Wie Sie mit einem sanierten Dach das Haus aufwerten können

Contents
  1. Dachsanierung vor dem Hausverkauf – wie sinnvoll ist es?
  2. Dachsanierung vor dem Hausverkauf oder nicht – welche Folgen hat es? 
  3. Vorteile der Dachsanierung vor dem Hausverkauf
  4. Sie verzichten auf die Dachsanierung 
  5. Dachsanierung vor dem Hausverkauf fast immer sinnvoll
  6. Wie hoch sind die Kosten für eine Dachsanierung?
  7. Dachsanierung entsprechend der Energiesparverordnung (EnEv)
  8. Zahlreiche Einflussfaktoren wirken sich auf Ihre Entscheidung aus
  9. Käufer möchte Eigenheim selbst gestalten
  10. Käufer, bei denen der Kaufpreis im Vordergrund steht
  11. Kaufen und schnell ins fertige Zuhause einziehen
  12. Dachrenovierung vor dem Verkauf des Hauses: Einfacher mit MeinDach
  13. Dachsanierung im Überblick
  14. Wann lohnt sich das Sanieren eines Hausdaches?
  15. Wie lange dauert es, ein Dach zu sanieren?
  16. Welche Möglichkeiten gibt es?
  17.   Aufsparrendämmung
  18.   Zwischensparrendämmung
  19.   Untersparrendämmung
  20. Preise und Kosten
  21. Dachsanierung: die Themen im Überblick
  22. Was ist bei einer Dachsanierung zu beachten?
  23. Asbest oder große Bauvorhaben: Dachsanierung nur durch den Fachmann
  24. Arten und Möglichkeiten der Dachsanierung
  25. Wie lange dauert eine Dachsanierung?
  26. Was kostet eine Dachsanierung?
  27. Immobilien: So verbessern Sie die Energieeffizienz Ihrer Immobilie
  28. Wichtig: Finanzielle Unterstützung vom Staat einplanen
  29. Konkret: So rechnet sich eine Standardsanierung
  30. Nützlich: Tipps vom Fachmann zu Fehler, die es zu vermeiden gilt
  31. Energetische Sanierung: Was beim Hauskauf wirklich nötig ist
  32. Energetische Sanierung – Überblick verschaffen
  33. Gesetzlich vorgeschriebene Sanierungen
  34. Dachdämmung
  35. Heizkessel
  36. Leitungen
  37. Welche Sanierungsmaßnahmen noch sinnvoll sind
  38. Die Fassadendämmung und der Austausch von Fenstern
  39. Die Dämmung der Kellerdecke
  40. Hydraulischer Abgleich und Austausch von Heizungen
  41. Sanierungsmaßnahmen: Gesamtkonzept ist wichtig

Dachsanierung vor dem Hausverkauf – wie sinnvoll ist es?

Wie Sie mit einem sanierten Dach das Haus aufwerten können

Eine Dachsanierung vor dem Hausverkauf bringt viele Vorteile mit sich. Mehr dazu erfahren Sie in diesem Ratgeber-Beitrag.

Vor dem Verkauf einer sanierungsbedürftigen Immobilie liegt eine besonders wichtige Entscheidung vor Ihnen: Bieten Sie das Haus mit nicht saniertem Dach zu einem günstigeren Preis an, oder führen Sie die Dachsanierung durch und setzen auf einen höheren Verkaufspreis. Im Vorfeld ist es oft nicht einfach, den idealen Weg zu finden. Denn es sind zahlreiche Einflussfaktoren, die Sie berücksichtigen müssen und die sich schlussendlich auf das Ergebnis auswirken. 

Bevor Sie sich entscheiden, sollten Sie sich auf jeden Fall über die Kosten einer Dachsanierung informieren und einen Dachdecker-Fachbetrieb zur Besichtigung einladen. MeinDach unterstützt Sie dabei und sucht für Sie einen Dachdecker-Meisterbetrieb in Ihrer Nähe, der Sie umfassend berät.

Dachsanierung vor dem Hausverkauf oder nicht – welche Folgen hat es? 

Bei einer Dachsanierung an älteren Gebäuden spricht der Fachmann immer von einer energetischen Sanierung. Denn bereits vorhandene alte Wärmedämmungen erfüllen die modernen Anforderungen nicht mehr.

Daher ist es erforderlich, Dacheindeckung und Wärmedämmung zu erneuern. Abhängig vom Zustand des Dachstuhls muss auch dieser saniert oder gänzlich neu angefertigt werden.

Doch wo liegen die Vorteile für Sie, wenn Sie die Dachsanierung vor dem Immobilienkauf durchführen? Und wie sehen die Folgen aus, wenn Sie nicht sanieren?

Vorteile der Dachsanierung vor dem Hausverkauf

Entscheiden Sie sich dafür, das Dach zu sanieren und erst dann die Immobilie zu verkaufen, profitieren Sie von verschiedenen Vorteilen. Dies beginnt bereits bei der ersten Besichtigung durch Interessenten:

– Optischer Eindruck eines neu sanierten Daches vermittelt Vertrauen in den Verkäufer

– Für eine sichtbar gepflegte und intakte Immobilie erhöht sich die Bereitschaft, einen entsprechend hohen Verkaufspreis zu akzeptieren

– Kürzere Verkaufszeiten und somit schnellere Kapitalverfügbarkeit

Ein sanierungsbedürftiges Dach verunsichert potenzielle Käufer.

Denn ein nicht intaktes Dach vermittelt immer das Gefühl, dass hinter der Gebäudefassade aktuell nicht erkennbare Schäden an der Bausubstanz lauern.

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Dies wiederum hinterlässt den unangenehmen Beigeschmack von unerwartet hohen Kosten nach dem Kauf. Daher ist eine Dachsanierung vor dem Verkauf in der Regel die richtige Entscheidung.

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Lassen Sie sich von einem MeinDach Partnerbetrieb beraten und fordern Sie über den praktischen Angebots-Assistenten einen ersten Termin für die Dachinspektion an. 

Sie verzichten auf die Dachsanierung 

Ob Sie mit dem Immobilienverkauf eine bestehende Finanzierung abdecken oder den Kaufpreis investieren – je länger es dauert, bis Sie Ihr Haus verkaufen, umso teurer wird es für Sie.

In der Regel sollte der Verkauf innerhalb von maximal sechs Monaten abgeschlossen sein. Das Ergebnis ist der im Vorfeld kalkulierte Verkaufspreis.

Allerdings dauert der Verkaufsprozess bei Immobilien mit nicht saniertem Dach oft wesentlich länger. 

Je länger der Verkauf dauert, umso teurer wird es für Sie. Das Kapital ist wesentlich länger gebunden und kann nicht gewinnbringend investiert werden. Weitere Kosten entstehen durch Erhaltungskosten für die Immobilie wie die Pflege.

Denn ein unbewohntes Haus wirkt innerhalb kurzer Zeit unattraktiv. Dies wirkt sich negativ auf den Verkaufspreis aus. Alternativ investieren Sie Zeit und Geld in die regelmäßige Gartenpflege und Reinigung der Innenräume.

Auch dies reduziert schlussendlich den Erlös. 

Nachteile auf einen Blick

– Zeitraum für Verkauf oft überdurchschnittlich lang

– Kapital ist länger gebunden und ist nicht für andere Investitionen verfügbar

– Zusätzliche Erhaltungskosten fallen an

– Gefahr, dass sich Verkaufspreis zusätzlich reduziert

Dachsanierung vor dem Hausverkauf fast immer sinnvoll

Entscheiden Sie sich von Beginn an für die Dachsanierung, können Sie den Verkaufspreis höher ansetzen und decken somit die Investition in die energetische Dachsanierung ab.

Zusätzliche finanzielle Unterstützung bieten die Förderungen von Bund und Ländern wie beispielsweise die KfW-Programme. Eine Immobilie in gutem Zustand ist in der Regel innerhalb der durchschnittlichen Zeit von 4 bis 6 Monaten verkauft.

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Dadurch ist das Kapital schneller verfügbar und Sie sparen zusätzliche Kosten und Zeit für Pflegemaßnahmen.

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Fordern Sie ein Angebot eines deutschen Dachdecker-Meisterbetriebs an. MeinDach unterstützt Sie dabei und vermittelt Ihnen einen Fachbetrieb für Dachdecker und Zimmerer in Ihrer Nähe.

Wie hoch sind die Kosten für eine Dachsanierung?

Entscheiden Sie sich für die Dachsanierung, stehen selbstverständlich die Kosten im Vordergrund.

Trotzdem sollten Sie auf eine qualitativ hochwertige Durchführung und entsprechende Materialien achten. Denn vor allem bei einem neuen Dach achten viele Interessenten auf diese Qualitätsmerkmale.

Unabhängig davon, ob es sich um eine Flachdachsanierung oder die Sanierung eines Steildachs handelt.

Weist das Haus ein Satteldach auf und ist nur eine neue Eindeckung und moderne Wärmedämmung erforderlich, rechnen Sie mit einem ungefähren Preis von 120 bis 140 Euro pro Quadratmeter. Ist die Sparrenkonstruktion ebenfalls sanierungsbedürftig und benötigen Sie einen neuen Dachstuhl, erhöht sich der Preis auf ungefähr 190 bis 210 Euro pro Quadratmeter Dachfläche. 

Bei einem ungefähr 130 Quadratmeter großen Dach ergibt sich ein Gesamtpreis von ca. 15.000 ohne und von ca. 25.000 Euro mit neuem Dachstuhl. Befindet sich das Haus in einem guten Allgemeinzustand, sind potenzielle Käufer in der Regel dazu bereit, den höheren Verkaufspreis zu akzeptieren. 

Immerhin profitieren die Käufer sogar von der Dachsanierung vor dem Verkauf. Denn Sie erhalten eine Immobilie mit neuem Dach, das den Anforderungen der EnEV entspricht. Dadurch entfällt für die Käufer die Verpflichtung, das Hausdach innerhalb der nächsten zwei Jahre entsprechend zu sanieren.

Vereinbaren Sie zeitnah einen Termin mit einem Dachdecker-Meisterbetrieb für eine umfangreiche Dachinspektion. Dabei ermittelt der Experte den detaillierten Dachzustand und informiert Sie über die erforderlichen Maßnahmen. Ein aussagekräftiges Angebot bildet die Grundlage für Ihre endgültige Entscheidung.

Dachsanierung entsprechend der Energiesparverordnung (EnEv)

Obwohl die EnEV-Sanierungspflicht beim Hausverkauf auf den Käufer übergeht, ist es aus wirtschaftlicher Sicht oft sinnvoll, die Dachsanierung vor dem Immobilienverkauf durchzuführen. Vor allem dann, wenn das Haus, mit Ausnahme des Daches, bereits saniert ist.

Die EnEV  ist am 1. Mai 2014 in Kraft getreten und legt die energetischen Anforderungen an ein beheiztes oder klimatisiertes Gebäude fest. Als gesetzliche Verordnung gibt sie die Mindeststandards für den effizienten Umgang mit Energie vor. Der Fokus der EnEV liegt dabei auf der Heizungs- und Klimatechnik sowie auf der Wärmedämmung eines Gebäudes. 

Während ein Neubau die verschiedenen Auflagen erfüllt, müssen ältere Immobilien durch den neuen Besitzer innerhalb von zwei Jahren nach dem Kauf entsprechend nachgerüstet werden. Dies gilt vor allem für Gebäude, die vor dem 1. Februar 2002 erbaut wurden, sofern diese bisher den Eigentümer nicht gewechselt haben. 

Für Dächer und deren Komponenten gelten folgende Werte. 

– Steildächer und Dachschrägen einen U-Wert von 0,24

– Flachdächer einen U-Wert von 0,20

– Dachflächenfenster einen U-Wert von 1,40 U

Zahlreiche Einflussfaktoren wirken sich auf Ihre Entscheidung aus

Neben dem finanziellen Aspekt, der mit einer Dachsanierung vor dem Verkauf einhergeht, sollten Sie weitere Einflussfaktoren in Ihre Entscheidung einbeziehen.

Dazu zählen selbstverständlich Kriterien wie Lage, Infrastruktur, Optik der umliegenden Bebauung oder die Grundstücksgröße.

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So ist es in stadtnaher Lage einfacher, eine Immobilie mit nicht saniertem Dach zu verkaufen, als mitten auf dem Land mit schlechter Verkehrsanbindung oder kaum vorhandener Infrastruktur. 

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Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Käufertyp, für den Ihre Immobilie interessant ist und an dem Sie sich bei Ihrer Entscheidung ebenfalls orientieren sollten. 

Käufer möchte Eigenheim selbst gestalten

Dieser Käufertyp legt großen Wert auf einen hohen Individualisierungsgrad des zukünftigen Eigenheims.

Er möchte sein zukünftiges Zuhause optisch und technisch nach eigenen Vorstellungen gestalten, aus unterschiedlichen Gründen jedoch keinen Neubau errichten.

Die Interessenten sind gezielt auf der Suche nach Immobilien, die eine umfangreichere Sanierung bis hin zur Kernsanierung erfordern. Hier wäre die Dachsanierung durch den Verkäufer nicht sinnvoll. Allerdings ist dieser Käufertyp eher selten.

Käufer, bei denen der Kaufpreis im Vordergrund steht

Besonders interessant ist für Sie jener Käufertyp, der auf der Suche nach einem möglichst preisgünstigen, aber gut erhaltenen Eigenheim ist. Er nimmt gewisse Mängel in Kauf und beseitigt diese im Verlauf der Zeit selbst.

Ist die Immobilie ansonsten in einem guten Zustand und sofort beziehbar, akzeptiert er ein nicht saniertes Dach.

Obwohl es diese Käufer immer öfter gibt, ist letztendlich der tatsächliche Zustand des Dachs ein keinesfalls vernachlässigbares Kriterium. 

Kaufen und schnell ins fertige Zuhause einziehen

Der dritte Käufertyp sucht ein Haus in sehr gutem Zustand, das nach dem 1. Februar 2002 erbaut wurde und somit die EnEV-Anforderungen erfüllt. Alternativ gilt das Interesse bereits sanierten Altbauten. Dafür akzeptiert er auch einen höheren Kaufpreis.

Diese Zielgruppe lehnt eine Baustelle im Haus für die gesetzlich verpflichtende EnEV-Dachsanierung innerhalb der nächsten zwei Jahre ab.

Dieser Käufertyp ist häufig zu finden und umfasst auch Kapitalanleger, die die Immobilie innerhalb kurzer Zeit und ohne zusätzliche Investitionen vermieten möchten.

Je nachdem, welchen Käufertyp Sie gezielt ansprechen möchten oder aufgrund der Lage des Hauses ansprechen können, entscheiden Sie sich für oder gegen eine Dachsanierung. Ein wichtiger Berater bei dieser Entscheidung ist ein kompetenter Dachdecker-Fachbetrieb. Er berät Sie über mögliche Lösungen und erstellt für Sie ein aussagekräftiges Angebot als Entscheidungsgrundlage.

MeinDach arbeitet mit über 2.000 zertifizierten deutschen Dachdecker-Meisterbetrieben zusammen und vermittelt Ihnen einen kompetenten Fachbetrieb in Ihrer Nähe.

Dachrenovierung vor dem Verkauf des Hauses: Einfacher mit MeinDach

Über den MeinDach Angebots-Assistenten übermitteln Sie grundlegende Informationen zu Ihrem Dach.

Auf Basis dieser Informationen wählen die Experten von MeinDach einen deutschen Meisterbetrieb für Dachdeckerei oder Zimmerei in Ihrer Nähe aus, der zuverlässig die hohen Standards des Handwerks erfüllt.

Wir informieren ihn ausführlich über Ihr Anliegen und innerhalb weniger Tage kontaktiert Sie der Fachbetrieb, um mit Ihnen einen ersten Besichtigungstermin vor Ort zu vereinbaren.

Источник: https://www.meindach.de/ratgeber/dachsanierung-hausverkauf/

Dachsanierung im Überblick

Wie Sie mit einem sanierten Dach das Haus aufwerten können

Eine Dachsanierung ist ein wesentlicher Faktor, wenn es um die Effizienz der Energieerhaltung geht.

Wenn Sie Ihr Dach wirkungsvoll mit den für Sie passenden Dämmmaßnahmen saniert haben, sparen Sie langfristig Heiz- und Energiekosten. Auch ist dann eine Subventionierung möglich.

Darüber hinaus erhöht sich, bei sachgerechter Sanierung, der Wert Ihrer Immobilie. Denn das Dach wird bei einem Immobilienverkauf gerne als Gradmesser für den Zustand des Hauses gesehen.

  Raumklima

Sie werden nach der Sanierung ein verändertes Raumklima feststellen können. Dies resultiert aus den Dämmmaßnahmen, die einen modernen Wohnkomfort und geringere Heizungskosten mit sich bringen.

Grundsätzlich haben Sie entweder mit einem schadhaften Dach, das Sie neu eindecken müssen, einem nach Vorschrift ungedämmten Dach, das sie dämmen müssen oder einem renovierungsbedürftigen Dachstuhl zu tun. Sie haben bei einer Dachsanierung stets die Wahl zwischen einer Sanierung der folgenden Punkte:

  • Dachstuhl
  • Dachhaut (Ziegel, Schindel)
  • Dachdämmung
  • Asbestsanierung

Wann lohnt sich das Sanieren eines Hausdaches?

Bei einer energetischen Sanierung haben Bauherren unterschiedliche Möglichkeiten. Es stehen unter anderem Förderprogramme von Banken, Kommunen oder staatlichen Einrichtungen zur Verfügung.

Die Kreditanstalt für Wiederauau (KfW) ist eine Institution, die sich um Fördermaßnahmen bemüht.

Dabei gilt es zu beachten, dass Sie diese Förderprogramme in einem schriftlichen Antrag vor Baubeginn einreichen und genehmigen lassen müssen.

​​​​​  Unser Tipp: 

Eine Dachsanierung geht neben der optischen Aufwertung auch mit einer Verringerung der Heizkosten einher. [attention type=yellow]

In der Regel können die meisten Dächer bis zu drei Jahrzehnten allen Witterungseinflüssen standhalten, ehe Experten von einem maroden beziehungsweise sanierungsbedürftigen Dach sprechen. Wenn Sie jedoch kleinere Hinweise auf die Notwendigkeit einer Hausdachsanierung bemerken, sollten Sie einen Fachmann hinzuziehen.

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Wasserflecken sind beispielsweise Hinweise auf eindringende Feuchtigkeit. Diese gilt es unmittelbar zu unterbinden, ansonsten könnte sich in wenigen Jahren Schimmel im ganzen Dach ausbreiten. Auch in Bezug auf die gesundheitliche Atmosphäre eines Hauses und deren Bewohner sollte Schimmel umgehend beseitigt werden.

Bei einer Dachsanierung unterscheiden Sie ganz grob zwischen einer Flachdachsanierung und einer Satteldachsanierung. Wenn Ihr Haus ein Flachdach besitzt, so sollten Sie in jedem Fall einen Fachmann zu sich nach Hause bestellen. Dieser wird Ihnen Ihre individuelle Sanierungsmaßnahme vorstellen.

Bei einem Satteldach kann es vorkommen, dass Sie den Dachstuhl erneuern müssen. Außerdem eignen sich nicht alle Materialien für alle Dächer. In manchen Wohngebieten gibt es Vorschriften bezüglich der Eindeckungsmaterialien und Dachformen.

Wie lange dauert es, ein Dach zu sanieren?

Spätestens, wenn Sie brüchige Dachpfannen oder vermehrt Lecks entdecken, sollten Sie einen Dachdecker oder einen Zimmerer benachrichtigen.

Für eine komplette Dachsanierung inklusive Ständerwerk und Anschlüssen (beispielsweise für Photovoltaikmodule) benötigt eine Fachfirma in der Regel zwischen einer und drei Wochen.

Je nach Schaden und Größe des Hausdachs variieren die zeitlichen Angaben einer Dachsanierung.

Welche Möglichkeiten gibt es?

Ist Ihr Dach unzureichend gedämmt, so können Sie bis zu 20 Prozent Ihrer Heizenergie verlieren. Bei einer energetischen Dachsanierung werden die Energiekosten für Heizung, Lüftung und Warmwasser gesenkt. Dies setzt eine Dämmmaßnahme gemäß den Vorschriften der EnEV vor. Dabei unterscheiden Dachdecker zwischen folgenden Dämmungen:

  Aufsparrendämmung

Hier befindet sich das Dämmmaterial auf den Sparren unter den Ziegeln. Diese Option empfiehlt sich bei einer Komplettsanierung.

  Zwischensparrendämmung

Hier befindet sich das Dämmmaterial zwischen den Sparren. Es eignet sich hervorragend für Steildächer und ist vergleichsweise effektiv und kostengünstig.

  Untersparrendämmung

Bei dieser Maßnahme wird das Dach nicht von außen saniert. Über den Dachstuhl befestigen Sie das Dämmmaterial von unten an den Sparren. Allerdings funktioniert diese Maßnahme nur in Kombination mit einer Zwischensparrendämmung.

Preise und Kosten

Je nach Dachgröße und Schaden variieren die Preise und Kosten einer Dachsanierung stark. In der folgenden Tabelle haben wir für Sie einen Kostenüberblickzusammengestellt. Dabei gehen wir von einem durchschnittlichen Einfamilienhaus aus. Möchten Sie die exakte Größe Ihres Dachs berechnen, so können Sie folgenden Rechner nutzen.

Maßnahme durchschnittliche Kosten Einfamilienhaus
Dacheindeckung (Material und Arbeitsaufwand)3.000 bis 15.000 Euro
Gerüst900 bis 1.800 Euro
Abriss und Entsorgung1.500 bis 3.000 Euro
Dachstuhl Erneuerung (Satteldach)7.500 bis 12.000 Euro
Dämmung3.000 bis 37.500 Euro
Vorarbeiten (säubern, entwässern)1.500 bis 4.800 Euro

Fachfirmen für Ihr Dach in Ihrer Region.

Wir finden die passenden Fachfirmen für Sie.

Источник: https://www.aroundhome.de/dachdecker/dachsanierung/

Dachsanierung: die Themen im Überblick

Wie Sie mit einem sanierten Dach das Haus aufwerten können

Der Begriff Dachkonstruktion wird hier für den gesamten Dachauau mit tragender Unterkonstruktion und Dachhaut genutzt. Bisweilen ist mit ihm nur die tragende Schicht des Dachs gemeint, von der die Dachhaut unterschieden wird.

Eine Dachsanierung wird notwendig, wenn das Dach seine Aufgaben nicht mehr erfüllen kann. Diese Aufgaben sind:

  • der Schutz der Immobilie vor der Witterung (Dacheindeckung),
  • die im Haus erzeugte Wärme im Haus zu halten (Dämmschicht),
  • zu verhindern, dass Feuchtigkeit in der Dachkonstruktion Schaden anrichtet (Dampfsperre, Dampremse),
  • obere Dachschichten zu tragen (die eigentliche Dachkonstruktion aus mit Sparren und/oder Pfetten).

Ist das Dach ein Kaltdach, kommt eine Belüftungsschicht hinzu, während die Feuchtigkeitsbarriere meist wegfällt oder nur schwach ist, weil die feuchte Luft in diesem Fall durch die Dachkonstruktion bis zur Belüftungsschicht dringen soll, wo sie abtransportiert wird.

Es gibt einige Anzeichen, die für eine Dachrenovierung sprechen. Neben offensichtlichen Schäden an der Dachkonstruktion wie abgefallenen oder verrutschten Dach­ziegeln gibt es noch andere, weniger auffällige Indizien, dass eine Dach­sanierung oder Dachrenovierung ansteht. Eine kostenlose Beratung durch einen Dachdecker kann Aufschluss geben.

Eine möglichst gute Wärmedämmung als Teil der Dachhaut ist einerseits aus Kostengründen wichtig. Abhängig davon, wie das Dach konstruiert ist, gehen immerhin 15 bis 20% der Wärmeenergie im Haus verloren.

Zugleich macht der Gesetzesgeber Vorgaben zur Mindestdämmwirkung von Dach und Dachhaut.

Grundsätzlich gelten undichte Bereiche der Dachhaut, feuchte Stellen und Schimmelbefall, morsche Bestandteile wie Latten oder Traufe und fehlerhafte oder nicht fest sitzende Verbleiung von Ziegeln als dringende Anzeichen einer notwendigen Dach­erneuerung.

Sofern von innen zugänglich, lassen sich auch Risse in den Trägerbalken vom Dachstuhl oder Sägemehlspuren, die auf Holzwürmer hindeuten, als Zeichen für eine notwendige Dachrenovierung identifizieren.

Auch das Alter eines Daches gibt Aufschluss: je nach Bauweise und Belastung kann ein handwerklich aufgesetztes Ziegeldach bis zu 50 Jahre halten.

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Spätestens dann sollte das Dach und seine Elemente wie der Dachstuhl aber genau unter die Lupe genommen werden. Eine Dachsanierung wird notwendig sein.

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Eine Dachreparatur ist ein guter Anlass, sich über eine Modernisierung des Daches Gedanken zu machen. Wenn das Dach ohnehin geöffnet wird, kann man direkt die Dämmung verbessern und Heizkosten sparen.

Manchmal ist das sogar Pflicht. So legt die Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) in Anlage 3 fest, dass bei bestimmten Arten der Dachreparatur Werte für die maximal zulässige Wärmedurchlässigkeit einzuhalten sind. Hier muss man dann möglicherweise eine neue Dachdämmung einplanen.

Was ist bei einer Dachsanierung zu beachten?

Eine Dacherneuerung kann umgangen werden: durch regelmäßige Kontrolle und beständiges Ausbessern bereits schadhafter Dächer kann man eine Dachsanierung eine Weile lang hinauszögern. Die Dachrenovierung wird spätestens dann unumgänglich, wenn offensichtlich Feuchtigkeit eindringt.

Dann ist der „Dachschwamm“ zu befürchten, der wiederum eine massive Beeinträchtigung des Dachauaus mit sich bringt. Auch Dachbelichtung hat Einfluss auf das Wohlbefinden (ausreichend Tageslicht) und die energetischen Kennwerte des Daches (Wärmeverluste, Feuchtigkeitshaushalt und Luftwechsel).

Es gilt, den richtigen Zeitpunkt abzupassen, um noch vor einer notwendigen kompletten Dacherneuerung eine kostengünstigere Dachsanierung durchführen zu können.

Nicht rechtzeitig erkannter Schimmelbefall, Feuchtigkeit in der Dämmung und morsche Balken, ob Warmdach oder Kaltdach, stellen eine massive Wertminderung des gesamten Objekts dar.

Die Kosten für eine Dachsanierung oder Dacherneuerung amortisieren sich in der Regel schnell, wenn man erhöhte Heizkosten durch beeinträchtigte Dachdämmung und gesundheitliche Risiken durch Schimmelbefall in die Kalkulation einbezieht.

Eine Dachsanierung wiegt deutlich weniger schwer wie die eigene Gesundheit.

Die Dachdämmung muss dabei vor allem zur Bausubstanz passen – eine sehr hohe Dämmstärke kann ohne begleitende Maßnahmen bei einem Altbau auch zu Problemen führen. Hier hilft die Planung mit einem Fachmann.

Asbest oder große Bauvorhaben: Dachsanierung nur durch den Fachmann

Experten vor Ort, insbesondere alt eingesessene Dachdeckerfirmen, haben das notwendige Know-how, um Schäden am Dach festzustellen. Für eine Dachsanierung oder Dachreparatur sollte man deshalb unbedingt qualifizierte Fachbetriebe wählen. Auch unabhängige Sachverständige können für eine Beurteilung der Notwendigkeit einer Dachsanierung hinzugezogen werden.

Insbesondere beim Kauf von einem Altbau sollte ein Sachverständiger ein Gutachten abgeben: die Kosten für eine komplette Dacherneuerung betragen meist mehrere zehntausend Euro. Dachrenovierung und Dacherneuerung können teilweise von geschickten Handwerkern selbst ausgeführt werden.

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Sobald allerdings Asbest im Dach verbaut wurde, die komplette Dachdämmung, Pfetten oder Sparren erneuert werden müssen, gehört eine Dachsanierung unbedingt in fachmännische Hände. Handwerksbetriebe haben das Fachwissen, um eine Dachrenovierung oder eine komplette Dacherneuerung gemäß den Handwerksrichtlinien durchzuführen, was auf lange Sicht die Kosten der Dachsanierung senkt.

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Wenn man ohnehin eine Dacherneuerung vornimmt, sollte man überlegen, ob man nicht eine energetische Dachsanierung anschließt. Wenn beispielsweise die Dacheindeckung abgenommen wird, ist das ein guter Zeitpunkt, um eine Aufsparrendämmung vorzunehmen. Auch eine Zwischen- oder Untersparrendämmung lässt sich bei Ohnehin-Maßnahmen vergleichsweise schnell auringen.

Arten und Möglichkeiten der Dachsanierung

Arten der DachsanierungBeschreibung
Zwischensparrendämmung– Dach muss nicht neu gedeckt werden- Dämmstoff wird zwischen den Sparren angebracht
Untersparrendämmung– Wärmebrücken der Zwischensparrendämmung reduzieren- Dünne Dämmschicht und Abschluss mit Rigips
Aufsparrendämmung– Dämmung oberhalb der Dachsparren- Kombination mit Neueindeckung des Daches- Keine Baustelle im Wohnraum
Dachgeschossausbau– Zusätzlicher Wohnraum- Kombination mit Innendämmung und Innenausbau
Dachbeschichtung– Reinigung bei Verschmutzungen oder Verfärbungen- Auftragen einer Grundierung- Auftragen von Farb- / Deckschickt (Reinacrylat)

Soll der Dachboden zu Wohnzwecken ausgebaut werden, muss das Dach die Kriterien der EnEV erfüllen und es muss auch gedämmt werden. Es kann sinnvoll sein in solchen Fällen nicht nur den Dachboden auszubauen, sondern auch zu dämmen und eventuell das Dach neu zu decken.

Wie lange dauert eine Dachsanierung?

Im Zuge einer umfassenden Dachsanierung mit Dachdämmung ist von einer Länge der Arbeiten von mehreren Wochen auszugehen. Die Wahl des richtigen Zeitpunkts spielt eine entscheidende Rolle bei der erfolgreichen Sanierung.

Man sollte eine schrittweise Sanierung bevorzugen. Hier wird das Dach nur teilweise abgedeckt und bearbeitet, damit Schäden durch Regen- und Schneefälle vermieden werden können.

Feuchtigkeit kann die Dämmstoffe schädigen, zu Wärmeverlusten führen und Bauschäden verursachen.

Was kostet eine Dachsanierung?

Die Kosten einer Dachsanierung liegen im Durchschnitt zwischen 50 Euro und 120 Euro pro m2. Sie sind abhängig von folgenden Faktoren:

Abhängig von der Form des Daches und dem Alter des Hauses unterscheidet man verschiedene Arten der Sanierung: Flachdachsanierung, Steildachsanierung, oder Ziegeldachsanierung sind Beispiele für unterschiedliche Bereiche. Die Form des Daches hat einen Einfluss auf die Art der Dachsanierung und daher einen direkten Einfluss auf die Kosten.

Je größer das Dach ist, desto höher sind logischerweise die Kosten. Anhand der Fläche des Daches ist es für den Dachdecker möglich das Ausmaß der Bauarbeiten abzuschätzen.

  • Gewünschtes Material für Dacheindeckung und Dämmung

Ein zusätzlicher Einflussfaktor der Kosten für eine Dachsanierung sind die gewünschten Materialien. Die Art der Dachziegel und das Dämmmaterial beeinflussen die Kostenrechnung direkt.

Müssen Pfetten und Sparren ausgetauscht werden? Oder ist ein Austausch der Dachziegel notwendig. Ist eine zusätzliche Dämmung aufgrund eines ebenfalls geplanten Dachausbaus sinnvoll? Enthält die alte Dämmung noch Asbest? Die Antwort auf diese Fragen haben einen direkten Einfluss auf die Kosten des Dachausbaus.

Beispielhaft finden Sie hier die Kosten einer Dachsanierung im Überblick:

KomponenteKosten
Dach abdecken / Entsorgen der alten Dacheindeckung8 – 18 Euro / m2
Gerüstauau5 – 10 Euro / m2
DachziegelUnterschiedlich je nach Art der Dachziegel (Details)- Tonziegel 25 – 50 Euro / m2- Kupferziegel 80 – 120 Euro / m2
Aufsparrendämmung100 – 120 Euro / m2
Zwischensparrendämmung80 – 120 Euro / m2
Untersparrendämmung40 – 100 Euro / m2
Dachschrägen Einblasdämmung20 – 50 Euro / m2
Arbeitsstunde Dachdecker40 – 65 Euro / m2

Welche Förderung oder Zuschüsse gibt es bei einer Dachsanierung, hängt davon ab, ob Sie nur optische Veränderungen (z.B. Dachbeschichtung) oder auch energetische Maßnahmen durchführen. Inzwischen gibt es für energetische Dachsanierungen eine Vielzahl von zinsgünstigen Krediten oder direkten Investitionszuschüssen.

Ein Fachbetrieb für Dachsanierungen steht Ihnen bei der Planung und Durchführung der Sanierungsmaßnahmen zur Seite. Es gilt die Besonderheiten der Gebäudekonstruktion und der Bausubstanz zu erkennen und die energetisch optimale Lösung zu finden, die zu Ihrem Sanierungsbudget passt.

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Источник: https://www.daemmen-und-sanieren.de/dach/sanierung

Immobilien: So verbessern Sie die Energieeffizienz Ihrer Immobilie

Wie Sie mit einem sanierten Dach das Haus aufwerten können

Energiebewusstes Wohnen, das war vor einigen Jahren noch ein Trend – inzwischen ist es in vielen Fällen ein Muss.

Das liegt auch daran, dass der Staat seine Anforderungen auf dem Gebiet sukzessive erweitert hat.

Die Frage, die sich Bauherren und Immobilienbesitzer heute stellen, lautet daher in der Regel nicht mehr ob, sondern wie stark beim Bauen oder Sanieren auf energetische Aspekte geachtet werden soll.

Eine Frage, auf die es je nach Einzelfall unzählige verschiedene Antworten gibt. Denn, wie beispielsweise Andreas Skrypietz, Fachmann von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), weiß: Den Königsweg zur optimalen Energieeffizienz gibt es nicht.

„Es gibt ein großes Bündel verschiedener möglicher Maßnahmen, und vieles ähnelt sich“, so Skrypietz.

„Letztlich ist die Ausgangslage, die erforderlichen oder möglichen Maßnahmen sowie das, was tatsächlich unternommen wird, jedoch bei beinahe jeder Immobilie anders.“

Wer sich dem Thema systematisch nähern will, kann im wesentlichen vier Bereiche unterscheiden, auf denen sich Eingriffe anbieten:

  • die Decken, als da wären vor allem die oberste Geschossdecke beziehungsweise das Dach sowie die Kellerdecke,
  • die Außenwände,
  • die Fenster undTüren sowie
  • die Heizungsanlage.

Das sind bei jedem Haus und jeder Wohnung gewöhnlich die wichtigsten Stellen, an denen mitunter mehr Energie aufgewendet wird beziehungsweise nach außen dringt, als nötig.

Wer allerdings beschlossen hat, den einen oder anderen dieser kritischen Punkte in Angriff zu nehmen, steht meist bereits vor den nächsten Fragezeichen.

Dann geht es ins Detail, wie zum Beispiel: Styropor, Holzfaser oder Zellulose – mit welchem Material soll die Kellerdecke versehen werden? Kommt an den Hauswänden eher eine Innen- oder eine Außenverkleidung in Frage? Oder: Welches ist im Einzelfall die ideale Heizungsanlage?

Die Antworten auf solche Fragen fallen nicht immer leicht.

Manches Dämmmaterial etwa – beispielsweise Styropor – ist kostengünstig, aber unter anderem in Bezug auf seine Eigenschaften im Brandfall sowie Entsorgungsprobleme umstritten, erläutert Experte Skrypietz.

Mineral- oder Steinwolle dagegen dämme besser, sei jedoch auch teurer. Umweltbewusste Bauherren könnten nach Angaben des DBU-Mannes zudem über Hanf oder Zellulose nachdenken.

Oder die Entscheidung zwischen Außen- oder Innendämmung, bei der laut Skrypietz ebenfalls verschiedene Aspekte eine Rolle spielen: Soll die Fassade der Immobilie optisch verändert werden? Ist im Innenraum überhaupt ausreichend Platz für zusätzliche Dämmschichten vorhanden?

„In der Regel gibt es ein bestimmtes finanzielles Budget, und dann wird geschaut, was man damit erreichen kann“, erläutert der Fachmann die übliche Vorgehensweise bei Energiemaßnahmen an Wohnimmobilien.

„Ziel ist es, den Energiebedarf zu senken. Denn je niedriger dieser ist, umso eher kommen auch andere Energiequellen infrage, als die nach wie vor weit verbreitete Öl- oder Gasheizung.

“ Die Rede ist dann laut Skrypietz beispielsweise von Holzheizungen, Wärmepumpen und ähnlichem.

Wichtig: Finanzielle Unterstützung vom Staat einplanen

Womit das Thema der Wirtschaftlichkeit der energetischen Maßnahmen angesprochen ist. Entscheidend dafür sind zum einen die Kosten, die solche Maßnahmen mit sich bringen. Zum anderen spielt aber auch die Energieeinsparung, die sich etwa auf der Heizungsrechnung bemerkbar macht, eine Rolle.

„Hausbesitzer haben den direkten finanziellen Nutzen von energiesparenden Investitionen, sei es bei der Heizenergie-, sei es bei der Stromeinsparung“, erläutert Werner Eicke-Hennig vom Institut Wohnen und Umwelt (IWU) des Landes Hessen in Darmstadt. „Und die Rahmenbedingungen für die energetische Ertüchtigung von Gebäuden sind gegenwärtig sehr gut.“

Als Grund nennt Eicke-Hennig den wieder steigenden Ölpreis sowie die niedrigen Zinsen. „Andere finanzielle Anlageformen für Geldvermögen bringen kaum mehr Erträge“, sagt er. „Und der Staat fördert, mit dem KfW-Programm und den Bafa-Zuschüssen, ohnehin schon wirtschaftliche Investitionen im Rahmen seiner CO2-Minderungspolitik.“

Tatsächlich spielt die öffentliche Förderung bei der Kalkulation energetischer Maßnahmen eine wichtige Rolle, und Eigentümer sollten sich darüber eingehend informieren.

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Die staatliche KfW-Bank etwa vergibt unter bestimmten Voraussetzungen zinsgünstige Kredite, Tilgungszuschüsse sowie Zuschussförderungen.

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Zudem helfen das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) sowie verschiedene regionale Förderprogramme.

Das KfW-Programm „Energieeffizientes Sanieren“ etwa unterstützt Antragsteller mit bis zu 100.000 Euro je Wohneinheit oder mit 50.000 Euro für Einzelmaßnahmen, erläutert Stephan Scharfenorth, Chef des Baufinanzierungsportals Baufi24.de.

Ebenso helfe das Bafa beispielsweise bei der Energieberatung durch einen Fachmann mit 800 Euro aus. „Da die Berufsbezeichnung Energieberater nicht geschützt ist, müssen Immobilienbesitzer stets auf der Hut sein“, warnt allerdings der Baufinanzierungsexperte.

„Nicht alle Berater verfügen über fachkundiges Wissen oder handeln unabhängig.“

Konkret: So rechnet sich eine Standardsanierung

IWU-Experte Eicke-Hennig ist gleichzeitig Leiter der Hessischen Energiespar-Aktion (HESA), und als solcher schlägt er Hauseigentümern als Zielgröße ein standardisiertes „10-Liter-Haus“ vor. dabei bezieht sich die Angabe – entsprechend der branchenüblichen Terminologie – auf einen Energieverbrauch, der zehn Litern Heizöl pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr entspricht.

Definiert wurde dieses Haus von der HESA in sechs Punkten, mit denen beispielsweise die Art und Weise, in der Außenwände und Dach gedämmt werden sollten, präzise vorgegeben werden. Weitere Richtwerte gibt es für die Fenster, die Kellerdecke, den Einsatz eines Gas- oder Öl-Brennwertkessels sowie für eine Solaranlage für die Brauchwasseranlage und Heizungsunterstützung.

Wer ein Standard-Einfamilienhaus mit einer Wohnfläche von 120 Quadratmetern in ein solches „10-Liter-Haus“ umwandeln will, muss laut Eicke-Hennig rund 30.000 Euro an Mehrkosten einplanen. Mit weiteren etwa 40.

000 Euro kann sogar der noch höhere Level eines „5-Liter-Hauses“ erreicht werden, sagt der Experte.

Das entspreche dann bereits dem sogenannten Passivhaus, das sich dadurch auszeichnet, dass eine herkömmliche Heizungsanlage aufgrund der guten Dämmung eigentlich nicht mehr benötigt wird.

Haussanierung rechnet sich nach 15 Jahren

Auch Eicke-Hennig ist allerdings nicht der Ansicht, dass die Umwandlung des Eigenheims in den angestrebten Endzustand auf einen Schlag erfolgen muss.

Je nach finanziellem Budget und ohnehin notwendigen Instandsetzungen empfiehlt er vielmehr ein schrittweises Vorgehen.

„Es reicht völlig aus, wenn Eigentümer zukünftig jede größere Bauteilinstandsetzung mit einer Energiesparmaßnahme verbinden und beim Heizkessel genauso handeln“, sagt er. „Wann immer erneuert wird, wird auch der energetische Standard verbessert.“

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Wer so vorgeht, sollte allerdings wissen, dass sich die unterschiedlichen Maßnahmen durchaus nicht alle im gleichen Zeitrahmen amortisieren.

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Während etwa die Ausgaben für eine Dachbodendämmung schon nach vier bis fünf Jahren wieder über die niedrigeren Energiekosten eingespielt sein können, kann es bei einer Dämmung der Außenwände bis zu 15 Jahre und bei der Kellerdecke bis zu 18 Jahre dauern, so Eicke-Hennig.

Als Faustregel gibt er an: „Innerhalb der ersten 10 bis 15 Jahre zahlt die Heizkosteneinsparung die Mehrkosten der Energiespartechnik zurück. Danach sind die Maßnahmen an der Gebäudehülle aber noch voll funktionsfähig und zahlen in den nächsten 20 Jahren auch noch die Bauteilinstandsetzungskosten zurück, die unabhängig von der Energieeffizienz ohnehin erforderlich sind.“

Damit ist klar: Rein wirtschaftlich betrachtet geht die Rechnung beim energieeffizienten Bauen und Sanieren in aller Regel auf.

Hinzu kommt ja noch die Tatsache, das derjenige, der auf solche Maßnahmen verzichtet, langfristig den Wert seiner Immobilie im Wettbewerb mit der meist besser ausgerüsteten Nachbarschaft senkt.

Ganz zu schweigen von Aspekten wie dem angenehmeren Wohnklima sowie dem Umwelt- und Klimaschutz, die für viele Immobilienbesitzer ohnehin noch wichtiger sein dürften, als die Berechnung der Amortisation auf Heller und Pfennig.

Nützlich: Tipps vom Fachmann zu Fehler, die es zu vermeiden gilt

Was allerdings nicht vergessen werden darf: Um den vollen Erfolg zu erzielen, muss auch beim energieeffizienten Bauen und Sanieren vieles richtig gemacht werden – und viele mögliche Fehler und Fallstricke gilt es zu umgehen. Der Teufel, das weiß beispielsweise auch Wolfgang Szubin vom Verband Wohneigentum in Bonn, steckt bei diesem Thema wie so oft im Detail.

Der Architekt hat für manager magazin online einige der wichtigsten Fehlerquellen bei dem Thema zusammengestellt:

1. Auf Lückenlosigkeit achten

Bei einer Dämmung im schrägen Dach ist auch der Einbau von sogenannten Dampfsperren vonnöten, so Szubin. Diese bestehen meistens aus Folien und müssen die ganze Konstruktion lückenlos von innen umfassen. Sonst droht Luftfeuchtigkeit aus dem Innenraum einzudringen, was zu Schimmel führen kann. Zudem könnte andernfalls Wärme nach außen entweichen, so Szubin.

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Vergisst man dieses Detail, ist die energetische Dämmung des Hauses nur lückenhaft und verfehlt ihren Zweck, so der Fachmann. Vielfach werde zum Beispiel beim Anbringen einer Satellitenanlage oder Antenne oder beim Verlegen von Kabeln nicht daran gedacht.

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Um solche Leckagen zu vermeiden, empfiehlt Szubin den Einbau von Dichtmanschetten, die die Stelle, an der die Dampfsperre – etwa durch ein Kabel – durchbrochen werden muss, zuverlässig abdichten.

2. Das richtige Material fachgerecht verarbeiten

Materialien haben unterschiedliche Eigenschaften, darüber sollte der Verantwortliche Kenntnisse haben, so Szubin. Nicht jedes Material lässt sich beispielsweise in der Sanierung als Dämmung einbauen. Bei historischen Altbauten, wo sich eine Veränderung der Fassade verbietet, empfiehlt sich etwa eine mineralische Innendämmung mit Kalzium-Silikat-Platten, so Szubin.

Weiterer Punkt: Mit modernen Baustoffen und Haustechnik muss auch fachgerecht gearbeitet werden, um beispielsweise eine Förderung durch die Kreditanstalt für Wiederauau (KfW) zu bekommen.

Wichtig ist zudem, welche Materialien ursprünglich eingebaut wurden, und mit welchen energetischen Eigenschaften. Neue Dämmungen und Materialien sind darauf abzustimmen. Manche Materialien können nicht zusammen verwendet werden – zum Beispiel aus Gründen des Brandschutzes.

Szubin betont: Gerade das energetische Verhalten eines Bestandsgebäudes sollte vor einer Sanierung genau untersucht werden. Dies sei eine unbedingte Grundlage für eine qualifizierte effiziente Sanierungsplanung.

3. Verschiedene Handwerker richtig koordinieren

Am energieeffizienten Bauen und Sanieren sind oft verschiedene Gewerke beteiligt, wie zum Beispiel Fensterbauer, Fassadenbauer, Maurer oder Zimmermann und Dachdecker. Wenn deren Arbeiten nicht optimal ineinandergreifen, können Fehler entstehen, die das angestrebte Ergebnis beeinträchtigen.

Erforderlich ist also – auch um die verschiedenen Vorgaben aus dem Wärmeschutznachweis gemäß Energie-Einsparverordnung einzuhalten – eine sorgfältige Detailplanung. Diese sollte Grundlage für eine Ausschreibung sein, damit die Anbieter der Leistungen ihre Offerten realistisch danach kalkulieren können, so Szubin. So komme es auch nicht zu den gefürchteten Nachträgen.

4. Fehler vermeiden, die durch zu große Eile entstehen

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Die Bauzeiten werden immer schneller. Die Folge: Die eingebauten Materialien, gerade im Neubau, haben kaum Zeit, rechtzeitig auszutrocknen. Das gilt zum Beispiel für Mauerwerk, Betondecken oder Estrich.

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Die enormen Feuchteeinträge stellen ein großes Problem dar, so Szubin. Weil sich die Schimmelerscheinungen im Neubau häufen, sollten von vornherein andere Bauabläufe gewählt werden.

Источник: https://www.manager-magazin.de/unternehmen/energie/immobilien-so-verbessern-sie-die-energieeffizienz-ihrer-immobilie-a-1126118.html

Energetische Sanierung: Was beim Hauskauf wirklich nötig ist

Wie Sie mit einem sanierten Dach das Haus aufwerten können

Gebrauchte Häuser sind oft günstiger als Neubauten. Doch in den meisten Fällen ist eine energetische Sanierung notwendig, durch die zusätzliche Kosten entstehen. Welche Maßnahmen nach einem Hauskauf wirklich nötig sind – ein Überblick.

Alte Häuser sind oft günstiger als Neubauten – manchmal aber nur auf den ersten Blick. Denn gebrauchte, ältere Häuser müssen meistens auf Vordermann gebracht werden. Um manche energetischen Sanierungen kommen Käufer dabei nicht herum, weil sie im Gesetz vorgeschrieben sind. Andere Maßnahmen hingegen sind optional. Welche Maßnahmen wirklich notwendig sind.

Energetische Sanierung – Überblick verschaffen

Zunächst müssen Käufer herausfinden, wann das Haus erbaut wurde. Häuser, die nach dem 1.

Februar 2002 gebaut wurden oder bei denen seitdem der Eigentümer gewechselt hat, müssen bereits gewisse Anforderungen der damals in Kraft getretenen Energieeinsparverordnung (EnEV) erfüllen, welche 2020 durch das Gebäudeenergiegesetz (GEG) abgelöst wurde.

Der Immobilienkäufer hat dadurch wahrscheinlich einen geringeren Sanierungsaufwand. Immobilien, die der Vorbesitzer bereits vor dem 1. Februar 2002 bewohnt hat, mussten bisher nicht saniert werden. Der Aufwand für Hauskäufer kann bei diesen Immobilien also höher sein.

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Energieausweis liefert wichtige Informationen
Einen ersten Überblick über Sanierungen bekommt der Käufer bei der Besichtigung.

Spätestens dann muss der Vorbesitzer nämlich einen Energieausweis vorlegen. Dieser liefert nicht nur wichtige Informationen über den Energieverbrauch des Hauses, auch Sanierungsempfehlungen sind darauf vermerkt.

 Wie Sie den Energieausweis richtig lesen, erfahren Sie hier. 

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Gesetzlich vorgeschriebene Sanierungen

Entscheidet sich der Interessent dafür, ein Haus zu kaufen, muss er als Eigentümer die Richtlinien des GEG beachten und gegebenenfalls nach ihren Regeln sanieren. Diese Kosten sollten Interessenten bereits bei der Planung des Hauskaufs berücksichtigen – ansonsten folgt nach dem Erwerb eine böse Überraschung.

Dachdämmung

Gemäß den Vorgaben des GEG hat der Hauskäufer die Pflicht, die oberste Geschossdecke oder wahlweise das Dach eines Altbaus zu dämmen. Nach der Dämmung darf der Wärmedurchgangskoeffizient nicht über 0,24 Watt pro Quadratmeter und Grad Kelvin liegen. Der Käufer hat zur Dämmung nach dem Erwerb der Immobilie zwei Jahre Zeit.

Dabei gibt es jedoch Ausnahmen: Ist der Mindestwärmeschutz nach DIN 4108-2 der obersten Geschossdecke im Altbau erfüllt, muss der Käufer nicht neu dämmen. Ob das Haus diese DIN-Vorschrift einhält, sollten Hauskäufer am besten einen Sachverständigen überprüfen lassen, empfiehlt Thomas Weber, Bauherrenberater vom Verband Privater Bauherren (VPB).

Die DIN-Norm ist erfüllt, wenn das Haus einen R-Wert – so nennt man den Wert des Wärmedurchlassungswiderstands – von 0,90 Watt pro Quadratmeter und Grad Kelvin hat. „Das gilt aber nur für Bauteile, die pro Quadratmeter mehr als 300 Kilogramm wiegen. Und so schwer ist eigentlich nur Stahlbeton“, erklärt der Experte.

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Für andere Decken gelte laut DIN 4108-2 ein R-Wert von 1,57, was circa sieben Zentimeter dicker Mineralwolle entspreche.

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Auch wenn Käufer die Immobilie für weniger als vier Monate im Jahr auf über 19 Grad beheizen, bleibt dem Käufer das Dämmen erspart. Das kann beispielsweise bei Ferienwohnungen der Fall sein.

Auch denkmalgeschützte Gebäude gehören zur Ausnahme: „Man kann kein Wärmedämmverbundsystem auf die Schmuckfassade anbringen.

In so einem Fall spielt das Denkmal eine größere Rolle als die energetische Sanierung“, sagt Weber.

Heizkessel

Hauseigentümer müssen gemäß den Regelungen des GEG bestimmte ältere Heizkessel austauschen. Das betrifft alle Heizkessel, die bis Ende des Jahres 1984 eingebaut wurden. Heizkessel, die ab 1985 eingebaut wurden, dürfen nur noch maximal 30 Jahre in Betrieb sein. Wer ein Haus kauft, muss austauschpflichtige Kessel binnen zwei Jahren ersetzen.

Aber auch hier gibt es Ausnahmen: Hausbesitzer dürfen Niedrigtemperatur-Heizkessel, Brennwert-Heizkessel und Heizungsanlagen mit Nennleistung unter vier Kilowatt oder über 400 Kilowatt weiter betreiben.

„Anlagen unter vier Kilowatt sind energetisch nicht sehr relevant, sondern sind eher in Richtung Gaskocher einzuordnen“, sagt Thomas Weber.

Große Anlagen hätten schon früher einen sehr guten Wirkungsgrad erzielt, weswegen sie von dieser Regelung ausgenommen seien.

Leitungen

In nicht geheizten Räumen müssen Leitungen, Formstücke und Armaturen, die Wärme führen, gedämmt sein. Das betrifft also unter anderem Heizungs- und Warmwasserrohre im Keller. Wie dick die Dämmung bei den Rohren sein muss, hängt vom Innendurchmesser der Rohre und der Wärmeleitfähigkeit des Dämmstoffes ab. Der Hauskäufer muss auch in diesem Fall innerhalb von zwei Jahren nachrüsten.

Weitere Informationen zum GEG liefert unser Partnerportal bauen.de.

Achtung: Verstöße gegen die GEG-Richtlinien sind eine Ordnungswidrigkeit und können Bußgelder von bis zu 50.000 Euro zur Folge haben.

KfW-Fördergelder beantragen
Wenn Sie um Sanierungen nicht herum kommen, sollten Sie überlegen, bessere U-Werte zu erreichen, als dies durch die GEG-Richtlinien vorgegeben ist. Denn für manche Maßnahmen, die über die Erfüllung der GEG-Richtlinie hinausgehen, können Eigentümer staatliche Förderung beantragen. Näheres zu staatlichen Fördermitteln lesen Sie hier.

Welche Sanierungsmaßnahmen noch sinnvoll sind

Neben den Sanierungspflichten gibt es noch etliche weitere Möglichkeiten an Sanierungen, die Immobilienkäufer vornehmen können. Welche Maßnahmen der künftige Eigentümer dabei am besten angeht, ist abhängig vom Zustand des Hauses.

Die Fassadendämmung und der Austausch von Fenstern

Ältere Häuser haben häufig keine gute Außendämmung und Fenster, die luftdurchlässig sind. Viele Eigentümer ziehen deswegen eine Fassadendämmung und einen Fensteraustausch in Betracht. „Die Fassade sollte man am besten dann dämmen, wenn renovierungstechnisch sowieso etwas am Haus gemacht wird und schon ein Gerüst vor Ort ist“, rät Weber.

Ein Fensteraustausch solle bestenfalls gleichzeitig mit der Fassadendämmung erfolgen, sonst entstünden Wärmebrücken und die neuen Fenster hätten bauphysikalisch eine falsche Lage. Nimmt man Fassadendämmung und Fensteraustausch gleichzeitig vor, können Eigentümer dadurch zwischen 40 und 50 Prozent Energie einsparen.

Tauscht man nur die Fenster aus, sparen sie sieben bis zehn Prozent“, sagt Weber.

Die Dämmung der Kellerdecke

Eine weitere Möglichkeit, die Immobilie energetisch zu sanieren: das Dämmen der Kellerdecke. „Das ist günstiger als ein Fensteraustausch und bringt genauso viel, also sieben bis zehn Prozent Einsparungspotential. „Eine lohnende Investition“, sagt Weber. Nicht nur der finanzielle, auch der zeitliche Aufwand halte sich für so eine Maßnahme in Grenzen.

Hydraulischer Abgleich und Austausch von Heizungen

Auch wenn die Heizung noch nicht so alt ist, dass sie gemäß den Vorgaben des GEG ausgetauscht werden müsste, sollten sich Hauskäufer genau darüber Gedanken machen. Der Grund: hohes Einsparpotential. „Mit einer neuen Heizungsanlage und einem hydraulischen Abgleich lassen sich 30 bis 40 Prozent Energieersparnis herausholen“, informiert Weber.

Sanierungsmaßnahmen: Gesamtkonzept ist wichtig

Bei einem älteren, unsanierten Gebäude gibt es in der Regel so viele Baustellen, dass Hauskäufer sie nicht mehr überblicken können. „Hauskäufer sollten vor dem Kauf eine geförderte Energieberatung in Anspruch nehmen“, rät Weber.

Dabei könne man die Möglichkeiten, die Kosten und das Einsparpotential besprechen. „Häufig schrecken Eigentümer vor dem hohen Betrag für eine umfängliche energetische Sanierung zurück.

Verrechnet man die jährlichen Kreditkosten  aber mit den eingesparten Energiekosten und der Haltbarkeit der Maßnahme hat man nur circa 100 bis 200 Euro effektive Mehrkosten pro Monat“, sagt Weber.

Beispiel:
In einem älteren Haus entstehen 1.000 Euro Heizkosten im Jahr. Der Eigentümer saniert daraufhin die Heizungsanlage. Diese Maßnahme kostet 4.500 Euro.

Der Eigentümer entschließt sich, die Sanierungsarbeiten in den nächsten fünf Jahren mit jeweils 900 Euro im Jahr abzubezahlen. Dafür betragen die Heizkosten nach den Arbeiten nur noch 300 Euro.

In den ersten fünf Jahren entstehen also mit Sanierung faktisch 200 Euro Mehrkosten (300 Euro Heizkosten plus 900 Euro, um die Sanierung zu bezahlen).

Ab dem sechsten Jahr muss der Eigentümer 700 Euro weniger bezahlen.

Haben Hauseigentümer ein Gesamtkonzept entwickelt, ist auch die Reihenfolge der Sanierungen entscheidend – sonst geben sie mehr Geld aus, als sie müssten. „Eine neue Wärmepumpe sollte man sich beispielsweise erst nach der Dämmung zulegen.

Bei solchen Geräten zahlt man vor allem die Leistung“, sagt Thomas Weber. So koste eine Pumpe mit der Leistung von zehn Kilowatt circa 13.000 Euro, 20 Kilowatt hingegen schon über 20.000 Euro.

„Es wäre also ärgerlich, wenn man sich eine teure Wärmepumpe kauft, deren Leistung man durch eine nachträgliche Dämmung gar nicht mehr braucht.“

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Für die einzelnen Schritte bietet sich eine Wirtschaftlichkeitsberechnung an, die ein Sachverständiger mit den Hauskäufern vornehmen kann. In dieser Berechnung geht es vor allem darum, den Verbrauch und Kosten eines unsanierten Hauses denen einer sanierten Immobilie über einen bestimmten Betrachtungszeitraum gegenüberzustellen. 

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Источник: https://ratgeber.immowelt.de/a/energetische-sanierung-was-beim-hauskauf-wirklich-noetig-ist.html

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