelangen so in die Lunge.

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Beim Verzehr offenstehender Lebensmittel gelangen sie über den Magen-Darm-Trakt direkt in den Körper. Zu den daraus resultierenden Erkrankungen gehören Allergien bis hin zu Leberschäden oder gar Krebs. Das sind sicherlich Extrembeispiele, sie sind jedoch beim dauerhaften Aufenthalt in einer schimmelbefallenen Wohnung keineswegs ausgeschlossen.

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Leichtere und dementsprechend öfter auftretende Symptome sind Husten, Schnupfen, Hautveränderungen, Asthma oder Migräne.

Was tun gegen Schimmel in Wohn- und in Nutzräumen

Vorwiegend aus Kostengründen ist der Bewohner bestrebt, die entdeckte Schimmelbildung zunächst eigenständig, also ohne fremde Hilfe zu beseitigen. Dazu kommen noch in der heutigen Zeit altbewährte Hausmittel zum Einsatz, die bei einer geringfügigen Schimmelbildung durchaus helfen.

  • Der klein- und oberflächliche Schimmelbefall kann mit einer hohen Alkoholkonzentration bekämpft werden. Geeignet ist ein 70-prozentiger Alkohol, umgangssprachlich auch als medizinischer Alkohol bekannt. Die verschimmelte Fläche wird damit eingerieben, sie wird sozusagen desinfiziert.
  • Eine vergleichbare Wirkung kann mit Wasserstoffperoxid oder mit Brennspiritus erzielt werden. Eins wie das andere hat sich als regelrechter Schimmelkiller erwiesen. Chlorhaltige Reiniger sollten vermieden werden, weil deren Dämpfe Reizungen der Schleimhäute hervorrufen können.
  • Für eine Schimmelbildung auf Metall und Keramik hilft einfacher Essig. Er hat eine insgesamt antibakterielle Wirkung, allerdings nur auf diesen beiden Materialien.
  • Regelmäßiges Raumlüften sowie gutes Durchheizen des schimmelbefallenen Raumes verringern die Gefahr einer erneuten Schimmelbildung, wenn der Schimmel beseitigt worden ist. Gemeint ist damit ein Stoßlüften morgens und abends bei geöffnetem Fenster fünf bis zehn Minuten lang. Kontinuierliches Heizen ist ebenso wichtig und wirksam. Die einmal eingestellte Temperatur sollte dauerhaft, also auch beim Lüften nicht verändert werden.
  • Nach dem Duschen bleibt die Tür des Badezimmers geschlossen; ansonsten verteilt sich der Wasserdampf in der ganzen Wohnung. Im fensterlosen Sanitärbereich sollte die Schachtlüftung ausreichend lange in Betrieb bleiben.
  • Das Bett im Schlafzimmer sollte für eine bessere Luftzirkulation mit etwas Abstand zur Außenwand hin stehen, wenn möglich jedoch eher an einer Innenwand.
  • Jeder Raum sollte wenn möglich einzeln, also separat geheizt und gelüftet werden.

Wenn der Laie am Ende ist, muss der Profi ran

Eine größere befallene Wand- oder Bodenfläche kann nicht mit den gängigen, wenn auch bewährten Hausmitteln wirksam und dauerhaft vom Schimmel befreit werden. Sobald der Schimmelbefall die Fläche von 10 bis 20 cm² übersteigt, ist das Hinzuziehen eines Schimmelfachmanns empfehlenswert.

Dem Bewohner muss bewusst sein, dass sich der Schimmel in der Bausubstanz auch dann verbreitet, wenn das nicht sofort sichtbar ist. Die Pilzsporen müssen rückstandslos eliminiert werden, so wie Bakterien im menschlichen Körper mit einer Antibiotika-Kur. Erst dann, aber auch nur dann kann damit begonnen werden, durch eigenes Verhalten eine erneute Schimmelbildung zu verhindern.

Dieses „Ende der Fahnenstange“ ist deutlich eher erreicht, als es sich der Bewohner als „Schimmellaie“ eingestehen möchte.

Источник: https://www.wandprofi.com/schimmel-in-der-wohnung-ab-wann-muss-der-fachmann-ran/

Schimmel entfernen und vorbeugen, aber richtig | Utopia.de hilft

Wie können Sie Schimmel entfernen – und wann muss der Profi ran?

Wenn es plötzlich grün oder schwarz an der Wand schimmelt, ist das Entsetzen groß. Das Wichtigste ist jetzt, sofort zu handeln und den Schimmel zu entfernen – aber mit welchem Mittel? Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen erklärt dir, ob Alkohol zur Schimmel-Beseitigung ausreicht, wann chemischer Schimmelpilzvernichter notwendig ist und was du bei altem Schimmel tun solltest.

Schimmel entfernen

Ist Schimmel an der Wand überhaupt problematisch? Ja: Schimmelpilzsporen sollten auf jeden Fall beseitigt werden. Aber welches Mittel ist das richtige zum Schimmel entfernen?

Da Sporen und die Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen gesundheitsschädigend sein können, die Schimmelentferner andererseits aber auch für Menschen Risiken bergen, kann dir niemand deine Entscheidung für die Schimmel-Bekämpfungsmethode abnehmen.

Du kannst aber folgende Orientierungshilfe zum Schimmel entfernen beachten:

1. Bei neuem Befall: Schimmel beseitigen mit chemischen Schimmelentfernern, Alkohol oder Wasserstoffperoxid

Ist der Befall durch Schimmel an der Wand relativ neu, so reicht in der Regel das oberflächliche Entfernen mit Anti-Schimmel-Mitteln.

Es gibt sehr schnell wirksame Schimmelentferner mit Chlorwirkstoffen, welche die Sporen in bis zu zehn Sekunden zerstören.

Diese chemischen Mittel sind zwar hochwirksam, jedoch sind sie wegen möglicher Gesundheitsgefährdung eher nicht zu empfehlen.

Weitgehend ungefährlich sind alkoholhaltige Reinigungsmittel und Schimmelentferner (80 Prozent Ethanol – Achtung Dämpfe!) und Wasserstoffperoxid (drei bis zehn Prozent) gegen Schimmel – oder eine fünfprozentige Sodalösung aus der Apotheke. Mit diesen Mitteln lässt sich in der Regel der Schimmel ablösen und entfernen.

Falls du eine fortschreitende Feuchtigkeitsbildung zunächst aber nicht verhindern kannst, so ist es sinnvoller, doch einen chemischen Schimmelentferner anzuwenden (Gebrauchsanweisung genau beachten!). Sonst setzt du dich der fortschreitenden Vermehrung der gesundheitsgefährdenden Pilzsporen aus.

2. Bei altem Schimmelbefall: Sanierung durch Profis

Ist der Befall schon älter, so sind die Schimmelpilze in der Regel bereits in Anstriche, Tapeten und seltener sogar in die vorhandene Putzstruktur eingedrungen.

Dann ist mit einer oberflächlichen Behandlung des Schimmels an der Wand keine dauerhafte Abhilfe mehr zu schaffen. Hier ist ein Sachverständiger für die Durchführung der Maßnahmen hinzuzuziehen.

Die befallenen Materialien müssen entfernt werden.

3. Nach dem Schimmel-Entfernen oder der Sanierung

Das Entfernen des Schimmelpilzes allein reicht nicht aus. Die Ursache für die Schimmelpilzbildung muss erkannt und behoben werden, ansonsten beginnt das Spiel von vorn.

Gängige Ursachen für Schimmel in der Wohnung und an der Wand sind: Schlechte Abdichtung der Mauern, erhöhte Feuchte-Produktion im Innenraum (z.B.

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durch Pflanzen, trocknende Wäsche oder Dusch-Nässe), falsche Belüftung oder nicht ausreichende Beheizung.

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Wie du richtig lüftest, kannst du in unserem Beitrag Richtig lüften: 10 Tipps gegen Schimmel in der Wohnung nachlesen. Auch wichtig: Richtig heizen.

Tipps und Warnungen, um Schimmel zu vermeiden

  • Für die Erneuerung der mit Schimmel befallenen Stellen solltest du, falls erneut mit Feuchtigkeit zu rechnen ist, anorganische Materialien verwenden. Darunter fallen unter anderem Kalkputz, Kalk-Mineral-Farbanstriche (Silikat Innenraumfarbe), die in der Regel zwar etwas teurer als die übliche Binderfarbe, dafür aber dampfdurchlässiger und anorganisch sind.
  • Klebe an die kritischen Wandbereiche möglichst keine Tapeten, da diese in der Regel neuen Nährboden für Schimmelpilzsporen bilden. Bei einigen Schimmelpilzarten werden Zusammenhänge zu Erkrankungen an der Lunge sowie Allergieerkrankungen vermutet, da die Sporen über die Luft auf die Haut und in die Atemwege gelangen können.

Lese-Tipp

Was du tun kannst, um Schimmel in der Wohnung zu vermeiden, erfährst du ausführlich und mit vielen weiteren Tipps in der Broschüre Feuchtigkeit und Schimmelbildung – Erkennen, beseitigen, vorbeugen der Verbaucherzentrale NRW. Pin it! (Foto: Getty Imags Pro / Yavdat)

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Schlagwörter: Gesundheit Putzmittel

Источник: https://utopia.de/ratgeber/schimmel-entfernen-richtig/

Schimmel an den Wänden? Die 6 besten Tipps zur Schimmelentfernung

Wie können Sie Schimmel entfernen – und wann muss der Profi ran?
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Lese in diesem Ratgeber:

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Schimmel ist ein sehr unangenehmes Thema – und meistens beschäftigt man sich erst damit, wenn man ihn entdeckt und nach Gegenmitteln sucht. Schimmel kann viele Ursachen haben: undichte Wasserleitungen, Bau- oder Sanierungsmängel oder falsches Heizen und Lüften.

Wenn man Schimmel in der Wohnung entdeckt, ist es wichtig, schnell zu handeln. Hohe Konzentrationen an Schimmelsporen in der Luft können – vor allem bei empfindlichen Menschen und Allergikern – zu starken Atembeschwerden führen.

Wir haben sechs Tipps zur erfolgreichen Beseitigung von Schimmelpilz.

1. Schutzkleidung – die richtige Vorbereitung ist entscheidend!

Wenn man den Schimmelbefall selbst beseitigen will, sollte man stets Gummihandschuhe tragen. Direkter Kontakt mit der Haut kann zu allergischen Hautreaktionen führen. Auch eine Schutzbrille ist zu empfehlen, da eine eventuell auftretende Augenreizung so vermieden wird.

Der Mundschutz darf ebenfalls nicht vergessen werden. Das Einatmen von gelösten Schimmelsporen kann damit verhindert werden. Nach der Behandlung sind die Schwämme oder die Lappen, die zur Schimmelentfernung benutzt wurden, sofort zu entsorgen.

Nur so kann verhindert werden, dass sich die Sporen des Pilzes nicht noch weiter ausbreiten.

2. Essig – nicht nur für den Salat!

Jeder von uns hat es in der Wohnung, es ist nicht chemisch und es ist super günstig: Essig. Essig ist eine gute Alternative, zu den chemischen käuflichen Schimmelentfernungsprodukten. Essig hat einen niedrigen pH-Wert und die meisten Schimmelpilzarten können ein solch saures Milieu nicht vertragen.

Am besten benutzt man für die Behandlung einen Lappen, mit dem man den Essig auf der betroffenen Stelle eingereibt. Anschließend wischt man die Stelle noch einmal mit einem feuchten Lappen ab.

Auf keinen Fall sollte Essig jedoch auf Kalkwänden angewendet werden, denn dort erzielt er genau das Gegenteil: In Verbindung mit Essig ergibt Kalk einen hervorragenden Nährboden für Schimmelpilze.

3. 70 %iger Alkohol – für die harten Fälle!

Alkohol wirkt einerseits desinfizierend und andererseits entzieht er dem Schimmel das lebensnotwendige Wasser, so dass die Schimmelpilze austrocknen.

Zur Schimmelentfernung kann jedoch kein Wein oder Aperitif verwendet werden. Nein, der Alkohol muss eine Konzentration von mindestens 70 % aufweisen.

Die Schimmelbehandlungen mit Alkohol muss mehrmals wiederholt werden, um gute Ergebnisse zu erreichen.

4. Wasserstoffperoxid – die Chemiekeule!

Das Mittel, was man eigentlich zum Blondieren der Haare kennt, kann auch gegen Schimmel helfen.

Zu berücksichtigen ist, dass der Untergrund trocken sein muss! Dabei sollte das Mittel einen mindestens fünfprozentigen Wasserstoffperoxid-Anteil enthalten. Mit Hilfe von Löschpapier kann man vorher testen, ob die Behandlungsfläche feucht ist.

Wenn sich auf dem Papier dunkle Flecken bilden, sollte die Fläche erst mit einem Fön getrocknet werden, bevor das Wasserstoffperoxid aufgetragen wird.

5. Chlor – auch außerhalb von Schwimmbecken effektiv!

Chlor tötet nicht nur den Schimmelpilz ab, sondern auch das Myzel, durch das sich der Schimmel verbreitet. Dennoch sollte Chlor nicht unvorsichtig verwendet werden. Chlor ist ein aggressives chemisches Produkt, dessen Dämpfe die Atemwege reizen.

Mische niemals chlorhaltige Mittel mit anderen Putzmitteln! Bei der Verbindung zwischen Chlor und säurehaltigen Substanzen entsteht Chlorgas – und das verätzt die Lungenbläschen. Im schlimmsten Fall endet eine Chlorgasinhalation tödlich. Also ist höchste Vorsicht geboten.

Chlor verbreitet einen beißenden Geruch, der sich auch noch lange hält. Sorge deshalb für ausreichende und lange Lüftung der Räume.

6. Ursachen – dem Schimmel auf den Grund gehen!

Viele begehen den Fehler nicht nach der Ursache des Schimmelbefalls zu forschen. Bei allen Tipps zur Schimmelbeseitigung solltest du daran denken, dass du nicht die Ursache des Schimmelbefalls bekämpfst.

Wer Wärmebrücken in der Wohnung hat, oder falsch heizt und lüftet, wird immer wieder Schimmel in seiner Wohnung entdecken.

Unsere Tipps sind dementsprechend nur bei kleineren Schimmelschäden hilfreich, bei großflächigem Befall muss der Profi ran.

Unsere Partneranwälte prüfen deinen Fall und alle in diesem Zusammenhang auftretenden Fragen umfassend. Auch Regelungen in deinem Mietvertrag werden hierzu unter die Lupe genommen und auf ihre Wirksamkeit hin überprüft.

Du erhälst Auskunft über die korrekte Minderungshöhe und erfahren, wie du am besten bei der Mietminderung vorgehst. Minderst du deine Miete hingegen ohne anwaltliche Beratung um einen zu hohen Betrag, oder ohne dass eine Minderung gerechtfertigt wäre, kann dein Vermieter dich auf Zahlung verklagen.

Es droht somit ein gerichtlicher Prozess. Zudem berechtigt ihn dies zur (gegebenenfalls auch fristlosen) Kündigung des Mietverhältnisses.

Mit Hilfe unserer Partneranwälte kannst du deine Miete sicher mindern. Deine Mitgliedschaft beinhaltet außerdem die Beratung in allen Fragen rund um‘s Mietrecht für ein ganzes Jahr, sodass du in jeder Situation abgesichert bist.

Источник: https://mieterengel.de/schimmelentfernung-hausmittel/

Dem Pilz keine Chance – Schimmelbekämpfung im Wohnraum

Wie können Sie Schimmel entfernen – und wann muss der Profi ran?

Schimmelpilzbefall in den eigenen vier Wänden ist nicht nur lästig, sondern kann zur Gesundheitsgefahr werden. Dann gilt es, den Schimmel so gründlich und schnell wie möglich zu entfernen. Fachlicher Rat hilft, den Schadensumfang einzuschätzen. Bei geringem Befall kann man die Schimmelbekämpfung auch selbst in die Hand nehmen.

„Das Böse ist immer und überall“, sang einst die österreichische Gruppe Erste Allgemeine Verunsicherung. Der Text passt zum Thema, denn wenn sich in den eigenen vier Wänden Schimmelspuren zeigen, ist die Verunsicherung groß.

Tatsächlich sind Schimmelpilze in unserem Lebensalltag allgegenwärtig – sie sind immer da und überall anzutreffen. Im Boden treiben sie ein nützliches Zersetzungswerk, indem sie helfen, tote organische Substanzen abzubauen.

Auch als Blauschimmel im Roquefort oder als Impfstoff Penizillin sind sie uns willkommen.

Doch sobald sich schwarze Gesellen namens Aspergillus Niger oder Alternaria Alternata auf unseren Zimmerwänden tummeln, hört die Freundschaft auf. Im Prinzip können sich diese Mikroorganismen auf nahezu jedem Material ansiedeln, doch einige Stoffe werden besonders gern befallen, wenn die Umstände günstig sind:

  • Wand- und Deckenanstriche
  • Innenwände
  • Fliesenfugen
  • Bauhölzer und Möbel
  • Gipskarton
  • Wolle, Papier und Leder

Warum Schimmel zu wachsen beginnt

Die Fortpflanzungszellen von Schimmelpilzen sind zwar allgegenwärtig, beginnen an der Oberfläche von Bauteilen aber erst dann zu wachsen, wenn es feucht genug ist.

Dazu muss die relative Luftfeuchtigkeit im Raum in der Regel bei über 60 Prozent liegen oder die Wand selbst hat Wasser aufgenommen.

Als Faustformel gilt, dass bei anhaltender Feuchtigkeit im Raum oder in der Wand bereits drei bis vier Tage und Temperaturen über 0 Grad ausreichen, damit Schimmel zu wachsen beginnt. Das Problem: Zu diesem Zeitpunkt kann man den Pilz nicht unbedingt sehen.

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Wenn auf der Oberfläche einer Wand dunkle Flecken erscheinen, die zudem muffig riechen, dann hat der Schimmel bereits ein weiteres Stadium erreicht, die Sporung – und wenn jetzt viele Sporen abgesondert werden und deswegen übermäßig viele Sporen in der Luft sind, kann es für Menschen gefährlich werden.

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Auf den Punkt gebracht, lässt sich Schimmel in Gebäuden meist auf zwei Gründe zurückführen:

  1. Es entsteht zu viel Wasserdampf in der Wohnung und gleichzeitig wird unzureichend gelüftet.
  2. Es sind Mängel oder Altersschäden am Gebäude vorhanden, die Wasser oder Wasserdampf ins Mauerwerk einsickern lassen.

Kondensierender Dampf

Zur Kondensation von Wasser kommt es immer dann, wenn warme, feuchte Luft auf kühlere Gegenstände trifft. Das bekannteste Beispiel ist wohl der Spiegel im Bad, der beschlägt, sobald jemand duscht oder das Glas mit kaltem Bier, an dessen Oberfläche sich kleine Wassertropfen ansammeln.

  In der Wohnung gibt’s es viele weitere kalte Orte, an denen Wasserdampf kondensiert: Beispielsweise Fenster, Wärmebrücken bei unsachgemäß ausgeführten Dämmungen, hinter Möbeln und Verkleidungen insbesondere bei mangelnder Luftzirkulation.

Das Schimmelrisiko erhöht sich dort, wo viel Dämpfe entstehen, beispielsweise beim Kochen oder beim Duschen, außerdem, wenn Wäsche im Raum trocknet und mit jedem weiteren Menschen, der sich in einer Wohnung aufhält.

Wassereinbruch

Ein viel größeres Problem kann Wasser nicht auf, sondern in der Wand sein. Ist das ein dauerhafter Zustand, können Holz und Dämmmaterial vergammeln. Grund für Wasser in der Wand kann ein undichtes Wasserrohr, ein übergelaufenes Waschbecken, aufsteigende Nässe in Kellerwänden oder auch eine defekte Dachentwässerungen oder beispielsweise eine Überschwemmung.

Der Grad des Schimmelbefalls

In der Fachliteratur werden mehrere Stufen des Schimmelbefalls in Gebäuden unterschieden. Für den betroffenen Laien sind jedoch nur zwei Szenarien bedeutsam:

  1. An den Wänden oder in Zimmerecken werden nur kleinere Stockflecken entdeckt; an den Fenstern, den Fugen einer Fliesenwand oder an Dichtungsstreifen im Bad treten schwarze Schimmelpunkte auf. Es riecht an manchen Ecken leicht modrig. Die Gesamtfläche liegt deutlich unter einem halben Quadratmeter.
  2. Hinter Schränken werden großflächig Stockflecken festgestellt, in Fußbodennähe oder in den Ecken sind zusammenhängende Flächen schwarz gefärbt. Es riecht in der Nähe des Befalls deutlich muffig und modrig.

Im ersten Fall können die Betroffenen die Schimmelbeseitigung selbst in die Hand nehmen, wenn …

  • keine Schäden am Gebäude vorhanden sind,
  • die Bewohner nicht an ungeklärten Krankheitserscheinungen leiden,
  • der Befall erstmalig entdeckt wurde und nur geringfügig ist.

Wenn dies aber nicht gegeben ist, sollten unbedingt Profis engagiert werden.

So können Hauseigentümer gegen Schimmel vorgehen

Um gegen geringfügigen Schimmelbefall vorzugehen, eignen sich alkoholhaltige Reinigungsmittel, Essigwasser, mit Salmiak versetztes Waschwasser oder sprühfertige Schimmelentferner. Sie alle sind allerdings keine Wundermittel; sie wirken oft erst nach mehrmaliger Anwendung und sind ausschließlich für eine Oberflächenbehandlung ausgelegt.

Wer auf Chemie verzichten will, greife zum Dampfreiniger. Mit einer gängigen Ausführung kann man Flächen zwischen 130 und 150 Quadratmeter in einem Zug bearbeiten. Das Gerät eignet sich besonders für glatte Flächen.

Der Dampf mit Temperaturen von über 100 Grad wird mit drei bis vier Bar Druck abgegeben und dringt in kleinste Ritzen ein. Mauerwerk, Kalkputze und Betonflächen lassen sich damit gut bearbeiten.

Nach dem Abstrahlen empfiehlt es sich, kurz und kräftig zu lüften  und die behandelte Fläche gut abzukehren.

Unterschiedliche Oberflächen, unterschiedliche Methoden

Glatte, nicht saugfähige Oberflächen, wie Metall, Glas oder Keramik, können meist bedenkenlos mit Wasser oder Haushaltsreiniger abgewischt werden.

Handelt es sich dagegen um saugfähiges und poröses Material, kann Schimmel in tiefere Schichten eindringen und sich dort unsichtbar ausbreiten. Tapeten oder Gipskartonplatten lassen sich daher meist nicht gründlich genug reinigen und müssen vollständig entfernt werden.

Holz: Oberflächlicher Schwarzschimmel sollte zunächst mit einem starken Waschmittel abgewaschen werden.

Handelt es sich um die sogenannte Holzbläue, ist keine Gefahr im Verzug; der Pilz verfärbt das Holz nur.

Führt aber ein Feuchteschaden zu einem aktiven und starken Befall mit Schwarzschimmel, kann nur schwer saniert werden. Die betroffenen Teile müssen dann fachgerecht ausgebaut und entsorgt werden.

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Besonders unschön ist Schimmel auf Möbeln, Teppichen und Haushaltstextilien, doch auch hier macht die Oberfläche den Unterschied.

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Auf glatten und geschlossenen Materialien, wie bei Stühlen, Tischen und Schränken, genügt zur Schimmelbekämpfung eine feuchte Reinigung.

Sind jedoch Polstermöbel, Teppiche oder schwere Vorhänge in Mitleidenschaft gezogen, ist eine Reinigung mit vertretbarem finanziellem Aufwand kaum mehr möglich.

Schutzmaßnahmen bei der Schimmelbekämpfung

Auch kleinere Maßnahmen zur Schimmelbekämpfung sind gesundheitlich nie ganz unbedenklich. Deshalb sind Schutzmaßnahmen dringend empfohlen. Jede Arbeit an befallenen Flächen wirbelt unweigerlich Schimmelsporen auf. Da wir sie nicht sehen können, vermögen wir es nicht, ihre Konzentration in der Luft abzuschätzen.

Deshalb sollte man sich mit Schutzhandschuhen, Mundschutz und Schutzbrille wappnen. Wer dem Schimmelpilz selbst zu Leibe rückt, sollte ihn nie mit bloßen Händen berühren und nach getaner Arbeit Kleidung und Körper gründlich reinigen. Nach der oberflächlichen Reinigung können befallene Gegenstände mit hochprozentigem Ethylalkohol desinfiziert werden.

Dabei sind Atemschutz und Handschuhe zu tragen und die Brand- und Explosionsgefahr der Substanz zu beachten.

Schimmelbekämpfung: In diesen Fällen muss der Profi ran

Entscheidend ist letztlich, dass die genannten einfachen Sofortmaßnahmen wiederholt werden und bei regelmäßiger Lüftung der Wohnung mittelfristig erfolgreich sind. Treten jedoch nach wenigen Tagen oder Wochen immerwieder Schimmelstellen auf, muss die Ursache von einem Fachmann geklärt werden. Wer sich nicht sicher ist, kann es zunächst mit einem Schnelltest versuchen.

Darüber hinaus geht eine fachliche Begutachtung. Dazu gehören Messungen vor Ort und Laboranalysen, die Auskunft über das Ausmaß des Befalls und die auftretenden Schimmelarten geben. Nach der Ursachenforschung wird der Sachverständige Ratschläge für Gegenmaßnahmen unterbreiten.

Ein Mieter ist verpflichtet, dem Vermieter einen Schimmelbefall unverzüglich anzuzeigen, am besten schriftlich.

Untersuchungsmethoden der Profis

Die einfachste und günstigste Methode, Schimmelpilze dort nachzuweisen, wo sie noch nicht sichtbar sind, ist ein Test- oder Klebestreifen. Die betroffene Stelle wird einfach abgeklebt. Das funktioniert wie in der Kriminalistik bei Fingerabdrücken. Das Abkleben ist auch einem Laien möglich, die Probe muss jedoch von einem Labor ausgewertet werden.

Mit einem sogenannten Sporensammler fangen Experten eine bestimmte Luftmenge ein und zählen dann im Labor die Pilzkolonien. So können Aussagen über das Ausmaß der Belastung getroffen werden.

Beim sogenannten Abklatschen prüft man bereits sichtbare Schimmelstellen. Ein vorbereiteter Nährboden wird auf die betroffenen Stellen gedrückt, um Sporen einzufangen. Sie wachsen dann auf dem Nährmedium zum Pilz heran, der näher analysiert werden kann.

Gebräuchlich sind auch Materialproben, um die Arten von Schimmelpilzen zu bestimmen und das Ausmaß des Befalls einzuschätzen. Bei diesen Proben kann es sich um Brocken aus einer Wand, Holzstückchen und Hausstaub handeln. Sie lassen sich leicht unter dem Mikroskop analysieren.

Schimmelbildung vorbeugen

Vorbeugen kann man Schimmel nur, wenn die Bausubstanz in Ordnung ist. Ansonsten haben die Bewohner mit den folgenden Maßnahmen keine Chance.

Die beste Vorsorge ist und bleibt frische Luft. Für fünf bis zehn Minuten müssen alle Fenster aufgerissen werden. Wenn man das zwei- bis dreimal am Tag macht, wird überschüssige Luftfeuchtigkeit in der Regel beseitigt.

Automatische Belüftung: Bei einem fensterlosen WC ist eine Zwangsbelüftung vorgeschrieben und auch bei Bädern oder in Küchen kann eine separate Lüftungsanlage sinnvoll sein.

Wer über hoch wärmegedämmtes Wohneigentum verfügt, sollte ohnehin über eine Lüftungsanlage nachdenken.

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Durch Dämmmaterial wird oft der Austausch von Luftfeuchtigkeit verhindert, solche Häuser sind dann nicht mehr diffusionsoffen.

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Ohnehin wird beim Lüften teuer erwärmte Raumluft nach draußen gelassen, was bei einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung verhindert werden kann.

Heizen: Moderne Heizungen senken zur Energieersparnis nachts die Raumtemperatur ab. In ständig genutzten Räumen sollte sie aber nicht unter 15 Grad fallen. Selbst nicht genutzte Zimmer sollten geringfügig beheizt werden.

Als Orientierungswerte gelten Raumtemperaturen zwischen 18 und 22 Grad in dauerhaft genutzten Zimmern bei einer relativen Luftfeuchtigkeit bis zu etwa 50 Prozent. Ein Hygrometer in Bad und Küche hilft, diese Werte einzuhalten.

Es ist für unter 20 Euro erhältlich.

Wasserdampfquellen: Wer wirklich allen Ursachen für eine zu hohe Luftfeuchtigkeit zu Leibe rücken muss, sollte auch prüfen, ob nicht übermäßig viele Pflanzen die Wohnung besiedeln. Wäsche schleudert man in der Regel trocken, bevor man sie aufhängt – und das am besten nicht in der Wohnung.

Luftentfeuchter: Wer sich nicht in der Lage sieht, Quellen für Wasserdampf hinreichend einzudämmen, kann zu einem elektrischen Gerät greifen, das die Raumluft umwälzt und ihr die Feuchtigkeit entzieht.

Sie wird in einem integrierten Tank gesammelt, den man regelmäßig leeren oder an eine Abwasserleitung anschließen muss. Bereits für 160 bis 180 Euro findet man Geräte, die Räume mit bis zu 200 Kubikmetern entfeuchten können und zudem mit einem Staubfilter ausgerüstet sind.

Manche haben sogar eine Wäschetrocknerfunktion: der Abluftstrom des Gerätes wird auf die aufgehängte Wäsche gerichtet und trocknet sie wie bei einem lauen Sommerlüftchen.

Alternativ ist auch eine chemische Entfeuchtung der Luft möglich. Der Handel bietet hier eine wahre Fülle an Pülverchen und Granulaten an, doch meist handelt es sich um Kalziumchlorid. Die gängigen Packungsgrößen reichen von 500 Gramm bis 25 Kilogramm.

In der Entfeuchtungsbox tropft das gebundene Wasser in einen Auffangbehälter. Nach spätestens acht Wochen muss nachgefüllt werden. Bisweilen wird empfohlen, Schüsseln mit Kochsalz oder Reis aufzustellen.

Doch das sind harmlose Mittelchen, die den Dampfemissionen eines modernen Haushalts nicht gewachsen sind.

Schimmel im Neubau

Wenn heute ein Haus errichtet wird, benötigt man erheblich weniger Wasser als früher. Bausteine werden nicht auf dicke Mörtelbahnen gesetzt, sondern miteinander verklebt, exakt vorgefertigte Bauelemente machen Innenputze überflüssig, Trockenbau ersetzt nasse Bautechniken.

Dennoch lassen sich moderne Massivbauten nicht gänzlich wasserfrei errichten, schätzungsweise fallen 80 bis 90 Liter pro Quadratmeter an. Außerdem kann es passieren, dass ein Rohbau einem Starkregen ausgesetzt ist, bevor das Dach drauf ist.

Kurzum: Jeder aus Ziegeln oder Betonteilen hochgezogene Neubau braucht seine Trocknungszeit. Da das Wind und Sonne nicht schnell genug schaffen, wird in der Praxis oft mit Heizlüftern nachgeholfen. Sie wirken naturgemäß nur oberflächlich.

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Wenn es sich Bauherren also leisten können, sollten sie ihr neues Heim 14 Tage vor dem Bezug durchgehend gut beheizen und mindestens zweimal täglich gründlich durchlüften.

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Wenn ein Baumengel vorliegt, nützt allerdings auch das möglicherweise nichts. Dann ist es gut, wenn die Bauherren nachweisen können, dass sie angemessen gehandelt haben. Sie sollten dem Bauträger den Mangel schriftlich anzeigen und Gewährleistung geltend machen. Im Zweifelsfall oder bei drohenden Auseinandersetzungen sollte ein Bausachverständiger hinzugezogen werden.

Ihre Meinung zählt

Источник: https://www.bauen.de/a/dem-pilz-keine-chance-schimmelbekaempfung-im-wohnraum.html

Schimmel entfernen: Die besten Tipps zur Schimmelbekämpfung

Wie können Sie Schimmel entfernen – und wann muss der Profi ran?

An der Wand hinter dem Schrank, an den Fensterdichtungen oder auch im Bad in den Fliesenfugen – jeder von uns dürfte bereits mit Schimmel im Haus oder in der Wohnung zu tun gehabt haben. Und jeder, der das Problem hat, möchte nur eines: den Schimmel entfernen.

Unterschätzen solltet ihr den Schimmelpilz nicht, schließlich ist er potentiell gesundheitsgefährdend. Wir zeigen euch in diesem Ratgeber, wie Schimmel entsteht, wie er sich entfernen lässt und wie ihr Schimmelbildung am besten vorbeugt.

Was sind Schimmelpilze und warum sind sie gesundheitsschädlich?

Schimmelpilze gehören zu unserer Umwelt und sind an vielen organischen Zersetzungsprozessen beteiligt. Ungesund wird es, wenn die Sporen des Schimmelpilzes in großer Zahl auftreten und eingeatmet werden.

Allergische Reaktionen und ein erhöhtes Risiko für Atemwegserkrankungen und Atemwegsinfektionen sind die Folge. Auch vorhandene Erkrankungen der Atemwege, wie zum Beispiel Asthma, werden durch den Schimmelpilz verstärkt.

Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Konzentrationsstörungen – all das können Symptome für eine zu hohe Belastung durch Schimmelpilze sein.

Es gibt verschiedene Arten von Schimmelpilzen: schwarz, rot, grün und gelb. Angeblich ist der schwarze Schimmel der gefährlichste. Dafür gibt es aber keine gesicherten Belege, weshalb grundsätzlich gilt: Völlig egal, in welcher Farbe der Schimmel auftritt, ihr solltet ihn in eurem Zuhause unbedingt entfernen.

Wie entsteht Schimmel?

Schimmelpilz-Sporen finden sich überall, unter anderem im Boden und in der Luft. Die Sporen können auch bei Trockenheit lange Zeit überleben.

Der entscheidende Faktor für das Wachstum des Schimmelpilzes ist aber Feuchtigkeit. Zusammen mit Sauerstoff und Wärme gedeiht der Mikroorganismus prächtig, wenn noch ein Nährboden dazukommt.

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Das kann so ziemlich alles sein, von Tapetenkleister über Farben und Teppiche bis hin zum simplen Hausstaub.

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Besonders häufig ist Schimmel dementsprechend im Badezimmer und dort vor allem am Duschvorhang zu finden.

Obwohl natürlich, können Schimmelpilze für den Menschen gesundheitsgefährdend sein. © Kateryna_Kon – stock.adobe.com

Was begünstigt die Schimmelbildung?

Wie schon gesagt: Wärme, Sauerstoff und Feuchtigkeit sind die drei Hauptfaktoren bei der Schimmelbildung. Luft brauchen wir selber, schön warm soll es nach Möglichkeit auch sein. Bleibt also noch die Feuchtigkeit. Hier gibt es in Haus und Wohnung einige (Schwach-)Stellen, auf die ihr achten solltet:

Bautechnische Mängel

  • Ungenügende Bautrocknung: „Trockenwohnen“ ist den Älteren noch ein Begriff. Damit ist ein Einzug ins Haus oder in die Wohnung gemeint, noch bevor das Gebäude richtig durchgetrocknet ist. Als Bauherr solltet ihr unbedingt darauf achten, dass der komplette Baukörper trocken ist, bevor die ersten Bewohner einziehen. Professionelle Bautrockner oder Luftentfeuchter sind da sehr hilfreich.
  • Risse im Mauerwerk: Durch die Kapillarkräfte dringt Wasser selbst durch die feinsten Risse ins Mauerwerk ein. Besonders die Fugen sind hier nach einigen Jahren gefährdet. Wenn ihr diese ausbessert, achtet daher auf „frostbeständigen“ Fugenmörtel oder Fugenmasse.
  • Wärmebrücken: Manche Bauteile leiten Wärme schneller ab als die sie umgebenden Teile. Diese Bauteile kühlen also schneller aus. Durch den Temperaturunterschied zu den angrenzenden Bauteilen kommt es zur Bildung von Kondenswasser, und das begünstigt wiederum die Schimmelbildung. Gemein: Mit bloßem Auge sind Wärmebrücken nicht zu erkennen, dafür braucht es eine Wärmebildkamera. Eine fachgerechte Dämmung beseitigt solche Wärmebrücken.
  • Kondenswasser: Kennt ihr vom Duschen. Die Nässe in der Luft schlägt sich an Wänden, der Decke oder Fenstern nieder und bildet so ideale Bedingungen für den Schimmel.
  • Beschädigte Bauteile: Ob kaputte Dachrinnen, Fallrohre, der Dachstuhl oder Dachpfannen – überall dort, wo sich (Regen-)Wasser ungestört seinen Weg ins Haus suchen kann, erhöht sich die Schimmelgefahr.
  • Überschwemmung: Egal ob durch Starkregen, einen Rückstau vom Abwasserrohr oder einen Rohrbruch – nach einem Wasserschaden solltet ihr unbedingt darauf achten, dass die betroffenen Bereiche ausreichend trocknen.

Feuchtigkeits-Fehler vermeiden

  • Falsches Lüften: Klingt simpel, ist aber immer noch eine der Hauptursachen für die Schimmelbildung. Als Faustregel gilt: Feuchte Luft möglichst bei der Entstehung an Ort und Stelle durch gründliches Lüften austauschen. Eine Stoßlüftung, also das weite Öffnen des Fensters, ist dabei wesentlich effektiver als ein gekipptes Fenster. Denn bei gekippten Fenstern kühlt der Fenstersturz sehr ab, das fördert wiederum die Bildung von Kondensfeuchte. Weitere Tipps, wie ihr zu Hause richtig lüftet, findet ihr ihn unserem Artikel „Richtig lüften: So sorgt ihr für saubere, frische Luft in eurer Wohnung“.
  • Wäsche trocknen in Wohnräumen: Man kann es schon fühlen: Die Wäsche ist nach dem Waschen noch feucht. Diese Feuchtigkeit wird beim Trocknen im Haus oder in der Wohnung in die Raumluft abgegeben. Deshalb solltet ihr beim Wäschetrocknen in Wohnräumen immer für eine ausreichende Belüftung sorgen. Vor allen Dingen in den kälteren Monaten des Jahres kann das zu einem Problem werden. Mehr dazu lest ihr in unserem Ratgeber „Wäsche trocknen im Herbst & Winter: So einfach geht's!“.

Gerade beim Lüften lassen sich viele Fehler ganz einfach vermeiden. © dzimin – stock.adobe.com

Schimmel entfernen: So geht's am besten

Die Stiftung Warentest hat zuletzt 2013 einen umfangreichen Vergleich zwischen Hausmitteln und chemischen Anti-Schimmel-Produkten angestellt. Die Ergebnisse sind auch heute noch gültig, hier eine Zusammenfassung:

Schimmel entfernen: Wirksame Hausmittel

  • Wasser­stoff­per­oxid: H2O2 wirkt desinfizierend, bleichend und oxidierend. Im Test zeigte sich eine drei­prozentige, aufgepinselte Lösung als gut wirk­sam. Wer jetzt meint, „viel hilft viel“: eine höher konzentrierte Lösung wäre zwar aggressiver gegen den Schimmelpilz, reizt bei Kontakt aber auch die Haut. Lieber die Prozedur ein- bis zweimal wiederholen. Ein Nachteil von Wasserstoffperoxid: Es sollte nicht auf Metallen angewandt werden, da es mit vielen Metallen chemisch reagiert.
  • Isopropyl­alkohol oder Brenn­spiritus (Ethanol): Diese Alkohole sind altbekannte Hausmittel gegen Schimmel. Einfach auf die befallene Flächen pinseln, trocknen lassen, erneut pinseln. Den Brenn­spiritus am besten etwas mit Wasser im Verhältnis 3 zu 1 verdünnen. Vorsicht: Alkohole sind sehr feuergefährlich.

Schimmel entfernen: Chemische Mittel

  • Sprays und Lösungen mit Natriumhypochlorit: Ihr erkennt sie am typisch-stechenden Chlorgeruch. Die Mittel sind zwar sehr wirksam, aber auch für den Anwender gesundheitlich nicht unbedenklich, belasten sie doch die Atemwege. Stiftung Warentest warnt auch davor, diese Mittel zusammen mit sauren Reinigern zu verwenden! Als Reaktions­produkte entstehen auch chlor­organische Verbindungen, die Gesundheit und Umwelt belasten.
  • Sprays und Lösungen mit Benzalkonium­chlorid und Didecyldi­methylammonium­chlorid: Beide Wirkstoffe sind Ammoniumverbindungen und töten Pilze, sie sind also ein Fungizid. Die im Test am besten bewerteten Produkte bekämpfen den Schimmel mit Benzalkoniumchlorid. Allerdings ist bei Fungiziden nicht auszuschließen, dass die Wirkstoffe längere Zeit in der Raumluft bleiben.

Schimmel mechanisch entfernen

Auch mit handfesten Mitteln kann man Schimmel bekämpfen, allerdings sitzen die Pilzfäden oft so tief, dass nur eine komplette Entfernung des befallenen Materials hilft. Vorher solltet ihr aber die Sporen mit Haarspray oder Sprühkleber fixieren. Würde man einfach mit einer Bürste reiben oder das Trägermaterial mechanisch entfernen, könnte man die Schimmelsporen verbreiten.

Grundsätzlich gilt leider: Nur weil ihr die Schimmelflecken nicht mehr seht, ist der Schimmel nicht verschwunden. Und wenn ihr wissen wollt, wie ihr zudem diesen unangenehmen Schimmelgeruch aus dem eigenen zu Hause entfernen könnt, werdet ihr in folgendem Ratgeber fündig: „Schimmelgeruch entfernen: Was wirklich hilft“.

Vorsichtsmaßnahmen bei der Schimmelbekämpfung

Ob ihr nun auf die Hausmittel schwört oder lieber die chemische Keule benutzt: Bei der Schimmelbekämpfung solltet ihr auf jeden Fall (Haushalts-)Handschuhe und einen Atemschutz tragen (am besten der Schutzklasse FFP2 oder FFP3). Außerdem bitte bei den Arbeiten unbedingt für eine gute Lüftung sorgen. Und: Probiert erst an einer Stelle aus, ob das Mittel nicht den Untergrund (zum Beispiel Holz) angreift.

Auch wichtig: Sämtliche Maßnahmen gelten für kleinere Schimmelschäden. Eine schimmelige Fuge, der Fleck hinter dem Schrank – da könnt ihr euch unter den beschriebenen Vorsichtsmaßnahmen ran trauen.

Ist eine ganze Wand schimmelig, ist der Fachmann gefragt. Bei großflächigen Schimmelattacken gelten bei der Beseitigung ganz besondere Vorsichtsmaßnahmen. Außerdem solltet ihr in solchen Fällen auch unbedingt vom Profi checken lassen, woher der Schimmelbefall genau kommt. Oft sind es bauliche Mängel, die dringend beseitigt werden müssen.

Bei besonders großflächigem Schimmelbefall solltet ihr professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. © Andrey Popov – stock.adobe.com

Wirksame Schimmelprävention

Die einfachste und gleichzeitig auch effektivste Maßnahme gegen die Bildung von Schimmel ist die Senkung der Luftfeuchtigkeit. In einem optimalen Raumklima hat der Schimmel erst gar keine Chance zu gedeihen.

Schimmelprävention durch optimale Luftfeuchtigkeit

Die ideale Luftfeuchtigkeit in einzelnen Wohnräumen

Ideal ist eine Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent. Wie hoch die tatsächliche Luftfeuchtigkeit in euren Räumen ist, prüft ihr am besten mit einem Hygrometer. Die sind häufig auch schon in Luftentfeuchtern verbaut, so dass ihr neben der Kontrolle über die Luftfeuchtigkeit auch gleich ein Gerät habt, das das Raumklima reguliert.

Die simpelste Regulierung der Luftfeuchtigkeit per Hand ist regelmäßiges Lüften. Doch mit einfach mal eben nur das Fenster öffnen ist es meistens nicht getan. Für das richtige Lüften gibt es folgende Grundregeln:

  • Rund zwei bis vier mal am Tag lüften. Dabei das Fenster komplett öffnen (Stoßlüften). Dauer: Im Sommer fünf bis zehn Minuten, im Winter vier bis sieben Minuten.
  • Richtiges Lüften ist auch von der Jahreszeit und der Wetterlage abhängig. Ist es draußen sommerlich warm, lieber am frühen Morgen und/oder in den Abendstunden lüften. Im Winter gilt: Je niedriger die Temperatur außen, desto kürzer die Lüftungszeiten. Denn je kälter es ist, desto besser wird die Luftfeuchtigkeit von drinnen nach draußen transportiert.
  • Für Durchzug sorgen. Fenster und Türen in mehreren Räumen gleichzeitig öffnen für einen besonders effektiven Luftaustausch.
  • Beim Lüften das Heizthermostat runter drehen. Intelligente Thermostate regeln das automatisch.

Es gibt auch noch andere Hilfsmittel zur Vorbeugung gegen Schimmel. Da wären zum Beispiel Fensterfalzlüfter, die nahezu unsichtbar im Fensterrahmen verbaut sind und für einen stetigen Luftaustausch sorgen. Auch Anti-Schimmel-Farben beugen vor. Allerdings könnt ihr diese nicht überall einsetzen.

Im Schlafzimmer, dem erfahrungsgemäß kühlsten Raum, solltet ihr große Möbel wie Betten und Schränke mit einem Abstand von zehn Zentimetern zur Wand aufstellen. Weitere Tipps, wie ihr einem möglichen Schimmelbefall im Schlafzimmer effektiv vorbeugen könnt, haben wir in folgendem Ratgeber für euch auereitet:

Fazit: So lässt sich Schimmel erfolgreich entfernen

Schimmel ist eine ernste Sache. Er gefährdet die Gesundheit und seine Bekämpfung ist ebenfalls mit Risiken verbunden. Und: Selbst das härteste Anti-Schimmel-Mittel hält nicht ewig vor, auch wenn einige Produkte etwas anderes versprechen.

Dauerhaft hilft gegen Schimmel nur eine Sache: Entzieht dem Pilz seine „Lebensgrundlage“ – sprich: Feuchtigkeit – und ihr könnt im wahrsten Sinne des Wortes wieder durchatmen. Prüft alle baulichen Risiken, die für vermehrte Wasserbildung sorgen könnten und lüftet regelmäßig und gründlich. Dann sollte euch der Mikroorganismus auch in Ruhe lassen.

Abschließende Hinweise gibt euch zudem folgendes, sehr informatives Video:

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Источник: https://wohnglueck.de/artikel/schimmel-bekaempfen-13803

5 Tipps, um Schimmel effektiv zu entfernen

Wie können Sie Schimmel entfernen – und wann muss der Profi ran?

Keiner möchte ihn haben und doch ist er fast in jeder dritten Wohnung ein Problem: Schimmel.

Er entsteht über die Jahre in den meisten Fällen durch Bau- und Sanierungsmängel, Wasserschäden sowie falsches Lüften und zeigt sich oft als leicht bräunliche Stockflächen, grüne, rötliche oder schwarze Flächen an den Wänden.

Damit Sie in Ihrem Zuhause gesund weiter wohnen können, gilt es den Schimmel effektiv zu entfernen und zu verhindern, dass er wieder entstehen kann.

Schimmel muss nachhaltig entfernt werden (Bild: handmadepictures/clipdealer.de)

Zuerst die Ursache erkennen

Die Entfernung des Schimmels hat dauerhaft nur dann Erfolg, wenn Sie dessen Ursache kennen und beseitigen. Denn sonst kommt er immer wieder. Eine leicht zu beseitigende Ursache sind zu kühle und zu feuchte Räume. Hier entsteht in der kalten Jahreszeit der gesundheitsschädliche Pilz in den Ecken.

Je kälter die Außenmauer, desto schneller entsteht dort Schimmel, weil sich Kondenswasser bildet. Ein weiterer Grund ist falsches Lüften, der sich ebenfalls leicht beheben lässt.

Sitzt der Schimmelpilz durch Baufehler oder Wasserschäden im Mauerwerk, sollte hingegen der Profi ran, um die Ursache zu beseitigen.

Alkohol gegen kleinere Schimmel-Flächen

Bei kleinen, oberflächlichen Schimmelflecken hat sich siebzig-prozentiger Alkohol bewährt. Er verflüchtigt sich schnell und ist im Gegensatz zu den aggressiven Fungiziden nicht gesundheitsschädlich. Sie können ihn problemlos auch mehrmals auftragen.

Tränken Sie hierfür einen Schwamm in Brennspiritus oder Isopropylalkohol und reiben Sie damit die betroffenen Stellen ein. Eine Alkoholkonzentration von 70 Prozent tötet den Pilz ab und entzieht ihm Feuchtigkeit – die Grundlage zum Wachsen der Sporen.

Als Alternative können Sie auch Wasserstoffperoxid oder eine 5-prozentige Soda-Lösung verwenden, um Schimmel zu entfernen.

Pilzvernichter bei hartnäckigerem Befall

Wenn der Schimmelpilz sich bereits hartnäckiger festgesetzt hat, kommen Sie an der chemischen Keule nicht vorbei. Gehen Sie mit den chemischen Bekämpfungsmitteln aber höchst vorsichtig um, da diese gesundheitsgefährdend sind.

Die hochaggressiven Mittel werden einfach auf die betroffenen Stellen gesprüht und töten die Pilzsporen in wenigen Sekunden ab. Sie verhindern außerdem, dass sich der Schimmel weiter ausbreiten kann. Tragen Sie beim Entfernen des Schimmels Handschuhe, einen Atemschutz und eine Schutzbrille.

Betreten Sie danach den Raum erst einmal nicht und lüften Sie ihn mehrere Stunden gut durch.

Bei starkem Befall den Fachmann ranlassen

Wenn mehr als ein halber Quadratmeter bereits schwarz ist von den Schimmelsporen, sollten Sie einen Fachmann zurate ziehen. Der kann prüfen, woher der Befall kommt. Denn nur wenn die Ursache bekannt und entfernt ist, hat der Kampf gegen den Pilz Erfolg. Bei großflächigem Schimmelbefall ist es wahrscheinlich, dass er schon in der Oberschicht der Wände sitzt.

Der Pilz kann sehr leicht in poröse, mineralische Materialien wie Putz und Mauerwerk eindringen. Ist das der Fall, erreichen Sie ihn nicht mehr mit Hausmitteln und Pilzvernichtern. Ein Fachmann kann außerdem sicherstellen, dass der gesamte Pilz inklusive seiner Stoffwechselprodukte beseitigt wird.

Diese sind nämlich zum einen sehr gesundheitsschädlich und zum anderen für eine eventuelle Neuausbreitung verantwortlich.

Schimmelneubildung vorbeugen

Eine wichtige Voraussetzung, Schimmel dauerhaft aus Räumen zu entfernen, ist die Vorbeugung und diese erreichen Sie mit verschiedenen Verhaltensweisen.

  • Sorgen Sie dafür, dass die Raumtemperatur immer über 16 Grad liegt und verwenden Sie bei Bedarf einen Raumentfeuchter.
  • Halten Sie am besten mit einem Thermostat die Raumtemperatur auf dem gleichen Niveau – Temperaturschwankungen begünstigen nämlich die Schimmelbildung.
  • Heizen und Lüften Sie jeden Raum separat; im Schlafzimmer ist es in der Regel kühler als im Wohnzimmer, das sorgt ebenfalls für Temperaturschwankungen durch den Luftaustausch zwischen den Räumen.
  • Lüften Sie richtig, indem Sie mindestens zweimal am Tag für 5 bis 10 Minuten für Durchzug sorgen, damit die gesamte Luft im Wohnraum ausgetauscht wird.
  • Verwenden Sie an gefährdeten Stellen anorganische Materialien, z.B. Kalkputz und Silikat-Farbe. Verzichten Sie dort auf Tapete und andere Verkleidungen, da sich dort gerne Schimmel bildet.

Wenn Sie sich an diese Tipps halten, werden Sie den Schimmel dauerhaft los!

Источник: https://mein-bau.com/48178/5-tipps-um-schimmel-effektiv-zu-entfernen/

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