Wie sollte man eine barrierefreie Küche planen? 5 Tipps

Küche barrierefrei planen und umsetzen – Maße und Einrichtungstipps

Wie sollte man eine barrierefreie Küche planen? 5 Tipps

Damit eine Küche wirklich barrierefrei ist, sind einige Maße zu beachten. Alle Infos dazu hier, inklusive praktischen Einrichtungstipps.

Ich hätte nicht gedacht, dass sich der Stellenwert der Küche, im Blick auf den gesamten Wohnraum, mit zunehmendem Alter so verändert. Aber immerhin sind es bei den über 60jährigen noch 35 Prozent, die Ihre Küche als Mittelpunkt des Hauses sehen. Für 54 Prozent dieser Altersklasse ist die Küche nämlich nur eine reine Koch- und Arbeitsstätte. Glück dem, der diese als auch solche nutzen kann!

Die steigende Zahl der Pflegebedürftigen macht deutlich, dass es nicht allen vergönnt ist, bis ans Lebensende in den eigenen vier Wänden zu bleiben. Bei Demenzkranken ist es ohnehin verantwortungslos, sie allein in der Wohnung zu lassen.

Hier muss selbstverständlich die  Hilfe von Angehörigen und ausgebildetem Pflegepersonal greifen. Wer aber auch mit 70+ noch geistig fit ist und lediglich körperliche Gebrechen hat, der sollte jede Chance nutzen, im heimischen Umfeld zu bleiben.

Der Spruch: „Einen alten Baum verpflanzt man nicht“, kommt schließlich nicht von ungefähr.

Warum eine barrierefreie Küche so wichtig ist

Das Wohnzimmer lässt sich mit ein paar Handgriffen so umräumen, dass man auch mit Rollator, Rollstuhl oder Gehhilfen bequem zu Sessel, Couch und Balkon kommt. Anders sieht es schon in der Küche aus. Bei der Einrichtung vor einigen Jahren wurde sicher kein Wert darauf gelegt, dass Elektrogeräte, Kühlschrank und Möbel barrierefrei angepasst sind.

Die tägliche Nutzung erschwert sich im Alter also deutlich. Um das Mittagessen müssen Sie sich Gott sei Dank nicht kümmern, dafür gibt es Lieferdienste wie Essen auf Rädern. Mal ganz davon abgesehen, wäre Selbstkochen auch viel zu umständlich.

Frühstück, Abendessen und einen Kaffee für zwischendurch möchte man sich aber gern noch selbst zubereiten können und dafür muss die Küche barrierefrei geplant und umgesetzt werden.

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Was vor der barrierefreien Anpassung zu beachten ist

Seien Sie sich vor Beginn der Umbaumaßnahmen darüber im Klaren, dass einige finanzielle Aufwendungen auf Sie zukommen.

Vergleicht man diese allerdings mit den derzeitigen Kosten für einen Pflegeplatz, sollte sich die Ausgabe schnell wieder relativiert haben.

Im Übrigen müssen Sie nicht zwingend eine hochwertige, spezial angefertigte Küche haben, auch Küchenmöbel aus dem Baumarkt lassen sich barrierefrei einbauen. Außerdem besteht die Möglichkeit, bei der KfW Fördermittel zu beantragen.

Diese Maße gelten für eine barrierefreie Küche

Bewegungsfreiheit und leichter Zugang zur kompletten Kücheneinrichtung sind das Ziel der Umbau- bzw. Anpassungsmaßnahme. Experten raten daher zu folgenden Maßen:

❖ Bewegungsfreiheit

Um die Küche barrierefrei betreten zu können, ist eine Türbreite von 80 cm, für Rollstuhlfahrer von 90 cm notwenig. Ausreichend Bewegungsfläche erzielen Sie mit 1,20 Meter. Rollstuhlfahrer benötigen allerdings 1,50 Meter.

❖ Maße für Arbeitsfläche und Spüle

Besonders die Arbeitsfläche muss so angepasst werden, dass ein Arbeiten auch problemlos im Sitzen möglich ist. Eine Höhe von 82 cm ist dafür optimal.

❖ Ober- und Unterschränke

Um selbstständig an alle Küchenutensilien im Schrank heran zu kommen, sind die Oberschränke maximal 1,40 Meter hoch aufzuhängen. Gleiches gilt für die Unterschränke, hier ist eine Mindesthöhe von 40 cm einzuhalten. Diese Maße garantieren auch Rollstuhlfahrern ein barrierefreies Arbeiten in der eigenen Küche.

❖ Beinfreiheit und Unterfahrbarkeit

Weiterhin ist es für Menschen mit Handicap wichtig, dass Sie ausreichende Beinfreiheit haben. Um also auch mit dem Rollstuhl unter die Arbeitsfläche zu kommen, ist eine Kniehöhe von 67 cm erforderlich.

Auch wenn eine entsprechende Tiefe bereits realisiert wurde, werden störende Schubladen häufig übersehen. Also denken Sie daran, ebenso wie an den Syphon unter der Spüle.

Im besten Fall wird dieser so angebracht, dass er beim Unterfahren nicht berührt werden kann (unter Putz legen).

Einen kompletten Überblick zum Thema barrierefreies Wohnen finden Sie in der DIN 1840-2.

Praktische Einrichtungstipps

  • Verwenden Sie Rollcontainer statt massiver Unterschränke.
  • Bei einer Gehbehinderung empfiehlt es sich, Herd, Arbeitsfläche und Spüle in einer Reihe, sprich nebeneinander anzuordnen.
  • Für Rollstuhlfahrer gilt: Herd, Arbeitsfläche und Spüle besser über Eck einzubauen, dass garantiert barrierfreies Hantieren beim Kochen.
  • Bedenken Sie, dass sich durch den Umbau der Stauraum verringert. Eine zusätzliche Abstellkammer wäre deshalb ideal.

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Источник: https://www.aktive-rentner.de/kueche-barrierefrei-planen-und-umsetzen-masse-und-einrichtungstipps.html

Barrierefreie Küche

Wie sollte man eine barrierefreie Küche planen? 5 Tipps

Eine Küche gilt dann als barrierefrei, wenn jeder Nutzer, unabhängig von etwaigen körperlichen Einschränkungen, die gesamte Küche inklusive des Mobiliars, der Gerätschaften und Utensilien selbstständig und ohne Unterstützung nutzen kann.

Eine solche Küche zeichnet sich sowohl durch die Gestaltung als auch die Anordnung der einzelnen Küchenelemente aus.

Im Raum muss außerdem so viel Freifläche vorhanden sein, dass ein ausreichend großer Bewegungsradius für Nutzer von Rollstühlen, Elektromobilen oder Rollatoren vorhanden ist.

Die DIN 18040-2 unterscheidet die Begriffe „barrierefrei“ und „uneingeschränkt mit dem Rollstuhl nutzbar“.

Eine von Rollstuhlfahrern nutzbare Küche weist alle Merkmale von „Barrierefreiheit“ auf, stellt darüber hinaus jedoch noch weitere Anforderungen an die Wohnumgebung, etwa ein größeres Platzangebot und Unterfahrbarkeit von Möbeln. Folgende Merkmale definiert die DIN 18040-2 für Küchen:

  • Bewegungsfläche zum Drehen und Wenden von 120 cm × 120 cm, für Rollstuhlfahrer 150 x 150 cm
  • Mindesttiefe von 120 cm vor den Küchenmöbeln, für Rollstuhlfahrer 150 cm
  • Anordnung von Herd, Arbeitsplatte und Spüle idealerweise über Eck
  • der Körpergröße gerechte Arbeitshöhen von Herd, Arbeitsplatte und Spüle
  • Unterfahrbarkeit von Herd, Arbeitsplatte und Spüle für Rollstuhlfahrer

Vorgaben der DIN 18040-2 für den Essplatz:

  • ca. 80 cm Breite am Esstisch
  • Unterfahrbarer Tisch von ca. 60 cm Höhe
  • Möglichkeiten für das Rangieren und eine entsprechender Breite zwischen den Standbeinen des Tisches empfehlenswert

In einer barrierefreien Küche sind die Arbeitsfelder zudem so angeordnet sind, dass ein ergonomisches und kraftsparendes Arbeiten möglich ist.

Idealerweise sind alle Tätigkeiten und Arbeitsabläufe ohne längere Wege und mit nur einer Drehbewegung erledigt.

Weitere empfehlenswerte Ausstattungskriterien einer barrierefreien Küche, die jedoch nicht durch die DIN 18040-2 festgeschrieben sind, sind:

  • höhenverstellbare Arbeitsflächen
  • gut erreichbare Schrankinhalte, z. B. durch höhenverstellbare Oberschränke
  • Schubladen und Auszüge statt Schränken mit Türen
  • hohes Maß an Sicherheit im Umgang mit Elektrizität und Hitze
  • Spüle mit Brauseschlauch und Einhebel-Mischbatterie mit Temperaturbegrenzer
  • Elektrogeräte auf Höhe des persönlichen Zugriffsbereichs
  • Steckdosen und Lichtschalter in Blenden unterhalb der Arbeitsplatte integriert
  • Ausstattung der Küche mit leichtgängigen Vollauszügen
  • Backofen mit schwenkbarer Drehtür und Auszugstableau
  • Herd mit niveaugleichen, nebeneinander angeordneten Kochfeldern, die kein Übergreifen über heiße Töpfe erfordern, z. B. Cerankochfeld oder Induktionsherd
  • fahrbare Einzelmöbel
  • gegebenenfalls Haltegriffe
  • Ausstattung mit Küchenhelfern und Küchengeräten, die auf die Bedürfnisse körperlich beeinträchtigter Menschen zugeschnitten sind

Vorteile einer barrierefreien Küche

  • erhöht die Sicherheit für alle Nutzer
  • erhält die Selbstständigkeit der Bewohner bei alters- oder krankheitsbedingten Einschränkungen
  • ermöglicht es Bewohnern auch bei Pflegebedürftigkeit länger zu Hause wohnen zu bleiben
  • hoher Komfort durch einfache Bedienbarkeit aller Elemente
  • erleichtert auch pflegenden Angehörigen oder Mietarbeitern von ambulanten Diensten die Hausarbeiten

Umgestaltung zu einer barrierefreien Küche

Wer seine Küche barrierefrei umgestalten möchte, sollte zunächst prüfen, ob ausreichend Bewegungsfläche vorhanden ist – denn das ist eine grundsätzliche Voraussetzung für barrierefreies Wohnen. Falls bisher nicht ausreichend Freifläche vorhanden ist, kann sie ggf.

geschaffen werden, indem Spüle, Schränke & Co. neu angeordnet werden. Außerdem relevant: Wenn Herd, Spüle und Arbeitsfläche unterfahrbar sind, fallen Unterschränke in diesen Bereichen weg.

Ist genügend Platz für Stauraum an anderer Stelle vorhanden? Natürlich müssen aber auch die individuellen Bedürfnisse der Bewohner berücksichtigt werden. Grundsätzlich gilt: Eine Küche sollte nur mit Hilfe eines Fachunternehmens barrierefrei umgestaltet werden.

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Denn die Profis können einschätzen, welche Maßnahmen möglich sind, und an welcher Stelle eventuell Kompromisse gemacht werden müssen.

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Eine erste Einschätzung zu Möglichkeiten und Aufwänden erteilen Beratungsstellen für Senioren und Menschen mit Behinderung. Wenn es um konkrete Maßnahmen geht, können fachlich versierte Küchenbauer ein Angebot für den Umbau einer individuell zugeschnittenen barrierefreien Küche erstellen.

Mit Umbauten, die eine Barrierefreiheit zum Ziel haben, sollten grundsätzlich nur Fachunternehmen beauftragt werden – das ist auch für Förderung bzw. Bezuschussung der Maßnahmen zur Wohnraumanpassung durch Pflegekasse oder zum altersgerechten Umbau durch einen KfW-Zuschuss erforderlich.

Barrierefreie Küche: Kosten, Preise und Förderung

Welche Kosten beim Umbau zu einer barrierefreien Küche anfallen, hängt wesentlich von der individuellen Küche, deren Gestaltung und dem Ausmaß des Umbaus ab.

Soll die Küche etwa nicht nur barrierefrei, sondern auch für Rollstuhlfahrer nutzbar sein, sind sehr viel umfassendere Umbauten notwendig, weil z. B. Herd, Spüle & Co. unterfahrbar sein müssen.

Auch ein geringes Platzangebot kann die Kosten in die Höhe treiben, wenn dadurch etwa Liftsysteme für Oberschränke notwendig werden.

Viele Standardlösungen verfügbar

Viele Elemente einer barrierearmen Küche müssen nicht individuell gefertigt werden, sondern sind als standardisierte Lösungen im Fachhandel erhältlich: z. B. Schranklifte oder Spülen mit besonders niedriger Beckentiefe, die problemlos in vorhandene Küchen eingebaut werden können.

Sollen nur einzelne barrierefreie Elemente eingefügt werden, z. B. ein unterfahrbarer Elektroherd und Spüle, eine Küchenarmatur mit herausziehbarer Brause und verlängertem Bedienhebel sowie eine Arbeitsplatte mit Rollcontainer darunter, ist ein solches ‚Paket‘ schon ab ca. 2.000 Euro erhältlich.

Manche Anbieter werben für komplette, barrierefreie und rollstuhlgerechte Küchenmit Preisen ab 11.000 Euro.

Solche Preise können jedoch nur als ungefähre Größenangaben gelesen werden, da sie je nach Qualität der Materialien, den nötigen Umbauten und Anpassungen und des vorhandenen Platzes variieren.

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Zudem können zusätzliche Kosten für Montage und An- und Abfahrt der Handwerker anfallen.

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Grundsätzlich gilt beim Umbau: Küchenelemente, die auch in konventionellen Küchen eingebaut werden könnten, etwa Arbeitsplatten, Kühlschränke oder Unterschränke, müssen in einer barrierefreien oder teilweise barrierefreien Küche nicht mehr kosten. Bei den Angeboten von verschiedenen Unternehmen hilft es, einzelne Posten mit anderen Angeboten zu vergleichen und so ggf. konstentreibende Faktoren auszuschließen.

Barrierefreie Küche: Finanzielle Förderung

  • Die KfW-Bank hat mit Blick auf die Ansprüche von Senioren und mobilitätseingeschränkten Bewohnern für barrierefreies Wohnen verschiedene Förderprodukte aufgelegt. Dazu gehört das Förderprodukt 455 „Altersgerecht Umbauen – Investitionszuschuss“. Mit dem Föderprodukt 159 „Altersgerecht Umbauen – Kredit“ gewährt die KfW bis zu 50.000 Euro, die z. B. auch für den Kauf von barrierearm saniertem Wohnraum sowie Umbaumaßnahmen zum barrierearmen Wohnen eingesetzt werden können.
  • Die Pflegekasse kann bis zu 4.000 Euro für den Umbau einer barrierefreien Küche zahlen, wenn ein Pflegegrad vorhanden ist und der Umbau die Selbstständigkeit des Pflegebedürftigen fördert und die Pflege erleichtert. Das gilt u. a. für barrierefreie Küchen, für barrierefreie Bäder, für Treppenlifte oder barrierefreie Türen sowie für Rampen & Rampensysteme.
  • Die Bundesländer haben zum Teil eigene Förderprogramme für barrierefreies Wohnen aufgelegt. Auf der Grundlage des Gesetzes über die soziale Wohnraumförderung (Wohnraumfördergesetz, kurz: WoFG) haben Personen unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf ein einkommensabhängiges Baudarlehen mit Regionalbonus. Berechtigt sind Haushalte, in denen entweder mindestens ein Kind oder ein schwerbehinderter Angehöriger lebt, der auf Pflege angewiesen ist. Zudem bieten einige Kreise oder Kommunen eigene Förderprogramme an. Ob individuelle Förderprogramme in der Region angeboten werden, können Sie in der zuständigen Stadt- oder Gemeindeverwaltung erfragen.

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Источник: https://www.pflege.de/barrierefreies-wohnen/kueche/

Barrierefreie Küche planen

Wie sollte man eine barrierefreie Küche planen? 5 Tipps

Denken Sie bei der Planung Ihrer Küche einen Schritt weiter. Dann können Sie diese, wenn es notwendig wird, relativ einfach in eine rollstuhlgerechte oder altersgerechte Küche umgestalten. Von dieser Weitsicht profitieren Sie schon heute, denn barrierefreie Lösungen haben meist auch in Sachen Komfort und Ergonomie die Nase vorn.

Hilfreiche Informationen bietet die DIN 18040 Teil 2. Denn diese enthält Anforderungen an barrierefreie und rollstuhlgerechte Wohnungen.

Barrierefreie Küche: Das sollten Sie schon beim Neubau berücksichtigen

Kühlschrank, Herd und Spüle sollten sinnvoll angeordnet sein. Wichtig: dazwischen Arbeitsfläche einplanen. Das dient auch der Sicherheit: Die Rutschgefahr wird minimiert, heiße Speisen müssen nicht unnötig transportiert werden.

Auch wenn körperliche Einschränkungen noch in weiter Ferne liegen: Beim Neubau oder bei einer umfassenden Modernisierung lohnt es sich, zukunftsorientiert zu planen. Sinnvoll für Hobbyköche jeden Alters ist beispielsweise eine praktische Anordnung von Kühlschrank, Spüle und Herd, das sogenannte Arbeitsdreieck.

Anordnungen, wie sie die Skizze zeigt, halten die Wege kurz. Das macht die Küchenarbeit praktisch, bequem und kraftsparend – nicht nur im Alter ein Vorteil.

Weitere Planungsdetails, die Sie beim Neubau berücksichtigen können:

  • Die Zugangstür zur Küche sollte mindestens 90 Zentimeter breit sein. Damit ist der Raum später auch mit Rollator oder Rollstuhl gut zugängig.
  • Der Wendekreis eines Rollstuhls beträgt 1,50 Meter, Menschen mit Gehhilfen sollten 1,20 Meter zur Verfügung haben. Diese Bewegungsflächen sollten Sie zum Drehen und Wenden im Raum sowie vor sämtlichen Küchenmöbeln einplanen.
  • Wählen Sie einen pflegeleichten, rutschhemmenden Bodenbelag. Hinweise zu passenden Materialien und Raumanforderungen liefert die DGUV Regel 108-003.
  • Achten Sie darauf, dass Vorräte auf kurzem Weg und möglichst ebenerdig ins Haus gebracht werden können. Beispiel: Eine Speisekammer, die von der Garage aus erreichbar ist und gleichzeitig einen direkten Zugang zur Küche hat.

Barrierefreie Küche: Details, die das Leben leichter machen

Unabhängig von der Grundrissplanung gibt es viele Einbaulösungen, die Ihre Küche altersgerecht, rollstuhlgerecht und ergonomisch machen.

  • Möbelsysteme mit höhenverstellbaren Arbeitsplatten sind für Menschen mit Einschränkungen praktisch – aber auch sinnvoll, wenn unterschiedlich große Personen in der Küche arbeiten.
  • Es gibt Oberschränke, die absenkbar sind, und solche, bei denen sich der Inhalt flexibel nach unten schwenken lässt.
  • Smart-Home-Lösungen machen Menschen mit Handicap das Leben leichter. Praktisch, wenn beispielsweise der Herd die Dunstabzugshaube automatisch steuert oder Geräte aus der Ferne per App bedient werden können.
  • Auch Geräte wie die Spülmaschine lassen sich an die Bedürfnisse der Benutzer anpassen. So können bei manchen Modellen die Körbe nach oben geschwenkt werden.
  • Backöfen lassen sich in beliebiger Höhe einbauen: ergonomisch in Stehhöhe oder, für Rollstuhlfahrer, in Sitzhöhe. Teleskopauszüge bei Backöfen sind wesentlich sicherer zu handhaben. Ebenfalls praktisch: eine Backofentür, die sich versenken lässt.
  • Generell gilt: Bauen Sie alle Elektrogeräte in individuell passender Höhe ein.

Hängeschränke mit einem Auszugsystem erleichtern den Zugriff. So sind die Oberschränke auch mit Handicap einfacher nutzbar.

(Bild: AMK) So ist das Ein- und Ausräumen bequem: Per Hebemechanismus schwingt der untere Spülkorb nach oben und rastet dann selbsttätig ein. Nach unten bewegt er sich dan integriertem Dämpfungssystem genauso sanft und leise.

(Bild: AMK) Komfort für alle Küchenntzer: Geräte, die auf Sichthöhe eingebaut sind, sind besonders ergonomisch. (Bild: AMK)

Was tun, wenn ein Rollstuhl ins Spiel kommt?

Genau wie barrierefreie Bäder haben auch Küchen, die von Menschen mit Rollstuhl genutzt werden, besondere Anforderungen. Hier sollten Spüle, Herd und Arbeitsplatten unterfahrbar sein. Wenn das wegen Stauraumproblemen schwierig wird, können flexible Rollcontainer eine Lösung sein.

Praktisch ist auch eine ausziehbare Platte unter dem Herd, die als Abstellfläche für heiße Töpfe genutzt werden kann. Absenkbare Oberschränke und Einbaugeräte auf Sichthöhe des Rollstuhlfahrers ermöglichen einen einfachen Zugriff. Für Beinfreiheit sorgt unter der Spüle ein Unterputz- oder Flachaufputzsiphon.

Barrierefreie Küche: Vom Staat gefördert

Für barrierefreie Umbaumaßnahmen gibt es staatliche Zuschüsse der KfW-Förderbank. So werden Bauherren bei ihren Modernisierungsmaßnahmen für eine barrierefreie Küche unterstützt:

  • Über das Programm 455-B bietet die KfW Zuschüsse in Höhe von 10 bis 12,5 Prozent für Maßnahmen zur Barrierereduzierung für alle, die ihr Eigenheim umbauen oder umgebauten Wohnraum kaufen.
  • Über das Programm 159 bietet die KfW ein zinsgünstiges Darlehen für altersgerechte Umbaumaßnahmen oder für den Kauf umgebauten Wohnraums.
  • Neben den Programmen der KfW bieten auch einzelne Bundesländer Fördermittel für barrierefreie Umbauten. Wer einen Pflegegrad hat und Umbaumaßnahmen durchführen muss, kann darüber hinaus auch einen 4.000 Euro Zuschuss bei der Pflegekasse beantragen. Was viele nicht wissen: Verschlechtert sich der Pflegegrad so, dass weitere Umbaumaßnahmen erforderlich sind, gibt es den Zuschuss noch einmal.

Bitte beachten Sie: Unsere Ratgeberartikel ersetzen keine Beratung durch einen Gutachter oder Juristen. Bei Unsicherheiten oder Fragen wenden Sie sich daher bitte immer persönlich an einen Fachanwalt oder Gutachter.

Bei Fragen zu Finanzierungen, Bausparen oder Versicherungen stehen Ihnen unsere Berater natürlich jederzeit zur Verfügung.

Bei Fragen rund um die Immobilienvermittlung und -verrentung stehen Ihnen unsere Immobilienexperten gerne zur Seite.

Источник: https://www.wuestenrot.de/de/ihr_wohnwunsch/altersgerecht_wohnen/kueche-barrierefrei-rollstuhlgerecht.html

Küchenplanung: Tipps von unseren Fachleuten

Wie sollte man eine barrierefreie Küche planen? 5 Tipps

Um eine Küche richtig zu planen, müssen zahlreiche Aspekte berücksichtigt werden: Form, Funktionalität und Design der Kücheneinrichtung sind dabei ebenso wichtig wie die Ausstattung und die Frage nach der Finanzierung.

Aber haben Sie auch auf Ergonomie und Kindersicherheit geachtet? Damit Sie in der Planungsphase stets den Überblick behalten und nichts Wichtiges untergeht, haben wir Ihnen hier auf Kuechenportal.

de in 8 Kapiteln alle Küchenplanungs-Tipps und -Hilfen unserer Küchenexperten zusammengestellt – zum Gleich-Lesen hier auf der Seite oder zum Download als PDF.

Inhaltsverzeichnis

  • 1. Kapitel 1: Grundriss & Planskizze
  • 2. Kapitel 2: Küchenformen
  • 3. Kapitel 3: Ergonomie & Sicherheit
  • 4. Kapitel 4: Schranktypen & Regale
  • 5. Kapitel 5: Elektrogeräte & Einbauten
  • 6. Kapitel 6: Küchenstile
  • 7. Kapitel 7: Design

Starten Sie mit Kapitel 1 und den Hinweisen zum Erstellen von Grundriss und Planskizze, wenn Sie noch ganz am Anfang stehen und Ihre Küchenplanung auf richtige Berechnungen gründen wollen.

Sie haben bereits alle Raummaße ermittelt und sind auf der Suche nach der optimalen Einrichtung? Dann informieren Sie sich in Kapitel 2 über die einzelnen Küchenformen mit ihren typischen Merkmalen, Voraussetzungen und Vorteilen.

Bevor Sie über die genaue Ausstattung und Gestaltung der Küche nachdenken, erkundigen Sie sich in Kapitel 3 zu den Themen „Ergonomie“ und „Sicherheit“: Ob rollstuhlgerecht, rückenfreundlich oder kindersicher – für die individuelle Küchenplanung finden Sie hier viele Tipps, Empfehlungen und Richtwerte.

Kapitel 4 präsentiert Ihnen nützliche Hinweise zu Schranktypen und Regalen und alles Wissenswerte zu Elektrogeräten und anderen Einbauten lesen Sie in Kapitel 5.

Sie sind noch unschlüssig, was die Optik Ihrer neuen Kücheneinrichtung angeht? Die üblichen Küchenstile und ihr Aussehen werden in Kapitel 6 behandelt. Kapitel 7 hat zudem zahlreiche Informationen zu unterschiedlichen Designs und Materialien für Sie zusammengestellt.

Kapitel 1: Grundriss & Planskizze

Um die passende neue Küche zu finden, ist eine gute Planung notwendig, die alle Voraussetzungen klärt. Die Grundlage dafür ist das Erstellen eines exakten Grundrisses.

Hiermit können Sie alle wichtigen Fragen beantworten, die sich in der Planungsphase stellen: Ob die genaue Größe des Küchenraums, die Frage nach baulichen Besonderheiten, die berücksichtigt werden müssen oder die Berücksichtigung von Fenstern, Türen und Winkeln – mit einem detaillierten Grundriss lässt sich mühelos eine Planskizze für Ihre Wunschküche erstellen.

So können Sie anschließend eigenständig oder auch mit der professionellen Unterstützung eines Küchenstudios Ihre neue Kücheneinrichtung planen und die richtige Küchenform für Ihre Küche finden (Kapitel 2). Weiterlesen

Kapitel 2: Küchenformen

Sie haben den 1. Schritt erfolgreich abgeschlossen und den Grundriss Ihrer Küche ermittelt? Dann kann nun die Planung der Einrichtung richtig losgehen. Abhängig davon, wie der zur Verfügung stehend Raum aussieht und wie Sie Ihre Küche nutzen wollen, gibt es unterschiedliche Küchenformen, die sich anbieten.

Welche Varianten sich für Kochküche, Wohnküche und Küche mit Essplatz empfehlen, können Sie hier nachlesen. Orientieren Sie sich an Beispiel-Küchenskizzen und prüfen Sie Merkmale, Voraussetzungen und Vorteile der einzelnen Küchenformen.

Wenn Ihnen Ergonomie und Sicherheit in der Küche wichtig sind, beachten Sie auch Schritt 3 unserer Reihe zur Küchenplanung, um Ihre neue Küche barrierefrei und funktional einzurichten. Weiterlesen

Kapitel 3: Ergonomie & Sicherheit

Der Grundriss für die Küche steht und auch die optimale Küchenform (Kapitel 2) für Ihre Kücheneinrichtung ist schon gefunden. Damit diese lange nutzbar ist und Ihnen auch in einigen Jahren noch viel Freude macht, gilt es, vorausschauend zu planen.

Ergonomische Einbauten, kindersichere Möbel und viel Platz für eine barrierefreie Nutzung der Küche sind hier nur einige der Individualisierungsmöglichkeiten moderner Küchenplanungen. Profitieren Sie von unseren Tipps und planen Sie eine Einrichtung, die optimal auf Sie und Ihre Lebensumstände zugeschnitten ist.

Welche Schranktypen und Regale sich für Ihre Anforderungen besonders empfehlen, erfahren Sie im nächsten Kapitel. Weiterlesen

Kapitel 4: Schranktypen & Regale

Haben Sie die Küche vermessen, sich für eine passende Form entschieden und Ihre Anforderungen an eine ergonomische und sichere Einrichtung festgehalten, geht es nun an die Auswahl der richtigen Schränke und Regale.

Eine Vielzahl an Schranktypen steht Ihnen hier zur Auswahl und lässt sich nach persönlichen Vorstellungen variieren und frei miteinander kombinieren.

Einen Überblick über die Standardmodelle, aber auch viele Informationen zu Neuerungen und außergewöhnlichen Schranklösungen haben wir in diesem Kapitel für Sie zusammengestellt.

Und damit Sie die Einrichtung der Küchenzeile vervollständigen und die Schrankplanung so abschließen können, finden Sie im folgenden Kapitel alles Wichtige zu den typischen Küchen-Elektrogeräten und notwendigen Einbauten wie Dunstabzugshauben und Spülen. Weiterlesen

Kapitel 5: Elektrogeräte & Einbauten

Optimal abgestimmt auf die Schranktypen und Regale einer Kücheneinrichtung lassen sich mittlerweile viele Elektrogeräte und Einbauten flexibel und ergonomisch einbauen. So stehen Backöfen, Mikrowellen, Dampfgarer aber auch Spülmaschine bequem in Greifhöhe zur Verfügung und sind zudem für Kinder unerreichbar.

Intelligente Kühl- und Gefrierschränke fügen sich unauffällig und nahtlos in die Küchenzeile ein oder setzen als freistehende Geräte Akzente in der Küchengestaltung. Und auch Spüle, Armatur und Dunstabzugshaube gibt es in unterschiedlichsten Ausführungen und Designs.

Informieren Sie sich in diesem Kapitel über alle wichtigen Merkmale, die typische Ausstattung und Vielfalt heutiger Küchen-Elektrogeräte und Einbauten. Weiterlesen

Kapitel 6: Küchenstile

Vier unterschiedliche Küchenstile bestimmen das Angebot der Küchenhersteller. Sie unterschieden sich nicht nur in der Gestaltung der Kücheneinrichtung, sondern vermitteln auch ein ganz besonderes Wohngefühl. Kapitel 6 unserer Reihe zur Küchenplanung stellt die einzelnen Küchenstile vor und gibt Beispiele für eine typische Einrichtung.

Ob klassische oder moderne Küche, Landhausstil oder Designausführung – orientieren Sie sich leicht anhand typischer Küchenbilder und finden Sie den Küchentypen, der Ihnen am meisten zusagt. Wie Sie das Design Ihrer Kücheneinrichtung optimal auf den gewünschten Küchenstil ausrichten können und welche Gestaltungsmöglichkeiten Sie hierbei haben, können Sie im 7.

Kapitel nachlesen. Weiterlesen

Kapitel 7: Design

Funktional, elegant, nostalgisch, modern – jedes Küchendesign setzt sich aus vielen einzelnen Komponenten zusammen.

Damit Sie sich in der Vielfalt schnell und leicht orientieren und Ihre Wunschküche individuell zusammenstellen können, finden Sie in diesem Kapitel die wesentlichen Gestaltungsmöglichkeiten aller Küchenelemente übersichtlich aufgelistet: ausgehend von den Küchenfronten über Griffe, Küchensockel, Arbeitsfläche sowie Küchenspiegel bis hin zur Beleuchtung und den Elektrogeräten oder Einbauten. Verschaffen Sie sich so mühelos einen Überblick über die unterschiedlichen Designvarianten und nutzen Sie die Liste als kompakte Entscheidungs- und Einkaufshilfe. Typische Einrichtungsbeispiele für die einzelnen Küchenstile finden Sie in -Kapitel 6. Weiterlesen

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